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12.10.2026 | 13:30:35 (dpa-AFX)
IRW-News: Osisko Gold Group Inc. : Osisko Gold schließt die zuvor angekündigte strategische Kapitalbeteiligung von Trafigura in Höhe von 30 Millionen US-Dollar ab

IRW-PRESS: Osisko Gold Group Inc. : Osisko Gold schließt die zuvor angekündigte strategische Kapitalbeteiligung von Trafigura in Höhe von 30 Millionen US-Dollar ab

Toronto, Ontario / 9. Oktober 2026 / IRW-Press / Osisko Gold Group Inc. (NYSE: OGG, TSXV: OGG) (Osisko Gold oder das Unternehmen) - https://www.rohstoff-tv.com/mediathek/unternehmen/profile/osisko-gold-group-inc/ - gibt bekannt, dass die zuvor angekündigte Kapitalbeteiligung durch Urion Investments Holdings Limited (Urion), eine Tochtergesellschaft von Trafigura Canada Limited, wie in der Pressemitteilung des Unternehmens vom 14. September 2026 mit dem Titel Osisko Gold gibt formelle Baubeschluss und Entwicklungsupdate für das Cariboo-Goldprojekt bekannt dargelegt, abgeschlossen wurde (die Kapitalbeteiligung). Im Rahmen der Kapitalbeteiligung hat das Unternehmen insgesamt 9.554.141 Stammaktien des Unternehmens (jeweils eine Stammaktie) an Urion zu einem Preis von 3,14 US-Dollar pro Stammaktie ausgegeben, was einem Aufschlag von 10 % auf den volumengewichteten Durchschnittskurs der Stammaktien an der TSX Venture Exchange in den fünf Tagen vor der Unterzeichnung entspricht; der Bruttoerlös belief sich auf rund 30 Millionen US-Dollar. Die Verhandlungen über eine endgültige Vereinbarung für eine potenzielle Vorauszahlungsfazilität in Höhe von bis zu 120 Millionen US-Dollar dauern weiterhin an.

Im Rahmen der Kapitalbeteiligung hat Urion eine Stimmrechtsunterstützungsvereinbarung mit dem Unternehmen geschlossen (die Stimmrechtsunterstützungsvereinbarung), wonach Urion sich verpflichtet hat, seine Stammaktien vorbehaltlich bestimmter Ausnahmen gemäß den Empfehlungen des Vorstands oder der Geschäftsführung des Unternehmens auszuüben. Die Stimmrechtsunterstützungsvereinbarung enthält zudem übliche Stillhalte- und Sperrklauseln, die die Möglichkeit von Urion einschränken, für bestimmte Zeiträume weitere Stammaktien zu erwerben oder seine Stammaktien zu veräußern.

Das Unternehmen beabsichtigt, den Nettoerlös aus der Kapitalbeteiligung für die Erschließung des Cariboo-Goldprojekts zu verwenden. Die im Rahmen der Kapitalbeteiligung ausgegebenen Stammaktien unterliegen gemäß den geltenden kanadischen Wertpapiergesetzen einer Haltefrist, die vier Monate und einen Tag nach dem Ausgabedatum abläuft. Die Kapitalbeteiligung steht noch unter dem Vorbehalt der endgültigen Genehmigung durch die TSX Venture Exchange. Im Zusammenhang mit der Kapitalbeteiligung waren keine Vermittlergebühren oder Provisionen zu zahlen. Nach Abschluss der Kapitalbeteiligung wird das Unternehmen voraussichtlich 315.809.214 ausgegebene und im Umlauf befindliche Stammaktien haben, von denen Urion auf unverwässerter Basis etwa 3,0 % halten wird.

Diese Pressemitteilung stellt weder ein Angebot zum Verkauf noch eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots zum Kauf von Wertpapieren in den Vereinigten Staaten oder einer anderen Rechtsordnung dar, in der ein solches Angebot, eine solche Aufforderung oder ein solcher Verkauf unzulässig wäre. Wertpapiere dürfen weder in den Vereinigten Staaten noch in einer anderen Rechtsordnung angeboten oder verkauft werden, in der ein solches Angebot oder ein solcher Verkauf ohne Registrierung gemäß dem US-Wertpapiergesetz von 1933 (U.S. Securities Act of 1933) oder ohne eine Ausnahmegenehmigung davon oder ohne eine Zulassung gemäß den Wertpapiergesetzen dieser anderen Rechtsordnung oder ohne eine Ausnahmegenehmigung davon unzulässig wäre.

ÜBER DIE OSISKO GOLD GROUP INC.

