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01.08.2026 | 11:35:14 (dpa-AFX)
ROUNDUP 2: Trump erwägt neue Angriffe - Iran droht mit Gegenschlägen

WASHINGTON/TEHERAN (dpa-AFX) - Die USA stehen US-Medienberichten zufolge kurz vor dem Beginn einer der größten Angriffswellen auf den Iran. Diese könnten bereits an diesem Wochenende starten und auch iranische Infrastruktur oder Energieanlagen zum Ziel haben, berichtete etwa CBS News unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Auch Israel könne dabei wieder in den Krieg einsteigen. Das "Wall Street Journal" berichtete, Trump habe bereits neue und mehrtägige Angriffe befohlen, könnte seine Meinung aber noch bis zur letzten Minute ändern.

Angesichts der Medienberichte drohte der Iran umgehend mit Gegenschlägen auf Einrichtungen der kritischen Infrastruktur in Israel und den Golfstaaten. Das berichteten die iranischen Nachrichtenagenturen Tasnim und Fars unter Berufung auf Sicherheitskreise. Die USA müssten sich bewusst sein, dass Energieanlagen von weltweiter Bedeutung in Saudi-Arabien und in Katar innerhalb der Reichweite iranischer Raketen lägen, hieß es bei Fars weiter. Auch Anlagen in Kuwait und den Vereinigten Arabischen Emiraten wurden genannt.

Es gebe einen umfassenden Plan für Gegenschläge, zitierte Tasnim einen ranghohen iranischen Sicherheitsbeamten. Irans Militär habe bereits zuvor demonstriert, dass es die Fähigkeit und die Entschlossenheit für Gegenangriffe habe. Die Berichten zufolge geplanten amerikanisch-israelischen Angriffe auch auf Infrastrukturziele im Iran seien ein Akt des Wahnsinns.

Iran zielt auf Öl- und Gasanlagen

Teheran hat seit Kriegsbeginn Ende Februar als Reaktion auf US-Angriffe immer wieder mit Raketen und Drohnen Ziele in den Golfstaaten angegriffen, in denen sich US-Militärstützpunkte befinden. Dabei wurden vereinzelt auch wichtige Energieeinrichtungen getroffen, etwa Katars Anlagen zur Herstellung und Verschiffung von Flüssiggas oder Ölanlagen in Kuwait. Die Luftabwehr der Golfstaaten konnte bislang viele ballistische Raketen des Irans abschießen - zuletzt wuchs aber die Sorge, dass die Vorräte an Luftabwehrraketen insbesondere für das Patriot-System zur Neige gehen könnten. Auch die US-Bestände sind Medienberichten zufolge inzwischen deutlich geschrumpft.

Sollten dem Iran neue Schläge auf die Energieinfrastruktur der Golfstaaten gelingen, dürften die Weltmarkpreise für Öl und Gas weiter steigen, was Teheran als Druckmittel gegen Trump nutzt. Dessen Republikaner müssen sich in gut drei Monaten bei den Zwischenwahlen zum US-Kongress den Wählern stellen.

Tanker vor Oman angegriffen - Maschinenraum beschädigt

Zudem kontrolliert der Iran auch weiterhin die Straße von Hormus, die normalerweise eine wichtige Route für den Export von Öl und Flüssiggas aus den Golfstaaten ist. Das US-Militär hat inzwischen als Druckmittel seine Seeblockade erneuert, um wiederum den Iran von Einnahmen aus dem Export von Rohöl abzuschneiden.

In der Straße von Hormus wurde vor der Küste des Omans erneut ein Tanker angegriffen. Er sei von einem "unbekannten Geschoss" getroffen worden, das Schäden am Maschinenraum verursacht habe, meldete die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO). Es gebe keine Verletzten oder Umweltschäden. Der Vorfall ereignete sich demnach rund 20 Kilometer nordöstlich des omanischen Ortes Lima.

