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News

10.05.2026 | 18:09:16 (dpa-AFX)
ROUNDUP 4/Iran-Krieg: Drohnenangriffe und Hoffnung auf neues Treffen

(neu: Details im Vorschlag.)

WASHINGTON/TEHERAN (dpa-AFX) - Inmitten des Ringens um eine diplomatische Lösung des Iran-Kriegs ist die Waffenruhe erneut verletzt worden. Der Golfstaat Kuwait wurde von mutmaßlich iranischen Drohnen angegriffen. Die Streitkräfte hätten dort "mehrere feindliche Drohnen" im eigenen Luftraum entdeckt und darauf reagiert, teilte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums mit. Auch die Vereinigten Arabischen Emirate meldeten neuen Beschuss. Die Flugabwehr habe zwei iranische Drohnen abgewehrt, so das emiratische Verteidigungsministerium.

Die diplomatischen Bemühungen laufen derweil weiter. Am Samstag trafen sich US-Außenminister Marco Rubio und der Sondergesandte des Weißen Hauses, Steve Witkoff, mit dem katarischen Ministerpräsidenten Mohammed bin Abdulrahman Al Thani, um eine Vereinbarung zur Beendigung des Kriegs zu erreichen, wie das Portal "Axios" unter Berufung auf zwei mit der Angelegenheit vertraute Quellen mitteilte. Das Weiße Haus halte Katar für besonders effektiv in Verhandlungen mit dem Iran, hieß es weiter. Pakistan vermittelt im Iran-Krieg offiziell, Katar agiert eher im Hintergrund.

Zeitung: Neue Gespräche in Islamabad möglich

Seit gut einem Monat gilt eine Waffenruhe im Iran-Krieg. Die militärischen Spannungen sind jedoch nach wie vor beträchtlich. Gespräche der Konfliktparteien unter der Vermittlung Pakistans könnten laut "Wall Street Journal" in der neuen Woche erneut in Islamabad stattfinden.

Zuletzt waren Pläne für weitere Gesprächsrunden in der pakistanischen Hauptstadt mehrmals gescheitert. Der Iran übergab am Sonntag der Staatsagentur Irna zufolge seine Antwort auf den US-Friedensvorschlag an den Vermittler Pakistan. Der Staatssender Irib berichtete, der vom Iran vorgeschlagene Text konzentriere sich auf die Beendigung der Kampfhandlungen an allen Fronten, insbesondere im Libanon, sowie auf die Gewährleistung der Sicherheit der Schifffahrt.

Bei dem Vorschlag aus den USA handelt es sich um eine 14 Punkte umfassende Absichtserklärung. Deren Ziel ist es unter anderem, einen Rahmen für zunächst 30 Tage dauernde Verhandlungen zu schaffen, um den Krieg zu beenden. Diskutiert werden Medienberichten zufolge auch eine Lockerung von US-Sanktionen sowie Vereinbarungen zur Zukunft der Straße von Hormus. Zudem soll eine Grundlage für Verhandlungen über Irans umstrittenes Atomprogramm geschaffen werden.

Russland könnte Uran aus dem Iran lagern

Russland ist nach den Worten von Präsident Wladimir Putin bereit, angereichertes Uran aus dem Iran abzutransportieren und einzulagern. Das sagte Putin bei einer außerordentlichen Pressekonferenz nach den Feierlichkeiten zum Jahrestag des Sieges im Zweiten Weltkrieg. Ursprünglich habe dazu Einigkeit bestanden, doch hätten die USA plötzlich ihre Haltung verschärft. Der Kremlchef sagte, dass Russland bereits einmal im Jahr 2015 angereichertes Uran aus dem Iran abtransportiert habe. Der Iran habe Russland vertraut, "und das nicht ohne Grund".

Moskau sei bereit, "diese Erfahrung zu wiederholen". Er sagte, dass alle Konfliktparteien - der Iran, die USA und Israel - damit einverstanden gewesen seien. "Doch dann verschärften die Vereinigten Staaten ihre Position und forderten den Abtransport ausschließlich auf das Gebiet der USA. Daraufhin verschärfte der Iran seine Position."

Großbritannien bereitet Marineeinsatz vor

Großbritannien hat unterdessen einen Zerstörer für einen möglichen Einsatz zum Schutz von Handelsschiffen in der Straße von Hormus entsandt. Die "HMS Dragon" werde in Position gebracht, um an einer von Großbritannien und Frankreich geführten Mission teilzunehmen, sobald die Feindseligkeiten zwischen dem Iran und israelisch-amerikanischen Streitkräften enden, zitierte die britische Nachrichtenagentur PA eine Mitteilung des Verteidigungsministeriums in London am Samstag.

Das Schiff war zuletzt im östlichen Mittelmeer im Einsatz, nachdem ein britischer Luftwaffenstützpunkt in Zypern von einer Drohne iranischer Bauart getroffen worden war.

Auch Deutschland will sich beteiligen

Unter Führung Frankreichs und Großbritanniens bereitet ein internationales Bündnis einen möglichen Marineeinsatz nach einem Ende der Kampfhandlungen vor. Deutschland erwägt, sich mit Minenjagdbooten, einer Führungs- und Versorgungsplattform sowie seegestützter Aufklärung zu beteiligen.

