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News

08.04.2026 | 15:48:07 (dpa-AFX)
Ölpreise geraten nach Iran-Feuerpause immer weiter unter Druck

LONDON/NEW YORK (dpa-AFX) - Die Ankündigung einer zweiwöchigen Feuerpause zwischen dem Iran und den USA hat die Ölpreise am Mittwoch deutlich belastet. Der Preis für ein Fass (159 Liter) Öl der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juni fiel um fast 17 Prozent auf 91,14 US-Dollar. Der Preis der US-Sorte WTI zur Lieferung im Mai um 18,3 Prozent auf 92,21 Dollar.

Beide Ölsorten kosten trotz des Rückgangs aber immer noch knapp ein Drittel mehr als vor Beginn der Angriffe Israels und der USA auf den Iran und dessen Gegenschlägen auf Staaten in der Region Ende Februar. Kurs vor dem Krieg hatte der Brent-Preis noch bei rund 70 Dollar gelegen

Der Iran und die Vereinigten Staaten haben sich kurz vor Ablauf eines Ultimatums von US-Präsident Donald Trump auf eine zweiwöchige Waffenruhe und die Öffnung der Straße von Hormus geeinigt. In Abstimmung mit den iranischen Streitkräften und unter Berücksichtigung technischer Einschränkungen solle der Schiffsverkehr in der für den weltweiten Ölhandel wichtigen Meerenge ermöglicht werden.

Die Unsicherheit an den Märkten bleibt jedoch hoch. Nach Beginn der Waffenruhe mit den USA und Israel hat der Iran neue Explosionen am Persischen Golf gemeldet. Sie ereigneten sich an einer Raffinerie auf der Insel Lawan, wie die Nachrichtenagentur Mehr berichtete. Die Ursache war zunächst unbekannt.

"Hinzukommt die Unsicherheit darüber, wie schnell der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus wieder hergestellt werden kann", schreibt Commerzbank-Expertin Thu Lan Nguyen. Sie verweist auf IEA-Chef Fatih Birol, der darauf hingewiesen hatte, dass erhebliche Schäden an der Energieinfrastruktur in der Region gegen eine schnelle Normalisierung des Angebots sprächen./jsl/he

08.04.2026 | 15:34:41 (dpa-AFX)
ROUNDUP 2/Trump: 50-Prozent-Zölle für Irans Waffenlieferanten
08.04.2026 | 15:13:00 (dpa-AFX)
Aktien Frankfurt: Kräftige Erholung nach Waffenruhe im Iran-Krieg
08.04.2026 | 15:11:04 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Feuerpause im Iran-Krieg - Aufatmen nach Trump-Ultimatum
08.04.2026 | 14:30:18 (dpa-AFX)
Aktien New York Ausblick: Waffenruhe in Nahost treibt Erholung kräftig an
08.04.2026 | 14:21:17 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Trump: 50-Prozent-Zölle für Irans Waffenlieferanten
08.04.2026 | 13:35:52 (dpa-AFX)
US-Vize Vance bezeichnet Iran-Waffenruhe als 'fragil'
08.04.2026 | 15:49:13 (dpa-AFX)
ROUNDUP 2/Koalition: Energiepreis-Entlastungen trotz Waffenruhe nötig

(neu: Niedersachsens Ministerpräsident.)

BERLIN (dpa-AFX) - Union und SPD wollen auch bei einer Waffenruhe im Nahen Osten und einer Öffnung der Straße von Hormus über eine Entlastung der Bürger angesichts der hohen Spritpreise verhandeln. "Wir sehen natürlich die aktuellen Belastungen der Unternehmen und vieler Bürgerinnen und Bürger, und wir prüfen auch weiterhin Maßnahmen, wie wir möglichst zielgenau entlasten können", hieß es aus dem Finanzministerium.

Eine schnelle Entwarnung an der Tankstelle erwartet die Bundesregierung nicht. Ein Tanker brauche drei bis sechs Wochen von der Meerenge von Hormus nach Europa, sagte ein Regierungssprecher. "Dementsprechend wird es auch dauern, bis deutliche Preissenkungen bei uns ankommen."

