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News

20.07.2026 | 11:05:04 (dpa-AFX)
GNW-News: Humanoide Roboter: Die Kluft zwischen den USA und China - wer kontrolliert die Lieferkette? Eine aktuelle Analyse auf dem TrendForce-Substack

^TAIPEH, Taiwan, July 20, 2026 (GLOBE NEWSWIRE) -- Die globale Branche für

humanoide Roboter geht von der technologischen Validierung zur kommerziellen

Erprobung über. Dabei verlagert sich der Wettbewerbsfokus auf die Frage, wer ein

nachhaltiges Geschäftsmodell aufbauen und die Kontrolle über die

Schlüsselkomponenten sichern kann.

Die Divergenz zwischen den USA und China: Intelligenz gegenüber Skalierung

* USA: Vertiefung des KI-Ökosystems, Wertschöpfung verlagert sich von

Hardware-Spezifikationen hin zu Intelligenz

Das KI-Ökosystem ist nach wie vor der größte Vorteil der USA im Bereich der

humanoiden Robotik. Angesichts der rasanten Weiterentwicklung von generativer

KI, Vision-Language-Action-Modellen (VLA) und Weltmodellen verlagert sich der

Wert von humanoiden Robotern von Hardware-Spezifikationen hin zu Intelligenz.

Wichtige Akteure wie NVIDIA treiben Physical AI-Plattformen wie Cosmos, Isaac

Lab und GR00T (https://www.trendforce.com/presscenter/news/20250319-12525.html)

weiter voran. Indessen hat Google DeepMind Gemini Robotics ins Leben gerufen, um

das Verständnis von Robotern zu verbessern, während OpenAI durch Investitionen

und Forschung an der Entwicklung von Modellen für verkörperte KI mitwirkt.

Gemeinsam bilden US-Unternehmen ein umfassendes Technologie-Ökosystem, das große

Sprachmodelle, Robotik-Plattformen, Simulationsumgebungen und KI-Chips umfasst.

Dies spiegelt die Ansicht wider, dass die Wettbewerbsfähigkeit von humanoiden

Robotern in zunehmend komplexen Umgebungen von deren Umgebungsverständnis,

mehrstufiger Aufgabenplanung, szenarienübergreifender Generalisierung und

kontinuierlichem Lernen abhängen wird.

Zudem richten US-amerikanische Unternehmen ihre Strategien nicht mehr auf

Hardware-Kompetenz, sondern auf die Entwicklung von KI-Kompetenz aus. Während

Teslas Optimus Gen 3 derzeit noch Praxistests in den Fabrikhallen durchläuft,

liegt der Fokus der künftigen Produktion auf der Verbesserung der

Generalisierungsfähigkeit des Roboters, damit sich dieselbe KI schnell an

unterschiedliche Arbeitsumgebungen anpassen kann. Figure AI baut seine

Partnerschaften mit Großunternehmen aus, um seine Modelle anhand großer Mengen

konkreter Fabrikdaten zu trainieren. Boston Dynamics stärkt durch die

Verknüpfung von jahrzehntelanger Erfahrung in der Bewegungssteuerung mit

moderner KI den autonomen Betrieb in komplexen Umgebungen. Durch den

großflächigen Einsatz in der Praxis gewinnt Apptronik qualitativ hochwertige

Daten, die in die Trainings-Pipeline von Gemini Robotics eingespeist werden.

Kurz gesagt setzen US-Firmen auf den Aufbau eines Daten-?Flywheels" mit dem

Ziel, ihre Modelle durch große Mengen an Daten aus der realen Welt

kontinuierlich zu verbessern und ihre Produkte durch KI-Fähigkeiten zu

differenzieren.

* China: Beschleunigung der Lieferkettenintegration, Übergang von der

Produktiteration zum groß angelegten Einsatz

Im Gegensatz dazu erinnert Chinas Entwicklung humanoider Roboter eher an das

frühe Entwicklungsmodell von Elektrofahrzeugen: der Aufbau einer vollständigen

Lieferkette und eine schnelle Kostensenkung, um anschließend durch hohe

Stückzahlen Skaleneffekte zu erzielen. Mit diesem Ansatz lassen sich

Kernkomponenten wie Servomotoren, Getriebe und Lithium-Batterien schnell vor Ort

produzieren, wodurch die Kosten gesenkt und die Entwicklungszyklen erheblich

verkürzt werden.

