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News

06.08.2026 | 19:43:35 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Bundesanwaltschaft ermittelt zu Drohnen-Vorfall in Leipzig

KARLSRUHE/LEIPZIG (dpa-AFX) - Nach dem Fund einer Sprengstoff-Drohne am Leipziger Flughafen hat die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen wegen der besonderen Bedeutung des Falls übernommen. Es bestehe der Verdacht des versuchten Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion und des gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr, teilte die Karlsruher Behörde mit.

Schwerwiegender Angriff auf Transport- und Logistikinfrastruktur

Es lägen zureichende tatsächliche Anhaltspunkte vor, dass am Dienstagabend auf dem Gelände des Flughafens Leipzig/Halle mittels einer Drohne eine Explosion verursacht werden sollte, hieß es weiter. "Hierzu waren an der Drohne professioneller Sprengstoff und ein Zünder angebracht worden." Zudem sei eine Frachtmaschine im erweiterten Bereich des Flughafens in der Luft mutmaßlich mit einer weiteren Drohne kollidiert.

"Es handelt sich um einen schwerwiegenden Angriff auf die Transport- und Logistikinfrastruktur in Deutschland", teilte die Bundesanwaltschaft mit. "Damit ist die Tat geeignet, die äußere und innere Sicherheit der Bundesrepublik zu beeinträchtigen."

Mit den polizeilichen Ermittlungen sei das Bundeskriminalamt beauftragt. Bisher hatte die Generalstaatsanwaltschaft Dresden zusammen mit dem Landeskriminalamt (LKA) Sachsen zu dem Vorfall ermittelt.

Sprengstoffroboter im Einsatz

In der Nacht zum Mittwoch hatte der Flughafen Leipzig/Halle den Flugbetrieb eingestellt, nachdem ein unbekanntes Flugobjekt und ein verdächtiger Gegenstand an der Start- und Landebahn "Südpiste" gesichtet worden war. Mehrere Maschinen mussten an andere Flughäfen umgeleitet werden. Nach Informationen aus Sicherheitskreisen wurde die Drohne mit Sprengstoff und Zünder in der Nähe eines ukrainischen Transportflugzeugs entdeckt.

Mit Unterstützung der Bundespolizei und eines Sprengstoffroboters wurde der Gegenstand untersucht und der Zünder des Sprengvorsatzes entfernt, teilte das LKA Sachsen später mit. Eine Frachtmaschine, die wegen der Flughafen-Sperrung den Landeanflug abbrechen musste, sei in der Nacht zudem mit einem zweiten unbekannten Flugobjekt kollidiert. An der Maschine seien nach der Landung in Hannover leichte Beschädigungen festgestellt worden.

Hybrider Anschlag durch "fremde Mächte"?

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hält den Drohnen-Vorfall für einen Anschlag, der auf hochprofessionelle Täter zurückgeht. Dabei schließt er auch "fremde Mächte" als Drahtzieher nicht aus, wie er am Mittwochabend bei einer Pressekonferenz am Flughafen sagte. Es handele sich um ein "hybrides Anschlagsszenario". Solche hybriden Bedrohungslagen müssten sehr professionell vorbereitet und umgesetzt werden.

Der Fall weckt Erinnerungen: 2024 entzündete sich im DHL-Logistikzentrum in Leipzig ein Luftfrachtpaket. Sicherheitskreise gehen davon aus, dass das Paket im Auftrag Russlands platziert war. Laut dem früheren Verfassungsschutz-Präsidenten, Thomas Haldenwang, war Deutschland damals nur knapp an einem Flugzeugabsturz vorbeigeschrammt. Es sei einem glücklichen Zufall zu verdanken, dass das Paket noch am Boden und nicht während des Fluges in Brand geraten sei. Die Bundesanwaltschaft übernahm die Ermittlungen./jml/DP/he

06.08.2026 | 19:43:19 (dpa-AFX)
AKTIE IM FOKUS: SpaceX nach Ablauf von erster Haltefristvereinbarung stabil
06.08.2026 | 19:32:49 (dpa-AFX)
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06.08.2026 | 19:27:37 (dpa-AFX)
GESAMT-ROUNDUP 2: Warten auf Vereinbarung zu Straße von Hormus
06.08.2026 | 19:25:16 (dpa-AFX)
ROUNDUP: RWE erhält 1,1 Milliarden Euro für Rückzug von US-Windkraftprojekten
06.08.2026 | 19:11:48 (dpa-AFX)
WDH: Thüringens Verkehrsminister befürchtet höhere Ticket-Preise der Bahn
06.08.2026 | 19:08:42 (dpa-AFX)
Selenskyj ordnet Operation gegen russische Rüstungsindustrie an
06.08.2026 | 18:48:13 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: EuroStoxx setzt Rekordlauf fort - Nahost-Hoffnung

PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - Der EuroStoxx 50 <EU0009658145> ist am Donnerstag auf Rekordkurs geblieben. Der Leitindex für die Eurozone stieg um 0,39 Prozent auf 6.502,56 Punkte. "Für Rückenwind sorgt die Hoffnung auf eine Einigung zwischen Iran und Oman über eine neue Schifffahrtsroute durch die Straße von Hormus", stellte Marktexperte Jürgen Molnar vom Handelshaus Robomarkets fest.

