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News

24.08.2026 | 22:01:47 (dpa-AFX)
VW-Betriebsrat lehnt Kündigungen und Werksschließungen ab

HANNOVER (dpa-AFX) - Die Volkswagen <DE0007664039>-Betriebsratschefin Daniela Cavallo hat sich klar gegen Entlassungen und Werksschließungen bei VW <DE0007664039> ausgesprochen. "Wir schließen betriebsbedingte Kündigungen definitiv aus", sagte die Gesamt- und Konzernbetriebsratsvorsitzende am Montagabend nach einem Treffen mit dem niedersächsischen Ministerpräsidenten Olaf Lies (SPD) im VW-Nutzfahrzeugwerk Hannover. Auch Werksschließungen seien "für uns keine Option".

Cavallo: Arbeitnehmerseite erwartet eine "Vorwärtsstrategie"

Vor zusätzlichen Betriebsversammlungen an mehreren Standorten forderte Cavallo den Vorstand auf, den Beschäftigten seine Pläne zu erklären. Ein Zukunftsprogramm könne nicht allein aus Personalabbau, niedrigeren Arbeitskosten und infrage gestellten Standorten bestehen. Die Arbeitnehmerseite erwarte eine "Vorwärtsstrategie".

VW-Chef Oliver Blume hatte zuletzt einen zusätzlichen Abbau von rechnerisch rund 50.000 Stellen ins Gespräch gebracht. Für die Werke in Hannover, Emden, Zwickau und Neckarsulm gibt es nach Konzernangaben für die Zeit nach Auslaufen der derzeitigen Fahrzeugproduktion Anfang der 2030er Jahre bislang keine gesicherte Belegung.

Lies stellt sich hinter Mitbestimmung und VW-Gesetz

Lies forderte, gemeinsam Perspektiven für die Standorte zu entwickeln. "Hier geht es um ein bisschen mehr als nur um die Frage einer Rendite, eines Cashflows oder einer Dividende", sagte der Regierungschef. Die Sorgen der Beschäftigten und die Bedeutung der Werke für ganze Regionen müssten berücksichtigt werden.

Zugleich stellte sich Lies deutlich hinter Mitbestimmung und VW-Gesetz. Wer sich als Vorstand damit beschäftige, wie sich Mitbestimmung oder VW-Gesetz reduzieren ließen, sei "nicht auf der richtigen Spur unterwegs". Das VW-Gesetz sichert dem Land Niedersachsen als Großaktionär besonderen Einfluss auf Volkswagen und erschwert wichtige Entscheidungen des Unternehmens gegen den Willen des Landes und der Arbeitnehmervertreter.

Rückkehr des klassischen Transporters nach Hannover als Idee

Hannovers Betriebsratschef Stavros Christidis brachte als Perspektive für das Werk die Rückkehr des klassischen Transporters ins Spiel. Dafür müsste die Kooperation mit Ford <US3453708600> in diesem Segment beendet werden. Der derzeitige VW- Transporter wird gemeinsam mit Ford entwickelt und in der Türkei produziert./lfi/DP/he

24.08.2026 | 21:48:24 (dpa-AFX)
ROUNDUP 2: USA wollen Einnahmequellen des Irans trockenlegen
24.08.2026 | 21:37:55 (dpa-AFX)
GNW-News: Genehmigung für Namensänderung und Konsolidierung erteilt
24.08.2026 | 21:01:16 (dpa-AFX)
US-Regierung zieht Mauerfall-Vergleich im Iran-Krieg
24.08.2026 | 20:48:56 (dpa-AFX)
ROUNDUP 2/Autos, Lkw, Stahl: Trump droht Kanada mit 50-Prozent-Zoll
24.08.2026 | 20:47:45 (dpa-AFX)
Devisen: Euro erholt sich etwas vom im US-Handel erreichten Tagestief
24.08.2026 | 20:18:27 (dpa-AFX)
Söder lobt Wirtschaftskompetenz von Sven Schulze
24.08.2026 | 21:48:24 (dpa-AFX)
ROUNDUP 2: USA wollen Einnahmequellen des Irans trockenlegen

(Aktualisierung: Irans Parlamentspräsident ergänzt)

WASHINGTON (dpa-AFX) - In ihrem "Wirtschaftskrieg" gegen den Iran will die US-Regierung Teheran komplett von der Weltwirtschaft isolieren. Die neuen Sanktionen der Operation "Wirtschaftlicher Verstoßener" (Economic Outcast) zielten darauf ab, jede potenzielle Einnahmequelle der iranischen Revolutionsgarden zu unterbinden, sagte US-Finanzminister Scott Bessent auf einer Pressekonferenz. Der Fokus liege auf digitalen Vermögenswerten, Technologie, Gold, der Luftfahrt und der Schifffahrt. Konkrete Maßnahmen nannte er nicht, nachdem im Krieg von US-Präsident Donald Trump gegen den Iran seit Wochen keine sichtbaren Ergebnisse zu erkennen sind.

Der US-Finanzminister drohte zudem, dass jede Institution, die im Auftrag des Irans Geldwäsche ermögliche, aus dem US-Dollar-System ausgeschlossen werde. Er stellte gegenüber Journalisten in Aussicht, dass bis Ende dieser Woche eine "große Ankündigung" über die Sanktionierung eines Finanzinstituts bekanntgegeben werde.

