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Open-End Faktor-Optionsschein 13x long mit Knock-Out: E.ON

DN4R1Y / DE000DN4R1Y6 //
Quelle: DZ BANK: Geld 11.09. 13:13:33, Brief 11.09. 13:13:33
DN4R1Y DE000DN4R1Y6 // Quelle: DZ BANK: Geld 11.09. 13:13:33, Brief 11.09. 13:13:33
10,84 EUR
Geld in EUR
10,94 EUR
Brief in EUR
11,41%
Diff. Vortag in %
Basiswertkurs: 17,710 EUR
Quelle : Xetra , 12:54:39
  • Reset-Schwelle 16,4888 EUR
  • Abstand zur Reset-Schwelle in % 6,90%
  • Knock-Out-Barriere 16,2484 EUR
  • Faktor 13,00x
  • Kurs-Schwelle 21,084 EUR
  • Bezugsverhältnis 7,246437
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Hinweis der DZ BANK:

Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.

Gemäß Allgemeinverfügung BaFin nach Art. 42 MiFIR und § 15 Absatz 1 Satz 2 WpHG in Verbindung mit Art. 42 MiFIR betreffend Turbo-Zertifikate vom 15.10.2025

Chart

Open-End Faktor-Optionsschein 13x long mit Knock-Out: E.ON

  • Intraday
  • 1W
  • 1M
  • 3M
  • 6M
  • 1J
  • 2J
  • 5J
  • Max
Quelle: DZ BANK AG, Frankfurt: 11.09. 13:13:33
Charts zeigen die Wertentwicklungen der Vergangenheit. Zukünftige Ergebnisse können sowohl niedriger als auch höher ausfallen. Falls Kurse in Fremdwährung notieren, kann die Rendite infolge von Währungsschwankungen steigen oder fallen. © 2026 DZ BANK AG

Stammdaten

Stammdaten
WKN / ISIN DN4R1Y / DE000DN4R1Y6
Emittent DZ BANK AG
Produktstruktur Hebelprodukt
Kategorie Faktor-Optionsschein
Produkttyp long (steigende Markterwartung)
Währung des Produktes EUR
Quanto Nein
Bezugsverhältnis (BV) / Bezugsgröße 7,246437
Ausübung Bermuda
Emissionsdatum 18.08.2026
Erster Handelstag 18.08.2026
Letzter Handelstag Endlos
Handelszeiten 08:00 - 22:00 Hinweise zur Kursstellung
Knock-Out-Zeiten Übersicht
Letzter Bewertungstag Endlos
Zahltag Endlos
Fälligkeitsdatum N/A
Basispreis 16,2208 EUR
Reset-Preis 17,57 EUR
Reset-Schwelle 16,4888 EUR
Kurs-Schwelle 21,084 EUR
Knock-Out-Barriere bezogen auf den Inneren Wert 0,20 EUR
Knock-Out bei Basiswert Kurs 16,2484 EUR
Knock-Out-Barriere erreicht Nein
Knock-Out-Barriere erreicht am --
Anpassungsprozentsatz p.a. 5,22600% p.a.
enthält: Bereinigungsfaktor 3,00%
Anpassungshistorie
ZeitpunktReset-PreisBasispreis
10.09.202617,57 EUR16,2208 EUR
09.09.202617,61 EUR16,2577 EUR
08.09.202617,65 EUR16,2947 EUR
07.09.202617,70 EUR16,3456 EUR
04.09.202617,50 EUR16,1562 EUR
03.09.202617,455 EUR16,1146 EUR
02.09.202617,46 EUR16,1193 EUR
01.09.202617,725 EUR16,3639 EUR
31.08.202617,80 EUR16,4379 EUR
28.08.202617,83 EUR16,4608 EUR
27.08.202617,615 EUR16,2624 EUR
26.08.202617,885 EUR16,5116 EUR
25.08.202617,63 EUR16,2762 EUR
24.08.202617,435 EUR16,1008 EUR
21.08.202617,41 EUR16,0731 EUR
20.08.202617,55 EUR16,2023 EUR
19.08.202617,37 EUR16,0362 EUR
18.08.202617,56 EUR16,2116 EUR
17.08.202617,385 EUR16,0477 EUR

