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News

20.10.2026 | 13:15:34 (dpa-AFX)
AKTIEN IM FOKUS: KI-Sorgen belasten Siemens & Co trotz ABBs Rekordaufträgen

FRANKFURT/ZÜRICH/PARIS (dpa-AFX) - Am deutschen Aktienmarkt ist am Dienstag vor Höhepunkten der Berichtssaison von Tech- und KI-Unternehmen die Nervosität gewachsen. Hinzu kommt ein teilweiser Stimmungswandel im Bereich Künstliche Intelligenz (KI).

Die Aktien von Siemens <DE0007236101> und anderen auf Automatisierung, Elektrifizierung und Energietechnik spezialisierten Unternehmen haben trotz rekordhoher Auftragseingänge des Schweizer Konkurrenten ABB <CH0012221716> kräftig nach. Außerdem gerieten einmal mehr Papiere europäischer Chiphersteller unter Druck.

Im schwachen Dax <DE0008469008> waren Siemens, Infineon <DE0006231004> und Hochtief weit hinten mit Kursverlusten von mehr als 3 Prozent, Siemens Energy <DE000ENER6Y0> verlor über 2 Prozent.

Im EuroStoxx sah es ähnlich aus: Hier verloren ASML <NL0010273215> und Schneider Electric <FR0000121972> um die 3 Prozent und im Cac 40 <FR0003500008> ging es für STMicro <NL0000226223> und Legrand um etwas mehr als 3 Prozent abwärts. Mit minus 5,7 Prozent hielten im SMI <CH0009980894> die Papiere von ABB die rote Laterne.

Allerdings: Die meisten der heutigen Verlierer stehen mit Blick auf das laufende Jahr immer noch gut da, hauptsächlich Halbleiteraktien. Das Jahresplus von Infineon liegt immer noch bei etwas über 35 Prozent, das von ASML bei fast 60 Prozent und das von STMicro sogar bei knapp 70 Prozent. Unter den Elektrotechnik-Spezialisten beläuft sich der bisherige Jahresgewinn von ABB auf knapp 20 Prozent. Siemens und Siemens Energy stehen mit einem Plus von 7 beziehungsweise 8 Prozent immer noch besser als der Dax da, dessen Gewinn auf 2,5 Prozent zusammengeschrumpft ist.

Und geht der Blick noch weiter in die Vergangenheit. So dürfe nicht vergessen werden, dass Aktien mit KI-Bezug seit einigen Jahren fast ausschließlich den Weg nach oben gekannt hätten, gab ein Börsianer zu bedenken. Gigantische Investitionsvorhaben einiger Mitglieder der "Mag 7" - Alphabet <US02079K3059>, Amazon <US0231351067>, Meta <US30303M1027> und Microsoft <US5949181045> - seien wesentliche Treiber hinter der Rally von Chip- und Energieinfrastruktur-Aktien gewesen.

Nun aber machen sich Sorgen breit, denn die Zweifel an der Profitabilität der enormen Investitionen nehmen zu. Obendrein lassen die inflationsbedingt steigenden Marktzinsen auch die Kreditrisiken steigen. Der Optimismus hinsichtlich einer Fortsetzung des KI- und Halbleiterbooms schwindet. Dafür dürfte auch der trotz starker Überzeichnung desaströse Börsengang des KI-Infrastruktur- und Neocloud-Dienstleisters Elice <KR70158S0002> in Südkorea an diesem Morgen ein Beleg sein. Entsprechend dürfte etwa der US-Neocloud-Anbieter CoreWeave <US21873S1087>, der zuletzt wegen Sorgen über seinen möglichen Finanzbedarf unter Druck geraten war, weiter im Fokus stehen. Auch Applied Digital <US0381692070> könnten einen Blick wert sein.

An diesem Abend und am Mittwoch nach US-Börsenschluss richtet sich das Interesse jedoch auf die echten Schwergewichte im Techsektor: SpaceX <US84615Q1031> wird als erstes über das abgelaufene Quartal berichten. Am Tag darauf folgen Meta, IBM <US4592001014>, Lam Research <US5128073062> und Bloom Energy <US0937121079> am Mittwoch besonders im Fokus.

Barclays-Analyst George Featherstone verwies in seiner an diesem Dienstag veröffentlichten Studie zu Rechenzentren-Ausrüstern auf eine kolpotierte Vereinbarung zwischen dem KI-Softwareunternehmen Anthropic und dem Cloud-Infrastrukturanbieter Nscale über einen enormen Zukauf an KI-Rechenleistung. Die Nachrichtenagentur Bloomberg hatte unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen über Gespräche der beiden Unternehmen berichtet. Dieser Deal lege nahe, so erklärte der Analyst, dass sich die zuletzt übermäßig hohe Gewinne erzielende Lieferkette von ihrer vermeintlich unbegrenzten Fähigkeit verabschieden müsse, Preise zu erhöhen und Margen auszuweiten.

Featherstone sieht entsprechend hohe Risiken für Anbieter im Bereich Energiedienstleistungen und nennt dabei namentlich etwa Siemens Energie, Siemens, ABB und Schneider, "deren Renditen und Margenausweitungen in den vergangenen Jahren nahezu parabolisch verliefen, während gleichzeitig erhebliche neue Kapazitäten geschaffen werden".

