FRANKFURT (dpa-AFX) - Ein optimistischer Analystenkommentar hat die Aktien von Friedrich Vorwerk <DE000A255F11> am Montag deutlich auf Erholungskurs gebracht. Die Papiere des Pipeline- und Anlagenbauers zogen bis zum späten Vormittag um gut acht Prozent auf knapp 66 Euro an. Damit haben sie im Nebenwerteindex SDax <DE0009653386> die Nase vorn. Dieser legte zuletzt moderat zu.
Experte Lasse Stueben von der Privatbank Berenberg ist der Ansicht, dass der Markt die Auswirkungen der geplanten Änderung des Erdkabelgesetzes auf die mittelfristigen Wachstumsaussichten von Friedrich Vorwerk überschätzt. Das Unternehmen sei vielmehr gut positioniert, um vom Wachstum bei der Einführung des deutschen Wasserstoff-Kernnetzes und der laufenden Modernisierung des Erdgasnetzes zu profitieren. Der Analyst sieht auch Chancen in angrenzenden Bereichen wie der Wasser- und CO2-Transportinfrastruktur.
Vorwerk profitiere auch von den jüngsten Reformen der deutschen Regierung, fuhr Stueben fort. Diese zielten darauf ab, die Planung und die Genehmigungsverfahren für den Ausbau des Energieverteilungsnetzes zu beschleunigen.
Nach der zuletzt starken Kurskorrektur bieten die Anteilsscheine von Friedrich Vorwerk Stueben zufolge eine der günstigsten Möglichkeiten, um im Nebenwerte-Segment vom europäischen Elektrifizierungstrend zu profitieren. Nach dem Sprung zu Wochenbeginn hat sich das Kursminus seit Jahresbeginn auf gut 19 Prozent verringert. Der SDax hat in diesem Zeitraum fast 7 Prozent gewonnen.
Zudem hat sich das Chartbild aufgehellt. Die Friedrich-Vorwerk-Aktien notieren jetzt wieder in der Nähe der 21- und der 50-Tage-Durchschnittslinien, die die kurz- beziehungsweise mittelfristigen Trends beschreiben. Die viel beachtete, Anfang Mai unterschrittene 200-Tage-Linie hingegen ist noch ein Stück weit entfernt; sie verläuft bei knapp 80 Euro./la/bek/jha/