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News

07.06.2026 | 07:53:42 (dpa-AFX)
Neuer KI-Berater der EU: Kritik an Siemens-Verbindungen

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Die Ernennung des Siemens-Aufsichtsratsvorsitzenden <DE0007236101> Jim Hagemann Snabe zum KI-Berater von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen stößt auf Kritik. "Es ist problematisch, dass es der Aufsichtsratsvorsitzende eines deutschen Unternehmens ist, das eigene, sehr ausgeprägte Interessen beim Thema KI hat", sagte die Grünen-Europaabgeordnete Alexandra Geese der Deutschen Presse-Agentur.

Siemens habe beim europäischen KI-Gesetz sehr stark dafür lobbyiert, die Industrie bei den strengeren Regeln rauszunehmen. "Was ich aber noch beunruhigender finde ist, dass die Zahlen von Siemens im Moment ganz stark von dem starken Ausbau von Rechenzentren abhängen", sagte die deutsche Politikerin.

Deutscher Technologiekonzern profitiert von KI-Boom

Der Technologiekonzern Siemens hatte zuletzt von einer hohen Nachfrage im Zusammenhang mit KI-Rechenzentren insbesondere in den USA profitiert. Konzernchef Roland Busch sprach von einem beispiellosen Auftragswachstum.

Geese sagte, ein massiver Ausbau von Rechenzentren im Wettbewerb mit den USA sei - auch wegen der hohen Energiepreise in der EU -nicht zu gewinnen. Stattdessen brauche es kleinere KI-Modelle, die weniger Strom und Ressourcen verbrauchten und dafür etwa auf die Medizinforschung spezialisiert seien, um konkurrenzfähig zu bleiben.

EU-Kommission verteidigt Ernennung

Die Europäische Kommission hatte den dänischen Manager Hagemann Snabe vor wenigen Tagen zum ersten Sonderbeauftragten für künstliche Intelligenz ernannt. Er werde EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sowie Vizepräsidentin Henna Virkkunen bis Ende März nächsten Jahres in dieser Position beraten, teilte die Brüsseler Behörde mit.

Ein Sprecher sagte zudem am Freitag auf Nachfrage, es würden spezifische Sicherheitsvorkehrungen getroffen, um sicherzustellen, dass es durch die Ernennung zu keinem Interessenkonflikt komme. Aus Datenschutzgründen sei er nicht in der Lage, diese Maßnahmen detaillierter zu erklären.

Kritik auch von Linken und NGOs

Der Co-Vorsitzende der Linksfraktion im EU-Parlament, Martin Schirdewan, kritisierte: "Gerade, weil es um milliardenschwere Investitionen in KI-Infrastruktur geht, muss die Kommission transparent machen, wie Interessenkonflikte ausgeschlossen werden."

Auch die gemeinnützige Organisation Corporate Europe Observatory, die sich für mehr Transparenz in der Politik einsetzt, kritisierte die Entscheidung der EU-Kommission. "Ein offensichtlicherer Interessenkonflikt ist kaum vorstellbar", sagte der Aktivist Bram Vranken dem Portal "Euractiv"./tre/DP/zb

07.06.2026 | 07:26:27 (dpa-AFX)
Ukraine-Krieg: Europäer drängen an den Verhandlungstisch
07.06.2026 | 07:21:36 (dpa-AFX)
US-Militär: Zwei iranische Drohnen abgeschossen
07.06.2026 | 07:15:09 (dpa-AFX)
Demokrat in Endrunde von Gouverneurswahl in Kalifornien
07.06.2026 | 07:14:38 (dpa-AFX)
Sozialverband: 'Die Stimmung ist angespannt'
07.06.2026 | 07:13:07 (dpa-AFX)
Trump schätzt: Iran hat noch ein Fünftel seiner Raketen
07.06.2026 | 07:12:36 (dpa-AFX)
Unternehmerverband: Bundestag sollte Sommerpause ausfallen lassen
05.06.2026 | 18:18:01 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: EuroStoxx nach US-Jobbericht im Minus

PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - Die wichtigsten Aktienmärkte in der Eurozone sind am Freitag mit den US-Börsen unter Druck geraten. Der amerikanische Arbeitsmarktbericht befeuerte Spekulationen über eine baldige Zinserhöhung der US-Notenbank Fed. Außerdem gingen in New York die Gewinnmitnahmen bei den heißgelaufenen Technologiewerten weiter. Aus Nahost blieben bahnbrechende Nachrichten weiterhin aus.

