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News

18.10.2026 | 20:49:41 (dpa-AFX)
Obama wirft Trump-Regierung Einschüchterungsversuch vor

WASHINGTON (dpa-AFX) - Nach einer Razzia bei der prominenten demokratischen US-Abgeordneten Ilhan Omar hat der frühere Präsident Barack Obama das Vorgehen der Regierung von Präsident Donald Trump als Einschüchterungsversuch verurteilt. "Es ist ein Grundprinzip der amerikanischen Demokratie, dass die Regierung nicht selektiv Einzelpersonen allein aufgrund ihrer politischen Überzeugungen oder ihrer Äußerungen ins Visier nehmen darf", schrieb er auf der Plattform X. Doch genau das mache die Trump-Regierung aktuell mit der Kongressabgeordneten aus dem Bundesstaat Minnesota.

Obama gilt als jemand, der sich genau überlegt, zu welchen aktuellen politischen Vorgängen er sich äußert. In seinem langen Post bemängelte er nun, die Regierung versuche die in Somalia geborene Trump-Kritikerin aktiv abzuschieben - "offenbar allein auf Grundlage der unbelegten These, sie sei zum Zeitpunkt der Einbürgerung ihres Vaters tatsächlich bereits 18 Jahre alt gewesen und daher keine US-Staatsbürgerin".

Bei der Einbürgerung in den USA macht es einen Unterschied, ob man älter oder jünger als 18 Jahre alt ist. Wäre Omar zum Zeitpunkt der Einbürgerung ihres Vaters 18 Jahre alt gewesen, hätte sie die Staatsbürgerschaft separat beantragen müssen, hielt Obama fest. "Da sie jedoch 17 war, wurde sie automatisch eingebürgert."

Der erste schwarze US-Präsident sah sich einst mit der von Trump prominent vertretenen Falschbehauptung konfrontiert, dass er in Kenia statt im US-Bundesstaat Hawaii geboren worden sei.

Razzia bei Omar kurz vor den Kongresswahlen

Vergangenen Montag hatten Bundesbeamte das Zuhause Omars im Großraum Washington durchsucht. Der Vorgang sorgte auch wegen des Zeitpunkts kurz vor den Kongresswahlen, bei dem die Abgeordnete wiedergewählt werden will, für viel Kritik. Ein Sprecher des Justizministeriums sagte mehreren US-Medien, dass Beamte einer Abteilung des Heimatschutzministeriums einen vom Justizministerium erwirkten, gerichtlich genehmigten Durchsuchungsbefehl vollstreckt hätten. Die Maßnahme sei Teil einer laufenden strafrechtlichen Untersuchung auf Bundesebene.

Das "Wall Street Journal" berichtete unter Berufung auf US-Beamte und andere mit den Ermittlungen vertraute Personen, dass die Untersuchung der Trump-Regierung darauf abziele, eine Grundlage zu schaffen, um Omar die US-Staatsbürgerschaft zu entziehen und sie abzuschieben. Die Ermittlung fokussiert sich demnach unter anderem auf die Einwanderungsunterlagen der Abgeordneten. Im Zentrum stehe die Frage, ob Omar oder ihr Vater ihr Alter in ihrem Einbürgerungsantrag fälschlicherweise als 17 statt 18 angegeben hätten.

Trump attackiert Omar häufig

Die schwarze Abgeordnete ist immer wieder heftigen Attacken Trumps ausgesetzt. Mit Blick auf ihre somalischen Wurzeln legte er der US-Bürgerin schon häufiger nahe, sie solle nach Somalia "zurückgehen".

Omar selbst sprach auf X nach der Razzia von einem "Versuch, politische Gegner ins Visier zu nehmen und die Strafverfolgungsbehörden des Bundes als Waffe einzusetzen".

Obama: Einschüchterungsversuch sollte alle Amerikaner empören

Ex-Präsident Obama kritisierte nun, dass die ganze Macht der US-Regierung gegen eine gesetzestreue, gewählte Abgeordnete eingesetzt werde, nur weil sie es gewagt habe, Trump zu kritisieren. Der Demokrat betonte in dem Zuge, dass das Justizministerium unter Trump auch bereits andere Personen ins Visier genommen habe, die der US-Präsident als Feinde ansehe.

