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23.10.2026 | 19:32:08 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Herbststurm legt los: Verletzte und Probleme bei der Bahn

AACHEN/NASTÄTTEN /PFORZHEIM (dpa-AFX) - Der erste Herbststurm über Teilen Deutschlands nimmt an Fahrt auf - es gibt Verletzte und im Bahnverkehr Behinderungen. Im Norden von Rheinland-Pfalz stürzte am Freitagnachmittag laut Polizei ein Baugerüst um. Sie sprach von zwei Schwerverletzten. Einer von ihnen schwebe in Lebensgefahr und sei in ein Krankenhaus geflogen worden. In Baden-Württemberg prallte ein Regionalzug gegen einen Ast.

Noch liegen zu dem Bau-Unglück in der Gemeinde Nastätten in Rheinland-Pfalz nur wenige Informationen vor. Nach Angaben eines Polizeisprechers wurde das Gerüst vermutlich von einer starken Windböe umgeweht. Zu dem Zeitpunkt gab es laut einem dpa-Reporter Sturmböen in der Region.

In dem Bereich des Ortes fand ein Fest statt, als Oktobermarkt bezeichnet. Bei den Verletzten könnte es sich um Besucher handeln, sagte der Sprecher. Ob sich auf dem umgestürzten Gerüst Menschen befanden, blieb zunächst unklar. Rettungskräfte waren vor Ort, die Einsatzstelle wurde abgesperrt. Nastätten liegt im Rhein-Lahn-Kreis in der Nähe der Grenze zu Hessen.

Wo es besonders stürmisch wird

Deutschland steht ein stürmisches Wochenende bevor. Ab dem Nachmittag können nach Prognosen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) Sturmböen im Westen Deutschlands bis zu 90 Kilometer pro Stunde erreichen, in exponierten Lagen kann der Wind orkanartig werden. Für den Brocken im Harz hat der Wetterdienst eine Unwetterwarnung herausgegeben.

Die Nacht auf Samstag werde vor allem im Norden und der Mitte windig bis stürmisch, sagt DWD-Meteorologe Thore Hansen. Tagsüber schwächt sich der Wind am Samstag ab - um später wieder zuzunehmen.

Ast schlägt gegen Scheibe von Regionalbahn

Erste Auswirkungen sind bereits am Nachmittag zu spüren gewesen. In der Nähe von Pforzheim in Baden-Württemberg wurde laut Polizei eine Regionalbahn mit Hunderten Fahrgästen an Bord von einem Ast an der Windschutzscheibe getroffen. Der Zug hielt auf der Strecke. Verletzte gebe es keine.

In Karlsruhe wurde der Bahnverkehr am Hauptbahnhof wegen eines Sturmschadens zwischenzeitlich komplett eingestellt. Ein Gegenstand sei am Bahnsteig 2 in die Oberleitung geflogen, sagte eine Sprecherin der Bundespolizei. Reisende hätten von einem "massivem Funkenschlag" berichtet. Verletzt worden sei niemand. Zur Sicherheit sei die Oberleitung abgeschaltet worden und werde von Experten überprüft.

Im Saarland mussten Polizei und Rettungskräfte wegen des Sturms zu mehreren Einsätzen ausrücken. Die Polizei in Saarbrücken zählte seit Mittag bis zum Abend landesweit 59 Einsätze, wie ein Sprecher sagte. Bei 44 Einsätzen sei es um auf Straßen gestürzte Äste oder Bäume sowie um auf Fahrbahnen gewehte Bauzäune gegangen. In Lebach sei ein Fußgänger von einem Werbeschild getroffen und leicht verletzt worden.

Was dem Norden droht

Besonders starker Sturm wird an der Nordsee erwartet, am Sonntag muss dort mit Böen bis zu 100 Kilometern pro Stunde gerechnet werden, wie der DWD vorhersagt. Reisenden könnte das stürmische Wetter Probleme bei der Abreise von manchen Ostfriesischen Inseln bereiten, wenn an diesem Wochenende die Herbstferien in Niedersachsen enden. Einige Reedereien kündigten bereits mögliche Einschränkungen oder gar Ausfälle im Fährverkehr an.

