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Open-End Faktor-Optionsschein 12x long mit Knock-Out: Continental

DU8458 / DE000DU84581 //
Quelle: DZ BANK: Geld 15.04. 16:23:28, Brief 15.04. 16:23:28
DU8458 DE000DU84581 // Quelle: DZ BANK: Geld 15.04. 16:23:28, Brief 15.04. 16:23:28
2,84 EUR
Geld in EUR
2,86 EUR
Brief in EUR
-17,44%
Diff. Vortag in %
Basiswertkurs: 64,10 EUR
Quelle : Xetra , --
  • Reset-Schwelle 1,00 EUR
  • Abstand zur Reset-Schwelle in % 98,44%
  • Knock-Out-Barriere 59,8559 EUR
  • Faktor 12,00x
  • Kurs-Schwelle 77,928 EUR
  • Bezugsverhältnis 0,62598
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Chart

Open-End Faktor-Optionsschein 12x long mit Knock-Out: Continental

  • Intraday
  • 1W
  • 1M
  • 3M
  • 6M
  • 1J
  • 2J
  • 5J
  • Max
Quelle: DZ BANK AG, Frankfurt: 15.04. 16:23:28
Charts zeigen die Wertentwicklungen der Vergangenheit. Zukünftige Ergebnisse können sowohl niedriger als auch höher ausfallen. Falls Kurse in Fremdwährung notieren, kann die Rendite infolge von Währungsschwankungen steigen oder fallen. © 2026 DZ BANK AG

Stammdaten

Stammdaten
WKN / ISIN DU8458 / DE000DU84581
Emittent DZ BANK AG
Produktstruktur Hebelprodukt
Kategorie Faktor-Optionsschein
Produkttyp long (steigende Markterwartung)
Währung des Produktes EUR
Quanto Nein
Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 0,62598
Ausübung Bermuda
Emissionsdatum 10.03.2026
Erster Handelstag 10.03.2026
Letzter Handelstag Endlos
Handelszeiten 08:00 - 22:00 Hinweise zur Kursstellung
Knock-Out-Zeiten Übersicht
Letzter Bewertungstag Endlos
Zahltag Endlos
Fälligkeitsdatum N/A
Basispreis 59,5364 EUR
Reset-Preis 64,94 EUR
Reset-Schwelle 1,00 EUR
Kurs-Schwelle 77,928 EUR
Knock-Out-Barriere bezogen auf den Inneren Wert 0,20 EUR
Knock-Out bei Basiswert Kurs 59,8559 EUR
Knock-Out-Barriere erreicht Nein
Knock-Out-Barriere erreicht am --
Anpassungsprozentsatz p.a. 4,90200% p.a.
enthält: Bereinigungsfaktor 3,00%
Anpassungshistorie
ZeitpunktReset-PreisBasispreis
14.04.202664,94 EUR59,5364 EUR
13.04.202663,64 EUR58,3605 EUR
10.04.202665,16 EUR59,7381 EUR
09.04.202664,86 EUR59,4631 EUR
08.04.202665,86 EUR60,3799 EUR
07.04.202661,72 EUR56,6152 EUR
02.04.202662,74 EUR57,5195 EUR
01.04.202662,74 EUR57,5195 EUR
31.03.202659,60 EUR54,6408 EUR
30.03.202659,42 EUR54,4908 EUR
27.03.202659,94 EUR54,9525 EUR
26.03.202660,18 EUR55,1726 EUR
25.03.202660,50 EUR55,4659 EUR
24.03.202659,48 EUR54,5308 EUR
23.03.202659,74 EUR54,7842 EUR
20.03.202657,80 EUR52,9979 EUR
19.03.202657,42 EUR *52,635 EUR
18.03.202661,80 EUR56,6578 EUR
17.03.202662,72 EUR57,5012 EUR
16.03.202662,02 EUR56,8751 EUR
13.03.202662,16 EUR56,9878 EUR
12.03.202661,78 EUR56,6394 EUR
11.03.202664,06 EUR58,7297 EUR
10.03.202664,10 EUR58,7664 EUR
09.03.202660,84 EUR55,77 EUR

