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News

17.09.2026 | 09:06:22 (dpa-AFX)
Experten begrüßen geplante Social-Media-Beschränkungen

STRASSBURG (dpa-AFX) - Die EU-Pläne zur Beschränkung der Social-Media-Nutzung von Kindern und Jugendlichen finden grundsätzlichen Zuspruch von Expertinnen und Experten. Nach Angaben von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sollen Kinder im Alter von unter 13 Jahren von sozialen Medien wie TikTok, Snapchat <US83304A1060> und Instagram ausgeschlossen werden.

13- bis 15-Jährige sollen künftig zunächst nur auf eine Stunde am Tag begrenzte sowie von Eltern eingerichtete und beaufsichtigte "Mini-Konten" nutzen können. Eigene Nutzerkonten sollen erst ab 15 Jahren erlaubt sein.

Die Voraussetzungen für ein sichereres Design sollen dabei von den Plattformen selbst geschaffen werden, etwa, um endloses Scrollen oder das automatische Abspielen von Videos zu verhindern. Auch Beschränkungen für Bildschirmzeiten oder andere Maßnahmen zum Kinder- und Jugendschutz zählen dazu.

Fachleute: Mehr als reines Verbot

Bei dem Vorhaben der EU-Kommission handelt es sich aus Expertensicht um mehr als ein reines Verbot sozialer Medien für Kinder und Jugendliche. Das erkenne auch die Komplexität der Thematik an.

"Ein vollständiges Verbot für Jugendliche würde das Problem fälschlicherweise als Verhaltensproblem junger Menschen darstellen und damit die Verantwortung der Plattformunternehmen außer Acht lassen", erklärt Unterhaltungsforscherin Kathrin Karsay von der Universität Wien.

Solche Vorgaben könnten Big-Tech-Unternehmen dazu zwingen, ihre Angebote zu verändern, meint Isabel Brandhorst, Leiterin der Forschungsgruppe Internetnutzungsstörungen am Uniklinikum Tübingen. "Wenn es dann noch gelingt, eine kritische Masse dazu zu bewegen, in einem späteren Alter mit Social Media anzufangen, dann haben wir schon viel erreicht."

Umsetzung entscheidend

Gute Vorsätze seien jedoch nur das eine - eine gute Umsetzung das andere, so Brandhorst. Ohne weitere Details, wie die Maßnahme tatsächlich überprüft werden könne, ließen sich auch die Auswirkungen schwer abschätzen.

Trotz Einschränkungen kann man damit rechnen, dass ein Teil der Kinder und Jugendlichen die sozialen Medien weiter nutzen wird. Offen bleibt für Unterhaltungsforscherin Karsay deshalb, wie junge Menschen geschützt werden, die die Maßnahmen umgehen.

Der Rechtsexperte Stephan Dreyer sieht durch das Vorhaben die Grund- und Menschenrechte von Kindern und Jugendlichen berührt, aber auch diejenigen von Eltern, Anbietern und aufgrund von möglichen Altersüberprüfungen von allen Online-Nutzern. Zudem weist er auf Wettbewerbsnachteile für neue Plattformbetreiber hin: Anders als bestehende Player müssten sie zukünftig alle Kontoinhaber prüfen./fro/DP/stk

17.09.2026 | 09:05:51 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Spritpreisrekorde: Jetzt ist auch Diesel teuer wie nie zuvor
17.09.2026 | 09:03:45 (dpa-AFX)
Aktien Asien: Uneinheitlich
17.09.2026 | 09:03:10 (dpa-AFX)
OTS: Horváth / Internationale Expansion: Horváth baut Präsenz in China mit ...
17.09.2026 | 09:00:15 (dpa-AFX)
EQS-News: Wolftank Group kehrt im ersten Halbjahr 2026 in die Gewinnzone zurück (deutsch)
17.09.2026 | 09:00:14 (dpa-AFX)
EQS-News: Encavis schließt Non-Recourse-Projektfinanzierung über 282 Millionen Euro für ein 351-MW-Solarportfolio in Italien ab (deutsch)
17.09.2026 | 09:00:13 (dpa-AFX)
EQS-News: QuE-MRT startet in die nächste Phase: Fortschritte bei der Entwicklung quantenverbesserter MRT-Technologie in Deutschland (deutsch)
16.09.2026 | 18:06:03 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Sinkende Ölpreise stützen vor US-Zinsentscheid

PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - Europas wichtigste Börsen haben am Mittwoch vor der US-Zinsentscheidung etwas zugelegt. Für Unterstützung sorgte der Rückgang der zuletzt stark gestiegenen Ölpreise.

