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News

10.06.2026 | 22:55:10 (dpa-AFX)
Oracle legt kräftig zu mit KI-Datencentern - Nervöse Anleger lassen Aktie fallen

AUSTIN (dpa-AFX) - Der US-Software- und Datacenter-Konzern Oracle <US68389X1054> hat im vierten Quartal weiter deutlich Schwung von den KI-Ausgaben seiner Kunden bekommen. Die Umsätze mit Cloud-Infrastruktur - das sind vor allem KI-Rechenzentren - wuchsen auf 5,8 Milliarden US-Dollar, wie der SAP <DE0007164600>-Rivale am Mittwoch nach US-Börsenschluss in Austin (Texas) mitteilte. Das waren 93 Prozent mehr Erlös als ein Jahr zuvor und damit leicht mehr als von Experten geschätzt. Die Aktie fiel aber nachbörslich.

In den vergangenen Monaten waren die Anleger gut durchgeschüttelt worden und blieben daher nervös. Der Kurs der Aktie verlor im nachbörslichen US-Handel zuletzt 5 Prozent. Nach einem rasanten Anstieg im vergangenen Herbst hatte das Papier monatelang fast nur den Weg nach unten gekannt. Mit der KI- und Tech-Rally der vergangenen Wochen hatte es sich wieder auf 250 Dollar hochgearbeitet, um dann wieder auf 200 Dollar zurückzufallen.

Software-Abos und Cloud-Infrastruktur zusammengenommen kam bei Oracle ein Umsatzplus von 48 Prozent auf 9,9 Milliarden Dollar zustande. Das war etwas weniger als von Analysten erwartet.

Der Kapitalbedarf für das Rennen um einen schnellen Ausbau der KI-Rechenkapazitäten ist in der Branche riesig. Oracle gab im vergangenen Geschäftsjahr (Ende Mai) 55,7 Milliarden Dollar für Investitionen aus, vorwiegend für KI-Technik. Das war deutlich mehr als die veranschlagten 50 Milliarden Dollar.

Die Experten des Analysedienstes Vital Knowledge attestierten dem Konzern ein ordentliches Abschneiden im Quartal. Der Firma stünden aber nach wie vor hohe Geldabflüsse bevor, um die Kapazitäten für den wachsenden Auftragsbestand aufzubauen. Das werde mehr Schulden und Eigenkapital benötigen.

Im laufenden ersten Quartal rechnet Oracle nun mit einem Erlösplus von insgesamt 27 bis 29 Prozent. Im gesamten Jahr soll der Umsatz wie bereits bekannt 90 Milliarden Dollar betragen./men

10.06.2026 | 22:29:23 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Chip-Schwäche und Drohungen gegen Iran belasten
10.06.2026 | 22:24:27 (dpa-AFX)
WM 2026/Infantino über Visa-Affäre: 'Nicht die Könige der Welt'
10.06.2026 | 22:20:39 (dpa-AFX)
Aktien New York Schluss: Chip-Schwäche und Drohungen gegen Iran belasten
10.06.2026 | 22:03:01 (dpa-AFX)
Trump: 'Ich liebe die Inflation'
10.06.2026 | 21:48:06 (dpa-AFX)
WM 2026/FIFA-Boss verteidigt Ticketpreise: Entspannt über Ermittlung
10.06.2026 | 21:45:19 (dpa-AFX)
EQS-Adhoc: MAHLE platziert erfolgreich eine Aufstockung ihrer Anleihe mit Fälligkeit 2032 im Gesamtnennbetrag von 200 Millionen Euro und gibt Teilrückkaufangebot für ihre Anleihe mit Fälligkeit 2028 bekannt (deutsch)
10.06.2026 | 18:15:20 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax gibt nach - Spannungen im Iran-Krieg

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax <DE0008469008> ist am Mittwoch unter Druck geblieben. Für Verunsicherung sorgten anhaltende Kursverluste im US-Technologiesektor sowie wieder zunehmende Spannungen im Nahen Osten. Die USA und der Iran hatten sich trotz Waffenruhe und laufenden Verhandlungen über ein Kriegsende erneut gegenseitig angegriffen.

