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Open-End Faktor-Optionsschein 15x long mit Knock-Out: Mercedes-Benz Group

DN5UW7 / DE000DN5UW70 //
Quelle: DZ BANK: Geld 09.10., Brief 09.10.
DN5UW7 DE000DN5UW70 // Quelle: DZ BANK: Geld 09.10., Brief 09.10.
1,61 EUR
Geld in EUR
1,67 EUR
Brief in EUR
--
Diff. Vortag in %
Basiswertkurs: 39,590 EUR
Quelle : Xetra , 09.10.
  • Reset-Schwelle 37,4785 EUR
  • Abstand zur Reset-Schwelle in % 5,33%
  • Knock-Out-Barriere 37,3342 EUR
  • Faktor 15,00x
  • Kurs-Schwelle 47,508 EUR
  • Bezugsverhältnis 0,529133
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Hinweis der DZ BANK:

Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.

Gemäß Allgemeinverfügung BaFin nach Art. 42 MiFIR und § 15 Absatz 1 Satz 2 WpHG in Verbindung mit Art. 42 MiFIR betreffend Turbo-Zertifikate vom 15.10.2025

Chart

Open-End Faktor-Optionsschein 15x long mit Knock-Out: Mercedes-Benz Group

  • Intraday
  • 1W
  • 1M
  • 3M
  • 6M
  • 1J
  • 2J
  • 5J
  • Max
Quelle: DZ BANK AG, Frankfurt: 09.10. 21:58:08
Charts zeigen die Wertentwicklungen der Vergangenheit. Zukünftige Ergebnisse können sowohl niedriger als auch höher ausfallen. Falls Kurse in Fremdwährung notieren, kann die Rendite infolge von Währungsschwankungen steigen oder fallen. © 2026 DZ BANK AG

Stammdaten

Stammdaten
WKN / ISIN DN5UW7 / DE000DN5UW70
Emittent DZ BANK AG
Produktstruktur Hebelprodukt
Kategorie Faktor-Optionsschein
Produkttyp long (steigende Markterwartung)
Währung des Produktes EUR
Quanto Nein
Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 0,529133
Ausübung Bermuda
Emissionsdatum 22.09.2026
Erster Handelstag 22.09.2026
Letzter Handelstag Endlos
Handelszeiten 08:00 - 22:00 Hinweise zur Kursstellung
Knock-Out-Zeiten Übersicht
Letzter Bewertungstag Endlos
Zahltag Endlos
Fälligkeitsdatum N/A
Basispreis 36,9562 EUR
Reset-Preis 39,59 EUR
Reset-Schwelle 37,4785 EUR
Kurs-Schwelle 47,508 EUR
Knock-Out-Barriere bezogen auf den Inneren Wert 0,20 EUR
Knock-Out bei Basiswert Kurs 37,3342 EUR
Knock-Out-Barriere erreicht Nein
Knock-Out-Barriere erreicht am --
Anpassungsprozentsatz p.a. 5,43400% p.a.
enthält: Bereinigungsfaktor 3,00%
Anpassungshistorie
ZeitpunktReset-PreisBasispreis
09.10.202639,59 EUR36,9562 EUR
08.10.202639,025 EUR36,4288 EUR
07.10.202639,83 EUR37,1803 EUR
06.10.202640,70 EUR37,9924 EUR
05.10.202640,20 EUR37,537 EUR
02.10.202639,725 EUR37,0823 EUR
01.10.202640,06 EUR37,395 EUR
30.09.202640,595 EUR37,8944 EUR
29.09.202640,665 EUR37,9598 EUR
28.09.202641,43 EUR38,6856 EUR
25.09.202641,285 EUR38,5385 EUR
24.09.202641,245 EUR38,5012 EUR
23.09.202642,105 EUR39,304 EUR
22.09.202643,47 EUR40,5782 EUR
21.09.202643,665 EUR40,754 EUR

