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Montag, 26.10.2026, um 19 Uhr

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Vom Start-up zur Aktie: So funktioniert ein Börsengang

Unverb. Kursindikationen Unverbindliche Kursindikationen
DAX 15:22:36
25.097,00 -1,08%
ESTOXX 15:07:00
6.037,41 -0,81%
Dow Jones 22.10.
52.867,98 0,02%
Brent Öl 15:12:39
114,96 1,58%
EUR/USD 15:22:19
1,11982 -0,20%
BUND-F. 15:07:34
122,26 0,04%

News

23.10.2026 | 15:20:02 (dpa-AFX)
dpa-AFX-Überblick: UNTERNEHMEN vom 23.10.2026 - 15.15 Uhr

ROUNDUP/Kreise: BASF geht mit höherer Offerte auf Evonik zu - 24 Euro je Aktie

LONDON - BASF <DE000BASF111> hat laut Insidern im Zuge seiner Übernahmebemühungen dem Spezialchemiekonzern Evonik <DE000EVNK013> eine höhere Offerte unterbreitet. Der im Dax <DE0008469008> notierte Chemiekonzern sei mit einem Preisvorschlag von etwa 24 Euro je Aktie - oder gut 11 Milliarden Euro in Summe - auf Evonik zugegangen, erfuhr die Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX von mit der Transaktion vertrauten Personen. Zuvor hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg darüber berichtet. Eine mögliche Erhöhung war von Experten bereits erwartet worden.

Munich Re hebt nach starkem Quartal Gewinnprognose an

MÜNCHEN - Der weltgrößte Rückversicherer Munich Re <DE0008430026> erhöht nach einem starken Geschäftsverlauf im dritten Quartal sein Gewinnziel für das laufende Jahr. Am Jahresende sollen nun 6,6 Milliarden Euro in den Büchern stehen, wie der Dax<DE0008469008>-Konzern überraschend am Freitag in München mitteilte. Zuvor war der Konzern von 6,3 Milliarden Euro Gewinn ausgegangen. Im gerade abgelaufenen Quartal schaffte die Munich Re vorläufigen Zahlen zufolge einen Nettogewinn von rund 1,7 Milliarden Euro. Analysten hatten im Schnitt mit knapp 1,5 Milliarden gerechnet.

ROUNDUP: Lkw-Bauer Volvo kann mit Umsatzplus nicht überzeugen - Aktie verliert

STOCKHOLM - Der schwedische Nutzfahrzeughersteller Volvo Group <SE0000115446> hat im dritten Quartal spürbar vom Aufschwung auf dem wichtigen US-Markt profitiert. Der Umsatz kletterte konzernweit um 8 Prozent auf 119,5 Milliarden Kronen (10,7 Mrd Euro), wie der Rivale von Daimler Truck <DE000DTR0CK8> und der VW-Lkw-Holding <DE0007664039> Traton <DE000TRAT0N7> am Freitag in Stockholm mitteilte. Die um Sondereffekte bereinigte operative Gewinnmarge legte von 10,6 Prozent ein Jahr zuvor auf 12,3 Prozent zu. Die Marge lag etwas höher als von Analysten im Schnitt erwartet, der Umsatz allerdings niedriger. Auch der gestiegene Auftragseingang traf nicht jedermanns Geschmack, die Aktie fiel.

ROUNDUP: Autobauer Volvo baut nach Verlust Tausende Stellen ab - Aktie stürzt ab

GÖTEBORG - Der von Chinesen kontrollierte schwedische Autobauer Volvo Cars <SE0021628898> kappt nach einem desaströsen Quartal mit einem neuen Sparprogramm weitere Tausende Jobs. Chef Hakan Samuelsson streicht weltweit rund 2.500 Stellen, um die jährlichen Ausgaben um rund 5 Milliarden schwedische Kronen (450 Mio Euro) zu senken, wie das Unternehmen am Freitag in Göteborg mitteilte. Mit 2.000 Jobs entfällt die Mehrheit auf Schweden. Einerseits würden Beraterverträge beendet und natürliche Weggänge genutzt, andererseits sollen Mitarbeitende Abfindungsangebote erhalten. Im dritten Quartal rutschte der Autobauer unter anderem wegen der Krise in China tief in die roten Zahlen. Für die Volvo-Aktie ging es am Morgen steil abwärts.

