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News

25.10.2026 | 18:22:29 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Frasers Group übernimmt bei Hugo Boss absolute Mehrheit

METZINGEN (dpa-AFX) - Die britische Frasers Group hat beim Bekleidungshersteller Hugo Boss <DE000A1PHFF7> nun die absolute Mehrheit der Aktien. Sie hält 50,08 Prozent der Anteile an dem Unternehmen, wie die Briten mitteilten. Frasers kann auf Hauptversammlungen alle einfachen Beschlüsse wie Gewinnverwendung oder Entlastung des Vorstands mit einfacher Mehrheit allein entscheiden. Wenn nicht alle Aktionäre vertreten sind, genügen dafür auch schon entsprechend geringere Stimmanteile - faktisch hat Frasers also schon länger das Sagen bei Hugo Boss. Die Beteiligung der Briten hatte zuletzt 47,89 Prozent betragen, sodass zur Übernahme der Mehrheit nicht mehr viel fehlte.

Damit wurde das am 1. September verkündete Ziel erreicht, nach dem knapp gescheiterten Übernahmeangebot durch den Kauf weiterer Aktien doch noch über 50 Prozent zu kommen. Die Frasers Group gehört mehrheitlich dem britischen Milliardär Mike Ashley. Die wichtigste und bekannteste Marke des Unternehmens ist die Einzelhandelskette SPORTS DIRECT. Darüber hinaus hält das Unternehmen zahlreiche Beteiligungen - etwa am Onlineshop Asos <GB0030927254>.

Aufsichtsratschef Sturm kündigte im September Rückzug an

Als Konsequenz aus dem Übernahmekampf hatte Aufsichtsrastchef Stephan Sturm Mitte September angekündigt, seinen Posten aufzugeben. Das Verhältnis zwischen dem Großaktionär und Unternehmensführung war schon länger angespannt: Frasers hatte Aufsichtsratschef Sturm im Dezember etwa das Vertrauen entzogen. Streit gab es unter anderem um die Dividendenzahlung.

Die Briten versuchten bereits seit Mitte Juni, das Ruder bei den Schwaben zu übernehmen. Im Rahmen eines freiwilligen öffentlichen Angebots bewertete Frasers das Unternehmen mit rund 2,7 Milliarden Euro. Der Bekleidungshersteller mit Sitz im schwäbischen Metzingen hielt den gebotenen Preis von 38 Euro pro Aktie für zu niedrig und empfahl seinen Aktionären, das Angebot abzulehnen.

Frasers in Deutschland schon bei Puma aktiv

Auch in Deutschland sind die Briten keine Unbekannten. So hatten sie Interesse an der Kette Sportscheck, die dann aber nach Italien verkauft wurde. Außerdem wurde im Frühjahr der Einstieg bei Puma bekanntgegeben.

Dem schwäbischen Bekleidungshersteller Hugo Boss hatte im zweiten Quartal die maue Konsumstimmung insbesondere in Europa sowie der laufende Konzernumbau zugesetzt. Der Umsatz ging im Jahresvergleich insgesamt um zehn Prozent auf 905 Millionen Euro zurück. Vor allem in den Kernmärkten wie Deutschland, Großbritannien und Frankreich verzeichnete Hugo Boss eine geringere Nachfrage. Zudem machten sich Schließungen im eigenen Einzelhandel sowie eine geringere Fläche im Großhandel bemerkbar. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) sank um 28 Prozent auf 59 Millionen Euro. Das Konzernergebnis sank um 32 Prozent auf 34 Millionen Euro.

Hugo Boss war schon im Eigentum von Finanzinvestor

Konzernchef Daniel Grieder ist seit rund fünf Jahren im Amt und hat das Unternehmen durch eine radikale Neuausrichtung zur Lifestyle-Marke umgebaut. Er fokussierte sich auf Digitalisierung, starkes Marketing sowie eine verjüngte Zielgruppe. Der Konzern hat weltweit 20.000 Beschäftigte - davon mehr als 4.400 in Deutschland.