* = außerordentlicher Reset

Kennzahlen

Kennzahlen
Berechnung: 09.10.2026, 21:58:08 Uhr mit Geld 1,61 EUR / Brief 1,67 EUR
Spread Absolut 0,06 EUR
Spread Homogenisiert 0,113393 EUR
Spread in % des Briefkurses 3,59%
Faktor 15,00x
Abstand zur Reset-Schwelle absolut 2,1115 EUR
Abstand zur Reset-Schwelle in % 5,33%
Abstand zur Kurs-Schwelle absolut 0,00 EUR
Abstand zur Kurs-Schwelle in % 0,00%
Abstand zum Knock-Out bei Basiswert Kurs absolut 2,2558 EUR
Abstand zum Knock-Out bei Basiswert Kurs in % 5,70%
Performance seit Auflegung in % -84,20%

Basiswert

Basiswert
Kurs 39,590 EUR
Diff. Vortag in % 1,45%
52 Wochen Tief 38,890 EUR
52 Wochen Hoch 62,34 EUR
Quelle Xetra, 09.10.
Basiswert Mercedes-Benz Group AG
WKN / ISIN 710000 / DE0007100000
KGV --
Produkttyp Aktie
Sektor Kraftfahrzeugindustrie

Produktbeschreibung

Art:
Dieses Produkt ist eine Inhaberschuldverschreibung nach deutschem Recht.

Laufzeit:
Dieses Produkt hat keine feste Laufzeit. Es kann jedoch durch den Anleger ausgeübt oder durch die DZ BANK gekündigt werden. Zudem endet die Laufzeit des Produkts automatisch, sobald ein Knock-out-Ereignis eintritt.

Ziele:
Ziel dieses Produkts ist es, Ihnen einen bestimmten Anspruch zu vorab festgelegten Bedingungen zu gewähren. Es bietet eine überproportionale (gehebelte) Partizipation sowohl an Kursanstiegen als auch an Kursrückgängen des Basiswerts. Das Produkt ist mit einem Faktor von 15 ausgestattet. Dieser Faktor beschreibt die Hebelwirkung, die durch die regelmäßige Anpassung verschiedener Produktparameter wieder auf 15 bereinigt um u.a. etwaige Kosten gesetzt wird.

Grundsätzlich wird an jedem Üblichen Handelstag, an dem auch die Frankfurter Wertpapierbörse für ihren allgemeinen Geschäftsbetrieb geöffnet hat, der Basispreis und das Bezugsverhältnis (maßgebliche Parameter für den Inneren Wert des Produkts) in Abhängigkeit des festgestellten Schlusskurs des Basiswerts an der Maßgeblichen Börse (Reset-Preis) angepasst (Anpassung nach einem Ordentlichen Reset). Hierbei werden Finanzierungskosten über einen spezifischen Marktzins sowie Kosten im Zusammenhang mit dem Produkt zzgl. einer Marge für die DZ BANK durch den Bereinigungsfaktor wertmindernd berücksichtigt. Unter besonderen in den Produktbedingungen definierten Umständen kann der Ordentliche Reset entfallen.

Darüber hinaus kann es bei einem starken Kursrückgang des Basiswerts, d.h. wenn ein Beobachtungspreis auf oder unterhalb der sogenannten Reset-Schwelle notiert, zu einer außerordentlichen untertägigen Anpassung des Basispreises und des Bezugsverhältnisses in Abhängigkeit des innerhalb einer in den Produktbedingungen definierten Bewertungsfrist ermittelten niedrigsten Kurses des Basiswerts an der Maßgeblichen Börse (Reset-Preis-AO) kommen. Die untertägige Anpassung zielt darauf ab, das Risiko eines negativen Inneren Werts des Produkts zu vermeiden. Dieser Mechanismus kann jedoch einen Totalverlust oder einen einem Totalverlust nahekommenden Wertverlust des Produkts nicht verhindern.

Eine Anpassung verschiedener Produktparameter erfolgt grundsätzlich auch, um Dividendenzahlungen (bereinigt um etwaige Steuern) im Basiswert im Produkt zu berücksichtigen.

