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Open-End Faktor-Optionsschein 13x long mit Knock-Out: Vonovia

DN6DN9 / DE000DN6DN97 //
Quelle: DZ BANK: Geld 09.10., Brief 09.10.
DN6DN9 DE000DN6DN97 // Quelle: DZ BANK: Geld 09.10., Brief 09.10.
5,81 EUR
Geld in EUR
5,98 EUR
Brief in EUR
--
Diff. Vortag in %
Basiswertkurs: 16,310 EUR
Quelle : Xetra , 09.10.
  • Reset-Schwelle 15,3063 EUR
  • Abstand zur Reset-Schwelle in % 6,15%
  • Knock-Out-Barriere 15,1016 EUR
  • Faktor 13,00x
  • Kurs-Schwelle 19,572 EUR
  • Bezugsverhältnis 4,550148
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Hinweis der DZ BANK:

Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.

Gemäß Allgemeinverfügung BaFin nach Art. 42 MiFIR und § 15 Absatz 1 Satz 2 WpHG in Verbindung mit Art. 42 MiFIR betreffend Turbo-Zertifikate vom 15.10.2025

Chart

Open-End Faktor-Optionsschein 13x long mit Knock-Out: Vonovia

  • Intraday
  • 1W
  • 1M
  • 3M
  • 6M
  • 1J
  • 2J
  • 5J
  • Max
Quelle: DZ BANK AG, Frankfurt: 09.10. 21:59:28
Charts zeigen die Wertentwicklungen der Vergangenheit. Zukünftige Ergebnisse können sowohl niedriger als auch höher ausfallen. Falls Kurse in Fremdwährung notieren, kann die Rendite infolge von Währungsschwankungen steigen oder fallen. © 2026 DZ BANK AG

Stammdaten

Stammdaten
WKN / ISIN DN6DN9 / DE000DN6DN97
Emittent DZ BANK AG
Produktstruktur Hebelprodukt
Kategorie Faktor-Optionsschein
Produkttyp long (steigende Markterwartung)
Währung des Produktes EUR
Quanto Nein
Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 4,550148
Ausübung Bermuda
Emissionsdatum 05.10.2026
Erster Handelstag 05.10.2026
Letzter Handelstag Endlos
Handelszeiten 08:00 - 22:00 Hinweise zur Kursstellung
Knock-Out-Zeiten Übersicht
Letzter Bewertungstag Endlos
Zahltag Endlos
Fälligkeitsdatum N/A
Basispreis 15,0577 EUR
Reset-Preis 16,31 EUR
Reset-Schwelle 15,3063 EUR
Kurs-Schwelle 19,572 EUR
Knock-Out-Barriere bezogen auf den Inneren Wert 0,20 EUR
Knock-Out bei Basiswert Kurs 15,1016 EUR
Knock-Out-Barriere erreicht Nein
Knock-Out-Barriere erreicht am --
Anpassungsprozentsatz p.a. 5,43400% p.a.
enthält: Bereinigungsfaktor 3,00%
Anpassungshistorie
ZeitpunktReset-PreisBasispreis
09.10.202616,31 EUR15,0577 EUR
08.10.202616,205 EUR14,9607 EUR
07.10.202616,75 EUR15,4639 EUR
06.10.202617,035 EUR15,727 EUR
05.10.202616,90 EUR15,6024 EUR
02.10.202616,815 EUR15,5215 EUR

* = außerordentlicher Reset

Kennzahlen

Kennzahlen
Berechnung: 09.10.2026, 21:59:28 Uhr mit Geld 5,81 EUR / Brief 5,98 EUR
Spread Absolut 0,17 EUR
Spread Homogenisiert 0,037361 EUR
Spread in % des Briefkurses 2,84%
Faktor 13,00x
Abstand zur Reset-Schwelle absolut 1,0037 EUR
Abstand zur Reset-Schwelle in % 6,15%
Abstand zur Kurs-Schwelle absolut 0,00 EUR
Abstand zur Kurs-Schwelle in % 0,00%
Abstand zum Knock-Out bei Basiswert Kurs absolut 1,2084 EUR
Abstand zum Knock-Out bei Basiswert Kurs in % 7,41%
Performance seit Auflegung in % -44,72%

Basiswert

Basiswert
Kurs 16,310 EUR
Diff. Vortag in % 0,65%
52 Wochen Tief 16,185 EUR
52 Wochen Hoch 28,900 EUR
Quelle Xetra, 09.10.
Basiswert Vonovia SE
WKN / ISIN A1ML7J / DE000A1ML7J1
KGV --
Produkttyp Aktie
Sektor Diverse

Produktbeschreibung

Art:
Dieses Produkt ist eine Inhaberschuldverschreibung nach deutschem Recht.

