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ESTOXX 18:00:01
5.930,25 -0,88%
Dow Jones 18:54:45
49.339,56 -0,21%
Brent Öl 18:59:44
98,84 3,52%
EUR/USD 19:07:00
1,17354 -0,41%
BUND-F. --
125,58 -0,21%

News

21.04.2026 | 19:03:19 (dpa-AFX)
ROUNDUP 2: Klage gegen Gasbohrungen vor Borkum ohne Erfolg

(neu: mehr Details)

BORKUM/LÜNEBURG (dpa-AFX) - Nach jahrelangem Streit um die Rechtmäßigkeit der Gasförderung in der Nordsee vor der Insel Borkum gibt es zumindest für die deutsche Seite vorerst Klarheit: Das Niedersächsische Oberverwaltungsgericht (OVG) in Lüneburg hat eine Klage der Deutschen Umwelthilfe (DUH) abgewiesen. Damit hat die Genehmigung, die das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) im August 2024 dem Energieunternehmen One-Dyas erteilt hatte, Bestand. Die Umwelthilfe hatte die Genehmigung aus wirtschafts- und umweltpolitischer Sicht für rechtswidrig gehalten und geklagt.

Eine Revision vor dem Bundesverwaltungsgericht hat das OVG nicht zugelassen. Dagegen kann aber binnen eines Monats nach dem Urteil Beschwerde eingelegt werden.

Die Erdgasförderung in der Nordsee aus einem grenzüberschreitenden Erdgasfeld auf niederländischem und deutschem Staatsgebiet rund 20 Kilometer vor Borkum, ist seit Jahren hochumstritten.

Amt beteuert, bei Genehmigung alles richtig gemacht zu haben

In der Verhandlung warf die DUH dem LBEG unter anderem vor, die Auswirkungen der Gasförderung auf die Umwelt in deutschem Hoheitsgebiet nicht ausreichend nach deutschem Umweltrecht geprüft zu haben. So könnte der Bohrlärm etwa Schweinswale stören und das Produktionswasser der Bohrplattform, welches Schwermetalle wie Quecksilber enthalte, die Umwelt belasten. Laut DUH seien die Umweltauflagen im niederländischen Recht, beispielsweise zum Lärmschutz von Schweinswalen oder bei Grenzwerten von Schwermetallen, lockerer als die im deutschen Recht.

"Ich bin davon überzeugt, dass es korrekt war, was wir gemacht haben", beteuerte hingegen ein Justiziar des LBEG vor Gericht. Man habe die Auswirkungen des Bohrvorhabens auf deutsches Hoheitsgebiet geprüft, sie seien jedoch nicht in dem Ausmaß gewesen, dass das Vorhaben nicht genehmigungsfähig gewesen wäre.

Dieser Einschätzung folgte auch der Senat bei seiner Entscheidung. In einer Mitteilung zur Urteilsbegründung teilte das Oberverwaltungsgericht mit, das Gericht sehe zwar das Risiko für Senkungen des Meeresbodens und Erdbeben infolge der Erdgasförderung, der Meeresnaturschutz und Schutzgebiete würden dadurch aber nicht maßgeblich beeinträchtigt, hieß es.

"Das Urteil des OVG bestätigt unsere Rechtsauffassung und es bestätigt unsere gründliche und sorgfältige Arbeit im Planfeststellungsverfahren", sagte LBEG-Präsident Carsten Mühlenmeier. "Die geltenden, sehr strengen Sicherheits- und Umweltstandards hatten im Verfahren hohe Priorität und das gilt auch weiterhin."

Weitere Klagen laufen

Die Umwelthilfe kündigte nach dem Urteil an, weiter gegen die Erdgasförderung auf See vorzugehen. "Die heutige Entscheidung bestätigt, dass wir dringend ein lückenloses Gesetz zum Verbot von Öl- und Gasbohrungen in und unter Meeresschutzgebieten brauchen", sagte DUH-Bundesgeschäftsführer Sascha Müller-Kraenner in einer Mitteilung. Bis dahin wolle die Umwelthilfe ihre Klagen gegen die Gasbohrungen in den Niederlanden fortführen - denn auch dort läuft noch ein Gerichtsverfahren. Anfang Mai soll zudem noch eine weitere Klage der Stadt Borkum vor dem OVG Lüneburg verhandelt werden.