Vizekanzler Lars Klingbeil hat Wirtschaft und Gewerkschaften für Freitag zu einem Energiepreis-Gipfel eingeladen. Der SPD-Chef hatte zuletzt angeregt, Bürgerinnen und Bürger gezielt, zum Beispiel über eine Mobilitätsprämie, zu entlasten und das über eine Übergewinnsteuer quasi von den Energiekonzernen finanzieren zu lassen. Außerdem wirbt er für einen flexiblen Preisdeckel für Sprit.

Taskforce hält an Plänen fest

Auch die von der Koalition eingesetzte Taskforce will weiter Möglichkeiten ausloten. Es gebe bei so einer volatilen Lage "keinen Grund für voreilige Kurskorrekturen", sagte Unionsfraktionsvize Sepp Müller der Deutschen Presse-Agentur. "Unser erklärtes Ziel bleibt das nachhaltige Abfedern der Preisexplosion für diejenigen, die Hilfe benötigen."

Ein einzelner Zwischenfall wie etwa ein Angriff auf einen Tanker könne ausreichen, um die mühsam erreichte Stabilität zu kippen. Beim Ölpreis seien jederzeit Ausschläge nach oben möglich. Außerdem werde der Markt die Schäden an Raffinerien und Hafenanlagen wahrscheinlich einpreisen - und auch die Bedingungen für die Schiffspassage durch die Straße von Hormus seien noch völlig unklar. All das könne sich in den Preisen widerspiegeln.

Scharfe Kritik an Reiche

SPD-Fraktionsvize Armand Zorn, der mit Müller zusammen die Taskforce leitet, betonte, die Preise seien bislang nicht auf Vorkrisenniveau gefallen. "Wir müssen auf alle Szenarien vorbereitet sein." Wie eine Entlastung und weitere Maßnahmen gegen die Krise aussehen könnten, ist zwischen Union und SPD aber umstritten.

Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hat fast alle auch von Experten in den Raum geworfenen Vorschläge abgelehnt: einen Tankrabatt und eine Senkung der Kfz-Steuer genauso wie ein Tempolimit zum Spritsparen und autofreie Sonntage, wie es sie während der Ölkrise der 1970er-Jahre gab.

Die von Reiche befürwortete Erhöhung der Pendlerpauschale dagegen findet die SPD nicht zielführend. Sie bringe den Bürgern erst mit der Steuererklärung im Jahr 2027 Entlastung, kritisierte der Koalitionspartner.

Der Erste Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Fraktion, Dirk Wiese, griff Reiche scharf an. Er habe ehrlicherweise manchmal den Eindruck, Katherina Reiche lasse hier die Bürgerinnen und Bürger im Stich, sagte Wiese. Sie komme nicht ins Handeln und in den Krisenmodus. Stattdessen sei es Klingbeil, der die Debatte über Entlastungen und eine Deckelung der Spritpreise voranbringe.

SPD will Preisdeckel

Die SPD dringt vor allem auf einen flexiblen Spritpreisdeckel nach Luxemburger Vorbild. "Auch direkte Entlastungen sind weiterhin auf dem Tisch - wir erwarten die Ergebnisse der Prüfaufträge aus den Ministerien und werden dann ein wirksames und gerechtes Maßnahmenpaket schnüren", kündigte Zorn an.

Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies betonte: "Ich habe eine klare Erwartung an die Mineralölkonzerne und die Tankstellenbetreiber: So wie sie die Spritpreise mit Beginn des Iran-Kriegs stark angehoben haben, müssen sie sie mit der Waffenruhe nun auch wieder senken", sagte der SPD-Politiker. "Jetzt muss Schluss sein mit der Abzocke an den Zapfsäulen. Die Spritpreise müssen runter, und zwar spürbar und zügig."

Auch weitere Maßnahmen zur Entlastung beim Spritpreis hält Lies für wichtig. Ein Preisdeckel, wie es ihn in Luxemburg gebe, habe für ihn dabei Vorrang. Aber auch über eine Übergewinnsteuer müsse man diskutieren.

