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News

21.06.2026 | 07:35:16 (dpa-AFX)
ROUNDUP 2: Gespräche zwischen Iran und USA starten - Vance optimistisch

LUZERN/TEHERAN (dpa-AFX) - Überschattet von den Kämpfen der israelischen Armee mit der libanesischen Hisbollah-Miliz sollen heute in der Schweiz hochrangig besetzte Gespräche zwischen den Kriegsparteien USA und Iran beginnen. Ziel ist es, das vergangene Woche unterzeichnete Rahmenabkommen für ein Ende des Iran-Kriegs zu konkretisieren. Eine endgültige Vereinbarung, auch zum Umgang mit Teherans umstrittenem Atomprogramm, soll dem Rahmenabkommen zufolge innerhalb von 60 Tagen ausgehandelt werden.

Besonders die Kämpfe im Libanon hatten zuletzt für Spannungen zwischen Washington und Teheran geführt. Der Iran verkündete deshalb am Samstag eine Schließung der Straße von Hormus. Die Meerenge war infolge des Rahmenabkommens gerade erst wieder nach und nach geöffnet worden.

US-Vizepräsident Vance rechnet mit Fortschritten

An den heutigen Gesprächen im Luxusresort Bürgenstock unweit von Luzern sollen neben den Kriegsparteien auch Vertreter der Vermittler Pakistan und Katar teilnehmen. Für die USA reiste Vizepräsident JD Vance an. Er zeigte sich vor dem Abflug vorsichtig optimistisch: "Ich denke, wir werden hoffentlich Fortschritte in der Atomfrage erzielen und auch in der Frage der Waffenruhe im Libanon vorankommen", sagte er.

Vance sagte zudem, dass sich der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, sowie der US-Sondergesandte Steve Witkoff bereits in der Schweiz befänden. Sie kümmerten sich um technische Aspekte dieser Verhandlungen. Nach seinem Eindruck liefen die Dinge gut. Der Vizepräsident wird nicht länger in der Schweiz sein. "Ich kann nur ein oder zwei Tage dort sein", sagte er vor dem Abflug.

Von iranischer Seite sollen unter anderem Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf als Verhandlungsführer und Außenminister Abbas Araghtschi teilnehmen. Für den Vermittler Pakistan reiste unter anderem Premierminister Shehbaz Sharif an. Es war zunächst unklar, wie lange die Gespräche auf Ebene der Verhandlungsführer dauern sollten. Denkbar schien zum Beispiel, dass nach einem Auftakt zunächst für bestimmte Themen Arbeitsgruppen gebildet werden, die dann auf niedrigerer Ebene weiterverhandeln.

Ursprünglich hätte in der Schweiz bereits am Freitag eine erste Gesprächsrunde stattfinden sollen, diese war aber wegen der gegenseitigen Angriffe der israelischen Armee und der proiranischen Hisbollah nicht zustande gekommen.

Trump droht mit US-Maut in Straße von Hormus

Das am Mittwochabend separat unterschriebene Abkommen sieht unter anderem eine Öffnung der Straße von Hormus und ein Ende der US-Seeblockade vor. Zudem darf der Iran während der 60-tägigen Verhandlungen nicht wie angedroht Gebühren für die Passage verlangen. Das Abkommen trat nach pakistanischen Angaben mit "sofortiger Wirkung" in Kraft.

Nach der erneuten Schließung drohte US-Präsident Donald Trump am Abend seinerseits mit einer US-Maut in der Meerenge. Sollte kein finales Friedensabkommen zustande kommen, könnten sich die USA so ihre Dienste als "Schutzengel" der Region vergüten lassen, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social.

Die USA hatten den Iran Ende Februar gemeinsam mit Israel angegriffen und so den Krieg begonnen. Seit Anfang April galt zuletzt eine Waffenruhe, während der es nur noch vereinzelt zu Angriffen kam. Israel ist an den Verhandlungen mit dem Iran nicht beteiligt.

Kämpfe im Libanon gehen trotz Waffenruhe weiter

Trotz einer erneuten Waffenruhe im Libanon, die seit Freitagnachmittag gilt, gingen dort die Kämpfe zwischen israelischer Armee und Hisbollah-Miliz auch am Samstag weiter - und sorgten für Verstimmungen zwischen den USA und dem Iran. Teheran sperrte deswegen nach eigenen Angaben die Straße von Hormus erneut für die Durchfahrt aller Schiffe. Der Iran fordert die Einhaltung der Waffenruhe und einen Abzug des israelischen Militärs aus dem Südlibanon.

Das US-Militär widersprach der Darstellung und bekräftigte, der Schiffsverkehr in der Meerenge laufe weiter. 55 Schiffe mit unter anderem 17 Millionen Barrel Öl hätten die Meerenge passiert. Wie die "New York Times" berichtete, war das die größte Anzahl an Schiffen seit der Schließung kurz nach Kriegsbeginn.

Am Samstag hatten libanesische Medien über zahlreiche israelische Luftangriffe mit mindestens 35 Toten berichtet. Die israelische Armee und die proiranische Hisbollah-Miliz machen sich gegenseitig für die Kämpfe und Verstöße gegen die Feuerpause verantwortlich.

Bereits am Freitag waren laut libanesischem Gesundheitsministerium 83 Menschen bei israelischen Angriffen getötet worden.

