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Open-End Faktor-Optionsschein 15x long mit Knock-Out: Volkswagen AG

DN6DN5 / DE000DN6DN55 //
Quelle: DZ BANK: Geld 16.10., Brief 16.10.
DN6DN5 DE000DN6DN55 // Quelle: DZ BANK: Geld 16.10., Brief 16.10.
6,10 EUR
Geld in EUR
6,31 EUR
Brief in EUR
24,24%
Diff. Vortag in %
Basiswertkurs: 68,68 EUR
Quelle : Xetra , 16.10.
  • Reset-Schwelle 65,0171 EUR
  • Abstand zur Reset-Schwelle in % 5,33%
  • Knock-Out-Barriere 64,2544 EUR
  • Faktor 15,00x
  • Kurs-Schwelle 82,416 EUR
  • Bezugsverhältnis 1,394524
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Hinweis der DZ BANK:

Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.

Gemäß Allgemeinverfügung BaFin nach Art. 42 MiFIR und § 15 Absatz 1 Satz 2 WpHG in Verbindung mit Art. 42 MiFIR betreffend Turbo-Zertifikate vom 15.10.2025

Chart

Open-End Faktor-Optionsschein 15x long mit Knock-Out: Volkswagen AG

  • Intraday
  • 1W
  • 1M
  • 3M
  • 6M
  • 1J
  • 2J
  • 5J
  • Max
Quelle: DZ BANK AG, Frankfurt: 16.10. 21:58:05
Charts zeigen die Wertentwicklungen der Vergangenheit. Zukünftige Ergebnisse können sowohl niedriger als auch höher ausfallen. Falls Kurse in Fremdwährung notieren, kann die Rendite infolge von Währungsschwankungen steigen oder fallen. © 2026 DZ BANK AG

Stammdaten

Stammdaten
WKN / ISIN DN6DN5 / DE000DN6DN55
Emittent DZ BANK AG
Produktstruktur Hebelprodukt
Kategorie Faktor-Optionsschein
Produkttyp long (steigende Markterwartung)
Währung des Produktes EUR
Quanto Nein
Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 1,394524
Ausübung Bermuda
Emissionsdatum 05.10.2026
Erster Handelstag 05.10.2026
Letzter Handelstag Endlos
Handelszeiten 08:00 - 22:00 Hinweise zur Kursstellung
Knock-Out-Zeiten Übersicht
Letzter Bewertungstag Endlos
Zahltag Endlos
Fälligkeitsdatum N/A
Basispreis 64,111 EUR
Reset-Preis 68,68 EUR
Reset-Schwelle 65,0171 EUR
Kurs-Schwelle 82,416 EUR
Knock-Out-Barriere bezogen auf den Inneren Wert 0,20 EUR
Knock-Out bei Basiswert Kurs 64,2544 EUR
Knock-Out-Barriere erreicht Nein
Knock-Out-Barriere erreicht am --
Anpassungsprozentsatz p.a. 5,43400% p.a.
enthält: Bereinigungsfaktor 3,00%
Anpassungshistorie
ZeitpunktReset-PreisBasispreis
16.10.202668,68 EUR64,111 EUR
15.10.202666,82 EUR62,3747 EUR
14.10.202667,04 EUR62,5801 EUR
13.10.202668,86 EUR64,279 EUR
12.10.202668,40 EUR63,8689 EUR
09.10.202668,00 EUR63,4762 EUR
08.10.202666,60 EUR62,1694 EUR
07.10.202669,74 EUR65,1005 EUR
06.10.202668,88 EUR64,2977 EUR
05.10.202668,54 EUR63,9803 EUR
02.10.202667,48 EUR62,9813 EUR

* = außerordentlicher Reset

Kennzahlen

Kennzahlen
Berechnung: 16.10.2026, 21:58:05 Uhr mit Geld 6,10 EUR / Brief 6,31 EUR
Spread Absolut 0,21 EUR
Spread Homogenisiert 0,150589 EUR
Spread in % des Briefkurses 3,33%
Faktor 15,00x
Abstand zur Reset-Schwelle absolut 3,6629 EUR
Abstand zur Reset-Schwelle in % 5,33%
Abstand zur Kurs-Schwelle absolut 0,00 EUR
Abstand zur Kurs-Schwelle in % 0,00%
Abstand zum Knock-Out bei Basiswert Kurs absolut 4,4256 EUR
Abstand zum Knock-Out bei Basiswert Kurs in % 6,44%
Performance seit Auflegung in % -38,20%

