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News

09.10.2026 | 06:28:15 (dpa-AFX)
'Schande' : Massive Kritik am Putin-Besuch von Schröder

BERLIN/MOSKAU (dpa-AFX) - Nach seinem Besuch der Geburtstagsfeier des russischen Präsidenten Wladimir Putin in Moskau steht Altkanzler Gerhard Schröder massiv in der Kritik. Die Grünen-Politikerin Katrin Göring-Eckardt und die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses des Europaparlaments, Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP), bezeichneten den Besuch als Schande. Nach Kreml-Angaben hatte Schröder am Mittwoch mit Kremlchef Putin dessen 74. Geburtstag gefeiert.

Schröder war von 1998 bis 2005 Bundeskanzler. Der 82-Jährige ist mit Putin eng befreundet und steht unter anderem wegen dieser engen Verbindung und seines Engagements für russische Energieunternehmen seit Jahren in der Kritik. Auch seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine hat sich Schröder wiederholt mit Putin getroffen.

Kreml: Putin lud Schröder ein

Der Kreml hatte auf der Plattform Telegram mitgeteilt, Putin habe am Mittwochmorgen aus den Medien von der Anwesenheit Schröders in der russischen Hauptstadt erfahren. "Der Präsident lud seinen alten Freund zu sich nach Hause ein", hieß es weiter. Gezeigt wurden auch Fotos, die zeigen, wie die beiden Männer lächelnd ihre Hände fest umeinander verschließen.

Vor der Party hatte Schröder am Morgen eine Filiale des russischen Ablegers der deutschen Supermarktkette Globus in der russischen Hauptstadt besucht und eine Begrüßungsrede vor den Mitarbeitern des Unternehmens gehalten. Zuvor war er in den Aufsichtsrat des Unternehmens berufen worden.

CDU-Politiker: "Wunderheilung à la Rasputin"

Göring-Eckardt schrieb zu Schröders Besuch bei Putin auf der Plattform X: "Eine Schande für Deutschland. Ein Verrat an Europa. Ein Bärendienst für Frieden." Aber leider habe sie schon nichts anderes mehr von ihm erwartet.

Strack-Zimmermann bezeichnete Schröder auf X als Deutschlands frechsten Rentner. "Zu krank für Untersuchungsausschüsse (ganz schlimmer Burnout), aber für gut dotierte Mandate in Russland und Geburtstagsparty zuhause bei Kriegsverbrecher Putin reichts dann doch noch. Eine Schande sondergleichen."

Der Chef des CDU-Sozialflügels, Dennis Radtke, kritisierte auf X ebenfalls, Schröder sei für einen Untersuchungsausschuss zu krank, aber fit genug für Moskau, Putin und "eine frische Ladung Rubel". Er fügte hinzu: "Wunderheilung à la Rasputin bei Gerhard Schröder". 2025 hatte Schröder Zeugenaussagen vor einem Untersuchungsausschuss zur Klimastiftung Mecklenburg-Vorpommern im Kontext des Baus der Erdgasleitung Nord Stream 2 mehrfach wegen einer Burnout-Erkrankung abgesagt.

Am Mittwoch, dem Tag von Putins Geburtstag, hatte Russland die Ukraine erstmals in diesem Herbst mit einem der gefürchteten kombinierten Angriffe mit ballistischen Raketen, Marschflugkörpern und Kampfdrohnen überzogen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach danach von mindestens 25 Toten und über 100 Verletzten und bezeichnete den Angriff als ein "Geburtstagsgeschenk für Putin"./DP/zb

09.10.2026 | 06:26:49 (dpa-AFX)
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09.10.2026 | 06:05:08 (dpa-AFX)
TAGESVORSCHAU: Termine am 9. Oktober 2026
09.10.2026 | 06:05:07 (dpa-AFX)
WOCHENVORSCHAU: Termine bis 22. Oktober 2026
09.10.2026 | 06:04:26 (dpa-AFX)
GNW-News: Eric Appelman, Chief Revenue Officer von Aduro, in den Vorstand von Chemical Recycling Europe gewählt
09.10.2026 | 05:50:04 (dpa-AFX)
Berlin: Rot-grün-rote Sondierungen über Haushalt
08.10.2026 | 18:57:23 (dpa-AFX)
Trump: Keine Angriffe auf Iran bis zu Midterms im November

WASHINGTON (dpa-AFX) - Nach Medienberichten über mögliche neue US-Angriffe auf iranische Ziele noch vor den Midterms hat US-Präsident Donald Trump eine Wiederaufnahme von Militäreinsätzen dementiert. "Wir werden den Iran zu keinem Zeitpunkt vor den Zwischenwahlen, die am 3. November in den Vereinigten Staaten stattfinden, angreifen", schrieb er auf seiner Plattform Truth Social.

Die US-Regierung führe unterdessen "konstruktive Gespräche" mit Teheran, schrieb Trump weiter. Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hatte zuvor auf seinem Telegramkanal geschrieben, dass die Regierung in Teheran eine Antwort aus den USA prüfe. Man habe Washington einen "Sieben-Tage-Plan" übermittelt und eine Antwort erhalten - darauf wolle man in wenigen Tagen reagieren, hieß es.

Als Reaktion auf den Trump-Post gaben die Ölpreise einen Teil ihrer Gewinne wieder ab. So waren sie zuvor wegen der Befürchtungen neuer US-Angriffe deutlich gestiegen. Die US-Aktienmärkte reagierten nur kurzzeitig positiv. Zuletzt weiteten der S&P 500 und die Technologiebörse Nasdaq ihre Verluste wieder aus.

Medien: USA erwogen neue Militärangriffe gegen iranische Ziele

Zuvor hatten mehrere US-Medien darüber berichtet, dass die US-Regierung in ihrem festgefahrenen Krieg neue Angriffe auf Ziele im Iran erwägt. Dabei könnten größere Militäreinsätze in den kommenden Wochen noch vor den wichtigen US-Zwischenwahlen wieder aufgenommen werden, berichteten das Nachrichtenportal "Axios" und der US-Sender NBC News unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Eine Entscheidung darüber sei allerdings bislang nicht gefallen.

Der Krieg ist unter den US-Amerikanerinnen und -Amerikanern unbeliebt, weil die Lebenshaltungskosten und Spritpreise infolge der Blockade der Straße von Hormus rasant nach oben geklettert sind. Eine militärische Eskalation würde die ohnehin schon hohen Ölpreise noch weiter verteuern, nachdem diese bereits wegen des gestörten Rohstoffhandels in der Meerenge in den vergangenen Monaten gestiegen waren. Das dürfte Trumps Republikanern kaum bei den anstehenden Wahlen helfen./ngu/DP/nas

08.10.2026 | 17:17:51 (dpa-AFX)
Sibirien: Ukrainischer Drohnenangriff auf Raffinerie in Omsk
08.10.2026 | 16:03:52 (dpa-AFX)
ROUNDUP 2: Huthi greifen erneut in Saudi-Arabien an
08.10.2026 | 15:55:28 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Huthi greifen erneut in Saudi-Arabien an
08.10.2026 | 15:43:04 (dpa-AFX)
Medien: US-Regierung erwägt neue Angriffe auf den Iran
08.10.2026 | 15:39:23 (dpa-AFX)
WDH: Erneuter Huthi-Beschuss auf Saudi-Arabien
08.10.2026 | 15:36:30 (dpa-AFX)
Iran: US-Verhandlungsposition wird derzeit geprüft

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