Laufzeit:
Dieses Produkt hat keine feste Laufzeit. Es kann jedoch durch den Anleger ausgeübt oder durch die DZ BANK gekündigt werden. Zudem endet die Laufzeit des Produkts automatisch, sobald ein Knock-out-Ereignis eintritt.

Ziele:
Ziel dieses Produkts ist es, Ihnen einen bestimmten Anspruch zu vorab festgelegten Bedingungen zu gewähren. Es bietet eine überproportionale (gehebelte) Partizipation sowohl an Kursanstiegen als auch an Kursrückgängen des Basiswerts. Das Produkt ist mit einem Faktor von 13 ausgestattet. Dieser Faktor beschreibt die Hebelwirkung, die durch die regelmäßige Anpassung verschiedener Produktparameter wieder auf 13 bereinigt um u.a. etwaige Kosten gesetzt wird.

Grundsätzlich wird an jedem Üblichen Handelstag, an dem auch die Frankfurter Wertpapierbörse für ihren allgemeinen Geschäftsbetrieb geöffnet hat, der Basispreis und das Bezugsverhältnis (maßgebliche Parameter für den Inneren Wert des Produkts) in Abhängigkeit des festgestellten Schlusskurs des Basiswerts an der Maßgeblichen Börse (Reset-Preis) angepasst (Anpassung nach einem Ordentlichen Reset). Hierbei werden Finanzierungskosten über einen spezifischen Marktzins sowie Kosten im Zusammenhang mit dem Produkt zzgl. einer Marge für die DZ BANK durch den Bereinigungsfaktor wertmindernd berücksichtigt. Unter besonderen in den Produktbedingungen definierten Umständen kann der Ordentliche Reset entfallen.

Darüber hinaus kann es bei einem starken Kursrückgang des Basiswerts, d.h. wenn ein Beobachtungspreis auf oder unterhalb der sogenannten Reset-Schwelle notiert, zu einer außerordentlichen untertägigen Anpassung des Basispreises und des Bezugsverhältnisses in Abhängigkeit des innerhalb einer in den Produktbedingungen definierten Bewertungsfrist ermittelten niedrigsten Kurses des Basiswerts an der Maßgeblichen Börse (Reset-Preis-AO) kommen. Die untertägige Anpassung zielt darauf ab, das Risiko eines negativen Inneren Werts des Produkts zu vermeiden. Dieser Mechanismus kann jedoch einen Totalverlust oder einen einem Totalverlust nahekommenden Wertverlust des Produkts nicht verhindern.

Eine Anpassung verschiedener Produktparameter erfolgt grundsätzlich auch, um Dividendenzahlungen (bereinigt um etwaige Steuern) im Basiswert im Produkt zu berücksichtigen.

Aufgrund seiner Hebelwirkung reagiert das Produkt auf kleinste Bewegungen des Basiswerts. Ein fallender Kurs des Basiswerts kann den Wert des Produkts erheblich verringern. Daraus resultierende Verluste werden ggf. auch bei anschließenden steigenden Kursen des Basiswerts auf das vorherige Niveau nicht vollständig kompensiert.

Einlösung durch den Anleger oder Kündigung durch die DZ BANK:

Sie sind berechtigt, das Produkt zu in den Produktbedingungen festgelegten Terminen (erstmals zum 14.10.2026) einzulösen. Die Einlösung erfolgt, indem Sie mindestens fünf Bankarbeitstage vor dem jeweiligen Einlösungstermin bis 10:00 Uhr (Ortszeit Frankfurt am Main) eine Einlösungserklärung in Textform an die DZ BANK schicken und die einzulösenden Produkte bei der DZ BANK eingegangen sind. Darüber hinaus hat die DZ BANK das Recht, die WKN insgesamt, jedoch nicht teilweise, zu in den Produktbedingungen festgelegten Terminen (erstmals zum 14.10.2026) ordentlich zu kündigen. Die ordentliche Kündigung durch die DZ BANK ist mindestens fünf Bankarbeitstage vor dem jeweiligen ordentlichen Kündigungstermin zu veröffentlichen.

