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News

08.10.2026 | 13:35:11 (dpa-AFX)
ROUNDUP 2/Gericht: Fernverkehrsbeschluss der Netzagentur rechtswidrig

(Aktualisierung: Durchgehend mit Details und Reaktionen ergänzt)

KÖLN (dpa-AFX) - Die Deutsche Bahn muss Wettbewerbern im Fernverkehr auf hochbelasteten Strecken nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Köln doch nicht mindestens ein Viertel der Kapazitäten freiräumen. Das Gericht erklärte einen Beschluss der Bundesnetzagentur, der den Schienennetzbetreiber DB InfraGo zu einer entsprechenden Wettbewerbsklausel verpflichtet, in einem Eilbeschluss für rechtswidrig. Die Entscheidung kann nicht angefochten werden.

Ein Sprecher der zur Bahn gehörenden InfraGo begrüßte die Entscheidung. Ziel der Klage seien frühe Rechtssicherheit und faire Vergabebedingungen für alle gewesen. Der Beschluss schaffe diese Klarheit. Dies sei auch angesichts der sehr knappen Kapazitäten auf dem deutschen Schienennetz gut.

Italo drängt auf den deutschen Markt

Die Bundesnetzagentur betonte dagegen, eine "entsprechende Regelung weiterhin für sachlich geboten" zu halten, um den Wettbewerb auf der Schiene im Interesse der Fahrgäste zu fördern. Bis der Rechtsstreit endgültig in der Hauptsache geklärt sei, müsse die InfraGo die Wettbewerbsklausel jedoch nicht anwenden.

Von dem Beschluss der Bundesnetzagentur sollten vor allem die Fahrgäste profitieren. Die Behörde versprach sich niedrigere Ticketpreise durch mehr Wettbewerb im Fernverkehr.

Hintergrund ist der geplante Markteintritt des italienischen Eisenbahnunternehmens Italo in den deutschen Fernverkehr ab 2028. Italo hatte Beschwerde bei der Bundesnetzagentur (BNetzA) gegen die Art und Weise eingelegt, wie die ohnehin begrenzten Schienenkapazitäten in Deutschland vergeben werden. Das Unternehmen wollte erreichen, dass die Rahmenbedingungen für neue Wettbewerber verbessert werden.

Denn wer in Deutschland einen Zug fahren will, benötigt eine sogenannte Trasse, also eine bestimmte Strecke zu einer bestimmten Zeit. Vergeben werden sie von der DB InfraGo. Doch der Platz auf der Schiene ist begrenzt. Insbesondere an großen Knoten wie Hamburg, Berlin oder Köln stauen sich die Züge - ein Grund für die vielen Verspätungen bei der Bahn.

Der Fernverkehr wird zu 95 Prozent von dem bundeseigenen Konzern dominiert. Der größte Wettbewerber ist bislang das Münchner Unternehmen Flix mit seinen grünen Zügen. Die Bundesnetzagentur wollte erreichen, dass diese Konkurrenten mehr Platz auf den überlasteten Strecken bekommen.

Gericht: Klausel ist ungeeignet, um Ziel zu erreichen

Deshalb entschied die Behörde am 17. Juli, dass die zuständige Bahn-Infrastrukturtochter InfraGo künftig 25 bis 40 Prozent der Kapazitäten an Wettbewerber vergeben muss. Das gilt demnach für stark ausgelastete Korridore mit ausgewiesenen Kapazitätsobergrenzen, wie es etwa für die Knoten München und Frankfurt geplant ist.

Die Deutsche Bahn ging in einem Eilverfahren gegen den Beschluss der BNetzA vor und argumentierte, dass dadurch die Zahl der Konflikte über die Nutzung bestimmter Trassen zu bestimmten Zeiträumen deutlich zunehmen werde. Daraus entstünden rechtliche und praktische Probleme für die Bewirtschaftung der Trassenkapazitäten durch die InfraGo.

Das Gericht begründete seine Entscheidung nun damit, dass weder das europäische Recht noch das nationale Eisenbahnregulierungsrecht "eine Verpflichtung des Betreibers von Schienenwegen zur Aufnahme einer Wettbewerberklausel in seine Nutzungsbedingungen" vorsehen. Außerdem sei die Klausel ungeeignet, den mit ihr verfolgten Zweck zu erreichen./wim/DP/stk

08.10.2026 | 13:26:16 (dpa-AFX)
AKTIEN IM FOKUS 2: OPMobility-Kurseinbruch zieht Autozulieferer nach unten
08.10.2026 | 13:23:15 (dpa-AFX)
Nordamerika-Geschäft belastet PepsiCo - Gewinnausblick gesenkt
08.10.2026 | 13:22:14 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Grünes Licht für Melonis umstrittenes neues Wahlrecht
08.10.2026 | 13:17:36 (dpa-AFX)
Mehr Pleiten im September - Besserung in Sicht?
08.10.2026 | 13:14:42 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Koalition sieht 'historische Bewährungsprobe' für Demokratie
08.10.2026 | 13:13:16 (dpa-AFX)
EQS-News: Predictiv AI's Shift AI schließt AWS Foundational Technical Review ab und erweitert Sichtbarkeit in der Luftfahrt über die AWS Solutions Library (deutsch)
08.10.2026 | 12:08:14 (dpa-AFX)
Aktien Europa: Markt gibt weiter nach - Argenx-Aktie bricht ein

PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - Die wichtigsten Börsen Europas haben am Donnerstag ihre Verluste ausgebaut. Der EuroStoxx 50 <EU0009658145> sank zur Mittagszeit um 1,16 Prozent auf 6.109,68 Punkte und setzte damit seinen Abwärtstrend seit August fort.

