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01.08.2026 | 15:15:16 (dpa-AFX)
Selenskyj: Schiff im Asowschen Meer versenkt

KIEW/MOSKAU (dpa-AFX) - Infolge eines ukrainischen Angriffs ist im Asowschen Meer ein russisches Schiff gesunken. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj schrieb bei Telegram von Attacken im Schwarzen und im Asowschen Meer. Details nannte er zu einem Schiff, das eine Ladekapazität von 100.000 Tonnen habe, unter russischer Flagge unterwegs gewesen sei und "dank der Treffsicherheit" ukrainischer Streitkräfte gesunken sei.

Von russischer Seite bestätigte der staatliche Atomkonzern Rosatom den Untergang des Schiffs. Es gehört demnach zu dem mit EU-Sanktionen belegten Logistikunternehmen FESCO, das wiederum zu Rosatom gehört. Das Schiff sei mit zwei Drohnen mehr als 200 Kilometer vor Noworossijsk angegriffen worden.

"Das war ein ganz gewöhnliches, ziviles Containerschiff, das in internationalen Gewässern zivile Güter transportierte", wird Rosatom-Chef Alexej Lichatschow zitiert. Er warf Kiew Piratentum und Seeräuberei vor. Die 17 Besatzungsmitglieder seien von einem anderen Schiff und Marinefliegern der russischen Schwarzmeerflotte gerettet worden.

Ukraine nimmt erneut Ölindustrie ins Visier

Selenskyj gab auch an, dass Infrastruktur von drei Raffinerien in der russischen Teilrepublik Baschkortostan getroffen worden sei. Republik-Chef Radi Chabirow teilte bei Telegram mit, dass Trümmerteile einer abgeschossenen ukrainischen Drohne in ein Industriegebiet in Ufa gestürzt seien. Er sprach von Rauchbildung in der Folge, Verletzte gebe es nicht.

In sozialen Medien kursierten nicht überprüfbare Fotos und Videos, die Feuer und kilometerhohe Rauchsäulen zeigen sollen.

Die Ukraine verteidigt sich seit mehr als vier Jahren gegen eine russische Invasion, auch mit Gegenangriffen im russischen Hinterland. Mit Attacken gegen die russische Ölindustrie will sie den Treibstoffnachschub für russische Truppen stören und Moskaus Kriegskasse schmälern. Mit Drohnenangriffen brachte Kiew zuletzt den russischen Schiffsverkehr im Schwarzen und Asowschen Meer weitgehend zum Erliegen./ksr/DP/zb

01.08.2026 | 15:07:54 (dpa-AFX)
BVB gewinnt Testspiel in Tokio - Sorgen um Chukwuemeka
01.08.2026 | 15:07:43 (dpa-AFX)
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01.08.2026 | 14:05:05 (dpa-AFX)
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01.08.2026 | 14:05:04 (dpa-AFX)
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01.08.2026 | 13:44:27 (dpa-AFX)
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01.08.2026 | 14:05:05 (dpa-AFX)
ROUNDUP/'Schäbiger Deal': Infantinos Investorenpläne gescheitert

ZÜRICH (dpa-AFX) - FIFA-Boss Gianni Infantino ist mit seinen milliardenschweren Investorenplänen krachend gescheitert - und die Europäische Fußball-Union UEFA unter der Führung von Präsident Aleksander Ceferin heizt den Machtkampf mit drastischen Worten an.

"Die derzeitige FIFA-Führung hat nicht nur das Vertrauen der UEFA verloren, sondern auch das vieler anderer Mitglieder der Fußballfamilie", erklärte der europäische Dachverband, nachdem der angeschlagene Infantino angesichts weltweiter Empörung und unter massivem öffentlichem Druck bei seinem heftig umstrittenen Kommerz-Projekt eine peinliche Kehrtwende vollzogen hatte.

