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News

23.07.2026 | 20:15:24 (dpa-AFX)
Aktien New York: Deutliche Verluste - 'Big Tech'-Sorgen und Ölpreis belasten

NEW YORK (dpa-AFX) - Sorgen angesichts weiter kräftig steigender Ausgaben für Künstliche Intelligenz (KI) sowie unvermindert steigende Ölpreise haben am Donnerstag die US-Börsen spürbar belastet. Nach einer Erholung am Dienstag und einer abwartenden Haltung zur Wochenmitte stießen zahlreiche Anleger Aktien ab. Vor allem Papiere großer Technologiekonzerne wurden verkauft.

Rund zwei Stunden vor Handelsschluss büßte der Nasdaq 100 <US6311011026>, der von den großen Tech-Konzernen dominiert wird, 2,0 Prozent auf 28.413 Zähler ein. Der überwiegend mit Standardwerten bestückte Dow Jones Industrial <US2605661048> gab um 1,2 Prozent auf 51.608 Punkte nach. Der marktbreite S&P 500 <US78378X1072> verlor 1,4 Prozent auf 7.395 Zähler.

Die kriegerische Auseinandersetzung in Nahost beunruhigt zunehmend die Märkte. Der Ölpreis der Nordseesorte Brent kletterte erstmals seit zwei Monaten wieder über 100 US-Dollar je Barrel. Damit werden erneut Inflationssorgen und Ängste vor Zinsanhebungen durch die US-Notenbank Fed angeheizt.

Mit Blick auf die Schwergewichte aus der Tech-Branche, allen voran Alphabet <US02079K3059> und Tesla <US88160R1014>, überwog die Enttäuschung. Die Google-Mutter Alphabet übertraf zwar umsatzseitig im vergangenen Quartal die Erwartungen der Wall Street, doch dass nun noch mehr Geld in den Ausbau der KI-Infrastruktur gesteckt werden soll, brachte die Aktie unter Druck. Sie sackte um 7 Prozent ab, womit 300 Milliarden US-Dollar Börsenwert vernichtet wurden.

Tesla-Aktien brachen um 14 Prozent ein. Der Elektroautohersteller habe zwar Absatz und Umsatz stark gesteigert, doch wegen milliardenschwerer Investitionen sei ein deutlich geringerer Gewinn übriggeblieben als erwartet, kommentierte Marktbeobachter Stephen Innes.

Für Texas Instruments <US8825081040> ging es trotz starker Zahlen und einem Ausblick auf das dritte Quartal, der die Erwartungen übertraf, um 4,7 Prozent abwärts. Angesichts des starken Laufs der Halbleiter-Aktie seit Jahresbeginn wurden Gewinne mitgenommen.

T-Mobile US <US8725901040> sackten um 8,0 Prozent ab. Der Telekommunikationskonzern gewann im zweiten Quartal zwar mehr neue Kunden als erwartet, hatte hier im Vorjahr aber besser abgeschnitten. Zudem blieb die Zahl auch deutlich hinter der des Konkurrenten AT&T <US00206R1023> zurück.

Zwischen Gewinnen und Verlusten pendelten die erst kürzlich erheblich unter Druck geratenen Anteile von IBM <US4592001014>. Zuletzt ging es um 0,9 Prozent abwärts. Das im Dow Jones notierte IT-Urgestein senkte nach einem enttäuschend verlaufenen Quartal die Umsatzprognose für 2026 leicht. Daher sollen nun die Kosten noch stärker gedrückt werden als geplant, um das Ziel zu erreichen, den Zahlungsmittelzufluss um eine Milliarde Dollar zu steigern.

