Das Jahr 2026 begann mit einem der spektakulärsten Achterbahnfahrten des Goldpreises in der jüngeren Geschichte: Der Preis stieg von rund 4.300 US-Dollar je Feinunze auf ein neues Allzeithoch von über 5.600 US-Dollar, um dann wieder auf das aktuelle Niveau von rund 4.900 US-Dollar zurückzufallen. Dies entsprach einem Anstieg von rund 30% innerhalb eines Monats. Die anschließende Korrektur ließ den Preis für eine Feinunze des Edelmetalls binnen zweier Handelstage um 25% einbrechen.
Wunsch nach sicheren Häfen treibt Goldpreis in neue Rekordhöhen
Für die stark gestiegene Goldnachfrage im Januar waren in erster Linie zwei zusammenhängende Faktoren verantwortlich. Zum einen waren es die seit Jahresbeginn eskalierenden geopolitischen Spannungen, die vor allem aus den Handlungen und Äußerungen der US-Regierung resultierten. So wurde der venezolanische Präsident Maduro in den ersten Tagen des Jahres von US-amerikanischen Spezialkräften völkerrechtswidrig festgenommen. In der zweiten Woche des Jahres drohte US-Präsident Trump dem Iran mit einem militärischen Einsatz. Danach wandte sich Donald Trump der Annexion Grönlands zu. Als Druckmittel gegen diejenigen, die seine Grönland-Pläne kritisierten, drohten die USA zwischenzeitlich acht EU-Mitgliedern mit Strafzöllen. In einer Zeit großer geopolitischer Ungewissheit setzten Investoren verstärkt auf Sicherheitsanker in ihren Portfolios.
Zum anderen sorgte eine Verschärfung des sogenannten „Debasement Trades” für einen weiter steigenden Goldpreis. Im Kern beschreibt dieser eine Anlagestrategie, die auf der Erwartung beruht, dass eine Währung – in diesem Fall der US-Dollar – an Kaufkraft verliert. Anleger, die eine solche Entwertung befürchten, tauschen ihr Geld in Sachwerte, die ihren Wert behalten oder steigern sollten. Gold ist hierfür ein klassische Anlagealternative. Auslöser dieser Entwicklung waren jüngst Marktspekulationen, wonach die USA ihren japanischen Amtskollegen bei möglichen Yen-stützenden Devisenmarktinterventionen durch USD-Verkäufe behilflich gewesen sein könnten. Marktteilnehmer rätselten, ob dies der Anfang einer gewollten (oder zumindest bewusst in Kauf genommenen) deutlichen Abwertungsphase des US-Dollars sei. US-Präsident Trump machte die ganze Sache für den ohnehin verunsicherten Greenback schließlich nicht besser, als er sagte, er sei mit der jüngsten Abwertung des Greenbacks zufrieden und könne den Dollarkurs „wie ein Jojo steigen oder fallen lassen“. Der „Sichere-Hafen“-Aspekt des Goldes war somit der wichtigste Faktor für den starken Anstieg des Goldpreises im Januar 2026.
Spekulative Anleger befeuern die Goldpreis-Rally zusätzlich
Die Rally am Goldmarkt in den vergangenen Wochen veranlasste unterdessen nicht nur Anleger auf der Suche nach sicheren Häfen dazu, ihre Gold-Engagements zu erhöhen, sondern auch spekulative Investoren, die potenziell attraktive Renditen in kurzen Zeiträumen anstreben. Letztere befeuerten den Anstieg des Goldpreises bis in den überkauften Bereich. Darauf deutet der jüngste „Commitment of Traders“- Report (COT) hin. Dabei handelt es sich um einen wöchentlichen Bericht, der die Positionierungen verschiedener Marktteilnehmer (spekulative Investoren und kommerzielle Händler) an den US-Futures-Märkten veröffentlicht. Die Daten signalisierten eine sehr ausgeprägte Long-Position spekulativer Akteure. Die Wetten auf steigende Kurse hatten ein historisches Rekordhoch erreicht. Diese Konstellation macht einen Markt anfällig für Rückschläge, wobei bereits kleinere Signale als Initialzündung dienen können.
