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03.09.2026 | 11:17:31 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Warnung vor Klimaphänomen: 'El Niño mit Super-Ausmaßen'

GENF (dpa-AFX) - Die Weltwetterorganisation (WMO) warnt vor einer teils bereits spürbaren und außergewöhnlich starken Ausprägung des Wetterphänomens El Niño. Die Welt müsse sich auf regional extreme Hitze, Dürren und Überschwemmungen in den kommenden Monaten einstellen, sagte WMO-Chefin Celeste Saulo in Genf.

Die Temperaturen im tropischen Teil des Pazifischen Ozeans, die das Weltwetter stark beeinflussen, seien schon außergewöhnlich hoch. "Sollte sich dieser Trend fortsetzen, könnte der El Niño stärker ausfallen als alles, was wir seit Beginn unserer Beobachtungen verzeichnet haben - und damit buchstäblich außerhalb der Skalen liegen, die wir in den letzten vier Jahrzehnten verwendet haben", sagte sie.

Hitze in Europa war keine Folge von El Niño

Der Höhepunkt wird um die Jahreswende erwartet. Vereinzelt seien regional schon Auswirkungen wie stärkere Trockenheit oder heftige Niederschläge zu sehen. Die Hitzewellen in Europa in diesem Sommer hätten aber mit dem El Niño nichts zu tun gehabt, betonte Saulo.

"Der El Niño nimmt vor unseren Augen Super-Ausmaße an", sagte UN-Generalsekretär António Guterres. "Die Welt befindet sich in der Gefahrenzone extremer Wetterereignisse." Die WMO benutzt den Ausdruck "Super-El-Niño", den einige Experten verwenden, selbst nicht.

Extreme Temperaturen im Pazifik

Das Phänomen tritt alle zwei bis sieben Jahre natürlich auf. Es ist nicht durch den Klimawandel verursacht, kann seine Folgen aber zusätzlich verschärfen.

El Niño beginnt mit der Erwärmung der Meeresoberflächen-Temperaturen im zentral-östlichen äquatorialen Pazifik. Sie liegen nach WMO-Angaben bereits zwischen 2,2 und 2,6 Grad über dem langjährigen Durchschnitt. Unter der Oberfläche sei das Wasser im Juli und Anfang August teils sogar mehr als 8 Grad wärmer gewesen.

In der Region steigt dann warme, feuchte Luft auf, was die weltweiten Wind- und Luftströmungen verändert. In Australien, Indonesien und im südlichen Afrika kommt es dadurch oft zu Trockenheit und Dürren, während an der Westküste Südamerikas, in Ostafrika und den südlichen USA oft sehr viel Regen fällt. Europa ist eher wenig betroffen.

Höhere Temperaturen über Land

Oft ist die globale Durchschnittstemperatur nach einem El-Niño-Jahr besonders hoch. So folgte das Jahr 2024, das bislang heißeste mit rund 1,6 Grad über dem Niveau vor der industriellen Revolution, auf einen El Niño.

Schon die bisherigen Monate des Jahres 2026 waren mehrheitlich überdurchschnittlich warm. Der Juli war in Westeuropa nach 2006 der zweitwärmste seit Beginn der Messungen, wie der EU-Klimawandeldienst Copernicus berichtet hatte. Er lag mit einer Durchschnittstemperatur von 22,48 Grad rund 2,5 Grad über dem Durchschnitt der Jahre 1991 bis 2020.

Die WMO sagt für September bis November praktisch über allen Landflächen der Erde Temperaturen über dem langjährigen Durchschnitt voraus. Dass auch die Oberflächentemperaturen im nördlichen und südlichen tropischen Atlantik über dem Normalwert liegen, könne die Auswirkungen des El Niño in verschiedenen Regionen verändern, hieß es zudem./oe/DP/zb

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03.09.2026 | 11:13:19 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Broadcom wächst dank hoher KI-Nachfrage weiter rasant

SAN JOSE (dpa-AFX) - Der Chipkonzern Broadcom <US11135F1012> rechnet dank florierender Geschäfte mit Chips für Angebote rund um die Künstliche Intelligenz (KI) mit einem anhaltend hohen Wachstum. Das Geschäft mit Chips für KI-Unternehmen wie Anthropic oder OpenAI soll nach Aussagen des Konzernchefs Hock Tan während einer Telefonkonferenz anlässlich der Quartalszahlen in den kommenden Jahren kräftig anziehen. Die Aktie gab vorbörslich dennoch leicht nach.

Der seit 2006 amtierende Konzernchef Hock Tan erhöhte zum einen das Ziel für KI-Chips in dem bis Ende Oktober laufenden Geschäftsjahr 2025/26 leicht auf 58 Milliarden Dollar. Im darauffolgenden Geschäftsjahr soll der Erlös mit KI-bezogenen Produkten auf 115 Milliarden Dollar steigen und sich im Jahr darauf auf 230 Milliarden Dollar verdoppeln. Für Analysten kommt das nicht überraschend. Die Ziele des Unternehmens liegen im Rahmen der Analystenerwartungen.