Experte: Auch neue Angriffe dürften Iran nicht in die Knie zwingen

Der israelische Iran-Experte Danny Citrinowicz schrieb auf X, auch neue US-Angriffe auf Irans zivile und wirtschaftliche Infrastruktur dürften die Machthaber in Teheran nicht zum Einlenken bewegen. Mit Blick auf mögliche Gegenangriffe auf Ziele in den Golfstaaten schrieb er weiter: "Iran wird sicherlich heftige wirtschaftliche Schäden erleiden, aber es ist genauso wahrscheinlich, dass der Iran im Gegenzug die Kosten für seine Gegner erhöhen wird."

Auch werde der Iran als Druckmittel die Straße von Hormus weiter kontrollieren und über seine Verbündeten im Jemen, die Huthi-Miliz, den Druck auf die Meerenge Bab al-Mandab am Eingang des Roten Meeres verstärken. "Es gibt keine militärische Wunderwaffe für die Herausforderung, die der Iran darstellt", schrieb Citrinowicz.

Trump kündigt weitere Angriffe an

Trump hatte zu Beginn des Kriegs gesagt, der Konflikt werde nur wenige Wochen dauern. Inzwischen geht der Konflikt in den sechsten Monat und eine Lösung scheint so wenig in Sicht wie fallende Öl- und Gaspreise.

Bei einer Kabinettsitzung auf dem Landsitz Camp David am Freitag sprach Trump bereits von weiteren Angriffen auf den Iran. "Wir werden sie sehr hart treffen", sagte er, ohne einen zeitlichen Rahmen dafür zu nennen. "Wissen Sie, irgendwann werden sie es nicht mehr aushalten können." Der Iran hätte nach den bisherigen Angriffen noch etwas militärische Kapazitäten, bald jedoch nicht mehr, sagte Trump.

Mit Blick auf diplomatische Bemühungen zur Beilegung des Kriegs gab Trump sich frustriert. Die Iraner hielten sich oft nicht an das Verabredete und würden Gesprächsinhalte öffentlich falsch darstellen, kritisierte er erneut. "Alles, was sie tun, ist, mich wütend zu machen."

Seit Wochen sind bei den Vermittlungsbemühungen zwischen Washington und Teheran zumindest öffentlich keine Fortschritte zu erkennen. Ein im Juni abgeschlossenes Rahmenabkommen der Kriegsparteien sorgte nicht lange für eine Feuerpause. Die US-Regierung will unter anderem eine Wiederöffnung der Straße von Hormus für die internationale Schifffahrt erreichen und sicherstellen, dass der Iran keine Atombomben herstellen kann./jbz/DP/zb

01.08.2026 | 11:34:58 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Neue Brände in Europa - Höchste Alarmstufe im Großraum Athen
01.08.2026 | 11:26:33 (dpa-AFX)
Türkischer Experte fordert stärkere Prävention gegen Waldbrände
01.08.2026 | 11:23:02 (dpa-AFX)
VERMISCHTES: Brände in Griechenland wüten
01.08.2026 | 11:21:24 (dpa-AFX)
China will sich gegen US-Importsperre wehren
01.08.2026 | 11:19:58 (dpa-AFX)
Nach Absage an Ministeramt: CDU-Abgeordneter lobt Kanzler
01.08.2026 | 11:18:57 (dpa-AFX)
Tiefseebergbau: Staaten einigen sich nicht auf Regeln
01.08.2026 | 11:02:03 (dpa-AFX)
KI-Aktienflaute zwang Hedge-Fonds-'Wunderkind' zu Eilverkauf

SAN FRANCISCO (dpa-AFX) - Der viel beachtete Erfolgslauf eines aus Deutschland stammenden jungen Hedge-Fonds-Investors im Silicon Valley, der für seinen Fokus auf KI-Aktien als Börsenstar gefeiert wurde, hat ein jähes Ende gefunden. Der jüngste Kursrutsch bei Halbleiter-Papieren traf den Fonds Situational Awareness von Leopold Aschenbrenner so hart, dass er laut Medienberichten den Großteil des Portfolios von Investments in börsennotierte Unternehmen mit Rabatt an den Hedge-Fonds Citadel des Milliardärs Ken Griffin abtreten musste.

