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News

25.05.2026 | 14:08:56 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Elterngeld und Rente: Was die Koalition jetzt diskutiert

BERLIN (dpa-AFX) - Die Überlegungen der Koalition zu Einsparungen bei staatlichen Leistungen und der Zukunft der Rente sorgen für reichlich politischen Zündstoff. Zu dem seit Wochen schwelenden Streit um das Renteneintrittsalter kommt nun auch noch eine Diskussion zur künftigen Höhe des Elterngelds.

Das Elterngeld ist populär

"Hände weg vom Elterngeld!", heißt es vom Sozialverband VdK. Dessen Präsidentin, Verena Bentele, sagt unter Verweis auf die gestiegenen Lebenshaltungskosten: "Dass das Elterngeld seit fast 20 Jahren nicht an die Inflation angepasst wurde und nun auch noch Kürzungen diskutiert werden, ist das falsche Signal zur falschen Zeit."

Im Zuge der laufenden Haushaltsaufstellung für 2027 hat Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) alle Ressorts zu einer Einsparvorgabe von einem Prozent verpflichtet. Die schwarz-rote Koalition hat daher auch Kostensenkungen beim Elterngeld vereinbart. Über Details wird noch beraten. Die zuständige Familienministerin, Karin Prien (CDU), hatte in der "Welt" als Möglichkeiten eine Verkürzung der Bezugsdauer beziehungsweise eine Senkung der Leistung angedeutet.

Das Elterngeld ist ein Einkommensersatz für Mütter und Väter, wenn sie für die Kinderbetreuung eine Auszeit von der Arbeit nehmen. Im vergangenen Jahr erhielten laut Statistischem Bundesamt rund 1,61 Millionen Menschen Elterngeld. Es beträgt in der Regel 65 Prozent des Netto-Verdienstes vor der Geburt, mindestens aber 300 und höchstens 1.800 Euro pro Monat. Im Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD hieß es eigentlich: "Wir wollen die Einkommensgrenze sowie den Mindest- und Höchstbetrag spürbar anheben."

Der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, Dirk Wiese, sagte der "Rheinischen Post": "An welcher Stelle Bundesministerin Prien für ihr Resort die Einsparungen vornimmt, liegt in ihrer Verantwortung und ihrer Prioritätensetzung." Sollte es in ihrem Ressort andere Einsparpotenziale als das Elterngeld geben, würde er das begrüßen.

Renteneintrittsalter könnte steigen

Mit Blick auf das bis Sommer geplante Reformpaket sprach sich Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) gegenüber dem "Kölner Stadt-Anzeiger" für einen "Stopp von Frühverrentungsprogrammen" aus. Andernfalls werde Deutschland "selbst bei sehr hoher Produktivität pro Stunde" gegen andere Volkswirtschaften verlieren.

Eine von der Bundesregierung eingesetzte Rentenkommission soll bis Ende Juni Vorschläge für eine umfassende Reform der Alterssicherung machen. Diskutiert wird sowohl eine Anhebung des Renteneintrittsalters als auch eine langfristige Absenkung des Rentenniveaus. Reformbedarf sieht die Unionsfraktion nicht nur, was die Rentner betrifft, sondern auch bei den Altersbezügen der Beamten. Aus Fraktionskreisen heißt es: "In der Unionsfraktion wird eine wirkungsgleiche Übertragung der Rentenreform auf die Pensionen diskutiert."

Rentenhöhe versus Elterngeld

Der Vorsitzende der Jungen Union, Johannes Winkel, stellt einen Zusammenhang zwischen den Plänen für die Altersbezüge und den Überlegungen zum Elterngeld her. Im Podcast "Table.Today" von "Table.Briefings" schlägt er vor: "Wir sollten die Pensionserhöhung abdämpfen." In der gesetzlichen Rente müsse außerdem der Nachhaltigkeitsfaktor wieder eingeführt werden. Das bedeute, die "Renten steigen nicht automatisch mit den Löhnen, sondern werden etwas abgedämpft".

Allein die Rentenerhöhung in diesem Jahr koste viele Milliarden Euro, "und wir denken ernsthaft darüber nach, das Elterngeld zu kürzen, bei einer Höhe von 350 Millionen Euro, das kann nicht unser Ernst sein".

Rotstift bei Subventionen?

