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News

01.08.2026 | 13:44:27 (dpa-AFX)
Unwetter wüten: Mann stirbt, viele Verletzte und Zerstörung

RATHEN (dpa-AFX) - Schwere Unwetter sind über Deutschland gezogen - mindestens ein Mensch starb, viele weitere wurden verletzt. Besonders betroffen war vor allem die Sächsische Schweiz. Teile des Nationalparks dort dürfen bis auf weiteres nicht betreten werden. Am Morgen danach bot sich an vielen Stellen ein Bild der Verwüstung. Es seien unzählige Bäume in der Gegend umgestürzt, sagte Kreisbrandmeister Björn Rosenkranz. Das Gebiet sei nicht passierbar und vorerst sei es auch nicht möglich, dort aufzuräumen, weil Lebensgefahr bestehe.

Einsätze gab es auch in Hamburg und Stuttgart. In Bayern wurden vier Feuerwehrleute im Waldbrand-Einsatz verletzt. Und: Im Verlauf des Samstags drohen nach DWD-Angaben im Osten Deutschlands und nachmittags vor allem im Süden neue Gewitter.

Am Freitagabend hatte ein Gewitter mit heftigen Winden das Tal Amselgrund unweit der bekannten Felsformation Bastei im Osten Sachsens getroffen. Es überraschte Wanderer und Menschen, die auf dem Weg zu einer Vorstellung der Felsenbühne Rathen waren.

Ein 28 Jahre alter Mann wurde auf dem Basteiweg von einem umstürzenden Baum tödlich getroffen. Drei Menschen erlitten an einer anderen Stelle mittelschwere Verletzungen. Die Feuerwehr brachte 40 Personen aus der Gefahrenzone. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) sagte am Samstag am Unglücksort: "Ich leide mit den Menschen." Er sei in Gedanken bei dem Mann, der ums Leben gekommen sei, und dessen Familie.

Zur Lage in der Sächsischen Schweiz

Teile des Nationalparks Sächsische Schweiz dürfen bis auf weiteres nicht betreten werden. Dies betrifft die Gebiete zwischen der Bastei, Rathen, Hohnstein und dem Polenztal, wie der Staatsbetrieb Sachsenforst mitteilte. Im Wald hingen noch zahlreiche abgebrochene Äste und schräg liegende Bäume, die infolge des Sturms jederzeit umstürzen könnten, berichtete eine Sprecherin.

"Es war ein sehr, sehr starkes lokales Sturmereignis", hieß es vom Sachsenforst. Nach ersten Schätzungen erstreckte sich das betroffene Gebiet auf etwa 25 Hektar, sagte Kreisbrandmeister Rosenkranz. Die Aufräumarbeiten dürften sich bis in die kommende Woche erstrecken.

Wo die Feuerwehr in Deutschland noch helfen musste

Auch im Süden Deutschlands krachte es: In Stuttgart stürzten bei einem schweren Gewitter Bäume um. "Bäume fielen auf Pkw, auf Stromleitungen oder auf Straßen", sagte ein Feuerwehrsprecher am Abend. Zudem seien Unterführungen überflutet worden. Über 120 Einsatzkräfte von Berufsfeuerwehr und freiwilliger Feuerwehr waren in der Nacht mit der Beseitigung von Unwetterschäden im gesamten Stadtgebiet befasst. Verletzte gebe es nach aktuellem Stand nicht, sagte der Sprecher.

Auch die Hamburger Feuerwehr hatte mitgeteilt, dass es wegen eines Unwetters viele Alarmierungen gab. Ein Mitarbeiter des Feuerwehr-Lagezentrums zählte allein 85 Einsätze zwischen 18.30 und 21.00 Uhr, die mit Wasser zu tun hatten. Auch wegen Zäunen oder Dachziegeln, die zu stürzen drohten, wurde die Feuerwehr in Hamburg alarmiert. Verletzte habe es nicht gegeben, die Einsätze seien gut zu bewältigen gewesen.

Waldbrände und verletzte Feuerwehrkräfte

In Oberbayern löste ein Gewitter einen Waldbrand aus: Bei Bad Reichenhall schlug laut Polizei am Abend ein Blitz am Berg Hochstaufen ein und entfachte dort ein Feuer. Der Regen habe gegen die Flammen geholfen, aber es seien immer noch Glutnester da, sagte ein Polizeisprecher am Morgen.

Beim Löschen eines Waldbrandes in Freudenberg in der Oberpfalz wurden vier Einsatzkräfte der Feuerwehr verletzt. Der Brand, der am Freitagabend bei Freudenberg ausgebrochen war, sei unter Kontrolle, teilte das Landratsamt Amberg-Sulzbach mit. Das Feuer erstreckte sich über rund 5,7 Hektar, die Löscharbeiten dauerten am Samstag an.

In Niederbayern gab es am Abend unwetterbedingt rund 85 Einsätze, sagte ein Sprecher der Polizei. Während des Gewitters traf ein Blitz das Dach eines Hauses in Vilshofen (Landkreis Passau), daraufhin sei die Fassade in Brand geraten, teilte die Polizei mit. Die Feuerwehr löschte den Brand rechtzeitig, sodass es im Inneren des Wohnhauses keinen Schaden gab, verletzt wurde niemand.

Wie es mit dem Wetter weitergeht

Nach einer Abkühlung und Gewittern in Teilen Deutschlands wird es schnell wieder sehr warm. "Ab Sonntag kehren hochsommerliche Temperaturen zurück", hieß es vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach. Am Dienstag würden dann vor allem im Norden und Westen häufig schwere Gewitter mit heftigstem Starkregen, Großhagel und schweren bis orkanartigen Sturmböen erwartet. Auch in den übrigen Gebieten seien einzelne starke Gewitter und örtliche Unwetter möglich.