Stürmisch soll es auch in Nordrhein-Westfalen werden. Die Städte Köln und Aachen etwa halten die Menschen an, Waldgebiete, Parkanlagen, Friedhöfe und Alleen zu meiden. In Dortmund schließen der Zoo und der Westfalenpark aufgrund der Wetterlage heute früher als üblich. Der DWD empfiehlt, am Freitag und Samstagnacht frei stehende Objekte zu sichern, darunter Möbel - aber auch Zelte und Abdeckungen zu befestigen.

Geduld bei Bahnreisenden gefragt

Das Herbstwetter wirkte sich auch In Nordrhein-Westfalen auf den Bahnverkehr aus. Auf der Strecke zwischen Stolberg und Aachen Rothe Erde kam es laut einem Bahnsprecher zu einem Oberleitungsschaden als Folge des Sturms. Die Strecke sei deshalb in beide Richtungen gesperrt worden.

Zwischen Neuss Hauptbahnhof und Meerbusch-Osterath waren die Gleise wegen eines umgestürzten Baums ebenfalls nicht befahrbar. Eine weitere Einschränkung zwischen Duisburg-Ruhrort und Oberhausen ebenfalls wegen eines umgestürzten Baums sei schon beseitigt, so der Sprecher. "Alles Sturmschäden", so der Sprecher.

Der größte Freizeitpark Deutschlands zog wegen des Wetters Konsequenzen: Wegen des Sturms fuhr der Europa-Park in Rust seinen Betrieb vorübergehend zurück. Wetterbedingt seien derzeit die großen Achterbahnen im Außenbereich vorübergehend geschlossen, teilte das Unternehmen mit. Sobald es die Wetterbedingungen zulassen, soll der Betrieb wieder aufgenommen werden./cht/DP/he

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23.10.2026 | 18:47:03 (dpa-AFX)
ROUNDUP 2/Kreise: BASF geht mit höherer Offerte auf Evonik zu - 24 Euro je Aktie

(Neu: BASF Betriebsrat)

FRANKFURT (dpa-AFX) - BASF <DE000BASF111> hat laut Insidern im Zuge seiner Übernahmebemühungen dem Spezialchemiekonzern Evonik <DE000EVNK013> eine höhere Offerte unterbreitet. Der im Dax <DE0008469008> notierte Chemiekonzern sei mit einem Preisvorschlag von etwa 24 Euro je Aktie - oder gut 11 Milliarden Euro in Summe - auf Evonik zugegangen, erfuhren die Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX und die Deutsche Presse-Agentur von mit der Transaktion vertrauten Personen. Zuvor hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg darüber berichtet. Eine mögliche Erhöhung war von Experten bereits erwartet worden.

Sprecher der beiden Unternehmen wollten sich auf Anfrage nicht zu den aktuellen Nachrichten äußern. Zuletzt hatten - ebenfalls unbestätigt - 22,15 Euro je Aktie oder in Summe rund 10,3 Milliarden Euro im Raum gestanden. Der Aktienkurs von Evonik schloss am frühen Freitag mit 21,26 Euro, was einem Tagesplus von 2,7 Prozent entspricht. BASF-Aktien gingen mit einem moderaten Gewinn ins Wochenende.

RAG-Stiftung größte Evonik-Anteilseignerin

Ende September hatten die beteiligten Unternehmen sowie die RAG-Stiftung als größte Evonik-Anteilseignerin bekannt gemacht, dass es ein Übernahmeangebot gibt. Besonderes Gewicht mit Blick auf die Pläne der BASF hat die RAG-Stiftung, denn sie hält aktuell rund 43 Prozent der Evonik-Aktien.

Aufgabe der RAG-Stiftung ist die dauerhafte Finanzierung der Folgekosten des 2018 eingestellten deutschen Steinkohlebergbaus. Erwirtschaftet werden die Ewigkeitskosten aus zahlreichen Kapitalanlagen. So ist die Stiftung unter anderem an mehr als 20.000 Unternehmen beteiligt. Größte Einzelbeteiligung ist der Evonik-Anteil.

Arbeitsplätze im Fokus

Neben einem für die Stiftung lukrativen Preis im Fall einer Evonik-Akquisition spielen aber auch politische Bedenken - vor allem mit Blick auf Arbeitsplätze in der ohnehin schon kriselnden deutschen Chemieindustrie - eine wichtige Rolle. Dem Kuratorium der Stiftung gehören 13 Mitglieder an, vor allem Politikerinnen und Politiker.

