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Rendite Express StepDown ST 04 26/32: Basiswert BASF

DU858U / DE000DU858U1 //
Quelle: DZ BANK: Geld 18.06., Brief 18.06.
DU858U DE000DU858U1 // Quelle: DZ BANK: Geld 18.06., Brief 18.06.
931,76 EUR
Geld in EUR
951,76 EUR
Brief in EUR
-1,81%
Diff. Vortag in %
Basiswertkurs: 48,535 EUR
Quelle : Xetra , 18.06.
  • Rückzahlungschwelle 54,74 EUR
  • Rückzahlungsschwelle in % 100,00%
  • Startwert 54,74 EUR
  • Nächster Bewertungstag 30.04.2027
  • Letzter Bewertungstag 30.04.2032
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Hinweis der DZ BANK:
Das öffentliche Angebot dieses Wertpapiers ist beendet. Kursstellungen nur während der Börsenzeiten.

Chart

Rendite Express StepDown ST 04 26/32: Basiswert BASF

  • Intraday
  • 1W
  • 1M
  • 3M
  • 6M
  • 1J
  • 2J
  • 5J
  • Max
Quelle: DZ BANK AG, Frankfurt: 18.06. 19:59:59
Charts zeigen die Wertentwicklungen der Vergangenheit. Zukünftige Ergebnisse können sowohl niedriger als auch höher ausfallen. Falls Kurse in Fremdwährung notieren, kann die Rendite infolge von Währungsschwankungen steigen oder fallen. © 2026 DZ BANK AG

Stammdaten

Stammdaten
WKN / ISIN DU858U / DE000DU858U1
Emittent DZ BANK AG
Produktstruktur Zertifikat
Kategorie Expresszertifikat
Produkttyp Rendite Express
Währung des Produktes EUR
Quanto Nein
Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 18,268177
Ausübung Europäisch
Zeichnungsfrist 31.03.2026 - 30.04.2026
Emissionsdatum 30.04.2026
Barriere für Zinszahlung* 30.04.2027 / 32,844 EUR
21.04.2028 / 32,844 EUR
23.04.2029 / 32,844 EUR
23.04.2030 / 32,844 EUR
23.04.2031 / 32,844 EUR
30.04.2032 / 32,844 EUR
Zins 07.05.2027 / 46,00 EUR
28.04.2028 / 46,00 EUR
30.04.2029 / 46,00 EUR
30.04.2030 / 46,00 EUR
30.04.2031 / 46,00 EUR
07.05.2032 / 46,00 EUR
Erster Handelstag 08.06.2026
Letzter Handelstag 29.04.2032
Handelszeiten 09:00 - 20:00 Hinweise zur Kursstellung
Rückzahlungsschwellen 30.04.2027 / 100,00%
21.04.2028 / 95,00%
23.04.2029 / 90,00%
23.04.2030 / 85,00%
23.04.2031 / 80,00%
30.04.2032 / 75,00%
Bewertungspunkte 6
Bewertungstage / Rückzahlungslevel 30.04.2027 / 54,74 EUR
21.04.2028 / 52,003 EUR
23.04.2029 / 49,266 EUR
23.04.2030 / 46,529 EUR
23.04.2031 / 43,792 EUR
30.04.2032 / 41,055 EUR
Mögliche Zahlungstermine /
Möglicher Rückzahlungsbetrag pro Zertifikat*
07.05.2027 / 1.120,00 EUR
28.04.2028 / 1.120,00 EUR
30.04.2029 / 1.120,00 EUR
30.04.2030 / 1.120,00 EUR
30.04.2031 / 1.120,00 EUR
07.05.2032 / 1.120,00 EUR
Letzter Bewertungstag 30.04.2032
Zahltag 07.05.2032
Emissionspreis 1.000,00 EUR zzgl. 1,50% Ausgabeaufschlag pro Zertifikat (entspricht 1.015,00 EUR)
Startwert 54,74 EUR
Basisbetrag 1.000,00 EUR
Barrierebeobachtung nur 30.04.2032
Barriere 32,844 EUR
Barriere gebrochen Nein
* Bzgl. der Zinszahlung gilt: Abhängig von der Wertentwicklung des Basiswerts. Bzgl. der Rückzahlung gilt: Zeitpunkt, Höhe und ggf. Art der Rückzahlung sind abhängig von der Wertentwicklung des Basiswerts. Details zur Funktionsweise des Produktes können den zugehörigen Endgültigen Bedingungen entnommen werden.