* = außerordentlicher Reset

Kennzahlen

Kennzahlen
Berechnung: 15.04.2026, 16:23:28 Uhr mit Geld 2,84 EUR / Brief 2,86 EUR
Spread Absolut 0,02 EUR
Spread Homogenisiert 0,03195 EUR
Spread in % des Briefkurses 0,70%
Faktor 12,00x
Abstand zur Reset-Schwelle absolut 63,10 EUR
Abstand zur Reset-Schwelle in % 98,44%
Abstand zur Kurs-Schwelle absolut --
Abstand zur Kurs-Schwelle in % --
Abstand zum Knock-Out bei Basiswert Kurs absolut 4,2441 EUR
Abstand zum Knock-Out bei Basiswert Kurs in % 6,62%
Performance seit Auflegung in % -76,68%

Basiswert

Basiswert
Kurs 64,10 EUR
Diff. Vortag in % -1,29%
52 Wochen Tief 47,984 EUR
52 Wochen Hoch 75,36 EUR
Quelle Xetra, --
Basiswert Continental AG
WKN / ISIN 543900 / DE0005439004
KGV --
Produkttyp Aktie
Sektor Kraftfahrzeugindustrie

Produktbeschreibung

Art:
Dieses Produkt ist eine Inhaberschuldverschreibung nach deutschem Recht.

Laufzeit:
Dieses Produkt hat keine feste Laufzeit. Es kann jedoch durch den Anleger ausgeübt oder durch die DZ BANK gekündigt werden. Zudem endet die Laufzeit des Produkts automatisch, sobald ein Knock-out-Ereignis eintritt.

Ziele:
Ziel dieses Produkts ist es, Ihnen einen bestimmten Anspruch zu vorab festgelegten Bedingungen zu gewähren. Es bietet eine überproportionale (gehebelte) Partizipation sowohl an Kursanstiegen als auch an Kursrückgängen des Basiswerts. Das Produkt ist mit einem Faktor von 12 ausgestattet. Dieser Faktor beschreibt die Hebelwirkung, die durch die regelmäßige Anpassung verschiedener Produktparameter wieder auf 12 bereinigt um u.a. etwaige Kosten gesetzt wird.

Grundsätzlich wird an jedem Üblichen Handelstag, an dem auch die Frankfurter Wertpapierbörse für ihren allgemeinen Geschäftsbetrieb geöffnet hat, der Basispreis und das Bezugsverhältnis (maßgebliche Parameter für den Inneren Wert des Produkts) in Abhängigkeit des festgestellten Schlusskurs des Basiswerts an der Maßgeblichen Börse (Reset-Preis) angepasst (Anpassung nach einem Ordentlichen Reset). Hierbei werden Finanzierungskosten über einen spezifischen Marktzins sowie Kosten im Zusammenhang mit dem Produkt zzgl. einer Marge für die DZ BANK durch den Bereinigungsfaktor wertmindernd berücksichtigt. Unter besonderen in den Produktbedingungen definierten Umständen kann der Ordentliche Reset entfallen.

Darüber hinaus kann es bei einem starken Kursrückgang des Basiswerts, d.h. wenn ein Beobachtungspreis auf oder unterhalb der sogenannten Reset-Schwelle notiert, zu einer außerordentlichen untertägigen Anpassung des Basispreises und des Bezugsverhältnisses in Abhängigkeit des innerhalb einer in den Produktbedingungen definierten Bewertungsfrist ermittelten niedrigsten Kurses des Basiswerts an der Maßgeblichen Börse (Reset-Preis-AO) kommen. Die untertägige Anpassung zielt darauf ab, das Risiko eines negativen Inneren Werts des Produkts zu vermeiden. Dieser Mechanismus kann jedoch einen Totalverlust oder einen einem Totalverlust nahekommenden Wertverlust des Produkts nicht verhindern.

