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News

04.09.2026 | 22:31:37 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Dow gibt nach - Jobbericht weckt Zinssorgen

NEW YORK (dpa-AFX) - Nach den Kursgewinnen vom Donnerstag haben die Anleger an den US-Börsen zum Wochenschluss vorsichtiger agiert. Die wichtigsten Aktienindizes gaben am Freitag überwiegend leicht nach. Im Fokus stand der Arbeitsmarktbericht für den Monat August. Demnach ist die Beschäftigung in den USA unerwartet deutlich gestiegen. Dies weckte am Markt wieder Sorgen, dass die Notenbank die Leitzinsen bald anheben könnte.

Der Dow Jones Industrial <US2605661048> fiel um 0,51 Prozent auf 53.414,25 Punkte. Am Donnerstag hatten noch Aussagen des Notenbankmitglieds Christopher Waller die Hoffnung auf eine ausbleibende Leitzinserhöhung in diesem Monat geweckt und die Börsen entsprechend angetrieben. Auf Wochensicht ergibt sich nunmehr für den US-Leitindex ein Minus in Höhe von 0,27 Prozent.

Der marktbreite S&P 500 <US78378X1072> verlor am Freitag 0,38 Prozent auf 7.718,60 Zähler. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 <US6311011026> hingegen legte um 0,21 Prozent auf 29.544,15 Punkte zu.

Marktexperte Ralf Umlauf von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) bescheinigt den USA einen "soliden Arbeitsmarkt". Im August sei es zu einem ansehnlichen Stellenaufbau gekommen, und die mittlere Markterwartung wurde klar übertroffen, so der Analyst. Die Erwartungen an eine Zinserhöhung durch die Fed dürften wieder angeheizt werden. Höhere Zinsen aber verringern die Attraktivität von Aktien gegenüber festverzinslichen Wertpapieren.

Für Zurückhaltung bei den Anlegern sorgte vor dem feiertagsbedingt langen Wochenende in den USA auch der Iran-Krieg. "In den vergangenen Handelswochen kamen die negativen Impulse aus der geopolitischen Gemengelage oft über die Wochenenden und stellten die Investoren montags vor vollendete Tatsachen", schrieb Marktstratege Andreas Lipkow vom Handelshaus CMC Markets.

Als Schlusslicht im S&P 500 knickten die Aktien von Lululemon <US5500211090> um mehr als 17 Prozent ein. Der Sportartikelhersteller hatte schwache Quartalszahlen vorgelegt und seine Jahresprognose gesenkt. Analyst Paul Lejuez von der Bank Citigroup hält die Entwicklung in China für die zentrale Enttäuschung bei dem Unternehmen.

Die Papiere von Adobe <US00724F1012> verloren 6,7 Prozent. Das Software-Unternehmen bekommt mit Anil Chakravarthy einen neuen Chef. Die Berufung von Chakravarthy habe viele überrascht, hieß es von Jefferies. Das Analysehaus selbst war davon ausgegangen, dass David Wadhwani, der Leiter des Kreativbereichs, die vernünftigere Wahl gewesen wäre. Dieser sei für drei Viertel des Umsatzes verantwortlich und genieße sowohl innerhalb als auch außerhalb von Adobe hohes Ansehen.

Nach ihrem Kurssprung am Vortag büßten die Aktien von Tesla <US88160R1014> nun knapp sechs Prozent ein. Die mit Spannung erwartete Präsentation des autonom fahrenden Robotaxis Cybercap hatte die Anleger nicht überzeugt. Das Event habe im Vergleich zu vorab bekannten Informationen wenig Neues geboten, schrieb Tom Narayan von der kanadischen Bank RBC. Kernfragen rund um den Preis, die Produktion und regulatorische Themen seien unbeantwortet geblieben.