Die Papiere von American Airlines <US02376R1023> sackten um 8,5 Prozent ab und zogen die von United Airlines <US9100471096>, Jetblue <US4771431016> und Delta Air Lines <US2473617023> mit nach unten. Wegen der hohen Treibstoffpreise schließt American Airlines einen Verlust in diesem Jahr nicht aus./ck/he

23.07.2026 | 19:58:10 (dpa-AFX)
Kreise: Merz schnürt großes Personalpaket
23.07.2026 | 19:45:31 (dpa-AFX)
Israel: Palästinensische Angreifer im Westjordanland getötet
23.07.2026 | 19:42:50 (dpa-AFX)
ROUNDUP 2: Trump droht Iran nach Huthi-Angriffen mit 'schwerer Strafe'
23.07.2026 | 19:33:42 (dpa-AFX)
EQS-DD: Kontron AG (deutsch)
23.07.2026 | 19:30:12 (dpa-AFX)
EQS-Stimmrechte: Kontron AG (deutsch)
23.07.2026 | 19:09:58 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Ölpreis und teils schwache Berichte belasten
23.07.2026 | 19:42:50 (dpa-AFX)
ROUNDUP 2: Trump droht Iran nach Huthi-Angriffen mit 'schwerer Strafe'

(Aktualisierung: Verkehr durch Bab al-Mandab im 4. Absatz)

WASHINGTON/SANAA (dpa-AFX) - Nach Angriffen der Huthi-Miliz vor Jemens Küste hat US-Präsident Donald Trump dem Iran im Falle einer erneuten Attacke mit Vergeltung gedroht. "Sollten sie dies erneut tun, werden die USA den Iran zur Rechenschaft ziehen, da die Huthi als Stellvertreter des Irans agieren", teilte Trump auf seiner Plattform Truth Social mit. Er kündigte "schwere militärische Strafen gegen den Iran und natürlich auch gegen die Huthi selbst" an.

Die Huthi hatten am Montag eine "Blockade" der Seefahrt für Saudi-Arabien erklärt. Etwa ein halbes Dutzend Schiffe änderte daraufhin ihren Kurs, auch um die Meerenge Bab al-Mandab vor Jemens Küste zu meiden, die die mit dem Iran verbündete schiitische Miliz mit Drohnen, Raketen und Marschflugkörpern angreifen kann. Saudi-Arabien kündigte an, "alle notwendigen Schritte" zum Schutz seiner Schiffe zu unternehmen.

Huthi-Miliz spricht von zwei Angriffen auf saudische Tanker

In der Nacht zum Donnerstag wurde nach saudischen Angaben dann der Öltanker "Encelia" des Golfstaats angegriffen, woraufhin an Bord ein Feuer ausbrach. Die Huthi-Miliz teilte etwa zur gleichen Zeit mit, sie habe zwei saudi-arabische Öltanker angegriffen, die die von ihr ausgerufene "Blockade" im Roten Meer verletzt hätten, wie die von der Miliz kontrollierte Nachrichtenagentur Saba berichtete. Etwa zehn Schiffe seien zur Umkehr gezwungen worden.

Der Verkehr lief trotz der Angriffe zumindest am Mittwoch aber weiter. An dem Tag durchfuhren die Meerenge dem Datenanbieter Kpler zufolge 43 Schiffe - ein Anstieg von etwa 23 Prozent im Vergleich zum Vortag. Durch die Meerenge und durch das Rote Meer führt der Seeweg von Asien über den Suezkanal nach Europa. Sie hat durch die faktische Blockade der Straße von Hormus im Iran-Krieg für den Welthandel noch an Bedeutung gewonnen.

Chinesischer Tanker kann durchfahren

Einem chinesischen Öltanker sei die Durchfahrt durch die Meerenge genehmigt worden, berichtete das Fachmedium "Lloyd's List" am Donnerstag. Chinesische Tanker, die vom saudi-arabischen Hafen Janbu im Roten Meer zurückkehrten, könnten womöglich von Fall zu Fall mit der Miliz über eine Durchfahrt verhandeln. Die EU-geführte Mission Aspides, mit der Handelsschiffe vor Huthi-Angriffen geschützt werden sollen, warnte Schiffe mit Bezug zu Israel, den USA oder Saudi-Arabien vor einer Durchfahrt.

Die Huthi hatten den Welthandel mit Angriffen auf Schiffe in dieser Region seit 2023 bereits massiv beeinträchtigt - seinerzeit aus erklärter Solidarität mit den Palästinensern im Gaza-Krieg. Das US-Militär bombardierte im Frühjahr 2025 wiederholt Ziele im Jemen im Versuch, die Angriffe der Miliz auf die Schifffahrt zu stoppen. Die Konfrontation endete erst nach Vermittlung von Jemens und Saudi-Arabiens Nachbarland Oman.

