SYDNEY/MELBOURNE (dpa-AFX) - Während Winterwetter das Ende der Woche in Deutschland und Europa prägt, kämpft Australien am anderen Ende der Welt mit extremer Hitze, schweren Buschbränden und Unwettern. Besonders betroffen ist der Südosten, während im Norden ergiebige Regenfälle drohen.
Drei Vermisste in Victoria
Besonders angespannt ist die Lage im südöstlichen Bundesstaat Victoria, wo "katastrophale" Brandbedingungen ausgerufen wurden. Nach Angaben der Behörden brennen Dutzende Feuer, Zehntausende Hektar Land sind betroffen.
Im Nordosten gelten zwei Erwachsene und ein Kind als vermisst. Mehrere Gebäude sowie eine Schule wurden beschädigt, zudem kam es zu Stromausfällen; Tausende Menschen wurden aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen.
Bei Temperaturen von über 40 Grad und kräftigen Böen könnten sich die Feuer nach Angaben des meteorologischen Dienstes rasch und unberechenbar ausbreiten. Besonders problematisch seien sogenannte trockene Gewitter mit kaum Regen, aber Blitzen, sowie ein bevorstehender Windwechsel.
Feuer im Süden, Zyklon im Norden?
Während der Südosten mit Bränden kämpft, droht im Norden vor der Küste von Queensland ein tropisches Tief, das sich nach Angaben des Wetterdienstes zu einem Tropensturm oder Zyklon der niedrigsten Kategorie entwickeln könnte. Meteorologen erwarten ergiebige Regenfälle sowie Überschwemmungen, Erdrutsche und gesperrte Straßen.
Australien leidet besonders unter den Folgen des Klimawandels. Ein Bericht des Weltklimarates (IPCC) vom Februar 2022 geht davon aus, dass das Land in Zukunft noch häufiger von verheerenden Naturereignissen heimgesucht wird./scr/DP/mis