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News

22.05.2026 | 22:26:44 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Dow-Rekord - andere Indizes nur knapp darunter

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Börsen haben am Freitag vor dem langen Wochenende weiter zugelegt. Beim Dow Jones Industrial <US2605661048> reichte es schon im frühen Handel für ein Rekordhoch - am Ende notiere der Leitindex mit 50.579,70 Punkten noch 0,58 Prozent im Plus.

Die anderen Indizes liefen zeitweise nah an ihre Bestmarken heran. Der marktbreite S&P 500 <US78378X1072> schloss 0,37 Prozent fester mit 7.473,47 Punkten und der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 <US6311011026> stieg um 0,42 Prozent auf 29.481,64 Punkte. Dow und Nasdaq 100 erzielten damit Wochengewinne von 2,1 beziehungsweise 1,2 Prozent.

Die Aktienkurse profitierten von den hartnäckigen Hoffnungen auf eine friedliche Beendigung des Iran-Kriegs sowie der anhaltenden Euphorie mit Blick auf das Mega-Thema Künstliche Intelligenz (KI).

Aussagen von US-Präsident Donald Trump und seinem Außenminister Marco Rubio untermauerten Erwartungen an einen baldigen Friedensschluss im Nahen Osten. Zudem teilte Teheran mit, der jüngste Vorschlag aus Washington habe die Kluft zwischen den beiden Seiten teilweise überbrückt.

Allerdings trüben Äußerungen des obersten geistlichen Führers des Iran die Hoffnungen auf einen Durchbruch. Demnach will Teheran seinen Uranvorrat behalten. Hinzu kommt der Streit über die Öffnung der für die Weltwirtschaft wichtigen Meeresstraße von Hormus. Die vom Iran beabsichtigten Gebühren für deren Passage "könnten für komplizierte Diskussionen sorgen", befürchtet Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners. Die Entwicklung an den Börsen hängt weiterhin maßgeblich von den Ölpreisen ab, die zuletzt wieder etwas stiegen.

An der Tech-Börse Nasdaq erwiesen sich etliche starke Halbleiterwerte einmal mehr als Zugpferde. Qualcomm <US7475251036> führten mit plus 11,6 Prozent die Gewinnerliste im Nasdaq 100 an. Für NXP <NL0009538784>, AMD <US0079031078> und Texas Instruments <US8825081040> ging es um bis zu 5,7 Prozent bergauf. Dagegen hielten beim Branchenführer Nvidia <US67066G1040> mit minus 1,9 Prozent die Gewinnmitnahmen nach einem Rekordhoch an.

Die Aktien des Kosmetikkonzerns Estee Lauder <US5184391044> sprangen um 11,9 Prozent nach oben. Anleger zeigten sich erleichtert über das Ende der Fusionsverhandlungen mit dem spanischen Branchenkollegen Puig Bands <ES0105777017>. Dessen Titel verloren in Madrid gut 13 Prozent.

Überraschend starke Quartalszahlen und Aussagen zum Geschäftsjahr bescherten Zoom <US98980L1017> einen Kurssprung von 9,2 Prozent. Zeitweise erreichten die Aktien des Spezialisten für Videokonferenzen-Software, der während der Corona-Pandemie bekannt geworden war, den höchsten Stand seit August 2022. Von ihrem Rekord im Herbst 2020 sind sie allerdings noch meilenweit entfernt.

Die Aktien von Workday <US98138H1014> gewannen 5,2 Prozent. Der Software-Entwickler hatte mit seinem Zwischenbericht ebenfalls die Markterwartungen übertroffen. Auch der Ausblick kam gut an.

Beim Pharmakonzern Merck & Co <US58933Y1055> konnten sich die Anleger nach positiven Ergebnissen einer Medikamentenstudie über ein Kursplus von 5,6 Prozent und den Spitzenplatz im Dow freuen.

Dagegen ging es für die Titel von Take-Two <US8740541094> um 4,4 Prozent bergab. Marktteilnehmer monierten einen enttäuschenden Ausblick. Vorbörslich waren die Quartalszahlen des Entwicklers von Computerspielen noch auf ein positives Echo gestoßen. Zudem wurde der Veröffentlichungstermin für das Spiel Grand Theft Auto VI im November bestätigt.

Die Aktien von Uber <US90353T1007> weiteten ihr Minus auf 2,4 Prozent aus. Der US-Fahrdienstleister prüft Kreisen zufolge Optionen für eine Komplettübernahme des Essenlieferdienstes Delivery Hero <DE000A2E4K43>, nachdem er seine Beteiligung jüngst schon kräftig aufgestockt hatte.

Maßnahmen der chinesischen Wettbewerbsbehörden gegen illegale grenzüberschreitende Wertpapiergeschäfte belasten die in New York gelisteten Anteile der chinesischen Online-Broker UP Fintech <US91531W1062> und Futu <US36118L1061>: Sie büßten gut 25 beziehungsweise 27,5 Prozent ein./gl/he

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

22.05.2026 | 22:26:38 (dpa-AFX)
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