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News

22.02.2026 | 09:05:17 (dpa-AFX)
ROUNDUP 2/15 statt 10 Prozent: Trump legt nach Zoll-Niederlage nach

(Neu: weitere Details)

WASHINGTON (dpa-AFX) - Nach der Entscheidung des Obersten US-Gerichtshofs gegen die Zollpolitik von Präsident Donald Trump legt er mit einem neuen Zollsatz nach. Der Republikaner kündigte am Samstag auf der Plattform Truth Social einen weltweiten Zoll auf Importe in die USA von 15 Prozent an - statt der kurz davor bereits veranschlagten 10 Prozent. Damit schöpft Trump die Höchstgrenze eines Handelsgesetzes, auf das er sich beruft, voll aus.

Der Supreme Court hatte ihm am Freitag untersagt, unter Berufung auf ein Notstandsgesetz Zölle gegen den Import von Waren aus vielen Ländern zu verhängen. Die aggressive Zollpolitik ist ein Kernelement von Trumps zweiter Amtszeit. Trump kündigte an, andere Wege zu nutzen, um seine Zölle weiterhin durchzusetzen. Der jetzige Vorstoß ist ein Teil davon.

Was passiert mit Handelsabkommen wie dem mit der EU?

Nach der Zoll-Schlappe war unklar, welche Handelsabkommen bestehen bleiben und welche nicht. In welche Kategorie die Europäische Union fällt, blieb zunächst offen. Die EU und die USA hatten sich im Sommer auf ein Zollabkommen verständigt. Am Montag ist angesichts der aktuellen Entwicklung eine Sondersitzung des Verhandlungsteams und des Rechtsdienstes des EU-Parlaments angesetzt.

Welle an Rückforderungen erwartet

Seit der Entscheidung des Supreme Courts herrscht große Unsicherheit zu den Auswirkungen. Das Urteil könnte eine Welle an Rückforderungen bereits gezahlter Zölle hervorbringen. Nach Berechnungen der University of Pennsylvania geht es für den US-Staatshaushalt um etwa 175 Milliarden US-Dollar.

Wirtschaftsexperten befürchten Chaos, sollte es zu zig Tausenden Forderungen von Importeuren kommen. Auch der Vorsitzende des Handelsausschusses im EU-Parlament, Bernd Lange, sieht Chancen auf eine Rückzahlung unrechtmäßig erhobener US-Zölle. "Zu viel gezahlte Zölle müssen zurückgezahlt werden", sagte er dem Deutschlandfunk.

Merz will mit Trump über Zollpolitik sprechen

Auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) reagierte: Er will in wenigen Tagen in Washington mit Trump über die Zollpolitik sprechen. "Wir werden hierzu auch eine ganz klare europäische Haltung haben", sagte der CDU-Politiker der ARD nach Trumps Ankündigung eines weltweiten 10-Prozent-Zollsatzes auf Importe in die USA - also noch bevor Trump den Wert hochsetzte. Davor werde man sich in der Europäischen Union abstimmen.

Was für Zölle wird Trump nun auf Basis anderer Grundlagen erheben?

Unter Berufung auf ein Notstandsgesetz aus dem Jahr 1977 hatte der US-Präsident seit Beginn seiner zweiten Amtszeit am Kongress vorbei Zölle gegen Dutzende Handelspartner verhängt. Der Supreme Court urteilte nicht generell zu Zöllen. Sondern darüber, ob Trumps Argumentation mit dem Notstandsgesetz rechtens war oder nicht. Nun ist klar: Er hat seine Kompetenzen überschritten.

Der von Trump neu eingebrachte Zoll von 10 beziehungsweise danach 15 Prozent beruft sich nun auf ein Handelsgesetz aus dem Jahr 1974. Dieses erlaubt es unter bestimmten Voraussetzungen, Zölle auf Importe für bis zu 150 Tage lang zu erheben. Dass diese erfüllt sind, wird von Experten bereits bezweifelt. Um Zölle für einen längeren Zeitraum zu erheben, bräuchte Trump in jedem Fall die Zustimmung des US-Parlaments.

Welche Zölle bleiben auf jeden Fall bestehen?

