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News

25.07.2026 | 12:11:16 (dpa-AFX)
Arbeitgeber fordern Korrekturen bei Rentenreform

BERLIN (dpa-AFX) - Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger warnt vor zusätzlichen zweistelligen Milliardenkosten durch die noch für dieses Jahr angekündigte Reform der Rente. "Und dafür klopft sich die Regierung auf die Schulter", sagte Dulger der Deutschen Presse-Agentur. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Sozialministerin Bärbel Bas (SPD) hatten die komplette Umsetzung umfassender Expertenvorschläge zur Rente angekündigt. Dulger pocht demgegenüber auf Korrekturen.

Teil der Reform soll eine neue Kapitalrente sein, für die Arbeitgeber und Beschäftigte zusätzlich zum normalen Rentenbeitrag zwei Prozent des Bruttoeinkommens zahlen sollen. Dieser Beitrag soll nach einer 2028 beginnenden Übergangsphase voll greifen. Davon soll Kapital in individuellen Versichertenkonten aufgebaut werden, angelegt auf dem Kapitalmarkt. Ab 2040 soll durch die erwirtschafteten Erträge das Rentenniveau steigen, sogar über den heutigen Wert von 48 Prozent. Bereits nach Vorstellung der Pläne hatte Dulger vor einer Mehrbelastung von mehr als 40 Milliarden Euro pro Jahr für Unternehmen und Beschäftigte gewarnt.

Warnung vor Verteuerung der Arbeit

Dulger lobte zwar das Ziel der Kapitalrente, die kapitalgedeckte Altersvorsorge zu stärken. Er forderte aber: "Wer eine kapitalgedeckte Säule aufbauen will, muss die Beitragsbelastung dafür an anderer Stelle senken, anstatt Arbeitgeber und Beschäftigte immer weiter zu belasten." Der Arbeitgeberpräsident mahnte: "Die Rente wird nicht sicherer, wenn wir Arbeit teurer machen."

Überfällig sei es gewesen, dass die Rentenkommission den demografischen Wandel anerkannt habe und die abschlagsfreie Frühverrentung beenden wolle. Die Kommission hatte vorgeschlagen, die Rente für "besonders langjährig Versicherte" mit 45 Berufsjahren ohne Abschläge abzuschaffen. Zudem gehe der Plan eines bis 2041 auf 67,5 Jahre steigenden Rentenalters "in die richtige Richtung". Beim Anstieg des Rentenalters bemängelte Dulger aber ein zu geringes Tempo.

Scharfe Kritik an Minijob-Plänen

Scharf kritisierte der Vorsitzende der Bundesvereinigung Deutscher Arbeitgeberverbände den Plan, Steuer- und Sozialversicherungsfreiheit der Minijobs im Grundsatz abzuschaffen. "Ich beschäftige selbst Minijobber", sagte der Heidelberger Unternehmer. Darunter seien einige Rentner, sie wollten dazuverdienen, zum Team gehören und kämen einmal die Woche. "Denen soll mal jemand erklären, dass ihre Arbeit abgeschafft gehört", sagte Dulger. "Minijobs verdrängen keine regulären Stellen." Sie seien insbesondere ein wirksames Instrument gegen Schwarzarbeit.

"Parlament ist schließlich kein Notariat"

Generell zeigte sich Dulger "dankbar für die Arbeit der Kommission, und die Koalition soll sie umsetzen". Das komplexe Paket dürfe dabei aber nicht einfach durchgewinkt werden. "Vielmehr müssen noch einige Korrekturen vorgenommen werden. Ein Parlament ist schließlich kein Notariat."