Eine Anpassung verschiedener Produktparameter erfolgt grundsätzlich auch, um Dividendenzahlungen (bereinigt um etwaige Steuern) im Basiswert im Produkt zu berücksichtigen.

Aufgrund seiner Hebelwirkung reagiert das Produkt auf kleinste Bewegungen des Basiswerts. Ein fallender Kurs des Basiswerts kann den Wert des Produkts erheblich verringern. Daraus resultierende Verluste werden ggf. auch bei anschließenden steigenden Kursen des Basiswerts auf das vorherige Niveau nicht vollständig kompensiert.

Einlösung durch den Anleger oder Kündigung durch die DZ BANK:

Sie sind berechtigt, das Produkt zu in den Produktbedingungen festgelegten Terminen (erstmals zum 19.03.2026) einzulösen. Die Einlösung erfolgt, indem Sie mindestens fünf Bankarbeitstage vor dem jeweiligen Einlösungstermin bis 10:00 Uhr (Ortszeit Frankfurt am Main) eine Einlösungserklärung in Textform an die DZ BANK schicken und die einzulösenden Produkte bei der DZ BANK eingegangen sind. Darüber hinaus hat die DZ BANK das Recht, die WKN insgesamt, jedoch nicht teilweise, zu in den Produktbedingungen festgelegten Terminen (erstmals zum 19.03.2026) ordentlich zu kündigen. Die ordentliche Kündigung durch die DZ BANK ist mindestens fünf Bankarbeitstage vor dem jeweiligen ordentlichen Kündigungstermin zu veröffentlichen.

Nach frist- und formgerechter Einlösung durch Sie oder Kündigung durch die DZ BANK und sofern nicht zuvor ein Knock-out-Ereignis eingetreten ist, entspricht der Rückzahlungsbetrag am Rückzahlungstermin pro Produkt der Differenz aus dem Referenzpreis und dem zum Zeitpunkt des Referenzpreises maßgeblichen Basispreis, welche mit dem zum Zeitpunkt des Referenzpreises maßgeblichen Bezugsverhältnis multipliziert wird: ((Referenzpreis – zuletzt angepasster Basispreis) x zuletzt angepasstes Bezugsverhältnis).

Automatische Beendigung des Produkts:

Das Produkt endet automatisch mit sofortiger Wirkung, wenn eines der in den Produktbedingungen definierten Ereignissen eintritt (Knock-out-Ereignis). Maßgeblich für ein Knock-out-Ereignis ist der Innere Wert des Produkts. Dieser entspricht der mit dem zum Zeitpunkt der jeweiligen Berechnung geltenden Bezugsverhältnis multiplizierten Differenz aus dem Beobachtungspreis und dem zum Zeitpunkt der jeweiligen Berechnung geltenden Basispreis:
((Beobachtungspreis – Basispreis) x Bezugsverhältnis). Ein Knock-out-Ereignis tritt in den nachfolgend beschriebenen Fällen ein:

  1. Der Innere Wert ist einmal kleiner oder gleich null: In diesem Fall beträgt der Rückzahlungsbetrag am Rückzahlungstermin 0,001 EUR pro Produkt, wobei der Rückzahlungsbetrag, den die DZ BANK an Sie zahlt, aufsummiert für sämtliche von Ihnen gehaltenen Produkte der WKN DU8458 berechnet und kaufmännisch auf zwei Nachkommastellen gerundet wird. Soweit Sie weniger als zehn Produkte der WKN DU8458 halten, wird unabhängig von der Anzahl der Produkte der WKN DU8458, die Sie halten, ein Betrag in Höhe von 0,01 EUR gezahlt.