Der Wendepunkt, der die scharfe Korrektur auslöste, kam am 30. Januar 2026 mit der unerwarteten Ankündigung von US-Präsident Trump, Kevin Warsh als Nachfolger für den Fed-Vorsitzenden Jerome Powell zu nominieren. Obwohl Warsh als Befürworter niedrigerer Leitzinsen gilt, wird er von den Märkten als weniger „taubenhaft“ eingeschätzt als der ebenfalls als aussichtsreicher Kandidat gehandelte Kevin Hassett. Da der Markt bereits sehr aggressive Zinssenkungsfantasien eingepreist hatte, führte die Nominierung zu einer sofortigen, restriktiveren Neuausrichtung dieser Erwartungen – ein direkter Gegenwind für den Goldpreis. Noch bedeutender war das Signal, das von dieser Personalie ausging. So wurde die Wahl von Warsh als Zeichen gewertet, dass die US-Notenbank eine größere Unabhängigkeit bewahren könnte, als es unter dem als politisch gefügiger geltenden Hassett der Fall gewesen wäre. Diese wahrgenommene Stärkung der Fed-Unabhängigkeit reduzierte die akuten Ängste vor einer politisch motivierten Dollarabwertung, die ein wesentlicher Treiber der vorangegangenen Rally waren.
Für viele spekulative Anleger, die den Markt in die Höhe getrieben hatten, war dies das Signal, dass die Rally ihren Zenit überschritten hatte. Die Reaktion erfolgte prompt. Insbesondere entsprechende Investoren aus China begannen am Freitag, dem 30. Januar, in erheblichem Ausmaß Gewinne mitzunehmen und drückten den Goldpreis zeitweise auf rund 4.600 US-Dollar. Die Intensität dieser Verkaufswelle spiegelte sich auch in den Abflüssen aus goldgedeckten ETFs wider, als der SPDR Gold Trust mit dem Verkauf von fast 4 Tonnen Gold an einem einzigen Handelstag einen Rekordabfluss verzeichnete.
Fazit und Ausblick
Die Rally auf über 5.600 US-Dollar je Feinunze wurde durch eine Kombination aus strategischer, langfristiger Nachfrage und kurzfristiger, gehebelter Spekulation beschleunigt. Der dramatische Preissturz daraufhin war die Folge eines überhitzten Marktes und wurde durch einen „Schock“ in Form der Nominierung von Kevin Warsh für den Fed-Chefposten ausgelöst. Die fundamentalen Treiber der Goldnachfrage sind trotz der kurzfristigen Volatilität nach wie vor intakt. Dies zeigt sich in einer weltweiten Rekordnachfrage mit 5.002 Tonnen im vergangenen Jahr. Der Januar 2026 hat zudem einmal mehr verdeutlicht, dass sich die Welt auf einem Weg zur Blockbildung befindet – ein Trend, von dem es in absehbarer Zeit keine Abkehr geben dürfte und von dem Gold als ultimativer sicherer Hafen profitiert. Ein Spiegelbild dieser Blockbildung sind die Währungsreserven der Zentralbanken. Trotz des starken Preisanstiegs gaben viele Vertreter in einer Umfrage des World Gold Councils jüngst an, den Anteil des gelben Edelmetalls in ihren Reserven weiter erhöhen zu wollen. Zentralbanken bleiben somit eine strukturelle Stütze für die Goldnachfrage. Dieser Prozess der Blockbildung bzw. Deglobalisierung, zusammen mit dem weiterhin schwankenden Vertrauen in die Fed und den US-Dollar, dürfte den Goldpreis auf Sicht von zwölf Monaten die Marke von 5.000 US-Dollar je Feinunze nachhaltig erreichen lassen. Kurzfristig dürfte der Markt volatil bleiben und sich stark in Abhängigkeit von geopolitischen Ereignissen bewegen.
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Einen gänzlichen Verlust des eingesetzten Kapitals erleidet der Anleger, wenn der Kurs des Rohstoffs auf den Basiswert Gold [4.2026] zu einem beliebigen Zeitpunkt während der Haltedauer auf oder unter der Knock-Out-Barriere notiert. (Totalverlustrisiko). Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist auch möglich, wenn die DZ BANK ihre Verpflichtungen aus dem Produkt aufgrund behördlicher Anordnungen oder einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit / Überschuldung) nicht mehr erfüllen kann.
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Eine ausführliche Erläuterung der genannten Fachbegriffe finden Sie in unserem Glossar.
Stand: 06.02.2026, DZ BANK AG / Online-Redaktion
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