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News

27.08.2026 | 08:55:10 (dpa-AFX)
EQS-News: Crédit Mutuel Asset Management: Humanoide Roboter: Nur Innovation oder bereits Paradigmenwechsel? (deutsch)

Crédit Mutuel Asset Management: Humanoide Roboter: Nur Innovation oder bereits Paradigmenwechsel?

^

EQS-News: La Française Group / Schlagwort(e): Nachhaltigkeit/Nachhaltigkeit

Crédit Mutuel Asset Management: Humanoide Roboter: Nur Innovation oder

bereits Paradigmenwechsel?

27.08.2026 / 08:55 CET/CEST

Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.

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Humanoide Roboter: Nur Innovation oder bereits Paradigmenwechsel?

Von Marc Anis Hanna, Credit und ESG Research Analyst, Crédit Mutuel Asset

Management

Crédit Mutuel Asset Management ist eine Asset-Management-Gesellschaft der

Groupe La Française, dem Asset-Management-Zweig der Crédit Mutuel Alliance

Fédérale.

Der Wettlauf um die Entwicklung humanoider Roboter steht erst am Anfang. Für

Investoren wird die Herausforderung darin bestehen, jene Unternehmen zu

identifizieren, die sich als künftige Marktführer in dieser neuen

Wertschöpfungskette etablieren können. Gleichzeitig gilt es, die

technologischen, gesellschaftlichen und geopolitischen Risiken

einzuschätzen, die das Tempo und das Ausmaß der Entwicklung und Einführung

dieser Technologien bestimmen könnten.

Lange Zeit galten humanoide Roboter lediglich als technologische Kuriosität.

Mittlerweile entwickeln sie sich jedoch zu einem der prägenden

Industrietrends des Jahres 2026. Ähnlich wie künstliche Intelligenz (KI)

haben sie das Potenzial, die Arbeitswelt durch die Automatisierung

körperlicher Aufgaben, Entscheidungsprozesse und Routineaufgaben zu

verändern. Humanoide Roboter sind Teil einer umfassenderen

Automatisierungswelle, die sowohl die kognitiven als auch die körperlichen

Arbeitsabläufe verändert. Das Zusammenspiel von KI und Robotik hat

weitreichende wirtschaftliche, gesellschaftliche und geopolitische

Auswirkungen.

Aufstrebende Technologie von strategischer Bedeutung

Die Bedeutung humanoider Roboter liegt nicht nur in ihrem menschenähnlichen

Aussehen, sondern auch in ihrer Fähigkeit, in für Menschen konzipierten

Umgebungen zu arbeiten, eine Vielzahl von Objekten zu handhaben und Aufgaben

auszuführen, die für herkömmliche Roboter nach wie vor eine Herausforderung

darstellen. Sie können daher in Fabriken und Lagerhäusern eingesetzt werden,

ohne dass größere infrastrukturelle Änderungen oder kostspielige

Nachrüstungen erforderlich sind.

Doch die Begeisterung für diese Technologie stößt nach wie vor auf

anspruchsvolle industrielle Realitäten. Präsentationen sind eine Sache,

Massenproduktion jedoch eine ganz andere. Präzision, Sicherheit, Ausdauer

und Zuverlässigkeit stellen weiterhin große Herausforderungen dar. Solange

diese Hürden nicht überwunden sind, werden humanoide Roboter wohl eher

ergänzende Hilfsmittel bleiben als weit verbreitete Ersatzkräfte für

menschliche Arbeitskräfte.

Symbolische Meilensteine

Im April 2026 absolvierte ein humanoider Roboter den Pekinger Halbmarathon

in 50 Minuten - im Vergleich zu 2 Stunden und 40 Minuten [1], die der

Siegerroboter 2025 benötigte. Diese Leistung verdeutlicht die rasanten

Fortschritte in den Bereichen Fortbewegung, Gleichgewicht und autonome

Navigation.

Eine weitere bemerkenswerte Demonstration fand im Mai 2026 statt, als die

humanoiden Roboter von Figure AI mehr als 249.000 [2] Pakete 200 Stunden

lang ununterbrochen und ohne nennenswerte Zwischenfälle sortierten. Der Test

verdeutlicht, wie bestimmte repetitive Aufgaben mittlerweile über längere

Zeiträume hinweg mit zunehmender Zuverlässigkeit ausgeführt werden können.