Die Gerichtsentscheidung zur deutschen Genehmigung ist wichtig, da diese notwendig ist, um - so wie One-Dyas es plant - grenzüberschreitend Gas aus dem Erdgasfeld zu fördern. Das Landesbergbauamt hatte dem Unternehmen eine auf 18 Jahre befristete Genehmigung für die Bohrung und Gasförderung unter deutschem Meeresboden erteilt. Seit März 2025 bohrt One-Dyas bereits auf niederländischer Seite nach Gas. Auf deutscher Seite sei das bislang noch nicht passiert, sagte ein Sprecher des LBEG auf Anfrage.

Umweltschutzverbände und Insulaner in Deutschland und in den Niederlanden lehnen das Projekt ab. Sie befürchten Umweltschäden für das benachbarte Unesco-Weltnaturerbe Wattenmeer und sehen Klimaschutzziele in Gefahr. Befürworter argumentieren dagegen, dass durch das zusätzliche, heimische Gas die Energiesicherheit gestärkt werde.

Die Erdgasplattform vor Borkum soll im Regelbetrieb etwa zwei Milliarden Kubikmeter Erdgas pro Jahr produzieren - das soll laut One-Dyas voraussichtlich im vierten Quartal 2026 "noch vor Beginn des Winters" so weit sein. Diese Menge entspreche 2,5 Prozent des deutschen Gasbedarfs. One-Dyas hat aber noch weitere Felder in der Nähe im Blick. Das Gesamtvolumen des sogenannten GEMS-Gebietes wird auf 50 Milliarden Kubikmeter geschätzt./len/DP/jha

21.04.2026 | 19:03:01 (dpa-AFX)
EQS-News: Brockhaus Technologies AG: Anfechtungs- und Nichtigkeitsklagen gegen den Zustimmungsbeschluss der außerordentlichen Hauptversammlung vom 26. Februar 2026 (deutsch)
21.04.2026 | 18:50:54 (dpa-AFX)
EU: Neuer Vorstoß für Israel-Sanktionen gescheitert
21.04.2026 | 18:45:28 (dpa-AFX)
GNW-News: Anaqua setzt mit KI-gestützten Lösungen neue Maßstäbe für modernen Markenschutz
21.04.2026 | 18:40:24 (dpa-AFX)
EU-Kommissar wirbt für europäische Rüstungsprojekte
21.04.2026 | 18:35:21 (dpa-AFX)
Ministerpräsident bekennt sich zur Verteidigungsindustrie
21.04.2026 | 18:31:30 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Nahost-Unsicherheit treibt Kurse ins Minus
21.04.2026 | 18:17:53 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax dreht ins Minus - Steigende Ölpreise

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt hat am Dienstag seine moderate Aufwärtsbewegung nicht halten können und ist am Nachmittag ins Minus abgedriftet. Gründe für die Talfahrt waren steigende Ölpreise und Anleihenrenditen im Zusammenhang mit der Nahost-Krise. Händler verwiesen auf eine zunehmende Nervosität der Anleger vor möglichen weiteren Verhandlungen zwischen den USA und Iran angesichts der bald auslaufenden Waffenruhe.

Der Dax <DE0008469008> schloss 0,60 Prozent tiefer bei 24.270,87 Punkten. Am Vormittag hatte er noch um bis zu 0,8 Prozent zugelegt. Der MDax <DE0008467416> mit den mittelgroßen Werten verlor letztlich 0,50 Prozent auf 31.347,93 Zähler.

Europaweit präsentierten sich die wichtigsten Börsen in noch schwächerer Verfassung. Der EuroStoxx <EU0009658145> büßte rund 0,9 Prozent ein. Die Leitindizes an den Handelsplätzen in Zürich und London verbuchten Verluste von jeweils mehr als einem Prozent. In New York zeigte sich der Dow Jones Industrial <US2605661048> zum europäischen Börsenschluss rund 0,2 Prozent im Minus.

Vor möglichen weiteren Gesprächen mit dem Iran in Pakistan sieht US-Präsident Donald Trump sein Land in einer starken Verhandlungsposition. Das Land habe keine andere Wahl, als Vertreter für weitere Gespräche mit einer US-Delegation zu schicken, sagte Trump dem Sender CNBC. Er rechne mit einem "großartigen Deal". In dem Gespräch bekräftigte Trump, dass die USA ihre Seeblockade iranischer Häfen erst aufheben werden, wenn es ein "finales Abkommen" gebe.

