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News

29.10.2026 | 11:53:40 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Airbus rechnet trotz holprigem Sommer mit Rekordjahr - Aktie hebt ab

TOULOUSE (dpa-AFX) - Der weltgrößte Flugzeughersteller Airbus <NL0000235190> steuert trotz eines Sommers mit Produktionsmängeln weiterhin auf ein Rekordjahr zu. Wie geplant sollen rund 870 Verkehrsflugzeuge den Weg zu den Kunden finden und damit etwas mehr als die 863 Jets aus dem Spitzenjahr 2019, kurz vor der Corona-Pandemie. Im dritten Quartal musste sich Airbus jedoch mit technischen Mängeln an zwei Flugzeugtypen herumschlagen. Umsatz und der Gewinn im Tagesgeschäft gingen zurück. Vorstandschef Guillaume Faury zeigte sich am Mittwochabend dennoch zuversichtlich, seine Jahresziele zu erreichen. An der Börse kamen die Neuigkeiten am Donnerstag gut an.

Die Airbus-Aktie gewann am Vormittag zuletzt als einer der stärksten Titel im Dax <DE0008469008> 2,7 Prozent auf 196,40 Euro. Damit wurde das Papier wieder etwa so teuer gehandelt wie zum Jahreswechsel. Das Rekordhoch von gut 221 Euro von Mitte Januar ist aber noch ein gutes Stück entfernt.

Mehrere Branchenexperten nahmen die Quartalszahlen zum Anlass, ihre Kursziele für die Airbus-Aktie anzuheben. So traut Analystin Chloe Lemarie vom Analysehaus Jefferies dem Papier jetzt absehbar einen Anstieg auf 210 Euro zu, und ihr Kollege David Perry von der US-Bank JPMorgan hob sein Ziel sogar auf 250 Euro an.

Im dritten Quartal musste Airbus ein Problem am Seitenleitwerk des Großraumjets A330neo lösen - und neue Maschinen des Typs konnten zunächst nicht ausgeliefert werden. Außerdem fand der Hersteller an Längsversteifungen seines stark gefragten Mittelstreckenjets A321neo Unregelmäßigkeiten beim Oberflächenschutz. Laut dem Fachmedium "The Air Current" waren mehrere hundert Flugzeuge betroffen. Allerdings habe es sich nicht um ein Sicherheitsproblem gehandelt, betonte Faury.

Trotz des laufenden Produktionsausbaus lieferte Airbus im dritten Quartal etwas weniger Verkehrsflugzeuge aus als ein Jahr zuvor. Hinzu kam ein aus Sicht des Herstellers ungünstigerer Produktmix.

Entsprechend ging Airbus' Umsatz im Jahresvergleich um zwei Prozent auf knapp 17,5 Milliarden Euro zurück, während Analysten mit einem Anstieg gerechnet hatten. Der Gewinn im Tagesgeschäft sank etwa wie erwartet um neun Prozent auf knapp 1,8 Milliarden Euro, wobei die Rüstungs- und Raumfahrtsparte deutlich zulegte. Der Überschuss des Konzerns wuchs auch dank positiver Sondereffekte um ein Fünftel auf gut 1,3 Milliarden Euro.

Hatte Faury den Triebwerkshersteller Pratt & Whitney Anfang 2026 für schleppende Lieferungen kritisiert, zeigte er sich am Mittwochabend zufrieden. Airbus habe inzwischen genügend Bauteile, um seine Ziele für 2026 zu erreichen. Im Februar und im April hatte Faury der Tochtergesellschaft des US-Konzerns RTX <US75513E1010> die Schuld daran gegeben, dass der weltgrößte Flugzeughersteller seine Produktion nicht schneller ausweiten kann.

Zudem zeigte sich Faury weiterhin optimistisch, dass der Konzern seinen bereinigten operativen Gewinn im Gesamtjahr wie vorgesehen auf rund 7,5 Milliarden Euro steigern kann. Nach den ersten neun Monaten stehen 4,5 Milliarden in den Büchern, und Analysten hatten für das Gesamtjahr zuletzt schon 7,7 Milliarden auf dem Zettel. Für die kommenden Jahre hat sich Faury seit dem Sommer noch deutlich mehr vorgenommen: Bis 2029 soll dieses Ergebnis auf 12 bis 13 Milliarden Euro klettern.

