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News

10.06.2026 | 22:29:23 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Chip-Schwäche und Drohungen gegen Iran belasten

NEW YORK (dpa-AFX) - Die New Yorker Börsen haben am Mittwoch ihre Verluste im Handelsverlauf sichtbar ausgeweitet. Neue Drohungen von US-Präsident Donald Trump gegen den Iran nach gegenseitigen Angriffen beider Länder belasteten die Stimmung und ließen die Ölpreise kräftig steigen. Trump zeigte sich unzufrieden mit den laufenden Verhandlungen und kündigte einen bevorstehenden neuerlichen Angriff trotz der formal geltenden Waffenruhe an. Zudem sagte der israelische Verteidigungsminister, der Kampf mit dem Iran sei "noch lange nicht beendet".

Der schon vortags schwache Nasdaq 100 <US6311011026> geriet angesichts weiterer Gewinnmitnahmen im heiß gelaufenen Halbleitersektor zusätzlich unter Druck. Frühe moderate Gewinne nach Inflationsdaten waren nicht von Dauer: Der technologielastige Auswahlindex drehte ins Minus und büßte am Ende 1,98 Prozent auf 28.508,03 Punkte ein.

Der marktbreite S&P 500 <US78378X1072> sank letztlich um 1,62 Prozent auf 7.266,99 Punkte. Für den Leitindex Dow Jones Industrial <US2605661048> ging es um 1,87 Prozent auf 49.918,78 Punkte nach unten. Er hatte es am Dienstag letztlich als einziger großer Index noch knapp in positives Terrain geschafft.

Die Folgen des Iran-Kriegs heizen die Inflation in den USA weiter an - im Mai kletterte die Teuerungsrate erstmals seit drei Jahren über vier Prozent. Analysten hatten den nach dem April erneut kräftigen Anstieg allerdings schon erwartet.

Für den neuen Chef der US-Notenbank Fed, Kevin Warsh, sei die Inflationsentwicklung unangenehm, aber wohl noch kein überzeugender Grund für einen restriktiveren geldpolitischen Kurs, schrieb Johannes Mayr, Chefvolkswirt bei Eyb & Wallwitz Vermögensmanagement. Er erteilte allerdings auch Hoffnungen auf eine Lockerung eine Absage, denn "die Argumente für die von Warsh bislang in Aussicht gestellten Zinssenkungen bleiben mindestens so schwach wie die für rasche Zinsanhebungen". Daher dürften die Währungshüter bei ihrer abwartenden Haltung bleiben.

Die Stimmung in der Technologiebranche ist weiter nervös. Marktbeobachter gehen davon aus, dass der am Freitag anstehende Rekord-Börsengang der Weltraumfirma SpaceX <US84615Q1031> Liquidität im Sektor abziehen könnte. Die Nachrichtenagentur Bloomberg schrieb unter Berufung auf informierte Personen, dass die Nachfrage nach den Papieren mehr als viermal so hoch sei wie das Angebot. Zudem informierte nach dem KI-Unternehmen Anthropic dessen Konkurrent OpenAI am gestrigen Dienstag über den geplanten Sprung auf das Börsenparkett.

Die Anleger blieben vor allem auf Distanz zu den lange sehr stark gelaufenen Chip- und KI-Aktien. Für die Anteile der Halbleiterhersteller Qualcomm <US7475251036> und Broadcom <US11135F1012> ging es um weitere 6,9 beziehungsweise 5,1 Prozent bergab. Die jüngst noch rekordhohen Titel von Arm Holdings <US0420682058> und Marvell Technology <US5738741041> verbilligten sich um jeweils 5,4 Prozent. Der KI-Chip-Riese Nvidia <US67066G1040> hielt sich mit einem Kursrückgang um 3,7 Prozent erneut etwas besser.

Die Anteilsscheine von Super Micro <US86800U3023> brachen um 28 Prozent ein. Der Konzern will sich über Kapitalmarkttransaktionen sieben Milliarden US-Dollar für den Kauf von Komponenten beschaffen, um damit die Kundennachfrage nach den KI-Servern des Unternehmens zu bedienen.

Bei Oracle <US68389X1054> zeigten sich die Anleger vor den nachbörslich anstehenden Quartalszahlen wankelmütig. Zum Handelsende hatten die Aktien des Softwarehersteller 2,2 Prozent im Minus notiert.