Fünf davon sind automatisch durch ihr Amt Mitglied: die jeweiligen Ministerpräsidenten von NRW und dem Saarland, die Bundesminister für Wirtschaft und Finanzen sowie der Vorsitzende der Gewerkschaft IG BCE. Das Kuratorium bestellt den Vorstand. "Über Entscheidungen von grundlegender Bedeutung wird das Kuratorium regelmäßig informiert", heißt es auf der Internetseite der Stiftung.

BASF will Standortvereinbarung übernehmen

Um Bedenken entgegenzutreten, hatte sich BASF-Chef Markus Kamieth in einer am Donnerstag veröffentlichten Video-Botschaft geäußert. Demnach würde die BASF im Zuge eines Evonik-Kaufs die bestehenden Standortvereinbarungen auch übernehmen. "Betriebsbedingte Kündigungen blieben bis 2032 ausgeschlossen. Tarifverträge und Sozialpartnerschaft bleiben unangetastet. Wir würden weiter in die Ausbildung junger Menschen investieren."

Zudem betonte er, dass die Heimatstadt von Evonik, Essen, und Nordrhein-Westfalen als Standort wichtig bleiben würden. "Mit mindestens einem Vorstandsressort und der Leitung von Geschäfts- und Funktionseinheiten. Wir werden prüfen, welche gemeinsamen Aktivitäten wir von Essen aus führen könnten. Wir möchten NRW als Forschungs- und Entwicklungsstandort stärken."

Und: Kamieth stellte auch auf den von Evonik geplanten Verkauf des Chemieparkbetreibers Syneqt mit seinen rund 3.500 Beschäftigten ab. "Wir glauben, dass wir die Parks in Marl und Wesseling selbst auch weiter betreiben könnten."

BASF-Betriebsratschef Sinischa Horvat sieht in den Übernahmeplänen "Chancen für den Chemiestandort Deutschland und seine Beschäftigten liegen", wie er dem "Mannheimer Morgen" sagte, fügte aber auch hinzu: "Eine mögliche Übernahme von Evonik muss sich aus unserer Sicht daran messen lassen, welche Perspektiven sie für die Unternehmen, ihre Standorte und vor allem für die Beschäftigten eröffnet." Er besteht auf Jobsicherheit für die Beschäftigten des BASF-Stammwerks in Ludwigshafen und Investitionen in den Standort. Die bestehende Standortvereinbarung dürfe "durch eine mögliche Übernahme weder infrage gestellt noch durch deren Finanzierung oder Folgekosten ausgehöhlt werden"./mis/men/stk/DP/mis

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23.10.2026 Bericht zum 3. Quartal BB Biotech AG: Bericht 3. Quartal 2026 BB Biotech AG: Bericht 3. Quartal 2026
23.10.2026 Bericht zum 3. Quartal Cofinimmo SA/NV: Publication of results as at 30.09.2026 Cofinimmo SA/NV: Publication of results as at 30.09.2026
23.10.2026 Bericht zum 3. Quartal ENI S.p.A.: Third quarter 2026 results ENI S.p.A.: Third quarter 2026 results
23.10.2026 Veröffentlichung des 9-Monats-Berichtes Evolution AB: Interim report January - September Evolution AB: Interim report January - September
23.10.2026 Bericht zum 3. Quartal Gjensidige Forsikring ASA: Results for Q3 2026 Gjensidige Forsikring ASA: Results for Q3 2026
23.10.2026 Bericht zum 3. Quartal Gurit-Holding AG: Publication of Q3-2026 Gurit-Holding AG: Publication of Q3-2026
23.10.2026 Bericht zum 3. Quartal Hexagon AB: Interim Report Q3 2026 Hexagon AB: Interim Report Q3 2026
23.10.2026 Veröffentlichung des 9-Monats-Berichtes Hiab Oyj: Interim report January-September 2026 Hiab Oyj: Interim report January-September 2026
23.10.2026 Bericht zum 3. Quartal Holcim Ltd.: 3rd Quarter results 2026 Holcim Ltd.: 3rd Quarter results 2026
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