Dabei kann die Airbus-Führung auf tausende Bestellungen bauen. Ende September saß der Hersteller über alle Modelle hinweg auf einem Auftragsbestand von mehr als 9.300 Passagier- und Frachtflugzeugen. Die Bestellungen reichen rechnerisch für mehr als zehn Jahre. Der Konzern treibt deshalb seit Jahren den Ausbau seiner Produktion voran, doch wichtige Zulieferer wie Triebwerkshersteller können bislang kaum so viel liefern wie gewünscht.

Mit Blick auf die hohen Öl- und Kerosinpreise sprach Faury von einem schwierigen Umfeld für die Luftfahrtbranche. Fluggesellschaften ächzen unter den stark gestiegenen Treibstoffkosten, und erste Airlines haben schon Insolvenz beantragt.

Moderne Jets mit einem geringeren Treibstoffverbrauch sind seit Jahren stark gefragt - nicht erst seit der Iran-Krieg die Kerosinpreise in diesem Jahr kräftig in die Höhe getrieben hat. Die großen Flugzeughersteller Airbus und Boeing <US0970231058> können die Nachfrage kaum befriedigen - nicht nur wegen knapper Bauteile.

So steckt der US-Konzern Boeing seit den tödlichen Abstürzen zweier Mittelstreckenjets in den Jahren 2018 und 2019 in einer Dauerkrise und musste seine Produktion drosseln, statt sie auszubauen. Inzwischen geht es bei Boeing wieder aufwärts, doch seine modernisierten Flugzeugtypen wie der Großraumjet 777X und die Langversion des Mittelstreckenjets 737 Max haben etliche Jahre Verspätung. Zudem hat der US-Konzern im laufenden Geschäft seit 2019 nur rote Zahlen geschrieben und muss auch 2026 mit einem Verlustjahr rechnen./stw/men/stk

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29.10.2026 | 11:51:31 (dpa-AFX)
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29.10.2026 | 11:51:28 (dpa-AFX)
Chinesischer Elektroautobauer BYD macht weniger Gewinn als gedacht
29.10.2026 | 11:45:10 (dpa-AFX)
EQS-News: The Platform Group stärkt Wachstumsbasis durch neue Servicegesellschaften, zentralen Einkauf, weitere Akquisitionen - Bestätigung der Prognose (deutsch)
29.10.2026 | 11:42:56 (dpa-AFX)
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29.10.2026 | 11:36:42 (dpa-AFX)
GNW-News: Sihoo präsentiert auf der ORGATEC 2026 adaptive Ergonomielösungen und tauscht sich mit Fachleuten aus aller Welt aus
28.10.2026 | 18:25:00 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Wenig bewegt vor Fed - Berichtssaison im Fokus

PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - Europas Aktienmärkte haben den Mittwoch wenig bewegt zu Ende gebracht. Während an Asiens Börsen die beeindruckende Quartalsbilanz von SK Hynix <KR7000660001> die KI-Begeisterung erneut anfachte, sprang der Funke nach Europa kaum über. Dort und in New York positionierten sich die Anleger vorsichtig vor dem später erwarteten Zinsentscheid der US-Notenbank Fed, auf den am Donnerstag jener der Europäischen Zentralbank folgen wird.

Der EuroStoxx 50 <EU0009658145> traf im Tagesverlauf bei der abwärts verlaufenden 21-Tage-Linie auf charttechnischen Widerstand. Der Leitindex der Eurozone ging aber 0,05 Prozent höher bei 6.167,81 Punkten aus dem Handel. Außerhalb der Eurozone sank der Schweizer SMI <CH0009980894> jedoch um 0,11 Prozent auf 14.581,10 Zähler. Der britische FTSE 100 <GB0001383545> schloss 0,07 Prozent höher bei 10.694,50 Punkten.

