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News

10.07.2026 | 08:54:07 (dpa-AFX)
Niedrigerer Ölpreis und Tankrabatt mildern wie erwartet die Inflation

WIESBADEN (dpa-AFX) - Der gesunkene Ölpreis und der Tankrabatt des Bundes haben im Juni die Preisentwicklung in Deutschland entscheidend gedämpft. Die Verbraucherpreise kletterten mit 2,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat etwas langsamer als zuvor, wie das Statistische Bundesamt am Freitag vorläufige Zahlen bestätigte. Im Mai hatte die Inflationsrate noch 2,6 Prozent betragen und im April sogar 2,9 Prozent. Als Preistreiber hatten sich erneut die hohen Energiepreise gezeigt, die durch den mittlerweile ausgelaufenen Tankrabatt gedämpft wurden.

Im Juni waren Haushaltsenergie und Sprit noch 3,4 Prozent teurer als ein Jahr zuvor. Im laufenden Monat könnten die Preise wegen des Auslaufens des Steuerrabatts beim Tanken wieder stärker steigen, wie Ökonomen warnen. Auch die Konfliktlage am Persischen Golf birgt weitere Risiken. Nach der jüngsten militärischen Eskalation zwischen den USA und dem Iran im Streit um die Straße von Hormus sind die Ölpreise inzwischen wieder gestiegen.

Für Nahrungsmittel mussten die Menschen im Juni laut Statistik 0,4 Prozent mehr zahlen als ein Jahr zuvor - ebenso wie im Mai. Teurer waren binnen Jahresfrist vor allem Zucker, Marmelade, Honig und andere Süßwaren (+4,8 Prozent), Fisch (+3,3 Prozent) sowie Fleisch und Fleischwaren (+2,4 Prozent). Besonders auffällig waren Preisrückgänge bei Butter (-29,1 Prozent) und Kartoffeln (-8,8 Prozent). Eier waren hingegen 14,6 Prozent teurer als ein Jahr zuvor.

Dienstleistungen, zu denen Restaurantbesuche und Reisen zählen, verteuerten sich im Juni wie im Vormonat um 3,1 Prozent. Sie bleiben damit ein gewichtiger Preistreiber. In sozialen Einrichtungen (+6,8 Prozent), Autowerkstätten (+4,8 Prozent) oder beim Friseur (+4,2 Prozent) mussten die Kunden höhere Preise zahlen. Mit einem Anstieg um 1,9 Prozent blieben die Nettokaltmieten unter der allgemeinen Preissteigerung.

Die Blicke der Ökonomen richten sich für den laufenden Juli vor allem auf die Entwicklung des Iran-Konflikts mit seinen möglichen Folgen auf die Energiepreise.

Höhere Teuerungsraten schmälern die Kaufkraft der Verbraucher: Sie können sich dann für einen Euro weniger leisten. Nach der Preiswelle infolge des Ukraine-Krieges ebbte die Teuerung ab, viele Preise sind aber dauerhaft erhöht. Die sogenannte Kerninflation, also die Preisentwicklung ohne Energie und Nahrungsmittel beziffert das Bundesamt auf 2,5 Prozent.

Mit dem Iran-Krieg ist auch der Druck auf die Europäische Zentralbank (EZB) gestiegen. Da die Inflation in der Eurozone mit dem Ölpreisschock stark anzog, hat sie die Leitzinsen im Juni erstmals seit fast drei Jahren erhöht. Die Notenbank erwartet, dass sie ihr Preisziel von 2 Prozent erst 2028 wieder erreicht. Weitere Zinserhöhungen sind damit nicht ausgeschlossen./ceb/DP/mis

