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News

31.05.2026 | 23:50:32 (dpa-AFX)
ROUNDUP 3: Regierende Labour-Partei feiert Wahlsieg in Malta

VALLETTA (dpa-AFX) - Die regierende Labour-Partei von Premier Robert Abela hat die Parlamentswahl im kleinsten EU-Land Malta gewonnen. Laut offiziellem Ergebnis haben die Sozialdemokraten mit 51,8 Prozent der Stimmen einen Vorsprung von mehr als sieben Prozentpunkten auf die konservative Nationalist Party (44,7 Prozent). Das ist ein Vorsprung von mehr als 20.000 Stimmen. Abela wird am Montag von Staatspräsidentin Myriam Spiteri Debono vereidigt.

Bereits wenige Stunden nach Beginn der Auszählung erklärte Abela seinen Sieg. "Wir haben Geschichte geschrieben, indem wir zum vierten Mal in Folge gewonnen haben", sagte er in einem TV-Interview, nachdem sich nach ersten Ergebnissen der Sieg seiner Partei abgezeichnet hatte. Vor Anhängern sagte Abela später: "Krempeln wir die Ärmel hoch und arbeiten wir gemeinsam und geeint weiter daran, Malta für alle zu einem besseren Land zu machen."

Große Labour-Feiern in mehreren Orten

An mehreren Orten der Mittelmeerinsel wurde Feuerwerk gezündet, vor der Labour-Parteizentrale in der Stadt Hamrun versammelten sich zahlreiche Menschen gekleidet in der Parteifarbe Rot. Viele hielten vier Finger in die Höhe, um den vierten Wahlsieg in Folge von Labour seit 2013 zu feiern.

Oppositionsführer Alex Borg gestand seine Niederlage ein und sagte in einer Videobotschaft in den sozialen Medien, er habe Abela angerufen, um ihm alles Gute zu wünschen. "Das Volk hat gesprochen, und wir müssen seinen Willen respektieren", erklärte Borg. Dies sei nicht das Ergebnis, das er sich gewünscht habe, aber niemand solle die Stimme für die Nationalist Party bereuen.

Die Wahlbeteiligung lag offiziellen Angaben zufolge bei 87,4 Prozent. Sie lag damit leicht höher als bei der vergangenen Wahl 2022 (85,5 Prozent). Für maltesische Verhältnisse ist eine solche hohe Wahlbeteiligung nichts Ungewöhnliches.

Womöglich parteipolitisches Kalkül hinter Neuwahl

Abela (48) hatte Ende April knapp ein Jahr vor Ende der Legislaturperiode Neuwahlen ausgerufen. Er hatte globale geopolitische Sorgen als Begründung dafür genannt und erklärt, seine Regierung brauche ein neues Mandat, um Malta und die Bürger durch eine drohende Energiekrise zu führen.

Beobachter sahen dahinter jedoch eher parteipolitisches Kalkül. Abelas politischer Gegner Borg wurde erst im September vergangenen Jahres zum Chef der Nationalist Party gewählt. Abela dürfte davon ausgegangen sein, dass sich der 30 Jahre alte Borg - Anwalt und Gewinner des Schönheitswettbewerbs Mr. World Malta von 2020 - in der kurzen Zeit kaum profilieren könne.

Im Wahlkampf präsentierte Abela Labour als Partei der wirtschaftlichen Stabilität und Glaubwürdigkeit. Er verwies auf jahrelanges starkes Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) und das Rekordtief bei der Arbeitslosigkeit unter seiner Führung. Regierungschef von Malta ist Abela seit 2020. Er ist der Sohn eines früheren Präsidenten. Die Labour-Partei regiert das Land seit 2013.

Wahlkampf von Nationalist Party konzentrierte sich auf Borg

Die Nationalist Party präsentierte sich hingegen als Kraft, die die Infrastruktur des Landes verbessern und Maltas Abhängigkeit von ausländischen Arbeitskräften verringern würde. Die Partei stellte Borg als energiegeladenen Politiker dar, der das Land neu ausrichten könne.

Malta ist das am dichtesten besiedelte Land Europas. Trotz der niedrigsten Geburtenrate des Kontinents ist die Bevölkerung in den vergangenen zehn Jahren um rund 25 Prozent gewachsen, vor allem durch einen starken Anstieg ausländischer Arbeitskräfte. Dieser Anstieg - in Kombination mit jährlich neuen Rekordzahlen im Tourismus - hat die lokale Infrastruktur belastet und auch einen Bauboom auf der Mittelmeerinsel südlich von Sizilien ausgelöst./bbo/DP/zb

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Aktien Asien: Gewinne - Hoffnung auf Einigung zwischen den USA und dem Iran

SEOUL/TOKIO/HONGKONG/SHANGHAI (dpa-AFX) - Die asiatisch-pazifischen Aktienmärkte haben am Freitag wieder zugelegt. Sie reagierten mit teils deutlichen Gewinnen auf Nachrichten zu einer möglichen Annäherung zwischen den USA und dem Iran im Krieg. Die Ölpreise gaben nach einem kräftigen Rückgang am Vortag weiter nach.

Die USA und der Iran nähern sich nach US-Angaben einer Einigung auf eine Verlängerung der Waffenruhe und weitere Verhandlungen. Bezüglich einer Absichtserklärung seien viele Fortschritte gemacht worden, es werde aber noch an einigen Punkten gearbeitet, sagte US-Vizepräsident JD Vance. Ob allerdings Präsident Donald Trump zustimmen wird, sei offen. Aus Teheran hieß es, eine vorläufige Einigung sei bisher nicht ausformuliert und dementsprechend auch nicht bestätigt.

Den Börsen genügte dies, vor dem Wochenende nochmals durchzustarten. "Die Anleger suchen bei Aktien zurzeit nach einem Vorwand, noch weiter zu kaufen", beschrieb Jochen Stanzl, Marktanalyst der Consorsbank, die Stimmung an den Märkten.

Der japanische Aktienmarkt setzte seinen Höhenflug fort und erreichte neue Hochs - der Nikkei 225 <JP9010C00002> <XC0009692440> endete mit 66.329,50 Punkten 2,53 Prozent höher. Dazu trugen auch Verbraucherpreisdaten bei, wie die Marktstrategen der Deutschen Bank anmerkten. So habe die Inflation im Großraum Tokio im Mai unter den Erwartungen gelegen. Für den Nikkei ergaben sich trotz eines zwischenzeitlichen Rücksetzers auf Wochensicht Gewinne.

Auch die technologielastigen Märkte Südkoreas und Taiwans kletterten kräftig. Nicht ganz so stark zogen australische Aktien an. Der S&P ASX 200 <XC0006013624> gewann 1,62 Prozent auf 8.731,70 Punkte. Ž

Die chinesischen Börsen hielten nicht ganz mit, nachdem sie bereits am Vortag geklettert waren. So verlor der CSI-300-Index <CNM0000001Y0> mit den 300 wichtigsten Werten an Chinas Festlandbörsen zuletzt 0,3 Prozent. Der Hang-Seng-Index <HK0000004322> der Sonderverwaltungszone Hongkong stieg dagegen um 0,68 Prozent./mf/jha/

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