Hierzulande sorgte eine Reihe von Unternehmensberichten vereinzelt für starke Kursausschläge. Im Gesamtbild erzeugten sie aber kein klares Bild vor den Resultaten von Alphabet <US02079K3059> und Microsoft <US5949181045>, die am Mittwoch nach dem New Yorker Börsenschluss anstehen. Mit diesen und dem Fed-Entscheid stehen den Märkten laut dem CMC-Markets-Experten Andreas Lipkow am Mittwoch noch "zwei wichtige Bewährungsproben" bevor.

Die größte Enttäuschungen kam von Adyen <NL0012969182>, die im EuroStoxx mit einem Kurseinbruch um 13,4 Prozent das Schlusslicht waren. JPMorgan-Analyst Sandeep Deshpande rechnet nach der gekappten diesjährigen Margenprognose des niederländischen Zahlungsabwicklers und den gestrichenen Margen für die kommenden Jahre mit sinkenden Markterwartungen.

In der Bankenbranche war der Nachrichtenfluss durchwachsen. Während die Deutsche Bank <DE0005140008> und Standard Chartered <GB0004082847> zuversichtlicher wurden für den Rest des Jahres und damit ihre Kurse deutlich stützten, fiel die Reaktion auf die Zahlen von BNP Paribas <FR0000131104> verhaltener aus. Die spanische Bank Santander <ES0113900J37> enttäuschte dagegen, ihr Kurs sackte um 5,6 Prozent ab. In Zürich verloren die Papiere von UBS <CH0244767585> nach dem Quartalsbericht fast ein Prozent.

In der Branchenwertung fielen die Medienwerte als größte Verlierer auf und Autowerte als größte Gewinner. Letzteres war geprägt von Stellantis <NL00150001Q9>, denn die Papiere des Opel-, Fiat- und Peugeot-Mutterkonzerns bauten ihre Gewinne in Paris auf 15,4 Prozent aus. Sie starteten damit eine schwungvolle Erholung von ihrem jüngsten Rekordtief. Ermutigend waren die vom Autobauer bestätigten Jahresziele.

Für Logitech <CH0025751329> ging es im Züricher Leitindex SMI nach Halbjahreszahlen um mehr als zehn Prozent abwärts. Die Aktien des Computerzubehör-Herstellers litten Händlern zufolge unter Aussagen des Managements zur Bruttomarge im angelaufenen Weihnachtsquartal.

In London gingen die Blicke auf Unilever <GB00BVZK7T90> mit einem zweiprozentigen Abschlag. Zwar hob der Konsumgüterkonzern den Jahresausblick an, doch dies war laut dem UBS-Experten Guillaume Delmas schon eingepreist. Celine Pannuti von JPMorgan sprach von einer enttäuschenden Entwicklung in den Industrieländern.

Bei GSK <GB0009252882> sackte der Kurs in London sogar um fast fünf Prozent ab. Die Anteile des Pharmakonzerns litten unter einem trägen Geschäft mit Impfstoffen. Vor allem der Verkauf der RSV-Impfung Arexvy entwickelte sich schwach. Aber auch das Geschäft mit Influenza-Impfungen lief deutlich schlechter als ein Jahr zuvor./tih/he

28.10.2026 | 18:03:14 (dpa-AFX)
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28.10.2026 | 12:03:57 (dpa-AFX)
Aktien Europa: Etwas schwächer - Quartalszahlen bewegen Einzelwerte teils stark
27.10.2026 | 18:20:39 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: EuroStoxx prescht ins Plus vor - London schwach
27.10.2026 | 18:03:53 (dpa-AFX)
Aktien Europa Schluss: EuroStoxx prescht ins Plus vor - London aber schwach
27.10.2026 | 11:51:49 (dpa-AFX)
Aktien Europa: Überwiegend kaum verändert - HSBC und Reckitt belasten in London
26.10.2026 | 18:26:10 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Gewinne - Sinkende Ölpreise und Frankreich-Rating

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