Die Industrie - das erste große Testfeld

Der naheliegendste Anwendungsbereich für humanoide Roboter ist kurzfristig

die Industrie, insbesondere in den Bereichen Montage, Logistik und

Materialtransport. Renault hat "Calvin", einen gemeinsam mit Wandercraft

entwickelten Roboter, in seinem Werk im französischen Douai eingesetzt. Bis

2027 sollen 350 humanoide Roboter [3] in den Werken des Unternehmens zum

Einsatz kommen. BMW setzt nach einer zehnmonatigen Testphase mit "Figure 02"

nun 40 "Figure 03"-Roboter in seinen US-Werken ein [4]. Ziel ist es,

körperlich anstrengende Aufgaben zu reduzieren, die Produktivität zu

steigern und den Arbeitskräftemangel zu beheben.

Ein weltweiter Wettlauf, angeführt von China

Die Investitionen in diesem Sektor nehmen rasant zu. China bereitet einen

Fonds vor, mit dem in den nächsten 20 Jahren fast 120 Mrd. Euro [5] für

Robotik und KI mobilisiert werden sollen. Mit fast 150 Unternehmen, auf die

90 % [6] der weltweiten Produktion humanoider Roboter entfallen, scheint

China derzeit in diesem Sektor führend zu sein. Tatsächlich hat Morgan

Stanley seine Prognose für die Auslieferungen humanoider Roboter in China im

Jahr 2026 von 14.000 auf 50.000 [7] angehoben.

Peking betrachtet die humanoide Robotik neben KI, Batterien und

Elektrofahrzeugen als strategische Technologie. Chinas Vorteil liegt in

seinem hochentwickelten industriellen Ökosystem, seiner umfangreichen

Lieferantenbasis und der starken staatlichen Unterstützung.

Die USA bleiben weiter im Rennen - mit Tesla und Boston Dynamics als

wichtigste Akteure. Tesla hat Investitionen in Höhe von 20 Mrd. US-Dollar

[8] in KI und Robotik angekündigt, angeführt von seinem Flaggschiff, dem

humanoiden Roboter "Optimus".

Auch Japan verstärkt seine Anstrengungen, angetrieben durch eine gravierende

demografische Herausforderung: Bis 2030 werden dort voraussichtlich 10

Millionen [9] offene Stellen entstehen. Das Land investiert massiv - rund 6

Mrd. US-Dollar - in KI-Anwendungen für die physische Welt, mit dem Ziel, bis

2040 10 Millionen [10] "intelligente" Roboter einzusetzen.

Europa hingegen hinkt in den Bereichen physische KI, Softwareplattformen und

Zugang zu umfangreichen Finanzmitteln hinterher. Da der Einsatz humanoider

Roboter zunimmt - angetrieben durch einen starken Rückgang der

Produktionskosten von 1 Million Euro vor fünf Jahren auf heute weniger als

50.000 Euro [11] -, wird die Datenhoheit zu einem entscheidenden Thema.

Diese Roboter erfassen kontinuierlich Bilder und Töne und speisen damit

immer ausgefeiltere KI-Modelle. Ohne ein starkes, eigenständiges Industrie-

und Cloud-Ökosystem läuft Europa Gefahr, dass diese Daten von ausländischen

Akteuren erfasst und ausgenutzt werden. Andere Nationen haben bereits

Maßnahmen ergriffen. So hat beispielsweise die Trump-Regierung kürzlich den

Import von "modernen Robotergeräten" verboten und argumentiert, diese

stellten "inakzeptable Risiken für die nationale Sicherheit" dar.

Die gesellschaftlichen Auswirkungen: eine politische Herausforderung

Humanoide Roboter werden nicht krank, gehen nicht in Rente und machen keine

Pausen; manche können sogar ihre eigenen Batterien austauschen. Diese

Aussicht schürt Sorgen um Arbeitsplätze und damit auch um die Finanzierung

der Sozialsysteme.

Die Robotik stellt eine industrielle Revolution dar, die mit der durch das

Automobil ausgelösten vergleichbar ist. Ihre Entwicklung wird von mehreren

starken strukturellen Trends vorangetrieben, die alle Druck auf die

Produktivitätssteigerung und den zunehmenden Wettbewerb ausüben. Einer

aktuellen Schätzung zufolge könnten bis zum Jahr 2050 weltweit bis zu 1

Milliarde [12] humanoide Roboter zum Einsatz kommen.

