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News

30.07.2026 | 12:51:14 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Shell verdient dank hoher Öl- und Gaspreise weiter hervorragend

LONDON (dpa-AFX) - Die wegen des Iran-Kriegs stark gestiegenen Öl- und Gaspreise lassen die Gewinne bei Shell <GB00BP6MXD84> weiter sprudeln. Der Energiekonzern verdiente nach eigenen Angaben vom Donnerstag im zweiten Quartal so viel wie seit Beginn des Ukraine-Kriegs nicht mehr. Der bereinigte Nettogewinn sprang auf 9,8 Milliarden US-Dollar und lag damit mehr als doppelt so hoch wie ein Jahr zuvor, wie Shell in London mitteilte. Das Ergebnis übertraf die Erwartungen von Analysten und auch den Wert von 6,9 Milliarden Dollar aus dem ersten Quartal deutlich. An der Börse kam das gut an.

Die Aktie zog am Mittag knapp ein Prozent an und baute damit das Kursplus in diesem Jahr auf rund ein Viertel aus. Die Shell-Papiere legten in diesem Jahr in etwa so stark zu wie die des britischen Konkurrenten BP <GB0007980591>. Noch stärker als die Papiere der beiden Unternehmen stieg der Kurs der Anteile des französischen Ölkonzerns Totalenergies <FR0000120271> zu. Diese verteuerten sich seit Ende 2025 um 35 Prozent. Damit zählen die Ölwerte in diesem Jahr zu den stärksten Titeln im europäischen Standardwerteindex Stoxx 50 <EU0009658160>.

Neben höheren Öl- und Gaspreisen profitierte Shell vor allem von einem starken Handels- und Raffineriegeschäft. Der Konflikt im Nahen Osten beschert den großen Ölkonzernen derzeit einen kräftigen Schub, da die zusätzlichen Erträge aus Handel und Raffinerien die Belastungen durch mögliche Liefer- und Produktionsausfälle deutlich überwiegen.

Jefferies-Analyst Mark Wilson lobte die Quartalsbilanz der Briten und sprach von "durch die Bank starken und soliden Zahlen". Dabei hob er vor allem den Rekord in der Produktion in Brasilien, das profitable Chemikaliengeschäft und die Überauslastung der Kapazitäten hervor.

Shell kündigte unterdessen das 19. Quartal in Folge den Beginn eines weiteren Aktienrückkaufprogramms über 3 Milliarden Dollar an und setzt zugleich auf den weiteren Abbau der Nettoverschuldung. Die Kosten sanken derweil im ersten Halbjahr um weitere 700 Millionen Dollar - seit 2022 seien inzwischen Einsparungen von 5,8 Milliarden Dollar erreicht, hieß es.

Nach Jahren des Sparens, der Verschlankung des Konzerns und hoher Ausschüttungen an die Aktionäre richtet sich der Blick der Investoren an der Börse nun aber zunehmend auf das künftige Wachstum. Konzernchef Wael Sawan muss zeigen, dass Shell seine langfristigen Öl- und Gasreserven wieder ausbauen kann und damit die Basis für die Förderung der kommenden Jahre sichert.

Im April hatte Shell hierzu die Übernahme des kanadischen Energiekonzerns ARC für 16,4 Milliarden Dollar angekündigt, die im dritten Quartal abgeschlossen sein soll. Damit dürfte das Wachstum in der Produktion bis zum Jahr 2030 auf 4 Prozent jährlich steigen, teilte der britische Ölmulti weiter mit. An den Ausgabeplänen für dieses Jahr ändert das Shell-Management derweil nichts: Für 2026 sind weiterhin Investitionen von 24 bis 26 Milliarden Dollar vorgesehen./tav/err/zb

30.07.2026 | 12:48:38 (dpa-AFX)
ROUNDUP/'Gefahr für Demokratie': Vertrauen in Staat auf Tiefststand
30.07.2026 | 12:45:13 (dpa-AFX)
EQS-Adhoc: H&K AG: Deutliches Wachstum bei Umsatz, Betriebsleistung und EBITDA, Prognose für Gesamtjahr erhöht (deutsch)
30.07.2026 | 12:44:32 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Knorr-Bremse erhöht Prognose und gibt Ziele 2030 aus - Aktie verliert
30.07.2026 | 12:38:16 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Treiber Dupixent: Sanofi hebt nach starkem Quartal die Jahresziele an
30.07.2026 | 12:37:30 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Siltronic wird etwas zuversichtlicher für Umsatzentwicklung
30.07.2026 | 12:37:20 (dpa-AFX)
OTS: Heidelberg Materials AG / Heidelberg Materials beschleunigt ...
30.07.2026 | 12:19:08 (dpa-AFX)
Aktien Europa: Gewinne - Quartalszahlen überwiegend solide

PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - Europas Aktienmärkte haben am Donnerstag etwas zugelegt. Leicht gesunkene Ölpreise und überwiegend solide Quartalszahlen zahlreicher Standardwerte stützten. Gleichzeitig bleibt der Iran-Krieg im Blick; und: die US-Notenbank Fed hatte den Leitzins am Vorabend wie erwartet ein weiteres Mal unverändert gelassen.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 <EU0009658145> stieg am Mittag um 0,47 Prozent auf 6.278,36 Punkte. Außerhalb des Euroraums verlor der Schweizer SMI <CH0009980894> dagegen 0,45 Prozent auf 14.420,99 Punkte an. Der britische FTSE 100 <GB0001383545> gewann unterdessen 0,47 Prozent auf 10.959,56 Punkte.

Positive Signale gab es von der Konjunktur. Die Wirtschaft der Eurozone war im Frühjahr stärker gewachsen als erwartet. Zudem verbesserte sich die Wirtschaftsstimmung in der Eurozone im Juli weiter. Die Stärke des Euroraums könnte unterschätzt werden, merkten die Volkswirte der ING dazu an.

Stärkster Sektor waren die Bauwerte. Sie profitierten von den Gewinnen des Schwergewichts Vinci <FR0000125486>, dessen Aktienkurs um fünf Prozent anzog. Das französische Infrastruktur-Unternehmen habe auf ganzer Linie die Erwartungen übertroffen, hieß es von der kanadischen RBC.

Auch andere französischen Werte zogen deutlich an. So kletterten Aktien von L'Oreal <FR0000120321> um 3,5 Prozent. Der französische Kosmetikkonzern war dank einer starken Nachfrage nach Haarpflegeprodukten im zweiten Quartal kräftig gewachsen.

Unter den Industriewerten setzten Schneider Electric <FR0000121972> Akzente. Die Franzosen erhöhten ihre Ziele. Die Aktie kletterte um 6,8 Prozent.

Im Bankensektor überzeugten Societe Generale <FR0000130809>. Die französische Bank schraubte nach einem Rekordgewinn im zweiten Quartal ihre Spar- und Renditeziele nach oben. Der Kurs erhöhte sich um 3,5 Prozent.

Aber auch die Banken anderer Länder glänzten mit ihren Zahlen. Höhere Zinseinnahmen verhalfen der spanischen BBVA <ES0113211835> im zweiten Quartal zu einem Gewinnsprung. Der Kurs kletterte um drei Prozent. Die niederländische Großbank ING <NL0011821202> hatte unterdessen im zweiten Quartal dank zweistellig steigender Zins- und Provisionseinnahmen deutlich mehr verdient. Der Markt honorierte dies mit drei Prozent Kursgewinn.

Es gab aber auch Enttäuschungen. Aktien von Sanofi <FR0000120578> fielen trotz überraschend starker Quartalszahlen und erhöhter Ziele um 4,7 Prozent. Die Analysten von Jefferies sprachen von leicht unter den Erwartungen liegenden Umsätzen im Bereich der Impfstoffe.

Ölwerte traten angesichts der leicht gesunkenen Ölpreise auf der Stelle. Gestützt wurde der Sektor aber durch leichte Gewinne des Schwergewichts Shell <GB00BP6MXD84>. Im zweiten Quartal hatte der britische Energiekonzern trotz Produktionsausfällen im Nahen Osten einen um Sonderposten bereinigten Gewinn von 9,8 Milliarden US-Dollar (8,6 Mrd Euro) erzielt. Das waren 42 Prozent mehr verglichen mit dem Vorquartal und zugleich mehr als von Analysten erwartet worden war./mf/mis

29.07.2026 | 18:34:15 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: EuroStoxx tiefer vor Fed und Tech-Zahlen
29.07.2026 | 18:01:59 (dpa-AFX)
Aktien Europa Schluss: Tiefer vor Fed und Tech-Zahlen
29.07.2026 | 12:01:30 (dpa-AFX)
Aktien Europa: Iran-Krieg belastet - Licht und Schatten im Luxussektor
28.07.2026 | 18:25:14 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: EuroStoxx knapp im Plus - SMI mit erneutem Rekord
28.07.2026 | 18:05:30 (dpa-AFX)
Aktien Europa Schluss: EuroStoxx knapp im Plus - SMI mit erneutem Rekord
28.07.2026 | 12:14:25 (dpa-AFX)
Aktien Europa: Leichte Gewinne - Zurückhaltung prägt das Geschehen

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