Oman vermittelt erneut

Der Oman warnte vor einer weiteren Eskalation. Man arbeite mit den Huthi, Saudi-Arabien und den Vereinten Nationen, um die Lage zu entschärfen. Saudi-Arabien führt gemeinsam mit Jemens international anerkannter Regierung seit mehr als zehn Jahren Krieg gegen die Miliz. Alle Bemühungen um eine politische Lösung des Konflikts scheiterten bisher. Der Oman trat auch dabei immer wieder als Vermittler auf.

Seit Monaten wird spekuliert, ob die Huthi in Absprache mit ihrem wichtigsten Verbündeten Iran eine neue Angriffswelle auf die Schifffahrt beginnen könnten. Ausgelöst wurde die jüngste Eskalation vor etwa anderthalb Wochen mit Luftangriffen in der von den Huthi kontrollierten jemenitischen Hauptstadt Sanaa, als dort ein aus dem Iran kommendes Flugzeug landen sollte. Mit den Angriffen wurde eine Waffenruhe, die im Jemen-Krieg seit rund vier Jahren inoffiziell galt, abrupt beendet.

Konflikte treiben Ölpreis in die Höhe

Die Zuspitzung des Konflikts sowie der andauernde Iran-Krieg trieben zugleich den Ölpreis in die Höhe. Der Preis für Rohöl der Referenzsorte Brent stieg am Donnerstag auf 100 Dollar je Barrel (159 Liter). Damit setzt sich der Preisanstieg fort. Ein Barrel der Nordseesorte Brent legte bis auf 100,36 US-Dollar (rund 88 Euro) zu. Damit erreichte es den höchsten Stand seit zwei Monaten. Das waren 6,6 Prozent mehr als am Vortag.

Im Krieg zwischen dem Iran und den USA machten sich beide Seiten gegenseitige Vorwürfe. US-Außenminister Marco Rubio sagte in Manila, der Iran bitte die USA jeden Tag auf direktem und indirektem Wege um den Abschluss eines Abkommens. Das Problem sei aber, dass Teheran jede Absprache breche oder wieder ändern wolle. "Es sieht also so aus, als wären sie nicht bereit für einen Deal, also werden sie weiterhin einen Preis zahlen." Dieser Preis steige Nacht für Nacht, warnte Rubio. "Vielleicht sind sie in ein paar Tagen bereit für einen Deal, sobald sie erkennen, dass dies für sie keine vorteilhafte Lösung ist."

Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi kritisierte am Donnerstag seinerseits die Einstellung der USA gegenüber dem Iran und ihre Vorgehensweise. Diese beschrieb er im Staatsfernsehen als unvernünftig, fordernd und auf Dominanz ausgerichtet. Araghtschi erklärte, solange die USA nicht einsehen würden, dass der einzige Weg nach vorn darin bestehe, das iranische Volk und die nationalen Interessen des Irans zu respektieren, gebe es keine Grundlage für Fortschritte.

Die USA hatten zuvor die zwölfte Nacht in Folge Ziele im Iran angegriffen. Dazu zählten nach Angaben des US-Militärs Raketen- und Drohnenlager, Anlagen zur Küstenüberwachung sowie die Flugabwehr des Landes. Wegen des Streits um die für den weltweiten Ölhandel wichtige Straße von Hormus eskaliert der Iran-Krieg seit Anfang des Monats wieder./vee/DP/he

23.07.2026 | 17:37:15 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Trump droht Iran nach Huthi-Angriffen mit 'schwerer Strafe'
23.07.2026 | 16:16:41 (dpa-AFX)
Kasachstan drosselt Ölförderung nach Kiews Drohnenattacken
23.07.2026 | 16:00:32 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Ölpreise: Brent-Rohöl steigt über 100 Dollar
23.07.2026 | 15:21:47 (dpa-AFX)
Preis für Brent-Rohöl steigt über 100 Dollar
23.07.2026 | 14:37:41 (dpa-AFX)
Bericht: Chinesischer Öltanker durchfährt Bab al-Mandab
23.07.2026 | 12:45:44 (dpa-AFX)
Rubio verteidigt Atomabkommen der USA mit Saudi-Arabien

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