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News

18.09.2026 | 20:44:41 (dpa-AFX)
ROUNDUP 2: Volkswagen senkt Gewinnprognose deutlich

(neu: Porsche SE)

WOLFSBURG (dpa-AFX) - Wegen einer milliardenschweren Abschreibung auf den Sportwagenbauer Porsche AG <DE000PAG9113>, schwacher Geschäfte in China und weiterer Kosten für den Konzernumbau senkt VW <DE0007664039> seine Prognose für das Geschäftsjahr 2026. Der Autobauer rechnet nun damit, dass vom Umsatz höchstens ein Prozent als operativer Gewinn übrig bleibt. Bisher hatte der Konzern eine Spanne von 4,0 bis 5,5 Prozent erwartet. Im vergangenen Jahr lag die operative Umsatzrendite bei 2,8 Prozent.

Die niedrigere Gewinnerwartung geht den Angaben nach im Wesentlichen auf eine weitere Verschärfung des Marktumfelds, insbesondere in China, und eine schnellere Verschiebung der Nachfrage hin zu E-Autos zurück. Was zunächst nach guten Nachrichten für VW klingt, hat einen Haken: Mit E-Autos verdient der Konzern aktuell noch weniger Geld als mit Verbrenner-Modellen. Zusammen führe das dazu, dass die Entwicklung hinter den ursprünglichen Erwartungen zurückbleibe - vor allem bei den Marken Audi und Volkswagen <DE0007664039> Pkw.

Die Aktien von Volkswagen knickten am Freitag kurz vor Handelsschluss ein und schlossen 5,6 Prozent tiefer. Porsche verloren 3,3 Prozent.

Porsche-Abschreibung belastet Ergebnis

Hinzu kommen Sonderkosten in Milliardenhöhe: Insgesamt rechnet Volkswagen im laufenden Jahr mit einer Belastung von rund zehn Milliarden Euro, wie das Unternehmen weiter mitteilte. Rund 900 Millionen Euro seien bereits im ersten Halbjahr berichtet worden.

Besonders stark schlägt eine Abschreibung auf den Firmenwert der Stuttgarter Sportwagentochter Porsche zu Buche. Sie beläuft sich demnach auf rund sechs Milliarden Euro. Die Wertberichtigung ist nicht zahlungswirksam und belastet den operativen Gewinn im dritten Quartal. Hintergrund sind niedrigere Erwartungen an die künftige Entwicklung von Porsche.

Die Luxus-Marke - einst Gewinnperle des Konzerns - steckt bereits seit einiger Zeit in der Krise. Belastend wirken unter anderem ein Absatzeinbruch in China, die US-Zollpolitik und Kurskorrekturen bei der Elektro-Strategie.

Weitere Milliarden-Kosten für Konzernumbau

Weitere Belastungen erwartet der Konzern unter anderem durch zusätzliche Vorruhestandsregelungen im Rahmen der Ende 2024 mit den Arbeitnehmern getroffenen Einigung. Bis 2030 hat VW den Abbau von konzernweit 50.000 Stellen in Deutschland angekündigt. Bei der Kernmarke sollen 35.000 Jobs wegfallen, der Rest bei Töchtern. Mehr als 37.000 Beschäftigte haben nach früheren Angaben bereits entsprechende Vereinbarungen unterschrieben. Die jüngsten Pläne des Vorstands, weitere 50.000 Stellen weltweit abzubauen, sind darin nicht enthalten. Darüber muss zunächst verhandelt werden.

Außerdem belastend wirken der angestrebte Verkauf des Werks Osnabrück an den Finanzinvestor Aurelius sowie das Land Niedersachsen, die den Standort auf Rüstung trimmen wollen. Hinzu kommen demnach nicht zahlungswirksame Wertberichtigungen bei Gesellschaften in China. "In Summe belasten die drei Effekte das zweite Halbjahr voraussichtlich mit rund 2 Milliarden Euro", hieß es.

Volkswagen erwartet, dass der Großteil der zusätzlichen Sondereffekte im dritten Quartal erfolgswirksam erfasst wird. Ohne sie würde die operative Umsatzrendite 2026 nach Konzernangaben bei rund 4,0 Prozent liegen.

Management erwartet auch niedrigeren Umsatz

Der Umsatz soll 2026 rund 315 Milliarden Euro erreichen. Das wäre in der Mitte der bisherigen Prognosebandbreite, wie VW weiter mitteilte. Die Erwartungen hatte der Konzern bereits im Juli gekappt. Statt einem Umsatzplus von bis zu 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr erwartet Konzernchef Oliver Blume im besten Fall nur noch eine stabile Entwicklung. Es könnten aber auch bis zu 3 Prozent weniger Erlös werden. 2025 lag der Umsatz bei 321,9 Milliarden Euro.

An den Zielen für den Geldzufluss und die Netto-Liquidität im Automobilbereich hält Volkswagen aber fest. Die Prognose gilt demnach unter der Annahme, dass die derzeitige Zollsituation im internationalen Handel bestehen bleibt. Mögliche Folgen einer weiteren Eskalation im Nahen Osten sind nicht berücksichtigt. Die Neun-Monats-Zahlen legt Volkswagen am 29. Oktober vor.

