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News

23.10.2026 | 14:50:40 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Kreise: BASF geht mit höherer Offerte auf Evonik zu - 24 Euro je Aktie

LONDON (dpa-AFX) - BASF <DE000BASF111> hat laut Insidern im Zuge seiner Übernahmebemühungen dem Spezialchemiekonzern Evonik <DE000EVNK013> eine höhere Offerte unterbreitet. Der im Dax <DE0008469008> notierte Chemiekonzern sei mit einem Preisvorschlag von etwa 24 Euro je Aktie - oder gut 11 Milliarden Euro in Summe - auf Evonik zugegangen, erfuhr die Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX von mit der Transaktion vertrauten Personen. Zuvor hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg darüber berichtet. Eine mögliche Erhöhung war von Experten bereits erwartet worden.

Sprecher der beiden Unternehmen wollten sich auf Anfrage nicht zu den aktuellen Nachrichten äußern. Zuletzt hatten - ebenfalls unbestätigt - 22,15 Euro je Aktie oder in Summe rund 10,3 Milliarden Euro im Raum gestanden. Der Aktienkurs von Evonik stieg am frühen Freitagnachmittag auf zuletzt 21,34 Euro, was einem Tagesplus von gut 3 Prozent entspricht.

Ende September hatten die beteiligten Unternehmen sowie die RAG-Stiftung als größte Evonik-Anteilseignerin bekannt gemacht, dass es ein Übernahmeangebot gibt. Besonderes Gewicht mit Blick auf die Pläne der BASF hat die RAG-Stiftung, denn sie hält aktuell rund 43 Prozent der Evonik-Aktien.

Aufgabe der RAG-Stiftung ist die dauerhafte Finanzierung der Folgekosten des 2018 eingestellten deutschen Steinkohlebergbaus. Erwirtschaftet werden die Ewigkeitskosten aus zahlreichen Kapitalanlagen. So ist die Stiftung unter anderem an mehr als 20.000 Unternehmen beteiligt. Größte Einzelbeteiligung ist der Evonik-Anteil.

Neben einem für die Stiftung lukrativen Preis im Fall einer Evonik-Akquisition spielen aber auch politische Bedenken - vor allem mit Blick auf Arbeitsplätze in der ohnehin schon kriselnden deutschen Chemieindustrie - eine wichtige Rolle. Dem Kuratorium der Stiftung gehören 13 Mitglieder an, vor allem Politikerinnen und Politiker. Fünf davon sind automatisch durch ihr Amt Mitglied: die jeweiligen Ministerpräsidenten von NRW und dem Saarland, die Bundesminister für Wirtschaft und Finanzen sowie der Vorsitzende der Gewerkschaft IGBCE. Das Kuratorium bestellt den Vorstand. "Über Entscheidungen von grundlegender Bedeutung wird das Kuratorium regelmäßig informiert", heißt es auf der Internetseite der Stiftung.

Um Bedenken entgegenzutreten, hatte sich BASF-Chef Markus Kamieth in einer am Donnerstag veröffentlichten Video-Botschaft geäußert. Demnach würde die BASF im Zuge eines Evonik-Kaufs die bestehenden Standortvereinbarungen auch übernehmen. "Betriebsbedingte Kündigungen blieben bis 2032 ausgeschlossen. Tarifverträge und Sozialpartnerschaft bleiben unangetastet. Wir würden weiter in die Ausbildung junger Menschen investieren."

Zudem betonte er, dass die Heimatstadt von Evonik, Essen, und Nordrhein-Westfalen als Standort wichtig bleiben würden. "Mit mindestens einem Vorstandsressort und der Leitung von Geschäfts- und Funktionseinheiten. Wir werden prüfen, welche gemeinsamen Aktivitäten wir von Essen aus führen könnten. Wir möchten NRW als Forschungs- und Entwicklungsstandort stärken."

Und: Kamieth stellte auch auf den von Evonik geplanten Verkauf des Chemieparkbetreibers Syneqt mit seinen rund 3.500 Beschäftigten ab. "Wir glauben, dass wir die Parks in Marl und Wesseling selbst auch weiter betreiben könnten."/mis/men/stk

23.10.2026 | 14:44:22 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Kanzler bei Chip-Forschern: Können international mithalten
23.10.2026 | 14:42:26 (dpa-AFX)
GNW-News: Tiangong Kaiwu, Die Welt verbinden: Dialog über hochwertige industrielle Entwicklung in Xinyu, Jiangxi, abgehalten
23.10.2026 | 14:40:55 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Israel will Westjordanland nach Angriff abriegeln
23.10.2026 | 14:39:49 (dpa-AFX)
Aktien Frankfurt: Dax schwächelt weiter - Wochenbilanz negativ
23.10.2026 | 14:39:23 (dpa-AFX)
NRW: Lkw-Sonntagsfahrverbot bleibt fast bis Jahresende ausgesetzt
23.10.2026 | 14:36:09 (dpa-AFX)
ANALYSE-FLASH: MPCM senkt Ziel für Vossloh auf 57 Euro - 'Hold'
23.10.2026 | 14:39:49 (dpa-AFX)
Aktien Frankfurt: Dax schwächelt weiter - Wochenbilanz negativ

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach dem jüngsten Kursrutsch an der New Yorker Tech-Börse Nasdaq besteht bei deutschen Aktien weiter kein Kaufinteresse. Schwache Konjunktursignale aus Frankreich verstärkten am Freitag eher noch die Sorgen der Anleger. Sie bleiben in Deckung ob der vielen Themen, die sie verunsichern. Peter Reichel von der Investmentbank Oddo BHF sprach an den Märkten von einem "Balanceakt" zwischen Wachstum, Inflation und Zinsen.