  2. Der Innere Wert ist einmal kleiner oder gleich 0,20 EUR und größer null:

a) Erfolgt dies anhand des Eröffnungskurses des Basiswerts an der Maßgeblichen Börse oder des Reset-Preises oder des Reset-Preises-AO als Beobachtungspreis, entspricht der Rückzahlungsbetrag am Rückzahlungstermin dem Inneren Wert zum Zeitpunkt des Knock-out-Ereignisses und wird kaufmännisch auf zwei Nachkommastellen gerundet. Ist der so ermittelte Rückzahlungsbetrag nicht positiv, beträgt der Rückzahlungsbetrag am Rückzahlungstermin 0,001 EUR pro Produkt, wobei der Rückzahlungsbetrag, den die DZ BANK an Sie zahlt, aufsummiert für sämtliche von Ihnen gehaltenen Produkte der WKN DU8458 berechnet und kaufmännisch auf zwei Nachkommastellen gerundet wird. Soweit Sie weniger als zehn Produkte der WKN DU8458 halten, wird unabhängig von der Anzahl der Produkte der WKN DU8458, die Sie halten, ein Betrag in Höhe von 0,01 EUR gezahlt.

b) Trifft a) nicht zu, so entspricht der Rückzahlungsbetrag am Rückzahlungstermin 0,20 EUR.

Sie erhalten keine sonstigen Erträge (z.B. Dividenden) und haben keine weiteren Ansprüche (z.B. Stimmrechte) aus dem Basiswert.

Analyse

Gesamteindruck
Einfach nutzbares Gesamtrating basierend auf einer fundamentalen, technischen und Risikoanalyse unter Einbezug von Branchen- und Marktumfeld.

Positiv

Gewinnprognose
Der Veränderungstrend der Gewinnprognosen über ein Zeitfenster von 7 Wochen. Aktuelle Aktienbewertungen ausgewählter Analysten finden Sie unter DPA-AFX ANALYSER.

Positive Analystenhaltung seit 03.04.2026

Kurs-Gewinn-Verhältnis
Das KGV setzt den aktuellen Kurs der Aktie ins Verhältnis zu seiner Gewinnerwartung. Es wird auf Basis der langfristigen Gewinnprognosen der Analysten errechnet.
8,6

Erwartetes KGV für 2028

Risiko-Bewertung
Gesamteinschätzung des Risikos auf Basis des Bear Market und des Bad News Factors.

Niedrig

Bear-Market-Faktor
Risiko Parameter, der anhand des Titelverhaltens in sich abwärts bewegenden Märkten das Marktrisiko einer Aktie angibt.

Defensiver Charakter bei sinkendem Index

Korrelation
Die Korrelation gibt an, inwieweit die Bewegungen der Aktie mit denen Ihres Indexes übereinstimmen.
57,0%

