•  

     FAQ

    In unseren FAQ finden Sie die häufigsten Fragen und Antworten.

    Für Begriffserklärungen können Sie unser Glossar nutzen.

    FAQ
  •  

     Kontaktformular

    Kontaktieren Sie uns über das Kontaktformular.

    Servicezeiten: Montag bis Freitag von 08:30 Uhr bis 17:30 Uhr

    Kontaktformular
  •  

     E-Mail

    Kontaktieren Sie uns per E-Mail.

    wertpapiere@dzbank.de

    Mail schreiben
  •  

     Live-Chat

    Kontaktieren Sie uns über den Live-Chat.

    Servicezeiten: Montag bis Freitag von 08:30 Uhr bis 17:30 Uhr

    Chat
  •  

     Anruf

    Montags bis Freitags von 08:30 Uhr bis 17:30 Uhr sind wir unter der Nummer (069)-7447-7035 für Sie da.

    Anruf
Idee der Woche / 07.04.2026 | 12:23:33 Werbung

Coca-Cola – Softdrinkhersteller überzeugt mit attraktiver Langfrist-Story!

Marcus Landau
Redakteur Marcus Landau

Produktmanager bei der DZ BANK

Defensive Schwergewichte aus dem Consumer-Staples-Segment bleiben angesichts der schwierigen geopolitischen Gemengelage als „sichere Häfen“ weiterhin gefragt. Hier kristallisiert sich unter anderemCoca-Cola (KO) als einer der Favoriten heraus. Dank seinem starken Kernmarkenportfolio und neuen margenstärkeren Produktsegmenten rund um die Premium-Milchmarke Fairlife ist Coca-Cola gut aufgestellt, um sich auch im aktuell schwierigen Marktumfeld erfolgreich behaupten zu können. Da viele Verbraucher trotz des inflationären Umfelds bereit sind, für ihre Lieblings-Softdrinks etwas tiefer in die Tasche zu greifen, kann Coca-Cola seine Preissetzungsmacht voll ausspielen, was in Verbindung mit den erfolgreich umgesetzten Kostensenkungsmaßnahmen höhere Margen verspricht!

Marcus Landau
Redakteur Marcus Landau

Produktmanager bei der DZ BANK

Kerngeschäft trotz inflationärem Marktumfeld weiter stark unterwegs – Mini-Cans sollten Absätze weiter anschieben!

Coca-Cola konnte sich zuletzt trotz des weiterhin inflationären Umfelds und der eher verhaltenen Konsumnachfrage insgesamt gut behaupten. Dies belegen die jüngsten Zahlen für das abgelaufene Q4, wobei man hier mit einem organischen Umsatzwachstum von 5 % aufwarten konnte. Dabei konnte man sowohl beim Konzentratvolumen (+4 %) als auch beim Getränkeabsatz (Case Volume, +1 %) überzeugen, während man mit Blick auf die insgesamt weiterhin trübe Konsumnachfrage auf kräftige Preiserhöhungen (konzernweit: +1 %) weitestgehend verzichtet hatte. Zu verdanken hatte man die starke Performance vor allem dem Coca-Cola-Zero-Segment, das mit einem Absatzplus von 13 % einmal mehr überzeugen konnte. Gerade in wichtigen Schlüsselmärkten wie den USA und Lateinamerika punktete Coca-Cola mit einem Absatzplus von 1 bzw. 2 %, während man in der EMEA-Region (Europa, Afrika und dem Nahen Osten) ebenfalls ein Umsatzplus von 2 % verzeichnete.

 

Mittelfristig will Coca-Cola seinen Absatz vor allem durch kleinere Verpackungsformate steigern, wobei man hier seit Anfang des Jahres erfolgreich mit sogenannten Mini-Cans (7,5-oz-Einzeldosen ab 1,29 USD) in Convenience-Stores und Supermärkten vor allem bei preissensiblen Verbrauchern punkten kann. Neben populären Kernmarken setzt man hier auch mit Produktvariationen wie Coca-Cola Cherry Float frische Akzente, was vor allem beim jüngeren Publikum gut ankommt.

 

Fairlife – Coca-Cola baut Premium-Milchmarke weiter aus!