Das US-Verteidigungsministerium teilte mit, dass Streitkräfte vergangene Nacht einen Öltanker geentert haben, der zuvor von den Vereinigten Staaten wegen Zusammenarbeit mit dem Iran mit Sanktionen belegt worden war. Die USA würden weltweit Maßnahmen ergreifen, "um illegale Netzwerke zu zerschlagen und sanktionierte Schiffe abzufangen, die dem Iran materielle Unterstützung leisten - wo auch immer sie operieren", hieß es.

Neben der politischen Großwetterlage wurden die Kurse einzelner Aktien auch durch unternehmensspezifische Einflüsse bewegt. So gewannen Salzgitter <DE0006202005> am Handelsende 3,1 Prozent. Der Stahlkonzern hatte nach einem starken ersten Quartal seine Ergebnisziele für 2026 angehoben. Die Entwicklung sei maßgeblich auf den Beitrag der Beteiligung am Kupferkonzern Aurubis <DE0006766504> zurückzuführen, teilte das Unternehmen mit. Neben dem operativ erwarteten Ergebnisanteil sei diese überwiegend durch hohe Bewertungseffekte aus Metallpreisen positiv beeinflusst worden.

Ermittler nahmen bei einer Tochterfirma der Deutschen Telekom <DE0005557508> und bei einem Bauunternehmen eine Razzia vor. In dem Ermittlungsverfahren gegen zehn Beschuldigte geht es um "Bestechlichkeit und Bestechung im geschäftlichen Verkehr in einem besonders schweren Fall". Ein Telekom-Sprecher bestätigte, dass der Arbeitsplatz eines Mitarbeiters der Telekom Technik GmbH durchsucht worden sei. Die Telekom selbst habe den Fall zur Anzeige gebracht. Für die T-Aktie ging es um 2,6 Prozent nach unten.

Die US-Investmentbank Goldman Sachs <US38141G1040> rät bei den Papieren von Allianz <DE0008404005> bei einem von 410 auf 450 Euro angehobenen Kursziel zum Kauf. Analyst Andrew Baker betonte die robuste Gewinnentwicklung des Versicherers. Die Allianz-Aktien legten als einer der stärksten Dax-Werte um 1,4 Prozent zu und bewegten sich damit in Richtung ihres Rekordhochs aus dem Jahr 2000.

Die Anteile von Beiersdorf <DE0005200000> fielen dagegen nach Umsatzzahlen um 3,5 Prozent. Der Konsumgüterkonzern habe die bereits gedämpften Erwartungen verfehlt, hieß es von der kanadischen Bank RBC mit Verweis auf das überraschend schwache Wachstum der Marke Nivea.

Die Papiere von Sartorius <DE0007165631> reagierten positiv auf die Quartalszahlen des US-Life-Science- und Diagnostikkonzerns Danaher <US2358511028>. Die Papiere kletterten auf den höchsten Stand seit Ende Januar und gewannen letztlich 2,0 Prozent.

Redcare Pharmacy <NL0012044747> legten um 4,0 Prozent zu. Im Handel wurde zur Begründung auf die Diskussion über höhere Zuzahlungen von Patienten als Teil einer deutschen Kassenreform hingewiesen. Sollte diese politisch umgesetzt werden, dürften Patienten verstärkt auf preisgünstigere Alternativen zur klassischen Apotheke setzen, hieß es.

Der Medienkonzern ProSiebenSat.1 <DE000PSM7770> verkauft das Creator-Business in Nordamerika unter der Marke Studio71 US. Käufer sei Fixated LLC, teilte der Medienkonzern am Dienstag mit. Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden, hieß es. Die Nachricht bewegte den Aktienkurs kaum. Das Papier schloss mit einem Plus von 0,4 Prozent./edh/he

--- Von Eduard Holetic, dpa-AFX ---

21.04.2026 | 17:53:07 (dpa-AFX)
Aktien Frankfurt Schluss: Dax dreht ins Minus - Steigende Ölpreise und Renditen
21.04.2026 | 14:27:59 (dpa-AFX)
Aktien Frankfurt: Dax moderat im Plus - Unsicherheit bleibt
21.04.2026 | 11:43:35 (dpa-AFX)
Aktien Frankfurt: Dax trotzt Unsicherheit vor Ende der Waffenruhe im Iran-Krieg
21.04.2026 | 09:38:51 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Hoffnung auf Iran-Verhandlungen stützt
21.04.2026 | 09:14:28 (dpa-AFX)
Aktien Frankfurt Eröffnung: Hoffnung auf Gespräche zwischen Iran und USA stützt
21.04.2026 | 08:15:04 (dpa-AFX)
Aktien Frankfurt Ausblick: Hoffnung auf Gespräche zwischen Iran und USA stützt