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News

05.06.2026 | 22:27:48 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Gewinnmitnahmen stürzen Nasdaq in Turbulenzen

NEW YORK (dpa-AFX) - Die am Mittwoch schon eingeleitete Gewinnmitnahmen-Welle bei den heißgelaufenen US-Tech-Aktien hat zu Wochenschluss ein lange nicht gesehenes Ausmaß angenommen. Befeuert wurde die Bewegung von einem soliden Jobbericht, der die Spekulationen bestärkte, dass die US-Notenbank Fed demnächst ihren Leitzins erhöhen wird.

Der von Technologie geprägte Auswahlindex Nasdaq 100 <US6311011026> verbuchte am Freitag mit einem Abschlag von 4,77 Prozent den größten Tagesverlust seit April 2025, als die Märkte gerade den Schock über die Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump verarbeiteten. Er durchbrach die 30.000- und die 29.000-Marke nach unten und erreichte den tiefsten Stand seit mehr als zwei Wochen. Aus dem Handel ging der Nasdaq-Index bei 28.957,60 Punkten.

Relativ stark mit nach unten gezogen wurde auch der marktbreite S&P 500 <US78378X1072>, der 2,64 Prozent auf 7.383,74 Punkte verlor. Wie schon zuletzt schlug sich der Dow Jones Industrial <US2605661048> besser, der eher Standardwerte abbildet. Er konnte sich der Marktlage mit einem Minus von 1,35 Prozent auf 50.866,78 Punkte aber auch nicht entziehen. Die Wochenbilanz des Dow ist moderat negativ, während der Nasdaq 100 4,5 Prozent verlor.

Der überraschend deutliche Beschäftigungsaufbau im Mai stärkte die Erwartungen für eine Anhebung der US-Leitzinsen. Am Markt gilt nun eine Erhöhung um 0,25 Prozentpunkte bis zum Jahresende als eingepreist. Die Hoffnung auf ein stabiles Zinsniveau hat sich damit laut dem Marktbeobachter Stephen Innes zerschlagen.

Laut Innes findet aktuell an den US-Börsen eine Bewertungskorrektur statt. Diese geschehe aber vor dem Hintergrund robusten Wachstums, einer starken Beschäftigungslage und anhaltend hoher KI-Investitionen. "Diese Bedingungen sind historisch gesehen eine deutlich bessere Grundlage für den nächsten Aufschwung als eine Korrektur aufgrund einer wirtschaftlichen Eintrübung", so Innes.

Chipwerte sanken am Freitag erneut am stärksten. Die zuletzt besonders heiß gelaufenen Aktien der Chipkonzerne ARM <US0420682058>, Marvell <US5738741041>, Micron <US5951121038> und AMD <US0079031078> fielen wie schon am Vortag mit besonders deutlichen Verlusten auf, die bis zu 17 Prozent groß waren. Auch Nvidia <US67066G1040> entkamen dem Abwärtsstrudel mit einem Minus von 6,2 Prozent nicht.

Am Freitag gab es im Technologiebereich auch bei IT-, Internet- und Softwareaktien für Anleger kaum etwas zu holen. Unter den "Magnificent 7", die sich am Vortag noch mehrheitlich robust entwickelt hatten, befand sich nun kein einziger Gewinner mehr. Tesla <US88160R1014> war mit einem Kursrutsch um 6,6 Prozent das Schlusslicht unter den sieben Tech-Riesen. Alphabet <US02079K3059> zeigte sich mit einem Prozent Minus noch am robustesten.

Meta <US30303M1027> gehörte am Freitag mit minus 5,5 Prozent auch zu den Verlierern. Bei dem Social-Media-Konzern kam im Tagesverlauf ein Bericht der "Financial Times" als Belastung hinzu, wonach das Unternehmen über eine umfangreiche Kapitalerhöhung nachdenkt. Meta plane mit einem Volumen von mehreren zehn Milliarden Dollar, um die Investitionen in Technologien der Künstlichen Intelligenz (KI) zu erhöhen.

Anleger wichen am Freitag unter anderem auf Aktien aus dem Konsumbereich aus: Die führenden Werte im Dow waren Procter & Gamble <US7427181091> und Coca-Cola <US1912161007>, aber auch Johnson & Johnson <US4781601046> und McDonald's <US5801351017> gehörten mit mehr als zwei Prozent zur Spitzengruppe. Gefragt waren also Branchen, die als defensiv in unruhigen Börsenzeiten gelten.

Unter den Nebenwerten zählten die Fast-Food-Kette Chipotle Mexican Grill <US1696561059> mit einem Plus von gut vier Prozent am Aktienmarkt zu den positiven Ausnahmen. Hier half eine Hochstufung auf "Overweight" von JPMorgan. Analyst John Ivankoe sieht ab sofort für die Aktien mehr Chancen als Risiken. Die Aktien hatten zuletzt den tiefsten Stand seit Anfang 2023 erreicht.