"Das genaue Gegenteil von Transparenz"

"Der schäbige, hinter verschlossenen Türen ausgehandelte und undurchsichtige Deal, den er eingefädelt und anschließend durchzusetzen versucht hat, war das genaue Gegenteil von Transparenz", polterte die UEFA. Man werde nun mit den Mitgliedsverbänden und "in enger Zusammenarbeit" mit den anderen Konföderationen analysieren, wie es dazu kommen konnte, um eine Wiederholung auszuschließen.

"Diese Überprüfung muss gründlich und umfassend sein. Keine Option darf von vornherein ausgeschlossen werden." Die Drohung der UEFA ist unmissverständlich: Infantino, verschwinde! Die Konkurrenz darf sich in Stellung bringen.

Stunden zuvor hatte der FIFA-Boss noch eine Mitteilung in die europäische Nacht hinausschicken lassen, die es ebenfalls in sich hatte. "Nachdem wir uns alle Standpunkte aufmerksam angehört haben, ist deutlich geworden, dass das Projekt zu Spaltungen geführt hat, die - unabhängig vom Ausmaß der Unterstützung - nicht mehr im Interesse des ursprünglich angestrebten Ziels liegen", erklärte Infantino das Ende seiner Investorenpläne.

Die Enterprise und unendliche Weiten

Dabei hatte der Schweizer aus seiner Sicht eine ziemlich geniale Idee. Anteile an den Premium-Produkten des Weltverbandes sollten an private Investoren verkauft werden. Geldgeber hätten rund 20 Prozent der Anteile an dem neu zu gründenden Tochterunternehmen FIFA Forward Enterprise (FFE) erwerben können, dessen Wert zunächst auf insgesamt 20 Milliarden Dollar festgelegt war. Die FFE hätte die kommerziellen Rechte an den FIFA-Wettbewerben wie der Männer- und Frauen-WM sowie der Club-WM gebündelt.

Infantino hätte in dem Tochterunternehmen Geschäftsführer werden können - aus ihm wäre dann quasi der Captain Kirk aus der Science-Fiction-Serie "Star Trek" geworden. Schier unendliche finanzielle Weiten lockten. Technologieinvestor Joshua Kushner, dessen Bruder Jared mit der Tochter von US-Präsident Donald Trump, Ivanka, verheiratet ist, hätte über seine Investmentfirma Thrive eine Schlüsselrolle dabei spielen können. Der US-Präsident wiederum gab an, mit dem FIFA-Chef über die Investorenpläne des Weltverbandes nicht gesprochen zu haben.

Infantino hatte den 211 Mitgliedsverbänden für die Zustimmung Berichten zufolge eine Frist bis zum 19. September gegeben und im Gegenzug Sonderzahlungen in Aussicht gestellt. So sehen Pläne zum Machterhalt aus. Infantinos galaktisches Vorhaben ist aber geplatzt.

"Vereinen und verbessern"

"Unser Ziel war schon immer - und wird es auch immer sein - zu vereinen und zu verbessern. Daher wird dieser Vorschlag nicht weiterverfolgt", erklärte Infantino kleinlaut. "In den kommenden Tagen und Wochen möchte ich alle beteiligten Parteien wieder zusammenbringen - im gemeinsamen Interesse unseres Sports und mit dem Ziel, den Fußball weltweit weiter voranzubringen, insbesondere in den Ländern, die unsere Unterstützung am meisten brauchen."

Mit dem Projekt habe er die Mitgliedsverbände stärken wollen, erklärte Infantino. Zur Umsetzung wäre es ohnehin nur gekommen, wenn eine Mehrheit dem Projekt zugestimmt hätte.

Infantino ist nicht das erste Mal mit einem zuvor nie erlebten Ausverkauf von FIFA-Rechten gescheitert. 2018 warb er für einen Investoren-Deal für die Vermarktungsrechte an einer neuen Club-WM mit 24 Teams sowie einer globalen Nations League mit einem Finalturnier kontinentaler Champions. Es ging um die stolze Summe von 25 Milliarden Dollar. Daraus wurde nichts.

