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News

21.09.2026 | 19:01:40 (dpa-AFX)
VW-Markenchef kündigt Tempo bei laufendem Sparprogramm an

WOLFSBURG (dpa-AFX) - VW <DE0007664039> will beim laufenden Sparprogramm der Kernmarke die Schlagzahl erhöhen. "Wir haben absolut keine Zeit zu verlieren und werden deshalb in unserem Performance-Programm nochmal deutlich nachlegen", sagte VW-Markenchef Thomas Schäfer bei einer Betriebsversammlung in Wolfsburg. Er hätte sich gewünscht, dass die 2024 vereinbarten Maßnahmen bereits ausreichten. Wegschauen löse aber keine Probleme. "Über das Wie werden wir jetzt mit der Mitbestimmung sprechen".

Die Einigung Ende 2024 hatte demnach drei Prioritäten: Überkapazitäten an deutschen Standorten sollten abgebaut, die Arbeitskosten gesenkt und die Entwicklungskosten auf ein wettbewerbsfähiges Niveau gebracht werden. "In der Marke Volkswagen <DE0007664039> sind wir gut vorangekommen", sagte Schäfer. Beim Personalabbau seien beispielsweise gut 16.300 Austritte in Deutschland vollzogen und insgesamt knapp 28.800 bis 2030 fest vereinbart. Das Ziel der Kernmarke in Deutschland liegt bei 35.000 Stellen weniger bis 2030.

Cavallo: Zeichen stehen auf Sturm

Betriebsratschefin Daniela Cavallo geht davon aus, dass die Sparbemühungen noch heftiger werden. "Auf der betrieblichen Ebene wird uns die Sparwut des Unternehmens die kommenden Wochen an allen Ecken und Enden begegnen. Noch mehr als ohnehin schon, fürchte ich", sagte Cavallo nach Angaben aus Teilnehmerkreisen bei der Betriebsversammlung. Die Zeichen stünden auf Sturm. "Und der wird kein Kleiner."

Cavallo räumte aber auch ein: So wie es jetzt laufe, könne es nicht weitergehen. "Der Großteil unserer bisherigen Gewinnkraft ist futsch. Das ist die nackte Wahrheit." Europas Automobilindustrie werde sich massiv neu ordnen. "Es werden traditionsreiche Hersteller auf der Strecke bleiben. Andere werden fusionieren müssen. Und wiederum andere werden Allianzen bilden müssen, an die sie früher nie gedacht hätten." Die Frage sei nicht, ob neue Lasten auf die Beschäftigten zukämen, sondern nur noch, wie es gelinge, diese fair zu verteilen und eine Schieflage zuungunsten der Belegschaft abzuwehren.

"Plant der Vorstand betriebsbedingte Kündigungen?"

Cavallo thematisierte nach dpa-Informationen auch die Pläne des Vorstands um VW-Chef Oliver Blume, nochmals etwa 50.000 Stellen weltweit abbauen zu wollen, davon etwa die Hälfte konzernweit in Deutschland. Fraglich sei, ob sich ein derart ausgeweiteter Stellenabbau noch sozialverträglich umsetzen lasse. Über Altersteilzeit und Aufhebungsverträge allein werde dies nicht gelingen. "Plant der Vorstand betriebsbedingte Kündigungen? Und selbst wenn: Wie will er die denn durchsetzen?". Die Beschäftigungssicherung bei der Volkswagen AG gilt demnach bis Ende 2030. Diese sei unkündbar.

Sonderschichten für Verbrenner gestrichen

VW hatte jüngst seine Gewinnprognose kassiert - und das unter anderem mit Milliarden-Abschreibungen auf Porsche, Problemen in China und der höheren E-Auto-Nachfrage begründet. Mit diesen verdient der Konzern weniger als mit vergleichbaren Verbrenner-Modellen. Marken-Vertriebschef Martin Sander zufolge sind E-Autos besonders in Deutschland und Europa gefragt - unter anderem wegen der hohen Spritpreise, verbesserter Ladeinfrastruktur und preisgünstiger Einstiegsmodelle. Zugleich gehe die Nachfrage nach Verbrenner-Autos zurück. Das sei ein wichtiger Wendepunkt.

"Auf diese veränderte Marktsituation reagieren wir flexibel und passen unsere Produktionsprogramme in den Werken entsprechend an", sagte Sander. Nach dpa-Informationen fallen im Stammwerk in Wolfsburg, wo unter anderem die Verbrenner Tiguan und der Golf gebaut werden, geplante Sonderschichten weg. In Werken, die wie Emden auf Elektromobilität ausgerichtet sind, soll die Produktion hingegen hochgefahren werden./jwe/DP/mis