Der wichtige Schifffahrtsweg durch die Meerenge von Hormus wird seit Wochen vom Iran blockiert. Die Folgen für die Weltwirtschaft sind erheblich. Die USA haben ihrerseits eine Blockade iranischer Häfen verhängt.

Flughäfen warnen vor weiteren Flugstreichungen

Angesichts drohender Lücken in der Versorgung mit Kerosin warnt die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (ADV) vor Flugstreichungen und Preiserhöhungen. "Es ist zu befürchten, dass vor allem bei Low-Cost-Airlines und touristisch weniger bedeutsamen Destinationen weitere Flüge gestrichen werden", sagte Ralph Beisel, ADV-Hauptgeschäftsführer, der "Welt am Sonntag".

Im Worst-Case-Szenario drohe an manchen Flughäfen ein Kapazitätseinbruch von zehn Prozent. Hochgerechnet auf alle Flughäfen wären 20 Millionen Fluggäste betroffen, so Beisel. Einige Ziele würden dann gar nicht mehr angeflogen, andere seltener und zu höheren Preisen.

Infolge der wegen des Iran-Kriegs gestörten Öltransporte durch die Straße von Hormus schnellten die Preise für den Flugtreibstoff Kerosin in die Höhe. Einige Airlines sagten deswegen bereits Flüge ab./mrd/DP/men

10.05.2026 | 15:37:21 (dpa-AFX)
ROUNDUP 3: Iran-Krieg: Drohnenangriffe und Hoffnung auf neues Treffen
10.05.2026 | 14:47:59 (dpa-AFX)
ROUNDUP 2/Iran-Krieg: Drohnenangriffe und Hoffnung auf neues Treffen
10.05.2026 | 13:59:17 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Kuwait und Emirate melden neuen Beschuss mit Drohnen
09.05.2026 | 07:05:13 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Trump wartet: Wie reagiert der Iran auf den US-Vorschlag?
08.05.2026 | 22:39:28 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Dow stabil - Rekordrally an Nasdaq
08.05.2026 | 22:17:11 (dpa-AFX)
Aktien New York Schluss: Dow stabil - Rekordrally an Nasdaq
10.05.2026 | 19:54:39 (dpa-AFX)
Lufthansa-Tochter Swiss will in Verwaltung zehn Prozent einsparen

ZÜRICH (dpa-AFX) - Die Fluggesellschaft Swiss hat ihre Sparmassnahmen auf das Bodenpersonal ausgeweitet. "Ziel ist, dass wir rund zehn Prozent unserer administrativen Mitarbeitenden abbauen", sagte Swiss-Chef Jens Fehlinger in einem Interview der "NZZ am Sonntag".

Entlassungen wolle die Fluggesellschaft keine vornehmen, sagte Fehlinger in dem am Sonntag zunächst online veröffentlichten Interview. Die Rede sei ausschließlich von freiwilligen Abgängen.

Für die Einsparungen in der Verwaltung setzt die Fluggesellschaft, ähnlich wie beim Kabinenpersonal, finanzielle Anreize. Zum Beispiel erhalte man 20 Prozent des eingesparten Basissalärs, wenn man unbezahlte Ferien beziehe, sagte der Swiss-Chef.

Er begründete den Schritt unter anderem mit dem Kostendruck. Nicht nur das Kerosin sei teurer geworden. "Wir haben strukturell höhere Kosten", sagte Fehlinger und nannte die Flugzeugwartung, Umweltabgaben und gestiegene Personalkosten als Beispiele. Insgesamt wolle die Lufthansa <DE0008232125>-Tochter zehn Prozent der Kosten abbauen. Dies sei nötig, nur damit die Kostenstruktur gleich bleibe, sagte der Swiss-Chef.

"Ein gesundes Maß"

Die Lufthansa-Gruppe, zu der auch die Swiss und die Edelweiss gehören, hatte Mitte April neue Sparmassnahmen angekündigt. Demnach werden keine neuen Mitarbeitende mehr eingestellt.

Laut Fehlinger spart der Mutterkonzern in der Administration 20 Prozent ein. Die Swiss "vorerst nur zehn Prozent", wie der Swiss-Chef sagte. Das halte er für "ein gesundes Maß". Die Fluggesellschaft sei zwar profitabel, doch manche Konkurrenten hätten sie bei der Profitabilität überholt. Die Swiss müsse sich weiterentwicklen und wachsen. Die Nachfrage nach Flügen sei da, sagte Fehlinger und fügte an: "Wenn wir nicht davon profitieren, tun es andere."

Das Bodenpersonal der Swiss zählte per Ende letzten Jahres insgesamt, also einschließlich der Administration, 3.432 Mitarbeitende, wie der Webseite des Unternehmens zu entnehmen war.

