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News

21.06.2026 | 20:35:02 (dpa-AFX)
dpa-AFX-Überblick: UNTERNEHMEN - Die wichtigsten Meldungen vom Wochenende

Berenberg-Bank: Leitung wegen möglicher Verstöße entmachtet

HAMBURG - Die Geschäftsleitung der Hamburger Privatbank Berenberg ist wegen möglicher Verstöße entmachtet worden. Die Finanzaufsicht Bafin hat angeordnet, dass die Befugnisse der drei Geschäftsleitungsmitglieder ruhen, wie Berenberg mitteilte. Die Bafin bestätigte das auf Anfrage.

Michael O'Leary bleibt bis 2032 Ryanair-Chef

DUBLIN - Der für seine provokanten Sprüche bekannte Chef der Fluggesellschaft Ryanair <IE00BYTBXV33>, Michael O'Leary, bleibt bis April 2032 auf seinem Posten. Der neu vereinbarte Vertrag umfasse "ein moderates Jahresgehalt sowie einen gedeckelten jährlichen Bonus", teilte das Unternehmen mit, ohne konkrete Zahlen zu nennen. Zudem erhält O'Leary Anspruch auf eine einmalige Kaufoption auf zehn Millionen Stammaktien, die unter bestimmten Bedingungen zu einem Preis von knapp 27 Euro geltend gemacht werden können.

Ubisoft-Mitgründer stirbt bei Flugzeugabsturz in Frankreich

LA BAULE-ESCOUBLAC - Beim Absturz eines Propellerflugzeugs in der westfranzösischen Gemeinde La Baule sind zwei Menschen ums Leben gekommen, darunter der Mitgründer der weltweit bekannten Videospielfirma Ubisoft. Das Kleinflugzeug sei am Freitagabend auf einem Feld abgestürzt, als es sich im Anflug auf den Flugplatz in La Baule befand, teilte die zuständige Staatsanwältin mit.

Keine Einigung auf Sozialplan bei Zalando in Erfurt

ERFURT - Die Verhandlungen über einen Sozialplan bei dem vor der Schließung stehenden Zalando <DE000ZAL1111>-Logistikzentrum in Erfurt sind gescheitert. Der Betriebsrat brach die Gespräche am Samstag ab, da er keine weitere Verhandlungsgrundlage sah, wie das Management und Betriebsrat mitteilten. Damit gehe das Verfahren nun - wie vorab vereinbart - in die Einigungsstelle unter einem neutralen Vorsitz.

Lyten übernimmt Northvolt-Gelände wohl für 60 Millionen Euro

KIEL - Über die Zukunft der deutschen Vermögenswerte des insolventen schwedischen Batteriezellherstellers Northvolt gibt es offensichtlich eine Einigung. Das US-Start-up Lyten habe sich mit der staatlichen Förderbank KfW und den Regierungen von Bund und Schleswig-Holstein für die Brache bei Heide auf einen Übernahmepreis in Höhe von rund 60 Millionen Euro verständigt, heißt es in einem Bericht des "Spiegel".

Brauerei Wolters beantragt Insolvenz

BRAUNSCHWEIG - Die Brauerei Wolters hat einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung beim zuständigen Amtsgericht in Braunschweig gestellt. Das teilte die Hofbrauhaus Wolters GmbH mit. Als Grund für den Schritt nannte das Unternehmen eine anhaltende Absatzschwäche und deutlich gestiegene Kosten. Man wolle den Geschäftsbetrieb grundlegend sanieren und sich wirtschaftlich neu aufstellen. Zuvor hatte die "Braunschweiger Zeitung" darüber berichtet.

Wachsendes Problem mit kriminellen Kunden im Online-Handel

MÜNCHEN - Der Online-Handel weltweit leidet unter einer wachsenden Zahl betrügerischer Kunden. Nach einer Analyse des US-Cybersicherheits-Dienstleisters LexisNexis Risk Solutions tragen dazu sowohl die Konjunkturflaute als auch die organisierte Kriminalität bei. Internationale Banden werben demnach gezielt Menschen an, die beim Online-Shopping betrügen oder Kriminellen ihre Identität zur Verfügung stellen.

Preisrutsch und hohe Kosten belasten Bauern

BERLIN - Den Bauern machen hohe Kosten und gesunkene Preise für viele wichtige Produkte zu schaffen. "Wenn wir keine Preiserholungen in unseren Märkten bekommen, dann wird die Landwirtschaft in eine echte Liquiditätskrise hineinlaufen", sagte Bauernpräsident Joachim Rukwied der Deutschen Presse-Agentur vor dem Deutschen Bauerntag an diesem Mittwoch und Donnerstag in Freiburg.

