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Idee der Woche / Archiv: 28.05.2024 | 13:58:17 Werbung

RWE - Energieversorger profitiert massiv von kräftig steigender Energienachfrage durch KI!

Marcus Landau
Redakteur Marcus Landau

Produktmanager bei der DZ BANK

Der KI-Boom dürfte mittelfristig für einen deutlich höheren Stromverbrauch sorgen. Damit eröffnen sich für Energieversorger wie RWE mittelfristig exzellente Perspektiven im operativen Kerngeschäft. Da man massiv in den Ausbau seiner Ökostromkapazitäten investiert, ist man bestens aufgestellt, um bei lukrativen Power-Purchase-Agreements mit Hyperscalern zum Zug zu kommen. Auch fundamental ist RWE mit einem KGV von 15,8 auf Basis der Konsenserwartungen für 2026 attraktiv bewertet.

Marcus Landau
Redakteur Marcus Landau

Produktmanager bei der DZ BANK

KI-Boom sorgt für kräftig steigende Energienachfrage!

Künstliche Intelligenz gilt zu Recht als Gamechanger und hat das Potenzial, die Welt, in der wir leben, nachhaltig zu verändern. Mithilfe von KI-Assistenten wie ChatGPT oder Gemini lassen sich nicht nur Routineaufgaben wie das Zusammenfassen von Texten aus unterschiedlichen Quellen, das Beantworten von E-Mails oder Kundenanfragen oder das Erstellen von Texten und interaktiven Grafiken schnell und effizient bewältigen, sondern auch bei komplexen Themen und Fragestellungen wie der Optimierung von Produktionsprozessen und Arbeitsabläufen, Erstellung von Medien- und Werbekampagnen, der Auswertung und Analyse umfangreicher Datenmengen sind moderne digitale KI-Helfer schon jetzt in vielen Bereichen nicht mehr wegzudenken. Der KI-Boom hat allerdings auch seine Schattenseiten, denn nicht nur die Erstellung und das Training von generativen KI-Applikationen und LLMs, wie ChatGPT oder Gemini, erfordern enorme Rechenpower, was mit einem deutlich höheren Energiebedarf einhergeht. Auch die Nutzung der mittlerweile online-verfügbaren KI-Helfer lässt den Stromverbrauch deutlich in die Höhe schnellen. So wird für eine Anfrage bei ChatGPT oder Gemini Schätzungen zufolge mehr als zehnmal mehr Strom benötigt als bei einer Suchanfrage bei der Suchmaschine Google. Entsprechend dürfte auch der Energiebedarf aufgrund des KI-Booms in den kommenden Jahren massiv zulegen. Konkret gehen die Analysten von Goldman Sachs davon aus, dass sich der Energieverbrauch bei Rechenzentren bis 2030 weltweit im Vergleich zum Referenzjahr 2020 mehr als verdreifachen wird. Gerade in Europa dürfte der KI-Boom nach Einschätzung von Goldman Sachs die Stromnachfrage in den kommenden Jahren deutlich nach oben treiben. Basierend auf den Elektrifizierungszielen des REPowerEU-Plans und unter Berücksichtigung des weiter forcierten Datacenter-Ausbaus dürfte der Energieverbrauch laut Goldman Sachs in der EU in den kommenden zehn Jahren um 40 % zulegen.

 

RWE ist dank dem Ökostromkapazitätsausbau bestens positioniert!

