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News

16.06.2026 | 19:19:10 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Krise in China und Irankrieg: BMW kappt Prognose deutlich - Aktie fällt

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Der Autobauer BMW <DE0005190003> kappt wegen der Krise am chinesischen Automarkt und der Folgen des Nahostkriegs seinen Jahresausblick deutlich. Für die Autosparte rechnet der Dax-Konzern <DE0008469008> in diesem Jahr nur noch mit einer operativen Gewinnmarge vor Zinsen und Steuern von 1 bis 3 Prozent, wie er am Dienstag nach Börsenschluss in München überraschend mitteilte. Bisher hatte das Management 4 bis 6 Prozent veranschlagt. Die BMW-Aktie fiel nachbörslich auf der Handelsplattform Tradegate um gut fünf Prozent gegenüber dem Xetra-Schluss.

Das Papier hat im Haupthandel in diesem Jahr ohnehin schon mehr als ein Viertel an Wert eingebüßt. Auf Sicht von zwölf Monaten sieht es mit minus 8 Prozent weniger dramatisch aus. Im zweiten Halbjahr 2025 hatte die Aktie deutlich gewonnen. Aktuell ist BMW an der Börse zum jüngsten Schlusskurs knapp 42 Milliarden Euro wert.

Bisher war das Management unter dem alten Chef Oliver Zipse optimistisch, viel vom aktuellen Gegenwind in China und von höheren Zöllen kompensieren zu können. Der neue Chef Milan Nedeljkovic musste nun einräumen, dass die Lage noch weniger rosig ist als ohnehin befürchtet.

Auch den Vorsteuergewinn im Konzern schätzt der neue Konzernlenker nun niedriger ein: Er soll im Vergleich zum Vorjahr deutlich statt nur moderat sinken. Auch für den Barmittelzufluss im Autogeschäft werden die Bayern pessimistischer und rechnen jetzt nur noch mit mehr als 2,5 Milliarden Euro statt über 4,5 Milliarden Euro. Die Auslieferungen von Autos dürften 2026 leicht zurückgehen statt auf Vorjahresniveau zu bleiben.

Die negative Entwicklung im chinesischen Automarkt habe sich im zweiten Quartal weiter beschleunigt, hieß es zur Erklärung. Dies führe zu einem härteren Wettbewerb in China und in Ländern der Region Asien-Pazifik, dem sich BMW nicht entziehen könne. Auch der Konflikt im Nahen Osten belaste. Die hohen Energiepreise erhöhten die Kosten des Unternehmens, zudem drücke die Unsicherheit auf die Verbraucherstimmung. Im zweiten Quartal dürften Ergebnis und Mittelzufluss im Jahresvergleich deutlich sinken.

BMW will nun mit weiteren Struktur- und Effizienzmaßnahmen gegensteuern. Die Sparmaßnahmen würden erst in den Folgejahren sichtbar, würden aber das Ergebnis im zweiten Halbjahr 2026 einmalig belasten, hieß es. Wie genau das Sparen aussehen soll und an welchen Stellen es ansetzt, blieb zunächst offen.

Nedeljkovic betonte die positiven Aussichten der neuen Elektroautogeneration - diese gebe Schwung: "Mit der Neuen Klasse bringen wir in den nächsten beiden Jahren das stärkste BMW-Portfolio der Geschichte auf die Straße", sagte er. "Gleichzeitig werden wir unsere aktuellen Strukturen und Prozesse an die sich drastisch verschärfenden Marktbedingungen anpassen."

"Unsere unternehmerische Verantwortung gebietet es deswegen, dass wir unsere laufenden Maßnahmen nochmals deutlich intensivieren und beschleunigen", sagte der Manager. Bisher war BMW ohne einschneidende Personalmaßnahmen und Stellenstreichungen ausgekommen, während bei der Konkurrenz im Volkswagen-Konzern <DE0007664039> und auch bei Mercedes-Benz <DE0007100000> in großem Stil Jobs wegfallen./men/stw

16.06.2026 | 19:16:54 (dpa-AFX)
Merz sieht noch offene Fragen bei Bundeswehreinsatz
16.06.2026 | 19:14:58 (dpa-AFX)
Merz über Trump: Habe ihn sehr kooperativ gesehen
16.06.2026 | 19:14:07 (dpa-AFX)
Merz hofft auf Rückgang von Repression gegen iranisches Volk
16.06.2026 | 19:13:31 (dpa-AFX)
Merz sieht neue Einigkeit mit Trump bei Ukraine-Gesprächen
16.06.2026 | 19:05:09 (dpa-AFX)
EQS-News: AT&S gibt den Referenzaktienkurs und den Wandlungspreis der neuen tief nachrangigen Wandelschuldverschreibung ohne Laufzeitende mit vorzeitiger Rückzahlungsmöglichkeit der Gesellschaft bekannt (deutsch)
16.06.2026 | 19:00:28 (dpa-AFX)
EQS-News: R. STAHL Aktionäre beschließen nahezu alle Tagesordnungspunkte auf der Hauptversammlung - Vorstand bestätigt Jahresprognose (deutsch)
16.06.2026 | 09:09:37 (dpa-AFX)
Aktien Asien: Weitere Gewinne in Seoul - Nikkei setzt Rekordjagd fort

