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News

21.10.2026 | 13:13:20 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Höhere Ticketpreise?: Verkehrsminister sieht Klingbeil am Zug

BERLIN (dpa-AFX) - Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU) sieht angesichts drohender Einschnitte im Fahrplan und höherer Ticketpreise für Millionen Bahnreisende das SPD-geführte Bundesfinanzministerium am Zug. "Wir fordern natürlich, dass Bundesfinanzminister Lars Klingbeil an den Tisch kommt", sagte Bernreiter im ARD-"Morgenmagazin". Hintergrund sind befürchtete Einschnitte infolge der stark steigenden Gebühren, die Verkehrsunternehmen der Bahntochter DB InfraGo für die Nutzung des Schienennetzes zahlen müssen, die sogenannten Trassenpreise.

Bernreiter, der derzeit Vorsitzender der Verkehrsministerkonferenz von Bund und Ländern ist, macht deshalb ebenso wie weitere Verkehrsminister Front gegen die Bundesregierung, die sich aus ihrer Sicht der Verantwortung für einen funktionierenden Nahverkehr entzieht. Im Grundgesetz stehe "ganz klar" als Folge der Bahnreform, "dass für diese Aufgabe den Schienenpersonennahverkehr zu organisieren, zu bestellen, zu bezahlen, der Bund den Ländern die notwendigen Finanzmittel zur Verfügung stellen muss und auf dem beharren wir", sagte der CSU-Politiker.

Wieso sollen die Trassenpreise steigen?

Hintergrund des Konflikts ist ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs, der im März die Trassenpreisbremse gekippt hatte, durch die die Unternehmen im Schienenpersonennahverkehr von stark steigenden Trassenpreisen ausgenommen waren. Diese Schienenmaut fällt für die drei Verkehrsarten Güter-, Fern- und Regionalverkehr unterschiedlich hoch aus. Im Schienenpersonennahverkehr will DB InfraGo für 2027 ein Plus von 7,7 Prozent, 2028 sollen die Gebühren noch einmal kräftig steigen. Das könnte auch die Ticketpreise teuer machen.

Die Grünen-Haushälterin Paula Piechotta mahnte Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) ebenfalls zum schnellen Handeln. "Wenn der Minister hier nicht tätig wird, macht diese Bundesregierung einmal mehr das Leben für alle teurer, die auf den ÖPNV angewiesen sind", sagte sie der dpa. Die Bundesregierung trage "mutwillig" zu wachsenden Wettbewerbsnachteilen der Schiene gegenüber der Straße bei.

Bernreiter: Einschnitte im Fahrplan in allen Ländern drohen

Mit Blick auf die Folgen für Bahnreisende betonte Bernreiter: "Wir haben schon die Abbestellungen im Schienenpersonennahverkehr. Also Schleswig-Holstein musste da schon massiv vorangehen und es werden alle Länder folgen." Schleswig-Holstein hatte bereits vor zwei Jahren infolge gekürzter Zuschüsse des Bundes auf fast allen Linien Fahrten gestrichen und somit das Angebot um insgesamt 1,5 Prozent reduziert.

Die Verkehrsministerkonferenz trifft sich am Mittwoch und Donnerstag im bayerischen Hohenschwangau. Dort dürfte es auch um den von einigen Ländern eingebrachten Vorschlag eines weiteres digitales Ticket für Gelegenheitsfahrer gehen. Bernreiter hatte diesem Vorstoß bereits eine Absage erteilt./gge/DP/mis

21.10.2026 | 13:12:39 (dpa-AFX)
Neckarsulm: Audi streicht Geld für Weihnachtskonzerte und Firmenläufe
21.10.2026 | 13:09:18 (dpa-AFX)
KORREKTUR: BER streicht Lärmzuschlag für Flüge am späten Abend
21.10.2026 | 13:07:54 (dpa-AFX)
EQS-Stimmrechte: Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft (deutsch)
21.10.2026 | 13:03:13 (dpa-AFX)
Messe 'Spiel Essen': Natur, Fantasiewelten und Popkultur
21.10.2026 | 12:58:47 (dpa-AFX)
ROUNDUP 2: EU ermittelt gegen Booking.com wegen Betrugsfällen
21.10.2026 | 12:58:05 (dpa-AFX)
BER streicht Lärmzuschlag für Flüge am späten Abend
21.10.2026 | 09:32:14 (dpa-AFX)
Briten genehmigen umstrittene Gasfeld-Bohrungen in Nordsee

LONDON (dpa-AFX) - Die britische Regierung hat grünes Licht für umstrittene Pläne zu Bohrarbeiten in einem Gasfeld in der Nordsee gegeben. Noch diesen Winter sollen britische Haushalte mit Gas vom Jackdaw-Gasfeld östlich vor dem schottischen Aberdeen versorgt werden, wie das Energieministerium mitteilte. Über die Zukunft des schon von der konservativen Vorgängerregierung geplanten Projekts war monatelang diskutiert worden.

Das Projekt sichere Hunderte Arbeitsplätze und trage dazu bei, "dass Millionen von Haushalte diesen Winter warm bleiben", sagte Premierminister Andy Burnham laut Mitteilung. In einer Zeit, in der viele Menschen zu kämpfen hätten, sei es richtig, vorhandene Energiereserven verantwortungsvoll und optimal zu nutzen. Nach Angaben des Betreibers Adura könnte Jackdaw auf dem Höhepunkt seiner Förderung rund sechs Prozent der britischen Nordsee-Gasproduktion ausmachen.

Neben dem ebenso umstrittenen Ölfeld Rosebank vor den Shetlandinseln ist das Jackdaw-Gasfeld eines von zwei Projekten, denen die konservative Vorgängerregierung bereits 2022 Genehmigungen erteilt hatte. Im Zuge eines Urteils des Obersten Gerichtshofs in Großbritannien wurden die Genehmigungen jedoch nach einer Klage von Umweltorganisationen durch schottische Gerichte aufgehoben.

Zukunft von Rosebank unklar

Wie es mit dem Ölfeld Rosebank weitergeht, ist indes noch unklar. Darüber werde gesondert entschieden und die Entscheidung werde "länger dauern", sagte Energieministerin Miatta Fahnbulleh der Nachrichtenagentur PA zufolge. Der britische Regierungschef hatte nach seinem Amtsantritt im Sommer wiederholt erklärt, in Bezug auf die Energieprojekte in der Nordsee einen "pragmatischen Ansatz" verfolgen zu wollen.

Klimaaktivisten und Umweltschützer kritisierten die Entscheidung der Regierung scharf. Die Erschließung des Jackdaw-Feldes werde die hohen Stromrechnungen nicht senken, sagte Amanda Grimm von der Organisation Stop Climate Chaos Scotland laut PA. Jede neue Gasförderung werde "dem Feuer des Klimakollapses zusätzlichen Zündstoff geben und weitere Katastrophen" auslösen.

Burnham wie auch Fahnbulleh betonen, die Genehmigung des Projekts stehe im Einklang mit den britischen Klimazielen. "Wir halten an unserem Ziel fest, auf erneuerbare Energien umzusteigen und bis 2050 Klimaneutralität zu erreichen", sagte Burnham demnach. Doch selbst auf dem "ehrgeizigen Weg zur Erreichung der Klimaziele" würden Öl und Gas noch jahrzehntelang ein Teil der Energieversorgung sein müssen./pba/DP/jha

21.10.2026 | 09:09:20 (dpa-AFX)
Ölpreise steigen - Brent über 110 US-Dollar
21.10.2026 | 07:05:17 (dpa-AFX)
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21.10.2026 | 06:13:55 (dpa-AFX)
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