Mittelstarke Korrelation mit dem STOXX600

Marktkapitalisierung (Mrd. USD) 14,87 Grosser Marktwert Mit einer Marktkapitalisierung von >$8 Mrd., ist CONTINENTAL ein hoch kapitalisierter Titel.
Gewinnprognose Positive Analystenhaltung seit 03.04.2026 Die Gewinnprognosen pro Aktie liegen heute höher als vor sieben Wochen. Dieser positive Trend hat am 03.04.2026 bei einem Kurs von 62,74 eingesetzt.
Preis Leicht unterbewertet, gemäss theScreener Auf Basis des Wachstumspotentials und eigener Kriterien, erscheint uns der Aktienkurs aktuell leicht unterbewertet.
Relative Performance 0,4% vs. STOXX600 Dividendenbereinigt war die Performance der letzten vier Wochen marktkonform: 0,4% relativ zum STOXX600.
Mittelfristiger Trend Neutrale Tendenz, zuvor jedoch (seit dem 10.04.2026) positiv Die Aktie wird in der Nähe ihres dividendenbereinigten 40-Tage Durchschnitts gehandelt (in einer Bandbreite von +1,75% bis -1,75%). Zuvor unterlag der Wert einem positiven Trend (seit dem 10.04.2026).
Wachstum KGV 14,4 Hoher Abschlag zur Wachstumserwartung basiert auf einer Ausnahmesituation Liegt das "Verhältnis zwischen Wachstum plus geschätzte Dividende und KGV" über 1,6, so befindet sich das Unternehmen in der Regel in einer Ausnahmesituation. In diesem Fall ist das erwartete KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) ein besserer Indikator für die nachhaltige Gewinnentwicklung als das langfrist. Wachstum.
KGV 8,6 Erwartetes KGV für 2028 Das erwartete KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) gilt für das Jahr 2028.
Langfristiges Wachstum 119,6% Wachstum heute bis 2028 p.a. Die durchschnittlichen jährlichen Wachstumsraten gelten für die Gewinne von heute bis 2028.
Anzahl der Analysten 13 Starkes Analysteninteresse In den zurückliegenden sieben Wochen haben durchschnittlich 13 Analysten eine Schätzung des Gewinns pro Aktie für diesen Titel abgegeben.
Dividenden Rendite 4,9% Dividende durch Gewinn gedeckt Für die während den nächsten 12 Monaten erwartete Dividende müssen voraussichtlich 41,93% des Gewinns verwendet werden.
Risiko-Bewertung Niedrig Die Aktie ist seit dem 31.03.2026 als Titel mit geringer Sensitivität eingestuft.
Bear-Market-Faktor Defensiver Charakter bei sinkendem Index Die Aktie tendiert dazu, Indexrückgänge um durchschnittlich -9 abzuschwächen.
Bad News Geringe Kursrückgänge bei spezifischen Problemen Der Titel verzeichnet bei unternehmensspezifischen Problemen i.d.R. geringe Kursabschläge in Höhe von durchschnittlich 2,5%.
Beta 1,27 Hohe Anfälligkeit vs. STOXX600 Die Aktie tendiert dazu, pro 1% Indexbewegung mit einem Ausschlag von 1,27% zu reagieren.
Korrelation 365 Tage 57,0% Mittelstarke Korrelation mit dem STOXX600 57,0% der Kursschwankungen werden durch Indexbewegungen verursacht.
Value at Risk 6,23 EUR Das geschätzte mittelfristige Value at Risk beträgt 6,23 EUR oder 0,10% Das geschätzte Value at Risk beträgt 6,23 EUR. Das Risiko liegt deshalb bei 0,10%. Dieser Wert basiert auf der mittelfristigen historischen Volatilität (1 Monat) mit einem Konfidenzintervall von 95%.
Volatilität der über 1 Monat 44,4%
Volatilität der über 12 Monate 28,3%

Tools

 

Eingabe individueller Gebühren, Provisionen und anderer Entgelte

Beim Erwerb von Aktien, Zertifikaten und anderen Wertpapieren fallen in der Regel Transaktionskosten an. Neben den Transaktionskosten, die beim Kauf zu entrichten sind, kommen oftmals noch Depotgebühren hinzu. Mit dem Brutto-/Nettowertentwicklungsrechner können Sie Ihre individuell bereinigte Wertentwicklung seit Valuta, die sich unter Berücksichtigung sämtlicher Kosten (Provisionen, Gebühren und andere Entgelte) ergibt, errechnen. Bitte berücksichtigen Sie, dass sich die Angaben auf die Vergangenheit beziehen und historische Wertentwicklungen keinen verlässlichen Indikator für zukünftige Ergebnisse darstellen.

News

14.04.2026 | 15:27:54 (dpa-AFX)
ROUNDUP 2: VW-Abgasaffäre ohne Ende - Worum geht es noch vor Gericht?

(neu: mit Informationen vom Prozessauftakt - 5. und 9 Absatz neu.)

BRAUNSCHWEIG (dpa-AFX) - Mehr als zehn Jahre nach dem Auffliegen des Dieselskandals bei Volkswagen <DE0007664039> ist die juristische Aufarbeitung längst nicht beendet. Am Landgericht Braunschweig hat nun der dritte große Betrugsprozess gegen fünf Angeklagte im Zusammenhang mit Manipulationen an Autos von VW <DE0007664039> begonnen. Was wird dabei genau verhandelt? Wird es wieder lange dauern? Und welche Bedeutung hat das alles überhaupt noch?

