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News

19.04.2026 | 09:05:16 (dpa-AFX)
ROUNDUP 2/'Schade für uns': BVB öffnet Meistertür für FC Bayern

SINSHEIM (dpa-AFX) - Das Thema deutsche Meisterschaft war für die Profis von Borussia Dortmund <DE0005493092> überhaupt keines mehr. Kein Spieler und auch nicht Niko Kovac thematisierte nach der bitteren 1:2 (0:1)-Schlappe bei der TSG Hoffenheim groß die anstehende Titelkrönung, die der FC Bayern nach der BVB-Schlappe bereits am Sonntag vier Spieltage vor Bundesliga-Schluss vollenden kann.

"Mit dem zweiten Elfmeter verlierst du. Schade für uns, aber ich denke nicht unverdient", sagte Kovac nach der zweiten Niederlage in Serie. Die Borussia schleppt sich dem zweiten Platz entgegen, auch in den Pokal-Wettbewerben gibt es für das Team um Kapitän Nico Schlotterbeck nichts mehr zu holen.

Zuvor hatte der BVB in den ersten 28 Liga-Partien nur zweimal gegen den Primus aus München verloren. Diesmal sorgte Andrej Kramaric mit zwei verwandelten Handelfmetern nach Videobeweis für die Entscheidung zugunsten der Gastgeber.

Schicker: Kramaric "absolute Legende"

"Er ist nicht nur vom Punkt sehr, sehr wichtig. Es würde mich sehr freuen, wenn wir zusammenbleiben", sagte Hoffenheims Sportchef Andreas Schicker über den kroatischen Doppeltorschützen bei Sky. "Ich weiß, dass er ein guter Spieler ist, sonst hätten wir ihm auch kein Angebot gemacht. Die Richtung stimmt. Er ist eine absolute Legende", fügte Schicker an.

Die Bayern können am Sonntag (17.30 Uhr/DAZN) im Heimspiel gegen den VfB Stuttgart schon mit einem Unentschieden die 35. Meisterschaft der Vereinsgeschichte perfekt machen. Für die TSG-Treffer hatte Kramaric (42./90.+8) vor 30.150 Zuschauern gesorgt. Der eingewechselte Stürmer Serhou Guirassy (87.) erzielte zwischenzeitlich für den BVB das 1:1. "Ich will in die Champions League", sagte Kramaric nach seinen beiden Treffern.

Süle verursacht Elfmeter und muss raus

Den zuvor in vier Spielen sieglosen Hoffenheimern wäre fast ein Traumstart gelungen. Nach gerade mal 16 Sekunden schoss Fisnik Asllani aus spitzem Winkel wuchtig aufs Tor, Niklas Süle klärte grätschend zur Ecke. Der 30 Jahre alte Abwehrmann stand nach über zwei Monaten mal wieder in der BVB-Startelf - und wurde trotz solider Leistung zur tragischen Figur.

Bei einem Hoffenheimer Angriff kurz vor der Pause blieb Süle im Rasen hängen, stürzte und verletzte sich dabei offenbar am Knie. Pech für ihn und seinen BVB war auch, dass der fallende Verteidiger den Ball nach einem Kramaric-Schuss im Strafraum noch an den Arm bekam.

Kramaric beendet Torflaute

Schiedsrichter Daniel Siebert entschied nach Videobeweis auf Handelfmeter, den Kramaric rechts halbhoch verwandelte. Es war das elfte Saisontor des kroatischen Offensivstars, der in den vorherigen sechs Partien nicht getroffen hatte.

Die Pausenführung ging in Ordnung, weil die hoch pressenden Gastgeber mehr Spielanteile und Chancen hatten als die auf Konter lauernden Dortmunder. Tim Lemperle traf in der Anfangsphase die Latte, eine Kramaric-Direktabnahme parierte BVB-Torwart Gregor Kobel.

Von den mit viel Fan-Unterstützung angereisten Gästen kam wenig. Maximilian Beiers Versuch per Kopf war die einzige halbwegs brauchbare Möglichkeit in Hälfte eins, in der die Dortmunder lediglich zwei Torschüsse abgaben, die Hoffenheimer deren zehn.

Guirassy kommt nach einer Stunde

BVB-Coach Niko Kovac verzichtete zunächst dennoch auf personelle Veränderungen. Einzig Rami Bensebaini kam nach Süles Aus in die Partie, er rückte in der defensiven Dreierkette auf links. Waldemar Anton übernahm den Süle-Part auf rechts, Kapitän Nico Schlotterbeck rotierte ins Zentrum.

