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News

20.08.2026 | 07:01:56 (dpa-AFX)
ROUNDUP 2: Gewitter toben über Deutschland - Tote und Tornado-Verdacht

(neu: mehr Details und Hintergrund)

OFFENBACH (dpa-AFX) - Heftige Unwetter haben in Teilen Deutschlands über Nacht schwere Schäden angerichtet. Mindestens eine Person kam dabei auch ums Leben, weitere Menschen wurden verletzt. Dutzende Gebäude wurden teils zerstört. Vor allem in Baden-Württemberg und Bayern kann es örtlich noch weitere starke Unwetter geben, wie der Deutsche Wetterdienst warnt.

Frau von Baum erschlagen

Im rheinland-pfälzischen Waldorf wurde eine Frau von einem herabstürzenden Baum getroffen und tödlich verletzt. Eine weitere Frau erlitt dabei schwere Verletzungen, wie die Polizei mitteilte. Die beiden Frauen im Alter von 58 und 47 Jahren waren den Angaben nach gemeinsam spazieren, als das Unwetter aufzog und sie Schutz bei einer überdachten Sitzgruppe suchten. Als ein nahegelegener Baum durch das Unwetter entwurzelt wurde und auf die Sitzgruppe stürzte, wurden beide Frauen getroffen. Die 58-Jährige sei am Unfallort gestorben, sagte ein Polizeisprecher. Die 47-Jährige sei in ein Krankenhaus gebracht worden.

In Höhr-Grenzhausen im Westerwaldkreis riss der Sturm Wände aus Häusern. Mindestens zwei Bauwerke seien betroffen, sagte ein dpa-Reporter vor Ort. Es gab Schäden durch abstürzende Fassadenteile und umherfliegende Gegenstände. Und überall seien Bäume umgestürzt. In der Gemeinde Bannberscheid (Westerwaldkreis) wurden Teile der Fassade der Aubachhalle weggeweht. Zudem fiel vor Ort großflächig der Strom aus. Auf der A61 stürzte ein Lastwagen wegen Sturmböen um.

Hinweis auf Tornado in Fürstenwalde

Einen Tornado-Verdacht gibt es etwa im brandenburgischen Fürstenwalde/Spree: Ein Dach wurde abgedeckt und Bäume stürzten um, wie es auf der Webseite der Europäischen Unwetter-Datenbank hieß. Hinweise auf mögliche Tornados werden noch vom Deutschen Wetterdienst überprüft. Nach derzeitigem Kenntnisstand seien keine Menschen verletzt worden, sagte ein Sprecher des Lagezentrums in Potsdam am Abend. Es seien aber einige Schäden entstanden, etwa weil umgestürzte Bäume Autos getroffen hätten.

Häuser teilweise unbewohnbar

Auch in Hessen, Thüringen und Bayern gab es in der Nacht zahlreiche wetterbedingte Einsätze. Im hessischen Wetzlar (Lahn-Dill-Kreis) beschädigte das Unwetter rund 60 Häuser, wie die Feuerwehr mitteilte. Die Schäden reichen demnach von einzelnen fehlenden Dachziegeln bis hin zu einer totalen Dachabdeckung. Teilweise seien Dachteile bis zu 100 Meter weit geflogen, hieß es in einer Mitteilung.

Laut Polizei sind auch Häuser in Solms im Lahn-Dill-Kreis betroffen. Mutmaßlich sei eine Windhose für die Zerstörung verantwortlich, sagte ein Sprecher. Eine Windhose ist ein anderes Wort für einen Tornado. Teilweise seien komplette Dachstühle angehoben worden und einige Häuser unbewohnbar, so der Sprecher. In Laubach bei Gießen beschädigte ein umstürzender Baum einen Gastank in einem Wohnhaus. Weil Gas austrat, wurde der Bereich im Umkreis von 200 Metern geräumt.

Schützenfest mit 3.500 Gästen teils geräumt

Ein Schützenfest in Kronach in Bayern wurden wegen starker Unwetter teils geräumt: Etwa 3.500 Gäste hätten den Außenbereich des Festgeländes am späten Mittwochabend verlassen müssen, sagte ein Polizeisprecher am Morgen. In den Bierhallen hätten die Gäste aber weiterfeiern können.

