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News

16.09.2026 | 10:30:14 (dpa-AFX)
Original-Research: Verve Group Media SE (von GBC AG): Kaufen

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Original-Research: Verve Group Media SE - von GBC AG

16.09.2026 / 10:30 CET/CEST

Veröffentlichung einer Research, übermittelt durch EQS News - ein Service

der EQS Group.

Für den Inhalt der Mitteilung bzw. Research ist alleine der Herausgeber bzw.

Ersteller der Studie verantwortlich. Diese Meldung ist keine Anlageberatung

oder Aufforderung zum Abschluss bestimmter Börsengeschäfte.

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Einstufung von GBC AG zu Verve Group Media SE

Unternehmen: Verve Group Media SE

ISIN: SE0018538068

Anlass der Studie: Researchstudie (Note)

Empfehlung: Kaufen

Kursziel: 6,80 EUR

Letzte Ratingänderung:

Analyst: Marcel Goldmann, Cosmin Filker

Stabile operative Entwicklung im 1. HJ 2026, deutliche Umsatzbeschleunigung

im zweiten Halbjahr erwartet

GESCHÄFTSENTWICKLUNG 1. HJ 2026

Ende August 2026 hat die Verve Group Media SE ihre Q2- und Halbjahreszahlen

2026 veröffentlicht. Hiernach konnte der Ad-Tech-Konzern in den ersten sechs

Monaten des laufenden Geschäftsjahres trotz eines weiterhin anspruchsvollen

makroökonomischen Umfelds und währungsspezifischen Gegenwinds

(USD-Abwertung) ein moderates Wachstum erzielen. So konnten die

Konzernumsatzerlöse auf vergleichbarer Umsatzbasis dank erzielter

organischer Wachstumseffekte, v.a. durch den Ausbau des

Softwarekundenstamms, im ersten Halbjahr um 2,9% auf 293,9 Mio. EUR (1. HJ

2025: 285,7 Mio. EUR) zulegen. Die ausgewiesenen Umsatzerlöse wurden sogar

deutlich um 34,5% auf 289,5 Mio. EUR (1. HJ 2025: 215,2 Mio. EUR) gesteigert.

In Bezug auf das operative Ergebnis musste Verve bedingt durch signifikante

Investitionen in die Aufstockung des Vertriebsteams, in Produktinnovationen

(Aufbau Retail-Media-Business) und interne strukturelle

Optimierungsmaßnahmen einen EBITDA-Rückgang auf 44,9 Mio. EUR (1. HJ 2025:

54,5 Mio. EUR) hinnehmen. Neben Einmaleffekten haben auch aufgetretene

Sondereffekte die Ergebnisentwicklung deutlich negativ beeinflusst.

Korrigiert um einmalige Kosten- und Sondereffekte (z.B. Abfindungs- und

Beratungskosten) wurde ein im Vergleich zum Vorjahr nahezu stabiles

bereinigtes EBITDA (Adj. EBITDA) in Höhe von 58,4 Mio. EUR (1. HJ 2025: 59,6

Mio. EUR) erzielt. Hieraus ergab sich eine bereinigte EBITDA-Marge von 19,9%,

welche damit leicht unterhalb des Vorjahresniveaus (1. HJ 2025: 20,9%) lag.

Die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres können entsprechend als eine

Investitions- und Übergangsphase angesehen werden. Diese Geschäftsperiode

steht damit auch im Einklang mit den Unternehmensaussagen zu Beginn des

Jahres, wonach das erste Halbjahr eine vorgezogene Investitionsphase mit

zunächst niedrigeren erwarteten EBITDA-Margen darstellt, in der die Kosten

für den Ausbau des Vertriebs, Retail Media und die Plattformentwicklung in

den Kennzahlen sofort sichtbar werden, bevor der erwartete vollständige

Umsatzbeitrag hieraus zeitverzögert eintreten soll.

Auf Nettoebene betrug das bereinigte Jahresergebnis (Adj. Net Result) zum

Ende des ersten Halbjahres 13,1 Mio. EUR und bewegte sich damit ebenfalls

nahezu auf Vorjahresniveau (1. HJ 2025: 13,3 Mio. EUR).

