Allianz – Dank Digitalisierungsoffensive und Einsatz von Generativer KI sollte Ergebnis deutlich anschieben!
Allianz drückt bei Umsetzung des Strategieprogramms "Lifting Ambitions" aufs Tempo!
Die Allianz will ihr Wachstum in den kommenden Jahren nachhaltig forcieren. Dabei setzen die Münchener nicht nur auf neue Produkte wie Versicherungslösungen für die Absicherung von Cyber-Risiken für Unternehmenskunden oder neue Zusatzangebote im Bereich Krankenversicherungen. Ein wesentlicher Bestandteil des von Konzernchef Oliver Bäte Ende 2024 vorgestellten Strategie-Programms "Lifting Ambitions" beinhaltet dabei die Umsetzung von Produktivitäts-Steigerungen und die Realisierung von Einsparungen durch Digitalisierung und den Einsatz von Generativer KI. Bei der Umsetzung kommen die Münchener offenbar gut voran. So will die auf Versicherungen rund um Reise und Auto spezialisierte Allianz-Tochter Allianz Service-Partners mittelfristig offenbar schwerpunktmäßig im Kundensupport auf KI-Bots setzen. Einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" zufolge will Allianz Service-Partners KI für die Beantwortung einfacher Kundenanfragen einsetzen, wobei in den kommenden 12 bis 18 Monaten mindestens rund 1.500 Stellen abgebaut werden sollen.
KI hält in allen Bereichen Einzug!
Mittelfristig dürften auch weitere Tochtergesellschaften der Allianz nachziehen, zumal die Allianz in punkto KI-Bots für den Kundensupport sowie für administrative Aufgaben bereits jetzt zu den führenden Playern der Branche gehört. Bereits im August 2025 hat die Allianz den KI-Bot "Eric" unter anderem bei Allianz Partners eingeführt. Der von der Allianz entwickelte KI-Assistent ist unter anderem in der Lage, Anrufe in rund 20 Sprachen bearbeiten zu können, wobei "Eric" aktuell unter anderem bei Routineaufgaben wie der Aufnahme von Schadensfällen, beispielsweise bei der Annahme von Pkw-Unfällen, eingesetzt wird. Auch komplexere Aufgaben wie das Zusammenstellen und Aufbereiten von Informationen wird bei der Allianz immer öfter durch KI-Applikationen erledigt. So präsentierte die Allianz bereits Ende Februar vergangenen Jahres den Enterprise Knowledge Assistant (EKA). Dieser intelligente KI-Assistent ist in der Lage, Mitarbeitern schnell und effizient wichtige Informationen aus der hausinternen AWISO-Wissensbibliothek zu extrahieren und damit Mitarbeitern aus unterschiedlichen Fachbereichen, passende Daten zur Verfügung zu stellen. Damit ist das Potential des EKA noch längst nicht ausgeschöpft: Technologisch basiert das System auf Large Language Models (LLMs) und nutzt fortschrittliche Methoden wie Retrieval Augmented Generation (RAG), Modell-Feintuning sowie ein Multi-Agenten-Design, um die Antwortgenauigkeit zu maximieren. Zudem verbessert sich das System durch das Feedback der Anwender iterativ selbst. Laut Dong Chen, Head of Advanced Methods bei Allianz Group Data and AI, bietet EKA erheblichen Mehrwert: „EKA ermöglicht es Mitarbeitern, Informationen zu extrahieren und Fragen effizient zu beantworten. Das reduziert die Zeit erheblich, die sie mit der Suche nach Informationen in umfangreichen Datenbanken verbringen.“ Auch in anderen Bereichen halten KI-Lösungen bei der Allianz immer stärker Einzug. So sorgt der Insurance Copilot für eine schnellere und komfortablere Schadenregulierung. Die von Allianz Technology entwickelte KI-gestützte Lösung wird seit 2024 unter anderem bei der Regulierung von Kfz-Schäden in Österreich eingesetzt, wobei zeitaufwändige Arbeitsabläufe dank der KI automatisiert werden. „Der Insurance Copilot ist wie ein zusätzlicher Kollege in der Schadenabteilung. Er hilft den Schadenregulierern, komplexe Fälle zügig und korrekt zu bearbeiten. Die Schadenregulierer können dem Copilot Fragen zum Fall stellen und erhalten umgehend präzise Antworten“, erklärt Ali Riza Savas Saral, Head of Insurance Automation bei Allianz Technology.
Profitabilität sollte sich nachhaltig verbessern!