* = außerordentlicher Reset

Kennzahlen

Kennzahlen
Berechnung: 11.09.2026, 13:13:33 Uhr mit Geld 10,84 EUR / Brief 10,94 EUR
Spread Absolut 0,10 EUR
Spread Homogenisiert 0,0138 EUR
Spread in % des Briefkurses 0,91%
Faktor 13,00x
Abstand zur Reset-Schwelle absolut 1,2212 EUR
Abstand zur Reset-Schwelle in % 6,90%
Abstand zur Kurs-Schwelle absolut 0,14 EUR
Abstand zur Kurs-Schwelle in % 0,79%
Abstand zum Knock-Out bei Basiswert Kurs absolut 1,4616 EUR
Abstand zum Knock-Out bei Basiswert Kurs in % 8,25%
Performance seit Auflegung in % 9,94%

Basiswert

Basiswert
Kurs 17,710 EUR
Diff. Vortag in % 0,80%
52 Wochen Tief 14,980 EUR
52 Wochen Hoch 20,390 EUR
Quelle Xetra, 12:54:39
Basiswert E.ON SE
WKN / ISIN ENAG99 / DE000ENAG999
KGV --
Produkttyp Aktie
Sektor Versorger

Produktbeschreibung

Art:
Dieses Produkt ist eine Inhaberschuldverschreibung nach deutschem Recht.

Laufzeit:
Dieses Produkt hat keine feste Laufzeit. Es kann jedoch durch den Anleger ausgeübt oder durch die DZ BANK gekündigt werden. Zudem endet die Laufzeit des Produkts automatisch, sobald ein Knock-out-Ereignis eintritt.

Ziele:
Ziel dieses Produkts ist es, Ihnen einen bestimmten Anspruch zu vorab festgelegten Bedingungen zu gewähren. Es bietet eine überproportionale (gehebelte) Partizipation sowohl an Kursanstiegen als auch an Kursrückgängen des Basiswerts. Das Produkt ist mit einem Faktor von 13 ausgestattet. Dieser Faktor beschreibt die Hebelwirkung, die durch die regelmäßige Anpassung verschiedener Produktparameter wieder auf 13 bereinigt um u.a. etwaige Kosten gesetzt wird.

Grundsätzlich wird an jedem Üblichen Handelstag, an dem auch die Frankfurter Wertpapierbörse für ihren allgemeinen Geschäftsbetrieb geöffnet hat, der Basispreis und das Bezugsverhältnis (maßgebliche Parameter für den Inneren Wert des Produkts) in Abhängigkeit des festgestellten Schlusskurs des Basiswerts an der Maßgeblichen Börse (Reset-Preis) angepasst (Anpassung nach einem Ordentlichen Reset). Hierbei werden Finanzierungskosten über einen spezifischen Marktzins sowie Kosten im Zusammenhang mit dem Produkt zzgl. einer Marge für die DZ BANK durch den Bereinigungsfaktor wertmindernd berücksichtigt. Unter besonderen in den Produktbedingungen definierten Umständen kann der Ordentliche Reset entfallen.

Darüber hinaus kann es bei einem starken Kursrückgang des Basiswerts, d.h. wenn ein Beobachtungspreis auf oder unterhalb der sogenannten Reset-Schwelle notiert, zu einer außerordentlichen untertägigen Anpassung des Basispreises und des Bezugsverhältnisses in Abhängigkeit des innerhalb einer in den Produktbedingungen definierten Bewertungsfrist ermittelten niedrigsten Kurses des Basiswerts an der Maßgeblichen Börse (Reset-Preis-AO) kommen. Die untertägige Anpassung zielt darauf ab, das Risiko eines negativen Inneren Werts des Produkts zu vermeiden. Dieser Mechanismus kann jedoch einen Totalverlust oder einen einem Totalverlust nahekommenden Wertverlust des Produkts nicht verhindern.

Eine Anpassung verschiedener Produktparameter erfolgt grundsätzlich auch, um Dividendenzahlungen (bereinigt um etwaige Steuern) im Basiswert im Produkt zu berücksichtigen.

Aufgrund seiner Hebelwirkung reagiert das Produkt auf kleinste Bewegungen des Basiswerts. Ein fallender Kurs des Basiswerts kann den Wert des Produkts erheblich verringern. Daraus resultierende Verluste werden ggf. auch bei anschließenden steigenden Kursen des Basiswerts auf das vorherige Niveau nicht vollständig kompensiert.

