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News

26.02.2026 | 20:05:30 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Hillary Clinton verteidigt sich im Kreuzverhör zu Epstein

WASHINGTON (dpa-AFX) - Die frühere US-Außenministerin Hillary Clinton hat bei einer Befragung vor dem US-Parlament jede Kenntnis von Straftaten des verurteilten Sexualstraftäters Jeffrey Epstein entschieden zurückgewiesen. In ihrem in den sozialen Medien schriftlich verbreiteten ausführlichen Eröffnungsstatement erklärte sie, sie sei weder mit Epstein geflogen noch habe sie seine Privatinsel oder andere Anwesen besucht. Sie erinnere sich generell an keine konkreten Begegnungen mit dem 2019 in Haft verstorbenen Finanzinvestor und könne keine zusätzlichen Informationen zu den Ermittlungen beitragen.

Die Befragung vor einem Untersuchungsausschuss des US-Repräsentantenhauses ist Teil einer politischen Aufarbeitung des Missbrauchs- und Sexhandelsnetzwerk Epsteins. Sie fand am Donnerstag hinter verschlossenen Türen in Chappaqua, einer Gemeinde im US-Bundessaat New York, in der sie mit ihrem Mann, Ex-Präsident Bill Clinton lebt, statt.

Die Clintons hatten eine Aussage zuvor monatelang verweigert. Der republikanisch geführte Ausschuss unter Vorsitz von James Comer hatte daraufhin ein Verfahren wegen Missachtung des Kongresses angestoßen, woraufhin die Clintons schließlich einer persönlichen Befragung zugestimmt hatten. Demokraten werfen Comer vor, ein politisch motiviertes Verfahren zu betreiben.

Kampf gegen Sexhandel kein "politisches Schlagwort"

In ihrem Statement hob Hillary Clinton ausführlich ihr langjähriges Engagement gegen Menschenhandel und sexuelle Ausbeutung hervor. Als Senatorin und später als Außenministerin sei die Unterstützung internationaler Programme zur Bekämpfung von Sexhandel und die Stärkung von Opferschutzinitiativen zentrales Anliegen ihrer Arbeit gewesen, nicht nur ein "politisches Schlagwort".

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump habe hingegen beim Schutz von Betroffenen Rückschritte gemacht. Sie warf den Republikanern vor, mit der jetzigen Befragung von dem Umgang mit den sogenannten Epstein-Akten ablenken zu wollen. Der Ausschuss solle stattdessen die vollständige Veröffentlichung der Unterlagen vorantreiben.

Am Freitag wird Bill Clinton befragt

Epstein hatte über Jahre einen Missbrauchsring betrieben, dem Dutzende junge Frauen und Minderjährige zum Opfer fielen. Der New Yorker Finanzier verfügte über beste Kontakte in Politik, Wirtschaft und High Society im In- und Ausland. Er starb 2019 in einer Gefängniszelle. Seine langjährige Vertraute und Komplizin Ghislaine Maxwell verbüßt eine Haftstrafe wegen Sexhandels. Comer betonte vor Beginn der Befragung, derzeit werde den Clintons kein Fehlverhalten vorgeworfen. Man wolle klären, wie Epstein zu Einfluss und Reichtum gekommen sei und welche Netzwerke ihn geschützt hätten.

Trump unterzeichnete im November 2025 ein vom Kongress mit großer Mehrheit beschlossenes Gesetz zur Veröffentlichung der Epstein-Akten, nachdem er sich zuvor lange gegen eine Freigabe ausgesprochen hatte. Immer wieder lenkte der Republikaner die Aufmerksamkeit auf Bill Clinton und behauptete ohne Belege, dieser habe Epsteins Privatinsel besucht. Die Clintons weisen das zurück. Bill Clinton soll am Freitag ebenfalls hinter verschlossenen Türen aussagen.

Foto sorgt für Unterbrechung

Die Befragung wurde zu Beginn kurz unterbrochen, nachdem der rechtsgerichtete Kommentator Benny Johnson ein Foto aus dem Raum in den sozialen Medien veröffentlicht hatte. Clintons Berater Nick Merrill sagte Medienberichten zufolge, es werde geprüft, wie das Bild nach außen gelangen konnte und ob dabei Hausregeln verletzt wurden.