Kennzahlen

Kennzahlen
Berechnung: 18.06.2026, 19:59:59 Uhr mit Geld 931,76 EUR / Brief 951,76 EUR
Spread Absolut 20,00 EUR
Spread Homogenisiert 1,0948 EUR
Spread in % des Briefkurses 2,10%
Abstand zum Protectlevel Absolut 15,691 EUR
Abstand zum Protectlevel in % 32,33%

Basiswert

Basiswert
Kurs 48,535 EUR
Diff. Vortag in % -2,71%
52 Wochen Tief 40,970 EUR
52 Wochen Hoch 55,05 EUR
Quelle Xetra, 18.06.
Basiswert BASF SE
WKN / ISIN BASF11 / DE000BASF111
KGV --
Produkttyp Aktie
Sektor Chemie/Pharma

Produktbeschreibung

Art:
Dieses Produkt ist eine Inhaberschuldverschreibung nach deutschem Recht.

Laufzeit:
Dieses Produkt hat eine feste Laufzeit und wird - vorbehaltlich einer vorzeitigen Rückzahlung - am 07.05.2032 (letzter Zahlungstermin) fällig.

Ziele:
Ziel dieses Produkts ist es, Ihnen einen bestimmten Anspruch zu vorab festgelegten Bedingungen zu gewähren.

Zinszahlungen: Sie erhalten an einem Zahlungstermin (vorbehaltlich einer vorzeitigen Rückzahlung) eine Zinszahlung, wenn der Referenzpreis am jeweiligen Bewertungstag unter dem Rückzahlungslevel, aber auf oder über einer bestimmten Schwelle liegt. Sollte der Referenzpreis auf oder über dem Rückzahlungslevel oder unter der bestimmten Schwelle liegen, erfolgt an dem dazugehörigen Zahlungstermin keine Zinszahlung. Im Falle einer vorzeitigen Rückzahlung entfallen die möglichen Zinszahlungen an den nachfolgenden Zahlungsterminen.

Möglichkeit einer vorzeitigen Rückzahlung: Eine vorzeitige Rückzahlung zum jeweiligen Rückzahlungsbetrag an einem Zahlungstermin erfolgt, wenn der Referenzpreis am jeweiligen Bewertungstag auf oder über dem jeweiligen Rückzahlungslevel liegt. In diesem Fall endet die Laufzeit des Produkts automatisch. Ist dies nicht der Fall, läuft das Produkt automatisch bis zum nächsten Zahlungstermin weiter.

Sofern das Produkt nicht vorzeitig zurückgezahlt wurde, gibt es für die Rückzahlung des Produkts die folgenden Möglichkeiten:
  1. Liegt der Referenzpreis am letzten Bewertungstag auf oder über dem Rückzahlungslevel am letzten Bewertungstag, erhalten Sie am letzten Zahlungstermin eine Rückzahlung in Höhe des Rückzahlungsbetrags.

  2. Liegt der Referenzpreis am letzten Bewertungstag unter dem Rückzahlungslevel am letzten Bewertungstag, aber auf oder über einer bestimmten Schwelle, erhalten Sie am letzten Zahlungstermin eine Rückzahlung in Höhe des Basisbetrags.

