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News

05.08.2026 | 12:43:43 (dpa-AFX)
ROUNDUP 2: Novo Nordisk erhöht erneut Prognose - Anleger dennoch enttäuscht

(neu: Aussagen aus Bloomberg-Interview, weitere Analysten, Aktienkurs aktualisiert.)

BAGSVAERD (dpa-AFX) - Novo Nordisk <DK0062498333> hat wegen des guten Marktstarts der Wegovy-Abnehmpille erneut seine Prognose erhöht. Der dänische Pharmahersteller blickt nun noch etwas weniger pessimistisch auf das laufende Jahr als zuletzt. An der Börse reichte dies aber nicht, um die Anleger zufriedenzustellen, diese hatten sich zum Teil mehr erhofft. Die Aktie rutschte am Mittwoch an der Börse in Kopenhagen deutlich ab.

Analysten zeigten sich anders als der Konzern von der Entwicklung der Wegovy-Pille enttäuscht. Diese steht derzeit besonders im Fokus, weil Novo Nordisk im Wettbewerb mit dem US-Konkurrenten Lilly <US5324571083> Marktanteile zurückgewinnen will. Zudem schürten schwache Studienergebnisse zu Cagrisema Sorgen über die langfristige Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens. Das Adipositas- und Diabetesmittel hatte in der Studie im Vergleich zum Konkurrenzprodukt Zepbound des US-Konzerns Lilly schlechter abgeschnitten. "Dies lässt viele Fragen für 2027 offen", schrieb Jefferies-Analyst Michael Leuchten.

Die Novo-Nordisk-Aktie verlor zur Wochenmitte gegen Mittag rund 5,2 Prozent auf 291,70 dänische Kronen. Damit beendete das Papier die jüngste Erholung von dem im März erreichten Mehrjahrestief in Höhe von 224 Kronen. Das Papier hat seit Juni 2024 einen schweren Stand am Finanzmarkt. Damals war die Aktie im Zuge des Booms um die Abnehmmedikamente und der massiven Rally der Novo-Nordisk- und Lilly-Papiere zeitweise über die Marke von 1.000 Kronen geklettert. Mit einem Börsenwert von umgerechnet mehr als 500 Milliarden Euro war Novo Nordisk im Sommer 2024 das wertvollste Unternehmen Europas.

In den Monaten und Jahren danach stürzte die Novo-Nordisk-Aktie wegen verfehlter Forschungserwartungen, eines massiven Preisdrucks auf dem US-Markt, der Aufholjagd der Konkurrenz und mehrerer Umsatz- und Gewinnwarnungen massiv ab. Derzeit kommt das Unternehmen nur noch auf eine Marktkapitalisierung von umgerechnet knapp 180 Milliarden Euro. Zum Vergleich: Der Börsenwert des US-Konzerns Lilly zog seit Ende Juni 2024 um rund ein Viertel auf 1,05 Billionen Dollar oder etwas mehr als 900 Milliarden Euro an.

UBS-Experte Matthew Weston bezeichnete die Entwicklung von oralem Wegovy als enttäuschend. Die Zahlen zum zweiten Quartal bewertete er "bestenfalls als gemischt". Zwar habe Novo Nordisk den Jahresausblick angehoben, doch beruhe dies vor allem auf positiven Sondereffekten wie einer Brutto-zu-Netto-Anpassung in den USA sowie einem günstigen Umsatzmix. Zudem ließen die neuen Studiendaten zu Cagrisema weitere Zweifel an der Stärke der Produktpipeline aufkommen, schrieb der Analyst. Auch Graham Parry von der Citigroup <US1729674242> äußerte sich ähnlich, der Umsatz mit der Wegovy-Pille hatte sogar ein Fünftel unter seinen Erwartungen gelegen.

JPMorgan-Analyst Richard Vosser sieht die Quartalszahlen zwar deutlich über den Erwartungen. Die Prognoseanhebung dürfte zu höheren Marktschätzungen führen, schrieb er. Der Fokus der Anleger verlagere sich aber zunehmend auf die Entwicklung der US-Verschreibungen für orales und injizierbares Wegovy im zweiten Halbjahr 2026.

Novo Nordisk rechnet bei dem um Währungseffekte bereinigten Umsatz jetzt maximal mit einem Rückgang um sechs Prozent. Im besten Fall dürfte der Erlös zu konstanten Wechselkursen auf dem Vorjahresniveau stagnieren, wie das Unternehmen am Dienstagabend mitteilte. Zuvor hatte Novo Nordisk bereits aufpoliert und mit einem Umsatzrückgang von bis zu zwölf Prozent gerechnet. Anfang des Jahres waren es sogar noch bis zu 13 Prozent gewesen. Auch beim operativen Gewinn geht Konzernchef Maziar Mike Doustdar jetzt nur noch von einem Rückgang von maximal sechs Prozent aus.

Im zweiten Quartal legte der um Sondereffekte bereinigte Erlös um sechs Prozent auf 78,5 Milliarden dänische Kronen (10,5 Mrd Euro) zu. Ohne die Umrechnungsfolgen durch die starke heimische Krone wäre der Umsatz sogar um sieben Prozent gestiegen. Der bereinigte operative Gewinn zog um acht Prozent auf 33,4 Milliarden Kronen an. Beide Werte fielen zwar höher als von Experten erwartet aus, die mit der Wegovy-Pille erzielten 3,2 Milliarden Kronen wiederum nicht.