Im bayerischen Unterfranken wurden durch das Unwetter am Abend mehrere Autos beschädigt. Laut einem Sprecher der Polizei fielen wegen des Sturms zahlreiche Bäume um und stürzten auf Straßen sowie die Autos. Auch ein parkender Wohnwagen wurde demnach von einem Baum getroffen. Menschen kamen den Angaben zufolge dabei nicht zu Schaden./dmo/DP/jha

20.08.2026 | 07:00:28 (dpa-AFX)
EQS-Adhoc: 1H26: Swiss Prime Site mit starkem operativem Ergebnis und nachhaltigem Wachstum; FFO I von CHF 2.15 pro Aktie (+2.4%) (deutsch)
20.08.2026 | 07:00:14 (dpa-AFX)
EQS-News: Neuer Aufschwung: Auftragseingang von SBO steigt im 1. Halbjahr trotz Nahost-Konflikt (deutsch)
20.08.2026 | 07:00:12 (dpa-AFX)
EQS-News: NFON treibt strategische Transformation in herausforderndem Umfeld voran (deutsch)
20.08.2026 | 06:54:17 (dpa-AFX)
Solarausbauziel für 2026 erreicht - Sorge um nächste Stufen
20.08.2026 | 06:52:41 (dpa-AFX)
ROUNDUP 2: Trump droht Iran mit 'Wirtschaftskrieg'
20.08.2026 | 06:47:28 (dpa-AFX)
China droht EU im Streit um JD.com
20.08.2026 | 06:52:41 (dpa-AFX)
ROUNDUP 2: Trump droht Iran mit 'Wirtschaftskrieg'

(Neu: "Axios"-Bericht zur Straße von Hormus)

WASHINGTON/TEHERAN (dpa-AFX) - Vor dem Hintergrund fehlender Erfolge bei den Verhandlungen mit Teheran hat US-Präsident Donald Trump dem Iran mit einem beispiellosen "Wirtschaftskrieg" gedroht. Auch müsse jedes Land samt seiner Finanzinstitutionen, Unternehmen, Flughäfen und Regierungsbehörden bei einer Unterstützung des Irans mit "GEWALTIGEN wirtschaftlichen Konsequenzen" rechnen, verkündete er auf seiner Plattform Truth Social. Es brauche die Hilfe aller Verbündeten der USA, um die vom Iran ausgehende Bedrohung zu stoppen.

Trumps neue Drohung lässt iranische Medien kalt

Medien im Iran reagierten unbeeindruckt auf Trumps neue Drohung. Der Republikaner habe schon zuvor wiederholt vom angeblich unmittelbar bevorstehenden Zusammenbruch des Irans und von Schlägen historischer Dimension gesprochen, schrieb die Nachrichtenagentur Fars auf Telegram. Seine Behauptungen seien bloß als übliche "psychologische Kriegsführung und Propagandakampagne" zu verstehen.

Die Nachrichtenagentur Tasnim schrieb ebenfalls, dies sei "keine neue Entwicklung, da die Vereinigten Staaten seit Jahren versuchen, jegliche finanziellen und wirtschaftlichen Beziehungen zum Iran zu unterbinden". Der Iran habe jedoch "gelernt, diese Beschränkungen zu umgehen, und ist darin mittlerweile sehr versiert".

Innenpolitischer Druck auf US-Regierung wächst

Zweieinhalb Monate vor den wichtigen Zwischenwahlen in den USA steht Trump innenpolitisch stark unter Druck - auch weil er in seinem Krieg gegen den Iran seit Wochen keine offensichtlichen Erfolge für sich verbuchen kann. Weder auf diplomatischer noch auf militärischer Ebene scheint es in seinem Sinne voranzugehen. Nicht nur bei den Verhandlungen über eine Wiedereröffnung der Straße von Hormus, die Handelsschiffe vor Kriegsbeginn noch ungehindert passieren konnten, zeigte sich Teheran unbeeindruckt von den regelmäßigen Drohgebärden des Republikaners.

