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News

11.08.2026 | 11:52:33 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Uniper wird zuversichtlicher für 2026 - Rechenzentren-Pläne reifen

DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Der Energiekonzern Uniper <DE000UNSE026> blickt nach den ersten sechs Monaten mit mehr Zuversicht auf das Gesamtjahr. Die Ergebnisprognosen würden bestätigt und die jeweiligen Untergrenzen angehoben, teilte das Unternehmen am Dienstag in Düsseldorf mit. Im ersten Halbjahr schob vor allem das Gasgeschäft die Ergebnisse an. Abseits der klassischen Energieerzeugung schreiten bei den Düsseldorfern derweil die Pläne voran, Rechenzentren an Kraftwerksstandorten anzusiedeln.

Für das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) erwartet Uniper 2026 nun 1,1 bis 1,3 Milliarden Euro und damit am unteren Ende 100 Millionen Euro mehr. Der bereinigte Nettogewinn soll zwischen 500 und 600 Millionen Euro liegen, was im schlechtesten Fall 150 Millionen Euro mehr wären als zuvor erwartet.

Im zweiten Quartal setzte sich die positive Dynamik aus dem ersten Jahresviertel fort. So erwirtschaftete Uniper zum ersten Halbjahr im Tagesgeschäft mit 711 Millionen Euro fast 90 Prozent mehr operatives Ergebnis als im Vorjahreszeitraum. Dabei profitierten die Düsseldorfer von einem starken Gasgeschäft, weil in diesem Bereich im laufenden Jahr kostenintensive Umbaumaßnahmen wegfallen. Belastend wirkte hingegen die ungeplante Nichtverfügbarkeit eines schwedischen Atomkraftwerks. Der bereinigte Gewinn des Konzerns verdreifachte sich nahezu auf 388 Millionen Euro.

Pläne für Rechenzentren an Kraftwerksstandorten

Bei der Zahlenvorlage konkretisierte der Energiekonzern auch seine Pläne , künftig auch mit der Ansiedlung von Rechenzentren an Kraftwerksstandorten Geld zu verdienen. "Wir entwickeln damit unsere Kraftwerksstandorte weiter zu Standorten für die KI-Wirtschaft", sagte Vorstandschef Michael Lewis in Düsseldorf.

"Mehr als zehn eigene Standorte mit geeigneter Infrastruktur haben wir entlang der europäischen Daten-Hubs bereits identifiziert." Drei Projekte befänden sich in fortgeschrittener Entwicklung. "Ein erstes Projekt in Großbritannien haben wir schon abgeschlossen, weitere Investitionsentscheidungen erwarten wir im Verlauf dieses Jahres", so Lewis weiter.

Die nächste industrielle Revolution werde von Künstlicher Intelligenz angetrieben. "Und auch die beste KI braucht am Ende eines: sichere und verlässlich verfügbare Energie", sagte Lewis. Der Flaschenhals für den Bau neuer Rechenzentren seien Netzanschlüsse. "Die Entwickler warten in Deutschland oft Jahre auf Anschlusszusagen - wir haben die Anschlüsse bereits an vielen unserer Kraftwerksstandorte."

Auch der Energiekonzern RWE <DE0007037129> entwickelt Rechenzentren auf eigenen Industriestandorten. Rund zehn Standorte sind nach RWE-Angaben in der Entwicklung.

Uniper gehört noch dem Bund

Uniper war als größter deutscher Gasimporteur 2022 in Schieflage geraten, als Russland nach dem Angriff auf die Ukraine kein Gas mehr lieferte. Deutschland rettete das Unternehmen mit Milliarden-Beihilfen und wurde quasi Alleineigentümer. Der Bund hat den Wiederverkauf jüngst in die Wege geleitet, dürfte sich aber zunächst noch nicht vollständig von den Anteilen trennen. Auch ein Börsengang ist im Gespräch.

