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News

05.11.2026 | 22:39:26 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Tech-Flucht - Angst vor KI-Regulierung

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Furcht vor einer stärkeren Regulierung auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz (KI) hat am Donnerstag am US-Aktienmarkt zu einem Ausverkauf bei Technologiewerten geführt. Zwei Tage nach den wegweisenden Wahlerfolgen der Demokraten bei den Zwischenwahlen brachen insbesondere die Papiere aus dem Umfeld der Chipbranche ein, die bis in die jüngste Vergangenheit als größte Profiteure des Hypes um KI gegolten hatten. Aber auch Standardwerte standen stark unter Druck. Anleger flohen aus Aktien und schichteten Gelder in den als sicher empfundenen Hafen der Staatsanleihen um.

Der Nasdaq 100 <US6311011026> sackte um 6,36 Prozent auf 26.629,81 Punkte ab und fiel auf das Niveau von April zurück. Damit verschwanden 2,3 Billionen Dollar an Marktwert; allerdings war der Tech-Index auch seit Anfang 2023 rasant gestiegen und hatte damit sehr stark von der Hoffnung auf gute Geschäfte mit Künstlicher Intelligenz profitiert. Erst im Oktober hatte das Börsenbarometer ein Rekordhoch erreicht. Seit Jahresanfang hat er noch um 5,5 Prozent zugelegt.

Für den marktbreiten S&P 500 <US78378X1072> ging es am Donnerstag um 4,36 Prozent auf 7.353,73 Zähler nach unten. Es ist der größte Tagesverlust seit April 2025. Der Leitindex Dow Jones Industrial <US2605661048> fiel um 3,44 Prozent auf 51.523,06 Punkte. Hier liegt das Plus seit Jahresanfang noch bei 7,2 Prozent.

Bei den Zwischenwahlen am Dienstag hatten die Demokraten die Kontrolle über den Senat und das Repräsentantenhaus übernommen. Damit hatten viele Wähler nicht nur ihren Unmut über die hohen Lebenshaltungskosten oder die Politik von Präsident Donald Trump, sondern auch ihre Ablehnung gegenüber Rechenzentren zum Ausdruck gebracht. Diese sind für die extrem datenintensiven Anwendungen rund um Künstliche Intelligenz essenziell.

Kritiker der KI-Rechenzentren verweisen unter anderem auf deren hohen Strombedarf, der auch die Energiepreise für die Bevölkerung in die Höhe treiben könnte. Hinzukommen Sorgen wegen Lärm, Luftverschmutzung und Wassermangel sowie die Befürchtung, dass durch die Rechenzentren nur wenige dauerhafte Jobs entstehen. Die Demokraten gelten den Chancen von Künstlicher Intelligenz gegenüber als skeptischer als die Republikaner, die sich eher für Deregulierung starkmachen. In Texas hat die designierte Gouverneurin Gina Hinojosa von den Demokraten bereits ein sofortiges Moratorium für den Bau von Rechenzentren gefordert.

Rechenzentren sind ein wesentlicher Bestandteil der KI-Infrastruktur und bestehen aus zahlreichen standardisierten Metallgestellen mit Halbleitern. Sollten die Investitionen in Rechenzentren zurückgehen, hätte dies in den kommenden Jahren massive Auswirkungen auf die Chiphersteller. Vor diesem Hintergrund sackten die Aktien von Nvidia <US67066G1040> als Schlusslicht im Dow um 9,3 Prozent ab. Noch viel heftiger erwischte es mit Seagate <KYG7945J1040>, Western Digital <US9581021055> und Sandisk <US80004C1018> große Werte aus dem Speicherbereich, die um bis zu 22 Prozent einbrachen. Ihre Produkte sind für Rechenzentren unverzichtbar.

Die Anteilscheine von Micron <US5951121038> büßten 17,5 Prozent ein. Der Halbleiterkonzern habe seine Pläne für ein Speicherchip-Werk in Taiwan wegen eines drohenden langwierigen Tarifkonflikts vorerst auf Eis gelegt, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Insider. Dies wirft Fragen hinsichtlich der Zukunft eines wichtigen Produktionsstandorts für entscheidende KI-Komponenten auf.