Als einer der Hauptumsatzträger im Hochpreissegment erweist sich für Coca-Cola aktuell die Premium-Milchmarke Fairlife. Dank eines innovativen Filterverfahrens bietet Fairlife im Vergleich zu herkömmlicher Milch 50 % mehr natürliches Protein und Calcium, während der Milchzuckergehalt um knapp 50 % reduziert wird. Da Fairlife laktose- sowie glutenfrei ist und keine künstlichen Wachstumshormone enthält, hat es sich als Premium-Milchalternative für gesundheitsbewusste Verbraucher etabliert. Dies beschert Coca-Cola im Milchsegment überdurchschnittlich hohe Wachstumsraten, wobei man im abgelaufenen Fiskaljahr erneut zweistellige Umsatzzuwächse zu verzeichnen hatte. Dank neuer Produktvariationen hat sich Fairlife auch im Megamarkt für Fitnessprodukte etabliert, wobei Coca-Cola auch Core Power Protein-Shakes und Nutrition Plan Shakes mit überdurchschnittlich hohem Calcium- und Eiweißgehalt vermarktet. Um der enormen Nachfrage gerecht zu werden, will man die Produktionskapazitäten massiv erweitern und investiert rund 650 Mio. USD in den Ausbau des Fairlife-Werks in Michigan. Mittelfristig soll die Produktpalette bei Fairlife mit Ballaststoffen und funktionalen Zusätzen wie Ashwagandha oder Pilzextrakten als „Wellness-Getränk“ weiter ausgebaut werden.

 

CEO-Wechsel verspricht frische Impulse – Produktinnovationen sollten Ergebnis weiter ankurbeln!

Frische Impulse verspricht beim Softdrink-Giganten der bevorstehende Wechsel an der Führungsspitze. Mit Henrique Braun übernimmt der langjährige COO das Zepter beim Traditionskonzern. Er will Coca-Cola durch den Einsatz von KI-Applikationen fit für die Zukunft machen und in Verbindung mit Kostensenkungsmaßnahmen gleichzeitig die Margen weiter verbessern. Braun machte zuletzt im Rahmen einiger Analystenkonferenzen unmissverständlich klar, dass er Coca-Cola auch durch gezielte Zukäufe weiter verstärken und mit Produktinnovationen punkten will. Eines seiner Kernthemen ist die Neuausrichtung des Portfolios: Unrentable Marken werden eingestellt, während erfolgversprechende Linien wie Fairlife gezielt ausgebaut werden. Gleichzeitig will Braun das Angebot stärker auf neue Trends wie „Sugar-Free“ oder „Zero-Caffeine“ ausrichten. Bei der Umsetzung soll KI eine zentrale Rolle spielen, um auf Basis von Datenanalysen besser auf Konsumentenwünsche einzugehen und die gesamten Abläufe (Produktion, Logistik, Abfüller) digital zu synchronisieren. Dank cleverem Marketing, den neuen Mini-Can-Formaten im Kerngeschäft und der Expansion im margenstarken Fairlife-Segment dürften die Konsenserwartungen weiter steigen. Aktuell rechnet der Markt für 2026 mit einem EPS von 3,23 USD, während für 2027 knapp 3,50 USD erwartet werden. Damit sinkt das KGV auf Basis der 2027er-Schätzungen auf knapp 22, wobei die Dividendenrendite mit 2,80 % attraktiv ausfällt.

 

Produktidee: Discount-Zertifikat Classic auf Coca Cola Co. 

Eine attraktive Alternative zur Direktanlage in die Aktie sind Discount-Zertifikate. Anlegern steht eine Auswahl an entsprechenden Produkten auf den Basiswert  Coca Cola Co. zur Verfügung. Ein Beispiel ist ein Discount-Zertifikat mit der WKN: DU6QD2, das am 28.09.2026 fällig wird (Rückzahlungstermin) und mit einem Discount zum Kurs der Aktie Coca Cola Co notiert. Der Anleger erhält keine sonstigen Erträge (z.B. Dividenden) und hat keine weiteren Ansprüche aus dem Basiswert. Die Höhe der möglichen Rückzahlung wird bei 56,00 USD begrenzt. Dieses Produkt ist nicht währungsgesichert. Die Entwicklung des EUR / USD-Wechselkurses hat damit Auswirkungen auf die Höhe des in EUR zahlbaren Rückzahlungsbetrags.

 

Für die Rückzahlung des Zertifikats gibt es zwei Möglichkeiten: 

1. Liegt der Schlusskurs des Basiswerts Coca Cola Co. an der maßgeblichen Börse am 18.09.2026 (Referenzpreis) auf oder über dem Cap, erhält der Anleger den Höchstbetrag von 56,00 USD. 

