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18.02.2026 | 13:41:46 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Protestaktion gegen Reiches Stromnetzpläne

BERLIN (dpa-AFX) - Mit dem Rotorblatt einer Windkraftanlage und Schrott aus ausrangierten Solarpanels haben Nichtregierungsorganisationen gegen die Energiepolitik von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche demonstriert. Die von Campact initiierte Aktion "Schrottplatz der Energiewende" richtet sich gegen ein geplantes "Netzpaket" der CDU-Politikerin.

Reiche will den Ausbau von Wind- und Solaranlagen besser mit dem hinterher hinkenden Netzausbau synchronisieren und Kosten senken. Die Pläne haben wegen verschiedener geplanter Maßnahmen breite Kritik ausgelöst.

"Die Energiewende gehört nicht auf den Schrottplatz", kritisierte Campact-Vorstand Christoph Bautz. "Doch mit dem Netzpaket von Katherina Reiche würde der Ausbau der erneuerbaren Energien jäh ausgebremst."

Das Rotorblatt fuhr als Sondertransport durch Berlin und wurde wie die Solarpanels vor dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie abgeladen. Auf dem Rotorblatt prangte die Forderung: "Reiche: Energiewende nicht verschrotten!" Mehrere Dutzend Menschen nahmen an der Aktion teil. Die Polizei sprach von rund 200 Teilnehmern.

In dem Gesetzentwurf von Reiche heißt es, der Netzausbau könne nicht mit dem Bau von Anlagen Schritt halten. Deshalb soll in besonders belasteten Gebieten im Falle, dass Wind- und Solaranlagen gedrosselt oder abgeschaltet werden, keine Entschädigung mehr für neue Anschlüsse gezahlt werden./anj/hrz/hoe/DP/jha

18.02.2026 | 13:39:18 (dpa-AFX)
IRW-News: Terra Clean Energy Corp.: Terra Clean schließt Übernahme zum Erwerb von bis zu 100 % der Anteile an den Uranminen Prospector & Freedom in Marysvale, Utah, USA, ab
18.02.2026 | 13:35:57 (dpa-AFX)
IRW-News: Q-Gold Resources Ltd.: QGold berichtet über die Ergebnisse seiner Bohrkampagnen auf dem Goldprojekt Mine Centre
18.02.2026 | 13:24:19 (dpa-AFX)
Wegen Ukraine-Krieg: Slowakei ruft 'Erdöl-Notstand' aus
18.02.2026 | 13:22:32 (dpa-AFX)
Original-Research: technotrans SE (von Montega AG): Kaufen
18.02.2026 | 13:18:34 (dpa-AFX)
Deutschland und Indien vereinbaren 'KI-Pakt'
18.02.2026 | 13:16:58 (dpa-AFX)
Länder setzen Bahn bei Sanierung Berlin-Hamburg Frist
18.02.2026 | 13:07:07 (dpa-AFX)
ROUNDUP 2: So viel durstiger als angegeben sind Plug-in-Hybride

(neu: Bundesumweltminister Schneider im letzten Absatz.)

KARLSRUHE (dpa-AFX) - Im Alltagsbetrieb sind Plug-in-Hybride sehr viel durstiger als auf dem Papier. Im Schnitt verbrauchen sie etwa das Vierfache des offiziellen Werts, wie eine Untersuchung des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung (ISI) und anderer Organisationen zeigt. Basis der Untersuchung sind Echtdaten von knapp einer Million Fahrzeuge verschiedener Hersteller mit den Baujahren 2021 bis 2023. Zuvor hatte der SWR berichtet.

Dass Autos - auch anderer Antriebsarten - im Alltag vom im vorgegebenen WLTP-Zyklus gemessenen Normverbrauch abweichen, ist bekannt. Auch der Vorwurf, dass die Differenz bei Plug-in-Hybriden besonders hoch sein könnte, wird immer wieder vorgebracht. Der jetzt gemessene Unterschied ist allerdings extrem: Während der durchschnittliche Normverbrauch ungefähr bei 1,4 bis 1,6 Litern auf 100 Kilometern lag, waren es den Realdaten zufolge - je nach Berechnungsmethode zwischen 5,8 und 6,1 Liter pro 100 Kilometer und damit in der Nähe reiner Verbrenner. Entsprechend höher sind CO2-Ausstoß und Spritkosten.

