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Anlage-Spezial Europäische Aktien / Archiv: 16.04.2026 | 09:51:41 Werbung

TotalEnergies: Energieriese baut 800-MW-Speicher und HPC-Parks

Felix Schröder
Redakteur Felix Schröder

Produktmanager bei der DZ BANK

TotalEnergies beschleunigt den Infrastrukturausbau im Strommarkt. Großspeicherprojekte und Schnellladenetze markieren die neuesten Meilensteine.

Felix Schröder
Redakteur Felix Schröder

Produktmanager bei der DZ BANK

500 Mio. Euro für Speicher und Ladesäulen forcieren den physischen Umbau

Die TotalEnergies treibt ihren Wandel zum integrierten Stromanbieter mit greifbaren Großprojekten voran: Allein im deutschen Markt fließen aktuell 500 Mio. Euro in die Entwicklung neuer 800-Megawatt-Batteriespeicher, während zeitgleich die ersten konzerneigenen Hochleistungs-Ladeparks direkt an den Autobahnen ans Netz gehen. Diese Produktexpansion befördert das Ziel, die globale Ökostrom-Kapazität bis zum Ende des Jahrzehnts auf 100 Gigawatt zu steigern. Eine starke Eigenkapitalrendite von 12,6 % für das abgelaufene Geschäftsjahr 2025 belegt dabei, dass der französische Energiekonzern diese grüne Hardware-Offensive vollständig aus dem klassischen Öl- und Gasgeschäft finanziert. Während Konkurrenten ihre Transformationspläne angesichts volatiler Märkte zuletzt reduzierten, besetzt TotalEnergies mit diesen Investitionen Marktanteile im europäischen Stromsektor.

 

AllianzGI-Partnerschaft und HPC-Ladetechnik treiben die operative Expansion voran

Im Detail stehen bei den neuesten Produkten hochmoderne Infrastrukturlösungen zur Elektrifizierung sowie zur Netzstabilität im Fokus. Die im März 2026 gestartete weitreichende Partnerschaft mit AllianzGI dient der Umsetzung der 800-Megawatt-Großbatteriespeicher, die künftig Schwankungen im deutschen Stromnetz lukrativ ausbalancieren. Parallel dazu erweitert die Sparte TotalEnergies Charging Solutions die Ladeinfrastruktur für die Elektromobilität mit der neuesten Generation von Ultraschnellladern: Nach der Inbetriebnahme der ersten HPC-Stationen des Deutschlandnetzes bei Erlangen skaliert das Unternehmen nun das Angebot an ganzheitlichen B2B-Flottenlösungen weiter, um Geschäftskunden die Elektrifizierung ihres Fuhrparks aus einer Hand anzubieten.

 

Gezielte Investitionen in Windparks und Repowering sichern die Dekarbonisierung

Diese Erweiterung des Hardware-Portfolios zahlt auf die langfristige Klimastrategie des Unternehmens ein. Ergänzend zur Speicher- und Ladeinfrastruktur baut TotalEnergies seine Erzeugungskapazitäten aus. Zur Umsetzung dieses Ziels trägt maßgeblich die deutsche Tochtergesellschaft VSB Gruppe bei, die das Repowering und die Hybridisierung von europäischen Windparks intensiviert, beispielsweise durch das aktuelle Großprojekt im sachsen-anhaltischen Löberitz. „Unsere jüngsten Investitionen in Deutschland zeigen unser starkes Engagement, zur Dekarbonisierung des Strommarkts sowie der Industrie beizutragen“, ordnet das Management den Nutzen dieser kombinierten Speicher- und Erzeugungsanlagen ein, die das Kernstück eines intelligenten, kohlenstoffarmen Energiesystems bilden.

