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News

27.09.2026 | 11:42:34 (dpa-AFX)
US-Magazin: Auch Ägypten soll Israel vor Hamas-Gefahr gewarnt haben

KAIRO/TEL AVIV (dpa-AFX) - Kurz vor dem Terrorüberfall am 7. Oktober 2023 soll auch Ägypten Israel vor der Gefahr eines großen Angriffs der Hamas gewarnt haben. Das berichtet das US-Magazin "The Atlantic" unter Berufung auf Regierungsvertreter in Israel, Ägypten und weiteren arabischen Ländern sowie auf Vertreter in den USA und Europa. Weniger als zwei Wochen vor dem 7. Oktober reiste Ägyptens Geheimdienstchef Abbas Kamel demnach nach Israel und warnte, dass die Hamas offenbar für einen "großangelegten Angriff mobilisiert", so der Bericht.

Kamels Botschaft an Israels Regierung sei gewesen, dass sich das "Fenster schließe, um eine Katastrophe abzuwenden", so der Bericht. "Wenn Sie den Kurs nicht ändern, wird Gaza Ihnen um die Ohren fliegen", fasste ein früherer israelischer Regierungsvertreter, der anschließend zu dem Besuch gebrieft wurde, die Botschaft des Besuchs zusammen. Kamel habe Israel wirtschaftliche Zugeständnisse an die Hamas empfohlen, um eine Verschärfung des Konflikts zu vermeiden.

Kamel ist einer der einflussreichsten Geheimdienstvertreter im Nahen Osten. Er war und ist führend unter anderem bei Vermittlungen Ägyptens und Katars zwischen Israel und der Hamas im Gaza-Krieg. In dem Konflikt reiste er in den vergangenen Jahren mehrfach nach Israel.

Netanjahu dementierte die Darstellung schon 2023

Netanjahus Büro hatte zwei Tage nach dem 7. Oktober 2023 erklärt, dass es keine Warnung Ägyptens über den Angriff gegeben habe. Es habe auch kein direktes oder indirektes Treffen Netanjahus mit Kamel gegeben, teilte sein Büro seinerzeit mit. Entsprechende Darstellungen seien "Fake News".

Verfasst hat den Bericht die prominente US-Journalistin Vivian Salama, die zuvor für das "Wall Street Journal" und die US-Nachrichtenagentur AP arbeitete. Sie berichtete unter anderem aus dem Weißen Haus in Washington, aus dem Irak, den Vereinigten Arabischen Emiraten und 80 weiteren Ländern.

Bericht: Netanjahu muss von Besuch gewusst haben

Der "Atlantic"-Bericht erwähnt nicht, mit wem Kamel sich traf. Er habe sich aber rund eine Stunde in Israel aufgehalten. Allein seine Anwesenheit in Israel habe die Dringlichkeit gezeigt, sagten Regierungsvertreter dem Bericht zufolge. Ein israelischer Ex-Regierungsvertreter sagte demnach, es sei ausgeschlossen, dass Ministerpräsident Benjamin Netanjahu nicht von dem Besuch oder Treffen mit Vertretern der israelischen Geheimdienste gewusst habe.

Vor etwa drei Wochen hatte die israelische Zeitung "Haaretz" berichtet, dass Israels Regierung auch aus den Vereinigten Arabischen Emiraten vor einem möglichen Hamas-Überfall gewarnt worden sei. Der emiratische Präsident Mohammed bin Sajid warnte Netanjahu demnach in einem 45 Minuten langen Telefonat, dass der damalige Chef der Hamas, Jihia al-Sinwar, eine großangelegte Offensive gegen Israel plane. Netanjahu habe die israelischen Sicherheitschefs jedoch nicht informiert.

Brisanz vor Parlamentswahl in Israel

Netanjahu hat wegen des Berichtes eine Verleumdungsklage gegen die Zeitung angekündigt. Sein Büro hatte den Bericht bereits zuvor dementiert.

