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Idee der Woche / Archiv: 07.07.2026 | 14:14:36 Werbung

RWE: Grüne Anleihen und Amprion-Aufstockung prägen die strategische Ausrichtung

Marcus Landau
Redakteur Marcus Landau

Produktmanager bei der DZ BANK

Derzeit prägen weitreichende Kapitalmaßnahmen, darunter Investitionen von 3,6 Mrd. Euro in das Netzgeschäft, die strategische Ausrichtung der RWE AG. Begleitet von operativen Erweiterungen im Ausland und der Emission grüner Anleihen festigt der Konzern die finanzielle Basis für ein angestrebtes Dividendenwachstum von 10 %.

Marcus Landau
Redakteur Marcus Landau

Produktmanager bei der DZ BANK

Kapitalmaßnahmen und Optimierung der Bilanzstruktur

Jüngst lag der Schwerpunkt der RWE AG auf der Neuausrichtung der Finanzstruktur. Anfang Juni beendete der Konzern das im November 2024 gestartete Aktienrückkaufprogramm mit einem Volumen von 1,5 Mrd. Euro. Kurze Zeit später, am 22. Juni, beschloss der Vorstand eine Eigenkapitalmaßnahme. Dazu soll das Grundkapital von RWE unter teilweiser Ausnutzung des genehmigten Kapitals durch Ausgabe von 36.143.952 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien, entsprechend 4,9 % des Grundkapitals, gegen Bareinlagen erhöht werden. Gleichzeitig sollen bis zu 38.240.169 eigene Aktien von RWE, entsprechend 5,1% des Grundkapitals, veräußert werden. Ziel ist es, mit diesen finanziellen Mitteln primär die Finanzierung der Anteilsaufstockung am Übertragungsnetzbetreiber Amprion für rund 3,6 Mrd. Euro zu stemmen. Ergänzend emittierte RWE Ende Juni eine grüne Anleihe im Wert von 1,5 Mrd. Euro am Kapitalmarkt. Aus Sicht des Konzerns schaffen diese Schritte die notwendige finanzielle Flexibilität, um den Umbau des Erzeugungsportfolios kapitalgedeckelt fortzuführen.

 

Operative Erweiterungen im europäischen Raum

Neben den finanziellen Strukturierungen verzeichnete RWE im Frühsommer operative Fortschritte im europäischen Ausland und im Heimatmarkt. Ende Juni meldeten RWE und das Partnerunternehmen PPC die Inbetriebnahme von rund einem Gigawatt an neuer Solarkapazität in Nordgriechenland. Parallel dazu eröffnete der Energieversorger ein neues Kontrollzentrum für Offshore-Windparks in Ostfriesland. Das Unternehmen verfolgt damit das Ziel, die dezentrale Steuerung der europäischen Erzeugungskapazitäten zu bündeln und die Anlagenverfügbarkeit auf Basis standardisierter Prozesse zu erhöhen. Der Konzern richtet seine operativen Kapazitäten darauf aus, Skaleneffekte bei der Wartung und Betriebsführung zu generieren.

 

Netzinfrastruktur und erneuerbare Energien als Wachstumstreiber

Die langfristige Entwicklung des Konzerns stützt sich auf die Integration von erneuerbaren Energien und die Stärkung der Stromnetze. Die Aufstockung der Anteile an Amprion verdeutlicht die Erwartung des Managements, dass die Transportnetze eine Kernrolle bei der Transformation des Energiesektors spielen werden. Die politische Förderung des Smart-Meter-Rollouts und der erwartete Fortschritt bei Trassen wie Suedlink bilden die regulatorische Grundlage, auf der RWE das eigene Geschäftsmodell kalibriert. Der Konzern betrachtet die Digitalisierung der Netzinfrastruktur als Voraussetzung, um das wachsende Portfolio aus fluktuierender Wind- und Solarenergie systemdienlich einzuspeisen und Transportengpässe abzumildern.

 

Geschäftsausblick und Dividendenpolitik

Die strategischen Entscheidungen der letzten beiden Monate ordnen sich in die übergeordnete Ertragsprognose ein. Nach einem Jahresauftakt mit einem Zuwachs des bereinigten Nettoergebnisses je Aktie bestätigte das Management den Ausblick für das laufende Geschäftsjahr. Das Unternehmen kalkuliert weiterhin mit einem bereinigten EBITDA zwischen 5,2 und 5,8 Mrd. Euro. Vor dem Hintergrund der operativen Erwartungen strebt der Vorstand für das Geschäftsjahr 2026 eine reguläre Dividende von 1,32 Euro je Aktie an. Dies entspricht einem Zuwachs von 10 % im Vergleich zur Vorjahresauschüttung und reflektiert die aus Sicht der Unternehmensführung kalkulierbare Ertragslage trotz hoher Investitionsaufwendungen.

