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Idee der Woche / Archiv: 13.01.2026 | 11:50:54 Werbung

Allianz – Dank Digitalisierungsoffensive und Einsatz von Generativer KI sollte Ergebnis deutlich anschieben!

Marcus Landau
Redakteur Marcus Landau

Produktmanager bei der DZ BANK

Versicherer gehören weiterhin zu den Top-Picks auf dem Parkett. Da die Versicherungspreise vor allem in den margenstarken Segmenten Schaden- und Unfall weiter zulegen, bieten sich für Schwergewichte wie die Allianz mittelfristig exzellente Wachstumsaussichten. Da CEO Oliver Bäte den Münchener Branchenprimus durch Kostensenkungsmaßnahmen, Digitalisierung und dem Einsatz von Generativer KI konsequent auf Marge trimmt, sollte die Allianz ihren profitablen Wachstumskurs mittelfristig weiter beschleunigen. Attraktiv ist die Allianz auch aufgrund der aktionärsfreundlichen Ausschüttungspolitik, wobei die Dividendenrendite aktuell bei 4,45% liegt.

Marcus Landau
Redakteur Marcus Landau

Produktmanager bei der DZ BANK

Allianz drückt bei Umsetzung des Strategieprogramms "Lifting Ambitions" aufs Tempo!

Die Allianz will ihr Wachstum in den kommenden Jahren nachhaltig forcieren. Dabei setzen die Münchener nicht nur auf neue Produkte wie Versicherungslösungen für die Absicherung von Cyber-Risiken für Unternehmenskunden oder neue Zusatzangebote im Bereich Krankenversicherungen. Ein wesentlicher Bestandteil des von Konzernchef Oliver Bäte Ende 2024 vorgestellten Strategie-Programms "Lifting Ambitions" beinhaltet dabei die Umsetzung von Produktivitäts-Steigerungen und die Realisierung von Einsparungen durch Digitalisierung und den Einsatz von Generativer KI. Bei der Umsetzung kommen die Münchener offenbar gut voran. So will die auf Versicherungen rund um Reise und Auto spezialisierte Allianz-Tochter Allianz Service-Partners mittelfristig offenbar schwerpunktmäßig im Kundensupport auf KI-Bots setzen. Einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" zufolge will Allianz Service-Partners KI für die Beantwortung einfacher Kundenanfragen einsetzen, wobei in den kommenden 12 bis 18 Monaten mindestens rund 1.500 Stellen abgebaut werden sollen.

 

KI hält in allen Bereichen Einzug!

Mittelfristig dürften auch weitere Tochtergesellschaften der Allianz nachziehen, zumal die Allianz in punkto KI-Bots für den Kundensupport sowie für administrative Aufgaben bereits jetzt zu den führenden Playern der Branche gehört. Bereits im August 2025 hat die Allianz den KI-Bot "Eric" unter anderem bei Allianz Partners eingeführt. Der von der Allianz entwickelte KI-Assistent ist unter anderem in der Lage, Anrufe in rund 20 Sprachen bearbeiten zu können, wobei "Eric" aktuell unter anderem bei Routineaufgaben wie der Aufnahme von Schadensfällen, beispielsweise bei der Annahme von Pkw-Unfällen, eingesetzt wird. Auch komplexere Aufgaben wie das Zusammenstellen und Aufbereiten von Informationen wird bei der Allianz immer öfter durch KI-Applikationen erledigt. So präsentierte die Allianz bereits Ende Februar vergangenen Jahres den Enterprise Knowledge Assistant (EKA). Dieser intelligente KI-Assistent ist in der Lage, Mitarbeitern schnell und effizient wichtige Informationen aus der hausinternen AWISO-Wissensbibliothek zu extrahieren und damit Mitarbeitern aus unterschiedlichen Fachbereichen, passende Daten zur Verfügung zu stellen. Damit ist das Potential des EKA noch längst nicht ausgeschöpft: Technologisch basiert das System auf Large Language Models (LLMs) und nutzt fortschrittliche Methoden wie Retrieval Augmented Generation (RAG), Modell-Feintuning sowie ein Multi-Agenten-Design, um die Antwortgenauigkeit zu maximieren. Zudem verbessert sich das System durch das Feedback der Anwender iterativ selbst. Laut Dong Chen, Head of Advanced Methods bei Allianz Group Data and AI, bietet EKA erheblichen Mehrwert: „EKA ermöglicht es Mitarbeitern, Informationen zu extrahieren und Fragen effizient zu beantworten. Das reduziert die Zeit erheblich, die sie mit der Suche nach Informationen in umfangreichen Datenbanken verbringen.“ Auch in anderen Bereichen halten KI-Lösungen bei der Allianz immer stärker Einzug. So sorgt der Insurance Copilot für eine schnellere und komfortablere Schadenregulierung. Die von Allianz Technology entwickelte KI-gestützte Lösung wird seit 2024 unter anderem bei der Regulierung von Kfz-Schäden in Österreich eingesetzt, wobei zeitaufwändige Arbeitsabläufe dank der KI automatisiert werden. „Der Insurance Copilot ist wie ein zusätzlicher Kollege in der Schadenabteilung. Er hilft den Schadenregulierern, komplexe Fälle zügig und korrekt zu bearbeiten. Die Schadenregulierer können dem Copilot Fragen zum Fall stellen und erhalten umgehend präzise Antworten“, erklärt Ali Riza Savas Saral, Head of Insurance Automation bei Allianz Technology.