Nicht entschieden hat das Oberste Gericht der USA über Zölle auf spezifische Produkte, für die die US-Regierung einen anderen gesetzlichen Rahmen heranzog. Unter Berufung auf einen Abschnitt des "Trade Expansion Acts" aus dem Jahr 1962 erließ Trump etwa Zölle auf Stahl, Aluminium und Autos. Diese Zölle gelten weiter./ngu/DP/zb

21.02.2026 | 10:35:02 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Drei offene Frage nach Trumps Zoll-Niederlage
21.02.2026 | 10:07:34 (dpa-AFX)
Trump unterzeichnet Anordnung für neuen Zoll
20.02.2026 | 22:17:27 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien New York: Kein Befreiungsschlag nach Neuigkeiten im Zollkonflikt
20.02.2026 | 22:13:56 (dpa-AFX)
Aktien New York: Kein Befreiungsschlag nach Neuigkeiten im Zollkonflikt
20.02.2026 | 21:59:14 (dpa-AFX)
ROUNDUP 2: Trump will nach Zollurteil Alternativen nutzen
20.02.2026 | 20:12:29 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Trump will nach Zollurteil Alternativen nutzen
22.02.2026 | 08:52:44 (dpa-AFX)
Ottobock sucht Käufer für einstiges Stammwerk in Thüringen

DUDERSTADT/KÖNIGSEE (dpa-AFX) - Der Prothesenhersteller Ottobock <DE000BCK2223> will sich von seiner Rollstuhlsparte am Standort Königsee in Thüringen trennen. Das Unternehmen aus Südniedersachsen sei mit mehreren Interessenten im Gespräch und rechne in den kommenden Monaten mit ersten Unterschriften, sagte Vorstandschef Oliver Jakobi der Deutschen Presse-Agentur. Ziel sei es, Standort und Arbeitsplätze zu erhalten. In Königsee arbeiten derzeit gut 270 Beschäftigte.

"Wir haben schon letztes Jahr angefangen, mit möglichen Kandidaten zu sprechen", sagte Jakobi. Namen der Interessenten nannte er nicht. In welcher Form der Abschluss am Ende erfolgen werde, sei nicht abschließend geklärt. "Aber es kann auch zu einem Komplettverkauf kommen", sagte Jakobi. Die Arbeitsplätze stünden dabei nicht zur Disposition, fügte er hinzu.

Ziel sei es, für den Standort "eine gute Zukunft sicherstellen zu können", sagte Jakobi. Daher habe man sich auch mehr Zeit genommen für die Gespräche. Auf keinen Fall dürfe das Werk verkauft und dann geschlossen werden. Bis spätestens Mitte 2027 solle die Trennung abgeschlossen sein.

Chef wehmütig: Thüringen bis 1948 Firmensitz

Königsee ist für das Unternehmen dabei nicht irgendein Standort: Das Unternehmen hatte hier ab 1920 seinen Sitz, bis es 1948 durch die sowjetische Besatzungsmacht enteignet wurde und nach Duderstadt ins nahe Niedersachsen umzog. Nach dem Ende der DDR kaufte Ottobock 1991 das einstige Firmenanwesen zurück und baute dort später die Rollstuhlsparte auf. Die Trennung falle emotional daher nicht leicht, räumte Jakobi ein: "Auf alle Fälle schwingt da auch ein bisschen Wehmut mit."

Der Grund für die geplante Trennung? Das Rollstuhlgeschäft passe "nicht mehr so richtig zu unserem sonstigen Geschäft", sagte Jakobi. "Darum haben wir gesagt, wir fokussieren uns darauf, wo wir richtig stark sind, wo wir Marktführer sind, wo wir auch die Möglichkeit haben, die Märkte weiterzuentwickeln und auch zu beeinflussen. Und geben das auf, wo wir einer von verschiedenen Anbietern sind."

Laut Finanzvorstand Arne Kreitz ist das Rollstuhlgeschäft einer von fünf Bereichen, den das Management seit 2022 loswerden möchte. Drei davon seien inzwischen verkauft oder geschlossen. Noch zum Verkauf stehe neben dem Thüringer Rollstuhlgeschäft ein kleiner Abrechnungsdienstleister in den USA./fjo/DP/zb