 

Produktidee: Discount-Zertifikat Classic auf RWE AG

Eine attraktive Alternative zur Direktanlage in die Aktie sind Discount-Zertifikate. Anlegern steht eine Auswahl an entsprechenden Produkten auf den Basiswert RWE AG zur Verfügung. Ein Beispiel ist ein Discount-Zertifikat mit der WKN: DU7MHM, das am 25.06.2027 fällig wird (Rückzahlungstermin) und mit einem Discount zum Kurs der Aktie RWE AG notiert. Der Anleger erhält keine sonstigen Erträge (z.B. Dividenden) und hat keine weiteren Ansprüche aus dem Basiswert. Die Höhe der möglichen Rückzahlung wird bei 55,00 Euro begrenzt.

 

Für die Rückzahlung des Zertifikats gibt es zwei Möglichkeiten:

1. Liegt der Schlusskurs des Basiswerts RWE AG an der maßgeblichen Börse am 18.06.2027 (Referenzpreis) auf oder über dem Cap, erhält der Anleger den Höchstbetrag von 55,00 Euro.

2. Liegt der Referenzpreis unter dem Cap, erhält der Anleger einen Rückzahlungsbetrag, der dem Referenzpreis multipliziert mit dem Bezugsverhältnis (1,00) entspricht. Der Anleger erleidet einen Verlust, wenn der Rückzahlungsbetrag unter dem Erwerbspreis des Produkts liegt.

Ein gänzlicher Verlust des eingesetzten Kapitals ist möglich (Totalverlustrisiko). Ein Totalverlust tritt ein, wenn der Referenzpreis null ist. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist auch möglich, wenn die DZ BANK als Emittent ihre Verpflichtungen aus dem Zertifikat aufgrund behördlicher Anordnungen oder einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit/Überschuldung) nicht mehr erfüllen kann.

 

Das vorliegend beschriebene Discount-Zertifikat richtet sich an Anleger, die einen Anlagehorizont bis zum 25.06.2027 haben und davon ausgehen, dass die RWE AG am 18.06.2027 auf oder über 55,00 Euro liegen wird.

 

Eine ausführliche Erläuterung der genannten Fachbegriffe finden Sie in unserem Glossar.

 

Stand: 07.07.2026, DZ BANK AG / Online-Redaktion / Emittent DZ BANK

Hinweis auf Rechtliches, Prospekt und Basisinformationsblatt

Hinweis auf das Basisinformationsblatt
Das von der DZ BANK erstellte Basisinformationsblatt ist in der jeweils aktuellen Fassung auf der Internetseite der DZ BANK www.dzbank-wertpapiere.de/DU7MHM (dort unter „Dokumente“) abrufbar. Dies gilt, solange das Produkt für Privatanleger verfügbar ist.

Hinweis auf den Prospekt
Der gemäß gesetzlicher Vorgaben von der DZ BANK bezüglich des öffentlichen Angebots erstellte Basisprospekt sowie etwaige Nachträge und die zugehörigen Endgültigen Bedingungen sind auf der Internetseite der DZ BANK www.dzbank-wertpapiere.de veröffentlicht und können unter www.dzbank-wertpapiere.de/DU7MHM (dort unter „Dokumente“) abgerufen werden. Sie sollten den Prospekt lesen, bevor Sie eine Anlageentscheidung treffen, um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Prospekts von der zuständigen Behörde ist nicht als Befürwortung der angebotenen oder zum Handel an einem geregelten Markt zugelassenen Wertpapiere zu verstehen. Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann.