Nach frist- und formgerechter Einlösung durch Sie oder Kündigung durch die DZ BANK und sofern nicht zuvor ein Knock-out-Ereignis eingetreten ist, entspricht der Rückzahlungsbetrag am Rückzahlungstermin pro Produkt der Differenz aus dem Referenzpreis und dem zum Zeitpunkt des Referenzpreises maßgeblichen Basispreis, welche mit dem zum Zeitpunkt des Referenzpreises maßgeblichen Bezugsverhältnis multipliziert wird: ((Referenzpreis – zuletzt angepasster Basispreis) x zuletzt angepasstes Bezugsverhältnis).

Automatische Beendigung des Produkts:

Das Produkt endet automatisch mit sofortiger Wirkung, wenn eines der in den Produktbedingungen definierten Ereignissen eintritt (Knock-out-Ereignis). Maßgeblich für ein Knock-out-Ereignis ist der Innere Wert des Produkts. Dieser entspricht der mit dem zum Zeitpunkt der jeweiligen Berechnung geltenden Bezugsverhältnis multiplizierten Differenz aus dem Beobachtungspreis und dem zum Zeitpunkt der jeweiligen Berechnung geltenden Basispreis:
((Beobachtungspreis – Basispreis) x Bezugsverhältnis). Ein Knock-out-Ereignis tritt in den nachfolgend beschriebenen Fällen ein:

  1. Der Innere Wert ist einmal kleiner oder gleich null: In diesem Fall beträgt der Rückzahlungsbetrag am Rückzahlungstermin 0,001 EUR pro Produkt, wobei der Rückzahlungsbetrag, den die DZ BANK an Sie zahlt, aufsummiert für sämtliche von Ihnen gehaltenen Produkte der WKN DN6DN9 berechnet und kaufmännisch auf zwei Nachkommastellen gerundet wird. Soweit Sie weniger als zehn Produkte der WKN DN6DN9 halten, wird unabhängig von der Anzahl der Produkte der WKN DN6DN9, die Sie halten, ein Betrag in Höhe von 0,01 EUR gezahlt.

  2. Der Innere Wert ist einmal kleiner oder gleich 0,20 EUR und größer null:

a) Erfolgt dies anhand des Eröffnungskurses des Basiswerts an der Maßgeblichen Börse oder des Reset-Preises oder des Reset-Preises-AO als Beobachtungspreis, entspricht der Rückzahlungsbetrag am Rückzahlungstermin dem Inneren Wert zum Zeitpunkt des Knock-out-Ereignisses und wird kaufmännisch auf zwei Nachkommastellen gerundet. Ist der so ermittelte Rückzahlungsbetrag nicht positiv, beträgt der Rückzahlungsbetrag am Rückzahlungstermin 0,001 EUR pro Produkt, wobei der Rückzahlungsbetrag, den die DZ BANK an Sie zahlt, aufsummiert für sämtliche von Ihnen gehaltenen Produkte der WKN DN6DN9 berechnet und kaufmännisch auf zwei Nachkommastellen gerundet wird. Soweit Sie weniger als zehn Produkte der WKN DN6DN9 halten, wird unabhängig von der Anzahl der Produkte der WKN DN6DN9, die Sie halten, ein Betrag in Höhe von 0,01 EUR gezahlt.

b) Trifft a) nicht zu, so entspricht der Rückzahlungsbetrag am Rückzahlungstermin 0,20 EUR.

Sie erhalten keine sonstigen Erträge (z.B. Dividenden) und haben keine weiteren Ansprüche (z.B. Stimmrechte) aus dem Basiswert.

Analyse

Gesamteindruck
Einfach nutzbares Gesamtrating basierend auf einer fundamentalen, technischen und Risikoanalyse unter Einbezug von Branchen- und Marktumfeld.

Eher negativ

Gewinnprognose
Der Veränderungstrend der Gewinnprognosen über ein Zeitfenster von 7 Wochen. Aktuelle Aktienbewertungen ausgewählter Analysten finden Sie unter DPA-AFX ANALYSER.

