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News

16.09.2026 | 12:33:17 (dpa-AFX)
ROUNDUP 2: CDU-Ministerpräsidenten stärken Merz den Rücken

(neu: mehr Details und Hintergrund)

BERLIN (dpa-AFX) - Die acht Ministerpräsidenten der CDU haben Bundeskanzler Friedrich Merz in der Debatte über seine politische Zukunft Rückendeckung gegeben. "Die Menschen können darauf vertrauen, dass wir ihre Probleme angehen. Als Ministerpräsidenten wollen und werden wir gemeinsam mit dem Bundeskanzler unseren Beitrag dazu leisten", heißt es in einer gemeinsamen Erklärung, die vier Tage vor zwei schwierigen Landtagswahlen für die CDU veröffentlicht wurde. Der Weg zu neuem Vertrauen der Menschen in die Christdemokratie führe über das Zuhören und politisches Handeln, nicht über Personaldiskussionen.

Das Wahldebakel der CDU in Sachsen-Anhalt hatte Merz innerparteilich massiv unter Druck gebracht. Seit Tagen wird darüber spekuliert, ob er sich als Kanzler halten kann. Die mächtigen Regierungschefs der Länder hatten sich in der Diskussion bisher zurückgehalten. Mit einer klaren Absage an Personaldebatten stellen sie sich nun zunächst klar hinter Merz.

Landtagswahlen könnten neue Dynamik bringen

Am kommenden Sonntag stehen allerdings noch zwei Landtagswahlen an, die eine neue Dynamik in die Debatte bringen könnten. In Mecklenburg-Vorpommern droht die CDU unter die Fünf-Prozent-Hürde zu rutschen. In Berlin könnte die Partei zudem Platz eins an die Linke verlieren und im schlimmsten Fall den Posten des Regierenden Bürgermeisters verlieren. Dann könnte eine neue Lage entstehen.

Für Sonntagabend hat Merz zu einer Sondersitzung des Parteipräsidiums ins Konrad-Adenauer-Haus in Berlin eingeladen. Am Montag sind weitere Sitzungen der Spitzengremien der CDU geplant. Dann dürfte sich entscheiden, ob und wie es mit Friedrich Merz als Kanzler und CDU-Vorsitzender weitergeht.

Auch Wüst unter den Unterzeichnern

In der Erklärung der Ministerpräsidenten heißt es: "Das politische Deutschland braucht jetzt mehr denn je Stabilität. In dieser Lage kommt es jetzt auf die Geschlossenheit, die Tatkraft und einen klaren Kurs der deutschen Christdemokratie an."

Die Initiative soll vom rheinland-pfälzischen Regierungschef Gordon Schnieder ausgegangen sein, der sich während der Personalrochade im Sommer noch mit Merz überworfen hatte, weil der seinen Bruder - Verkehrsminister Patrick Schnieder - aus dem Kabinett geworfen hatte. Die Erklärung wird auch vom nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Hendrik Wüst mitgetragen, der selbst als möglicher Nachfolger von Merz gehandelt wird.

Darin nennen die Regierungschefs drei Grundüberzeugungen:

* Einer Minderheitsregierung erteilen sie eine klare Absage: Auch in Zukunft brauche das Land eine stabile und handlungsfähige Bundesregierung mit eigener Mehrheit im Bundestag. Die CDU Deutschlands stehe seit ihrer Gründung wie keine zweite Partei für "das Erfolgsmodell der deutschen Koalitionsdemokratie". Angesichts der anstehenden Wahlen in anderen europäischen Ländern im nächsten Jahr werde es umso mehr "auf ein stabiles und starkes Deutschland im geeinten Europa ankommen".

* Die CDU Deutschlands sei zur Zusammenarbeit mit allen demokratischen Kräften bereit. Das ist eine Bekräftigung des Parteitagsbeschlusses von 2018, der eine Zusammenarbeit mit Linke und AfD ausschließt.

* Deutschland brauche Verlässlichkeit und entschlossenes Handeln. Vertrauen werde wieder entstehen, wenn Politik die Probleme und Fragen löse, die die Menschen in ihrem Alltag beschäftigen. "Das ist die feste Überzeugung von uns, den Ministerpräsidenten aus der CDU und das ist die gemeinsame Verantwortung aller Christdemokraten für unser Land." Mit diesem Punkt ist die weitere inhaltliche Strategie der Partei angesprochen.

Merz will Reformen in der Koalition durchsetzen

Merz hatte bereits eine Grundsatzdebatte über ein neues "Narrativ" der Partei nach den Wahlen angekündigt. Er hatte in den vergangenen Tagen deutlich gemacht, dass er um sein Amt kämpfen das von der schwarz-roten Koalition beschlossene Reformpaket gegen Widerstände in der SPD durchsetzen will.

