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Aktien-Trading / Archiv: 27.10.2025 | 15:28:33 Werbung

Schaeffler: Ein künftiger Zulieferer für Humanoide?

Marcus Landau
Redakteur Marcus Landau

Produktmanager bei der DZ BANK

Schaeffler will sich als der führende Motion-Technology-Konzern positionieren und die Marge bis 2035 auf 6 bis 8 % verdoppeln – ein Katalysator für die Niedrig-KUV-Aktie. Als langfristiges Wachstumsfeld positioniert sich Schaeffler als wichtiger Komponentenlieferant für humanoide Roboter, die Präzisionslager und Antriebe benötigen. Angesichts der massiven Automatisierungspläne von Tech-Giganten wie Tesla und Amazon setzt Schaeffler selbst darauf, Humanoide bis 2030 in einer bedeutenden Anzahl in den eigenen Produktionsstätten einzusetzen.

Marcus Landau
Redakteur Marcus Landau

Produktmanager bei der DZ BANK

Schaeffler sorgt für „Bewegung“!

Schaeffler zählt zu den weltweit führenden Technologieunternehmen und ist ein unverzichtbarer Zulieferer für die Automobil- und Industriebranche. Der Konzern entwickelt hochpräzise Komponenten und Systeme im Bereich der Motion Technology. Das Produktportfolio dient dabei als Basis für Mobilität und industrielle Anwendungen. Im Automotive-Bereich bietet Schaeffler umfassende Lösungen für die Fahrzeuge von morgen. Dies umfasst Komponenten und Systeme für die E-Mobilität, den klassischen Antriebsstrang sowie hochentwickelte Fahrwerksanwendungen. Für die Industrie liefert das Unternehmen ein breites Spektrum an Wälz- und Gleitlagern, Linearführungen und Direktantrieben. Diese Produkte sind kritisch für Anwendungen in Schlüsselmärkten wie erneuerbare Energien (z. B. Windkraft), Luft- und Raumfahrt sowie im Maschinenbau und ermöglichen optimierte, präzise Bewegungen.

 

Das führende Motion Technology-Unternehmen mit 6 bis 8 % an Marge soll entstehen!

Mit dem erfolgreichen Zusammenschluss mit Vitesco Technologies im Oktober 2024 hat Schaeffler den Grundstein für die strategische Vision der führenden Motion Technology Company gelegt. Im Rahmen des Kapitalmarkttags 2025 stellte das Management ehrgeizige Mittelfristziele bis 2028 vor. Der Umsatz soll von 24,3 Mrd. Euro auf 27 bis 29 Mrd. Euro ansteigen. Die EBIT-Marge will das Management von 3,5 % auf 6 bis 8 % heben. Die Margenziele sind bedeutsam, weil Schaeffler ein niedriges KUV von 0,24 hat und bei einer Verbesserung der Profitabilität zu einem Favoriten wird. Um die finanziellen Ziele zu erreichen, konzentriert sich das Unternehmen auf drei Prioritäten: die konsequente Abarbeitung des hohen Auftragsbestands von 74 Mrd. Euro in den Sparten E-Mobility und Powertrain & Chassis, die Umsetzung von Programmen zur Ergebnisverbesserung mit jährlichen Einsparungen von 815 Mio. Euro ab 2029 und ein aktives Portfoliomanagement. Wichtige Wachstumsmotoren über die nächste Dekade werden eAviation, Rüstung und Humanoide. Diese drei Bereiche könnten bis 2035 für 10 % des gesamten Umsatzes stehen.

 

Humanoide werden der nächste größte Volumenmarkt!

Humanoide Roboter werden langfristig der größte Volumenmarkt. Optimistische Schätzungen von Banken gehen von 1 Mrd. Humanoiden bis 2050 aus. Tesla-CEO Elon Musk rechnet langfristig mit gut 20 Mrd. Humanoiden in Fabriken und privaten Haushalten. Tesla kündigte im jüngsten Conference Call an, bereits im 1. Quartal 2026 Optimus Version 3 vorzustellen, die als größtes Produkt aller Zeiten gilt. Tesla plant eine Produktionskapazität von bis zu 1 Mio. Einheiten jährlich. Auch Amazon treibt die Automatisierung massiv voran und plant, bis 2033 durch den Einsatz autonomer Systeme und Roboter rund 600.000 Mitarbeiter weniger einstellen zu müssen. Der Bereich der humanoiden Roboter wird bei Schaeffler als eine „Schlüsselchance auf Wachstum“ für die Zukunft bewertet – erstens als Zulieferer und zweitens zur eigenen Fabrikautomatisierung.