Rechtliche Hinweise: Diese Information ist eine Werbemitteilung und dient ausschließlich Informationszwecken. Diese Information wurde von dem Redakteur im Auftrag der DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank („DZ BANK“) erstellt und ist zur Verteilung in der Bundesrepublik Deutschland bestimmt. Diese Werbemitteilung richtet sich nicht an Personen mit Wohn- und/oder Gesellschaftssitz und/oder Niederlassungen im Ausland, vor allem in den Vereinigten Staaten von Amerika, Kanada, Großbritannien oder Japan. Diese Werbemitteilung darf im Ausland nur in Einklang mit den dort geltenden Rechtsvorschriften verteilt werden und Personen, die in den Besitz dieser Informationen und Materialien gelangen, haben sich über die dort geltenden Rechtsvorschriften zu informieren und diese zu befolgen. Diese Werbemitteilung stellt weder ein öffentliches Angebot noch eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebotes zum Erwerb von Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar. Die DZ BANK ist insbesondere nicht als Anlageberater oder aufgrund einer Vermögensbetreuungspflicht tätig. Diese Werbemitteilung ist keine Finanzanalyse. Diese Werbemitteilung stellt eine unabhängige Bewertung der entsprechenden Emittentin bzw. Wertpapiere durch den Redakteur dar. Alle hierin enthaltenen Bewertungen, Stellungnahmen oder Erklärungen sind diejenigen des Redakteurs der Werbemitteilung und stimmen nicht notwendigerweise mit denen der Emittentin oder dritter Parteien überein. Angaben zu künftigen Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für die tatsächliche künftige Wertentwicklung. Der Redakteur hat die Informationen, auf die sich die Werbemitteilung stützt, aus als zuverlässig erachteten Quellen übernommen, ohne jedoch alle diese Informationen selbst zu verifizieren. Dementsprechend gibt die DZ BANK keine Gewährleistungen oder Zusicherungen hinsichtlich der Genauigkeit, Vollständigkeit oder Richtigkeit der hierin enthaltenen Informationen oder Meinungen ab. Die DZ BANK übernimmt keine Haftung für unmittelbare oder mittelbare Schäden, die durch die Verteilung und/oder Verwendung dieser Werbemitteilung verursacht werden und/oder mit der Verteilung und/oder Verwendung dieser Werbemitteilung im Zusammenhang stehen. Eine Investitionsentscheidung bezüglich irgendwelcher Wertpapiere oder sonstiger Finanzinstrumente sollte auf der Grundlage eines Beratungsgesprächs sowie Prospekts oder Informationsmemorandums erfolgen und auf keinen Fall auf der Grundlage dieser Werbemitteilung. Die Bewertungen können je nach den speziellen Anlagezielen, dem Anlagehorizont oder der individuellen Vermögenslage für einzelne Anleger nicht oder nur bedingt geeignet sein. Die Informationen und Meinungen entsprechen dem Stand zum Zeitpunkt der Erstellung der Werbemitteilung. Sie können aufgrund künftiger Entwicklungen überholt sein, ohne dass die Werbemitteilung geändert wurde.

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Discount 55 2027/06: Basiswert RWE

DU7MHM / //
Quelle: DZ BANK: Geld 21.07. 18:50:52, Brief 21.07. 18:50:52
DU7MHM // Quelle: DZ BANK: Geld 21.07. 18:50:52, Brief 21.07. 18:50:52
49,61 EUR
Geld in EUR
49,71 EUR
Brief in EUR
0,34%
Diff. Vortag in %
Basiswertkurs: 58,20 EUR
Quelle : Xetra , 18:14:26
  • Max Rendite 10,64%
  • Max Rendite in % p.a. 11,50% p.a.
  • Discount in % 14,59%
  • Cap 55,00 EUR
  • Abstand zum Cap in % -5,50%
  • Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 1,00

News / RWE AG

19.07.2026 | 09:05:04 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Weniger Förderung - Solarbranche von Reformplänen alarmiert

BERLIN (dpa-AFX) - Branchenverbände sehen den Ausbau der Solarenergie in Deutschland durch Pläne des Bundeswirtschaftsministeriums bedroht. Vor allem die vorgesehene Streichung der Förderung für neue kleine Solaranlagen ab 2027 könne Investitionen in Milliardenhöhe einbrechen lassen und bundesweit Zehntausende Arbeitsplätze in Mittelstand und Handwerk gefährden, warnte der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW).

Das Ministerium von Katherina Reiche (CDU) hatte am Freitagabend seine Entwürfe für die Neufassung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) und das sogenannte Netzpaket öffentlich gemacht. Demnach ist für die Betreiber von Solaranlagen bis 25 Kilowatt installierter Leistung, die ab 2027 errichtet werden, eine garantierte Vergütung von nur noch maximal 36 Monaten vorgesehen.

Nach dieser Übergangsphase sollen sie auf eine Direktvermarktung umsteigen. Direktvermarktung heißt, dass der Strom über einen Dienstleister an Strombörsen verkauft wird. Dabei schwanken die Preise, sie sind kaum kalkulierbar.