Die beiden repräsentativsten Unternehmen sind Unitree und Agibot

(https://www.trendforce.com/presscenter/news/20260409-13007.html): Unitree hat

sich sowohl bei vierbeinigen als auch bei humanoiden Robotern einen Namen für

ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis und schnelle Produktiterationen

gemacht, während Agibot seine Produktion innerhalb etwa eines Jahres von 1.000

auf 5.000 Einheiten und anschließend in nur drei Monaten von 5.000 auf 10.000

Einheiten hochskaliert hat. Dies verdeutlicht, dass Chinas Wettbewerbsvorteil

mittlerweile über die Produktionskosten hinausgeht. Dank der ausgereiften

Lieferkette können neue Produkte zügig die Komponentenvalidierung,

Pilotproduktionen und die Serienfertigung durchlaufen, was dem Land ein

schnelleres Iterationstempo im Vergleich zur westlichen Konkurrenz verschafft.

Vor allem sammelt China - da Fabriken, Logistikbetriebe und öffentliche

Einrichtungen zunehmend humanoide Roboter einsetzen - durch diesen großflächigen

Einsatz der Roboter rasch Daten aus der Praxis und baut so seinen Vorteil in der

Lieferkette zu einem Datenvorteil aus. Dies könnte der chinesischen Industrie

für humanoide Roboter dabei helfen, einen positiven Kreislauf aus ?Einsatz,

Datenerfassung, Modellaktualisierung und erneutem Einsatz" zu schaffen. Im Zuge

der kontinuierlichen Modellverbesserung könnte sich die KI-Kluft zwischen China

und den USA aufgrund der enormen Datenmengen Chinas schon bald schließen.

Stärke der Lieferkette: Kostenstruktur der Komponenten und der CSCII

Während die Branche für humanoide Roboter rasch Gestalt annimmt, ist die Frage,

wer die Lieferung von Schlüsselkomponenten kontrolliert, zu einem zentralen

Aspekt bei der Bewertung der industriellen Wettbewerbsfähigkeit der einzelnen

Regionen geworden. TrendForce (https://www.trendforce.com/) hat den Component

Supply Chain Influence Index (CSCII) entwickelt, um systematisch zu analysieren,

inwieweit die Zulieferer der einzelnen Regionen die Kontrolle über verschiedene

Schlüsselkomponenten haben.

Der CSCII ist keine einzelne, direkt überprüfbare Kennzahl, sondern ein

kombinierter Indikator aus qualitativen und quantitativen Daten. Die Bewertungen

werden anhand von Expertenmeinungen über fünf Dimensionen hinweg gewichtet:

1. Position hinsichtlich Branchen-Skalierung: misst den Anteil eines Bauteils

am branchenübergreifenden weltweiten Umsatz und spiegelt dessen

Skalierbarkeit in der Fertigung wider.

2. Technologische Barrieren und Substituierbarkeit: misst die

Patentkonzentration und die Geschwindigkeit, mit der Nachahmer aufholen

können.

3. Anwendungsdurchdringung bei humanoiden Robotern: misst den Umfang der

tatsächlichen Systemintegration durch führende OEMs in Anwendungsfällen für

humanoide Roboter.

4. Produktionskapazität und Expansionsdynamik: misst die Lieferflexibilität und

Geschwindigkeit der Produktionsskalierung.

5. Regulatorische und geopolitische Lieferresilienz: berücksichtigt

Exportbeschränkungen und nationale Fördermaßnahmen.

Wenn Sie weitere Informationen zu den zugrundeliegenden CSCII-Werten und der

Aufschlüsselung nach Teilkomponenten dieses Diagramms wünschen, wenden Sie sich

bitte an SR_MI@trendforce.com.

Aufschlüsselung nach Regionen:

* China ist in allen vier Funktionsebenen am stärksten vertreten - führend auf

der Power-Ebene und wird sowohl auf der Mental- als auch auf der Movement-

Ebene mit ?stark" bewertet. Seine Stärke basiert auf industrieller

Skalierung und einer breiten Komponentenabdeckung.

* Die USA führt am deutlichsten auf der Mental-Ebene, wo NVIDIA und Qualcomm

bei KI-Chips und Computing-Plattformen nahezu eine Monopolstellung

innehaben.

* Europa wird sowohl auf der Sensing- als auch auf der Movement-Ebene mit

?stark" bewertet, wobei sich seine Stärke auf die Präzisionsfertigung

konzentriert. Europäische Unternehmen sind zwar weniger bekannt als die

großen Akteure in anderen Regionen, verfügen jedoch über einen hohen

technischen Mehrwert, wobei deutsche Zulieferer bei Encodern einen

deutlichen Vorsprung haben.

