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News

14.02.2026 | 17:35:30 (dpa-AFX)
ROUNDUP 3/'Wir gehören zusammen': Rubios Angebot an Europa

MÜNCHEN (dpa-AFX) - US-Außenminister Marco Rubio hat Europa während seiner mit Spannung erwarteten Rede auf der Münchner Sicherheitskonferenz die Hand gereicht. Der Gesandte von US-Präsident Donald Trump schwärmte von Mozart, Beethoven, Shakespeare, den Beatles und dem Kölner Dom als Ausdruck von Genie und Kultur Europas - aber er zeichnete auch ein düsteres Bild vom Ist-Zustand der

verbündeten Nationen. Verpackt in höflichen Worten sagte der 54-Jährige, Europa könne nicht bleiben, wie es ist.

"Unser Schicksal ist und bleibt untrennbar mit Ihrem verbunden", sagte Rubio in Richtung der Staats- und Regierungschefs im Ballsaal des Bayerischen Hofes in München. Die USA strebten "keine Trennung an, sondern die Wiederbelebung einer alten Freundschaft". Rubio schlug damit deutlich versöhnlichere Töne an als US-Vizepräsident JD Vance vor einem Jahr an gleicher Stelle, der Europa abgekanzelt hatte.

Entsprechend zurückhaltend reagierte die deutsche Politik. Zwar sei der Auftritt Rubios "sehr verbindlich" und "sehr diplomatisch" gewesen, sagte Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) der Deutschen Presse-Agentur. "Trotzdem muss man ja einfach sehen, wir haben gerade sehr viele Dinge im transatlantischen Verhältnis, die nicht gemeinsam laufen, wo wir Differenzen haben. Und deswegen wäre das Falscheste, was jetzt passieren kann, dass die Europäer sich jetzt zufrieden zurücklehnen und sagen: Jetzt ist wieder alles gut."

"Klima-Kult" und Massenmigration

Rubio betonte die seiner Ansicht nach großen Fehler, die in den vergangenen Jahrzehnten gemacht worden seien. Der US-Außenminister sprach von einem "Klima-Kult", der zu einer falschen Energiepolitik geführt habe. Im Streben nach einer Welt ohne Grenzen seien zudem "unsere Türen für eine beispiellose Welle der Massenmigration" geöffnet worden, sagte er.

"Wir haben diese Fehler zusammen gemacht", sagte Rubio. Zwar seien die USA bereit, die Veränderungen auch alleine zu bewältigen, es sei aber ihre Präferenz - "und unsere Hoffnung" -, das gemeinsam mit den Europäern zu tun. "Unseren Freunden", sagte Rubio. "Wir gehören zusammen." Amerika, meinte der frühere Trump-Gegner, ebne den Weg für ein "neues Jahrhundert des Wohlstands". An ihrer Seite wollen die USA seinen Worten nach ein Europa sehen, "das stolz auf sein Erbe und seine Geschichte ist".

Für die Amerikaner liege die Heimat zwar in der westlichen Hemisphäre. "Aber wir werden immer Kinder Europas bleiben", sagte Rubio. In einer "Zeit, in der Schlagzeilen das Ende der transatlantischen Ära verkünden", solle allen klar sein, dass dies weder das Ziel noch der Wunsch der USA sei.

Bundesaußenminister Johann Wadephul reagierte erleichtert auf die Rede von seinem US-Kollegen: "Das war die Rede, die ich erwartet habe." Er kenne Rubio ja bereits eine "ganze Weile", er sei ein "wahrer Partner". Auch die aus den USA zur Sicherheitskonferenz angereiste Delegation aus dem Kongress zeige, dass Europa und Deutschland es trotz aller Probleme "Partner in den USA haben".

Verweise auf die europäische Kultur

Der Trump-Minister betonte, den Vereinigten Staaten liege die gemeinsame Zukunft sehr am Herzen. "Wenn wir manchmal unterschiedlicher Meinung sind, dann rührt diese Meinungsverschiedenheit von unserer tiefen Sorge um ein Europa her, mit dem wir nicht nur wirtschaftlich und militärisch verbunden sind", sagte Rubio. Die Partner seien "auch spirituell und kulturell miteinander verbunden".

In Europa seien die Ideen entstanden, die den Grundstein für die Freiheit gelegt und die Welt verändert hätten. Der Kontinent habe Genies hervorgebracht, Rubio nannte "Mozart und Beethoven, Dante und Shakespeare, Michelangelo und Da Vinci, die Beatles und die Rolling Stones". Die hoch aufragenden Türme des Kölner Doms zeugten unter anderem "von der Größe unserer Vergangenheit", sagte der US-Außenminister.

Treffen mit dem Bundeskanzler

Bundeskanzler Friedrich Merz saß während der Rede des Außenministers nicht im Saal. Der CDU-Politiker hatte sich bereits am Freitag mit Rubio getroffen. Aus deutschen Regierungskreisen hieß es, das Gespräch habe sich auf die Situation in der Ukraine konzentriert. Außerdem sei es um die europäische Rolle innerhalb der Nato gegangen.

Während seiner eigenen Rede zum Auftakt der Konferenz hatte Merz die Gräben zwischen Europa und den USA benannt - und für einen Neustart der Beziehungen plädiert. "Wir müssen diesseits und jenseits des Atlantiks zu dem Schluss kommen: Zusammen sind wir stärker", sagte Merz.

Erleichterung im Ballsaal

Rubio bekam für seine versöhnlichen Sätze immer wieder Applaus. Beobachter hatten einen schärferen Auftritt befürchtet. Die USA hatten sich in ihrer nationalen Sicherheitsstrategie sowie ihrer Verteidigungsstrategie zuletzt weiter von Europa entfernt.