Ebenfalls nicht gut gelitten waren bei den Anlegern die Anteilsscheine der Kreditauskunfteien Equifax <US2944291051> und Transunion <US89400J1079>, deren Kurse um jeweils rund sechs Prozent absackten. Der Direktor der US-Bundesbehörde für Wohnungsbaufinanzierung, Bill Pulte, hatte erneut Kritik an den Unternehmen geäußert. Diese würden den Amerikanern überhöhte Gebühren berechnen./la/stw

--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---

04.09.2026 | 22:25:06 (dpa-AFX)
Aktien New York Schluss: Dow gibt nach - Zinssorgen sind nach Jobbericht zurück
04.09.2026 | 20:55:27 (dpa-AFX)
GESAMT-ROUNDUP 4/Umbauplan für VW: Durchbruch oder Spiel auf Zeit?
04.09.2026 | 20:08:30 (dpa-AFX)
Aktien New York: Dow gibt nach - Zinssorgen nach Jobbericht wieder im Fokus
04.09.2026 | 18:51:53 (dpa-AFX)
AKTIEN IM FOKUS 2: Gewinnwarnung von Lululemon belastet auch Adidas und Puma
04.09.2026 | 18:49:32 (dpa-AFX)
AKTIE IM FOKUS 2: Einigung auf Sparplan treibt Volkswagen an die Dax-Spitze
04.09.2026 | 18:43:59 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Anleger halten vor dem Wochenende die Füße still
04.09.2026 | 20:55:27 (dpa-AFX)
GESAMT-ROUNDUP 4/Umbauplan für VW: Durchbruch oder Spiel auf Zeit?

(neu: achter Absatz konkretisiert, Schlusskurs)

WOLFSBURG (dpa-AFX) - Am Donnerstagabend um 20.30 Uhr wird bekannt, was viele Beobachter nicht mehr für möglich gehalten haben: Die 20 Aufsichtsräte von Volkswagen <DE0007664039> billigen nach wochenlangem Ringen einen umfassenden Plan für die Zukunft des Konzerns. Einer der Gewinner an diesem Abend heißt sicher Oliver Blume. Der Vorstandschef hat nun das Mandat für das "strategisch tiefgreifendste Transformationsprogramm" in der VW-Geschichte. An der Börse kamen die Neuigkeiten gut an.

Die VW-Vorzugsaktien gewannen am Freitag zeitweise fast zehn Prozent an Wert und gingen am Abend noch mit einem Plus von 6,5 Prozent als stärkster Titel im Dax <DE0008469008> aus dem Handel. Im Vergleich zum Jahreswechsel haben sie jedoch noch mehr als ein Fünftel eingebüßt.

Manche Branchenexperten werteten die Einigung als Durchbruch, die Aktie gewann am Tag danach deutlich. Aber: Der Zukunftsplan steckt vor allem den Rahmen für den Konzernumbau ab - viele konfliktträchtige Entscheidungen stehen noch aus. Vier Erkenntnisse nach einem denkwürdigen Abend:

Einigkeit über den Handlungsbedarf

Der Reformbedarf bei Europas größtem Autobauer ist inzwischen weitgehend Konsens. Der Vorstand, die Eigentümer um die Großaktionärsfamilien Porsche und Piëch, das Land Niedersachsen und die Arbeitnehmer stritten zum Schluss nicht mehr grundsätzlich darüber, dass Volkswagen Kosten senken, Strukturen vereinfachen und profitabler werden muss. Ungeklärt war aber, wie schnell und tiefgreifend der Umbau kommt - und insbesondere, wer die Lasten trägt.

Im Juli waren die Sparpläne noch durchgefallen. Es folgte eine wochenlange Auseinandersetzung - samt einer Reihe von Betriebsversammlungen. Vor der neuerlichen Sitzung der Kontrolleure, die eigentlich für Freitag angesetzt war, standen alle Zeichen auf Sturm. Berichten zufolge soll sich das Management sogar darauf vorbereitet haben, bei einer Ablehnung eine außerordentliche Hauptversammlung einzuberufen. Doch dazu kam es nicht. Weitreichende Kompromisse sind also noch möglich im VW-Kosmos.

Die Arbeitnehmerseite wertete den Beschluss als Deeskalation. Man habe den Weg für tragfähige Lösungen geebnet. IG-Metall-Chefin Christiane Benner und VW-Betriebsratschefin Daniela Cavallo sparten aber auch nicht an Kritik: "Der Konfrontationskurs und die Kommunikation des Vorstands in den vergangenen Wochen waren nicht zielführend", hieß es in einer gemeinsamen Erklärung.

