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News

14.06.2026 | 18:23:41 (dpa-AFX)
ROUNDUP 2: US-Iran-Vereinbarung auf der Kippe? Trump verurteilt neue Angriffe

(aktualisierte Fassung)

WASHINGTON/TEL AVIV/TEHERAN (dpa-AFX) - Nach israelischen Angriffen in Vororten der libanesischen Hauptstadt Beirut und angedrohten Gegenschlägen des Irans auf Israel hat US-Präsident Donald Trump die Seiten zur Zurückhaltung aufgerufen. Ursprünglich hatte Trump für Sonntag, seinen 80. Geburtstag, die Unterzeichnung eines Rahmenabkommens zur Beendigung des Iran-Kriegs zwischen den USA und dem Iran in Aussicht gestellt. Nach der neuen Eskalation im Libanon mahnte er auf Truth Social: "Dies könnte der Beginn eines langen und schönen Friedens sein - lasst uns ihn nicht verspielen!"

Den Gegenangriff Israels im Libanon verurteilt Trump in seinem Post. Der Angriff bei Beirut hätte nicht stattfinden dürfen, "insbesondere an einem besonderen Tag, an dem wir einem Friedensabkommen mit dem Iran so nahe sind", schrieb der Republikaner.

Nach Angriffen der libanesischen Hisbollah-Miliz auf den Norden Israels - das israelische Militär sprach von mehreren Sprengstoffdrohnen - hatte die israelische Luftwaffe am Sonntag erneut bei Beirut angegriffen. Es seien "Terrorziele" der Hisbollah in den als Dahija bekannten südlichen Vororten beschossen worden, hieß es in einer gemeinsamen Mitteilung des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu und des Verteidigungsministers Israel Katz. "Der Angriff erfolgte als Reaktion auf den Beschuss israelischen Territoriums durch die Hisbollah." Nach libanesischen Angaben wurden mindestens drei Menschen getötet.

US-Präsident will Einstellung der Angriffe

Trump schrieb auf Truth Social weiter, Israel habe das Recht, sich gegen Bedrohungen zu verteidigen, jedoch sei die Attacke, auf die das Land reagiert habe, bedeutungslos gewesen - niemand sei getötet oder verletzt worden.

Trump rief zugleich alle Seiten auf, sich zurückzuhalten. Man stehe kurz davor, ein Abkommen mit dem Iran zu schließen, das Frieden für die Region - den Libanon eingeschlossen - bringen würde. Es solle keine Angriffe Israels mehr irgendwo im Libanon geben, schrieb der US-Präsident weiter. Und es solle auch keine Angriffe anderer Parteien, einschließlich der Hisbollah, gegen Israel mehr geben.

Iran hinterfragt diplomatische Bemühungen nach Angriff bei Beirut

Der Iran hatte nach den israelischen Angriffen bei Beirut die mögliche Einigung auf ein Rahmenabkommen mit den USA infrage gestellt. "Wenn Ihr (USA) weder den Willen noch die Fähigkeit habt, Euren Verpflichtungen nachzukommen, dann kann man den diplomatischen Weg auch nicht fortsetzen", schrieb Parlamentspräsident und Chefunterhändler Mohammed Bagher Ghalibaf auf der Plattform X. Solchen Angriffen grünes Licht zu geben, könne keine diplomatischen Zugeständnisse erwirken.

Die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) - die Elitestreitmacht der Islamischen Republik - drohten Israel mit Gegenschlägen. "Es besteht kein Zweifel, dass diese Verbrechen nicht unbeantwortet bleiben werden", sagte ein IRGC-Sprecher im iranischen Staatssender Irib. Bereits am Sonntag vergangener Woche waren israelische Angriffe bei Beirut - die laut der Regierung in Jerusalem ebenso eine Antwort auf Hisbollah-Angriffe waren - Auslöser für iranische Raketenangriffe in mehreren Wellen auf Israels Norden und israelische Gegenschläge auf den Iran gewesen.

Die israelische Armee teilte am späten Nachmittag mit, sie stelle sich auf den möglichen Beschuss israelischer Gebiete in den kommenden Stunden ein. Das Militär sei in erhöhter Alarmbereitschaft und auf eine "Vielzahl defensiver und offensiver Szenarien vorbereitet".

Israel beschuldigt Hisbollah

Das israelische Außenministerium bezichtigte den Iran als Reaktion auf Ghalibafs X-Post der Lüge. "Es ist Irans Stellvertreter, die Hisbollah, die Israel heute Morgen wieder angegriffen hat, vollkommen unprovoziert", hieß es in einem X-Post des Ministeriums. Die Hisbollah schieße ständig auf israelische Zivilisten. Israel werde Angriffe auf sein Territorium nicht dulden.

Die Hauptbedingung für den Iran bei der Einigung mit den USA ist ein Ende der militärischen Operationen an allen Fronten, auch im Libanon. Teheran hat mehrfach betont, dass ohne die Verwirklichung dieser Forderung der Iran nicht bereit sei, den weiteren diplomatischen Prozess fortzusetzen.