Vance hatte die europäischen Verbündeten im vergangenen Jahr - nicht einmal einen Monat nach der Amtseinführung von Trump - deutlich kritisiert. Er sprach von einer "Gefahr von innen". Der damalige Auftritt des US-Vizepräsidenten war als provozierter Bruch der transatlantischen Zusammenarbeit bewertet worden./mj/DP/zb

14.02.2026 | 17:35:24 (dpa-AFX)
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14.02.2026 | 17:35:23 (dpa-AFX)
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14.02.2026 | 17:35:12 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Sorgen um PCK-Raffinerie: Bund will US-Sanktionen verhindern
14.02.2026 | 17:35:11 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Erneut Schließfächer in Bank geplündert - 'Arg ist es schon'
14.02.2026 | 17:33:40 (dpa-AFX)
Zugverkehr durch defekte Weiche rund um Hamburg gestört
14.02.2026 | 17:29:30 (dpa-AFX)
WDH: Wadephul nennt Analyse-Ergebnisse zu Nawalny schockierend
13.02.2026 | 18:21:05 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax legt nach US-Inflationsdaten etwas zu

FRANKFURT (dpa-AFX) - Günstige Inflationsdaten aus den USA haben dem Dax <DE0008469008> am Freitag zu moderaten Gewinnen verholfen. Allerdings blieb der deutsche Leitindex auf Abstand zur runden Marke von 25.000 Punkten, an deren Überwindung er im Laufe der Woche immer wieder gescheitert war.

Der Dax schloss 0,25 Prozent höher bei 24.914,88 Zählern. Dies ergibt ein Wochenplus von 0,78 Prozent. Der MDax <DE0008467416> mit den mittelgroßen deutschen Werten gewann am Freitag 0,60 Prozent auf 31.299,04 Punkte.

In den USA hat sich die Inflation zu Beginn des Jahres überraschend deutlich abgeschwächt. Ökonom Ralf Umlauf von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) sprach daher von "Entspannung an der Inflationsfront". Er geht zwar davon aus, dass die Notenbanker nicht unmittelbar unter Handlungsdruck stehen. Auf Sicht der kommenden Monate hält er die Erwartung einer Zinssenkung aber für unterstützt.

Nach Auffassung der Helaba würde aus technischer Sicht erst ein nachhaltiges Überwinden der 25.000er-Schwelle im Dax den Weg zur Höchstmarke von knapp 25.508 Punkten freimachen. Neben den geldpolitischen Aussichten sorgt derzeit aber auch die Angst vor Konkurrenz durch Künstliche Intelligenz in einigen Branchen für Nervosität. Analyst Christian Henke vom Handelshaus IG sieht in einer anziehenden Volatilität "ein klassisches Warnsignal für die Börsen".

Nachdem Siemens <DE0007236101> am Vortag zeitweise wieder mit SAP <DE0007164600> um den Platz als wertvollstes Unternehmen im Dax gerungen hatte, musste der Siemens-Kurs am Freitag um die Auszahlung der Dividende bereinigt werden. Mit einer Erholung um 1,2 Prozent festigten die SAP-Anteile ihren Vorsprung wieder etwas. Noch stärker erholt zeigten sich die zuletzt von KI-Sorgen belasteten Titel der Deutschen Börse <DE0005810055>, die mit 4,6 Prozent Plus die Dax-Spitze einnahmen.

Positiv im Rampenlicht standen auch die um knapp 4,6 Prozent gestiegenen Aktien des Triebwerksbauers MTU <DE000A0D9PT0> und jene von Airbus <NL0000235190> mit einem Plus von 1,1 Prozent. Sie erhielten Rückenwind von starken Resultaten und einem optimistischen Ausblick des französischen Triebwerkbauers Safran <FR0000073272>. Mit Rheinmetall <DE0007030009> und Hensoldt <DE000HAG0005> setzten Anleger angesichts der Münchner Sicherheitskonferenz auch wieder auf Rüstungswerte.

Ihren jüngsten Kursrutsch setzten die Titel von Delivery Hero <DE000A2E4K43> fort, die wegen eines enttäuschenden Ausblicks der Nahost-Tochter Talabat erstmals seit Dezember wieder zeitweise unter 20 Euro gehandelt wurden. Maue Geschäftsziele ließen ansonsten die Titel des Immobilienfinanzierers Deutsche Pfandbriefbank <DE0008019001> als Schlusslicht im Nebenwerteindex SDax <DE0009653386> um 10,3 Prozent absacken.

Positiver war das Bild im Bereich Halbleiterausrüstung. Die Aktien von PVA Tepla <DE0007461006> zogen an der SDax-Spitze um 7,4 Prozent an, nachdem die französische Investmentbank Exane BNP ihre bisher negative Haltung aufgegeben hatte. Mit Aixtron <DE000A0WMPJ6> war auch ein anderer Branchenwert sehr gefragt. Rückenwind lieferte das US-Unternehmen Applied Materials <US0382221051> mit einem überzeugenden Ausblick.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 <EU0009658145> gab um 0,43 Prozent auf 5.985,23 Zähler nach. In Zürich <CH0009980894> und London <GB0001383545> wiederum wurden Gewinne verbucht. In New York legte der Dow Jones Industrial <US2605661048> zum europäischen Börsenschluss etwas zu./la/stw

--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---

13.02.2026 | 17:52:02 (dpa-AFX)
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13.02.2026 | 13:29:59 (dpa-AFX)
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13.02.2026 | 12:01:45 (dpa-AFX)
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13.02.2026 | 09:45:02 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Dax stagniert unter 25.000 Punkten