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News

20.09.2026 | 22:35:30 (dpa-AFX)
GESAMT-ROUNDUP 6: CDU im Nordosten unter fünf Prozent - Linke siegt in Berlin

BERLIN/SCHWERIN (dpa-AFX) - Pleite für die CDU bei den Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin: Im Nordosten sind die Christdemokraten auf ein historisch schlechtes Ergebnis abgestürzt und könnten erstmals aus einem Landtag fliegen. In der Hauptstadt wird die Linke deutlich stärkste Kraft vor der CDU, wie aus den Hochrechnungen von ARD und ZDF hervorgeht. Die Linke könnte mit Spitzenkandidatin Elif Eralp erstmals die Regierende Bürgermeisterin stellen und der CDU den Posten abnehmen. Der angeschlagene Kanzler und CDU-Chef Friedrich Merz machte deutlich, dass er beide Ämter behalten und den Reformkurs seiner Regierung fortsetzen will.

In Mecklenburg-Vorpommern landet die AfD laut Hochrechnungen auf Platz eins mit 38,1 bis 38,3 Prozent (2021: 16,7) und ist damit zum dritten Mal nach Thüringen und Sachsen-Anhalt stärkste Kraft in einem Bundesland. Die SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig kommt auf 35,4 bis 35,5 Prozent (39,6). Die Linke fällt auf 6,5 Prozent (9,9). Die CDU rutscht ab auf 4,9 Prozent (13,3) - ihr schlechtestes Ergebnis der Nachkriegsgeschichte in einem Land, im Bund und in Europa. Die Grünen können mit 5,6 Prozent (6,3) hoffen, dass sie es in den Landtag schaffen. Das BSW muss mit 4,9 Prozent bangen. Die FDP fliegt mit 1 Prozent (5,8) raus.

In Berlin sackt die CDU ab auf 18,9 bis 19,2 Prozent (2023: 28,2). Ihr bisheriger Koalitionspartner SPD verliert ebenfalls und landet bei 12 bis 12,1 Prozent (18,4) - ihr schlechtestes Ergebnis in dem Stadtstaat seit 1990. Sehr stark zulegen kann dagegen die Linke und kommt auf 25,1 bis 25,5 Prozent (12,2). Die Grünen fallen auf 14,3 Prozent (18,4). Die AfD verbessert sich auf 15,8 bis 16,1 Prozent (9,1). Das BSW muss mit 4,7 bis 4,9 Prozent zittern.

Die Wahlbeteiligung liegt den Zahlen zufolge in Mecklenburg-Vorpommern bei 77 bis 79 Prozent (2021: 70,8), in Berlin bei 73 bis 75 Prozent (2023: 63). Im Nordosten waren etwa 1,3 Millionen Menschen wahlberechtigt, in der Hauptstadt rund 2,5 Millionen.

Merz möchte im Amt bleiben

Die Bundesregierung aus Union und SPD dürfte angesichts der Zahlen unter Druck bleiben. Das Wahldebakel der CDU in Sachsen-Anhalt vor zwei Wochen, begleitet von einem haushohen AfD-Sieg, hatte Merz zuletzt in die Enge getrieben. Tagelang wurde auch in der Union spekuliert, ob er sich als Kanzler halten kann.

Merz will trotz der schlechten Ergebnisse seiner Partei im Amt bleiben und den eingeschlagenen Reformkurs seiner schwarz-roten Regierung fortsetzen. "Ich möchte unser Land voranbringen", sagte der CDU-Vorsitzende kurz nach 18.00 Uhr in Berlin. "Die Reformen müssen kommen."

CDU-Bundesvize Ines Claus sagte: "Wir erleben einen Wahlabend, wo wir sehen, dass die ganz Linken und die ganz Rechten gewonnen haben und dass die Mitte geschwächt ist."

Der Koalitionspartner der Union im Bund, die SPD, muss nun in beiden Ländern Verluste einstecken. In Mecklenburg-Vorpommern liegt sie mit Regierungschefin Schwesig trotz Aufholjagd hinter der AfD, in Berlin büßen die Sozialdemokraten stark ein.

Der SPD-Bundesvorsitzende Lars Klingbeil forderte am Wahlabend überzeugende Anstrengungen für Reformen. "Es gibt harten Widerspruch auch zu Dingen, die wir als Bundesregierung tun. Wir haben es nicht geschafft, Reformen so rüberzubringen, dass die Menschen auch sehen, da finden Veränderungen statt", sagte der Bundesfinanzminister und Vizekanzler.

Kann Schwesig in Mecklenburg-Vorpommern weiterregieren?

In Mecklenburg-Vorpommern liegt die AfD zwar vorn, hat aber keine echte Machtoption. Die im Landtag vertretenen Parteien hatten eine Koalition mit der AfD vor der Wahl ausgeschlossen. Dennoch sagten die AfD-Bundeschefs Tino Chrupalla und Alice Weidel, ihre Partei habe einen klaren Regierungsauftrag. Zudem forderten sie Kanzler Merz zum Rücktritt auf.

SPD-Spitzenkandidatin Schwesig unterstrich ihren Anspruch auf das Amt der Ministerpräsidentin. "Die AfD wird keine Regierung stellen können", sagte sie. "Die Mehrheit hat sich für demokratische Parteien entschieden. Deshalb stehe ich bereit, die Arbeit fortzusetzen."