Irans Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf kritisierte auf X, dass die USA wirtschaftlich nicht in der Lage seien, ihre Beziehung zu anderen Ländern weiter einzuschränken. Die Handelspartner des Iran hätten deutlich gemacht, dass sie die Äußerungen der USA in keiner Weise berücksichtigten.

"Wirtschaftlicher D-Day für den Iran"?

Unklar blieb zunächst, was genau an den neuen Sanktionen verheerend sein wird. Noch vergangene Woche sprach Trump von "Maßnahmen historischen Ausmaßes" und der "verheerendsten Wirtschaftsoperation", die jemals gegen ein Land veranlasst worden sei. Sein Vorhaben verglich er mit einem "wirtschaftlichen D-Day" für den Iran.

Der sogenannte D-Day am 6. Juni 1944 mit der Landung der alliierten Truppen in der Normandie markierte den Auftakt der Befreiung Frankreichs und Westeuropas von der Nazi-Herrschaft im Zweiten Weltkrieg. Darauf angesprochen, und warum er nicht heute Sanktionen verhängen würde, versuchte sich Bessent zu rechtfertigen: "Warum sollte ich das globale Finanzsystem sprengen wollen?"

Das Finanzministerium habe "jeden Knotenpunkt, jeden Vermittler und jedes Netzwerk erfasst, das der Iran für Ölschmuggel und die Umgehung von Sanktionen genutzt hat", sagte Bessent weiter. Mitarbeiter des Finanzministeriums, des Außenministeriums sowie des Militärs der Vereinigten Staaten träfen sich derzeit mit "internationalen Partnern", um die Erwartungen Washingtons zu adressieren. Diese sollten ihre Zusammenarbeit mit Teheran einstellen. Konkrete Länder nannte Bessent nicht - ebenso lehnte er eine Antwort auf die Frage ab, in welchem Zeitraum die ungenannten Maßnahmen zu erfüllen sein sollen.

Zudem kündigte die US-Regierung Sanktionen gegen weitere Unternehmen, Personen und Schiffe an, die Iran dabei unterstützten, Einnahmen aus dem Ölgeschäft zu erzielen.

Trump drohte mit "GEWALTIGEN wirtschaftlichen Konsequenzen"

Vergangene Woche hatte Trump dem Iran mit einem beispiellosen "Wirtschaftskrieg" gedroht. Auch müsse jedes Land samt seiner Finanzinstitutionen, Unternehmen, Flughäfen und Regierungsbehörden bei einer Unterstützung des Irans mit "GEWALTIGEN wirtschaftlichen Konsequenzen" rechnen. Es brauche die Hilfe aller Verbündeten der USA, um die vom Iran ausgehende Bedrohung zu stoppen.

US-Sanktionen gegen den Iran sind bei weitem nichts Neues. Im Laufe der Jahre hatten die Vereinten Nationen, die USA und die Europäischen Union umfangreiche Strafen verhängt. Grund dafür ist einerseits das umstrittene iranische Atomprogramm. Andere Sanktionen wurden auch mit Menschenrechtsverletzungen oder der iranischen Unterstützung Russlands im Krieg gegen die Ukraine begründet.

Sanktionen folgen auf ineffektive Militärangriffe

Die US-Sanktionen wurden nun in einer Phase des Kriegs verkündet, in der es seit Wochen keine sichtbaren Ergebnisse zwischen Washington und Teheran gibt. Zuvor hatte Trump bei seinem Krieg gegen den Iran noch darauf gebaut, den Gegner durch regelmäßige Militärangriffe in die Knie zwingen zu können. Dennoch ist in dem Konflikt auch nach knapp sechs Monaten weiterhin kein Durchbruch für die USA zu sehen.

Schwerer wiegt unterdessen der Umstand, dass die noch vor dem Krieg offene Straße von Hormus zum zentralen Streitpunkt zwischen den USA und dem Iran geworden ist. Die verzwickte Lage um die Meerenge belastet die Weltwirtschaft und den internationalen Handel: Iranische Kontrollen des Schiffsverkehrs und die Seeblockade iranischer Häfen durch das US-Militär machen auch heute noch einen verlässlichen Ölhandel geradezu unmöglich./ngu/DP/he

24.08.2026 | 20:08:12 (dpa-AFX)
ROUNDUP: USA wollen Einnahmequellen des Irans trockenlegen
24.08.2026 | 19:42:17 (dpa-AFX)
USA wollen Einnahmequellen des Irans trockenlegen
24.08.2026 | 15:09:13 (dpa-AFX)
Ölpreise sinken nach starker Vorwoche
24.08.2026 | 08:18:35 (dpa-AFX)
Ölpreise geben nach - Gegenbewegung nach Höhenflug der Vorwoche
24.08.2026 | 06:54:30 (dpa-AFX)
ROUNDUP/USA: Endphase des Iran-Kriegs beginnt - Teheran droht
24.08.2026 | 06:35:01 (dpa-AFX)
ROUNDUP 2: Iran warnt USA vor Wirtschaftskrieg - und droht Golfstaaten

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