TOKIO/SHANGHAI/HONGKONG/SYDNEY (dpa-AFX) - Die Aktienmärkte in Fernost haben am Donnerstag wieder nachgegeben. Dabei ragte die südkoreanische Börse mit deutlichen Abgaben heraus.
Der Markt litt unter den Verlusten der Schwergewichte Samsung <KR7005930003> und SK Hynix, wie die Marktstrategen der Deutschen Bank anmerkten. Die Abgaben bei den zuletzt sehr starken Papieren preisten ein, dass die durch Künstliche Intelligenz bewirkte Nachfrage im Halbleitersegment nicht unendlich sei, so Anlagestratege Stephen Innes vom Vermögensverwalter SPI Asset Management.
Zudem belastete die enttäuschte Reaktion der Märkte auf die Zahlen bzw. Ausblicke von Qualcomm <US7475251036> und Arm Holdings. Auch die Signale von Alphabet <US02079K3059> waren nicht hilfreich. Damit kam die südkoreanische Börse nach der jüngsten Rekordjagd etwas zurück. Trotz des Rücksetzers liegt sie seit Jahresbeginn aber noch rund 20 Prozent im Plus.
An den anderen Börsen der Region Asien-Pazifik waren die Bewegungen nicht ganz so deutlich. Der japanische Leitindex Nikkei 225 <JP9010C00002> gab um weitere 0,88 Prozent auf 53.818,04 Punkte nach. Hier belasteten die Verluste des Technologieschwergewichts Softbank <JP3436100006>.
Die australische Börse schloss sich dieser Entwicklung an. Der S&P/ASX 200 <XC0006013624> verlor 0,43 Prozent auf 8.889,22 Punkte. Marktstratege Ulrich Stephan von der Deutschen Bank verwies auf die historisch überdurchschnittlich hohe Bewertung.
Auch an den chinesischen Märkten war Zurückhaltung angesagt. Der CSI-300-Index <CNM0000001Y0> der chinesischen Festlandbörsen sank um 0,6 Prozent auf 4.670,42 Zähler, der Hang-Seng-Index <HK0000004322> der Sonderverwaltungszone Hongkong tendierte zuletzt wenig verändert./mf/mis