Die Debatte lässt sich jedoch nicht allein auf den möglichen Verlust von

Arbeitsplätzen reduzieren. Kurzfristig heben die Unternehmen vor allem die

Vorteile hervor, die sich aus der Verringerung körperlich anstrengender

Arbeit, der Verbesserung der Sicherheit am Arbeitsplatz und der Steigerung

der Produktivität ergeben. Die eigentliche gesellschaftliche Herausforderung

wird darin bestehen, wie diese Produktivitätsgewinne verteilt werden. Werden

sie in erster Linie den Unternehmen, den Verbrauchern und den Aktionären

zugutekommen, oder werden auch die Beschäftigten durch bessere

Arbeitsbedingungen und höhere Löhne davon profitieren?

La Française Pressekontakt

La Française Systematic Asset Management GmbH

Bianca Tomlinson

Neue Mainzer Straße 80

60311 Frankfurt

Tel. +49 (0)69 975743 03

bianca.tomlinson@la-francaise.com

https://www.la-francaise-systematic-am.com

Heidi Rauen +49 69 339978 13 | hrauen@dolphinvest.eu

Disclaimer

Erstellt am 24.08.2026. Dieser Kommentar dient ausschließlich zu

Informationszwecken. Die von der Groupe La Française geäußerten Meinungen

basieren auf den aktuellen Marktbedingungen und können sich ohne vorherige

Ankündigung ändern. Diese Meinungen können von denen anderer Anlageexperten

abweichen. Die in dieser Veröffentlichung enthaltenen Informationen stützen

sich auf Quellen, die als zuverlässig angesehen werden; die Groupe La

Française übernimmt jedoch keine Gewähr für deren Richtigkeit,

Vollständigkeit, Gültigkeit oder Relevanz. Veröffentlicht von La Française

Finance Services mit Sitz in 128 Boulevard Raspail, 75006 Paris, Frankreich,

die von der Autorité de Contrôle Prudentiel als Wertpapierdienstleister

unter der Nr. 18673 beaufsichtigt und bei ORIAS (www.orias.fr) unter der Nr.

13007808 am 4. November 2016, eine Tochtergesellschaft von La Française.

Crédit Mutuel Asset Management: 128 Boulevard Raspail, 75006 Paris, ist eine

von der Autorité des Marchés Financiers unter der Nr. GP 97 138 zugelassen

und seit dem 11. April 2025 bei ORIAS (www.orias.fr) unter der Nr. 25003045

registriert. Aktiengesellschaft mit einem Kapital von 3.871.680 EUR, RCS Paris

Nr. 388 555 021.

[1] Reuters, April 2026: Humanoide Roboter überholen Menschen beim

Halbmarathon in Peking und zeigen damit rasante Fortschritte | Reuters

[2] Le Parisien, Mai 2026: VIDEO. 200 Stunden Nonstop-Arbeit: Diese

humanoiden Roboter machen Millionen von Arbeitnehmern Angst - Le Parisien

[3] Les Echos, Juni 2026: 350 Roboter sollen bald bei Renault zum Einsatz

kommen, langfristig sollen "Zehntausende" von Wandercraft produziert werden:

Calvin, der humanoide Roboter mit großen Ambitionen - Les Echos

[4] BMW, Februar 2026: Die BMW Group wird erstmals humanoide Roboter in

ihren Produktionswerken in Deutschland einsetzen

[5] Le Monde März 2026: Humanoide bleiben im Rennen

[6] Morgan Stanley Juni 2026: Morgan Stanley erhöht aufgrund zunehmender

Akzeptanz die Prognose für den Absatz humanoider Roboter in China

[7] Morgan Stanley Juni 2026: Morgan Stanley erhöht aufgrund zunehmender

Akzeptanz die Prognose für den Absatz humanoider Roboter in China

[8] Le Monde März 2026: Humanoide bleiben im Rennen

[9] Le Figaro Juli 2026: Japan verspricht, bis 2040 10 Millionen

"intelligente Roboter" einzusetzen

[10] Le Figaro Juli 2026: Japan verspricht, bis 2040 10 Millionen

"intelligente Roboter" einzusetzen

[11] Les Echos, März 2026: Humanoide Roboter: "Es besteht nach wie vor eine

Kluft zwischen den auf YouTube gezeigten Fähigkeiten und den Anforderungen

der Industrie" - Les Echos

[12] Morgan Stanley Mai 2025: Der Markt für humanoide Roboter wird bis 2050

voraussichtlich ein Volumen von 5 Billionen US-Dollar erreichen | Morgan

Stanley

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27.08.2026 CET/CEST Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht,

