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News

17.03.2026 | 18:30:59 (dpa-AFX)
Aktien Wien Schluss: ATX gewinnt

WIEN (dpa-AFX) - Die Wiener Börse hat den Dienstag mit einem Gewinn beendet. Grund war vor allem weiterhin der Krieg der USA und Israels gegen den Iran und die damit zusammenhängenden Unsicherheiten am Ölmarkt. Der österreichische Leitindex ATX <AT0000999982> legte zum Handelsschluss 0,85 Prozent auf 5.343,35 Punkte zu. Auch die wichtigsten europäischen Börsen schlossen mehrheitlich mit einem Plus.

Die Sorge um steigende Ölpreise treibt weiter die internationalen Märkte um. Zuletzt hat der Iran seine Angriffe auf die Energieinfrastruktur im Persischen Golf verstärkt. Die Angriffe Teherans intensivieren sich zu einem Zeitpunkt, an dem sich Sorgen vor Öl-Lieferengpässen und Inflationsgefahren verstärken.

Der internationale Blick ist außerdem bereits auf die großen Zentralbanken gerichtet. So entscheidet die US-Notenbank Fed am Mittwoch über ihren Leitzins, die EZB am Donnerstag, und auch in Großbritannien und Japan wird in dieser Woche über die Leitzinsen entschieden. Am Markt gilt es als ausgemacht, dass die amerikanischen Währungshüter den Leitzins auf ihrer morgigen Sitzung nicht ändern werden. Angesichts der kriegsbedingten Unsicherheit träten die jüngsten Konjunkturdaten wie etwa zur Inflationsentwicklung in den Hintergrund, schrieb Naomi Fink, Chief Global Strategist von Amova Asset Management.

In Deutschland sind zudem die Konjunkturerwartungen eingebrochen. Das Stimmungsbarometer des deutschen Forschungsinstituts ZEW fiel gegenüber dem Vormonat um 58,8 Punkte auf minus 0,5 Punkte, wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt einen weniger deutlichen Rückgang auf plus 39,2 Punkte erwartet.

"Die Eskalation im Nahen Osten treibt die Energiepreise massiv nach oben und sorgt für steigenden Inflationsdruck", kommentierte ZEW-Präsident Achim Wambach. Die Finanzmarktexperten seien skeptisch, dass es zu einem schnellen Ende des Konflikts kommen werde.

In Österreich gab der Kartonhersteller Mayr-Melnhof <AT0000938204> ein Umsatz- und Gewinnminus für 20025 bekannt. Dafür verantwortlich seien eine schwache Konsumnachfrage und Überkapazitäten in Europa. Die Dividende für das Geschäftsjahr soll trotzdem auf 2,0 Euro je Aktie angehoben werden. Für das Geschäftsjahr 2024 wurde eine Dividende von 1,80 Euro ausgeschüttet.

Der Umsatzrückgang spiegle die anhaltende Schwäche und geplante Wartungsstillstände im Bereich Board & Paper sowie die Entkonsolidierung von TANN im Segment Food & Premium wider, schreiben die Analysten der Erste Research in einem Kommentar. Positiv erwähnten sie, dass das Unternehmen sein Fit for Future (FFF)-Ziel bis 2027 auf 250 Millionen Euro (zuvor 150 Millionen Euro) angehoben hat, wovon im Geschäftsjahr 2025 bereits rund 70 Millionen Euro realisiert wurden.

Restrukturierungskosten in Höhe von 29 Millionen Euro würden jedoch den Nettogewinn schmälern, sodass das bereinigte operative Ergebnis (Ebidta) im Geschäftsjahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr weitgehend unverändert blieb. Erste Research bestätigen die Empfehlung "Hold" und das Kursziel von 95,50 Euro. Mayr-Melnhof gaben zum Tagesschluss 3,3 Prozent ab. Damit waren sie Schlusslicht im ATX Prime-Segment.

Die Analysten der britischen Bank Barclays hoben ihr Kursziel für die Aktien der OMV <AT0000743059> von 47 auf 52 Euro. Die Empfehlung "Underweight" für die Papiere des Öl-, Gas- und Chemieunternehmens wurde gleichzeitig unverändert belassen. Die OMV-Aktie erscheint laut Barclays-Einschätzung im Vergleich zu den Branchenkollegen teuer, was durch eine niedrigere Cash-Rendite, vergleichsweise schwächere ESG-Kennzahlen und eine geringere finanzielle Dynamik als bei Wettbewerbern verstärkt werde. Aufgrund des höheren Engagements im Chemiesektor dürfte das Unternehmen jedoch weniger anfällig für Ölpreisschwankungen sein. Die schwergewichteten OMV-Anteile legten heute 1,59 Prozent auf 60,75 Euro zu.

Der oberösterreichische Luftfahrtzulieferer FACC <AT00000FACC2> gab bekannt, ein neues Werk am Standort in St. Martin im Innkreis (Bezirk Ried) zu errichten. Bis zu 300 neue Arbeitsplätze sollen dort entstehen. Insgesamt will das Unternehmen bis 2030 rund 350 Millionen Euro weltweit in neue Technologien und den Ausbau der Standorte investieren. Auf Basis aktueller Marktprognosen stellte FACC bis 2030 weiteres Wachstum in Aussicht. FACC gewannen starke 4,0 Prozent. Damit war das Papier die Nummer eins im ATX Prime-Segment.

Gut performten auch Vienna Insurance <AT0000908504>, die 3,9 Prozent gewannen. Semperit <AT0000785555> gewannen 3,5 Prozent. Am anderen Ende fanden sich neben Mayr-Melnhof Polytec <AT0000A00XX9> mit minus 2,3 Prozent und der Flughafen Wien <AT00000VIE62> mit minus 1,92 Prozent./moe/spa/APA/men

17.03.2026 | 18:28:03 (dpa-AFX)
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17.03.2026 | 18:21:24 (dpa-AFX)
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Norwegens Parlament stimmt für Epstein-Kommission
17.03.2026 | 18:13:43 (dpa-AFX)
US-Anleihen: Leichte Kursgewinne
17.03.2026 | 18:12:57 (dpa-AFX)
Aktien Europa Schluss: Gewinne trotz hohen Ölpreises
17.03.2026 | 18:11:51 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax bleibt auf Erholungskurs

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