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Der Tech-Gigant bricht zwar weiterhin Umsatzrekorde, doch statt Gewinne zu maximieren, geht das Management jetzt ins Risiko. 

Risikobeschreibung siehe Folgeseite.

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BUND-F. 15:34:57
125,13 0,52%

News

30.03.2026 | 15:42:43 (dpa-AFX)
ROUNDUP 2: Suss Microtec warnt vor höheren Kosten - Aktie am SDax-Ende

(neu: aktualisierter Kurs, Analystenstimmen)

GARCHING (dpa-AFX) - Der Halbleiterzulieferer Suss Microtec <DE000A1K0235> warnt vor schrumpfenden Einnahmen und steigenden Kosten. Der Erlös dürfte im laufenden Jahr von zuletzt 503 Millionen auf nur noch 425 bis 485 Millionen Euro sinken, teilte das Unternehmen am Montag in Garching bei München mit. Noch stärker dürfte der operative Gewinn zurückgehen - und damit die Marge. Mit einem so starken Margenrückgang hatten Analysten nicht gerechnet. Zudem sollen sich die Aktionäre für 2025 mit einer Mini-Dividende begnügen. Das kam an der Börse schlecht an.

Die Suss-Aktie verlor nach Handelsbeginn mehr als 18 Prozent. Im Verlauf verringerte sie das Minus deutlich, lag aber am Nachmittag mit einem Verlust von acht Prozent auf 48,10 Euro aber immer noch am Ende des Kleinwerteindex SDax <DE0009653386>. Bereits am Freitag hatte sie rund acht Prozent verloren. Seit dem Jahreshoch von 63 Euro Mitte März beläuft sich das Minus inzwischen auf fast 25 Prozent. Im Vergleich zum Jahreswechsel liegt das Papier aber immer noch gut ein Viertel im Plus.

Analysten zeigten sich von den Geschäftsaussichten enttäuscht: Die Erholung der Auftragslage werde von anhaltenden Enttäuschungen bei der Profitabilität überschattet, schrieb Veysel Taze vom Bankhaus Metzler. Aus Sicht von UBS-Analystin Madeleine Jenkins lassen die Ziele für 2026 aber Luft nach oben.

Wie hoch der Umsatzrückgang tatsächlich ausfalle, werde maßgeblich vom Auftragseingang in der ersten Jahreshälfte abhängen und der Frage, welcher Anteil noch in diesem Jahr abgearbeitet werden könne, sagte Finanzchefin Cornelia Ballwießer laut Mitteilung. Zuversichtlich stimme, dass sich der positive Trend im Auftragseingang nach einem starken Schlussquartal im ersten Quartal fortgesetzt habe.

Die Gewinnmarge vor Zinsen und Steuern (Ebit) soll 2026 acht bis zehn Prozent erreichen und damit deutlich niedriger liegen als im Vorjahr. Hier hatten Experten mehr erwartet. Als Grund führt der Konzern vor allem den Umsatzrückgang bei zugleich steigenden Forschungs- und Entwicklungsausgaben an. Anfang des Jahres hatte Suss mitgeteilt, für den Bau eines neuen Entwicklungszentrums in Deutschland bis zu 45 Millionen Euro in die Hand zu nehmen.

Laut Malte Schaumann von Warburg Research übertrafen Suss' Zahlen des vierten Quartals die Erwartungen. Die Margenprognose für 2026 sei erwartungsgemäß vorsichtig. Für Janardan Menon von Jefferies sind die Auftrags- und Umsatztrends positiv. Er verwies aber ebenfalls auf einen schwachen Margenausblick für 2026. Im folgenden Jahr und darüber hinaus sollte sich die Lage aber wieder verbessern.

Das Management bestätigte seine im November ausgegebenen Mittelfristziele. So soll der Konzernumsatz bis 2030 auf 750 bis 900 Millionen Euro zulegen. Die operative Marge dürfte 20 bis 22 Prozent erreichen.

Im vergangenen Jahr sank Suss' Auftragseingang um mehr als 16 Prozent auf gut 354 Millionen Euro. Grund hierfür war eine schwächere Auftragsentwicklung in den ersten drei Quartalen des Jahres, vor allem aus China, die durch ein gutes Neugeschäft im Schlussquartal nicht aufgefangen werden konnte.

Der Umsatz stieg hingegen um knapp 13 Prozent auf einen Rekordwert von rund 503 Millionen Euro. Vor Zinsen und Steuern verdiente das Unternehmen mit 65,9 Millionen Euro jedoch fast zwölf Prozent weniger als im Vorjahr. Die entsprechende Marge fiel von 16,7 Prozent auf 13,1 Prozent. Beeinträchtigt wurde die Profitabilität von einem weniger vorteilhaften Produkt- und Kundenmix sowie höheren Anlauf- und Trainingskosten. Die Bruttomarge fiel um 3,9 Prozentpunkte auf 35,7 Prozent. Analysten hatten bei Umsatz und operativem Ergebnis weniger erwartet.

Unter dem Strich erzielte Suss mit einem Gewinn von 46,1 Millionen Euro nicht einmal halb so viel wie die 110 Millionen aus dem Vorjahr. Der freie Barmittelfluss fiel aufgrund von Investitionen in den neuen Produktionsstandort in Taiwan ins Minus, und die Aktionäre sollen deshalb nur die Mindestdividende von 4 Cent je Aktie erhalten. Im Vorjahr hatte die Ausschüttung noch bei 30 Cent gelegen./err/stw/zb/he

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