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News

09.06.2026 | 08:23:17 (dpa-AFX)
ROUNDUP: iPhones in EU ohne KI-Siri - Apple greift Kommission an

CUPERTINO (dpa-AFX) - Apple <US0378331005> wirft der EU-Kommission vor, mit Forderungen nach einer vollständigen Öffnung seiner iPhones und iPads für KI-Assistenten anderer Anbieter die Privatsphäre der europäischen Nutzer zu gefährden. Der Konzern entschied, stattdessen die neue Version seiner Assistenzsoftware Siri mit Künstlicher Intelligenz auf iPhone und iPad nicht in der Europäischen Union verfügbar zu machen. Auf Mac-Computern und der Computer-Brille Vision Pro werden auch europäische Nutzer darauf zugreifen können, weil Apple in diesen Segmenten nicht als "Gatekeeper" mit viel Marktmacht eingestuft wurde.

Apple habe der Kommission die Risiken eines "wirklich uneingeschränkten" Zugangs von Assistenten anderer Anbieter zum gesamten Betriebssystem und allen Informationen erklärt, sagte Marketingchef Greg Jozwiak. "Aber sie haben unsere Bedenken komplett zurückgewiesen." Apple habe auch bereits im vergangenen Jahr einen konkreten Vorschlag für eine technische Lösung vorgelegt, mit der aus Sicht des Konzerns die Zugangsanforderungen erfüllt und zugleich der Datenschutz gewahrt geblieben wäre. Die Kommission habe ihn jedoch abgelehnt, ohne sich damit auseinanderzusetzen.

Das EU-Digitalgesetz DMA (Digital Markets Act) schreibt unter anderem vor, dass als Gatekeeper eingestufte Unternehmen Konkurrenten den gleichen Zugang zu ihren Plattformen bieten müssen wie ihren eigenen Diensten. Apple argumentiert, die neue KI-Siri sei so datenschutzfreundlich umgesetzt, dass der Konzern selbst dabei keinen Zugriff auf die Informationen der Nutzer bekomme. Der Apple-Vorschlag für andere Anbieter sieht demnach vor, dass nach einem ähnlichen Muster deren KI-Modelle zwar Anfragen der Nutzer erfüllen könnten, aber keine Daten behielten. Dieser Plan sei weiterhin auf dem Tisch.

Nützlich durch Personalisierung

Apple stellte die neue Siri mit Künstlicher Intelligenz am Montag auf der hauseigenen Entwicklerkonferenz WWDC vor. Die Software soll sich von anderen KI-Angeboten dadurch abheben, dass sie besonders tief ins Leben der Nutzer eingebettet ist.

Als ein Beispiel einer Frage, die man der neue Siri stellen könne, nennt Apple etwa: "Wie hieß der Podcast, den mir meine Schwester neulich empfohlen hat?" Um dies zu beantworten, muss die Software unter anderem die E-Mail oder Textnachricht kennen, in der der Name des Podcasts gefallen sein könnte, richtig die Unterhaltung verstehen - und zunächst einmal wissen, wer in den Kontakten die Schwester ist. Ein weiterer Vorteil vieler Angebote aus einer Hand: Danach kann man Siri auch gleich bitten, den Podcast abzuspielen.

Apple schürt Nutzer-Erwartungen

"Wenn das alles funktioniert, ist es die KI, die die Leute wollen", sagt Branchenexperte Avi Greengart von der Analysefirma Techsponential. Die Vorsicht ist nicht unbegründet: Ursprünglich kündigte Apple eine Siri mit ähnlichen Fähigkeiten bereits auf der WWDC vor zwei Jahren an. Doch im Jahr darauf musste der Konzern einräumen, dass die Software nicht verlässlich genug sei. Danach wurde die technische Basis umgebaut - unter anderem mit Verwendung von KI-Modellen des Rivalen Google <US02079K1079>. Apple betont aber, dass der Internet-Riese dabei keinen Zugang zu Nutzerdaten bekomme.