* Japan verfügt über einen soliden Vorsprung auf der Movement-Ebene. Seine

Stärke konzentriert sich vor allem auf die Getriebetechnik, wo Unternehmen

hohe technologische Barrieren errichtet haben.

* Südkorea wird aktuell auf der Power-Ebene als ?stark" eingestuft, was durch

aktive Investitionen von LG und Samsung in den Batteriesektor gestützt wird.

Andere Funktionsebenen werden auf eine engere Zusammenarbeit zwischen dem

öffentlichen und dem privaten Sektor angewiesen sein, um die Entwicklung des

Ökosystems voranzutreiben.

Die Sicht von TrendForce

Während die Branche für humanoide Roboter den Schritt zur Kommerzialisierung

vollzieht, verlagern die Unternehmen ihren Fokus von der Neuartigkeit der

Produktiteration zur Zukunftsfähigkeit ihrer Geschäftsmodelle. Die USA und China

verfolgen zwei deutlich unterschiedliche Wettbewerbsstrategien: Die USA

konzentrieren sich auf KI, große Modelle und hochwertige Anwendungen, um ihre

Produkte intelligenter zu machen. China hingegen nutzt sein gesamtes

Fertigungsökosystem und seine Lieferkettenvorteile, um die Produktiteration zu

beschleunigen und den Einsatz in großem Maßstab voranzutreiben.

Der rasante Aufstieg Chinas setzt US-amerikanische Hersteller derzeit unter

erheblichen Druck. Langfristig wird die globale Wettbewerbslandschaft der

Branche für humanoide Roboter jedoch davon abhängen, ob es den Unternehmen

gelingt, Geschäftsmodelle zu entwickeln, die großflächigen Einsatz, den Aufbau

von Datenbeständen und nachhaltige Profitabilität in ihren Zielmärkten

miteinander verbinden. Angesichts der unterschiedlichen kommerziellen

Anwendungsfälle und Nutzeranforderungen ist TrendForce der Ansicht, dass der

künftige Markt kaum von einem einzigen Gewinner dominiert werden dürfte -

vielmehr werden voraussichtlich mehrere Akteure parallel bestehen.

Über den TrendForce-Substack

Die Analyse ist auf dem Substack (https://insights.trendforce.com/) von

TrendForce verfügbar, der wöchentlich Einblicke von Analysten in die Bereiche

Halbleiter, KI-Infrastruktur, Robotik und globale Lieferkettendynamik bietet.

Vorteile eines Abonnements:

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Frau Peng Chen

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Über TrendForce (https://www.trendforce.com/)

TrendForce ist ein weltweit führender Anbieter von Analysen und

Beratungsdienstleistungen für die Technologiebranche. Mit fundiertem Fachwissen

in den Bereichen Foundry, DRAM, HBM, NAND-Flash, KI-Server, Robotik, Near-Eye-

Displays, Displaypanels, LEDs, MLCC und grüne Energie bietet das Unternehmen

zudem eingehende Analysen zu wichtigen Markttreibern wie KI,

Automobiltechnologien, 5G/6G-Kommunikation, LEO-Satelliten und dem IoT.

Mit einem Team aus führenden Branchenexperten steht TrendForce seit über 25

Jahren an der Spitze der globalen Marktforschung. Mehr als 60 % der Kunden

gehören zu den weltweit 500 größten Unternehmen.

TrendForce ist global vertreten und unterhält Niederlassungen in Taipeh,

Shenzhen, im Silicon Valley, in New York sowie Tokio. TrendForce unterstützt

Unternehmen durch zeitnahe und strategische Branchenanalysen, damit sie

intelligentere und schnellere Entscheidungen treffen können.