Porsche SE <DE000PAH0038> senkt Prognose ebenfalls

Infolge der niedrigeren Erwartungen schraubte auch die VW-Dachgesellschaft Porsche SE ihre Prognose herunter. Sie rechnet nun mit einem Konzernergebnis zwischen minus 0,5 und plus 1,5 Milliarden Euro. Das sind jeweils zwei Milliarden Euro weniger als bisher erwartet. Die Aktie schloss fast fünf Prozent tiefer.

In der Holding mit Sitz in Stuttgart bündeln die Eigentümerfamilien Porsche und Piëch ihre Anteile an Volkswagen und Porsche, investieren aber auch in andere Bereiche./jwe/DP/nas

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ROUNDUP/Kreise: Grundsätzliche Einigung auf Tankrabatt und Spritpreisdeckel
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Aktien New York: Kurse schwächeln nach starkem Vortag
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Kreise: Grundsätzliche Einigung auf Tankrabatt und Spritpreisdeckel
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ROUNDUP: Volkswagen senkt Gewinnprognose deutlich
18.09.2026 | 18:45:22 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Heftige Verluste am großen Verfallstag

PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - Europas Börsen haben nach zwei Erholungstagen am Freitag einen heftigen Rückschlag erlitten. Marktanalyst Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets hatte schon vorab auf mögliche Kursverwerfungen im Zuge des großen Verfalls an den Terminbörsen verwiesen.

Der EuroStoxx 50 <EU0009658145> weitete im Tagesverlauf seine Verluste aus und schloss 1,37 Prozent tiefer mit 6.236,20 Punkten. Das Wochenminus ist fast identisch mit dem aktuellen Kursrückgang. Für den britischen FTSE 100 <GB0001383545> ging es am Freitag um 1,50 Prozent auf 10.654,33 Punkte bergab. Der Schweizer SMI <CH0009980894> sank um 1,15 Prozent auf 13.786,72 Punkte.

Im marktbreiten Stoxx Europe 600 erlitten die Autowerte <EU0009658681> angesichts einer Gewinnwarnung von Volkswagen <DE0007664039> die heftigsten Verluste. Wegen einer milliardenschweren Abschreibung auf Porsche, schwacher Geschäfte in China und weiterer Kosten für den Konzernumbau senkten die Wolfsburger ihre operative Margenprognose für das Jahr massiv. Die Aktien büßten daraufhin an ihrem vorerst letzten Tag als EuroStoxx-Mitglied am Indexende 5,6 Prozent ein.

Ebenfalls unter die Räder gerieten die zuletzt gut gelaufenen Telekommunikationsaktien <EU0009658947>. Anleger nahmen eine Abstufung von Orange <FR0000133308> zum Anlass für Gewinnmitnahmen. Die US-Bank Morgan Stanley hatte die Aktien der Franzosen auf "Underweight" gesenkt. Wegen politischer Unsicherheiten machen die Analysten das Risiko eines verlangsamten Gewinnwachstums aus. Außerdem werden zunehmender Wettbewerb in Spanien und eine anziehende Verschuldung befürchtet. Orange verloren 5,8 Prozent, das Sektor-Schwergewicht Deutsche Telekom <DE0005557508> büßte 4,2 Prozent ein.

Die Aktien der Nahrungsmittel und Getränkehersteller <EU0009658749> litten unter dem Kursrutsch von Nestle <CH0038863350> um 2,6 Prozent. Russland hatte einige Gesellschaften in dem Land unter vorübergehende Fremdverwaltung gestellt. Die Anteile bleiben formal zwar bei Nestle, das Unternehmen verliert aber zunächst die Kontrolle über die Beteiligungen.

Analysten schätzen, dass Russland rund ein bis zwei Prozent zum Konzernumsatz beiträgt. Aber es geht auch um beträchtliche Vermögenswerte. Schätzungen beziffern den Wert des russischen Geschäfts auf gut 1,75 Milliarden Franken. Diese müssten im schlimmsten Fall abgeschrieben werden.

Europaweit schaffte nur der Technologiesektor <EU0009658921> im Kielwasser der erneut überwiegend gefragten US-Halbleiterwerte ein knappes Plus./gl/nas

18.09.2026 | 18:12:45 (dpa-AFX)
Aktien Europa Schluss: Heftige Verluste am großen Verfallstag
18.09.2026 | 12:09:27 (dpa-AFX)
Aktien Europa: Leichte Verluste am großen Verfallstag
18.09.2026 | 07:47:57 (dpa-AFX)
STICHWORT: Großer Verfallstag an den Terminbörsen
17.09.2026 | 18:12:52 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Weiter erholt dank Ölpreisen und US-Börsen
17.09.2026 | 17:52:56 (dpa-AFX)
Aktien Europa Schluss: Weiter erholt dank Ölpreisen und US-Börsen
17.09.2026 | 12:13:10 (dpa-AFX)
Aktien Europa: Weiter rückläufige Ölpreise stützen

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