übermittelt durch EQS News - ein Service der EQS Group.

Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.

Die EQS Distributionsservices umfassen gesetzliche Meldepflichten, Corporate

News/Finanznachrichten und Pressemitteilungen.

Originalinhalt anzeigen:

https://eqs-news.com/?origin_id=bec5b070-a1e1-11f1-8534-027f3c38b923&lang=de

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2389402 27.08.2026 CET/CEST

°

27.08.2026 | 08:54:44 (dpa-AFX)
Aktien Asien: Seoul stark nach Nvidia-Ausblick, andere warten auf Jackson Hole
27.08.2026 | 08:48:28 (dpa-AFX)
ROUNDUP/RKI: Inzwischen rund 15.800 Menschen durch Hitze gestorben
27.08.2026 | 08:44:47 (dpa-AFX)
RKI: Bis Mitte August etwa 15.800 Menschen durch Hitze gestorben
27.08.2026 | 08:35:39 (dpa-AFX)
KORREKTUR/Deutschland: Kauflaune erholt sich
27.08.2026 | 08:35:33 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Berichte: CIA-Chef warnte in Moskau vor Angriff auf Nato
27.08.2026 | 08:35:02 (dpa-AFX)
ANALYSE-FLASH: Jefferies hebt Ziel für Salesforce auf 300 Dollar - 'Buy'
27.08.2026 | 08:55:10 (dpa-AFX)
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Crédit Mutuel Asset Management: Humanoide Roboter: Nur Innovation oder

bereits Paradigmenwechsel?

27.08.2026 / 08:55 CET/CEST

Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.

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Humanoide Roboter: Nur Innovation oder bereits Paradigmenwechsel?

Von Marc Anis Hanna, Credit und ESG Research Analyst, Crédit Mutuel Asset

Management

Crédit Mutuel Asset Management ist eine Asset-Management-Gesellschaft der

Groupe La Française, dem Asset-Management-Zweig der Crédit Mutuel Alliance

Fédérale.

Der Wettlauf um die Entwicklung humanoider Roboter steht erst am Anfang. Für

Investoren wird die Herausforderung darin bestehen, jene Unternehmen zu

identifizieren, die sich als künftige Marktführer in dieser neuen

Wertschöpfungskette etablieren können. Gleichzeitig gilt es, die

technologischen, gesellschaftlichen und geopolitischen Risiken

einzuschätzen, die das Tempo und das Ausmaß der Entwicklung und Einführung

dieser Technologien bestimmen könnten.

Lange Zeit galten humanoide Roboter lediglich als technologische Kuriosität.

Mittlerweile entwickeln sie sich jedoch zu einem der prägenden

Industrietrends des Jahres 2026. Ähnlich wie künstliche Intelligenz (KI)

haben sie das Potenzial, die Arbeitswelt durch die Automatisierung

körperlicher Aufgaben, Entscheidungsprozesse und Routineaufgaben zu

verändern. Humanoide Roboter sind Teil einer umfassenderen

Automatisierungswelle, die sowohl die kognitiven als auch die körperlichen

Arbeitsabläufe verändert. Das Zusammenspiel von KI und Robotik hat

weitreichende wirtschaftliche, gesellschaftliche und geopolitische

Auswirkungen.

Aufstrebende Technologie von strategischer Bedeutung

Die Bedeutung humanoider Roboter liegt nicht nur in ihrem menschenähnlichen

Aussehen, sondern auch in ihrer Fähigkeit, in für Menschen konzipierten

Umgebungen zu arbeiten, eine Vielzahl von Objekten zu handhaben und Aufgaben

auszuführen, die für herkömmliche Roboter nach wie vor eine Herausforderung

darstellen. Sie können daher in Fabriken und Lagerhäusern eingesetzt werden,

ohne dass größere infrastrukturelle Änderungen oder kostspielige

Nachrüstungen erforderlich sind.

