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News

06.09.2026 | 10:01:04 (dpa-AFX)
OTS: KfW / KfW Research: Deutsche Mittelständler richten Auslandsgeschäft neu aus

KfW Research: Deutsche Mittelständler richten Auslandsgeschäft neu aus

Frankfurt am Main (ots) -

- Fast ein Drittel der Unternehmen rechnet mit sinkenden Auslandsumsätzen in den

kommenden Jahren

- Diversifizierung der Exportmärkte ist in vollem Gange

- Deutlich steigender Anteil der Unternehmen plant Verlagerung von Aktivitäten

ins Ausland

Geopolitische Krisen und Konflikte, handelspolitische Unsicherheiten und der

wachsende Konkurrenzdruck aus China belasten den deutschen Außenhandel

nachhaltig. Insgesamt 30 Prozent der deutschen Mittelständler mit

Auslandsgeschäft gehen daher davon aus, dass ihre grenzüberschreitenden Umsätze

in den kommenden drei Jahren sinken werden. Davon rechnen 6 Prozent sogar mit

einem starken Rückgang. Ein Wachstum ihrer Auslandsumsätze sehen knapp ein

Viertel aller auslandsaktiven Mittelständler, 47 Prozent erwarten keine

Veränderungen.

Das sind Ergebnisse einer neuen Studie von KfW Research zum Auslandsgeschäft des

deutschen Mittelstands. Die Befragung der Unternehmen fand im Januar 2026 statt,

also noch vor Beginn des Kriegs im Iran. Seitdem dürften sich die Einschätzungen

noch einmal zum Negativen verändert haben.

Teile des Mittelstands reagieren bereits auf das sich verändernde Umfeld und

richten ihr Auslandsgeschäft neu aus. So haben knapp 16 Prozent der

Auslandsaktiven in den vergangenen fünf Jahren neue Exportmärkte erschlossen

oder neue Kunden im Ausland dazugewonnen; 7 Prozent planen, dies zu tun. Etwa

doppelt so viele planen eine stärkere Ausrichtung auf den EU-Binnenmarkt.

Vor allem das Verarbeitende Gewerbe, das rund 43 Prozent der gesamten

mittelständischen Auslandsumsätze erwirtschaftet, spürt Veränderungsdruck und

passt sich dementsprechend insbesondere durch Diversifizierung seiner

Exportmärkte an.

Besorgniserregend ist, dass eine zunehmende Zahl der Mittelständler eine

(teilweise) Verlagerung ihrer Tätigkeiten ins Ausland plant. In den vergangenen

fünf Jahren haben das nur 4 Prozent aller Auslandsaktiven getan. 12 Prozent

gaben allerdings an, dies für die kommenden fünf Jahre zu planen, im

Verarbeitenden Gewerbe sogar 29 Prozent.

Zwar werden nicht alle Unternehmen ihre Pläne umsetzen. Geht man davon aus, dass

nur jedes zweite Unternehmen den bestehenden Plan durchführt, so hieße das

dennoch, dass innerhalb der kommenden fünf Jahre rund 7 Prozent der

mittelständischen Industriebetriebe einen Teil ihrer Produktion ins Ausland

verlagern könnten.

"Die Zahl der mittelständischen Industrieunternehmen, die über eine Verlagerung

ihrer Tätigkeiten ins Ausland nachdenkt, nimmt zu. Für Wachstum und Wohlstand in

Deutschland ist das eine bedenkliche Entwicklung", sagt Dr. Dirk Schumacher,

Chefvolkswirt der KfW. "Die Politik sollte alle vorhandene Gestaltungsmacht

nutzen, um einer Deindustrialisierung entgegenzuwirken. Wichtigste Stellschraube

ist die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland. Stichwörter

sind hier Bürokratieabbau, eine Senkung der Energie- und Arbeitskosten sowie

eine Reduktion der Steuern und Abgaben. Zudem ist ein gezielter Einsatz von

handels- und industriepolitischen Instrumenten notwendig, um Unternehmen vor

Benachteiligungen im internationalen Handel zu schützen."