  3. Liegt der Referenzpreis am letzten Bewertungstag unter der bestimmten Schwelle, erhalten Sie am letzten Zahlungstermin eine durch das Bezugsverhältnis bestimmte Anzahl von Aktien des Basiswerts („Referenzaktie”). Wir liefern keine Bruchteile der Referenzaktie. Für diese erhalten Sie die Zahlung eines Ausgleichsbetrags pro Zertifikat. Der Gegenwert der gelieferten Referenzaktien zuzüglich des Ausgleichsbetrags wird unter dem Basisbetrag liegen. Ein Zusammenfassen mehrerer Ausgleichsbeträge zu Ansprüchen auf Lieferung von Referenzaktien ist ausgeschlossen. Wenn die Lieferung von Referenzaktien für uns erschwert oder unmöglich ist, kann die Rückzahlung auch zu einem entsprechenden Abrechnungsbetrag erfolgen. Dieser entspricht dem Ergebnis der Formel (Referenzpreis am letzten Bewertungstag x Bezugsverhältnis).


Sie erhalten während der Laufzeit des Produkts keine sonstigen Erträge (z.B. Dividenden) und haben keine weiteren Ansprüche (z.B. Stimmrechte) aus dem Basiswert.

Analyse

Gesamteindruck
Einfach nutzbares Gesamtrating basierend auf einer fundamentalen, technischen und Risikoanalyse unter Einbezug von Branchen- und Marktumfeld.

Eher positiv

Gewinnprognose
Der Veränderungstrend der Gewinnprognosen über ein Zeitfenster von 7 Wochen. Aktuelle Aktienbewertungen ausgewählter Analysten finden Sie unter DPA-AFX ANALYSER.

Negative Analystenhaltung seit 19.05.2026

Kurs-Gewinn-Verhältnis
Das KGV setzt den aktuellen Kurs der Aktie ins Verhältnis zu seiner Gewinnerwartung. Es wird auf Basis der langfristigen Gewinnprognosen der Analysten errechnet.
14,1

Erwartetes KGV für 2028

Risiko-Bewertung
Gesamteinschätzung des Risikos auf Basis des Bear Market und des Bad News Factors.

Niedrig

Bear-Market-Faktor
Risiko Parameter, der anhand des Titelverhaltens in sich abwärts bewegenden Märkten das Marktrisiko einer Aktie angibt.

Defensiver Charakter bei sinkendem Index

Korrelation
Die Korrelation gibt an, inwieweit die Bewegungen der Aktie mit denen Ihres Indexes übereinstimmen.
40,7%

Mittelstarke Korrelation mit dem STOXX600

Marktkapitalisierung (Mrd. USD) 50,94 Grosser Marktwert Mit einer Marktkapitalisierung von >$8 Mrd., ist BASF ein hoch kapitalisierter Titel.
Gewinnprognose Negative Analystenhaltung seit 19.05.2026 Die Gewinnerwartung der Analysten pro Aktie liegen heute niedriger als vor sieben Wochen. Dieser negative Trend hat am 19.05.2026 bei einem Kurs von 52,30 eingesetzt.
Preis Unterbewertet, gemäss theScreener Auf Basis des Wachstumspotentials und eigener Kriterien, erscheint uns der Aktienkurs aktuell unterbewertet.
Relative Performance -11,5% Unter Druck (vs. STOXX600) Dividendenbereinigt liegt die Aktie über vier Wochen betrachtet -11,5% hinter dem STOXX600 zurück.
Mittelfristiger Trend Negative Tendenz seit dem 09.06.2026 Der dividendenbereinigte technische 40-Tage Trend ist seit dem 09.06.2026 negativ.
Wachstum KGV 1,3 32,91% Abschlag relativ zur Wachstumserwartung Ein "Verhältnis zwischen Wachstum plus geschätzte Dividende und KGV" von über 0,9 weist auf einen Preisabschlag gegenüber dem normalen Preis für das Wachstumspotential hin, von in diesem Fall 32,91%.
KGV 14,1 Erwartetes KGV für 2028 Das erwartete KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) gilt für das Jahr 2028.
Langfristiges Wachstum 14,3% Wachstum heute bis 2028 p.a. Die durchschnittlichen jährlichen Wachstumsraten gelten für die Gewinne von heute bis 2028.
Anzahl der Analysten 19 Starkes Analysteninteresse In den zurückliegenden sieben Wochen haben durchschnittlich 19 Analysten eine Schätzung des Gewinns pro Aktie für diesen Titel abgegeben.
Dividenden Rendite 4,6% Dividende durch Gewinn gedeckt Für die während den nächsten 12 Monaten erwartete Dividende müssen voraussichtlich 64,59% des Gewinns verwendet werden.
Risiko-Bewertung Niedrig Die Aktie ist seit dem 27.03.2026 als Titel mit geringer Sensitivität eingestuft.
Bear-Market-Faktor Defensiver Charakter bei sinkendem Index Die Aktie tendiert dazu, Indexrückgänge um durchschnittlich -43 abzuschwächen.
Bad News Geringe Kursrückgänge bei spezifischen Problemen Der Titel verzeichnet bei unternehmensspezifischen Problemen i.d.R. geringe Kursabschläge in Höhe von durchschnittlich 2,2%.
Beta 0,88 Geringe Anfälligkeit vs. STOXX600 Die Aktie tendiert dazu, pro 1% Indexbewegung mit einem Ausschlag von 0,88% zu reagieren.
Korrelation 365 Tage 40,7% Mittelstarke Korrelation mit dem STOXX600 40,7% der Kursschwankungen werden durch Indexbewegungen verursacht.
Value at Risk 3,41 EUR Das geschätzte mittelfristige Value at Risk beträgt 3,41 EUR oder 0,07% Das geschätzte Value at Risk beträgt 3,41 EUR. Das Risiko liegt deshalb bei 0,07%. Dieser Wert basiert auf der mittelfristigen historischen Volatilität (1 Monat) mit einem Konfidenzintervall von 95%.
Volatilität der über 1 Monat 20,1%
Volatilität der über 12 Monate 27,7%

