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News

28.05.2026 | 10:43:09 (dpa-AFX)
ROUNDUP 3: Erneut Angriffe in Straße von Hormus

(neu: Reaktion iranisches Außenministerium.)

TEHERAN/WASHINGTON (dpa-AFX) - Die USA und der Iran haben sich in der Straße von Hormus trotz Waffenruhe und laufender Verhandlungen über ein Kriegsende erneut gegenseitige Angriffe geliefert. Das US-Militär habe in der Stadt Bandar Abbas eine Stellung attackiert, von der aus Drohnen gesteuert worden seien, erklärte ein US-Beamter. Vier Drohnen seien abgeschossen worden. Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim zitierte eine heimische Militärquelle, wonach ein amerikanischer Öltanker die Meerenge mit abgeschaltetem Radarsystem passieren wollte. Die Revolutionsgarden - die Elitestreitmacht der Islamischen Republik - hätten ihn beschossen und zum Umkehren gezwungen.

Keine der Angaben beider Seiten ließen sich zunächst unabhängig überprüfen. Von der angegriffenen Stellung in Bandar Abbas aus sollte gerade eine fünfte Drohne abgefeuert werden, begründete der US-Beamte die US-Angriffe. "Diese Maßnahmen waren zurückhaltend, rein defensiv und darauf ausgerichtet, die Waffenruhe aufrechtzuerhalten." Iranische Medien hatten kurz zuvor von Explosionsgeräuschen in der Nähe von Bandar Abbas berichtet.

Seit dem 8. April herrscht in dem Krieg eine Waffenruhe. Trotzdem gab es rund um die Straße von Hormus auch danach mehrere gegenseitige Angriffe.

Kuwait erneut unter Beschuss

Die Revolutionsgarden gaben am frühen Morgen bekannt, dass man die US-Luftwaffenbasis attackiert habe, von der aus das US-Militär auf ein Gebiet nahe dem Flughafen von Bandar Abbas gefeuert habe. Der Golfstaat Kuwait meldete Beschuss durch Raketen und Drohnen. Die Luftabwehr sei im Einsatz, um die Attacken abzuwehren, teilte die Armee des Landes auf der Plattform X mit. Zu möglichen Schäden und Opfern gab es zunächst keine Informationen.

Woher der Beschuss erfolgte, war zunächst ebenfalls unklar. Nach Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe gegen den Iran am 28. Februar feuerte der Iran jedoch schon mehrmals Raketen und Drohnen auf Kuwait und andere Staaten am Persischen Golf. Dort unterhält das US-Militär zahlreiche Stützpunkte, die nur wenige Hundert Kilometer Luftlinie vom Iran entfernt sind. Trotz der geltenden Waffenruhe im Iran-Krieg hatten auch die Vereinigten Arabischen Emirate und andere Golfstaaten zuletzt vereinzelt erneuten Beschuss gemeldet.

Am Vormittag verurteilte das iranische Außenministerium die nächtlichen US-Angriffe scharf. Außenamtssprecher Ismail Baghai sprach in einer Mitteilung von wiederholten Verstößen gegen die Waffenruhe. Er bekräftigte auch die Entschlossenheit seines Landes, auf die Angriffe im Rahmen des Selbstverteidigungsrechts zu reagieren.

USA sanktionieren Behörde zur Kontrolle der Meerenge

Die Hauptstadt der Provinz Hormusgan gilt als eines der wichtigsten militärischen Zentren des Irans im Golfraum und an der Straße von Hormus. Nach Kriegsbeginn blockierte Teheran die für den globalen Öl- und Gashandel wichtige Meerenge faktisch. Daraufhin schossen die Preise an den weltweiten Energiemärkten nach oben. Die USA blockierten im Gegenzug iranische Häfen.

Reedereien müssen sich für eine Durchfahrt durch die Straße von Hormus seither mit iranischen Kontaktstellen koordinieren und dürfen danach nur einen Korridor nahe der iranischen Küste passieren. Dafür verlangt Teheran hohe Gebühren. Das US-Finanzministerium setzte die für das Management und die Gebührenerhebung zuständige Behörde deswegen nun auf die Sanktionsliste.

Der Plan, eine Gebühr für die Passage der Meerenge zu erheben, verstoße gegen internationales Recht, erklärte das US-Finanzministerium. Die Regierung in Washington warnt Reeder vor einer Zusammenarbeit mit der iranischen Behörde, um die Meerenge zu passieren. Dies könne als Unterstützung der Revolutionsgarden aufgefasst und daher ebenfalls mit Sanktionen belegt werden.

