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News

05.09.2026 | 09:05:01 (dpa-AFX)
ROUNDUP 2: Vorstoß zu Ende des Ukraine-Kriegs? Trump schickt Vermittler

KIEW/MOSKAU/WASHINGTON (dpa-AFX) - In die Verhandlungen über ein Ende des Ukraine-Kriegs könnte unter Vermittlung der USA wieder Bewegung kommen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj kündigte einen Besuch des US-Sondergesandten Steve Witkoff und des Schwiegersohns von Präsident Donald Trump, Jared Kushner, am Wochenende an. Besprochen sei, dass beide zunächst Moskau besuchen und am Sonntag erstmals überhaupt nach Kiew reisen, sagte Selenskyj in einer Videobotschaft. Für Medienberichte über den angeblichen Beginn einer zumindest einseitigen Waffenruhe am Wochenende, die Selenskyj ausgerufen habe, gab es zunächst keine offizielle Bestätigung.

Die russische Seite hielt sich bedeckt. Kremlsprecher Dmitri Peskow antwortete der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass zufolge auf die Frage, wann Witkoff und Kushner in Moskau erwartet würden: "Ich werde nichts ankündigen. Wenn diese Kontakte stattfinden, werden wir darüber informieren."

Trump bestätigte im Weißen Haus auf Reporternachfrage, dass er seine beiden Unterhändler entsandt habe. Konkrete Daten nannte er nicht. Sie würden einen Vorschlag mitbringen, um den Ukraine-Krieg zu beenden, sagte Trump - auch hierzu blieb er Details schuldig. "Wir haben sie dorthin geschickt, um zu prüfen, ob wir etwas erreichen können", sagte er bloß.

Wie schon bei vorherigen Vermittlungsbemühungen der USA in dem Krieg gab sich der Republikaner optimistisch, dass das gelingen könnte. Ein echter Durchbruch wurde bislang aber nicht erreicht - obwohl Trump einst verkündet hatte, er könne den Krieg binnen 24 Stunden beenden.

Selenskyj will auf ukrainische Luftangriffe verzichten

Selenskyj sagte, Ziel sei es, einen möglichst konstruktiven und inhaltsreichen Besuch und Verhandlungen mit der US-Seite zu ermöglichen, damit dieser Krieg zu Ende gebracht werden könne. Er kündigte an, dass die Ukraine - "wie es bei vorherigen diplomatischen Besuchen der US-Seite war" - die Sicherheit des russischen Luftraums gewährleisten werde, damit die Verhandler sicher ankommen könnten. Von ukrainischer Seite werde es keine Luftangriffe geben, versprach er. Russland müsse spiegelbildlich reagieren, sagte Selenskyj.

Allerdings gab es in der Nacht zu Samstag dann wieder Luftalarm und Berichte über Explosionen im Großraum Kiew. Laut dem Nachrichtenportal "Kyiv Independent" gab es eine Welle von Drohnenangriffen, bei denen im Vorort Boryspil ein neunstöckiger Wohnblock beschädigt wurde. Zwei Frauen seien verletzt worden, hieß es unter Berufung auf Militärgouverneur Tymur Tkatschenko. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.

Zuvor hatte es bereits unbestätigte Berichte darüber gegeben, dass die beiden US-Vermittler erst Kremlchef Wladimir Putin in Moskau und dann Selenskyj in Kiew treffen wollten. Laut der "New York Times" zogen sich Verhandlungen über die Reise über Wochen. Die US-Regierung habe darauf bestanden, dass die Ukrainer ihre Drohnenangriffe auf Moskau und die russische Energieinfrastruktur vorübergehend einstellen, solange sich Trumps Unterhändler in Russland aufhalten. Umgekehrt sei von den Russen verlangt worden, die Raketenangriffe auf Kiew auszusetzen, schrieb die Zeitung.

Witkoff und Kushner sind in der Trump-Regierung für die Bemühungen um ein Ende des seit mehr als viereinhalb Jahren andauernden russischen Angriffskriegs zuständig. Die beiden Geschäftsleute haben seit 2025 mehrmals Moskau besucht, waren aber für ihre Vermittlungsbemühungen noch nie in Kiew. In den vergangenen Monaten lagen die Gespräche auf Eis, weil Trump sein Augenmerk auf den von ihm begonnen Krieg gegen den Iran richtete. Zuletzt saßen die USA im Februar bei direkten Gesprächen zwischen Russland und der Ukraine in der Schweiz als Vermittler am Tisch.

Kiew verspricht "schmerzhafte Antwort" auf Angriffe

Vor Ankündigung des Besuchs in Kiew traf nach ukrainischen Angaben eine russische Drohne das Hauptgebäude des ukrainischen Geheimdienstes SBU im Zentrum der Hauptstadt. "Die Drohne zielte direkt auf das Arbeitszimmer des SBU-Leiters in diesem Gebäude", schrieb Selenskyj bei Telegram. Für den Geheimdienstchef hatte das offenbar keine Folgen: Er habe danach mit ihm über eine Reaktion auf die russischen Angriffe beraten, ließ Selenskyj wissen.

