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News

06.11.2026 | 10:28:24 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Copernicus: 2026 reißt fast sicher 1,5-Grad-Marke

BONN (dpa-AFX) - Das Jahr 2026 wird nach Angaben des EU-Klimawandeldienstes Copernicus fast sicher die Marke von 1,5 Grad globaler Erwärmung gegenüber der vorindustriellen Zeit reißen. Dies wäre das zweite Mal nach 2024, wie der Dienst mitteilte - als offiziell gerissen gilt das Ziel erst im mehrjährigen Durchschnitt. Die Weltgemeinschaft wollte die Erderwärmung eigentlich auf 1,5 Grad begrenzen, um die katastrophalsten Folgen der Klimakrise abzuwenden.

Höchstwahrscheinlich werde 2026 das zweitwärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen sein, schätzt Copernicus. Mit einer 20-prozentigen Wahrscheinlichkeit könnte das Jahr sogar den Rekordwert von 2024 übersteigen.

Auch für den Vier-Jahres-Durchschnitt des Zeitraums 2023 bis 2026 erwarten die Experten des Klimawandeldienstes, dass er über 1,5 Grad liegen wird.

Wärmster Oktober jemals

Der vergangene Monat war den Angaben zufolge weltweit der wärmste Oktober seit Beginn der Aufzeichnungen - mit einer durchschnittlichen weltweiten Oberflächentemperatur, die für den Monat sogar 1,75 Grad über der vorindustriellen Zeit lag. Es war der dritte Monat in Folge, der über der 1,5-Grad-Grenze lag.

"Ein außergewöhnlich starker El Niño heizt das durch menschliche Aktivitäten bereits erwärmte Klima weiter an, während das Jahr 2026 auf dem besten Weg ist, das zweite Kalenderjahr zu werden, in dem die Erwärmung über 1,5 Grad liegt", erklärte Samantha Burgess vom Europäischen Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage. "Besonders bedeutsam ist, dass auch der Vierjahresdurchschnitt voraussichtlich 1,5 Grad überschreiten wird, was verdeutlicht, wie anhaltend diese Phase globaler Erwärmung geworden ist."

Die Realität im "Overshoot"-Szenario

Die Vereinten Nationen gehen mittlerweile auch offiziell davon aus, dass das im Pariser Klimaabkommen angestrebte 1,5-Grad-Ziel gerissen wird - das nennt man "Overshoot". Weil dadurch jedoch drastische Klimaextreme und gefährliche Kipppunkte drohen, soll die Überschreitung nach Möglichkeit so kurz und gering wie möglich gehalten werden.

Risiken und Auswirkungen verstärkten sich mit jedem Bruchteil eines Grades und mit jedem Jahr, heißt es in einem Bericht des UN-Umweltprogramms UNEP von September.

Auch der Klimaforscher Johan Rockström, Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, fordert, den "Overshoot" über die 1,5-Grad-Marke so gering und kurz wie möglich zu halten und die Temperatur durch die Entfernung von CO2 aus der Atmosphäre rasch wieder zu senken. Dass die Erderwärmung die 1,5 Grad gegenüber der vorindustriellen Zeit in den nächsten fünf Jahren offiziell überschreite, sei mittlerweile unvermeidbar, erklärt Rockström. Man befinde sich derzeit "auf einem Pfad in eine unbeherrschbare Zukunft", sagte er in einem Briefing./swe/DP/jha

06.11.2026 | 10:28:07 (dpa-AFX)
EQS-News: Tradegate BSX baut Reichweite im deutschen Privatanlegermarkt weiter aus (deutsch)
06.11.2026 | 10:25:43 (dpa-AFX)
AKTIEN IM FOKUS: Barclays gibt Airlines Auftrieb - Air France-KLM sehr stark
06.11.2026 | 10:22:24 (dpa-AFX)
Deutsche Anleihen: Erneute Kursgewinne - Schwäche bei US-Aktien stützt
06.11.2026 | 10:21:03 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Nutzfahrzeuglieferer Jost wird optimistischer - Hyva-Integration hilft
06.11.2026 | 10:15:31 (dpa-AFX)
EQS-DD: Rubean AG (deutsch)
06.11.2026 | 10:15:09 (dpa-AFX)
EQS-News: Marco Fuchs mit "EY Entrepreneur Of The Year 2026" ausgezeichnet (deutsch)
05.11.2026 | 19:42:25 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Ins Minus gedreht - Ausverkauf bei US-Techwerten

PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - Europas wichtigste Aktienmärkte haben am Donnerstag unter einem drastischen Stimmungsumschwung an den US-Börsen gelitten. Die wichtigsten Indizes diesseits des Atlantiks büßten zwischenzeitliche Gewinne ein und drehten ins Minus.

