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News

02.11.2026 | 14:45:10 (dpa-AFX)
KI als Kriegswaffe? Europa drohen Exportkontrollen

BERLIN (dpa-AFX) - Der Chef des größten europäischen KI-Unternehmens Mistral AI hat eindringlich vor einem drohenden Ausschluss von US-amerikanischen und chinesischen Spitzenmodellen gewarnt, da Künstliche Intelligenz zunehmend als Kriegswaffe eingestuft werde. "Das bedeutet, dass sie unter Exportkontrollen fallen", sagte Arthur Mensch, Mitbegründer des französischen KI-Spezialisten, auf dem Digitalgipfel der Bundesregierung in Berlin. Dies habe zur Folge, dass die nächste Generation von KI-Modellen aus den USA oder China nicht mehr nach Europa wegen Exportbeschränkungen geliefert werden könne.

KI als Kriegswaffe

Hintergrund der Einstufung als Waffentechnologie ist das sogenannte "Dual-Use"-Potenzial modernster KI-Technik: Hochkomplexe Systeme können nicht nur in der zivilen Wirtschaft eingesetzt werden, sondern revolutionieren auch die militärische Lageerfassung, automatisieren Cyberangriffe und steuern autonome Waffensysteme. Um diesen Vorsprung abzusichern, hat Washington bereits weitreichende Exportkontrollen verhängt, die unter anderem die Ausfuhr von Hochleistungs-KI-Chips sowie moderner Halbleiterfertigungstechnik nach China strikt beschränken oder untersagen.

Unternehmenschef Mensch, sagte, es sei ein gefährlicher Fehler, die Entwicklung großer Sprachmodelle (LLMs) allein den USA und China zu überlassen. Europa müsse in der Lage sein, eigene denkende und schlussfolgernde KI-Modelle ("Reasoning"-Modelle) zu produzieren. Wer diese Technologie nicht selbst besitze, werde abhängig von ausländischen Anbietern, deren Macht stetig wachse. Daher sei es für Europa "absolut kritisch", eine eigene Modellfabrik für logisches Schlussfolgern und Weltmodelle zu besitzen.

Vergleich mit Aufbau der zivilen Kernenergie

Mensch unterstrich, dass es sich bei KI nicht nur um ein Softwareproblem handele, sondern um ein massives industrielles Unterfangen, das vergleichbar mit dem Aufbau der zivilen Kernenergie sei. Europa verfüge über exzellente Talente und eine starke industrielle Basis, müsse aber mehr Kapital mobilisieren, um die notwendige Rechenleistung aufzubauen.

Chancen bei Industriedaten und physikalischen Modellen

Tanja Rückert, Digitalchefin der Robert Bosch GmbH, sagte, Europa müsse seine Stärken in der industriellen Anwendung ausspielen. Die Chance liege in "World Models", die mit realen Industriedaten aus Fabriken und Fahrzeugen trainiert würden. Diese Daten seien nicht im Internet verfügbar und böten einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil für sichere und zuverlässige industrielle KI.

Robin Rombach, Mitbegründer und CEO des deutschen KI-Start-ups Black Forest Labs, betonte die Bedeutung von visuellen Weltmodellen, die intuitive Physik erlernten. Diese seien entscheidend für die Robotik und könnten lokal auf Geräten ausgeführt werden, ohne auf die Cloud angewiesen zu sein./chd/DP/men

02.11.2026 | 14:40:24 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Prozess zum VW-Dieselskandal verzögert - kein Ende absehbar
02.11.2026 | 14:38:37 (dpa-AFX)
EQS-News: Schweizer Automobilmarkt legt im Oktober zu, bleibt aber hinter Europa zurück (deutsch)
02.11.2026 | 14:27:46 (dpa-AFX)
Aktien Frankfurt: Dax wenig verändert vor Apple-Zahlen und US-Zwischenwahlen
02.11.2026 | 14:19:07 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Merz befürwortet hartes Vorgehen gegen Krawallmacher
02.11.2026 | 14:12:45 (dpa-AFX)
Europäischer Gaspreis gibt nach - Bericht über diplomatische Bemühungen
02.11.2026 | 14:08:34 (dpa-AFX)
Verteidigungsministerium bestätigt Probleme mit Airbus-Hubschrauber
02.11.2026 | 11:53:05 (dpa-AFX)
Aktien Europa: Uneinheitlicher Wochenauftakt - Ölpreisrückgang stützt

PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - Europas wichtigste Aktienmärkte haben am Montag keine klare Richtung gefunden. Für Entlastung sorgten etwas niedrigere Ölpreise nach einem Medienbericht über neue diplomatische Bemühungen der USA im Konflikt mit dem Iran. Trump will der Diplomatie mit dem Iran einem Bericht des Nachrichtenportals "Axios" zufolge mehr Zeit geben, bevor er nach den US-Zwischenwahlen in dieser Woche möglicherweise neue Angriffe anordnet.

Der EuroStoxx 50 <EU0009658145> stieg am Mittag um 0,4 Prozent auf 6.156 Punkte. Außerhalb des Euroraums sank der Schweizer Leitindex SMI <CH0009980894> um 0,2 Prozent auf 14.785 Zähler. Der britische FTSE 100 <GB0001383545> legte um 0,1 Prozent auf 10.742 Punkte zu.

Ganz oben in der Anlegergunst standen Aktien von Fluggesellschaften und Touristikunternehmen, die vom Ölpreisrückgang profitierten. So stiegen die Papiere von Air France-KLM <FR001400J770> um 4,0 Prozent und jene der Airline-Holding IAG <ES0177542018> um 3,0 Prozent. Am unteren Ende des Branchentableaus lagen Ölwerte. Die Titel von Shell <GB00BP6MXD84>, BP <GB0007980591>, Eni <IT0003132476> und Totalenergies <FR0000120271> verbuchten Kursabschläge zwischen 0,7 und 1,4 Prozent.

Unter den Einzelwerten standen die Anteilsscheine von Alstom <FR0010220475> mit einem Kurseinbruch von zeitweise fast einem Drittel imAnlegerfokus. Zuletzt notierten sie 26 Prozent im Minus. Der Bahntechnikkonzern strich sein Margenziel für das Geschäftsjahr 2026/27 massiv zusammen. Hauptgrund dafür sind Verzögerungen bei der Auslieferung elektrischer Doppelstocktriebzüge. Alstom kündigt einen Umbau des Unternehmens an und will die Verschuldung um rund zwei Milliarden Euro Schulden verringern.

Die hohen Kerosinkosten im Zusammenhang mit dem US-iranischen Krieg belasteten den Billigflieger Ryanair <IE00BYTBXV33> auch im zweiten Geschäftsquartal. Der Gewinn nach Steuern sank um sechs Prozent. Für das kommende Jahr rechnet Ryanair mit zwei Milliarden Euro höheren Treibstoffkosten und plant deshalb ein umfassendes Sparprogramm. Die Ryanair-Papiere verteuerten sich um 2,5 Prozent.

Für die Aktien von Forvia <FR0000121147> ging es nach der Bekanntgabe aktueller Geschäftszahlen des französischen Autozulieferers um 1,9 Prozent aufwärts. Forvia bekommt weiterhin das schwierige Geschäft der internationalen Automobilhersteller in China zu spüren. Der Umsatz der Franzosen sank in den ersten neun Monaten um 2,7 Prozent. Im dritten Quartal legte der Erlös hingegen um ein Prozent zu. An seinem Jahresausblick hält Forvia fest./edh/ mis

30.10.2026 | 18:31:57 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Verluste im Sog weltweiter KI-Aktien
30.10.2026 | 18:01:49 (dpa-AFX)
Aktien Europa Schluss: Verluste im Sog weltweiter KI-Aktien
30.10.2026 | 12:16:15 (dpa-AFX)
Aktien Europa: Verluste - Halbleiterwerte geben weiter nach
29.10.2026 | 18:19:07 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Gewinne im Gegensatz zu den US-Börsen
29.10.2026 | 18:00:07 (dpa-AFX)
Aktien Europa Schluss: Gewinne im Gegensatz zu den US-Börsen
29.10.2026 | 12:12:34 (dpa-AFX)
Aktien Europa: Leichte Gewinne - Ölkonzerne mit kräftigen Gewinnen

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