Aufgrund seiner Hebelwirkung reagiert das Produkt auf kleinste Bewegungen des Basiswerts. Ein fallender Kurs des Basiswerts kann den Wert des Produkts erheblich verringern. Daraus resultierende Verluste werden ggf. auch bei anschließenden steigenden Kursen des Basiswerts auf das vorherige Niveau nicht vollständig kompensiert.

Einlösung durch den Anleger oder Kündigung durch die DZ BANK:

Sie sind berechtigt, das Produkt zu in den Produktbedingungen festgelegten Terminen (erstmals zum 01.10.2026) einzulösen. Die Einlösung erfolgt, indem Sie mindestens fünf Bankarbeitstage vor dem jeweiligen Einlösungstermin bis 10:00 Uhr (Ortszeit Frankfurt am Main) eine Einlösungserklärung in Textform an die DZ BANK schicken und die einzulösenden Produkte bei der DZ BANK eingegangen sind. Darüber hinaus hat die DZ BANK das Recht, die WKN insgesamt, jedoch nicht teilweise, zu in den Produktbedingungen festgelegten Terminen (erstmals zum 01.10.2026) ordentlich zu kündigen. Die ordentliche Kündigung durch die DZ BANK ist mindestens fünf Bankarbeitstage vor dem jeweiligen ordentlichen Kündigungstermin zu veröffentlichen.

Nach frist- und formgerechter Einlösung durch Sie oder Kündigung durch die DZ BANK und sofern nicht zuvor ein Knock-out-Ereignis eingetreten ist, entspricht der Rückzahlungsbetrag am Rückzahlungstermin pro Produkt der Differenz aus dem Referenzpreis und dem zum Zeitpunkt des Referenzpreises maßgeblichen Basispreis, welche mit dem zum Zeitpunkt des Referenzpreises maßgeblichen Bezugsverhältnis multipliziert wird: ((Referenzpreis – zuletzt angepasster Basispreis) x zuletzt angepasstes Bezugsverhältnis).

Automatische Beendigung des Produkts:

Das Produkt endet automatisch mit sofortiger Wirkung, wenn eines der in den Produktbedingungen definierten Ereignissen eintritt (Knock-out-Ereignis). Maßgeblich für ein Knock-out-Ereignis ist der Innere Wert des Produkts. Dieser entspricht der mit dem zum Zeitpunkt der jeweiligen Berechnung geltenden Bezugsverhältnis multiplizierten Differenz aus dem Beobachtungspreis und dem zum Zeitpunkt der jeweiligen Berechnung geltenden Basispreis:
((Beobachtungspreis – Basispreis) x Bezugsverhältnis). Ein Knock-out-Ereignis tritt in den nachfolgend beschriebenen Fällen ein:

  1. Der Innere Wert ist einmal kleiner oder gleich null: In diesem Fall beträgt der Rückzahlungsbetrag am Rückzahlungstermin 0,001 EUR pro Produkt, wobei der Rückzahlungsbetrag, den die DZ BANK an Sie zahlt, aufsummiert für sämtliche von Ihnen gehaltenen Produkte der WKN DN5UW7 berechnet und kaufmännisch auf zwei Nachkommastellen gerundet wird. Soweit Sie weniger als zehn Produkte der WKN DN5UW7 halten, wird unabhängig von der Anzahl der Produkte der WKN DN5UW7, die Sie halten, ein Betrag in Höhe von 0,01 EUR gezahlt.

