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Montag, den 08.06.2026 um 19 Uhr

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News

08.06.2026 | 14:26:19 (dpa-AFX)
BSW-Europaabgeordnete werben in Moskau für Friedensdialog

MOSKAU (dpa-AFX) - Die BSW-Europaabgeordneten Ruth Firmenich und Michael von der Schulenburg haben in Moskau für einen Friedensdialog unterhalb der Regierungsebene geworben. Weil die Bundesregierung nicht in der Lage sei, einen Ausweg aus dem Krieg zu finden, brauche es einen Dialog auf einer Ebene darunter, sagte von der Schulenburg in einer Rede im Europa-Institut der Russischen Akademie der Wissenschaften.

Teilnehmen an dem Dialog sollten Russen und Deutsche mit politischem Einfluss. Die Überlegungen dafür stünden am Anfang, Ergebnisse seien abhängig auch von Gesprächen in Moskau. "Für uns ist wichtig, einen Ausweg zu finden", sagte von der Schulenburg.

Von der Schulenburg: Dialog muss öffentlich sein

Der Europaabgeordnete der von Sahra Wagenknecht gegründeten Partei erklärte, dass solch eine Plattform in Deutschland organisiert werden solle. "Der Dialog darf nicht geheim sein, er muss öffentlich sein", sagte von der Schulenburg.

Beide Abgeordneten warnten vor einer weiteren Eskalation des Krieges. Sie kritisierten zudem, die neue Militärstrategie der Bundesregierung sehe Russland nur als Feind und sei auf Aufrüstung ausgerichtet, beinhalte aber keine Schritte der Deeskalation.

Auch AfD-Abgeordnete waren in Moskau

Bei dem dreitägigen Besuch sind nach Angaben der Abgeordneten Gespräche mit Vertretern des Präsidialamts, der Duma und der Zivilgesellschaft geplant. Eingeladen habe das Europainstitut der russischen Akademie der Wissenschaften. Begleitet werden sie von dem Unternehmer Alexander von Bismarck, der enge Beziehungen zu Russland hat.

Schon im vergangenen Mai waren die Politiker in die russische Hauptstadt gereist, um an den Feierlichkeiten zum 80. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges in Europa 1945 teilzunehmen. Firmenich sagte, es sei wichtig wieder miteinander ins Gespräch zu kommen.

Zuletzt hatte die AfD wieder mit einer Russland-Reise von Abgeordneten Schlagzeilen gemacht. Die Politiker reisten zum Wirtschaftsforum nach St. Petersburg. Zudem reiste Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) nach Russland und traf den russischen Präsidenten Wladimir Putin zu einem Vieraugengespräch./mau/DP/stw

08.06.2026 | 14:25:18 (dpa-AFX)
AKTIEN IM FOKUS: Zinsangst belastet Immobilienwerte - EZB dürfte Zins erhöhen
08.06.2026 | 14:24:22 (dpa-AFX)
Libanon: Fast 3.500 Angriffe Israels während Waffenruhe
08.06.2026 | 14:23:20 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Treibt Trump die Energiewende voran?
08.06.2026 | 14:21:12 (dpa-AFX)
OTS: Opel Automobile GmbH / Nächste Opel Astra-Generation wird in Rüsselsheim ...
08.06.2026 | 14:20:43 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Krim: Ukraine greift Passagierzug an - Verkehr gestoppt
08.06.2026 | 14:19:26 (dpa-AFX)
EU verschärft Sanktionen gegen Iran wegen Straße von Hormus
08.06.2026 | 12:12:31 (dpa-AFX)
Aktien Frankfurt: Zinsangst und Nahost-Spannungen verunsichern Anleger

FRANKFURT (dpa-AFX) - Verstärkte US-Zinsängste und der sich wieder zuspitzende Krieg zwischen Israel und dem Iran haben den Anlegern am deutschen Aktienmarkt den Wochenauftakt verhagelt. Der Dax <DE0008469008> fiel zuletzt um 0,6 Prozent auf 24.620 Punkte und rutschte damit unter die 21-Tage-Linie, die als Indikator für den kurzfristigen Trend gilt.