 

15,6 Mrd. USD Gewinn ermöglichen höhere Dividenden und Aktienrückkäufe

Die aktuellen Geschäftszahlen belegen die kontinuierliche Investitionsfähigkeit in diese kapitalintensiven neuen Technologien. Im 4. Quartal 2025 erwirtschaftete der Konzern trotz eines Preisrückgangs bei Rohöl einen operativen Cashflow von 7,2 Mrd. USD. Auf das Gesamtjahr 2025 bezogen belief sich der bereinigte Nettogewinn auf beachtliche 15,6 Mrd. USD, während die Gesamtverschuldung zum Jahresende bei niedrigen 14,7 % lag. CEO Patrick Pouyanné betont die finanzielle Flexibilität der Bilanz: „Angesichts des unsicheren Preisumfelds haben wir für das 1. Quartal 2026 Aktienrückkäufe in Höhe von 750 Mio. USD autorisiert.“ Zudem bestätigte das Management auf Basis dieser robusten Zahlen eine Anhebung der Dividende für 2025 um 5,6 % auf 3,40 Euro je Aktie.

 

Speicher- und Ladeparks untermauern die Rolle der Aktie als grünes Basisinvestment

TotalEnergies finanziert den operativen Umbau zum Stromgiganten profitabel aus den Überschüssen des fossilen Kerngeschäfts. Die Realisierung der 800-Megawatt-Speicheranlagen und der Rollout der HPC-Ladeinfrastruktur an europäischen Autobahnen zeigen, dass der Konzern die Energiewende in das Stromnetz und auf die Straße bringt. Mit den überzeugenden Jahreszahlen für 2025 und der niedrigen Verschuldungsquote im Rücken stemmt das Unternehmen diese kapitalintensiven Hardware-Projekte aus einer Position der Stärke heraus. Flankiert von fortgesetzten Aktienrückkäufen und einer angehobenen Dividende demonstriert TotalEnergies, wie sich die Cashflow-Stärke des klassischen Sektors in den Markt für Grünstrom und Netzstabilität umschichten lässt. Investoren blicken damit auf einen Konzern, der den rasanten Wandel der Energiewirtschaft vollzieht, ohne dabei seine aktionärsfreundliche Ausschüttungspolitik zu vernachlässigen.

 

Produktidee: Discount-Zertifikat Classic auf TotalEnergies SE

Eine attraktive Alternative zur Direktanlage in die Aktie sind Discount-Zertifikate. Anlegern steht eine Auswahl an entsprechenden Produkten auf den Basiswert TotalEnergies SE zur Verfügung. Ein Beispiel ist ein Discount-Zertifikat mit der WKN: DU9D35, das am 30.03.2027 fällig wird (Rückzahlungstermin) und mit einem Discount zum Kurs der Aktie TotalEnergies SE notiert. Der Anleger erhält keine sonstigen Erträge (z.B. Dividenden) und hat keine weiteren Ansprüche aus dem Basiswert. Die Höhe der möglichen Rückzahlung wird bei 80,00 Euro begrenzt.

 

Für die Rückzahlung des Zertifikats gibt es zwei Möglichkeiten:

1. Liegt der Schlusskurs des Basiswerts TotalEnergies SE an der maßgeblichen Börse am 19.03.2027 (Referenzpreis) auf oder über dem Cap, erhält der Anleger den Höchstbetrag von 80,00 Euro.

2. Liegt der Referenzpreis unter dem Cap, erhalten Anleger eine durch das Bezugsverhältnis bestimmte Anzahl von Aktien des Basiswerts. Die DZ BANK liefert keine Bruchteile von Aktien. Für diese erhalten Anleger die Zahlung eines Ausgleichsbetrags. Dieser entspricht dem Referenzpreis multipliziert mit dem Bruchteil des Basiswerts. Ein Zusammenfassen mehrerer Ausgleichsbeträge zu Ansprüchen auf Lieferung von Aktien des Basiswerts ist ausgeschlossen. Anleger erleiden einen Verlust, wenn der Wert der gelieferten Aktien des Basiswerts am Rückzahlungstermin zzgl. des Ausgleichsbetrags unter dem Kaufpreis des Zertifikats liegt.

 

Ein gänzlicher Verlust des eingesetzten Kapitals ist möglich (Totalverlustrisiko). Ein Totalverlust tritt ein, wenn der Referenzpreis null ist. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist auch möglich, wenn die DZ BANK als Emittent ihre Verpflichtungen aus dem Zertifikat aufgrund behördlicher Anordnungen oder einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit/Überschuldung) nicht mehr erfüllen kann.