Citadel und Situational Awareness äußerten sich auf Nachfrage nicht. Zugleich bestätigte Aschenbrenner in einem Brief an seine Investoren in der Nacht zum Freitag, dass "ein Teil" der Anteile an börsennotierten Unternehmen als Paket verkauft worden sei. Er übernehme die volle Verantwortung, schrieb Aschenbrenner in dem vom Silicon-Valley-Podcast "TBPN" veröffentlichten Brief. Zugleich versicherte er, dass der Fonds nicht geschlossen oder liquidiert worden sei. Sein eigenes Kapital sei auch in dem Fonds und er werde beweisen, dass die Ereignisse ihn zu einem klügeren Investor gemacht hätten.

"Wunderkind" und "KI-Nostradamus"

Der Mittzwanziger Aschenbrenner, der zwischenzeitlich beim ChatGPT-Entwickler OpenAI gearbeitet hatte, machte erstmals vor rund zwei Jahren von sich reden. Er veröffentlichte ein Essay mit dem Titel "Situational Awareness" (etwa: Wahrnehmung der Situation). Darin argumentierte er, dass Künstliche Intelligenz die Welt radikal verändern werde - und die meisten sich dessen noch nicht bewusst seien. Wenig später startete er einen Hedge-Fonds unter demselben Namen mit dem Versprechen, in die Zukunft zu investieren.

Das ging auf der Welle des KI-Booms zunächst gut - sehr gut sogar. Situational Awareness investierte laut öffentlich verfügbaren Unterlagen in alles rund um KI - Infrastruktur, Chips, Energie für Rechenzentren. Dank kräftiger Kursanstiege wuchs das Portfolio von Situational Awareness dem "Wall Street Journal" und dem Wirtschaftssender CNBC zufolge von einigen hundert Millionen auf 45 Milliarden Dollar an. Andere Investoren kopierten Aschenbrenners Strategie, er wurde gefeiert als "Wunderkind", "Orakel" und "KI-Nostradamus" - in Anlehnung an den für seine Prophezeiungen berühmten französischen Astrologen.

Von Talfahrt kalt erwischt

Im Juli jedoch setzte eine steile Talfahrt unter anderem bei Halbleiter-Aktien ein, in die Situational Awareness groß investiert hatte. Das wäre an sich nicht katastrophal, doch CNBC zufolge hatte der Fonds in großem Stil auf Pump investiert und etwa viermal mehr geliehenes Geld als eigenes Kapital im Einsatz. Entsprechend hätten Banken gefordert, Sicherheiten nachzuschießen, wofür Situational Awareness plötzlich Geld finden musste.

Erschwerend kam Medienberichten zufolge hinzu, dass der Fonds auch noch mit sogenannten Leerverkäufen auf sinkende Kurse bei Aktien von Software-Firmen gewettet hatte, deren Geschäft von Künstlicher Intelligenz unter Druck gebracht wird. Bei solchen Deals werden geliehene Aktien verkauft - in der Hoffnung, sie später zu niedrigeren Preise zurückzukaufen. Doch im Juli setzte bei Software-Aktien nach langer Talfahrt auch eine deutliche Erholung ein und damit drohten dem Fonds auch bei den Leergeschäften Verluste. Damit geriet Situational Awareness in die Zange.