Osisko Gold Group Inc. ist ein nordamerikanisches Goldförderunternehmen, das sich auf ehemals produzierende Bergbaugebiete mit Potenzial auf Bezirksebene konzentriert. Das Ziel des Unternehmens ist es, durch die Erschließung seines Flaggschiff-Projekts - des vollständig genehmigten und zu 100 % im Besitz des Unternehmens befindlichen Cariboo-Goldprojekts, das derzeit in Zentral-British Columbia, Kanada, im Bau ist - zu einem mittelgroßen Goldproduzenten zu werden. Das Projekt befindet sich innerhalb des größeren regionalen Landbestands des Unternehmens in Cariboo, der zahlreiche vielversprechende Explorationsziele beherbergt und Chancen für zukünftige Entdeckungen bietet. Ergänzt wird die Projektpipeline in Cariboo durch das Tintic-Projekt im historischen Bergbaugebiet East Tintic in Utah (USA), einem Brownfield-Standort mit erheblichem Explorationspotenzial, umfangreichen historischen Bergbaudaten und Zugang zu etablierter Infrastruktur. Osisko Gold konzentriert sich auf die Erschließung langlebiger Bergbau-Assets in bergbaufreundlichen Rechtsräumen und verfolgt dabei einen disziplinierten Ansatz bei der Kapitalallokation, dem Entwicklungsrisikomanagement und dem Ausbau der Mineralreserven.

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Website unter www.osiskogold.ca oder wenden Sie sich an:

Sean Roosen

Vorstandsvorsitzender und CEO

E-Mail:sroosen@osiskogold.ca

Tel.: +1 (514) 940-0685

Philip Rabenok

Vizepräsident, Investor Relations

E-Mail: prabenok@osiskogold.ca

Tel.: +1 (437) 423-3644

In Europa

Swiss Resource Capital AG

Marc Ollinger

info@resource-capital.ch

www.resource-capital.ch

HINWEIS ZU ZUKUNFTSGERICHTETEN AUSSAGEN

Diese Pressemitteilung enthält zukunftsgerichtete Informationen (im Sinne der geltenden kanadischen Wertpapiergesetze) und zukunftsgerichtete Aussagen (im Sinne des US-amerikanischen Private Securities Litigation Reform Act von 1995 in seiner jeweils gültigen Fassung) (zusammenfassend zukunftsgerichtete Aussagen). Solche zukunftsgerichteten Aussagen erfordern naturgemäß, dass Osisko Gold bestimmte Annahmen trifft, und beinhalten zwangsläufig bekannte und unbekannte Risiken und Ungewissheiten, die dazu führen könnten, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den in diesen zukunftsgerichteten Aussagen ausgedrückten oder implizierten Ergebnissen abweichen. Solche zukunftsgerichteten Aussagen stellen keine Leistungsgarantien dar und sind durch Begriffe wie könnte, wird, würde, könnte, erwarten, glauben, planen, voraussehen, beabsichtigen, schätzen, potenziell, vorschlagen, prognostizieren, Ausblick, vorhersehen, fortsetzen, Ziel, Strategie, Varianten dieser Wörter oder deren Verneinungen sowie vergleichbare Begriffe gekennzeichnet, ebenso wie Ausdrücke, die üblicherweise im Futur und im Konditional verwendet werden. Die in zukunftsgerichteten Aussagen enthaltenen Informationen basieren auf bestimmten wesentlichen Annahmen, die bei der Ableitung einer Schlussfolgerung oder der Erstellung einer Prognose oder Vorhersage zugrunde gelegt wurden. Zu den zukunftsgerichteten Aussagen in dieser Pressemitteilung gehören unter anderem Aussagen bezüglich der vom Unternehmen erwarteten Verwendung der Erlöse aus der Kapitalbeteiligung; der endgültigen Genehmigung der Kapitalbeteiligung durch die TSX Venture Exchange; der Bedingungen und Auswirkungen der Stimmrechtsunterstützungsvereinbarung; die Fähigkeit des Unternehmens, eine Vorauszahlungsfazilität zu wirtschaftlich akzeptablen Bedingungen erfolgreich auszuhandeln und abzuschließen; die Fähigkeit, das Cariboo-Goldprojekt gemäß dem vorgesehenen Zeitplan und innerhalb des veranschlagten Budgets bis zur Bauphase voranzutreiben, sowie dessen Status als vollständig genehmigtes Projekt; das Ziel des Unternehmens, ein mittelgroßer Goldproduzent zu werden; sowie das Explorationspotenzial und das Potenzial für zukünftige Entdeckungen (sofern vorhanden) seiner Liegenschaften. Osisko Gold hält seine Annahmen auf der Grundlage der derzeit verfügbaren Informationen für angemessen, weist den Leser jedoch darauf hin, dass sich seine Annahmen bezüglich zukünftiger Ereignisse, von denen viele außerhalb der Kontrolle von Osisko Gold liegen, letztendlich als unrichtig erweisen könnten, da sie Risiken und Ungewissheiten unterliegen, die Osisko Gold und sein Geschäft betreffen. Zu diesen Risiken und Ungewissheiten zählen unter anderem: das Ausbleiben weiterer Arbeitsunterbrechungen oder -aussetzungen beim Cariboo-Goldprojekt; Risiken im Zusammenhang mit der Erschließung und dem Bau des Cariboo-Goldprojekts; Risiken in Bezug auf Genehmigungen durch Dritte, einschließlich der Erteilung von Genehmigungen durch Behörden, günstiger regulatorischer Rahmenbedingungen und Zulassungen, der Kapitalmarktbedingungen sowie der Fähigkeit des Unternehmens, Kapital zu für das Unternehmen akzeptablen Konditionen für die geplante Exploration und Erschließung auf den Liegenschaften des Unternehmens zu beschaffen; das Ausbleiben unvorhergesehener Bodenverhältnisse oder anderer geologischer Herausforderungen; die Fähigkeit, den laufenden Betrieb und die Exploration fortzusetzen; den regulatorischen Rahmen sowie das Vorhandensein von Gesetzen und Vorschriften, die Beschränkungen für den Bergbau auferlegen könnten; Fehler in der geologischen Modellierung durch die Unternehmensleitung; der Zeitpunkt und die Fähigkeit des Unternehmens, erforderliche Genehmigungen und Zulassungen zu erhalten und aufrechtzuerhalten; die Ergebnisse von Explorationsaktivitäten; die Verfügbarkeit der erforderlichen Ausrüstung, Vorräte und Infrastruktur; Risiken im Zusammenhang mit Explorations-, Erschließungs- und Bergbauaktivitäten; das globale Wirtschaftsklima; Schwankungen der Metall- und Rohstoffpreise; Schwankungen auf den Devisenmärkten; Verwässerung; Umweltrisiken; sowie Maßnahmen von Gemeinden, Nichtregierungsorganisationen und Regierungen und die Auswirkungen von Maßnahmen von Interessengruppen. Leser werden dringend gebeten, die Angaben unter der Überschrift Risikofaktoren im Jahresinformationsformular des Unternehmens für das am 31. Dezember 2025 endende Geschäftsjahr sowie die Risiken und Faktoren zu konsultieren, die im jüngsten Jahresabschluss des Unternehmens, im Lagebericht der Geschäftsführung und in anderen öffentlichen Unterlagen offengelegt sind, die unter dem Emittentenprofil von Osisko Gold auf SEDAR+ (www.sedarplus.ca) sowie auf der EDGAR-Website der SEC (www.sec.gov) eingereicht wurden, um weitere Informationen zu den Risiken und anderen Faktoren zu erhalten, denen das Unternehmen, seine Geschäftstätigkeit und sein Betrieb ausgesetzt sind. Obwohl das Unternehmen der Ansicht ist, dass die in den zukunftsgerichteten Aussagen zum Ausdruck gebrachten Erwartungen auf der Grundlage der zum Zeitpunkt dieses Dokuments verfügbaren Informationen angemessen sind, können keine Zusicherungen hinsichtlich zukünftiger Ergebnisse, des Umfangs der Geschäftstätigkeit und der Errungenschaften gegeben werden. Zukunftsgerichtete Aussagen sind keine Leistungsgarantien, und es kann nicht gewährleistet werden, dass sich diese zukunftsgerichteten Aussagen als zutreffend erweisen, da die tatsächlichen Ergebnisse und zukünftigen Ereignisse erheblich von den in solchen Aussagen erwarteten abweichen können. Dementsprechend sollten sich Leser nicht in unangemessener Weise auf zukunftsgerichtete Aussagen verlassen.

Die Leser werden darauf hingewiesen, dass die vorstehende Auflistung von Annahmen, Risiken und Ungewissheiten nicht erschöpfend ist. Die hierin enthaltenen zukunftsgerichteten Aussagen gelten zum Zeitpunkt dieser Pressemitteilung, und das Unternehmen übernimmt - sofern nicht durch geltendes Recht vorgeschrieben - keine Verpflichtung, diese zukunftsgerichteten Aussagen öffentlich zu aktualisieren oder zu revidieren, sei es aufgrund neuer Informationen, zukünftiger Ereignisse oder aus anderen Gründen.