Analyst Francisco Jeronimo von der Marktforschungsfirma IDC sieht in der neuen KI-Siri eine strategische Weichenstellung für Apple: Sie könne der neue Weg werden, über den Nutzer mit iPhones und künftigen Gerätekategorien des Konzerns interagieren. Zugleich müsse Apple nun aber auch die Erwartungen der Nutzer erfüllen: Kunden werden Siri danach bewerten, ob sie sie verstehe, und die Personalisierung sich nützlich und nicht aufdringlich anfühle.

Eine App für Siri

Erstmals bekommt Siri, die vor rund 15 Jahren als Sprachassistentin auf iPhones kam, eine eigenständige App. Apple-Manager Mike Rockwell zeigte in einer aufgezeichneten Demonstration, wie die neue Siri den Termin des nächsten Konzerts einer Musikerin in der Nähe sowie Informationen zum Ticket-Verkauf heraussuchen, eine Erinnerung erzeugen und danach auf Wunsch einen ihrer neuen Songs abspielen kann.

Zunächst wird die neue KI-Siri nur auf Englisch angeboten. Weitere Sprachen sollen "schnell" folgen, sagte Software-Chef Craig Federighi. Zunächst gibt es eine Testversion der neuen Software für Entwickler. Allgemein eingeführt werden die neuen Programme und Funktionen traditionell ab Herbst.

Nutzer kauften Apple-Geräte trotz KI-Verzögerung

Während Apple mit den Siri-Problemen kämpfte, überboten sich Google als Entwickler des konkurrierenden Mobil-Betriebssystems Android und der große iPhone-Rivale Samsung <KR7005930003> mit Ankündigungen immer neuer KI-Assistenzfunktionen. Gemessen daran wirkte Apple im Rückstand - den Kunden schien das jedoch egal zu sein. Die Verkäufe der Apple-Geräte stiegen weiter und das iPhone schubste nach Berechnungen von Marktforschern Samsung nach vielen Jahren vom Smartphone-Thron. Federighi erlaubte sich zugleich einen Seitenhieb gegen Unternehmen die in einem Wettlauf "KI im Namen von KI" verfolgten und dabei nicht die Interessen der Nutzer beachteten.

Abschiedsrunde für Cook

Es ist die letzte WWDC für Tim Cook als Konzernchef. Im September soll der bisher für Geräte zuständige Top-Manager John Ternus die Führung übernehmen./so/DP/stw

09.06.2026 | 08:18:56 (dpa-AFX)
Aktien Frankfurt Ausblick: Anleger halten sich zurück
09.06.2026 | 07:36:34 (dpa-AFX)
dpa-AFX Börsentag auf einen Blick: Unveränderter Start erwartet
09.06.2026 | 07:13:35 (dpa-AFX)
DAX-FLASH: Wenig bewegter Start - Bullen und Bären in der Waage
09.06.2026 | 06:35:04 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Israel und Iran stellen Angriffe ein - und drohen weiter
08.06.2026 | 22:29:53 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Apple macht neuen Anlauf bei Künstlicher Intelligenz
08.06.2026 | 22:29:07 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Nasdaq erholt sich - Dow schwächelt weiter
09.06.2026 | 08:16:37 (dpa-AFX)
RAG-Stiftung begibt weitere Umtauschanleihe in Evonik-Aktien

ESSEN (dpa-AFX) - Der Evonik-Großaktionär <DE000EVNK013> RAG-Stiftung will eine neue Umtauschanleihe mit einem Gesamtnennbetrag von rund 375 Millionen Euro begeben. Die bis Dezember 2031 laufenden nicht nachrangigen und unbesicherten Schuldverschreibungen sollen in bestehende Stammaktien des Spezialchemiekonzerns Evonik Industries AG umtauschbar sein, wie die Stiftung am Dienstag in Essen mitteilte.

