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27.09.2026 | 13:44:13 (dpa-AFX)
SPD beharrt auf Nein zu Pflege-Kürzungen

BERLIN (dpa-AFX) - Die SPD im Bundestag beharrt auf einer Überarbeitung von Reformplänen für die Pflege. "Wir wollen keine Pflegereform, die lediglich das nächste Finanzloch stopft und die Rechnung an die Menschen weitergibt", sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Dagmar Schmidt der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Das ist mit der SPD nicht zu machen." Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) hatte angekündigt, seinen Reformentwurf an diesem Mittwoch ins Bundeskabinett bringen zu wollen.

Bereits SPD-Fraktionschef Matthias Miersch hatte Linnemanns Pläne in der "Bild"-Zeitung als "reines Kürzungspaket" kritisiert und Blockade angedroht. Linnemanns Pläne zielen vor allem auf eine Stabilisierung der prekären Pflegefinanzen ab. Die Pflegekassen warnten vor einer Blockade. Erneut wiesen die Kassen auf ein erwartetes Milliardendefizit der Pflegeversicherung hin. "In wenigen Monaten ist das Geld schlichtweg alle", sagte Kassen-Spitzenverbandschef Oliver Blatt der dpa.

"Zumindest einen Ausgleich"

Schmidt betonte: "Wir wollen eine Reform, die Pflege bezahlbarer macht, Familien entlastet, gute Arbeit in der Pflege sichert und die Finanzierung endlich gerechter organisiert." Sie untermauerte die Forderung nach einem Pflegedeckel für die Eigenanteile im Heim. "Pflege darf kein Armutsrisiko sein, weder für Pflegebedürftige noch für ihre Familien."

Nicht vermittelbar sei auch, "dass private und soziale Pflegeversicherung weiterhin getrennt nebeneinanderstehen, obwohl die Risiken unterschiedlich verteilt sind". Die private Pflegeversicherung habe eine strukturell günstigere Versichertenstruktur. "Deshalb wollen wir ein gemeinsames solidarisches System oder zumindest einen fairen finanziellen Ausgleich zwischen privater und sozialer Pflegeversicherung."

Brysch warnt vor "apokalyptischen Szenarien"

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz forderte die Koalition zur Beilegung ihres Streits auf. "Anstatt mit verhärteten Fronten ins Kabinett zu gehen, sollte sich die Koalition Zeit nehmen, um sich zu einigen", sagte Vorstand Eugen Brysch der dpa. Brysch kritisierte "apokalyptischen Szenarien". "Das macht nur den Menschen Angst." Der Pflegeversicherung gehe nicht so einfach das Geld aus. In so einem Fall springe der Bund mit Krediten ein. Pflege-Bevollmächtigte Katrin Staffler hatte gewarnt, bei Reformverzögerungen seien die finanzielle Stabilität und die Versorgungssicherheit gefährdet.

Union und SPD könnten sich noch wenige Wochen Zeit für eine "gute Lösung" nehmen: "Wenn sie sich bewegen, können sie einen guten Kompromiss erreichen, der auch ein, zwei Jahre hält." Erneut rief Brysch Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) auf, den Weg für Milliardensummen freizumachen, die die Pflegekassen als Erstattung sogenannter versicherungsfremder Leistungen bekommen sollten./bw/DP/zb

27.09.2026 | 13:44:02 (dpa-AFX)
Selenskyj: 2.200 russische Drohnenangriffe in einer Woche
27.09.2026 | 13:05:31 (dpa-AFX)
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27.09.2026 | 13:05:15 (dpa-AFX)
ROUNDUP 2: Ärger über Wohnungsnot setzt Spaniens Regierung unter Druck
27.09.2026 | 13:04:59 (dpa-AFX)
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27.09.2026 | 13:04:58 (dpa-AFX)
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27.09.2026 | 12:49:59 (dpa-AFX)
Russell feiert Zittersieg in Baku - Antonellis Aufholjagd
27.09.2026 | 12:05:18 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Erweiterte A7 südlich des Elbtunnels offiziell freigegeben

HAMBURG (dpa-AFX) - Nach sechsjähriger Bauzeit ist am Samstag die auf acht Spuren erweiterte A7 südlich des Elbtunnels offiziell freigegeben worden. Zu der Feier waren Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) und Hamburgs Verkehrssenator Anjes Tjarks (Grüne) sowie Vertreter der Autobahn GmbH und der Projektgesellschaft Deges (Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH) eingeladen.

