SAP: Wischt die SaaS-Apokalypse-Sorgen beiseite. So genial sollen die neuen KI-Agenten jetzt zu Geld gemacht werden!
Cloud-Umsatz klettert auf 6,3 Mrd. Euro dank starkem Auftragsbestand (+26 %)
SAP trotzt dem vielerorts herausfordernden konjunkturellen Umfeld und untermauert seine Wachstumsambitionen mit überzeugenden Zahlen für das abgelaufene zweite Quartal. Die Erlöse aus dem Cloudgeschäft stiegen währungsbereinigt auf 12,71 Mrd. Euro (+26 %) für das erste Halbjahr, wobei das zweite Quartal mit 6,3 Mrd. Euro (+24 %) stark beitrug. Dies ist in erster Linie auf die konsequente und zügige Umstellung von Bestandskunden auf die neue Cloud-Infrastruktur zurückzuführen. Besonders im Fokus steht der vertraglich gesicherte Auftragsbestand - ein entscheidender Frühindikator für zukünftige Umsätze. Dieser vertraglich gesicherte Auftragsbestand beschleunigte sich spürbar und kletterte auf 22,93 Mrd. Euro (+26 %). Diese Trendwende belegt, dass der Konzern die Vertriebspipeline äußerst effizient in langfristige Verträge umwandelt.
KI-Sorgen unbegründet: Offenes Modell-Routing schützt die Bruttomarge
Die Wall Street zeigte sich in den vergangenen Monaten nervös angesichts einer befürchteten „SaaS-Apokalypse“ und unkontrollierbar steigender Token-Kosten durch den Einsatz generativer Künstlicher Intelligenz in Softwareprodukten. Die SAP-Führungskräfte wiesen diese Bedenken nun entschieden zurück. Das Unternehmen setzt auf eine hybride Architektur und ein offenes Modell-Routing. Anstatt sich von einem einzigen, teuren „Frontier-Modell“ abhängig zu machen, wählt SAP dynamisch das kosteneffizienteste und passendste Sprachmodell für die jeweilige Aufgabe aus.
Christian Klein (CEO) äußerte sich hierzu eindeutig: „Wir sehen bereits, dass wir für viele Agenten, die wir jetzt entwickeln, insbesondere für Joule Work, nicht immer die teuren Frontier-Modelle nutzen müssen. Das wird uns stets helfen, die Bruttomarge auf einem sehr gesunden Niveau zu steuern.“ Zusätzlicher operativer Rückenwind kommt aus dem Inneren: In der Softwareentwicklung verzeichnet SAP durch KI-Einsatz bereits Produktivitätsgewinne von durchschnittlich 30 %. Dies reduziert den Bedarf an Neueinstellungen drastisch. Damit federt man steigende Kosten ab.
Fokus auf „Autonomous Enterprise“: SAP monetarisiert KI-Agenten wertbasiert
Der strategische Fixstern des Konzerns ist das „Autonomous Enterprise“. Generative und agentenbasierte KI wird branchenübergreifend zum wichtigsten Treiber für die Transformation von Unternehmen gesehen. SAP will Geschäftsprozesse durch intelligente, automatisierte Agenten revolutionieren, die eigenständig reagieren, Schlüsse ziehen und handeln. Dabei bildet die „SAP Business AI Platform“ das technologische Fundament, um KI-Agenten und Workflows zu entwickeln und zu steuern. Bis zum Jahresende erwartet SAP, über 400 solcher Agenten anbieten zu können.