Beides habe konzernweit in der Belegschaft zu großer Verunsicherung geführt. Die Arbeit fange jetzt aber erst an: "Wir erwarten, dass der Vorstand auf der Grundlage des (...) Kompromisses nun seine Hausaufgaben erledigt und zügig Ergebnisse vorlegt."

50.000 Stellen eröffnen den nächsten Konflikt

Volkswagen machen unter anderem die gesunkene Nachfrage nach Autos und die Konkurrenz chinesischer Autobauer zu schaffen. Um künftig noch mithalten zu können, "ist eine konsequente Anpassung der Personalkapazitäten an die wirtschaftliche Realität unabdingbar". Deshalb gab der Aufsichtsrat grünes Licht für den Abbau von weiteren 50.000 Stellen weltweit. Konzernchef Blume rechnete zuletzt damit, dass davon etwa die Hälfte auf Deutschland entfällt.

Bei der Zahl handelt es sich zwar weiterhin um eine Rechengröße - abgeleitet von den einzusparenden Kosten. Die Größenordnung untermauert aber, wie prekär die Lage bei Volkswagen ist. Denn der Stellenabbau kommt zu den bereits vereinbarten Einsparungen hinzu. Bis 2030 sollen konzernweit gut 50.000 Stellen in Deutschland wegfallen - davon allein 35.000 Jobs bei der Kernmarke, der Rest bei Töchtern wie Audi und Porsche. Mehrere Zehntausend Beschäftigte haben bereits entsprechende Vereinbarungen unterschrieben.

Die Einzelheiten des Abbauprogramms sind noch offen - und müssen erst mit Betriebsrat und Gewerkschaften ausgehandelt werden. Anzunehmen ist, dass der Abbau den Konzern viel Geld kosten wird. Die Gespräche sollen zügig aufgenommen werden. Bisher setzt der Autobauer vor allem auf Altersteilzeit und Abfindungen. Betriebsbedingte Kündigungen sind bei VW bis 2030 ausgeschlossen, bei Töchtern teils länger. Ende 2025 beschäftigte der Konzern weltweit knapp 663.000 Menschen, davon etwa 284.000 in Deutschland.

Vier Werke bleiben in der Warteschleife

Besonders groß war die Verunsicherung in den vergangenen Wochen an vier Standorten des VW-Konzerns in Deutschland: Emden, Hannover, Zwickau und Neckarsulm (Audi). Daran dürfte sich auch nach dem Aufsichtsratsbeschluss nichts ändern. Die Aufseher haben demnach zur Kenntnis genommen, dass in Europa eine Produktionsüberkapazität von 500.000 Fahrzeugen besteht und für die vier Werke aktuell keine wettbewerbsfähige Folgebelegung - gestaffelt ab den Jahren 2031 bis 2034 - gewährleistet werden kann.

Die vom Vorstand nach Konzernkreisen präferierten Schließungen der Werke sind damit zwar nicht besiegelt. Die Lösungssuche dürfte aber kompliziert werden. Denn selbst die Arbeitnehmervertreter erkennen an: "Die Kostennachteile sind vorhanden und bisher noch derart groß, dass in anderen Unternehmen gar keine Debatte mehr über einen Fortbestand geführt werden würde." Bei VW bleibe die Tür dafür nun aber geöffnet. Sollte sie in nächster Zeit doch noch geschlossen werden, dürfte das nicht ohne großen Knall geschehen.

Wie es mit den Werken weitergeht, dürfte bis Ende Juni 2027 feststehen: Bis dahin soll für alle Produktionen in Europa ein Konzept für eine wettbewerbsfähige Struktur erarbeitet werden. Für die vier angezählten Standorte in Deutschland sollen parallel und ergänzend "alternative Verwendungsmöglichkeiten geprüft" werden. Im Gespräch war zuletzt, Werke zeitweise für die Rüstungsproduktion zu nutzen, und auch der Bau chinesischer VW-Modelle in Deutschland.

