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Open-End Faktor-Optionsschein 12x long mit Knock-Out: Space Exploration Technologies Corp (SpaceX)

DN5YD6 / DE000DN5YD61 //
Quelle: DZ BANK: Geld 08.10. 18:46:02, Brief 08.10. 18:46:27
DN5YD6 DE000DN5YD61 // Quelle: DZ BANK: Geld 08.10. 18:46:02, Brief 08.10. 18:46:27
13,71 EUR
Geld in EUR
13,74 EUR
Brief in EUR
-36,26%
Diff. Vortag in %
Basiswertkurs: 163,515 USD
Quelle : NASDAQ , 18:31:29
  • Reset-Schwelle 156,4267 USD
  • Abstand zur Reset-Schwelle in % 4,33%
  • Knock-Out-Barriere 153,7999 USD
  • Faktor 12,00x
  • Kurs-Schwelle 201,12 USD
  • Bezugsverhältnis 1,610287
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Hinweis der DZ BANK:

Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.

Gemäß Allgemeinverfügung BaFin nach Art. 42 MiFIR und § 15 Absatz 1 Satz 2 WpHG in Verbindung mit Art. 42 MiFIR betreffend Turbo-Zertifikate vom 15.10.2025

Chart

Open-End Faktor-Optionsschein 12x long mit Knock-Out: Space Exploration Technologies Corp (SpaceX)

  • Intraday
  • 1W
  • 1M
  • 3M
  • 6M
  • 1J
  • 2J
  • 5J
  • Max
Quelle: DZ BANK AG, Frankfurt: 08.10. 18:46:02
Charts zeigen die Wertentwicklungen der Vergangenheit. Zukünftige Ergebnisse können sowohl niedriger als auch höher ausfallen. Falls Kurse in Fremdwährung notieren, kann die Rendite infolge von Währungsschwankungen steigen oder fallen. © 2026 DZ BANK AG

Stammdaten

Stammdaten
WKN / ISIN DN5YD6 / DE000DN5YD61
Emittent DZ BANK AG
Produktstruktur Hebelprodukt
Kategorie Faktor-Optionsschein
Produkttyp long (steigende Markterwartung)
Währung des Produktes EUR
Quanto Nein
Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 1,610287
Ausübung Bermuda
Emissionsdatum 24.09.2026
Erster Handelstag 24.09.2026
Letzter Handelstag Endlos
Handelszeiten 08:00 - 22:00 Hinweise zur Kursstellung
Knock-Out-Zeiten Übersicht
Letzter Bewertungstag Endlos
Zahltag Endlos
Fälligkeitsdatum N/A
Basispreis 153,6757 USD
Reset-Preis 167,60 USD
Reset-Schwelle 156,4267 USD
Kurs-Schwelle 201,12 USD
Knock-Out-Barriere bezogen auf den Inneren Wert 0,20 USD
Knock-Out bei Basiswert Kurs 153,7999 USD
Knock-Out-Barriere erreicht Nein
Knock-Out-Barriere erreicht am --
Anpassungsprozentsatz p.a. 9,91628% p.a.
enthält: Bereinigungsfaktor 6,00%
Anpassungshistorie
ZeitpunktReset-PreisBasispreis
07.10.2026167,60 USD153,6757 USD
06.10.2026171,92 USD157,6367 USD
05.10.2026171,09 USD156,9621 USD
02.10.2026158,96 USD145,7535 USD
01.10.2026148,07 USD135,7682 USD
30.09.2026150,86 USD138,3264 USD
29.09.2026149,24 USD136,8409 USD
28.09.2026145,47 USD133,4575 USD
25.09.2026148,68 USD136,3275 USD
24.09.2026148,03 USD135,7315 USD
23.09.2026148,36 USD135,9967 USD

* = außerordentlicher Reset

Kennzahlen

Kennzahlen
Berechnung: 08.10.2026, 18:46:02 Uhr mit Geld 13,71 EUR / Brief 13,74 EUR
Spread Absolut 0,03 EUR
Spread Homogenisiert 0,01863 EUR
Spread in % des Briefkurses 0,22%
Faktor 12,00x
Abstand zur Reset-Schwelle absolut 7,0883 USD
Abstand zur Reset-Schwelle in % 4,33%
Abstand zur Kurs-Schwelle absolut -4,085 USD
Abstand zur Kurs-Schwelle in % -2,50%
Abstand zum Knock-Out bei Basiswert Kurs absolut 9,7151 USD
Abstand zum Knock-Out bei Basiswert Kurs in % 5,94%
Performance seit Auflegung in % 53,70%

Basiswert

Basiswert
Kurs 163,515 USD
Diff. Vortag in % -2,47%
52 Wochen Tief 104,91 USD
52 Wochen Hoch 225,57 USD
Quelle NASDAQ, 18:31:29
Basiswert Space Exploration Technologies Corp (SpaceX)
WKN / ISIN A42D4F / US84615Q1031
KGV --
Produkttyp Aktie
Sektor --

Produktbeschreibung

Art:
Dieses Produkt ist eine Inhaberschuldverschreibung nach deutschem Recht.