 

Das vorliegend beschriebene Discount-Zertifikat richtet sich an Anleger, die einen Anlagehorizont bis zum 30.03.2027 haben und davon ausgehen, dass die TotalEnergies SE am 19.03.2027 auf oder über 80,00 Euro liegen wird.

 

Eine ausführliche Erläuterung der genannten Fachbegriffe finden Sie in unserem Glossar.

 

Stand: 16.04.2026, DZ BANK AG / Online-Redaktion / Emittent DZ BANK

Hinweis auf Rechtliches, Prospekt und Basisinformationsblatt

Hinweis auf das Basisinformationsblatt
Das von der DZ BANK erstellte Basisinformationsblatt ist in der jeweils aktuellen Fassung auf der Internetseite der DZ BANK http://www.dzbank-wertpapiere.de/DU9D35 (dort unter „Dokumente“) abrufbar. Dies gilt, solange das Produkt für Privatanleger verfügbar ist.

Hinweis auf den Prospekt
Der gemäß gesetzlicher Vorgaben von der DZ BANK bezüglich des öffentlichen Angebots erstellte Basisprospekt sowie etwaige Nachträge und die zugehörigen Endgültigen Bedingungen sind auf der Internetseite der DZ BANK www.dzbank-wertpapiere.de veröffentlicht und können unter http://www.dzbank-wertpapiere.de/DU9D35 (dort unter „Dokumente“) abgerufen werden. Sie sollten den Prospekt lesen, bevor Sie eine Anlageentscheidung treffen, um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Prospekts von der zuständigen Behörde ist nicht als Befürwortung der angebotenen oder zum Handel an einem geregelten Markt zugelassenen Wertpapiere zu verstehen. Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann.

Rechtliche Hinweise: Diese Information ist eine Werbemitteilung und dient ausschließlich Informationszwecken. Diese Information wurde von dem Redakteur im Auftrag der DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank („DZ BANK“) erstellt und ist zur Verteilung in der Bundesrepublik Deutschland bestimmt. Diese Werbemitteilung richtet sich nicht an Personen mit Wohn- und/oder Gesellschaftssitz und/oder Niederlassungen im Ausland, vor allem in den Vereinigten Staaten von Amerika, Kanada, Großbritannien oder Japan. Diese Werbemitteilung darf im Ausland nur in Einklang mit den dort geltenden Rechtsvorschriften verteilt werden und Personen, die in den Besitz dieser Informationen und Materialien gelangen, haben sich über die dort geltenden Rechtsvorschriften zu informieren und diese zu befolgen. Diese Werbemitteilung stellt weder ein öffentliches Angebot noch eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebotes zum Erwerb von Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar. Die DZ BANK ist insbesondere nicht als Anlageberater oder aufgrund einer Vermögensbetreuungspflicht tätig. Diese Werbemitteilung ist keine Finanzanalyse. Diese Werbemitteilung stellt eine unabhängige Bewertung der entsprechenden Emittentin bzw. Wertpapiere durch den Redakteur dar. Alle hierin enthaltenen Bewertungen, Stellungnahmen oder Erklärungen sind diejenigen des Redakteurs der Werbemitteilung und stimmen nicht notwendigerweise mit denen der Emittentin oder dritter Parteien überein. Angaben zu künftigen Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für die tatsächliche künftige Wertentwicklung. Der Redakteur hat die Informationen, auf die sich die Werbemitteilung stützt, aus als zuverlässig erachteten Quellen übernommen, ohne jedoch alle diese Informationen selbst zu verifizieren. Dementsprechend gibt die DZ BANK keine Gewährleistungen oder Zusicherungen hinsichtlich der Genauigkeit, Vollständigkeit oder Richtigkeit der hierin enthaltenen Informationen oder Meinungen ab. Die DZ BANK übernimmt keine Haftung für unmittelbare oder mittelbare Schäden, die durch die Verteilung und/oder Verwendung dieser Werbemitteilung verursacht werden und/oder mit der Verteilung und/oder Verwendung dieser Werbemitteilung im Zusammenhang stehen. Eine Investitionsentscheidung bezüglich irgendwelcher Wertpapiere oder sonstiger Finanzinstrumente sollte auf der Grundlage eines Beratungsgesprächs sowie Prospekts oder Informationsmemorandums erfolgen und auf keinen Fall auf der Grundlage dieser Werbemitteilung. Die Bewertungen können je nach den speziellen Anlagezielen, dem Anlagehorizont oder der individuellen Vermögenslage für einzelne Anleger nicht oder nur bedingt geeignet sein. Die Informationen und Meinungen entsprechen dem Stand zum Zeitpunkt der Erstellung der Werbemitteilung. Sie können aufgrund künftiger Entwicklungen überholt sein, ohne dass die Werbemitteilung geändert wurde.