Rund 140 Mitarbeitende kündigten

Beim Kabinenpersonal sind die Ziele nach Angaben des Swiss-Chefs erreicht worden. Auch da setzte die Swiss auf ein Angebot für freiwillige Abgänge, wie sie im März mitgeteilt hatte. Adressiert war das Angebot an die rund 4.000 Kabinenmitarbeitenden der Basis in Zürich. Ihnen wurde laut der "NZZ am Sonntag" eine Prämie von 15.000 Schweizer Franken versprochen, wenn sie bis Ende April kündigten.

Zu Entlassungen wird es beim Kabinenpersonal nicht kommen. "Dank diesen rein freiwilligen Maßnahmen konnten wir den Überbestand reduzieren", sagte Fehlinger von der Zeitung auf die Prämie angesprochen. Rund 140 Kabinenmitarbeitende werden die Swiss demnach verlassen./AWP/men

10.05.2026 | 08:40:09 (dpa-AFX)
EQS-Stimmrechte: Ströer SE & Co. KGaA (deutsch)
08.05.2026 | 22:30:07 (dpa-AFX)
Eintracht und Riera verlieren auch beim Vize-Meister BVB
08.05.2026 | 22:05:02 (dpa-AFX)
ANALYSE-FLASH: JPMorgan senkt Ziel für Unicredit auf 89 Euro - 'Overweight'
08.05.2026 | 21:10:57 (dpa-AFX)
Thyssenkrupp Nucera enttäuscht wegen Einmaleffekten bei Umsatz und Gewinn
08.05.2026 | 20:38:33 (dpa-AFX)
EQS-Adhoc: thyssenkrupp nucera AG & Co. KGaA: Vorläufige Finanzkennzahlen für Q2/6M 2025/26; Auftragseingang über Erwartung und Vorjahr; Umsatz und Ergebnis unter Markterwartung (deutsch)
08.05.2026 | 20:05:00 (dpa-AFX)
ANALYSE-FLASH: Jefferies belässt Intesa Sanpaolo auf 'Buy' - Ziel 7,20 Euro

Berichte

  • Börsenbericht
    08.05.2026

    Krieg im Iran drückt weiter auf die Aktienmärkte, Rheinmetall abgestürzt

    An der Börse neigt sich ein Tag voller Verluste dem Ende entgegen. Der Dax steht seit dem Handelsstart im Minus. Besonders auffällig ist die Aktie von Rheinmetall.

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  • TraderDaily
    08.05.2026

    Kaufsignale untermauern den Aufwärtstrend

    Hürde notiert bei 25.184 Punkten

    Der DAX konnte ausgehend vom lokalen Minimum am 23. März bei 21.860 Punkten eine Aufwärtstrendstruktur mit steigenden Verlaufstiefs ausbilden. Hierbei konnte das letzte, höhere lokale Minimum am 30. April bei 23.664 Punkten markiert werden...

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    05.05.2026

    DAX: Sell in May?

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Termine

Datum Terminart Information Information
11.05.2026 Bericht zum 1. Quartal adesso SE: Veröffentlichung Q1 adesso SE: Veröffentlichung Q1
11.05.2026 Veröffentlichung des Halbjahresberichtes Aurubis AG: Zwischenbericht 6 Monate 2025/26 Aurubis AG: Zwischenbericht 6 Monate 2025/26
11.05.2026 Bericht zum 1. Quartal bet-at-home.com AG: Konzernquartalsmitteilung Q1 2026 bet-at-home.com AG: Konzernquartalsmitteilung Q1 2026
11.05.2026 Veröffentlichung des Halbjahresberichtes Compass Group Plc: Half Year 2026 Results Compass Group Plc: Half Year 2026 Results
11.05.2026 Bericht zum 1. Quartal Fincantieri: Bericht 1. Quartal 2026 Fincantieri: Bericht 1. Quartal 2026
11.05.2026 Bericht zum 1. Quartal GEA Group AG: Bericht zum 1. Quartal 2026 GEA Group AG: Bericht zum 1. Quartal 2026
11.05.2026 Bericht zum 1. Quartal Hochtief AG: Bericht zum 1. Quartal 2026 Hochtief AG: Bericht zum 1. Quartal 2026
11.05.2026 Bericht zum 1. Quartal Hypoport SE: Bericht zum 1. Quartal 2026 Hypoport SE: Bericht zum 1. Quartal 2026
11.05.2026 Bericht zum 1. Quartal K+S AG: Quartalsfinanzbericht zum 31. März 2026 K+S AG: Quartalsfinanzbericht zum 31. März 2026
11.05.2026 Bericht zum 1. Quartal NOS SGPS S.A.: Earnings Announcement 1Q 2026 NOS SGPS S.A.: Earnings Announcement 1Q 2026
11.05.2026 Bericht zum 1. Quartal Patrizia SE: Zwischenbericht 1. Quartal 2026 Patrizia SE: Zwischenbericht 1. Quartal 2026
11.05.2026 Bericht zum 1. Quartal q.beyond: Veröffentlichung der Quartalsmitteilung Q1 q.beyond: Veröffentlichung der Quartalsmitteilung Q1
11.05.2026 Ordentliche Hauptversammlung ASM International N.V.: Annual General Meeting ASM International N.V.: Annual General Meeting
11.05.2026 Ordentliche Hauptversammlung Fagron: Annual General Meeting Fagron: Annual General Meeting

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