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Nach der Beschlagnahmung eines venezolanischen Öltankers durch US-Soldaten hat der Konflikt mit Caracas eine neue Eskalationsstufe erreicht.

Risikobeschreibung siehe Folgeseite.

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Risikobeschreibung siehe Folgeseite.

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Ausblick 2026 – neuer Boom oder böses Erwachen?

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News

07.01.2026 | 17:35:05 (dpa-AFX)
ROUNDUP 2: USA beschlagnahmen Tanker unter russischer Flagge

(Aktualisierung: weitere Details und Reaktionen im gesamten Text.)

WASHINGTON (dpa-AFX) - Das US-Militär hat einen unter russischer Flagge fahrenden Öltanker beschlagnahmt. Der Zugriff im Nordatlantik sei wegen "Verstößen gegen US-Sanktionen" auf Anordnung eines Bundesgerichts erfolgt, teilte das Europa-Kommando der US-Streitkräfte (Eucom) mit. Russland soll zuvor ein U-Boot und weitere Schiffe zum Schutz des Tankers entsandt haben - zu der militärischen Intervention der USA äußerte sich Moskau zunächst nicht.

"Die Vereinigten Staaten setzen die Blockade gegen alle Schiffe der Schattenflotte fort, die unerlaubterweise venezolanisches Öl transportieren, um illegale Aktivitäten zu finanzieren und das venezolanische Volk zu bestehlen", schrieb US-Verteidigungsminister Pete Hegseth, der sich seit einiger Zeit Kriegsminister nennt. "Nur legitimer und rechtmäßiger Energiehandel - wie von den USA festgelegt

- wird zugelassen."

In der Karibik beschlagnahmten die US-Streitkräfte zudem einen weiteren, aber offiziell staatenlosen Frachter. Beide Schiffe sollen Verbindungen zu Venezuela haben.

Der unter russischer Flagge fahrende Tanker hatte sich Medienberichten zufolge vor mehreren Tagen einer US-Kontrolle im karibischen Raum entziehen können und war seitdem bis in den Nordatlantik von den USA verfolgt worden. Es handle sich um den Frachter "Bella-1", teilte das Eucom mit

Schiffe sollen gegen US-Sanktionen verstoßen haben

Bei beiden Einsätzen berief sich das US-Militär auf den Schutz der westlichen Hemisphäre. Mit der westlichen Hemisphäre ist meist der Doppelkontinent Amerika samt umliegender Inseln gemeint.

Das Frachtschiff unter russischer Flagge hatte auf dem Weg nach Venezuela angesichts der drohenden US-Kontrolle plötzlich den Kurs gewechselt, wie das "Wall Street Journal" berichtete. Um den USA zu entfliehen, soll es auch den Namen in "The Marinera" geändert haben. Zudem soll die Besatzung erst dann die russische Flagge auf die Seite des Schiffes gemalt und die Registrierung geändert haben. Die US-Streitkräfte nannten den Namen "The Marinera" nicht.

Russland wird von den westlichen Alliierten beschuldigt, alte Tanker zu nutzen, um Sanktionen zu umgehen. Bevor die Beschlagnahmung des Tankers durch die USA öffentlich wurde, hatte das Außenministerium in Moskau laut staatlicher Nachrichtenagentur Tass mitgeteilt, Russland betrachte die Situation mit Besorgnis. Zu den Berichten über die U-Boot-Entsendung äußerte sich Moskau nicht. Ein Mitglied des russischen Föderationsrates, Andrej Klischas, nannte das Vorgehen der USA Piraterie.

Das russische Verkehrsministerium teilte offiziell mit, der Kontakt zu dem Schiff sei mit der Besetzung durch US-Marinesoldaten verloren gegangen, wie die staatliche Nachrichtenagentur Tass meldete. Die "Marinera" habe am 24. Dezember die vorläufige Erlaubnis erhalten, unter russischer Flagge zu fahren.

Sanktionen gegen von Russland genutzte Tanker

In der Karibik brachte die US-Küstenwache das Schiff "Sophia" auf und eskortierte es bis "zur endgültigen Klärung des Falls" in die USA, wie das für die Region zuständige Südkommando des US-Militärs (Southcom) mitteilte. Dem Schiff werden "illegale Aktivitäten" vorgeworfen. Bereits vor wenigen Wochen hatte das US-Militär zwei andere Öltanker vor der Küste Venezuelas unter seine Kontrolle gebracht.

US-Präsident Donald Trump hatte bereits vor dem Militäreinsatz am Wochenende in Venezuela zur Gefangennahme von Präsident Nicolás Maduro eine Seeblockade für sanktionierte Öltanker angeordnet, die Richtung Venezuela steuern oder einen Hafen des rohstoffreichen Landes verlassen.

Er begründete dies damit, das südamerikanische Land habe Öl, Land und andere Vermögenswerte von den USA gestohlen - diese müssten zurückgegeben werden. Auch nach der Festnahme des autoritären Präsidenten Maduro soll die Blockade vorerst beibehalten werden. Sie sei ein "enormer Hebel", um politische Veränderungen in Venezuela herbeizuführen, sagte US-Außenminister Marco Rubio./ngu/DP/men

07.01.2026 | 17:35:04 (dpa-AFX)
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07.01.2026 | 17:35:03 (dpa-AFX)
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