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Discount 80 2027/03: Basiswert TotalEnergies SE

DU9D35 / //
Quelle: DZ BANK: Geld 27.08. 09:43:16, Brief 27.08. 09:43:16
DU9D35 // Quelle: DZ BANK: Geld 27.08. 09:43:16, Brief 27.08. 09:43:16
70,10 EUR
Geld in EUR
70,12 EUR
Brief in EUR
-0,55%
Diff. Vortag in %
Basiswertkurs: 75,28 EUR
Quelle : Paris , 26.08.
  • Max Rendite 14,09%
  • Max Rendite in % p.a. 25,08% p.a.
  • Discount in % 6,85%
  • Cap 80,00 EUR
  • Abstand zum Cap in % 6,27%
  • Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 1,00

News / TotalEnergies SE

23.08.2026 | 16:58:12 (dpa-AFX)
WDH/ROUNDUP: Klingbeil-Vorstoß für Übergewinnsteuer - Union skeptisch

(Korrektur: In Griechenland gibt es aktuell keine Übergewinnsteuer.)

BERLIN (dpa-AFX) - Angesichts hoher Spritpreise an den Tankstellen unternimmt Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) mit fünf europäischen Kollegen einen neuen Vorstoß für eine Übergewinnsteuer. Sie machen sich in einem Brief an die irische EU-Ratspräsidentschaft stark für eine solche Abgabe auf europäischer Ebene, die Mineralölfirmen auf kräftig gestiegene Profite wegen des Iran-Kriegs zahlen sollen.

"Wir erleben einen der größten Versorgungsschocks seit Jahrzehnten und überall auf der Welt wächst der Unmut über den Anstieg der Lebenshaltungskosten", heißt es in dem Schreiben an den irischen Finanzminister Simon Harris, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Bisher ergriffene staatlichen Maßnahmen hätten nicht gereicht, um die Preise für Unternehmen und Bürger dauerhaft zu senken oder zu stabilisieren, schreiben die Finanzminister aus Portugal, Spanien, Österreich, Italien, Polen und Deutschland. "Deshalb brauchen wir ein gemeinsames Vorgehen, das sicherstellt, dass diejenigen, die von der Krise profitieren, ihren Teil dazu beitragen, die Belastung für die breite Bevölkerung zu verringern."

Vorstoß für neues EU-Rahmenwerk

"Wir müssen das Thema hohe Energiepreise angehen, indem wir ein EU-weites Rahmenwerk diskutieren, um Übergewinne zu besteuern", fordern die Minister in dem Schreiben. Laut "Spiegel", der zuerst über den Brief berichtete, kam dieser auf Betreiben von Klingbeil zustande. Das Thema Übergewinnsteuer, so die Forderung, solle beim Treffen der EU-Wirtschafts- und Finanzminister Mitte September in Dublin auf die Tagesordnung kommen.

Mit den hohen Spritpreisen infolge des Iran-Kriegs wurden Rufe nach neuen staatlichen Eingriffen lauter. Die Bundesregierung hatte sich im Frühjahr zunächst auf eine härtere Überwachung von Mineralölkonzernen durch das Bundeskartellamt geeinigt. Dazu kam die 12-Uhr-Regelung, wonach Tankstellen nur einmal am Tag um 12 Uhr mittags die Preise erhöhen dürfen. Außerdem gab es zwei Monate lang einen Tankrabatt. Diese befristete Steuersenkung auf Sprit lief Ende Juni aus. Seitdem haben die Preise an den Zapfsäulen wieder deutlich angezogen, was die Debatte um staatliche Eingriffe befeuert.

