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News

30.10.2026 | 18:56:51 (dpa-AFX)
Aktien New York: Tech-Ausverkauf verschärft sich wegen Amazon und Intel

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Technologiebörse Nasdaq beschleunigt am Freitag nochmals deutlich ihren jüngsten Kursrutsch wegen zugespitzter Sorgen um den Megatrend der Künstlichen Intelligenz (KI). Wieder belasteten negativ aufgenommene Geschäftsaussagen die Stimmung - dieses Mal vom Internetriesen Amazon <US0231351067> sowie vom Halbleiterhersteller Intel <US4581401001>. Außerdem stiegen die Ölpreise angesichts wachsender Sorgen über einen möglichen erneuten Militärschlag der USA im Iran.

Am Vortag hatte schon Alphabet <US02079K3059> die Befürchtung exzessiver KI-Ausgaben wieder angeheizt. Nun aber wurde die Talfahrt noch rasanter: Etwas mehr als zwei Stunden vor Schluss stand der Nasdaq 100 <US6311011026> mit 3,7 Prozent im Minus bei 28.316,46 Punkten. Er erreichte sein niedrigstes Niveau seit Anfang August. Seine Wochenbilanz wurde trotz der Erholungsphase zu Wochenbeginn wieder negativ. In der Oktober-Bilanz weitete der Tech-Leitindex sein Minus auf fast sieben Prozent aus.

Andere Indizes, die weniger technologielastig sind, schlossen sich der Schwäche etwas reduziert an. Für den marktbreit aufgestellten S&P 500 <US78378X1072> ging es um 1,9 Prozent auf 7.576 Punkte bergab. Der stärker von traditionellen Branchen dominierte Leitindex Dow Jones Industrial <US2605661048> gab um knapp ein Prozent auf 51.847 Zähler nach. Seine Wochenbilanz liegt jetzt mit 0,7 Prozent im Minus, seine Oktober-Bilanz bleibt mit 1,8 Prozent aber erfreulich.

"Die KI-Euphorie bekommt Risse", schrieb am Freitag der Anlagestratege Stefan May von der Quirin Privatbank angesichts wachsender Zweifel, ob sich gigantische Investitionen jemals lohnen werden. Große Technologiesprünge verliefen selten geradlinig, denn auf Phasen der Begeisterung folgten oft Überinvestitionen und schmerzhafte Rückschläge. Überstürzte Umschichtungen aufgrund von Warnungen vor einem möglichen Crash oder dem Platzen einer KI-Blase seien deshalb im Depot aber nicht ratsam.

Mit Amazon musste am Freitag der nächste Technologieriese den Sorgen Tribut zollen: Die Aktien sackten um bis zu sechs Prozent auf den tiefsten Stand seit Ende Juli ab, konnten ihren Abschlag dann aber etwas auf 1,7 Prozent reduzieren. Der Kursverlust sei der enttäuschenden Umsatzentwicklung der Cloud-Sparte AWS geschuldet, schrieb der UBS-Experte Stephen Ju. Auch bei Amazon lasteten hohe KI-Ausgaben auf der Aktie.

Die größten negativen Schlagzeilen kamen aber von Intel mit einem Kurseinbruch um 30 Prozent. Der Chipkonzern sorgte mit seiner Prognose für das Schlussquartal für eine herbe Enttäuschung. Das Umsatzziel bleibe selbst hinter den pessimistischsten Schätzungen zurück, merkte Analyst Timothy Arcuri von UBS an.

Anleger des Speichermedienherstellers Sandisk <US80004C1018> wurden am Freitag von einem insgesamt starken Zwischenbericht und überraschend hohen Ziele für das laufende Quartal nicht belohnt. Die Papiere wurden auf ganzer Linie von der schlechten Branchenstimmung erfasst, wie der zuletzt 15-prozentige Abschlag zeigt. Auch ein Aktiensplit wurde von dem Unternehmen vermeldet.

