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News

18.04.2026 | 17:35:14 (dpa-AFX)
GESAMT-ROUNDUP: Iran nimmt Öffnung von Hormus zurück - Tanker gestoppt

TEHERAN/WASHINGTON (dpa-AFX) - Der Iran macht die angekündigte Öffnung der Straße von Hormus wieder rückgängig und geht dort militärisch gegen Schiffe vor. Als Grund nannte ein Sprecher des Hauptquartiers der Streitkräfte laut Nachrichtenagentur Fars die anhaltende Blockade iranischer Häfen durch die USA - keine 24 Stunden nach der überraschenden Ankündigung der Öffnung der Meerenge für die Schifffahrt. Nun hieß es vom Militär, die strategisch wichtige Meerenge unterliege wieder der strengen Verwaltung und Kontrolle der Streitkräfte. Das US-Militär teilte seinerseits mit, weiter gegen Schiffe vorzugehen, die iranische Häfen anlaufen oder von dort ablegen wollen.

Schüsse auf Tanker

Unmittelbar nach dem Widerrufen der Öffnung stoppten die iranischen Revolutionsgarden nach Angaben eines Online-Schiffsverfolgungsdienstes gewaltsam zwei Schiffe, darunter einen Supertanker mit zwei Millionen Barrel (rund 272.000 Tonnen) irakischem Rohöl an Bord. Die britische Behörde für die Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) teilte auf der Plattform X unter Berufung auf den Kapitän eines Schiffs mit, zwei Schnellboote der Revolutionsgarden hätten sich dem Tanker genähert und Schüsse abgegeben.

Offen ist, welchen Einfluss diese Entwicklung auf die angestrebten neuen Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran über eine Lösung des Konflikts haben wird. US-Präsident Donald Trump zeigte sich zunächst unbeeindruckt. Teheran gehe seit Jahren so vor - "damit können sie uns nicht erpressen", sagte er vor Journalisten im Weißen Haus.

Trump betonte, dass beide Seiten weiterhin verhandelten. "Wir führen derzeit sehr gute Gespräche. Es läuft wirklich sehr gut", sagte er. Bis zum Ende des Tages könnte es einige neue Erkenntnisse geben. Trump hat immer wieder angeblich bevorstehende Erfolge in Gesprächen in dem Konflikt beschworen. Vergangenen Sonntag waren Verhandlungen in Islamabad ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Einen neuen Termin gibt es nicht. Am kommenden Mittwoch endet die Feuerpause zwischen den USA und Israel einerseits und dem Iran andererseits.

Iran pocht auf Bewegungsfreiheit für seine Schiffe

Dass der Iran seine Entscheidung zur Öffnung der Straße von Hormus so schnell rückgängig gemacht hat, kam nicht überraschend. Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf hatte bereits gewarnt, die Meerenge werde nicht offen bleiben, wenn die USA weiter iranische Häfen blockierten. Er reagierte damit auf die Ankündigung von Trump auf der Plattform Truth Social, die Blockade bleibe "bis zum vollständigen Abschluss unserer Vereinbarungen mit dem Iran" bestehen.

In der Erklärung des Iran heißt es nun, wegen der Blockade sei die Kontrolle über die Straße von Hormus wieder in den früheren Zustand zurückgekehrt. Daran ändere sich nichts, solange die Vereinigten Staaten die uneingeschränkte Bewegungsfreiheit von Schiffen vom Iran zu ihrem Bestimmungsort und von ihrem Bestimmungsort zurück in den Iran nicht wiederherstellten.

Rasche Normalisierung des Schiffsverkehrs ohnehin nicht in Sicht

Die zwischenzeitliche Aussicht auf eine Normalisierung des Schiffsverkehrs auf der wichtigen Route hatte die Börsen beflügelt und die Rohölpreise einbrechen lassen. Praktische Folgen hatte die iranische Ankündigung aber kaum. Der Sender CNN berichtete unter Berufung auf Verkehrsdaten, dass nur fünf Frachtschiffe und ein leeres Kreuzfahrtschiff die Meerenge passierten, jedoch keine Öltanker.

John-Paul Rodriguez, Experte für Seeschifffahrt an der Texas A&M University, sagte dem Sender Al Jazeera: "Seit der Ankündigung haben Schiffe versucht, die Meerenge zu passieren . aber es sieht so aus, als würden viele von ihnen umkehren, weil die Lage unklar ist."

Deutsche Reeder erwarten belastbare Sicherheitsgarantien

Nach Einschätzung der deutschen Reeder zeigt die erneute Schließung, wie fragil und unübersichtlich die Lage ist. "Eine verlässliche und sichere Passage durch die Straße von Hormus ist unter diesen Bedingungen weiterhin nicht gewährleistet", teilte der Verband Deutscher Reeder (VDR) in Hamburg mit. "Ohne belastbare Sicherheitsgarantien kann es keine nachhaltige Normalisierung des Schiffsverkehrs in dieser für den Welthandel zentralen Region geben."

