PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - Die europäischen Aktienmärkte haben sich am Donnerstag ohne klare Tendenz aus dem Handel verabschiedet. Öl wurde wieder teurer und schürte Sorgen vor Inflation und einer Abkühlung der Konjunktur. Im Iran-Krieg hoffen die Anleger weiter auf eine baldige Lösung und setzen auf weitere Gespräche zwischen den USA und dem Iran.
Der EuroStoxx 50 <EU0009658145> geriet mit Eröffnung der US-Börsen stärker unter Druck und schloss mit einem Minus von 0,12 Prozent auf 5.933,28 Punkte. Die wichtigsten US-Indizes notierten zum europäischen Börsenschluss im Plus. Außerhalb des Euroraums verlor der schweizerische SMI <CH0009980894> 0,35 Prozent auf 13.173,17 Zähler. Der britische FTSE 100 <GB0001383545> zog um 0,29 Prozent auf 10.589,99 Punkte an.
Technologiewerte hatten Anleger auf ihrem Kaufzettel. Sie profitierten von den guten Vorgaben der Nasdaq-Börsen in New York und einer überzeugenden Quartalsentwicklung des taiwanesischen Halbleiterherstellers TSMC <TW0002330008>. Infineon gewannen 2,9 Prozent, SAP legten um 3,5 Prozent zu. ASML aber drehten wie schon am Vortag ins Minus.
Pernod Ricard <FR0000120693> übertraf im abgelaufenen Quartal die Erwartungen leicht, nahm aber das Jahresziel zurück. Die Papiere des Spirituosenherstellers gaben um 0,5 Prozent nach.
Die Fluggesellschaft Easyjet <GB00B7KR2P84> spürt die Folgen des Iran-Kriegs. Die Buchungen hätten sich in den letzten Wochen abgeschwächt, teilte der Konzern mit. Die Aktien sanken um 5 Prozent.
Bei den schweizerischen Nebenwerten überraschte DocMorris <CH0042615283> positiv. Die Analysten von Jefferies sprachen angesichts neuer Geschäftszahlen von einem soliden Jahresstart. Die Aktien kletterten um 10,6 Prozent hoch./ajx/he