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Open-End Faktor-Optionsschein 11x long mit Knock-Out: Commerzbank

DU8Z8H / DE000DU8Z8H7 //
Quelle: DZ BANK: Geld 17.03. 11:17:24, Brief 17.03. 11:17:24
DU8Z8H DE000DU8Z8H7 // Quelle: DZ BANK: Geld 17.03. 11:17:24, Brief 17.03. 11:17:24
5,57 EUR
Geld in EUR
5,62 EUR
Brief in EUR
-6,23%
Diff. Vortag in %
Basiswertkurs: 32,200 EUR
Quelle : Xetra , --
  • Reset-Schwelle 29,8025 EUR
  • Abstand zur Reset-Schwelle in % 7,45%
  • Knock-Out-Barriere 29,3342 EUR
  • Faktor 11,00x
  • Kurs-Schwelle 38,568 EUR
  • Bezugsverhältnis 1,921955
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Chart

Open-End Faktor-Optionsschein 11x long mit Knock-Out: Commerzbank

  • Intraday
  • 1W
  • 1M
  • 3M
  • 6M
  • 1J
  • 2J
  • 5J
  • Max
Quelle: DZ BANK AG, Frankfurt: 17.03. 11:17:24
Charts zeigen die Wertentwicklungen der Vergangenheit. Zukünftige Ergebnisse können sowohl niedriger als auch höher ausfallen. Falls Kurse in Fremdwährung notieren, kann die Rendite infolge von Währungsschwankungen steigen oder fallen. © 2026 DZ BANK AG

Stammdaten

Stammdaten
WKN / ISIN DU8Z8H / DE000DU8Z8H7
Emittent DZ BANK AG
Produktstruktur Hebelprodukt
Kategorie Faktor-Optionsschein
Produkttyp long (steigende Markterwartung)
Währung des Produktes EUR
Quanto Nein
Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 1,921955
Ausübung Bermuda
Emissionsdatum 05.03.2026
Erster Handelstag 05.03.2026
Letzter Handelstag Endlos
Handelszeiten 08:00 - 22:00 Hinweise zur Kursstellung
Knock-Out-Zeiten Übersicht
Letzter Bewertungstag Endlos
Zahltag Endlos
Fälligkeitsdatum N/A
Basispreis 29,2302 EUR
Reset-Preis 32,14 EUR
Reset-Schwelle 29,8025 EUR
Kurs-Schwelle 38,568 EUR
Knock-Out-Barriere bezogen auf den Inneren Wert 0,20 EUR
Knock-Out bei Basiswert Kurs 29,3342 EUR
Knock-Out-Barriere erreicht Nein
Knock-Out-Barriere erreicht am --
Anpassungsprozentsatz p.a. 4,92500% p.a.
enthält: Bereinigungsfaktor 3,00%
Anpassungshistorie
ZeitpunktReset-PreisBasispreis
16.03.202632,14 EUR29,2302 EUR
13.03.202629,59 EUR26,9037 EUR
12.03.202630,23 EUR27,4856 EUR
11.03.202631,52 EUR28,6585 EUR
10.03.202631,72 EUR28,8403 EUR
09.03.202630,36 EUR27,6113 EUR
06.03.202630,57 EUR27,7947 EUR
05.03.202631,24 EUR28,4039 EUR
04.03.202632,10 EUR29,1818 EUR

* = außerordentlicher Reset

Kennzahlen

Kennzahlen
Berechnung: 17.03.2026, 11:17:24 Uhr mit Geld 5,57 EUR / Brief 5,62 EUR
Spread Absolut 0,05 EUR
Spread Homogenisiert 0,026015 EUR
Spread in % des Briefkurses 0,89%
Faktor 11,00x
Abstand zur Reset-Schwelle absolut 2,3975 EUR
Abstand zur Reset-Schwelle in % 7,45%
Abstand zur Kurs-Schwelle absolut --
Abstand zur Kurs-Schwelle in % --
Abstand zum Knock-Out bei Basiswert Kurs absolut 2,8658 EUR
Abstand zum Knock-Out bei Basiswert Kurs in % 8,90%
Performance seit Auflegung in % -49,64%

Basiswert

Basiswert
Kurs 32,200 EUR
Diff. Vortag in % 0,19%
52 Wochen Tief 17,450 EUR
52 Wochen Hoch 38,400 EUR
Quelle Xetra, --
Basiswert Commerzbank AG
WKN / ISIN CBK100 / DE000CBK1001
KGV --
Produkttyp Aktie
Sektor Finanzsektor

Produktbeschreibung

Art:
Dieses Produkt ist eine Inhaberschuldverschreibung nach deutschem Recht.