Die neue Eskalation im Libanon erhöht die Unsicherheit, ob und wann das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran, über das seit Wochen verhandelt wird, zu einem Abschluss kommt. Die Übereinkunft soll Ausgangspunkt sein für vertiefte Gespräche zwischen Washington und Teheran. Neben der Öffnung der Straße von Hormus soll die Vereinbarung Berichten zufolge die - fragile und mehrfach gebrochene

- Waffenruhe um 60 Tage verlängern und Startpunkt für Verhandlungen

über das iranische Atomprogramm sein.

Die "New York Times" schrieb, das Trump-Team sei auch am Morgen (US-Ortszeit) noch vorsichtig optimistisch gewesen, dass das Abkommen mit dem Iran noch am Sonntag unterzeichnet werde - trotz der jüngsten israelischen Angriffe im Libanon. Trumps jüngster Post spiegele laut einer mit den Überlegungen der Regierung vertrauten Person seinen Wunsch wider, ein Abkommen zu erzielen und aus diesem Krieg auszusteigen, schrieb das Blatt.

Barak Ravid, Reporter des Nachrichtenportals "Axios", schrieb am Sonntagabend deutscher Zeit auf X, Trump habe ihm in einem kurzen Interview gesagt, die Unterzeichnung sei weiterhin für Sonntag geplant./vee/DP/he

14.06.2026 | 17:31:06 (dpa-AFX)
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12.06.2026 | 22:21:41 (dpa-AFX)
Aktien New York Schluss: SpaceX-Börsengang und Lage in Nahost helfen Kursen
14.06.2026 | 17:18:58 (dpa-AFX)
Bahnstrecke Hamburg-Hannover für Züge gesperrt

HAMBURG/HANNOVER (dpa-AFX) - Bahnreisende zwischen Hamburg und Hannover müssen sich von heute an auf weitere Einschränkungen einstellen. Im Zuge der sogenannten Qualitätsoffensive der Deutschen Bahn ist die gesamte Strecke zwischen beiden Städten für den Zugverkehr gesperrt. Fern- und Güterzüge werden umgeleitet, im Regionalverkehr gilt ein Ersatzkonzept mit Bussen und einzelnen Zugangeboten auf Teilstrecken.

Stündlich sollen Busse zwischen Lüneburg und Uelzen fahren

Die Bauarbeiten laufen bereits seit Anfang Mai und sollen bis zum 10. Juli dauern. Bislang war vor allem der Abschnitt zwischen Celle und Hannover betroffen. Nun entfallen auch die Regionalzüge zwischen Uelzen und Lüneburg bis zum Ende der Qualitätsoffensive. Stattdessen sollen unter anderem stündlich Busse zwischen Lüneburg und Uelzen fahren. In den Hauptverkehrszeiten sind zusätzliche Züge zwischen Lüneburg und Hamburg vorgesehen.

Die Bahn will auf der rund 163 Kilometer langen Strecke Gleise, Weichen, Oberleitungen, Bahnhöfe und Brücken erneuern und instand setzen. Auch an Stellwerken und am Bahndamm bei Eschede wird gearbeitet. Nach Angaben der Bahn liegen die Arbeiten an der Schieneninfrastruktur insgesamt im Plan.

Eine der am stärksten belasteten Bahnstrecken Deutschlands

Die Verbindung Hamburg-Hannover zählt zu den am stärksten belasteten Bahnstrecken Deutschlands. Sie ist wichtig für den Fernverkehr zwischen Nord- und Süddeutschland, für Pendler sowie für den Güterverkehr vom und zum Hamburger Hafen. Mit der Qualitätsoffensive will die Bahn dringende Arbeiten bündeln, bevor die Strecke im Jahr 2029 umfassend saniert werden soll./lfi/DP/he

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Berichte

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Termine

Datum Terminart Information Information
15.06.2026 Ordentliche Hauptversammlung Adtran Holdings: Ordentliche Hauptversammlung Adtran Holdings: Ordentliche Hauptversammlung
15.06.2026 Zwischendividende Zahltag Ball Corporation: Dividend Payable Ball Corporation: Dividend Payable
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15.06.2026 Außenhandelsvolumina Europäische Union: Außenhandel April 2026 Europäische Union: Außenhandel April 2026
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15.06.2026 Geschäftsvertrauen Kanada: Geschäftsvertrauen April 2026 Kanada: Geschäftsvertrauen April 2026
15.06.2026 Großhandelsumsätze Kanada: Großhandelsumsätze April 2026 Kanada: Großhandelsumsätze April 2026
15.06.2026 Außenhandelsvolumina Niederlande: Außenhandel April 2026 Niederlande: Außenhandel April 2026
15.06.2026 Industrieproduktion USA: Industrieproduktion Mai 2026 USA: Industrieproduktion Mai 2026

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