Laufzeit:
Dieses Produkt hat keine feste Laufzeit. Es kann jedoch durch den Anleger ausgeübt oder durch die DZ BANK gekündigt werden. Zudem endet die Laufzeit des Produkts automatisch, sobald ein Knock-out-Ereignis eintritt.

Ziele:
Ziel dieses Produkts ist es, Ihnen einen bestimmten Anspruch zu vorab festgelegten Bedingungen zu gewähren. Es bietet eine überproportionale (gehebelte) Partizipation sowohl an Kursanstiegen als auch an Kursrückgängen des Basiswerts. Das Produkt ist mit einem Faktor von 12 ausgestattet. Dieser Faktor beschreibt die Hebelwirkung, die durch die regelmäßige Anpassung verschiedener Produktparameter wieder auf 12 bereinigt um u.a. etwaige Kosten gesetzt wird.

Grundsätzlich wird an jedem Üblichen Handelstag, an dem auch die Frankfurter Wertpapierbörse für ihren allgemeinen Geschäftsbetrieb geöffnet hat, der Basispreis und das Bezugsverhältnis (maßgebliche Parameter für den Inneren Wert des Produkts) in Abhängigkeit des festgestellten Schlusskurs des Basiswerts an der Maßgeblichen Börse (Reset-Preis) angepasst (Anpassung nach einem Ordentlichen Reset). Hierbei werden Finanzierungskosten über einen spezifischen Marktzins sowie Kosten im Zusammenhang mit dem Produkt zzgl. einer Marge für die DZ BANK durch den Bereinigungsfaktor wertmindernd berücksichtigt. Unter besonderen in den Produktbedingungen definierten Umständen kann der Ordentliche Reset entfallen.

Darüber hinaus kann es bei einem starken Kursrückgang des Basiswerts, d.h. wenn ein Beobachtungspreis auf oder unterhalb der sogenannten Reset-Schwelle notiert, zu einer außerordentlichen untertägigen Anpassung des Basispreises und des Bezugsverhältnisses in Abhängigkeit des innerhalb einer in den Produktbedingungen definierten Bewertungsfrist ermittelten niedrigsten Kurses des Basiswerts an der Maßgeblichen Börse (Reset-Preis-AO) kommen. Die untertägige Anpassung zielt darauf ab, das Risiko eines negativen Inneren Werts des Produkts zu vermeiden. Dieser Mechanismus kann jedoch einen Totalverlust oder einen einem Totalverlust nahekommenden Wertverlust des Produkts nicht verhindern.

Eine Anpassung verschiedener Produktparameter erfolgt grundsätzlich auch, um Dividendenzahlungen (bereinigt um etwaige Steuern) im Basiswert im Produkt zu berücksichtigen.

Aufgrund seiner Hebelwirkung reagiert das Produkt auf kleinste Bewegungen des Basiswerts. Ein fallender Kurs des Basiswerts kann den Wert des Produkts erheblich verringern. Daraus resultierende Verluste werden ggf. auch bei anschließenden steigenden Kursen des Basiswerts auf das vorherige Niveau nicht vollständig kompensiert.

Einlösung durch den Anleger oder Kündigung durch die DZ BANK:

Sie sind berechtigt, das Produkt zu in den Produktbedingungen festgelegten Terminen (erstmals zum 05.10.2026) einzulösen. Die Einlösung erfolgt, indem Sie mindestens fünf Bankarbeitstage vor dem jeweiligen Einlösungstermin bis 10:00 Uhr (Ortszeit Frankfurt am Main) eine Einlösungserklärung in Textform an die DZ BANK schicken und die einzulösenden Produkte bei der DZ BANK eingegangen sind. Darüber hinaus hat die DZ BANK das Recht, die WKN insgesamt, jedoch nicht teilweise, zu in den Produktbedingungen festgelegten Terminen (erstmals zum 05.10.2026) ordentlich zu kündigen. Die ordentliche Kündigung durch die DZ BANK ist mindestens fünf Bankarbeitstage vor dem jeweiligen ordentlichen Kündigungstermin zu veröffentlichen.