Konfliktparteien beschuldigen sich gegenseitig

Die israelische Armee warf der Hisbollah wiederholte Verstöße gegen die Feuerpause vor. Als Reaktion seien Raketenstellungen, Waffenlager und Kommandozentralen der Hisbollah angegriffen worden. Dagegen erklärte die Miliz, sie habe auf einen Vormarsch der israelischen Truppen reagiert. Die Angaben der Konfliktparteien ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.

Der Iran verlangt von den USA, Druck auf die israelische Führung auszuüben. Die israelische Armee erklärte jedoch, sie werde auch künftig gegen jede Bedrohung für den Staat Israel und seine Soldaten vorgehen./hme/DP/zb

21.06.2026 | 07:05:17 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Vorschlag der Rentenkommission: Höhere Rente - mehr Beiträge
21.06.2026 | 07:05:01 (dpa-AFX)
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21.06.2026 | 07:05:00 (dpa-AFX)
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21.06.2026 | 07:04:59 (dpa-AFX)
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21.06.2026 | 07:00:18 (dpa-AFX)
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21.06.2026 | 07:00:07 (dpa-AFX)
Preisrutsch und hohe Kosten belasten Bauern
19.06.2026 | 18:29:47 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: EuroStoxx beendet eine gute Woche leicht im Minus

PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - Der EuroStoxx 50 <EU0009658145> hat am Freitag eine starke Börsenwoche mit leichten Verlusten beendet. Der Leitindex der Eurozone ging 0,48 Prozent tiefer bei 6.293,13 Punkten aus dem Handel, nachdem er sich am Vormittag noch einmal zu einem weiteren Rekordhoch aufgerafft hatte. Angesichts der Hoffnungen auf einen dauerhaften Frieden zwischen den USA und dem Iran ergibt sich auf Wochensicht ein Plus von 1,71 Prozent.

Außerhalb der Eurozone ging es für den Schweizer SMI <CH0009980894> geringfügig auf 13.774,02 Punkte nach oben. Der britische FTSE 100 <GB0001383545> verlor 0,35 Prozent auf 10.363,27 Punkte.

Am Freitag hielten sich die Kursbewegungen in Grenzen, denn in den USA wurde feiertagsbedingt nicht gehandelt. Impulse von dort blieben also aus.

Auch der große Verfallstag konnte keine Akzente setzen. Am Terminmarkt liefen Kontrakte auf Aktien und Indizes aus. Vom "großen Verfall" sprechen Börsianer, wenn Optionen und Futures auf Indizes und einzelne Aktien am selben Tag verfallen.

Aktuell sind Marktteilnehmer einerseits optimistisch hinsichtlich der Wiedereröffnung der für den Öltransport so bedeutenden Meerenge von Hormus nach dem Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran, andererseits etwas skeptisch, ob das Abkommen von Bestand sein wird. Dass die für diesen Freitag in der Schweiz angedachte erste Gesprächsrunde zwischen den USA und dem Iran zur Ausgestaltung des Rahmenabkommens abgesagt wurde, hinterließ in den Indizes keine Schäden.

Der Ölsektor <EU0009658780> unternahm als bester der Stoxx-600-Übersicht mit plus 1,3 Prozent einen Stabilisierungsversuch nach seiner jüngsten Schwäche im Zuge der gesunkenen Ölpreise. Am anderen Ende des Tableaus verbuchte der Sektor für Basisrohstoffe <EU0009658624> Verluste von 2,1 Prozent.

Für Aufmerksamkeit sorgte eine Warnung der US-Regierung an den Anlagenbauer ASML <NL0010273215>, dass eines seiner Systeme für Extrem-Ultraviolett-Lithografie in China im Einsatz sein könnte. Die Niederländer erklärten prompt, dass sie weder die Anlagen noch Zubehör ins Reich der Mitte exportiert hätten. ASML-Aktien verloren mehr als ein Prozent, nachdem sie tags zuvor einen neuerlichen Rekord erreicht hatten.

Optimismus der US-Bank JPMorgan trieb die Aktien von Vestas <DK0061539921> um gut fünf Prozent hoch. Analyst Akash Gupta hatte in seiner Einschätzung zu dem dänischen Windkraftkonzern den Hinweis "Positive Catalyst Watch" platziert, womit er mit Blick auf bevorstehende Geschäftszahlen mit positiven Trends rechnet. So hält Gupta eine Anhebung der Jahresziele mit dem Halbjahresbericht Mitte August für wahrscheinlich./la/men

19.06.2026 | 18:16:08 (dpa-AFX)
Aktien Europa Schluss: EuroStoxx beendet eine gute Woche leicht im Minus
19.06.2026 | 11:14:20 (dpa-AFX)
STICHWORT: Großer Verfallstag an den Terminbörsen
18.06.2026 | 18:38:38 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Rekordhoch beim EuroStoxx - Rohstoffwerte sinken
18.06.2026 | 18:21:19 (dpa-AFX)
Aktien Europa Schluss: Rekordhoch beim EuroStoxx - Rohstoffwerte belasten London
17.06.2026 | 18:44:22 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: EuroStoxx erstmals über 6.300 Punkte
17.06.2026 | 18:24:53 (dpa-AFX)
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