Verband sieht großen Effekt durch Solarenergie

BERLIN - Die zunehmende Nutzung der Solarenergie bringt Deutschland nach Berechnungen des Bundesverbands Solarwirtschaft einen hohen wirtschaftlichen Mehrwert. Zudem werde die Unabhängigkeit von fossilen Energieimporten befördert, teilte der BSW-Solar anlässlich der Messe Intersolar in München (23.-25. Juni) mit. Die mittlerweile installierten etwa sechs Millionen Solarstromanlagen hätten in den vergangenen sechs Jahren einen volkswirtschaftlichen Nutzen in dreistelliger Milliardenhöhe gebracht.

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Weitere Meldungen

-Lauterbach für Organspende-Reform: Fall Mette-Marit kann helfen

-Zigaretten für 11,40 Euro? Tabaksteuer soll bis 2030 steigen

-Mehrheit will Rechenzentren, fordert aber grüne Lösungen

-Jeder Zweite spart privat für das Alter

-Bayern sieht Berliner Pläne für Solar-Förderstopp kritisch

-Post setzt auf Langarmshirts und Kappen gegen Sommerhitze

-Gefährliche Vogelgrippe erstmals auf Australiens Festland°

Kundenhinweis:

ROUNDUP: Sie lesen im Unternehmens-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

/he

21.06.2026 | 20:15:56 (dpa-AFX)
ROUNDUP 4: Verhandlungen in der Schweiz - Trump droht aus Washington
21.06.2026 | 19:18:45 (dpa-AFX)
Berichte: Protest der iranischen Delegation nach Trump-Drohungen
21.06.2026 | 19:04:23 (dpa-AFX)
Pistorius: Mandat für Hormus-Einsatz vor Sommerpause 'völlig offen'
21.06.2026 | 18:45:49 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Bleibt er oder geht er? Keir Starmer massiv unter Druck
21.06.2026 | 18:37:44 (dpa-AFX)
Merz sieht Einsparpotenzial im Jugendhilfebereich
21.06.2026 | 18:08:40 (dpa-AFX)
ROUNDUP 3: Rentenalter soll steigen - Stabile Renten für Jüngere
21.06.2026 | 20:15:56 (dpa-AFX)
ROUNDUP 4: Verhandlungen in der Schweiz - Trump droht aus Washington

(aktualisierte Fassung)

LUZERN/WASHINGTON (dpa-AFX) - Während der laufenden Gespräche zwischen den USA und dem Iran schickt US-Präsident Donald Trump Drohungen in Richtung Teheran. Der Iran müsse seine "hoch bezahlten Stellvertreter" im Libanon - damit meinte er die Hisbollah - unverzüglich daran hindern, Unruhe zu stiften, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. "Wenn sie das nicht tun, werden wir den Iran erneut sehr hart treffen", erklärte Trump.

Dem Sender Fox News sagte Trump, er habe dem Iran wegen der Straße von Hormus eine dringende Warnung übermittelt. "Wenn ihr sie schließt, habt ihr kein Land mehr", wurde Trump von Fox News zitiert. "Ihr werdet nicht einmal mehr in euer verdammtes Land zurückkehren können."

Am Sonntagnachmittag begann nach Angaben des Vermittlers Katar die erste Gesprächsrunde zur Beilegung des Iran-Konflikts im schweizerischen Luxusresort Bürgenstock. Neben Vertretern der Konfliktparteien USA und Iran nahmen demnach auch Repräsentanten der Vermittlerstaaten Katar und Pakistan teil. Man habe die Hoffnung, dass die Treffen zu einer "umfassenden und dauerhaften Einigung führen zu allen Punkten im Rahmenabkommen", auf das Washington und Teheran sich geeinigt haben, hieß es.

US-Vizepräsident JD Vance, der für die USA teilnimmt, stellte in der Schweiz eine Neujustierung der Beziehungen zum Iran in Aussicht. "Der Präsident hat uns aufgefordert, ein neues Kapitel aufzuschlagen und unser Verhältnis zum iranischen Volk neu auszurichten", sagte Vance unter Bezug auf Trump. "Allein in den vergangenen Stunden haben wir bereits große Fortschritte erzielt, und ich gehe davon aus, dass wir weitere Fortschritte machen werden."

Laut dem iranischen Außenamtssprecher Ismail Baghai sollte es bei den Gesprächen um eine Waffenruhe im Libanon, den ungestörten Ölexport und die Freigabe eingefrorener iranischer Vermögenswerte gehen. Insgesamt ist das Ziel, binnen 60 Tagen eine finale Einigung zwischen den USA und dem Iran zu erzielen, die auch Bestimmungen zum Umgang mit Teherans umstrittenen Atomprogramm enthalten soll.

Anlaufschwierigkeiten nach Trump-Drohungen

Doch nach den zunächst versöhnlichen Worten von Vance sorgten Trumps Drohungen Berichten zufolge für erste Verstimmungen. Nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim legte die iranische Delegation in Bürgenstock Protest gegen die Drohungen ein. Dem englischsprachigen Staatssender Press TV zufolge prüfe die iranische Abordnung eine angemessene Reaktion darauf.

