SEOUL/TOKIO/HONGKONG/SHANGHAI (dpa-AFX) - Ungeachtet neuer Gefechte zwischen den USA und dem Iran haben die asiatisch-pazifischen Aktienmärkte am Mittwoch mehrheitlich zugelegt. Der japanische Aktienmarkt kletterte dabei auf ein weiteres Rekordhoch. In Südkorea fand wegen eines Feiertags unterdessen kein Handel statt.
Grund für den Anstieg in Japan waren einerseits die starken Vorgaben aus dem US-Halbleiterbereich. Aktien wie Tokyo Electron <JP3571400005> waren vor diesem Hintergrund gefragt. Zugleich halfen günstige Vorgaben aus der Politik. "Getragen von der Hoffnung auf weitere Wirtschaftsförderungsprogramme erreichte der Nikkei erneut ein Rekordniveau", stellte Andreas Lipkow, Marktanalyst bei Broker CMC Markets, in diesem Zusammenhang fest.
Das japanische Kabinett hatte einen Zusatzhaushalt in Milliardenhöhe gebilligt, um die inflationären Belastungen durch den Iran-Konflikt abzufedern. Auch wenn die genaue Verwendung noch nicht bekannt ist, dürfte es zunächst um eine Begrenzung der Treibstoffpreise gehen. Der Nikkei 225 <JP9010C00002> <XC0009692440> schloss 2,5 Prozent höher mit 68.402,13 Punkten.
Von den US-Vorgaben aus dem Halbleiterbereich profitierten auch taiwanische Aktien, die ebenfalls deutlich zulegten. Nicht ganz so ausgeprägt waren die Gewinne in Australien. Der S&P ASX 200 <XC0006013624> zog um 0,7 Prozent auf 8.785,70 Punkte an.
An den chinesischen Börsen herrschte dagegen eine uneinheitliche Tendenz. Während der CSI-300-Index <CNM0000001Y0> mit den 300 wichtigsten Werten an Chinas Festlandbörsen zuletzt etwas zulegte, gab der Hang-Seng-Index <HK0000004322> der Sonderverwaltungszone Hongkong nach den Vortagesgewinnen um 1,7 Prozent nach. Experte Lipkow sprach von Gewinnmitnahmen. Zudem deuten Daten über die Zu- und Abflüsse an Kapital darauf hin, dass die verhaltene Börsenentwicklung in Hongkong zunehmend zu Umschichtungen chinesischer Investoren in Festlandsaktien führt./mf/men