Doch die Begeisterung für diese Technologie stößt nach wie vor auf

anspruchsvolle industrielle Realitäten. Präsentationen sind eine Sache,

Massenproduktion jedoch eine ganz andere. Präzision, Sicherheit, Ausdauer

und Zuverlässigkeit stellen weiterhin große Herausforderungen dar. Solange

diese Hürden nicht überwunden sind, werden humanoide Roboter wohl eher

ergänzende Hilfsmittel bleiben als weit verbreitete Ersatzkräfte für

menschliche Arbeitskräfte.

Symbolische Meilensteine

Im April 2026 absolvierte ein humanoider Roboter den Pekinger Halbmarathon

in 50 Minuten - im Vergleich zu 2 Stunden und 40 Minuten [1], die der

Siegerroboter 2025 benötigte. Diese Leistung verdeutlicht die rasanten

Fortschritte in den Bereichen Fortbewegung, Gleichgewicht und autonome

Navigation.

Eine weitere bemerkenswerte Demonstration fand im Mai 2026 statt, als die

humanoiden Roboter von Figure AI mehr als 249.000 [2] Pakete 200 Stunden

lang ununterbrochen und ohne nennenswerte Zwischenfälle sortierten. Der Test

verdeutlicht, wie bestimmte repetitive Aufgaben mittlerweile über längere

Zeiträume hinweg mit zunehmender Zuverlässigkeit ausgeführt werden können.

Die Industrie - das erste große Testfeld

Der naheliegendste Anwendungsbereich für humanoide Roboter ist kurzfristig

die Industrie, insbesondere in den Bereichen Montage, Logistik und

Materialtransport. Renault hat "Calvin", einen gemeinsam mit Wandercraft

entwickelten Roboter, in seinem Werk im französischen Douai eingesetzt. Bis

2027 sollen 350 humanoide Roboter [3] in den Werken des Unternehmens zum

Einsatz kommen. BMW setzt nach einer zehnmonatigen Testphase mit "Figure 02"

nun 40 "Figure 03"-Roboter in seinen US-Werken ein [4]. Ziel ist es,

körperlich anstrengende Aufgaben zu reduzieren, die Produktivität zu

steigern und den Arbeitskräftemangel zu beheben.

Ein weltweiter Wettlauf, angeführt von China

Die Investitionen in diesem Sektor nehmen rasant zu. China bereitet einen

Fonds vor, mit dem in den nächsten 20 Jahren fast 120 Mrd. Euro [5] für

Robotik und KI mobilisiert werden sollen. Mit fast 150 Unternehmen, auf die

90 % [6] der weltweiten Produktion humanoider Roboter entfallen, scheint

China derzeit in diesem Sektor führend zu sein. Tatsächlich hat Morgan

Stanley seine Prognose für die Auslieferungen humanoider Roboter in China im

Jahr 2026 von 14.000 auf 50.000 [7] angehoben.

Peking betrachtet die humanoide Robotik neben KI, Batterien und

Elektrofahrzeugen als strategische Technologie. Chinas Vorteil liegt in

seinem hochentwickelten industriellen Ökosystem, seiner umfangreichen

Lieferantenbasis und der starken staatlichen Unterstützung.

Die USA bleiben weiter im Rennen - mit Tesla und Boston Dynamics als

wichtigste Akteure. Tesla hat Investitionen in Höhe von 20 Mrd. US-Dollar

[8] in KI und Robotik angekündigt, angeführt von seinem Flaggschiff, dem

humanoiden Roboter "Optimus".

Auch Japan verstärkt seine Anstrengungen, angetrieben durch eine gravierende

demografische Herausforderung: Bis 2030 werden dort voraussichtlich 10

Millionen [9] offene Stellen entstehen. Das Land investiert massiv - rund 6

Mrd. US-Dollar - in KI-Anwendungen für die physische Welt, mit dem Ziel, bis

2040 10 Millionen [10] "intelligente" Roboter einzusetzen.

