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Anlage-Spezial Europäische Aktien / Archiv: 09.07.2026 | 12:16:38 Werbung

Rheinmetall: Zwischen Auftragsverlust und fundamentaler Stabilisierung

Felix Schröder
Redakteur Felix Schröder

Produktmanager bei der DZ BANK

Die Aktie von Rheinmetall ist am 24. Juni nach einem stornierten Großauftrag temporär panisch abverkauft worden, bevor eine Zwischenerholung eingeleitet wurde. Gleichzeitig rückt nun die Frage in den Mittelpunkt, wie widerstandsfähig die langfristige Projektpipeline und das fundamentale Geschäftsmodell in der aktuellen Branchensituation aufgestellt sind.

Felix Schröder
Redakteur Felix Schröder

Produktmanager bei der DZ BANK

Der plötzliche Kurssturz

Ende Juni 2026 verzeichnete die Rheinmetall-Aktie eine hohe Volatilität, als der Kurs an einem einzigen Handelstag um fast zwanzig Prozent nachgab. Auslöser für diesen Ausverkauf war die Entscheidung des Bundesverteidigungsministeriums, das F126-Fregattenprogramm zugunsten kleinerer MEKO-200-Schiffe zu stoppen. Für den Konzern bedeutete dies den Verlust eines fest eingeplanten maritimen Auftrags, dessen potenzielles Volumen am Markt auf bis zu zwölf Milliarden Euro geschätzt wurde. Diese Lücke in der langfristigen Projektpipeline führte zu einer sofortigen Neubewertung der Papiere, da viele Marktteilnehmer zuvor von einer weitgehend reibungslosen Auftragsvergabe im Zuge der europäischen Aufrüstungsprogramme ausgegangen waren.

 

Marktreaktionen und operative Einordnung

Ende Juni bzw. Anfang Juli zeigte sich nach dem Rückschlag eine erste Bodenbildung. Begleitet wurde diese Stabilisierung von Insiderkäufen aus der Chefetage, bei denen der Vorstandsvorsitzende Armin Papperger private Aktien im Wert von rund drei Millionen Euro erwarb. Zudem ordnete das Unternehmen den operativen Effekt Anfang Juli in einer Ad-hoc-Mitteilung ein und bezifferte den maximalen Umsatzrückgang für das laufende Jahr 2026 auf höchstens 300 Millionen Euro, sofern keine kurzfristigen Kompensationen realisiert werden. Im Kontext des geplanten Gesamtvolumens wurde dieser Betrag von Experten als handhabbar bewertet, was zu einer vorläufigen Beruhigung des Marktes beitrug.

 

Blick auf das fundamentale Zahlenwerk

Abseits der kurzfristigen Kursbewegungen zeigt die Bilanz die aktuelle Auslastung des Konzerns. Im vergangenen Geschäftsjahr 2025 verzeichnete Rheinmetall ein Umsatzwachstum um knapp dreißig Prozent auf 9,9 Milliarden Euro bei einer operativen Marge von 18,5 Prozent. Trotz des maritimen Rückschlags hält das Management bislang an seinen Zielen für 2026 fest, die einen Umsatz von über 14 Milliarden Euro und eine operative Marge von rund 19 Prozent in Aussicht stellen. Der bestehende Auftragsbestand stützt diese Prognose und deutet darauf hin, dass die Diversifizierung des Unternehmens ausreichen könnte, um den Wegfall einzelner Großprojekte im gegenwärtigen Marktumfeld abzufedern.

 

Strategische Perspektive im Rüstungssektor

Die künftige Entwicklung des Konzerns wird maßgeblich durch die anhaltende Nachfrage in den Segmenten Artilleriemunition, Landsysteme und Luftverteidigung bestimmt, die den aktuellen Beschaffungsschwerpunkten der NATO-Staaten entsprechen. Ein konkreter Indikator für diese Auftragslage ist ein anvisierter Abschluss mit Belgien über die Lieferung von Luftabwehrsystemen des Typs Skyranger, dessen Volumen auf rund 3,1 Milliarden Euro taxiert wird. Derartige Verträge könnten den Wegfall des F126-Programms bilanziell ausgleichen und die Kapazitätsauslastung in den kommenden Jahren sichern. Ob das aktuelle Kursniveau gerechtfertigt ist, wird sich für Anleger insbesondere Anfang August zeigen, wenn die anstehenden Quartalszahlen belegen müssen, inwieweit der Konzern seine formulierten Ertragsziele operativ umsetzen kann.