Laufzeit:
Dieses Produkt hat keine feste Laufzeit. Es kann jedoch durch den Anleger ausgeübt oder durch die DZ BANK gekündigt werden. Zudem endet die Laufzeit des Produkts automatisch, sobald ein Knock-out-Ereignis eintritt.

Ziele:
Ziel dieses Produkts ist es, Ihnen einen bestimmten Anspruch zu vorab festgelegten Bedingungen zu gewähren. Es bietet eine überproportionale (gehebelte) Partizipation sowohl an Kursanstiegen als auch an Kursrückgängen des Basiswerts. Das Produkt ist mit einem Faktor von 11 ausgestattet. Dieser Faktor beschreibt die Hebelwirkung, die durch die regelmäßige Anpassung verschiedener Produktparameter wieder auf 11 bereinigt um u.a. etwaige Kosten gesetzt wird.

Grundsätzlich wird an jedem Üblichen Handelstag, an dem auch die Frankfurter Wertpapierbörse für ihren allgemeinen Geschäftsbetrieb geöffnet hat, der Basispreis und das Bezugsverhältnis (maßgebliche Parameter für den Inneren Wert des Produkts) in Abhängigkeit des festgestellten Schlusskurs des Basiswerts an der Maßgeblichen Börse (Reset-Preis) angepasst (Anpassung nach einem Ordentlichen Reset). Hierbei werden Finanzierungskosten über einen spezifischen Marktzins sowie Kosten im Zusammenhang mit dem Produkt zzgl. einer Marge für die DZ BANK durch den Bereinigungsfaktor wertmindernd berücksichtigt. Unter besonderen in den Produktbedingungen definierten Umständen kann der Ordentliche Reset entfallen.

Darüber hinaus kann es bei einem starken Kursrückgang des Basiswerts, d.h. wenn ein Beobachtungspreis auf oder unterhalb der sogenannten Reset-Schwelle notiert, zu einer außerordentlichen untertägigen Anpassung des Basispreises und des Bezugsverhältnisses in Abhängigkeit des innerhalb einer in den Produktbedingungen definierten Bewertungsfrist ermittelten niedrigsten Kurses des Basiswerts an der Maßgeblichen Börse (Reset-Preis-AO) kommen. Die untertägige Anpassung zielt darauf ab, das Risiko eines negativen Inneren Werts des Produkts zu vermeiden. Dieser Mechanismus kann jedoch einen Totalverlust oder einen einem Totalverlust nahekommenden Wertverlust des Produkts nicht verhindern.

Eine Anpassung verschiedener Produktparameter erfolgt grundsätzlich auch, um Dividendenzahlungen (bereinigt um etwaige Steuern) im Basiswert im Produkt zu berücksichtigen.

Aufgrund seiner Hebelwirkung reagiert das Produkt auf kleinste Bewegungen des Basiswerts. Ein fallender Kurs des Basiswerts kann den Wert des Produkts erheblich verringern. Daraus resultierende Verluste werden ggf. auch bei anschließenden steigenden Kursen des Basiswerts auf das vorherige Niveau nicht vollständig kompensiert.

Einlösung durch den Anleger oder Kündigung durch die DZ BANK:

Sie sind berechtigt, das Produkt zu in den Produktbedingungen festgelegten Terminen (erstmals zum 16.03.2026) einzulösen. Die Einlösung erfolgt, indem Sie mindestens fünf Bankarbeitstage vor dem jeweiligen Einlösungstermin bis 10:00 Uhr (Ortszeit Frankfurt am Main) eine Einlösungserklärung in Textform an die DZ BANK schicken und die einzulösenden Produkte bei der DZ BANK eingegangen sind. Darüber hinaus hat die DZ BANK das Recht, die WKN insgesamt, jedoch nicht teilweise, zu in den Produktbedingungen festgelegten Terminen (erstmals zum 16.03.2026) ordentlich zu kündigen. Die ordentliche Kündigung durch die DZ BANK ist mindestens fünf Bankarbeitstage vor dem jeweiligen ordentlichen Kündigungstermin zu veröffentlichen.