Zum Handelsende gewann der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 <EU0009658145> 0,48 Prozent auf 6.266,50 Punkte. Außerhalb des Euroraums stieg der Schweizer Leitindex SMI <CH0009980894> um 0,43 Prozent auf 13.868,66 Punkte. Der britische FTSE 100 <GB0001383545> legte um 0,28 Prozent auf 10.688,47 Punkte zu.

Dagegen mussten Aktienbesitzer in der Türkei entgegen den weltweit freundlichen Trends heftige Kursverluste verkraften. Wegen Problemen bei der Rücknahme von Fondsanteilen sackte der schon zuletzt schwache heimische Leitindex BIST 100 um mehr als fünf Prozent ab. Zwischenzeitlich wurden die Handelsaktivitäten durch eine automatische Notfall-Unterbrechung gestoppt, weil die Kurse zu stark geschwankt hatten.

Eine Zinserhöhung in den USA an diesem Abend gilt als wahrscheinlich und dürfte die Märkte nicht belasten. "Die Rentenmärkte sind hochgradig nervös", stellte Joachim Schallmayer, Leiter Kapitalmärkte und Strategie bei der DekaBank, fest. "In dieser Lage würde eine Zinsanhebung und ein klar skizzierter Fahrplan helfen, die Märkte zu beruhigen und Finanzierungsbedingungen zu verbessern."

Würde die US-Notenbank Fed dagegen nichts tun, könnte dies belasten. "Sollte die Fed nicht agieren, würde sie eine große Verunsicherung hinterlassen, was zu weiter steigenden langlaufenden Zinsen und somit zu einer weiteren Verschlechterung der Finanzierungsbedingungen führen würde", warnte Schallmayer.

Bei der Pressekonferenz nach dem Zinsentscheid steht laut Kapitalmarktexperte Jürgen Molnar vom Broker RoboMarkets im Fokus, welche Hinweise die Währungshüter auf ihre künftige Geldpolitik geben. "Dann wird jedes Wort auf die Goldwaage gelegt", betonte Molnar.

Im marktbreiten Stoxx Europe 600 <EU0009658202> waren am Mittwoch vor allem die Aktien von Energieversorgern <EU0009658962>, Unternehmen der Tourismusbranche <CH0019112744> und der Bauindustrie <EU0009658889> gefragt.

Erneut auf Kaufinteresse stießen auch Aktien von Unternehmen mit Bezug zum Trendthema Künstliche Intelligenz (KI). So gewannen die Anteile der Halbleiterhersteller STMicro <NL0000226223> und Infineon <DE0006231004> zwei und 1,2 Prozent und die des Zulieferers ASML <NL0010273215> 1,3 Prozent. Beim Energietechnikspezialisten Siemens Energy <DE000ENER6Y0> als EuroStoxx-Spitzenreiter stand ein Kursplus von 3,1 Prozent zu Buche. Die Papiere der Elektrokonzerne Schneider Electric <FR0000121972> und ABB <CH0012221716> verteuerten sich um 1,5 und 2,1 Prozent.

Zu den wenigen Verlierern zählten hingegen die gut gelaufenen Titel der Öl- und Gaskonzerne <EU0009658780> sowie der Autobranche <EU0009658681>. Berenberg-Analyst Romain Gourvil schrieb, der Weg zu einer positiven Entwicklung im Autosektor bleibe holprig. China, geopolitische Risiken und Inflationsdruck trügen zu schwachen Ertragsperspektiven, anhaltenden Überkapazitäten und zunehmendem Wettbewerb bei. Aktien von Renault <FR0000131906> fielen mit 4,5 Prozent besonders deutlich. Analyst Gourvil macht wachsenden Gegenwind für den französischen Autobauer aus./gl/nas

16.09.2026 | 17:55:24 (dpa-AFX)
Aktien Europa Schluss: Sinkende Ölpreise stützen vor US-Zinsentscheid
16.09.2026 | 12:06:08 (dpa-AFX)
Aktien Europa: Leichte Gewinne vor US-Zinsentscheidung - Ölpreisrückgang stützt
15.09.2026 | 18:29:45 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Moderate Verluste am Tag vor US-Zinsentscheid
15.09.2026 | 18:02:51 (dpa-AFX)
Aktien Europa Schluss: Moderate Verluste am Tag vor US-Zinsentscheid
15.09.2026 | 11:59:42 (dpa-AFX)
Aktien Europa: Abbröckelnde Kurse vor US-Zinsentscheidung
14.09.2026 | 18:26:10 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: EuroStoxx leidet unter Konjunktur- und KI-Sorgen

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