DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Die Parfümeriekette Douglas <DE000BEAU1Y4> hat das zweite Geschäftsquartal tief in den roten Zahlen abgeschlossen. Der Nettoverlust für die drei Monate per Ende März dürfte sich auf einen hohen zweistelligen bis niedrigen dreistelligen Millionenbetrag belaufen, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Düsseldorf mit. Analysten haben Douglas zufolge bislang ein Minus von lediglich neun Millionen Euro auf dem Zettel. Verantwortlich dafür sind Abschreibungen auf französische Geschäftsaktivitäten, den Onlineshop Parfumdreams sowie die Luxus-Tochter Niche Beauty im mittleren bis hohen zweistelligen Millionen-Euro-Bereich. Dazu kämen weitere Wertberichtigungen in einem niedrigen zweistelligen Millionen-Euro-Betrag.
Die Aktie geriet nachbörslich unter Druck und verlor auf der Handelsplattform Tradegate zwischenzeitlich mehr als drei Prozent. Zuletzt lag das Minus noch bei knapp zwei Prozent.
Vor allem in Europa zeigten sich die Verbraucher vorsichtig. Im zweiten Quartal hätten sich die Wachstumsraten in den reifen europäischen Märkten verlangsamt, so Douglas. Zugleich legten die Konsumenten einen stärkeren Fokus auf Preis und Aktionen. Der Umsatz stieg vorläufigen Zahlen zufolge um 1,1 Prozent auf 949,7 Millionen Euro. Dagegen sank das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um 5,1 Prozent auf 116,1 Millionen Euro, was einer Marge von 12,2 Prozent entspricht, nach 13 Prozent im Vorjahreszeitraum.
Für das Geschäftsjahr 2025/26 zeigte sich Douglas daher pessimistischer. So soll der Umsatz am unteren Ende der Spanne von 4,65 bis 4,8 Milliarden Euro liegen. Die bereinigte Ebitda-Marge sieht das Unternehmen nun bei rund 16,0 Prozent. Zuvor hatte das Management rund 16,5 Prozent in Aussicht gestellt.
"Der Markt, in dem wir aktiv sind, hat sich fundamental verändert und stabilisiert sich nun auf einem neuen Niveau", sagte Konzernchef Sander van der Laan laut Mitteilung. Zugleich leidet das Konsumklima weiterhin unter der geopolitischen und wirtschaftlichen Unsicherheit. "In diesem Umfeld liegt unser Fokus kurz- und mittelfristig klar auf unserem Omnichannel-Modell, auf Differenzierung, und auf profitablem Wachstum."
Douglas will daher seine Strategie "nachschärfen" und die Umsetzung der dazugehörigen Initiativen beschleunigen. "Diese Maßnahmen sind keine kurzfristigen Reaktionen auf das Umfeld, sondern bewusste Investitionen in unser Geschäftsmodell, mit dem wir nachhaltig profitabel wachsen werden", so van der Laan. Zudem achte das Unternehmen auf strikte Kostendisziplin.
Douglas will die ausführlichen Zahlen zum zweiten Quartal am 12. Mai vorlegen./nas/he