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News

26.08.2026 | 06:14:57 (dpa-AFX)
Chef der Techniker Krankenkasse warnt vor höheren Pflegebeiträgen

BERLIN (dpa-AFX) - Der Chef der Techniker Krankenkasse, Jens Baas, rechnet trotz der geplanten Pflegereform mit Beitragserhöhungen in der Pflegeversicherung. "Es ist realistisch, dass die Beiträge perspektivisch steigen werden. Wir haben eine Gesellschaft, die älter wird, und immer mehr pflegebedürftige Menschen", sagte Baas dem Pro-Newsletter Gesundheit des Nachrichtenmagazins "Politico". Die Versicherungsbeiträge müssten aber in einem vernünftigen Verhältnis zu den Leistungen der Pflegeversicherung stehen.

Zur Entlastung der Pflegeversicherung verlangt der Kassen-Chef, dass der Bund die sechs Milliarden Euro zurückzahlen solle, die er den Pflegekassen während der Corona-Pandemie entzogen habe. Auch bei der monatlichen Pauschale für Verbrauchshilfsmittel könne gespart werden, so Baas. Aus Sicht der Pflegekassen sind aus der Corona-Zeit noch rund sechs Milliarden Euro an pandemiebedingten Ausgaben offen, die der Bund bislang nicht vollständig erstattet hat.

AOK-Chefin befürchtet Acht-Milliarden-Loch in Pflegeversicherung

AOK-Bundesverbandschefin Carola Reimann hatte zuvor erklärt, in der Pflegeversicherung zeichne sich ein Defizit von acht Milliarden Euro ab. Das für dieses Jahr vom Bund bereitgestellte Darlehen von 3,2 Milliarden Euro werde voraussichtlich nicht bis zum Ende des Jahres ausreichen, sagte sie der Funke Mediengruppe und warnte: "Wenn diese Löcher nicht schnell gestopft werden, wird es zu weiteren Beitragssatzanhebungen kommen - es sei denn, man trifft andere Maßnahmen oder stellt zusätzliche Mittel aus dem Bundeshaushalt bereit."

Beitragswarnung für die Krankenversicherung

Auch in der gesetzlichen Krankenversicherung sieht der Chef der Techniker Krankenkasse erhebliche Probleme. Auch hier müsse Gesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) noch einmal nachlegen, wenn er stabile Beiträge garantieren wolle, sagte Baas. Trotz der geplanten Reform sei man aktuell "weit weg von einer Garantie für stabile Beiträge". Die Chance auf stabile Beiträge liege nur bei 50 zu 50. Das liege daran, dass die Ausgaben im ersten Halbjahr wieder stärker gestiegen seien als prognostiziert. "Wer stabile Beiträge garantieren will, muss also weitere Maßnahmen ergreifen", sagte Baas.

Forderung nach mehr Geld aus Steuermitteln

Ebenso wie die AOK-Chefin begrüßte Baas den Vorstoß Linnemanns, nicht bei den Rentenbeiträgen von pflegenden Angehörigen zu sparen. "Den Rentenanspruch für pflegende Angehörige beizubehalten ist sinnvoll. Zu pflegen heißt ja auch oft, beruflich kürzertreten zu müssen. Rentenbeiträge zu bezahlen, ist aber keine Aufgabe der Pflegebeitragszahler, sondern des Staates", sagte Baas. Die Pflegereform wäre aus seiner Sicht guter Zeitpunkt, die Ausgaben für Rentenansprüche künftig durch den Bundeshaushalt zu finanzieren.

