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02.08.2026 | 19:58:17 (dpa-AFX)
Abnehmspritze auf Kassenkosten? Optendrenk offen für Debatte

BERLIN (dpa-AFX) - Die neue Vorsitzende des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) von Ärzten, Kliniken und Krankenkassen zeigt sich offen für eine Kostenübernahme bei bestimmten Abnehmmitteln durch die gesetzliche Krankenversicherung. "Wir führen in Deutschland eine rückständige Diskussion über Adipositas", sagte Sonja Optendrenk dem "Spiegel".

Dass auch Abnehmmittel, die explizit zur Behandlung von Adipositas zugelassen seien, unter den sogenannten Lifestyle-Paragrafen fallen, sei für Betroffene ein Zeichen dafür, dass Anerkennung fehle. "Es wäre sicher überlegenswert, solche Abnehmmittel als Medikation unter bestimmten Bedingungen als Kassenleistung anzuerkennen", sagte Optendrenk.

Behandlung mit Abnehmspritzen ist nicht billig

Als sogenannte Lifestyle-Arzneimittel werden Mittel bezeichnet, bei deren Anwendung eine Erhöhung der Lebensqualität im Vordergrund steht, etwa Appetitzügler, Mittel für mehr Haarwuchs oder zur Steigerung der sexuellen Potenz. Sie dürfen nicht als Kassenleistung verordnet werden.

Derzeit fallen darunter in Deutschland auch Abnehmspritzen wie etwa die Medikamente Wegovy oder Mounjaro. Sie enthalten sogenannte GLP-1-Rezeptor-Agonisten. Die Behandlung mit GLP-1-RA kostet einige Hundert Euro pro Monat.

Langzeitstudien fehlen

Optendrenk schlug vor, der Gesetzgeber könnte den G-BA beauftragen, "zu klären, welche Patientengruppen diese Arzneimittel bekommen sollten, wie lange, mit welchen Begleitmaßnahmen". Solange das Gewicht nach dem Absetzen sofort zurückkomme, sei eine Abnehmspritze allein kein Versorgungskonzept, betonte sie. Langzeitstudien fehlten bislang.

Optendrenk ist seit Anfang Juli die erste Frau an der Spitze des obersten Beschlussgremiums des deutschen Gesundheitswesens. Der seit 2004 bestehende Gemeinsame Bundesausschuss entscheidet unter anderem darüber, welche Leistungen die rund 74 Millionen Versicherten der gesetzlichen Krankenkassen bezahlt bekommen./kli/DP/nas

02.08.2026 | 19:56:21 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Tote und Verletzte bei russischem Angriff auf Saporischschja
02.08.2026 | 19:43:51 (dpa-AFX)
GESAMT-ROUNDUP 2/Waldbrände: Feuer wütet bei Athen, Hubschrauber explodiert
02.08.2026 | 18:34:16 (dpa-AFX)
Tote und Verletzte bei russischem Angriff auf Saporischschja
02.08.2026 | 18:32:19 (dpa-AFX)
EQS-News: One Square Advisory Services S.à.r.l.: Steilmann SE - 19. Sachstandsbericht gegen Nachweis der Anleihegläubigerstellung verfügbar (deutsch)
02.08.2026 | 18:16:26 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Wie geht es weiter mit der abschlagsfreien Frührente?
02.08.2026 | 18:14:30 (dpa-AFX)
GESAMT-ROUNDUP/Waldbrände: Feuer wütet bei Athen, Hubschrauber explodiert
02.08.2026 | 17:10:08 (dpa-AFX)
GESAMT-ROUNDUP/Revolte gegen Infantino: 'Weltfußball braucht neue Führung'

ZÜRICH (dpa-AFX) - Inmitten des Aufstands gegen seine FIFA-Herrschaft dachte Gianni Infantino noch an Bastian Schweinsteiger. Der nach seinem krachend gescheiterten Investorendeal mit Rücktrittsforderungen attackierte Schweizer beglückwünschte den Fußball-Weltmeister von 2014 zum 42. Geburtstag. "Kampfgeist" und "Führungsqualitäten" lobte der angezählte Infantino. Ihm selbst würden beide Eigenschaften helfen, will er eine Rebellion überstehen, die nicht mehr nach dem Ob, sondern vielmehr nur noch dem Wann fragt.

