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News

07.07.2026 | 08:35:20 (dpa-AFX)
AKTIEN IM FOKUS: Chipwerte korrigieren weiter - Samsung fällt trotz Rekordgewinn

FRANKFURT (dpa-AFX) - Für Europas Halbleiterwerte zeichnet sich am Dienstag wieder ein schwieriger Tag ab. Eine deutliche Schwäche der KI-Werte am Morgen in Asien macht ihnen das Leben schwer. Der südkoreanische Leitindex Kospi, zuletzt zum Sinnbild der KI-Rally geworden, ging zwischenzeitlich mit minus 8 Prozent wieder in eine Handelsunterbrechung. Die Aktien von Samsung <KR7005930003> brachen nach der Veröffentlichung von Eckdaten zum zweiten Quartal sogar um zehn Prozent ein. Zuletzt dämmten beide allerdings ihre Verluste etwas ein.

Die Samsung-Resultate seien auf den ersten Blick zwar hervorragend gewesen, stellte Marktbeobachter Stephen Innes fest. Die Aktien seien aber "priced for perfection" - also mit derart hohen Ansprüchen der Investoren belegt, dass die Erwartungen kaum noch übertroffen werden konnten. Der "erste KI-Stresstest" habe nun nicht geklappt, denn die erhoffte "positive Überraschung on top" sei ausgeblieben.

Insgesamt verändere sich gerade die Erwartungshaltung, erklärte Innes. Nicht mehr die aktuelle starke KI-Nachfrage sei entscheidend, sondern ob das Tempo dynamisch genug bleibe, um die bereits hohen Bewertungen zu rechtfertigen.

Auch die Experten von Morgan Stanley konstatierte eine Veränderung in der KI-Landschaft, führte Innes weiter aus. Nicht mehr die Chip-Werte als Ausrüster der KI-Welle seien gefragt, sondern eher die sogenannten Hyperscaler - also die Betreiber riesiger Cloud-Rechenzentren.

Infineon <DE0006231004> schafften es am Morgen vorbörslich nur mit Mühe, ihr Xetra-Tief von Juni zu halten. Auf der Handelsplattform Tradegate dämmten sie ihren Kursverlust aber zuletzt auf etwa 3 Prozent gegenüber dem Xetra-Schluss ein. Die ebenfalls rege gehandelten Papiere von ASML <NL0010273215> verloren noch 3,5 Prozent gegenüber dem Euronext-Schluss. Die Niederländer sind als Spezialist für Lithografiesysteme Zulieferer der Chip-Branche. Unter Druck gerieten auch die Aktien von Anlagenbauern wie Aixtron und Suss Microtec, die 2026 bisher bärenstark gelaufen sind.

Im Fokus stehen auch weiterhin branchenfremde Werte, die beispielsweise vom Energiebedarf der Rechenzentren oder ihrem Bau profitieren. Zu nennen sind hier unter anderen Siemens Energy <DE000ENER6Y0> und Hochtief <DE0006070006>./ag/mis

07.07.2026 | 08:35:03 (dpa-AFX)
HINTERGRUND/Neue Regeln beim Elterngeld: Was plant Prien?
07.07.2026 | 08:24:10 (dpa-AFX)
Aktien Frankfurt Ausblick: Leichte Gewinnmitnahmen im Dax nach Rekordlauf
07.07.2026 | 08:04:37 (dpa-AFX)
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07.07.2026 | 07:34:51 (dpa-AFX)
dpa-AFX Börsentag auf einen Blick: Kleiner Rückschlag nach Rekordtagen
07.07.2026 | 07:24:12 (dpa-AFX)
DAX-FLASH: Kleiner Rückschlag nach drei Tagen mit Rekorden - Samsung enttäuscht
07.07.2026 | 06:00:04 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Angriff auf Tanker in der Straße von Hormus gemeldet
07.07.2026 | 08:36:54 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Münchner Start-up sammelt 411 Millionen für Fusionsreaktor

MÜNCHEN/GARCHING (dpa-AFX) - Das Start-up Proxima Fusion hat Hunderte Millionen Euro für den Bau eines Fusionsreaktors eingesammelt. In einer aktuellen Finanzierungsrunde, an der sich auch RWE <DE0007037129> und Google <US02079K1079> beteiligten, kamen 411 Millionen Euro zusammen, wie das Unternehmen mitteilte. Damit erfüllt Proxima Fusion die Bedingungen dafür, dass der Freistaat Bayern weitere 400 Millionen Euro zur Verfügung stellt, wie im Februar vereinbart wurde, und wird zum Unicorn (Einhorn) - einem Start-up mit einer Bewertung von mehr als einer Milliarde Euro.

