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News

28.08.2026 | 22:36:01 (dpa-AFX)
WDH: Selenskyj droht Russland mit bis zu 1.000 Drohnen täglich

(Grammatikfehler im Leadsatz korrigiert)

KIEW (dpa-AFX) - Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Moskau mit einer Intensivierung der Drohnenschläge im russischen Hinterland gedroht. "Die Aufgabe lautet: täglich 1.000 Drohnen für Langstreckenangriffe gegen Russland. Derzeit führen wir durchschnittlich über 300 solcher Langstreckenangriffe aus - das muss mehr werden", sagte Selenskyj in seiner in Kiew verbreiteten abendlichen Videobotschaft. Die Ukraine müsse den Einsatz von Waffen zur Abwehr russischer Angriffe maximieren, betonte er.

Mit den Angriffen etwa auf Ölraffinerien, Logistikzentren und militärische Ziele hat Kiew die Kosten für Moskaus Krieg in die Höhe getrieben. Kremlchef Wladimir Putin hatte wirtschaftliche Schäden zwar eingeräumt, sie aber als nicht kritisch heruntergespielt. Putin wiederum drohte der Ukraine mit Attacken, die weitaus mehr Zerstörungen anrichteten als umgekehrt.

Dagegen sagte Selenskyj, dass Kiew auf Moskaus "Terroreskalation" antworten werde. Zugleich müsse die Ukraine die Produktion von Abfangraketen speziell gegen Russlands Drohnen deutlich beschleunigen, sagte er. Der ukrainische Staatschef hatte immer wieder erklärt, dass es praktisch Ziel Kiews sei, Moskau verhandlungsreif zu schießen.

Ukraine will russische Häfen blockieren

"Sie haben bereits weniger Benzin, weniger Exporte und weniger Logistikkapazitäten", sagte Selenskyj zu den Ergebnissen der seit Wochen andauernden Attacken in Russland. Das alles helfe, Russlands Kriegspotenzial zu verringern. "Es wird noch mehr solcher Verluste für sie geben, wenn Russland nicht bereit ist, vernünftig über ein Ende dieses Krieges zu verhandeln."

Schon jetzt habe die Ukraine Russlands auch für die Schwarzmeerflotte wichtigen Hafen in Noworossijsk lahmgelegt. "Wir werden mit Sicherheit Wege finden, auch ihre anderen Häfen zu blockieren", sagte Selenskyj. Dagegen greift Russland die für die Ukraine lebenswichtigen Schwarzmeerhäfen in der Region Odessa an, wo ebenfalls kaum noch Schiffsverkehr möglich ist. Kiews Angebot einer Waffenruhe im Seekrieg hatte Moskau zuletzt abgelehnt.

Selenskyj dankt USA für CIA-Besuch in Moskau

Selenskyj sagte auch, dass ihn die US-Seite über die Gespräche von CIA-Chef John Ratcliffe diese Woche in Moskau informiert habe. Die Ukraine habe mit der US-Seite bereits vor dem Besuch gesprochen. Nun dankte Selenskyj "für den notwendigen Ton der Gespräche mit Russland". Details nannte er nicht.

Das "Wall Street Journal" und das Magazin "Politico" berichteten unter Berufung auf nicht namentlich genannte Quellen, dass der CIA-Chef bei seinem Besuch am Dienstag in Moskau vor einem Angriff auf Nato-Verbündete gewarnt haben soll. US-Präsident Donald Trump lehnte es ab, Medienberichte über den Zweck der Reise von Ratcliffe zu kommentieren. "Sie werden nicht angreifen", sagte er lediglich über die Russen./mau/DP/he

28.08.2026 | 22:34:05 (dpa-AFX)
Trump-Regierung legt im Rechtsstreit um Briefwahl nach
28.08.2026 | 22:27:09 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Signale für US-Zinserhöhung belasten Nasdaq
28.08.2026 | 22:22:48 (dpa-AFX)
Aktien New York Schluss: Signale für US-Zinserhöhung belasten Nasdaq
28.08.2026 | 21:42:12 (dpa-AFX)
AfD-Nachwuchs gegen Euro-Austritt
28.08.2026 | 21:06:38 (dpa-AFX)
Devisen: Euro rutscht nach Signalen für US-Zinserhöhung unter 1,16 Dollar
28.08.2026 | 20:48:26 (dpa-AFX)
Spanien bittet Frontex um Hilfe bei Migrationskrise in Ceuta
28.08.2026 | 18:34:14 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Gewinne - Baldige US-Zinserhöhung?

PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - Europas Aktienmärkte haben am Freitag mit Gewinnen geschlossen. Sie erholten sich damit vom schwachen Vortag. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 <EU0009658145> baute nach Hinweisen von US-Notenbankchef Kevin Warsh auf eine mögliche Leitzinserhöhung mit 6.485,67 Punkten sein Plus auf 0,95 Prozent aus. Damit legte er auf Wochensicht um knapp 0,4 Prozent zu.