Dritter Prozess mit fünf Angeklagten

Zum dritten Mal kommt ein Prozess zum VW-Dieselskandal mit mehreren Angeklagten vor eine Braunschweiger Strafkammer. Betroffen sind fünf zum Teil ehemalige Mitarbeiter von Volkswagen und einem Zulieferer, wie das Gericht vorab mitteilte. Ihnen wird unter anderem Beihilfe zum gewerbsmäßigen Betrug vorgeworfen, und es drohen mehrjährige Haftstrafen. (Az.: 14 KLs 411 Js 13746/21 (33/21))

Wie in den beiden vorherigen Prozessen geht es um die sogenannte Abschaltsoftware, mit der Millionen Fahrzeuge von Volkswagen-Marken auf Prüfständen bessere Abgaswerte anzeigten als im realen Betrieb. Für die Käufer soll ein Milliardenschaden entstanden sein.

Die Angeklagten sollen zwischen November 2006 und September 2015 in teils unterschiedlichen Zeiträumen die Software mitentwickelt oder ihre Entwicklung anderweitig unterstützt haben. Ihnen wird vorgeworfen, dass sie dem Unternehmen möglichst hohe Gewinne verschaffen wollten, um davon über Gehalts- und Bonuszahlungen zu profitieren. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Nach Verlesung der knapp zweistündigen Anklage wurde am Dienstag die Öffentlichkeit ausgeschlossen, um sogenannte Rechtsgespräche zu führen. Dabei soll das rechtlich sehr komplexe Verfahren erörtert werden, wie ein Gerichtssprecher sagte. Im Anschluss werde die Öffentlichkeit über den wesentlichen Inhalt und die Ergebnisse informiert.

Verurteilte sehen sich als Bauernopfer - Winterkorn-Verfahren offen

Im Mai 2025 war nach mehreren Jahren Verhandlung der erste Betrugsprozess in Braunschweig mit einem Urteil zu Ende gegangen. Zwei der vier Angeklagten erhielten Haft-, die anderen beiden Bewährungsstrafen. Die Verurteilten sehen sich aber als Bauernopfer und gingen in Revision. Eine Entscheidung dazu ist nicht absehbar, bis zum möglichen Haftantritt dürfte es daher auch noch lange dauern.

In diesem ersten Prozess war ursprünglich auch Ex-VW-Boss Martin Winterkorn angeklagt. Sein Verfahren wurde aber aus gesundheitlichen Gründen abgetrennt und ist inzwischen wegen Verhandlungsunfähigkeit vorläufig eingestellt. Vor Gericht hatte Winterkorn jegliche strafrechtliche Verantwortung zurückgewiesen.

Seit November 2025 läuft in Braunschweig ein zweiter Betrugprozess gegen ebenfalls fünf Angeklagte, dabei handelt es sich zum Teil um ehemalige Führungskräfte des Autobauers. Den vier Männern und einer Frau wird unter anderem Betrug, Steuerhinterziehung und strafbare Werbung vorgeworfen. Auch für dieses Verfahren sind bis mindestens Ende 2026 unzählige Verhandlungstage angesetzt.

Nach dem Auftakt in den dritten Betrugsprozess in Braunschweig stehen dort noch zwei weitere Verfahren aus. Davon sind nach Angaben des Gerichtssprechers sieben beziehungsweise neun Angeklagte betroffen.

Ex-Audi-Chef Stadler verurteilt

Das erste deutsche strafrechtliche Urteil im Dieselskandal fiel in München gegen Ex-Audi-Chef Rupert Stadler und zwei Mitangeklagte. Stadler wurde zu einer Haftstrafe von einem Jahr und neun Monaten auf Bewährung sowie einer Zahlung von 1,1 Millionen Euro verurteilt. Diese Entscheidung ist mittlerweile rechtskräftig.

In den USA, wo der Skandal 2015 durch eine "Notice of Violation" von der US-Umweltbehörde EPA öffentlich gemacht wurde, zahlte VW mehr als 20 Milliarden Dollar an Strafen und Entschädigungen. Dort wurden schon vor mehreren Jahren lange Gefängnisstrafen gegen frühere VW-Mitarbeiter verhängt.