Mit diesem Paradigmenwechsel ändert SAP auch radikal seine Monetarisierungsstrategie. Anstatt reine Lizenzen nach Nutzerzahlen zu verkaufen, setzt das Unternehmen auf ein ergebnisorientiertes Preismodell. Da nicht mehr der menschliche Buchhalter den Finanzabschluss macht, sondern der KI-Agent diese Arbeit autonom erledigt, wird die Software nach dem konkreten geschäftlichen Mehrwert bepreist. Dies ermöglicht SAP einen kompletten Preis-Reset und die Durchsetzung überaus gesunder Margen jenseits der historischen SaaS-Rabatte. Christian Klein (CEO) betonte den Führungsanspruch: „Im Zeitalter der agentenbasierten KI ist SAP führend. Das autonome Unternehmen ist in KI-Agenten verankert, die End-to-End-Geschäftsprozesse präzise, konform und kostengünstig ausführen können – und das immer mit dem Menschen im Kreislauf.“
M&A-Offensive stärkt Datenbasis: Prognose für Betriebsergebnis auf 11,8 bis 12,2 Mrd. Euro angepasst
Um die KI-Modelle mit erstklassigen und fehlerfreien Informationen zu füttern, hat SAP in den vergangenen Monaten eine strikte Akquisitionsstrategie verfolgt. Die Zukäufe von Reltio, Dremio und Prior Labs dienen nicht dem kurzfristigen Umsatzkauf, sondern der strategischen Perfektionierung der Datenarchitektur. Sie ermöglichen die nahtlose Integration von SAP- und Drittdaten sowie herausragende Vorhersagefähigkeiten, ohne dass Daten aufwendig verschoben werden müssen. Aufgrund der Verwässerungseffekte dieser jüngsten Übernahmen (insbesondere Dremio und Prior Labs im Juli) wurde die Jahresprognose für 2026 modifiziert. SAP erwartet nun ein Betriebsergebnis in der Spanne von 11,8 bis 12,2 Mrd. Euro. Der langfristige Wachstumspfad bleibt davon unberührt. Für das Jahr 2027 plant SAP eine weitere Beschleunigung des Gesamtumsatzwachstums, unterstützt durch die kontinuierliche Skalierung der Cloud ERP Suite und stetige operative Kostensenkungen.
Trading-Idee: Endlos-Turbo Long Optionsschein SAP SE
Anleger, die von einer positiven Geschäftsentwicklung des Unternehmens SAP SE ausgehen, könnten als Alternative zu einem Direktinvestment mit einem Endlos-Turbo Long Optionsschein der DZ BANK bezogen auf die SAP SE (Basiswert) auf ein solches Szenario setzen (z.B. WKN DN0AN6). Mit Endlos-Turbo Long Optionsscheinen können Anleger überproportional an allen Kursentwicklungen des zugrunde liegenden Basiswerts partizipieren. Aufgrund der Hebelwirkung reagiert ein Endlos-Turbo Long Optionsschein auf kleinste Kursbewegungen des zugrunde liegenden Basiswerts. Da die Wertentwicklung des zugrunde liegenden Basiswerts im Laufe der Zeit schwanken oder sich nicht entsprechend den Erwartungen des Anlegers entwickeln kann, besteht das Risiko, dass das eingesetzte Kapital nicht in voller Höhe zurückgezahlt wird. Sollte der Kurs des zugrunde liegenden Basiswerts an mindestens einem Zeitpunkt während der Laufzeit eines Endlos-Turbo Long Optionsscheins auf oder unter der sog. Knock-Out-Barriere notieren (Knock-out-Ereignis), verfällt der Endlos-Turbo long Optionsschein wertlos. Die Knock-Out-Barriere wird täglich angepasst. Ansprüche aus dem zugrunde liegenden Basiswert (z.B. Dividenden, Stimmrechte) stehen dem Anleger nicht zu. Ein Endlos-Turbo long Optionsschein hat keine feste Laufzeit. Er kann insgesamt zu festgelegten Terminen (ordentliche Kündigungstermine) durch die DZ BANK gekündigt werden. Ein Anleger kann einen Endlos-Turbo long Optionsschein an festgelegten Terminen (Einlösungstermine) einlösen.
Einen gänzlichen Verlust des eingesetzten Kapitals erleidet der Anleger bei einem Endlos-Turbo long Optionsschein mit Basiswert SAP SE, wenn der Kurs der Aktie des Unternehmens SAP SE zu einem beliebigen Zeitpunkt während der Haltedauer auf oder unter der Knock-Out-Barriere notiert. (Totalverlustrisiko). Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist auch möglich, wenn die DZ BANK ihren Verpflichtungen aus dem Produkt aufgrund behördlicher Anordnungen oder einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit / Überschuldung) nicht mehr erfüllen kann.
Eine ausführliche Erläuterung der genannten Fachbegriffe finden Sie in unserem Glossar.
Stand: 27.07.2026, DZ BANK AG / Online-Redaktion / Emittent DZ BANK
Redakteur: Jörg Meyer, TraderFox GmbH
Redigierend: Marvin Herzberger, TraderFox GmbH
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Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.
Gemäß Allgemeinverfügung BaFin nach Art. 42 MiFIR und § 15 Absatz 1 Satz 2 WpHG in Verbindung mit Art. 42 MiFIR betreffend Turbo-Zertifikate vom 15.10.2025
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