Aus der Pause kamen die Dortmunder etwas schwungvoller, blieben offensiv aber harmlos. Kovac reagierte nun doch, nach einer Stunde Spielzeit durfte in Guirassy der torgefährlichste BVB-Stürmer für Fábio Silva ran.

Schlusspunkt durch Kramaric

Je näher es Richtung Ende ging, desto stärker drückte der BVB auf den Ausgleich, allerdings fehlten den Schwarz-Gelben gegen defensiv disziplinierte Hoffenheimer die Ideen. Den einen besonderen Moment hatte dann Guirassy, der aus 17 Metern flach ins linke untere Eck zu seinem 14. Saisontor vollendete. Nationaltorwart Oliver Baumann war machtlos.

Den Schlusspunkt setzte Kramaric, nachdem Julian Ryerson den Ball mit der Hand minimal berührt und Siebert erneut nach Videobeweis auf Elfmeter entschieden hatte.

Während Dortmund der Vizemeisterschaft entgegen trudelt, sind die Kraichgauer, die nun bei 54 Punkten stehen, wieder voll dabei im Rennen um einen Champions-League-Platz./dj/DP/zb

19.04.2026 | 09:05:05 (dpa-AFX)
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19.04.2026 | 09:05:01 (dpa-AFX)
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19.04.2026 | 08:50:07 (dpa-AFX)
Erpressung: Hipp-Gläschen mit Rattengift in Österreich
19.04.2026 | 09:05:01 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Iran: Weit von endgültiger Einigung mit USA entfernt

TEHERAN (dpa-AFX) - Bei den Friedensverhandlungen zwischen dem Iran und den USA bestehen nach Angaben aus Teheran weiter große Differenzen. Man habe zwar Fortschritte erzielt, doch gebe es weiterhin eine erhebliche Kluft zwischen den beiden Staaten, erklärte Irans Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf in einem Interview der staatlichen Nachrichtenagentur Tasnim. Einige Streitpunkte seien zwar gelöst worden, andere Punkte blieben jedoch ungeklärt. Man sei noch "weit von einer endgültigen Einigung entfernt."

Sein Land kontrolliere den gesamten Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus, sagte Ghalibaf in dem am Morgen im iranischen Staatsfernsehen ausgestrahlten Interview. Kurz zuvor hatte sein Land die angekündigte Öffnung der für den globalen Ölmarkt wichtigen Meerenge wieder rückgängig gemacht. Als Grund nannte ein Sprecher des Hauptquartiers der Streitkräfte laut Nachrichtenagentur Fars die anhaltende Blockade iranischer Häfen durch die USA. Die Meerenge unterliege der Verwaltung und Kontrolle der Streitkräfte, hieß es. Seither geht der Iran in der Meerenge militärisch gegen Schiffe vor.

Beschuss von Schiffen

Wegen mutmaßlichen Beschusses von zwei indisch beflaggten Handelsschiffen bestellte das Außenministerium in Neu-Delhi laut Mitteilung den iranischen Botschafter ein. Man habe die "tiefe Besorgnis Indiens" über den Vorfall übermittelt. Wie der indische Sender NDTV unter Berufung auf Quellen berichtete, wurden die Schiffe "Jag Arnav" und "Sanmar Herald" von Kanonenbooten attackiert. Niemand sei verletzt worden, auch sei kein Sachschaden entstanden. Die Schiffe hätten jedoch umkehren müssen.

Der Iran müsse Schiffen die Fahrt nach Indien durch die Straße von Hormus wieder erleichtern, hieß es. Zuvor hatte der Verfolgungsdienst TankerTrackers.com unter Berufung auf den maritimen Notrufkanal berichtet, iranische Revolutionsgarden hätten in der Meerenge zwei Schiffe gewaltsam zurückgedrängt. Betroffen sei unter anderem ein Supertanker gewesen, der zwei Millionen Barrel (rund 272.000 Tonnen) irakisches Rohöl transportiere.

Durch den Iran-Krieg im Persischen Golf gestrandete Kreuzfahrtschiffe haben dagegen die Straße von Hormus durchquert und sind auf dem Weg nach Europa. Darunter sind "Mein Schiff 4" und "Mein Schiff 5" von TUI Cruises und die "MSC Euribia" der Schweizer Gesellschaft MSC. Sie seien am Samstag im Konvoi durch die Meerenge gefahren, sagte ein MSC-Sprecher. "Die Durchfahrt erfolgte in enger Abstimmung mit den zuständigen Behörden", hieß es weiter.