Mercedes will Zahl der Leiharbeiter in Deutschland senken

STUTTGART - Mercedes-Benz <DE0007100000> will laut einem "Handelsblatt"-Bericht im Zuge seines Sparprogramms die Zahl der Leiharbeiter in Deutschland reduzieren. Es gehe um "einige Tausend" Leiharbeiter, berichtete die Zeitung am Freitag unter Berufung auf Konzernkreise. Eine Mercedes-Sprecherin äußerte sich in Stuttgart nicht zu den konkreten Plänen. Sie betonte aber, Zeitarbeitnehmer ergänzten die Stammbelegschaft und ersetzten sie nicht. In den Fahrzeugwerken Sindelfingen bei Stuttgart, Bremen und dem badischen Rastatt arbeiten dem "Handelsblatt"-Bericht zufolge etwa 3.000 Zeitarbeiter.

ROUNDUP: Atoss Software hebt Margenprognose - Umsatz schwächelt etwas

MÜNCHEN - Der auf Personalmanagement spezialisierte Softwareanbieter Atoss Software <DE0005104400> hat im dritten Quartal mehr verdient als gedacht. Jetzt hebt das Management seinen Margenausblick für das Gesamtjahr an. So will Atoss beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern 2026 einen Anteil von rund 37 Prozent des Umsatzes erreichen, wie der SDax<DE0009653386>-Konzern am Freitag in München mitteilte. Bisher hatten mindestens 34 Prozent im Plan von Unternehmenschef und Gründer Andreas Obereder gestanden. Beim Umsatz schwächeln hingegen die Lizenzerlöse, während die Cloudgeschäfte gut laufen. Beim Gesamterlös erwartet Atoss daher nun eher das untere Ende der Prognosespanne von 210 bis 215 Millionen Euro. Die Aktie gab am Morgen nach.

American Express profitiert von Konsumfreude und Verkauf - Kurs sinkt

NEW YORK - Der Kreditkartenkonzern American Express <US0258161092> wird angesichts der Kauffreude seiner Kunden optimistischer für das laufende Jahr. Der Gewinn je Aktie soll nun 18,30 bis 18,60 US-Dollar erreichen, teilte das US-Unternehmen am Freitag in New York mit. Das sind mindestens 40 Cent mehr als bisher für den Höchstfall angepeilt. Im dritten Quartal profitierte American Express zusätzlich vom Verkauf seiner Beteiligung an der Global Business Travel Group, der gut 750 Millionen Dollar nach Steuern einbrachte. Die Aktie verlor jedoch im vorbörslichen US-Handel rund ein Prozent.

IG Metall stellt VW Ultimatum - und droht mit Arbeitskampf

HANNOVER/WOLFSBURG - Im Ringen um härtere Sparmaßnahmen bei VW <DE0007664039> erhöht die IG Metall den Druck - und setzt dem Vorstand ein Ultimatum. Die Gewerkschaft verlangt, die Kündigung einer Reihe von Tarifverträgen bis Ende Oktober rückgängig zu machen. "Eine Kündigung, die man übermittelt hat, kann man auch zurücknehmen", sagte der niedersächsische IG-Metall-Bezirksleiter Thorsten Gröger in Hannover. Falls das nicht geschehe, warnte er, rolle "eine gewaltige Maschinerie", die den Arbeitskampf bei Volkswagen <DE0007664039> vorbereite. "Wir suchen den Konflikt nicht, aber wir sind vorbereitet."

ROUNDUP: Vinci steigert Umsatz stärker als gedacht - Aktie etwas schwächer

NANTERRE - Geschäfte rund um Bauen, Energieanlagen und Flughäfen haben dem Mischkonzern Vinci <FR0000125486> im Sommer Rückenwind beschert. Im dritten Quartal stieg der Umsatz im Jahresvergleich um knapp 5 Prozent auf 20,4 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Donnerstagabend nach Börsenschluss mitteilte. Analysten hatten im Durchschnitt mit 20 Milliarden Euro etwas weniger auf dem Zettel. An der Börse bewegten die Neuigkeiten die Aktie am Freitag kaum.

