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News

09.04.2026 | 23:17:11 (dpa-AFX)
ROUNDUP 4/Trump: Weniger Angriffe auf Libanon - bald Verhandlungen

(Aktualisierung: US-Beamter bestätigt Verhandlungen in der kommenden Woche)

TEL AVIV/BEIRUT/WASHINGTON (dpa-AFX) - Israel wird nach Angaben von US-Präsident Donald Trump die Angriffe im Libanon zurückfahren. Zugleich nehmen diplomatische Bemühungen für ein Ende des Kriegs zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz im Libanon Fahrt auf. Wie ein Beamter des US-Außenministeriums bestätigte, soll es in der kommenden Woche in Washington Verhandlungen zwischen beiden Ländern über eine Waffenruhe geben. Wann genau die Gespräche stattfinden und wer teilnimmt, blieb zunächst unklar.

Trump sagte dem US-Sender NBC in einem Telefoninterview, er habe mit Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu gesprochen und dieser habe eine Reduzierung der Attacken zugesagt.

Die andauernden und heftigen Angriffe Israels gegen die vom Iran unterstützte Hisbollah im Libanon bedrohen die Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran. US-Medien sowie der israelische Sender N12 berichteten, dass Trump und sein Sondergesandter Steve Witkoff Druck auf Netanjahu gemacht hätten, die Angriffe auf den Libanon zu reduzieren.

Netanjahu: Werden Hisbollah mit Härte bekämpfen

Am Abend kündigte Netanjahu direkte Verhandlungen mit dem nördlichen Nachbarland an. Trumps Darstellung bestätigte er in einem späteren Statement allerdings nicht.

Stattdessen sagte er, Israel werde die libanesische Hisbollah-Miliz weiterhin mit Härte bekämpfen und nicht aufhören, ehe es Sicherheit für die Bevölkerung im Norden Israels gebe. "Es gibt keine Waffenruhe im Libanon." Aus libanesischen Regierungskreisen hieß es dagegen, mögliche Verhandlungen sollten nur unter den Bedingungen einer Waffenruhe stattfinden.

300 Tote an einem Tag im Libanon

Nach Beginn des Iran-Kriegs vor mehr als fünf Wochen hatte auch die Hisbollah ihre Angriffe auf Israel wieder aufgenommen. Erstmals seit Beginn einer Waffenruhe im November 2024 griff sie Israel wieder mit Raketen an. Israel reagierte mit heftigen Luftangriffen und Bodeneinsätzen in dem nördlichen Nachbarland. Vor der Waffenruhe hatte es einen einjährigen Krieg gegeben.

Am Mittwoch setzte Israel seine Angriffe trotz Feuerpause im Iran-Krieg fort und bombardierte eigenen Angaben zufolge zahlreiche Hisbollah-Ziele im Libanon, auch in der Hauptstadt Beirut. Nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums wurden dabei mehr als 300 Menschen getötet. Am Donnerstag gingen die gegenseitigen Angriffe weiter.

Am Abend hieß es in einer Mitteilung von Netanjahus Büro, der Regierungschef habe das Kabinett nach wiederholten Bitten des Nachbarlandes angewiesen, die Gespräche mit dem Libanon "so bald wie möglich" zu beginnen. Die Verhandlungen sollen sich demnach auf die Entwaffnung der Hisbollah und die Aufnahme friedlicher Beziehungen zwischen Israel und dem Libanon konzentrieren.

In einer Videobotschaft sagte der israelische Regierungschef, Ziel der direkten Verhandlungen sei "ein historisches, dauerhaftes Friedensabkommen zwischen Israel und dem Libanon".

Auswärtiges Amt: Gespräche können wichtiger erster Schritt sein

Libanons Präsident Joseph Aoun hatte in der Vergangenheit mehrfach die Bereitschaft zu Verhandlungen mit Israel signalisiert.

Wie die israelische Nachrichtenseite "ynet" unter Berufung auf eine mit der Angelegenheit vertraute Person berichtete, sollen die Gespräche zwischen Israel und dem Libanon nächste Woche in Washington stattfinden. Demnach sollen zunächst die US-Botschafter der beiden verfeindeten Länder daran teilnehmen.

Auch die israelische Zeitung "Maariv" meldete, dass die Gespräche nächste Woche beginnen sollen. Der israelische Sender N12 berichte von Verhandlungen "voraussichtlich Anfang nächster Woche". Ein Sprecher von Netanjahu wollte die Zeitangabe auf Anfrage zunächst nicht bestätigen.

Das Auswärtige Amt in Berlin begrüßte Netanjahus Ankündigung: "Die Direktgespräche können ein wichtiger erster Schritt sein hin zu einer gemeinsamen Zukunft als Nachbarn, in der Israels legitime Sicherheitsinteressen und Libanons Recht auf territoriale Integrität und Souveränität gleichermaßen Rechnung getragen werden kann", teilte eine Sprecherin mit.

"Pakistan-Modell" für Verhandlungen?

Für die erwarteten Gespräche zwischen Israel und dem Libanon wurde aus libanesischen Regierungskreisen ein "Pakistan-Modell" vorgeschlagen, angelehnt an ein ähnliches Vorgehen bei den Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA. Dieses sehe eine zweiwöchige Feuerpause vor, wobei Gespräche 72 Stunden nach Inkrafttreten beginnen sollen.