21.09.2026 | 19:00:09 (dpa-AFX)
ROUNDUP 2/Rauswurf aus Weißem Haus: Trumps Streit mit Medien eskaliert
21.09.2026 | 18:57:48 (dpa-AFX)
Sondierungen in Berlin könnten nächste Woche beginnen
21.09.2026 | 18:54:46 (dpa-AFX)
Umfrage: Nur ein Drittel sieht CDU noch als Volkspartei
21.09.2026 | 18:52:31 (dpa-AFX)
GESAMT-ROUNDUP 2: Linke will Berlin regieren und pocht auf Vergesellschaftung
21.09.2026 | 18:37:30 (dpa-AFX)
Vor Treffen mit Trump: Selenskyj für begrenzte Waffenruhe
21.09.2026 | 18:36:54 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Klare Gewinne nach Ölpreisrückgang
21.09.2026 | 18:36:54 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Klare Gewinne nach Ölpreisrückgang

PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - Europas wichtigste Aktienmärkte sind dank niedrigerer Ölpreise schwungvoll in die neue Börsenwoche gestartet. Vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen (UN) setzten die Anleger ihre Hoffnungen auf diplomatische Bemühungen zur Entschärfung der Situation im Nahen Osten.

Der EuroStoxx 50 <EU0009658145> schloss am Montag mit einem Plus von 1,31 Prozent bei 6.318,20 Punkten. Außerhalb der Eurozone ging es für den britischen FTSE 100 <GB0001383545> um 0,75 Prozent auf 10.739,01 Zähler nach oben. Der Schweizer Leitindex SMI <CH0009980894> legte um 1,23 Prozent auf 13.956,58 Punkte zu.

Der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Referenzsorte Brent aus der Nordsee zur Lieferung im November fiel zeitweise unter die Marke von 100 US-Dollar und damit auf den tiefsten Stand seit dem 9. September. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump Fox News mitgeteilt, er wäre am Rande der UN-Generalversammlung, die am Dienstag beginnt, "wahrscheinlich" bereit zu einem Treffen mit dem iranischen Präsidenten Masoud Pezeshkian. Auch das geplante Gipfeltreffen zwischen Trump und Chinas Xi Jinping nährte Spekulationen auf eine Lösung der Nahost-Konflikte.

Besonders begehrt waren Aktien aus dem Technologiesektor, denn US-Präsident Donald Trump will die Entwicklung Künstlicher Intelligenz (KI) in den USA weiter beschleunigen - trotz wachsender Warnungen vor existenziellen Risiken. Vertreter der USA und Chinas äußerten sich optimistisch über Gespräche zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt zum Thema KI. "Wir wollen eine gemeinsame Vision hinsichtlich gemeinsamer Ziele und gemeinsamer Bedrohungen", sagte US-Finanzminister Scott Bessent.

Aktien von Siemens <DE0007236101>, Schneider Electric <FR0000121972>, ASML <NL0010273215> und Infineon <DE0006231004> gehörten vor diesem Hintergrund zu den führenden Werten im EuroStoxx 50. Aus dem erweiterten Technologiesektor schnellten die Aktien von AMS-Osram <AT0000A18XM4> um fast 24 Prozent hoch. Der Sensoren- und Halbleiterhersteller hat im Bereich des KI-Ausbaus einen technologischen Durchbruch bei Dünnschicht-Oberflächenemittern (VCSELs) erzielt.

Etwas hinter den Tech-Werten bewegte sich in der Branchentabelle der Bankensektor, in dem die Aktien der Societe Generale <FR0000130809> um 1,8 Prozent zulegten. Die französische Bank peilt mittelfristig eine deutlich höhere Eigenkapitalrendite an und gab außerdem bekannt, dass bis zum Jahr 2029 mindestens 21 Milliarden Euro in Dividendenzahlungen und Aktienrückkäufe gesteckt werden sollen.

Dagegen sackten die Papiere von Novo Nordisk <DK0062498333> um rund 8 Prozent ab. Bis 2030 werde zwar ein durchschnittliches Wachstum auf Augenhöhe mit der Konkurrenz avisiert, sagte ein Marktteilnehmer. Dies seien aber die Jahre vor der Patentklippe des Wirkstoffs Semaglutid, die ein wichtiger Sorgenfaktor bleibe. Die Skeptiker monierten zudem die recht hohe Bewertung der Aktie.

Im Logistikbereich fiel Kühne & Nagel <CH0025238863> an der Schweizer Börse mit einem Anstieg von 3,9 Prozent positiv auf. Der Konzern sorgte mit der Vereinbarung einer langfristigen strategischen Zusammenarbeit mit dem Online-Riesen Amazon <US0231351067> für etwas KI-Fantasie unter seinen Anlegern./edh/mis

21.09.2026 | 18:10:40 (dpa-AFX)
Aktien Europa Schluss: Klare Gewinne nach Ölpreisrückgang
21.09.2026 | 11:51:50 (dpa-AFX)
Aktien Europa: Ölpreisrückgang ermöglicht Kursgewinne
21.09.2026 | 05:50:30 (dpa-AFX)
INDEX-MONITOR/Krisenfolge: Volkswagen (VW) nicht mehr im EuroStoxx 50
18.09.2026 | 18:45:22 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Heftige Verluste am großen Verfallstag
18.09.2026 | 18:12:45 (dpa-AFX)
Aktien Europa Schluss: Heftige Verluste am großen Verfallstag
18.09.2026 | 12:09:27 (dpa-AFX)
Aktien Europa: Leichte Verluste am großen Verfallstag

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