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26.10.2026 | 20:52:49 (dpa-AFX)
ROUNDUP 2: Demokraten fordern Ermittler zu Trumps Epstein-Verbindungen

(Aktualisierung: Stellungnahme Weißes Haus)

WASHINGTON (dpa-AFX) - Einige Demokraten im US-Repräsentantenhaus fordern die Einsetzung eines unabhängigen Sonderermittlers, um Verbindungen von US-Präsident Donald Trump zum Sexualstraftäter Jeffrey Epstein zu untersuchen. In einem neuen Bericht von Mitarbeitern der Demokraten im Justizausschuss der Parlamentskammer heißt es, immer mehr Beweise legten dar, dass Trump "Mitte bis Ende der 1990er Jahre aktiv an Jeffrey Epsteins sexuellem Missbrauch junger Frauen beteiligt war". Trump kannte den gestorbenen Sexualstraftäter einst gut. Er bestritt aber sowohl jegliche Verwicklung in die kriminellen Machenschaften als auch von Epsteins Taten gewusst zu haben.

Auch auf den neuen Bericht hin betonte eine Sprecherin des Weißen Hauses, dass keine der Anschuldigungen stimme. Trump sei mit Blick auf alles, was mit Epstein zu tun habe, "vollständig entlastet" worden, teilte sie mit.

Die Veröffentlichung des Berichts fällt in die Endphase des Wahlkampfs in den USA. In gut einer Woche wählen die Amerikanerinnen und Amerikaner ihr Parlament. Trump selbst steht nicht auf dem Stimmzettel, die Zwischenwahlen gelten allerdings immer auch als Referendum über die Politik des Präsidenten.

Der Umgang mit der Epstein-Affäre hatte Trump in seiner zweiten Amtszeit viel Kritik eingebracht. Der Republikaner hatte noch in seinem Präsidentschaftswahlkampf die Freigabe der Akten zu dem Fall versprochen, wehrte sich nach Amtsantritt aber lange dagegen. Erst auf erheblichen Druck aus der Öffentlichkeit und des Parlaments wurden schließlich einige Akten veröffentlicht. Auch danach riss die Kritik allerdings nicht ab. Kritiker bemängelten etwa, die geschwärzten Stellen in den Akten schützten nicht nur Opfer, sondern auch mutmaßliche Mittäter.

Der Epstein-Skandal

Epstein, ein steinreicher Finanzier aus New York, hatte vor Jahrzehnten einen Missbrauchsring betrieben, dem junge Frauen und Minderjährige zum Opfer fielen. Über mehrere Jahre hinweg soll er Minderjährige etwa in New York und Florida auch selbst missbraucht haben.

Sein Fall war vor vielen Jahren einmal vor Gericht verhandelt worden, den Ausgang empfanden Opfer und Kritiker Epsteins allerdings als ungenügend. Der Millionär hatte sich damals zu einzelnen Punkten der Anklage schuldig bekannt. Später wurde der Fall dann nochmals aufgerollt. Epstein starb 2019 in seiner Gefängniszelle, bevor es zu einer weiteren Verurteilung hätte kommen können.

Der Finanzier hatte beste Kontakte in die High Society der USA und vieler anderer Länder. Immer wieder kam daher auch die Frage auf, welche Promis in seine Machenschaften verwickelt gewesen sein könnte. Auch Trumps Name geriet dabei mehrfach in den Fokus.

Appell an den Kongress

In dem nun von Demokraten veröffentlichten Bericht werden die Chancen als gering eingeschätzt, dass die aktuelle US-Regierung tatsächlich einen unabhängigen Sonderermittler einsetzen wird, der auch die Rolle Trumps in den Blick nimmt. Vor dem Hintergrund wird an den US-Kongress appelliert, seine Gesetzgebungs- und Kontrollbefugnisse weiterhin zu Aufarbeitung des Falls zu nutzen.

