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News

08.10.2026 | 20:19:15 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Bundestag will Monitoring von Bluttests bei Schwangeren

BERLIN (dpa-AFX) - Der Bundestag dringt darauf, die Umsetzung der inzwischen auf Kassenkosten möglichen Bluttests für Schwangere auf ein Down-Syndrom des Kindes genauer zu beobachten. Das Parlament nahm mit großer Mehrheit einen Antrag einer fraktionsübergreifenden Abgeordnetengruppe an, der die Bundesregierung zum Einführen eines Monitorings auffordert, um mehr Daten zu bekommen. Eingesetzt werden soll ein Expertengremium, das rechtliche, ethische und gesundheitspolitische Grundlagen der Kassenzulassung prüft.

Für den Antrag stimmten 529 Abgeordnete, es gab 18 Nein-Stimmen und 23 Enthaltungen. Dabei verständigten sich die Initiatoren kurz vor der Debatte mit einer anderen Abgeordnetengruppe noch auf eine Änderung, die zunächst angenommen wurde. Als Ergänzung wurde damit eingefügt, es werde dabei sichergestellt, dass Schwangeren der Zugang zum kassenfinanzierten Bluttest "bei einer gerechtfertigten medizinischen Indikation nicht erschwert wird".

Tests auf Kassenkosten - unter Voraussetzungen

Die Bluttests können seit 2022 unter bestimmten Voraussetzungen von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt werden, wie der zuständige Gemeinsame Bundesausschuss von Ärzten, Kliniken und Kassen beschlossen hatte. Dabei wird Schwangeren Blut abgenommen und genetisch analysiert. Es ist risikoloser als schon länger übliche Untersuchungen, bei denen Fruchtwasser durch die Bauchdecke der Frau entnommen wird. Zuvor waren Tests selbst zu bezahlen.

Bei einem Down-Syndrom haben Menschen in jeder Zelle ein Chromosom mehr. Das Chromosom 21 ist dreifach vorhanden, daher auch die Bezeichnung Trisomie 21. Folgen sind körperliche Auffälligkeiten und eine verlangsamte motorische, geistige und sprachliche Entwicklung. Ausprägungen können aber sehr unterschiedlich sein.

"Nicht im Blindflug agieren"

Der CDU-Abgeordnete Michael Brand sagte in der Debatte: "Wir dürfen bei einem so sensiblen Thema nicht weiter im Blindflug agieren." Es gebe eine starke Zunahme der Tests und auch Druck auf Frauen, die Methode anwenden zu lassen. SPD-Fraktionsvize Dagmar Schmidt sagte, die Kassenzulassung dürfe nicht als allgemeine Empfehlung verstanden werden. Als normaler, regelhafter Teil der Schwangerschaftsvorsorge gebe sie das Signal, dass Kinder mit Trisomie 21 nicht willkommen seien. "Das darf nicht sein."

Die Grünen-Politikerin Paula Piechotta begrüßte, dass es auf den letzten Metern gelungen sei, zu einer Verständigung auf den geänderten Antrag zu kommen. "Es zeigt, dass wir uns auch bei schweren bioethischen Fragen am Ende einigen können." Sie gehörte zu der Gruppe, die zunächst einen eigenen Änderungsantrag eingebracht hatte. Darin hieß es, dass "der aktuelle Umfang" der Kassenleistung erhalten bleiben solle.

Die SPD-Abgeordnete Carmen Wegge betonte: "Es soll doch bitte nicht vom Geldbeutel der Frau und ihrer Familie abhängen, ob sie einen invasiven Fruchtwasseruntersuchungstest machen muss oder eben den deutlich weniger gefährlichen Bluttest."