Auch das Justizministerium selbst steht unter Druck. Demokratische Abgeordnete prüfen, ob im Zuge der Veröffentlichung der Millionen Seiten umfassenden Akten FBI-Vernehmungsprotokolle oder andere Dokumente - darunter Unterlagen zu Vorwürfen gegen Trump - zurückgehalten wurden. Das Ministerium bestreitet dies und erklärte, es seien lediglich doppelte, privilegierte oder laufende Ermittlungen betreffende Dokumente nicht veröffentlicht worden. Sollten Unterlagen irrtümlich falsch gekennzeichnet worden sein, würden sie nach Prüfung veröffentlicht. Trump bestreitet jegliches Fehlverhalten im Zusammenhang mit Epstein./hae/DP/he

26.02.2026 | 20:01:04 (dpa-AFX)
Aktien New York: Dow stabil - Tech-Werte von Nvidia belastet
26.02.2026 | 19:59:57 (dpa-AFX)
Atomgespräche zwischen USA und Iran beendet
26.02.2026 | 19:46:17 (dpa-AFX)
ROUNDUP 2:Uruguay und Argentinien ratifizieren Abkommen zwischen Mercosur und EU
26.02.2026 | 19:38:50 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Reiche-Ministerium plant Einschnitte bei der Solarförderung
26.02.2026 | 19:35:59 (dpa-AFX)
EU-Kommission setzt Anti-Betrugsbehörde auf britischen Ex-Minister an
26.02.2026 | 19:24:41 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Uruguay ratifiziert als erstes Mercosur-Land Handelsabkommen mit EU
26.02.2026 | 18:27:08 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax behauptet sich im Plus - Blicke auf Nvidia

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax <DE0008469008> hat am Donnerstag seine anfänglichen Verluste abgeschüttelt. Auch ein Auf und Ab an der Wall Street konnte dem Leitindex am Nachmittag nichts anhaben. Die Blicke der Anleger waren im Nachgang der Resultate, die der Chipkonzern Nvidia <US67066G1040> am Vorabend nach US-Börsenschluss vorgelegt hatte, besonders stark auf die US-Börsen gerichtet.

Gestützt auf die Aktien des Schwergewichts SAP <DE0007164600>, die sich im Tagesverlauf klar ins Plus absetzten, ging der deutsche Leitindex 0,45 Prozent höher bei 25.289,02 Punkten über die Ziellinie. Oberhalb der Marke von 25.300 Punkten war im Tagesverlauf aber wieder Schluss für den Leitindex. In diesem Bereich kristallisiert sich seit Mitte Februar ein wichtiger Widerstand heraus. Der MDax <DE0008467416> legte am Donnerstag um 0,07 Prozent auf 31.452,62 Punkte zu.

In New York verteidigte der Dow Jones Industrial <US2605661048> seine frühen Gewinne nicht. Gegenwind kam in New York vor allem an der technologielastigen Nasdaq-Börse auf. Belastend wirkte dort, dass Nvidia-Aktien an ihrem höchsten Stand seit November unter Gewinnmitnahmen litten. Sie wurden von den Anlegern trotz beeindruckender Quartalszahlen und starker Geschäftsziele abgestoßen.

Besser schlugen sich dieses Mal die amerikanischen Softwarewerte, wovon in Deutschland auch SAP profitierte. Die Titel von Salesforce <US79466L3024> und Snowflake <US8334451098> wurden in New York von den Anlegern wieder gekauft trotz ihrer Sorgen vor einer Bedrohung durch Künstliche Intelligenz. Bei Salesforce schüttelten Anleger diese Bedenken erst einmal ab und bei Snowflake wurden die Stimmen rund um das KI-Thema optimistischer. SAP schlossen daraufhin mit 3,3 Prozent im Plus.

Die Aktien des Baustoffkonzerns Heidelberg Materials <DE0006047004> büßten dagegen am Dax-Ende fünf Prozent ein. Hier belastete die anhaltende Debatte über das europäische Emissionshandelssystem ETS. Zum Thema wurde ein Artikel, wonach Italien auf dessen Aussetzung drängt, um energieintensive Unternehmen zu entlasten. Von den Anlegern in der CO2-intensiven Chemiebranche wurde diese Entwicklung begrüßt.