RWE hat dank seiner gut ausgebauten Ökostromkapazitäten gute Chancen, um von der kräftig steigenden Energienachfrage im Zuge des KI-Booms massiv profitieren zu können. Denn Hyperscaler wie Microsoft, Alphabet oder Amazon AWS setzen bei der Stromversorgung ihrer Data- und Cloudcenter vor allem auf regenerative Energien. Dies ist nicht nur gut fürs Image, sondern macht sich angesichts steigender CO2-Abgaben auch positiv auf der Kostenseite bemerkbar. Da RWE seine Ökostromkapazitäten in den vergangenen Jahren dank milliardenschwerer Investitionen massiv ausgebaut hat, ist man gut aufgestellt, um von der steigenden Nachfrage bei Ökostrom profitieren zu können. Mit einer installierten Gesamtleistung von rund 35,5 GW bei Wind- und Solarenergie gehört RWE schon jetzt zu den weltweit führenden Anbietern bei Wind- und Solarstrom. Da RWE sein Budget für den Ausbau seiner Ökostromkapazitäten bis zum Dekadenende im Zuge des überarbeiteten Investitionsprogramms "Growing Green" von 50 auf 55 Mrd. Euro erhöht hat, dürfte RWE seine installierte Gesamtkapazität im margenstarken Ökostromsegment bis zum Dekadenende auf mehr als 65 GW ausbauen. Dadurch erhofft sich RWE einen deutlich positiven Beitrag zum Konzernergebnis, da sich mit Ökostrom im Vergleich zu konventioneller Energie aus Kohle- oder Gaskraftwerken deutlich höhere Margen erzielen lassen. Entsprechend rechnet RWE bis zum Dekadenende mit einer Verbesserung beim bereinigten operativen Ergebnis von 14 %, wobei man für 2030 ein bereinigtes operatives Ergebnis von mehr als 9 Mrd. Euro anpeilt.

 

RWE - Weitere Power-Purchase-Agreements mit Hyperscalern im Visier!

RWE legt den Fokus beim Ausbau seiner Wind- und Solarstromkapazitäten vor allem auf Auslandsmärkte wie den USA, wobei man in Nordamerika dank der Übernahme des Ökostromanbieters Con Edison bereits eine kritische Größe erreicht hat. Mittlerweile liegt die installierte Gesamtkapazität von RWE in Nordamerika bei 9 GW, wobei man außerdem über eine attraktive Projektpipeline mit einer Gesamtkapazität von 24 GW verfügt. Damit hat RWE gute Chancen, bei langlaufenden Stromabnehmerverträgen, so genannten Power-Purchase-Agreements (PPA), mit Hyperscalern zum Zug zu kommen. Nachdem man bereits 2021 einen langlaufenden Ökostromliefervertrag mit der US-Facebook-Mutter Meta abschließen konnte, präsentierte RWE kürzlich mit Microsoft einen weiteren hochkarätigen Neukunden aus dem Technologiesegment. Im Rahmen des PPA-Abkommens wird man Microsoft über 15 Jahre mit Grünstrom aus zwei Onshore-Windparks im US-Bundesstaat Texas versorgen. Auch mittelfristig dürfte das positive Momentum bei langlaufenden PPA-Verträgen beim Essener Energieversorger weiter anhalten. CFO Michael Müller sprach im Rahmen des Conference-Calls zum 1. Quartal sowohl in Nordamerika als auch in Europa von einer starken Nachfrage seitens großer Technologiekonzerne nach Ökostrom.

 

Trendwende im operativen Geschäft - RWE könnte Prognose anheben!

Zuletzt wurde RWE vor allem durch das schwache Europageschäft ausgebremst, wobei vor allem sinkende Großhandelspreise auf die Margen gedrückt hatten. Entsprechend sah man sich Mitte März zu einer Senkung der Jahresprognose gezwungen, wobei der bereinigte operative Gewinn aus dem Tagesgeschäft nunmehr am unteren Ende der Spanne von 5,2 bis 5,8 Mrd. Euro erwartet wird. Im 1. Quartal des neuen Fiskaljahres musste RWE erneut beim bereinigten EBITDA aufgrund rückläufiger Großhandelspreise und Rückgängen im Energiehandelssegment über einen deutlichen Rückgang von 2,3 auf 1,7 Mrd. Euro quittieren, während der bereinigte Nettogewinn mit 801 Mio. Euro ebenfalls deutlich unter Vorjahresniveau (1,3 Mrd. Euro) gelegen hatte. Damit schnitt man jedoch besser als befürchtet ab. Trotz des deutlichen Gewinnrückgangs sieht RWE Licht am Ende des Tunnels. So hätten sich nach Aussage von CFO Michael Müller die Großhandelspreise für Strom zuletzt wieder deutlich stabilisiert, während man auch im Stromhandelsgeschäft wieder deutlich positive Impulse erwartet. Daher könnte RWE nach dem besser als befürchteten Abschneiden im 1. Quartal vor einer Prognoseanhebung stehen, so die Einschätzung vieler Analysten. Aktuell rechnet der Analystenkonsens auch aufgrund der hohen Konzernverschuldung und der milliardenschweren Investitionen in den Ökostromausbau für 2025 mit einem EPS von 2,05 Euro, während der Gewinn je Aktie in 2026 bei 2,23 Euro erwartet wird. Hellt sich das Umfeld vor allem bei den Großhandelspreisen weiter auf, bieten sich hier aufgrund der zu erwartenden steigenden Stromnachfrage deutlich Spielraum für positive Überraschungen.