Infantino erlebt gerade eine fast schon irre Dynamik im Kampf um Macht und Geld. Noch vor zwei Wochen durfte sich der 56-Jährige bei der WM auf dem Gipfel fühlen. Die erstmals mit 48 Mannschaften ausgetragene Endrunde in den USA, Kanada und Mexiko konnte Infantino trotz aller Empörung als vollen Erfolg verkaufen. Rund 13,1 Milliarden Euro soll die XXL-WM an Einnahmen generiert haben - mehr als jede andere zuvor.

Die Verbindung zu Trump

Dann präsentierte Infantino eine Idee, die er selbst für wohl ziemlich genial hielt. Anteile an den Premium-Produkten des Weltverbandes sollten an private Investoren verkauft werden. Geldgeber hätten rund 20 Prozent der Anteile an dem neu zu gründenden Tochterunternehmen FIFA Forward Enterprise (FFE) erwerben können, dessen Wert zunächst mit 20 Milliarden Dollar beziffert worden war.

Die FFE hätte die kommerziellen Rechte an den FIFA-Wettbewerben wie der Männer- und Frauen-WM sowie der Club-WM gebündelt. Infantino hätte in dem Tochterunternehmen Geschäftsführer werden können. Technologieinvestor Joshua Kushner, dessen Bruder Jared mit der Tochter von US-Präsident Donald Trump, Ivanka, verheiratet ist, hätte über seine Investmentfirma Thrive eine Schlüsselrolle übernehmen sollen.

Infantino, der schon zuvor mit kontroversen Ideen gescheitert ist, hatte den 211 FIFA-Mitgliedsverbänden für die Zustimmung Berichten zufolge eine Frist bis zum 19. September gesetzt und im Gegenzug Sonderzahlungen in Aussicht gestellt. So sehen Pläne zum Machterhalt aus. Infantinos Vorhaben platzte aber. Und US-Präsident Trump ließ schon mal wissen, mit dem FIFA-Chef über solche Investorenpläne gar nicht gesprochen zu haben. Man geht auf Distanz.

Kritik am Hinterzimmerdeal

Unter der Führung von Präsident Aleksander Ceferin sieht die Europäische Fußball-Union UEFA nun den Moment für einen Kehraus in der FIFA-Zentrale gekommen und legt Infantino den Abschied nahe. "Die derzeitige FIFA-Führung hat nicht nur das Vertrauen der UEFA verloren, sondern auch das vieler anderer Mitglieder der Fußballfamilie", erklärte der europäische Dachverband, nachdem der angeschlagene Infantino angesichts weltweiter Empörung und unter massivem öffentlichem Druck bei seinem heftig umstrittenen Kommerz-Projekt eine peinliche Kehrtwende vollzogen hatte.

"Der schäbige, hinter verschlossenen Türen ausgehandelte und undurchsichtige Deal, den er eingefädelt und anschließend durchzusetzen versucht hat, war das genaue Gegenteil von Transparenz", polterte die UEFA, die sich der Unterstützung des DFB um Präsident Bernd Neuendorf sicher ist.

Geld "ungenutzt auf Bankkonten"?

Man werde nun mit den Mitgliedsverbänden und "in enger Zusammenarbeit" mit den anderen Konföderationen analysieren, wie es dazu kommen konnte, um eine Wiederholung auszuschließen. "Diese Überprüfung muss gründlich und umfassend sein. Keine Option darf von vornherein ausgeschlossen werden." Das soll heißen: Infantino, verschwinde!

Die UEFA warf Infantino Versäumnisse vor und bezog sich auf Rücklagen in Höhe von mehr als fünf Milliarden US-Dollar, die angeblich "ungenutzt auf den Bankkonten" des Weltverbands liegen würden. Diese immensen Summen sollten dem Fußball in den Mitgliedsländern einen "dringend benötigten Impuls" geben. Die Forderungen nach einem Reformprozess klingen nun so wie jene nach dem Abgang Joseph Blatters - der 2016 von Infantino beerbt wurde.