Trump spricht von "wirtschaftlichem D-Day"

Immer wieder legt Trump mit Drohungen gegen die Führung der Islamischen Republik nach - und auch dieses Mal wählte er scharfe Worte. So sprach er von "Maßnahmen historischen Ausmaßes" und der "verheerendsten Wirtschaftsoperation", die jemals gegen ein Land veranlasst worden sei. Sein mit Superlativen gespicktes Vorhaben verglich er mit einem "wirtschaftlichen D-Day" für den Iran.

Der sogenannte D-Day am 6. Juni 1944 mit der Landung der alliierten Truppen in der Normandie markierte den Auftakt der Befreiung Frankreichs und Westeuropas von der Nazi-Herrschaft im Zweiten Weltkrieg.

Werden die US-Sanktionen ausgeweitet?

Schon seit längerem gelten Sanktionen der USA gegen den Iran. Nun scheint Trump diese nochmal ausweiten zu wollen. "Ölschmuggel, Währungstauschabkommen, Geldtransfers, Wechselstuben, Schiffsregister, Tarnfirmen - all das muss sofort gestoppt werden", schrieb Trump weiter.

Wie genau der US-Präsident die Führung in Teheran in die Knie zwingen will, blieb zunächst aber offen. Ebenso die Frage, welche Konsequenzen Ländern drohen, die den Iran "unterstützen". Damit könnten vor allem Staaten wie China gemeint sein, die weiterhin iranisches Öl beziehen. Der Ölexport ist die wichtigste Einnahmequelle des islamistischen Machtapparats im Iran.

Unterdessen berichtete das Nachrichtenportal "Axios" unter Berufung auf zwei US-Beamte, das amerikanische Militär habe einen Schifffahrtskorridor für die Ein- und Ausfahrt aus der Straße von Hormus eingerichtet, um den Transport von täglich mehreren Millionen Barrel Öl zu ermöglichen. Seit einigen Wochen passierten jede Nacht 15 bis 20 Tanker die Meerenge über eine südliche Route entlang der Küste des Omans, hieß es. Jeden Tag gelangten so rund zehn Millionen Barrel Öl - etwa die Hälfte des Volumens aus der Zeit vor dem Krieg - auf den globalen Energiemarkt.

Lange Wochen ohne große Fortschritte

Vor wenigen Tagen war eine Frist abgelaufen, in der Vertreter der USA und des Irans Verhandlungen über zentrale Streitfragen wie das iranische Atomprogramm abschließen wollten. Wesentliche Fortschritte auf diplomatischer Ebene scheint es aber nicht gegeben zu haben. Gegen die nie konsequent umgesetzte Waffenruhe und weitere Punkte des Abkommens wurde in den vergangenen Wochen immer wieder verstoßen.

Nach Worten Trumps vom Dienstag gab es zuletzt keine laufenden Verhandlungen mehr. "Es finden derzeit keine Gespräche oder Verhandlungen mit der Islamischen Republik Iran statt, und es sind auch keine geplant", teilte er mit. Am Vortag hatte er dem US-Sender Fox News noch gesagt, Vertreter der US-Regierung stünden im direkten Kontakt mit den mächtigen iranischen Revolutionsgarden. In der Vergangenheit hatte Trump immer wieder mit Behauptungen zu angeblichen Gesprächen und Verhandlungsständen für Aufsehen gesorgt, die vom Iran flugs dementiert wurden./ngu/DP/mis

20.08.2026 | 06:40:02 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Trump droht Iran mit 'Wirtschaftskrieg'
20.08.2026 | 06:31:56 (dpa-AFX)
Iranische Medien: Trumps Drohung ist nichts Neues
20.08.2026 | 06:31:35 (dpa-AFX)
Trump droht Iran mit 'Wirtschaftskrieg'
20.08.2026 | 06:11:52 (dpa-AFX)
Gasspeicher: Verbraucherschützer warnen vor steigenden Gaspreisen
19.08.2026 | 22:17:50 (dpa-AFX)
ROUNDUP 2: Trump pausiert Zölle gegen Kanada und will dafür Öl-Pipeline
19.08.2026 | 16:14:39 (dpa-AFX)
Ölpreise legen weiter zu - Nordseeöl Brent über 90 US-Dollar

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