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News

24.06.2026 | 17:54:53 (dpa-AFX)
ROUNDUP 2/Gipfel vor dem Gipfel: Europäer in der Nato stimmen sich ab

BERLIN (dpa-AFX) - Zwei Wochen vor dem Nato-Gipfel in der Türkei stimmen sich fünf mächtige europäische Mitgliedstaaten in Berlin auf Spitzenebene ab. Bundeskanzler Friedrich Merz empfing am frühen Abend den französischen Präsidenten Emmanuel Macron, Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni, Polens Regierungschef Donald Tusk und den scheidenden britischen Premierminister Keir Starmer im Kanzleramt. Es ist ein Arbeitstreffen und ein gemeinsames Abendessen geplant.

Dabei soll es um die weitere Unterstützung der Ukraine, die Rolle der Europäer bei der Lösung des Iran-Konflikts und die Lastenverteilung zwischen den Nato-Staaten gehen - alles Themen, die am 7. und 8. Juli beim Gipfel der 32 Mitgliedstaaten des transatlantischen Bündnisses auf der Agenda stehen.

Black Box Trump

Vor allem wird es in Ankara aber wieder um eins gehen: Was macht US-Präsident Donald Trump? Setzt sich die beim G7-Gipfel eingeleitete Entspannung in den Beziehungen zwischen den USA und den Europäern nach viel Ärger während des Iran-Kriegs fort? Zuletzt gab es wieder öffentliche Reibereien zwischen Meloni und Trump - kein gutes Vorzeichen für den Nato-Gipfel.

Es gibt jedenfalls genug Gründe für die mächtigen Europäer, sich vorher abzustimmen. Es ist das erste Spitzentreffen der sogenannten E5 seit dem Nato-Gipfel im Juni 2025 in Den Haag. Damals war auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj dabei. Die Gruppe besteht aus den vier europäischen G7-Ländern und Polen, das an Russland grenzt und sich als Interessenvertreter der osteuropäischen Staaten versteht.

Rutte wird aus Washington zugeschaltet

Nato-Generalsekretär Mark Rutte wird aus Washington zugeschaltet, wo er sich anschließend mit Trump trifft (21.30 Uhr). Die USA erwarten von den Europäern, mehr für die Bündnisverteidigung zu tun. Gleichzeitig sind sie verärgert über aus ihrer Sicht mangelnde Unterstützung der Verbündeten im Iran-Krieg, den die USA im Februar an der Seite Israels begonnen haben.

Staaten wie Frankreich, Großbritannien und Deutschland wollen das kompensieren, indem sie bei einer anhaltenden Waffenruhe mit Minenjagdbooten und Kriegsschiffen für mehr Sicherheit in der so wichtigen Meerenge zwischen dem Iran und dem Oman, der Straße von Hormus, sorgen wollen.

Rutte versuchte vor seinem Treffen mit Trump, die Wogen zu glätten. "Was die Nato angeht, weiß ich, dass es Enttäuschung gibt, aber wir sollten auch bedenken, dass es sich hierbei um Einzelfälle handelt", sagte er dem US-Sender Fox News.

E1, E3 oder E5 - wer soll mit Putin verhandeln?

Obwohl sich die fünf Staats- und Regierungschefs mit Blick auf Trump und den Nato-Gipfel einigermaßen einig sein dürfen, gibt in Sachen Ukraine auch Konfliktstoff. Italien und Polen sind verärgert, weil Deutschland, Frankreich und Großbritannien die diplomatischen Bemühungen um ein Ende des Ukraine-Kriegs an sich gezogen haben. Sie bezeichnen sich als E3.

Tusk und Meloni fühlen sich ausgegrenzt. "Polen ist ein absolut unverzichtbares Bindeglied, um ernsthaft über die Zukunft der Ukraine und der Region zu sprechen", sagte der polnische Ministerpräsident bereits vor zwei Wochen laut Nachrichtenagentur PAP.

Italiens Außenminister für einen Unterhändler

Der italienische Außenminister Antonio Tajani plädierte nun kurz vor dem E5-Gipfel dafür, sich auf einen Unterhändler für Europa zu verständigen. "Wir müssen eine Person finden - einen Mann oder eine Frau -, die im Namen und im Auftrag aller in Europa mit Moskau spricht", sagte er der Zeitung "La Verità" in Rom. "Es könnte ein Staats- oder Regierungschef eines mittelgroßen europäischen Landes sein, es könnte eine institutionelle Autorität sein, beispielsweise Präsident Costa." Er persönlich plädierte für "jemanden aus den Institutionen".