Basiswert

Basiswert
Kurs 68,68 EUR
Diff. Vortag in % 2,78%
52 Wochen Tief 65,92 EUR
52 Wochen Hoch 109,15 EUR
Quelle Xetra, 16.10.
Basiswert Volkswagen AG Vz.
WKN / ISIN 766403 / DE0007664039
KGV --
Produkttyp Aktie
Sektor Kraftfahrzeugindustrie

Produktbeschreibung

Art:
Dieses Produkt ist eine Inhaberschuldverschreibung nach deutschem Recht.

Laufzeit:
Dieses Produkt hat keine feste Laufzeit. Es kann jedoch durch den Anleger ausgeübt oder durch die DZ BANK gekündigt werden. Zudem endet die Laufzeit des Produkts automatisch, sobald ein Knock-out-Ereignis eintritt.

Ziele:
Ziel dieses Produkts ist es, Ihnen einen bestimmten Anspruch zu vorab festgelegten Bedingungen zu gewähren. Es bietet eine überproportionale (gehebelte) Partizipation sowohl an Kursanstiegen als auch an Kursrückgängen des Basiswerts. Das Produkt ist mit einem Faktor von 15 ausgestattet. Dieser Faktor beschreibt die Hebelwirkung, die durch die regelmäßige Anpassung verschiedener Produktparameter wieder auf 15 bereinigt um u.a. etwaige Kosten gesetzt wird.

Grundsätzlich wird an jedem Üblichen Handelstag, an dem auch die Frankfurter Wertpapierbörse für ihren allgemeinen Geschäftsbetrieb geöffnet hat, der Basispreis und das Bezugsverhältnis (maßgebliche Parameter für den Inneren Wert des Produkts) in Abhängigkeit des festgestellten Schlusskurs des Basiswerts an der Maßgeblichen Börse (Reset-Preis) angepasst (Anpassung nach einem Ordentlichen Reset). Hierbei werden Finanzierungskosten über einen spezifischen Marktzins sowie Kosten im Zusammenhang mit dem Produkt zzgl. einer Marge für die DZ BANK durch den Bereinigungsfaktor wertmindernd berücksichtigt. Unter besonderen in den Produktbedingungen definierten Umständen kann der Ordentliche Reset entfallen.

Darüber hinaus kann es bei einem starken Kursrückgang des Basiswerts, d.h. wenn ein Beobachtungspreis auf oder unterhalb der sogenannten Reset-Schwelle notiert, zu einer außerordentlichen untertägigen Anpassung des Basispreises und des Bezugsverhältnisses in Abhängigkeit des innerhalb einer in den Produktbedingungen definierten Bewertungsfrist ermittelten niedrigsten Kurses des Basiswerts an der Maßgeblichen Börse (Reset-Preis-AO) kommen. Die untertägige Anpassung zielt darauf ab, das Risiko eines negativen Inneren Werts des Produkts zu vermeiden. Dieser Mechanismus kann jedoch einen Totalverlust oder einen einem Totalverlust nahekommenden Wertverlust des Produkts nicht verhindern.

Eine Anpassung verschiedener Produktparameter erfolgt grundsätzlich auch, um Dividendenzahlungen (bereinigt um etwaige Steuern) im Basiswert im Produkt zu berücksichtigen.

Aufgrund seiner Hebelwirkung reagiert das Produkt auf kleinste Bewegungen des Basiswerts. Ein fallender Kurs des Basiswerts kann den Wert des Produkts erheblich verringern. Daraus resultierende Verluste werden ggf. auch bei anschließenden steigenden Kursen des Basiswerts auf das vorherige Niveau nicht vollständig kompensiert.