2. Liegt der Referenzpreis unter dem Cap, erhält der Anleger einen Rückzahlungsbetrag, der dem Referenzpreis multipliziert mit dem Bezugsverhältnis (1,00) entspricht. Der Anleger erleidet einen Verlust, wenn der Rückzahlungsbetrag unter dem Erwerbspreis des Produkts liegt. 

 

Ein gänzlicher Verlust des eingesetzten Kapitals ist möglich (Totalverlustrisiko). Ein Totalverlust tritt ein, wenn der Referenzpreis null ist. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist auch möglich, wenn die DZ BANK als Emittent ihre Verpflichtungen aus dem Zertifikat aufgrund behördlicher Anordnungen oder einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit/Überschuldung) nicht mehr erfüllen kann. 

 

Das vorliegend beschriebene Discount-Zertifikat richtet sich an Anleger, die einen Anlagehorizont bis zum 25.09.2026 haben und davon ausgehen, dass die Coca Cola Co. am 18.09.2026 auf oder über 56,00 USD liegen wird. 

 

Eine ausführliche Erläuterung der genannten Fachbegriffe finden Sie in unserem Glossar

 

Stand: 07.04.2026, DZ BANK AG / Online-Redaktion / Emittent DZ BANK 

Hinweis auf Rechtliches, Prospekt und Basisinformationsblatt

Hinweis auf das Basisinformationsblatt 
Das von der DZ BANK erstellte Basisinformationsblatt ist in der jeweils aktuellen Fassung auf der Internetseite der DZ BANK www.dzbank-wertpapiere.de/DU6QD2 (dort unter „Dokumente“) abrufbar. Dies gilt, solange das Produkt für Privatanleger verfügbar ist. 

Hinweis auf den Prospekt 
Der gemäß gesetzlicher Vorgaben von der DZ BANK bezüglich des öffentlichen Angebots erstellte Basisprospekt sowie etwaige Nachträge und die zugehörigen Endgültigen Bedingungen sind auf der Internetseite der DZ BANK www.dzbank-wertpapiere.de veröffentlicht und können unter www.dzbank-wertpapiere.de/DU6QD2 (dort unter „Dokumente“) abgerufen werden. Sie sollten den Prospekt lesen, bevor Sie eine Anlageentscheidung treffen, um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Prospekts von der zuständigen Behörde ist nicht als Befürwortung der angebotenen oder zum Handel an einem geregelten Markt zugelassenen Wertpapiere zu verstehen. Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. 

Rechtliche Hinweise: Diese Information ist eine Werbemitteilung und dient ausschließlich Informationszwecken. Diese Information wurde von dem Redakteur im Auftrag der DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank („DZ BANK“) erstellt und ist zur Verteilung in der Bundesrepublik Deutschland bestimmt. Diese Werbemitteilung richtet sich nicht an Personen mit Wohn- und/oder Gesellschaftssitz und/oder Niederlassungen im Ausland, vor allem in den Vereinigten Staaten von Amerika, Kanada, Großbritannien oder Japan. Diese Werbemitteilung darf im Ausland nur in Einklang mit den dort geltenden Rechtsvorschriften verteilt werden und Personen, die in den Besitz dieser Informationen und Materialien gelangen, haben sich über die dort geltenden Rechtsvorschriften zu informieren und diese zu befolgen. Diese Werbemitteilung stellt weder ein öffentliches Angebot noch eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebotes zum Erwerb von Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar. Die DZ BANK ist insbesondere nicht als Anlageberater oder aufgrund einer Vermögensbetreuungspflicht tätig. Diese Werbemitteilung ist keine Finanzanalyse. Diese Werbemitteilung stellt eine unabhängige Bewertung der entsprechenden Emittentin bzw. Wertpapiere durch den Redakteur dar. Alle hierin enthaltenen Bewertungen, Stellungnahmen oder Erklärungen sind diejenigen des Redakteurs der Werbemitteilung und stimmen nicht notwendigerweise mit denen der Emittentin oder dritter Parteien überein. Angaben zu künftigen Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für die tatsächliche künftige Wertentwicklung. Der Redakteur hat die Informationen, auf die sich die Werbemitteilung stützt, aus als zuverlässig erachteten Quellen übernommen, ohne jedoch alle diese Informationen selbst zu verifizieren. Dementsprechend gibt die DZ BANK keine Gewährleistungen oder Zusicherungen hinsichtlich der Genauigkeit, Vollständigkeit oder Richtigkeit der hierin enthaltenen Informationen oder Meinungen ab. Die DZ BANK übernimmt keine Haftung für unmittelbare oder mittelbare Schäden, die durch die Verteilung und/oder Verwendung dieser Werbemitteilung verursacht werden und/oder mit der Verteilung und/oder Verwendung dieser Werbemitteilung im Zusammenhang stehen. Eine Investitionsentscheidung bezüglich irgendwelcher Wertpapiere oder sonstiger Finanzinstrumente sollte auf der Grundlage eines Beratungsgesprächs sowie Prospekts oder Informationsmemorandums erfolgen und auf keinen Fall auf der Grundlage dieser Werbemitteilung. Die Bewertungen können je nach den speziellen Anlagezielen, dem Anlagehorizont oder der individuellen Vermögenslage für einzelne Anleger nicht oder nur bedingt geeignet sein. Die Informationen und Meinungen entsprechen dem Stand zum Zeitpunkt der Erstellung der Werbemitteilung. Sie können aufgrund künftiger Entwicklungen überholt sein, ohne dass die Werbemitteilung geändert wurde.  