US-Außenminister Marco Rubio hatte kürzlich betont, die Straße von Hormus gehöre nicht dem Iran. "Wenn wir zulassen würden, dass dies zur Normalität wird, würden wir einen inakzeptablen Status quo normalisieren", sagte er. Sollte es im Zuge der laufenden Verhandlungen zu einem Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran kommen - was weiter ungewiss ist -, würde es zu einer "vollständig offenen Meerenge" ohne Gebühren führen, sagte Rubio.

Trump spricht Warnung an den Oman aus

Berichte, wonach der geografisch ebenfalls an die Straße von Hormus grenzende Oman Gespräche mit dem Iran über eine gemeinsame Kontrolle und Regulierung der Meerenge führen soll, kommentierte US-Präsident Donald Trump mit einer deutlichen Drohung: "Niemand wird sie kontrollieren. Der Oman wird sich wie alle anderen verhalten, oder wir müssen sie in die Luft jagen. Das verstehen sie", sagte er auf eine entsprechende Frage von Reportern während einer Kabinettssitzung am Mittwoch (Ortszeit). Das US-Außenministerium veröffentlichte den entsprechenden Videoausschnitt auf der Plattform X.

"Die Straße von Hormus wird für alle offen sein, es sind internationale Gewässer", betonte Trump dabei zunächst, bevor er die Drohung aussprach. Der Iran sagte erst kürzlich wieder, die Straße von Hormus sei Sache der Anrainerstaaten Iran und Oman.

Trump unzufrieden mit Verhandlungsstand

Die faktische Blockade der Straße von Hormus belastet die Weltwirtschaft massiv - und ist für den Iran das Druckmittel schlechthin in den Verhandlungen. US-Präsident Donald Trump sagte in einer Kabinettsitzung, dass niemand die Meerenge kontrollieren werde. Die USA würden darauf achtgeben. Das sei Teil der Verhandlungen. Aus seiner Sicht ist der Verhandlungsstand derzeit noch nicht zufriedenstellend. In der Kabinettsitzung sagte der Republikaner, der Iran sei sehr entschlossen: "Sie wollen unbedingt ein Abkommen schließen."

Die US-Regierung sei aber noch nicht "zufrieden", sagte Trump. Er erneuerte dabei seine Drohung, man werde entweder einen Deal abschließen oder weiter kämpfen und "die Sache zu Ende" bringen.

Iranischer Politiker: Halten an roten Linien fest

Der Iran hält jedoch nach Aussagen eines ranghohen Politikers an seinen Kernforderungen fest. Man werde sich durch Trumps Rhetorik nicht von seinen "roten Linien" abbringen lassen, schrieb Ebrahim Azizi, Vorsitzender des Ausschusses für Nationale Sicherheit und Außenpolitik des Parlaments, auf der Plattform X.

Dazu zählte er das Recht auf Urananreicherung, die Kontrolle über die Straße von Hormus und die Aufhebung der Sanktionen. Azizi ist - soweit bekannt - nicht direkt in die Verhandlungen mit den USA eingebunden. Er schrieb weiter: "Offensichtlich sucht Trump nach einem Ausweg aus dieser strategischen Sackgasse und wechselt dabei zwischen Drohungen und Appellen zu einer Einigung."

Trump hatte am Wochenende Hoffnungen auf eine schnelle Einigung geweckt, diese aber später wieder gedämpft, indem er sagte, beide Seiten müssten sich die nötige Zeit nehmen. Eine Kernforderung der USA - und auch des Kriegspartners Israels - ist es, dass das Land niemals in den Besitz einer Atomwaffe kommen dürfe./ln/DP/men

28.05.2026 | 10:23:21 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Angriffe in Straße von Hormus bremsen kaum
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28.05.2026 | 09:13:56 (dpa-AFX)
Aktien Asien: Durchatmen nach Rekordjagd
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ROUNDUP 2: Erneut Angriffe in Straße von Hormus
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AKTIE IM FOKUS: Delivery Hero-Kurs verharrt nahe 40 Euro - Uber stockt auf
28.05.2026 | 10:32:46 (dpa-AFX)
Deutsche Bank: Proteste und Kritik an Aufsichtsratsvergütung

FRANKFURT (dpa-AFX) - Deutsche Bank<DE0005140008>-Aufsichtsratschef Alexander Wynaendts sieht Deutschlands größtes Geldhaus auf dem Weg an die europäische Spitze. Es gebe viel Potenzial, noch weiter voranzukommen, sagte Wynaendts bei der ersten Präsenz-Hauptversammlung des Dax <DE0008469008>-Konzerns seit dem Vor-Corona-Jahr 2019, die von vereinzelten Protesten begleitet wurde.