Gefragt waren hingegen als defensiv geltende Aktien wie die der Deutsche-Telekom <DE0005557508>-Tochter T-Mobile US <US8725901040> und des Softdrinkriesen Coca-Cola <US1912161007>: Mit Kursaufschlägen von 3,4 und 2,8 Prozent führten sie die Gewinnerliste im Nasdaq 100 beziehungsweise im Dow an./gl/men

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

10.06.2026 | 22:24:27 (dpa-AFX)
WM 2026/Infantino über Visa-Affäre: 'Nicht die Könige der Welt'
10.06.2026 | 22:20:39 (dpa-AFX)
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10.06.2026 | 22:03:01 (dpa-AFX)
Trump: 'Ich liebe die Inflation'
10.06.2026 | 21:48:06 (dpa-AFX)
WM 2026/FIFA-Boss verteidigt Ticketpreise: Entspannt über Ermittlung
10.06.2026 | 21:45:19 (dpa-AFX)
EQS-Adhoc: MAHLE platziert erfolgreich eine Aufstockung ihrer Anleihe mit Fälligkeit 2032 im Gesamtnennbetrag von 200 Millionen Euro und gibt Teilrückkaufangebot für ihre Anleihe mit Fälligkeit 2028 bekannt (deutsch)
10.06.2026 | 21:42:03 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Protest gegen Gesundheits-Sparpaket - SPD will Nachbesserung
10.06.2026 | 22:03:01 (dpa-AFX)
Trump: 'Ich liebe die Inflation'

WASHINGTON (dpa-AFX) - US-Präsident Donald Trump hat mit einer überraschenden Äußerung zu der deutlich gestiegenen Inflation in den Vereinigten Staaten irritiert. "Die Zahlen waren großartig. Ich liebe die Inflation", antwortete er auf eine Frage eines Journalisten, ob der Anstieg der Teuerungsrate ihn nicht beunruhige. Warum er es genau gut findet, dass seine Landsleute mittlerweile deutlich mehr Geld etwa für den täglichen Einkauf und Benzin bezahlen müssen, ließ Trump zwar offen. Er stellte aber zugleich ein Abflauen der Inflation in Aussicht - wie genau begründete er ebenfalls nicht.

Am Mittwoch hatte das US-Arbeitsministerium bekannt gegeben, dass die Inflation im Mai erstmals seit drei Jahren auf über vier Prozent gestiegen war. Die Verbraucherpreise stiegen verglichen mit dem Vorjahresmonat um 4,2 Prozent. Damit legte die Inflation den zweiten Monat in Folge deutlich zu und stieg weiter über das von der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) angestrebte Ziel von zwei Prozent.

Energiepreise sind deutlich angezogen

Grund dafür sind die Folgen des Iran-Kriegs und die Blockaden in der Straße von Hormus, durch die das weltweite Energieangebot deutlich eingeschränkt wurde. Entsprechend müssen Firmen derzeit viel mehr Geld für Öl, Gas und Dünger ausgeben. Das belegen auch die Mai-Zahlen in der größten Volkswirtschaft: Für Energie musste 23,5 Prozent mehr gezahlt werden als vor einem Jahr. Besonders stark war der Anstieg der Benzinpreise. Der Kraftstoff hat sich etwa 40 Prozent verteuert.

Auch die US-Energiebehörde EIA rechnet mittlerweile damit, dass Rohöl im laufenden Jahr deutlich teurer sein dürfte. Ging die Behörde im Februar noch von einem Durchschnittspreis von 58 US-Dollar pro Barrel (159 Liter) Rohöl der Sorte Brent aus, dürfte der Preis nun bei 95 Dollar liegen. 2027 dürfte der Durchschnittspreis dann auf 79 Dollar pro Barrel sinken. Das wäre aber immer noch mehr als die 53 Dollar, die die Behörde noch im Februar erwartet hatte./ngu/DP/men

10.06.2026 | 21:15:54 (dpa-AFX)
ROUNDUP 3/Nach gegenseitigen Angriffen: Trump droht dem Iran erneut
10.06.2026 | 19:22:59 (dpa-AFX)
ROUNDUP 2/Nach gegenseitigen Angriffen: Trump droht dem Iran erneut
10.06.2026 | 19:21:03 (dpa-AFX)
US-Militär greift Tanker wegen iranischen Öls an
10.06.2026 | 16:00:05 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Nach gegenseitigen Angriffen: Trump droht dem Iran erneut
10.06.2026 | 15:57:15 (dpa-AFX)
Ölpreise legen etwas zu - Trump droht dem Iran
10.06.2026 | 14:51:15 (dpa-AFX)
Brand an Tanker vor Küste Omans - ein Opfer

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