Den Angaben zufolge soll die libanesische Delegation von dem Ex-Botschafter in den USA, Simon Karam, geleitet werden. Ihr würden zudem weitere Mitglieder angehören, die im Rahmen der verfassungsmäßigen Befugnisse des Präsidenten bestimmt werden, darunter auch ein schiitischer Vertreter. Im aktuellen Krieg ist die libanesische Regierung keine aktive Kriegspartei. Die schiitische und vom Iran unterstütze Hisbollah beschießt sich derzeit mit dem israelischen Militär. Eine schiitische Repräsentation ist für den Erfolg von Verhandlungen daher wichtig.

Kritik von der Hisbollah

Der libanesische Abgeordnete der Hisbollah, Ali Fajad, forderte die Regierung dazu auf, auf eine Waffenruhe als Voraussetzung für weitere Schritte zu bestehen. Erst danach sollten nachfolgende Maßnahmen in Betracht gezogen werden.

Hisbollah-Chef Naim Kassim hatte zuletzt gesagt, Gespräche unter andauerndem Beschuss kämen einer Kapitulation gleich und würden den Libanon seiner Handlungsfähigkeit berauben. Verhandlungen seien grundsätzlich abzulehnen, solange der Gegner weiterhin Gebiete besetze und tägliche Angriffe fortsetze./cir/DP/he

09.04.2026 | 23:11:59 (dpa-AFX)
GNW-News: Aduro vergibt Genehmigungsmandat an Ebert HERA für FOAK-Industrieprojekt im Chemelot-Industriepark
09.04.2026 | 23:03:27 (dpa-AFX)
IRW-News: Apex Critical Metals Corp.: Apex Critical Metals nimmt an der Critical Materials Conference: Aerospace & Defence in Washington, D.C. teil
09.04.2026 | 22:55:50 (dpa-AFX)
Wadephul telefoniert mit Irans Außenminister Araghtschi
09.04.2026 | 22:44:06 (dpa-AFX)
USA bestätigen: Israel und Libanon verhandeln nächste Woche
09.04.2026 | 22:34:24 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Gewinne - Entspannungssignale aus Nahost
09.04.2026 | 22:17:31 (dpa-AFX)
Aktien New York Schluss: Gewinne - Entspannungssignale aus Nahost
09.04.2026 | 18:21:18 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Anleger zurückhaltend - Skepsis wegen Waffenruhe

PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - Europas wichtigste Aktienmärkte haben am Donnerstag mehrheitlich moderat nachgegeben. Nach den deutlichen Kursgewinnen am Vortag setzte sich eine vorsichtigere Einschätzung der Waffenruhe im Iran-Krieg durch. Das spiegelte sich auch in den gestiegenen Ölpreisen wider.

Der EuroStoxx 50 <EU0009658145> schloss mit einem Minus von 0,29 Prozent bei 5.896,29 Punkten. Außerhalb des Euroraums sank der britische FTSE 100 <GB0001383545> um 0,05 Prozent auf 10.603,48 Zähler. Dagegen stieg der schweizerische SMI <CH0009980894> um 0,35 Prozent auf 13.159,56 Punkte.

Genährt wurde die Anlegerskepsis von dem Umstand, dass die Straße von Hormus derzeit faktisch weiter geschlossen ist. Nur wenige Schiffe haben seit der Ankündigung der Waffenruhe die für den Rohöl- und Flüssiggas-Transport global wichtige Meeresenge passiert. Obendrein gab es massive Angriffe Israels im Libanon, weshalb der Iran nun droht, die mit den USA vereinbarte Feuerpause aufzukündigen. US-Präsident Donald Trump droht seinerseits ebenfalls mit einer neuen militärischen Eskalation, falls es nicht zu einem umfassenden Abkommen kommen sollte.

Aus Branchensicht standen europaweit Medienwerte sowie Aktien aus den Segmenten Technologie sowie Reise & Freizeit am stärksten unter Verkaufsdruck. Auf dem Technologiesektor lastete vor allem der Kursverlust des Schwergewichts SAP <DE0007164600> von 6,8 Prozent. Die Softwarebranche leidet unter Verdrängungssorgen durch den Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI). JPMorgan-Analyst Toby Ogg wertete Aussagen von SAP-Chef Christian Klein in der "Financial Times" als weiteren Beleg für die Veränderungen beim Geschäftsmodell des Softwarekonzerns.

Stärkste Gewinner waren Ölwerte. Sie erholten sich damit von den Vortagsverlusten. "Wie nachhaltig die Entspannung bei den Energiepreisen ist, dürfte von den weiteren Verhandlungen abhängen", bemerkte Roger Rüegg, Leiter Multi-Asset-Solutions bei ZKB, angesichts der anstehenden Gespräche zu einer längerfristigen Lösung des Iran-Krieges. Die Papiere der Öl-Multis Shell <GB00BP6MXD84>, BP <GB0007980591>, Eni <IT0003132476> und Totalenergies <FR0000120271> verbuchten Kursaufschläge zwischen 1,7 und 4,0 Prozent./edh/he

09.04.2026 | 18:02:50 (dpa-AFX)
Aktien Europa Schluss: Anleger zurückhaltend - Skepsis wegen Waffenruhe
09.04.2026 | 12:19:42 (dpa-AFX)
Aktien Europa: Kursverluste - Skepsis zu Waffenruhe hält Märkte in Zaum
08.04.2026 | 18:24:04 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Erholungsrally nach Waffenruhe im Iran-Krieg
08.04.2026 | 18:04:52 (dpa-AFX)
Aktien Europa Schluss: Erholungsrally nach Waffenruhe im Iran-Krieg
08.04.2026 | 12:24:28 (dpa-AFX)
Aktien Europa: Erholungsrally nach Waffenruhe im Iran-Krieg
07.04.2026 | 18:24:47 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Verluste - Mediensektor stark nach Kaufgebot

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Berichte & Analysen

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