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News

26.06.2026 | 05:20:04 (dpa-AFX)
WDH/Deutschland fordert mehr Regeln für Fast-Fashion-Firmen

(Wiederholung vom Vorabend)

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Deutschland geht in der EU gegen Fast Fashion vor. "Wir sehen, dass das zu einer riesengroßen Belastung der Umwelt wird", sagte Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth am Rande eines Treffens der Umweltminister der EU-Staaten in Luxemburg. Bei dem Treffen forderte Berlin gemeinsam mit Paris und Den Haag die Europäische Kommission dazu auf, stärker gegen Billigkleidung vorzugehen.

Fast Fashion bezeichnet Kleidung, die kurzlebigen Trends folgt und häufig von so schlechter Qualität ist, dass sie nur wenige Male getragen werden kann. "Der Ressourcenverbrauch ist enorm", so Flasbarth. "Letztendlich werden diese Textilien für den Mülleimer produziert, und das wollen wir einhegen."

Hersteller in die Pflicht nehmen

Um des Problems Herr zu werden, sollen die Hersteller dem Vorstoß der Länder zufolge in die Pflicht genommen werden: "Diejenigen, die absehbar zunehmende Müllmengen produzieren, müssen auch an der Beseitigung und an den Kosten beteiligt werden", sagte Flasbarth. Zudem setzten sich Deutschland, Frankreich und die Niederlande für höhere Anforderungen an die Produkte ein, darunter längere Haltbarkeit und Recyclingfähigkeit.

Verband warnt: zusätzliche Belastung für heimische Unternehmen

Kritik an der Initiative kommt vom Gesamtverband der deutschen Textil- und Modeindustrie. Uwe Mazura, Hauptgeschäftsführer des Verbandes, befürchtet: "Die heimische Industrie wird weiter an Wettbewerbsfähigkeit verlieren, während die Billigimporte munter weiter gehen, weil sie in dieser schieren Masse einfach nicht kontrollierbar sind." Vor allem die vorgeschlagenen zusätzlichen Vorgaben stellten eine zusätzliche bürokratische Herausforderung für hiesige Unternehmen dar. Stattdessen fordert der Verband, bestehende Regeln konsequenter durchzusetzen.

Einige Maßnahmen, um die Flut von Billigwaren einzudämmen, hatte die EU bereits beschlossen: Etwa zusätzliche Gebühren bei der Einfuhr von außerhalb der EU, und ein Verbot für große Unternehmen, bestimmte unverkaufte Produkte zu vernichten./wum/DP/stw

26.06.2026 | 04:50:05 (dpa-AFX)
dpa-AFX KUNDEN-INFO: Finanzanalysen in den dpa-AFX Diensten
26.06.2026 | 04:50:04 (dpa-AFX)
dpa-AFX KUNDEN-INFO: Impressum
26.06.2026 | 04:01:09 (dpa-AFX)
GNW-News: Langjähriger Wall-Street-Autoanalyst John Murphy gründet Murphy Automotive Partners und veröffentlicht MAPP - eine neue Bewertung der Zukunftsfähigkeit von Automarken
26.06.2026 | 03:54:37 (dpa-AFX)
EQS-DD: Meta Wolf AG (deutsch)
25.06.2026 | 23:14:01 (dpa-AFX)
Bundestag erschwert Klagen von Umweltverbänden
25.06.2026 | 23:12:05 (dpa-AFX)
Götze-Video, Banner in USA: Nike deutet neues DFB-Trikot an
25.06.2026 | 19:05:30 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Micron-Zahlen stützen EuroStoxx - SMI auf Rekord

PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - Der EuroStoxx 50 <EU0009658145> hat sich am Donnerstag etwas von den Verlusten der vergangenen zwei Tage erholt. Für gute Stimmung sorgten überragende Geschäftszahlen sowie ein sehr guter Ausblick des US-Speicherchipherstellers Micron <US5951121038>. Der Leitindex der Eurozone gewann 0,85 Prozent auf 6.267,53 Punkte.

Beim Schweizer SMI <CH0009980894> stand ein Kursplus von 0,81 Prozent auf 14.231,96 Punkte zu Buche. Nach dem Rekordhoch vom Mittwoch stellte er eine weitere Bestmarke auf. Der britische FTSE 100 <GB0001383545> ("Footsie") stieg um 0,65 Prozent auf 10.529,89 Punkte.