Negative Analystenhaltung seit 21.08.2026

Kurs-Gewinn-Verhältnis
Das KGV setzt den aktuellen Kurs der Aktie ins Verhältnis zu seiner Gewinnerwartung. Es wird auf Basis der langfristigen Gewinnprognosen der Analysten errechnet.
9,2

Erwartetes KGV für 2028

Risiko-Bewertung
Gesamteinschätzung des Risikos auf Basis des Bear Market und des Bad News Factors.

Hoch

Bear-Market-Faktor
Risiko Parameter, der anhand des Titelverhaltens in sich abwärts bewegenden Märkten das Marktrisiko einer Aktie angibt.

Hohe Anfälligkeit bei sinkendem Index

Korrelation
Die Korrelation gibt an, inwieweit die Bewegungen der Aktie mit denen Ihres Indexes übereinstimmen.
69,5%

Starke Korrelation mit dem STOXX600

Marktkapitalisierung (Mrd. USD) 15,51 Grosser Marktwert Mit einer Marktkapitalisierung von >$8 Mrd., ist VONOVIA ein hoch kapitalisierter Titel.
Gewinnprognose Negative Analystenhaltung seit 21.08.2026 Die Gewinnerwartung der Analysten pro Aktie liegen heute niedriger als vor sieben Wochen. Dieser negative Trend hat am 21.08.2026 bei einem Kurs von 20,06 eingesetzt.
Preis Unterbewertet, gemäss theScreener Auf Basis des Wachstumspotentials und eigener Kriterien, erscheint uns der Aktienkurs aktuell unterbewertet.
Relative Performance -10,3% Unter Druck vs. STOXX600. Erscheint technisch überverkauft Dividendenbereinigt liegt die Aktie über vier Wochen betrachtet -10,3% hinter dem STOXX600 zurück. Der Kurs erscheint technisch überverkauft.
Mittelfristiger Trend Scheint überverkauft aus technischer Sicht Aus technischer Sicht erscheint die Aktie aufgrund ihrer jüngsten Verluste überverkauft. Sie wird seit 14.08.2026 unterhalb ihres dividendenbereinigten technischen 40-Tage Trends gehandelt.
Wachstum KGV 1,5 39,66% Abschlag relativ zur Wachstumserwartung Ein "Verhältnis zwischen Wachstum plus geschätzte Dividende und KGV" von über 0,9 weist auf einen Preisabschlag gegenüber dem normalen Preis für das Wachstumspotential hin, von in diesem Fall 39,66%.
KGV 9,2 Erwartetes KGV für 2028 Das erwartete KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) gilt für das Jahr 2028.
Langfristiges Wachstum 5,8% Wachstum heute bis 2028 p.a. Die durchschnittlichen jährlichen Wachstumsraten gelten für die Gewinne von heute bis 2028.
Anzahl der Analysten 8 Bei den Analysten von mittlerem Interesse In den zurückliegenden sieben Wochen haben durchschnittlich 8 Analysten eine Schätzung des Gewinns pro Aktie für diesen Titel abgegeben.
Dividenden Rendite 7,9% Dividende ist nur unzureichend durch Gewinne gedeckt Für die während den nächsten 12 Monaten erwartete Dividende müssen voraussichtlich 73,43% des Gewinns verwendet werden.
Risiko-Bewertung Hoch Die Aktie ist seit dem 02.10.2026 als Titel mit hoher Sensitivität eingestuft.
Bear-Market-Faktor Hohe Anfälligkeit bei sinkendem Index Die Aktie tendiert dazu, Indexrückgänge um durchschnittlich 111 zu verstärken.
Bad News Geringe Kursrückgänge bei spezifischen Problemen Der Titel verzeichnet bei unternehmensspezifischen Problemen i.d.R. geringe Kursabschläge in Höhe von durchschnittlich 1,7%.
Beta 1,57 Hohe Anfälligkeit vs. STOXX600 Die Aktie tendiert dazu, pro 1% Indexbewegung mit einem Ausschlag von 1,57% zu reagieren.
Korrelation 365 Tage 69,5% Starke Korrelation mit dem STOXX600 69,5% der Kursschwankungen werden durch Indexbewegungen verursacht.
Value at Risk 3,92 EUR Das geschätzte mittelfristige Value at Risk beträgt 3,92 EUR oder 0,24% Das geschätzte Value at Risk beträgt 3,92 EUR. Das Risiko liegt deshalb bei 0,24%. Dieser Wert basiert auf der mittelfristigen historischen Volatilität (1 Monat) mit einem Konfidenzintervall von 95%.
Volatilität der über 1 Monat 20,7%
Volatilität der über 12 Monate 29,6%