Einlösung durch den Anleger oder Kündigung durch die DZ BANK:

Sie sind berechtigt, das Produkt zu in den Produktbedingungen festgelegten Terminen (erstmals zum 27.08.2026) einzulösen. Die Einlösung erfolgt, indem Sie mindestens fünf Bankarbeitstage vor dem jeweiligen Einlösungstermin bis 10:00 Uhr (Ortszeit Frankfurt am Main) eine Einlösungserklärung in Textform an die DZ BANK schicken und die einzulösenden Produkte bei der DZ BANK eingegangen sind. Darüber hinaus hat die DZ BANK das Recht, die WKN insgesamt, jedoch nicht teilweise, zu in den Produktbedingungen festgelegten Terminen (erstmals zum 27.08.2026) ordentlich zu kündigen. Die ordentliche Kündigung durch die DZ BANK ist mindestens fünf Bankarbeitstage vor dem jeweiligen ordentlichen Kündigungstermin zu veröffentlichen.

Nach frist- und formgerechter Einlösung durch Sie oder Kündigung durch die DZ BANK und sofern nicht zuvor ein Knock-out-Ereignis eingetreten ist, entspricht der Rückzahlungsbetrag am Rückzahlungstermin pro Produkt der Differenz aus dem Referenzpreis und dem zum Zeitpunkt des Referenzpreises maßgeblichen Basispreis, welche mit dem zum Zeitpunkt des Referenzpreises maßgeblichen Bezugsverhältnis multipliziert wird: ((Referenzpreis – zuletzt angepasster Basispreis) x zuletzt angepasstes Bezugsverhältnis).

Automatische Beendigung des Produkts:

Das Produkt endet automatisch mit sofortiger Wirkung, wenn eines der in den Produktbedingungen definierten Ereignissen eintritt (Knock-out-Ereignis). Maßgeblich für ein Knock-out-Ereignis ist der Innere Wert des Produkts. Dieser entspricht der mit dem zum Zeitpunkt der jeweiligen Berechnung geltenden Bezugsverhältnis multiplizierten Differenz aus dem Beobachtungspreis und dem zum Zeitpunkt der jeweiligen Berechnung geltenden Basispreis:
((Beobachtungspreis – Basispreis) x Bezugsverhältnis). Ein Knock-out-Ereignis tritt in den nachfolgend beschriebenen Fällen ein:

  1. Der Innere Wert ist einmal kleiner oder gleich null: In diesem Fall beträgt der Rückzahlungsbetrag am Rückzahlungstermin 0,001 EUR pro Produkt, wobei der Rückzahlungsbetrag, den die DZ BANK an Sie zahlt, aufsummiert für sämtliche von Ihnen gehaltenen Produkte der WKN DN4R1Y berechnet und kaufmännisch auf zwei Nachkommastellen gerundet wird. Soweit Sie weniger als zehn Produkte der WKN DN4R1Y halten, wird unabhängig von der Anzahl der Produkte der WKN DN4R1Y, die Sie halten, ein Betrag in Höhe von 0,01 EUR gezahlt.

  2. Der Innere Wert ist einmal kleiner oder gleich 0,20 EUR und größer null:

a) Erfolgt dies anhand des Eröffnungskurses des Basiswerts an der Maßgeblichen Börse oder des Reset-Preises oder des Reset-Preises-AO als Beobachtungspreis, entspricht der Rückzahlungsbetrag am Rückzahlungstermin dem Inneren Wert zum Zeitpunkt des Knock-out-Ereignisses und wird kaufmännisch auf zwei Nachkommastellen gerundet. Ist der so ermittelte Rückzahlungsbetrag nicht positiv, beträgt der Rückzahlungsbetrag am Rückzahlungstermin 0,001 EUR pro Produkt, wobei der Rückzahlungsbetrag, den die DZ BANK an Sie zahlt, aufsummiert für sämtliche von Ihnen gehaltenen Produkte der WKN DN4R1Y berechnet und kaufmännisch auf zwei Nachkommastellen gerundet wird. Soweit Sie weniger als zehn Produkte der WKN DN4R1Y halten, wird unabhängig von der Anzahl der Produkte der WKN DN4R1Y, die Sie halten, ein Betrag in Höhe von 0,01 EUR gezahlt.

b) Trifft a) nicht zu, so entspricht der Rückzahlungsbetrag am Rückzahlungstermin 0,20 EUR.

Sie erhalten keine sonstigen Erträge (z.B. Dividenden) und haben keine weiteren Ansprüche (z.B. Stimmrechte) aus dem Basiswert.