Der Bekleidungshersteller hatte einst auch schon dem Finanzinvestor Permira gehört. Er war 2007 über den Kauf des italienischen Modeunternehmens Valentino zur Hugo-Boss-Mehrheit gekommen. 2009 hatte der Investor den deutschen Hersteller aus dem italienischen Konzern herausgelöst und in die Holding Red & Black eingebracht. Valentino ging 2012 an einen Investor aus dem Golfstaat Katar. 2011 hatte sich Permira dann erstmals von Anteilen an Hugo Boss getrennt. Weitere Anteilsverkäufe erfolgten in den Folgejahren./ols/DP/he

25.10.2026 | 17:50:39 (dpa-AFX)
WDH/ROUNDUP 3/Auftritt bei Trump: Audi will neues Werk in den USA bauen
25.10.2026 | 17:41:58 (dpa-AFX)
ROUNDUP 3/Auftritt bei Trump: Audi will neues Werk in den USA bauen
25.10.2026 | 17:40:12 (dpa-AFX)
Israels Militär vor Parlamentswahl in Alarmbereitschaft
25.10.2026 | 17:39:11 (dpa-AFX)
Weiter Angriffe im Jemen und Saudi-Arabien
25.10.2026 | 17:38:45 (dpa-AFX)
Regionalwahlen in der Slowakei bestätigen viele Amtsinhaber
25.10.2026 | 17:38:14 (dpa-AFX)
Burnham offen für Debatte über Rückkehr zu EU-Freizügigkeit
23.10.2026 | 09:14:39 (dpa-AFX)
Aktien Asien: Stabilisierung im Verlauf

SEOUL/TOKIO/HONGKONG/SHANGHAI (dpa-AFX) - Die wichtigsten asiatischen Aktienmärkte haben sich am Freitag solide entwickelt. Sie erholten sich von anfänglichen Verlusten im Handelsverlauf.

Die inflationären Risiken durch die hohen Energiepreise spiegelten sich in Zahlen aus Japan wider. Die Verbraucherpreise ohne Berücksichtigung von frischen Lebensmitteln hatten im September um 2,1 Prozent im Jahresvergleich zugelegt. Der Wert lag damit über dem Ziel der Bank of Japan von zwei Prozent. Analysten hatten dies im Schnitt erwartet.

Die Preisentwicklung spricht eher dafür, dass die Bank of Japan den Leitzins weiter anheben könnte. Die Zentralbank hatte den Leitzins zuletzt im September auf 1,25 Prozent und damit den höchsten Stand seit 1995 erhöht. Es war die zweite Erhöhung in diesem Jahr gewesen.

Uneinheitliche Signale kamen unterdessen von den Einkaufsmanagerindizes. Während das Verarbeitende Gewerbe sich schwächer entwickelt habe, sei der Index für den Dienstleistungssektor etwas höher als erwartet ausgefallen, stellten die Marktstrategen der Deutschen Bank fest. Insgesamt habe sich damit im kombinierten Index aus beiden Bereichen ein gleichbleibender Wert für Oktober ergeben. Der japanische Leitindex Nikkei 225 <JP9010C00002> <XC0009692440> sank um 0,34 Prozent auf 62.693,16 Punkte. Damit liegt er klar unter dem Niveau von vergangener Woche.

Der südkoreanische Kospi <KRD020020008> erholte sich dagegen etwas von anfänglichen Verlusten und tendierte mit 0,3 Prozent Aufschlag geringfügig höher. Auf Wochensicht entwickelte sich der Index unter starken Schwankungen letztlich seitwärts. Der australische S&P ASX 200 <XC0006013624> schloss am Freitag unterdessen kaum verändert.

Die chinesischen Börsen verzeichneten vergleichsweise deutliche Gewinne. Der CSI-300-Index <CNM0000001Y0> mit den 300 wichtigsten Werten an den Festlandbörsen stieg um 1,7 Prozent, während der Hang-Seng-Index <HK0000004322> der Sonderverwaltungszone Hongkong 1,1 Prozent zulegte. Der CSI-300 profitierte dabei von Käufen börsengehandelter Fonds, die von staatlicher Seite bevorzugt zur Stützung der Märkte genutzt werden. Am Vortag war er technisch betrachtet in einen Bärenmarkt eingetreten./mf/jha/

22.10.2026 | 09:05:54 (dpa-AFX)
Aktien Asien: Kräftige Verluste - Unsicherheit belastet
21.10.2026 | 09:09:56 (dpa-AFX)
Aktien Asien: Technologiewerte erholen sich von Vortagesverlusten
20.10.2026 | 09:13:19 (dpa-AFX)
Aktien Asien: Verluste - Vor allem Halbleiteraktien unter Druck
19.10.2026 | 09:28:48 (dpa-AFX)
Aktien Asien: Gewinne überwiegen - Nur Nikkei gibt nach
16.10.2026 | 09:09:59 (dpa-AFX)
Aktien Asien: Erholung vor dem Wochenende
15.10.2026 | 08:16:50 (dpa-AFX)
Aktien Asien: Zins- und KI-Finanzierungsängste ziehen Märkte nach unten

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