Einlösung durch den Anleger oder Kündigung durch die DZ BANK:

Sie sind berechtigt, das Produkt zu in den Produktbedingungen festgelegten Terminen (erstmals zum 14.10.2026) einzulösen. Die Einlösung erfolgt, indem Sie mindestens fünf Bankarbeitstage vor dem jeweiligen Einlösungstermin bis 10:00 Uhr (Ortszeit Frankfurt am Main) eine Einlösungserklärung in Textform an die DZ BANK schicken und die einzulösenden Produkte bei der DZ BANK eingegangen sind. Darüber hinaus hat die DZ BANK das Recht, die WKN insgesamt, jedoch nicht teilweise, zu in den Produktbedingungen festgelegten Terminen (erstmals zum 14.10.2026) ordentlich zu kündigen. Die ordentliche Kündigung durch die DZ BANK ist mindestens fünf Bankarbeitstage vor dem jeweiligen ordentlichen Kündigungstermin zu veröffentlichen.

Nach frist- und formgerechter Einlösung durch Sie oder Kündigung durch die DZ BANK und sofern nicht zuvor ein Knock-out-Ereignis eingetreten ist, entspricht der Rückzahlungsbetrag am Rückzahlungstermin pro Produkt der Differenz aus dem Referenzpreis und dem zum Zeitpunkt des Referenzpreises maßgeblichen Basispreis, welche mit dem zum Zeitpunkt des Referenzpreises maßgeblichen Bezugsverhältnis multipliziert wird: ((Referenzpreis – zuletzt angepasster Basispreis) x zuletzt angepasstes Bezugsverhältnis).

Automatische Beendigung des Produkts:

Das Produkt endet automatisch mit sofortiger Wirkung, wenn eines der in den Produktbedingungen definierten Ereignissen eintritt (Knock-out-Ereignis). Maßgeblich für ein Knock-out-Ereignis ist der Innere Wert des Produkts. Dieser entspricht der mit dem zum Zeitpunkt der jeweiligen Berechnung geltenden Bezugsverhältnis multiplizierten Differenz aus dem Beobachtungspreis und dem zum Zeitpunkt der jeweiligen Berechnung geltenden Basispreis:
((Beobachtungspreis – Basispreis) x Bezugsverhältnis). Ein Knock-out-Ereignis tritt in den nachfolgend beschriebenen Fällen ein:

  1. Der Innere Wert ist einmal kleiner oder gleich null: In diesem Fall beträgt der Rückzahlungsbetrag am Rückzahlungstermin 0,001 EUR pro Produkt, wobei der Rückzahlungsbetrag, den die DZ BANK an Sie zahlt, aufsummiert für sämtliche von Ihnen gehaltenen Produkte der WKN DN6DN5 berechnet und kaufmännisch auf zwei Nachkommastellen gerundet wird. Soweit Sie weniger als zehn Produkte der WKN DN6DN5 halten, wird unabhängig von der Anzahl der Produkte der WKN DN6DN5, die Sie halten, ein Betrag in Höhe von 0,01 EUR gezahlt.

  2. Der Innere Wert ist einmal kleiner oder gleich 0,20 EUR und größer null:

a) Erfolgt dies anhand des Eröffnungskurses des Basiswerts an der Maßgeblichen Börse oder des Reset-Preises oder des Reset-Preises-AO als Beobachtungspreis, entspricht der Rückzahlungsbetrag am Rückzahlungstermin dem Inneren Wert zum Zeitpunkt des Knock-out-Ereignisses und wird kaufmännisch auf zwei Nachkommastellen gerundet. Ist der so ermittelte Rückzahlungsbetrag nicht positiv, beträgt der Rückzahlungsbetrag am Rückzahlungstermin 0,001 EUR pro Produkt, wobei der Rückzahlungsbetrag, den die DZ BANK an Sie zahlt, aufsummiert für sämtliche von Ihnen gehaltenen Produkte der WKN DN6DN5 berechnet und kaufmännisch auf zwei Nachkommastellen gerundet wird. Soweit Sie weniger als zehn Produkte der WKN DN6DN5 halten, wird unabhängig von der Anzahl der Produkte der WKN DN6DN5, die Sie halten, ein Betrag in Höhe von 0,01 EUR gezahlt.

b) Trifft a) nicht zu, so entspricht der Rückzahlungsbetrag am Rückzahlungstermin 0,20 EUR.

Sie erhalten keine sonstigen Erträge (z.B. Dividenden) und haben keine weiteren Ansprüche (z.B. Stimmrechte) aus dem Basiswert.

Analyse

Gesamteindruck
Einfach nutzbares Gesamtrating basierend auf einer fundamentalen, technischen und Risikoanalyse unter Einbezug von Branchen- und Marktumfeld.

