SEOUL/TOKIO/HONGKONG/SHANGHAI (dpa-AFX) - An den asiatisch-pazifischen Börsen ist es am Mittwoch nach oben gegangen. Dabei ragte der südkoreanische Aktienmarkt mit einem kräftigen Anstieg und neuem Rekordstand hervor. In Japan wurde wegen eines Feiertags erneut nicht gehandelt.
Der Rückgang der Ölpreise stützte die Börsen in Fernost. "Die Investoren reagieren positiv auf die Nachrichten aus den USA, dass es bald zu einem Vertrag zwischen den USA und dem Iran kommen soll", so Andreas Lipkow, Marktanalyst beim Broker CMC Markets. Positive Vorgaben habe es zudem aus dem Halbleitersektor gegeben. "Für zusätzliche Euphorie sorgen die Quartalszahlen des Nvidia<US67066G1040>-Konkurrenten AMD <US0079031078>", erläuterte Lipkow. "Selbst die kühnsten Erwartungen wurden geschlagen."
Das ließ die Halbleiterwerte in Fernost nicht kalt. Der technologielastige südkoreanische Kospi schnellte um sieben Prozent nach oben und baute mit neuen Hochs sein Jahresplus auf rund 70 Prozent aus, wie die Marktstrategen der Deutschen Bank anmerkten. Dazu habe der Kurssprung des Schwergewichts Samsung <KR7005930003> entscheidend beigetragen, wobei die Aktie erstmals eine Marktkapitalisierung von über einer Billion Dollar erreicht habe.
Nach oben ging es auch an den chinesischen Börsen. Hier stützten neben den Vorgaben aus dem Technologiesektor günstige Konjunkturdaten. Die von der Agentur RatingDog erhobenen Einkaufsmanagerindizes für April seien etwas besser als erwartet ausgefallen, merkten die Marktstrategen der Deutschen Bank an. Der Hang-Seng-Index <HK0000004322> der Sonderverwaltungszone Hongkong gewann 0,9 Prozent, während der CSI-300-Index <CNM0000001Y0> mit den wichtigsten Werten der chinesischen Festlandsbörsen um 1,3 Prozent anzog. Der australische S&P ASX 200 <XC0006013624> endete 1,3 Prozent höher mit 8.793,60 Punkten./mf/stk