 

Profitabilität sollte sich nachhaltig verbessern!

Dank der im Rahmen des Capital Markets Day 2024 vorgestellten Strategieoffensive will die Allianz das Konzernergebnis mittelfristig nachhaltig verbessern. So soll der bereinigte Gewinn je Aktie in den kommenden drei Jahren um 7 bis 9% p.a. ansteigen. Die Chancen, dass die Allianz diese ehrgeizigen Planziele erfolgreich erfüllen kann, stehen gut. Denn der Münchener Branchenprimus kommt nicht nur bei seiner Digitalisierungs-Initiative und dem Einsatz von Generativer KI gut voran und sollte dank Effizienzsteigerungen und daraus resultierenden Einsparungen seine Margen mittelfristig nachhaltig verbessern. Auch operativ läuft es bei der Allianz weiter rund, was die jüngsten Q3-Zahlen eindrucksvoll belegen. So verbesserte sich der bereinigte operative Gewinn dank geringerer Großschadensbelastungen und dem insgesamt starken Abschneiden in der Lebens- und Krankenversicherung unerwartet deutlich von 3,94 auf 4,43 Mrd. Euro, während man bei den Gesamteinnahmen mit 42,8 Mrd. Euro auf Vorjahresniveau abgeschnitten hatte. Auch unter dem Strich überraschte man mit einem deutlichen Anstieg von 2,47 auf 2,847 Mrd. Euro, womit man ebenfalls über den Erwartungen gelegen hatte. Entsprechend rechnen die Münchener für das Gesamtjahr nun mit einem bereinigten operativen Ergebnis in der Spanne von 17,00 bis 17,5 Mrd. Euro (zuvor: 15 bis 17 Mrd. Euro). Da in Schlüsselkategorien wie dem Bereich Schaden- und Unfallversicherungen angesichts der weiter bestehenden Großschadensrisiken im Zuge des Klimawandels weitere Preissteigerungen zu erwarten sind, und die Nachfrage gerade im Bereich Elementarschadensversicherungen hoch bleibt, dürfte sich die starke Entwicklung im Kerngeschäft weiter fortsetzen. Entsprechend sollten auch die Konsenserwartungen, die für 2026 ein EPS von 30,40 Euro und für 2027 ein EPS von 32,63 Euro vorsehen, weiter steigen. Damit sinkt das KGV auf 11,7, was angesichts des enormen Kostensenkungs-Potentials im Zuge des Strategie-Programms "Lifting Ambitions" nicht zu teuer erscheint. Auch die Aktionäre werden von den verbesserten Ergebnisaussichten profitieren, zumal die Allianz ihre Ausschüttungen in den kommenden Jahren weiter steigern will. Im Zeitraum von 2025 bis 2027 will man insgesamt rund 27 Mrd. Euro an seine Anteilseigner ausschütten. Neben höheren Dividendenausschüttungen dürften die Allianz auch weitere milliardenschwere Aktienrückkäufe durchführen, nachdem das Ende März 2025 angekündigte Rückkaufprogramm über 2 Mrd. Euro Ende 2025 erfolgreich abgeschlossen wurde.

