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News

19.04.2026 | 15:20:32 (dpa-AFX)
ROUNDUP 3: Leo XIV. will Streit mit Trump nicht ausufern lassen

LUANDA (dpa-AFX) - Im Streit mit US-Präsident Donald Trump hat Papst Leo XIV. ein Zeichen der Entspannung gesetzt. Das Oberhaupt der katholischen Kirche sprach auf seiner Afrika-Reise davon, dass manche seiner Äußerungen falsch interpretiert worden seien. "Das wurde so aufgefasst, als wolle ich dem Präsidenten widersprechen. Das liegt überhaupt nicht in meiner Absicht." Von Trump, der den Papst nach dessen Friedensappellen mit Vorwürfen überzogen hatte, gab es zunächst keinen Kommentar.

In Angola, der dritten Station seiner Afrika-Reise, feierte Leo eine der bislang größten Messen seiner fast einjährigen Amtszeit. In Kilamba vor den Toren der Hauptstadt Luanda jubelten ihm nach Schätzungen mehr als 100.000 Menschen zu. Viele hatten stundenlang gewartet.

Offener Streit zwischen US-Präsident und Papst aus USA

Der offene Streit zwischen dem US-Präsidenten und dem ersten Papst aus den Vereinigten Staaten hatte über Tage hinweg weltweit für Schlagzeilen gesorgt. Im Flugzeug nach Angola wandte sich Leo nun überraschend an die mitreisenden Journalisten. Manche Äußerung sei "nicht in allen Aspekten korrekt" gedeutet worden. Allgemein wurde das als Versuch gesehen, den Streit nicht ausufern zu lassen.

Trump und Leo hatten sich aus der Distanz ein heftiges Wortgefecht geliefert. Der US-Präsident, der sich auf einen christlichen Glauben beruft, warf dem Papst eine "schreckliche" Außenpolitik vor und empfahl ihm, sich "zusammenzureißen" - ein äußerst ungewöhnlicher Vorgang. Kurz darauf stellte er auch noch ein KI-generiertes Gemälde ins Internet, das ihn selbst als Heiland zeigte. Auch von US-Vizepräsident JD Vance, der vor einigen Jahren zum katholischen Glauben übertrat, kam Kritik.

Leo beschwichtigt - aber nimmt nichts zurück

Leo entgegnete daraufhin: "Ich habe keine Angst vor der Trump-Regierung." Später sprach er - ohne einzelne Politiker beim Namen zu nennen - von einer "Handvoll Tyrannen, die die Welt zerstören". Dies wurde vielfach in Zusammenhang zu Trumps Äußerungen gebracht.

Dazu sagte der Papst nun zu mitreisenden Journalisten, die Rede mit dieser Formulierung sei bereits zwei Wochen zuvor vorbereitet worden

- "also, bevor der Präsident etwas über mich gesagt hat und die

Friedensbotschaft, die ich verbreite". Die Rede hielt er allerdings erst zwei Tage danach. Er nahm auch keine einzige seiner Äußerungen zurück.

Leo: Botschaft von Frieden und Gerechtigkeit

Leo fügte jedoch hinzu: "Viel von dem, was seither geschrieben wurde, war Kommentar auf Kommentar, im Versuch zu interpretieren, was gesagt wurde. Das wurde so aufgefasst, als wolle ich dem Präsidenten widersprechen." Sein Ziel bleibe, eine Botschaft von Frieden und Gerechtigkeit zu verbreiten. Daraufhin schrieb Vance auf X, er sei dankbar für die Aussage des Papstes. Dieser müsse sich zwangsläufig zu moralischen Fragen äußern - Trump und seine Regierung würden sich hingegen bemühen "diese moralischen Grundsätze in einer chaotischen Welt umzusetzen".

Trump hatte Leo zuvor empfohlen, sich auf seine Rolle als Papst zu konzentrieren und sich mit politischen Äußerungen zurückzuhalten. Die evangelikalen und katholischen Christen gehören in den USA zu den wichtigen Wählergruppen. Im November stehen in den Vereinigten Staaten die Wahlen zur Halbzeit von Trumps zweiter Amtsperiode an.