Beim Londoner FTSE 100 <GB0001383545> reichte es am Freitag nur für einen Anstieg um 0,29 Prozent auf 10.824,26 Zähler. Der Züricher SMI <CH0009980894> gewann 0,11 Prozent auf 14.399,77 Punkte.

Mit ungewöhnlich deutlichen Worten zur hohen Inflation in den USA signalisierte Warsh seine Bereitschaft für eine straffere Geldpolitik. "Wir müssen davon überzeugt sein, dass sich die Kerninflation eindeutig und mit ausreichender Geschwindigkeit unserem Ziel annähert. Andernfalls haben wir noch einiges zu tun", sagte er laut Redemanuskript beim Notenbank-Treffen der Federal Reserve of Kansas City in Jackson Hole (US-Bundesstaat Wyoming). Zwar zeigten die jüngsten Konjunkturdaten eine leichte Abkühlung. Allerdings sehe er darin nicht, dass sich an der grundlegenden Entwicklung etwas geändert habe.

Höhere Zinsen würden festverzinsliche Wertpapiere wie Anleihen gegenüber als riskanter wahrgenommenen Anlagen wie Aktien tendenziell begünstigen. Das gilt vor allem für Technologieaktien wegen der massiven Investitionen der Branche in Künstliche Intelligenz (KI).

Warsh sei offenbar bemüht, den bisherigen Zweifeln an seiner Bereitschaft zu Zinserhöhungen entgegenzutreten, schrieb Elmar Völker von der Landesbank Baden-Württemberg in einer ersten Einschätzung. Er erhöhe damit die Spannung vor der nächsten Zinssitzung Mitte September. "Die US-Inflationsdaten für August, die wenige Tage vor diesem Termin veröffentlicht werden, bilden mutmaßlich das Zünglein an der Waage", glaubt der Experte. Von Interesse sei vor allem die Kerninflation. "Schwächt diese sich nicht ab, dann ist eine Zinserhöhung ernsthaft im Spiel. Die Entscheidung könnte auf Messers Schneide stehen."

Das "FedWatch-Tool" der Terminbörse CME, welches die aktuellen Markterwartungen für kommende Zinsentscheidungen der US-Notenbank (Fed) als Wahrscheinlichkeiten anzeigt, belegte den deutlichen Stimmungsumschwung. Inzwischen ist eine Leitzins-Anhebung um 0,25 Prozentpunkte demnach deutlich wahrscheinlicher als eine Beibehaltung des derzeitigen Niveaus. Unmittelbar vor Warshs Aussagen hatte es noch gut eine Zweidrittel-Mehrheit für einen weiter unveränderten Zinssatz gegeben.

An den europäischen Börsen waren vor dem Wochenende Autoaktien <EU0009658681> am stärksten gefragt. Ihnen half eine positive Branchenstudie der US-Bank Citigroup. Auf Kaufinteresse stießen die ebenfalls konjunktursensiblen Chemie- <EU0009658608> sowie Versorger- <EU0009658962> und Bankentitel <EU0009658806>. Banken gelten wegen ihres Kreditgeschäfts als Profiteure höherer Zinsen.

Im Bausektor <EU0009658889> ragten Aktien von Strabag <AT000000STR1> mit einem Kurssprung von knapp 16 Prozent heraus. Sie reagierten damit auf Halbjahreszahlen, einen Rekord-Auftragsbestand und das angehobene Margenziel. Analyst Michael Marschallinger vom Bankhaus Erste Group sprach von starken Zahlen des Baukonzerns. Die Kombination aus Auftragsbestand, beschleunigter Infrastrukturaktivität und aktualisiertem Ausblick signalisiere weiteres Aufwärtspotenzial.

Überschaubare Kursverluste gab es lediglich bei Aktien aus der Medizin- <EU0009658723> und Immobilienbranche <CH0043274395>. Letztere leidet wegen steigender Finanzierungskosten für Bauvorhaben unter steigenden Zinsen./gl/mis

28.08.2026 | 17:54:10 (dpa-AFX)
Aktien Europa Schluss: EuroStoxx baut Plus nach Warsh-Aussagen aus
28.08.2026 | 11:58:21 (dpa-AFX)
Aktien Europa: Vorsichtige Erholung von Vortagsverlusten
27.08.2026 | 18:27:37 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Verluste trotz Nvidia - Vorsicht vor Jackson Hole
27.08.2026 | 17:57:27 (dpa-AFX)
Aktien Europa Schluss: Verluste trotz Nvidia - Vorsicht vor Jackson Hole
27.08.2026 | 11:01:47 (dpa-AFX)
Aktien Europa: Nvidia hilft nur Halbleiterwerten - Märkte träge vor Jackson Hole
26.08.2026 | 17:58:39 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Moderate Gewinne überwiegen vor Nvidia-Zahlen

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