 

Produktidee: Discount-Zertifikat Classic auf Allianz SE

Eine attraktive Alternative zur Direktanlage in die Aktie sind Discount-Zertifikate. Anlegern steht eine Auswahl an entsprechenden Produkten auf den Basiswert Allianz SE zur Verfügung. Ein Beispiel ist ein Discount-Zertifikat mit der WKN: DU6SCM, das am 22.01.2027 fällig wird (Rückzahlungstermin) und mit einem Discount zum Kurs der Aktie Allianz SE notiert. Der Anleger erhält keine sonstigen Erträge (z.B. Dividenden) und hat keine weiteren Ansprüche aus dem Basiswert. Die Höhe der möglichen Rückzahlung wird bei 380,00 Euro begrenzt.

 

Für die Rückzahlung des Zertifikats gibt es zwei Möglichkeiten:

1. Liegt der Schlusskurs des Basiswerts Allianz SE an der maßgeblichen Börse am 15.01.2027 (Referenzpreis) auf oder über dem Cap, erhält der Anleger den Höchstbetrag von 380,00 Euro.

2. Liegt der Referenzpreis unter dem Cap, erhält der Anleger einen Rückzahlungsbetrag, der dem Referenzpreis multipliziert mit dem Bezugsverhältnis (1,00) entspricht. Der Anleger erleidet einen Verlust, wenn der Rückzahlungsbetrag unter dem Erwerbspreis des Produkts liegt.

Ein gänzlicher Verlust des eingesetzten Kapitals ist möglich (Totalverlustrisiko). Ein Totalverlust tritt ein, wenn der Referenzpreis null ist. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist auch möglich, wenn die DZ BANK als Emittent ihre Verpflichtungen aus dem Zertifikat aufgrund behördlicher Anordnungen oder einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit/Überschuldung) nicht mehr erfüllen kann.

 

Das vorliegend beschriebene Discount-Zertifikat richtet sich an Anleger, die einen Anlagehorizont bis zum 22.01.2027 haben und davon ausgehen, dass der Allianz SE am 15.01.2027 auf oder über 380,00 Euro liegen wird.

 

Eine ausführliche Erläuterung der genannten Fachbegriffe finden Sie in unserem Glossar.

 

Stand: 13.01.2027, DZ BANK AG / Online-Redaktion

Hinweis auf Rechtliches, Prospekt und Basisinformationsblatt

Hinweis auf das Basisinformationsblatt
Das von der DZ BANK erstellte Basisinformationsblatt ist in der jeweils aktuellen Fassung auf der Internetseite der DZ BANK www.dzbank-wertpapiere.de/DU6SCM (dort unter „Dokumente“) abrufbar. Dies gilt, solange das Produkt für Privatanleger verfügbar ist.

Hinweis auf den Prospekt
Der gemäß gesetzlicher Vorgaben von der DZ BANK bezüglich des öffentlichen Angebots erstellte Basisprospekt sowie etwaige Nachträge und die zugehörigen Endgültigen Bedingungen sind auf der Internetseite der DZ BANK www.dzbank-wertpapiere.de veröffentlicht und können unter www.dzbank-wertpapiere.de/DU6SCM (dort unter „Dokumente“) abgerufen werden. Sie sollten den Prospekt lesen, bevor Sie eine Anlageentscheidung treffen, um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Prospekts von der zuständigen Behörde ist nicht als Befürwortung der angebotenen oder zum Handel an einem geregelten Markt zugelassenen Wertpapiere zu verstehen. Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann.

