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News

26.08.2026 | 19:07:13 (dpa-AFX)
Brüssel beanstandet deutsche Pläne für Tierhaltungslogo

BRÜSSEL/BERLIN (dpa-AFX) - Die von der schwarz-roten Koalition geplante Einbeziehung ausländischer Ware in das verpflichtende Tierhaltungslogo für Fleisch auf dem deutschen Markt stößt auf Einwände der EU-Kommission. In ihrer jetzigen Form seien die Pläne nicht mit EU-Regeln kompatibel, heißt es in einer Stellungnahme der Brüsseler Behörde. Sollte Deutschland sie so umsetzen, könnte ein Strafverfahren drohen. Das Bundesagrarministerium teilte auf Anfrage mit, die Stellungnahme werde derzeit geprüft.

Union und SPD planen mehrere Änderungen an der 2023 noch von der Ampel-Koalition per Gesetz beschlossenen staatlichen Kennzeichnung. Der Start mit Schweinefleisch wurde deshalb auf Anfang 2027 verschoben. Das Logo soll dann nicht nur in Supermärkten, sondern auch in Restaurants kommen. Zudem soll Fleisch aus dem Ausland in die bisher nur für inländische Erzeugnisse vorgesehene Kennzeichnungspflicht einbezogen werden. Dieser Aspekt wurde wie bei solchen Vorhaben üblich zur Prüfung an die EU-Kommission gegeben.

Zusätzlicher Aufwand

Die Behörde sieht darin in ihrer auf den 11. August datierten Stellungnahme eine Einschränkung des freien Warenverkehrs. Im Gesetzesentwurf sei nicht vorgesehen, dass ausländische Kennzeichnungssysteme anerkannt werden. Deshalb müssten ausländische Erzeuger künftig nachweisen, dass sie die deutschen Anforderungen erfüllen - sonst würde ihr Fleisch mit der niedrigsten Haltungsform "mindestens Stall" gekennzeichnet. Ein zusätzlicher Aufwand.

Verbraucher könnten deshalb außerdem nicht immer am Logo die tatsächlichen Haltungsbedingungen erkennen. Ihnen könnten zudem wichtige Informationen fehlen, wie die Kommission am Beispiel Dänemark kritisiert: Das Land sei einer der größten Exporteure von Schweinefleisch nach Deutschland und schreibe "wichtige Beiträge zur Verbesserung des Tierschutzes, wie etwa die Haltung einer größeren Anzahl von Schweinen mit intakten Schwänzen oder die Erhöhung der Zahl nicht kastrierter Schweine", vor. An den deutschen Tierhaltungsstufen sei dies nicht erkennbar.

Bundesregierung kann antworten

Die EU-Kommission kritisiert darüber hinaus zusätzlichen Verwaltungsaufwand bei Bio-Produkten. Denn um Fleisch aus dem Ausland in Deutschland als biologisch produziert verkaufen zu dürfen, würde nicht reichen, dass es bereits in einem anderen EU-Staat als ökologisch oder biologisch anerkannt wurde. Zusätzlich müsste auch das deutsche Mitteilungs-, Registrierungs- und Rückverfolgbarkeitssystem eingehalten werden. Darin sieht die Kommission einen weiteren Verstoß gegen EU-Recht.

Deutschland kann nun auf die Bedenken antworten. Die geplanten Änderungen dürften zudem nicht vor Mitte November beschlossen werden.

Das geplante Kennzeichnungssystem hat fünf Kategorien von der Stufe "Stall" mit den gesetzlichen Mindestanforderungen bis zu "Bio". Bereits seit 2019 gibt es eine freiwillige Kennzeichnung der Supermarktketten. Sie hat inzwischen die gleichen Stufen und umfasst Fleisch von Schweinen, Rindern und Geflügel./sam/DP/mis

