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News

28.06.2026 | 14:20:05 (dpa-AFX)
Experten: Iran will Vormacht über Straße von Hormus sichern

WASHINGTON (dpa-AFX) - Der Angriff auf ein Frachtschiff in der Straße von Hormus hat eine neue Welle gegenseitiger Attacken zwischen den USA und dem Iran ausgelöst. Die USA machen den Iran für den Angriff am Donnerstag verantwortlich und begründeten damit neuerliche Militärschläge gegen iranische Ziele trotz vereinbarter Waffenruhe. Warum nimmt der Iran eine neue Eskalation des Konflikts in Kauf - und das, obwohl das erzielte Rahmenabkommen vielfach als vorteilhaft für Teheran bewertet wird?

Analysten sehen hinter dem Frachter-Angriff einen Versuch des Irans, klarzustellen, dass Teheran die Kontrolle über die Meerenge besitzt. Auch die Angriffe auf US-Militärstützpunkte in Bahrain und Kuwait könnten Teil des Bestrebens sein, die Golfstaaten zur Akzeptanz der iranischen Kontrolle über die Straße von Hormus zu zwingen, heißt es in einer Lage-Analyse des US-Instituts für Kriegsstudien (ISW) in Washington. Auch könne es der Einschätzung zufolge ein Signal an weitere Golfstaaten sein, dass der Iran militärisch gegen sie vorgehen könnte, sollten sie die USA dabei unterstützen, den iranischen Machtanspruch in der Meerenge zu untergraben.

Vages Abkommen lässt Deutungsspielraum

Nach Darstellung der iranischen Revolutionsgarden sind die Angriffe auf umliegende Golfstaaten eine Reaktion auf die neuen US-Angriffe. Die Vereinigten Staaten hätten damit gegen das Rahmenabkommen mit Teheran zur Beilegung des Krieges und die geltende Waffenruhe verstoßen. Gemäß dem Abkommen gebe es Vereinbarungen mit der Islamischen Republik zur Kontrolle des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus, so die IRGC.

Jene Übergangsvereinbarung zwischen den USA und Iran habe "bewusst auf flexible Formulierungen gesetzt, weil dies wahrscheinlich der einzige Weg war, sie zum Abschluss zu bringen", sagte Nicole Grajewski von der Pariser Elitehochschule Sciences Po der "New York Times". Doch genau diese Unschärfe habe dazu geführt, dass nun beide Seiten versuchten, vor Ort Fakten zu ihren Gunsten zu schaffen, bevor die Details in einer finalen Vereinbarung festgelegt werden, ergänzte die Politologin. "Flexibilität hält nur so lange, wie beide Seiten denselben vagen Bestimmungen eine ähnliche Bedeutung beimessen."

Für Teheran steht der Einfluss an der Meerenge auf dem Spiel

Die für den Welthandel wichtige Meerenge hat sich für den Iran im Krieg als mächtiger Hebel entpuppt. Nun stehe genau das auf dem Spiel, macht Gregory Brew, leitender Analyst bei der Eurasia Group, auf X deutlich. Denn die USA und weitere Golfstaaten trieben Bemühungen voran, Schiffe ohne eine direkte Zusammenarbeit mit dem Iran durch die Straße von Hormus zu schleusen.

Teheran lote derzeit aus, wie weit es in der derzeitigen Lage gehen könnte, um seinen Einfluss geltend zu machen, schrieb Brew. "Wenn schon eine minimale militärische Maßnahme ausreicht, um die Route über omanische Gewässer zu blockieren und den Schiffsverkehr auf Routen zu lenken, die der Iran kontrollieren kann - warum sollte man es dann nicht versuchen?" Die Risiken seien gering, solange der Iran darauf vertrauen könne, dass die USA nicht zu einem aggressiveren Vorgehen zurückkehren, so Brew./juw/DP/zb

28.06.2026 | 14:20:04 (dpa-AFX)
Iran beansprucht alleinige Kontrolle über Straße von Hormus
28.06.2026 | 14:10:40 (dpa-AFX)
Hubschrauber von Saudi-Arabiens Ölkonzern stürzt ab - 14 Tote
28.06.2026 | 14:05:33 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Grüne attackieren Bundesregierung und setzen auf Klimaschutz
28.06.2026 | 14:02:02 (dpa-AFX)
JU-Chef Winkel: Steuerreform mit über 20 Milliarden Euro Entlastung
28.06.2026 | 13:05:30 (dpa-AFX)
GESAMT-ROUNDUP: USA-Iran-Konflikt flammt trotz Abkommen wieder auf
28.06.2026 | 13:05:19 (dpa-AFX)
ROUNDUP 2: Heiße Phase für die schwarz-roten Reformpläne
26.06.2026 | 09:17:32 (dpa-AFX)
Aktien Asien: Überwiegend klare Verluste - Südkorea und Japan sehr schwach