Tools

 

Eingabe individueller Gebühren, Provisionen und anderer Entgelte

Beim Erwerb von Aktien, Zertifikaten und anderen Wertpapieren fallen in der Regel Transaktionskosten an. Neben den Transaktionskosten, die beim Kauf zu entrichten sind, kommen oftmals noch Depotgebühren hinzu. Mit dem Brutto-/Nettowertentwicklungsrechner können Sie Ihre individuell bereinigte Wertentwicklung seit Valuta, die sich unter Berücksichtigung sämtlicher Kosten (Provisionen, Gebühren und andere Entgelte) ergibt, errechnen. Bitte berücksichtigen Sie, dass sich die Angaben auf die Vergangenheit beziehen und historische Wertentwicklungen keinen verlässlichen Indikator für zukünftige Ergebnisse darstellen.

News

18.06.2026 | 14:14:46 (dpa-AFX)
KORREKTUR/ROUNDUP/Gentechnik im Supermarkt: EU schwächt Regeln ab

(Berichtigung der Meldung vom 17. Juni 2026. Das Beispiel für NGT2-Pflanzen im achten Absatz, ersten Satz, zweiter Halbsatz und zweiten Satz wurde gestrichen, dafür ein neuer letzter Absatz ergänzt. Für Pflanzen, in die Gene aus fremden Arten übertragen wurden, gelten weitere strengere Auflagen als für Pflanzen der neu geschaffenen Kategorie NGT1, aber auf anderer rechtlicher Grundlage.)

STRASSBURG (dpa-AFX) - Mit modernen Gentechnikverfahren veränderte Lebensmittel dürfen in der EU künftig ohne spezielle Kennzeichnung im Supermarkt verkauft werden. Das Europäische Parlament stimmte mehrheitlich dafür, entsprechende Züchtungen in vielen Fällen von bislang strengen EU-Gentechnikregeln auszunehmen.

Für solche Lebensmittel gelten aber weiterhin dieselben Sicherheitsvorgaben wie für Züchtungen, die etwa durch Kreuzung und Auslese entstanden sind. Komplett ungeprüft kommen auch künftig gentechnisch veränderte Pflanzen nicht auf den Markt.

Die Änderungen wurden bereits von den EU-Staaten bestätigt und sollen voraussichtlich ab Mitte 2028 angewendet werden.