Nach frist- und formgerechter Einlösung durch Sie oder Kündigung durch die DZ BANK und sofern nicht zuvor ein Knock-out-Ereignis eingetreten ist, entspricht der Rückzahlungsbetrag am Rückzahlungstermin pro Produkt dem EUR-Gegenwert der Differenz aus dem Referenzpreis und dem zum Zeitpunkt des Referenzpreises maßgeblichen Basispreis, welche mit dem zum Zeitpunkt des Referenzpreises maßgeblichen Bezugsverhältnis multipliziert wird: ((Referenzpreis – zuletzt angepasster Basispreis) x zuletzt angepasstes Bezugsverhältnis). Der EUR-Gegenwert wird hierbei auf Basis des in den Produktbedingungen festgelegten maßgeblichen EUR-Fixings errechnet.

Automatische Beendigung des Produkts:

Das Produkt endet automatisch mit sofortiger Wirkung, wenn eines der in den Produktbedingungen definierten Ereignissen eintritt (Knock-out-Ereignis). Maßgeblich für ein Knock-out-Ereignis ist der Innere Wert des Produkts. Dieser entspricht der mit dem zum Zeitpunkt der jeweiligen Berechnung geltenden Bezugsverhältnis multiplizierten Differenz aus dem Beobachtungspreis und dem zum Zeitpunkt der jeweiligen Berechnung geltenden Basispreis:
((Beobachtungspreis – Basispreis) x Bezugsverhältnis). Ein Knock-out-Ereignis tritt in den nachfolgend beschriebenen Fällen ein:

  1. Der Innere Wert ist einmal kleiner oder gleich null: In diesem Fall beträgt der Rückzahlungsbetrag am Rückzahlungstermin 0,001 EUR pro Produkt, wobei der Rückzahlungsbetrag, den die DZ BANK an Sie zahlt, aufsummiert für sämtliche von Ihnen gehaltenen Produkte der WKN DN5YD6 berechnet und kaufmännisch auf zwei Nachkommastellen gerundet wird. Soweit Sie weniger als zehn Produkte der WKN DN5YD6 halten, wird unabhängig von der Anzahl der Produkte der WKN DN5YD6, die Sie halten, ein Betrag in Höhe von 0,01 EUR gezahlt.

  2. Der Innere Wert ist einmal kleiner oder gleich 0,20 USD und größer null:

a) Erfolgt dies anhand des Eröffnungskurses des Basiswerts an der Maßgeblichen Börse oder des Reset-Preises oder des Reset-Preises-AO als Beobachtungspreis, entspricht der Rückzahlungsbetrag am Rückzahlungstermin dem Inneren Wert zum Zeitpunkt des Knock-out-Ereignisses und wird kaufmännisch auf zwei Nachkommastellen gerundet. Ist der so ermittelte Rückzahlungsbetrag nicht positiv, beträgt der Rückzahlungsbetrag am Rückzahlungstermin 0,001 EUR pro Produkt, wobei der Rückzahlungsbetrag, den die DZ BANK an Sie zahlt, aufsummiert für sämtliche von Ihnen gehaltenen Produkte der WKN DN5YD6 berechnet und kaufmännisch auf zwei Nachkommastellen gerundet wird. Soweit Sie weniger als zehn Produkte der WKN DN5YD6 halten, wird unabhängig von der Anzahl der Produkte der WKN DN5YD6, die Sie halten, ein Betrag in Höhe von 0,01 EUR gezahlt.

b) Trifft a) nicht zu, so entspricht der Rückzahlungsbetrag am Rückzahlungstermin dem EUR-Gegenwert von 0,20 USD zum Zeitpunkt des Knock-out-Ereignisses.

Dieses Produkt ist nicht währungsgesichert. Die Entwicklung des EUR / USD-Wechselkurses hat damit Auswirkungen auf die Höhe des in EUR zahlbaren Rückzahlungsbetrags. Sie erhalten keine sonstigen Erträge (z.B. Dividenden) und haben keine weiteren Ansprüche (z.B. Stimmrechte) aus dem Basiswert.

Analyse

Gesamteindruck
Einfach nutzbares Gesamtrating basierend auf einer fundamentalen, technischen und Risikoanalyse unter Einbezug von Branchen- und Marktumfeld.