"Die A 7 ist eine der wichtigsten Verkehrsadern Hamburgs - für Pendlerinnen und Pendler, für den Wirtschaftsverkehr und insbesondere für die Anbindung unseres Hafens", sagte Tjarks laut Mitteilung.

Der Verkehr wird über den rund vier Kilometer langen Abschnitt aber erst ab Montagfrüh rollen können. Die Autobahn und der Elbtunnel sind wegen Restarbeiten auf der Strecke und weiteren Baumaßnahmen nördlich der Elbe an diesem Wochenende gesperrt.

Minister: Leistungsfähige A7 ist von hoher Bedeutung

"Eine leistungsfähige A7 bedeutet: Güter kommen schneller und verlässlicher ans Ziel, Lieferketten werden robuster und Hamburg sichert seine Rolle als Tor zur Welt", erklärte der Bundesverkehrsminister. "Rund 605 Millionen Euro, davon 142 Millionen aus dem Sondervermögen, werden wir in dieses imposante Projekt investieren."

Die A7 zwischen dem Elbtunnel und dem künftigen Kreuz Hamburg-Hafen, wo die A26 West aus Richtung Stade (Niedersachsen) bis 2028 angebunden werden soll, verläuft über eine Brückenkonstruktion. Die beiden Richtungsfahrbahnen der Hochstraße Elbmarsch, wie die laut Deges längste Autobahnbrücke Deutschlands offiziell heißt, ließen bis zum Ausbau in der Mitte eine Lücke. Dieser Zwischenraum war bereits beim Bau der Autobahn vor über 50 Jahren für eine spätere Verbreiterung um zwei Spuren vorgesehen worden.

Neubau der Autobahn in knapp 20 Jahren?

Jetzt wurde diese Lücke geschlossen, nachdem zuvor der Ausbau an einem kurzen Stück ingenieurtechnisch erprobt worden war. Nach Angaben der Deges wurden Stützpfeiler und Gründungen verstärkt. Der im Jahr 1975 eröffnete Originalbau hat noch eine Lebensdauer bis 2045. "Bis dahin wird untersucht werden müssen, ob ein Ersatzneubau erforderlich sein wird", heißt es in der Projektbeschreibung.

Vor dem Ausbau der eigentlichen Hochstraße Elbmarsch war die rund 400 Meter lange Rampe zu den Einfahrten des Elbtunnels unter großem technischem Aufwand neu gebaut worden. Seit Mai 2023 ruhen die Tunnelzufahrten nicht mehr auf Stützpfeilern, sondern auf einem aufgeschütteten Damm.

Ein Wermutstropfen für die Autofahrer: Mit dem Ende der täglichen Staus vor dem Elbtunnel ist vorerst nicht zu rechnen. Denn bis Ende 2029 geht der Ausbau der A7 nördlich des Elbtunnels weiter. Im Bereich Altona wird ein gut zwei Kilometer langer Lärmschutztunnel errichtet. So lange werden dort nur drei Fahrspuren je Richtung zur Verfügung stehen. Um gefährliche Staus im Elbtunnel zu vermeiden, wird die Richtungsfahrbahn Flensburg bereits vor der Einfahrt von vier auf drei Spuren verengt./bsp/let/DP/zb

27.09.2026 | 11:46:35 (dpa-AFX)
Patent-Urteil: Apple soll 5,7 Milliarden Dollar zahlen
26.09.2026 | 09:49:35 (dpa-AFX)
Rückschlag für Meta vor Gericht wegen Cambridge Analytica
25.09.2026 | 18:20:26 (dpa-AFX)
Stadt Burghausen klagt wegen PFOA-Belastung - Millionenforderungen
25.09.2026 | 18:05:38 (dpa-AFX)
EQS-DD: Viromed Medical AG (deutsch)
25.09.2026 | 18:05:03 (dpa-AFX)
ROUNDUP 4: BASF streckt bei Evonik die Fühler aus - Evonik-Aktien ziehen an
25.09.2026 | 17:45:35 (dpa-AFX)
EQS-Stimmrechte: flatexDEGIRO SE (deutsch)
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