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News

19.10.2026 | 06:31:14 (dpa-AFX)
Vergesellschaftung verbieten? Regierung noch in Abstimmung

BERLIN (dpa-AFX) - Die Pläne der schwarz-roten Koalition, die Verstaatlichung von Mietwohnungen zu verbieten, befinden sich noch in der Abstimmung der Bundesregierung. Das teilte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Das Vorhaben liegt demnach in der Co-Federführung des Hauses von Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) und den beiden SPD-geführten Justiz- und Bauministerien. Das Innenministerium habe dabei eine sogenannte technische Federführung inne, erläuterte der Sprecher.

Linke, Grüne und SPD in Berlin wollen im Falle einer Koalition eine Vergesellschaftung großer privater Wohnungsbestände angehen. Das geht aus einem gemeinsamen Sondierungspapier vom Wochenende hervor. Betroffen sein sollen private Wohnungskonzerne ab einem Bestand von 10.000 Wohnungen in Berlin. Einen Grundbestand von 10.000 Wohnungen dürften die Konzerne dabei behalten.

Beschluss aus Juli: Koalition will Vergesellschaftung verhindern

Die Bundesregierung hatte bereits im Juli beschlossen, dass sie eine solche Verstaatlichung verhindern will. Vor allem die Union befürchtet durch die rot-grün-roten Pläne einen Schaden für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Bislang gibt es allerdings noch keinen Gesetzentwurf, sondern nur einen Beschluss des Koalitionsausschusses.

Rechtlich geht es vor allem um Artikel 15 des Grundgesetzes. Danach können "Grund und Boden, Naturschätze und Produktionsmittel" durch ein Gesetz, das auch die Entschädigung regelt, in Gemeineigentum überführt werden. In der politischen Debatte ist oft von "Enteignung" die Rede. Verfassungsrechtlich ist dies jedoch ein anderes Instrument.

Kann der Bund die Pläne verbieten?

Die Vergesellschaftung von Grund und Boden zählt zum Bereich der konkurrierenden Gesetzgebung. Der Bund darf hier nur dann gesetzgeberisch tätig werden, wenn dies zur Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse im Bundesgebiet oder zur Wahrung der Rechts- und Wirtschaftseinheit erforderlich ist. Ein einfaches Gesetz, das lediglich festhält, dass Länder nicht vergesellschaften dürfen, könnte womöglich als unzulässige reine Negativgesetzgebung vor dem Bundesverfassungsgericht angegriffen werden.

Insofern müsste ein Verbot wohl konkret mit einem positiven Ziel verknüpft werden, etwa der Schaffung zusätzlichen Wohnraums oder erleichterten Möglichkeiten für den Erwerb von Wohneigentum. Entsprechende Bedenken äußerten zumindest mehrere Juristen, die das Vorhaben auf der Plattform Verfassungsblog analysiert haben./csd/DP/zb

19.10.2026 | 06:30:08 (dpa-AFX)
Drohung: Austrian-Airlines-Flugzeug muss in Sofia landen
19.10.2026 | 06:24:58 (dpa-AFX)
Medienaufseher Schmiege will Plattformen mehr in die Pflicht nehmen
19.10.2026 | 06:23:32 (dpa-AFX)
Institut warnt vor zu hohen Erwartungen an Investitionsgipfel
19.10.2026 | 06:17:58 (dpa-AFX)
Kanadische Provinz Alberta stimmt über mögliche Abspaltung ab
19.10.2026 | 06:15:47 (dpa-AFX)
Verschuldung der Hochbahn ist gestiegen
19.10.2026 | 06:13:41 (dpa-AFX)
Datenträger zu Steueroasen führt zu 398 Verdachtsfällen
18.10.2026 | 17:06:21 (dpa-AFX)
Rubio verteidigt Aussetzung neuer Sanktionen gegen Russland

WASHINGTON (dpa-AFX) - Die umstrittene Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, ein bereits verabschiedetes Gesetzespaket mit neuen Sanktionen gegen Russland auf unbestimmte Zeit auszusetzen, hat sein Außenminister Marco Rubio verteidigt. Vor Journalisten sagte er am Samstagabend (Ortszeit) vor seinem Abflug nach Usbekistan auf Nachfrage, Trump wolle nun erst einmal analysieren lassen, welche Auswirkungen die darin vorgesehenen Zölle und Sanktionen auf die Weltwirtschaft und auch auf die US-Wirtschaft hätten. Er sprach dabei von einem Bedenkzeitraum von 60 Tagen, in denen diese Analyse jetzt erfolgen solle.

Rubio verwies auf die aktuellen Konflikte und Kriege weltweit, die negative Folgen für Welthandel und Energieversorgung hätten, "nicht nur der Iran und die Straße von Hormus, sondern auch die sich häufenden Angriffe der Huthis auf Saudi-Arabien und natürlich der Krieg zwischen Russland und der Ukraine, wo Energieanlagen angegriffen werden". All das wirke sich auch auf Energiepreise aus. Trump selbst hatte am Freitag die Aussetzung des Gesetzes damit begründet, dass dies "zum jetzigen Zeitpunkt im nationalen Interesse" der USA liege.

Rubio: Auch Indien und andere Länder vom Gesetz betroffen

Zudem seien von den im Gesetz verankerten Sanktionen auch andere Länder betroffen wie Indien, das trotz Diversifizierung nach wie vor einen Großteil seines Energiebedarfs aus Russland beziehe und zugleich ein wichtiger Verbündeter der USA sei. "All dies muss in Betracht gezogen und gegeneinander abgewogen werden", sagte Rubio. "Wir brauchen einfach diese Zeit dafür."

Ziel des Gesetzes war es, den Kreml im Ukraine-Krieg mit neuen weitreichenden Strafmaßnahmen stärker unter Druck zu setzen. Mitte September hatte Trump das vom US-Parlament verabschiedete Gesetz mit neuen weitreichenden Strafmaßnahmen gegen Russland unterzeichnet. Das Sanktionspaket hatte zuvor eine parteiübergreifende Mehrheit im Kongress bekommen und sollte den Kreml wegen seines Angriffskriegs gegen die Ukraine stärker unter Druck setzen.

Das Gesetz sah vor, dass die im Text verankerten Zölle und Sanktionen 30 Tage nach der Unterzeichnung automatisch greifen - es sei denn, der Präsident würde innerhalb dieser Zeit anders entscheiden. Trump setzte die Zölle also kurz vor Ende der vom Kongress vorgegebenen Frist aus./aae/DP/men

18.10.2026 | 12:35:04 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Saudi-Arabien fängt zwei ballistische Raketen aus dem Jemen ab
18.10.2026 | 11:57:51 (dpa-AFX)
Bericht: Ukraine greift Ölhafen in St. Petersburg an
18.10.2026 | 11:06:29 (dpa-AFX)
Saudi-Arabien fängt zwei ballistische Raketen aus dem Jemen ab
17.10.2026 | 18:42:57 (dpa-AFX)
Trumps Aussetzung von Sanktionen: Parteiübergreifende Kritik
17.10.2026 | 18:42:31 (dpa-AFX)
WDH/ROUNDUP: Trump gegen neue Strafen für Moskau - Kiew enttäuscht
17.10.2026 | 15:24:14 (dpa-AFX)
Behörde: Tankschiffe im Persischen Golf attackiert

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