Hoffnung auf resistente Sorten

Befürworter erhoffen sich durch die Veränderungen Obst- und Gemüsesorten, die ertragreicher, resistenter gegen den Klimawandel und nährstoffreicher sind. Außerhalb der EU kann man nach Angaben des Europäischen Parlaments zum Beispiel derart veränderte Mais-, Weizen- und Reissorten mit geringerem Wasserbedarf kaufen sowie Bananen und Pilze, die nicht braun werden. Wissenschaftler erwarten zudem eine einfachere Forschung durch weniger strenge Vorgaben.

Kritiker fordern unter anderem, dass Verbrauchern eine Wahlfreiheit gelassen werden sollte, ob sie solche Lebensmittel konsumieren möchten oder nicht. Zudem werden wirtschaftliche Folgen für Landwirte befürchtet sowie das viele gentechnisch veränderte Pflanzen in Umlauf kommen und die natürlichen Systeme überfordern.

Um diese Techniken geht es

Bei dem Vorhaben geht es um "neue genomische Techniken" (NGT), mit denen das Erbgut von Pflanzen gezielt verändert wird. Grundsätzlich sind mit Gen-Scheren sowohl kleine als auch deutlich größere Eingriffe möglich. Im Zweifel kann eine etwa durch die Gen-Schere Crispr/Cas veränderte Pflanze nicht von einer natürlich gezüchteten Pflanze unterschieden werden.

Künftig gibt es rechtlich zwei Kategorien für solche Gentechnik. Gentechnisch veränderte Lebensmittel, bei denen weniger gravierende Eingriffe vorgenommen wurden (NGT1), sollen auch ohne spezielle Prüfung und ohne Kennzeichnung den Weg in den Supermarkt finden. Das Gleiche gilt für Futtermittel. Für derart veränderte Pflanzen entfallen umfassende Risikoprüfungen und Kontrollen ihrer Nachkommen auf dem Acker.

Wenn größere Eingriffe in das Erbgut vorgenommen wurden (NGT2), gelten weiterhin deutlich strengere Auflagen. Auch insektengiftige Pflanzen, also Pflanzen, die Stoffe produzieren, die bestimmte Insekten schädigen oder töten, fallen in diese Kategorie und werden strenger behandelt.

Die Regeln gelten dann sowohl für Pflanzen aus der EU als auch für importierte Pflanzen. Saatgut muss weiter gekennzeichnet werden. Im Bio-Anbau sind nach den Regeln keine dieser gentechnisch veränderten Pflanzen erlaubt.

Patente auf gentechnisch verändertes Saatgut

Die Regeln erlauben auch Patente auf gentechnisch verändertes Saatgut. Die Abgeordneten hatten ursprünglich ein Verbot von Patenten gefordert. In Verhandlungen mit Unterhändlern der EU-Staaten rückten ihre Vertreter schließlich davon ab.

Die EU-Kommission soll zusammen mit Interessengruppen einen EU-Verhaltenskodex für Patente ausarbeiten. Darin soll unter anderem festgehalten werden, wie Patente "unter fairen und angemessenen Bedingungen" lizenziert werden und wie Streitfälle zwischen Züchtern und Landwirten gütlich beigelegt werden, wenn wenig patentiertes Material ohne Absicht auf Feldern vorkommt.

Die Europaabgeordnete Maria Noichl (SPD) kritisierte die Entscheidung. "Künftig können auch natürlich vorkommende Pflanzenmerkmale durch Unternehmen privatisiert werden. Das ist die Privatisierung unseres natürlichen Erbes." Wer Patente ausweite und Transparenzregelungen streiche, stärke die Marktmacht weniger Unternehmen und schwäche den mittelständischen Pflanzenzüchtungssektor in Europa.

Eine klare Kennzeichnung, ob Gentechnik enthalten ist, sei zudem für informierte Entscheidungen von Verbrauchern und Landwirten nötig, teilte die agrarpolitische Sprecherin der Europa-SPD mit. Sie mahnte erneut die Notwendigkeit von Risikoprüfungen und Rückverfolgbarkeit auch bei neuer Gentechnik an.