Die Anteile des Sportartikelkonzerns Lululemon <US5500211090> verloren nach der Senkung von Geschäftszielen 8,6 Prozent. Sie waren kurz unter 110 Dollar auf das niedrigste Niveau seit Mai 2018 abgerutscht. Laut Lorraine Hutchinson von der Bank of America wirft eine Umsatzabschwächung Ende April und Anfang Mai Fragen bezüglich der Zielsetzungen für das zweite Halbjahr auf./tih/he

05.06.2026 | 22:19:40 (dpa-AFX)
Aktien New York Schluss: Gewinnmitnahmen stürzen Nasdaq in schwere Turbulenzen
05.06.2026 | 21:38:07 (dpa-AFX)
ROUNDUP 2/Wadephul in Mexiko: Gemeinsam stärker gegen Drogenkartelle
05.06.2026 | 21:11:34 (dpa-AFX)
Devisen: Eurokurs sackt deutlich ab - US-Arbeitsmarktbericht stützt Dollar
05.06.2026 | 21:10:35 (dpa-AFX)
EQS-DD: Cantourage Group SE (deutsch)
05.06.2026 | 21:07:36 (dpa-AFX)
EQS-DD: Cantourage Group SE (deutsch)
05.06.2026 | 21:04:10 (dpa-AFX)
AKTIE IM FOKUS: Bericht über Kapitalerhöhung verstärkt Gewinnmitnahmen bei Meta
05.06.2026 | 09:12:21 (dpa-AFX)
Aktien Asien: Verluste - Technologiesektor besonders stark unter Druck

SEOUL/TOKIO/HONGKONG/SHANGHAI (dpa-AFX) - An den asiatisch-pazifischen Aktienmärkten haben die Gewinnmitnahmen am Freitag angehalten. Der Technologiesektor stand wie bereits in den USA auch dort kräftig unter Druck. Die enttäuschenden Zahlen des US-Halbleiterunternehmens Broadcom von wirkten nach.

"Wurde zuvor noch beinahe blind alles gekauft, was mit künstlicher Intelligenz und Halbleitern zu tun hatte, wird jetzt erst einmal Kasse gemacht und auf die entsprechenden Fakten gewartet, die die hohen Bewertungen rechtfertigen können", stellte Andreas Lipkow, Marktanalyst beim Broker CMC Markets, fest.

Zudem hielten sich Marktteilnehmer vor dem US-Arbeitsmarktbericht am Nachmittag zurück. Dabei rücke einmal mehr die Frage in den Vordergrund, ob sich der US-Arbeitsmarkt weiter in Richtung einer weichen Landung bewege oder ein anhaltender Lohnauftrieb die US-Notenbank Fed zu einer längeren Phase hoher Zinsen zwinge, erklärte die Landesbank Baden-Württemberg.

Stärker unter Druck stand der volatile südkoreanische Aktienmarkt. In dem von Halbleiterwerten dominiertem Markt hinterließen die Umschichtungen aus Chipwerten in andere Branchen deutliche Spuren.

Nicht ganz so stark ging es in Japan nach unten. Der Nikkei 225 <JP9010C00002> <XC0009692440> schloss 1,31 Prozent tiefer mit 66.588,12 Punkten, auf Wochensicht lag der Index aber im Plus. Etwas abgefedert wurde der Markt durch Konjunkturdaten, wie die Marktstrategen der Deutschen Bank anmerkten. So seien die Reallöhne im April stärker als erwartet gestiegen und die Ausgaben der Haushalte im Jahresvergleich nicht so stark gesunken, wie man prognostiziert habe.

Verluste gab es auch in China. Der CSI-300-Index <CNM0000001Y0> mit den 300 wichtigsten Werten an Chinas Festlandbörsen verlor zuletzt 1,4 Prozent. Der Hang-Seng-Index <HK0000004322> der Sonderverwaltungszone Hongkong sank um 1,3 Prozent. Im Vergleich zur Vorwoche hielt er sich damit knapp im Plus.

Australische Aktien schlossen sich der Entwicklung an, wobei die Abgaben etwas geringer ausfielen. Der S&P ASX 200 <XC0006013624> gab um 0,7 Prozent auf 8.625,10 Punkte nach./mf/jha/

04.06.2026 | 09:14:41 (dpa-AFX)
Aktien Asien: Gewinnmitnahmen bremsen Rekordjagd in Japan und Korea
03.06.2026 | 09:10:54 (dpa-AFX)
Aktien Asien: Japanische Börse erklimmt neue Hochs
02.06.2026 | 09:18:21 (dpa-AFX)
Aktien Asien: Durchwachsene Tendenz angesichts unklarer Situation im Iran
01.06.2026 | 08:58:27 (dpa-AFX)
Aktien Asien: Uneinheitlich - Neue Rekordstände in Japan und Südkorea
29.05.2026 | 09:14:10 (dpa-AFX)
Aktien Asien: Gewinne - Hoffnung auf Einigung zwischen den USA und dem Iran
28.05.2026 | 09:13:56 (dpa-AFX)
Aktien Asien: Durchatmen nach Rekordjagd

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