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News

15.09.2026 | 22:28:38 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Hohe Ölpreise vor Zinsentscheid belasten

NEW YORK (dpa-AFX) - Am New Yorker Aktienmarkt ist es am Dienstag weiter bergab gegangen. Einen Tag vor dem Zinsentscheid der US-Notenbank Fed überwog bei den Anlegern die Vorsicht. Die wieder kräftig anziehenden Ölpreise verstärkten den Druck auf die Kurse.

Der Leitindex Dow Jones Industrial <US2605661048> schloss 0,63 Prozent tiefer mit 52.093,11 Punkten. Für den marktbreiten S&P 500 <US78378X1072> ging es um 0,45 Prozent auf 7.585,73 Punkte nach unten. Der technologielastige Nasdaq 100 <US6311011026> verlor 0,65 Prozent auf 28.938 Punkte. Er war zu Wochenbeginn wegen der Sicherheitsdebatte über Künstliche Intelligenz (KI), die besonders die Halbleitertitel belastet hatte, stärker als die anderen Indizes unter Druck geraten. Diese konnten sich nun teilweise etwas erholen.

Auf der dritten Zinssitzung der Fed unter dem neuen Vorsitzenden Kevin Warsh dürfte dieser am Mittwoch erstmals die Leitzinsen anheben. An den Finanzmärkten geht angesichts der hohen Inflation eine Mehrheit von über 90 Prozent von einer Erhöhung der Zinsspanne um 0,25 Prozentpunkte aus. Die Spannung bleibt aber groß, da Warsh auf klare Signale für die Finanzmärkte verzichtet.

Getrieben wird die Inflation vor allem durch höhere Energiepreise. Der Ausblick ist hier düster. Eine Trendwende ist angesichts der jüngsten Zuspitzung der Lage im Nahen Osten nicht in Sicht. Vor diesem Hintergrund stieg die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen wie schon am Montag über die viel beachtete Marke von fünf Prozent.

Die Debatte habe sich von der Frage, ob die Fed die Zinsen anheben werde, "hin zu der Frage verlagert, in welchem Umfang eine (geldpolitische) Straffung in diesem Zyklus erforderlich sein wird, um die Preisstabilität wiederherzustellen", sagte Seema Shah von Principal Asset Management. Ein nur einmaliger Zinserhöhungsschritt sei unwahrscheinlich.

Derweil betonte Brock Weimer vom Finanzdienstleister Edward Jones, dass sich die Inflation gegenüber ihrem Höchststand von 2022 deutlich abgeschwächt habe. "Vor diesem Hintergrund gehen wir davon aus, dass eine erneute Straffung durch die Fed in Umfang und Dauer begrenzt sein wird", fügte er hinzu. Er gehe nicht davon aus, "dass eine moderate weitere Zinserhöhung den allgemeinen Wirtschaftsaufschwung oder den Bullenmarkt an den Aktienmärkten zum Scheitern bringen wird".

Im Nasdaq 100 belegten am Dienstag die Chiptitel Qualcomm <US7475251036>, AMD <US0079031078> und Marvell Technology <US5738741041> mit Kursgewinnen von 1,3 bis 4,3 Prozent vordere Plätze. Beim Branchenriesen Nvidia <US67066G1040> reichte es nur für ein Plus von 0,6 Prozent.

Aus dem Stahlbereich legten Steel Dynamics <US8581191009> dank positiver Branchennachrichten um 2 Prozent zu. Aus einer Mitteilung des chinesischen Stahlverbands auf der Plattform WeChat geht laut der Nachrichtenagentur Bloomberg hervor, dass führende chinesische Stahlhersteller gemeinsam zu strengeren Produktionsbeschränkungen und einem Abbau der Lagerbestände aufgerufen haben. In einer Erklärung heißt es, nach Jahren des Wachstums trete die Branche in China in eine Phase der "Reduzierung und Optimierung" ein. Börsianer versprechen sich davon auch international etwas Entlastung beim Preisdruck aus China, was positiv für die Stahlpreise am Weltmarkt sei.