Das Unternehmen will bis zum Ende der 2030er Jahre im fränkischen Gundremmingen einen kommerziellen Fusionsreaktor bauen, der tatsächlich Strom ins Netz leitet. Dazu soll bis Anfang der 2030er Jahre in Garching bei München der Demonstrationsreaktor "Alpha" entstehen. Alleine er wird mit zwei Milliarden Euro veranschlagt. Um diese aufzubringen, setzt das Unternehmen unter anderem auch auf Geld vom Bund: Man hoffe, dass die Ausschreibung für eine entsprechende Förderung im Herbst komme, sagte eine Sprecherin.

Schon jetzt werden Teile für Alpha gefertigt. Der erste Magnet soll Ende nächsten Jahres fertiggestellt werden. Die jetzt eingeholten Mittel fließen ebenfalls in den Bau, die Erweiterung von Entwicklungs- und Fertigungskapazitäten sowie die Weiterentwicklung zentraler Technologien.

Komplex aufgebaute Magnetspulen

Nachdem die Fusionsforschung lange eine Domäne von Staaten und Staatengemeinschaften war, versucht inzwischen eine größere Zahl von Start-ups, mit verschiedenen Ansätzen Fusionsreaktoren zu bauen. Neben dem klassischen Konzept, heißes Plasma mit Magnetfeldern einzuschließen, gibt es unter anderem auch den Ansatz, Laser zur Zündung einzusetzen.

Proxima Fusion setzt auf Magnetfelder - allerdings in einer speziellen Form: Der Reaktor soll ein sogenannter Stellarator werden. Anders als beim verbreiteteren Tokamak, dessen Form einem Donut ähnelt, sorgen dabei komplex aufgebaute Magnetspulen dafür, dass sich das eingeschlossene Plasma verzwirbelt. Das erleichtert einen Dauerbetrieb des Reaktors, ist allerdings schwieriger zu konstruieren und zu bauen.

Das Start-up setzt dabei darauf, dass neue Fertigungstechniken und Materialien den Aufbau möglich machen. Gerade in Deutschland gebe es dafür hohe Kompetenz und mit dem Wendelstein-Programm des Max-Planck-Instituts für Plasmaphysik auch bereits Erfahrung, heißt es. Aus ebendiesem Institut ist Proxima Fusion als Spin-out entstanden.

Jetzt ein Einhorn

Mit der aktuellen Finanzierungsrunde wird Proxima Fusion nach eigenen Angaben nun mit mehr als 2,4 Milliarden Euro bewertet. Das sichert dem Unternehmen einen Platz unter den Unicorns (Einhörnern) - so nennt man Start-ups, die eine Bewertung von mehr als einer Milliarde erreichen.

"Diese Finanzierung zeigt, dass Deutschland und Europa in der Lage sind, internationales Kapital für strategische Zukunftstechnologien zu mobilisieren", sagt Francesco Sciortino, Mitgründer und Chef von Proxima Fusion. "Die internationale Investorengemeinschaft hat ein starkes Signal gesendet: Sie vertraut nicht nur auf die wissenschaftliche Exzellenz Europas, sondern auch auf unsere Fähigkeit, daraus weltweit wettbewerbsfähige Industrieunternehmen aufzubauen."

Die Fusionstechnologie habe das Potenzial "eine ähnliche wirtschaftliche Bedeutung zu erlangen wie einst die Automobilindustrie", wirbt er. In Deutschland könne sie zu einer neuen Schlüsselindustrie werden.

Internationale Konkurrenz

Angesichts der Konkurrenz - in den USA und China sind bereits Milliarden in Fusions-Start-ups geflossen - ist allerdings alles andere als sicher, dass sich Proxima Fusion durchsetzen wird. Zudem jagen Wissenschaftler der Fusion bereits seit vielen Jahrzehnten hinterher und manchen gilt sie inzwischen als Sackgasse, anderen weiter als große Hoffnung. Bei der Stellarator-Technologie sieht sich das Münchner Unternehmen selbst momentan in der Spitzenposition.