Neutral

Gewinnprognose
Der Veränderungstrend der Gewinnprognosen über ein Zeitfenster von 7 Wochen. Aktuelle Aktienbewertungen ausgewählter Analysten finden Sie unter DPA-AFX ANALYSER.

Negative Analystenhaltung seit 24.07.2026

Kurs-Gewinn-Verhältnis
Das KGV setzt den aktuellen Kurs der Aktie ins Verhältnis zu seiner Gewinnerwartung. Es wird auf Basis der langfristigen Gewinnprognosen der Analysten errechnet.
3,3

Erwartetes KGV für 2028

Risiko-Bewertung
Gesamteinschätzung des Risikos auf Basis des Bear Market und des Bad News Factors.

Mittel

Bear-Market-Faktor
Risiko Parameter, der anhand des Titelverhaltens in sich abwärts bewegenden Märkten das Marktrisiko einer Aktie angibt.

Mittlere Anfälligkeit bei Indexrückgängen

Korrelation
Die Korrelation gibt an, inwieweit die Bewegungen der Aktie mit denen Ihres Indexes übereinstimmen.
47,1%

Mittelstarke Korrelation mit dem STOXX600

Marktkapitalisierung (Mrd. USD) 38,90 Grosser Marktwert Mit einer Marktkapitalisierung von >$8 Mrd., ist VOLKSWAGEN AG ein hoch kapitalisierter Titel.
Gewinnprognose Negative Analystenhaltung seit 24.07.2026 Die Gewinnerwartung der Analysten pro Aktie liegen heute niedriger als vor sieben Wochen. Dieser negative Trend hat am 24.07.2026 bei einem Kurs von 71,46 eingesetzt.
Preis Leicht unterbewertet, gemäss theScreener Auf Basis des Wachstumspotentials und eigener Kriterien, erscheint uns der Aktienkurs aktuell leicht unterbewertet.
Relative Performance -16,9% Unter Druck (vs. STOXX600) Dividendenbereinigt liegt die Aktie über vier Wochen betrachtet -16,9% hinter dem STOXX600 zurück.
Mittelfristiger Trend Negative Tendenz seit dem 22.09.2026 Der dividendenbereinigte technische 40-Tage Trend ist seit dem 22.09.2026 negativ.
Wachstum KGV 5,1 Hoher Abschlag zur Wachstumserwartung basiert auf einer Ausnahmesituation Liegt das "Verhältnis zwischen Wachstum plus geschätzte Dividende und KGV" über 1,6, so befindet sich das Unternehmen in der Regel in einer Ausnahmesituation. In diesem Fall ist das erwartete KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) ein besserer Indikator für die nachhaltige Gewinnentwicklung als das langfrist. Wachstum.
KGV 3,3 Erwartetes KGV für 2028 Das erwartete KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) gilt für das Jahr 2028.
Langfristiges Wachstum 8,6% Wachstum heute bis 2028 p.a. Die durchschnittlichen jährlichen Wachstumsraten gelten für die Gewinne von heute bis 2028.
Anzahl der Analysten 17 Starkes Analysteninteresse In den zurückliegenden sieben Wochen haben durchschnittlich 17 Analysten eine Schätzung des Gewinns pro Aktie für diesen Titel abgegeben.
Dividenden Rendite 8,3% Dividende durch Gewinn gut gedeckt Für die während den nächsten 12 Monaten erwartete Dividende müssen voraussichtlich 27,27% des Gewinns verwendet werden.
Risiko-Bewertung Mittel Mittel, keine Veränderung im letzten Jahr.
Bear-Market-Faktor Mittlere Anfälligkeit bei Indexrückgängen Die Aktie tendiert dazu, Indexrückgänge in etwa gleichem Umfang mitzuvollziehen.
Bad News Geringe Kursrückgänge bei spezifischen Problemen Der Titel verzeichnet bei unternehmensspezifischen Problemen i.d.R. geringe Kursabschläge in Höhe von durchschnittlich 2,4%.
Beta 1,05 Mittlere Anfälligkeit vs. STOXX600 Die Aktie tendiert dazu, pro 1% Indexbewegung mit einem Ausschlag von 1,05% zu reagieren.
Korrelation 365 Tage 47,1% Mittelstarke Korrelation mit dem STOXX600 47,1% der Kursschwankungen werden durch Indexbewegungen verursacht.
Value at Risk 10,74 EUR Das geschätzte mittelfristige Value at Risk beträgt 10,74 EUR oder 0,16% Das geschätzte Value at Risk beträgt 10,74 EUR. Das Risiko liegt deshalb bei 0,16%. Dieser Wert basiert auf der mittelfristigen historischen Volatilität (1 Monat) mit einem Konfidenzintervall von 95%.
Volatilität der über 1 Monat 26,1%
Volatilität der über 12 Monate 28,9%

