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News

07.11.2026 | 20:05:04 (dpa-AFX)
ROUNDUP: 146.000 demonstrieren in Frankreich - Teilnahme geht zurück

PARIS (dpa-AFX) - In Frankreich haben nach Angaben des Innenministeriums 146.000 Menschen demonstriert. Laut Initiatoren der Proteste, zu denen etwa Gewerkschaften und Studierendenorganisationen gehören, nahmen landesweit 250.000 Menschen teil. Am vergangenen Samstag hatten sich die Teilnehmendenzahlen noch zwischen 320.000 und einer halben Million bewegt. Dem Innenministerium zufolge waren die Versammlungen in großen Städten wie Toulouse, Marseille, Lyon, Bordeaux oder Straßburg von Ausschreitungen und Zwischenfällen geprägt. In Paris verlief der Demonstrationszug ruhig, es kam aber am Abend zu Spannungen. Auf Bildern waren Tränengaswolken und Brände zu sehen.

"Wie erwartet waren die Demonstrationszüge weniger von den Gewerkschaftsorganisationen begleitet, und viele waren nicht angemeldet", hieß es aus dem Innenministerium. Bis 19.00 Uhr gab es demnach landesweit 360 Festnahmen. Außerdem seien knapp 40.000 präventive Kontrollen, insbesondere an Bahnhöfen, durchgeführt worden. Der französische Innenminister Laurent Nuñez hatte zuvor wieder ein großes Polizeiaufgebot von 70.000 Sicherheitskräften angekündigt, zudem gepanzerte Fahrzeuge und Wasserwerfer. Er gab an, hart gegen Randalierer und Plünderer vorzugehen.

In Paris griff nach Ende der Demonstration eine Gruppe von etwa 200 gewaltbereiten Personen nach Angaben der Polizeipräfektur die Sicherheitskräfte an. Anlass war demnach die Festnahme eines Mannes, der einen Müllcontainer in Brand gesetzt hatte. Insgesamt wurden laut der Polizeipräfektur 15 Personen festgenommen und mehr als 5.800 kontrolliert. 46.000 demonstrierten demnach in der Metropole.

Auch in Bordeaux griffen laut Präfektur vereinzelte Personen Sicherheitskräfte mit Wurfgeschossen an. Dort gilt eine Ausgangsbeschränkung für unbegleitete Minderjährige von 20.00 Uhr am Samstagabend bis 7.00 Uhr am Sonntag. In Lyon fanden sich Medienberichten zufolge Menschen ohne offizielle Anmeldung zusammen, es kam demnach zum Einsatz von Tränengas.

Kundgebung von Gelbwesten in Paris untersagt - Festnahmen

Französischen Medienberichten zufolge wurden in Paris zwei Koordinatoren der Gelbwesten festgenommen. Eine Kundgebung der Bewegung am zentralen Place de la Concorde war zuvor nicht erlaubt worden. Dennoch hatten sich dort einige Menschen zusammengefunden, nachdem die Gelbwesten dazu aufgerufen hatten.

Der Demonstrationszug der Gewerkschaften in der Hauptstadt wurde dagegen genehmigt. Auf dem zentralen Platz der Republik in Paris, von wo aus er startete, musizierten, sangen und tanzten am Mittag Menschen, wie Fernsehbilder zeigten. Sie demonstrierten den vierten Samstag in Folge unter anderem gegen hohe Lebenshaltungskosten und Probleme im Bildungssystem.

Neue Proteste zum Bildungswesen angekündigt

Am Dienstag sollen weitere Proteste stattfinden: Organisationen von Beschäftigten aus dem französischen Bildungsbereich riefen zu einem landesweiten Streik- und Demonstrationstag im Bildungswesen an den Hochschulen und in der Forschung auf. Die von der Regierung bislang vorgeschlagenen Maßnahmen gegen Missstände, etwa mehr Personal, reichen aus ihrer Sicht nicht aus. Auch Studierendenorganisationen wollen weiter Druck machen. Die jungen Menschen seien nach wie vor entschlossen und wütend, sagte die Generalsekretärin der Studierendenvereinigung Unef, Manon Moret.

Diese Woche hatten weitere Blockade- und Protestaktionen stattgefunden, darunter ein großer Streiktag am Donnerstag, an dem sich laut Innenministerium mehr als eine halbe Million Menschen beteiligte. Der Gewerkschaftsbund CGT sprach von knapp 1,6 Millionen Teilnehmenden.