 

Zwei Wege, wie Schaeffler von Humanoiden profitieren will!

Schaeffler nutzt sein Know-how in der Motion Technology, um sich als wichtiger Zulieferer für humanoide Roboter zu positionieren. Konkret plant Schaeffler die Bereitstellung von hochpräzisen Komponenten wie Lagern, Antrieben und Sensoren. Hierzu gehören spezialisierte Teile wie Schrägnadellager, Rotationsantriebe und Linearsensoren, die für die komplexen Bewegungsabläufe unerlässlich sind. In Humanoiden werden im Durchschnitt 25 bis 30 Gelenke verbaut. Dabei hängt die Leistungsfähigkeit der Gelenke maßgeblich von der Präzision und Robustheit der darin eingesetzten Komponenten ab. Das von Schaeffler entwickelte Schrägnadellager XZU kann in einer kompakteren, bauraumoptimierten Leichtbauvariante auch in Humanoiden verwendet werden. Da Schaeffler bereits ein Zulieferer für Tesla ist, besteht die Chance, dass man auch bei Humanoiden als Partner agiert. Zudem ist Schaeffler über die Beteiligung an Agility Robotics und dessen Humanoiden möglicherweise bei Amazon dabei. Schaeffler selbst setzt auf die neue Technologie und will bis 2030 eine bedeutsame Anzahl von Humanoiden in den eigenen Fabriken einsetzen. Dort sollen die Roboter Aufgaben wie Inspektion, Montage, das Bedienen von Maschinen oder Logistikprozesse übernehmen.

 

Trading-Idee: Endlos-Turbo Long Optionsschein Schaeffler AG

Anleger, die von einer positiven Geschäftsentwicklung des Unternehmens Schaeffler AG ausgehen, könnten als Alternative zu einem Direktinvestment mit einem Endlos-Turbo Long Optionsschein der DZ BANK bezogen auf die Schaeffler AG (Basiswert) auf ein solches Szenario setzen (z.B. WKN DU144D). Mit Endlos-Turbo Long Optionsscheinen können Anleger überproportional an allen Kursentwicklungen des zugrunde liegenden Basiswerts partizipieren. Aufgrund der Hebelwirkung reagiert ein Endlos-Turbo Long Optionsschein auf kleinste Kursbewegungen des zugrunde liegenden Basiswerts. Da die Wertentwicklung des zugrunde liegenden Basiswerts im Laufe der Zeit schwanken oder sich nicht entsprechend den Erwartungen des Anlegers entwickeln kann, besteht das Risiko, dass das eingesetzte Kapital nicht in voller Höhe zurückgezahlt wird. Sollte der Kurs des zugrunde liegenden Basiswerts an mindestens einem Zeitpunkt während der Laufzeit eines Endlos-Turbo Long Optionsscheins auf oder unter der sog. Knock-Out-Barriere notieren (Knock-out-Ereignis), verfällt der Endlos-Turbo long Optionsschein wertlos. Die Knock-Out-Barriere wird täglich angepasst. Ansprüche aus dem zugrunde liegenden Basiswert (z.B. Dividenden, Stimmrechte) stehen dem Anleger nicht zu. Ein Endlos-Turbo long Optionsschein hat keine feste Laufzeit. Er kann insgesamt zu festgelegten Terminen (ordentliche Kündigungstermine) durch die DZ BANK gekündigt werden. Ein Anleger kann einen Endlos-Turbo long Optionsschein an festgelegten Terminen (Einlösungstermine) einlösen.

 

Einen gänzlichen Verlust des eingesetzten Kapitals erleidet der Anleger bei einem Endlos-Turbo long Optionsschein mit Basiswert Schaeffler AG-Aktie, wenn der Kurs der Aktie des Unternehmens Schaeffler AG zu einem beliebigen Zeitpunkt während der Haltedauer auf oder unter der Knock-Out-Barriere notiert. (Totalverlustrisiko). Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist auch möglich, wenn die DZ BANK ihren Verpflichtungen aus dem Produkt aufgrund behördlicher Anordnungen oder einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit / Überschuldung) nicht mehr erfüllen kann.