SEOUL/TOKIO/HONGKONG/SHANGHAI (dpa-AFX) - Asiens wichtigste Aktienmärkte haben nach der Euphorie zu Wochenbeginn am Dienstag keine gemeinsame Richtung gefunden. In Seoul ging der Höhenflug weiter, für den das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran zur Beilegung des Kriegs gesorgt hatte. Der japanische Nikkei 225 erklomm erneut einen Rekordstand, behauptete am Ende aber nur ein knappes Plus. Dass die japanische Notenbank den Leitzins erneut moderat anhob, war bereits erwartet worden.

Dagegen war es mit der Begeisterung an den chinesischen Märkten schon vorbei. Die Ölpreise pendelten sich nach einem deutlichen Rückgang auf ihrem niedrigeren Niveau ein.

"Es wird einige Zeit dauern, bis sich die Märkte beruhigen, sich der Ölfluss durch die Straße von Hormus wieder normalisiert und die Lagerbestände wieder aufgefüllt sind", schrieben die Ökonomen der ANZ Bank. Daher sehen sie keine unmittelbaren Auswirkungen der amerikanisch-iranischen Einigung auf die Geldpolitik. Laut Charu Chanana, Chef-Anlagestratege bei Saxo Markets in Singapur, ist "der einfache Teil der Rally bereits vorbei". Nun sei unter anderem abzuwarten, ob der Waffenstillstand tatsächlich halte.

In Tokio schloss der Nikkei 225 <XC0009692440> <JP9010C00002> 0,13 Prozent höher mit 69.404,50 Punkte, nachdem er zeitweise erstmals in seiner Geschichte über die 70.000-Punkte-Marke geklettert war. Davor hatte die japanische Zentralbank den Leitzins unter anderem wegen der Folgen des Iran-Kriegs erneut leicht angehoben. Er liegt mit 1,00 Prozent auf dem höchsten Stand seit 1995. Die Währungshüter kündigten zudem an, die Anleihekäufe weiter drosseln zu wollen.

Der Kospi <KRD020020008> in Seoul verabschiedete sich mit einem Gewinn von 2,11 Prozent auf 8.726,60 Punkte aus dem Handel. Damit fehlt dem von Technologiewerten geprägten Index, der seinen Punktestand dank der KI-Hausse seit Jahresbeginn schon mehr als verdoppelt hat, auch nicht mehr viel zu seinem Anfang Juni erreichten Rekord.

Dagegen ging es für den am Vortag moderat freundlichen Hang-Seng-Index <HK0000004322> der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong am Dienstag um 1,78 Prozent auf 24.399 Punkte bergab. Der zu Wochenbeginn starke CSI-300-Index <CNM0000001Y0> mit den wichtigsten Werten an Chinas Festlandbörsen sank um 0,18 Prozent auf 4.883 Punkte.

Chinesische Immobilienaktien gaben in Reaktion auf schwache Daten zu den Immobilienpreisen deutlich nach. Inzwischen notieren die Branchentitel wieder auf dem Niveau aus dem Herbst 2024, vor einer Reihe wichtiger Stimulierungsmaßnahmen der chinesischen Regierung.

Der australische S&P ASX 200 <XC0006013624> trat letztlich mit 8.917,70 Punkten fast auf der Stelle. Dass die heimische Notenbank den Leitzins nach drei Erhöhungen in Folge unverändert ließ, gab dem Börsenbarometer keine Richtung./gl/jha/

15.06.2026 | 08:57:25 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Aktien Asien: Abkommen im Iran-Krieg treibt Börsen an
15.06.2026 | 05:16:12 (dpa-AFX)
Aktien Asien: Einigung in Nahost treibt Börsen in Japan und Südkorea an
12.06.2026 | 09:00:17 (dpa-AFX)
Aktien Asien: Kräftiges Plus - Entspannungssignale im Iran-Krieg, Tech-Erholung
11.06.2026 | 08:51:31 (dpa-AFX)
Aktien Asien: Durchwachsen - China im Minus, Japan und Korea im Plus
10.06.2026 | 08:56:03 (dpa-AFX)
Aktien Asien: Rücksetzer - Technologiewerte unter Druck
09.06.2026 | 09:07:56 (dpa-AFX)
Aktien Asien: Erholung der Technologiewerte treibt Kurse

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