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News

10.04.2026 | 15:01:17 (dpa-AFX)
Neues Urteil: Verlängerte Grenzkontrollen waren rechtswidrig

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (VGH) hat anlasslose Grenzkontrollen an der deutsch-österreichischen Grenze in einem weiteren Verfahren im Nachhinein für rechtswidrig erklärt. Konkret hatte eine Frau gegen vier Kontrollen durch die Bundespolizei in den Jahren 2022 und 2023 geklagt. Das Verwaltungsgericht München hatte die Klage der Deutschen abgewiesen, der VGH als Berufungsinstanz gab ihr nun aber recht. Unmittelbare Folgen für die aktuell weiter stattfindenden Grenzkontrollen hat das Urteil indes nicht.

VGH: Verlängerte Grenzkontrollen nicht ausreichend begründet

Die VGH-Richter urteilten, die Anordnung zur Verlängerung der Grenzkontrollen sei vom Bundesinnenministerium jeweils nicht entsprechend den Vorschriften des Schengener Grenzkodex und gemäß der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) begründet worden. Rechtlich erforderlich sei dafür - bezogen auf die jeweiligen, sechsmonatigen Zeiträume zwischen November 2021 und Mai 2022 sowie zwischen November 2022 und Mai 2023 - eine neue, ernsthafte Bedrohung.

Die Begründung im Wesentlichen mit einer "weiterhin" hohen Sekundärmigration oder mit einer Belastung der Aufnahmekapazitäten für Flüchtlinge erachtete der VGH nicht als ausreichend. Eine neue, ernsthafte Bedrohungslage sei den damaligen Anordnungsschreiben zur Verlängerung der Grenzkontrollen "nicht substantiiert zu entnehmen" gewesen.

Zudem stellte der Verwaltungsgerichtshof fest, die Grenzkontrollen könnten nach der Rechtsprechung des EuGH auch nicht mit dem Argument der nationalen Sicherheit oder der Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung und dem Schutz der inneren Sicherheit gerechtfertigt werden (Az. 10 BV 25.901).

Die VGH-Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Der Bundesregierung kann gegen die Entscheidung Rechtsmittel beim Bundesverwaltungsgericht einlegen.

Schon einmal ähnliches Urteil

Die Frau aus Deutschland hatte 2022 und 2023 ihren Wohnsitz in Wien und reiste dabei mehrfach mit Fernbussen oder der Bahn zu ihrem früheren Wohnort nach München. Dabei war sie mehrfach kontrolliert worden.

Vor gut einem Jahr hatte der VGH schon einmal ein ähnliches Urteil gefällt. Damals hatte ein Österreicher wegen einer Kontrolle durch Bundespolizisten im Juni 2022 in einem Zug in Bayern geklagt und vom VGH recht bekommen./ctt/DP/men

10.04.2026 | 15:00:41 (dpa-AFX)
EQS-News: SMT Scharf AG veröffentlicht finale Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 (deutsch)
10.04.2026 | 15:00:36 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Wieder gegenseitige Angriffe zwischen Hisbollah und Israel
10.04.2026 | 15:00:25 (dpa-AFX)
Aktien New York Ausblick: Preisdaten stützen am Ende einer stark erholten Woche
10.04.2026 | 14:59:49 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Tarifabschluss mitten im Streik - Verdi landet bei Lufthansa
10.04.2026 | 14:59:43 (dpa-AFX)
China und Nordkorea wollen Austausch verstärken
10.04.2026 | 14:57:12 (dpa-AFX)
ROUNDUP 2/Koalitionsstreit um Entlastungen: Reiche attackiert SPD
10.04.2026 | 12:21:18 (dpa-AFX)
Aktien Europa: Leichte Gewinne - Lage bleibt fragil

PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - Die europäischen Aktienmärkte haben am Freitag leicht zugelegt. Gute Vorgaben aus den USA und Asien stützten, doch die Zurückhaltung der Marktteilnehmer war spürbar. Auch vage Hoffnungen im Ukraine-Krieg stützten den Markt gegen Mittag.

"Die Anleger befinden sich weiter in einer Pattsituation", beschrieb Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst CMC Markets, die Lage. "Einerseits bleibt die Situation im Nahen Osten unübersichtlich, andererseits bewegen sich einige Aktien von Unternehmen auf sehr interessanten Kursniveaus."

Der EuroStoxx 50 <EU0009658145> gewann am Mittag 0,65 Prozent auf 5.934,69 Punkte. Außerhalb des Euroraums legte der Schweizer SMI <CH0009980894> um 0,85 Prozent auf 13.271,52 Punkte zu, während der britische FTSE 100 <GB0001383545> 0,37 Prozent auf 10.642,99 Punkte gewann.

Die Vorsicht der Investoren galt den schwierigen Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran. "Solange beide Seiten auf ihre Maximalforderungen bestehen, sieht es nicht gerade nach großer Entspannung aus", betonte Robert Greil, Chefstratege von Merck Finck. "Nachdem eine schnelle Einigung eher unwahrscheinlich wirkt, dürften die Finanzmärkte volatil bleiben." Allerdings sei der Druck auf die Trump-Administration, den Krieg zu beenden, schon wegen der Zwischenwahlen im Herbst hoch.

Zu den Gewinnern gehörten die Bauwerte. Hier waren Holcim <CH0012214059> mit fast vier Prozent gefragt. Neben Goldman Sachs hatte auch Exane BNP Paribas die Einstufung erhöht. Während der Goldman-Experte nach der Kurskorrektur seit Jahresbeginn das aktuelle Niveau als attraktiven Einstiegszeitpunkt betrachtet, hob der Exane-Analyst die jüngsten Äußerungen des Managements positiv hervor.

Verluste verzeichneten dagegen die Ölwerte. Allerdings blieben diese angesichts der massiven Gewinne der Vorwochen überschaubar, nachdem sich bei den Ölpreisen keine weitere Entspannung gezeigt hatte.

Die Experten der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) äußerten sich vorsichtig. "Entscheidend für die Entwicklung der Energiepreise und damit auch der Konjunktur ist, ob der Krieg endet und die Straße von Hormus bald wieder frei befahrbar wird", hieß es. "Selbst nach einem Kriegsende dürfte es einige Zeit dauern, bis die Versorgungslücken geschlossen sind und die Energieinfrastrukturen wieder vollständig funktionieren." Die Preise dürften also nicht sofort auf das Vorkriegsniveau fallen.

Lediglich optischer Natur waren unterdessen die Verluste von Zurich Insurance <CH0011075394>, da die Aktie ex-Dividende gehandelt wurde. Die Abgaben von vier Prozent lasteten trotzdem auf dem Versicherungssektor, der schwächelte - ebenso wie andere eher defensive Sektoren wie Versorger und Telekommunikation./mf/jha/

09.04.2026 | 18:21:18 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Anleger zurückhaltend - Skepsis wegen Waffenruhe
09.04.2026 | 18:02:50 (dpa-AFX)
Aktien Europa Schluss: Anleger zurückhaltend - Skepsis wegen Waffenruhe
09.04.2026 | 12:19:42 (dpa-AFX)
Aktien Europa: Kursverluste - Skepsis zu Waffenruhe hält Märkte in Zaum
08.04.2026 | 18:24:04 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Erholungsrally nach Waffenruhe im Iran-Krieg
08.04.2026 | 18:04:52 (dpa-AFX)
Aktien Europa Schluss: Erholungsrally nach Waffenruhe im Iran-Krieg
08.04.2026 | 12:24:28 (dpa-AFX)
Aktien Europa: Erholungsrally nach Waffenruhe im Iran-Krieg

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