  2. Der Innere Wert ist einmal kleiner oder gleich 0,20 EUR und größer null:

a) Erfolgt dies anhand des Eröffnungskurses des Basiswerts an der Maßgeblichen Börse oder des Reset-Preises oder des Reset-Preises-AO als Beobachtungspreis, entspricht der Rückzahlungsbetrag am Rückzahlungstermin dem Inneren Wert zum Zeitpunkt des Knock-out-Ereignisses und wird kaufmännisch auf zwei Nachkommastellen gerundet. Ist der so ermittelte Rückzahlungsbetrag nicht positiv, beträgt der Rückzahlungsbetrag am Rückzahlungstermin 0,001 EUR pro Produkt, wobei der Rückzahlungsbetrag, den die DZ BANK an Sie zahlt, aufsummiert für sämtliche von Ihnen gehaltenen Produkte der WKN DN5UW7 berechnet und kaufmännisch auf zwei Nachkommastellen gerundet wird. Soweit Sie weniger als zehn Produkte der WKN DN5UW7 halten, wird unabhängig von der Anzahl der Produkte der WKN DN5UW7, die Sie halten, ein Betrag in Höhe von 0,01 EUR gezahlt.

b) Trifft a) nicht zu, so entspricht der Rückzahlungsbetrag am Rückzahlungstermin 0,20 EUR.

Sie erhalten keine sonstigen Erträge (z.B. Dividenden) und haben keine weiteren Ansprüche (z.B. Stimmrechte) aus dem Basiswert.

Analyse

Gesamteindruck
Einfach nutzbares Gesamtrating basierend auf einer fundamentalen, technischen und Risikoanalyse unter Einbezug von Branchen- und Marktumfeld.

Neutral

Gewinnprognose
Der Veränderungstrend der Gewinnprognosen über ein Zeitfenster von 7 Wochen. Aktuelle Aktienbewertungen ausgewählter Analysten finden Sie unter DPA-AFX ANALYSER.

Negative Analystenhaltung seit 09.10.2026

Kurs-Gewinn-Verhältnis
Das KGV setzt den aktuellen Kurs der Aktie ins Verhältnis zu seiner Gewinnerwartung. Es wird auf Basis der langfristigen Gewinnprognosen der Analysten errechnet.
5,6

Erwartetes KGV für 2028

Risiko-Bewertung
Gesamteinschätzung des Risikos auf Basis des Bear Market und des Bad News Factors.

Mittel

Bear-Market-Faktor
Risiko Parameter, der anhand des Titelverhaltens in sich abwärts bewegenden Märkten das Marktrisiko einer Aktie angibt.

Mittlere Anfälligkeit bei Indexrückgängen

Korrelation
Die Korrelation gibt an, inwieweit die Bewegungen der Aktie mit denen Ihres Indexes übereinstimmen.
47,5%

