TOKIO/SHANGHAI/HONGKONG/SYDNEY (dpa-AFX) - Die Konsolidierung der größeren asiatisch-pazifischen Börsen hat sich am Donnerstag fortgesetzt. Lediglich der australische Aktienmarkt entzog sich der Abwärtsbewegung erneut. Die Börsen in Fernost folgten damit den mäßigen Vorgaben aus den USA. Zudem herrschte vor dem US-Arbeitsmarktbericht am Freitag eine gewisse Vorsicht.
Der japanische Leitindex Nikkei 225 <JP9010C00002> <XC0009692440> verlor 1,63 Prozent auf 51.117,26 Punkte. Die Marktstrategen der Deutschen Bank verwiesen auf den erneuten Rückgang der Reallöhne im November. Damit habe sich die Abschwächung nicht nur den elften Monat in Folge fortgesetzt, sondern auch verstärkt.
Die chinesischen Börsen gaben ebenfalls nach. Der CSI-300-Index <CNM0000001Y0> mit den wichtigsten Aktien der chinesischen Festlandbörsen verlor zuletzt 0,82 Prozent auf 4.737,65 Punkte, während der der Hang-Seng-Index <HK0000004322> der Sonderverwaltungszone Hongkong um 1,16 Prozent auf 26.152,19 Zähler nachgab.
Australische Aktien legten unterdessen zu. Die Marktstrategen der Deutschen Bank begründeten die Gewinne mit Aussagen aus den Reihen der Zentralbank, die vom Markt als zurückhaltend in Hinblick auf Zinserhöhungen interpretiert worden seien. Entsprechend seien die Renditen am Anleihemarkt gefallen. Der australische Leitindex S&P/ASX 200 <XC0006013624> schloss 0,29 Prozent fester mit 8.720,76 Punkten.
Auch die südkoreanische Börse hielt sich vergleichsweise gut. Samsung <KR7005930003> hatte im vierten Quartal dank der hohen Nachfrage nach Speicherchips infolge des KI-Booms operativ so viel verdient wie noch nie in einem Vierteljahresabschnitt. Der Betriebsgewinn habe sich ersten Eckdaten zufolge auf rund 20 Billionen Won (rund 11,8 Milliarden Euro) mehr als verdreifacht, wie der südkoreanische Technologiekonzern am Donnerstag in Seoul mitteilte. Der Umsatz stieg um 23 Prozent auf 93 Billionen Won und damit ebenfalls auf ein Rekordniveau. Allerdings setzten bei den Samsung-Aktien nach einem Rekordhoch Gewinnmitnahmen ein./mf/mis