21.02.2026 | 10:35:01 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Ploß zu Seehäfen-Finanzierung: Tschentscher verbreitet Unwahrheiten
21.02.2026 | 10:18:08 (dpa-AFX)
Ungarn droht mit Blockade von riesigem Ukraine-Darlehen
21.02.2026 | 10:14:06 (dpa-AFX)
Ploß zu Streit um Seehäfen-Finanzierung: Tschentscher verbreitet Unwahrheiten
20.02.2026 | 21:44:18 (dpa-AFX)
CDU für Wohnungs-Baugenehmigung nach drei Monaten
20.02.2026 | 18:36:50 (dpa-AFX)
EQS-Adhoc: innoscripta SE: Vorstand schlägt Dividende von 4,00 Euro je Aktie vor (deutsch)
20.02.2026 | 18:33:27 (dpa-AFX)
EQS-Stimmrechte: RHÖN-KLINIKUM Aktiengesellschaft (deutsch)

Berichte

  • Börsenbericht
    20.02.2026

    Unternehmensstimmung aufgehellt: Dax festigt 25.000 Punkte - Wall Street tiefer

    Enttäuschende US-Konjunkturdaten haben für einen schwachen Handelsstart an der Wall Street gesorgt. Der Dax steht derweil trotz Iran-Sorgen im Plus und hält sich klar über 25.000 Punkten. Denn aktuelle Einkaufsmanagerindizes machen den Anlegern Mut.

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  • TraderDaily
    20.02.2026

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    Höchststände im Visier der Bullen

    Am 13. Januar konnte der DAX auf neue Höchststände ausbrechen. Anschließend ist der übergeordnete Aufwärtstrend in eine Phase der Konsolidierung eingetreten. Nach mehreren Tagen mit einer tendenziell nachlassenden Volatilität..

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    17.02.2026

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    Das Aktienjahr 2026 hat so kompliziert begonnen wie lange nicht. Aktien wie Coca-Cola, McDonald’s oder Monster Energy sind gesucht, während die Highflyer des Jahres 2025 mitunter kräftig unter die Räder kommen. Titel mit Abo-Modellen wie Netflix oder Spotify haben mehr als ein Drittel ihrer..

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Termine

Datum Terminart Information Information
23.02.2026 Veröffentlichung des Jahresberichtes BELIMO Holding AG: Publication of Annual Report 2025 BELIMO Holding AG: Publication of Annual Report 2025
23.02.2026 Veröffentlichung des Jahresberichtes KPN N.V.: Annual Report 2025 KPN N.V.: Annual Report 2025
23.02.2026 Veröffentlichung des Jahresberichtes UniCredit S.p.A.: Geschäftsbericht 2025 UniCredit S.p.A.: Geschäftsbericht 2025
23.02.2026 Außerordentliche Hauptversammlung Banco BPM: Extraordinary Annual Meeting Banco BPM: Extraordinary Annual Meeting
23.02.2026 Kein Handel an der Börse Japan: Börse geschlossen (Emperor's Birthday) Japan: Börse geschlossen (Emperor's Birthday)
24.02.2026 Veröffentlichung des Jahresberichtes Bellevue Group AG: Geschäftsbericht 2025 Bellevue Group AG: Geschäftsbericht 2025
24.02.2026 Veröffentlichung des Jahresberichtes ConvaTec Group PLC.: Convatec FY 25 annual results ConvaTec Group PLC.: Convatec FY 25 annual results
24.02.2026 Veröffentlichung des Jahresberichtes Croda International Plc: Full year results announcement for the year ending 2025 Croda International Plc: Full year results announcement for the year ending 2025
24.02.2026 Bericht zum 4. Quartal Diamondback Energy: Fourth Quarter 2025 Earnings Diamondback Energy: Fourth Quarter 2025 Earnings
24.02.2026 Veröffentlichung des Halbjahresberichtes dorma+kaba Holding AG: Halbjahresabschluss dorma+kaba Holding AG: Halbjahresabschluss
24.02.2026 Bericht zum 1. Quartal Dr. Hönle AG: I. Quartalsmitteilung 2025/2026 Dr. Hönle AG: I. Quartalsmitteilung 2025/2026
24.02.2026 Bericht zum 4. Quartal Home Depot Inc.: 4th Quarter 2025 Earnings Release Home Depot Inc.: 4th Quarter 2025 Earnings Release
24.02.2026 Veröffentlichung des Jahresberichtes JDE Peet's: Annual Report 2025 JDE Peet's: Annual Report 2025
24.02.2026 Veröffentlichung des Jahresberichtes OC Oerlikon: FY 2025 results OC Oerlikon: FY 2025 results

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