Deutschland gegen Änderung

Bundesumweltminister Casten Schneider (SPD) hatte die Einigung auf EU-Ebene im Dezember als schweren Fehler bezeichnet. Bei der Abstimmung darüber im Rat enthielt sich Deutschland im April entsprechend. Dennoch gab es eine Mehrheit. Mit der heutigen Abstimmung ist nun der Weg frei für das Inkrafttreten der Änderungen.

Der Europaabgeordnete Martin Häusling (Grüne) kritisierte, die Entscheidung stärke "die Marktmacht weniger internationaler Agrarkonzerne, schwächt bäuerliche Betriebe und gefährdet die biologische Vielfalt in Europa". Das Vorsorgeprinzip werde de facto ausgehebelt. Er rechnete zudem mit gravierenden Folgen für die gentechnikfreie Landwirtschaft. "Ohne wirksame Rückverfolgbarkeit und klare Schutzmaßnahmen wird es für Bio-Betriebe und andere gentechnikfrei wirtschaftende Höfe deutlich schwieriger, ihre Produktionsweise aufrechtzuerhalten und ihre Produkte verlässlich als gentechnikfrei zu vermarkten."

Zuständige: Forschung und Ernährungssicherheit stärken

Die für die Verhandlungen zuständige Europaabgeordnete Jessica Polfjärd, eine schwedische Konservative, hatte nach der Einigung von einem Durchbruch geschrieben. Die Änderungen würden Europas Landwirte wettbewerbsfähiger machen und europäische Forschung stärken, teilte sie mit. Sie seien entscheidend für die Stärkung der Ernährungssicherheit.

Die CDU-Abgeordneten Peter Liese und Norbert Lins wiesen nun ebenfalls auf Chancen hin, bei kontrollierten Risiken. "Der Bioanbau bleibt ausgenommen, Saatgut wird gekennzeichnet und für weitergehende Anwendungen gelten weiterhin strenge Regeln." Sie kündigten an: "Das Thema Patente bleibt ebenfalls weiter auf der Tagesordnung."

Prof. Nicolaus von Wirén vom Leibniz-Institut für Pflanzengenetik wies darauf hin, dass man mit den neuen Techniken deutlich präziser arbeiten könne. "Und dadurch, dass aufwendige Rückkreuzungen entfallen, lässt sich der Zeitbedarf für die Züchtung erheblich verkürzen", teilte der Agrarbiologe mit. "Das ist wichtig, weil es jetzt vor allem um die schnelle Anpassung der Kulturpflanzen an das sich verändernde Klima und den verringerten Einsatz von Agrochemikalien geht." Es sei konsequent, dass Pflanzen, deren genetische Veränderungen mithilfe von NGT erreicht wurden, nun so behandelt würden wie Pflanzen, deren Entstehung auf herkömmlichen Methoden der genetischen Veränderung beruhe.

Abgeordnete aus den europäischen Fraktionen der Grünen, Sozialdemokraten und der Linken hatten versucht, die Änderungen zu stoppen, aber scheiterten damit nun endgültig im Parlament.

Für Pflanzen, in die Gene aus fremden Arten übertragen wurden, gibt es keine neuen Regeln. Dabei geht es zum Beispiel um Maispflanzen, in die Gene aus einem Bakterium eingeführt wurden, damit die Pflanze weniger leicht geschädigt wird. Für diese sogenannten transgenen Pflanzen gelten weiter strengere Auflagen./wea/DP/stk

18.06.2026 | 14:02:05 (dpa-AFX)
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17.06.2026 | 15:14:53 (dpa-AFX)
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17.06.2026 | 12:58:27 (dpa-AFX)
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09.06.2026 | 12:15:28 (dpa-AFX)
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08.06.2026 | 12:08:09 (dpa-AFX)
AKTIEN IM FOKUS: Chemiebranche unter Druck - Goldman erwartet Abschwung