Dank der im Rahmen des Capital Markets Day 2024 vorgestellten Strategieoffensive will die Allianz das Konzernergebnis mittelfristig nachhaltig verbessern. So soll der bereinigte Gewinn je Aktie in den kommenden drei Jahren um 7 bis 9% p.a. ansteigen. Die Chancen, dass die Allianz diese ehrgeizigen Planziele erfolgreich erfüllen kann, stehen gut. Denn der Münchener Branchenprimus kommt nicht nur bei seiner Digitalisierungs-Initiative und dem Einsatz von Generativer KI gut voran und sollte dank Effizienzsteigerungen und daraus resultierenden Einsparungen seine Margen mittelfristig nachhaltig verbessern. Auch operativ läuft es bei der Allianz weiter rund, was die jüngsten Q3-Zahlen eindrucksvoll belegen. So verbesserte sich der bereinigte operative Gewinn dank geringerer Großschadensbelastungen und dem insgesamt starken Abschneiden in der Lebens- und Krankenversicherung unerwartet deutlich von 3,94 auf 4,43 Mrd. Euro, während man bei den Gesamteinnahmen mit 42,8 Mrd. Euro auf Vorjahresniveau abgeschnitten hatte. Auch unter dem Strich überraschte man mit einem deutlichen Anstieg von 2,47 auf 2,847 Mrd. Euro, womit man ebenfalls über den Erwartungen gelegen hatte. Entsprechend rechnen die Münchener für das Gesamtjahr nun mit einem bereinigten operativen Ergebnis in der Spanne von 17,00 bis 17,5 Mrd. Euro (zuvor: 15 bis 17 Mrd. Euro). Da in Schlüsselkategorien wie dem Bereich Schaden- und Unfallversicherungen angesichts der weiter bestehenden Großschadensrisiken im Zuge des Klimawandels weitere Preissteigerungen zu erwarten sind, und die Nachfrage gerade im Bereich Elementarschadensversicherungen hoch bleibt, dürfte sich die starke Entwicklung im Kerngeschäft weiter fortsetzen. Entsprechend sollten auch die Konsenserwartungen, die für 2026 ein EPS von 30,40 Euro und für 2027 ein EPS von 32,63 Euro vorsehen, weiter steigen. Damit sinkt das KGV auf 11,7, was angesichts des enormen Kostensenkungs-Potentials im Zuge des Strategie-Programms "Lifting Ambitions" nicht zu teuer erscheint. Auch die Aktionäre werden von den verbesserten Ergebnisaussichten profitieren, zumal die Allianz ihre Ausschüttungen in den kommenden Jahren weiter steigern will. Im Zeitraum von 2025 bis 2027 will man insgesamt rund 27 Mrd. Euro an seine Anteilseigner ausschütten. Neben höheren Dividendenausschüttungen dürften die Allianz auch weitere milliardenschwere Aktienrückkäufe durchführen, nachdem das Ende März 2025 angekündigte Rückkaufprogramm über 2 Mrd. Euro Ende 2025 erfolgreich abgeschlossen wurde.
Produktidee: Discount-Zertifikat Classic auf Allianz SE
Eine attraktive Alternative zur Direktanlage in die Aktie sind Discount-Zertifikate. Anlegern steht eine Auswahl an entsprechenden Produkten auf den Basiswert Allianz SE zur Verfügung. Ein Beispiel ist ein Discount-Zertifikat mit der WKN: DU6SCM, das am 22.01.2027 fällig wird (Rückzahlungstermin) und mit einem Discount zum Kurs der Aktie Allianz SE notiert. Der Anleger erhält keine sonstigen Erträge (z.B. Dividenden) und hat keine weiteren Ansprüche aus dem Basiswert. Die Höhe der möglichen Rückzahlung wird bei 380,00 Euro begrenzt.
Für die Rückzahlung des Zertifikats gibt es zwei Möglichkeiten:
1. Liegt der Schlusskurs des Basiswerts Allianz SE an der maßgeblichen Börse am 15.01.2027 (Referenzpreis) auf oder über dem Cap, erhält der Anleger den Höchstbetrag von 380,00 Euro.
2. Liegt der Referenzpreis unter dem Cap, erhält der Anleger einen Rückzahlungsbetrag, der dem Referenzpreis multipliziert mit dem Bezugsverhältnis (1,00) entspricht. Der Anleger erleidet einen Verlust, wenn der Rückzahlungsbetrag unter dem Erwerbspreis des Produkts liegt.
Ein gänzlicher Verlust des eingesetzten Kapitals ist möglich (Totalverlustrisiko). Ein Totalverlust tritt ein, wenn der Referenzpreis null ist. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist auch möglich, wenn die DZ BANK als Emittent ihre Verpflichtungen aus dem Zertifikat aufgrund behördlicher Anordnungen oder einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit/Überschuldung) nicht mehr erfüllen kann.
Das vorliegend beschriebene Discount-Zertifikat richtet sich an Anleger, die einen Anlagehorizont bis zum 22.01.2027 haben und davon ausgehen, dass der Allianz SE am 15.01.2027 auf oder über 380,00 Euro liegen wird.
Eine ausführliche Erläuterung der genannten Fachbegriffe finden Sie in unserem Glossar.
Stand: 13.01.2027, DZ BANK AG / Online-Redaktion
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Discount 380 2027/01: Basiswert Allianz
Geld in EUR
Brief in EUR
- Max Rendite 12,19%
- Max Rendite in % p.a. 11,91% p.a.
- Discount in % 10,11%
- Cap 380,00 EUR
- Abstand zum Cap in % 0,85%
- Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 1,00
News / Allianz SE
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