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News

25.07.2026 | 14:05:04 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Kiews Gegenangriffe: Versandhändler evakuiert Mitarbeiter

JEKATERINBURG/ROSTOW AM DON (dpa-AFX) - Die Ukraine hat Russland erneut mit hunderten Drohnen angegriffen. Der russische Online-Versandhändler Wildberries evakuierte wieder Mitarbeiter, diesmal in Jekaterinburg.

In sozialen Medien kursierten nicht überprüfbare Fotos und Videos, die brennende Autos und eine Evakuierung von Mitarbeitern des Versandhändlers zeigen sollen. Das Unternehmen bestätigte, dass das Logistikzentrum in Jekaterinburg aus Sicherheitsgründen geräumt wurde. Es sei aber nicht beschädigt worden und der Betrieb solle bald wieder aufgenommen werden. In den vergangenen Tagen sind mehrfach Wildberries-Standorte bei ukrainischen Drohnenangriffen getroffen worden.

Der Gouverneur des Gebiets Swerdlowsk, Denis Pasler, sprach bei Telegram von einem abgewehrten Drohnenangriff. Herabstürzende Drohnentrümmer hätten ein Feuer ausgelöst. Menschen seien evakuiert worden, es gebe aber keine Verletzten oder Schäden an Wirtschaftsobjekten oder Infrastruktur.

Gouverneur: Verletzte in Rostow und Belgorod

Der Gouverneur des Gebiets Rostow sprach von einem massiven Angriff aus der Luft, Drohnen und Raketen seien abgewehrt worden. In Rostow am Don seien jedoch vier Männer und ein weiterer im Kreis Krasny Sulin verletzt worden, teilte er mit. Unter anderem Wohnhäuser, Lager und Infrastruktur seien beschädigt worden und Brände seien ausgebrochen, aber bereits gelöscht worden.

Auch der geschäftsführende Gouverneur des Gebiets Belgorod, Alexander Schuwajew, sprach von einem massiven Drohnenangriff in der Nacht. Dabei seien vier Menschen verletzt worden, schrieb er bei Telegram.

Das Verteidigungsministerium in Moskau teilte mit, in der Nacht 328 ukrainische Drohnen abgewehrt zu haben. Unabhängig lassen sich diese Angaben nicht überprüfen, sie lassen aber Rückschlüsse auf die Intensität der ukrainischen Gegenangriffe zu.

Selenskyj bestätigt Angriffe

In Tjumen in Westsibirien brach nach Angaben von Gouverneur Alexander Moor infolge eines ukrainischen Drohnenangriffs ein Feuer auf dem Gelände einer Erdölraffinerie aus. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte diese Attacke in sozialen Medien ebenso wie unter anderem Angriffe auf ein Logistikobjekt in Jekaterinburg und ein Lager für Kraft- und Schmierstoffe in Rostow am Don. Dazu stellte er einen Zusammenschnitt von Videos, auf denen Brände und Explosionen zu sehen sind.

Die Ukraine verteidigt sich mit westlicher Hilfe seit mehr als vier Jahren gegen eine russische Invasion. Bei ihren Gegenangriffen setzt sie vor allem auf Drohnen./ksr/DP/zb

25.07.2026 | 13:58:33 (dpa-AFX)
Iran ruft zu Dialog im Jemen-Konflikt auf
25.07.2026 | 13:58:22 (dpa-AFX)
Linnemann: 'Ich traue mir das zu'
25.07.2026 | 13:57:51 (dpa-AFX)
Orban ruft vor Anhängern in Rumänien zum 'Widerstand' auf
25.07.2026 | 13:20:03 (dpa-AFX)
Wann kommt Teil zwei der Regierungsumbildung?
25.07.2026 | 13:20:02 (dpa-AFX)
Das denkt Mercedes über ein Duo Antonelli und Verstappen
25.07.2026 | 13:14:28 (dpa-AFX)
Besatzungsbehörden: Tote nach ukrainischen Angriffen
25.07.2026 | 12:35:03 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Paramount setzt Warner-Übernahme nach Wettbewerbsklagen aus

LOS ANGELES (dpa-AFX) - Der Hollywood-Konzern Paramount <US69932A2042> setzt den geplanten Kauf des Konkurrenten Warner Brothers <US9344231041> nach Wettbewerbsklagen von zwölf US-Bundesstaaten und der Drehbuchautoren-Gewerkschaft vorerst aus. Die mehr als 100 Milliarden Dollar schwere Übernahme soll erst nach einer Entscheidung zu den Klagen oder spätestens am 1. Juni 2027 weiter vorangetrieben werden, wie aus Gerichtsunterlagen hervorgeht.

Der Rechtsstreit hat auch deshalb Relevanz, weil Kritiker der Regierung von US-Präsident Donald Trump befürchten, dass der zu Warner Brothers gehörende Nachrichtensender CNN unter dem Dach von Paramount die redaktionelle Unabhängigkeit verlieren könnte.