Branchenexpertin sieht komplexe Schuldfrage

Die jahrelangen Gerichtsverfahren zeigen nach Einschätzung von Helena Wisbert, Professorin für Automobilwirtschaft an der Ostfalia Hochschule Wolfsburg, wie komplex die Schuldfrage ist. Sie gehe davon aus, dass sich sowohl die Strafprozesse als auch das Investorenverfahren um Schadenersatz in Milliardenhöhe lange hinziehen werden, sagte Wisbert der Deutschen Presse-Agentur.

Während sich Volkswagen mit Blick auf die Strafprozesse betont unbeteiligt gibt, bleibt der von Wisbert genannte Anlegerprozess hochrelevant für den Konzern. In dem Verfahren gegen den Volkswagen-Konzern und die Dachholding Porsche SE <DE000PAH0038> wird seit 2018 um Schadenersatz für Investoren gestritten, die nach der Dieselgate-Affäre Kursverluste erlitten.

Anlegerprozess mit Streitwert in Milliardenhöhe

Für diesen Musterprozess sind rund 2.000 Verfahren mit etwa 3.400 Klageparteien und einem Streitwert von rund 4,3 Milliarden Euro ausgesetzt, wie eine OLG-Sprecherin zusammenfasst. Allein in diesem Verfahren seien schon rund 4.200 Seiten Protokollschriften erstellt worden. Der nächste Termin ist am 12. Mai geplant.

Branchenexpertin Wisbert verweist auf die größere Bedeutung dieses Verfahrens, weil damit noch eventuelle Zahlungen und Vergleiche im Raum stehen, deren finanzielle Rückstellungen die Bilanz belasten. "Die anhaltenden Gerichtstermine zeigen aber übergeordnet, dass der Dieselskandal eine langfristige Altlast des Konzerns ist und damit auch ein relevanter Reputationsfaktor", sagte Wisbert.

Auch Zulieferer wie Continental <DE0005439004> betroffen

Ein Beispiel dafür, wie nachhaltig einer der größten deutschen Wirtschaftsskandale nicht nur für VW nachwirkt, ist ein geplanter Prozess gegen vier frühere Führungskräfte von Continental in Hannover. Die Angeklagten dort sollen zu rund drei Millionen Betrugsfällen in mittelbarer Täterschaft Beihilfe geleistet haben, wie es aus dem Gericht in Hannover heißt.

Schneller dürfte auch dieser nachgelagerte Prozess in der niedersächsischen Landeshauptstadt nicht ablaufen. "Die Strafkammer wird alle relevanten Beweise selbst erheben und würdigen müssen", begründet ein Gerichtssprecher. Auch die Richter dort müssten die Haupttaten - also den mutmaßlich durch VW-Angehörige begangenen Betrug - selbst aufklären./bch/DP/men

14.04.2026 | 14:25:47 (dpa-AFX)
WDH/AKTIEN IM FOKUS: Papiere der Autobranche gefragt nach Aussagen vor Zahlen
14.04.2026 | 14:20:40 (dpa-AFX)
AKTIEN IM FOKUS: Papiere der Autobranche gefragt nach Aussagen vor Quartalsahlen
14.04.2026 | 07:35:03 (dpa-AFX)
ROUNDUP: VW-Abgasaffäre ohne Ende - Worum geht es noch vor Gericht?
14.04.2026 | 07:35:02 (dpa-AFX)
ANALYSE-FLASH: Barclays hebt Continental auf 'Overweight', Ziel hoch auf 72 Euro
01.04.2026 | 23:20:02 (dpa-AFX)
ANALYSE-FLASH: Jefferies belässt Continental auf 'Buy' - Ziel 75 Euro
24.03.2026 | 16:35:45 (dpa-AFX)
Conti vergleicht sich mit Ex-Vorständen im Dieselskandal