Aktien aus dem Kryptowährungssektor hingegen gerieten unter Druck. Der Bitcoin weitete seine Kursverluste etwas aus, nachdem der US-Senat ein umfassendes Regulierungsgesetz blockiert hatte. Für die Aktien der Kryptowährungs-Plattform Coinbase <US19260Q1076> ging es im Sog dieser Entwicklung um rund 10 Prozent nach unten. Die Anteile des Softwareherstellers Strategy <US5949724083>, der den Bitcoin als Hauptreserve für sein Kapital etabliert hat, büßten 5,4 Prozent ein./gl/nas

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

15.09.2026 | 22:18:41 (dpa-AFX)
Aktien New York Schluss: Hohe Ölpreise vor Zinsentscheid belasten
15.09.2026 | 20:08:59 (dpa-AFX)
Aktien New York: Weitere Verluste mit hohen Ölpreisen und vor Zinsentscheid
15.09.2026 | 18:29:45 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Moderate Verluste am Tag vor US-Zinsentscheid
15.09.2026 | 18:14:59 (dpa-AFX)
Aktien Wien Schluss: ATX gibt leicht nach - Warten auf US-Zinsentscheidung
15.09.2026 | 18:10:23 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Kaum verändert - Dax am Tropf des Ölpreises
15.09.2026 | 18:02:51 (dpa-AFX)
Aktien Europa Schluss: Moderate Verluste am Tag vor US-Zinsentscheid
15.09.2026 | 17:59:55 (dpa-AFX)
ROUNDUP 3: Merz kündigt schnelle Entlastung bei Spritpreisen an

(neu: unter anderem Äußerungen Merz zur Übergewinnsteuer)

BERLIN (dpa-AFX) - Die Bundesregierung plant angesichts der rasant steigenden Spritpreise kurzfristig finanzielle Entlastungen der Verbraucher. Die konkreten Maßnahmen bleiben aber vorerst offen, nach wie vor gibt es Differenzen zwischen der Union und SPD - vor allem zur sogenannten Übergewinnsteuer.

Bundeskanzler Friedrich Merz kündigte an, "ja, wir werden auf Preistreiberei reagieren". Er sei der Meinung, "dass wir handeln müssen", sagte der CDU-Chef beim Unternehmertag des Handelsverbands BGA in Berlin. Das genaue Instrumentarium stehe noch nicht fest. "Sie können aber davon ausgehen, dass wir sehr bald einen Vorschlag dazu vorlegen werden."

Zuletzt stieg der Preis für einen Liter Super E10 auf durchschnittlich 2,286 Euro, Diesel kostete am Montag 2,412 Euro pro Liter - und ist damit nur noch wenige Cent von einem Rekordpreis entfernt.

Für viele Menschen, die täglich das Auto brauchten, sei eine Belastungsgrenze erreicht, sagte Merz. Er verwies darauf, dass das Bundeskartellamt mit einer Missbrauchsaufsicht ausgestattet worden sei. "Aber wir spüren auch, jedenfalls aus dem Blickwinkel der Verbraucherinnen und Verbraucher, dass das nicht reicht."

Klingbeil begrüßt Merz-Vorstoß und wirbt für Übergewinnsteuer

Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) begrüßte die Bewegung bei CSU und CDU: "Dass gestern Markus Söder und heute der Bundeskanzler jetzt auch sagen, es muss etwas passieren, nachdem meine Ideen jetzt schon wochenlang auf dem Tisch liegen, ist erstmal richtig." Nun müsse man "schnell zusammenkommen".

In der schwarz-roten Bundesregierung macht sich Klingbeil für eine Übergewinnsteuer auf Extra-Profite der Mineralölkonzerne in der Krise stark, um Unterstützungsmaßnahmen für Verbraucher gegenzufinanzieren. Er warf den Mineralölkonzernen erneut vor, die Krise auszunutzen und die "Abzocke voranzutreiben".

Merz erteilt Übergewinnsteuer eine Absage

Merz hielt allerdings dagegen, er sehe im Augenblick keine ausreichende faktische Grundlage und auch keine rechtliche Grundlage für die Besteuerung von sogenannten Übergewinnen: "Insofern müssen wir uns was Einfacheres, was anderes einfallen lassen."

Merz sagte zur Begründung: "Wir können nur Unternehmen besteuern, die ihren Sitz in Deutschland haben." Und man müsse ein hohes Interesse daran haben, Raffinerien im Land zu behalten. "Das werden wir nicht schaffen, wenn wir jetzt diese Unternehmen, die selbst erhebliche Schwierigkeiten im Markt haben, auch noch zusätzlich besteuern." Der Kanzler wies darauf hin, dass es zu einer 2022 erhobenen Übergewinnsteuer immer noch Gerichtsverfahren gebe.