"Die Pläne sind gänzlich aus der Zeit gefallen. Sie halten Privathaushalte länger in fossiler Energieabhängigkeit und gefährden Zehntausende Jobs in der Solarbranche", sagte BSW-Hauptgeschäftsführer Carsten Körnig. Ähnlich reagierte der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE). "Statt verlässlicher Investitionsbedingungen schafft die Bundesregierung neue Unsicherheit", meinte BEE-Präsidentin Ursula Heinen-Esser.

Geringere Entschädigung bei Zwangsabschaltung von Anlagen

Für neue Solar- und Windkraftanlagen, die in Regionen errichtet werden, die bereits Netzengpässe haben, soll es künftig verringerte Ausgleichszahlungen geben, wenn diese Anlagen zeitweise abgeschaltet werden müssen, um eine Netzüberlastung zu verhindern. Auch das sieht der BSW kritisch: Damit würden große Teile Deutschlands zu Sperrzonen für erneuerbare Energien.

Die Deutsche Umwelthilfe sieht als entscheidenden Fehler, dass die Bundesregierung die Folgen eines unzureichenden Netzausbaus auf diejenigen verlagere, die die Energiewende überhaupt erst möglich machten. Die Vorgaben für die Netzbetreiber blieben vielfach unverbindlich, während Betreiber erneuerbarer Anlagen stärker in die Pflicht genommen würden, stellte Bundesgeschäftsführer Sascha Müller-Kraenner fest.

Der Bundesverband Neue Energiewirtschaft (BNE) kritisierte, weiterhin gebe der langsamste Netzbetreiber das Tempo der Energiewende vor. "Ein modernes Industrieland braucht bundesweit schnelle, digitale und verlässliche Anschlussprozesse", sagte BNE-Geschäftsführer Robert Busch.

Auch Kritik von Grünen und Linken

Für die Linke äußerte sich die stellvertretende Fraktionschefin Janine Wissler: "Das Kernproblem bleibt, dass Katherina Reiche durch die Änderungen am EEG erneuerbare Energien unwirtschaftlicher macht. Das ist für Anbieter von erneuerbaren Energien eine Katastrophe."

Der Grünen-Wirtschaftspolitiker Michael Kellner sagte, das Netzpaket nehme zu einseitig Rücksicht auf die Netzbetreiber. Ihnen blieben sechs Jahre Zeit zum Beseitigen von Netzengpässen. "Hier wird der Ausbau vertrödelt. Sonnenstrom vom Dach wird mit dem Paket massiv beschränkt. Das ist falsch. Wir könnten die Energie gut gebrauchen, auch und gerade fürs Kühlen mit Klimaanlagen", fügte Kellner hinzu.

Reiche hält an Ökostrom-Ziel fest

Über das Erneuerbare-Energien-Gesetz wird seit dem Jahr 2000 der Ausbau von Ökostrom in Deutschland gefördert. 2025 lag der Anteil von Wind, Sonne, Biomasse und Co. an der Stromerzeugung nach Angaben der Energiebranche bei 58 Prozent. 2030 sollen es 80 Prozent sein. An diesem Ziel hält Reiche erklärtermaßen fest. Mit der EEG-Reform will sie die Kosten der Förderung reduzieren.

Ihr Ministerium hatte schon im Januar einen ersten Entwurf erarbeitet, der bei Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) und Umweltminister Carsten Schneider (ebenfalls SPD) auf Widerspruch stieß. Befürchtet wurde ein Ausbremsen der Energiewende./brd/DP/zb

16.07.2026 | 12:09:37 (dpa-AFX)
Gericht prüft Enteignung von BUND-Grundstück am RWE-Tagebau Hambach
15.07.2026 | 10:53:04 (dpa-AFX)
ANALYSE-FLASH: UBS belässt RWE auf 'Buy' - Kursziel 66 Euro
15.07.2026 | 10:52:33 (dpa-AFX)
ANALYSE-FLASH: Jefferies nimmt RWE in Favoritenliste auf
14.07.2026 | 06:25:13 (dpa-AFX)
Irankrieg und Berliner Sparpläne lösen Solarboom aus
14.07.2026 | 06:18:07 (dpa-AFX)
Analyse: Viertel des EU-Stroms kommt aus Solarkraft
14.07.2026 | 06:00:34 (dpa-AFX)
RWE erwartet stabile Strompreise für Haushalte

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