Mittelstarke Korrelation mit dem STOXX600

Marktkapitalisierung (Mrd. USD) 42,72 Grosser Marktwert Mit einer Marktkapitalisierung von >$8 Mrd., ist MERCEDES-BENZ GROUP N ein hoch kapitalisierter Titel.
Gewinnprognose Negative Analystenhaltung seit 09.10.2026 Die Gewinnerwartung der Analysten pro Aktie liegen heute niedriger als vor sieben Wochen. Dieser negative Trend hat am 09.10.2026 bei einem Kurs von 39,59 eingesetzt.
Preis Leicht unterbewertet, gemäss theScreener Auf Basis des Wachstumspotentials und eigener Kriterien, erscheint uns der Aktienkurs aktuell leicht unterbewertet.
Relative Performance -14,3% Unter Druck vs. STOXX600. Erscheint technisch überverkauft Dividendenbereinigt liegt die Aktie über vier Wochen betrachtet -14,3% hinter dem STOXX600 zurück. Der Kurs erscheint technisch überverkauft.
Mittelfristiger Trend Scheint überverkauft aus technischer Sicht Aus technischer Sicht erscheint die Aktie aufgrund ihrer jüngsten Verluste überverkauft. Sie wird seit 18.09.2026 unterhalb ihres dividendenbereinigten technischen 40-Tage Trends gehandelt.
Wachstum KGV 3,2 Hoher Abschlag zur Wachstumserwartung basiert auf einer Ausnahmesituation Liegt das "Verhältnis zwischen Wachstum plus geschätzte Dividende und KGV" über 1,6, so befindet sich das Unternehmen in der Regel in einer Ausnahmesituation. In diesem Fall ist das erwartete KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) ein besserer Indikator für die nachhaltige Gewinnentwicklung als das langfrist. Wachstum.
KGV 5,6 Erwartetes KGV für 2028 Das erwartete KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) gilt für das Jahr 2028.
Langfristiges Wachstum 9,7% Wachstum heute bis 2028 p.a. Die durchschnittlichen jährlichen Wachstumsraten gelten für die Gewinne von heute bis 2028.
Anzahl der Analysten 20 Starkes Analysteninteresse In den zurückliegenden sieben Wochen haben durchschnittlich 20 Analysten eine Schätzung des Gewinns pro Aktie für diesen Titel abgegeben.
Dividenden Rendite 8,3% Dividende durch Gewinn gedeckt Für die während den nächsten 12 Monaten erwartete Dividende müssen voraussichtlich 45,87% des Gewinns verwendet werden.
Risiko-Bewertung Mittel Die Aktie ist seit dem 21.04.2026 als Titel mit mittlerer Sensitivität eingestuft.
Bear-Market-Faktor Mittlere Anfälligkeit bei Indexrückgängen Die Aktie tendiert dazu, Indexrückgänge in etwa gleichem Umfang mitzuvollziehen.
Bad News Geringe Kursrückgänge bei spezifischen Problemen Der Titel verzeichnet bei unternehmensspezifischen Problemen i.d.R. geringe Kursabschläge in Höhe von durchschnittlich 2,2%.
Beta 0,93 Mittlere Anfälligkeit vs. STOXX600 Die Aktie tendiert dazu, pro 1% Indexbewegung mit einem Ausschlag von 0,93% zu reagieren.
Korrelation 365 Tage 47,5% Mittelstarke Korrelation mit dem STOXX600 47,5% der Kursschwankungen werden durch Indexbewegungen verursacht.
Value at Risk 4,75 EUR Das geschätzte mittelfristige Value at Risk beträgt 4,75 EUR oder 0,12% Das geschätzte Value at Risk beträgt 4,75 EUR. Das Risiko liegt deshalb bei 0,12%. Dieser Wert basiert auf der mittelfristigen historischen Volatilität (1 Monat) mit einem Konfidenzintervall von 95%.
Volatilität der über 1 Monat 26,6%
Volatilität der über 12 Monate 25,3%

News

09.10.2026 | 10:37:30 (dpa-AFX)
Allianz: Europas Autoindustrie spart an falscher Stelle

MÜNCHEN/HAMBURG (dpa-AFX) - Europas und Deutschlands Autoindustrie befinden sich nach Einschätzung der Allianz mit ihrer Sparpolitik auf gefährlichem Pfad: Die Unternehmen haben nach Analyse der Allianz-Ökonomen ihre Investitionen in diesem Jahr um 20 Prozent reduziert, obwohl der technologische Rückstand auf die chinesische Konkurrenz bei Digitalisierung und Batterietechnologie größer zu werden droht.

Hausgemachte Krise

Europäische Großkonzerne in anderen Branchen haben demnach ihre Investitionen in diesem Jahr um zehn Prozent erhöht. Die Volkswirte des Münchner Dax-Konzerns <DE0008469008> stellen den Chefetagen der heimischen Autoindustrie in der unverblümt formulierten Studie ein schlechtes Zeugnis aus. Die Hauptursache des Niedergangs sei hausgemacht: Die europäische Autoindustrie hat ihr Geld demnach in den vergangenen zwei Jahrzehnten für die falschen Zwecke ausgegeben. Veröffentlicht wurde die Studie von Allianz Trade, der auf Kreditversicherung spezialisierten Tochter des Versicherungskonzerns.

