NEW YORK/FRANKFURT (dpa-AFX) - Enttäuschende Ausblicke zweiter Branchenwerte haben am Donnerstag in einem insgesamt trüben Technologie-Branchenumfeld im Softwaresektor relativ große Verluste nach sich gezogen. ServiceNow <US81762P1021> und Fortinet <US34959E1091> gaben dort die Richtung mit Kurseinbußen vor, die zeitweise größer waren als ein Viertel. Bei ServiceNow war dies zuletzt noch der Fall, bei Fortinet sank der Abschlag nur moderat auf immer noch mehr als 21 Prozent.
Dies ging auch an den Aktien von Salesforce <US79466L3024> nicht schadlos vorbei, die im Dow Jones Industrial <US2605661048> mit mehr als fünf Prozent der drittgrößte Verlierer waren. Außerdem gaben die Oracle-Titel <US68389X1054> mit minus drei Prozent einen kleineren Teil ihres Vortags-Kurssprunges ab, der mit starken mittelfristigen Wachstumszielen begründet worden war. Außerdem verloren die Aktien von Adobe <US00724F1012> fast zwei Prozent.
Für ServiceNow könnte es am Donnerstag der größte Kursrutsch seit dem Börsengang im Jahr 2024 werden. Das Unternehmen hatte einen Quartalsausblick auf die Abo-Umsätze abgegeben, der zwar den Schätzungen der Analysten entsprach. Am Markt hieß es aber, dies könne die Sorgen der Anleger nicht ausräumen, dass Künstliche Intelligenz das Geschäftsmodell des Softwareherstellers empfindlich stören könnte.
Sorgen davor hatten Softwarewerte im bisherigen Jahresverlauf immer wieder deutlich belastet, bevor dann Ende Juni eine Erholungsrally eingeleitet wurde. In Frankfurt waren diesen Bewegungen auch die SAP-Aktien <DE0007164600> gefolgt. Diese sanken am Donnerstag um 1,2 Prozent./tih/la/he