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News

10.06.2026 | 16:19:35 (dpa-AFX)
Das denken die Auto-Bosse über den Standort Deutschland

STUTTGART (dpa-AFX) - Trotz vieler Probleme haben die Chefs von Volkswagen <DE0007664039>, Mercedes-Benz <DE0007100000> und BMW <DE0005190003> den Standort Deutschland nicht abgeschrieben. Der neue BMW-Chef Milan Nedeljkovic sieht sogar Chancen dafür, Arbeitsplätze und Produktion in Deutschland perspektivisch wieder aufzubauen. "Wir haben ja ein sehr starkes Fundament. Und wenn wir auf dem Fundament aufbauen, lässt sich auch die Zukunft gestalten", sagte der Manager auf einer Veranstaltung der Fachzeitschrift "Auto, Motor und Sport" in Stuttgart.

In Deutschland sehe man außerdem ein starkes "Start-up-Momentum". Es gebe viele junge Unternehmen, die investierten. Es fehle aber die Bereitschaft zur Industrialisierung, sagte Nedeljkovic. Es sei ein Problem, wenn gute, kreative Köpfe hier ihre Ideen entwickelten, das Land aber verließen, sobald es an die Umsetzung gehe. Diesen Trend müsse man früh erkennen und gegensteuern. Es gehe um Zukunftstechnologien und letztlich Arbeitsplätze. Das funktioniere nur mit besseren Rahmenbedingungen.

Hauptthemen: Geschwindigkeit und Kosten

Volkswagen-Chef Oliver Blume beschäftigt sich demnach jeden Tag mit zwei wesentlichen Themen: Geschwindigkeit und Kosten. Das sei eine Grundfrage der Branche. Man spüre mit aller Härte in anderen Weltregionen: "Da sind uns andere voraus". Blume plädierte dafür, aus der Komfortzone auszubrechen - und schneller und pragmatischer zu handeln. Bei den Kosten müsse man auch liebgewonnen, aber notwendige Themen angehen, um den Standort Deutschland wettbewerbsfähig zu halten.

Dem pflichtete Mercedes-Vorstandschef Ola Källenius bei. Die Autokonzerne hätten eine unglaubliche Kreativität und Innovationskraft. Aber: "Wir müssen auch in diesem Land die Kosten senken", sagte Källenius. Diese Einsicht hätten alle Spieler in der Autoindustrie, jetzt brauche man diese auch in der Gesellschaft und Politik. Nötig seien harte Aktionen. "Das müssen wir einsehen." Sonst fließe das industrielle Kapital in andere Richtungen, auch das von Mercedes./jwe/DP/stw

10.06.2026 | 16:17:34 (dpa-AFX)
Devisen: Eurokurs gefallen - EZB-Referenzkurs: 1,1539 US-Dollar
10.06.2026 | 16:14:04 (dpa-AFX)
EU-Kommission: Etat für 2027 im Zeichen von Verteidigung
10.06.2026 | 16:06:12 (dpa-AFX)
Original-Research: Fabasoft AG (von Montega AG): Kaufen
10.06.2026 | 16:04:54 (dpa-AFX)
Pfizer-Chef sagt Merz ab und stellt Investitionen in Frage
10.06.2026 | 16:02:43 (dpa-AFX)
Wadephul: Aktuell kein Anlass für Sanktionen gegen Israel
10.06.2026 | 16:01:47 (dpa-AFX)
Mehr als 130.000 Kunden schließen sich Klage gegen Amazon an
10.06.2026 | 16:00:05 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Nach gegenseitigen Angriffen: Trump droht dem Iran erneut

WASHINGTON (dpa-AFX) - Nach gegenseitigen Angriffen hat US-Präsident Donald Trump dem Iran erneut gedroht. "Sie haben zu lange gebraucht, um einen für sie großartigen Deal auszuhandeln, jetzt müssen sie die Konsequenzen tragen!", schrieb Trump am Nachmittag auf seiner Plattform Truth Social mit Blick auf die sich seit Wochen hinziehenden Verhandlungen über ein Rahmenabkommen zwischen den beiden Ländern. Welche Konsequenzen Trump genau meint, blieb dabei offen.

Zugleich erklärte er einmal mehr Irans Militär für weitgehend besiegt. Die iranischen Streitkräfte seien "ein einziges Chaos", schrieb er. Große Teile davon, etwa die Marine und Luftwaffe, existierten nicht mehr. "Sie wurden vollständig besiegt", schrieb Trump weiter, "der Tyrann des Nahen Ostens ist TOT!!!". Vor Tagen hatte der US-Präsident im Interview des TV-Senders NBC News die Einschätzung abgegeben, dass der Iran noch über gut ein Fünftel seines Raketenarsenals verfüge. Das seien immer noch viele Raketen, aber nicht mehr das, was sie anfangs hatten, hatte Trump ergänzt.

Trump: US-Blockade wirkt wie "Stahlmauer"

Trump betonte außerdem auf Truth Social, dass der Iran wirtschaftlich stark geschwächt sei. Die von den USA verhängte Blockade iranischer Häfen sei äußerst effektiv und wirke wie eine "STAHLMAUER", schrieb der Präsident. Die Islamische Republik könne keinerlei Geschäfte mehr machen und weder seine Rechnungen noch sein Militär finanzieren.