Afrika-Programm gerät in Hintergrund

Leo ging im Flugzeug nicht näher darauf ein, was ihn zu der neuen Äußerung bewog. In den vergangenen Wochen hatte er mit verschiedenen Appellen deutlich gemacht, dass er mit dem Krieg der USA gegen den Iran nicht einverstanden ist. In einem Friedensgebet nach Ostern verlangte er: "Schluss mit der Selbstvergötterung und der Vergötterung des Geldes! Schluss mit der Zurschaustellung von Macht! Schluss mit dem Krieg!" Offensichtlich zog sich der Papst damit im Weißen Haus großen Zorn zu.

Durch die Auseinandersetzung mit dem US-Präsidenten geriet das eigentliche Programm von Leos elftägiger Afrika-Reise in den Hintergrund. Auch das könnte ihn dazu bewogen haben, sich nochmals zu erklären. In Angola verurteilte der Papst eine anhaltende Ausbeutung des Kontinents durch andere Länder sowie internationale Konzerne.

Papst kritisiert Ausbeutung afrikanischer Länder

Bei einem Treffen mit Präsident Joao Lourenço fügte er hinzu: "Wie viel Leid, wie viele Tote, wie viele soziale und ökologische Katastrophen werden durch diese Logik der Ausbeutung verursacht!" Die ehemalige portugiesische Kolonie ist reich an Rohstoffen und auch für Deutschland ein wichtiger Wirtschaftspartner - vor allem als Lieferant von Erdöl und Gas.

Von den etwa 37 Millionen Einwohnern leben trotzdem viele in Armut. Zudem leidet die Bevölkerung weiterhin unter den Nachwirkungen von fast drei Jahrzehnten Bürgerkrieg. Mehr als 90 Prozent der Einwohner sind Christen - und davon etwa die Hälfte Katholiken./cs/DP/zb

19.04.2026 | 15:20:01 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Trump: US-Delegation Montag für Verhandlungen in Islamabad
19.04.2026 | 15:09:38 (dpa-AFX)
Trump: US-Delegation Montag für Verhandlungen in Islamabad
19.04.2026 | 15:09:17 (dpa-AFX)
Lies: Bau chinesischer Autos in deutschen VW-Werken prüfen
19.04.2026 | 13:35:22 (dpa-AFX)
ROUNDUP 2: Klingbeil und Miersch für weitere Entlastung offen
19.04.2026 | 13:35:16 (dpa-AFX)
ROUNDUP 2: Leo XIV. will Streit mit Trump nicht ausufern lassen
19.04.2026 | 13:35:05 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Rattengift in Hipp-Babykost: Internationale Fahndung
19.04.2026 | 15:20:01 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Trump: US-Delegation Montag für Verhandlungen in Islamabad

WASHINGTON (dpa-AFX) - Im Konflikt mit dem Iran reist nach Angaben von US-Präsident Donald Trump wieder eine Delegation aus Washington für Verhandlungen in die pakistanische Hauptstadt Islamabad. Seine Vertreter würden dort am Montagabend sein, schrieb Trump auf der Plattform Truth Social - ohne Angaben zur Zeitzone zu machen. Aus Teheran gab es zunächst keine Angaben dazu, ob auch eine iranische Delegation eintreffen wird. Mittwoch läuft planmäßig eine Feuerpause aus, auf die sich die USA und der Iran verständigt hatten.

Schüsse des Irans auf Schiffe in der Straße von Hormus am Samstag stellten einen eklatanten Verstoß gegen die Vereinbarung über die Waffenruhe dar, schrieb Trump. Die USA böten dem Iran einen "sehr fairen und vernünftigen Deal" an und er hoffe, dass der Iran ihn annehme. "Wenn sie es nicht tun, werden die Vereinigten Staaten jedes einzelne Kraftwerk und jede einzelne Brücke im Iran ausschalten", fügte Trump hinzu und wiederholte damit eine bereits früher ausgesprochene Drohung.