Merz und Bas hatten nach Entgegennahme des Abschlussberichts der Kommission im Juni angekündigt, die Elemente des Reformvorschlags eins zu eins umsetzen zu wollen. "Sie bilden ein Gesamtkonzept, das nur in seiner Gesamtheit funktioniert", so der Kanzler./bw/DP/zb

25.07.2026 | 12:10:20 (dpa-AFX)
DIW-Ökonomin: Ölversorgung in Europa gesichert
25.07.2026 | 12:06:00 (dpa-AFX)
Linnemann mit 'Höllenrespekt' vor künftigem Amt
25.07.2026 | 12:03:55 (dpa-AFX)
Gönner: Industrie verliert monatlich 15.000 Arbeitsplätze
25.07.2026 | 12:03:34 (dpa-AFX)
Batterieexperte zu Varta: 'Schlag für die Batterieindustrie'
25.07.2026 | 12:02:13 (dpa-AFX)
Trump zu Medien: 'Wenn ich weg bin, seid ihr alle pleite'
25.07.2026 | 12:00:38 (dpa-AFX)
Huthi-Miliz im Jemen droht Saudi-Arabien mit Vergeltung
25.07.2026 | 12:10:20 (dpa-AFX)
DIW-Ökonomin: Ölversorgung in Europa gesichert

BERLIN (dpa-AFX) - Nach dem sprunghaften Anstieg der Ölpreise infolge der Eskalation im Iran-Krieg sieht das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) die Versorgung in Deutschland und Europa weiterhin stabil. Aktuell sei die Versorgung mit Rohöl und Mineralölprodukten wie Benzin und Diesel weiterhin gesichert, erklärte DIW-Ökonomin Franziska Holz gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. "Schwieriger ist die Lage bei der Versorgung mit Kerosin." Weil Deutschland und Europa Öl aus vielen verschiedenen Quellen bezögen, sei nicht mit einem großflächigen Lieferausfall zu rechnen.

Holz erläuterte, dass angesichts des fortgesetzten Konflikts im Persischen Golf und rund um die Straße von Hormus in absehbarer Zeit nicht mit einem Rückgang des Ölpreises zu rechnen sei.

Importe von Rohöl, Benzin und Diesel aus dem Persischen Golf hätten in Europa auch vor der Unterbrechung der Lieferungen nur eine untergeordnete Rolle gespielt, so die Expertin. Weil der Ölmarkt aber international vernetzt sei, spüre man auch hierzulande den hohen Preis. Insgesamt seien im Weltölmarkt fast 20 Prozent weniger Mengen als vor dem Krieg verfügbar. "Daher wäre es wichtig, auch in Deutschland und Europa Benzin und Diesel zu sparen."

Der Preis für Rohöl der Referenzsorte Brent war am Donnerstag auf 100 Dollar je Barrel (159 Liter) gestiegen. Auch am Freitag lag der Wert noch oberhalb dieser Marke mit 100,33 Dollar je Barrel (159 Liter) für Öl aus der Nordsee.

Die Lage hatte sich Anfang des Monats wieder verschärft, nachdem Irans Streitkräfte Handelsschiffe in der Straße von Hormus beschossen hatten. Die USA schlugen inzwischen die 13. Nacht in Folge mit Angriffen zurück. Seither hat der Brent-Preis um mehr als 40 Prozent zugelegt, nachdem er wegen einer Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran zwischenzeitlich von seinem Jahreshoch von fast 130 Dollar bis auf rund 70 Dollar zurückgefallen war./thn/DP/zb

25.07.2026 | 12:00:38 (dpa-AFX)
Huthi-Miliz im Jemen droht Saudi-Arabien mit Vergeltung
25.07.2026 | 11:59:27 (dpa-AFX)
Saudi-Koalition: Huthi-Ziele im Jemen angegriffen
24.07.2026 | 22:47:26 (dpa-AFX)
Bericht: Erneut saudischer Tanker im Roten Meer angegriffen
24.07.2026 | 22:26:28 (dpa-AFX)
Trump: Sind in Gesprächen mit dem Iran
24.07.2026 | 21:52:41 (dpa-AFX)
US-Kreise: Washington und London planen Treffen zu Straße von Hormus
24.07.2026 | 18:44:01 (dpa-AFX)
Trump an Russland und China: Iran-Hilfe wäre 'schlecht für sie'

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