Analyse

Gesamteindruck
Einfach nutzbares Gesamtrating basierend auf einer fundamentalen, technischen und Risikoanalyse unter Einbezug von Branchen- und Marktumfeld.

Eher positiv

Gewinnprognose
Der Veränderungstrend der Gewinnprognosen über ein Zeitfenster von 7 Wochen. Aktuelle Aktienbewertungen ausgewählter Analysten finden Sie unter DPA-AFX ANALYSER.

Positive Analystenhaltung seit 05.06.2026

Kurs-Gewinn-Verhältnis
Das KGV setzt den aktuellen Kurs der Aktie ins Verhältnis zu seiner Gewinnerwartung. Es wird auf Basis der langfristigen Gewinnprognosen der Analysten errechnet.
13,2

Erwartetes KGV für 2028

Risiko-Bewertung
Gesamteinschätzung des Risikos auf Basis des Bear Market und des Bad News Factors.

Niedrig

Bear-Market-Faktor
Risiko Parameter, der anhand des Titelverhaltens in sich abwärts bewegenden Märkten das Marktrisiko einer Aktie angibt.

Defensiver Charakter bei sinkendem Index

Korrelation
Die Korrelation gibt an, inwieweit die Bewegungen der Aktie mit denen Ihres Indexes übereinstimmen.
39,8%

Schwache Korrelation mit dem STOXX600

Marktkapitalisierung (Mrd. USD) 53,72 Grosser Marktwert Mit einer Marktkapitalisierung von >$8 Mrd., ist E ON SE ein hoch kapitalisierter Titel.
Gewinnprognose Positive Analystenhaltung seit 05.06.2026 Die Gewinnprognosen pro Aktie liegen heute höher als vor sieben Wochen. Dieser positive Trend hat am 05.06.2026 bei einem Kurs von 18,27 eingesetzt.
Preis Unterbewertet, gemäss theScreener Auf Basis des Wachstumspotentials und eigener Kriterien, erscheint uns der Aktienkurs aktuell unterbewertet.
Relative Performance -5,6% Unter Druck (vs. STOXX600) Dividendenbereinigt liegt die Aktie über vier Wochen betrachtet -5,6% hinter dem STOXX600 zurück.
Mittelfristiger Trend Negative Tendenz seit dem 14.08.2026 Der dividendenbereinigte technische 40-Tage Trend ist seit dem 14.08.2026 negativ.
Wachstum KGV 1,1 17,13% Abschlag relativ zur Wachstumserwartung Ein "Verhältnis zwischen Wachstum plus geschätzte Dividende und KGV" von über 0,9 weist auf einen Preisabschlag gegenüber dem normalen Preis für das Wachstumspotential hin, von in diesem Fall 17,13%.
KGV 13,2 Erwartetes KGV für 2028 Das erwartete KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis) gilt für das Jahr 2028.
Langfristiges Wachstum 10,9% Wachstum heute bis 2028 p.a. Die durchschnittlichen jährlichen Wachstumsraten gelten für die Gewinne von heute bis 2028.
Anzahl der Analysten 15 Starkes Analysteninteresse In den zurückliegenden sieben Wochen haben durchschnittlich 15 Analysten eine Schätzung des Gewinns pro Aktie für diesen Titel abgegeben.
Dividenden Rendite 3,4% Dividende durch Gewinn gedeckt Für die während den nächsten 12 Monaten erwartete Dividende müssen voraussichtlich 45,17% des Gewinns verwendet werden.
Risiko-Bewertung Niedrig Niedrig, keine Veränderung im letzten Jahr.
Bear-Market-Faktor Defensiver Charakter bei sinkendem Index Die Aktie tendiert dazu, Indexrückgänge um durchschnittlich -33 abzuschwächen.
Bad News Geringe Kursrückgänge bei spezifischen Problemen Der Titel verzeichnet bei unternehmensspezifischen Problemen i.d.R. geringe Kursabschläge in Höhe von durchschnittlich 1,9%.
Beta 0,77 Geringe Anfälligkeit vs. STOXX600 Die Aktie tendiert dazu, pro 1% Indexbewegung mit einem Ausschlag von 0,77% zu reagieren.
Korrelation 365 Tage 39,8% Schwache Korrelation mit dem STOXX600 Die Kursschwankungen sind wenig abhängig von den Indexbewegungen.
Value at Risk 1,07 EUR Das geschätzte mittelfristige Value at Risk beträgt 1,07 EUR oder 0,06% Das geschätzte Value at Risk beträgt 1,07 EUR. Das Risiko liegt deshalb bei 0,06%. Dieser Wert basiert auf der mittelfristigen historischen Volatilität (1 Monat) mit einem Konfidenzintervall von 95%.
Volatilität der über 1 Monat 33,1%
Volatilität der über 12 Monate 23,9%

