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08.08.2026 | 11:20:03 (dpa-AFX)
ROUNDUP: US-Senat billigt Gesetz zu neuen Russland-Sanktionen

WASHINGTON/KIEW (dpa-AFX) - Während Russland mit immer weiteren Angriffswellen die Schutzlosigkeit der ukrainischen Luftabwehr offenlegt, schürt ein Gesetzesvorstoß des US-Parlaments neue Hoffnungen in Kiew. Der US-Senat stimmte nach langem Tauziehen für ein Sanktionsgesetz, das Moskau wegen seines zerstörerischen Angriffskriegs stärker unter Druck setzen soll. Ob das Repräsentantenhaus als zweite Parlamentskammer zustimmen wird, ist allerdings ungewiss. Russlands Militär machte in der Nacht mit einer weiteren tödlichen Angriffsserie deutlich, dass es den Munitionsmangel der ukrainischen Luftabwehr in der Zwischenzeit auszunutzen weiß.

In Washington votierten die Senatorinnen und Senatoren mit einer deutlichen Mehrheit von 86 zu 11 Stimmen für das maßgeblich vom unlängst gestorbenen US-Senator Lindsey Graham vorangetriebene Gesetz. Neben direkten Sanktionen gegen russische Politiker und Firmen soll es die russischen Öl- und Gas-Exporte als wichtigste Finanzierungsquelle des Angriffskriegs gegen die Ukraine noch stärker eindämmen. Da das Repräsentantenhaus bereits in den Ferien ist, wird es voraussichtlich nicht vor September darüber abstimmen.

Die US-Regierung hatte in den vergangenen Monaten Sanktionen gegen russische Öllieferungen zeitweise ausgesetzt, um Preissteigerungen auf dem Weltmarkt entgegenzuwirken. Auslöser war die Verknappung der Ölreserven, nachdem die für den Export aus den Golfstaaten wichtige Straße von Hormus infolge des Iran-Kriegs faktisch für den Schiffsverkehr geschlossen worden war.

Doch mit Blick auf militärische Achtungserfolge der Ukraine und die zuletzt immer zerstörerischen Gegenangriffe der Russen setzen sich einflussreiche US-Politiker für eine härtere Gangart gegen Moskau ein. Kurz nach der Abstimmung im Senat startete das russische Militär eine neue Welle nächtlicher Angriffe auf die Region Kiew und weitere ukrainische Städte, bei der es neben Drohnen und Gleitbomben auch wieder ballistische Raketen einsetzte. Letztere sind ohne Hilfe der von den USA produzierten Patriot-Flugabwehr kaum abzufangen - und für diese Systeme mangelt es derzeit an Munition.

Strafzölle von 100 Prozent gegen China und Indien?

US-Präsident Donald Trump, dem vorgeworfen wird, Russlands Machtapparat um Kremlchef Wladimir Putin nicht genug unter Druck zu setzen, hat bereits Unterstützung für das Gesetz angedeutet. Es würde ihn berechtigen, die fünf größten Käufer russischer Energieträger mit Sanktionen zu belegen - ebenso wie jene fünf Länder, die Russland am meisten dabei helfen, Energiesanktionen zu umgehen. Damit könnte es die US-Handelsbeziehungen zu China und Indien weiter strapazieren, die große Mengen russischen Erdöls beziehen.

In den zwölf Monaten vor dem eigentlichen Inkrafttreten des Gesetzes sollen zunächst die fünf größten Abnehmer russischer Energieexporte ins Visier genommen und mit Zöllen bis zu 100 Prozent belegt werden. Die Höhe kann mit der Zeit angepasst werden - je nachdem, ob ein Land sich bemüht, von russischem Öl und Gas loszukommen. Wer die fünf größten Importeure sind, soll alle 180 Tage neu ermittelt werden.

Bisher schreckte Trump davor zurück, China wegen der Energieimporte aus Russland unter Druck zu setzen. Auf Waren aus Indien hatte er zeitweise einen Zoll von 25 Prozent wegen der Käufe russischen Öls verhängt.

Zugleich soll es Ausnahmen für Länder geben, deren Einfuhren weniger als 15 Prozent der russischen Erdgas-Exporte in einem Zwölfmonats-Zeitraum ausmachten - und die Maßnahmen ergreifen, um diese Käufe zu reduzieren. "Unsere europäischen Verbündeten sind hier also nicht betroffen", betonte der demokratische Senator Richard Blumenthal bereits Mitte Juli.