 

Produktidee: Bonus-Zertifikat mit Cap auf Rheinmetall AG

Eine attraktive Alternative zur Direktanlage in die Aktie sind Bonus-Zertifikate mit Cap. Anlegern steht eine Auswahl an entsprechenden Produkten auf den Basiswert Rheinmetall AG zur Verfügung. Ein Beispiel ist ein Bonus-Zertifikat mit Cap mit der WKN: DN1TES, das am 25.06.2027 fällig wird (Rückzahlungstermin). Der Anleger erhält keine sonstigen Erträge (z.B. Dividenden) und hat keine weiteren Ansprüche aus dem Basiswert. Die Höhe der möglichen Rückzahlung wird durch den Bonusbetrag bei 1.400,00 EUR begrenzt.

 

Für die Rückzahlung des Zertifikats gibt es zwei Möglichkeiten:

1. Jeder Kurs des Basiswerts liegt während der Beobachtungstage (26.05.2026 bis 18.06.2027) (Beobachtungspreis) immer über der Barriere von 775,00 EUR. In diesem Fall erhält der Anleger den Bonusbetrag von 1.400,00 EUR.

2. Mindestens ein Beobachtungspreis liegt auf oder unter der Barriere. In diesem Fall erhält der Anleger einen Rückzahlungsbetrag in EUR, der dem Referenzpreis multipliziert mit dem Bezugsverhältnis entspricht. Der Rückzahlungsbetrag ist jedoch auf den Höchstbetrag von 1.400,00 EUR begrenzt.

 

Ein gänzlicher Verlust des eingesetzten Kapitals ist möglich (Totalverlustrisiko). Ein Totalverlust tritt ein, wenn der Referenzpreis null ist. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist auch möglich, wenn die DZ BANK als Emittent ihre Verpflichtungen aus dem Zertifikat aufgrund behördlicher Anordnungen oder einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit/Überschuldung) nicht mehr erfüllen kann.

 

Das vorliegend beschriebene Bonus-Zertifikat mit Cap richtet sich an Anleger, die einen Anlagehorizont bis zum 25.06.2027 haben und davon ausgehen, dass der Basiswert Rheinmetall AG im Betrachtungszeitraum vom 26.05.2026 bis 18.06.2027 über 775,00 Euro liegen wird.

 

Eine ausführliche Erläuterung der genannten Fachbegriffe finden Sie in unserem Glossar.

 

Stand: 09.07.2026, DZ BANK AG / Online-Redaktion / Emittent DZ BANK

Hinweis auf Rechtliches, Prospekt und Basisinformationsblatt

Hinweis auf das Basisinformationsblatt
Das von der DZ BANK erstellte Basisinformationsblatt ist in der jeweils aktuellen Fassung auf der Internetseite der DZ BANK www.dzbank-wertpapiere.de/DN1TES (dort unter „Dokumente“) abrufbar. Dies gilt, solange das Produkt für Privatanleger verfügbar ist.

Hinweis auf den Prospekt
Der gemäß gesetzlicher Vorgaben von der DZ BANK bezüglich des öffentlichen Angebots erstellte Basisprospekt sowie etwaige Nachträge und die zugehörigen Endgültigen Bedingungen sind auf der Internetseite der DZ BANK www.dzbank-wertpapiere.de veröffentlicht und können unter www.dzbank-wertpapiere.de/DN1TES (dort unter „Dokumente“) abgerufen werden. Sie sollten den Prospekt lesen, bevor Sie eine Anlageentscheidung treffen, um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Prospekts von der zuständigen Behörde ist nicht als Befürwortung der angebotenen oder zum Handel an einem geregelten Markt zugelassenen Wertpapiere zu verstehen. Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann.

