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31.08.2026 | 06:18:28 (dpa-AFX)
Bericht: Korallenriffe haben kaum noch Zeit zur Erholung

PALAU (dpa-AFX) - Korallenriffe weltweit geraten zunehmend unter Druck: Auf jedes große Bleiche-Ereignis folgt ein weiterer Rückgang der Hartkorallen - und die Erholungsphasen dazwischen werden immer kürzer, wie ein Bericht feststellt. Im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 1980 bis 2009 ist die weltweite Bedeckung mit Hartkorallen bereits um rund 9,5 Prozent gesunken. Das geht aus dem Bericht "Zustand der Korallenriffe der Welt: 2025" des Global Coral Reef Monitoring Network (GCRMN) hervor, der nun im pazifischen Inselstaat Palau vorgestellt wurde.

Für die globale Bestandsaufnahme wurden mehr als 21 Millionen Beobachtungen von mehr als 36.800 Riff-Standorten in 124 Ländern, Gebieten und Territorien ausgewertet. Demnach hat jedes der vier großen weltweiten Korallenbleiche-Ereignisse seit 1998, die durch marine Hitzewellen ausgelöst wurden, zu einem deutlichen Rückgang der Hartkorallen geführt.

Die Verluste lagen beim ersten Ereignis 1998/99 bei rund 6,5 Prozent, beim zweiten 2010/11 bei 9,9 Prozent, beim dritten 2016/17 bei 6,6 Prozent und beim vierten 2023/24 bei 8,9 Prozent.

Als Korallenbleiche bezeichnet man eine Stressreaktion von Steinkorallen, bei der sie ihre Algen verlieren, mit denen sie in einer Gemeinschaft zu gegenseitigem Vorteil leben, und dadurch ihre typische Färbung einbüßen. Das durchscheinende weiße Kalkskelett der Korallenpolypen wird sichtbar. Haupttreiber weltweiter Massenbleichen ist der Klimawandel. Eine gebleichte Koralle ist zunächst noch nicht tot, befindet sich aber in einem extrem geschwächten Zustand. Nur wenn die Temperaturen rechtzeitig wieder absinken, können die Korallen neue Mitbewohner aufnehmen und sich regenerieren.

Riffe können sich erholen - wenn sie Zeit haben

Die Wissenschaftler warnen, dass den Riffen zunehmend die Zeit zur Erholung fehlt. Zwischen 2017 und 2019 hatte die weltweite Bedeckung mit Hartkorallen um rund sechs Prozent zugenommen - das zeige, dass sich Riffe grundsätzlich erholen könnten, wenn zwischen Bleiche-Ereignissen ausreichend Zeit liege.

Mittlerweile seien die Erholungsphasen aber immer kürzer: "Dadurch entsteht eine Abwärtsspirale, die mit jedem neuen Bleichereignis immer schwieriger umzukehren ist", sagte Hauptautor Manuel González Rivero vom Australian Institute of Marine Science (AIMS).

Während Korallenriffe früher teils jahrzehntelang Zeit zwischen schweren Bleichereignissen gehabt hätten, blieben heute oft nur fünf bis sechs Jahre. Für viele Riffe, die 2024 von besonders starken Hitzewellen betroffen waren, könnte die Erholungsphase sogar noch kürzer ausfallen: Gerade läuft das Klimaphänomen El Niño. "Nicht der aktuelle Verlust der Hartkorallen-Bestände bereitet mir die größten Sorgen, sondern die Tatsache, dass wir die Bedingungen für ihre Regeneration stetig zerstören", erklärte González Rivero.

Warum sind Korallenriffe so wichtig?

Korallenriffe bedecken weniger als 0,2 Prozent des Meeresbodens, bieten aber dem Bericht zufolge Lebensraum für mindestens ein Viertel der im Meer lebenden Arten. Rund 104 Millionen Menschen leben heute weniger als fünf Kilometer von einem Korallenriff entfernt. Die Ökosysteme sind für Ernährung, Einkommen, Küstenschutz und Tourismus von großer Bedeutung.

Die Ergebnisse der jüngsten Studien deuten nach Angaben der Forscher auf unterschiedliche Zukunftsszenarien hin: Bei der derzeitigen Häufigkeit globaler Korallenbleichen - etwa alle fünf bis sechs Jahre

- dürfte sich der Rückgang der Hartkorallen fortsetzen. Eine

deutliche Verringerung der Treibhausgasemissionen zusammen mit Maßnahmen gegen lokale Belastungen wie Überfischung, schlechte Wasserqualität und Küstenbebauung biete dagegen eine Chance, die Riffe zu erhalten.

GCRMN ist ein weltweites Netzwerk aus Wissenschaftlern, Naturschützern und Organisationen. Es wurde 1995 ins Leben gerufen und sammelt und analysiert seither wissenschaftliche Daten über den Zustand und die Entwicklung von Korallenriffen weltweit.

Weltmeere so warm wie noch nie

Der Klimawandeldienst des EU-Programms Copernicus in Bonn hatte erst vor wenigen Tagen mitgeteilt, dass die Weltmeere so warm wie noch nie seit Beginn der Messungen im Jahr 1979 sind. Die tägliche globale durchschnittliche Meeresoberflächentemperatur (SST) habe kürzlich ihren höchsten jemals gemessenen Wert erreicht, teilte der Fachdienst mit.