Der Dax <DE0008469008> knüpfte am Nachmittag mit einem Abschlag von knapp einem Prozent auf 25.128 Punkte an seine Vortagsverluste an. Das Wochenminus weitete sich damit auf fast zwei Prozent aus. Der MDax <DE0008467416> verlor am Freitag 0,6 Prozent auf 29.920 Zähler. An den US-Börsen wird zu Wochenschluss vor allem der Standardwerte-Index Dow Jones Industrial <US2605661048> im Minus erwartet, während der Nasdaq 100 vielleicht zur Ruhe kommen könnte.

Neuerdings hinterfragen Investoren wieder kritisch, ob sich die Milliardeninvestitionen in den KI-Boom rentieren. Gestiegene Zinsen spielen eine wichtige Rolle, während die Ölpreise zuletzt wieder für Inflationsdruck sorgten. Anders als von Experten gedacht, rutschten Einkaufsmanagerindizes in Frankreich unter die Expansionsschwelle von 50 Punkten. In dem Land sorgen eskalierende Proteste derzeit für Unruhe.

Die Chartexperten von HSBC <GB0005405286> sehen den Dax, der im Oktober im Bereich von 25.000 bis 25.700 Punkten schwankt, gefangen zwischen den besonders beachteten 50- und 200-Tage-Indikatorlinien. Sie sprechen von einem "Grad an Unentschlossenheit", sehen aber die Chance auf einen "Nährboden" für eine neue Trendbewegung, sofern die 200-Tage-Linie nachhaltig verteidigt wird.

Im europäischen Technologiesektor bleiben die Anleger nervös, nachdem der New Yorker Nasdaq 100 <US6311011026> am Vorabend auf das tiefste Niveau seit Mitte September abgesackt war. Ein anfänglicher Erholungsversuch bei den Technologiewerten hielt jedoch nicht an. So rutschten die Aktien des Chipkonzerns Infineon <DE0006231004> wieder um fast ein Prozent ins Minus.

Einige Dax-Werte standen mit US-Vorgaben unter Druck. Dazu gehörten die 1,2 Prozent schwächeren Adidas<DE000A1EWWW0>-Anteile, die laut Händlern darunter litten, dass das US-Unternehmen Deckers Outdoor seinen Ausblick gesenkt hat wegen schwächerer Verkäufe von Hoka Sneakern und Ugg Boots.

Noch massiver erwischte es aber MTU <DE000A0D9PT0> mit 4,2 und die Deutsche Telekom <DE0005557508> mit 3,7 Prozent Minus. Der Triebwerksbauer war Schlusslicht im Kielwasser durchwachsener Resultate des Wettbewerbers Safran <FR0000073272>. Die Telekom gab ihre Vortagsgewinne wieder ab wegen neuer Sorgen vor US-Konkurrenz durch SpaceX <US84615Q1031>.

Besser erging es wegen Branchenvorgaben dem Zementkonzern Heidelberg Materials <DE0006047004> und dem Konsumgüterhersteller Beiersdorf <DE0005200000>. Die Titel der beiden Dax-Werte stiegen nach überzeugenden Quartalsberichten der Konkurrenten Holcim <CH0012214059> und L'Oreal <FR0000120321> um bis zu 2,2 Prozent.

Ein Bericht über ein nachgebessertes Kaufangebot des Chemiekonzerns BASF <DE000BASF111> hievte am Nachmittag die Evonik<DE000EVNK013>-Aktien mit 3,4 Prozent ins Plus. BASF sei jetzt dazu bereit, etwa 24 Euro je Aktie zu zahlen, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Kreise. Laut einem Bericht der "Financial Times" hatten zuletzt 22,15 Euro je Aktie im Raum gestanden. BASF-Aktien reagierten im Dax kaum darauf.

Wenig Reaktion zeigten im Dax auch die Titel von Munich Re <DE0008430026>. Nach der jüngsten Kursrally nahmen die Anleger am Nachmittag eher nüchtern zur Kenntnis, dass der Rückversicherer nach einem starken dritten Quartal sein diesjähriges Gewinnziel anhob. Um fast 28 Prozent sind die Titel seit Juni gestiegen.

Bei Atoss Software <DE0005104400> entschieden sich die Anleger nach gutem Lauf für Gewinnmitnahmen, der Kurs des SDax<DE0009653386>-Mitglieds sackte um fast sieben Prozent ab. Dem erhöhten Margenausblick stand gegenüber, dass der auf Personalmanagement spezialisierte Softwareanbieter den Gesamterlös nun eher am unteren Ende seiner Prognosespanne sieht./tih/stk

23.10.2026 | 13:45:50 (dpa-AFX)
Kreise: BASF geht mit höherer Übernahmeofferte auf Evonik zu - 24 Euro je Aktie
23.10.2026 | 12:15:52 (dpa-AFX)
Aktien Frankfurt: Dax schwächelt weiter - Wochenbilanz negativ
23.10.2026 | 10:19:19 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Dax schwächelt - Wochenfazit negativ
23.10.2026 | 09:25:57 (dpa-AFX)
Aktien Frankfurt Eröffnung: Dax nach Nasdaq-Schwäche im Minus
23.10.2026 | 08:20:37 (dpa-AFX)
Aktien Frankfurt Ausblick: Dax nach Nasdaq-Schwäche vor verhaltenem Start
23.10.2026 | 07:33:01 (dpa-AFX)
dpa-AFX Börsentag auf einen Blick: Leichte Verluste erwartet

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