Die neuen Anleihen sollen institutionellen Investoren im Rahmen eines beschleunigten Platzierungsverfahrens (Accelerated Bookbuilding) angeboten werden, hieß es weiter. Dabei richte sich das Angebot an Investoren außerhalb der USA. Die RAG-Stiftung hält den Angaben zufolge als größter Evonik-Aktionär derzeit rund 44 Prozent der insgesamt 466 Millionen Evonik-Anteile.

Bereits ausstehend seien drei Umtauschanleihen auf Evonik-Papiere über jeweils 500 Millionen Euro oder insgesamt 1,5 Milliarden Euro. Eine der Anleihen läuft kommende Woche aus. Die anderen beiden laufen bis 2029 beziehungsweise 2030. Die Evonik-Aktie hat sich im laufenden Jahr mit einem Anstieg von knapp 18 Prozent etwas von ihrem Rückgang die Jahre davor erholt.

In den vergangenen fünf Jahren sank der Börsenwert trotz der Erholung um fast die Hälfte auf zuletzt 7,3 Milliarden Euro./tav/zb

09.06.2026 | 07:49:30 (dpa-AFX)
EQS-Adhoc: K+S Aktiengesellschaft: K+S plant Ausgabe von Wandelanleihen im Nennwert von etwa 300 Mio. EUR mit Endfälligkeit in 2031 (deutsch)
09.06.2026 | 07:45:20 (dpa-AFX)
EQS-Adhoc: Pentixapharm Holding AG: FDA erteilt "Study May Proceed" für Phase-3-Studie; beabsichtigte Bezugsrechtskapitalerhöhung von bis zu 10 Mio. Aktien; BaFin-Bilanzkontrolle des Konzernabschlusses (deutsch)
09.06.2026 | 07:41:12 (dpa-AFX)
EQS-Adhoc: RAG-Stiftung: DIE RAG-STIFTUNG GIBT EIN ANGEBOT EINER UMTAUSCHANLEIHE IN AKTIEN DER EVONIK INDUSTRIES AG BEKANNT (deutsch)
09.06.2026 | 07:00:14 (dpa-AFX)
EQS-Adhoc: SoftwareOne setzt neue Finanzziele für 2030 - KI-Transformation eröffnet beispiellose strukturelle Wachstumschancen in Unternehmenssoftware und -Cloud (deutsch)
08.06.2026 | 20:21:38 (dpa-AFX)
EQS-Stimmrechte: Klöckner & Co SE (deutsch)
08.06.2026 | 18:24:37 (dpa-AFX)
EQS-DD: CubeDoc SE (deutsch)

Berichte

  • Börsenbericht
    09.06.2026

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    09.06.2026

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    Der DAX befindet sich in einem langfristigen Aufwärtstrend, welcher im Januar 2026 durch ein Allzeithoch bestätigt wurde. Anschließend setzte eine Konsolidierung ein. Hierbei konnte der Index bis zum 25. Mai auch auf der untergeordneten Zeitebene eine..

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    09.06.2026

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    Die aktuelle Börsenphase verspricht spannend zu werden: Historisch betrachtet zählt der bevorstehende Zeitraum nicht zu den stärksten Abschnitten für den DAX. Saisonale Muster deuten darauf hin, dass die Aufwärtsdynamik nachlassen könnte und auch größere Schwankungen oder längere..

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Termine

Datum Terminart Information Information
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09.06.2026 Telefonkonferenz zum 4. Quartal J.M. Smucker Co.: Q4 FY 2026 Earnings Conference Call J.M. Smucker Co.: Q4 FY 2026 Earnings Conference Call
09.06.2026 Zwischendividende Zahltag Best Buy Co.: Dividend Payable Date Best Buy Co.: Dividend Payable Date
09.06.2026 Zwischendividende Zahltag Loews Corp.: Dividend Payable Date Loews Corp.: Dividend Payable Date
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09.06.2026 Außenhandelsvolumina Deutschland: Außenhandel April 2026 Deutschland: Außenhandel April 2026
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