Aktuell halten die Republikaner noch in beiden Parlamentskammern knappe Mehrheiten. Sollte sich das durch die Kongresswahlen ändern, hätten Demokraten künftig die Macht, Untersuchungen gegen Trump und seine Politik einzuleiten. Diesen Hebel könnten sie auch für weitere Nachforschungen im Epstein-Skandal nutzen./fsp/DP/he

26.10.2026 | 20:40:34 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Keine neuen Einschränkungen für Ostseefischer
26.10.2026 | 20:29:16 (dpa-AFX)
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Hypoport steigert Gewinn
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EQS-Adhoc: Hypoport SE: Rohertragswachstum und EBIT-Steigerung in den ersten neun Monaten (deutsch)
26.10.2026 | 20:40:34 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Keine neuen Einschränkungen für Ostseefischer

LUXEMBURG (dpa-AFX) - Deutsche Ostseefischer dürfen weiter mit kleinen Booten und passivem Fanggerät wie Stellnetzen gezielt Heringe fangen. Darauf einigten sich die für Fischerei zuständigen Ministerinnen und Minister der EU-Staaten und lehnten damit einen Vorschlag der EU-Kommission ab. Hering in der an Deutschland grenzenden westlichen Ostsee und Dorsch in der westlichen und östlichen Ostsee dürfen 2027 zudem im gleichen Umfang als Beifang angelandet werden wie bisher, wie aus einer Pressemitteilung der EU-Staaten hervorgeht.

Bundesernährungsminister Alois Rainer (CSU) hatte sich für die sogenannte kleine Küstenfischerei eingesetzt. "Der Kommissionsvorschlag geht gerade beim westlichen Hering zu weit und die Beibehaltung der Ausnahmen, wie wir sie jetzt haben, ist mir, aber vor allem unserer Fischerei, sehr, sehr wichtig", hatte Rainer am Montagmorgen vor dem Treffen in Luxemburg gesagt.

Weiter wenig Dorsch und Hering

Nun bleibt es bei der Ausnahme. Abgesehen davon darf der einstige Brotfisch der Ostseefischer in der westlichen Ostsee schon seit 2022 nicht mehr gezielt gefischt werden. Als Beifang dürfen zudem weiter 437 Tonnen Hering aus der westlichen Ostsee angelandet werden, 31 Tonnen Dorsch in der westlichen Ostsee und 211 Tonnen Dorsch in der östlichen Ostsee. Beifang meint, dass Fische unbeabsichtigt mitgefangen werden.

Durch die Beifangmengen für Dorsch werde "gewährleistet, dass die Fischerei auf Plattfische wie Scholle, bei der Dorsch oft Beifang ist, weiterhin ohne Einschränkungen möglich ist", teilte das Bundesministerium mit. Auch die Regelung für die Freizeitfischerei auf Lachs werde fortgeführt: Angler dürfen demnach auch 2027 einen Besatzlachs pro Tag fischen.

Manche Bestände dürfen vermehrt gefischt werden

Die Fangmenge für Hering in der mittleren Ostsee steigt dagegen um 71 Prozent auf rund 165.000 Tonnen, mehr als von der EU-Kommission vorgeschlagen (49 Prozent), die für Hering im Rigaischen Meerbusen um 11 Prozent auf rund 28.000 Tonnen, die für Sprotte um 44 Prozent auf rund 292.000 und für Scholle um 3 Prozent auf rund 11.300 Tonnen. Dies begründeten die Staaten in ihrer Pressemitteilung mit den Beständen.

Die EU-Kommission erarbeitet jedes Jahr auf Basis von wissenschaftlichen Empfehlungen des Internationalen Rates für Meeresforschung (ICES) Vorschläge dazu, wie viel Fisch aus EU-Meeren gefangen werden darf. Die Vorgabe soll Überfischung verhindern. Die Ostsee leidet unter anderem unter dem Klimawandel und dem Verlust biologischer Vielfalt.

Final beschlossen werden die Mengen von den Fischereiministerinnen und -ministern der EU-Länder. Die Gesamtmenge wird in nationale Quoten aufgeteilt. Nach der politischen Einigung wird die förmliche Annahme im November erwartet.

Minister: Gesunde Meere und der Fischereisektor

Irlands Fischereiminister Martin Heydon teilte zur Einigung mit: "Indem wir die Erholung der Fischbestände und den Schutz der Meeresökosysteme mit der langfristigen Lebensfähigkeit unseres Fischereisektors in Einklang bringen, wollen wir gesunde Meere und florierende Fischergemeinden für künftige Generationen sichern." Irland hat derzeit den rotierenden Ratsvorsitz inne.

Bundesminister Rainer sprach in einer Pressemitteilung von einer "Balance zwischen Schutz und Nutzung". Die Beschlüsse bauten "auf jahrzehntelangen Bemühungen zur Erholung der Fischbestände auf. Gleichzeitig ermöglichen sie, dass auch 2027 wichtige Fischereien weitergeführt werden können."/wea/DP/he

26.10.2026 | 20:15:24 (dpa-AFX)
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