Im Nebenwertebereich wurden mit Roblox <US7710491033> und Reddit <US75734B1008> zwei Internetaktien mit heftigen Kurseinbrüchen davon belastet, dass im vergangenen Quartal unter anderem die Nutzerentwicklung enttäuschte. Im Falle von Reddit wurden 30 Prozent des Börsenwertes eingebüßt. Hier blieb auch die Umsatzprognose für das vierte Quartal hinter den Erwartungen zurück.

Positive Kursentwicklungen waren selten und wenn, dann eher in defensiven Branchen zu beobachten. Aus dem Pharmasektor schnellten die Aktien von Regeneron <US75886F1075> um 11 Prozent hoch, gefolgt vom Konkurrenten Gilead <US3755581036> mit vier Prozent Plus. Außerhalb der Gesundheitsbranche legten die Papiere des Lebensmittelherstellers Mondelez <US6092071058> um 3,6 Prozent zu. Die drei Unternehmen überzeugten die Anleger mit ihren vorgelegten Resultaten.

Die Papiere der Ölriesen Chevron <US1667641005> und ExxonMobil <US1667641005> konnten mit ihren Quartalsberichten punkten, wie Kursanstiege von jeweils 1,7 Prozent belegten. Chevron profitierte im dritten Quartal von den kräftig gestiegenen Preisen für Rohöl und deutlich höheren Raffineriemargen. Die Ölpreise bewegten sich am Freitag wieder auf die Höchststände seit Beginn des Iran-Kriegs zu./tih/he

30.10.2026 | 18:31:57 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Verluste im Sog weltweiter KI-Aktien
30.10.2026 | 18:26:12 (dpa-AFX)
Aktien Wien Schluss: ATX im Minus - Oktober schwächster Monat seit März 2023
30.10.2026 | 18:19:36 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Schwächeres Ende einer starken Börsenwoche
30.10.2026 | 18:01:49 (dpa-AFX)
Aktien Europa Schluss: Verluste im Sog weltweiter KI-Aktien
30.10.2026 | 17:49:47 (dpa-AFX)
Aktien Frankfurt Schluss: Schwächeres Ende einer starken Börsenwoche
30.10.2026 | 17:31:07 (dpa-AFX)
WDH/AKTIEN IM FOKUS: Apple wertvollster Konzern - Nvidia unter 5 Billionen
30.10.2026 | 20:07:00 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Forvia Hella mit stabilem Umsatz - Ergebnis geht zurück

LIPPSTADT (dpa-AFX) - Der Autozulieferer Forvia Hella <DE000A13SX22> hat in den ersten neun Monaten wegen höherer Kosten für Elektronikbauteile operativ deutlich weniger verdient. Den Umsatz hielt das Unternehmen in einem rückläufigen Gesamtmarkt dagegen stabil. Die Prognose für das laufende Jahr wurde grundsätzlich bestätigt, wobei die Tochter des französischen Forvia-Konzerns <FR0000121147> beim Blick auf die operative Marge etwas vorsichtiger wurde.

Das operative Ergebnis sei bis Ende September um 13 Prozent auf 294 Millionen Euro gefallen, teilte das im MDax <DE0008467416> notierte Unternehmen am frühen Freitagabend nach Börsenschluss in Lippstadt mit. Der Umsatz lag mit 5,88 Milliarden Euro minimal über dem Vorjahreswert. Bereinigt um Währungseffekte sei der Erlös um ein Prozent auf etwas mehr als 5,9 Milliarden Euro gestiegen.

Die operative Marge sei um 0,8 Prozentpunkte auf 5,0 Prozent gefallen. Das Unternehmen musste zudem einen Abfluss von Finanzmitteln von 99 Millionen Euro verkraften. In den ersten neun Monaten war der Cashflow noch positiv gewesen.