Krisendiplomatie vor Auslaufen der Waffenruhe

Am 28. Februar hatten die USA und Israel einen Krieg gegen den Iran begonnen. Dieser reagierte mit Raketenbeschuss und attackierte Ziele in Israel und der ganzen Golfregion. Anfang April einigten sich die USA und der Iran dann auf eine zweiwöchige Waffenruhe.

Nun laufen Bemühungen unter Vermittlung Pakistans, die Feuerpause zu verlängern und eine umfassende Einigung auch im Streit über das iranische Atomprogramm anzubahnen. Nach unbestätigten US-Medienberichten könnten die Unterhändler am Montag in der Hauptstadt Islamabad erneut zusammenkommen. Die Vorbereitungen sind bereits im Gange. So hat die Registrierung für Medienvertreter begonnen, Sicherheitspersonal wurde in die Stadt verlegt.

Bisheriger Verhandlungsstand ist umstritten

Angesprochen darauf, dass der Iran weiterhin erhebliche Unterschiede in den Positionen sehe, sagte Trump Reportern: "Nun, das könnte sein. Warten wir ab." Er glaube aber nicht, "dass es allzu viele wesentliche Unterschiede gibt." Einer der zentralen Streitpunkte ist der Umgang mit Irans hoch angereichertem Uran.

Der Sender CBS News zitierte Trump aus einem Telefoninterview mit der Aussage, die USA würden für die Bergung der Uran-Vorräte mit dem Iran zusammenarbeiten. "Unsere Leute werden gemeinsam mit den Iranern arbeiten, um es zu holen. Und dann bringen wir es in die Vereinigten Staaten." Irans Außenamtssprecher Ismail Baghai wies dies sofort zurück. "Der Transfer von Uran in die USA war nie eine Option und stand auch nicht zur Debatte", sagte er laut Nachrichtenagentur Tasnim./sk/DP/zb

18.04.2026 | 13:05:04 (dpa-AFX)
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18.04.2026 | 12:57:40 (dpa-AFX)
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18.04.2026 | 08:05:01 (dpa-AFX)
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17.04.2026 | 22:08:53 (dpa-AFX)
ROUNDUP 5: Iran öffnet Straße von Hormus - Neutrale Mission geplant
18.04.2026 | 08:35:16 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Transportbranche rechnet mit Anstieg der Insolvenzen

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Transportbranche in Deutschland erwartet eine weitere Zunahme bei den Insolvenzen. "Bei den derzeitigen Rahmenbedingungen werden die Insolvenzen weiter steigen", sagte Dirk Engelhardt, Chef des Bundesverbands Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL), der Deutschen Presse-Agentur. Dies treffe zunächst vor allem die kleineren und mittleren Betriebe.

"Die Lage ist im Moment katastrophal", sagte Engelhardt. Die Preisanstiege an den Zapfsäulen seit Beginn des Iran-Kriegs belasteten den deutschen Mittelstand außerordentlich. Doch schon vor dem Iran-Krieg sei die Situation der Branche sehr angespannt gewesen. Das größte Problem sei der "grassierende Fahrermangel". Der Branche fehlten etwa 120.000 Lkw-Fahrer, sagte Engelhardt. Und die Tendenz sei steigend.

BGL: Unternehmen reduzieren Kapazitäten

Die mittelständischen Unternehmen reduzierten als Reaktion auf die schwierigen Bedingungen ihre Kapazitäten, sagte Engelhardt. Das sei eine kritische Entwicklung, da das in keiner Insolvenzstatistik erscheine. Aber sollte die Wirtschaft wieder anziehen oder ein Krisen- oder Verteidigungsfall eintreten, könnten nicht genügend Transportkapazitäten verfügbar sein.

"Der Wirtschaft geht es insgesamt sehr schlecht. Weil es ihren Kunden schlecht geht, leidet auch die Logistikbranche", sagte Frank Huster, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Spedition und Logistik (DSLV). "Der Umsatz und die Rendite schmelzen", sagte Huster.

Verband rechnet mit zunehmenden Geschäftsaufgaben

Der DSLV vertritt vor allem Unternehmen, die als Spediteure Transportdienstleister beauftragen, wie sie vor allem vom BGL vertreten werden. "Die Speditions- und Logistikbranche spürt Insolvenzen nicht in dem Ausmaß wie der Straßentransportsektor", sagte Huster. Dort rechne er definitiv mit zunehmenden Geschäftsaufgaben.

Ein prominentes Beispiel war zuletzt das schwäbische Transportunternehmen Betz International, das in finanzielle Schieflage geraten war und Insolvenz anmeldete.

