SAP: So wird das Unternehmen zum KI-Gewinner. Comeback-Chance für die Aktie!
Software-Unternehmen bestätigen den Niedergang der Branche bisher nicht
Monatelang ging an der Börse das Gespenst der „SaaS-Apokalypse“ um. Die These: Künstliche Intelligenz (KI) werde traditionelle Softwareanwendungen überflüssig machen, da maßgeschneiderte KI-Agenten die Aufgaben etablierter Plattformen übernehmen. Doch ein Blick auf die Realität der Tech-Branche zeichnet ein völlig anderes Bild. Die jüngsten Quartalszahlen von Branchengrößen wie Workday, Nemetschek und Zoom Video zeigen keinerlei Anzeichen einer KI-Disruption. Im Gegenteil, die Geschäfte laufen stabil. Dieser Trend spiegelt die robusten Ergebnisse wider, die zuvor bereits von Monday.com, Atlassian und Datadog vorgelegt wurden. Für den gebeutelten Software-Sektor signalisiert dies erhebliches Erholungspotenzial. Deutlich wird das beim europäischen Software-Schwergewicht SAP.
Das ERP-System ist das Gehirn der KI-Agenten
Auf der jährlichen Sapphire-Konferenz machte das Management unmissverständlich klar, warum SAP im KI-Zeitalter das Recht zu gewinnen besitzt. „Sie können den ganzen Tag über generative KI-Anwendungsfälle reden, aber wenn die Agenten Ihre Prozesslogik nicht verstehen, wird es nicht funktionieren“, betonte Klein. Das ERP-System von SAP fungiert als das unverzichtbare Gehirn der Unternehmen. Ein KI-Modell kann keine Lieferketten ohne Compliance-Struktur steuern und keine hochkomplexen steuerlichen Regularien in 160 Ländern erraten. Genau hier setzt SAP an. Ab Mitte Juni 2026 rollt der Konzern seine neue, runderneuerte Business AI Plattform aus. Eine Architektur, die modernste LLMs wie OpenAI oder Anthropic nutzt, sie aber mit den unschätzbaren, kontextreichen Daten des SAP-Wissensgraphen füttert und strengste Compliance- und Audit-Standards garantiert. Die Monetarisierung erfolgt dabei geschickt. Während SAP das Design-Tool kostenlos zur Verfügung stellt, um das Ökosystem zu fluten, wird der tatsächliche KI-Konsum bezahlt. Bis 2030 soll der konsumabhängige, nutzerunabhängige Anteil am Cloud-Umsatz auf über 30 Prozent steigen.
Wachstumsbeschleunigung voraus
Diese Strategie dient als Fundament für eine ambitionierte Wachstumsbeschleunigung. Der aktuelle Cloud-Auftragsbestand wächst mit 24 Prozent und der gesamte Cloud-Auftragsbestand sogar mit 34 Prozent. Gleichzeitig nutzt SAP die Technologie intern als „Kunde Null“. Bis 2028 sollen durch den Einsatz eigener KI-Agenten über 2 Milliarden Euro an internen Produktivitätsgewinnen realisiert werden, um die Margen weiter zu expandieren und Raum für strategische Zukäufe zu schaffen. Durch die Skalierung der Business AI und die hocheffiziente interne Kostenstruktur soll der Gewinn je Aktie (EPS) von prognostizierten 7,21 Euro im Jahr 2026 auf stolze 11,23 Euro im Jahr 2029 klettern.
Fazit
Trotz dieser fundamentalen Stärke spiegelt der Aktienkurs die Realität noch nicht wider. Der Markt preist ein Szenario ein, in dem SAP langfristig real schrumpft. „Wir erhalten eine sehr klare Botschaft vom Markt: ‚Ihr werdet sterben‘“, witzelte CFO Asam vor Analysten. „Ich bin von dieser Hypothese absolut nicht überzeugt.“ Die fundamentale Bewertung stützt Asams Optimismus. Basierend auf den aktuellen Konsensschätzungen notiert die SAP-Aktie für das Jahr 2027 bei einem moderaten Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 18,3. Doch die Dynamik soll in Richtung Ende der Dekade erst an Fahrt gewinnen, was die Bewertung drückt. Die These, dass KI der Untergang der etablierten Software-Giganten sei, hält der Praxis nicht stand. KI benötigt Daten, Struktur und vor allem regulatorische Sicherheit. All das, was SAP seit über 50 Jahren exklusiv besitzt. Daraus resultiert für die Aktie ein Comeback-Potenzial, sobald die Stimmung dreht.
Trading-Idee: Endlos-Turbo Long Optionsschein SAP SE
Anleger, die von einer positiven Geschäftsentwicklung des Unternehmens SAP SE ausgehen, könnten als Alternative zu einem Direktinvestment mit einem Endlos-Turbo Long Optionsschein der DZ BANK bezogen auf die SAP SE (Basiswert) auf ein solches Szenario setzen (z.B. WKN DN0AN6). Mit Endlos-Turbo Long Optionsscheinen können Anleger überproportional an allen Kursentwicklungen des zugrunde liegenden Basiswerts partizipieren. Aufgrund der Hebelwirkung reagiert ein Endlos-Turbo Long Optionsschein auf kleinste Kursbewegungen des zugrunde liegenden Basiswerts. Da die Wertentwicklung des zugrunde liegenden Basiswerts im Laufe der Zeit schwanken oder sich nicht entsprechend den Erwartungen des Anlegers entwickeln kann, besteht das Risiko, dass das eingesetzte Kapital nicht in voller Höhe zurückgezahlt wird. Sollte der Kurs des zugrunde liegenden Basiswerts an mindestens einem Zeitpunkt während der Laufzeit eines Endlos-Turbo Long Optionsscheins auf oder unter der sog. Knock-Out-Barriere notieren (Knock-out-Ereignis), verfällt der Endlos-Turbo long Optionsschein wertlos. Die Knock-Out-Barriere wird täglich angepasst. Ansprüche aus dem zugrunde liegenden Basiswert (z.B. Dividenden, Stimmrechte) stehen dem Anleger nicht zu. Ein Endlos-Turbo long Optionsschein hat keine feste Laufzeit. Er kann insgesamt zu festgelegten Terminen (ordentliche Kündigungstermine) durch die DZ BANK gekündigt werden. Ein Anleger kann einen Endlos-Turbo long Optionsschein an festgelegten Terminen (Einlösungstermine) einlösen.
Einen gänzlichen Verlust des eingesetzten Kapitals erleidet der Anleger bei einem Endlos-Turbo long Optionsschein mit Basiswert SAP SE, wenn der Kurs der Aktie des Unternehmens SAP SE zu einem beliebigen Zeitpunkt während der Haltedauer auf oder unter der Knock-Out-Barriere notiert. (Totalverlustrisiko). Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist auch möglich, wenn die DZ BANK ihren Verpflichtungen aus dem Produkt aufgrund behördlicher Anordnungen oder einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit / Überschuldung) nicht mehr erfüllen kann.
Eine ausführliche Erläuterung der genannten Fachbegriffe finden Sie in unserem Glossar.
Stand: 26.05.2026, DZ BANK AG / Online-Redaktion / Emittent DZ BANK
Redakteur: Jörg Meyer, TraderFox GmbH
Redigierend: Marvin Herzberger, TraderFox GmbH
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