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23.10.2026 | 05:58:40 (dpa-AFX)
Vor der Weihnachtsbaum-Saison - Preisanstieg erwartet

MOISBURG/MUDAU (dpa-AFX) - Für die anstehende Weihnachtsbaum-Saison sehen die Erzeuger einen Preisanstieg gegenüber dem Vorjahr. Der laufende Meter der bei den Verbrauchern beliebtesten Nordmanntanne liege bei etwa 25 bis 33 Euro, teilte der Verband natürlicher Weihnachtsbaum mit. Im vergangenen Jahr lag die Preisspanne demnach noch bei 23 bis 30 Euro. "Die Preisentwicklung ist vor allem auf gestiegene Produktions-, Personal- und Logistikkosten sowie das rückläufige Angebot zurückzuführen", sagte Geschäftsführerin Saskia Blümel.

Auch der Bundesverband der Weihnachtsbaumerzeuger nennt dieselben Preiserwartungen. Demnach kostet der laufende Meter einer Blaufichte in diesem Jahr 17 bis 22 Euro, der einer Rotfichte 14 bis 19 Euro.

Haupternte beginnt Mitte November

Die Haupternte startet laut dem Verband natürlicher Weihnachtsbaum grundsätzlich Mitte November. Erste Bäume, etwa für Dekorationszwecke in Kommunen, werden demnach teilweise schon früher geschlagen. Dabei handele es sich in der Regel um Tannenbäume, die höher als fünf Meter sind.

Der lange trockene Sommer hatte laut dem Verband natürlicher Weihnachtsbaum regional sehr unterschiedliche Auswirkungen. So sei es in Süddeutschland schwieriger gewesen als in Norddeutschland.

Die Trockenheit habe vor allem bei Neuanpflanzungen für die kommenden Jahre Probleme bereitet, heißt es dazu vom Christbaumverband Baden-Württemberg. "Da haben wir halt viel Schaden gehabt oder zum Teil Totalausfall vom Frühjahr", sagte der Vorsitzende Sebastian Fertig. "Das merkt man dann erst in acht, neun Jahren, wenn dann die Bäume da fehlen." Die Bäume, die sich schon ernten ließen, seien davon nur vereinzelt betroffen gewesen. Nordmanntannen sind laut dem Verband natürlicher Weihnachtsbaum nach acht bis zwölf Jahren verkaufsfertig.

Angebot an Weihnachtsbäumen geht zurück

Grundsätzlich geht das Angebot an Weihnachtsbäumen laut dem Verband zurück, weil Erzeuger ihre Anbauflächen reduzierten oder die Produktion vollständig aufgäben. "Gründe sind steigende Produktionskosten, zunehmende Wetterextreme, Arbeitskräftemangel und fehlende Betriebsnachfolger", sagte Blümel. Pro Jahr würden in Deutschland rund 16 Millionen natürliche Weihnachtsbäume verkauft.

Rund 80 Prozent der Weihnachtsbäume, die in Deutschland aufgestellt werden, stammen laut dem Verband auch aus der Bundesrepublik. Importiert würden vor allem Nordmanntannen aus Dänemark.

Verbraucher setzen auf kleinere Bäume

Als längerfristigen Trend sieht der Verband unter anderem, dass Verbraucherinnen und Verbraucher auf etwas kleinere Bäume mit einer Höhe von 1,50 bis 2 Meter setzen. "Dies hat zum Beispiel auch den Hintergrund, dass der Wohnraum immer geringer wird", sagte Blümel. Zudem gibt es laut dem Verband auch den Trend zum Zweitbaum, also einen zusätzlichen Baum im Garten oder auf der Terrasse. Außerdem kauften die Menschen ihre Tannenbäume immer früher.