Das würde auf EU-Ratspräsident António Costa passen. Beim EU-Gipfel in Brüssel hatte der Portugiese vergangene Woche für Aufsehen gesorgt, weil sein Team unabgesprochen Kontakt zu Russland aufgenommen hatte. Von einigen EU-Staaten wie Irland und Österreich bekam er Unterstützung dafür. Die deutsche Delegation sah die Initiative dagegen als Affront gegen die E3./mfi/DP/stw

24.06.2026 | 17:46:48 (dpa-AFX)
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24.06.2026 | 17:45:23 (dpa-AFX)
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24.06.2026 | 17:35:01 (dpa-AFX)
TAGESVORSCHAU: Termine am 25. Juni 2026
24.06.2026 | 17:35:00 (dpa-AFX)
WOCHENVORSCHAU: Termine bis 8. Juli 2026
24.06.2026 | 16:35:49 (dpa-AFX)
Devisen: Eurokurs fällt zum US-Dollar auf tiefsten Stand seit über einem Jahr

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro <EU0009652759> hat am Mittwoch seinen jüngsten Abwärtstrend fortgesetzt. Am Nachmittag fiel der Kurs der Gemeinschaftswährung auf 1,1349 US-Dollar. Am Morgen hatte der Euro noch etwas höher notiert. Mit 1,1325 Dollar erreichte der Euro zeitweise den niedrigsten Kurs seit Ende Mai 2025. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1340 (Dienstag: 1,1392) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8818 (0,8778) Euro.

Analysten der Landesbank Hessen-Thüringen erklärten den starken Dollar mit den Zinserwartungen, die sich zuletzt zugunsten der US-Währung entwickelt hätten. Hintergrund sind jüngste Aussagen der US-Notenbank Fed. Unter anderem hatte der neue Fed-Chef Kevin Warsh nach seiner ersten Zinssitzung die Bedeutung der Preisstabilität hervorgehoben und damit die Spekulation auf steigende US-Zinsen im weiteren Verlauf des Jahres verstärkt, was dem Dollar Auftrieb verlieh.

Die etwas verbesserte Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat den Euro nicht gestützt. Das Ifo-Geschäftsklima erholte sich im Juni den zweiten Monat in Folge von den Dämpfern infolge des Iran-Kriegs. Der Anstieg fiel ein wenig stärker als erwartet aus.

"Trotz weiterhin mühsamer Friedensverhandlungen im Persischen Golf hofft die Wirtschaft aber auf stabile wirtschaftliche Bedingungen in der Region", kommentierte Ulrich Kater, Chefvolkswirt der Dekabank. "Nachhaltige Reformen in den überforderten Sozialsystemen könnten in den kommenden Monaten die Stimmung in der deutschen Wirtschaft weiter positiv beeinflussen und damit die Chancen auf den lang ersehnten Aufschwung in Deutschland deutlich steigen lassen."

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,86165 (0,86200) britische Pfund, 183,35 (184,02) japanische Yen und 0,9216 (0,9225) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) kostete 4.017 Dollar. Das waren rund 100 Dollar weniger als am Vortag./jsl/jha/

24.06.2026 | 16:13:11 (dpa-AFX)
Devisen: Eurokurs gefallen - EZB-Referenzkurs: 1,1340 US-Dollar
24.06.2026 | 09:19:27 (dpa-AFX)
Devisen: Eurokurs fällt zum US-Dollar auf tiefsten Stand seit einem Jahr
23.06.2026 | 21:05:36 (dpa-AFX)
Devisen: Kurs des Euro bleibt zum US-Dollar unter Druck
23.06.2026 | 17:10:35 (dpa-AFX)
Devisen: Kurs des Euro fällt zum US-Dollar
23.06.2026 | 16:36:16 (dpa-AFX)
Devisen: Eurokurs gefallen - EZB-Referenzkurs: 1,1392 US-Dollar
23.06.2026 | 09:07:38 (dpa-AFX)
Devisen: Eurokurs zum US-Dollar kaum verändert

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