 

Produktidee: Discount-Zertifikat Classic auf RWE AG

Eine attraktive Alternative zur Direktanlage in die Aktie sind Discount-Zertifikate. Anlegern steht eine Auswahl an entsprechenden Produkten auf den Basiswert RWE AG zur Verfügung. Ein Beispiel ist ein Discount-Zertifikat mit der WKN: DQ2MED, das am 25.09.2025 fällig wird (Rückzahlungstermin) und mit einem Discount zum Kurs der Aktie RWE AG notiert. Der Anleger erhält keine sonstigen Erträge (z.B. Dividenden) und hat keine weiteren Ansprüche aus dem Basiswert. Die Höhe der möglichen Rückzahlung wird bei 33,00 Euro begrenzt.

 

Für die Rückzahlung des Zertifikats gibt es zwei Möglichkeiten:

1. Liegt der Schlusskurs des Basiswerts RWE AG St an der maßgeblichen Börse am 18.09.2025 (Referenzpreis) auf oder über dem Cap, erhält der Anleger den Höchstbetrag von 33,00 Euro.

2. Liegt der Referenzpreis unter dem Cap, erhält der Anleger einen Rückzahlungsbetrag, der dem Referenzpreis multipliziert mit dem Bezugsverhältnis (1,00) entspricht. Der Anleger erleidet einen Verlust, wenn der Rückzahlungsbetrag unter dem Erwerbspreis des Produkts liegt.

Ein gänzlicher Verlust des eingesetzten Kapitals ist möglich (Totalverlustrisiko). Ein Totalverlust tritt ein, wenn der Referenzpreis null ist. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist auch möglich, wenn die DZ BANK als Emittent ihre Verpflichtungen aus dem Zertifikat aufgrund behördlicher Anordnungen oder einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit/Überschuldung) nicht mehr erfüllen kann.

 

Das vorliegend beschriebene Discount-Zertifikat richtet sich an Anleger, die einen Anlagehorizont bis zum 25.09.2025 haben und davon ausgehen, dass der Basiswert RWE AG am 18.09.2025 auf oder über 33,00 Euro liegen wird.

 

Eine ausführliche Erläuterung der genannten Fachbegriffe finden Sie in unserem Glossar.

 

Stand: 28.05.2024, DZ BANK AG / Online-Redaktion

Hinweis auf Rechtliches, Prospekt und Basisinformationsblatt

Hinweis auf das Basisinformationsblatt
Das von der DZ BANK erstellte Basisinformationsblatt ist in der jeweils aktuellen Fassung auf der Internetseite der DZ BANK www.dzbank-wertpapiere.de/DQ2MED (dort unter „Dokumente“) abrufbar. Dies gilt, solange das Produkt für Privatanleger verfügbar ist.

Hinweis auf den Prospekt
Der gemäß gesetzlicher Vorgaben von der DZ BANK bezüglich des öffentlichen Angebots erstellte Basisprospekt sowie etwaige Nachträge und die zugehörigen Endgültigen Bedingungen sind auf der Internetseite der DZ BANK www.dzbank-wertpapiere.de veröffentlicht und können unter www.dzbank-wertpapiere.de/DQ2MED (dort unter „Dokumente“) abgerufen werden. Sie sollten den Prospekt lesen, bevor Sie eine Anlageentscheidung treffen, um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Prospekts von der zuständigen Behörde ist nicht als Befürwortung der angebotenen oder zum Handel an einem geregelten Markt zugelassenen Wertpapiere zu verstehen. Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann.

