NEW YORK (dpa-AFX) - Die Kurse von US-Staatsanleihen haben am Donnerstag etwas nachgegeben. Der Terminkontrakt für zehnjährige Staatsanleihen (T-Note-Future) fiel um 0,21 Prozent auf 109,06 Punkten. Die Rendite der zehnjährigen Anleihen stieg auf 4,57 Prozent.
Die Lage an den Ölmärkten blieb recht ruhig. Nach neuen Angriffen und Drohungen der USA gegen den Iran sendet die Führung in Teheran gemischte Signale über mögliche weitere Verhandlungen. Der iranische Parlamentspräsident und Chefverhandler Mohammed Bagher Ghalibaf ließ die Tür dafür offen, mahnte aber zugleich, dass man keine Angst davor haben dürfe, kriegerisch eigene Interessen durchzusetzen. In der Stellungnahme von Mittwoch, die teilweise im Fernsehen verlesen wurde, betonte er zudem, dass der Iran die Kontrolle über die Straße von Hormus beanspruche. Wegen des Streits um die für den globalen Energiehandel wichtige Meerenge ist der Konflikt wieder eskaliert.
Die Lage im Nahen Osten dürfte also im Blick der Märkte bleiben. "So gibt es die berechtigte Sorge, dass die Gespräche zwischen den USA und dem Iran zur dauerhaften Lösung des Konflikts endgültig scheitern", schreiben die Experten der Helaba. "Der aufflammende Konflikt stellt wichtige Datenveröffentlichungen in den Schatten."
Die am Nachmittag veröffentlichten Zahlen zu den US-Einzelhandelsumsätzen stiegen wie erwartet etwas und bewegten den Anleihemarkt kaum. "Alles in allem dürfte das Auspreisen von Zinserhöhungserwartungen bezüglich der Fed aber nicht forciert werden, zumal der Philly-Fed-Index völlig unerwartet stark zugelegt hat und die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe erneut gesunken sind", schreiben die Experten der Helaba. Die zuletzt schwächer als erwartet ausgefallenen Inflationszahlen hatten die Zinserhöhungserwartungen mit Blick auf die US-Notenbank Fed gedämpft./jsl/he