Insgesamt sind (Stand 2024) etwa 21 Prozent der knapp 3,9 Millionen

Mittelständler im Ausland aktiv. Im Verarbeitenden Gewerbe sind es mit rund 46

Prozent der Unternehmen überproportional viele.

Im Jahr 2024, dem letzten mit verfügbaren Zahlen, lagen die Auslandsumsätze des

deutschen Mittelstands laut der Studie bei 699 Milliarden Euro. Im Vergleich zu

2023 war das eine Seitwärtsbewegung, inflationsbereinigt sanken die Umsätze

jedoch um 2,9 Prozent. Ein Drittel der auslandsaktiven Unternehmen verzeichnete

im Jahr 2025 laut der Befragung vom Januar 2026 einen weiteren Rückgang der

Umsätze im Vergleich zum Vorjahr. Steigende Auslandsumsätze konnte nur ein gutes

Fünftel der Unternehmen feststellen.

Die aktuelle Studie ist abrufbar unter: KfW-Internationalisierungsbericht | KfW

(https://www.kfw.de/%C3%9Cber-die-KfW/Service/Download-Center/Konzernthemen/Rese

arch/KfW-Internationalisierungsbericht/)

Dem KfW-Internationalisierungsbericht liegen die Daten der jüngsten

Befragungswelle des KfW-Mittelstandspanels (10. Februar 2025 bis 20. Juni 2025)

sowie einer Sonderbefragung zum Auslandsgeschäft (12. Januar 2026 bis 21. Januar

2026) zugrunde. Für das Mittelstandspanel befragt KfW Research seit 2002 jedes

Jahr kleine und mittlere Unternehmen aus allen Wirtschaftszweigen und

Größenklassen. Details: http://www.kfw.de/mittelstandspanel

Die KfW unterstützt im Auftrag des Bundes den Mittelstand mit zahlreichen

Förderprogrammen. Weitere Informationen unter Wir stärken den Mittelstand (https

://www.kfw.de/%C3%9Cber-die-KfW/Newsroom/Aktuelles/Mittelstand-st%C3%A4rken.html

?kfwmc=kk.o.kfwon.presse.na.na.na.allgemein-sonstiges.mittelstand-staerken.press

emitteilung.na.na.journalisten.na)

Pressekontakt:

KfW, Palmengartenstr. 5 - 9, 60325 Frankfurt

Konzernkommunikation und Markensteuerung (KK), Nina Luttmer,

Tel.: +49 69 7431 41336

mailto:nina.luttmer@kfw.de, Internet: http://www.kfw.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/41193/6346303

OTS: KfW

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EQS-News: Weltweiter Investitionsboom birgt Prämienpotenzial für die Industrieversicherung von 200 Mrd. USD, gleichzeitig steigt die Risikokonzentration, sagt Swiss Re Institute (deutsch)
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- Fast ein Drittel der Unternehmen rechnet mit sinkenden Auslandsumsätzen in den

kommenden Jahren

- Diversifizierung der Exportmärkte ist in vollem Gange

- Deutlich steigender Anteil der Unternehmen plant Verlagerung von Aktivitäten

ins Ausland

Geopolitische Krisen und Konflikte, handelspolitische Unsicherheiten und der

wachsende Konkurrenzdruck aus China belasten den deutschen Außenhandel

nachhaltig. Insgesamt 30 Prozent der deutschen Mittelständler mit

Auslandsgeschäft gehen daher davon aus, dass ihre grenzüberschreitenden Umsätze

in den kommenden drei Jahren sinken werden. Davon rechnen 6 Prozent sogar mit

einem starken Rückgang. Ein Wachstum ihrer Auslandsumsätze sehen knapp ein

Viertel aller auslandsaktiven Mittelständler, 47 Prozent erwarten keine

Veränderungen.