Seitens des Omans gab es zunächst keine öffentliche Stellungnahme zu der angeblich bevorstehenden Einigung. Die USA sollen nicht daran beteiligt gewesen sein. Der iranische Machtapparat betont immer wieder, nicht mit den Vereinigten Staaten verhandeln zu wollen.

Außerhalb der Eurozone gab der schweizerische Leitindex SMI <CH0009980894> um 0,23 Prozent auf 14.518,75 Punkte nach. Der britische FTSE 100 <GB0001383545> ("Footsie") verlor 0,19 Prozent auf 10.867,89 Punkte.

Aus Branchensicht waren europaweit Unternehmen aus dem Mediensektor <EU0009658640> stark gefragt. Er wurde angetrieben von einem Kurssprung in Höhe von fast 29 Prozent bei den Aktien von WPP <JE00B8KF9B49>. Beobachter bewerteten die Geschäftszahlen des Werbe- und Medienkonzerns als Befreiungsschlag. Die Dynamik verbessere sich und WPP mache Fortschritte bei seinem Plan zur Stabilisierung des Geschäfts, schrieb Daniel Kerven von der US-Bank JPMorgan.

Auch Telekomwerte <EU0009658947> zogen an. Hier setzte das Schwergewicht Deutsche Telekom <DE0005557508> mit 6,3 Prozent Kursgewinn an der EuroStoxx-Spitze ein Ausrufezeichen. Die Telefongesellschaft hatte ihren Ausblick für den Barmittelfluss für das Gesamtjahr leicht angehoben. Zudem baut der Konzern sein Aktienrückkaufprogramm deutlich aus.

An der "Footsie"-Spitze schnellten die Aktien von Diageo <GB0002374006> um 5,6 Prozent in die Höhe. Der schwächelnde britische Spirituosenkonzern peilt mittelfristig wieder eine Rückkehr zu Umsatzwachstum an. Im neuen Geschäftsjahr 2026/27 (Ende Juni) wird es damit zwar wohl noch nichts werden, allerdings sollen Kostensenkungen das operative Ergebnis aus eigener Kraft schon dieses Jahr um einen niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentsatz heben.

Für die Anteilscheine von Easyjet <GB00B7KR2P84> ging es um fast drei Prozent nach oben. Der britische Billigflieger soll an den US-Finanzinvestor Apollo <US03769M1062> gehen. Dieser sicherte sich nach einigem Hin und Her die Unterstützung des Managements und der Gründerfamilie Haji-Ioann für seine Offerte

An der SMI-Spitze stiegen die Anteilscheine von Swisscom <CH0008742519> um mehr als vier Prozent. Analysten hatten das besser als erwartet laufende schweizerische Kerngeschäft sowie die rasch voranschreitende Integration von Vodafone Italia gelobt.

Nicht ganz so eindeutig war die Entwicklung bei den Versicherern. Die Papiere von Swiss Re <CH0126881561> schlossen nach anfänglichen Verlusten 0,7 Prozent im Plus. Insgesamt fanden die Halbjahreszahlen in Kommentaren lobende Worte, allerdings wurde auch auf den anhaltenden Preisdruck im Rückversicherungsgeschäft verwiesen.

Zurich-Aktien <CH0011075394> sackten als Schlusslicht im SMI um drei Prozent ab. Analysten hatten die Entwicklung der Schaden- und Unfallversicherung bemängelt. Die Experten der Landesbank Baden-Württemberg verwiesen zudem auf die hohe Bewertung der Papiere./la/he

06.08.2026 | 18:13:31 (dpa-AFX)
Aktien Europa Schluss: EuroStoxx setzt Rekordlauf fort - Nahost-Hoffnung stützt
06.08.2026 | 12:01:02 (dpa-AFX)
Aktien Europa: Moderate Gewinne - Telekomwerte gefragt
05.08.2026 | 19:04:23 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Rekordrally des EuroStoxx beendet
05.08.2026 | 18:42:16 (dpa-AFX)
Aktien Europa Schluss: Rekordrally des EuroStoxx beendet
05.08.2026 | 12:03:35 (dpa-AFX)
Aktien Europa: Eurostoxx nach Rekordrally wenig verändert - Novo Nordisk fallen
04.08.2026 | 18:46:23 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Gewinne dank Ölpreisrückgang und KI-Fantasie

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