10.07.2026 | 08:50:01 (dpa-AFX)
ANALYSE-FLASH: Berenberg senkt Dürr auf 'Hold' - Ziel fast halbiert auf 21 Euro
10.07.2026 | 08:49:20 (dpa-AFX)
AKTIEN IM FOKUS: Salzgitter und Voestalpine vorbörslich stark nach Hochstufungen
10.07.2026 | 08:44:17 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Söder: Bayern stimmt Gesundheitsreform zu
10.07.2026 | 08:43:59 (dpa-AFX)
EQS-News: GVZ-Gebäudeversicherungsindex bleibt unverändert bei 1'190 Punkten (deutsch)
10.07.2026 | 08:39:46 (dpa-AFX)
Easyjet mit Kehrtwende im Übernahmepoker - Apollo bietet mehr als Castlelake
10.07.2026 | 08:30:10 (dpa-AFX)
EQS-News: ESPG AG: Marco Lüder übernimmt Führung im Asset & Portfolio Management (deutsch)
09.07.2026 | 09:07:29 (dpa-AFX)
Aktien Asien: Techwerte erholt - Kospi stabilisiert sich

SEOUL/TOKIO/HONGKONG/SHANGHAI (dpa-AFX) - Die wichtigsten Aktienmärkte in Fernost haben am Donnerstag erneut uneinheitlich tendiert. Gewinnen in Japan und einem Erholungsversuch in SÜdkorea standen durchwachsene Tendenzen an anderen Märkten entgegen.

Einerseits belasteten neue US-Militärschläge im Iran und weiter gestiegene Ölpreise. Andererseits profitierten die Märkte von einer Erholung der Technologieaktien, allen voran der Halbleiterwerte, wie die Marktstrategen der Deutschen Bank anmerkten.

Davon profitierten die Märkte Japans und Südkoreas. Der südkoreanische Leitindex Kospi <KRD020020> lag zwar nur moderate 0,6 Prozent im Plus, erholte sich aber von zwischenzeitlich stärkeren Abgaben. Dabei stützten die Gewinne von SK Hynix <KR7000660001>. Der Kospi war tags zuvor deutlich gesunken, weil Anleger einmal mehr Kasse gemacht hatten bei stark gelaufenen KI-Aktien.

Der Nikkei 225 <JP9010C00002> <XC0009692440> schloss unterdessen 1,4 Prozent höher mit 67.743,88 Punkten. Die Marktstrategen der Deutschen Bank verwiesen in diesem Zusammenhang auch auf günstige Signale vom Anleihemarkt. Eine Auktion fünfjähriger Staatspapiere war auf gute Nachfrage gestoßen.

Uneinheitlich entwickelten sich dagegen die chinesischen Börsen. Während der CSI-300-Index <CNM0000001Y0> mit den wichtigsten Werten an den chinesischen Festlandsbörsen um zwei Prozent stieg, verlor der am Vortag starke Hang-Seng-Index <HK0000004322> der Sonderverwaltungszone Hongkong 0,75 Prozent. Inflationsdaten hatten nach Ansicht der Experten der Deutschen Bank ein Bild ungleichmäßigen Preisdrucks auf Produzenten- und Verbraucherseite gezeichnet.

Einmal mehr unauffällig präsentierten sich australische Aktien. Der Leitindex S&P ASX 200 <XC0006013624> sank um 0,26 Prozent auf 8.762,50 Punkte./mf/mis

08.07.2026 | 09:05:49 (dpa-AFX)
Aktien Asien: Korrektur in Südkorea hält an - Hongkong holt auf
07.07.2026 | 09:08:36 (dpa-AFX)
Aktien Asien: Weitere Verluste - Samsung unter Druck
06.07.2026 | 09:12:31 (dpa-AFX)
Aktien Asien: Mehrheitlich im Minus zum Wochenauftakt
03.07.2026 | 09:09:07 (dpa-AFX)
Aktien Asien: Erholung im Gefolge der US-Börsen
02.07.2026 | 09:20:11 (dpa-AFX)
Aktien Asien: Halbleiterwerte schwach - SK Hynix-Einbruch zieht Kospi nach unten
01.07.2026 | 09:15:28 (dpa-AFX)
Aktien Asien: Durchwachsener Start ins zweite Halbjahr

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