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News

12.06.2026 | 14:30:53 (dpa-AFX)
Aktien Frankfurt: Dax legt kräftig zu - Hoffnung auf Ende des Iran-Kriegs

FRANKFURT (dpa-AFX) - Hoffnungen auf ein baldiges Rahmenabkommen der USA mit dem Iran haben am Freitag zu fallenden Ölpreisen geführt und dem deutschen Aktienmarkt einen Schub nach oben gegeben.

Der Dax <DE0008469008> stieg zeitweise um mehr als zwei Prozent und kletterte kurzzeitig über die 21-Tage-Linie, die als kurzfristiger Trendindikator gilt. Zuletzt notierte das Börsenbarometer noch 1,3 Prozent im Plus bei 24.518 Punkten. Damit setzte sich der Leitindex weiter von der 200-Tage-Linie für den längerfristigen Trend nach oben ab und läuft auf einen Wochenverlust von rund einem Prozent zu.

Der MDax <DE0008467416> gewann am Freitagnachmittag 1,8 Prozent auf 32.033 Zähler. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 <EU0009658145> ging es um 1,5 Prozent aufwärts.

US-Präsident Donald Trump hatte seine für Donnerstagabend angekündigten Angriffe auf den Iran abgesagt und einmal mehr ein baldiges Rahmenabkommen in Aussicht gestellt. "Wir haben gerade eine großartige Einigung im Krieg mit dem Iran erzielt", behauptete Trump. Die Dokumente sollten in Kürze fertiggestellt und vielleicht schon an diesem Wochenende in Europa unterzeichnet werden. Auch die Islamische Republik sprach von einem möglichen bevorstehenden Verhandlungsabschluss. Ein entsprechender Text sei überwiegend finalisiert, sagte der iranische Außenamtssprecher Ismail Baghai nach Angaben der staatlichen Agentur Irna.

Im Tagesverlauf rückt mit SpaceX <US84615Q1031> der größte Börsengang aller Zeiten in den Fokus, auf den bald noch die KI-Plattformen Anthropic und OpenAI folgen sollen. Mit einer Bewertung von knapp 1,8 Billionen US-Dollar ist Elon Musks Weltraumfirma aus dem Stand mehr wert als etwa der Facebook-Konzern Meta <US30303M1027>, obwohl die reinen Geschäftszahlen in krassem Kontrast dazu stehen. Laut Eckhard Schulte von MainSky Asset Management ist der Erfolg der Börsengänge wichtig, um die Vitalität der KI-Investmentstory zu bestätigen.

In der Hoffnung auf ein Kriegsende im Iran legte der Reisesektor merklich zu, vor allem der Reiseveranstalter Tui <DE000TUAG505>, die Fluggesellschaft Lufthansa <DE0008232125> und der Flughafenbetreiber Fraport <DE0005773303>, der zudem gute Verkehrszahlen für Mai vorgelegt hatte. Die entsprechenden Aktien verbuchten Kursgewinne zwischen 5,2 und 8,5 Prozent. Die Anteilsscheine des Flugzeugbauers Airbus <NL0000235190> und des Triebwerkzulieferers MTU <DE000A0D9PT0> gewannen bis zu 2,5 Prozent an Wert.

Auch Werte aus der Finanzbranche waren stark gefragt. Papiere der Deutschen Bank <DE0005140008> standen mit einem Kurssprung von 5,1 Prozent an der Dax-Spitze, jene der Commerzbank <DE000CBK1001> stiegen um 3,3 Prozent. Im erweiterten Finanzbereich schnellten die Aktien des Finanzdienstleisters Hypoport <DE0005493365> um 6,0 Prozent hoch. Die Rally begründeten Marktteilnehmer mit neuem Konjunkturoptimismus im Zusammenhang mit der Hoffnung im Iran-Krieg. Eine nachhaltige Einigung könnte die Inflationsgefahren dämpfen, hieß es.

Dagegen reagierten Verbio <DE000A0JL9W6> mit einem deutlichen Abschlag auf die gesunkenen Ölpreise. Die Titel des Biokraftstoffherstellers fielen auf den tiefsten Stand seit drei Monaten und notierten als Schlusslicht im Kleinwerte-Index SDax <DE0009653386> zuletzt 4,8 Prozent im Minus. Verbio profitiert von hohen Ölpreisen, da die Verbraucher an Tankstellen dann eher zu E10 statt zu dem teureren Superbenzin greifen. Das Unternehmen produziert unter anderem Bioethanol, das dem herkömmlichen Benzin beigemischt wird, um E10 zu erzeugen.