News

08.09.2026 | 18:07:05 (dpa-AFX)
ROUNDUP 3/Attacken auf Stromnetz: Polizei nimmt Verdächtigen fest

(neu: NRW-Innenminister, Brandenburgs Innenminister)

WEISWEILER (dpa-AFX) - Nach einer Serie von Sabotage-Angriffen auf das Stromnetz in mehreren Bundesländern hat die Polizei einen verdächtigen 48-Jährigen festgenommen. Der Mann fiel Polizisten bei einem Großeinsatz in der Nähe des Kraftwerks Weisweiler bei Aachen auf. Die Ermittler glauben, dass er an mehreren Orten in Nordrhein-Westfalen, Brandenburg und Sachsen versucht hat, Stromleitungen in der Nähe von Kohlekraftwerken zu sabotieren - in einigen Fällen ist ihm das gelungen.

Den Ermittlungen zufolge soll der Mann an mehreren Orten in Nordrhein-Westfalen, Brandenburg und Sachsen Abschussvorrichtungen aufgebaut und mit selbstgebauten Raketen einen Draht über Hochspannungsleitungen geschossen haben. Mindestens zweimal kam es dadurch zu Kurzschlüssen, und einzelne Blöcke von nahegelegenen Kraftwerken wurden lahmgelegt.

NRW-Innenminister: Verdächtiger wollte weitermachen

Der Verdächtige wollte seine Angriffe nach Angaben von Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) fortsetzen. "Der war immer noch unterwegs und wollte weitermachen. Dieses Spiel ist heute beendet worden", sagte Reul in Duisburg. "Im Moment spricht alles dafür, dass es ein Einzeltäter und alles aus seiner Hand war."

Bei seiner Festnahme hatte der Mann laut Polizei Sprengmittel bei sich. "Die Gegenstände werden derzeit durch einen Entschärfer des Landeskriminalamtes Nordrhein-Westfalen begutachtet", teilte die Polizei Köln mit. Einsatzkräfte hätten in der Nähe des Kraftwerks Weisweiler ein Zelt gefunden, das mit weiteren Sprengladungen versehen gewesen sei. Der Mann habe bei seiner Festnahme keinen Widerstand geleistet.

Brandenburgs Innenminister: "Fehlgeleiteter Einzeltäter"

Der Mann war laut Reul unterwegs auf einem Feldweg. Autobahnpolizisten seien mit dem Auto unterwegs gewesen. "Denen ist der Mann aufgefallen. Die haben angehalten, haben ihn sich geschnappt, und der hat auch keinen Widerstand geleistet. Und dann war die Sache relativ schnell klar." Ermittelt wird gegen den 48-Jährigen wegen des Verdachts der Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion und der Störung öffentlicher Betriebe.

Der erste Angriff war vor einer Woche nahe dem Kraftwerk Jänschwalde in Brandenburg. Innenminister Jan Redmann (CDU) sprach von einem "fehlgeleiteten Einzeltäter" und kündigte Konsequenzen für mehr Sicherheit an. "Es braucht schon mehr als einen Chaoten, um Deutschland ins Chaos zu stürzen", teilte er mit. Derzeit liegen nach Angaben des Polizeipräsidiums Brandenburg keine Hinweise auf weitere Täter vor. Das sei Bestandteil der Ermittlungen, sagte Sprecherin Beate Kardels.

Konkrete Hinweise am Kraftwerk Weisweiler

Die Arbeit der Ermittler hatte sich zuletzt sehr auf Weisweiler im Rheinischen Braunkohlerevier konzentriert. Schon vergangene Woche hatte die Polizei den Bereich mit vielen Kräften abgesucht, nachdem das Kraftwerk in einem Bekennerbrief erwähnt wurde, der von dem 48-Jährigen aus Gevelsberg im südlichen Ruhrgebiet stammen soll. Am Montag gab es dann erneut verdächtige Beobachtungen in Weisweiler. Tatsächlich fanden die Beamten dort weitere Abschussvorrichtungen und einen dritten Bekennerbrief.