Vor dem Jobbericht auf Vortagsniveau liegend, konnte sich der EuroStoxx 50 <EU0009658145> dem Gegenwind aus New York am Nachmittag nicht entziehen. Der Leitindex der Eurozone schloss 0,68 Prozent tiefer bei 6.062,07 Punkten. Auf Wochensicht hat er um 0,2 Prozent zugelegt.

Außerhalb der Eurozone schlugen sich die wichtigsten Börsen am Freitag wegen anderer Zusammensetzung besser. Der schweizerische SMI <CH0009980894> legte um 0,35 Prozent auf 13.388,23 Punkte zu. Der britische FTSE 100 <GB0001383545> stieg um 0,07 Prozent auf 10.368,05 Zähler.

Die Beschäftigtenzahl in den USA war im Mai mit 172.000 Stellen viel stärker gestiegen als erwartet. "Erneut schüren stärker als erwartet ausgefallene Arbeitsmarktdaten vor dem Hintergrund der steigenden Inflation die Erwartung einer Zinserhöhung durch die Fed", schrieb der Chefökonom James Knightley von der ING <NL0011821202> Bank. Er erwartet diese noch vor Jahresende.

Zum Schlusslicht in der europäischen Branchentabelle wurde letztlich der Rohstoffsektor <EU0009658624>, der mit minus 3,4 Prozent noch etwas mehr verlor als der Sektorindex der Technologiewerte <EU0009658921>, der den Gewinnmitnahmen an der New Yorker Nasdaq mit einem Abschlag von 2,9 Prozent folgte. In den USA werden zuletzt vor allem die heiß gelaufenen Chipwerte verkauft. Dies wirkte sich in Europa auch sehr belastend auf Werte wie Infineon <DE0006231004> oder STMicroelectronics <NL0000226223> aus.

Im EuroStoxx stand aber auch Adyen <NL0012969182> als Tech-Wert ganz weit unten. Am Markt wurde der Kursrutsch um fast neun Prozent mit einem kritischen Bericht des Research-Dienstes Cleveland Research zu dem Zahlungsabwickler begründet. Darin soll es Händlern zufolge um Aspekte wie Marktanteile und die Preisgestaltung gehen. Adyen wollte den Bericht gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg nicht kommentieren.

Gewinne konnten Anleger unter anderem im Gesundheitssektor einfahren, aus dem mit Argenx <NL0010832176> und Sanofi <FR0000120578> im EuroStoxx zwei Top-Werte stammten. Auch Versorger, Einzelhändler und Konsumgüterunternehmen waren in dem schlechten Marktumfeld recht begehrt. Sie alle gelten als defensive Anlagemöglichkeit in unruhigen Börsenzeiten. Als Händler profitierte Inditex <ES0148396007> mit 1,7 Prozent Plus von einer JPMorgan-Hochstufung.

In der Schweiz wurde die Börse im guten Sektorumfeld von Kursgewinnen der Pharma-Schwergewichte gestützt, vor allem Novartis <CH0012005267> war dort mit einem Anstieg um 1,9 Prozent gefragt. Im Chemiebereich stiegen die Titel von Givaudan <CH0010645932> in Zürich um 1,1 Prozent. Der Aromen- und Duftstoffhersteller übernimmt eine Mehrheitsbeteiligung Eurofragance aus Spanien. Die Analysten von JPMorgan lobten die Transaktion.

In London sorgten zwei Werte mit hohen Schwankungen für Aufmerksamkeit: Der Kurs von Bodycote <GB00B3FLWH99> stürzte um 13 Prozent ab, nachdem der Finanzinvestor Apollo ein Übernahmeangebot zurückzog. Die Aktien von Raspberry Pi <GB00BS3DYQ52> dagegen schossen um fast 28 Prozent hoch. Der Hersteller von Kleincomputern überraschte die Anleger mit seinen Geschätszielen positiv./tih/stk

05.06.2026 | 18:04:03 (dpa-AFX)
Aktien Europa Schluss: EuroStoxx nach US-Jobbericht im Minus
05.06.2026 | 12:03:06 (dpa-AFX)
Aktien Europa: Märkte treten auf der Stelle vor US-Arbeitsmarktbericht
04.06.2026 | 18:32:19 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: EuroStoxx legt zu - Libanon und Dow-Rückenwind
04.06.2026 | 18:05:57 (dpa-AFX)
Aktien Europa Schluss: EuroStoxx legt zu - Libanon und Dow-Rückenwind
04.06.2026 | 12:31:20 (dpa-AFX)
Aktien Europa: EuroStoxx wieder moderat im Plus - Lage in Nahost undurchsichtig
03.06.2026 | 18:31:08 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Verluste wegen Iran- und Zollsorgen

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