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News

03.11.2026 | 11:35:50 (dpa-AFX)
ROUNDUP 2: Teure Speicherchips treffen Apple im Weihnachtsgeschäft

(neu: Kursentwicklung aktualisiert und ausgebaut, Analystenstimmen ergänzt, weitere Details zu China)

CUPERTINO (dpa-AFX) - Apple <US0378331005> bekommt im üblicherweise lukrativen Weihnachtsgeschäft Gegenwind durch explosiv wachsende Speicherchip-Preise. Der iPhone-Konzern enttäuschte die Börse mit seinem Ausblick auf das laufende Vierteljahr, die Aktie fiel im vorbörslichen US-Handel am Dienstag um rund drei Prozent.

UBS-Analyst David Vogt führt die Reaktion der Anleger auf die durchwachsenen Signale von Marge und Servicewachstum zurück. Er verwies aber auf das historisch enorm hohe Bewertungsniveau der Aktien. So haben die Anteilsscheine in diesem Jahr im Wert um ein Viertel zugelegt und sich in den vergangenen drei Jahren nahezu verdoppelt. Anleger, die bereits seit zehn Jahren investiert sind, können sich über eine mehr als Verzehnfachung des Aktienkurses freuen.

Der Kostenanstieg bei Speicherchips sei beispiellos und gehe weiter, sagte der neue Apple-Chef John Ternus in einer Telefonkonferenz mit Analysten. Der Konzern versuche, dies unter anderem durch niedrigere Preise bei anderen Bauteilen abzufedern. Dennoch sei das Volumen der Produktionsaufträge des Konzerns binnen drei Monaten um 33 Milliarden Dollar gestiegen.

Bei der Bruttomarge - dem Anteil des Umsatzes nach Abzug der Produktionskosten - rechnet Apple für das Weihnachtsquartal mit 45 bis 46 Prozent. Analysten hatten mit etwas mehr gerechnet, und im Frühjahr lag der Wert noch über der Marke von 50 Prozent. Zugleich sagte Apple ein Umsatzplus zwischen sieben und zehn Prozent voraus und lag damit über den Analystenerwartungen.

Engpässe beim iPhone Duo

Im vergangenen Quartal konnte Apple mit seinem iPhone-Geschäft die Markterwartungen übertreffen. Der Smartphone-Umsatz des Konzerns wuchs im Jahresvergleich um 17,5 Prozent auf 57,56 Milliarden Dollar (51,4 Milliarden Euro). Analysten hatten im Schnitt mit rund einer Milliarde Dollar weniger gerechnet. Eine Prognose für das Weihnachtsgeschäft gab Apple nicht ab. Das iPhone ist das mit Abstand wichtigste Produkt des Konzerns.

Goldman-Sachs-Analyst Michael Ng zeigte sich hinsichtlich des "kritischen iPhone-Zyklus" beruhigt. Übertroffene Erwartungen im Geschäft mit iPhone und Mac stellten die Preismacht von Apple unter Beweis, schrieb er.

Apple bringt im September traditionell neue iPhone-Modelle auf den Markt, die dann rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft verfügbar sind. Diesmal sind nur zwei teurere Modellreihen neu: das iPhone 18 Pro und das iPhone Duo, das erste aufklappbare Smartphone des Konzerns. Die günstigeren neuen Geräte sollen dagegen laut Medienberichten erst im kommenden Jahr folgen.

Beim iPhone Duo gibt es unterdessen weiterhin Engpässe. Beim Verkaufsstart im Oktober vor wenigen Wochen waren die Liefertermine für das mehr als 2.000 Euro teure Gerät schnell in den Januar gerutscht. Es sei schwer vorherzusagen, wie schnell man Angebot und Nachfrage ins Gleichgewicht bringen könne, sagte der für das operative Geschäft zuständige Top-Manager Sabih Khan.

Erste Analystenkonferenz als Chef für Ternus

Der bisherige Hardware-Boss Ternus hatte mitten in dem Quartal den Chefposten vom langjährigen Konzernlenker Tim Cook übernommen. Er nutzte die erste Analystenkonferenz als Chef, um eine Vision für Apple zu formulieren. Der Konzern lasse sich davon leiten, dass Technologie die Welt besser machen müsse, sagte Ternus.

Apple wolle dies durch Produkte erreichen, die kompromisslose Standards bei Qualität, Leistung, Design und Langlebigkeit erfüllten. Das iPhone stehe in der KI-Ära weiter im Mittelpunkt des Apple-Geschäfts als eine Art persönliches digitales Drehkreuz. Mit anderen Worten: Apple setzt darauf, dass es das iPhone und andere Geräte des Konzerns sein werden, über die Menschen auf Anwendungen mit Künstlicher Intelligenz zugreifen werden.

Schwächeres Wachstum bei Dienstleistungen

Insgesamt stieg der Apple-Quartalsumsatz im Jahresvergleich um zwölf Prozent auf 114,5 Milliarden Dollar. Unter dem Strich legte der Gewinn um ebenfalls zwölf Prozent auf 30,7 Milliarden Dollar zu. Dazu trugen auch Rückzahlungen von US-Importzöllen bei, die dem Konzern zustehen, nachdem das Oberste Gericht der USA einige Maßnahmen von Präsident Donald Trump gekippt hatte.

Bei Dienstleistungen und dem Geschäft in der Region China verfehlte Apple trotz Zuwächsen noch höhere Erwartungen der Analysten. Finanzchef Kevan Parekh verwies unter anderem darauf, dass Apple in mehreren Märkten die Abgabe gesenkt habe, die der Konzern bei Geschäften in seinem App Store nimmt.