Rechtliche Hinweise: Diese Information ist eine Werbemitteilung und dient ausschließlich Informationszwecken. Diese Information wurde von dem Redakteur im Auftrag der DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank („DZ BANK“) erstellt und ist zur Verteilung in der Bundesrepublik Deutschland bestimmt. Diese Werbemitteilung richtet sich nicht an Personen mit Wohn- und/oder Gesellschaftssitz und/oder Niederlassungen im Ausland, vor allem in den Vereinigten Staaten von Amerika, Kanada, Großbritannien oder Japan. Diese Werbemitteilung darf im Ausland nur in Einklang mit den dort geltenden Rechtsvorschriften verteilt werden und Personen, die in den Besitz dieser Informationen und Materialien gelangen, haben sich über die dort geltenden Rechtsvorschriften zu informieren und diese zu befolgen. Diese Werbemitteilung stellt weder ein öffentliches Angebot noch eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebotes zum Erwerb von Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar. Die DZ BANK ist insbesondere nicht als Anlageberater oder aufgrund einer Vermögensbetreuungspflicht tätig. Diese Werbemitteilung ist keine Finanzanalyse. Diese Werbemitteilung stellt eine unabhängige Bewertung der entsprechenden Emittentin bzw. Wertpapiere durch den Redakteur dar. Alle hierin enthaltenen Bewertungen, Stellungnahmen oder Erklärungen sind diejenigen des Redakteurs der Werbemitteilung und stimmen nicht notwendigerweise mit denen der Emittentin oder dritter Parteien überein. Angaben zu künftigen Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für die tatsächliche künftige Wertentwicklung. Der Redakteur hat die Informationen, auf die sich die Werbemitteilung stützt, aus als zuverlässig erachteten Quellen übernommen, ohne jedoch alle diese Informationen selbst zu verifizieren. Dementsprechend gibt die DZ BANK keine Gewährleistungen oder Zusicherungen hinsichtlich der Genauigkeit, Vollständigkeit oder Richtigkeit der hierin enthaltenen Informationen oder Meinungen ab. Die DZ BANK übernimmt keine Haftung für unmittelbare oder mittelbare Schäden, die durch die Verteilung und/oder Verwendung dieser Werbemitteilung verursacht werden und/oder mit der Verteilung und/oder Verwendung dieser Werbemitteilung im Zusammenhang stehen. Eine Investitionsentscheidung bezüglich irgendwelcher Wertpapiere oder sonstiger Finanzinstrumente sollte auf der Grundlage eines Beratungsgesprächs sowie Prospekts oder Informationsmemorandums erfolgen und auf keinen Fall auf der Grundlage dieser Werbemitteilung. Die Bewertungen können je nach den speziellen Anlagezielen, dem Anlagehorizont oder der individuellen Vermögenslage für einzelne Anleger nicht oder nur bedingt geeignet sein. Die Informationen und Meinungen entsprechen dem Stand zum Zeitpunkt der Erstellung der Werbemitteilung. Sie können aufgrund künftiger Entwicklungen überholt sein, ohne dass die Werbemitteilung geändert wurde.

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(Bewertungen: 3)

Discount 33 2025/09: Basiswert RWE

DQ2MED / //
Quelle: DZ BANK: Geld 19.07., Brief 19.07.
DQ2MED // Quelle: DZ BANK: Geld 19.07., Brief 19.07.
28,67 EUR
Geld in EUR
28,71 EUR
Brief in EUR
--
Diff. Vortag in %
Basiswertkurs: 32,790 EUR
Quelle : Xetra , 19.07.
  • Max Rendite 14,94%
  • Max Rendite in % p.a. 12,49% p.a.
  • Discount in % 12,44%
  • Cap 33,00 EUR
  • Abstand zum Cap in % 0,64%
  • Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 1,00

News / RWE AG

19.07.2024 | 06:07:01 (dpa-AFX)
Trendwende erreicht? 90 neue Windräder in Bayern beantragt

MÜNCHEN (dpa-AFX) - In den ersten fünf Monaten des Jahres wurde im Freistaat für 90 Windenergieanlagen die Genehmigung beantragt und für 16 Anlagen eine Genehmigung erteilt. Dies teilte das bayerische Wirtschaftsministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in München mit. Die durchschnittliche Leistung pro beantragter Anlage liege bei rund 6,7 Megawatt. 2023 seien zudem für 64 Anlagen Genehmigungsanträge gestellt worden, dies seien "so viel wie seit dem Jahr 2014 nicht mehr".