Die Furcht vor einer insgesamt schärferen Regulierung verschreckte derweil auch am Donnerstag die Anleger von Aktien aus dem Firmenimperium des Tech-Milliardärs Elon Musk. So fielen die Papiere des Elektroautobauers Tesla <US88160R1014> um fast elf Prozent und die des Weltraum- und KI-Unternehmens SpaceX <US84615Q1031> um neun Prozent./la/he

--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---

05.11.2026 | 22:24:33 (dpa-AFX)
Aktien New York Schluss: Flucht aus Techwerten - Furcht vor KI-Regulierung
05.11.2026 | 22:11:52 (dpa-AFX)
ROUNDUP 3/'Die Wut ist groß': Proteste für höhere Löhne in Frankreich
05.11.2026 | 22:06:05 (dpa-AFX)
US-Regierung plante trotz Kriegs Abschiebungen in den Iran
05.11.2026 | 21:50:02 (dpa-AFX)
ANALYSE-FLASH: RBC senkt Ziel für Commerzbank auf 39 Euro - 'Sector Perform'
05.11.2026 | 21:36:50 (dpa-AFX)
Bundestag repariert Tabaksteuer-Panne
05.11.2026 | 21:19:18 (dpa-AFX)
Devisen: Euro nach Kursgewinnen am Vortag etwas unter Druck
05.11.2026 | 16:02:08 (dpa-AFX)
Kommt russischer Diesel in den USA an?

LONDON/MOSKAU (dpa-AFX) - Bei dem von US-Präsident Donald Trump verkündeten Diesel-Deal mit Russland mehren sich Zweifel, ob die ersten Lieferungen tatsächlich ihr Ziel in den USA erreichen. Die "Financial Times" und die Umweltorganisation Greenpeace berichten, dass mehrere in Russland mit Treibstoff beladene Tanker nicht mehr Kurs auf die USA halten.

Dagegen sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow in Moskau, der russische Diesel werde seine Käufer finden. "Die Lieferungen wurden durchgeführt", sagte er der staatlichen Nachrichtenagentur Tass zufolge. Details unterlägen aber dem Geschäftsgeheimnis.

Nur ein Tanker steuert Richtung USA

Greenpeace beobachtet auf einem Satellitentracker vier Tanker, die mutmaßlich mit russischem Diesel für die USA beladen sind. Dabei ist die "Agioi Fernandes" weiter Richtung US-Ostküste unterwegs, gibt aber an, dass die Ladung von 49.000 Tonnen noch auf Abnehmer warte. Der Tanker "Leruo" hat laut FT auf der Fahrt sein Ziel Richtung Brasilien geändert.

Für die "Primorye" werden bei Greenpeace die Bahamas als Ziel genannt. Das Schiff fuhr am Donnerstag auf dem Atlantik westlich der Kanarischen Inseln, wie der Trackingdienst Vesselfinder zeigte. Der Tanker "Talisman" ist ins Mittelmeer abgebogen.

Ärger über Trumps Deal mit Putin

Trump hatte Anfang Oktober 2026 mit Kremlchef Wladimir Putin russische Diesellieferungen in die USA vereinbart. Washington setzte dafür bestehende Sanktionen vorübergehend aus. Der Deal löste scharfe Kritik aus - von der EU, der Ukraine, der Bundesregierung und sogar Teilen des US-Kongresses.

Trump hatte vor der US-Parlamentswahl ukrainische Attacken auf russische Raffinerien für gestiegene Dieselpreise verantwortlich gemacht. Dabei erklärt sich der Preisanstieg eher aus seinem Krieg gegen den Iran.

New Jersey will keinen Diesel aus Russland

Die demokratische Gouverneurin von New Jersey, Mikie Sherrill, untersagte laut "Financial Times", den russischen Diesel in den Häfen ihres US-Bundesstaates zu entladen. Die Zeitung zitierte Branchenexperten, wonach mögliche Abnehmer trotz der ausgesetzten Sanktionen Probleme befürchten. Trump hatte die Einfuhr von insgesamt 1,8 Millionen Tonnen Diesel aus Russland versprochen./fko/DP/he

05.11.2026 | 15:48:45 (dpa-AFX)
Ölpreise erholen sich etwas vom Einbruch
05.11.2026 | 15:35:01 (dpa-AFX)
Kämpfe im Jemen werden zum Abnutzungskrieg
05.11.2026 | 14:16:55 (dpa-AFX)
Finanzministerium dringt auf schärferen Spritpreisdeckel
05.11.2026 | 10:57:08 (dpa-AFX)
Preis für Opec-Öl gefallen
05.11.2026 | 10:05:15 (dpa-AFX)
Ölpreise stabilisieren sich nach Einbruch
05.11.2026 | 06:27:11 (dpa-AFX)
WDH/Iran: Brände an Schiffen in der Straße von Hormus

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