Schnell stand der Verdacht im Raum, dass der Tatverdächtige kurz zuvor noch einmal dort gewesen sein könnte - und sich womöglich noch in der Nähe aufhält. Mehrere Hundertschaften durchkämmten ab Montagnachmittag das gesamte Gelände. Auch eine Drohne mit Wärmebildkamera, die versteckte Personen aufspüren kann, kam laut Polizei zum Einsatz.

Womöglich Hinweis auf weiteren Kurzschluss

Dabei beobachteten die Beamten am Montagabend gegen 21.00 Uhr plötzlich Blitze und Knallgeräusche, die auch an anderen Tatorten beobachtet worden waren, als der Täter die Hochspannungsleitungen kurzgeschlossen hatte. Schäden seien danach aber nicht festgestellt worden, teilte die Polizei mit.

Am Dienstag ging die Suche in Weisweiler weiter. Dabei sei der 48-Jährige in der Nähe des Kraftwerks erkannt und festgenommen worden, teilten die Ermittler mit. Auf der großangelegten Suche nach dem Mann war zuvor unter anderem der lange Zeit von Klimaaktivisten besetzte Hambacher Forst im Rheinischen Braunkohlerevier nahe Köln durchsucht worden, weil die Polizei ihn dort vermutete.

Kampf gegen fossile Energie als mögliches Motiv

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hatte zu der Sabotage-Serie zuletzt gesagt, es handele sich offensichtlich um "Klimaterrorismus" eines Einzeltäters. In mehreren Bekennerbriefen, die die Polizei für authentisch hält und dem 48-Jährigen zuordnet, begründete der mutmaßliche Täter die Angriffe auf das Stromnetz mit dem Kampf gegen fossile Energien. "Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen ist ein Verbrechen", heißt es in den Briefen, die auch der Deutschen Presse-Agentur vorliegen.

In den drei von den Taten betroffenen Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Brandenburg und Sachsen wird noch Braunkohle abgebaut und verstromt.

Die weiteren Ermittlungen führt nun die Staatsanwaltschaft Cottbus, weil die erste Tat in der Nähe des Kraftwerks Jänschwalde in Brandenburg bekannt wurde. Mit mehr als 20 selbst gebauten Raketen soll der Täter dort leitfähiges Material auf die Hochspannungsleitungen geschossen haben. Nach Angaben des Übertragungsnetzbetreibers 50Hertz gab es zwei Kurzschlüsse, die zum Ausfall eines Kraftwerk-Blocks führten.

Kraftwerksblöcke in Bergheim tagelang außer Betrieb

Kurz darauf wurden weitere Abschussvorrichtungen an mehreren Orten in Nordrhein-Westfalen gefunden. Auch in Ostsachsen entdeckten die Ermittler nach eigenen Angaben 21 Abschussvorrichtungen in der Nähe von Umspannwerken. Auf mehrere Tatorte soll der 48-Jährige die Fahnder durch Hinweise in seinem Bekennerbrief selbst aufmerksam gemacht haben.

An den meisten Orten kam es zu keinen bekannten Beschädigungen. In Bergheim bei Köln funktionierten die Vorrichtungen allerdings offensichtlich. Mehrere Blöcke des Kraftwerks waren durch einen Kurzschluss nach Angaben des Betreibers RWE <DE0007037129> Power für einige Tage lahmgelegt./mhe/trh/vr/DP/stw

08.09.2026 | 16:03:21 (dpa-AFX)
WDH: Haushalte könnten mit flexiblem Stromverbrauch Geld sparen
08.09.2026 | 14:28:35 (dpa-AFX)
Haushalte könnten mit flexiblem Stromverbrauch Geld sparen
07.09.2026 | 11:28:38 (dpa-AFX)
21 Sprengsätze an Stromleitungen entdeckt und entschärft
07.09.2026 | 08:34:59 (dpa-AFX)
ANALYSE-FLASH: UBS hebt Eon auf 'Buy' - Ziel hoch auf 20 Euro
02.09.2026 | 16:38:23 (dpa-AFX)
ROUNDUP 2: EU genehmigt deutsche Milliarden für Gaskraftwerke
02.09.2026 | 16:10:20 (dpa-AFX)
GESAMT-ROUNDUP 2: Angriffe auf Stromversorgung - Sabotageverdacht auch in NRW