Weder die TSX Venture Exchange noch deren Regulierungsdienstleister (wie dieser Begriff in den Richtlinien der TSX Venture Exchange definiert ist) übernehmen die Verantwortung für die Angemessenheit oder Richtigkeit dieser Pressemitteilung. Keine Börse, Wertpapieraufsichtsbehörde oder sonstige Aufsichtsbehörde hat die hierin enthaltenen Informationen genehmigt oder abgelehnt.

Die englische Originalmeldung finden Sie unter folgendem Link:

https://www.irw-press.at/press_html.aspx?messageID=86207

Die übersetzte Meldung finden Sie unter folgendem Link:

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(neu: Sozialverband Deutschland)

BONN (dpa-AFX) - Der Briefversand wird sich in Deutschland aller Voraussicht nach so stark verteuern wie noch nie. Die Bundesnetzagentur veröffentlichte in Bonn ihren Plan, dem zufolge das Briefporto zum Januar 2027 um 20,35 Prozent steigen kann. Es geht um den "Preis-Erhöhungsspielraum" - um diesen Wert soll die Deutsche Post als Tochter der DHL Group <DE0005552004> die für die Jahre 2027 und 2028 prognostizierte Gesamtmenge aller Briefe und Postkarten verteuern dürfen.

2022 hatte der durchschnittliche Preisaufschlag 4,6 Prozent betragen; 2025 war mit 10,48 Prozent der bisherige Höchstwert erreicht worden, der sich mit dem neuen Vorhaben nun fast verdoppelt. Die eingeräumten Spielräume für Preiserhöhungen hat die Post bislang immer voll genutzt, und das dürfte sie auch dieses Mal tun. Auch Pakete sollen spürbar teurer werden.

Porto für Standardbrief könnte auf 1,14 Euro steigen

Welche Briefart wie teuer wird, steht bislang nicht fest. Das entscheidet die Post später selbst. Sollte sie den Erhöhungsspielraum auf jede Briefart gleich anwenden, würde der Inlandsversand eines Standardbriefs ab Januar 1,14 Euro kosten. Möglicherweise geht die Post aber auch in 5-Cent-Schritten vor, dann werden es also 1,10 oder 1,15 Euro - und in einer anderen Briefart dann etwas mehr oder etwas weniger als der Durchschnittswert es ermöglicht. Bislang werden für einen bis zu 20 Gramm schweren Standardbrief 95 Cent fällig.

Seit 2012 hätte sich das Porto eines Standardbriefs damit in etwa verdoppelt, damals waren es 55 Cent. Neben dem Standardbrief gibt es noch den Maxibrief, Großbrief, Postkarten und weitere Briefarten.

Im Vergleich zu europäischen Nachbarstaaten ist der Briefversand noch relativ günstig. In Österreich liegt das Porto für einen Standardbrief bei einem Euro und in den Niederlanden bei 1,40 Euro. In Frankreich sind es 1,52 Euro - dort steht schon fest, dass das Porto für einen Standardbrief zum Jahreswechsel auf 1,67 Euro steigt.

Es werden immer weniger Briefe verschickt

Im Digitalzeitalter sinkt die Briefmenge seit langem, da die Firmen und Verbraucher immer stärker auf E-Mails und Chatnachrichten setzen. Wurden im Jahr 2005 in Deutschland noch 16,9 Milliarden Briefsendungen verschickt, so waren es 2025 nur noch knapp 9,4 Milliarden. Tendenz weiter sinkend. Die Kosten für die Post steigen hingegen, sie muss recht viele Briefkästen, Filialen und Postboten haben.

In anderen EU-Staaten ist der Wandel noch deutlicher, die Niederländische Post berichtet von einem Rückgang der Briefmenge um 70 Prozent binnen 20 Jahren. In Deutschland fiel der Strukturwandel der Postbranche zunächst vergleichsweise moderat aus, das ändert sich aber allmählich - immer mehr Post von Behörden und Firmen wird auf digitale Kanäle umgestellt.

"Wenn die Kosten unter anderem aufgrund der zunehmenden Digitalisierung auf weniger Briefe zu verteilen sind, steigen die Preise", sagt der Präsident der Bundesnetzagentur, Klaus Müller. Nach seiner Darstellung wollte die Post einen noch kräftigeren Preisaufschlag genehmigt bekommen. Müller wies darauf hin, dass die Regulierungsbehörde unter den von der Post geforderten Anpassungen geblieben sei und diverse Positionen, die der Bonner Konzern geltend gemacht hat, nicht berücksichtigt habe.