Micron hatte dank des anhaltenden Booms im Bereich Künstliche Intelligenz (KI) die Erwartungen für das vergangene Quartal deutlich übertroffen. Auch die Ziele für das laufende Quartal überraschten klar positiv. Dementsprechend erklommen die Aktien einmal mehr ein Rekordhoch.

Der US-Konzern habe die Anleger daran erinnert, "dass der Speicherzyklus und der allgemeine KI-Trend auf Dauer Bestand haben werden", kommentierte Hugh Lam, Anlagestratege bei Betashares. Ungeachtet wohl auch künftig starker Kurs- und Stimmungsschwankungen sicherten strukturelle Versorgungsengpässe zumindest bis 2027 die Aktienkurse in diesem Bereich nach unten ab.

Noch beeindruckender als die Zahlen und der Ausblick sei die deutliche Ausweitung der langfristigen Verträge mit Schlüsselkunden von einem im Vorquartal auf nun 16, ergänzte Analyst Harlan Sur von der US-Bank JPMorgan. Er hob das Kursziel für die Aktie massiv an.

Von den Micron-Zahlen profitierten auch die Anteilsscheine von europäischen Branchenkollegen. So gewannen STMicro <NL0000226223> 2,7 Prozent und ASML <NL0010273215> 2,6 Prozent.

Auch die Energieversorger <EU0009658962> profitierten über den hohen Energiebedarf von Rechenzentren vom anhaltenden KI- und Halbleiter-Hype. Der entsprechende Branchenindex zog an der Spitze des europäischen Sektortableaus um 1,7 Prozent an.

Auf wenig Interesse im freundlichen Marktumfeld stießen dagegen defensive Werte. Die Branchenindizes für die zuletzt stark gelaufenen Lebensmittel- und Getränkehersteller <EU0009658749> verzeichnete geringfügige Verluste.

Unter den weiteren Einzelwerten zogen die Aktien der 3i Group <GB00B1YW4409> an der "Footsie"-Spitze um 11,5 Prozent an. Die Investmentgesellschaft hatte bekannt gegeben, dass sich das flächenbereinigte Wachstum beim Discounter Action, der größten Einzelbeteiligung im Portfolio, in den letzten sechs Wochen beschleunigt habe. Analysten führten dies auf das bessere Wetter zurück, das die Nachfrage beflügelt habe.

Die Anteilsscheine von Easyjet <GB00B7KR2P84> erholten sich weiter und gewannen 6,4 Prozent auf gut 574 Pence. Die Billigfluglinie lehnte auch eine vierte unverbindliche Kaufofferte von Castlelake als zu niedrig ab. Der US-Investor hatte den Preis inzwischen auf 650 Pence erhöht und könnte noch bis zum 5. Juli ein verbindliches Übernahmeangebot unterbreiten oder sein Angebot zurückzuziehen.

Bei ITV <GB0033986497> freuten sich die Anleger über ein Kursplus von 2,4 Prozent. In einem Medienbericht hieß es unter Berufung auf informierte Personen, der zum US-Kabelnetzbetreiber Comcast <US20030N1019> gehörende Medienkonzern Sky habe sich mit den Briten auf eine Übernahme von deren Fernseh- und Streaminggeschäft geeinigt. Die Transaktion könnte demnach schon in den kommenden Wochen angekündigt werden./la/jha/

25.06.2026 | 18:28:18 (dpa-AFX)
Aktien Europa Schluss: EuroStoxx erholt nach Micron-Zahlen - SMI auf Rekord
24.06.2026 | 18:39:22 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: EuroStoxx im Minus - Schweizer SMI auf Rekordhoch
24.06.2026 | 18:16:46 (dpa-AFX)
Aktien Europa Schluss: EuroStoxx gibt weiter nach - Schweizer SMI auf Rekordhoch
23.06.2026 | 18:41:54 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: EuroStoxx gerät in den Sog der asiatischen Börsen
23.06.2026 | 18:16:34 (dpa-AFX)
Aktien Europa Schluss: EuroStoxx gerät in den Sog der asiatischen Börsen
22.06.2026 | 18:41:12 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Gewinne - Ölpreise sinken weiter

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