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News

22.06.2026 | 23:03:35 (dpa-AFX)
Bundesrichter stoppt Ermittlungen gegen Trump-Gegner

WASHINGTON (dpa-AFX) - Ein Bundesrichter hat Ermittlungen der US-Regierung gegen Minnesotas Gouverneur Tim Walz und andere demokratische Amtsträger wegen angeblicher Behinderung der Einwanderungsbehörden gestoppt. Richter Patrick Schiltz erklärte in einem am Montag (Ortszeit) veröffentlichten Beschluss, die Vorladungen seien aus verfassungswidrigen Gründen erlassen worden.

Walz gilt als prominenter Trump-Gegner. Sein Bundesstaat wurde Anfang des Jahres zum Schauplatz von Protesten gegen Trumps harte Migrationspolitik und umstrittene Razzien gegen Migranten.

Das US-Justizministerium hatte im Januar Vorladungen an Walz, Generalstaatsanwalt Keith Ellison, den Bürgermeister von Minneapolis, Jacob Frey, sowie weitere Behörden und Kommunen verschickt. Die Behörde erklärte damals, sie ermittle wegen möglicher Behinderung der Durchsetzung des Einwanderungsrechts.

Richter sieht politische Motive

Schiltz erklärte die Vorladungen für rechtlich ungültig. Der "vorherrschende Zweck" sei gewesen, Verantwortliche in Minnesota zur Unterstützung der Bundesregierung bei der Durchsetzung des Einwanderungsrechts zu zwingen und sie zu "schikanieren" sowie Vergeltung an ihnen zu üben, weil sie dies nicht getan hätten.

Der Richter verwies dabei auch auf die Verfassung, die in den Vereinigten Staaten dem Bund Grenzen setzt, wenn er Bundesstaaten zur Umsetzung von Bundesrecht verpflichten will. Die Belege dafür, dass die Vorladungen aus unzulässigen Gründen erlassen worden seien, seien "erdrückend", schrieb Schiltz. Zugleich habe das Justizministerium keine plausible Begründung für die Ermittlungen liefern können.

Auslöser des Konflikts war eine großangelegte Einwanderungsoperation in Minnesota Ende 2025 und Anfang 2026. Nach Gerichtsangaben waren dabei zeitweise mehr als 3.000 Bundesbeamte im Einsatz. Walz, Ellison und andere demokratische Politiker hatten das Vorgehen scharf kritisiert. Walz bezeichnete die Operation als "Kampagne organisierter Brutalität" und kündigte an, Minnesota werde mutmaßliche Übergriffe von Bundesbeamten selbst untersuchen lassen.

Der Bundesstaat sowie die Städte Minneapolis und St. Paul reichten im Januar Klage gegen die Maßnahmen ein. Kurz darauf kündigte Trump auf seiner Plattform Truth Social an, der "Tag der Abrechnung und Vergeltung" werde kommen.

Ellison sprach nach Veröffentlichung des Beschlusses von einem seltenen und deutlichen Schritt des Gerichts. Walz bezeichnete die Entscheidung als Sieg für Rechtsstaat und Demokratie./hae/DP/stw

22.06.2026 | 22:53:41 (dpa-AFX)
Pistorius warnt vor Zerstörung des Zusammenhalts
22.06.2026 | 22:43:44 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Dow steigt etwas weiter - Nasdaq 100 gibt nach
22.06.2026 | 22:24:02 (dpa-AFX)
Aktien New York Schluss: Dow steigt etwas weiter - Nasdaq 100 gibt nach
22.06.2026 | 21:40:01 (dpa-AFX)
ROUNDUP 2: RWE will Mehrheit an Amprion - Milliardenschwere Kapitalerhöhung
22.06.2026 | 21:35:20 (dpa-AFX)
ROUNDUP 2/Vance: Iran will IAEA-Inspektoren zulassen - Zeitplan offen
22.06.2026 | 21:11:29 (dpa-AFX)
Devisen: Euro weiter unter Druck - Kurs rutscht Richtung 1,14 Dollar
22.06.2026 | 21:35:20 (dpa-AFX)
ROUNDUP 2/Vance: Iran will IAEA-Inspektoren zulassen - Zeitplan offen

LUZERN/TEHERAN (dpa-AFX) - Der Iran will nach Angaben von US-Vizepräsident JD Vance wieder Inspektoren der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) ins Land lassen. Einen Zeitplan dafür gebe es aber noch nicht, sagte Vance zum Ende seiner Gespräche mit der iranischen Seite in der Hotelanlage Bürgenstock Resort in der Schweiz. Die Verhandler hätten um 2.00 Uhr versucht, die Inspektoren zu erreichen, aber die meisten seien nicht ans Telefon gegangen.