Zwischenzeitlich hatten Kommentare des US-Präsidenten den deutschen Leitindex bis zu 1,6 Prozent ins Minus gezogen. Mit Blick auf die sich seit Wochen hinziehenden Verhandlungen über ein Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran hatte Donald Trump auf seiner Plattform Truth Social geschrieben: "Sie haben zu lange gebraucht, um einen für sie großartigen Deal auszuhandeln, jetzt müssen sie die Konsequenzen tragen!"

Nach den Aussagen Trumps hatte das Börsenbarometer den tiefsten Stand seit mehr als drei Wochen erreicht und war zeitweise unter die 200-Tage-Durchschnittslinie gefallen, die als Indikator für den längerfristigen Trend gilt. Am Ende schloss der Dax 0,97 Prozent im Minus bei 24.195,31 Punkten. Der MDax <DE0008467416> mit den mittelgroßen Börsenunternehmen fiel um 1,11 Prozent auf 31.292,79 Zähler.

"Die verschärfte Rhetorik von Trump im Zusammenhang mit dem Konflikt im Nahen Osten erinnert daran, dass geopolitische Risiken weiterhin unter der Marktoberfläche glimmen", sagte Marktexperte Timo Emden von Emden Research. Zudem seien die Anleger nun in Bezug auf die geldpolitischen Perspektiven der US-Notenbank Fed unter dem Strich kaum schlauer als zuvor. Denn die jüngsten US-Inflationsdaten hätten den Zinssorgen zwar kurzfristig die Schärfe genommen. Für mehr Klarheit über den weiteren geldpolitischen Kurs der US-Notenbank aber sorgten die Daten Emden zufolge nicht.

Im Softwarebereich standen die Quartalszahlen von Oracle <US68389X1054> nach US-Börsenschluss im Fokus. Anleger erwarten offenbar nichts Gutes, wie anhaltende Kursverluste im Sektor zeigten. Die Aktien von SAP <DE0007164600> büßten 3,2 Prozent ein. Auch die Papiere von Nemetschek <DE0006452907> und Teamviewer <DE000A2YN900> verloren deutlich.

Am Dax-Ende machten Anleger bei den Papieren des Energietechnikkonzerns Siemens Energy <DE000ENER6Y0> weiter Kasse. Sie sackten um 6,5 Prozent ab.

Angetrieben von einem positiven Analystenkommentar setzten die Aktien von Adidas <DE000A1EWWW0> ihren jüngsten Erholungskurs mit plus 2,8 Prozent fort. Analyst Piral Dadhania von der kanadischen Bank RBC fand lobende Worte: Der Sportartikelkonzern biete inzwischen ein gut berechenbares Ergebniswachstum, das am oberen Ende der Branche rangiere. Insofern sei die Aktienbewertung noch günstig.

Bessere Profitabilitätsaussichten von Heidelberger Druckmaschinen <DE0007314007> verliehen den Titeln des Maschinenbauers rund sechs Prozent Auftrieb. Wie das Unternehmen mitgeteilt hatte, soll die bereinigte operative Marge (Ebitda) im laufenden Geschäftsjahr 2026/27 (bis Ende März) im Vergleich zum Vorjahr spürbar zulegen. Dazu beitragen soll auch ein Sparprogramm.

Die Anteilsscheine von Fielmann <DE0005772206> schnellten nach einer Kaufempfehlung der Deutschen Bank an der Spitze des Nebenwerteindex SDax <DE0009653386> um gut sechs Prozent hoch. Analyst Michael Kuhn lobte das bewährte Geschäftsmodell, die dominante Marktposition, eine konstant hohe Kundenzufriedenheit und die erfolgreiche "Vision 2025" der Optikerkette.

Auf europäischer Ebene kam der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 <EU0009658145> auf ein Minus von 0,66 Prozent auf 6.009,95 Punkte. Der Londoner FTSE 100 <GB0001383545> und insbesondere der Züricher SMI <CH0009980894> hingegen legten zu. In New York wiederum fiel der Dow Jones Industrial <US2605661048> zum europäischen Börsenschluss um 1,1 Prozent./la/men

--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---

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ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Wenig bewegt vor US-Inflationsdaten

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