Geschäftsentwicklung im Q2 2026

Wie bereits in der vorherigen Halbjahresanalyse dargestellt, war das zweite

Quartal der Ad-Tech-Gesellschaft v.a. gekennzeichnet durch ein schwieriges

gesamtwirtschaftliches Umfeld (schwächerer Konsum, hohe Ölpreise, Zölle

etc.), das zu schwächeren Werbeausgaben in einigen für Verve wichtigen

Branchen (z.B. Einzelhandel, Tourismus oder Automobil) führte. Diese

branchenspezifischen Rückgänge konnten durch höhere Werbeausgaben in anderen

Sektoren, wie z.B. der Gaming- und Entertainment-Industrie, nur bedingt

kompensiert werden.

Infolgedessen setzte Verve seinen Wachstumskurs im zweiten Quartal 2026

weiter fort, jedoch mit einer deutlich schwächeren Wachstumsdynamik als vom

Management ursprünglich erwartet. So stiegen auf vergleichbarer Basis die

Konzernumsatzerlöse im Q2 im Vergleich zum Vorjahresquartal signifikant um

6,5% auf 152,31 Mio. EUR (Q2 2025: 143,10 Mio. EUR). Vom erzielten Wachstum

entfielen 3,5% auf organische und 4,6% auf anorganische Wachstumseffekte,

wobei negative Währungseffekte das Wachstumstempo um 1,7% belasteten.

Die solide Geschäftsentwicklung im zweiten Quartal wurde hierbei v.a.

vorangetrieben durch den Ausbau der Softwarekundenbasis infolge der weiteren

Erhöhung des Vertriebsteams. Entsprechend konnte die Gesamtzahl der

Softwarekunden und der großen Softwarekunden (Umsatzvolumen über 100.000

USD) deutlich auf 4.176 (Q2 2025: 3.079) bzw. 1.159 (Q2 2025: 954) zulegen.

Die Kundenbindungsrate (bezogen auf große Softwarekunden) und die sog.

"Net-$-Expansion-Rate" verbesserten sich ebenfalls leicht auf 99,0% (Q2

2025: 98,0%) bzw. 95,0% (Q2 2025: 92,0%). Entgegengesetzt hierzu nahm die

Anzahl der sog. "Ad Impressions" zum Ende des zweiten Quartals signifikant

auf 234,0 Mrd. (Q2 2025: 259 Mrd.) ab. Hauptursächlich hierfür war die

bewusste Reduzierung der Geschäftsaktivitäten im Bereich des Nicht-Premium-

und Low-Quality-Werbeinventars.

In Bezug auf die Margenentwicklung konnte Verve seine Bruttomarge (auf

vergleichbarer Umsatzbasis) zum Ende des zweiten Quartals im Vergleich zum

Vorjahresquartal dank der positiven Effekte aus der abgeschlossenen

Plattformvereinheitlichung deutlich auf 40,0% (Q2 2025: 33,1%) steigern.

Neben der verbesserten Plattformperformance aus der Plattformmigration hat

auch ein effizienteres Management der Cloud-Hosting-Auslastung und -Kosten

die Bruttomarge deutlich ansteigen lassen.

Hinsichtlich der operativen Ergebnisentwicklung war das EBITDA im Q2

signifikant von mehreren ergebnisbelastenden Einmal- und Sondereffekten

geprägt, was zu einem deutlichen Rückgang des operativen Ergebnisses um

22,7% auf 20,88 Mio. EUR (Q2 2025: 27,00 Mio. EUR) führte. Zu diesen Effekten

zählten unter anderem Kosten im Zusammenhang mit der Verlagerung der

Gesellschaft von Schweden nach Irland, die Umstellung auf eine

US-Dollar-Berichterstattung und ein mögliches US-Listing, die Verschlankung

des internationalen Standortnetzes sowie mehrere Kosten für die Optimierung

des Personalstamms. Allein die mit diesen Restrukturierungsmaßnahmen

verbundenen einmaligen Kosten beliefen sich laut Unternehmensangaben auf

insgesamt ca. 4,20 Mio. EUR und sollen zukünftig jährliche Einsparungen von

mindestens 8,00 Mio. EUR ermöglichen.

Dagegen konnte das um Einmal- und Sondereffekte (z.B. Restrukturierungs-

oder Beratungskosten) bereinigte Konzern-EBITDA im Vergleich zum

Vorjahresquartal leicht auf 30,10 Mio. EUR (Q2 2025: 29,50 Mio. EUR) gesteigert

werden. Gleichzeitig bewegte sich die bereinigte EBITDA-Marge mit 19,8%

nahezu auf Vorjahresquartalsniveau (Q2 2025: 20,6%).