Beide Berichte sind auch wegen der anstehenden Parlamentswahl in Israel brisant. Netanjahus Büro beschrieb den "Haaretz"-Bericht als eine "falsche Geschichte" im "Wahlkampf der Linken". Kritiker werfen ihm hingegen vor, keine persönliche Verantwortung für das Massaker vor fast drei Jahren übernommen zu haben./jot/DP/zb

27.09.2026 | 11:42:07 (dpa-AFX)
Treffen Wadephul-Lawrow endet nach gut 20 Minuten
27.09.2026 | 11:41:47 (dpa-AFX)
Zehntausende demonstrieren für den Sozialstaat
27.09.2026 | 11:41:29 (dpa-AFX)
Irak bemüht sich bei USA um Ausnahmen für iranische Flüge
27.09.2026 | 11:41:08 (dpa-AFX)
Zoll kontrolliert bundesweit in Barbershops und Friseure
27.09.2026 | 11:39:42 (dpa-AFX)
Scholz geht von Entgegenkommen der Linken bei Gesprächen aus
27.09.2026 | 11:39:31 (dpa-AFX)
Wadephul trifft Lawrow in New York zu Gesprächen
26.09.2026 | 11:35:03 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Militär: Huthi-Miliz greift saudische Hauptstadt Riad mit Drohnen an

RIAD (dpa-AFX) - Saudi-Arabien hat nach Militärangaben einen neuen Angriff der jemenitischen Huthi-Miliz auf die Hauptstadt Riad abgewehrt. Zwei Drohnen seien von der Luftabwehr abgefangen und zerstört worden. Das teilte Turki al-Maliki mit, der Sprecher des von Saudi-Arabien angeführten Militärbündnisses, das im Jemen an der Seite der Regierung gegen die Huthi-Miliz kämpft.

Auf der Plattform X schrieb er weiter, die Luftverteidigung habe zudem eine ballistische Rakete der Huthi abgefangen, die auf die Stadt Chamis Muschait im Südwesten des Landes zielte. Das saudische Staatsfernsehen berichtete später von insgesamt zwei Raketen, die abgefangen worden seien.

Der Sprecher machte keine Angaben zu möglichen Schäden oder Verletzten. Seine Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. Zuvor hatte es in verschiedenen Regionen Saudi-Arabiens kurzzeitig amtliche Gefahrenmeldungen gegeben, unter anderem für die Städte Abha und Chamis Muschait.

Attacke auf das Machtzentrum des Königreichs

Der Angriff auf die Hauptstadt Riad dürfte auch symbolische Bedeutung haben: Die mit dem Iran verbündete schiitische Miliz signalisiert damit erneut, dass sie auch das Machtzentrum des sunnitischen Königreichs attackieren kann. Riad liegt Luftlinie rund 850 Kilometer von der Grenze zu den Huthi-Gebieten im westlichen Jemen entfernt.

Erst am Donnerstag hatte das Militär nach eigenen Angaben sechs ballistische Raketen der Huthi abgefangen. Vor rund zehn Tagen hatte das saudische Militärbündnis auch einen Drohnenangriff der Huthi auf die für Muslime heilige Stadt Mekka gemeldet. Ein Huthi-Vertreter wies diesen Vorwurf zurück.

Die Miliz beschießt im Zuge der Eskalation des Jemen-Kriegs wieder verstärkt Ziele im benachbarten Saudi-Arabien. Das sunnitische Königreich ist mit der international anerkannten Regierung im Jemen verbündet und bombardiert immer wieder Ziele der schiitischen Miliz. Zuletzt setzten Huthi-Angriffe auf Ölanlagen und eine wichtige saudische Pipeline die Regierung in Riad zunehmend unter Druck. Zudem wollen die Huthi die Durchfahrt saudischer Öltanker durch die Meerenge Bab al-Mandab verhindern, um dem ölreichen Königreich Exporte nach Asien zu erschweren./jbz/DP/zb

26.09.2026 | 11:05:32 (dpa-AFX)
ROUNDUP 2: Iran sieht USA bei Öffnung der Straße von Hormus am Zug
26.09.2026 | 10:05:05 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Iran sieht USA bei Öffnung der Straße von Hormus am Zug
26.09.2026 | 09:47:23 (dpa-AFX)
Sicherheitsrat verurteilt Huthi-Angriffe gegen Saudi-Arabien
26.09.2026 | 09:44:51 (dpa-AFX)
Iran sieht USA bei Öffnung der Straße von Hormus am Zug
25.09.2026 | 15:24:51 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Weg für neuen Tankrabatt frei - Drei Monate Entlastung
25.09.2026 | 15:16:43 (dpa-AFX)
Weg für erneuten Tankrabatt ist frei

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