Winkel und Wiese sprachen sich beide dafür aus, bei Subventionen und Steuervergünstigungen den Rotstift anzusetzen. Eine Arbeitsgruppe der Koalition prüfe gerade intensiv, wie dabei gekürzt werden könne, sagte Wiese der "Rheinischen Post". Es gehe darum, zu schauen, "welche Subventionen noch zeitgemäß und sinnvoll sind und ob wir hier auch über pauschale Kürzungen zu den erforderlichen Einsparungen gelangen können". Diese Prüfung solle bald abgeschlossen werden. Auch Winkel sprach sich für eine pauschale Kürzung aus. Im Podcast "Table.Today" sagte er: "Da muss sich auch die Union von alten heiligen Kühen verabschieden."/abc/DP/he

25.05.2026 | 14:00:15 (dpa-AFX)
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25.05.2026 | 12:58:31 (dpa-AFX)
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ROUNDUP: Papst fordert Richtlinien für Umgang mit KI
25.05.2026 | 12:35:04 (dpa-AFX)
ANALYSE-FLASH: JPMorgan belässt Delivery Hero auf 'Overweight' - Ziel 28 Euro
25.05.2026 | 12:32:13 (dpa-AFX)
AKTIEN IM FOKUS: Hoffnung auf Entspannung in Nahost treibt fast alle Branchen an
25.05.2026 | 11:06:45 (dpa-AFX)
Aktien Frankfurt: Deutliche Gewinne - Dax auf Hoch seit Iran-Kriegsbeginn

FRANKFURT (dpa-AFX) - Beflügelt von der Hoffnung auf ein Friedensabkommen im Iran-Krieg und deutlich fallenden Ölpreisen hat der deutsche Aktienmarkt seine jüngste Gewinnsträhne am Pfingstmontag fortgesetzt. Der Dax <DE0008469008> stieg am Vormittag um 1,2 Prozent auf 25.197 Punkte und erklomm damit das höchste Niveau seit dem Tag vor Kriegsbeginn im Iran Ende Februar. Der MDax <DE0008467416> kletterte auf den höchsten Stand seit mehr als vier Jahren. Zuletzt notierte der Index der mittelgroßen deutschen Werte 1,8 Prozent im Plus bei 32.671 Zählern.

Die USA stehen nach Angaben von Präsident Donald Trump in den Bemühungen um ein Ende des Iran-Kriegs vor einem Rahmenabkommen mit Teheran und der Wiederöffnung der Straße von Hormus. Es sei "weitgehend" ausgehandelt, schrieb Trump am Wochenende auf der Plattform Truth Social. Allerdings dämpfte er auch Hoffnungen auf ein schnelles Abkommen: "Die Verhandlungen verlaufen geordnet und konstruktiv, und ich habe meine Vertreter angewiesen, beim Deal nichts zu überstürzen, da die Zeit auf unserer Seite ist." Beide Seiten müssten sich Zeit nehmen. "Es darf keine Fehler geben!".

Besonders positiv reagierten die Aktien aus dem Luftfahrt- und Reisesektor. So gehörten die Titel von Tui <DE000TUAG505> und Lufthansa <DE0008232125> mit Kursgewinnen von 4,8 beziehungsweise 3,9 Prozent zu den Top-Werten im MDax. Die Anteilsscheine des Triebwerkherstellers MTU <DE000A0D9PT0> waren mit einem Anstieg von 5,3 Prozent Spitzenreiter im Dax. Für die Airbus-Papiere <NL0000235190> ging es um 2,6 Prozent nach oben.

Unter den Einzelwerten stehen Delivery Hero <DE000A2E4K43> nach ihrer schwungvollen Neubewertungsrally weiter im Fokus, nachdem der US-Fahrdienstvermittler und Essenslieferant Uber <US90353T1007> ein Übernahmeangebot von 33 Euro pro Aktie in Aussicht gestellt hat. Für die Papiere von Delivery Hero ging es an der MDax-Spitze mit der Spekulation um einen Bieterkampf um 10,5 Prozent auf 37,11 Euro nach oben. Es ist damit der elfte Gewinntag in Serie. Damit bauten die Aktien ihre gut zweiwöchige Kursrally auf fast 90 Prozent aus.

Uber hält bereits ein Fünftel der Anteile und hat Zugriff auf weitere Delivery-Hero-Aktien. Die Lage bei dem Essenslieferdienst sei allerdings äußerst dynamisch, schrieb Analyst Andrew Ross von der britischen Bank Barclays. Denn laut einem aktuellen Bericht der "Financial Times" sei auch Uber-Rivale Doordash <US25809K1051> interessiert und Uber demnach offenbar auch bereit, 38 Euro zu zahlen.

Die Aktien von Bayer <DE000BAY0017> hinkten dem Dax mit einem knappen Minus hinterher. Die brasilianische Staatsanwaltschaft reichte Klage gegen die Gesundheitsbehörde Anvisa und die brasilianische Regierung ein, um die Verwendung des Bayer-Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat zu verbieten./edh/men

--- Von Eduard Holetic, dpa-AFX ---

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