Uniper zählt bei Stromerzeugung und Gashandel zu den größten Energieunternehmen Europas. Der Konzern betreibt unter anderem Steinkohle- und Gaskraftwerke in Deutschland, Großbritannien und Schweden. Strom erzeugt Uniper auch aus Wasserkraft. In Schweden ist Uniper Mehrheitseigentümerin eines Atomkraftwerks. In Deutschland ist das Unternehmen zudem größter Betreiber von Gasspeichern./tob/DP/lew

11.08.2026 | 11:50:02 (dpa-AFX)
ANALYSE-FLASH: Barclays startet Renk mit 'Overweight' - Ziel 60 Euro
11.08.2026 | 11:36:33 (dpa-AFX)
Libyen meldet Drohnenangriffe auf Ölanlagen
11.08.2026 | 11:36:32 (dpa-AFX)
BVI: Mittelzuflüsse der Fondsbranche schwächen sich ab
11.08.2026 | 11:35:01 (dpa-AFX)
ANALYSE-FLASH: RBC belässt Iberdrola auf 'Sector Perform' - Ziel 20 Euro
11.08.2026 | 11:21:05 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Trotz Krise: Norma Group verdient im Tagesgeschäft mehr
11.08.2026 | 11:14:19 (dpa-AFX)
EQS-News: Barrick-Nachbar Lake Victoria Gold legt erste Ressource für Goldprojekt Tembo vor (deutsch)
11.08.2026 | 09:00:32 (dpa-AFX)
Aktien Asien: Vorsicht wegen Iran-Krieg - Zinsentscheidung in Australien

SEOUL/TOKIO/HONGKONG/SHANGHAI (dpa-AFX) - Die wichtigsten Aktienmärkte in Fernost haben am Dienstag keine gemeinsame Richtung gefunden. Dabei hielten sich die Kursveränderungen in Grenzen, wobei in Japan wegen des Feiertags "Tag des Berges" kein Handel stattfand.

Angesicht der unklaren Lage im Nahost-Konflikt hielten Anleger sich eher zurück. "Ob nun eine erneute Eskalationsspirale droht oder die Diplomatie die Oberhand behält, bleibt die brennende Frage", so Analyst Frank Sohlleder vom Broker ActivTrades. "Die USA scheinen mit herannahendem Wahlkampf der Zwischenwahlen wirtschaftlichem Druck gegenüber neuen militärischen Aktionen den Vortritt zu geben", fügte Jochen Stanzl, Marktanalyst der Commerzbank, hinzu. "Ob das allerdings genügt, die Situation zu beruhigen, muss sich erst noch zeigen."

Die australische Notenbank (RBA) hatte den Leitzins unverändert gelassen und damit den Erwartungen entsprochen. "Nach drei Zinserhöhungen in diesem Jahr will die RBA zunächst deren Wirkung abwarten", hieß es von der Landesbank Baden-Württemberg. "Zugleich bleibt sie wachsam: Die Inflation ist weiterhin zu hoch, und bei neuen Aufwärtsrisiken schließt die Notenbank weitere Zinsschritte nicht aus." Der australische Leitindex S&P/ASX 200 <XC0006013624> legte um 0,19 Prozent auf 9.250,60 Punkte zu und erholte sich damit von den moderaten Abgaben am Vortag.

Auch am oft volatilen südkoreanischen Markt waren die Veränderungen gering. Der Leitindex Kospi stieg um 0,7 Prozent. Ähnlich sah es an der ebenfalls technologielastigen Börse Taiwans aus.

Die chinesischen Märkte schwächelten dagegen etwas. Der CSI-300-Index <CNM0000001Y0> mit den wichtigsten Werten der chinesischen Festlandbörsen sank um 0,8 Prozent, während der Hang-Seng-Index <HK0000004322> der Sonderverwaltungszone Hongkong um gut 1 Prozent nachgab./mf/mis

10.08.2026 | 09:06:15 (dpa-AFX)
Aktien Asien: Überwiegend fester zum Wochenauftakt
07.08.2026 | 09:09:44 (dpa-AFX)
Aktien Asien: Abwartendes Geschäft vor US-Arbeitsmarktdaten
06.08.2026 | 09:03:02 (dpa-AFX)
Aktien Asien: Gewinnmitnahmen im Technologiebereich
05.08.2026 | 09:08:02 (dpa-AFX)
Aktien Asien: Deutliche Gewinne im Technologiebereich
04.08.2026 | 09:07:59 (dpa-AFX)
Aktien Asien: Zurückhaltung prägt überwiegend das Geschehen
03.08.2026 | 08:50:42 (dpa-AFX)
Aktien Asien: Erneut deutliche Verluste in Seoul

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