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News

22.05.2026 | 08:49:30 (dpa-AFX)
AKTIEN IM FOKUS: Chemiewerte im Fokus - JPMorgan und Goldman belasten Lanxess

FRANKFURT (dpa-AFX) - Europäische Chemiewerte <EU0009658608> stehen am Freitag nach Mollstimmen von JPMorgan und Goldman Sachs mehrheitlich unter Druck. Besonders deutlich bergab geht es für die Aktien von Lanxess <DE0005470405>, die von den Experten Chetan Udeshi und Georgina Fraser abgestuft wurden. Sie verloren auf der Handelsplattform Tradegate rund 5 Prozent. Lanxess werden am Freitag zudem mit einem Dividendenabschlag von 0,10 Euro je Aktie gehandelt.

Udeshi und Fraser machten die Hoffnung auf eine Sonderkonjunktur durch den Nahost-Krieg zunichte, die die gesamte Branche seit März deutlich angetrieben hat. Der Stoxx Europe 600 <EU0009658202> Chemicals war vom tiefsten Niveau seit Herbst 2022 um bis zu 15 Prozent nach oben geklettert, ist aber seit Mitte April bereits wieder auf dem Rückzug. Lanxess hatten sich von einem Tief seit 2009 bei rund 11 Euro in der Spitze gar um fast 77 Prozent erholt.

Nun gossen Udeshi und Fraser allerdings Wasser in den Wein. "Der Branchen-Blues kehrt wohl zurück", schrieb JPMorgan-Experte Udeshi zur Branche. Die Länge des Nahost-Kriegs bleibe zwar schwer einzuschätzen, jüngste Daten hätten aber bereits gezeigt, dass der kurzfristige Rückenwind durch seine Verwerfungen schwächer ausfallen dürfte als gedacht und wohl auch bereits abflache. Die Anleger dürften also das zweite Quartal nicht allzu hoch hängen, denn ein schwaches zweites Halbjahr und auch 2027 rücke die strukturellen Probleme der Branche wieder in den Fokus: Immense Überkapazitäten und immer stärkere Konkurrenz bei Spezialprodukten aus China und dem Rest Asiens.

Während Udeshi mit einem Kursziel von 18 Euro für Lanxess immerhin noch mit "Neutral" votiert nach zuvor "Overweight", rät Goldman Sachs-Expertin Fraser mit den von ihr für fair erachteten 13 Euro zum Verkauf. Sie stellte den Preisauftrieb durch die Verwerfungen des Nahost-Kriegs infrage und betonte anhaltende Bilanzrisiken. Ihre Hochstufung auf "Neutral" im Februar habe auf Besserung des US-Geschäfts gesetzt, so Fraser. Dann hätten aber durch den Krieg die globalen Preise für Energie und Chemieprodukte das Regiment übernommen.

Die Ergebnisse des ersten Quartals hätten, wenn überhaupt, nur geringe Anzeichen geboten, dass Lanxess von höheren Preisen profitiere. Und der Ausblick für das operative Ergebnis im zweiten Quartal liege um 10 Prozent unter dem Konsens und sogar um 37 Prozent unter ihrer Schätzung, so Fraser. Aus ihrer Sicht hat der Krieg die Risiken erhöht, ohne dafür echte Margenchancen zu bieten./ag/ajx/stk

22.05.2026 | 08:37:12 (dpa-AFX)
OTS: Allianz Trade / KI verändert den Welthandel grundlegend - Europa droht ...
22.05.2026 | 08:34:43 (dpa-AFX)
Zuständiger SPD-Politiker gegen Verlängerung des Tankrabatts
22.05.2026 | 08:22:32 (dpa-AFX)
Deutschland: Verbraucherstimmung erholt sich überraschend etwas
22.05.2026 | 08:18:06 (dpa-AFX)
Japans Inflation fällt überraschend auf Vier-Jahres-Tief
22.05.2026 | 08:15:02 (dpa-AFX)
Aktien Frankfurt Ausblick: Anstieg erwartet - Asien-Börsen und Nahost-Hoffnung
22.05.2026 | 07:50:00 (dpa-AFX)
ANALYSE-FLASH: JPMorgan senkt Evonik auf 'Underweight' - Ziel 14 Euro
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Udeshi und Fraser machten die Hoffnung auf eine Sonderkonjunktur durch den Nahost-Krieg zunichte, die die gesamte Branche seit März deutlich angetrieben hat. Der Stoxx Europe 600 <EU0009658202> Chemicals war vom tiefsten Niveau seit Herbst 2022 um bis zu 15 Prozent nach oben geklettert, ist aber seit Mitte April bereits wieder auf dem Rückzug. Lanxess hatten sich von einem Tief seit 2009 bei rund 11 Euro in der Spitze gar um fast 77 Prozent erholt.

Nun gossen Udeshi und Fraser allerdings Wasser in den Wein. "Der Branchen-Blues kehrt wohl zurück", schrieb JPMorgan-Experte Udeshi zur Branche. Die Länge des Nahost-Kriegs bleibe zwar schwer einzuschätzen, jüngste Daten hätten aber bereits gezeigt, dass der kurzfristige Rückenwind durch seine Verwerfungen schwächer ausfallen dürfte als gedacht und wohl auch bereits abflache. Die Anleger dürften also das zweite Quartal nicht allzu hoch hängen, denn ein schwaches zweites Halbjahr und auch 2027 rücke die strukturellen Probleme der Branche wieder in den Fokus: Immense Überkapazitäten und immer stärkere Konkurrenz bei Spezialprodukten aus China und dem Rest Asiens.

Während Udeshi mit einem Kursziel von 18 Euro für Lanxess immerhin noch mit "Neutral" votiert nach zuvor "Overweight", rät Goldman Sachs-Expertin Fraser mit den von ihr für fair erachteten 13 Euro zum Verkauf. Sie stellte den Preisauftrieb durch die Verwerfungen des Nahost-Kriegs infrage und betonte anhaltende Bilanzrisiken. Ihre Hochstufung auf "Neutral" im Februar habe auf Besserung des US-Geschäfts gesetzt, so Fraser. Dann hätten aber durch den Krieg die globalen Preise für Energie und Chemieprodukte das Regiment übernommen.

Die Ergebnisse des ersten Quartals hätten, wenn überhaupt, nur geringe Anzeichen geboten, dass Lanxess von höheren Preisen profitiere. Und der Ausblick für das operative Ergebnis im zweiten Quartal liege um 10 Prozent unter dem Konsens und sogar um 37 Prozent unter ihrer Schätzung, so Fraser. Aus ihrer Sicht hat der Krieg die Risiken erhöht, ohne dafür echte Margenchancen zu bieten./ag/ajx/stk

22.05.2026 | 08:37:12 (dpa-AFX)
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Der gemäß gesetzlicher Vorgaben von der DZ BANK bezüglich des öffentlichen Angebots erstellte Basisprospekt sowie etwaige Nachträge und die zugehörigen Endgültigen Bedingungen sind auf der Internetseite der DZ BANK www.dzbank-wertpapiere.de veröffentlicht und können unter www.dzbank-wertpapiere.de/DN09AT (dort unter „Dokumente“) abgerufen werden. Sie sollten den Prospekt lesen, bevor Sie eine Anlageentscheidung treffen, um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Prospekts von der zuständigen Behörde ist nicht als Befürwortung der angebotenen oder zum Handel an einem geregelten Markt zugelassenen Wertpapiere zu verstehen.

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  • Börsenbericht
    22.05.2026

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