Die Initiative für einen genaueren Blick auf die Umsetzung der Bluttests war schon 2024 in der vergangenen Wahlperiode eingebracht worden. Wegen des Bruchs der Ampel-Koalition kam es dann aber nicht mehr zu einer Abstimmung./sam/DP/he

08.10.2026 | 20:19:04 (dpa-AFX)
Euro-Finanzminister suchen Nachfolge für Schnabel bei EZB
08.10.2026 | 20:12:49 (dpa-AFX)
Lufthansa setzt Flüge nach Riad vorübergehend aus
08.10.2026 | 20:11:48 (dpa-AFX)
Aktien New York: Im Minus - Starke Verluste bei KI-Werten wegen OpenAI-Umsatz
08.10.2026 | 20:10:13 (dpa-AFX)
EQS-Adhoc: Westwing Group SE: Westwing beschließt Aktienrückkauf (deutsch)
08.10.2026 | 20:09:07 (dpa-AFX)
Selenskyj: Verhandlungen mit Russland nicht in der Sackgasse
08.10.2026 | 20:03:43 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Sachsen-Anhalt lässt Vorgehen zu Ukraine-Antrag offen
08.10.2026 | 18:30:26 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Talfahrt geht weiter

PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - Europas wichtigste Aktienmärkte haben ihre jüngste Verlustserie am Donnerstag ausgebaut. Der EuroStoxx 50 <EU0009658145> schloss 0,87 Prozent tiefer bei 6.126,73 Punkten. Außerhalb der Euroregion gab der Schweizer Leitindex SMI <CH0009980894> um 1,24 Prozent auf 13.637,00 Punkte nach. Der britische FTSE 100 <GB0001383545> verlor lediglich 0,16 Prozent auf 10.441,60 Zähler. Dabei verhinderten starke Ölwerte größere Einbußen.

"Hohe Ölpreise und Anleiherenditen sowie die anhaltenden politischen Sorgen rund um Frankreich bilden einen Dreiklang, der die Risikobereitschaft der Anleger dämpft", kommentierte Marktanalyst Timo Emden von CapTrader die Schwächephase. "Von der Hoffnung auf einen Goldenen Oktober müssen sich Investoren fürs Erste verabschieden."

Schwächster Sektor waren die Pharmawerte. Ein Kurseinbruch des Biotech-Unternehmens Argenx <NL0010832176> von fast 16 Prozent belastete. Das Unternehmen hatte eine weit vorangeschrittene Phase-III-Studie mit dem Wirkstoff Efgartigimod Sc zur Behandlung des Sjögren-Syndroms gestoppt. Dabei handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung, zu deren Symptomen unter anderem starke Erschöpfung und extreme Trockenheit von Mund und Augen gehören.

Erneut schwach waren auch die Bankenwerte. Damit hielt die Risikoaversion in dem Sektor an. Der Blick gilt der Verschuldung Frankreichs und dem gestiegenen Risikoaufschlag französischer Staatsanleihen. Zu den schwächsten Sektortiteln gehörten Santander <ES0113900J37>, Unicredit <IT0005239360> und Intesa Sanpaolo <IT0000072618> mit Kursverlusten von jeweils rund drei Prozent.

Halbleitertitel litten unter den Vorgaben aus Asien, wo die Zahlen von Samsung <KR7005930003> nicht ganz die extrem hohen Markterwartungen erfüllt hatten. Aktien der Autozulieferer standen im Schatten einer Gewinnwarnung des französischen Autozulieferers OPMobility <FR0000124570>. Die Aktie brach um fast 21 Prozent ein und zog auch andere Werte des Sektors wie Valeo <FR0000130338> um 7,5 Prozent nach unten.

Positive Ausnahme im schwächelnden Markt waren die Papiere von Tesco <GB00BLGZ9862> mit plus 5,2 Prozent. Die Halbjahreszahlen des britischen Einzelhändlers seien besser als erwartet ausgefallen, bemerkten die Analysten der kanadischen RBC. Die Experten von Jefferies hoben die robuste Marge hervor./edh/he

08.10.2026 | 18:06:13 (dpa-AFX)
Aktien Europa Schluss: Talfahrt geht weiter
08.10.2026 | 12:08:14 (dpa-AFX)
Aktien Europa: Markt gibt weiter nach - Argenx-Aktie bricht ein
07.10.2026 | 18:29:14 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Anleiherenditen und Ölpreise beunruhigen Anleger
07.10.2026 | 18:08:21 (dpa-AFX)
Aktien Europa Schluss: Anleiherenditen und Ölpreise beunruhigen Anleger
07.10.2026 | 12:04:10 (dpa-AFX)
Aktien Europa: Verluste - Technologiewerte schwächeln
06.10.2026 | 18:28:42 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Freundlich - Sinkende Ölpreise geben Auftrieb

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