26.08.2026 | 19:04:07 (dpa-AFX)
Aktien Wien Schluss: Moderate Kursgewinne
26.08.2026 | 18:53:22 (dpa-AFX)
POLITIK/Luhansk: Tote bei Angriff auf Kleinbus - Raketen auf Donezk
26.08.2026 | 18:48:21 (dpa-AFX)
VW-Betriebsversammlung: Keine Klarheit für Zwickau
26.08.2026 | 18:44:43 (dpa-AFX)
EQS-News: AUSTRIACARD HOLDINGS AG: Pressemitteilung Finanzergebnisse H1 2026 (deutsch)
26.08.2026 | 18:30:12 (dpa-AFX)
EQS-News: Heidelberg Pharma AG und Huadong Medicine erhalten NMPA-Genehmigung für klinische Studie mit HDP-101 als Kombinationstherapie in China (deutsch)
26.08.2026 | 18:18:28 (dpa-AFX)
ROUNDUP: AfD, SPD und Grüne legen in Umfrage in Sachsen-Anhalt zu
26.08.2026 | 17:17:46 (dpa-AFX)
Devisen: Eurokurs gefallen - Robuste US-Auftragsdaten belasten

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro <EU0009652759> ist am Mittwoch gefallen. Am Nachmittag wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1644 US-Dollar gehandelt. Am Morgen hatte der Euro noch etwas höher notiert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Dienstagnachmittag auf 1,1662 (Montag: 1,1664) Dollar festgesetzt.

Der Dollar profitierte von US-Auftragsdaten. In den Vereinigten Staaten sind die Orders für langlebige Güter im Juli stärker gestiegen als erwartet. Ohne den schwankungsanfälligen Transportsektor ergab sich ebenfalls ein Zuwachs. "In dieser Abgrenzung ist es seit dem Frühjahr 2025 zu einer Serie von Anstiegen gekommen, die darauf hinweisen, dass das Verarbeitende Gewerbe auf einem Wachstumspfad eingeschwenkt ist", kommentierte Analyst Ralf Umlauf von Helaba. "Die Zinserhöhungserwartungen könnten tendenziell wieder unterstützt werden."

Angesichts der immer noch hohen Inflation erwartet Experten überwiegend, dass die US-Notenbank bis Jahresende ihre Leitzinsen anheben wird. Fed-Chef Kevin Warsh hat bisher allerdings klare Signale vermieden. Die Märkte warten daher auf seine Rede am Freitag auf dem Notenbanksymposium in Jackson Hole. Der von der Fed bevorzugter Preisindikator PCE stieg im Jahresvergleich um 3,7 Prozent. Damit verharrte die Rate auf dem Niveau des Vormonats. Volkswirte hatten einen leichten Rückgang auf 3,6 Prozent erwartet. Die US-Notenbank strebt auf mittlere Sicht eine Rate von zwei Prozent an.

Aussagen von EZB-Direktorin Isabel Schnabel stützten den Euro nur vorübergehend. Sie hat eine Zinserhöhung zur Eindämmung der Inflationsrisiken gefordert. Beim aktuellen Leitzins sei es unwahrscheinlich, dass die Inflation mittelfristig auf das anvisierte Ziel zurückkehre, sagte Schnabel der Nachrichtenagentur Bloomberg. "Daher wird eine weitere Straffung erforderlich sein."

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,85613 (0,85550) britische Pfund, 185,62 (185,70) japanische Yen und 0,9380 (0,9361) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) kostete 4.600 Dollar. Das waren rund 57 Dollar weniger als am Vortag./jsl/he

26.08.2026 | 09:52:28 (dpa-AFX)
Devisen: Eurokurs kaum verändert zum US-Dollar
25.08.2026 | 21:20:27 (dpa-AFX)
Devisen: Euro legt etwas zu - Deutsche Konjunkturdaten stützen
25.08.2026 | 17:05:12 (dpa-AFX)
Devisen: Euro legt zum US-Dollar etwas zu
25.08.2026 | 09:05:13 (dpa-AFX)
Devisen: Eurokurs gibt zum US-Dollar weiter nach
24.08.2026 | 20:47:45 (dpa-AFX)
Devisen: Euro erholt sich etwas vom im US-Handel erreichten Tagestief
24.08.2026 | 16:50:36 (dpa-AFX)
Devisen: Euro gibt zum US-Dollar etwas nach

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