SEOUL/TOKIO/HONGKONG/SHANGHAI (dpa-AFX) - Die wichtigsten Aktienmärkte in Fernost haben am Freitag mehrheitlich deutlich nachgegeben. Begründet wurde die steile Talfahrt mit Gewinnmitnahmen aus Angst vor überdehnten Bewertungen im KI-Bereich, wieder zunehmenden geopolitischen Spannungen und drastischen Preissteigerungen bei Elektronik-Hardware.

Angeführt wurden die Verliererbörsen von den halbleiterlastigen Handelsplätzen in Tokio und Seoul. Der Technologiesektor litt unter Zweifeln an der kurzfristigen Rentabilität von KI-Investitionen sowie der Nachricht, dass Apple <US0378331005> Preiserhöhungen für einige Geräte angekündigt hatte, um die drastisch gestiegenen Kosten für Speicherchips weiterzugeben. Dies schürte Ängste vor einer nachlassenden Nachfrage im Privatkundengeschäft.

Hinzu kamen Befürchtungen mit Blick auf die wieder zunehmenden Spannungen im Nahen Osten. Ein mutmaßlich iranischer Drohnenangriff auf ein Frachtschiff in der Straße von Hormus stellt das Rahmenabkommen zwischen Washington und Teheran zur Beendigung des Kriegs und Wiederöffnung der Meerenge auf die Probe.

In Tokio rutschte der Nikkei 225 <JP9010C00002> <XC0009692440> unter die 70.000er-Marke und schloss mit einem Minus von 4,2 Prozent bei 69.360 Punkten. Tags zuvor hatte der japanische Leitindex um 4,6 Prozent zugelegt und den höchsten Stand auf Schlusskursbasis verzeichnet. Die Aktie des Technologie-Schwergewichts Softbank <JP3436100006> brach um bis zu 14 Prozent ein.

Der Kospi <KRD020020008> rutschte zeitweise um bis zu 9 Prozent ab und verlor am Ende 5,8 Prozent auf 8.411 Punkte. Am Donnerstag war der südkoreanische Leitindex noch um 5,4 Prozent hochgeschnellt. Die Speicherchip-Giganten Samsung <KR7005930003> und SK Hynix <KR7000660001> büßten jeweils mehr als 8 Prozent an Wert ein.

Der CSI-300-Index <CNM0000001Y0> mit den wichtigsten Werten an den chinesischen Festlandsbörsen fiel zuletzt um 3,0 Prozent auf 4.870 Punkte. Der Hang-Seng-Index <HK0000004322> der Sonderverwaltungszone Hongkong sackte - belastet vor allem von Alibaba <KYG017191142> und Tencent <KYG875721220> - zuletzt um 1,8 Prozent auf 22.656 Punkte ab.

Eine positive Ausnahme bildete der australische S&P ASX 200 <XC0006013624>, der am Freitag um 0,2 Prozent auf 8.764 Punkte stieg./edh/stk

25.06.2026 | 09:55:34 (dpa-AFX)
Aktien Asien: Micron beflügelt Kurse in Südkorea und Japan - Hongkong schwach
24.06.2026 | 09:22:06 (dpa-AFX)
Aktien Asien: Südkoreanischer Kospi erholt sich - Nikkei schwächelt weiter
23.06.2026 | 09:04:27 (dpa-AFX)
Aktien Asien: Heftige Gewinnmitnahmen - Handel in Seoul zeitweise ausgesetzt
22.06.2026 | 10:32:36 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien Asien: Weitere Nikkei-Rekordjagd - Kospi 2026 mehr als verdoppelt
22.06.2026 | 09:13:54 (dpa-AFX)
Aktien Asien: Nikkei bleibt auf Rekordjagd - Talfahrt des Hang Seng geht weiter
19.06.2026 | 09:18:10 (dpa-AFX)
Aktien Asien: Nikkei und Kospi nur anfangs stark - Börsen in China geschlossen

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