  •  
  •  
  •  
  •  
(Bewertungen: 0)

News / Coca-Cola Co.

26.08.2026 | 16:42:43 (dpa-AFX)
WDH/ROUNDUP 2/Koalition: Keine Zuckersteuer auf zuckerfreie Getränke

(Satzreihenfolge im 1. Absatz geändert, um klarzustellen, dass die Äußerung von Merz, er könne dies "eins zu eins unterstreichen", in der Pressekonferenz direkt an diese Äußerung Klingbeils anschloss.)

BERLIN/NEUHARDENBERG (dpa-AFX) - Eine mögliche Ausweitung der geplanten Zuckersteuer auf zuckerfreie Light- und Zero-Getränke mit Süßungsmitteln ist nach Angaben der Koalitionsspitzen vom Tisch. "Ich halte das für Quatsch", sagte Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) nach der Kabinettsklausur im brandenburgischen Neuhardenberg. "Es wird keine Steuer geben auf nicht-zuckerhaltige Getränke." Kanzler Friedrich Merz (CDU) sagte, er könne dies eins zu eins unterstreichen, und betonte mit Blick auf die prinzipiell vereinbarte Einführung der Steuer: "Über dieses Thema gibt es keinen Streit. Punkt."

Klingbeil reagierte mit seiner Klarstellung auf erheblichen Wirbel, den ein am Dienstag bekanntgewordenes internes Papier aus seinem Ministerium ausgelöst hatte. Darin wurde vorgeschlagen, neben Colas und Limonaden unter anderem Zero- und Light-Getränke, Biermischgetränke, Haferdrinks und Fertigkaffees der neuen Steuer zu unterwerfen. Die Rede ist von Getränken "mit Zucker und/oder Süßungsmitteln" sowie "Zucker-/süßungsmittelhaltigen Granulaten". Nicht betroffen wären 100-prozentige Fruchtsäfte und reine Milch.

Papier nur ein "Arbeitsstand"

Klingbeil machte deutlich, dass es sich um einen "Arbeitsstand" handele, der in den Medien aufgetaucht sei. Es seien Dinge, die er nie auf seinem Schreibtisch gehabt habe. Der Finanzminister betonte jedoch zugleich auf Instagram, seine Mitarbeiter müssten auch offen diskutieren und Vorschläge machen können, die am Ende nicht umgesetzt würden. Auch Merz wandte sich dagegen, fachliche Erwägungen, die für oder gegen eine bestimmte Entscheidung sprechen, sofort zum Streit in der Koalition hochzujazzen. "Das ist grober Unfug."

Union und SPD hatten die Einführung einer Steuer auf gezuckerte Getränke wie Colas und Limonaden ab 2027 im Zuge des beschlossenen Gesetzes für stabile Krankenkassenbeiträge verabredet. Hintergrund sind Empfehlungen einer vom Gesundheitsministerium eingesetzten Kommission, die Reformvorschläge vorgelegt hatte. Die Experten schlugen unter anderem auch die Einführung einer gestaffelten Steuer auf zuckergesüßte Erfrischungsgetränke vor.

Klingbeil erläuterte: "Ich finde es richtig, dass wir etwas gegen die negativen Folgen eines zu hohen Zuckerkonsums tun. Gerade Kinder müssen wir besser schützen." Ärzte und Verbraucherschützer werben seit langem für eine Zuckersteuer als Anreiz, um zu gesünderer Ernährung und weniger Übergewicht und Diabetes vor allem bei Kindern zu kommen - über weniger Konsum, aber auch dadurch, dass Hersteller Rezepturen verändern und den Zuckergehalt verringern ("Reformulierung"). Die Lebensmittelbranche macht Front dagegen.