Die Anteilsscheine von Friedrich Vorwerk <DE000A255F11> blieben mit plus 4,3 Prozent auf Erholungskurs. Unterstützung brachte eine Mitteilung über einen bedeutenden Auftrag. Demnach wird eine Tochtergesellschaft des Pipeline- und Anlagenbauers am Bau einer zweiten Linie einer Gasfernleitung in der Republik Kasachstan beteiligt.

Die Aktien von Flatexdegiro <DE000FTG1111> verteuerten sich um 6,2 Prozent. Die britische Investmentbank Barclays nahm die Bewertung des Online-Brokers bei einem Kursziel von 41 Euro mit "Overweight" auf. Flatex biete unter den europäischen Handelsplattformen das stärkste Ergebniswachstum, schrieb Grace Dargan./edh/jha/

--- Von Eduard Holetic, dpa-AFX ---

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Aktien Europa: Friedenshoffnung und Tech-Hype treiben EuroStoxx auf Rekordhoch

PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - Die kräftige Erholung im weltweiten Technologiesektor nach der Absage geplanter US-Angriffe auf den Iran treibt die Börsen am Freitag kräftig an. In Europa erreichte der EuroStoxx 50 <EU0009658145> am Vormittag mit über 6.200 Punkten ein Rekordhoch. Zuletzt gewann der Leitindex der Euroregion 2,1 Prozent auf 6.185 Punkte.

Außerhalb des Euroraums stieg der Schweizer SMI <CH0009980894> um 1,5 Prozent auf 13.737 Punkte. Der britische FTSE 100 <GB0001383545> legte um 1,3 Prozent auf 10.438 Zähler zu.

US-Präsident Donald Trump hatte am Donnerstag ein baldiges Rahmenabkommen mit dem Iran in Aussicht gestellt. Auch der Iran sprach von einem möglichen bevorstehenden Verhandlungsabschluss. Die Ölpreise gingen daraufhin zurück. Der heißgelaufene Techsektor bekam nach dem zeitweisen Ausverkauf in den vergangenen Tagen durch die neu entfachte Risikoneigung der Anleger wieder Rückenwind.

Die Rückkehr des Risikoappetits für Wachstumsaktien durch die Hoffnungen auf ein Ende des Irankriegs begünstige auch einen erfolgreichen ersten Handelstag der Weltraumfirma SpaceX <US84615Q1031> von Elon Musk, kommentierte Analyst Jochen Stanzl von der Consorsbank. Diese bringt der Tech-Milliardär an diesem Freitag in einer Mega-Aktienplatzierung an die Börse.

Im europäischen Stoxx-600 Branchentableau verzeichnete vor dem Wochenende der Sektor für Reise- und Freizeitwerte <CH0019112744> die stärksten Aufschläge mit plus 5 Prozent. Aktien aus dem Luftfahrtsektor legten deutlich zu, beflügelt von den Friedenshoffnungen im Iran und den sinkenden Ölpreisen. Im EuroStoxx gewannen die Titel des Zulieferers Safran <FR0000073272> unter den besten Werten über 5 Prozent.

Auch Banken <EU0009658806> und Luxuswerte waren sehr fest. Die mit einem möglichen Ende des Iran-Kriegs verbundene Chance auf eine Konjunkturbelebung half. Deutsche Bank <DE0005140008> setzten sich im EuroStoxx mit plus 6,3 Prozent an die Spitze. Die Luxus-Aktien Hermes <FR0000052292> und LVMH <FR0000121014> zogen um jeweils mehr als 5 Prozent an.

Einzige Branche im roten Bereich war der Ölsektor <EU0009658780> mit minus 3 Prozent angesichts der fallenden Ölpreise. Totalenergies <FR0000120271> und Eni <IT0003132476> lagen im EuroStoxx hinten mit Abschlägen von bis zu 4 Prozent.

Adyen <NL0012969182> profitierten mit einem Plus von 5 Prozent von der Übernahme des US-Startups Orb. Damit erhalte der niederländische Zahlungsabwickler Zugriff auf eine Plattform für nutzungsbasierte Abrechnungen, kommentierte Experte Hannes Leitner vom Analysehaus Jefferies. Dahin gehe der Trend - weg vom klassischen Abo-Modell./ajx/stk

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11.06.2026 | 11:55:10 (dpa-AFX)
Aktien Europa: Freundliche Tendenz vor EZB-Entscheidung
10.06.2026 | 18:59:04 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Kurse trotzen US-Börsenschwäche
10.06.2026 | 18:20:06 (dpa-AFX)
Aktien Europa Schluss: Kurse trotzen US-Börsenschwäche
10.06.2026 | 13:31:29 (dpa-AFX)
INDEX-FLASH: Verluste ausgeweitet - Trump-Aussagen verstärken Iran-Sorgen

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