Rechtliche Hinweise: Diese Information ist eine Werbemitteilung und dient ausschließlich Informationszwecken. Diese Information wurde von dem Redakteur im Auftrag der DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank („DZ BANK“) erstellt und ist zur Verteilung in der Bundesrepublik Deutschland bestimmt. Diese Werbemitteilung richtet sich nicht an Personen mit Wohn- und/oder Gesellschaftssitz und/oder Niederlassungen im Ausland, vor allem in den Vereinigten Staaten von Amerika, Kanada, Großbritannien oder Japan. Diese Werbemitteilung darf im Ausland nur in Einklang mit den dort geltenden Rechtsvorschriften verteilt werden und Personen, die in den Besitz dieser Informationen und Materialien gelangen, haben sich über die dort geltenden Rechtsvorschriften zu informieren und diese zu befolgen. Diese Werbemitteilung stellt weder ein öffentliches Angebot noch eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebotes zum Erwerb von Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar. Die DZ BANK ist insbesondere nicht als Anlageberater oder aufgrund einer Vermögensbetreuungspflicht tätig. Diese Werbemitteilung ist keine Finanzanalyse. Diese Werbemitteilung stellt eine unabhängige Bewertung der entsprechenden Emittentin bzw. Wertpapiere durch den Redakteur dar. Alle hierin enthaltenen Bewertungen, Stellungnahmen oder Erklärungen sind diejenigen des Redakteurs der Werbemitteilung und stimmen nicht notwendigerweise mit denen der Emittentin oder dritter Parteien überein. Angaben zu künftigen Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für die tatsächliche künftige Wertentwicklung. Der Redakteur hat die Informationen, auf die sich die Werbemitteilung stützt, aus als zuverlässig erachteten Quellen übernommen, ohne jedoch alle diese Informationen selbst zu verifizieren. Dementsprechend gibt die DZ BANK keine Gewährleistungen oder Zusicherungen hinsichtlich der Genauigkeit, Vollständigkeit oder Richtigkeit der hierin enthaltenen Informationen oder Meinungen ab. Die DZ BANK übernimmt keine Haftung für unmittelbare oder mittelbare Schäden, die durch die Verteilung und/oder Verwendung dieser Werbemitteilung verursacht werden und/oder mit der Verteilung und/oder Verwendung dieser Werbemitteilung im Zusammenhang stehen. Eine Investitionsentscheidung bezüglich irgendwelcher Wertpapiere oder sonstiger Finanzinstrumente sollte auf der Grundlage eines Beratungsgesprächs sowie Prospekts oder Informationsmemorandums erfolgen und auf keinen Fall auf der Grundlage dieser Werbemitteilung. Die Bewertungen können je nach den speziellen Anlagezielen, dem Anlagehorizont oder der individuellen Vermögenslage für einzelne Anleger nicht oder nur bedingt geeignet sein. Die Informationen und Meinungen entsprechen dem Stand zum Zeitpunkt der Erstellung der Werbemitteilung. Sie können aufgrund künftiger Entwicklungen überholt sein, ohne dass die Werbemitteilung geändert wurde.

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Discount 380 2027/01: Basiswert Allianz

DU6SCM / //
Quelle: DZ BANK: Geld 17.04., Brief 17.04.
DU6SCM // Quelle: DZ BANK: Geld 17.04., Brief 17.04.
351,39 EUR
Geld in EUR
351,45 EUR
Brief in EUR
0,82%
Diff. Vortag in %
Basiswertkurs: 390,00 EUR
Quelle : Xetra , 17.04.
  • Max Rendite 8,12%
  • Max Rendite in % p.a. 10,76% p.a.
  • Discount in % 9,88%
  • Cap 380,00 EUR
  • Abstand zum Cap in % -2,56%
  • Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 1,00

News / Allianz SE

16.04.2026 | 05:41:46 (dpa-AFX)
Deutsche Unternehmen stark hagelgefährdet

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Deutsche Unternehmen werden nach einer Analyse der Allianz <DE0008404005> gemessen an der vergleichsweise kleinen Landfläche überdurchschnittlich schwer von Hagelschäden getroffen. Deutschland steht laut Berechnungen des Unternehmensversicherers Allianz Commercial in der Rangliste der von 2016 bis 2025 am schwersten von Hagel getroffenen Länder mit einem Anteil von vier Prozent an den Schäden auf Platz fünf hinter den USA, Frankreich, Kanada und Spanien. Aus diesen fünf Ländern kamen zusammen demnach fast 90 Prozent aller Hagelschadenmeldungen.

Hagel wird gefährlicher

Das liegt nicht nur daran, dass es in Nordamerika und Europa vergleichsweise häufig hagelt, sondern auch an der sogenannten Versicherungsdichte: Die Allianz hat viele Kunden auf beiden Erdteilen, in Asien und Afrika ist der Anteil der gegen Naturkatastrophen versicherten Firmen dagegen erheblich niedriger. Doch dies ist nicht alles: Nach Daten von Rückversicherern aus den vergangenen Jahrzehnten steigen im langfristigen Trend die durch Schwergewitter verursachten Schäden, da die Unwetter sowohl an Häufigkeit als auch an Intensität zugenommen haben. "Wir gehen davon aus, dass die Schäden weiter steigen werden", sagt Michael Bruch, Leiter der globalen Risikoberatung bei Allianz Commercial.