Die Unterstützung bröckelt auch intern

Diesmal erlebte Infantino wieder einen im Höchsttempo ansteigenden Druck. So hatte die UEFA nicht nur die Pläne kritisiert, sondern sogar mit einem WM-Boykott gedroht. "Keine Nationalmannschaften aus der UEFA werden an irgendeinem FIFA-Wettbewerb teilnehmen, solange diese Vorschläge weiterbestehen", beschied die UEFA.

Sie legte nach dem Ende der Investorenpläne sogar nach. "Dies ist ein Sieg für den gesamten Fußball. Doch es darf nicht das Ende der Geschichte sein. Der Vorschlag ist vom Tisch. Die Aufgabe, das Vertrauen in die FIFA wiederherzustellen, hat jedoch gerade erst begonnen", teilte die UEFA in einem Sauber-Mann-Ton mit, den sie selbst nicht immer erfüllen kann. Dänemarks Verband entzog Infantino schon mal das Vertrauen.

Auch die für Nord- und Mittelamerika sowie die Karibik zuständige Concacaf sowie der asiatische Fußballdachverband AFC gingen auf Distanz zu Infantino und seinen Plänen. Der südamerikanische Fußballverband Conmebol bezog dagegen zunächst keine inhaltliche Position und erklärte, die Pläne weiter zu prüfen und forderte zusätzliche Informationen der FIFA an.

Auch innerhalb des Prachtbaus auf dem Zürichberg bröckelt die Unterstützung für Infantino. FIFA-Betriebsdirektor Kevin Lamour warf dem 56-Jährigen vor, die Mitarbeiter hintergangen zu haben. Ein hochrangiger Berater Infantinos, Carlos Cordeiro, trat aus Protest gegen die Pläne zurück.

Infantino steckt in der Krise

"Gianni Infantino hat eine demütigende Niederlage erlitten", urteilte die "Daily Mail" in England. "Infantino kuscht nach Aufstand", meinte der Schweizer "Blick". "L'Equipe" in Frankreich schrieb: "Mit seinem Plan, die Weltmeisterschaft teilweise zu verkaufen, hat FIFA-Präsident Gianni Infantino so viel Widerstand wie noch nie erfahren. Seit seiner Wahl zum Präsidenten des Fußball-Weltverbandes im Jahr 2016 ist Infantinos Position noch nie so stark erschüttert worden. Der Verband steckt nun in einer Krise."

Mittendrin ist Infantino. Der würde gerne beim 77. FIFA-Kongress im März nächsten Jahres in Rabat (Marokko) ein weiteres und letztes Mal für vier Jahre gewählt werden. Mit Kritik und Gegenwind kennt sich der Strippenzieher aus. Aber wie geschwächt ist seine Position nun wirklich? Oder konnte er mit dem abgeblasenen Investorenplan seine Rivalen noch einmal halbwegs milde stimmen? Bis zum 18. November können Kandidaten ihre Bewerbungen für die Wahl zum FIFA-Präsidenten einreichen./mom/DP/zb

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31.07.2026 | 19:55:12 (dpa-AFX)
EQS-Adhoc: ABO Energy GmbH & Co. KGaA einigt sich mit Finanzierungspartnern auf Verlängerung der Stillhaltevereinbarung und Fortsetzung des Sanierungskurses (deutsch)
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03.08.2026 Bericht zum 4. Quartal Clorox Co.: 4th Quarter 2026 Earnings Clorox Co.: 4th Quarter 2026 Earnings
03.08.2026 Bericht zum 2. Quartal Palantir Technologies Inc.: Second Quarter 2026 Earnings Release Palantir Technologies Inc.: Second Quarter 2026 Earnings Release
03.08.2026 Bericht zum 2. Quartal SBA Communications Corporation: Second Quarter 2026 Earnings Results SBA Communications Corporation: Second Quarter 2026 Earnings Results
03.08.2026 Bericht zum 3. Quartal Stabilus SE: Bericht Q3 2026 Stabilus SE: Bericht Q3 2026
03.08.2026 Bericht zum 2. Quartal Vornado Realty Trust: 2Q 2026 Earnings Vornado Realty Trust: 2Q 2026 Earnings
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