Tools

 

Eingabe individueller Gebühren, Provisionen und anderer Entgelte

Beim Erwerb von Aktien, Zertifikaten und anderen Wertpapieren fallen in der Regel Transaktionskosten an. Neben den Transaktionskosten, die beim Kauf zu entrichten sind, kommen oftmals noch Depotgebühren hinzu. Mit dem Brutto-/Nettowertentwicklungsrechner können Sie Ihre individuell bereinigte Wertentwicklung seit Valuta, die sich unter Berücksichtigung sämtlicher Kosten (Provisionen, Gebühren und andere Entgelte) ergibt, errechnen. Bitte berücksichtigen Sie, dass sich die Angaben auf die Vergangenheit beziehen und historische Wertentwicklungen keinen verlässlichen Indikator für zukünftige Ergebnisse darstellen.

News

09.10.2026 | 13:26:13 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Rot-Grün-Rot in Berlin: Sondieren gegen den Orkan

BERLIN (dpa-AFX) - Nach der mühsam ausgehandelten Grundsatzeinigung auf eine gemeinsame Linie zum Thema Antisemitismus ist die Regierungsbildung in Berlin nicht leichter geworden. Denn in den Sondierungsgesprächen, die nun in Gang gekommen sind, müssen der Wahlsieger Linke, die Grünen und die SPD einige Brocken aus dem Weg räumen.

Beim Treffen am Freitag nahmen sich die Verhandler gleich einen davon vor: das liebe Geld. Die Haushaltslage des Landes gilt als angespannt. Allein zur Finanzierung des Etats 2028 fehlen laut Fachleuten mehr als vier Milliarden Euro. In den Jahren darauf drohen weitere Milliardenlöcher. Geklärt werden muss also, welche der vielen teuren Wahlversprechen überhaupt finanzierbar sind - und wo womöglich sogar gekürzt werden muss.

Knackpunkt Enteignungen

Für Konflikte dürfte auch das Versprechen von Linken und Grünen sorgen, wegen des starken Mietenanstiegs große private Wohnungskonzerne zu vergesellschaften. 220.000 Wohnungen sollen so in öffentliche Hand kommen. SPD-Landeschef Steffen Krach hat sich schon vor der Wahl dagegen gestemmt: "Mit mir wird es keine Enteignungen geben." Auch diesen Knoten müssen die Parteien in den Sondierungen lösen, ehe es überhaupt zu Koalitionsverhandlungen kommt.

Heftige Debatte um Judenhass

Über allem schwebt weiter das Thema Antisemitismus. Teile der Berliner Linken stehen wegen ihrer Positionen zu Israel und Palästina und zu Antisemitismus schon länger in der Kritik. Einige Vorfälle in der jüngeren Vergangenheit, darunter auch Kontakte in das sogenannte Clanmilieu, hatten nach der Wahl am 20. September dann nicht nur Gegenwind, sondern eine Art politischen Orkan zur Folge, dessen Heftigkeit wohl die meisten Player in Berlin überraschte.

Jüdische Organisation warnten vor der Linken-Kandidatin Elif Eralp als Regierende Bürgermeisterin, Israels Botschafter Ron Prosor sieht eine "unmittelbare Existenzgefahr" für die jüdische Gemeinschaft in der Hauptstadt. Politiker aller Couleur aus Bund und Ländern meldeten sich über Wochen praktisch im Stundentakt mit Kritik zu Wort; ungezählte offene Briefe gegen Rot-Grün-Rot - aber auch für ein solches Bündnis - machten die Runde.

Vereinbarung zum Start der Sondierungen

Die drei Parteien stellen dem nun eine Übereinkunft, entgegen, die sie bei mindestens drei "Vorgesprächen" aushandelten - und die es so in Deutschland wohl noch nicht gab. Sie bekennen sich zum Schutz jüdischen Lebens, zum Existenzrecht Israels, zu einer Zwei-Staaten-Lösung, die sowohl Israels Sicherheit als auch die Selbstbestimmung der Palästinenser ermögliche.