Europa hingegen hinkt in den Bereichen physische KI, Softwareplattformen und

Zugang zu umfangreichen Finanzmitteln hinterher. Da der Einsatz humanoider

Roboter zunimmt - angetrieben durch einen starken Rückgang der

Produktionskosten von 1 Million Euro vor fünf Jahren auf heute weniger als

50.000 Euro [11] -, wird die Datenhoheit zu einem entscheidenden Thema.

Diese Roboter erfassen kontinuierlich Bilder und Töne und speisen damit

immer ausgefeiltere KI-Modelle. Ohne ein starkes, eigenständiges Industrie-

und Cloud-Ökosystem läuft Europa Gefahr, dass diese Daten von ausländischen

Akteuren erfasst und ausgenutzt werden. Andere Nationen haben bereits

Maßnahmen ergriffen. So hat beispielsweise die Trump-Regierung kürzlich den

Import von "modernen Robotergeräten" verboten und argumentiert, diese

stellten "inakzeptable Risiken für die nationale Sicherheit" dar.

Die gesellschaftlichen Auswirkungen: eine politische Herausforderung

Humanoide Roboter werden nicht krank, gehen nicht in Rente und machen keine

Pausen; manche können sogar ihre eigenen Batterien austauschen. Diese

Aussicht schürt Sorgen um Arbeitsplätze und damit auch um die Finanzierung

der Sozialsysteme.

Die Robotik stellt eine industrielle Revolution dar, die mit der durch das

Automobil ausgelösten vergleichbar ist. Ihre Entwicklung wird von mehreren

starken strukturellen Trends vorangetrieben, die alle Druck auf die

Produktivitätssteigerung und den zunehmenden Wettbewerb ausüben. Einer

aktuellen Schätzung zufolge könnten bis zum Jahr 2050 weltweit bis zu 1

Milliarde [12] humanoide Roboter zum Einsatz kommen.

Die Debatte lässt sich jedoch nicht allein auf den möglichen Verlust von

Arbeitsplätzen reduzieren. Kurzfristig heben die Unternehmen vor allem die

Vorteile hervor, die sich aus der Verringerung körperlich anstrengender

Arbeit, der Verbesserung der Sicherheit am Arbeitsplatz und der Steigerung

der Produktivität ergeben. Die eigentliche gesellschaftliche Herausforderung

wird darin bestehen, wie diese Produktivitätsgewinne verteilt werden. Werden

sie in erster Linie den Unternehmen, den Verbrauchern und den Aktionären

zugutekommen, oder werden auch die Beschäftigten durch bessere

Arbeitsbedingungen und höhere Löhne davon profitieren?

La Française Pressekontakt

La Française Systematic Asset Management GmbH

Bianca Tomlinson

Neue Mainzer Straße 80

60311 Frankfurt

Tel. +49 (0)69 975743 03

bianca.tomlinson@la-francaise.com

https://www.la-francaise-systematic-am.com

Heidi Rauen +49 69 339978 13 | hrauen@dolphinvest.eu

Disclaimer

Erstellt am 24.08.2026. Dieser Kommentar dient ausschließlich zu

Informationszwecken. Die von der Groupe La Française geäußerten Meinungen

basieren auf den aktuellen Marktbedingungen und können sich ohne vorherige

Ankündigung ändern. Diese Meinungen können von denen anderer Anlageexperten

abweichen. Die in dieser Veröffentlichung enthaltenen Informationen stützen

sich auf Quellen, die als zuverlässig angesehen werden; die Groupe La

Française übernimmt jedoch keine Gewähr für deren Richtigkeit,

Vollständigkeit, Gültigkeit oder Relevanz. Veröffentlicht von La Française

Finance Services mit Sitz in 128 Boulevard Raspail, 75006 Paris, Frankreich,

die von der Autorité de Contrôle Prudentiel als Wertpapierdienstleister

unter der Nr. 18673 beaufsichtigt und bei ORIAS (www.orias.fr) unter der Nr.

13007808 am 4. November 2016, eine Tochtergesellschaft von La Française.

Crédit Mutuel Asset Management: 128 Boulevard Raspail, 75006 Paris, ist eine

von der Autorité des Marchés Financiers unter der Nr. GP 97 138 zugelassen

und seit dem 11. April 2025 bei ORIAS (www.orias.fr) unter der Nr. 25003045

registriert. Aktiengesellschaft mit einem Kapital von 3.871.680 EUR, RCS Paris

Nr. 388 555 021.