Tools

 

Eingabe individueller Gebühren, Provisionen und anderer Entgelte

Beim Erwerb von Aktien, Zertifikaten und anderen Wertpapieren fallen in der Regel Transaktionskosten an. Neben den Transaktionskosten, die beim Kauf zu entrichten sind, kommen oftmals noch Depotgebühren hinzu. Mit dem Brutto-/Nettowertentwicklungsrechner können Sie Ihre individuell bereinigte Wertentwicklung seit Valuta, die sich unter Berücksichtigung sämtlicher Kosten (Provisionen, Gebühren und andere Entgelte) ergibt, errechnen. Bitte berücksichtigen Sie, dass sich die Angaben auf die Vergangenheit beziehen und historische Wertentwicklungen keinen verlässlichen Indikator für zukünftige Ergebnisse darstellen.

News

17.10.2026 | 15:35:03 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Aus für Verbrenner-Aus könnte E20 an die Tankstelle bringen

AUGSBURG/BERLIN (dpa-AFX) - Rund 15 Jahre nach der bundesweiten Einführung von E10-Sprit könnte bald der nächste Schritt zu E20 kommen - zumindest wenn es nach Verkehrsminister Steffen Bilger geht. "Zurzeit setze ich mich mit meinem französischen Amtskollegen dafür ein, dass wir die Beimischung von Biokraftstoffen erhöhen", sagte der Christdemokrat der "Augsburger Allgemeinen" auf die Frage, wie er dem Klimaschutz stattdessen Rechnung tragen wolle. "Da gäbe es beispielsweise E20 an den Zapfsäulen." Die Bezeichnungen E5 und E10 geben den maximalen Anteil von Bioethanol am Benzin an. E20 entspräche einer maximalen Beimischquote von 20 Prozent.

Bilgers Initiative steht im Zusammenhang mit dem jüngsten deutsch-französischen Vorstoß gegen ein striktes Verbrenner-Aus zum Jahr 2035. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte die Einigung mit Paris so zusammengefasst: "Das Verbrenner-Aus ist dann damit Geschichte."

E20 wird bereits getestet

Ganz neu ist E20 nicht. Der Kraftstoff wird nach früheren Angaben des ADAC bereits getestet, und zwar in Mannheim. "Der Kraftstoff mit einer bis zu 20-prozentigen Bioethanol-Beimischung soll allerdings bislang nur im Rahmen eines geschlossenen Flottentests erprobt werden", hieß es im Sommer bei dem Automobilclub. Voraussetzung dafür, dass Autofahrer Benzin mit einer bis zu 20-prozentigen Bioethanol-Beimischung (Super E20) tanken können, sei eine Anpassung der Qualitätsnorm für Ottokraftstoffe (DIN EN 228), die aktuell nur einen Ethanol-Anteil von maximal 10 Prozent zulasse, so der ADAC.

Nach Einschätzung des Automobilclubs AvD müssen Autofahrer beim Einsatz von E20 nicht um ihr Fahrzeug fürchten. "Für Fahrzeuge, die vom Hersteller ohne Einschränkungen bereits als E10-verträglich freigegeben sind und moderne Kraftstoffsysteme besitzen, ist auch die Nutzung von E20 aus technischer Sicht sicher möglich", hieß es im Frühjahr in einer Mitteilung.

Deutschland schon lange für Aufweichen von Verbrenner-Aus

Vertreter der EU-Staaten und des Europaparlaments hatten sich 2022 darauf geeinigt, dass Neuwagen in der EU ab 2035 im Betrieb kein klimaschädliches Kohlenstoffdioxid (CO2) mehr ausstoßen dürfen. Andernfalls drohen Strafzahlungen. Die EU-Kommission hatte im Dezember vorgeschlagen, weiter Autos mit Verbrennungsmotor neu zuzulassen. Darüber beraten derzeit jeweils das Europaparlament und die EU-Staaten. Ohne ihre Zustimmung tritt der Plan nicht in Kraft.