"Der wirtschaftliche Druck auf kleinere Unternehmen wird durch steigende Lohnkosten zusätzlich verstärkt und zeigt sich auch in einer Zunahme von Insolvenzen", heißt es in einer Mitteilung des Datendienstleisters Datev zu einer aktuellen Analyse der Logistikbranche. Datev zufolge verliert die Branche zunehmend mittelständische Betriebe. Die Zahl der monatlichen Insolvenzen nähere sich nach dem pandemiebedingten Tiefpunkt wieder dem Vorkrisenniveau an.

Auf eine schnelle Verbesserung könnten die kleinen und mittleren Unternehmen nicht hoffen, hieß es laut Datev-Mitteilung. Angesichts geopolitischer Unsicherheiten und der damit verbundenen volatileren Rohöl- und Erdgaspreise sei zu erwarten, dass sich Kosten- und Lieferkettenbelastungen weiter verschärfen.

Was Verbände fordern

Mehrere Verbände des Verkehrsgewerbes hatten Bundeskanzler Friedrich Merz vor einer Woche in einem offenen Brief zu schnellem Handeln in der Kostenkrise aufgerufen. Steigende Energie- und Betriebskosten sowie wachsender wirtschaftlicher Druck brächten zahlreiche Unternehmen an den Rand ihrer Existenz, warnten sie.

Konkret verlangten die Verbände unter anderem niedrigere Energie- und Stromsteuern, die Abschaffung der CO2-Doppelbelastung im Straßengüterverkehr sowie kurzfristige Entlastungen wie Preisdeckelungen oder Ausgleichszahlungen./rwi/DP/zb

18.04.2026 | 08:12:46 (dpa-AFX)
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18.04.2026 | 00:43:19 (dpa-AFX)
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Berichte

  • Börsenbericht
    17.04.2026

    Straße von Hormus erstmal frei: Dax schießt nach oben

    Nach der Eilmeldung aus Teheran ist der Ölpreis eingeknickt und mit ihm die Aktienkurse von Ölkonzernen. Der Dax macht dagegen einen satten Sprung nach oben. Auch in New York feiert man die gute Nachricht.

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  • TraderDaily
    17.04.2026

    Kaufsignale und Aufwärtstrendstruktur im Fokus

    Barriere liegt bei 24.363 Punkten

    Der DAX hat am 23. März ein Mehrmonatstief im überverkauften Bereich unterhalb des Bollinger-Bandes markiert. Anschließend konnte der Index eine dynamische Aufwärtsbewegung absolvieren, wodurch steigende Verlaufstiefs am 30. März, 2. April..

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  • Webinar - Trading für Berufstätige
    14.04.2026

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Termine

Datum Terminart Information Information
20.04.2026 Ordentliche Hauptversammlung Broadcom Inc.: Annual General Meeting Broadcom Inc.: Annual General Meeting
20.04.2026 Telefonkonferenz zum 1. Quartal Zions Bancorp.: Q1 2026 Earnings Conference Call Zions Bancorp.: Q1 2026 Earnings Conference Call
20.04.2026 Schlussdividende ex-Tag Bucher Industries AG: Ex-Dividende Bucher Industries AG: Ex-Dividende
20.04.2026 Schlussdividende Zahltag Industrivärden: date for dividend distribution Industrivärden: date for dividend distribution
21.04.2026 Bericht zum 1. Quartal Anglo American plc.: Q1 2026 Production Report Anglo American plc.: Q1 2026 Production Report
21.04.2026 Bericht zum 1. Quartal ASM International N.V.: Quarterly results Q1 2026 ASM International N.V.: Quarterly results Q1 2026
21.04.2026 Veröffentlichung des Halbjahresberichtes Associated British Foods Plc.: Interim results announcement Associated British Foods Plc.: Interim results announcement
21.04.2026 Bericht zum 1. Quartal Bawag Group AG: Ergebnisse Q1 2026 Bawag Group AG: Ergebnisse Q1 2026
21.04.2026 Bericht zum 1. Quartal Beiersdorf AG: Zwischenbericht Januar bis März 2026 Beiersdorf AG: Zwischenbericht Januar bis März 2026
21.04.2026 Bericht zum 1. Quartal Elisa Oyj: Interim Report Q1 2026 Elisa Oyj: Interim Report Q1 2026
21.04.2026 Bericht zum 1. Quartal Investor AB: Interim Management Statement January-March 2026 Investor AB: Interim Management Statement January-March 2026
21.04.2026 Bericht zum 1. Quartal Moncler S.p.A: Q1 2025 Results Moncler S.p.A: Q1 2025 Results
21.04.2026 Bericht zum 1. Quartal Saipem S. p. A.: First quarter 2026 results Saipem S. p. A.: First quarter 2026 results
21.04.2026 Bericht zum 1. Quartal SKF AB: Quarterly Report Q1 2026 SKF AB: Quarterly Report Q1 2026

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