Eher negativ

Gewinnprognose
Der Veränderungstrend der Gewinnprognosen über ein Zeitfenster von 7 Wochen. Aktuelle Aktienbewertungen ausgewählter Analysten finden Sie unter DPA-AFX ANALYSER.

Positive Analystenhaltung seit 25.08.2026

Kurs-Gewinn-Verhältnis
Das KGV setzt den aktuellen Kurs der Aktie ins Verhältnis zu seiner Gewinnerwartung. Es wird auf Basis der langfristigen Gewinnprognosen der Analysten errechnet.
27,7

Erwartetes KGV für 2028

Risiko-Bewertung
Gesamteinschätzung des Risikos auf Basis des Bear Market und des Bad News Factors.

Hoch

Bear-Market-Faktor
Risiko Parameter, der anhand des Titelverhaltens in sich abwärts bewegenden Märkten das Marktrisiko einer Aktie angibt.

Hohe Anfälligkeit bei sinkendem Index

Korrelation
Die Korrelation gibt an, inwieweit die Bewegungen der Aktie mit denen Ihres Indexes übereinstimmen.
42,2%

Mittelstarke Korrelation mit dem SP500

Marktkapitalisierung (Mrd. USD) 2.321,87 Grosser Marktwert Mit einer Marktkapitalisierung von >$8 Mrd., ist SPACE EXPLORATION TECHNOLOGIES ein hoch kapitalisierter Titel.
Gewinnprognose Positive Analystenhaltung seit 25.08.2026 Die Gewinnprognosen pro Aktie liegen heute höher als vor sieben Wochen. Dieser positive Trend hat am 25.08.2026 bei einem Kurs von 137,95 eingesetzt.
Preis Leicht überbewertet, gemäss theScreener Auf Basis des Wachstumspotentials und eigener Kriterien, erscheint uns der Aktienkurs aktuell leicht erhöht.
Relative Performance 14,9% vs. SP500 Dividendenbereinigt hat die Aktie den SP500 während der letzten vier Wochen um 14,9% geschlagen.
Mittelfristiger Trend Positive Tendenz seit dem 25.08.2026 Der dividendenbereinigte mittelfristige technische 40-Tage Trend ist seit dem 25.08.2026 positiv.
Wachstum KGV 1,2 21,78% Abschlag relativ zur Wachstumserwartung Ein "Verhältnis zwischen Wachstum plus geschätzte Dividende und KGV" von über 0,9 weist auf einen Preisabschlag gegenüber dem normalen Preis für das Wachstumspotential hin, von in diesem Fall 21,78%.
KGV 27,7 Erwartetes KGV für 2028 Das erwartete KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) gilt für das Jahr 2028.
Langfristiges Wachstum 31,8% Wachstum heute bis 2028 p.a. Die durchschnittlichen jährlichen Wachstumsraten gelten für die Gewinne von heute bis 2028.
Anzahl der Analysten 41 Starkes Analysteninteresse In den zurückliegenden sieben Wochen haben durchschnittlich 41 Analysten eine Schätzung des Gewinns pro Aktie für diesen Titel abgegeben.
Dividenden Rendite 0% Keine Dividende Die Gesellschaft bezahlt keine Dividende.
Risiko-Bewertung Hoch Die Aktie ist seit dem 25.08.2026 als Titel mit hoher Sensitivität eingestuft.
Bear-Market-Faktor Hohe Anfälligkeit bei sinkendem Index Die Aktie tendiert dazu, Indexrückgänge um durchschnittlich 128 zu verstärken.
Bad News Starke Kursrückgänge bei spezifischen Problemen Der Titel verzeichnet bei unternehmensspezifischen Problemen i.d.R. starke Kursabschläge in Höhe von durchschnittlich 4,3%.
Beta 2,70 Hohe Anfälligkeit vs. SP500 Die Aktie tendiert dazu, pro 1% Indexbewegung mit einem Ausschlag von 2,70% zu reagieren.
Korrelation 365 Tage 42,2% Mittelstarke Korrelation mit dem SP500 42,2% der Kursschwankungen werden durch Indexbewegungen verursacht.
Value at Risk 123,29 USD Das geschätzte mittelfristige Value at Risk beträgt 123,29 USD oder 0,72% Das geschätzte Value at Risk beträgt 123,29 USD. Das Risiko liegt deshalb bei 0,72%. Dieser Wert basiert auf der mittelfristigen historischen Volatilität (1 Monat) mit einem Konfidenzintervall von 95%.
Volatilität der über 1 Monat 50,4%
Volatilität der über 12 Monate 69,0%