ROUNDUP: L'Oreal profitiert von Nachfrage nach Parfüm und Haarpflege

PARIS - Die Geschäfte mit feinen Düften und Haarpflege haben den Kosmetikriesen L'Oreal <FR0000120321> im dritten Quartal stärker angetrieben als von Analysten erwartet. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um knapp 12 Prozent auf 11,56 Milliarden Euro, wie das im Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 <EU0009658145> notierte Unternehmen am Donnerstagabend nach Börsenschluss mitteilte. Auf bereinigter und vergleichbarer Basis wuchsen die Erlöse um 7,7 Prozent. Die in den vergangenen Wochen stark gelaufene Aktie stieg am Freitag nach Handelsstart weiter.

Eni plant nach Gewinnsprung Sonderdividende - Aktienrückkauf aufgestockt

MAILAND - Die stark gestiegenen Ölpreise haben dem italienischen Ölkonzern Eni <IT0003132476> im Sommer noch mehr Gewinn eingebracht als erwartet. Jetzt will der Konzern an seine Anteilseigner eine Sonderdividende von insgesamt 1,3 Milliarden Euro auszahlen, wie er am Freitag in Mailand mitteilte. Zudem stockt er den geplanten Aktienrückkauf in diesem Jahr ein weiteres Mal auf - diesmal von 3,4 auf 3,8 Milliarden Euro.

Triebwerksbauer Safran legt auch im Sommer kräftig zu

PARIS - Der Triebwerksbauer und Luftfahrt-Zulieferer Safran <FR0000073272> hat auch im Sommer stärker zugelegt als gedacht. Im dritten Quartal wuchs der bereinigte Umsatz im Jahresvergleich um 15 Prozent auf 9 Milliarden Euro, wie das französische Unternehmen am Freitag in Paris mitteilte. Das war etwas mehr als von Analysten erwartet. Dazu trug auch der verstärkte Absatz der Leap-Triebwerke für die Mittelstreckenjets von Boeing <US0970231058> und Airbus <NL0000235190> bei. Von Juli bis Ende September lieferte Safran 535 Turbinen des Typs aus - rund fünf Prozent mehr als im Vorjahr und mehr als von Analysten im Schnitt erwartet.

Holcim mit Schub bei Umsatz und Betriebsgewinn

ZUG - Holcim <CH0012214059> hat im Sommerquartal massiv aufs Gas gedrückt. Umsatz und Betriebsgewinn sind markant gewachsen. Erneut legt der Baustoffkonzern und Konkurrent von Heidelberg Materials <DE0006047004> die Ziele für das Gesamtjahr teilweise höher. Insgesamt stieg der Umsatz von Juli bis Ende September um 15,5 Prozent auf 4,66 Milliarden Franken (rund 5,1 Mrd Euro), wie der Konzern am Freitag mitteilte. Dabei kam erstmals seit langem Rückenwind vom Franken, der sich in den letzten Monaten abgewertet hatte. Organisch, also aus eigener Kraft, sei Holcim um 5,1 Prozent gewachsen, hieß es weiter.

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ROUNDUP: Sie lesen im Unternehmens-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

/stk

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WOCHENAUSBLICK: Dax von vielen Sorgen belastet - Fokus auf Zinsentscheidungen

FRANKFURT (dpa-AFX) - Angesichts hoher Ölpreise, hartnäckiger KI-Sorgen und weiterer Unruhen in Frankreich droht dem Dax <DE0008469008> auch in der neuen Woche Ungemach. Nach einer Schwächephase für den deutschen Leitindex richtet sich der Fokus nun auf die Zinsentscheidungen der US-Notenbank Fed und der Europäischen Zentralbank (EZB). Parallel kommt die Berichtssaison der Unternehmen mit den Quartalszahlen mehrerer Dax-Konzerne so richtig ins Rollen. Darüber hinaus steht unter anderem noch das Ifo-Geschäftsklima auf der Agenda.

"Schwelende Nahostrisiken, eine unklare geldpolitische Marschroute und kritisch hinterfragte KI-Bewertungen halten den Dax in einer Nebelkiste gefangen und lassen eine klare Orientierung vermissen", kommentierte Chefmarktanalyst Timo Emden vom Handelshaus CapTrader. Von einem goldenen Herbst könne keine Rede sein. Die Anleger agierten weiterhin mit angezogener Handbremse, es fehle der rote Faden. Vor dem Wochenende rutschte der Dax zurück unter die 21-Tage-Linie als Indikator für den kurzfristigen Trend, er hielt sich aber klar über der 25.000-Punkte-Marke.