Deutschland und die Autoindustrie hatten sich lange für ein Aufweichen des eigentlich beschlossenen Verbrenner-Aus eingesetzt. Nun haben sich Berlin und Paris auf gemeinsame Vorschläge zur Zukunft von Verbrennermotoren und E-Autos geeinigt. Sie würden dazu führen, dass die Autoindustrie auch nach 2035 neue Verbrenner und Hybridfahrzeuge verkaufen dürfte, ohne dass Strafzahlungen drohen. Die Verständigung könnte eine Mehrheit im Rat der EU-Staaten ermöglichen.

Bilger nannte das Verbrennerverbot in seiner bisherigen Form einen Fehler. "Die Bundesregierung liefert, was sie versprochen hat: eine Korrektur des bisherigen Kurses und mehr Technologieoffenheit", sagte er laut Mitteilung seines Ministeriums. "Auch nach 2035 werden Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor zugelassen und genutzt werden können, wenn sie erneuerbare Kraftstoffe einsetzen. Denn erneuerbare Kraftstoffe können auch künftig einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten."

Geteiltes Echo in der Autoindustrie

Deutschlands größter Autobauer Volkswagen <DE0007664039> nannte die gemeinsame Position von Deutschland und Frankreich ein starkes Signal für Europa und seine Handlungsfähigkeit. "Der Vorschlag aus Berlin und Paris ist ein großer Wurf", hieß es wörtlich von einem Sprecher des VW <DE0007664039>-Konzerns. "Frankreich und Deutschland schlagen in der CO2-Flottenregulierung einige sinnvolle Flexibilitäten vor."

Die Präsidentin des Branchenverbandes VDA, Hildegard Müller, kritisierte indes, die deutsch-französische Einigung bleibe in relevanten Punkten noch hinter den notwendigen Anpassungen zurück. "In den Verhandlungen im Rat und im Parlament besteht daher weiterer Gesprächs- und Anpassungsbedarf", sagte sie laut Mitteilung des Verbandes. Als Beispiel nannte Müller "die spezifischen Besonderheiten des Nutzfahrzeugsektors", die weder bei der EU-Kommission noch im deutsch-französischen Papier berücksichtigt seien.

Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies (SPD), der im VW-Aufsichtsrat sitzt, versicherte im Deutschlandfunk, niemand habe Zweifel, dass der Weg zur E-Mobilität führe. Die Automobilindustrie müsse aber Geld verdienen, um die Transformation zu finanzieren. Zudem brauche es Beschäftigungsstabilität.

Bilger sieht beim Ladenetz Nachholbedarf in anderen Ländern

Mit den Lademöglichkeiten für E-Autos ist es laut Bilger europaweit nicht überall zum Besten bestellt. "Nicht jeder hat eine Lademöglichkeit zu Hause oder bei der Arbeit", sagte der Minister. "Wir sind in Deutschland sehr gut mit unserem öffentlichen Ladenetz aufgestellt. Aber andere Länder in Europa, für die das Verbrenner-Verbot auch gelten soll, haben noch sehr viel nachzuholen beim Ausbau der Ladeinfrastruktur." In vielen Ländern der Welt werde der Umstieg auf E-Autos länger dauern, aber auch dorthin sollten deutsche Autohersteller in Zukunft exportieren./rbo/DP/zb

16.10.2026 | 18:17:09 (dpa-AFX)
ROUNDUP 3: Berlin und Paris einig - 'Verbrenner-Aus damit Geschichte'
16.10.2026 | 13:29:09 (dpa-AFX)
ROUNDUP 2: Berlin und Paris einig über Verbrenner-Aus-Lockerung
16.10.2026 | 13:15:02 (dpa-AFX)
AKTIEN IM FOKUS: Autosektor erholt - Deutsch-französische Auto-Initiative
16.10.2026 | 12:13:59 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Deutschland und Frankreich legen Auto-Vorschläge vor
16.10.2026 | 11:52:26 (dpa-AFX)
Deutschland und Frankreich einig über Auto-Paket
16.10.2026 | 06:22:26 (dpa-AFX)
Wo Elektroautos besonders boomen