Das Problem sei nie nur dieser eine Vorschlag von Infantino gewesen, meinte Spaniens Liga-Chef Javier Tebas. "Das Problem ist ein Modell der Verbandsführung, das Macht konzentriert, Kontrollmechanismen schwächt und diejenigen an den Rand drängt, die von den Entscheidungen unmittelbar betroffen sind", schrieb er. "Der Rückzug eines Vorschlags macht das Geschehene nicht ungeschehen. Er ist lediglich die Spitze des Eisbergs."

Misstrauensvotum gegen Infantino?

Und ganz oben thront noch Infantino, gegen den auch FIFA-intern der Widerstand wächst. Ist die kritische Masse schon erreicht, die ihn gefährden könnte? Die "Times" schrieb davon, dass sich der Spitzenfunktionär einer außerordentlichen Sitzung des FIFA-Rats stellen könnte, auf der er zum Rücktritt aufgefordert werden solle. Als weitere Möglichkeit wurde genannt, dass mindestens 43 der 211 FIFA-Mitgliedsverbände einen außerordentlichen Kongress einberufen und dort ein Misstrauensvotum stellen.

Und dann? Müsste ein Nachfolger bereit stehen. UEFA-Boss Ceferin wäre ein logischer Herausforderer. Der slowenische Rechtsanwalt hat aber schon eine erneute Kandidatur 2027 für den europäischen Dachverband ausgeschlossen. Nach einer gewissen Zeit brauche jede Organisation "frisches Blut", sagte er. Diese Erkenntnis ist aber mittlerweile schon mehr als zwei Jahre alt. Und ob sie auch für ihn und die FIFA gilt, ist eine andere Frage.

Infantino kennt den Verbandskoloss in- und auswendig

Dem Vorsitzenden des für Nord- und Mittelamerika sowie die Karibik zuständigen Kontinentalverbands Concacaf, Victor Montagliani, werden höchste Ambitionen nachgesagt. Der Kanadier watschte Infantino schon mal ab. "Diese jüngste einseitige und ungeheuerliche Handlung, die von schlechter Regierungsführung und Führungsschwäche zeugt, reiht sich ein in eine Reihe von Fehltritten und ähnlichem Verhalten", polterte Montagliani.

Man darf aber nicht vergessen, dass Infantino die Verbandsapparate bestens kennt. Die Organisation von Stimmen, von Rückhalt beherrscht er. Infantino war schließlich lange Generalsekretär bei der UEFA, ehe er im Zuge eines Korruptionsskandals zum Nachfolger Blatters als FIFA-Boss gewählt wurde. Dem "Guardian" zufolge hat Infantino als Soforthilfemaßnahme eine Beratungsfirma engagiert, um die Beziehungen zu den Nationalverbänden zu glätten. Offiziell bestätigt ist dieser Schachzug nicht.

Isoliert ist Infantino trotz der immer schärferen Kritik noch nicht. Der Rechtswissenschaftler, der sich eigentlich im März nächsten Jahres in Rabat (Marokko) auf dem 77. FIFA-Kongress ein letztes Mal für vier Jahre zum Präsidenten wählen lassen will, bekommt noch Zuspruch. Ägypten, Marokko, Libanon und Katar bekräftigten jüngst ihre Unterstützung. Ob das reicht?/mom/DP/nas

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01.08.2026 | 13:40:27 (dpa-AFX)
DFB kritisiert Gianni Infantino: 'Unverantwortlich'
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03.08.2026 Bericht zum 4. Quartal Clorox Co.: 4th Quarter 2026 Earnings Clorox Co.: 4th Quarter 2026 Earnings
03.08.2026 Bericht zum 2. Quartal Palantir Technologies Inc.: Second Quarter 2026 Earnings Release Palantir Technologies Inc.: Second Quarter 2026 Earnings Release
03.08.2026 Bericht zum 2. Quartal SBA Communications Corporation: Second Quarter 2026 Earnings Results SBA Communications Corporation: Second Quarter 2026 Earnings Results
03.08.2026 Bericht zum 3. Quartal Stabilus SE: Bericht Q3 2026 Stabilus SE: Bericht Q3 2026
03.08.2026 Bericht zum 2. Quartal Vornado Realty Trust: 2Q 2026 Earnings Vornado Realty Trust: 2Q 2026 Earnings
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03.08.2026 Zwischendividende ex-Tag ING Groep N.V.: Ex-date for interim dividend 2026 ING Groep N.V.: Ex-date for interim dividend 2026
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