Das sind Ergebnisse einer neuen Studie von KfW Research zum Auslandsgeschäft des

deutschen Mittelstands. Die Befragung der Unternehmen fand im Januar 2026 statt,

also noch vor Beginn des Kriegs im Iran. Seitdem dürften sich die Einschätzungen

noch einmal zum Negativen verändert haben.

Teile des Mittelstands reagieren bereits auf das sich verändernde Umfeld und

richten ihr Auslandsgeschäft neu aus. So haben knapp 16 Prozent der

Auslandsaktiven in den vergangenen fünf Jahren neue Exportmärkte erschlossen

oder neue Kunden im Ausland dazugewonnen; 7 Prozent planen, dies zu tun. Etwa

doppelt so viele planen eine stärkere Ausrichtung auf den EU-Binnenmarkt.

Vor allem das Verarbeitende Gewerbe, das rund 43 Prozent der gesamten

mittelständischen Auslandsumsätze erwirtschaftet, spürt Veränderungsdruck und

passt sich dementsprechend insbesondere durch Diversifizierung seiner

Exportmärkte an.

Besorgniserregend ist, dass eine zunehmende Zahl der Mittelständler eine

(teilweise) Verlagerung ihrer Tätigkeiten ins Ausland plant. In den vergangenen

fünf Jahren haben das nur 4 Prozent aller Auslandsaktiven getan. 12 Prozent

gaben allerdings an, dies für die kommenden fünf Jahre zu planen, im

Verarbeitenden Gewerbe sogar 29 Prozent.

Zwar werden nicht alle Unternehmen ihre Pläne umsetzen. Geht man davon aus, dass

nur jedes zweite Unternehmen den bestehenden Plan durchführt, so hieße das

dennoch, dass innerhalb der kommenden fünf Jahre rund 7 Prozent der

mittelständischen Industriebetriebe einen Teil ihrer Produktion ins Ausland

verlagern könnten.

"Die Zahl der mittelständischen Industrieunternehmen, die über eine Verlagerung

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Deutschland ist das eine bedenkliche Entwicklung", sagt Dr. Dirk Schumacher,

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Benachteiligungen im internationalen Handel zu schützen."

Insgesamt sind (Stand 2024) etwa 21 Prozent der knapp 3,9 Millionen

Mittelständler im Ausland aktiv. Im Verarbeitenden Gewerbe sind es mit rund 46

Prozent der Unternehmen überproportional viele.

Im Jahr 2024, dem letzten mit verfügbaren Zahlen, lagen die Auslandsumsätze des

deutschen Mittelstands laut der Studie bei 699 Milliarden Euro. Im Vergleich zu

2023 war das eine Seitwärtsbewegung, inflationsbereinigt sanken die Umsätze

jedoch um 2,9 Prozent. Ein Drittel der auslandsaktiven Unternehmen verzeichnete

im Jahr 2025 laut der Befragung vom Januar 2026 einen weiteren Rückgang der

Umsätze im Vergleich zum Vorjahr. Steigende Auslandsumsätze konnte nur ein gutes

Fünftel der Unternehmen feststellen.

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(https://www.kfw.de/%C3%9Cber-die-KfW/Service/Download-Center/Konzernthemen/Rese

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2026) zugrunde. Für das Mittelstandspanel befragt KfW Research seit 2002 jedes

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Der gemäß gesetzlicher Vorgaben von der DZ BANK bezüglich des öffentlichen Angebots erstellte Basisprospekt sowie etwaige Nachträge und die zugehörigen Endgültigen Bedingungen sind auf der Internetseite der DZ BANK www.dzbank-wertpapiere.de veröffentlicht und können unter www.dzbank-wertpapiere.de/DN2KA0 (dort unter „Dokumente“) abgerufen werden. Sie sollten den Prospekt lesen, bevor Sie eine Anlageentscheidung treffen, um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Prospekts von der zuständigen Behörde ist nicht als Befürwortung der angebotenen oder zum Handel an einem geregelten Markt zugelassenen Wertpapiere zu verstehen.

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