Bei einer Wirtschaftstagung in Berlin sprach er am Dienstag von einer "Bewährungsprobe für die Koalition". Er denke, der SPD sei genauso klar wie der Union, dass die Koalition jetzt ihre Reformbereitschaft unter Beweis stellen müsse. "Ich hoffe auf die Einsicht, ich hoffe auf eine gute Diskussion (...) und dann auf entsprechende Taten."/mfi/DP/jha

16.09.2026 | 12:33:05 (dpa-AFX)
EQS-Stimmrechte: Delivery Hero SE (deutsch)
16.09.2026 | 12:31:26 (dpa-AFX)
AKTIEN IM FOKUS: KI-Profiteure wieder gefragt - Elmos nach Empfehlung stark
16.09.2026 | 12:19:30 (dpa-AFX)
Migration: Von der Leyen kündigt Vorstoß für Krisenregeln an
16.09.2026 | 12:18:19 (dpa-AFX)
Hannovers OB Onay: Bahn-Neubautrasse nach Hamburg 'alternativlos'
16.09.2026 | 12:18:08 (dpa-AFX)
Weltwirtschaftsforum: 120 Jahre bis zur Geschlechtergleichheit
16.09.2026 | 12:17:17 (dpa-AFX)
Kita-Beschäftigte in Deutschland klagen über zu wenig Personal
16.09.2026 | 12:06:08 (dpa-AFX)
Aktien Europa: Leichte Gewinne vor US-Zinsentscheidung - Ölpreisrückgang stützt

PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - Die europäischen Börsen haben sich am Mittwoch vor der US-Zinsentscheidung leicht zugelegt. Gesunkene Ölpreise gaben dabei leichten Rückenwind, doch die Karten werden erst am Abend neu gemischt. Die Aufmerksamkeit ist dabei ganz auf die Pressekonferenz der US-Notenbank gerichtet. "Dann wird jedes Wort auf die Goldwaage gelegt", betonte Kapitalmarktexperte Jürgen Molnar vom Broker RoboMarkets. "Entscheidend ist vor allem die Frage, wie es weitergeht."

Der EuroStoxx 50 <EU0009658145> stieg um 0,27 Prozent auf 6.253,23 Punkte. Außerhalb der Eurozone ging es ebenfalls leicht nach oben. Der britische FTSE 100 <GB0001383545> gewann 0,24 Prozent auf 10.683,66 Zähler, der Schweizer Leitindex SMI <CH0009980894> legte um 0,21 Prozent auf 13.838,30 Punkte zu.

Eine Zinserhöhung in den USA gilt als wahrscheinlich und dürfte die Märkte nicht belasten. "Die Rentenmärkte sind hochgradig nervös", stellte Joachim Schallmayer, Leiter Kapitalmärkte und Strategie bei der DekaBank, fest. "In dieser Lage würde eine Zinsanhebung und ein klar skizzierter Fahrplan helfen, die Märkte zu beruhigen und Finanzierungsbedingungen zu verbessern."

Würden die US-Währungshüter dagegen nichts tun, könnte dies belasten. "Sollte die Fed nicht agieren, würde sie eine große Verunsicherung hinterlassen, was zu weiter steigenden langlaufenden Zinsen und somit zu einer weiteren Verschlechterung der Finanzierungsbedingungen führen würde", warnte Schallmayer.

Die Veränderungen der Einzelsektoren waren insgesamt überschaubar. Erholungstendenzen gab es bei den Rohstoff- und Technologiewerten. Letztere profitierten von guten Vorgaben der US-Halbleiterwerte. Das Schwergewicht ASML <NL0010273215> legte mit 2,6 Prozent Aufschlag deutlich zu.

Am Ende des Feldes lagen die Autowerte. Berenberg-Analyst Romain Gourvil schrieb in einer Studie, der Weg zu einer positiven Entwicklung im Autosektor bleibe holprig. China, geopolitische Risiken und Inflationsdruck trügen zu schwachen Ertragsperspektiven, anhaltenden Überkapazitäten und zunehmendem Wettbewerb bei. Aktien von Renault <FR0000131906> fielen mit 4,5 Prozent auffallend stark. Analyst Gourvil macht wachsenden Gegenwind für den französischen Autobauer aus.

Auch sonst setzten Analysen Akzente. So gewannen Amadeus IT <ES0109067019> 1,2 Prozent, nachdem die Deutsche Bank den Wert auf "Buy" angehoben hatte. Gleiches hatte das Institut mit den Aktien von AB Inbev <BE0974293251> getan, die darauf um 0,7 Prozent stiegen./mf/jha/

15.09.2026 | 18:29:45 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Moderate Verluste am Tag vor US-Zinsentscheid
15.09.2026 | 18:02:51 (dpa-AFX)
Aktien Europa Schluss: Moderate Verluste am Tag vor US-Zinsentscheid
15.09.2026 | 11:59:42 (dpa-AFX)
Aktien Europa: Abbröckelnde Kurse vor US-Zinsentscheidung
14.09.2026 | 18:26:10 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: EuroStoxx leidet unter Konjunktur- und KI-Sorgen
14.09.2026 | 17:56:45 (dpa-AFX)
Aktien Europa Schluss: EuroStoxx leidet unter Konjunktur- und KI-Sorgen
14.09.2026 | 12:25:05 (dpa-AFX)
Aktien Europa: EuroStoxx leidet unter Konjunktur- und KI-Sorgen

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