Nach frist- und formgerechter Einlösung durch Sie oder Kündigung durch die DZ BANK und sofern nicht zuvor ein Knock-out-Ereignis eingetreten ist, entspricht der Rückzahlungsbetrag am Rückzahlungstermin pro Produkt der Differenz aus dem Referenzpreis und dem zum Zeitpunkt des Referenzpreises maßgeblichen Basispreis, welche mit dem zum Zeitpunkt des Referenzpreises maßgeblichen Bezugsverhältnis multipliziert wird: ((Referenzpreis – zuletzt angepasster Basispreis) x zuletzt angepasstes Bezugsverhältnis).

Automatische Beendigung des Produkts:

Das Produkt endet automatisch mit sofortiger Wirkung, wenn eines der in den Produktbedingungen definierten Ereignissen eintritt (Knock-out-Ereignis). Maßgeblich für ein Knock-out-Ereignis ist der Innere Wert des Produkts. Dieser entspricht der mit dem zum Zeitpunkt der jeweiligen Berechnung geltenden Bezugsverhältnis multiplizierten Differenz aus dem Beobachtungspreis und dem zum Zeitpunkt der jeweiligen Berechnung geltenden Basispreis:
((Beobachtungspreis – Basispreis) x Bezugsverhältnis). Ein Knock-out-Ereignis tritt in den nachfolgend beschriebenen Fällen ein:

  1. Der Innere Wert ist einmal kleiner oder gleich null: In diesem Fall beträgt der Rückzahlungsbetrag am Rückzahlungstermin 0,001 EUR pro Produkt, wobei der Rückzahlungsbetrag, den die DZ BANK an Sie zahlt, aufsummiert für sämtliche von Ihnen gehaltenen Produkte der WKN DU8Z8H berechnet und kaufmännisch auf zwei Nachkommastellen gerundet wird. Soweit Sie weniger als zehn Produkte der WKN DU8Z8H halten, wird unabhängig von der Anzahl der Produkte der WKN DU8Z8H, die Sie halten, ein Betrag in Höhe von 0,01 EUR gezahlt.

  2. Der Innere Wert ist einmal kleiner oder gleich 0,20 EUR und größer null:

a) Erfolgt dies anhand des Eröffnungskurses des Basiswerts an der Maßgeblichen Börse oder des Reset-Preises oder des Reset-Preises-AO als Beobachtungspreis, entspricht der Rückzahlungsbetrag am Rückzahlungstermin dem Inneren Wert zum Zeitpunkt des Knock-out-Ereignisses und wird kaufmännisch auf zwei Nachkommastellen gerundet. Ist der so ermittelte Rückzahlungsbetrag nicht positiv, beträgt der Rückzahlungsbetrag am Rückzahlungstermin 0,001 EUR pro Produkt, wobei der Rückzahlungsbetrag, den die DZ BANK an Sie zahlt, aufsummiert für sämtliche von Ihnen gehaltenen Produkte der WKN DU8Z8H berechnet und kaufmännisch auf zwei Nachkommastellen gerundet wird. Soweit Sie weniger als zehn Produkte der WKN DU8Z8H halten, wird unabhängig von der Anzahl der Produkte der WKN DU8Z8H, die Sie halten, ein Betrag in Höhe von 0,01 EUR gezahlt.

b) Trifft a) nicht zu, so entspricht der Rückzahlungsbetrag am Rückzahlungstermin 0,20 EUR.

Sie erhalten keine sonstigen Erträge (z.B. Dividenden) und haben keine weiteren Ansprüche (z.B. Stimmrechte) aus dem Basiswert.

Analyse

Gesamteindruck
Einfach nutzbares Gesamtrating basierend auf einer fundamentalen, technischen und Risikoanalyse unter Einbezug von Branchen- und Marktumfeld.

Neutral

Gewinnprognose
Der Veränderungstrend der Gewinnprognosen über ein Zeitfenster von 7 Wochen. Aktuelle Aktienbewertungen ausgewählter Analysten finden Sie unter DPA-AFX ANALYSER.

Positive Analystenhaltung seit 07.11.2025

Kurs-Gewinn-Verhältnis
Das KGV setzt den aktuellen Kurs der Aktie ins Verhältnis zu seiner Gewinnerwartung. Es wird auf Basis der langfristigen Gewinnprognosen der Analysten errechnet.
7,0

Erwartetes KGV für 2028

Risiko-Bewertung
Gesamteinschätzung des Risikos auf Basis des Bear Market und des Bad News Factors.

Mittel

Bear-Market-Faktor
Risiko Parameter, der anhand des Titelverhaltens in sich abwärts bewegenden Märkten das Marktrisiko einer Aktie angibt.