Die erste Runde der Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran war am vergangenen Wochenende ohne Einigung zu Ende gegangen. Pakistan, das auch damals Schauplatz der Verhandlungen war, bereitete sich zuletzt auf weitere Gespräche zwischen Washington und Teheran vor: Registrierungen für Medienvertreter begannen, zusätzliches Sicherheitspersonal wurde in die Stadt verlegt.

Trump hatte zuletzt davon gesprochen, im Falle einer Einigung mit dem Iran selbst zur Vertragsunterzeichnung nach Islamabad zu reisen. Auch aus pakistanischen Sicherheitskreisen heißt es, eine neuerliche Verhandlungsrunde würde größer werden als die vergangene. Welche Vertreter Trump nun in die pakistanische Hauptstadt schickt, war unklar. Vor einer Woche leitete Vizepräsident JD Vance die US-amerikanische Delegation. Das iranische Team führte Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf an.

Bewegung bei zentralen Themen

Nach wochenlanger Blockade wegen des Iran-Kriegs hatten Vertreter der Staatsführung in Teheran am Freitag erklärt, dass Öltanker und Handelsschiffe während der laufenden Waffenruhe durch die Meerenge fahren könnten. Am Tag darauf erklärte das Militär allerdings, die Kontrolle über die Handelsroute wieder übernommen zu haben. Begründet wurde dies mit der andauernden Seeblockade der USA, die nur für Schiffe mit Start- oder Zielhafen im Iran gilt.

Der Iran hatte die für den globalen Öl- und Gasmarkt wichtige Meeresenge durch Drohungen und Beschuss von Tankern und Frachtschiffen nach Beginn des Kriegs am 28. Februar faktisch unpassierbar gemacht. In der Folge stiegen die Energiepreise stark.

Trump drängte den Iran immer wieder zur Öffnung der Straße von Hormus und knüpfte daran auch die seit dem 8. April geltende Waffenruhe mit dem Land.

Im Libanon gilt seit Freitag ebenfalls eine zehntägige Waffenruhe zwischen Israel und der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz, die erst am Wochenende der kommenden Woche ausläuft. Beide Seiten hatten sich seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar eine schwere Konfrontation geliefert. Der Iran, der das Thema in den Verhandlungen mit den USA nach eigenen Angaben immer wieder angesprochen hatte, begrüßte den Schritt.

Welcher weiterer Streitpunkt zentral ist

Zentraler Streitpunkt bei den bisherigen Verhandlungen war nach Angaben Trumps auch die US-Forderung, dass Teheran niemals eine Atombombe haben darf. Die Iraner hätten dem nicht zugestimmt, er denke aber, dass sie es noch tun werden. "Wenn sie nicht zustimmen, gibt es keinen Deal", sagte Trump Anfang der Woche. Teheran werde keine Atomwaffen besitzen und man werde dessen hochangereichertes Uran bekommen, das sich sehr tief unter Irans Atomanlagen befinden soll.

Am Freitag zitierte der Sender CBS News Trump nach einem Telefoninterview mit der Aussage, dass die USA für die Bergung der Uran-Vorräte mit dem Iran zusammenarbeiten würden. Das Uran solle dann in die USA gebracht werden, sagte Trump demnach. Der iranische Außenamtssprecher Ismail Baghai wies Trumps Darstellung allerdings umgehend zurück. "Der Transfer von Uran in die USA war nie eine Option und stand auch nicht zur Debatte", sagte er der Nachrichtenagentur Tasnim zufolge./jcf/DP/zb

19.04.2026 | 15:09:38 (dpa-AFX)
Trump: US-Delegation Montag für Verhandlungen in Islamabad
19.04.2026 | 09:05:01 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Iran: Weit von endgültiger Einigung mit USA entfernt
19.04.2026 | 08:46:48 (dpa-AFX)
Nach Schüssen auf Schiffe: Indien bestellt iranischen Botschafter ein
19.04.2026 | 08:39:04 (dpa-AFX)
Iran: Weiter Differenzen bei Verhandlungen mit den USA
18.04.2026 | 17:35:14 (dpa-AFX)
GESAMT-ROUNDUP: Iran nimmt Öffnung von Hormus zurück - Tanker gestoppt
18.04.2026 | 17:35:03 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Revolutionsgarden stoppen Tanker in der Straße von Hormus

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