Zudem halten sich chinesische Verbraucherinnen und Verbraucher wegen der schwächelnden Gesamtwirtschaft bei teureren Anschaffungen zurück. Anders als etwa die Konkurrenten Huawei und Xiaomi hatte Apple seine Smartphone-Preise lange Zeit nicht erhöht, im September es dann aber doch gemacht. So gelang es dem US-Konzern nun, das Schlimmste beim durch die steigenden Speicherkosten verursachten Margenrückgang zu vermeiden./so/DP/lew/tav

03.11.2026 | 11:31:40 (dpa-AFX)
Neue Gaskraftwerke sollen bei Dunkelflauten einspringen
03.11.2026 | 11:31:20 (dpa-AFX)
IRW-News: Primary Hydrogen Corp.: Primary Hydrogen leitet 1.500 Meter umfassendes erstes Bohrprogramm auf Wicheeda North zur Erprobung der nach Nordwesten streichenden Seltenerdmetall-Bodenanomalie ein
03.11.2026 | 11:30:39 (dpa-AFX)
EQS-Adhoc: CECONOMY AG: Information zum laufenden öffentlichen Übernahmeangebot - Eintritt aller Vollzugsbedingungen (deutsch)
03.11.2026 | 11:25:57 (dpa-AFX)
ROUNDUP 2: Starkes Pharmageschäft stimmt Bayer optimistischer für 2026
03.11.2026 | 11:23:21 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Zalando setzt mehr um und stellt KI-Agenten vor - Aktie volatil
03.11.2026 | 11:14:05 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Merck verkauft US-Auftragsfertigung in die Schweiz
02.11.2026 | 18:26:42 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Gewinne dominieren dank Ölpreisrutsch

PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - Europas wichtigste Aktienmärkte haben sich am Montag überwiegend freundlich präsentiert. Ihnen half ein deutlicher Rückgang der Ölpreise, den Händler mit verbesserten Aussichten auf Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA begründeten.

Der EuroStoxx 50 <EU0009658145> baute mit den erholten US-Börsen seinen Gewinn aus und schloss 0,73 Prozent höher bei 6.176,06 Punkten. Damit machte der Leitindex der Eurozone den Rücksetzer vom Freitag großteils wett und knüpfte an seine vorangegangene Erholung an.

Für den Londoner FTSE 100 <GB0001383545> ging es um weitere 0,29 Prozent auf 10.761,33 Punkte hoch. Dagegen zollte der Züricher SMI <CH0009980894> mit einem Minus von 0,05 Prozent auf 14.802,52 Punkte seiner jüngsten Rekordjagd ein wenig Tribut.

Der oberste Führer des Iran, Modschtaba Chamenei, habe grünes Licht für Verhandlungen gegeben, die den seit Monaten andauernden Krieg mit den USA beenden könnten, hieß es in einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA. Zuvor hatte schon ein Medienbericht über diplomatische Bemühungen von US-Präsident Donald Trump die Ölpreise sinken lassen. Sorgen vor einer baldigen Wiederaufnahme amerikanischer Militärangriffe wurden so verringert.

Ganz oben in Europas Anlegergunst standen die Aktien von Fluggesellschaften und Touristikunternehmen <CH0019112744> als Profiteure des Ölpreisrückgangs. So stiegen die Papiere von Air France-KLM <FR001400J770> um 4,8 Prozent und jene der Airline-Holding IAG <ES0177542018> um 3,8 Prozent.

Ryanair <IE00BYTBXV33>-Titel legten im Kielwasser dieser Entwicklung um gut 5 Prozent zu, obwohl die Billigfluggesellschaft wegen der hohen Kerosinkosten einen gesunkenen Quartalsgewinn berichtete. Für das kommende Jahr rechnet Ryanair mit zwei Milliarden Euro höheren Treibstoffkosten und plant deshalb ein umfassendes Sparprogramm.

Am unteren Ende des marktbreiten Stoxx Europe 600 <EU0009658202> lagen hingegen die Ölwerte <EU0009658780>.

Unter den Einzelwerten standen die Anteilscheine von Alstom <FR0010220475> mit einem Kurseinbruch von zeitweise 31 Prozent im Anlegerfokus. Am Ende notierten sie noch 26 Prozent im Minus. Der Bahntechnikkonzern strich sein Margenziel für das Geschäftsjahr 2026/27 massiv zusammen. Hauptgrund dafür sind Verzögerungen bei der Auslieferung elektrischer Doppelstocktriebzüge. Alstom kündigt einen Umbau des Unternehmens an und will die Verschuldung um rund zwei Milliarden Euro verringern.

Für die Aktien von Forvia <FR0000121147> ging es nach der Bekanntgabe von Geschäftszahlen um 5,4 Prozent aufwärts. Der Autozulieferer bekommt weiterhin das schwierige Geschäft der internationalen Automobilhersteller in China zu spüren, wie der Umsatzrückgang in den ersten neun Monaten des Jahres zeigt. Im dritten Quartal legte der Erlös hingegen etwas zu. An seinem Jahresausblick hält Forvia fest./gl/he

02.11.2026 | 17:56:26 (dpa-AFX)
Aktien Europa Schluss: Gewinne dominieren dank Ölpreisrutsch
02.11.2026 | 11:53:05 (dpa-AFX)
Aktien Europa: Uneinheitlicher Wochenauftakt - Ölpreisrückgang stützt
30.10.2026 | 18:31:57 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Verluste im Sog weltweiter KI-Aktien
30.10.2026 | 18:01:49 (dpa-AFX)
Aktien Europa Schluss: Verluste im Sog weltweiter KI-Aktien
30.10.2026 | 12:16:15 (dpa-AFX)
Aktien Europa: Verluste - Halbleiterwerte geben weiter nach
29.10.2026 | 18:19:07 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Gewinne im Gegensatz zu den US-Börsen

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