In Reaktion auf die Massenproteste will sich Premierminister Sébastien Lecornu am Montag zu einer Sozialkonferenz mit Arbeitnehmer- und Arbeitgeberverbänden sowie zu Gesprächen mit Vertretern von Gymnasiasten und Studierenden treffen./vni/DP/mis

07.11.2026 | 20:05:03 (dpa-AFX)
Merz beim Italiener statt Klimagipfel - Kritik von Neubauer
07.11.2026 | 20:05:02 (dpa-AFX)
Stromversorger warnen vor weiteren Ausfällen in Kiew
07.11.2026 | 19:05:02 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Huthi: Tote bei Luftangriffen im Jemen - Riad angegriffen
07.11.2026 | 19:05:01 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Bayern und BVB weiter im Gleichschritt - Neuer verletzt
07.11.2026 | 18:58:51 (dpa-AFX)
Nmecha schießt Dortmund zum Pflichtsieg gegen Elversberg
07.11.2026 | 18:56:40 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Ungekürte Kandidatin Ilse Aigner - Kritik an Kanzler Merz
07.11.2026 | 19:05:02 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Huthi: Tote bei Luftangriffen im Jemen - Riad angegriffen

SANAA/RIAD (dpa-AFX) - Bei Luftangriffen in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa sind nach Angaben der Huthi-Miliz mindestens 25 Menschen getötet worden. Der Huthi-nahe TV-Sender Al-Masirah berichtete, dass es sich bei den meisten der Opfer um Frauen und Kinder handele. Mindestens 30 weitere Personen seien verletzt worden. Der Sender berief sich auf einen Vertreter des von den Huthi kontrollierten Gesundheitsministeriums und schrieb die Angriffe Saudi-Arabien zu. Die Angriffe würden nicht unbeantwortet bleiben, hieß es.

Auch die von der Miliz kontrollierte Nachrichtenagentur Saba berichtete von erneuten Angriffen auf Wohnhäuser und Rettungskräfte in dem Gebiet, nannte jedoch keine Opferzahlen. Eine Stellungnahme der Militärkoalition oder Saudi-Arabiens gab es zunächst nicht.

Huthi-Miliz reklamiert Angriff in Saudi-Arabien für sich

Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz reklamierte in der Folge sechs Raketen- und Drohnenangriffe im benachbarten Saudi-Arabien und in mehreren Provinzen des Jemen für sich.

Einer der Angriffe habe der saudischen Hauptstadt Riad gegolten. Zu den Zielen gehörten neben dem internationalen Flughafen auch Öl-Anlagen, wie Militärsprecher Jahja Sari mitteilte. Weitere Angriffe galten demnach der östlichen Provinz des Landes sowie der Region um ad-Dawadimi westlich von Riad.

Militärsprecher Sari erklärte weiter, die Miliz habe zudem drei Angriffe gegen von Saudi-Arabien unterstützte Regierungstruppen in einem Lager in Nadschran im Südwesten des Landes sowie in den Provinzen Al-Dschauf und Marib im Jemen gerichtet. Die jüngsten Einsätze seien eine Reaktion auf tödliche Angriffe in den jemenitischen Provinzen Tais und Sanaa gewesen.

Kämpfe haben sich seit Beginn des Iran-Kriegs verstärkt

Eine von Saudi-Arabien angeführte Koalition kämpft seit mehr als einem Jahrzehnt gegen die Huthi-Rebellen im Jemen. Saudi-Arabien unterstützt die international anerkannte Regierung des Bürgerkriegslandes. Der Konflikt im Jemen hat sich im Zuge des Iran-Krieges verschärft. Zuletzt haben die Huthi ihre Angriffe auch auf das Nachbarland Saudi-Arabien selbst verstärkt./arj/gma/DP/mis

06.11.2026 | 16:42:10 (dpa-AFX)
Ölpreise geben merklich nach - Deutliche Verluste auf Wochensicht
06.11.2026 | 10:47:59 (dpa-AFX)
Preis für Opec-Öl deutlich gefallen
06.11.2026 | 07:37:43 (dpa-AFX)
Ölpreise legen weiter zu - Brent knapp unter 100 US-Dollar
06.11.2026 | 05:59:06 (dpa-AFX)
Trump kündigt baldige Entscheidung zum Iran-Krieg an
05.11.2026 | 16:02:08 (dpa-AFX)
Kommt russischer Diesel in den USA an?
05.11.2026 | 15:48:45 (dpa-AFX)
Ölpreise erholen sich etwas vom Einbruch

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