Eine Richterin hatte den geplanten Deal zunächst bis Mitte August ausgesetzt, um über die Forderung der demokratisch regierten Bundesstaaten und der Drehbuchautoren nach einer einstweiligen Verfügung gegen den Vollzug der Übernahme zu entscheiden. Dabei signalisierte sie, dass sie die Wettbewerbsbedenken durchaus ernst nimmt. Mit der Aussetzung der Übernahme sind die Forderungen nach einer einstweiligen Verfügung vorerst hinfällig. Die separaten Klagen der Bundesstaaten und der Drehbuchautoren wurden inzwischen in einem Verfahren zusammengeführt.

Ab Oktober muss Paramount zahlen

Für Paramount könnte der Aufschub ziemlich teuer werden. Um die Warner-Aktionäre zu überzeugen, versprach Paramount ihnen zusätzliche Zahlungen für jedes Quartal nach dem 30. September dieses Jahres bis zum Abschluss der Übernahme. Das dürfte den Konzern etwa 650 Millionen Dollar pro Vierteljahr kosten.

Die Ironie dabei: Paramount warb bei Warner damit, dass der Deal zwischen den beiden Unternehmen wettbewerbsrechtlich viel unproblematischer sein werde als eine Übernahme durch den letztlich ausgestochenen Streaming-Riesen Netflix <US64110L1061>. Warner und Paramount setzten sich den 4. Juni kommenden Jahres als Frist für den Abschluss des Deals. Für den Fall, dass die Übernahme platzen sollte, sagte Paramount Warner eine Vertragsstrafe von sieben Milliarden Dollar zu.

Trump-Unterstützer stach Netflix aus

Hinter Paramount steht die Familie des Software-Milliardärs Larry Ellison, der als Unterstützer Trumps bekannt ist. Ursprünglich hatte Warner im vergangenen Jahr bereits den Verkauf des Streaming- und Studiogeschäfts an Netflix beschlossen. Doch Paramount ließ nicht locker und gab ein höheres Gebot für den gesamten Konzern Warner Bros. Discovery ab, inklusive der Fernsehsender wie CNN. Der Deal ist nun rund 111 Milliarden Dollar (aktuell 98 Mrd Euro) schwer.

Trump-Kritiker verweisen darauf, dass der Paramount-Sender CBS nach der Übernahme durch die Ellisons einen freundlicheren Ton gegenüber der US-Regierung anschlug. Trump hatte mehrfach gesagt, ihm sei besonders wichtig, dass der Sender bei einem Warner-Deal ebenfalls den Besitzer wechselt. Bei CNN kommen auch Kritiker seiner Politik zu Wort - und Behauptungen des Präsidenten werden oft einem Faktencheck unterzogen.

Bundesstaaten sehen Wettbewerbsproblem

Die Bundesstaaten lassen die Causa CNN in der Klageschrift außen vor und argumentieren unter anderem, der Zusammenschluss werde den Wettbewerb bei populären Filmen verzerren und dadurch die Kinos unter Druck setzen. Aus Sicht der Richterin konnten sie zumindest demonstrieren, dass Paramount und Warner zusammen einen erheblichen Marktanteil in dem Geschäft hätten.

Ein entscheidender Faktor für einen Erfolg der Bundesstaaten, darunter Kalifornien mit dem wichtigsten Branchenstandort Hollywood, wird sein, ob sie sich vor Gericht mit einer besonderen Marktdefinition durchsetzen können. Sie betrachten vor allem den Wettbewerb bei erwartbaren Kassenschlagern, die mehr als 100 Millionen Dollar einspielen. Diese seien für die Filmtheater besonders wichtig, um ihre Existenz zu sichern, argumentieren sie. Demnach wäre eine größere Marktmacht eines einzelnen Players in diesem Bereich wettbewerbsfeindlich und schädlich für die Kinos - und am Ende auch für die Zuschauer. Von Paramount heißt es, diese Markt-Segmentierung entspreche nicht der Realität.

Grünes Licht aus Washington und Brüssel

Die US-Regierung hatte den Milliardendeal ohne Auflagen genehmigt. Das Justizministerium kam zu der Einschätzung, dass der Zusammenschluss weder dem Wettbewerb noch US-Verbrauchern schaden werde - das gelte sowohl im TV- und Streaming-Geschäft als auch in der Filmproduktion. Die EU-Kommission billigte die Übernahme mit der Auflage, dass Paramount aus dem gemeinsamen Vertrieb von Filmen an Kinos in Europa mit Universal Pictures aussteigt./so/DP/zb

25.07.2026 | 12:35:01 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Trump zu Medien: 'Wenn ich weg bin, seid ihr alle pleite'
25.07.2026 | 12:03:34 (dpa-AFX)
Batterieexperte zu Varta: 'Schlag für die Batterieindustrie'
24.07.2026 | 22:41:10 (dpa-AFX)
Paramount setzt Warner-Übernahme vorerst aus
24.07.2026 | 18:35:15 (dpa-AFX)
ROUNDUP 2/Notstand: Waldbrände in Spanien und Frankreich wüten weiter
24.07.2026 | 18:34:59 (dpa-AFX)
ANALYSE-FLASH: DZ Bank senkt fairen Wert für Jungheinrich auf 35 Euro - 'Kaufen'
24.07.2026 | 18:05:09 (dpa-AFX)
EQS-Stimmrechte: K+S Aktiengesellschaft (deutsch)