Am Mittwoch gebe es dann vor allem im Osten und Südosten Unwetter durch schwere Gewitter mit heftigen Starkregen, Hagel und schwere Sturmböen./vr/DP/zb

01.08.2026 | 13:42:31 (dpa-AFX)
Trotz Verkehrsdemo in Österreich relativ gutes Durchkommen
01.08.2026 | 13:42:05 (dpa-AFX)
Audi erst wieder 2027 mit Neuerungen am Formel-1-Motor
01.08.2026 | 13:41:39 (dpa-AFX)
UEFA attackiert Infantino weiter scharf: Vertrauen verloren
01.08.2026 | 13:41:18 (dpa-AFX)
Dänischer Fußball-Boss: Vertrauen zu Infantino ist weg
01.08.2026 | 13:40:27 (dpa-AFX)
DFB kritisiert Gianni Infantino: 'Unverantwortlich'
01.08.2026 | 13:39:46 (dpa-AFX)
Minister: Megafeuer bei Bordeaux ist unter Kontrolle
31.07.2026 | 18:14:42 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax leicht im Plus - Deutlicher Wochengewinn

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax <DE0008469008> hat am Freitag nach einem anfangs klaren Gewinn bis knapp unter sein Rekordhoch den Rückwärtsgang eingelegt und ist kaum verändert aus dem Handel gegangen. Am Ende gewann der deutsche Leitindex 0,07 Prozent auf 25.629,24 Zähler, nachdem zeitweise weniger als zehn Punkte bis zur Bestmarke von 25.900 Zählern gefehlt hatten. Auf Wochensicht resultierte daraus ein Gewinn von 2,1 Prozent. Für den Monat Juli steht ein Anstieg von 2,5 Prozent zu Buche. Der MDax <DE0008467416> schloss am Freitag hingegen 0,73 Prozent tiefer bei 31.980,52 Punkten.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 <EU0009658145> legte um 0,2 Prozent zu. Außerhalb des Euroraums fielen der schweizerische SMI <CH0009980894> und der britische FTSE 100 <GB0001383545> um jeweils 0,3 Prozent. In New York stieg das Leitbarometer Dow Jones Industrial <US2605661048> zum europäischen Börsenschluss um 0,3 Prozent. Der technologielastige Nasdaq 100 <US6311011026> legte um 0,1 Prozent zu.

Die fehlende Marktbreite habe zu einem Verlust der Aufwärtsdynamik und zu Gewinnmitnahmen nach einer starken Börsenwoche geführt, sagte Analyst Andreas Lipkow von CMC Markets. Zusätzlich hätten die erneut gestiegenen Ölpreise angesichts der unverändert angespannten Lage im Nahen Osten auf die Stimmung gedrückt. Positive Impulse lieferte eine beeindruckende Erholung der Technologieaktien weltweit.

Der Dax profitierte zunächst laut Consorsbank-Marktanalyst Jochen Stanzl von der allgemeinen Zunahme der Risikobereitschaft. Nun drehe sich "alles um die Auflösung einer ungefähr ein Jahr alten Seitwärtsphase", für die er positive Signale sieht. Schnelle Kursrückgänge seien zuletzt ausgeblieben. "Wenn der Kaufdruck, der sich gerade aufbaut, anhält und zunimmt, steht einem Anstieg in Richtung 26.000 Punkte im Dax technisch nichts mehr im Wege", resümierte er.

Wie in den USA und Asien legten auch hierzulande vor allem Technologieaktien wieder spürbar zu, wobei vor allem auf starke Vorgaben von US-Unternehmen verwiesen wurde. Dort hatten jüngst erst Microsoft <US5949181045> und am Vorabend nach Börsenschluss dann auch Amazon <US0231351067> mit ihren Quartalsberichten überzeugt.

Im Dax sprangen Infineon <DE0006231004> mit plus 3,7 Prozent an die Spitze. Im MDax gewannen Aixtron <DE000A0WMPJ6> 5,3 Prozent und profitierten nicht zuletzt von einer Hochstufung der Bank Oddo BHF auf "Outperform". Für Siltronic <DE000WAF3001> ging es um 2,9 Prozent aufwärts. Gleich drei Analysehäuser hatten die Aktie des Waferherstellers nach starken Quartalszahlen vom Vortag hochgestuft.

Siemens Healthineers <DE000SHL1006> pendelten nach durchwachsenen Quartalszahlen sowie geänderten Jahreszielen zwischen kräftigen Gewinnen und Verlusten. Am Ende blieb ein Kursrückgang von 0,9 Prozent übrig.

Negativ ragten im MDax Schaeffler <DE000SHA0100> mit einem Minus von mehr als 12 Prozent heraus. Wegen der schlechten Lage in der Autoindustrie strich der Auto- und Industriezulieferer seine mittelfristigen Geschäftsziele zusammen.

Hensoldt <DE000HAG0005> litten nach Halbjahreszahlen unter Gewinnmitnahmen und büßten 5,0 Prozent ein. Der Rüstungselektronik-Spezialist profitierte von der Aufrüstung der Nato-Staaten und verdoppelte den Auftragseingang in den ersten sechs Monaten. Hensoldt ist aber laut JPMorgan-Analyst David Perry das "am höchsten bewertete Rüstungsunternehmen", das er beobachte, auch wenn das Produktportfolio nach wie vor hervorragend sei./edh/he

--- Von Eduard Holetic, dpa-AFX ---

31.07.2026 | 17:46:14 (dpa-AFX)
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