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25.08.2026 | 16:50:46 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien New York: Nasdaq erholt sich dank Ölpreisen und Anleiherenditen

NEW YORK (dpa-AFX) - Nach einem durchwachsenen Wochenbeginn haben sich die New Yorker Börsen am Dienstag überwiegend freundlich präsentiert. Zudem konnten sich die zuletzt schwachen Nvidia <US67066G1040>-Aktien schon vor den am Mittwoch anstehenden Geschäftszahlen des Chipriesen deutlich erholen. Nach einem positiven Start schmolzen die Kursgewinne aber etwas ab.

Gut eine Stunde nach Handelsbeginn legte der Leitindex Dow Jones Industrial <US2605661048> um 0,11 Prozent auf 53.476 Punkte. Er hatte bereits am Montag etwas zugelegt. Für den marktbreiten S&P 500 <US78378X1072> ging es zuletzt um 0,16 Prozent auf 7.665 Punkte hoch. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 <US6311011026> gewann 0,47 Prozent auf 29.159 Punkte. Zum Wochenstart hatten beide Indizes noch nachgegeben - insbesondere das Tech-Börsenbarometer, welches nun vom starken Chipsektor profitierte.

Die Ölpreise weiteten trotz der Drohung von US-Wirtschaftssanktionen gegen den Iran ihre anfänglichen Verluste kräftig aus. Eine mit Spannung erwartete Rede des US-Finanzministers Scott Bessent hatte am Montagabend keine konkreten Maßnahmen erwähnt, mit denen die USA den Kriegsgegner Iran stärker unter Druck setzen wollen. Zuvor hatte Washington von einem "Wirtschaftskrieg" gegen das Land gesprochen und damit gedroht, den Iran komplett von der Weltwirtschaft zu isolieren. "Die entscheidende Frage ist, wie aggressiv die USA Sekundärsanktionen gegen die wichtigsten Handelspartner des Iran - insbesondere China - durchsetzen werden", hieß es in einer Einschätzung der Commerzbank.

Die Aktien von Nvidia beendeten mit einem Anstieg um 1,5 Prozent eine mehrtägige Verlustserie. Das wertvollste Börsenunternehmen der Welt gilt als wichtiger Gradmesser für den Boom rund um Künstliche Intelligenz (KI). Nvidia mache derzeit alles richtig, und die Geschäfte liefen auf Hochtouren, sagte Mark Malek, der das Portfoliomanagement beim Finanzdienstleister Siebert leitet. Daher rechne er ebenso wie der Markt am Mittwoch mit guten Nachrichten. Der Experte warnte indes auch vor dem Rückschlagpotenzial im Falle einer Enttäuschung.

Andere Werte aus dem Chipsektor legten am Dienstag noch deutlicher zu. Marvell Technology <US5738741041> führten mit einem Plus von 6 Prozent die Gewinnerliste im Nasdaq 100 an. Dahinter ging es für AMD <US0079031078> und Arm Holdings <US0420682058> um bis zu 4,3 Prozent hoch.

Dagegen brachen die Titel von Dicks Sporting Goods <US2533931026> um knapp 27 Prozent ein. Der Sportartikel-Händler hatte mit der Vorlage von Quartalszahlen seinen Ausblick wegen der schwachen Entwicklung bei der zugekauften Handelskette Foot Locker <US3448491049> gesenkt. Im Sog von Dick's büßten die Aktien von Branchenprimus Nike <US6541061031> als Dow-Schlusslicht 2,8 Prozent ein./gl/he

25.08.2026 | 16:46:20 (dpa-AFX)
ROUNDUP 2/VW im Umbruch: Vorstand erntet heftige Kritik für Sparkurs
25.08.2026 | 16:38:24 (dpa-AFX)
USA: Verbrauchervertrauen trübt sich ein
25.08.2026 | 16:29:15 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Zuckersteuer für mehr Produkte? Streit in Bundesregierung
25.08.2026 | 16:27:54 (dpa-AFX)
Slowakei: Möglicher Anschlag auf Drohnenfabrik verhindert
25.08.2026 | 16:26:58 (dpa-AFX)
Deutsche Börse-News: Aktien-ETFs im Schatten von Gold und Bitcoin
25.08.2026 | 16:22:27 (dpa-AFX)
Stadt Hamburg plant erste grüne Anleihe in Millionenhöhe
25.08.2026 | 16:29:15 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Zuckersteuer für mehr Produkte? Streit in Bundesregierung

BERLIN (dpa-AFX) - In der Bundesregierung zeichnet sich ein Streit um die konkrete Ausgestaltung der geplanten Zuckersteuer ab. Wie zuerst die "Bild"-Zeitung unter Verweis auf ein Papier aus dem Finanzministerium berichtete, gibt es Pläne, dass die geplante Zuckersteuer mehr Produkte betreffen könnte als gedacht. Widerspruch kam vom Agrarministerium. In einem Schreiben heißt es, das "Eckpunktepapier" gehe deutlich über die Empfehlungen einer vom Gesundheitsministerium eingesetzten Kommission hinaus.

Im Finanzministerium hieß es, die Federführung für das Vorhaben liege beim Bundesgesundheitsministerium. Gesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) sagte auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur: "Die Koalition hat im Koalitionsausschuss eine Vereinbarung getroffen. Die gilt auch für mich als neuen Gesundheitsminister. Derzeit laufen die Beratungen über die Umsetzung." Die schwarz-rote Bundesregierung hatte vereinbart, dass eine neue Steuer auf gezuckerte Getränke kommen soll.