PROGNOSEN UND MODELLANNAHMEN

Im Rahmen der kürzlich veröffentlichten Q2- bzw. Halbjahreszahlen hat der

Verve-Konzern ebenfalls seine Guidance für das aktuelle Geschäftsjahr

bestätigt. Hiernach rechnet die Ad-Tech-Gesellschaft für die laufende

Geschäftsperiode unverändert mit Umsatzerlösen in einer Spanne von 680 Mio.

EUR bis 730 Mio. EUR und einem bereinigten EBITDA (Adj. EBITDA) von 145 Mio. EUR

bis 175 Mio. EUR.

Vor dem Hintergrund der Halbjahresperformance, die unter unseren Erwartungen

lag, und den derzeit spürbar eingetrübten Rahmenbedingungen (durch bspw.

Iran-Konflikt etc.), haben wir unsere bisherigen Schätzungen nach unten

angepasst. Für das aktuelle Geschäftsjahr rechnen wir nun mit einem Umsatz-

und Adj. EBITDA von 684,17 Mio. EUR (zuvor: 750,37 Mio. EUR) bzw. 146,56 Mio. EUR

(zuvor: 179,46 Mio. EUR) und entsprechend mit dem Erreichen der unteren

Guidance-Spanne.

Aufgrund der erwarteten höheren Produktivität der erweiterten

Vertriebsorganisation und der üblicherweise stärkeren Saisonalität im

dritten und vierten Quartal gehen wir auch weiterhin von einem moderaten

bzw. signifikanten Umsatz- und Ergebniswachstum gegenüber dem

Vorjahresniveau aus. Das Verve-Management hat bereits angedeutet, dass sich

das Geschäftsvolumen auf ihrer Werbeplattform im aktuellen dritten Quartal

verbessert hat.

Für die nachfolgenden Geschäftsjahre 2027 und 2028 kalkulieren wir mit

Umsatzerlösen von 789,53 Mio. EUR (zuvor: 875,95 Mio. EUR) bzw. 905,59 Mio. EUR

(zuvor: 1.010,85 Mio. EUR). Parallel hierzu rechnen wir für diese

Geschäftsperioden mit einem bereinigten EBITDA (Adj. EBITDA) von 192,65 Mio.

EUR (zuvor: 219,65 Mio. EUR) bzw. 230,93 Mio. EUR (zuvor: 264,84 Mio. EUR).

Angesichts des weiteren sukzessiven Ausbaus der Vertriebsbasis, dem

vielversprechenden Retail-Media-Markteintritt und den innovativen

AI-basierten Werbelösungen sollte es Verve gelingen, mittelfristig wieder

deutlich an Wachstumstempo aufzunehmen und hierbei auch seine operative

Performance deutlich zu steigern bzw. zu verbessern.

Vor dem Hintergrund unserer reduzierten Umsatz- und Ergebnisschätzungen für

das aktuelle Geschäftsjahr und die Folgejahre haben wir unser bisheriges

Kursziel moderat auf 6,80 EUR je Aktie (bisher: 7,65 EUR) gesenkt. Dem

Kurszielrückgang steht jedoch der eingetretene sogenannte Roll-Over-Effekt

kurszielerhöhend entgegen. Der neue Kurszielhorizont ist der 31.12.2027

(bisher: 31.12.2026), was modelltechnisch mit einer leichten

Kurszielsteigerung verbunden ist. In Anbetracht des aktuellen Kursniveaus

vergeben wir damit weiterhin das Rating "Kaufen".

Die vollständige Analyse können Sie hier downloaden:

https://nwr.eqs-cockpit.com/fncls2.ssx?fn=redirect&u=d15dee19c3b911facbddc3fd729d9867

Kontakt für Rückfragen:

GBC AG

Halderstraße 27

86150 Augsburg

0821 / 241133 0

research@gbc-ag.de

++++++++++++++++

Offenlegung möglicher Interessenskonflikte nach § 85 WpHG und Art. 20 MAR

Beim oben analysierten Unternehmen ist folgender möglicher

Interessenkonflikt gegeben: (5a, 7, 11); Einen Katalog möglicher

Interessenkonflikte finden Sie unter: http://www.gbc-ag.de/de/Offenlegung

+++++++++++++++

Datum und Zeitpunkt der Fertigstellung der Studie: 16.09.2026(8:20 Uhr)

Datum und Zeitpunkt der ersten Weitergabe der Studie: 16.09.2026(10:30 Uhr)

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