 

Eine ausführliche Erläuterung der genannten Fachbegriffe finden Sie in unserem Glossar.

 

Stand: 27.10.2025, DZ BANK AG / Online-Redaktion

Hinweis auf Rechtliches, Prospekt und Basisinformationsblatt

Hinweis auf das Basisinformationsblatt
Das von der DZ BANK erstellte Basisinformationsblatt ist in der jeweils aktuellen Fassung auf der Internetseite der DZ BANK http://www.dzbank-wertpapiere.de/DU144D (dort unter „Dokumente“) abrufbar. Dies gilt, solange das Produkt für Privatanleger verfügbar ist.

Hinweis auf den Prospekt
Der gemäß gesetzlicher Vorgaben von der DZ BANK bezüglich des öffentlichen Angebots erstellte Basisprospekt sowie etwaige Nachträge und die zugehörigen Endgültigen Bedingungen sind auf der Internetseite der DZ BANK www.dzbank-wertpapiere.de veröffentlicht und können unter http://www.dzbank-wertpapiere.de/DU144D (dort unter „Dokumente“) abgerufen werden. Sie sollten den Prospekt lesen, bevor Sie eine Anlageentscheidung treffen, um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Prospekts von der zuständigen Behörde ist nicht als Befürwortung der angebotenen oder zum Handel an einem geregelten Markt zugelassenen Wertpapiere zu verstehen. Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann.

Rechtliche Hinweise: Diese Information ist eine Werbemitteilung und dient ausschließlich Informationszwecken. Diese Information wurde von dem Redakteur im Auftrag der DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank („DZ BANK“) erstellt und ist zur Verteilung in der Bundesrepublik Deutschland bestimmt. Diese Werbemitteilung richtet sich nicht an Personen mit Wohn- und/oder Gesellschaftssitz und/oder Niederlassungen im Ausland, vor allem in den Vereinigten Staaten von Amerika, Kanada, Großbritannien oder Japan. Diese Werbemitteilung darf im Ausland nur in Einklang mit den dort geltenden Rechtsvorschriften verteilt werden und Personen, die in den Besitz dieser Informationen und Materialien gelangen, haben sich über die dort geltenden Rechtsvorschriften zu informieren und diese zu befolgen. Diese Werbemitteilung stellt weder ein öffentliches Angebot noch eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebotes zum Erwerb von Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar. Die DZ BANK ist insbesondere nicht als Anlageberater oder aufgrund einer Vermögensbetreuungspflicht tätig. Diese Werbemitteilung ist keine Finanzanalyse. Diese Werbemitteilung stellt eine unabhängige Bewertung der entsprechenden Emittentin bzw. Wertpapiere durch den Redakteur dar. Alle hierin enthaltenen Bewertungen, Stellungnahmen oder Erklärungen sind diejenigen des Redakteurs der Werbemitteilung und stimmen nicht notwendigerweise mit denen der Emittentin oder dritter Parteien überein. Angaben zu künftigen Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für die tatsächliche künftige Wertentwicklung. Der Redakteur hat die Informationen, auf die sich die Werbemitteilung stützt, aus als zuverlässig erachteten Quellen übernommen, ohne jedoch alle diese Informationen selbst zu verifizieren. Dementsprechend gibt die DZ BANK keine Gewährleistungen oder Zusicherungen hinsichtlich der Genauigkeit, Vollständigkeit oder Richtigkeit der hierin enthaltenen Informationen oder Meinungen ab. Die DZ BANK übernimmt keine Haftung für unmittelbare oder mittelbare Schäden, die durch die Verteilung und/oder Verwendung dieser Werbemitteilung verursacht werden und/oder mit der Verteilung und/oder Verwendung dieser Werbemitteilung im Zusammenhang stehen. Eine Investitionsentscheidung bezüglich irgendwelcher Wertpapiere oder sonstiger Finanzinstrumente sollte auf der Grundlage eines Beratungsgesprächs sowie Prospekts oder Informationsmemorandums erfolgen und auf keinen Fall auf der Grundlage dieser Werbemitteilung. Die Bewertungen können je nach den speziellen Anlagezielen, dem Anlagehorizont oder der individuellen Vermögenslage für einzelne Anleger nicht oder nur bedingt geeignet sein. Die Informationen und Meinungen entsprechen dem Stand zum Zeitpunkt der Erstellung der Werbemitteilung. Sie können aufgrund künftiger Entwicklungen überholt sein, ohne dass die Werbemitteilung geändert wurde.