Soll Steuer auf mehr Getränke erhoben werden?

Aus dem Papier des Finanzministeriums von Ressortchef Lars Klingbeil (SPD) geht hervor, dass neben Limonaden unter anderem auch Säfte, Milchgetränke, Eistees, Biermischgetränke, Haferdrinks und Fertigkaffees der Zuckersteuer unterworfen werden könnten. Konkret ist die Rede von Getränken "mit Zucker und/oder Süßungsmitteln" sowie von "Zucker-/süßungsmittelhaltigen Granulaten". Nicht betroffen wären 100-prozentige Fruchtsäfte oder reine Milch.

Im Papier, das der Deutschen Presse-Agentur ebenfalls vorliegt, heißt es, die "Zuckergetränkesteuer" solle gemäß der Empfehlung der Kommission "sowohl eine Lenkungswirkung hinsichtlich der erforderlichen Verminderung des Zuckergehalts in Getränken bewirken als auch Einnahmen für den Bundeshaushalt generieren". Im Haushalt müssen Finanzlöcher gestopft werden.

Widerstand aus Unionsfraktion

Die gesundheitspolitische Sprecherin der Unionsfraktion im Bundestag, Simone Borchardt, will die Pläne so nicht mittragen. "Eine Besteuerung von Zero-Getränken lehne ich in aller Deutlichkeit ab", sagte die CDU-Politikerin dem Portal WEB.DE News. Eine solche Regelung entferne sich vom eigentlichen gesundheitspolitischen Ziel und konterkariere vereinbarte Ziele der Koalition.

Agrarministerium legt Vorbehalt ein

Das Agrarministerium kündigte Widerstand an. Das geht aus einem Schreiben der zuständigen Abteilungsleiterin aus dem Ministerium von Ressortchef Alois Rainer (CSU) hervor, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Zuerst hatte der "Spiegel" darüber berichtet. In dem Schreiben vom 12. August heißt es, die Hausleitung habe Leitungsvorbehalt eingelegt. Das Eckpunktepapier gehe deutlich über die Empfehlungen der "FinanzKommission Gesundheit" hinaus - indem nicht nur zuckergesüßte Erfrischungsgetränke, sondern beispielsweise auch Fruchtsäfte aus Konzentraten sowie Fruchtnektare, Milchmischgetränke, pflanzliche Milchalternativen, alkoholfreie Biere und alkoholfreie Weine sowie Mischgetränke daraus von der Steuer erfasst sein sollen. Betroffen sein sollten zudem Getränke mit Süßungsmitteln.

Nach "näherungsweisen Berechnungen" des Wirtschafts- sowie Agrarministeriums würden allein die für Erfrischungsgetränke zu erwartenden Einnahmen mit rund zwei Milliarden Euro pro Jahr deutlich über den zur Stabilisierung der gesetzlichen Krankenversicherung eingeplanten 650 Millionen Euro im Jahr 2027 und jährlich mindestens 450 Millionen Euro ab 2028 liegen.

Verbraucherschützer unterstützen Klingbeil

Die Chefin des Verbraucherzentrale Bundesverbands, Ramona Pop, betonte, es sei richtig, dass das Bundesfinanzministerium bei der Zuckersteuer keine Ausnahmen für Getränke mit Süßstoffen schaffen wolle. "Für eine gesündere Ernährung müssen alle Getränke einbezogen werden, denen Zucker oder Süßstoffe zugesetzt werden." Die Zuckersteuer sei wichtig zur Gesundheitsprävention und dürfe kein Instrument zur Haushaltssanierung sein. Die Einnahmen sollten konsequent in die Ernährungsprävention fließen.

Auch die Verbraucherorganisation Foodwatch heißt die Regierungspläne gut. "Der ambitionierte Plan der Bundesregierung ist ein großer Wurf für die Gesundheit unserer Kinder." Deutschland habe im Kampf gegen ernährungsbedingte Krankheiten schon viel zu viel Zeit verloren. "Großbritannien beweist: Die Zuckersteuer wirkt."

Scharfe Kritik von AfD und FDP

Die AfD hält hingegen nichts von einer Zuckersteuer. Diese gehöre gestoppt, forderte der finanzpolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Kay Gottschalk. "Wir brauchen keine Regierung, die den Bürgern vorschreibt, was sie trinken dürfen und dafür anschließend auch noch abkassiert", betonte er.

FDP-Chef Wolfgang Kubicki sagte Welt TV: "Der Staat ist nicht der Erziehungsberechtigte." "Es ist schlicht und ergreifend eine platte Steuererhöhung mit mehr als 30 Prozent Preissteigerung. Das ist schon ein echter Hammer. In einer Phase, in der die Bürger entlastet werden müssen, sind Preissteigerungen in dieser Form einfach nicht vertretbar", kritisierte Kubicki./hoe/DP/stw

25.08.2026 | 16:09:01 (dpa-AFX)
KORREKTUR: Amazon baut Logistikzentrum für hohen Millionenbetrag um
25.08.2026 | 16:05:30 (dpa-AFX)
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25.08.2026 | 16:00:05 (dpa-AFX)
Amazon baut Logistikzentrum für hohen Millionenbetrag um
25.08.2026 | 15:04:37 (dpa-AFX)
Zuckersteuer für mehr Produkte? Streit in Bundesregierung
25.08.2026 | 14:56:10 (dpa-AFX)
EQS-Stimmrechte: LEG Immobilien SE (deutsch)
25.08.2026 | 14:37:19 (dpa-AFX)
EQS-Stimmrechte: Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Aktiengesellschaft in München (deutsch)
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