Auch in Europa hatte die Berichtssaison viele Neuigkeiten zu bieten: Bei Scout24 <DE000A12DM80> war die Entwicklung schwankend. Anleger blieben auch hier nervös wegen der zuletzt aufgekommenen KI-Bedenken, die den Kurs zunächst auf den tiefsten Stand seit Februar 2024 drückten. Sie besannen sich aber dann noch etwas auf ein deutliches Umsatz- und Ergebnisplus und das avisierte weitere Wachstum des Immobilienportals. Die Verluste wurden auf 0,4 Prozent begrenzt.

Für Munich Re <DE0008430026> ging es nach gutem Lauf in gemäßigtem Rahmen um 0,7 Prozent bergab. Der Rückversicherer übertraf zwar trotz der verheerenden Waldbrände in Los Angeles sein Gewinnziel, blieb aber hinter den Analystenerwartungen zurück. Die Titel des Erstversicherers Allianz <DE0008404005> schlugen sich nach durchwachsenen Zahlen mit einem Anstieg um 0,8 Prozent besser.

Die Reihe der Jahresberichte wurde im Dax durch die Deutsche Telekom <DE0005557508> ergänzt, hier wurde das Minus im Tagesverlauf mit 2,2 Prozent etwas größer. Getrübt wurde das Branchenbild vom MDax-Schlusslicht Freenet <DE000A0Z2ZZ5>, dessen Aktien um weitere 14 Prozent abrutschten. Der Mobilfunk- und TV-Anbieter enttäuschte sowohl mit seinen Jahreszahlen als auch den Unternehmenszielen.

Im MDax gab es nach Zahlen einige weitere Werte mit größeren Schwankungen. So verlor der Gabelstaplerhersteller Kion <DE000KGX8881> gedrückt durch einen schwachen Ausblick mehr als zehn Prozent ins Minus. Konkurrent Jungheinrich <DE0006219934> verlor mehr als acht Prozent.

Mit 4,3 Prozent waren im allgemein schwachen Rüstungssektor auch die Hensoldt <DE000HAG0005>-Aktien ein größerer Verlierer. Hier wurden das Ergebnisziel und die Dividende als Enttäuschung gewertet.

Positiver war das Feedback bei Puma <DE0006969603>, die ihr Kursplus auf fast zehn Prozent steigerten. Die Zahlen des Sportwarenherstellers für das vergangene Quartal seien weniger schlecht ausgefallen als befürchtet, kommentierte Analyst Thomas Maul von der DZ Bank.

Im Nebenwerte-Index SDax <DE0009653386> büßten die Aktien von Gerresheimer <DE000A0LD6E6> auf ihrer rasanten Talfahrt weitere 15 Prozent ein. Die Krise wegen untersuchter Bilanzierungsfehler spitzt sich beim Verpackungsspezialisten weiter zu. Dagegen gewannen die zuletzt schwachen Aktien von Adesso <DE000A0Z23Q5> an der SDax-Spitze nach Zahlen mehr als 12 Prozent.

Auf europäischer Ebene setzte der EuroStoxx 50 <EU0009658145> seine Rekordrally zunächst fort, bevor der Leitindex ins Minus rutschte und 0,2 Prozent tiefer schloss. Außerhalb des Eurogebiets legte der Londoner FTSE 100 <GB0001383545> zu, der schweizerische SMI <CH0009980894> schloss im Minus. In New York verbuchte der Nasdaq 100 <US6311011026> mit zuletzt 1,5 Prozent unter den Leitindizes die größten Verluste./tih/he

26.02.2026 | 17:48:57 (dpa-AFX)
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26.02.2026 | 17:01:39 (dpa-AFX)
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26.02.2026 | 14:43:02 (dpa-AFX)
Aktien Frankfurt: Dax legt weiter zu - Zahlenflut im Blick
26.02.2026 | 12:11:16 (dpa-AFX)
Aktien Frankfurt: Dax dreht moderat ins Plus - Zahlenflut im Blick
26.02.2026 | 10:26:29 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Dax schwächelt nach Nvidia-Zahlen

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