Die USA hatten als Reaktion auf die faktische Blockade der Meerenge durch den Iran selbst eine Blockade von iranischen Häfen verhängt, um das Land, das wirtschaftlich auf Ölhandel setzt, zu schwächen. Die USA versuchen seit längerem - bislang vergeblich -, dass die Straße von Hormus wieder frei befahrbar wird. Die weltweiten Energiepreise schossen mit Kriegsbeginn nach oben, was die Trump-Regierung unter Druck setzt.

Gegenseitige Angriffe gehen weiter

Die USA und der Iran hatten sich in der Nacht zum Mittwoch trotz Waffenruhe und laufenden Verhandlungen über ein Kriegsende in der Golfregion erneut gegenseitig angegriffen. Als Reaktion auf den Abschuss eines US-Hubschraubers bombardierte das Militär im Iran Luftabwehranlagen, Bodenkontrollstationen und Radaranlagen im Bereich der Straße von Hormus, wie das Regionalkommando Centcom auf X mitteilte. Teheran griff daraufhin laut iranischen Medien US-Stützpunkte in der Golfregion und in Jordanien an, unter anderem mit ballistischen Raketen. Kuwaits Luftabwehr war laut Armeeangaben im Einsatz. Auch in Bahrain schrillten wieder Sirenen.

Das US-Militär sprach von einer "verhältnismäßigen" Antwort auf den iranischen Abschuss des Apache-Kampfhubschraubers vor der Küste des Omans. Am Dienstagabend hatte Trump den Iran für den Abschuss verantwortlich gemacht und Vergeltung angekündigt.

US-Medienberichten zufolge erfolgten die Angriffe im Iran in drei Wellen und richteten sich gegen rund 20 Ziele. Iranische Medien berichteten unter anderem über Explosionen in der Stadt Sirik an der Straße von Hormus sowie auf der Insel Gheschm. Auch aus dem Bereich der Großstadt Bandar Abbas gab es Berichte über Einschläge. Laut iranischer Nachrichtenagentur Tasnim wurden zwei Wassertanks in Sirik getroffen.

Nach den nächtlichen US-Angriffen sind iranischen Angaben zufolge Tausende Bewohner an der Südküste ohne Wasser. Die Trinkwasserversorgung der Stadt Kuhestak in der Provinz Hormusgan sowie von zehn weiteren Dörfern sei vollständig unterbrochen, berichtete die Nachrichtenagentur Mehr unter Berufung auf einen Behördenvertreter.

Bericht: Delegation aus Katar für Gespräche in Teheran

Die US-Regierung hatte zu Beginn des seit Ende Februar andauernden Iran-Kriegs einen schnellen Sieg binnen vier bis sechs Wochen versprochen. Die Bemühungen um ein Kriegsende und eine Öffnung der strategisch bedeutenden Straße von Hormus für die Schifffahrt und den Ölhandel stocken aber seit Wochen.

Eine Delegation aus dem Golfemirat Katar traf nun einem Bericht zufolge für diplomatische Gespräche zum Iran-Krieg in Teheran ein. Wie die iranische Nachrichtenagentur Isna berichtete, soll bei dem Besuch über Bemühungen für ein dauerhaftes Ende des Kriegs gesprochen werden.

Katar gehört neben Pakistan und dem Oman zu den wichtigen Vermittlern im Iran-Krieg. Zuletzt hatten militärische Spannungen und gegenseitige Angriffe zwischen den USA und dem Iran wieder Sorgen vor einer neuen Eskalation befeuert. Seit Wochen verhandeln die Kriegsparteien über ein dauerhaftes Ende des Konflikts, bislang ohne Durchbruch.

Offiziell gilt im Iran-Krieg seit zwei Monaten eine Waffenruhe. Doch zuletzt schien diese von Tag zu Tag brüchiger zu werden: Bereits am Sonntag war der Konflikt mit iranischen Raketenangriffen auf Israel gefährlich eskaliert. Israel griff daraufhin Ziele im Iran an. Trump rief beide Staaten zu einer "sofortigen" Waffenruhe auf, woraufhin beide Seiten erklärten, ihre Angriffe einzustellen.

Inmitten der neun Spannungen im Iran-Krieg kam es auch im Libanon erneut zu schweren Angriffen der israelischen Armee. Die staatliche Nachrichtenagentur NNA meldete zahlreiche Luftangriffe in weiten Teilen des Südens und im Osten des Landes. Rund ein Dutzend Menschen seien getötet worden. Israels Armee geht eigenen Angaben zufolge im Süden des Nachbarlandes gegen die Hisbollah und deren Einrichtungen vor./rin/DP/stw

10.06.2026 | 15:57:15 (dpa-AFX)
Ölpreise legen etwas zu - Trump droht dem Iran
10.06.2026 | 14:51:15 (dpa-AFX)
Brand an Tanker vor Küste Omans - ein Opfer
10.06.2026 | 12:07:17 (dpa-AFX)
Ministerin: Polen will Raffinerie PCK unterstützen
10.06.2026 | 11:32:31 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Ukrainische Luftangriffe bis tief hinein nach Russland
10.06.2026 | 10:04:53 (dpa-AFX)
ROUNDUP 2: US-Angriffe im Iran - Teheran attackiert Golfstaaten
10.06.2026 | 09:38:13 (dpa-AFX)
Ukrainische Luftangriffe bis tief hinein nach Russland

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