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Endlos Turbo Long 4,1426 open end: Basiswert Schaeffler

DU144D / //
Quelle: DZ BANK: Geld 03.03., Brief 03.03.
DU144D // Quelle: DZ BANK: Geld 03.03., Brief 03.03.
3,82 EUR
Geld in EUR
3,97 EUR
Brief in EUR
--
Diff. Vortag in %
Basiswertkurs: 7,900 EUR
Quelle : Xetra , 03.03.
  • Basispreis
    (Stand 03.03. 04:01 Uhr)
    4,1426 EUR
  • Abstand zum Basispreis in % 47,56%
  • Knock-Out-Barriere
    (Stand 03.03. 04:01 Uhr)
    4,1426 EUR
  • Abstand zum Knock-Out in % 47,56%
  • Hebel 2,01x
  • Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 1,00

News / Schaeffler AG

03.03.2026 | 12:35:24 (dpa-AFX)
ROUNDUP 2: Schaeffler geht mit Vorsicht ins neue Jahr - Aktie lässt Luft ab

(neu: Kurs aktualisiert, weitere Analystin, Aussagen Management.)

HERZOGENAURACH (dpa-AFX) - Der Auto- und Industriezulieferer Schaeffler <DE000SHA0100> blickt nach einem schwierigen Lauf 2025 mit Vorsicht auf das neue Jahr. Beim Umsatz sind den Einschätzungen des Vorstands zufolge keine Sprünge zu erwarten, bei der Profitabilität zeigte sich Chef Klaus Rosenfeld am Dienstag ebenfalls zurückhaltend. Schwierig bleibt vor allem das Geschäft mit den herkömmlichen Auto-Antrieben. Von der E-Mobilität hingegen und der Ersatzteilsparte rechnen sich die Franken Schub aus. Rosenfeld treibt zudem die Zukunftsfelder humanoide Roboter und Rüstung voran. Im vergangenen Jahr blieb es unter dem Strich aber noch bei roten Zahlen. Die in diesem Jahr bisher gut gelaufene Aktie verlor deutlich.

Der Kurs brach bis zum Mittag um rund 16 Prozent auf 8,45 Euro ein und machte damit den Großteil seiner Gewinne im bisherigen Jahr zunichte. Das im SDax notierte Papier hatte in diesem Jahr zuvor vor allem wegen der Fantasie rund um das Geschäft mit humanoiden Robotern einen Satz nach oben gemacht. Auf Sicht von einem Jahr hatte sich der Kurs sogar in etwa verdoppelt.

JPMorgan-Experte Jose Asumendi führte ein überraschend niedriges operatives Ergebnis im vierten Quartal auf die Sparte mit Rand- und Zukunftsgeschäften sowie die Antriebssparte zurück. Der Ausblick sei schwach, schrieb Jefferies-Expertin Vanessa Jeffriess. Sie begründete dies mit der Sparte für Elektroautos, der sie mehr Marge zugetraut habe.

Rosenfeld peilt im neuen Jahr bei einem geplanten Umsatz von 22,5 bis 24,5 Milliarden Euro eine bereinigte operative Marge vor Zinsen und Steuern (ber Ebit-Marge) von 3,5 bis 5,5 Prozent an, wie das SDax <DE0009653386>-Unternehmen in Herzogenaurach mitteilte. Analysten rechneten im Schnitt bisher mit Werten in der oberen Hälfte der Spannen.

Im vergangenen Jahr ging der Umsatz auf vergleichbarer Basis um 3,4 Prozent auf 23,5 Milliarden Euro zurück. Beim operativen Ergebnis (ber. Ebit) konnte Schaeffler dagegen auch dank des Sparkurses um 11,1 Prozent auf 936 Millionen Euro zulegen, die Marge zog um einen halben Prozentpunkt auf 4,0 Prozent an.