Mittlere Anfälligkeit bei Indexrückgängen

Korrelation
Die Korrelation gibt an, inwieweit die Bewegungen der Aktie mit denen Ihres Indexes übereinstimmen.
48,5%

Mittelstarke Korrelation mit dem STOXX600

Marktkapitalisierung (Mrd. USD) 38,29 Grosser Marktwert Mit einer Marktkapitalisierung von >$8 Mrd., ist COMMERZBANK ein hoch kapitalisierter Titel.
Gewinnprognose Positive Analystenhaltung seit 07.11.2025 Die Gewinnprognosen pro Aktie liegen heute höher als vor sieben Wochen. Dieser positive Trend hat am 07.11.2025 bei einem Kurs von 31,82 eingesetzt.
Preis Leicht unterbewertet, gemäss theScreener Auf Basis des Wachstumspotentials und eigener Kriterien, erscheint uns der Aktienkurs aktuell leicht unterbewertet.
Relative Performance -4,5% Unter Druck (vs. STOXX600) Dividendenbereinigt liegt die Aktie über vier Wochen betrachtet -4,5% hinter dem STOXX600 zurück.
Mittelfristiger Trend Negative Tendenz seit dem 06.02.2026 Der dividendenbereinigte technische 40-Tage Trend ist seit dem 06.02.2026 negativ.
Wachstum KGV 2,7 Hoher Abschlag zur Wachstumserwartung basiert auf einer Ausnahmesituation Liegt das "Verhältnis zwischen Wachstum plus geschätzte Dividende und KGV" über 1,6, so befindet sich das Unternehmen in der Regel in einer Ausnahmesituation. In diesem Fall ist das erwartete KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) ein besserer Indikator für die nachhaltige Gewinnentwicklung als das langfrist. Wachstum.
KGV 7,0 Erwartetes KGV für 2028 Das erwartete KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) gilt für das Jahr 2028.
Langfristiges Wachstum 13,5% Wachstum heute bis 2028 p.a. Die durchschnittlichen jährlichen Wachstumsraten gelten für die Gewinne von heute bis 2028.
Anzahl der Analysten 15 Starkes Analysteninteresse In den zurückliegenden sieben Wochen haben durchschnittlich 15 Analysten eine Schätzung des Gewinns pro Aktie für diesen Titel abgegeben.
Dividenden Rendite 5,2% Dividende durch Gewinn gut gedeckt Für die während den nächsten 12 Monaten erwartete Dividende müssen voraussichtlich 36,60% des Gewinns verwendet werden.
Risiko-Bewertung Mittel Die Aktie ist seit dem 08.08.2025 als Titel mit mittlerer Sensitivität eingestuft.
Bear-Market-Faktor Mittlere Anfälligkeit bei Indexrückgängen Die Aktie tendiert dazu, Indexrückgänge in etwa gleichem Umfang mitzuvollziehen.
Bad News Durchschnittliche Kursrückgänge bei spezifischen Problemen Der Titel verzeichnet bei unternehmensspezifischen Problemen i.d.R. mittlere Kursabschläge in Höhe von durchschnittlich 2,7%.
Beta 1,27 Hohe Anfälligkeit vs. STOXX600 Die Aktie tendiert dazu, pro 1% Indexbewegung mit einem Ausschlag von 1,27% zu reagieren.
Korrelation 365 Tage 48,5% Mittelstarke Korrelation mit dem STOXX600 48,5% der Kursschwankungen werden durch Indexbewegungen verursacht.
Value at Risk 3,55 EUR Das geschätzte mittelfristige Value at Risk beträgt 3,55 EUR oder 0,12% Das geschätzte Value at Risk beträgt 3,55 EUR. Das Risiko liegt deshalb bei 0,12%. Dieser Wert basiert auf der mittelfristigen historischen Volatilität (1 Monat) mit einem Konfidenzintervall von 95%.
Volatilität der über 1 Monat 50,7%
Volatilität der über 12 Monate 38,4%

Tools

 

Eingabe individueller Gebühren, Provisionen und anderer Entgelte

Beim Erwerb von Aktien, Zertifikaten und anderen Wertpapieren fallen in der Regel Transaktionskosten an. Neben den Transaktionskosten, die beim Kauf zu entrichten sind, kommen oftmals noch Depotgebühren hinzu. Mit dem Brutto-/Nettowertentwicklungsrechner können Sie Ihre individuell bereinigte Wertentwicklung seit Valuta, die sich unter Berücksichtigung sämtlicher Kosten (Provisionen, Gebühren und andere Entgelte) ergibt, errechnen. Bitte berücksichtigen Sie, dass sich die Angaben auf die Vergangenheit beziehen und historische Wertentwicklungen keinen verlässlichen Indikator für zukünftige Ergebnisse darstellen.