Doch ganz vorbei scheint die Stimmung für KI dennoch nicht. Vielmehr richtet sich das Interesse inzwischen verstärkt auf Aktien von Unternehmen, die durch den Einsatz von KI profitieren, etwa aus dem Bereich Versicherung oder Gesundheit./ck/mis/jha/

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Triebwerksbauer GE erwartet 2026 noch mehr Gewinn

CINCINNATI (dpa-AFX) - Der Triebwerkshersteller GE Aerospace <US3696043013> legt die Latte für 2026 nach einem unerwartet starken Sommergeschäft noch einmal höher. Der bereinigte Umsatz soll im Jahresvergleich jetzt um 19 bis 20 Prozent steigen, teilte das Unternehmen am Dienstag in Cincinnati mit. Zugleich soll der um Sonderposten bereinigte operative Gewinn 10,9 bis 11 Milliarden US-Dollar (9,7 bis 9,8 Mrd Euro) und der bereinigte Gewinn je Aktie 8 bis 8,10 Dollar erreichen. Für die GE-Aktie ging es im vorbörslichen US-Handel nach anfänglichen Kursgewinnen jedoch um mehr als ein Prozent abwärts.

Bisher hatte Konzernchef Larry Culp für 2026 einen Umsatzanstieg im hohen Zehner-Prozent-Bereich, einen bereinigten operativen Gewinn von 10,55 bis 10,75 Milliarden Dollar und einen bereinigten Gewinn je Aktie von 7,65 bis 7,85 Dollar angepeilt. Auch für den bereinigten freien Barmittelzufluss nimmt er sich mit 9,1 bis 9,4 Milliarden Dollar nun mehr vor als zuletzt.

Im dritten Quartal erzielte GE einen bereinigten Umsatz von 13,3 Milliarden Dollar und damit 18 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Der bereinigte operative Gewinn sprang sogar um 30 Prozent auf 3 Milliarden Dollar nach oben. Damit übertraf das Unternehmen durchweg die durchschnittlichen Erwartungen von Analysten. Unter dem Strich stand ein Überschuss von 2,8 Milliarden Dollar, eine Steigerung um 12 Prozent. Der Auftragseingang wuchs sogar um fast die Hälfte auf 19 Milliarden Dollar.

GE Aerospace baut zusammen mit dem französischen Hersteller Safran <FR0000073272> Triebwerke für die Mittelstreckenjets Boeing <US0970231058> 737 Max und Airbus <NL0000235190> A320neo. Zusammen mit dem deutschen Partner MTU <DE000A0D9PT0> ist der Konzern zudem bei den Boeing-Großraumjets 787 und 777 sowie dessen Neuauflage 777X im Geschäft./stw/nas/jha/

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Termine

Datum Terminart Information Information
20.10.2026 Bericht zum 3. Quartal ABB Ltd.: Third-quarter 2026 results ABB Ltd.: Third-quarter 2026 results
20.10.2026 Bericht zum 3. Quartal Anglo American plc.: Q3 2026 Production Report Anglo American plc.: Q3 2026 Production Report
20.10.2026 Bericht zum 3. Quartal Bawag Group AG: Ergebnisse Q3 2026 Bawag Group AG: Ergebnisse Q3 2026
20.10.2026 Bericht zum 3. Quartal Carrefour S.A.: 3rd Quarter 2026 Carrefour S.A.: 3rd Quarter 2026
20.10.2026 Bericht zum 3. Quartal Deutsche Börse AG: Zwischenbericht Q3 2026 Deutsche Börse AG: Zwischenbericht Q3 2026
20.10.2026 Bericht zum 3. Quartal EssilorLuxottica: Q3 2026 revenue EssilorLuxottica: Q3 2026 revenue
20.10.2026 Bericht zum 3. Quartal NETFLIX INC.: Q3 2026 Earnings NETFLIX INC.: Q3 2026 Earnings
20.10.2026 Bericht zum 3. Quartal Synchrony Financial: Q3 2026 Financial Results Synchrony Financial: Q3 2026 Financial Results
20.10.2026 Bericht zum 3. Quartal Tele2 AB: Interim Report Q3 2026 Tele2 AB: Interim Report Q3 2026
20.10.2026 Bericht zum 3. Quartal Telekom Austria AG.: Ergebnis 3. Quartal 2026 Telekom Austria AG.: Ergebnis 3. Quartal 2026
20.10.2026 Ordentliche Hauptversammlung dorma + Kaba Holding AG: Annual General Meeting dorma + Kaba Holding AG: Annual General Meeting
20.10.2026 Ordentliche Hauptversammlung dorma+kaba Holding AG: Generalversammlung dorma+kaba Holding AG: Generalversammlung
20.10.2026 Telefonkonferenz zum 3. Quartal 3M Company: Q3 2026 Earnings Conference Call 3M Company: Q3 2026 Earnings Conference Call
20.10.2026 Telefonkonferenz zum 3. Quartal Capital One Financial Corp.: Q3 2026 Earnings Conference Call Capital One Financial Corp.: Q3 2026 Earnings Conference Call

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