Das Unternehmen sei zudem auf gutem Weg, den um Sondereffekte bereinigten Gewinn im Geschäftsjahr 2027/28 auf 30 Dollar je Aktie zu steigern. Analysten hatten hier bislang weniger auf dem Zettel. Im vergangenen Geschäftsjahr lag der bereinigte Gewinn je Aktie noch bei knapp sieben Dollar.

Experten trauen dem Unternehmen zu, in dem stark wachsenden Markt für KI-Chips auch gegen den Platzhirschen Nvidia <US67066G1040> bestehen zu können. Unternehmen wie Google <US02079K1079>, Meta <US30303M1027> oder Microsoft <US5949181045>, die derzeit massiv in den Ausbau ihrer KI-Angebote investieren, setzen zunehmend auch auf andere Anbieter, um nicht zu stark vom Branchen- und Technologieführer Nvidia abhängig zu sein

Die von Bloomberg befragten Experten gehen davon aus, dass Broadcom den Umsatz bis 2027/28 auf fast 250 Milliarden Dollar steigern kann. Das wäre fast dreimal so viel wie 2024/25. Der Gewinn soll dabei auf mehr als 100 Milliarden Dollar klettern

Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2025/26 peilt Broadcom einen Konzernumsatz von knapp 35 Milliarden Dollar an. Das wäre ein Plus von 93 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die um Sondereffekte bereinigte Marge soll bei rund 66 Prozent stabil gehalten werden.

Im dritten Quartal zog der Erlös um 86 Prozent auf fast 30 Milliarden Dollar an. Bei dem um Sondereffekte bereinigten operativen Gewinn verzeichnete Broadcom einen Anstieg um 92 Prozent auf etwas mehr als 20 Milliarden Dollar. Die operative Marge sei daher leicht auf knapp 68 Prozent gestiegen.

Die Broadcom-Aktie gab in New York vorbörslich knapp zwei Prozent auf 361 Dollar nach. Das Papier steht seit dem Anfang Juni erreichten Rekordhoch von 495 Dollar unter Druck und büßte seitdem rund ein Viertel ihres Werts ein. In den vergangenen Jahren zählt die Aktie zu den Papieren, die am stärksten vom KI-Boom an der Börse profitiert haben.

Der Kurs der Broadcom-Aktie hat sich seit Anfang September 2021 mehr als versiebenfacht. Mit einem Börsenwert von etwas mehr als 1,7 Billionen Dollar gehört der Chiphersteller derzeit zu den weltweit wertvollsten Konzernen. Aktuell liegt das US-Unternehmen auf Rang acht in dieser Wertung.

Analysten sind mit Blick auf die Entwicklung der Aktie optimistisch. 57 der 62 von Bloomberg erfassten Analysten empfehlen das Papier zum Kauf. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei knapp 530 Dollar; also deutlich über dem aktuellen Niveau und auch etwas über dem bisherigen Rekordhoch.

Nach den Zahlen und den Prognosen erhöhten unter anderem die Experten der US-Banken Bernstein und Goldman Sachs ihre Kursziele. Der starke Umsatzausblick für KI-Chips bis ins Geschäftsjahr 2028 auf einer breiteren Kundenbasis dürfte die Aktien antreiben, schrieb Goldman-Sachs-Experte James Schneider. Er geht davon aus, dass der US-Konzern die Ziele noch übertreffen wird./zb/he/err/stk

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03.09.2026 Bericht zum 2. Quartal lululemon athletica inc.: Q2 2026 Results lululemon athletica inc.: Q2 2026 Results
03.09.2026 Veröffentlichung des Halbjahresberichtes M&G Plc: 2026 Half Year Results M&G Plc: 2026 Half Year Results
03.09.2026 Veröffentlichung des Halbjahresberichtes Romande Energie Holding SA: First-Half Results for 2026 Romande Energie Holding SA: First-Half Results for 2026
03.09.2026 Veröffentlichung des Halbjahresberichtes Villars Holding S.A.: Veröffentlichung des Zwischenberichtes 2026 Villars Holding S.A.: Veröffentlichung des Zwischenberichtes 2026
03.09.2026 Telefonkonferenz zum 4. Quartal Zscaler: Q4 2026 Earnings Conference Call Zscaler: Q4 2026 Earnings Conference Call
03.09.2026 Zwischendividende ex-Tag Antofagasta plc: 2026 Interim Dividend - Ex Dividend Day Antofagasta plc: 2026 Interim Dividend - Ex Dividend Day
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04.09.2026 Zwischendividende Zahltag Honeywell International Inc.: Payable Date Honeywell International Inc.: Payable Date
04.09.2026 Auftragseingänge der Industrie Deutschland: Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe Juli 2026 Deutschland: Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe Juli 2026
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