News

16.03.2026 | 18:33:54 (dpa-AFX)
ROUNDUP 6/Unicredit bietet für Commerzbank: 'An der Zeit zu reden'

(neu: Statement Bundeskanzler Merz)

FRANKFURT/MAILAND (dpa-AFX) - Die italienische Großbank Unicredit <IT0005239360> treibt mit einem milliardenschweren Übernahmeangebot die Commerzbank <DE000CBK1001> vor sich her und will Gespräche am Verhandlungstisch erzwingen. "Unsere Botschaft an die Commerzbank heute ist: Es ist jetzt an der Zeit, zu sprechen", sagte Unicredit-Chef Andrea Orcel in einer Telefonkonferenz.

Orcel erklärte, in den kommenden Wochen einen "konstruktiven Dialog mit der Commerzbank und ihren Stakeholdern" führen zu wollen. Das zielt auf Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp sowie die Bundesregierung, die beide eine Übernahme der zweitgrößten deutschen Privatbank weiterhin vehement ablehnen.

Die Commerzbank sieht keine Grundlage für Übernahmegespräche mit ihrem größten Einzelaktionär. Orlopp kritisierte, die Unicredit lasse im Unklaren, wie eine wertstiftende Transaktion aussehen solle, zudem umfasse das nun angekündigte Angebot "faktisch keine Prämie für unsere Aktionäre". Auch der Bund bleibt hart: "Eine feindliche Übernahme wäre insbesondere mit Blick darauf, dass die Commerzbank eine systemrelevante Bank ist, nicht akzeptabel", sagte ein Sprecher des Finanzministeriums in Berlin.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sagte bei einem Treffen mit dem niederländischen Ministerpräsidenten Rob Jetten im Kanzleramt in Berlin, das Angebot sei Sache der beteiligten Banken. "Die politische Meinung der Bundesregierung dazu ist klar: Wir wollen die Eigenständigkeit der Commerzbank erhalten. Aber zunächst einmal muss jetzt die Commerzbank, der Aufsichtsrat, der Vorstand auf das Übernahmeangebot der Unicredit eine Antwort geben, und alles Weitere wird sich dann im Laufe der nächsten Wochen und Monate zeigen."

Nächstes Manöver von Orcel

In einem freiwilligen Tauschangebot will die Unicredit für sämtliche Commerzbank-Aktien je 0,485 neue Unicredit-Papiere bieten. Das entspreche einem Preis von 30,80 Euro pro Commerzbank-Anteil oder einem Aufschlag von vier Prozent zum Schlusskurs vom 13. März. Damit bewertet die Unicredit die Commerzbank mit knapp 35 Milliarden Euro.

An der Börse legten die Commerzbank-Aktien am Montag kräftig zu und gingen mit einem Kursgewinn von 8,6 Prozent auf 32,14 Euro aus dem Handel. Die Unicredit-Aktien gewannen 0,54 Prozent auf 63,84 Euro.

Die Unicredit wirbt seit langem um die Commerzbank und ist mit einem direkten Anteil von 26 Prozent größter Aktionär des Frankfurter Dax-Konzerns <DE0008469008>. Inklusive Finanzinstrumenten kontrolliert die Großbank mit Sitz in Mailand 29,9 Prozent der Commerzbank-Anteile. Bei der Überschreitung der Marke von 30 Prozent wäre die Unicredit gesetzlich zu einer Übernahmeofferte verpflichtet.

Offizielles Angebot im Mai

Das Angebot ziele darauf, die rechtlich vorgesehene 30-Prozent-Schwelle zu überwinden. Zugleich betonte die Unicredit, sie erwarte, eine Beteiligung an der Commerzbank von mehr als 30 Prozent zu erreichen, "ohne die Kontrolle zu erlangen".

Offiziell soll das Angebot im Mai vorgelegt werden mit einer Annahmefrist von vier Wochen. Bis spätestens 4. Mai will die Unicredit eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen, um die Zustimmung ihrer Aktionäre für die nötige Kapitalerhöhung einzuholen. Das wäre nur wenige Tage vor der Commerzbank-Hauptversammlung, die für 20. Mai geplant ist.