Der US-Aktienmarkt wurde von einem Ausverkauf der Technologiewerte nach unten gezogen, die unter der Sorge vor einer schärferen Regulierung im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) litten. Hintergrund ist der klare Sieg der Demokraten bei den Zwischenwahlen in den USA am Dienstag. Die Demokraten gelten KI gegenüber als skeptischer als die Republikaner, die sich eher für Deregulierung starkmachen.

Nachdem die Wall Street am Mittwoch noch positiv auf die Wahlergebnisse reagiert hatte, überwog nun die Skepsis. Der Technologie-Index Nasdaq 100 <US6311011026> war zwischenzeitlich um 6,4 Prozent eingebrochen. Er war allerdings auch seit Anfang 2023 rasant gestiegen und hatte damit sehr stark von der Hoffnung auf gute Geschäfte mit Künstlicher Intelligenz profitiert. Erst im Oktober hatte das Börsenbarometer ein Rekordhoch erreicht.

Damit fiel der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 <EU0009658145> am Ende um 0,55 Prozent auf 6.231,54 Punkte. Außerhalb des Euroraums gab der Schweizer Leitindex SMI <CH0009980894> um 0,37 Prozent auf 14.967,73 Punkte nach. Der britische FTSE 100 <GB0001383545> verlor 0,43 Prozent auf 10.782,66 Punkte.

Aus Branchensicht fanden sich europaweit Technologiewerte <EU0009658921> mit einem Minus von 3,2 am Ende des Sektortableaus ein. "Anleger befürchten, dass nach dem Wahlsieg der Demokraten strengere Auflagen den Ausbau von Rechenzentren bremsen und Projekte verzögern könnten", urteilte Salah-Eddine Bouhmidi vom Handelshaus IG. Diese politischen Risiken träfen auf die ohnehin schwelende Unsicherheit, wann sich die milliardenschweren Investitionen in Künstliche Intelligenz ausreichend auszahlen werden. Verzögerungen beim Ausbau könnten die Geduld der Investoren zusätzlich strapazieren.

Damit kam es in den USA und auch europaweit zu einem Ausverkauf bei Halbleiterwerten. So knickten die Anteilscheine von STMicroelectronics <NL0000226223> um 9,3 Prozent ein. Die Papiere des Chipzulieferers ASML <NL0010273215> sackten um 6,6 Prozent ab.

Unter den weiteren Einzelwerten setzte Air France-KLM <FR001400J770> in dem trüben Umfeld ein positives Ausrufezeichen. Die Aktien sprangen nach der Vorlage von Quartalszahlen um gut zwölf Prozent nach oben. Die Analysten der US-Bank JPMorgan sprachen von einem deutlich besser als erwarteten Zahlenwerk.

Nicht ganz so spektakulär war die Reaktion der Papiere von Swiss Re <CH0126881561> auf die Geschäftszahlen. Vergleichsweise geringe Großschäden und Zuwächse im Leben-Geschäft hatten dem Rückversicherer in den ersten neun Monaten des Jahres einen Gewinnanstieg beschert. Der Wert gewann am Ende zwei Prozent. Zwischenzeitlich hatten die Papiere den höchsten Stand seit 2002 erreicht.

Unter den ansonsten unauffälligen Herstellern von Nahrungsmitteln und Getränken verzeichneten Diageo <GB0002374006> mit einem Plus von 3,2 Prozent stärkere Aufschläge. Der zuletzt schwächelnde Schnaps- und Guinness-Hersteller hatte im ersten Quartal seines Geschäftsjahres überraschend mehr erlöst.

In Kopenhagen büßten die Aktien von Moller-Maersk <DK0010244508> sechs Prozent ein. Experten der AL Sydbank verwiesen auf das Ergebnis zum dritten Quartal, das die Erwartungen verfehlt habe. Zudem bewegt sich der neue Ausblick unter den durchschnittlichen Schätzungen von Analysten./la/he

05.11.2026 | 18:55:28 (dpa-AFX)
Aktien Europa Schluss: Ins Minus gerutscht - Ausverkauf im US-Tech-Sektor
05.11.2026 | 12:03:07 (dpa-AFX)
Aktien Europa: Gewinne - Rohstoffsektor stark
04.11.2026 | 18:36:05 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Deutliche Gewinne nach US-Zwischenwahlen
04.11.2026 | 18:17:30 (dpa-AFX)
Aktien Europa Schluss: Deutliche Gewinne nach US-Zwischenwahlen
04.11.2026 | 12:12:48 (dpa-AFX)
Aktien Europa: Gewinne nach Quartalszahlen und Zwischenwahl - Bankaktien gefragt
03.11.2026 | 18:34:33 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Verluste - London leidet unter Rohstoffschwäche

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