Verstöße gegen auf Partei- oder Fraktionsebene beschlossene Grundsätze zum Antisemitismus sollen Konsequenzen bis hin zum Ausschluss haben. Bei Vorfällen oder Israel-kritischen Äußerungen von Abgeordneten ist ein Verfahren zur gemeinsamen Information und Bewertung geplant, bei dem gegebenenfalls externe Fachleute einbezogen werden. Über finale Konsequenzen entscheidet allerdings die betroffene Fraktion in eigener Verantwortung.

Ob der Orkan nun schwächer wird, ist offen, die Kritik scheint nicht abzureißen. Der Beschluss treffe "auf erhebliches Misstrauen innerhalb der jüdischen Gemeinschaft Berlins", sagte der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde, Gideon Joffe. Berlins früherer Regierungschef Michael Müller (SPD) wertet die Verständigung als "absolutes Minimum als Grundlage für weitere Gespräche". "Ob aus den Vereinbarungen Taten folgen, muss man dann sehen."

Debatte innerhalb der Linken

Auch innerhalb der Linken regt sich Widerstand. Hannah Bruns von der Landesarbeitsgemeinschaft Palästinasolidarität nennt die Verständigung "eine einzige Unterwerfungsgeste". "Unser Parteiprogramm findet sich nicht wieder", sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. Dass die Linke den Verfassungsschutz im Kampf gegen Antisemitismus stärken wolle, sei ein "schlechter Witz": Im Parteiprogramm stehe eine Abschaffung der Behörde.

Auch mögliche Ausschlüsse aus Partei oder Fraktion wegen Israel-kritischer Äußerungen dürften kontroverse Debatten in der Linken auslösen. Schließlich brachte der Partei ihr Bekenntnis zu Solidarität mit den Palästinensern nach Einschätzung von Wahlforschern viele Stimmen.

Vorfälle am Wahltag und darüber hinaus

Auslöser der jüngsten Entwicklungen waren mehrere Vorfälle. So waren bei einer Wahlparty der Neuköllner Linken am 20. September ein führendes Mitglied eines zum Teil kriminellen Clans sowie ein umstrittener propalästinensischer Aktivist anwesend. Er soll der Volksfront für die Befreiung Palästinas (PFLP) nahestehen, die von der EU als Terrororganisation eingestuft ist.

Auf einem in sozialen Medien geteilten Foto war er neben dem Linke-Politiker Ferat Koçak zu sehen. Der Neuköllner Bundestagsabgeordnete steht auch unter Druck, weil er Chatnachrichten mit einem Sohn des erwähnten Clan-Mitglieds ausgetauscht hatte. Koçak bezeichnete das als Fehler und gab seinen Sitz im Innenausschuss des Bundestages ab.

Vereinbarung zu organisierter Kriminalität

Vor diesem Hintergrund schlossen Linke, Grüne und SPD nicht nur eine Vereinbarung zum Vorgehen gegen Judenhass, sondern auch eine zum Kampf gegen organisierte Kriminalität. Mitglieder des Senats und Mandatsträger sollen Kontakte strikt meiden, Verstöße würden geahndet. Der Begriff Clankriminalität ist umstritten, weil er nach Ansicht von Kritikern Menschen mit Migrationshintergrund aufgrund ihrer Familienzugehörigkeit und Herkunft stigmatisiert./kr/DP/mis

09.10.2026 | 10:44:58 (dpa-AFX)
Rot-grün-rote Sondierungen gehen in Berlin weiter
08.10.2026 | 09:37:34 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Kreise: Rot-Grün-Rot räumt Hindernis für Sondierungen aus dem Weg
08.10.2026 | 09:19:14 (dpa-AFX)
Kreise/Berlin: Rot-Grün-Rot räumt Hindernis für Sondierungen aus dem Weg
06.10.2026 | 14:03:32 (dpa-AFX)
DIW: Vergesellschaftung löst Wohnungsproblem nicht
05.10.2026 | 11:11:55 (dpa-AFX)
Parteien in Berlin bereiten sich auf drittes Vorgespräch vor
05.10.2026 | 10:52:30 (dpa-AFX)
EQS-News: Veveus: Neue Marke von Vonovia bietet Dienstleistungen rund um die Immobilie - Markteinführung auf Expo Real (deutsch)