Anthropic-Aktien als Kronjuwel

Den Medienberichten zufolge behielt der Fonds entgegen ersten Überlegungen seine Beteiligung an der KI-Firma Anthropic. Der Anteil ist demnach 3,5 bis 5 Milliarden Dollar wert. Griffin und Citadel profitierten von den Nöten von Situational Awareness mit einem Rabatt von mehr als zehn Prozent auf den aktuellen Wert des gekauften Portfolios, wie das "Wall Street Journal" schrieb. Die verbliebenen Investments des Fonds hätten einen Wert von mehr als zehn Milliarden Dollar. Aschenbrenner betonte in seinem Brief, Situational Awareness sei seit Jahresbeginn gerechnet immer noch um 80 Prozent im Plus./so/DP/zb

31.07.2026 | 19:55:12 (dpa-AFX)
EQS-Adhoc: ABO Energy GmbH & Co. KGaA einigt sich mit Finanzierungspartnern auf Verlängerung der Stillhaltevereinbarung und Fortsetzung des Sanierungskurses (deutsch)
31.07.2026 | 19:30:12 (dpa-AFX)
EQS-Stimmrechte: Kontron AG (deutsch)
31.07.2026 | 19:30:09 (dpa-AFX)
EQS-Stimmrechte: Kontron AG (deutsch)
31.07.2026 | 19:16:12 (dpa-AFX)
Trump: Nicht mit Infantino über Investorenpläne gesprochen
31.07.2026 | 18:40:30 (dpa-AFX)
EQS-Adhoc: VIB Vermögen AG: Lock-Up Vereinbarungen mit einer Gruppe von Anleihegläubigern und Schuldscheingläubigern der BRANICKS Group AG vollumfänglich wirksam geworden (deutsch)
31.07.2026 | 18:31:21 (dpa-AFX)
EQS-Adhoc: Branicks Group AG: Lock-Up Vereinbarungen über die Restrukturierung der Anleihe und der Schuldscheindarlehen vollumfänglich wirksam geworden (deutsch)
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03.08.2026 Veröffentlichung des Halbjahresberichtes Amadeus Fire AG: Halbjahresbericht 2026 Amadeus Fire AG: Halbjahresbericht 2026
03.08.2026 Bericht zum 3. Quartal Bertrandt AG: 3. Quartalsbericht 2025/26 Bertrandt AG: 3. Quartalsbericht 2025/26
03.08.2026 Bericht zum 4. Quartal Clorox Co.: 4th Quarter 2026 Earnings Clorox Co.: 4th Quarter 2026 Earnings
03.08.2026 Bericht zum 2. Quartal Palantir Technologies Inc.: Second Quarter 2026 Earnings Release Palantir Technologies Inc.: Second Quarter 2026 Earnings Release
03.08.2026 Bericht zum 2. Quartal SBA Communications Corporation: Second Quarter 2026 Earnings Results SBA Communications Corporation: Second Quarter 2026 Earnings Results
03.08.2026 Bericht zum 3. Quartal Stabilus SE: Bericht Q3 2026 Stabilus SE: Bericht Q3 2026
03.08.2026 Bericht zum 2. Quartal Vornado Realty Trust: 2Q 2026 Earnings Vornado Realty Trust: 2Q 2026 Earnings
03.08.2026 Bericht zum 2. Quartal Williams Companies Inc.: Q2 2026 Earnings Release Williams Companies Inc.: Q2 2026 Earnings Release
03.08.2026 Telefonkonferenz zum 2. Quartal Loews Corp.: Q2 2026 Earnings Conference Call Loews Corp.: Q2 2026 Earnings Conference Call
03.08.2026 Telefonkonferenz zum 2. Quartal Marriott International Inc.: 2nd Quarter 2026 Earnings Conference Call Marriott International Inc.: 2nd Quarter 2026 Earnings Conference Call
03.08.2026 Telefonkonferenz zum 3. Quartal Tyson Foods Inc.: Q3 2026 Earnings Conference Call Tyson Foods Inc.: Q3 2026 Earnings Conference Call
03.08.2026 Zwischendividende Zahltag General Mills Inc.: Dividend Payable General Mills Inc.: Dividend Payable
03.08.2026 Zwischendividende ex-Tag ING Groep N.V.: Ex-date for interim dividend 2026 ING Groep N.V.: Ex-date for interim dividend 2026
03.08.2026 Schlussdividende Zahltag Next Plc: Final dividend payment date Next Plc: Final dividend payment date