Laut Tasnim gelten auch Drohungen im Rahmen des Abkommens zwischen den USA und dem Iran als Verstoß, der Teheran zu einer Reaktion berechtigt. Tatsächlich verpflichten sich beide in der Vereinbarung, sowohl auf Angriffe als auch auf Drohungen zu verzichten.

Dass allerdings auch der Iran an einer diplomatischen Lösung interessiert scheint, zeigte sich in der Reaktion des iranischen Verhandlungsführers auf die Querschüsse aus Washington. Die Amerikaner sollten sich bewusst sein, dass sie sich nicht in ihrer jetzigen ausweglosen Lage befänden, wenn solche Drohungen tatsächlich Wirkung hätten, schrieb Mohammed Bagher Ghalibaf auf X. "Wir nehmen diese Äußerungen nicht ernst, dennoch wäre es ratsam, wenn sie mehr Zurückhaltung übten." Die iranischen Streitkräfte blieben bereit, auf andere Weise zu reagieren. "Unabhängig davon, wie viel sie reden, wir sind diejenigen, die handeln", schrieb Ghalibaf weiter.

Auch der iranische Präsident Massud Peseschkian erklärte in einer Kabinettssitzung in Teheran, Diplomatie sei vorzuziehen. Man müsse den Dialog wählen und nicht im Zustand des Kriegs verharren - "zumal die wirtschaftliche Sicherheit des Landes für die Regierung oberste Priorität hat", sagte Peseschkian laut Präsidialamt. Der Iran erhofft sich angesichts der massiven Wirtschaftskrise im Land in den Verhandlungen auch Sanktionserleichterungen.

Iran will zunächst keinen Verhandlungs-Kontakt zur IAEA

Der Generaldirektor der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Rafael Grossi, wird unterdessen zunächst nicht an den Verhandlungen in der Schweiz teilnehmen. Seine Anwesenheit am Verhandlungsort Bürgenstock sei auf Wunsch der USA erfolgt, doch das iranische Team habe seine Beteiligung strikt abgelehnt, zitierte die iranische Nachrichtenagentur Tasnim eine dem Verhandlungsteam nahestehende Quelle. Der Iran habe derzeit keine Absicht, Gespräche mit dem IAEA-Chef zu führen.

Im Zusammenhang mit den Gesprächen traf der Schweizer Außenminister Ignazio Cassis seinen iranischen Amtskollegen Abbas Araghtschi. Allein die Tatsache, dass die Parteien anwesend seien, miteinander sprächen und diesen Dialog fortsetzten, sei ein wichtiger Beitrag zur Umsetzung des Rahmenabkommens, hieß es.

Neben Vance sind der Schwiegersohn von Trump, Jared Kushner, sowie der US-Sondergesandte Steve Witkoff in der Schweiz dabei. Sie kümmerten sich um technische Aspekte dieser Verhandlungen, so Vance. Der Vizepräsident sagte vor seinem Abflug, er selbst werde nur ein oder zwei Tage in der Schweiz sein.

Dramaturgie der Gespräche unklar

Von iranischer Seite nehmen unter anderem Parlamentspräsident Ghalibaf als Verhandlungsführer und Außenminister Abbas Araghtschi teil. Für den Vermittler Pakistan reiste unter anderem Premierminister Shehbaz Sharif an. Es war zunächst unklar, wie lange die Gespräche auf Ebene der Verhandlungsführer dauern sollten. Denkbar schien zum Beispiel, dass nach einem Auftakt zunächst für bestimmte Themen Arbeitsgruppen gebildet werden, die dann auf niedrigerer Ebene weiterverhandeln.

Ursprünglich hätte in der Schweiz bereits am Freitag eine erste Gesprächsrunde stattfinden sollen, diese war aber wegen der gegenseitigen Angriffe der israelischen Armee und der proiranischen Hisbollah nicht zustande gekommen./vee/DP/he

21.06.2026 | 19:18:45 (dpa-AFX)
Berichte: Protest der iranischen Delegation nach Trump-Drohungen
21.06.2026 | 19:04:23 (dpa-AFX)
Pistorius: Mandat für Hormus-Einsatz vor Sommerpause 'völlig offen'
21.06.2026 | 18:06:28 (dpa-AFX)
ROUNDUP 3: Schwierige Vorzeichen für Treffen über Ende des Iran-Kriegs
21.06.2026 | 17:40:41 (dpa-AFX)
Israel lehnt Einschränkungen im Südlibanon strikt ab
21.06.2026 | 17:39:34 (dpa-AFX)
Umfrage: 92 Prozent der Israelis sehen Iran als Kriegssieger
21.06.2026 | 17:35:10 (dpa-AFX)
Irans Präsident signalisiert USA schriftlichen Verzicht auf Atombombe

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