Rechtliche Hinweise: Diese Information ist eine Werbemitteilung und dient ausschließlich Informationszwecken. Diese Information wurde von dem Redakteur im Auftrag der DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank („DZ BANK“) erstellt und ist zur Verteilung in der Bundesrepublik Deutschland bestimmt. Diese Werbemitteilung richtet sich nicht an Personen mit Wohn- und/oder Gesellschaftssitz und/oder Niederlassungen im Ausland, vor allem in den Vereinigten Staaten von Amerika, Kanada, Großbritannien oder Japan. Diese Werbemitteilung darf im Ausland nur in Einklang mit den dort geltenden Rechtsvorschriften verteilt werden und Personen, die in den Besitz dieser Informationen und Materialien gelangen, haben sich über die dort geltenden Rechtsvorschriften zu informieren und diese zu befolgen. Diese Werbemitteilung stellt weder ein öffentliches Angebot noch eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebotes zum Erwerb von Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar. Die DZ BANK ist insbesondere nicht als Anlageberater oder aufgrund einer Vermögensbetreuungspflicht tätig. Diese Werbemitteilung ist keine Finanzanalyse. Diese Werbemitteilung stellt eine unabhängige Bewertung der entsprechenden Emittentin bzw. Wertpapiere durch den Redakteur dar. Alle hierin enthaltenen Bewertungen, Stellungnahmen oder Erklärungen sind diejenigen des Redakteurs der Werbemitteilung und stimmen nicht notwendigerweise mit denen der Emittentin oder dritter Parteien überein. Angaben zu künftigen Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für die tatsächliche künftige Wertentwicklung. Der Redakteur hat die Informationen, auf die sich die Werbemitteilung stützt, aus als zuverlässig erachteten Quellen übernommen, ohne jedoch alle diese Informationen selbst zu verifizieren. Dementsprechend gibt die DZ BANK keine Gewährleistungen oder Zusicherungen hinsichtlich der Genauigkeit, Vollständigkeit oder Richtigkeit der hierin enthaltenen Informationen oder Meinungen ab. Die DZ BANK übernimmt keine Haftung für unmittelbare oder mittelbare Schäden, die durch die Verteilung und/oder Verwendung dieser Werbemitteilung verursacht werden und/oder mit der Verteilung und/oder Verwendung dieser Werbemitteilung im Zusammenhang stehen. Eine Investitionsentscheidung bezüglich irgendwelcher Wertpapiere oder sonstiger Finanzinstrumente sollte auf der Grundlage eines Beratungsgesprächs sowie Prospekts oder Informationsmemorandums erfolgen und auf keinen Fall auf der Grundlage dieser Werbemitteilung. Die Bewertungen können je nach den speziellen Anlagezielen, dem Anlagehorizont oder der individuellen Vermögenslage für einzelne Anleger nicht oder nur bedingt geeignet sein. Die Informationen und Meinungen entsprechen dem Stand zum Zeitpunkt der Erstellung der Werbemitteilung. Sie können aufgrund künftiger Entwicklungen überholt sein, ohne dass die Werbemitteilung geändert wurde.

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Bonus Cap 775 2027/06: Basiswert Rheinmetall

DN1TES / //
Quelle: DZ BANK: Geld 09.10., Brief 09.10.
DN1TES // Quelle: DZ BANK: Geld 09.10., Brief 09.10.
1.006,22 EUR
Geld in EUR
1.006,82 EUR
Brief in EUR
--
Diff. Vortag in %
Basiswertkurs: 939,10 EUR
Quelle : Xetra , 09.10.
  • Bonus-Schwelle / Bonuslevel 1.400,00 EUR
  • Bonuszahlung 1.400,00 EUR
  • Barriere 775,00 EUR
  • Abstand zur Barriere in % 17,47%
  • Barriere gebrochen Nein
  • Bonusrenditechance in % p.a. 62,13% p.a.
  • Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 1,00