Die bisherige Regierungskoalition aus SPD und Linke unter Schwesig hat allerdings ihre Mehrheit verloren. Wenn die Grünen im Landtag bleiben, wäre ein rot-rot-grünes Dreierbündnis eine Alternative.

Eralp will Berlins Regierende Bürgermeisterin werden

In Berlin kommt das regierende Bündnis aus CDU und SPD auf keine Mehrheit mehr. Als wahrscheinliche Option gilt nun eine Dreier-Koalition aus Linken, Grünen und SPD - dafür sprach sich gleich auch die Grünen-Landesspitze aus.

Wenn die Linke mit ihrer Spitzenfrau Eralp eine Regierung bilden kann, würde die Hauptstadt erstmals seit der Wiedervereinigung sozialistisch regiert werden - so wie auch Paris und New York. "Ich will Regierende Bürgermeisterin für Berlin werden, damit die Menschen in unserer Stadt wieder ein besseres Leben haben", sagte die 45-Jährige am Wahlabend.

Eralp stand bis zum Wahlkampf als Vize-Fraktionschefin eher in der zweiten Reihe. Die zweifache Mutter warb damit, "Miet-Abzocke" zu stoppen. Die Juristin muss sich aber auch mit Vorwürfen auseinandersetzen, dass es in ihrer Partei inzwischen viele offen antisemitische Palästina-Aktivisten gibt.

Linken-Bundesvorsitzender Luigi Pantisano sieht im Sieg seiner Partei in Berlin eine Botschaft an die Bundesregierung. "Es ist ein deutliches Zeichen für einen Politikwechsel in Berlin und auch ein deutliches Zeichen an Kanzler Merz, dass er heute Abend abgewählt worden ist", sagte er.

Die SPD hatte ihre frühere Regierungschefin Franziska Giffey ins Abseits gestellt und war mit dem zunächst wenig bekannten Steffen Krach ins Rennen gegangen. Er sprach von einem "katastrophalen Ergebnis" für die SPD. "Wir waren über Jahrzehnte die Berlin-Partei." Das könne man heute nicht mehr sagen. Die AfD bleibt bei der Regierungsbildung außen vor, weil die übrigen Parteien eine Zusammenarbeit mit der Rechtsaußen-Partei ablehnen./toz/DP/zb

20.09.2026 | 22:08:59 (dpa-AFX)
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Eralp will in Verhandlungen auf Vergesellschaftung bestehen

BERLIN (dpa-AFX) - Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp will bei möglichen Koalitionsverhandlungen in Berlin auf der Vergesellschaftung großer Wohnungskonzerne beharren. "Wenn die Linke regiert, wird vergesellschaftet. Das habe ich so gesagt und dabei bleibe ich auch", sagte Eralp in der ARD. "Das Votum der Berlinerinnen und Berliner gilt auch für mein Programm und meine Person, insofern bestehe ich darauf, dass wir vergesellschaften - neben den vielen anderen Dingen, die wir auch tun müssen, um die Mietenkrise in unserer Stadt endlich anzugehen." Die Vergesellschaftung großer Wohnungskonzerne gehörte zu den wichtigsten Forderungen der Linken im Berliner Wahlkampf. Bei möglichen Koalitionsverhandlungen mit SPD und Grünen könnte das Thema zum entscheidenden Knackpunkt werden./nif/DP/zb

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    Hürde notiert bei 25.908 Punkten

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Termine

Datum Terminart Information Information
21.09.2026 Veröffentlichung des Halbjahresberichtes bet-at-home.com AG: Halbjahresfinanzbericht 2026 bet-at-home.com AG: Halbjahresfinanzbericht 2026
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21.09.2026 Zwischendividende Zahltag Shell PLC: Q2 2026 Dividend payment date Shell PLC: Q2 2026 Dividend payment date
21.09.2026 Umsätze der Industrie Spanien: Umsätze der Industrie Juli 2026 Spanien: Umsätze der Industrie Juli 2026
21.09.2026 Kein Handel an der Börse Japan: Börse geschlossen (Respect for the Aged Day) Japan: Börse geschlossen (Respect for the Aged Day)
22.09.2026 Veröffentlichung des Halbjahresberichtes EXOR N.V.: Board of Directors Meeting for the approval of the Company's 2026 Half-Year Financial Report EXOR N.V.: Board of Directors Meeting for the approval of the Company's 2026 Half-Year Financial Report
22.09.2026 Veröffentlichung des Halbjahresberichtes Kingfisher Plc.: Half year results Kingfisher Plc.: Half year results
22.09.2026 Veröffentlichung des Halbjahresberichtes Newron Pharmaceuticals S.p.A.: Half year report 2026 Newron Pharmaceuticals S.p.A.: Half year report 2026
22.09.2026 Veröffentlichung des Jahresberichtes Smiths Group plc.: announcement of results for 2025/2026 Smiths Group plc.: announcement of results for 2025/2026
22.09.2026 Telefonkonferenz zum 4. Quartal Autozone Inc.: 4th Quarter 2026 Earnings Conference Call Autozone Inc.: 4th Quarter 2026 Earnings Conference Call
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