Zu spät in Digitalisierung und Elektrifizierung investiert

Anlass der Veröffentlichung ist die am kommenden Montag beginnende Pariser Autoshow, bei der der Anteil der noch vor wenigen Jahren dominanten europäischen Aussteller laut Allianz auf nur noch 40 Prozent sinkt. Nach Meinung der Allianz-Ökonomen haben Europas Autohersteller ihr Kapital zu lang in die hergebrachte Verbrennertechnologie gesteckt sowie für kurzfristige Renditen und Dividenden ausgegeben, statt frühzeitig und mutig in Elektrifizierung und Digitalisierung zu investieren. Technologischer Rückstand, Chinaschock und Markenerosion sind nach Einschätzung der Allianz-Ökonomen keine separaten Krisenphänomene, sondern sämtlich auf falschen Einsatz des Kapitals zurückzuführen.

"Als die Autobauer das Kapital schließlich umgeschichtet haben, um Zukunftsthemen anzugehen, ist es mit der Gießkanne auf zu viele Vorhaben verteilt worden", sagte Guillaume Dejean, Autofachmann bei Allianz Trade. "Die Kapitalallokation der vergangenen zwei Jahrzehnte ist ein Bumerang, der jetzt zurückkommt."

Weitere Marktanteilsverluste drohen

Die Lage der europäischen Autoindustrie schätzen die Allianz-Volkswirte als sehr bedenklich ein: Die Wertschöpfung je in Europa verkauften Autos ist demnach seit 2021/22 um 30 bis 45 Prozent gesunken. Die Marktanteilsverluste in Europa beziffern die Studienautoren auf zehn Prozent, in China etwas geringer auf sieben Prozent. "Schon kleine weitere Marktanteilsverluste könnten erhebliche finanzielle Folgen haben", sagte Milo Bogaerts, der Chef von Allianz Trade in den deutschsprachigen Ländern. "Verlieren die deutschen Hersteller bis 2030 in Europa und China jeweils weitere drei Prozentpunkte, wären rund drei Milliarden Euro Wertschöpfung gefährdet."

Mahnende Worte richten die Allianz-Ökonomen auch an die europäische Politik: Eine Aufweichung des ursprünglich für Neufahrzeuge ab 2035 geplanten Verbrennerverbots ohne verbindlichen Fahrplan birgt demnach die Gefahr, dass die heimischen Autohersteller noch weiter hinter die asiatische Konkurrenz zurückfallen.

Lichtblick: Der Niedergang ist nicht zwangsläufig

Die Studie ist nicht ausschließlich düster, sondern zeigt auch Hoffnungszeichen: Der Niedergang der heimischen Autohersteller ließe sich demnach durchaus aufhalten, wenn die Unternehmen klug investierten. Neue Umsätze könnte demnach vor allem das Geschäft mit Software und digitalen Dienstleistungen bringen. Und auch aktuell sind europäische Elektroautos demnach in mancher Hinsicht besser als gedacht: Im Segment unter 50.000 Euro bieten sie demnach sogar ein besseres Preis-Reichweiten-Verhältnis als chinesische E-Autos./cho/DP/zb

09.10.2026 | 06:42:08 (dpa-AFX)
Das könnten Zölle auf chinesische Hybridautos bewirken
08.10.2026 | 23:20:03 (dpa-AFX)
ANALYSE-FLASH: RBC belässt Mercedes-Benz auf 'Sector Perform' - Ziel 54 Euro
07.10.2026 | 17:10:03 (dpa-AFX)
Metall-Tarifstreit Baden-Württemberg: Arbeitgeber legen kein Angebot vor
07.10.2026 | 14:16:51 (dpa-AFX)
AKTIEN IM FOKUS 2: Autowerte sinken trotz Protektionshoffnung - Schwaches Umfeld
07.10.2026 | 11:52:47 (dpa-AFX)
Kreise: EU plant Einfuhrbeschränkung für chinesische Hybridautos
07.10.2026 | 11:05:11 (dpa-AFX)
Mercedes-Benz verkauft erneut weniger - Weiter Einbruch in China