Außerhalb der Euroregion gab der Schweizer Leitindex SMI <CH0009980894> um gut ein Prozent auf 13.663,43 Punkte nach. Der britische FTSE 100 <GB0001383545> hielt sich mit einem Minus von 0,36 Prozent auf 10.420,53 Punkte etwas. Hier stützten die Gewinne der Ölwerte.

"Hohe Ölpreise und Anleiherenditen, sowie die anhaltenden politischen Sorgen rund um Frankreich bilden einen Dreiklang, der die Risikobereitschaft der Anleger dämpft", begründete Marktanalyst Timo Emden von Emden Research die Schwäche. "Von der Hoffnung auf einen Goldenen Oktober müssen sich Investoren fürs Erste verabschieden." Auch die anstehende Berichtssaison in den Vereinigten Staaten werfe mittlerweile ihre Schatten voraus.

Schwächster Sektor waren die Pharmawerte. Ein Kurseinbruch des Biotechnologieunternehmens Argenx <NL0010832176> von über 17 Prozent belastete. Das Unternehmen hatte eine weit vorangeschrittene Phase-III-Studie mit dem Wirkstoff Efgartigimod Sc zur Behandlung des Sjögren-Syndroms gestoppt. Dabei handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung, zu deren Symptomen unter anderem starke Erschöpfung und extreme Trockenheit von Mund und Augen gehören.

Erneut schwach waren auch die Bankenwerte. Damit hielt die Risikoaversion in dem Sektor an. Der Blick gilt der Verschuldung Frankreichs und dem gestiegenen Risikoaufschlag französischer Staatsanleihen. "Belastend wirkte gestern die Aussage des Gouverneurs der Banque de France, Moulin, dass die Bedingungen für ein Eingreifen der EZB derzeit nicht erfüllt seien", merkten die Experten der Landesbank Baden-Württemberg zu der angespannten Lage an.

"Aufgrund der Systemrelevanz Frankreichs für die Eurozone dürfte die EZB früher oder später gezwungen sein, ihr Antifragmentierungsinstrument TPI zu aktivieren", fügte Eckhard Schulte von der Vermögensverwaltung MainSky Asset Management hinzu. Der Weg dorthin könnte allerdings lang und für die Märkte schmerzhaft werden, da ein politischer Konsens erforderlich sei.

Technologiewerte und besonders Halbleitertitel litten unter den Vorgaben aus Asien, wo die Zahlen von Samsung <KR7005930003> nicht ganz die extrem hohen Markterwartungen erfüllt hatten. Aktien der Autozulieferer standen im Schatten einer Gewinnwarnung des französischen Autozulieferers OPMobility <FR0000124570>. Die Aktie brach um über 19 Prozent ein und zog auch andere Werte des Sektors wie Valeo <FR0000130338> nach unten. OPMobility will nun 770 Stellen in Frankreich und Deutschland streichen. Grund sind höhere Kosten und Produktionsunterbrechungen bei Kunden wie Stellantis <NL00150001Q9>. Deren Aktie schwächelte mit 3,5 Prozent ebenfalls merklich.

Positive Ausnahme im schwächelnden Markt war Tesco <GB00BLGZ9862>. Die Aktie des britischen Einzelhändlers kletterte um 4,5 Prozent. Die Halbjahreszahlen seien besser als erwartet ausgefallen, begründeten die Analysten der kanadischen RBC die Gewinne. Die Experten von Jefferies hoben die robuste Marge hervor./mf/stk

07.10.2026 | 18:29:14 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Anleiherenditen und Ölpreise beunruhigen Anleger
07.10.2026 | 18:08:21 (dpa-AFX)
Aktien Europa Schluss: Anleiherenditen und Ölpreise beunruhigen Anleger
07.10.2026 | 12:04:10 (dpa-AFX)
Aktien Europa: Verluste - Technologiewerte schwächeln
06.10.2026 | 18:28:42 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Freundlich - Sinkende Ölpreise geben Auftrieb
06.10.2026 | 18:02:32 (dpa-AFX)
Aktien Europa Schluss: Freundlich - Sinkende Ölpreise geben Auftrieb
06.10.2026 | 12:10:00 (dpa-AFX)
Aktien Europa Moderate Gewinne - Pharmawerte gefragt

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