Bei neuen Plug-in-Hybriden könnte der Unterschied allerdings niedriger ausfallen. Die Regeln für die Verbrauchsmessung des Antriebstyps wurden zwischenzeitlich verschärft. Selbst auf ihrer Basis erwarten die Studienautoren aber noch Alltags-Verbräuche, die fast doppelt so hoch sind wie die Normdaten. Der WLTP gibt eine genaue Abfolge von Geschwindigkeiten und Beschleunigungen vor. Ziel ist es, vergleichbare Verbrauchswerte zu ermitteln.

Selbst im Elektro-Modus ist der Verbrauch höher

Zu der Diskrepanz trägt dem Bericht zufolge bei, dass die Autos im Alltag selbst im überwiegend elektrischen Entlademodus durchschnittlich etwa 3 Liter pro 100 Kilometer verbrauchten - viel mehr als bisher gedacht. Dies sei ein "Schock" für alle beteiligten Wissenschaftler gewesen, zitiert der SWR den Studienleiter Patrick Plötz vom Fraunhofer ISI.

Zudem zeigen die Daten, dass viele Plug-in-Hybride praktisch nicht oder nur wenig aufgeladen werden. Auch das trägt zu höheren Sprit-Verbräuchen bei, weil die Kraft dann komplett vom Verbrennungsmotor kommen muss. Wie häufig das der Fall war, unterschied sich dabei nach Hersteller sehr stark. Insgesamt lag der elektrische Fahranteil aber nur bei rund einem Viertel.

Aufgrund der neuen Ergebnisse fordern die Wissenschaftler, die EU-Regularien anzupassen - unter anderem, indem ein niedrigerer elektrischer Fahranteil in die Berechnung einfließt. Die Lücke zwischen "theoretischem" und "tatsächlichem" Kraftstoffverbrauch sei viel zu groß. Diese müssen man durch schärfere Vorgaben bei der Berechnung des Kraftstoffverbrauchs von Plug-in-Hybriden deutlich verkleinern.

Wichtig für EU-Flottenziele

Eine solche Anpassung hätte auch Auswirkungen für die Autohersteller, denn die Einhaltung der ihnen von der EU vorgegebenen CO2-Flottenwerte wird anhand der WLTP-Verbräuche berechnet. Eine weitere Anpassung der Berechnung ab 2027 ist bereits geplant, auch für sie gehen die Autoren aber davon aus, dass im Alltag rund 40 Prozent mehr als auf dem Papier verbraucht würde. Die Regeln müssten also auch darüber hinaus verschärft werden.

Auch Plötz plädiert im SWR für eine Anpassung an die Realität auf der Straße: "Wir können heute, weil es jetzt die Daten und die Infrastruktur gibt, aufhören, Fahrzeuge nach ihrer Typgenehmigung zu bewerten, sondern können die Realdaten messen und sagen: die Hersteller, die auf der Straße die Grenzwerte einhalten, die sind gut und wer die auf die Straße nicht einhält, der muss vielleicht eine Strafzahlung leisten."

VCD fordert Änderungen bei staatlicher Förderung

Der Umweltverband VCD fordert Konsequenzen aus der Studie. Diese belege, was man selbst schon lange sage: "Plug-In-Hybride sind eine Mogelpackung", betont Sprecher Michael Müller-Görnert. "Diese Technik ist ein Auslaufmodell und gehört nicht gefördert. Stattdessen sollte die neue Kaufprämie der Bundesregierung ausschließlich für batterieelektrische Fahrzeuge gelten und - anders als geplant - auch gebrauchte E-Autos einbeziehen. Das schont das Klima und hilft Familien mit wenig Geld."

Bundesumweltminister Carsten Schneider räumte ein, dass rein elektrisch betriebene Fahrzeuge besser für die Umwelt seien. Die Entscheidung, auch Plug-in-Hybride zu fördern, habe "vor allen Dingen wirtschaftspolitische Gründe und beschäftigungspolitische Gründe". Der SPD-Politiker verwies darauf, dass die Förderung für Plug-in-Hybride niedriger als für reine Elektroautos ausfällt./ruc/hrz/DP/men

18.02.2026 | 13:00:04 (dpa-AFX)
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18.02.2026 Telefonkonferenz zum 4. Quartal Verisk Analytics Inc: Q4 2025 Earnings Conference Call Verisk Analytics Inc: Q4 2025 Earnings Conference Call
18.02.2026 Auftragseingänge der Industrie Japan: Auftragseingänge der Industrie Dezember 2025 Japan: Auftragseingänge der Industrie Dezember 2025