News

06.10.2026 | 16:10:51 (dpa-AFX)
ROUNDUP 2: Rheinmetall startet Serienproduktion von Weltraumsatelliten

(neu: Mitteilung vom Bundeswehr-Beschaffungsamt)

NEUSS (dpa-AFX) - Der Panzerbauer Rheinmetall <DE0007030009> hat mit der Serienproduktion von Satelliten begonnen, um sein Produktportfolio zu erweitern und alle Ebenen des modernen Gefechtsfeldes abzudecken. Die Fertigung in Neuss sei erfolgreich angelaufen, teilte das Unternehmen mit. Nach Vorarbeiten samt Planung und Aufbau sei man in die industrielle Umsetzung übergegangen.

Es geht um SAR-Satelliten, die zusammen mit dem finnischen Unternehmen Iceye gebaut werden. Die "Synthetic Aperture Radar"-Technologie liefert auch bei Nacht und schlechtem Wetter präzise Aufnahmen von Truppenbewegungen und Stellungen des Feindes. Dabei wird Künstliche Intelligenz (KI) eingesetzt, um relevante Informationen herauszufiltern und aufzubereiten. Hersteller ist die Rheinmetall Iceye Space Solutions GmbH, an der Rheinmetall 60 Prozent hält.

Pro Jahr sollen etwa 50 Satelliten hergestellt werden; Anfang 2027 soll der erste Neusser Satellit mit einer Trägerrakete von SpaceX <US84615Q1031> in den Orbit gebracht werden und dort seine Bahnen ziehen. Die SAR-Satelliten sind 3,3 Meter Lang und 0,8 Meter breit, sie wiegen rund 220 Kilogramm. Die Fläche der Antenne umfasst circa 2,6 Quadratmeter. "Der erfolgreiche Produktionsanlauf in Neuss zeigt, dass wir nicht nur innovative Weltraumtechnologie bereitstellen, sondern diese auch industriell in Deutschland skalieren können", sagt Rheinmetall-Chef Armin Papperger.

Mit den Satelliten stößt Rheinmetall in einen neuen Geschäftsbereich vor. Der Rüstungskonzern stellt seine Produktpalette möglichst breit auf, um den Bedarf von Nato-Armeen weitgehend zu decken und Konkurrenten nicht zum Zug kommen zu lassen. So hat Rheinmetall einen Schiffsbauer gekauft und ein Werk für Flugzeug-Bauteile in Weeze am Niederrhein eröffnet. Außerdem hat die Firma ihre Drohnenproduktion ausgeweitet.

Satelliten werden für die Bundeswehr reserviert

Beim Satelliten-Geschäft werden Radaraufnahmen verkauft, die Nato-Armeen bei der Lageeinschätzung helfen sollen. Mit der Bundeswehr hat die Rheinmetall-Tochter einen mehrjährigen Vertrag mit einem Wert von circa 1,7 Milliarden Euro plus Erweiterungsoption. Schon jetzt bekommt die deutsche Armee Aufnahmen von Satelliten, die Iceye noch ohne Zutun von Rheinmetall gebaut und in das Orbit hat bringen lassen.

Bald verbessern sich die Möglichkeiten für die Bundeswehr. Denn gleichzeitig zum Start der Serienproduktion gab Rheinmetall bekannt, dass die deutsche Armee exklusiven Zugriff auf eine nicht genannte Zahl von Satelliten gebucht habe - die Radarsysteme dieser Flugkörper werden künftig ausschließlich von der Bundeswehr genutzt. Dadurch muss die deutsche Armee nicht mehr warten, bis einer der Satelliten frei ist für die gewünschte Aufnahme.

Das Bundeswehr-Beschaffungsamt teilte mit, dass die verbesserten Aufklärungsfähigkeiten wesentlich seien für den Schutz der Nato-Ostflanke und der deutschen Brigade in Litauen. Vorwarnzeiten könnten deutlich verbessert werden.

Das Neusser Werk baut Rheinmetall derzeit um. Früher wurde der Standort für die Produktion von Autoteilen genutzt. Diesen schwächelnden Konzernbereich hat Rheinmetall inzwischen verkauft. Das Neusser Werk wurde aber im Konzern gehalten, um dort Drohnen, Gefechtstürme und Satelliten zu fertigen.