Laut einer Studie im Auftrag des Verbandes kaufte zuletzt gut ein Drittel der Befragten einen natürlichen Weihnachtsbaum. Rund 30 Prozent setzten demnach auf einen künstlichen Baum - und ähnlich viele verzichteten auf einen Baum./jak/DP/jha

23.10.2026 | 05:57:09 (dpa-AFX)
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23.10.2026 | 05:56:33 (dpa-AFX)
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Zollstreit mit Trump: Pharmabranche erwartet weniger Umsatz
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23.10.2026 | 05:47:23 (dpa-AFX)
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Pressestimme: 'Volksstimme' zu Söder/'Extremismusklausel'
23.10.2026 | 05:55:42 (dpa-AFX)
Zollstreit mit Trump: Pharmabranche erwartet weniger Umsatz

BERLIN (dpa-AFX) - Die deutsche Pharmaindustrie erwartet wegen des Zollstreits mit US-Präsident Donald Trump Einbußen in diesem Jahr. Die Pharmaproduktion dürfte um 2,2 Prozent sinken und der reale Umsatz um 1,8 Prozent, heißt es in einer Prognose des Verbands Forschender Arzneimittelhersteller (VFA), die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. "Die handelspolitischen Auseinandersetzungen mit den USA zeigen deutliche Auswirkungen." Zusätzlich belaste das Niedrigwasser die Produktion.

Auch der Jobaufbau der Pharmaindustrie mit knapp 130.000 Beschäftigten in Deutschland sei fast zum Erliegen gekommen, so der VFA. Die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dürfte dieses Jahr stagnieren.

Zeitweise Drohungen mit 100-prozentigen Zöllen

Noch im vergangenen Jahr hatte die Pharmabranche von Vorzieheffekten profitiert: Da Trump wiederholt mit Arzneizöllen drohten, hatten Unternehmen ab Frühjahr 2025 umfangreiche Lieferungen in die USA vorgezogen. Umsatz und Produktion zogen kräftig an. "Nach den vorgezogenen Exporten und Produktionsmengen im vergangenen Jahr folgt 2026 die Gegenbewegung", schreibt der VFA.

Trump hatte der Pharmabranche zeitweise mit 100-prozentigen Zöllen auf patentgeschützte Medikamente gedroht. Auch wenn es dazu nicht kam und gemäß Handelsdeal zwischen Brüssel und Washington für Arzneien aus Europa eine Zollobergrenze von 15 Prozent gilt: Die Drohungen sorgten für Unruhe, denn die deutsche Pharmaindustrie liefert rund ein Viertel ihrer Exporte in die USA. Zudem sind die Arzneipreise dort viel höher als in Europa, was den Markt unverzichtbar macht. Viele Pharmaunternehmen, darunter Merck in Darmstadt, haben auf Trumps Druck reagiert und Milliarden-Investitionen in Amerika zugesagt.

Kritik an Sparvorgaben der Politik

Neben dem Zollstreit sieht die Pharmabranche auch Sparvorgaben der Politik als Bürde. Um die Krankenkassenbeiträge stabil zu halten, hat die Bundesregierung Arzneikonzernen mehr als doppelt so hohe Herstellerrabatte verordnet, die sie den gesetzlichen Krankenkassen für patentgeschützte Medikamente gewähren müssen. Das sorgt in der Pharmabranche für Ärger, Hersteller stoppten Investitionen oder stellen künftige Ausgaben in Deutschland auf den Prüfstand, darunter der Schweizer Konzern Roche <CH0012032048>.

"Der höhere Herstellerabschlag ab 2027 belastet die Unternehmen erheblich," kritisiert der VFA. Investitionen und Forschungsausgaben könnten bis 2030 insgesamt um gut vier Milliarden Euro niedriger ausfallen als ohne die Maßnahmen, rechnet der Verband vor. Für 2027 prognostiziert er einen Rückgang der Pharma-Investitionen hierzulande um 1,8 Prozent. Auch dürften sich mit dem Druck der Trump-Regierung Investitionen verschieben.

Krankenkassen: "Die Pharmaindustrie verdient blendend"

Die Bundesregierung will die Belastung für die Pharmabranche bei den Herstellerrabatten durch eine geplante Standortklausel reduzieren, die an Investitionen, Produktion und klinische Forschung in Deutschland geknüpft ist.

Kritik an der Lobbyarbeit der Pharmabranche kam zuletzt von den gesetzlichen Krankenkassen. "Die Pharmaindustrie verdient blendend in Deutschland und das wird auch mit der aktuellen Gesetzgebung so bleiben", sagte die stellvertretende Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbandes, Stefanie Stoff-Ahnis, jüngst der dpa./als/DP/jha

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