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News

11.06.2026 | 12:33:10 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Kieler Institut bleibt bei Wachstumsprognose für Deutschland

KIEL (dpa-AFX) - Das Kiel Institut für Weltwirtschaft (IfW) bleibt trotz der Auswirkungen des Krieges im Nahen Osten bei seiner Konjunkturprognose für die deutsche Wirtschaft. Die Experten rechnen im laufenden Jahr weiterhin mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 0,8 Prozent, wie das Institut mitteilte. Für 2027 haben die Experten ihre Prognose aber von zuvor 1,4 auf nun 1,0 Prozent gestutzt.

"Die Folgen des Iran-Kriegs dämpfen die Wirtschaftsleistung", sagte IfW-Präsident Moritz Schularick. "Der Anstieg der Rohstoffpreise erweist sich als persistenter, was die wirtschaftliche Dynamik bis in das kommende Jahr hinein belasten wird." Zu einer ähnlichen Einschätzung kommt auch das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH).

Wirtschaftliche Dynamik gebremst

Laut Sommerprognose des Instituts in Kiel sorgt einerseits zwar die Finanzpolitik für expansive Impulse, die Folgen des Iran-Krieges bremsen aber die wirtschaftliche Dynamik. Während bislang kaum Anzeichen für eine kräftige Erholung bei Exporten und Unternehmensinvestitionen erkennbar seien, wie sie für frühere Erholungsphasen charakteristisch gewesen seien, dürften vor allem öffentliche Konsum- und Investitionsausgaben anziehen. Dagegen gehen die Experten weiterhin von wenig Investitionen der Wirtschaft und deutlich eingetrübten Beschäftigungsperspektiven aus.

Zwar hätten sich die Exporte der deutschen Wirtschaft zuletzt stabilisiert, schreibt das Institut. Von einer dynamischen Erholung könne nach den Rückgängen der vergangenen Jahre aber nach wie vor keine Rede sein.

"Die nachlassende Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft wird weitere Verluste an Weltmarktanteilen nach sich ziehen", sagte der Konjunkturexperte Stefan Kooths. "Gemessen an früheren Aufschwüngen fallen die erwarteten Zuwächse mager aus. Ohne durchgreifende standortstärkende Reformen driftet die deutsche Wirtschaft in ein Fahrwasser aus erlahmenden Wachstumskräften mit sich verschärfenden Verteilungskonflikten."

Auch IWH sieht Iran-Krieg als Bremse

Ob die deutsche Wirtschaft in den kommenden Monaten wieder Fahrt aufnimmt, hängt auch nach Einschätzung des IWH maßgeblich vom Konflikt im Golfraum ab. Bleibt die Lage dort angespannt und steigen die Energiepreise weiter, könnte die Wirtschaftsleistung 2026 schlimmstenfalls stagnieren. "Das wesentliche Risiko für die Weltwirtschaft wie auch für die deutsche Konjunktur liegt im ungewissen Fortgang des Golfkonflikts", sagte IWH-Vizepräsident Oliver Holtemöller bei der Vorstellung der Konjunkturprognose in Halle.

In ihrer Prognose gehen die Forscher dagegen davon aus, dass sich die Lage entspannt. Für 2026 und 2027 rechnen sie in diesem Fall jeweils mit einem Wachstum von 0,9 Prozent.

Energiepreise belasten Unternehmen und Verbraucher

Der Konflikt im Golfraum hat nach Einschätzung der Forscher die Energiepreise bereits deutlich steigen lassen. Das verteuere die Produktion vieler Unternehmen und belaste zugleich die Kaufkraft privater Haushalte. Dass die Konjunktur dennoch nicht einzubrechen drohe, liege auch an staatlichen Ausgaben- und Investitionsprogrammen. Zudem rechnen die Forscher damit, dass die Exporte nach drei Jahren Rückgang wieder leicht zulegen. Auch die privaten Konsumausgaben dürften steigen./akl/DP/stk

11.06.2026 | 12:21:05 (dpa-AFX)
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Umfrage: Mehrheit will strengere Regeln für E-Scooter
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11.06.2026 | 12:07:02 (dpa-AFX)
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"Die Folgen des Iran-Kriegs dämpfen die Wirtschaftsleistung", sagte IfW-Präsident Moritz Schularick. "Der Anstieg der Rohstoffpreise erweist sich als persistenter, was die wirtschaftliche Dynamik bis in das kommende Jahr hinein belasten wird." Zu einer ähnlichen Einschätzung kommt auch das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH).

Wirtschaftliche Dynamik gebremst

Laut Sommerprognose des Instituts in Kiel sorgt einerseits zwar die Finanzpolitik für expansive Impulse, die Folgen des Iran-Krieges bremsen aber die wirtschaftliche Dynamik. Während bislang kaum Anzeichen für eine kräftige Erholung bei Exporten und Unternehmensinvestitionen erkennbar seien, wie sie für frühere Erholungsphasen charakteristisch gewesen seien, dürften vor allem öffentliche Konsum- und Investitionsausgaben anziehen. Dagegen gehen die Experten weiterhin von wenig Investitionen der Wirtschaft und deutlich eingetrübten Beschäftigungsperspektiven aus.

Zwar hätten sich die Exporte der deutschen Wirtschaft zuletzt stabilisiert, schreibt das Institut. Von einer dynamischen Erholung könne nach den Rückgängen der vergangenen Jahre aber nach wie vor keine Rede sein.

"Die nachlassende Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft wird weitere Verluste an Weltmarktanteilen nach sich ziehen", sagte der Konjunkturexperte Stefan Kooths. "Gemessen an früheren Aufschwüngen fallen die erwarteten Zuwächse mager aus. Ohne durchgreifende standortstärkende Reformen driftet die deutsche Wirtschaft in ein Fahrwasser aus erlahmenden Wachstumskräften mit sich verschärfenden Verteilungskonflikten."

Auch IWH sieht Iran-Krieg als Bremse

Ob die deutsche Wirtschaft in den kommenden Monaten wieder Fahrt aufnimmt, hängt auch nach Einschätzung des IWH maßgeblich vom Konflikt im Golfraum ab. Bleibt die Lage dort angespannt und steigen die Energiepreise weiter, könnte die Wirtschaftsleistung 2026 schlimmstenfalls stagnieren. "Das wesentliche Risiko für die Weltwirtschaft wie auch für die deutsche Konjunktur liegt im ungewissen Fortgang des Golfkonflikts", sagte IWH-Vizepräsident Oliver Holtemöller bei der Vorstellung der Konjunkturprognose in Halle.

In ihrer Prognose gehen die Forscher dagegen davon aus, dass sich die Lage entspannt. Für 2026 und 2027 rechnen sie in diesem Fall jeweils mit einem Wachstum von 0,9 Prozent.

Energiepreise belasten Unternehmen und Verbraucher

Der Konflikt im Golfraum hat nach Einschätzung der Forscher die Energiepreise bereits deutlich steigen lassen. Das verteuere die Produktion vieler Unternehmen und belaste zugleich die Kaufkraft privater Haushalte. Dass die Konjunktur dennoch nicht einzubrechen drohe, liege auch an staatlichen Ausgaben- und Investitionsprogrammen. Zudem rechnen die Forscher damit, dass die Exporte nach drei Jahren Rückgang wieder leicht zulegen. Auch die privaten Konsumausgaben dürften steigen./akl/DP/stk

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