Der Konzernumbau ist vertagt - aber wohl nicht beerdigt

Zu den umstrittensten Ideen des Vorstands gehörte Medienberichten zufolge die Ausgliederung der Kernmarke VW und der Sparte, die für die Fertigung von Auto-Komponenten zuständig ist. Aus Sicht von Benner und Cavallo sind diese Vorschläge vom Tisch. Wie Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies (SPD) sahen sie darin einen Angriff auf die Mitbestimmungsstrukturen. Dieser sei abgewehrt worden. Das Land hält 20 Prozent an Volkswagen und hat dadurch maßgeblichen Einfluss auf wichtige Entscheidungen.

Beerdigt ist die Idee einer grundlegenden Neuordnung des Konzerns damit aber nicht. Denn der Aufsichtsrat hat den Vorstand beauftragt, ein Modell für "eine fortentwickelte Entscheidungs- und Konzernstruktur des Volkswagen-Konzerns zu entwickeln". Das Thema dürfte damit wieder schneller auf der Agenda landen, als vielen Akteuren lieb ist./jwe/DP/stw

04.09.2026 | 18:30:35 (dpa-AFX)
EQS-Stimmrechte: JOST Werke SE (deutsch)
04.09.2026 | 17:45:37 (dpa-AFX)
EQS-Stimmrechte: flatexDEGIRO SE (deutsch)
04.09.2026 | 17:45:35 (dpa-AFX)
EQS-Stimmrechte: flatexDEGIRO SE (deutsch)
04.09.2026 | 17:45:20 (dpa-AFX)
EQS-Adhoc: AICONIQ AG: Umfirmierung, Sachkapitalerhöhung zum Erwerb der AICONIQ Solutions GmbH und Vorstandswechsel (deutsch)
04.09.2026 | 17:35:03 (dpa-AFX)
ANALYSE-FLASH: RBC belässt Tesla auf 'Outperform' - Ziel 480 Dollar
04.09.2026 | 17:25:57 (dpa-AFX)
EQS-DD: Carl Zeiss Meditec AG (deutsch)

Berichte

  • Börsenbericht
    04.09.2026

    Volkswagen hält erstmal an deutschen Werken fest, Dax mit Wochenverlust

    Großes Thema an der Börse ist die Bekanntgabe des Volkswagen-Aufsichtsrats. Die sorgt für einen Kurssprung bei der Vorzugsaktie. Der Dax selbst legt nur leicht zu und gibt auf Wochensicht klar nach.

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  • TraderDaily
    04.09.2026

    Konsolidierung als Basis für die Trendfortsetzung

    Hürde notiert bei 26.251 Punkten

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    Die befürchteten Enttäuschungen bei den Quartalszahlen sind bislang ausgeblieben. Dadurch konnte der DAX auch in der saisonal eher schwachen Phase zulegen. Sollten sich zudem die Energiepreise weiter entspannen, könnte dies den Aktienmärkten zusätzlichen Auftrieb geben. Im Webinar analysieren..

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Datum Terminart Information Information
06.09.2026 Geschäftsklimaindex Japan: Geschäftsklimaindex vorläufige Zahlen Juli 2026 Japan: Geschäftsklimaindex vorläufige Zahlen Juli 2026
07.09.2026 Veröffentlichung des Halbjahresberichtes Burkhalter Holding AG: Halbesjahresergebnis Burkhalter Holding AG: Halbesjahresergebnis
07.09.2026 Veröffentlichung des Halbjahresberichtes Temenos Group AG: 2026 interim report Temenos Group AG: 2026 interim report
07.09.2026 Produktionsindex Deutschland: Produktionsindex Juli 2026 Deutschland: Produktionsindex Juli 2026
07.09.2026 Kein Handel an der Börse Kanada: Börse geschlossen (Labour Day) Kanada: Börse geschlossen (Labour Day)
07.09.2026 Kein Handel an der Börse USA: Börse geschlossen (Labor Day) USA: Börse geschlossen (Labor Day)
08.09.2026 Ordentliche Hauptversammlung Logitech International SA: Annual General Meeting Logitech International SA: Annual General Meeting
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