Der Rekord sei am 22. August mit einer Temperatur von 21,1 Grad aufgestellt worden. Damit wurde der bisherige Rekord von 21,09 Grad vom März 2024 übertroffen./cfn/DP/zb

31.08.2026 | 06:16:52 (dpa-AFX)
Wetterdienst stellt Sommer-Bilanz vor
31.08.2026 | 06:06:09 (dpa-AFX)
Verlängerung von Iran-Einsatz untragbar? Pentagon dementiert
31.08.2026 | 06:06:03 (dpa-AFX)
Iran greift US-Stützpunkte in Jordanien an
31.08.2026 | 06:05:07 (dpa-AFX)
TAGESVORSCHAU: Termine am 31. August 2026
31.08.2026 | 06:05:06 (dpa-AFX)
WOCHENVORSCHAU: Termine bis 11. September 2026
31.08.2026 | 06:00:02 (dpa-AFX)
ROUNDUP/US-Medien: US-Militär greift iranische Raketenwerfer an
30.08.2026 | 19:16:11 (dpa-AFX)
Merz: Rüstung 'sehr viel kosteneffizienter' machen

BERLIN (dpa-AFX) - Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) will Rüstungsprojekte zur Modernisierung der Bundeswehr "sehr viel kosteneffizienter" machen. Zugleich verteidigte der Kanzler im ARD-Sommerinterview aber die geplante erhebliche Steigerung der Rüstungsausgaben. Er war darauf angesprochen worden, dass in der Rüstungsindustrie "Goldgräberstimmung, Champagnerlaune" herrsche.

"Das ist eine Diskussion, die ich natürlich sehe. Wir haben deswegen auch mit dem Verteidigungsminister verabredet, dass wir jetzt noch einmal die gesamten Beschaffungsverfahren und die Beschaffungsvorhaben überprüfen", sagte Merz.

Ziel sei eine moderne Bundeswehr. "Wir wollen nicht auf alte Waffensysteme zurückgreifen. Wir sehen, dass sich die technologische Entwicklung in rasantem Tempo zeigt, auch in der Verteidigungsindustrie", sagte Merz.

Ukraine zeigt, wie man es viel preisgünstiger machen kann

An Universitäten und Forschungseinrichtungen entstünden viele neue Ideen, und es gebe eine große Zahl von Unternehmensgründern. "Das muss überhaupt nicht so teuer sein. Die Ukraine zeigt uns im Übrigen, wie man es sehr viel preisgünstiger machen kann", sagte Merz. Es gebe bereits Kooperationen mit dem Land und die Möglichkeit, gemeinsame Rüstungsunternehmen zu schaffen.

Der Kanzler war darauf angesprochen worden, dass die Bundesregierung in diesem Jahr Ausgaben von 82 Milliarden Euro, im kommenden Jahr dann 109 Milliarden Euro für den Wehretat plane. 2028 seien es 153 Milliarden, und im Jahr der nächsten Bundestagswahl 162 Milliarden Euro.

"Wir müssen die Defizite der letzten 15 Jahre korrigieren. Die Bundeswehr ist nicht da, wo sie sein müsste. Wir müssen uns verteidigen können in Deutschland", sagte Merz. "Was nützt uns das schönste Elterngeld, wenn wir unsere Freiheit verlieren und der Frieden in Europa gefährdet ist?"/cn/DP/stw

30.08.2026 | 14:43:02 (dpa-AFX)
'Bild': Bahn steckt Millionen in saubere Züge und Bahnhöfe
29.08.2026 | 08:58:06 (dpa-AFX)
Unternehmen zahlen Rekordsumme für kranke Beschäftigte
28.08.2026 | 23:12:09 (dpa-AFX)
EQS-Stimmrechte: Nagarro SE (deutsch)
28.08.2026 | 18:30:09 (dpa-AFX)
EQS-Stimmrechte: JOST Werke SE (deutsch)
28.08.2026 | 18:05:40 (dpa-AFX)
EQS-DD: Viromed Medical AG (deutsch)
28.08.2026 | 18:00:15 (dpa-AFX)
EQS-Adhoc: Highlight Event and Entertainment AG veröffentlicht Ergebnisse für das erste Halbjahr 2026 (deutsch)
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31.08.2026 Verbrauchervertrauensindex Japan: Verbrauchervertrauen August 2026 Japan: Verbrauchervertrauen August 2026
31.08.2026 Kein Handel an der Börse Großbritannien: Börse geschlossen (Summer Bank Holiday) Großbritannien: Börse geschlossen (Summer Bank Holiday)
01.09.2026 Veröffentlichung des Halbjahresberichtes Aedifica: Half year results 30.06.2026 Aedifica: Half year results 30.06.2026
01.09.2026 Veröffentlichung des Halbjahresberichtes Bunzl plc: Results for the half year ended 30 June 2026 Bunzl plc: Results for the half year ended 30 June 2026
01.09.2026 Veröffentlichung des Jahresberichtes dorma + Kaba Holding AG: Publication of the Annual Report 2026 dorma + Kaba Holding AG: Publication of the Annual Report 2026