Iran fordert Aufhebung der US-Seeblockade

Das US-Militär hatte zuvor mitgeteilt, weiter gegen Schiffe vorzugehen, die Irans Häfen anlaufen oder von dort ablegen wollen. Ghalibaf nannte die US-Blockade töricht und ignorant. "Wenn die Blockade nicht aufgehoben wird, wird der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus zweifellos eingeschränkt sein", sagte der Parlamentspräsident in dem Interview. Daran bestehe kein Zweifel.

US-Präsident Donald Trump hatte sich öffentlich von Irans Kehrtwende unbeeindruckt gezeigt. Teheran gehe seit Jahren so vor - "damit können sie uns nicht erpressen", hatte er am Samstag Journalisten im Weißen Haus gesagt. Beide Seiten würden weiter verhandeln. "Wir führen derzeit sehr gute Gespräche. Es läuft wirklich sehr gut", sagte der Republikaner. Anfang April hatten sich die USA und der Iran auf eine zweiwöchige Waffenruhe geeinigt.

Kommt es jetzt zur nächsten Verhandlungsrunde?

Es laufen Bemühungen unter Vermittlung Pakistans, die planmäßig am Mittwoch auslaufende Feuerpause zu verlängern und eine umfassende Einigung auch im Streit über das iranische Atomprogramm anzubahnen. Nach unbestätigten US-Medienberichten könnten die Unterhändler am Montag in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad erneut zusammenkommen.

Am 28. Februar hatten die USA und Israel einen Krieg gegen den Iran begonnen. Dieser reagierte mit Raketenbeschuss und attackierte Ziele in Israel und der ganzen Golfregion. Während die vereinbarte Waffenruhe bislang hält, gilt seit Freitag auch im Libanon eine Feuerpause zwischen Israel und der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz. Sie läuft am kommenden Wochenende aus.

Hisbollah fordert Israels Abzug aus dem Libanon

Die israelische Armee gab am frühen Sonntagmorgen bekannt, dass am Vortag ein Reservist durch einen Sprengsatz im Süden des Libanons getötet und neun weitere verletzt worden seien. Die Bombe sei nach vorläufiger Untersuchung des Militärs von der Hisbollah in einem von Israels Militär kontrollierten Gebiet platziert worden, berichtete die "Times of Israel". Die Waffenruhe wäre nicht ohne den Kampf seiner Schiiten-Miliz im Südlibanon erreicht worden, hatte Hisbollah-Chef Naim Kassim laut einer Mitteilung vom Samstagabend erklärt.

Kurz nach Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar hatten sich auch die Hisbollah und Israels Militär erneut Kämpfe geliefert. Die libanesische Regierung und ihre Armee sind selbst nicht Konfliktpartei. Eine Waffenruhe bedeute die vollständige Einstellung aller Feindseligkeiten, sagte Kassim. Da man dem Feind aber nicht traue, würden seine Kämpfer mit den Händen am Abzug im Einsatz bleiben und auf Verstöße entsprechend reagieren. Als nächste Schritte

- mit Blick auf einen dauerhaften Frieden - führte Kassim die

Einstellung der Angriffe seitens Israels und einen Abzug von dessen Truppen aus dem Libanon an.

Guterres fordert Stopp von Angriffen auf UN-Blauhelme

Nach dem Tod eines französischen Soldaten der UN-Mission Unifil im Libanon forderte UN-Generalsekretär António Guterres einen Stopp von Angriffen auf Blauhelm-Soldaten. Solche Angriffe stellten schwerwiegende Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht dar und könnten Kriegsverbrechen gleichkommen, sagte Guterres laut Mitteilung seines Sprechers Stéphane Dujarric in New York.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte den Tod des Soldaten am Samstag bestätigt. Er schrieb auf X, alles deute darauf hin, dass die Hisbollah dafür verantwortlich sei. Die wies jegliche Verantwortung dafür von sich./ln/DP/zb

19.04.2026 | 08:46:48 (dpa-AFX)
Nach Schüssen auf Schiffe: Indien bestellt iranischen Botschafter ein
19.04.2026 | 08:39:04 (dpa-AFX)
Iran: Weiter Differenzen bei Verhandlungen mit den USA
18.04.2026 | 17:35:14 (dpa-AFX)
GESAMT-ROUNDUP: Iran nimmt Öffnung von Hormus zurück - Tanker gestoppt
18.04.2026 | 17:35:03 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Revolutionsgarden stoppen Tanker in der Straße von Hormus
18.04.2026 | 17:20:02 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Revolutionsgarden stoppen Tanker in der Straße von Hormus
18.04.2026 | 17:17:24 (dpa-AFX)
Iran: Hormus-Sperre als Hebel gegen Sanktionen

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