Selenskyj dankt Senat - Abgeordnete kritisieren Gesetz

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bedankte sich beim US-Senat. Jedes Signal zur Unterstützung einer schnellstmöglichen Beendigung des Kriegs sei wichtig, schrieb er auf der Plattform X. "Echter, starker Druck seitens der USA und Sanktionen gegen Russland sind das, was am meisten helfen wird." Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha nannte das Gesetz einen "eindrucksvollen Beweis für die globale Führungsrolle der Vereinigten Staaten". Aus Russland gab es zunächst keine offizielle Reaktion.

Einige Demokraten wie die im Repräsentantenhaus sitzenden Abgeordneten Gregory Meeks und Don Beyer kritisierten unterdessen, das Gesetz in seiner jetzigen Form würde Trump zu weitreichende Zoll-Befugnisse geben. Auch deshalb ist unklar, wie die Abstimmung in der zweiten Parlamentskammer ausgehen wird. Die Mehrheitsverhältnisse dort sind äußerst knapp, und die wichtigen Zwischenwahlen im November erschweren politische Kompromisse.

Die Einigung auf den endgültigen Text fiel vergangene Woche mit dem Besuch von Selenskyj in Washington und den Trauerfeierlichkeiten für Graham zusammen. In der Debatte vor der Abstimmung sagte die republikanische Senatorin Katie Britt nun: "Heute stehen wir zusammen, um zu zeigen, dass wir Putin den Geldhahn abdrehen werden." Ihr demokratischer Kollege Blumenthal beschrieb das Signal an Russland wie folgt: "Heute sagen wir zu Wladimir Putin: Du wirst die Ukraine nicht erobern."

Wieder Tote bei Luftangriffen auf Ukraine

Allerdings scheint Russland nach wie vor weit davon entfernt, den Angriffskrieg zurückzufahren. Bei neuen Luftangriffen auf die ukrainische Hauptstadt Kiew und deren Umgebung wurden nach Behördenangaben in der Nacht mindestens drei Menschen getötet und mehrere verletzt. Ukrainische Medien berichteten über eine Serie von Explosionen, besonders den östlichen Vorort Browary habe es schwer getroffen.

Erst in der Nacht zu Mittwoch waren an einer Bahnstation in Browary acht Menschen durch russischen Raketenbeschuss getötet worden. Schon dabei zeigte sich, wie überfordert die Verteidiger mit den reihenweise einfliegenden Geschossen sind: Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe setzte die russische Armee Dutzende ballistische Raketen verschiedener Typen ein, von denen keine einzige abgefangen werden konnte.

Weil es den Ukrainern nach viereinhalb Jahren Krieg an Munition zur Raketenabwehr mangelt, hat Russland seine Angriffe mit ballistischen Raketen verstärkt. Sie sind aufgrund ihrer hohen Geschwindigkeit besonders schwierig abzufangen. Als effektivste Abwehr gelten die Patriot-Systeme, doch der ukrainischen Armee gehen die Abfangraketen aus. Ein Grund dafür: Der Krieg der USA und Israels gegen den Iran hat die weltweiten Munitionsbestände zusätzlich verknappt. Und so wächst in Kiew die Furcht, dass ungehinderte Raketenangriffe die Infrastruktur des Landes schwer schädigen und den notleidenden Ukrainern einen noch härteren Winter bescheren könnten./mk/DP/mis

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EQS-Adhoc: Northern Data Group berichtet über Q2 2026 einschließlich nachteiliger Fair-Value-Bewertung bedingter Gegenleistung (deutsch)

Northern Data Group berichtet über Q2 2026 einschließlich nachteiliger Fair-Value-Bewertung bedingter Gegenleistung

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EQS-Ad-hoc: Northern Data AG / Schlagwort(e): Geschäftszahlen / Quartal

Northern Data Group berichtet über Q2 2026 einschließlich nachteiliger

Fair-Value-Bewertung bedingter Gegenleistung

07.08.2026 / 23:21 CET/CEST

Veröffentlichung einer Insiderinformation nach Artikel 17 der Verordnung

(EU) Nr. 596/2014, übermittelt durch EQS News - ein Service der EQS Group.

Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.

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Veröffentlichung einer Insiderinformation gemäß Artikel 17 der Verordnung

(EU) Nr. 596/2014

Northern Data Group berichtet über Q2 2026 einschließlich nachteiliger

Fair-Value-Bewertung bedingter Gegenleistung

Frankfurt am Main - 7. August 2026 - Northern Data AG (ETR: NB2) ("Northern

Data" oder "die Gruppe"), ein führender Anbieter von Lösungen für KI und

High-Performance Computing (HPC) Lösungen, veröffentlicht heute seine

Ergebnisse für Q2 2026, einschließlich der nachteiligen Fair-Value-Bewertung

einer bedingten Gegenleistung.