Expertin sieht Fortschritt für Verteidigungsfähigkeit

Aus Expertensicht ist die SAR-Technologie heutzutage unverzichtbar für eine schlagkräftige moderne Armee. "In einem gläsernen Gefechtsfeld muss man den Gegner möglichst konstant und genau im Blick haben, auch um so Bewegungen an Truppen und schwerem Gerät möglichst schnell zu erfahren", sagt Juliana Süß von der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP). Sie weist darauf hin, dass die ukrainische Armee auch Aufnahmen von Iceye-Satelliten nutze, von denen sich derzeit 35 im Weltall befinden.

"Je nach Auflösungsgrad lassen sich viele Details erkennen", sagt Süß. So gingen die Radarsignale durch Tarnnetze oder Blätter von Bäumen und Sträuchern und ermöglichten dann einen Einblick, ob dort Panzer oder Artilleriegeschütze verborgen sind.

Die Bundeswehr habe bislang nur auf wenige SAR-Satelliten Zugriff, der Vertrag mit Rheinmetall-Iceye sei daher ein Fortschritt für die Verteidigungsfähigkeit, sagt die Expertin. "Uns fehlt bislang die notwendige Masse an Aufnahmen, um einen konstanten und somit taktisch relevanten Überblick zu haben." Dann erhöhe sich die "Revisit-Rate" - also die Häufigkeit von Überflügen von Satelliten -, wodurch die Situation am Boden und somit potenzielle Veränderungen der Lage zu beobachten seien.

Allerdings brauche es speziell geschultes Personal, um die SAR-Aufnahmen verstehen zu können. Das sei gegenüber anderen Satellitenaufnahmen, also elektrooptischen Bildern, ein wichtiger Faktor. Laut Expertin Süß seien die Systeme nicht direkt vergleichbar, sondern ergänzen einander und können somit ein umfassendes Lagebild schaffen. "SAR-Satelliten sind militärisch extrem wichtig, aber es sind keine Wundersatelliten", sagt Süß. "Auch SAR-Satelliten sind angreifbar, etwa mit Signalstörungen oder Cyberangriffen."

Wer die Wettbewerber sind

Zu Rheinmetalls Konkurrenten im Satelliten-Geschäft gehören Airbus <NL0000235190> Defence and Space sowie die Bremer Firma OHB <DE0005936124>. Das Raumfahrtunternehmen OHB hat insgesamt acht Satelliten in den Programmen SAR-Lupe und SARah an die Bundeswehr verkauft, von denen heute noch sieben im Weltall sind und SAR-Aufnahmen machen. Start der ersten OHB-Satelliten war im Jahr 2007.

SAR-Aufnahmen brächten einer Armee einen erheblichen Mehrwert, sagt eine OHB-Sprecherin. "Die Radartechnologie ist Tag-Nacht-fähig und damit weitgehend unabhängig von äußeren Einflüssen." Eine Ergänzung von herkömmlichen Aufklärungsfotos komplettiere das Lagebild. Allerdings brauche es für SAR ein geschultes Auge. Aus elektrooptischen Aufnahmen könne hingegen auch ungeschultes Personal schnell Schlüsse ziehen, die in der Kriegsführung wichtig seien.

Nachdem sich Rheinmetall den Bundeswehr-Auftrag zum direkten Zugriff auf Satelliten per Direktvergabe gesichert hat, ist nun eine größere SAR-Ausschreibung in der Mache - bei dieser Ausschreibung möchten auch OHB und Airbus mitmachen. "Airbus verfügt sowohl über hochauflösende, komplexe Satelliten zur strategischen Aufklärung als auch über kleinere Satellitensysteme für hohe Wiederholraten und taktische Aufklärung", sagt ein Airbus-Sprecher./wdw/DP/nas

06.10.2026 | 09:56:01 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Panzerbauer Rheinmetall erschließt Weltall als Geschäftsfeld
06.10.2026 | 09:08:42 (dpa-AFX)
Rheinmetall startet Serienproduktion von Weltraumsatelliten
02.10.2026 | 10:25:15 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Nasa: Astronauten erreichen ISS in Rekordzeit
02.10.2026 | 06:26:35 (dpa-AFX)
Nasa: Astronauten erreichen ISS in Rekordzeit
01.10.2026 | 18:44:55 (dpa-AFX)
Vier Astronauten zur ISS gestartet
29.09.2026 | 21:24:56 (dpa-AFX)
ROUNDUP 5: OpenAI streicht neues Modell - und setzt auf KI-Agenten