Die schwarz-rote Koalition arbeitet an einer Reform der Pflegeversicherung, die derzeit - anders als die Krankenversicherung

- nur einen Teil der Kosten trägt. Pflegebedürftige bekommen

Leistungen der Pflegekasse, müssen dazu aber einen Eigenanteil leisten. Ein noch von der früheren Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) vorgelegter Gesetzentwurf sieht Ausgabenbremsen und Mehreinnahmen vor, um Milliardenlücken zu decken und allgemeine Beitragserhöhungen zu vermeiden. Geplant hatte Warken auch Kürzungen bei den Rentenansprüchen für pflegende Angehörige, dies will Linnemann als neuer Gesundheitsminister aber vermeiden./wn/DP/stk

26.08.2026 | 06:14:21 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Koalition will Reformkurs auch gegen Widerstände durchsetzen
26.08.2026 | 06:13:36 (dpa-AFX)
EQS-DD: Meta Wolf AG (deutsch)
26.08.2026 | 06:12:00 (dpa-AFX)
Unionsfraktionschef Frei: Rückzug nie ein Thema für Merz
26.08.2026 | 06:05:10 (dpa-AFX)
WOCHENVORSCHAU: Termine bis 8. September 2026
26.08.2026 | 06:05:09 (dpa-AFX)
TAGESVORSCHAU: Termine am 26. August 2026
26.08.2026 | 05:50:08 (dpa-AFX)
Bitkom stellt Wirtschaftsschutzbericht vor
25.08.2026 | 17:47:08 (dpa-AFX)
Israels Armee: Weiter Jagd auf Terroristen vom 7. Oktober

GAZA/TEL AVIV (dpa-AFX) - Die israelische Armee will an den gezielten Tötungen von Beteiligten am Hamas-Massaker vor knapp drei Jahren in Israel festhalten. "Die Jagd auf die Terroristen vom 7. Oktober wird fortgesetzt", sagte der israelische Militärchef Ejal Zamir laut Armeeangaben. "Jeder, der bei dem Massaker mitgemacht hat, wird auf der Flucht sein, bis er ausgeschaltet wird."

Der von den USA geführte Gaza-Friedensrat forderte in einem jüngst veröffentlichten Plan eine Einstellung gezielter Angriffe der israelischen Armee auf Palästinenser in dem Küstenstreifen.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu lehnt diesen Plan des sogenannten Board of Peace, der auch die Übergabe der Waffen der Hamas vorsieht, zwar ab. Laut Medienberichten hatte Israel dennoch die gezielten Angriffe auf US-Druck hin zu Beginn des Monats eine Zeit lang unterlassen. Inzwischen gibt es aber wieder regelmäßig israelische Angriffe auf Palästinenser, die mutmaßlich am Hamas-Massaker beteiligt waren. Israels Armee betont dabei stets, dass diese weitere Angriffe auf israelische Soldaten oder Zivilisten geplant hätten.

Angeblich noch mehr als 2.000 Tatverdächtige im Gazastreifen

Die "Times of Israel" berichtete im vergangenen Monat, dass sich laut israelischen Angaben noch mehr als 2.000 mutmaßliche Täter im Gazastreifen aufhalten. Insgesamt seien am Tag des Massakers etwa 5.000 Terroristen nach Israel eingedrungen. Rund 2.700 von ihnen seien bereits getötet worden, weitere 300 mutmaßliche Täter sind demnach in Israel inhaftiert. Der Terrorangriff war Auslöser des Gaza-Kriegs.

Zamir sprach angesichts der gezielten Tötungen aller am Massaker Beteiligten von "einer langfristigen Mission", der sich die Armee verpflichtet habe./cir/DP/he

25.08.2026 | 17:28:03 (dpa-AFX)
Trump droht Iran mit Zerstörung von minenlegenden Schiffen
25.08.2026 | 15:27:59 (dpa-AFX)
Ölpreise weiten Verluste deutlich aus - Brent-Öl unter 90 Dollar
25.08.2026 | 10:34:04 (dpa-AFX)
China kritisiert Sanktionsdrohung der USA
25.08.2026 | 08:30:36 (dpa-AFX)
Ölpreise geben weiter nach - keine konkreten US-Maßnahmen gegen den Iran
25.08.2026 | 06:35:01 (dpa-AFX)
ROUNDUP: USA wollen Einnahmequellen des Irans trockenlegen
25.08.2026 | 06:19:59 (dpa-AFX)
ROUNDUP: USA wollen Teheran mit neuen Sanktionen in die Knie zwingen

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