Der MDax <DE0008467416> mit den mittelgroßen Börsenunternehmen verlor am Montagmittag 0,9 Prozent auf 32.165 Punkte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 <EU0009658145> ging es um 0,4 Prozent nach unten.

Die US-Börsen hatten am Freitag - angeführt von einem massiven Abverkauf bei den Technologiewerten - stark nachgegeben. Auslöser dafür waren unerwartet gute US-Arbeitsmarktdaten. "Eine viel zu heiße Beschäftigung in den USA schürt panische Angst vor einer hartnäckigen Inflation und zerstört jegliche Hoffnungen auf baldige Zinssenkungen der Fed völlig", kommentierte Marktexperte Tim Ritschar von ActivTrades.

Zudem belastete die erneute Eskalation im Krieg zwischen dem Iran und Israel. Beide Länder vermeldeten gegenseitigen Raketenbeschuss - obwohl US-Präsident Donald Trump den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu Medienberichten zufolge zur Mäßigung aufgefordert hatte. Dies gefährdet auch ein mögliches Abkommen zwischen dem Iran und den USA. Die Ölpreise legten deshalb zum Wochenstart deutlich zu.

Die wieder verschärfte Lage in Nahost sorgte bei Aktien aus dem Luftfahrt- und Reisesektor für überdurchschnittliche Verluste. Die Papiere von Airbus <NL0000235190>, MTU <DE000A0D9PT0>, Tui <DE000TUAG505> und Lufthansa <DE0008232125> verzeichneten Abschläge zwischen 1,1 und 1,9 Prozent.

Die zinssensiblen Immobilienwerte wurden aufgrund der zunehmenden Zinsangst am meisten gemieden. So verbuchten die Aktien von Vonovia <DE000A1ML7J1>, TAG <DE0008303504>, Aroundtown <LU1673108939> und LEG <DE000LEG1110> Kursabschläge zwischen 2,3 und 4,8 Prozent.

Nach dem jüngsten Ausverkauf unternahmen die Papiere aus dem Halbleitersektor einen Stabilisierungsversuch. Infineon <DE0006231004> stiegen als Dax-Spitzenreiter um 1,3 Prozent, nachdem sie zuletzt unter Gewinnmitnahmen gelitten hatten und um bis zu 16 Prozent von ihrem zuletzt erreichten Hoch seit dem Jahr 2000 abgesackt waren. Die Titel der Chipausrüster Aixtron <DE000A0WMPJ6> und PVA Tepla <DE0007461006> gewannen 0,5 beziehungsweise 2,2 Prozent.

Die Chemiewerte litten unter einer Analystenstudie. Lanxess <DE0005470405> verbuchten Abgaben von 5,7 Prozent, BASF <DE000BASF111> von 1,8 Prozent. Analystin Georgina Fraser von der US-Investmentbank Goldman Sachs hatte einige Branchenaktien abgestuft, da sie einen neuerlichen Abschwung für Europas Chemiebranche befürchtet.

Die Aktien von CTS Eventim <DE0005470306> büßten 3,2 Prozent ein. Die Investmentbank Exane BNP hatte die Titel des Ticketvermarkters und Veranstalters auf "Underperform" abgestuft.

Spitzenreiter im MDax waren die Aktien der Porsche AG <DE000PAG9113> mit einem Kursplus von 3,0 Prozent, nachdem die UBS sie von "Neutral" auf "Buy" hochgestuft hatte. Der Turnaround des Sportwagenbauers zu alter Stärke dürfte zwar noch Jahre dauern, jetzt sei allerdings der richtige Zeitpunkt zum Einstieg gekommen, schrieb Analyst Patrick Hummel./edh/jha/

--- Von Eduard Holetic, dpa-AFX ---

08.06.2026 | 10:04:25 (dpa-AFX)
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