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News

06.04.2026 | 20:20:02 (dpa-AFX)
WOCHENAUSBLICK 2: Ölpreis bestimmt weiter die Richtung im Dax

(aktualisierte Fassung)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Ölpreise dürften auch in der sechsten Woche des Iran-Kriegs dem deutschen Aktienmarkt die Richtung weisen. Mit ihrer Höhe steigen und fallen die Inflations- und Konjunktursorgen.

Das Interesse bleibt beim Kriegsgeschehen in Nahost. Jede neue Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, das weitere Vorgehen Israels und jede Reaktion des Irans dürften genau beobachtet und bewertet werden. Die Auswirkungen auf die Straße von Hormus stehen im Zentrum, denn diese derzeit blockierte Meeresenge ist eine wichtige Passage für weltweite Öltransporte. Ansonsten ist der Kalender in der Osterwoche schwach gefüllt.

Am Wochenende hatten sich US-Präsident Donald Trump und Teheran mit gegenseitigen Drohungen und Beleidigungen überzogen. Aus pakistanischen Geheimdienstkreisen hieß es am Ostermontag, den Kriegsparteien sei ein Plan für eine 45-tägige Waffenruhe mit Friedensgesprächen vorgelegt worden. Der Nachrichtenagentur IRNA zufolge lehnt Teheran dies aber ab. Iran verlange ein dauerhaftes Kriegsende, hieß es. Trump betonte, das am Dienstag auslaufende Ultimatum für den Iran sei endgültig.

Aktien- und Ölhändler in den USA reagierten am mit Zurückhaltung. Die Hoffnung, dass es doch zu einer Waffenruhe kommt, sorgte am Montagabend für leichte Gewinne am Aktienmarkt; aber auch mit den Ölpreisen ging es etwas nach oben. Beim Dax <DE0008469008> deutete die Wochenend-Indikation beim Broker IG am Montagabend auf einen Indexstand von 23.234 Punkten und damit etwas über dem Stand von Ende der vergangenen Handelswoche hin.

"Donald Trump bestimmt aktuell fast im Alleingang die Richtung und das Tempo an den Börsen", resümiert Thomas Altmann, Chef Portfoliomanagement bei QC Partners in Frankfurt, die jüngsten Marktturbulenzen. Für den Dax stehe nach wie vor die 23.000-Punkte-Marke im Fokus, die seit Kriegsbeginn Ende Februar an bereits sechs Handelstagen mindestens einmal nach oben oder unten durchbrochen wurde. "Und es ist gut möglich, dass hier noch einige Handelstage dazukommen."

Eine weiterhin schwankungsreiche Zeit erwarten auch die Experten der Landesbank Baden-Württemberg. Der Iran-Krieg bleibe das Börsenthema Nummer eins, weshalb es "sowohl am Persischen Golf als auch an den Märkten noch eine Weile volatil bleiben" dürfte. "Die Effekte der höheren Energiepreise auf die Inflation sind bereits sichtbar. Wie sie sich auf die Gewinnperspektiven der Unternehmen auswirken, wird sich erst in den kommenden Wochen zeigen, wenn die Berichte für das erste Quartal vorgelegt und die Jahresausblicke konkretisiert werden."

Vor der nächsten Berichtssaison stehen noch einige Wirtschaftsdaten an. Hierzulande wird der Blick am Mittwoch und Donnerstag wohl in Richtung der Auftragseingänge für die deutsche Industrie und die Industrieproduktion selbst gehen. Allerdings handelt es sich um Daten des Monats Februar, also vor dem Kriegsbeginn in Nahost.

Als zentral werden die US-Verbraucherpreise für März eingestuft, die am Freitag anstehen. Sie sind "eine wichtige Kennzahl für die ersten messbaren Auswirkungen des Iran-Kriegs", wie Helaba schreibt. Nach dem starken Anstieg der Inflation hierzulande von 2,7 Prozent im März und ähnlich in der EU wird laut Marktexperte Michael Hewson erwartet, dass die Inflation in den USA wegen des Nahostkonflikts ähnlich klettern wird.

In den vergangenen Monaten hatte sich der Anstieg der US-Verbraucherpreise von 2,7 Prozent Ende 2025 auf 2,4 Prozent verlangsamt. Zwar seien die Vereinigten Staaten "in gewisser Weise dadurch geschützt, dass ihre Erdgaspreise nicht im gleichen Maße wie in Europa gestiegen sind, doch die Anzeichen höherer Preise machen sich auch anderswo bemerkbar".