Novo-Nordisk-Chef Doustdar sieht unterdessen bei der neuen Abnehmpille Potenzial für steigende Margen. Zwar sei die hohe Nachfrage nach dem Medikament bislang durch niedrigere Preise wettgemacht worden, sagte der Manager in einem Fernseh-Interview mit Bloomberg. Künftig dürfte sich die Profitabilität jedoch verbessern, da Patienten nach und nach auf höhere und damit teurere Dosierungen wechseln sollten. Zudem arbeite Novo Nordisk weiter daran, die Herstellung effizienter zu gestalten und so die Produktionskosten zu senken./tav/zb/mis/mne/mis

05.08.2026 | 12:41:37 (dpa-AFX)
Goldpreis steigt deutlich - Spekulation auf höhere Zinsen lässt etwas nach
05.08.2026 | 12:38:16 (dpa-AFX)
GNW-News: Neue weltweite Studie von Velo zeigt einen "Ripple Effect" bei der Selbstentfaltung
05.08.2026 | 12:23:13 (dpa-AFX)
ANALYSE-FLASH: Deutsche Bank Research belässt DHL Group auf 'Buy' - Ziel 60 Euro
05.08.2026 | 12:18:49 (dpa-AFX)
EQS-Stimmrechte: All for One Group SE (deutsch)
05.08.2026 | 12:18:03 (dpa-AFX)
Zu wenig nachhaltiger Flugkraftstoff - Bund plant Strafen
05.08.2026 | 12:17:32 (dpa-AFX)
Bitcoin bewegt sich kaum und hält sich bei 64.000 US-Dollar
05.08.2026 | 09:08:02 (dpa-AFX)
Aktien Asien: Deutliche Gewinne im Technologiebereich

SEOUL/TOKIO/HONGKONG/SHANGHAI (dpa-AFX) - Die asiatisch-pazifischen Aktienmärkten haben am Mittwoch zugelegt. Dabei setzten die technologielastigeren Börsen ihre Vortageserholung beschleunigt fort. Dagegen waren die Zuwächse in China und Australien überschaubarer.

Zu der Entwicklung trugen rückläufige Ölpreise bei. Im Iran-Krieg stehen die USA, der Iran und der Oman dem US-Portal "Axios" zufolge kurz vor einer Übergangslösung zur Öffnung der für die Handelsschifffahrt wichtigen Straße von Hormus. Demnach streben die USA bereits für heute eine Einigung an, berichtete "Axios" unter Berufung auf einen US-Regierungsbeamten sowie zwei Quellen aus der Golfregion.

US-Präsident Donald Trump sagte vor Reportern auf den Medienbericht hin angesprochen, es könnte passieren, dass die Meerenge am Mittwoch geöffnet wird - oder am darauffolgenden Tag. Dem Sender Fox News sagte der Republikaner in einem Interview außerdem, man führe "sehr gute" Gespräche.

Technologiewerte profitierten einmal mehr von den Vorgaben aus den USA, wie die Marktstrategen der Deutschen Bank anmerkten. Sie verwiesen auf die deutlichen Zuwächse des Philadelphia Semiconductor Index. Anleger schienen nach der jüngsten Korrektur wieder zunehmend bereit, auf den Bereich der Künstlichen Intelligenz zu setzen.

Auf der Gewinnerseite standen daher südkoreanische Aktien. Der Kospi gewann 3,8 Prozent. Auch der der japanische Nikkei 225 <JP9010C00002> lag mit 3,7 Prozent 66.300,44 Zähler deutlich im Plus. Dabei trat das jüngste Protokoll der japanischen Notenbank etwas in den Hintergrund. Dieses habe auf wachsende Sorgen vor steigenden Verbraucherpreisen und damit verbunden die zunehmende Bereitschaft zu Zinserhöhungen hingedeutet, hieß es von der Deutschen Bank.

Etwas niedriger war das Plus in China. So legte der chinesische CSI-300-Index <CNM0000001Y0> mit den wichtigsten Werten der Festlandbörsen um 1,2 Prozent zu, während der Hang-Seng-Index <HK0000004322> der Sonderverwaltungszone Hongkong um 0,4 Prozent stieg.

Konjunkturdaten zeichneten hier ein verhaltenes Bild. Die Stimmung chinesischer Dienstleister war im Juli überraschend stark eingebrochen und auf den tiefsten Stand seit fast zwei Jahren gefallen. Der von der Ratingagentur RatingDog veröffentlichte Einkaufsmanagerindex (PMI) sank um 3,7 Punkte auf 50,4 Zähler. Dies war der niedrigste Wert seit September 2024. Volkswirte hatten mit einem Rückgang gerechnet, waren aber im Schnitt von 53,7 Punkten ausgegangen. Der Stimmungsindikator liegt somit nur noch knapp über der sogenannten Expansionsschwelle von 50 Punkten.

Auch in Australien ging es nach oben. Der Leitindex S&P/ASX 200 <XC0006013624> kletterte um 0,9 Prozent auf 9.227,80 Punkte. Damit bleibe der Index auf Kurs auf sein Rekordhoch aus dem März, so die Marktstrategen der Deutschen Bank./mf/mis

04.08.2026 | 09:07:59 (dpa-AFX)
Aktien Asien: Zurückhaltung prägt überwiegend das Geschehen
03.08.2026 | 08:50:42 (dpa-AFX)
Aktien Asien: Erneut deutliche Verluste in Seoul
31.07.2026 | 09:09:21 (dpa-AFX)
Aktien Asien: Kurssprung in Südkorea, massive Gewinne in Japan und Taiwan
30.07.2026 | 09:05:19 (dpa-AFX)
Aktien Asien: Gewinne in Japan
29.07.2026 | 09:10:28 (dpa-AFX)
Aktien Asien: Halbleiterwerte erneut unter Druck - SK Hynix enttäuscht
28.07.2026 | 09:06:36 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien Asien: Halbleiter-Einbruch erschüttert Südkoreas Börse

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