Fotos zu dieser Mitteilung sind verfügbar unter

https://www.globenewswire.com/NewsRoom/AttachmentNg/63567687-

10cc-44cf-9cb8-6ba58f2d48da

https://www.globenewswire.com/NewsRoom/AttachmentNg/19e9de4c-af14-

414d-953b-34fc8702493d

°

20.07.2026 | 11:00:53 (dpa-AFX)
Ölpreise geben Gewinne ab - Vorschläge für Verhandlungen zwischen USA und Iran
20.07.2026 | 11:00:47 (dpa-AFX)
Sparkassen öffnen App für Wertpapierhandel
20.07.2026 | 10:56:35 (dpa-AFX)
KI-Nutzung bei Firmen im Osten geringer als im Westen
20.07.2026 | 10:54:24 (dpa-AFX)
Preis für Opec-Öl gestiegen
20.07.2026 | 10:50:30 (dpa-AFX)
EQS-News: PNE-Gruppe erhält im ersten Halbjahr 2026 Genehmigungen für Windenergieprojekte von rund 188 MW in Deutschland (deutsch)
20.07.2026 | 10:48:43 (dpa-AFX)
WDH/Aktien Europa: Gedämpfte Stimmung - Kriegssorgen und Ölpreisanstieg hemmen
20.07.2026 | 10:48:43 (dpa-AFX)
WDH/Aktien Europa: Gedämpfte Stimmung - Kriegssorgen und Ölpreisanstieg hemmen

(Tippfehler im 2. Satz berichtigt)

PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - Sorgen vor einer Ausweitung des Iran-Kriegs und damit zusammenhängend steigende Ölpreise haben zum Wochenauftakt die europäischen Börsen zunächst gebremst. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 <EU0009658145> startete am Montag etwas schwächer, konnte sich dann aber ins Plus vorarbeiten mit zuletzt 0,27 Prozent auf 6.248 Punkte. Er bleibt damit unter der 21-Tage-Linie für den kurzfristigen Trend.

Im Fokus bleibt der Iran-Krieg. Die Streitkräfte der USA und des Irans attackieren sich weiter gegenseitig, sodass die Sorge vor einem noch umfassenderen Krieg wächst. Der mit dem Krieg einhergehende Ölpreisanstieg schürt weiterhin Inflationssorgen. Zuletzt verringerten die Ölpreise gleichwohl ihren Zuwachs. Denn: Der Iran erhielt angesichts der neuen militärischen Eskalation mit den USA eigenen Angaben zufolge Vorschläge von Vermittlern für eine Wiederaufnahme der Verhandlungen. Die USA seien weiter zu Gesprächen mit Teheran bereit, betonte US-Außenminister Marco Rubio.

Im Ölsektor <EU0009658780> gab es die größten Gewinne. Auch Banken <EU0009658806> zeigten sich fest. BNP Paribas <FR0000131104> waren mit plus 1,4 Prozent unter den besten Werten im EuroStoxx. Die Analysten von Jefferies sind optimistisch mit Blick auf die Zahlen der Franzosen für das zweite Quartal.

Schwach waren Reise- und Freizeitwerte <CH0019112744>. Hier machten sich die höheren Ölpreise negativ bemerkbar. Außerdem enttäuschte Ryanair <IE00BYTBXV33> mit Quartalszahlen.

Außerhalb des Euroraums gab der Schweizer SMI <CH0009980894> um 0,18 Prozent auf 14.318 Punkte nach. Der britische FTSE 100 <GB0001383545> sank um 0,29 Prozent auf 10,569 Punkte.

Der Anstieg der Kerosinpreise infolge des Iran-Kriegs sorgte bei Ryanair für einen noch stärkeren Gewinneinbruch als am Markt bereits befürchtet. Um die verunsicherte Kundschaft zu ködern, hätten die Iren ihre Tickets zudem günstiger verkauft, als er erwartet habe, schrieb Analyst Conor Dwyer von der US-Bank Citigroup. Die Ryanair-Papiere sackten in Dublin um 4,3 Prozent ab./ajx/mis

20.07.2026 | 10:37:39 (dpa-AFX)
Aktien Europa: Eher gedämpfte Stimmung - Kriegssorgen und Ölpreisanstieg hemmen
17.07.2026 | 18:28:35 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Aktien Europa Schluss: Uneinheitlich - Chipwerte, Inflation belasteten
17.07.2026 | 18:10:58 (dpa-AFX)
Aktien Europa Schluss: Uneinheitlich - Chipwerte und Inflationssorgen belasten
17.07.2026 | 12:09:42 (dpa-AFX)
Aktien Europa: Schwache Halbleiterwerte und Inflationssorgen belasten
16.07.2026 | 18:28:28 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Aktien Europa Schluss: Leichte Gewinne - Fokus Berichtssaison und Iran
16.07.2026 | 18:06:48 (dpa-AFX)
Aktien Europa Schluss: Leichte Gewinne - Berichtssaison und Iran-Krieg im Fokus

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