Sport auf der ISS: OHB qualifiziert Trainingsanzug für Experimente im All - "EasyMotion-2" erforscht Maßnahmen gegen Muskelschwund in der Schwerelosigkeit
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Sport auf der ISS: OHB qualifiziert Trainingsanzug für Experimente im All -
"EasyMotion-2" erforscht Maßnahmen gegen Muskelschwund in der
Schwerelosigkeit
25.08.2026 / 12:15 CET/CEST
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Bremen, 25. August 2026. Die französische ESA-Astronautin Sophie Adenot hat
auf der Internationalen Raumstation ISS mit dem Experiment "EasyMotion-2"
begonnen. Ziel der Untersuchung ist es, den Nutzen von
Elektromuskelstimulation (EMS) als ergänzende Trainingsmaßnahme gegen den
Muskelabbau in der Schwerelosigkeit wissenschaftlich zu bewerten. Die dafür
eingesetzten Trainingsanzüge wurden von der OHB System AG für den Einsatz im
Weltraum qualifiziert.
Im Auftrag der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR wird das Experiment von der
Charité - Universitätsmedizin Berlin durchgeführt. Weitere Partner sind die
Europäische Weltraumorganisation ESA sowie die EMS GmbH, der Hersteller des
EasyMotionSkin-Systems. Während der sechswöchigen Versuchsreihe trainiert
Sophie Adenot mit einem EMS-Anzug, dessen integrierte Elektroden ausgewählte
Muskelgruppen gezielt stimulieren. Ergänzend werden mit dem Messsystem
MyotonPRO, das ebenfalls von OHB für die ISS qualifiziert wurde,
Veränderungen der Muskelspannung und Muskelbeschaffenheit erfasst, um die
Wirksamkeit des Trainings unter Weltraumbedingungen zu untersuchen.
Von der Technologiedemonstration zur wissenschaftlichen Validierung
Bereits vor Beginn ihrer "psilon" Mission lernte Adenot das System bei
einer Anprobe und Einweisung in der Luft- und Raumfahrtmedizinischen
Forschungsanlage des DLR in Köln kennen. Dort wurde sie von den beteiligten
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie von Dr. Marco Berg,
Projektleiter in der Abteilung Human Spaceflight bei OHB, mit dem System
vertraut gemacht.
"Dass wir Sophie Adenot noch vor ihrem Flug persönlich in das System
einweisen konnten und nun ihre Mission unterstützen, macht uns stolz. Die
Qualifizierung solcher Systeme für den Einsatz im All erfordert umfassendes
Raumfahrt-Know-how, höchste Zuverlässigkeit und ein tiefes Verständnis für
die Anforderungen der Forschung. Genau diese Kompetenz bringt OHB seit
vielen Jahren erfolgreich in internationale Human-Spaceflight-Projekte ein",
sagt Marco Berg.
Der deutsche ESA-Astronaut Matthias Maurer hatte das "EasyMotion-2"-System
bereits während seiner Mission "Cosmic Kiss" erfolgreich auf der ISS
erprobt. Nach dieser Technologiedemonstration steht nun die
wissenschaftliche Validierung des zusätzlichen Trainingseffekts im
Mittelpunkt. Im Auftrag der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR hat OHB
insgesamt die Trainingsausrüstung für acht künftige Astronautinnen- und
Astronautenmissionen beschafft, und qualifiziert sie für den Einsatz auf der
ISS. Damit soll die Technologie in den kommenden Jahren weiteren
Besatzungsmitgliedern der Raumstation zur Verfügung stehen.
Beitrag für die Raumfahrt von morgen
Die Ergebnisse des Experiments könnten dazu beitragen, Trainingsprogramme
für Astronautinnen und Astronauten künftig effizienter zu gestalten. Gerade
für Langzeitmissionen, etwa zum Mars, sind neue Ansätze gefragt, um Muskel-
und Knochenabbau wirksam entgegenzuwirken und gleichzeitig wertvolle Zeit
und Ressourcen an Bord zu sparen.
Mit der Qualifizierung des "EasyMotion-2"-Systems setzt OHB seine
langjährige Unterstützung der Forschung auf der ISS fort. Als
Industriepartner für astronautische Raumfahrtprojekte und mit wesentlichen
Beiträgen zum europäischen ISS-Labormodul Columbus bringt das Unternehmen
seine Expertise regelmäßig in die Vorbereitung und Durchführung
wissenschaftlicher Missionen im All ein. Damit leistet OHB einen wichtigen
Beitrag, um neue Technologien sicher und zuverlässig für den Einsatz im
Weltraum verfügbar zu machen und Forschung unter den einzigartigen
Bedingungen der Schwerelosigkeit zu ermöglichen.
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Unternehmenskommunikation
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