CDU-Ministerpräsident gegen "Teuer-Steuer"

Einwände gegen die Zuckersteuer meldete auch Hessens Ministerpräsident Boris Rhein an. "In einer Zeit, in der viele Menschen mit hohen Preisen zu kämpfen haben, darf der Staat Lebensmittel und Getränke nicht noch teurer machen", sagte der CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. Die Politik müsse die aktuelle Preiskrise abfedern und dürfe sie nicht verschärfen. Er erwarte eine "klare Absage an eine weitere Teuer-Steuer auf Lebensmittel".

Aus der Wirtschaft kam angesichts des aufgeflammten Streits erneut Kritik. Die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie monierte, es herrsche nun mehr Verwirrung als Klarheit. Daher brauche es einen Neustart der Debatte, sagte Hauptgeschäftsführer Christoph Minhoff. "Bevor über neue Steuern entschieden wird, müssen Ziele, wissenschaftliche Evidenz, wirtschaftliche Folgen und Belastungen für die Verbraucher sauber auf den Tisch."

Der Präsident des Bundesverbands des Deutschen Lebensmittelhandels, Björn Fromm, forderte: "Wenn es der Politik zumindest in Ansätzen um die Gesundheit der Bürger geht, dann müssen Industrie und Handel die Möglichkeit und Zeit zur Reformulierung über Süßstoffe haben." Aus Sicht des Deutschen Brauer-Bundes verschärfte eine Zuckersteuer die Krise der Branche. Viele der 1400 Brauereien in Deutschland stellten alkoholfreie Erfrischungsgetränke her, auch als Antwort auf rückläufigen Bierkonsum. Aus dem Handel gebe es jetzt schon Signale, dass die Getränkehersteller die Steuer alleine tragen sollen.

Foodwatch für schnelle Umsetzung

Die Verbraucherorganisation Foodwatch forderte indes, statt sich weiter über Süßstoffe, alkoholfreies Bier oder Hafermilch zu zerlegen, müsse die Regierung die Steuer auf zuckrige Limos schnellstmöglich umsetzen. In der Koalition gebe es einen ausgehandelten Konsens, die Hersteller in die Verantwortung zu nehmen, sagte Expertin Luise Molling. "Das muss jetzt passieren."

Der SPD-Gesundheitsexperte Christos Pantazis sagte: "Wir brauchen keine immer weiter ausgreifende Besteuerung unterschiedlichster Getränke." Es gehe um eine zielgenaue Steuer mit einer klaren Lenkungswirkung. "Wir wollen den übermäßigen Zuckerkonsum reduzieren - wir wollen den Menschen nicht vorschreiben, wie süß ihr Getränk schmecken darf", sagte Pantazis. Er betonte: "Zero bleibt Zero". Auch die Unions-Gesundheitsexpertin Simone Borchardt (CDU) hatte zuvor erklärt, eine Besteuerung von Zero-Getränken lehne sie ab./sam/tam/cr/vd/DP/mis

26.08.2026 | 16:42:22 (dpa-AFX)
ROUNDUP 2/Koalition: Keine Zuckersteuer auf zuckerfreie Getränke
29.07.2026 | 16:59:39 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Kommt Cola aus Europa? Fund in Klosterapotheke
29.07.2026 | 14:35:03 (dpa-AFX)
ANALYSE-FLASH: JPMorgan hebt Ziel für Coca-Cola auf 96 Dollar - 'Overweight'
28.07.2026 | 16:57:28 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Coca-Cola erhöht dank starker Nachfrage Ziele - Kurssprung bei Aktie
28.07.2026 | 14:16:08 (dpa-AFX)
Coca-Cola erhöht dank starker Nachfrage Jahresziele
17.07.2026 | 09:52:48 (dpa-AFX)
London: Verkaufsverbot für Energydrinks an unter 16-Jährige

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Jede Woche gibt es die dzbank-wertpapiere-Newsletter für angemeldete Nutzer per E-Mail direkt auf Ihren Bildschirm: das Neueste zum Marktgeschehen an den internationalen Börsenplätzen mit Markt- und DAX-Analysen, einem speziellen Strategieteil und der Knowhow-Rubrik Börsenwissen.