Die angespannte Lage in Frankreich macht den Händlern derzeit besonders große Sorgen. Auf die Proteste im deutschen Nachbarland folgten mittlerweile auch schwache Konjunktursignale. "Auf mittlere Sicht wird Frankreich Reformen durchführen müssen, wenn es verhindern will, dass die Kreditwürdigkeit des Landes weiter sinkt", konstatierte Anlagestratege Mark Dowding von RBC BlueBay Asset Management. Bei der aktuellen Bewertung sei allerdings ein Punkt erreicht, an dem bereits sehr viele schlechte Nachrichten eingepreist seien.

Entlastung an den Energiemärkten zeichnet sich derweil nicht ab. Berichte über Huthi-Angriffe auf die saudi-arabische Energieinfrastruktur und den Beschuss von Tankern in der Straße von Hormus treiben die Ölpreise weiter nach oben. "Ohne einen Durchbruch in mindestens einem der Konflikte dürfte der Aufwärtsdruck auf die Ölpreise bestehen bleiben", argumentierte Marktanalyst Kyle Rodda von Capital.com. Damit würden die Risiken für Wachstum und Inflation steigen.

Am Aktienmarkt gerieten mit Blick auf große Ausgaben und höhere Finanzierungskosten jüngst vor allem Aktien mit Bezug zu Künstlicher Intelligenz unter Druck. "Die KI-Story ist nicht zu Ende, aber sie tritt in eine neue Phase ein: Nicht mehr die größten Investitionsversprechen, sondern tatsächliche Gewinne und die Qualität der Finanzierung werden über die Gewinner an der Börse entscheiden", schrieb Eckhard Schulte von MainSky Asset Management. Der Aufwärtstrend am Aktienmarkt müsse aber nicht grundsätzlich infrage gestellt werden.

Auch die Experten des Börsen- und Analyseportals Index Radar beobachteten zuletzt keinen flächendeckenden Ausverkauf, sondern eine ausgeprägte Umschichtung aus Technologie-Aktien in defensivere und substanzstarke Unternehmen. Die relative Schwäche des Tech-Sektors nähere sich einem Niveau, das in der Vergangenheit häufig mit einer anschließenden Gegenbewegung einherging. Besonders interessant dürften daher die anstehenden Quartalszahlen der US-Tech-Giganten Alphabet <US02079K3059>, Microsoft <US5949181045> und Amazon <US0231351067> am Mittwoch und Donnerstag werden.

Die bisher uneinheitliche Berichtssaison zeige, dass viele Unternehmen mit den schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu kämpfen hätten, stellte Marktanalyst Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets fest. Die Börsen bräuchten inzwischen mehr als nur gute Nachrichten, nämlich handfeste Belege für nachhaltiges Wachstum. Aus dem Dax legen im Wochenverlauf unter anderem der Chemiekonzern BASF <DE000BASF111>, die Deutsche Bank <DE0005140008> sowie die Autobauer Mercedes-Benz <DE0007100000> und Volkswagen <DE0007664039> Quartalszahlen vor.

Höhepunkt der Woche dürften aber die Zinsentscheidungen großer Zentralbanken werden, beginnend mit der US-Notenbank am Mittwoch. "Die Fed tagt nur sechs Tage vor den US-Zwischenwahlen", gab Chefstratege Robert Greil von der Privatbank Merck Finck zu bedenken. "Die weiter steigende US-Inflation spricht eigentlich klar für eine Leitzinserhöhung - dennoch dürfte sich die Fed so kurz vor den Wahlen eher zurückhalten, wie sie das historisch meist gemacht hat." Auch von der EZB erwartet Greil am Donnerstag keine Zinsänderung. Bei beiden Notenbanken sei jedoch eine weitere Erhöhung im Dezember wahrscheinlich.

Die Fed habe im Gegensatz zur EZB den Vorteil, dass die US-Wirtschaft trotz der Energiekrise besser laufe, kommentierte Claudia Windt von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). Dies dürften auch Daten zum Wirtschaftswachstum der USA im dritten Quartal zeigen, die am Donnerstag veröffentlicht werden. "Während für die USA erneut mit einem soliden Wachstum gerechnet wird, kann für Deutschland sogar ein leichter Rückgang nicht ausgeschlossen werden", ergänzte Windt. Aktuelle Stimmungsdaten zur deutschen Konjunktur liefert bereits zum Wochenstart das Ifo-Geschäftsklima./niw/tih/he

--- Von Nicklas Wolf, dpa-AFX ---

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