Im laufenden Jahr peilt das Unternehmen weiter einen währungsbereinigten Umsatz zwischen rund 7,4 und 7,9 Milliarden Euro sowie eine operative Marge zwischen rund 5,4 und 6,0 Prozent an, wobei Hella-Chef Peter Laier jetzt nur noch von einem Wert am unteren Ende der Bandbreite ausgeht. 2025 hatte Hella währungsbereinigt rund 8 Milliarden Euro umgesetzt. Die Marge lag bei 6,0 Prozent.

"Wir agieren seit Beginn des Geschäftsjahres in einem volatilen, von hohem Wettbewerbsdruck geprägten Markt", sagte Laier. "Dass wir trotz eines rückläufigen Branchenumfelds unseren Umsatz stabil halten und die Entwicklung der Fahrzeugproduktion übertreffen konnten, zeigt unsere gute strategische Ausrichtung insbesondere in der Elektronik als unserem wesentlichen Wachstumsfeld."

"Darüber hinaus haben wir bereits frühzeitig Maßnahmen eingeleitet, um zusätzliche Kostenbelastungen abzufedern, und befinden uns in engem und intensivem Austausch mit unseren Kunden, um Preissteigerungen insbesondere bei Elektronikbauteilen zu kompensieren." Laier rechnet zudem damit, dass sich das Sparprogramm positiv auf das Ergebnis auswirken wird.

Hella leidet wie andere Zulieferer unter der schwachen Branchenlage in der Automobilindustrie. Die weltweite Produktion von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen ging bis September den Westfalen zufolge um 0,7 Prozent zurück. Hella versucht, sich stärker auf die wachsenden Bereiche Elektronik und Ersatzteile auszurichten und spart im traditionellen Scheinwerferbereich.

Dort ging der Umsatz in den ersten neun Monaten um rund sechs Prozent auf knapp 2,6 Milliarden Euro zurück. Im Geschäft mit Elektronikbauteilen zog der Umsatz dagegen um fünf Prozent auf etwas mehr als 2,7 Milliarden Euro an. Die Sparte wird in diesem Jahr erstmals in der Geschichte des Unternehmens der größte Bereich des Unternehmens werden.

"Maßgeblich hierfür ist insbesondere ein erfolgreiches Geschäft mit 77 GHz Radarsensoren, Steuerungselektronik wie etwa dem intelligent Power Distribution Module (iPDM, intelligentes Stromverteilungsmodul), sowie mit verschiedenen Energiemanagement-Komponenten", hieß es in der Mitteilung.

Die Aktie des Unternehmens gab nachbörslich im Vergleich zum Xetra-Schluss leicht auf 69,40 Euro nach. Das Papier büßte in diesem Jahr bereits knapp 16 Prozent ein. Seit dem Rekordhoch von etwas mehr als 94 Euro im März 2025 sank der Börsenwert des Unternehmens um etwas mehr als ein Viertel auf 7,7 Milliarden Euro. Etwas mehr als 80 Prozent der Anteile gehören Forvia.

Die Franzosen hatten Hella Anfang 2022 für etwas mehr als fünf Milliarden Euro übernommen. Der Angebotspreis für die Anteilseigner, die nicht der Gründerfamilie Hueck gehörten, lag bei 60 Euro je Aktie. Die Gründerfamilie hatte Hella 2014 an die Börse gebracht, dabei aber mit 60 Prozent die Mehrheit der Anteile behalten. 2021 verkauften sie dann ihre Hella-Anteile an Forvia./zb/tih/he

30.10.2026 | 19:51:21 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Frankreich rüstet sich für neue landesweite Proteste
30.10.2026 | 19:35:02 (dpa-AFX)
ANALYSE-FLASH: Jefferies hebt Ziel für Axa auf 53,50 Euro - 'Buy'
30.10.2026 | 19:10:39 (dpa-AFX)
EQS-DD: tk accelis Group AG & Co. KGaA (deutsch)
30.10.2026 | 18:35:21 (dpa-AFX)
EQS-Adhoc: hep global GmbH erwartet Abschluss der Refinanzierungsgespräche erst im Geschäftsjahr 2027 (deutsch)
30.10.2026 | 18:07:05 (dpa-AFX)
Scheinwerferhersteller Forvia Hella mit stabilem Umsatz - Ergebnis geht zurück
30.10.2026 | 18:05:21 (dpa-AFX)
EQS-Adhoc: MAX Automation SE: MAX Automation SE präzisiert und passt Prognose für Geschäftsjahr 2026 an (deutsch)