[1] Reuters, April 2026: Humanoide Roboter überholen Menschen beim

Halbmarathon in Peking und zeigen damit rasante Fortschritte | Reuters

[2] Le Parisien, Mai 2026: VIDEO. 200 Stunden Nonstop-Arbeit: Diese

humanoiden Roboter machen Millionen von Arbeitnehmern Angst - Le Parisien

[3] Les Echos, Juni 2026: 350 Roboter sollen bald bei Renault zum Einsatz

kommen, langfristig sollen "Zehntausende" von Wandercraft produziert werden:

Calvin, der humanoide Roboter mit großen Ambitionen - Les Echos

[4] BMW, Februar 2026: Die BMW Group wird erstmals humanoide Roboter in

ihren Produktionswerken in Deutschland einsetzen

[5] Le Monde März 2026: Humanoide bleiben im Rennen

[6] Morgan Stanley Juni 2026: Morgan Stanley erhöht aufgrund zunehmender

Akzeptanz die Prognose für den Absatz humanoider Roboter in China

[7] Morgan Stanley Juni 2026: Morgan Stanley erhöht aufgrund zunehmender

Akzeptanz die Prognose für den Absatz humanoider Roboter in China

[8] Le Monde März 2026: Humanoide bleiben im Rennen

[9] Le Figaro Juli 2026: Japan verspricht, bis 2040 10 Millionen

"intelligente Roboter" einzusetzen

[10] Le Figaro Juli 2026: Japan verspricht, bis 2040 10 Millionen

"intelligente Roboter" einzusetzen

[11] Les Echos, März 2026: Humanoide Roboter: "Es besteht nach wie vor eine

Kluft zwischen den auf YouTube gezeigten Fähigkeiten und den Anforderungen

der Industrie" - Les Echos

[12] Morgan Stanley Mai 2025: Der Markt für humanoide Roboter wird bis 2050

voraussichtlich ein Volumen von 5 Billionen US-Dollar erreichen | Morgan

Stanley

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Das von der DZ BANK erstellte Basisinformationsblatt ist in der jeweils aktuellen Fassung auf der Internetseite der DZ BANK www.dzbank-wertpapiere.de/DN2J7U (dort unter „Dokumente“) abrufbar. Dies gilt, solange das Produkt für Privatanleger verfügbar ist.

Der gemäß gesetzlicher Vorgaben von der DZ BANK bezüglich des öffentlichen Angebots erstellte Basisprospekt sowie etwaige Nachträge und die zugehörigen Endgültigen Bedingungen sind auf der Internetseite der DZ BANK www.dzbank-wertpapiere.de veröffentlicht und können unter www.dzbank-wertpapiere.de/DN2J7U (dort unter „Dokumente“) abgerufen werden. Sie sollten den Prospekt lesen, bevor Sie eine Anlageentscheidung treffen, um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Prospekts von der zuständigen Behörde ist nicht als Befürwortung der angebotenen oder zum Handel an einem geregelten Markt zugelassenen Wertpapiere zu verstehen.

Brent Crude Future Contract

  • 85,89 USD
  • -1,21%
  • WKN 967740
  • (27.08., 08:51:49)

Passende Produkte für fallende Märkte

WKN DN41HS
Produkttyp short
Kurs 7,00 EUR
Basiswert Brent Crude
Knock-Out 90,50 USD
Hebel 10,45x

102 weitere Mini-Futures Zum Produkt

WKN DN401L
Produkttyp short
Kurs 4,52 EUR
Basiswert Brent Crude
Knock-Out 90,50 USD
Hebel 16,14x

105 weitere Endlos Turbos Zum Produkt

Mini-Futures Endlos Turbos

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EUR/USD

  • 1,16551 USD
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  • WKN 965275
  • (27.08., 09:01:19)

Passende Produkte für steigende Märkte

WKN DY370A
Produkttyp long
Kurs 5,32 EUR
Basiswert EUR/USD
Knock-Out 1,105 USD
Hebel 18,79x

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WKN DY36NZ
Produkttyp long
Kurs 12,58 EUR
Basiswert EUR/USD
Knock-Out 1,0184 USD
Hebel 7,94x

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Turbos Endlos Turbos

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