Da die Commerzbank laufend Aktien zurückkauft, erspart sich die Unicredit mit dem Manöver, stetig Commerzbank-Aktien verkaufen zu müssen, um unter der 30-Prozent-Schwelle zu bleiben. Mit dem freiwilligen Übernahmeangebot, das nur einen kleinen Aufschlag vorsieht, hat Orcel die Möglichkeit, weitere Commerzbank-Aktien an der Börse zu kaufen. Ein Pflichtangebot wäre wohl teurer geworden.

Warum sich die Unicredit für die Commerzbank interessiert

Die Unicredit, die im deutschen Markt mit der Hypovereinsbank (HVB) bereits ein Standbein hat, wirbt seit Monaten für eine Übernahme der Commerzbank. Orcel sieht Chancen in einem kombinierten Geschäft mit Privat- und Mittelstandskunden und argumentiert, Europa brauche im Wettlauf mit den starken US-Geldhäusern größere Banken. Er glaube an Deutschland und den Mittelstand, bekräftigte Orcel am Montag.

Einstieg auf Umwegen

Die Tür für die Unicredit hatte ausgerechnet die damalige Ampel-Koalition geöffnet mit einem verunglückten Teilausstieg bei der Commerzbank. Orcel nutzte das, um im September 2024 überraschend einzusteigen. Nach und nach baute die Unicredit ihre Beteiligung aus und überholte den deutschen Staat als größten Commerzbank-Aktionär. Dieser hatte die Commerzbank in der Finanzkrise mit Steuermilliarden vor dem Kollaps bewahrt und hält noch rund 12 Prozent.

Hessens Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) sagte, die Interessen der Mitarbeiter und Kunden der Commerzbank, ein wichtiger Finanzierer für den Mittelstand, müssten in allen Gesprächen "angemessen berücksichtigt werden". Maßstab bleibe, "dass der europäische Finanzplatz Frankfurt am Main, Europas Nummer 1, gestärkt und nicht geschwächt wird".

Verdi fürchtet großen Jobabbau

Commerzbank-Chefin Orlopp versucht, die Eigenständigkeit ihres Hauses mit allen Mitteln zu verteidigen. Sie verordnete dem Konzern ehrgeizige Renditeziele, höhere Dividenden und verkündete den Abbau von etwa 3.900 Stellen, davon den Großteil in Deutschland. Orlopp setzt auf den stark gestiegenen Aktienkurs als Abschreckung gegen die Unicredit - offensichtlich ohne Erfolg.

Das Szenario einer Übernahme schürt Ängste in der Commerzbank-Belegschaft und bei Arbeitnehmervertretern. So fürchtet Verdi einen Schrumpfkurs, sollten die Italiener die Kontrolle übernehmen - so wie schon bei der Übernahme der HVB durch die Unicredit 2005. Orcel handele bei der Commerzbank "weiterhin unkalkulierbar und spielt mit dem Vertrauen der Beschäftigten, aber auch der gesamten deutschen Wirtschaft", kritisierte Verdi-Bundesvorstand Christoph Schmitz-Dethlefsen.

Commerzbank-Betriebsratschef Sascha Uebel nannte den jüngsten Schritt der Unicredit "geschäftsschädigend". "Das ist die nächste Stufe der Unverschämtheit. Das ist nicht nur unabgestimmt, das ist feindlich", sagte Uebel der Deutschen Presse-Agentur und kündigte Widerstand an: "Wenn Orcel Synergieeffekte heben will, bräuchte es einen Stellenabbau. Dafür bräuchte er uns Betriebsräte. Die Commerzbank-Betriebsräte haben bewiesen, dass sie zäh sind."/als/ben/DP/stw

16.03.2026 | 18:05:23 (dpa-AFX)
ROUNDUP 5/Unicredit bietet für Commerzbank: 'An der Zeit zu reden'
16.03.2026 | 14:38:53 (dpa-AFX)
'Wirtschaftsweise' widerspricht Bund bei Commerzbank
16.03.2026 | 13:25:19 (dpa-AFX)
ROUNDUP 4/Unicredit bietet für Commerzbank: 'An der Zeit zu reden'
16.03.2026 | 13:20:01 (dpa-AFX)
AKTIE IM FOKUS: Schachzug von Unicredit für Übernahme treibt Commerzbank an
16.03.2026 | 13:08:32 (dpa-AFX)
Verdi: Lehnen Commerzbank-Übernahme durch Unicredit ab
16.03.2026 | 12:48:42 (dpa-AFX)
Commerzbank: Keine Grundlage für Gespräche mit Unicredit