Der Iran bestätigte allerdings nicht, dass eine erneute Einreise von Inspektoren erlaubt werde. Eine entsprechende Entscheidung müsse zuvor mit dem Parlament und dem Nationalen Sicherheitsrat abgestimmt werden, sagte Außenamtssprecher Ismail Baghai der staatlichen Nachrichtenagentur Irna.

US-Präsident Donald Trump bekräftigte auf seiner Plattform Truth Social, der Iran müsse die IAEA wieder ins Land lassen. "Jeder ist sich voll bewusst, dass der Iran umfangreichen Waffeninspektionen zustimmen wird, um "nukleare Ehrlichkeit" auf lange Sicht zu gewährleisten", schrieb er.

Im Herbst hatte die IAEA im Iran zuletzt einige Standorte des Atomprogramms besichtigt, die nicht durch die israelischen und US-Angriffe im Juni 2025 beschädigt worden waren. Seit diesen ersten Angriffen hat sie keinen Zugang mehr zu den iranischen Urananreicherungs-Anlagen gehabt. Ende Februar haben die USA und Israel einen Krieg gegen den Iran begonnen, der nach einem Rahmenabkommen nun endgültig beigelegt werden soll.

Die iranische Delegation hatte auch bei den Gesprächen mit den USA am Sonntag in der Schweiz nicht zugelassen, dass IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi an den Verhandlungen direkt teilnimmt. Medienberichten zufolge war Grossi zwar am Verhandlungsort Bürgenstock, aber das iranische Team zeigte keinerlei Interesse an einem Austausch mit dem IAEA-Chef.

Vance: Solide Grundlage für endgültige Vereinbarung

Vance kehrte noch am Montag in die USA zurück. Die Verhandlungen mit dem Iran gingen auf technischer Ebene weiter, sagte er. Nach seinen Angaben wurde ein Prozedere vereinbart, damit die Straße von Hormus, durch die Öl und Dünger aus den Anliegerstaaten auf den Weltmarkt transportiert wird, geöffnet bleibt. Der Iran hatte sie nach Beginn der Angriffe der USA und Israels geschlossen.

Ebenso vereinbart worden sei ein Mechanismus, um Verstöße gegen die im Rahmenabkommen vereinbarte Waffenrufe auch im Libanon direkt zu besprechen, um eine neue Eskalation zu verhindern.

"Wir haben eine sehr solide Grundlage für den Abschluss einer erfolgreichen endgültigen Vereinbarung geschaffen", sagte Vance. Dennoch liege noch viel Arbeit vor den Verhandlern. Im Rahmenabkommen steht die Absicht, die endgültige Vereinbarung möglichst innerhalb von 60 Tagen zu erreichen.

US-Bauern reicher machen

Über die im Rahmenabkommen erwähnten iranischen Vermögenswerte sagte Vance, die USA und Katar behielten die Aufsicht darüber, was wann ausgezahlt werde. Mit dem Geld würden Sojabohnen, Mais und Weizen aus den USA gekauft. "Sollten die iranischen Vermögenswerte jemals freigegeben werden, werden sie dazu dienen, die amerikanischen Landwirte reicher zu machen und das iranische Volk zu ernähren", sagte Vance.

Der Iran wies die Angaben zurück, wonach blockierte iranische Vermögenswerte für den Kauf amerikanischer Agrarprodukte verwendet werden sollen. "Diese Behauptung entspricht in keiner Weise der Realität", zitierte die Nachrichtenagentur Tasnim eine informierte Quelle aus dem iranischen Verhandlungsteam.

Der Tasnim-Bericht wurde von offizieller Seite bislang weder bestätigt noch dementiert. Präsident Massud Peseschkian erklärte lediglich, der Iran werde in den laufenden Gesprächen keine Kompromisse eingehen, die nicht im Einklang mit den nationalen Interessen stünden. "Wo immer versucht wird, unsere Rechte zu missachten, werden wir nicht klein beigeben und uns nicht beugen", sagte der Präsident./oe/DP/zb

22.06.2026 | 20:35:03 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Vance: Iran will IAEA-Inspektoren zulassen - Zeitplan offen
22.06.2026 | 17:16:20 (dpa-AFX)
USA lockern Sanktionen auf iranisches Öl
22.06.2026 | 16:23:02 (dpa-AFX)
Ölpreise fallen deutlich - Fortschritte zwischen USA und Iran belasten
22.06.2026 | 14:52:14 (dpa-AFX)
Regierung dämpft Erwartung an Hormus-Mandat vor Sommerpause
22.06.2026 | 12:59:28 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Dieselpreis unter Vorkriegswert gefallen
22.06.2026 | 11:22:29 (dpa-AFX)
Dieselpreis unter Vorkriegswert gefallen

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