"Diese Zahlen belegen die Trendwende in Bayern eindrücklich", sagte Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler). Die Realisierungszeiten bei Windenergieprojekten seien relativ lang. Deshalb spiegelten sich die im Freistaat neu ergriffenen Maßnahmen zur Beschleunigung des Ausbaus der Windenergie zwar bis jetzt nicht in den Ausbauzahlen wider - "wohl aber in den Antragszahlen".

In Summe seien derzeit bayernweit 134 Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von rund 764 Megawatt beantragt, aber bisher nicht genehmigt. 46 genehmigte Anlagen sind den Angaben des Ministeriums zufolge noch nicht in Betrieb gegangen (Stand 04.07.2024).

Wie dringend notwendig für eine erfolgreiche Energiewende auch die Realisierung der Windkraftprojekte in Bayern ist, zeigt die jüngste Statistik des Bundesverbands Windenergie: Mit einem realen Zubau von vier Windenergieanlagen und einer Gesamtleistung von 21 Megawatt belegte Bayern im ersten Halbjahr 2024 wieder einmal nur einen der hintersten Plätze im bundesweiten Vergleich. Nur Sachsen, Thüringen, das Saarland und die drei Stadtstaaten Hamburg, Berlin und Bremen landeten demnach hinter dem Freistaat.

Geschmälert wird der ohnehin zu geringe Ausbau in den ersten sechs Monaten zudem durch den zeitgleichen Rückbau eines Windrades mit einer Leistung von einem Megawatt. Bayern braucht aber mehr eigene Windenergie, will der Freistaat seine klimapolitischen Ziele und den wachsenden Energiebedarf decken. Auch die nun von Aiwanger gelobten Antragszahlen werden nicht ausreichen. Die Staatsregierung setzte es sich immerhin zum Ziel, bis 2030 1.000 neue Windenergieanlagen zu initiieren.

Zum Ende des ersten Halbjahres 2024 belief sich laut den Branchenangaben der kumulierte Gesamtbestand der Windenergieanlagen an Land auf 28.611 Anlagen mit einer Gesamtleistung von 61,9 Gigawatt. Der Freistaat fristet hier aber ebenfalls ein trauriges Dasein als Schlusslicht: Gemeinsam mit Berlin weist Bayern mit weniger als 50 Kilowatt pro Quadratkilometer eine besonders niedrige Leistungsdichte auf.

Der schleppende Ausbau der Windkraft in Bayern ist das Ergebnis einer Regelungspolitik, die den Ausbau durch restriktive Vorgaben stark erschwerte. 2014 hatte die CSU die sogenannte 10H-Regel eingeführt, welche vorschrieb, dass der Abstand eines Windrades zu Wohnhäusern mindestens zehnfach der Höhe entspricht.

In der Folge brach der Ausbau der Windenergie in Bayern praktisch vollends ein, es machte sich landesweit eine ablehnende Haltung zu den Rotoren breit. Auch Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sprach sich jahrelang gegen eine "Verspargelung der Landschaft" aus. Erst 2022 lockerte die Staatsregierung die Regelung - auf Druck von außen. Studien wiesen seither klar nach, dass auch die noch geltende 10H-Regel den Ausbau stark ausbremst./had/DP/zb

17.07.2024 | 10:24:11 (dpa-AFX)
RWE sichert sich Rechte für Meereswindpark in Australien
15.07.2024 | 13:31:47 (dpa-AFX)
Milliarden-Förderung für Wasserstoffprojekte
15.07.2024 | 11:04:44 (dpa-AFX)
AKTIEN IM FOKUS: Anleger machen Kasse bei Nordex - Erneuerbare allgemein schwach
11.07.2024 | 14:22:44 (dpa-AFX)
EQS-DD: RWE Aktiengesellschaft (deutsch)
09.07.2024 | 14:41:27 (dpa-AFX)
Umfrage: Stimmung in der Windenergiebranche gestiegen
09.07.2024 | 06:02:27 (dpa-AFX)
NRW-Wirtschaftsministerin kritisiert Habecks Kraftwerksstrategie

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