Berichte

  • Börsenbericht
    30.10.2026

    Dax schwächelt am Ende einer starken Woche - Nasdaq 100 bricht ein

    Höhere Ölpreise und ein Kursrutsch des Nasdaq 100 in den USA haben dem Dax am Ende einer starken Woche einen Dämpfer verpasst. Die KI-Sorgen im Tech-Sektor werden nach Enttäuschungen von Amazon und Intel wieder größer. Inflationsdaten bewegen kaum.

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  • TraderDaily
    30.10.2026

    Trendschub in Richtung Allzeithoch im Fokus

    Erste Hürde liegt bei 26.164 Punkten

    Charttechnisch befindet sich der DAX in einem langfristigen Aufwärtstrend. Dieser Trend wurde Ende August durch den Kursanstieg auf neue Höchststände bestätigt. Anschließend folgte eine Konsolidierung, welche am 23. Oktober ein..

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  • Webinar - Trading für Berufstätige
    27.10.2026

    KI-Aktien vor dem großen Knall? Chancen, Risiken und meine Top-Favoriten

    Die Rally bei KI-Aktien hat zuletzt einige Dämpfer bekommen, die Stimmung hat sich gedreht. Fragen zur Finanzierung, wackelnde Neocloudanbieter wie Coreweave und die hohen Anleiherenditen sorgen für Gegenwind. Auf der anderen Seite gibt es von Seiten der Unternehmen weiter keine Indikationen, dass..

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Termine

Datum Terminart Information Information
30.10.2026 Bericht zum 3. Quartal Acerinox: Q3 2026 results Acerinox: Q3 2026 results
30.10.2026 Bericht zum 3. Quartal AstraZeneca Plc.: Q3 2026 Results AstraZeneca Plc.: Q3 2026 Results
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30.10.2026 Bericht zum 3. Quartal Credit Agricole: third quarter 2026 results Credit Agricole: third quarter 2026 results
30.10.2026 Bericht zum 3. Quartal Erste Group Bank AG: Ergebnisse zum 3. Quartal 2026 Erste Group Bank AG: Ergebnisse zum 3. Quartal 2026
30.10.2026 Bericht zum 3. Quartal Fuchs SE: Bericht zum 3. Quartal 2026 Fuchs SE: Bericht zum 3. Quartal 2026
30.10.2026 Bericht zum 3. Quartal Fugro N.V.: Q3 Trading Update Fugro N.V.: Q3 Trading Update
30.10.2026 Bericht zum 3. Quartal Grammer AG: Zwischenbericht 3. Quartal 2026 Grammer AG: Zwischenbericht 3. Quartal 2026
30.10.2026 Bericht zum 3. Quartal Heijmans N.V.: Q3 Trading update Heijmans N.V.: Q3 Trading update
30.10.2026 Bericht zum 3. Quartal Intesa Sanpaolo S.p.A: Bericht zum 3. Quartal 2026 Intesa Sanpaolo S.p.A: Bericht zum 3. Quartal 2026
30.10.2026 Bericht zum 3. Quartal Luzerner Kantonalbank: Ergebnis 3. Quartal 2026 Luzerner Kantonalbank: Ergebnis 3. Quartal 2026
30.10.2026 Bericht zum 3. Quartal LyondellBasell Industries: Q3 2026 Earnings LyondellBasell Industries: Q3 2026 Earnings
30.10.2026 Bericht zum 3. Quartal NatWest Group Plc.: Q3 Results 2026 NatWest Group Plc.: Q3 Results 2026

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