Südzucker: EBITDA springt um über 80 % – jetzt wird die Prognose angehoben
Was macht Südzucker eigentlich?
Der Konzern gliedert sich in die fünf Bereiche Zucker, Spezialitäten, CropEnergies, Stärke und Frucht. Neben Zucker und Zuckerspezialitäten produziert die Gruppe unter anderem funktionelle Lebensmittelzutaten, Stärkeprodukte, Fruchtzubereitungen sowie Bioethanol. Besonders wichtig für die aktuelle Story ist CropEnergies, das nachhaltig erzeugtes Ethanol herstellt und damit direkt von höheren Ethanolpreisen und einer steigenden Nachfrage nach erneuerbaren Kraftstoffen profitieren kann.
EBITDA steigt von 93 auf 168 Mio. Euro – Prognose wird angehoben
Im zweiten Quartal 2026/27 erzielte Südzucker ein operatives Konzern-EBITDA von 168 Mio. Euro nach 93 Mio. Euro im Vorjahr. Haupttreiber waren CropEnergies mit höheren Ethanolpreisen sowie das Spezialitätengeschäft mit gestiegenen Absatzmengen. Das Management reagiert mit einer Prognoseanhebung. Für das Geschäftsjahr 2026/27 werden nun 8,3 bis 8,7 Mrd. Euro Umsatz erwartet, nachdem bislang 8,1 bis 8,5 Mrd. Euro angepeilt worden waren. Beim operativen EBITDA steigt die Untergrenze deutlich: Die neue Spanne lautet 540 bis 680 Mio. Euro nach zuvor 480 bis 680 Mio. Euro. Damit wird aus der bisherigen Stabilisierung zunehmend eine echte Ergebniswende. Noch 2025/26 hatte insbesondere das schwache Zuckergeschäft den Konzern belastet.
Könnte auch die Hormuz-Krise Südzucker helfen?
Interessant ist ein zusätzlicher makroökonomischer Effekt. Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus ist infolge des Konflikts massiv eingebrochen, während Ölpreise deutlich gestiegen sind. Von einer vollständig geschlossenen Meerenge kann allerdings nicht gesprochen werden. Für Südzucker könnte daraus indirekter Rückenwind entstehen. Höhere fossile Kraftstoffpreise verbessern grundsätzlich die relative Attraktivität von Bioethanol. Medien berichtete zuletzt, dass die Golfkrise weltweit neue Biokraftstoff-Initiativen beschleunigt und die globale Biokraftstoff-Produktion bis 2030 deutlich steigen könnte. Genau hier sitzt Südzucker mit CropEnergies, Europas führendem Hersteller von erneuerbarem Ethanol.
Auch der Zuckerpreis könnte profitieren. In Brasilien steigen bei hohen Ölpreisen die Anreize, Zuckerrohr stärker zur Ethanolproduktion zu verwenden. Das stützt die Zuckerpreise, weil dadurch mehr Zuckerrohr in Richtung Ethanol fließen könnte. Das ist allerdings kein reiner Gewinnhebel für Südzucker. Höhere Energie- und Transportkosten können gleichzeitig die Produktion verteuern.
FactSet erwartet ab 2028 einen deutlichen Gewinnsprung
Spannend wird die Aktie vor allem mit Blick auf die kommenden Jahre. Laut aktuellem FactSet-Konsens soll das EPS von 0,36 Euro im Jahr 2027 auf 0,91 Euro im Jahr 2028 steigen. Damit sinkt das erwartete KGV von 34,7 auf 13,9. Die Analysten unterstellen also vor allem eine deutliche Margen- und Ergebnisnormalisierung. Ähnlich sieht es bei der Dividende aus. Für 2025/26 wurde nach den hohen Abschreibungen keine Dividende gezahlt. Der FactSet-Konsens erwartet anschließend eine schrittweise Rückkehr: 0,33 Euro je Aktie für 2028 und 0,42 Euro für 2029. Daraus würden Dividendenrenditen von rund 2,6 % sowie 3,4 % resultieren.
Fazit
Die heutige Prognoseanhebung ist bei Südzucker ein Pivotal News Point – ein Schlüsselereignis. Das operative EBITDA steigt kräftig, CropEnergies profitiert bereits von höheren Ethanolpreisen und auch der globale Zuckerpreis erhält durch hohe Energiepreise zusätzlichen Rückenwind. Wenn sich die FactSet-Schätzungen bestätigen, fällt das KGV ab 2028 schnell in den niedrigen zweistelligen Bereich, während gleichzeitig die Dividendenrendite attraktiver wird. Der Aktie sollte das zu einem weiteren Aufschwung verhelfen.
Trading-Idee: Endlos-Turbo Long Optionsschein Südzucker AG
Anleger, die von einer positiven Geschäftsentwicklung des Unternehmens Südzucker AG ausgehen, könnten als Alternative zu einem Direktinvestment mit einem Endlos-Turbo Long Optionsschein der DZ BANK bezogen auf die Südzucker AG (Basiswert) auf ein solches Szenario setzen (z.B. WKN DU3P32). Mit Endlos-Turbo Long Optionsscheinen können Anleger überproportional an allen Kursentwicklungen des zugrunde liegenden Basiswerts partizipieren. Aufgrund der Hebelwirkung reagiert ein Endlos-Turbo Long Optionsschein auf kleinste Kursbewegungen des zugrunde liegenden Basiswerts. Da die Wertentwicklung des zugrunde liegenden Basiswerts im Laufe der Zeit schwanken oder sich nicht entsprechend den Erwartungen des Anlegers entwickeln kann, besteht das Risiko, dass das eingesetzte Kapital nicht in voller Höhe zurückgezahlt wird. Sollte der Kurs des zugrunde liegenden Basiswerts an mindestens einem Zeitpunkt während der Laufzeit eines Endlos-Turbo Long Optionsscheins auf oder unter der sog. Knock-Out-Barriere notieren (Knock-out-Ereignis), verfällt der Endlos-Turbo long Optionsschein wertlos. Die Knock-Out-Barriere wird täglich angepasst. Ansprüche aus dem zugrunde liegenden Basiswert (z.B. Dividenden, Stimmrechte) stehen dem Anleger nicht zu. Ein Endlos-Turbo long Optionsschein hat keine feste Laufzeit. Er kann insgesamt zu festgelegten Terminen (ordentliche Kündigungstermine) durch die DZ BANK gekündigt werden. Ein Anleger kann einen Endlos-Turbo long Optionsschein an festgelegten Terminen (Einlösungstermine) einlösen.
Einen gänzlichen Verlust des eingesetzten Kapitals erleidet der Anleger bei einem Endlos-Turbo long Optionsschein mit Basiswert Südzucker AG, wenn der Kurs der Aktie des Unternehmens Südzucker AG zu einem beliebigen Zeitpunkt während der Haltedauer auf oder unter der Knock-Out-Barriere notiert. (Totalverlustrisiko). Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist auch möglich, wenn die DZ BANK ihren Verpflichtungen aus dem Produkt aufgrund behördlicher Anordnungen oder einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit / Überschuldung) nicht mehr erfüllen kann.
Eine ausführliche Erläuterung der genannten Fachbegriffe finden Sie in unserem Glossar.
Stand: 28.09.2026, DZ BANK AG / Online-Redaktion / Emittent DZ BANK AG
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Gemäß Allgemeinverfügung BaFin nach Art. 42 MiFIR und § 15 Absatz 1 Satz 2 WpHG in Verbindung mit Art. 42 MiFIR betreffend Turbo-Zertifikate vom 15.10.2025
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