Kanzler hofft auf baldige Lösungen

Merz argumentierte, dass das Finanzministerium an einem Mechanismus für Direktzahlungen an private Haushalte arbeite. In der Zwischenzeit müsse man sich noch über andere Möglichkeiten unterhalten, wozu es auch Vorschläge gebe. "Wir haben im Grunde genommen mehrere Optionen", sagte der Kanzler.

"Wir können verschiedene Steuern und Abgaben in den Blick nehmen, um jetzt den Verbraucherinnen und Verbrauchern in Deutschland zu helfen." Merz betonte: "Ich sehe die Notwendigkeit. Wir werden in der Koalition über dieses Thema sprechen, und ich hoffe auch bald zu Lösungen kommen."

Auch Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) schlug vor, bestimmte Bevölkerungsgruppen gezielt über Direktzahlungen zu entlasten. Hier gibt es aber Zweifel an der Umsetzbarkeit: Zwar gibt es laut Finanzministerium einen solchen Direktauszahlungsmechanismus. Aber erst von ungefähr 19 Prozent der Steuerpflichtigen liegen die notwendigen IBANs vor, wie ein Sprecher sagte.

Die Linke ist skeptisch

Die Opposition bleibt skeptisch. Mit der bloßen Ankündigung sei es nicht getan, sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Linken, Janine Wissler. "Die Bundesregierung muss handeln." Sie kritisierte, dass der Kanzler keine konkreten Maßnahmen benennen könne, obwohl diverse Vorschläge seit Monaten auf dem Tisch lägen. Auch die Linke fordert laut Wissler eine Übergewinnsteuer und spricht sich gegen eine Senkung der Energiesteuer aus.

Umweltverbände gegen erneuten Tankrabatt

Politiker von AfD und CDU hatten vor Merz' Ankündigung erneut Steuersenkungen gefordert. Die hatte es von Anfang Mai bis Ende Juni 2026 bereits mit dem "Tankrabatt" gegeben. Durch die staatliche Senkung der Energiesteuer hatten Autofahrer an der Zapfsäule rund 17 Cent sparen sollen. Den Bund kostete der "Tankrabatt" rund 1,6 Milliarden Euro.

Die Umweltverbände Greenpeace, BUND und der Naturschutzbund (NABU) warnen vor erneuten pauschalen Steuersenkungen. Die Bundesregierung sollte "die Auszahlung direkter pro Kopf Beihilfen auf den Weg bringen, um so die unteren Einkommensschichten zu entlasten", schlug die Bundesgeschäftsführerin des BUND, Verena Graichen, vor.

Die Allianz pro Schiene forderte ein Mobilitätsgeld, damit Anreize gesetzt würden, in Zeiten steigender Spritpreise den ÖPNV zu nutzen. Bei Greenpeace regte man eine erneute Preissenkung beim Deutschlandticket an wie zuletzt 2022 auf neun Euro./hoe/DP/jha

15.09.2026 | 17:40:43 (dpa-AFX)
EQS-DD: ASTA Energy Solutions AG (deutsch)
15.09.2026 | 17:40:40 (dpa-AFX)
EQS-DD: ASTA Energy Solutions AG (deutsch)
15.09.2026 | 17:25:22 (dpa-AFX)
ROUNDUP 2: Merz kündigt schnelle Entlastung bei Spritpreisen an
15.09.2026 | 17:19:59 (dpa-AFX)
ANALYSE-FLASH: Jefferies belässt Ottobock auf 'Buy' - Ziel 83 Euro
15.09.2026 | 16:19:19 (dpa-AFX)
EQS-Adhoc: Alexanderwerk AG: Änderungen im Vorstand der Alexanderwerk AG zum 31. Dezember 2026 (deutsch)
15.09.2026 | 15:23:32 (dpa-AFX)
EQS-Gesamtstimmrechtsmitteilung: Evotec SE (deutsch)

Berichte

  • Börsenbericht
    15.09.2026

    Dax macht Verluste wett - Ölpreis im Fokus

    Die Ölpreise geben weiter die Richtung vor. Der Dax hält sich kaum verändert, nachdem die Ölpreise wieder etwas gestiegen sind.

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  • TraderDaily
    15.09.2026

    Abbau der überverkauften Lage im Fokus der Bullen

    GD 50 liegt bei 25.737 Punkten

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