Es ist nicht nur der Klimawandel

Allianz Commercial ist die auf Unternehmensversicherungen spezialisierte Tochter des Münchner Dax-Konzerns <DE0008469008>. Die Fachleute werteten für ihre Berechnungen 3013 Schadenmeldungen der vergangenen zehn Jahre aus, inklusive der Anteile anderer Versicherer - große Unternehmen werden wegen des immensen Schadenpotenzials üblicherweise von Konsortien versichert. Damit werden die Risiken auf mehrere Schultern verteilt.

"Natürlich denkt man zuerst mal an klimawandelgetriebene Effekte, die natürlich eine Rolle spielen", sagte Bruch. "Aber ein wesentlicher Treiber ist, dass mehr und teurer in gefährdeten Gebieten gebaut wird." Ein weiterer Faktor sei die alternde Infrastruktur. "Und zu guter Letzt erleben wir steigende Bau- und Reparaturkosten."

Als ein Beispiel aus der jüngeren Vergangenheit führt die Versicherung in ihrem Papier Schwergewitter und Hagelstürme in Italien im Juli 2023 an, die 6,3 Milliarden Euro Schaden verursachten. "Wir sehen auch in Europa zunehmende Gefahren, speziell in Richtung Alpen und Norditalien", sagt Bruch.

Besonders gefährdet: Flugzeuge, Gebäude, Solaranlagen

In einer Hinsicht gilt für Firmen nichts anderes als für private Hausbesitzer: "Dächer sind natürlich besonders gefährdet, gerade wenn es dort Glaskuppeln oder sonstige Einbauten gibt", sagt Bruch. "Der Schaden am Dach ist das eine, aber eintretendes Wasser kann zu noch weitaus größeren Schäden führen." Doch sind keineswegs nur Gebäude gefährdet: "Darüber hinaus ist alles, was draußen steht, ein großes Thema", sagt Bruch. "Von Autos über Maschinen bis zu Solarfarmen und anderen empfindliche Anlagen. Hinzu kommen Flugzeuge und große Lagerhallen."

Flugzeuge sind besonders exponiert, weil sie meistens draußen geparkt werden und ihre Außenhüllen dünn sind. Und weil Flugzeuge sehr teuer sind, stehen sie auch in der Rangliste der Wirtschaftsgüter mit den höchsten Schäden an erster Stelle: Nach den Berechnungen der Allianz Commercial-Fachleute entfiel in den zehn Jahren von 2016 bis 2025 ein Anteil von 16 Prozent der gesamten Hagelschäden allein auf Flugzeuge, gefolgt von Gebäuden - kaputte Dächer und sonstige Schäden addiert - mit 14 Prozent. Danach kamen dann schon die ebenfalls empfindlichen Solaranlagen mit einem Anteil von sechs Prozent.

"Unternehmen sollten sich genau anschauen, wo und wie sie gefährdet sein könnten", meint Risikoberater Bruch. "Wir nennen das eine standortspezifische Vulnerabilitätsanalyse." Diese berücksichtigt neben lokalen Wetterphänomenen wie Hagel, Tornados oder Starkwind beispielsweise auch bauliche Schwachstellen oder die Anfälligkeit kritischer Anlagen. Und wie in fast allen Bereichen kann auch hier Künstliche Intelligenz helfen, künftige Klimaszenarien zu simulieren und Prioritäten für "Resilienzmaßnahmen" zu setzen./cho/DP/zb

13.04.2026 | 11:37:53 (dpa-AFX)
EQS-Stimmrechte: Allianz SE (deutsch)
13.04.2026 | 08:33:57 (dpa-AFX)
WDH: Unwetterschäden an Autos in Deutschland fast halbiert
13.04.2026 | 06:33:22 (dpa-AFX)
Unwetterschäden an Autos in Deutschland fast halbiert
08.04.2026 | 11:37:06 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Exporteure rechnen trotz Nahostkonflikt mit Wachstum
31.03.2026 | 16:38:52 (dpa-AFX)
EQS-Stimmrechte: Allianz SE (deutsch)
30.03.2026 | 11:05:51 (dpa-AFX)
EQS-Stimmrechte: Allianz SE (deutsch)

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