Fusionsenergie basiert auf dem Prozess der Verschmelzung ("Fusion") von Atomkernen. In der Sonne und anderen Sternen liefert dieser Prozess die abgestrahlte Energie. Fusionsenergie gilt als sauberer als Kernspaltung, zudem gibt es dabei, anders als bei fossilen Kraftwerken, keinen direkten CO2-Ausstoß./ruc/DP/mis

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Nordex erhält Aufträge über 700 Megawatt aus Deutschland
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ANALYSE-FLASH: Jefferies hebt Ziel für Knorr-Bremse auf 125 Euro - 'Buy'
07.07.2026 | 07:00:23 (dpa-AFX)
EQS-Adhoc: Cembra vereinfacht Führungsstruktur (deutsch)

Berichte

  • Börsenbericht
    07.07.2026

    Nächster Dax-Rekord bei 25.900 Punkten, SpaceX ab heute im Nasdaq-100

    Die Aktie von SpaceX ist ab heute im Nasdaq-100 gelistet. Der Index hat den Montag im Plus geschlossen. So auch der Dax. Nach einem neuen Rekord erwarten die Marktexprten für heute erstmal Verluste.

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  • TraderDaily
    07.07.2026

    Aufwärtstrend klettert am Bollinger-Band empor!

    Hürde liegt bei 26.000 Punkten

    Der DAX befindet sich in einem langfristigen Aufwärtstrend. Dieser Trend konnte an den letzten drei Handelstagen durch eine beschleunigte Aufwärtsdynamik bis auf neue Höchststände steigen. Zugleich ist der Index dabei bis in den überkauften..

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  • Webinar - Trading für Berufstätige
    30.06.2026

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    Gold als sicherer Hafen, Silber im Spannungsfeld zwischen Industrie und Investment, Kupfer als Gradmesser der globalen Konjunktur – die Rohstoffmärkte stehen derzeit vor entscheidenden Weichenstellungen. Doch was treibt die Preise aktuell wirklich? Wie wirken sich Inflation, Zinsen und..

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Termine

Datum Terminart Information Information
07.07.2026 Ordentliche Hauptversammlung Delticom AG: Hauptversammlung Delticom AG: Hauptversammlung
07.07.2026 Ordentliche Hauptversammlung Inditex S.A.: Annual General Meeting - first call Inditex S.A.: Annual General Meeting - first call
07.07.2026 Ordentliche Hauptversammlung InTiCa Systems AG: Hauptversammlung InTiCa Systems AG: Hauptversammlung
07.07.2026 Ordentliche Hauptversammlung Marks & Spencer Group PLC: Annual General Meeting Marks & Spencer Group PLC: Annual General Meeting
07.07.2026 Produktionsindex Deutschland: Produktionsindex Mai 2026 Deutschland: Produktionsindex Mai 2026
07.07.2026 Außenhandelsvolumina Frankreich: Außenhandel Mai 2026 Frankreich: Außenhandel Mai 2026
07.07.2026 Inflationsrate Niederlande: Inflationsrate Juni 2026 Niederlande: Inflationsrate Juni 2026
08.07.2026 Veröffentlichung des Halbjahresberichtes Industrivärden: Interim Report January-June Industrivärden: Interim Report January-June
08.07.2026 Ordentliche Hauptversammlung Fabasoft AG: Hauptversammlung Fabasoft AG: Hauptversammlung
08.07.2026 Ordentliche Hauptversammlung Inditex S.A.: Annual General Meeting - second call Inditex S.A.: Annual General Meeting - second call
08.07.2026 Zwischendividende Zahltag Eastman Chemical Company: Dividend Payment Eastman Chemical Company: Dividend Payment
08.07.2026 Zahlungsbilanz Frankreich: Zahlungsbilanz Mai 2023 Frankreich: Zahlungsbilanz Mai 2023
08.07.2026 Großhandelsumsätze USA: Großhandelsumsätze Mai 2026 USA: Großhandelsumsätze Mai 2026
09.07.2026 Veröffentlichung des Halbjahresberichtes Banque Cantonale du Jura: Halbjahresbericht 2026 Banque Cantonale du Jura: Halbjahresbericht 2026

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