"Die Tatsache, dass irgendein Präsident oder eine Regierung zu derart offenkundigen Einschüchterungsversuchen bereit ist, sollte alle Amerikaner empören", mahnte Obama. Denn wenn das zur neuen Normalität werde, gebe es keinen Grund zur Annahme, dass so ein Vorgehen bei Omar aufhören werde oder dass künftige Präsidenten nicht dasselbe tun würden./fsp/DP/zb

18.10.2026 | 20:40:32 (dpa-AFX)
GNW-News: CGTN: Vom "Kartoffelzentrum" zur "Token-Stadt" - wie eine Stadt im Norden Chinas den Wandel vorantreibt
18.10.2026 | 20:35:03 (dpa-AFX)
dpa-AFX-Überblick: UNTERNEHMEN - Die wichtigsten Meldungen vom Wochenende
18.10.2026 | 20:21:57 (dpa-AFX)
Erneut Krawalle in Paris - Polizei setzt Tränengas ein
18.10.2026 | 20:07:36 (dpa-AFX)
Hubertus Heil schließt Kandidatur für SPD-Vorsitz nicht aus
18.10.2026 | 19:39:58 (dpa-AFX)
Protestcamps für bezahlbaren Wohnraum in Portugal
18.10.2026 | 18:52:40 (dpa-AFX)
Selenskyj spricht über Erfolge der Bodentruppen
16.10.2026 | 09:09:59 (dpa-AFX)
Aktien Asien: Erholung vor dem Wochenende

SEOUL/TOKIO/HONGKONG/SHANGHAI (dpa-AFX) - Die asiatischen Aktienmärkte haben am Freitag mehrheitlich zugelegt. Sie erholten sich damit von den Turbulenzen im Wochenverlauf. Deutlich ging es dabei an den technologielastigeren Märkten nach oben.

Die Experten der Landesbank Baden-Württemberg begründeten die Gewinne mit Aussagen von US-Notenbankchef Kevin Warsh. Dieser habe sich zum Thema Künstliche Intelligenz zuversichtlich geäußert. "Marktteilnehmer dürften die Rede positiv aufgenommen haben", hieß es von der LBBW.

Davon profitierte die technologielastige südkoreanische Börse. Der Kospi legte um über zwei Prozent zu. Dies genügte aber nicht, den Einbruch im Wochenverlauf auszubügeln. Daher notierte der Index deutlich unter dem Stand vor einer Woche. Am Vortag war der Kospi auf den tiefsten Stand seit April gefallen.

Ähnlich sah es in Japan aus. Der Leitindex Nikkei 225 <JP9010C00002> <XC0009692440> gewann zwar 1,39 Prozent auf 65.324,29 Punkte, lag damit aber ebenfalls klar unter dem Niveau vom vergangenen Freitag.

Ruhiger ging es an den anderen Börsen zu. Damit blieb die Erholung größtenteils auf den Technologiesektor beschränkt, wie Marktstratege Andreas Lipkow vom Broker CMC Marktes betonte. Ohnehin könne nicht von einer echten Entspannung die Rede sein. "Die hohen Energiepreise bleiben angesichts der militärischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten und der gestörten Lieferketten ein erheblicher Belastungsfaktor", so Lipkow. "Die zuletzt überraschend stark gestiegenen US-Verbraucher- und Erzeugerpreise haben gezeigt, wie schnell sich der Energiepreisschock auf die Inflation übertragen kann."

Uneinheitlich war die Entwicklung in China. Der Hang-Seng-Index <HK0000004322> der Sonderverwaltungszone Hongkong kletterte um 0,2 Prozent, während der CSI-300-Index <CNM0000001Y0> mit den 300 wichtigsten Werten an Chinas Festlandbörsen um 0,4 Prozent nachgab.

Der australische S&P ASX 200 <XC0006013624> knüpfte unterdessen an die relative Stärke vom Vortag an und gewann ein Prozent auf 8.806,73 Punkte./mis/jha/

15.10.2026 | 08:16:50 (dpa-AFX)
Aktien Asien: Zins- und KI-Finanzierungsängste ziehen Märkte nach unten
14.10.2026 | 09:12:05 (dpa-AFX)
WDH/Aktien Asien: Verhaltene Entwicklung - Ölpreise belasten
14.10.2026 | 09:07:04 (dpa-AFX)
Aktien Asien: Verhaltene Entwicklung - Ölpreise belasten
13.10.2026 | 09:03:23 (dpa-AFX)
Aktien Asien: Ausverkauf im Technologiesektor
12.10.2026 | 09:03:34 (dpa-AFX)
Aktien Asien: Uneinheitlich zum Wochenstart
09.10.2026 | 09:11:02 (dpa-AFX)
Aktien Asien: Stabilisierungsansätze vor dem Wochenende

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