Unterdessen verkündeten Ölkonzerne wie Shell <GB00BP6MXD84>, BP <GB0007980591> und Totalenergies <FR0000120271> stark gestiegene Gewinne. Da der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus seit Kriegsbeginn Ende Februar stark eingeschränkt ist, sind die Preise für Alternativen zu Rohöl aus dem Persischen Golf hoch geschossen.

SPD für Übergewinnsteuer - Reiche dagegen

Die Bundesregierung ist in der Frage einer Übergewinnsteuer gespalten. Die SPD fordert sie seit schon lange, Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) lehnt sie ab.

Der energiepolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Andreas Lenz, zeigte sich im "Deutschlandfunk" skeptisch. "Wir werden das Problem insgesamt nicht mit einer sogenannten Übergewinnsteuer lösen", sagte der CSU-Politiker. "Und alles, was Markteingriff bedeutet, bedeutet eben auch entsprechend, dass die Kosten woanders aufschlagen." Der Finanzminister könne aber gern zur EU-Kommission gehen und dieses Mittel nochmals prüfen lassen.

Linke: Beruhigungspille im Wahlkampf

Die Linke im Bundestag wertete den Vorstoß Klingbeils als "reine Beruhigungspille im Wahlkampf". Er wolle damit von der unterlassenen Hilfeleistung der Bundesregierung für Pendlerinnen und Pendler ablenken, erklärte der finanzpolitische Sprecher Christian Görke. "Klingbeil weiß selbst, dass eine EU-Übergewinnsteuer angesichts der Mehrheitsverhältnisse in der EU nicht kommen wird."

Die Linke fordere eine nationale Übergewinnsteuer wie etwa in Portugal. "Das wäre ein wirksames Mittel, um endlich die Spekulation und die Selbstbedienungsmentalität der Mineralölkonzerne einzudämmen."

Der Sozialverband Deutschland unterstützte Klingbeils Vorstoß. Die Einnahmen müssten gezielt zur Entlastung von Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen eingesetzt werden, forderte die Vorstandsvorsitzende Michaela Engelmeier. Das Verhalten der Mineralölkonzerne sei "unanständig".

Diskussion über niedrige Füllstände in Gasspeichern

Ein weiteres durch den Iran-Krieg verursachtes Problem sind die hohen Gaspreise, die Firmen momentan davon abhalten, die Speicher für den Winter zu füllen. Der CSU-Energiepolitiker Lenz lehnte es ab, die Verantwortung für das Befüllen dem Staat zu übertragen. Dieser würde damit zum Marktteilnehmer, was die Anbieter sofort merken würden. Die Folge wären steigende Preise. "Ich bin gleichzeitig aber auch dafür, dass wir eine nationale Gasreserve initiieren, die zumindest für einen Teil auch eine staatliche Vorsorge garantiert", sagte Lenz im "Deutschlandfunk".

FDP plädiert für Gasgewinnung per Fracking

Angesichts der hohen Preise und niedrigen Füllstände fordert die FDP, die Förderung heimische Vorkommen auszubauen. "Dazu bieten sich auch Fracking-Verfahren an, die sich weiterentwickelt haben", sagte FDP-Generalsekretär Martin Hagen der dpa in Berlin. "Umweltrisiken lassen sich durch eine angepasste Steuerung und Überwachung der Maßnahmen mittlerweile minimieren."

Nötig seien zudem neue Energiepartnerschaften in der EU, mit ihren Beitrittskandidaten und Partnern im Mittelmeerraum. Hagen verwies darauf, dass Steuern, Abgaben und Umlagen etwa 30 Prozent des hiesigen Gaspreises ausmachten. "Diesen Anteil wollen wir spürbar senken, und damit Bürger und Unternehmen entlasten."/sk/DP/he

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