Unternehmensseitig könnte am Dienstag eine Analysten-Telefonschalte (Pre-Close-Call) des Maschinenbauers Gea <DE0006602006> zur aktuellen Lage und Einordnung von Analystenschätzungen interessant sein, bevor dann die Schweigeperiode beginnt. Sie wird bis zur Vorlage der Zahlen zum ersten Quartal im Mai dauern. Der Online-Broker Flatexdegiro <DE000FTG1111> wird am selben Tag seine monatlichen Kunden- und Transaktionszahlen bekannt geben.

Am Mittwoch stehen die endgültigen Jahreszahlen des Wirkstoffforschers Evotec <DE0005664809> auf der Agenda. Beim Beteiligungsunternehmen Mutares <DE000A0SMSH2> beginnt die Bezugsfrist für neue Aktien aus der angekündigten Kapitalerhöhung. Am Donnerstag lädt der MDax-Konzern <DE0008467416> Traton <DE000TRAT0N7> Analysten zu seinem sogenannten "Pre-close-call" zum ersten Quartal ein. Die entsprechenden Zahlen will der Lkw-Hersteller Ende April veröffentlichen./ck/jsl/he

--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---

06.04.2026 | 20:09:43 (dpa-AFX)
Trump droht: Iran könnte morgen Nacht ausgeschaltet werden
06.04.2026 | 20:06:12 (dpa-AFX)
Aktien New York: Wenig verändert - Zwischen Hoffen und Bangen
06.04.2026 | 16:23:47 (dpa-AFX)
Aktien New York: Leichte Gewinne - Hoffen auf Waffenstillstand im Iran-Krieg
06.04.2026 | 15:10:41 (dpa-AFX)
ROUNDUP 4/'Bastards': Trumps Ultimatum - Kaum Hoffnung auf Waffenruhe
06.04.2026 | 15:07:45 (dpa-AFX)
WDH/Aktien New York Ausblick: Wenig verändert - Irankrieg belastet weiter
06.04.2026 | 15:01:50 (dpa-AFX)
Aktien New York Ausblick:
06.04.2026 | 19:28:57 (dpa-AFX)
Berliner Politiker: Kartenzahlung muss überall möglich sein

BERLIN (dpa-AFX) - In manchen Restaurants muss man mit Bargeld zahlen, und auch der Späti um die Ecke will keine Kartenzahlung akzeptieren? Nach Meinung des Berliner CDU-Politikers Dirk Stettner muss sich das ändern. Der CDU-Fraktionschef im Berliner Abgeordnetenhaus möchte sich mit der SPD-Fraktion für eine Änderung auf Bundesebene einsetzen.

"Wir wollen eine verpflichtende Annahme von digitalen Zahlungsmöglichkeiten deutschlandweit", sagte Stettner. Zuvor hatten die "B.Z." und die "Berliner Morgenpost" berichtet. Es gehe nicht um ein Verbot von Bargeld, sondern darum, dass alle Kunden ohne Zusatzkosten auch mit Karte zahlen könnten.

Es gebe aber Wirtschaftsbereiche, in denen die Kartenzahlung ungern gesehen werde, obwohl es keine technischen oder kaufmännischen Hürden gebe, kritisierte Stettner. "Wir verlieren eklatante Steuereinnahmen in unserem Land, indem Umsätze an der Steuer vorbeigezogen werden."

Kampf gegen Steuerhinterziehung

Es gehöre zur Solidargemeinschaft, dass Gewerbetreibende ihre Umsätze korrekt meldeten, sagte Stettner. Jeder, der sich nachhaltig weigere, digitale Zahlungsmittel anzunehmen, müsse sich auch die Frage gefallen lassen, ob er damit Umsätze an der Steuer vorbei machen wolle.

Die Bundesregierung hatte in ihrem Koalitionsvertrag festgehalten, dass parallel zum Bargeld digitale Zahlungsoptionen ausgeweitet werden sollen. Darin heißt es: "Wir setzen uns für echte Wahlfreiheit im Zahlungsverkehr ein und wollen, dass grundsätzlich Bargeld und mindestens eine digitale Zahlungsoption schrittweise angeboten werden sollen."