Post peilt "ausgewogene Preisgestaltung" an

In einer ersten Reaktion auf das Vorhaben der Bundesnetzagentur wies die Deutsche Post vor allem auf die deutlich gestiegenen Kosten für Löhne, Energie und Materialien hin. Mit Blick auf das konkrete Porto, das die Post erst später festlegt, hieß es vom gelben Riesen, man sei sich bewusst, dass zu große Preissteigerungen für Kundinnen und Kunden Belastungen darstellten und die Briefmengen weiter unter Druck setzen könnten.

"Wir werden daher mit dem von der Bundesnetzagentur eingeräumten Spielraum verantwortungsvoll umgehen", hieß es von der Post. "Unser Ziel ist eine insgesamt ausgewogene Preisgestaltung, die sowohl die wirtschaftliche Tragfähigkeit des Systems als auch die Interessen unserer Kundinnen und Kunden sowie regulatorische Vorgaben berücksichtigt."

Kritik übte der Sozialverband Deutschland. "Wir sind besorgt, dass gerade ältere, kranke und mobilitätseingeschränkte Menschen durch die Portoerhöhung noch stärker benachteiligt werden, denn sie können oft nicht auf digitale Formate ausweichen", sagte dessen Vorstandsvorsitzende Michaela Engelmeier. Besonders Senioren, chronisch Kranke und Menschen mit Behinderung seien auf die Post angewiesen, etwa für Behördenangelegenheiten oder Medikamente.

Neues Porto gilt für zwei Jahre

Die Deutsche Post darf das Porto nicht selbst festlegen, sondern sie ist auf die Zustimmung der Bundesnetzagentur angewiesen. Dies geschieht in einem mehrstufigen "Price-Cap-Maßgrößenverfahren": Nach dem nun publizierten Entwurf des Erhöhungsspielraums wird die Branche konsultiert, nach den Wortmeldungen der Logistiker legt die Regulierungsbehörde die Vorgabe fest. Danach entscheidet die Post, welche Briefart im Rahmen dieses Erhöhungsspielraums wie teuer wird. Das wiederum prüft die Bundesnetzagentur und gibt dann das Porto für 2027 frei.

Neben den Briefen geht es bei den geplanten Preiserhöhungen auch um Porti für Pakete und für Geschäftskunden-Sendungen, also Post von Firmen und Behörden. Diese sollen ebenfalls steigen - bei Paketen um 10,72 Prozent und damit ebenfalls deutlich höher als vor zwei Jahren, als es 7,21 Prozent gewesen waren. Bei der Geschäftskunden-Post schlägt die Bundesnetzagentur einen Erhöhungsspielraum von ebenfalls 20,35 Prozent vor - es ist der gleiche Wert wie bei Privatkunden. Die neuen Porti gelten für die Jahre 2027 und 2028.

Deutsche Post und DHL sind Marktführer

Die Deutsche Post ist hierzulande mit großem Abstand Marktführer bei Briefen und Paketen. Zu den kleineren Brief-Konkurrenten gehören die Citipost aus Hannover, die Pin Mail GmbH aus Berlin und die BWPost aus Stuttgart - keiner von ihnen ist bundesweit tätig, vielmehr sind sie bei der bundesweiten Zustellung auf den Konkurrenten Deutsche Post angewiesen und zahlen dafür Geld. Zu den Paketkonkurrenten gehören Hermes, DPD, GLS und UPS <US9113121068>.

All diese Wettbewerber des Bonner DHL-Konzerns, dessen deutsches Stammgeschäft Deutsche Post AG heißt, sind nicht an die Portovorgaben der Bundesnetzagentur gebunden, da sie kein Universaldienstleister sind - sie haben sich also nicht verpflichtet, überall in Deutschland Sendungen auszutragen und ein engmaschiges Netz an Infrastruktur zu betreiben.

Die Deutsche Post macht circa 85 Prozent ihres Briefgeschäfts mit Firmen- und Behördenkunden und 15 Prozent mit Privatkunden. Unter dem Begriff Privatkunden sind die Briefe gemeint, die in Briefkästen eingeworfen oder in Filialen abgegeben werden - es geht also auch um Sendungen von Steuerberatern, Anwälten, Vereinen und anderen kleinen Firmen, die ihre Briefe selbst frankieren und selbst zum Briefkasten oder in die Filiale bringen.

Bei der Beförderung und Zustellung von Briefen hat die Post einen gewissen Zeitdruck. 95 Prozent der heute eingeworfenen Sendungen müssen nach drei Werktagen beim Empfänger sein und 99 Prozent nach vier Werktagen. Diese staatliche Vorschrift gilt seit Anfang 2025, vorher war der Zeitdruck höher./wdw/DP/stw

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