Unter dem Strich sorgten 2025 hohe Sonderbelastungen aus dem Konzernumbau mit Stellenstreichungen und aus der Umstellung von Softwaresystemen erneut für rote Zahlen, der Konzernverlust belief sich auf 424 Millionen Euro. Ein Jahr zuvor hatte Schaeffler unter anderem auch wegen Sonderkosten für die Übernahme von Vitesco noch einen höheren Verlust von 632 Millionen Euro ausgewiesen. Die Dividende für 2025 soll trotz des Nettoverlusts dank eines verbesserten Finanzmittelzuflusses um 5 Cent auf 0,30 Euro steigen.

Vom im November 2024 angekündigten Stellenabbau von 4.700 Jobs sei inzwischen knapp die Hälfte erledigt, sagte Rosenfeld auf der Pressekonferenz. In diesem Jahr soll noch der Abbau von rund 1.800 Jobs erfolgen, etwas weniger als 2025.

Den sogenannten Free Cashflow vor Zahlungen für Zu- und Verkäufe von Unternehmensteilen steigerte Schaeffler im Berichtszeitraum deutlich. 2025 flossen dem Unternehmen 266 Millionen Euro zu und damit noch einmal etwas mehr, als im zuletzt schon erhöhten Prognoseband vorgesehen war. Ein Jahr zuvor hatte die Kassenbilanz einen Abfluss von 694 Millionen Euro ausgewiesen. Schaeffler trat vor allem bei den Investitionen auf die Bremse und gab rund eine halbe Milliarde Euro weniger dafür aus.

Das Unternehmen setzt im Automobilbereich verstärkt auf Elektroantriebe und hatte sich dafür auch den Zukauf Vitesco geleistet. Allerdings hat sich das Umfeld auch für Elektroautos eingetrübt: In den USA hatten die großen Autobauer Ford <US3453708600>, General Motors <US37045V1008> und Stellantis <NL00150001Q9> schwerwiegende Milliardenabschreibungen auf ihre Elektroautoprogramme vorgenommen.

US-Präsident Donald Trump hatte Subventionen gestrichen und Abgasregeln geändert. In der Folge war die Nachfrage nach E-Autos in den USA eingebrochen. Schaeffler habe einige Aufträge in dem Geschäft in den USA deswegen "bereinigt", sagte Rosenfeld.

Der Manager hatte zuletzt mit Blick auf die kommenden Jahre angekündigt, die Abhängigkeit vom Zuliefergeschäft für die Automobilindustrie nach und nach zu senken. Rüstung und humanoide Roboter sollen neue Chancen eröffnen. Das Unternehmen erhofft sich bis 2035 einen Umsatzanteil von zehn Prozent durch solche Zukunftsfelder. Vielleicht könne man das auch schon etwas früher erreichen, zeigte sich Rosenfeld zuversichtlich. Allerdings stecken die Geschäfte noch in den Kinderschuhen.

Bereits in Kürze soll ein Zulieferauftrag für den Drohnenhersteller Helsing unter Dach und Fach gebracht werden. Schaeffler will Elektromotoren für Kampfdrohnen beisteuern. Zudem wird spekuliert, dass die Franken als Zulieferer auch beim Elektroautobauer Tesla <US88160R1014> von Elon Musk mit im Boot sind, der das Geschäft mit humanoiden Robotern in großem Stil ausbauen will.

Von dem Kriegsausbruch im Nahen Osten sei Schaeffler direkt zunächst kaum betroffen, sagte Rosenfeld. In den Lieferketten sehe das Unternehmen derzeit auch noch keine echte Belastung. Es könne aber sein, dass sich Lieferungen verzögerten und teurer würden./men/dm/tav/mis

03.03.2026 | 11:49:15 (dpa-AFX)
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03.03.2026 | 09:37:54 (dpa-AFX)
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03.03.2026 | 08:46:37 (dpa-AFX)
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03.03.2026 | 08:15:50 (dpa-AFX)
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03.03.2026 | 08:07:36 (dpa-AFX)
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