Nach Angaben Stettners wollen die Regierungsfraktionen aus dem Abgeordnetenhaus bei einer Klausurtagung in zwei Wochen über das Thema sprechen. Sie wollen darüber beraten, ob der Senat aufgefordert werden soll, eine entsprechende Bundesratsinitiative auf den Weg zu bringen./kil/DP/he

06.04.2026 | 17:22:56 (dpa-AFX)
ROUNDUP 2: Tote und Verletzte in Odessa nach russischen Angriffen
06.04.2026 | 15:42:19 (dpa-AFX)
WDH/ROUNDUP 2: Termingarantie für Facharzt? Kassenärzte: 'Bullshit'
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06.04.2026 | 14:54:33 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Dieselpreis springt von Rekord zu Rekord
06.04.2026 | 08:39:39 (dpa-AFX)
Gründerzahl steigt in der Krise - Rekord bei Nebenerwerb
05.04.2026 | 17:08:16 (dpa-AFX)
Spritpreise steigen weiter: Diesel erreicht neues Rekordhoch

Berichte

  • Börsenbericht
    02.04.2026

    Anlegerflucht vor Osterwochenende - Trump schockt die Börse

    Eine Rede von US-Präsident Trump zu seinen weiteren Plänen im Iran-Krieg hat die Anleger massiv verunsichert. Vor dem langen Osterwochenende wollen sie kein Risiko eingehen und trennen sich von Aktien. Der Dax bricht ein, während der Ölpreis steigt.

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  • TraderDaily
    02.04.2026

    Bullen melden sich eindrucksvoll zurück!

    Marke von 24.067 Punkten im Visier! 

    Der DAX präsentierte sich am gestrigen Mittwoch deutlich fester und ging mit einem deutlichen Plus von knapp 3% aus dem Handel. Hintergrund sind unter anderem Spekulationen über ein baldiges Ende des Iran-Konflikts. So hatte der iranische..

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  • Webinar - Trading für Berufstätige
    31.03.2026

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    Die Märkte sind aktuell geprägt von erhöhter Volatilität und schnellen Richtungswechseln – eine Herausforderung, aber gleichzeitig eine Chance für aktive Trader. Im Webinar am kommenden Montag analysiert der Profi Ingmar Königshofen die aktuelle Marktsituation und wirft gemeinsam mit den..

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Termine

Datum Terminart Information Information
06.04.2026 Geschäftsklimaindex Japan: Geschäftsklimaindex vorläufige Zahlen Februar 2026 Japan: Geschäftsklimaindex vorläufige Zahlen Februar 2026
06.04.2026 Kein Handel an der Börse Bundesrepublik Deutschland: Börse geschlossen (Easter Monday) Bundesrepublik Deutschland: Börse geschlossen (Easter Monday)
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06.04.2026 Kein Handel an der Börse Italien: Börse geschlossen (Easter Monday) Italien: Börse geschlossen (Easter Monday)
06.04.2026 Kein Handel an der Börse Schweiz: Börse geschlossen (Easter Monday) Schweiz: Börse geschlossen (Easter Monday)
07.04.2026 Veröffentlichung des Jahresberichtes bet-at-home.com AG: Gesamtjahresbericht 2025 bet-at-home.com AG: Gesamtjahresbericht 2025
07.04.2026 Ordentliche Hauptversammlung Meier Tobler AG: Generalversammlung Meier Tobler AG: Generalversammlung
07.04.2026 Schlussdividende ex-Tag Bobst Group: Ex-Tag-Dividende Bobst Group: Ex-Tag-Dividende
07.04.2026 Dividendenzahlung Svenska Cellulosa AB: dividend payment date Svenska Cellulosa AB: dividend payment date
08.04.2026 Ordentliche Hauptversammlung Ahold Delhaize N.V.: AGM Ahold Delhaize N.V.: AGM
08.04.2026 Bericht zum 4. Quartal Constellation Brands Inc.: Q4 FY2026 Earnings Constellation Brands Inc.: Q4 FY2026 Earnings
08.04.2026 Veröffentlichung des Halbjahresberichtes DOF Group ASA: Annual Report DOF Group ASA: Annual Report
08.04.2026 Veröffentlichung des Jahresberichtes Evotec SE: Geschäftsbericht 2025 Evotec SE: Geschäftsbericht 2025

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