News / Rheinmetall AG

09.10.2026 | 14:32:51 (dpa-AFX)
Paris und Berlin wollen Panzerprojekt MGCS weiter vorantreiben

BORDEAUX (dpa-AFX) - Deutschland und Frankreich wollen an dem gemeinsamen Kampfpanzerprojekt MGCS festhalten, möglicherweise aber in abgespeckter Form. Angesichts von Spekulationen über die Zukunft des milliardenschweren Rüstungsvorhabens sagten Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) und seine französische Kollegin Catherine Vautrin bei einem Unternehmensbesuch in Bordeaux, das als "Main Ground Combat System" (MGCS) bezeichnete Projekt sei ungefährdet und werde fortgesetzt.

"Das Projekt MGCS ist nicht beendet, es ist nicht tot, von niemandem beendet worden, sondern ganz im Gegenteil, es ist ein Kernprojekt der deutsch-französischen Kooperation bei Landsystemen", sagte Pistorius. Das Projekt sei "komplett ungefährdet und ein wichtiges Zukunftsprojekt unserer beiden Nationen, unserer beiden Streitkräfte". Auch die französische Verteidigungsministerin sagte, das Kampfpanzerprojekt sei weiterhin aktuell.

Wird es einen gemeinsamen Panzer geben?

Pistorius und Vautrin sagten aber nicht konkret, ob es wie ursprünglich geplant einen gemeinsamen Panzer geben wird, oder lediglich eine Vernetzung eines deutschen und eines französischen Panzermodells in einem Kampfsystem. Das wäre mit Blick auf die ursprünglichen Pläne eine deutlich abgespeckte Variante des Projekts. Auf ähnliche Weise war im Sommer bereits das deutsch-französische Kampfjet-Projekt FCAS zusammengestrichen und auf eine Vernetzung separater Waffensysteme reduziert worden.

Erneute Spekulationen über das Panzerprojekt hatte der Generalstabschef der französischen Streitkräfte, Fabien Mandon, bei einer Parlamentsanhörung am Donnerstagnachmittag ausgelöst. "Wir hatten gehofft, in Zusammenarbeit mit den Deutschen einen neuen Panzer zu bauen, doch leider müssen wir feststellen, dass die Deutschen beschlossen haben, sich aus dem Projekt zurückzuziehen", sagte er dort.

Neuer Schwerpunkt auf Vernetzung

Wie der Generalstab anschließend mitteilte, verzögere sich das MGCS-Projekt, und Deutschland und Frankreich hätten sich deshalb entschlossen, zur Überbrückung jeweils eigene Nachfolgepanzer für den aktuell genutzten Leopard 2 in Deutschland und die Leclerc-Panzer in Frankreich zu konzipieren. "Zwar wurde dieses Programm zeitlich verschoben, doch wird es fortgesetzt und behält seinen hohen Stellenwert bei, wobei der Schwerpunkt nun auf der Entwicklung einer verbesserten Vernetzung, des kooperativen Kampfes, der Automatisierung und der Robotisierung liegt."

Das Kampfpanzerprojekt MGCS ist als Nachfolger der Leopard- und Leclerc-Panzer beider Länder gedacht und hat ein geschätztes Volumen von rund 100 Milliarden Euro. Industrielle Verteilungskämpfe hatten bei dem Projekt früher bereits zu Verzögerungen und zu Spannungen zwischen Berlin und Paris geführt./evs/DP/nas

09.10.2026 | 08:50:02 (dpa-AFX)
ANALYSE-FLASH: Berenberg senkt Rheinmetall auf 'Hold' und Ziel auf 1020 Euro
07.10.2026 | 15:05:14 (dpa-AFX)
ANALYSE-FLASH: Jefferies belässt Rheinmetall auf 'Buy'
06.10.2026 | 16:10:51 (dpa-AFX)
ROUNDUP 2: Rheinmetall startet Serienproduktion von Weltraumsatelliten
06.10.2026 | 14:36:18 (dpa-AFX)
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06.10.2026 | 09:08:42 (dpa-AFX)
Rheinmetall startet Serienproduktion von Weltraumsatelliten

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