Der Umsatz [1] belief sich im zweiten Quartal 2026 auf rund EUR 54 Mio. (Q2

2025: EUR 0,6 Mio.), während das bereinigte EBITDA [2] im zweiten Quartal

2026 rund EUR 23 Mio. erreichte. [3]

Der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten betrug zum 30.

Juni 2026 rund EUR 40 Mio. (31. März 2026: EUR 58 Mio.).

Im Rahmen der Fair-Value-Bewertung der Forderung aus bedingter

Gegenleistung, die im Zusammenhang mit der Veräußerung des

Peak-Mining-Geschäfts erfasst wurde, wurde eine Wertminderung in Höhe von

EUR 251 Mio. vorgenommen. Dadurch verringerte sich der Buchwert von EUR 271

Mio. zum 31. Dezember 2025 auf EUR 20 Mio. zum 30. Juni 2026. Die

Wertminderung wurde als nicht zahlungswirksamer Finanzaufwand erfasst.

Die Wertminderung resultiert im Wesentlichen aus angepassten Annahmen zur

Wahrscheinlichkeit und zum Zeitpunkt eines künftigen Verkaufs der Standorte

in Corpus Christi, aus Änderungen der erwarteten künftigen Zahlungsströme

aus den Vereinbarungen über die bedingte Gegenleistung infolge der

Entwicklung der Bitcoin-Marktpreise und der damit verbundenen

Wirtschaftlichkeit des Minings sowie aus dem Ablauf der Kaufoption, die

Northern Data im Zusammenhang mit der Veräußerung des Peak-Mining-Geschäfts

eingeräumt wurde.

Während der vertragliche Anspruch auf eine Beteiligung an zukünftigen

Verkaufserlösen weiterhin besteht, erhielt Northern Data vom Erwerber des

Peak-Mining-Geschäfts die Bestätigung, dass dieser einen Verkauf der

Corpus-Christi-Standorte in naher Zukunft nicht beabsichtigt. Auf dieser

Grundlage geht die Gruppe nicht länger davon aus, dass ein zeitnaher Verkauf

der Standorte wahrscheinlich ist, und hat die wesentlichen Annahmen zur

Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts der entsprechenden Forderung aus

bedingter Gegenleistung entsprechend angepasst.

Investor Relations:

Jose Cano

Vice President, Investor Relations

E-Mail: ir@northerndata.de

[1] Ohne sonstige Erträge.

[2] Das bereinigte EBITDA ist eine Finanzkennzahl, die als das EBITDA von

Northern Data definiert ist, bereinigt um die Effekte bestimmter nicht

zahlungswirksamer und/oder sonstiger Posten, die die laufenden strategischen

Geschäftstätigkeiten nicht widerspiegeln. Diese Anpassungen des EBITDA

berücksichtigen die Effekte nicht zahlungswirksamer und einmaliger Posten,

die derzeit Folgendes umfassen: Aufwendungen aus den

Aktienoptionsprogrammen, Rechtskosten sowie Gewinne/Verluste aus der

Bewertung von Fremdwährungen.

[3] Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Mitteilung lagen die

Vergleichsdaten für die fortgeführten Geschäftsbereiche (ohne Peak Mining)

für das zweite Quartal 2025 nicht vor.

Ende der Insiderinformation

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07.08.2026 CET/CEST Die EQS Distributionsservices umfassen gesetzliche

Meldepflichten, Corporate News/Finanznachrichten und Pressemitteilungen.

Originalinhalt anzeigen:

https://eqs-news.com/?origin_id=2c943ce8-926b-11f1-8534-027f3c38b923&lang=de

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Sprache: Deutsch

Unternehmen: Northern Data AG

An der Welle 3

60322 Frankfurt am Main

Deutschland

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E-Mail: info@northerndata.de

Internet: www.northerndata.de

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WKN: A0SMU8

Börsen: Freiverkehr in Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg,

Hannover, München (m:access), Stuttgart, Tradegate BSX

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EQS News ID: 2379510

Ende der Mitteilung EQS News-Service

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2379510 07.08.2026 CET/CEST

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07.08.2026 | 20:39:00 (dpa-AFX)
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EQS-DD: Elmos Semiconductor SE (deutsch)
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