Bei der Attacke wurden nach Angaben der Stadtverwaltung mindestens zwölf Menschen verletzt. Das Dach des Gebäudes und die Außenwand wurden demnach beschädigt. In den sozialen Netzwerken kursierende Fotos zeigten ein Einschlagsloch im zweiten Stock des Seitenflügels. Der SBU bestätigte die Schäden und kündigte eine "schmerzhafte Antwort" an.

Auch für die zum Unesco-Weltkulturerbe zählende Sophienkathedrale hatte der Drohneneinschlag laut der Museumsverwaltung Folgen. Demnach zersplitterten in einem aus dem 18. Jahrhundert stammenden Verwaltungsgebäude die Fensterscheiben. Andere Gebäude des Museumskomplexes seien nicht in Mitleidenschaft gezogen worden, hieß es. Außenminister Andrij Sybiha bezeichnete den Angriff während eines neuen Anlaufs zur Wiederaufnahme von Friedensgesprächen als "erhebliche Eskalation". Er forderte die UN-Kulturorganisation Unesco zu einer Reaktion auf./ksr/DP/zb

05.09.2026 | 08:16:39 (dpa-AFX)
IRW-News: Copper One Resources Corp.: Copper One setzt Ausbau des Portfolios in Nordamerika mit Explorationsarbeiten und Bohrungen fort und identifiziert eine neue Kupfermineralisierung von bis zu 1,155 % Cu an der Oberfläche auf dem Projekt Sport in Utah
05.09.2026 | 08:05:07 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Strom-Sabotage: Suche nach Verdächtigem läuft
05.09.2026 | 08:05:06 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Vorstoß zu Ende des Ukraine-Kriegs? Trump schickt Vermittler
05.09.2026 | 08:05:05 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Tausende zu Kundgebungen vor Wahl in Sachsen-Anhalt erwartet
05.09.2026 | 07:42:01 (dpa-AFX)
Woidke: SPD braucht klare Kante
05.09.2026 | 07:39:50 (dpa-AFX)
Wahlforscher erwarten keine Überraschung wie 2021
04.09.2026 | 21:47:07 (dpa-AFX)
Trump spielt Iran-Krieg herunter: 'Für uns eine Kleinigkeit'

WASHINGTON (dpa-AFX) - Vor dem Hintergrund fehlender Erfolge im Konflikt mit dem Iran versucht US-Präsident Donald Trump den Krieg gegen die Islamische Republik kleinzureden. "Ich nenne es einen militärischen Konflikt, weil es für uns eine Kleinigkeit ist. Es ist keine große Sache", sagte er bei einer Pressekonferenz im Oval Office, bevor er sich mit seinen vermeintlichen Erfolgen rühmte.

Auf die Nachfrage einer Journalistin, ob 18 tote Angehörige des US-Militärs "kleine Fische" seien, ging Trump zunächst nicht ein. Stattdessen rühmte er sich damit, dass die USA "mit großem Abstand" führend im Weltall seien. Später ruderte er etwas zurück: "Wir haben 18 Menschen verloren, 18 großartige Menschen (...) und einer ist schon einer zu viel."

Seit längerem versucht die US-Regierung, den Iran-Krieg zu relativieren. In rund zwei Monaten stehen die wichtigen Parlamentswahlen an. Aufgrund der Energiekrise durch die faktisch weiterhin blockierte Straße von Hormus - die vor dem Konflikt noch für den weltweiten Ölhandel offen war - haben viele US-Amerikaner mit hohen Preisen zu hadern. Das sorgt für wenig Begeisterung für die Politik von Trump und seinen Republikanern.

Erst am Donnerstag hatte Vize-Präsident JD Vance bei einem ersten offiziellen Pressebriefing des Weißen Hauses seit Wochen den Konflikt mit dem Iran heruntergespielt. "Ich würde es nicht als Krieg bezeichnen", sagte er vor Journalisten und argumentierte, dass es derzeit keine Kampfhandlungen gebe. In den Monaten davor und zuletzt Anfang der Woche hatte das US-Militär immer wieder Ziele des Irans ins Visier genommen. Die USA hatten Ende Februar gemeinsam mit Israel ihren jüngsten Krieg gegen den Iran begonnen./ngu/DP/stw

04.09.2026 | 16:14:28 (dpa-AFX)
Ölpreise geben nach
04.09.2026 | 07:31:58 (dpa-AFX)
Ölpreise halten Gewinne - Brent kostet mehr als 95 US-Dollar
03.09.2026 | 21:28:20 (dpa-AFX)
Vance: Überprüfen Berichte zu tödlichem Angriff auf Hochzeit
03.09.2026 | 20:47:50 (dpa-AFX)
Venezuelas Oppositionsführerin fordert Klarheit bei Öl-Deal
03.09.2026 | 20:23:22 (dpa-AFX)
Israel: Unterirdische Hisbollah-Basis im Südlibanon geräumt
03.09.2026 | 19:09:32 (dpa-AFX)
Netanjahu: Sturz der iranischen Führung bleibt Hauptziel

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