DIW-Chef Marcel Fratzscher sieht ebenfalls weiter Handlungsbedarf. "Die wirtschaftlichen Schäden sind bereits jetzt erheblich, und auch die stark verflochtene deutsche Volkswirtschaft wird die Folgen deutlich zu spüren bekommen", erklärte er.

Fratzscher plädiert für Direktzahlungen statt steuerlicher Maßnahmen. Letztere seien wenig treffsicher und sozial unausgewogen, weil sie vor allem höhere Einkommen begünstigten. Ein Tempolimit oder autofreie Sonntage könnten zusätzlich Anreize setzen, den Verbrauch fossiler Energieträger zu senken./tam/DP/men

08.04.2026 | 14:47:25 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Koalition: Energiepreis-Entlastungen trotz Waffenruhe nötig
08.04.2026 | 14:46:04 (dpa-AFX)
EQS-DD: Deutsche Post AG (deutsch)
08.04.2026 | 14:43:08 (dpa-AFX)
EQS-DD: Deutsche Post AG (deutsch)
08.04.2026 | 14:24:23 (dpa-AFX)
Regierung sieht keine schnelle Entwarnung bei Spritpreisen
08.04.2026 | 13:47:34 (dpa-AFX)
Fluglinie Delta wagt keine Jahresprognose - Treibstoff dürfte an Gewinn zehren
08.04.2026 | 13:32:54 (dpa-AFX)
EQS-DD: CTS Eventim AG & Co. KGaA (deutsch)

Berichte

  • Börsenbericht
    08.04.2026

    60 Sekunden Wirtschaft am 08.04.2026

    USA und Iran einigen sich auf eine Waffenruhe - Auftragseingang in der Industrie legt im Februar nur leicht zu - Deutsche Beschäftigte etwas zufriedener mit ihrem Leben

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  • TraderDaily
    08.04.2026

    Verkaufssignale bremsen Aufwärtserholung!

    Unterstützung bei 22.670 Punkten!

    Der DAX präsentierte sich nach der feiertagsbedingten Osterpause am gestrigen Dienstag insgesamt gut behauptet. Nach zunächst gut behaupteter Eröffnung drückten steigende Ölpreise den DAX im weiteren Tagesverlauf etwas deutlicher in die..

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    31.03.2026

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    Die Märkte sind aktuell geprägt von erhöhter Volatilität und schnellen Richtungswechseln – eine Herausforderung, aber gleichzeitig eine Chance für aktive Trader. Im Webinar am kommenden Montag analysiert der Profi Ingmar Königshofen die aktuelle Marktsituation und wirft gemeinsam mit den..

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Termine

Datum Terminart Information Information
08.04.2026 Ordentliche Hauptversammlung Ahold Delhaize N.V.: AGM Ahold Delhaize N.V.: AGM
08.04.2026 Bericht zum 4. Quartal Constellation Brands Inc.: Q4 FY2026 Earnings Constellation Brands Inc.: Q4 FY2026 Earnings
08.04.2026 Veröffentlichung des Halbjahresberichtes DOF Group ASA: Annual Report DOF Group ASA: Annual Report
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08.04.2026 Veröffentlichung des Jahresberichtes R&S Group Holding AG: 2025 full-year results R&S Group Holding AG: 2025 full-year results
08.04.2026 Ordentliche Hauptversammlung BVZ Holding AG: Generalversammlung BVZ Holding AG: Generalversammlung
08.04.2026 Ordentliche Hauptversammlung Mobilezone AG: Generalversammlung Mobilezone AG: Generalversammlung
08.04.2026 Ordentliche Hauptversammlung PolyPeptide Group: General Meeting PolyPeptide Group: General Meeting
08.04.2026 Ordentliche Hauptversammlung Vestas Wind Systems A/S: Annual General Meeting Vestas Wind Systems A/S: Annual General Meeting
08.04.2026 Ordentliche Hauptversammlung Volvo AB: Annual General Meeting Volvo AB: Annual General Meeting
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08.04.2026 Dividendenzahlung Stora Enso Oyj: dividend payment Stora Enso Oyj: dividend payment
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