"Wir haben bildlich gesprochen das Basislager erreicht. Von hier aus können wir nun den Aufstieg an die Spitze der europäischen Bankenindustrie in Angriff nehmen", sagte Wynaendts vor Aktionären in Frankfurt. "Genau das spiegelt sich in unserem Anspruch wider, zum European Champion zu werden."

Aufsichtsratschef kandidiert erneut - höhere Vergütung?

Der Niederländer Wynaendts, der das Kontrollgremium der Deutschen Bank seit vier Jahren führt, stellt sich bei dem Aktionärstreffen zur Wiederwahl. Im Fall seiner Bestätigung will ihn der Aufsichtsrat erneut zum Vorsitzenden wählen.

Die Anteilseigner werden zudem um Zustimmung gebeten, die Kontrolleure besser zu bezahlen. Die Vergütung sei "nicht mehr wettbewerbsfähig". Daher soll die feste jährliche Grundvergütung für Aufsichtsratsmitglieder von 300.000 Euro auf 350.000 Euro erhöht werden. Der Aufsichtsratsvorsitzende soll statt 950.000 Euro künftig 1,15 Millionen Euro erhalten.

Dass Wynaendts, der schon jetzt Deutschlands bestbezahlter Aufsichtsrat ist, zuzüglich der Vergütung für den Vorsitz in Ausschüssen des Kontrollgremiums auf 1,4 Millionen Euro käme, sorgt für Kritik bei Aktionärsvertretern. Sein Stellvertreter soll 550.000 Euro erhalten und damit 75.000 Euro mehr als bisher.

"Was uns stört, ist, dass die Begrenzung der Ausschussvergütung für den Vorsitzenden aufgehoben werden soll", erklärte Union-Investment-Fondsmanagerin Alexandra Annecke. "Die Erhöhung der Basisvergütung wäre für uns akzeptabel, nachdem sie sehr lange nicht erhöht wurde. Aber die vollständige Aufhebung der Deckelung der Ausschussvergütung ist sehr großzügig bemessen und geht uns zu weit."/ben/lea/DP/stk

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Termine

Datum Terminart Information Information
28.05.2026 Bericht zum 1. Quartal Adler Group S.A.: Finanzbericht Q1 2026 Adler Group S.A.: Finanzbericht Q1 2026
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28.05.2026 Veröffentlichung des Halbjahresberichtes BRAIN Biotech AG: Halbjahresbericht BRAIN Biotech AG: Halbjahresbericht
28.05.2026 Bericht zum 3. Quartal Costco Wholesale Corp.: Q3 2026 Earnings Release Costco Wholesale Corp.: Q3 2026 Earnings Release
28.05.2026 Bericht zum 1. Quartal CPI Europe AG: Finanzbericht zum 1. Quartal 2026 CPI Europe AG: Finanzbericht zum 1. Quartal 2026
28.05.2026 Bericht zum 1. Quartal CTS Eventim AG & Co. KGaA: Bericht 1. Quartal 2026 CTS Eventim AG & Co. KGaA: Bericht 1. Quartal 2026
28.05.2026 Veröffentlichung des Halbjahresberichtes EVN AG: Ergebnis 1. Halbjahr 2025/26 EVN AG: Ergebnis 1. Halbjahr 2025/26
28.05.2026 Bericht zum 3. Quartal Fortec AG: Bericht 3. Quartal Fortec AG: Bericht 3. Quartal
28.05.2026 Bericht zum 4. Quartal NetApp Inc.: Q4 FY 2026 Earnings Release NetApp Inc.: Q4 FY 2026 Earnings Release
28.05.2026 Vorläufiger Bericht zum Geschäftsjahr Novem Group S.A.: GJ 2025/26 Vorläufige Ergebnisse Novem Group S.A.: GJ 2025/26 Vorläufige Ergebnisse
28.05.2026 Bericht zum 1. Quartal Vienna Insurance Group: Ergebnis 1. Quartal 2026 Vienna Insurance Group: Ergebnis 1. Quartal 2026
28.05.2026 Ordentliche Hauptversammlung Adyen: Annual General Meeting Adyen: Annual General Meeting
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28.05.2026 Ordentliche Hauptversammlung BW LPG Limited: Annual General Meeting BW LPG Limited: Annual General Meeting

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