PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - Europas wichtigste Aktienmärkte haben sich zum Wochenstart von ihren Verlusten vom Freitag erholt. Die weiterhin sehr hohen Ölpreise sind am Montag etwas zurückgekommen. Zudem entspannte sich die Lage am französischen Anleihemarkt, nachdem die Ratingagentur Moody's die Kreditwürdigkeit Frankreichs unerwartet bestätigt hatte. Am Markt war wegen der angespannten französischen Haushaltslage und der jüngsten gewaltsamen Proteste gegen eine geplante Sparpolitik damit gerechnet worden, dass Moody's den beiden anderen wichtigen Ratingagenturen S&P und Fitch folgt und die Kreditbewertung ebenfalls senkt.
Der EuroStoxx 50 <EU0009658145> stieg am Mittag um 0,4 Prozent auf 6.093 Punkte. Auch außerhalb des Euroraums ging es aufwärts. Der Schweizer Leitindex SMI <CH0009980894> legte um 0,2 Prozent auf 14.490 Zähler zu, der britische FTSE 100 <GB0001383545> gewann 0,4 Prozent auf 10.731 Punkte.
Die Börsenwoche steht im Zeichen aktueller Quartalszahlen einiger wichtiger US-Technologiekonzerne wie Microsoft <US5949181045>, Alphabet <US02079K3059> und Amazon <US0231351067>. Anleger dürften dabei vor allem die Ausgaben der Unternehmen für den Ausbau Künstlicher Intelligenz (KI) unter die Lupe nehmen. Zudem stehen in der neuen Woche geldpolitische Entscheidungen der US-Notenbank Fed, der EZB und der Bank of Japan auf der Agenda.
Stärkster Sektor waren am Montag die Autowerte, die damit ihre schwache Performance vom Freitag wettmachten. So gehörten die Aktien von Stellantis <NL00150001Q9> und Renault <FR0000131906> mit Kursgewinnen von 3,1 beziehungsweise 2,0 Prozent zu den Top-Werten in Europa.
Am unteren Ende des Branchentableaus rangierten die Papiere von Energiekonzernen infolge der etwas gesunkenen Ölpreise. Die Anteilsscheine des italienischen Ölkonzerns Eni <IT0003132476> litten zusätzlich unter einer Abstufung durch Banco Santander <ES0113900J37> und büßten 2,8 Prozent ein.
Die Titel von Telefonica <ES0178430E18> brachen um 7,6 Prozent ein. Die US-Bank JPMorgan hatte die Aktien des spanischen Telekom-Riesen von "Neutral" auf "Underweight" abgestuft und das Kursziel von 3,70 auf 3,20 Euro reduziert./edh/stk