PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - Europas wichtigste Aktienindizes haben am Mittwoch weiter zugelegt. Medienberichten zufolge hat US-Präsident Donald Trump Fortschritte in Verhandlungen mit dem Iran signalisiert. Zudem wird der nach New Yorker Börsenschluss anstehende Quartalsbericht des KI-Chip-Riesen Nvidia <US67066G1040> schon mit Spannung erwartet. "Wenn Nvidia enttäuscht, könnte es ungemütlich werden", warnte Marktexperte Maximilian Wienke vom Broker Etoro.
Besonders stark präsentierte sich der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 <EU0009658145>: Er baute im Kielwasser der freundlichen New Yorker Börsen sein Plus aus und schloss 2,13 Prozent höher mit 5.976,07 Punkten. Für den Londoner FTSE 100 <GB0001383545> ging es letztlich um 0,99 Prozent auf 10.432,34 Punkte bergauf. Der Züricher SMI <CH0009980894> verabschiedete sich mit einem Gewinn von 0,26 Prozent auf 13.399,29 Punkte.
Nvidia sei längst kein normales Unternehmen mehr, sondern der zentrale Taktgeber des globalen KI-Booms, führte Experte Wienke aus. Die Bestmarke der Aktien aus der Vorwoche lässt darauf schließen, dass die Erwartungen an das Unternehmen hoch sind.
Im europäischen Branchentableau <EU0009658202> waren am Mittwoch vor den Nvidia-Zahlen Technologiewerte <EU0009658921> mit am meisten gefragt. Ähnlich wie in New York zogen Halbleiteraktien kräftig an: Der Chipausrüster ASML <NL0010273215> eroberte mit einem Kursplus von 6,7 Prozent die EuroStoxx-Spitze, gefolgt vom Chiphersteller Infineon <DE0006231004> mit plus 5,1 Prozent. Im französischen Cac 40 <FR0003500008> führten die Titel von STMicroelectronics <NL0000226223> mit einem Anstieg um 6 Prozent die Gewinnerliste an.
Auch bei Reise- und Freizeit- <CH0019112744> sowie Bankentiteln <EU0009658806> griffen die Anleger zur Wochenmitte beherzt zu. Unter den wenigen Verlierern fanden sich die Aktien von Medienunternehmen <EU0009658640>. Der stark gelaufene Index der Öl- und Gaskonzerne <EU0009658780> kam angesichts der weiter sinkenden Ölpreise kaum von der Stelle.
Unter den Einzelwerten erholten sich die in Amsterdam gelisteten Aktien von CSG <NL0015073TS8> um weitere fast 9 Prozent. Der tschechische Rüstungskonzern hatte starke Zahlen für das erste Quartal vorgelegt./gl/he