FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro <EU0009652759> hat am Mittwoch zum US-Dollar etwas zugelegt. Die Gemeinschaftswährung kostete am Nachmittag 1,1436 Dollar. Das war etwas mehr als im frühen Handel. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1406 (Dienstag: 1,1405) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8767 (0,8768) Euro.
Der Euro verteidigte so seine Vortagsgewinne. Am Dienstag hatte er von Preisdaten aus den USA profitiert. Die Inflationsrate war dort im Juni stärker gesunken als erwartet. Die am Mittwochnachmittag veröffentlichten Erzeugerpreise belasteten den Dollar geringfügig und er gab vorherige Aufschläge wieder ab. Der Anstieg der Erzeugerpreise schwächte sich im Juni ab. Verantwortlich waren die im Monatsvergleich gesunkenen Energiepreise. Die Erzeugerpreise wirken sich auch auf die Inflation insgesamt aus. Die zugespitzte Lage im Nahen Osten und die gestiegenen Rohölpreise könnten die Inflation in den kommenden Monaten aber wieder anheizen, erwarten Ökonomen.
Im Nahen Osten bleibt die Lage sehr angespannt. US-Präsident Donald Trump hat dem Iran erneut mit Angriffen auf die zivile Infrastruktur des Landes gedroht. Nächste Woche würden alle Kraftwerke und Brücken zerstört, "es sei denn, sie kommen an den Verhandlungstisch und verhandeln", sagte er in einem Interview des US-Senders Fox News. Trump kündigte heftige Angriffe auch in den kommenden Nächten an. Irans Streitkräfte feuerten als Vergeltung auf die nächtlichen US-Angriffe wieder Raketen und Drohnen auf Ziele in der Golfregion und Jordanien.
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,85093 (0,85215) britische Pfund, 185,22 (185,01) japanische Yen und 0,9256 (0,9257) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) kostete 4.047 Dollar. Das waren rund 5 Dollar weniger als am Vortag./jsl/he