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News

03.11.2026 | 18:13:56 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax zur US-Wahl unter Ölpreiseinfluss im Minus

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach dem robusten Wochenstart hat der Dax <DE0008469008> am Dienstag mit Verlusten auf die neuesten Entwicklungen im Nahen Osten reagiert. Zuerst stiegen die Ölpreise wegen Berichten über neue US-Angriffe im Iran, doch am Nachmittag reichte die Entlastung wegen Gerüchten über eine mögliche Annäherung nur kurz für den Dreh in die Gewinnzone. Trump bestätigte schließlich die US-Angriffe auf iranische Ziele.

Der Dax scheiterte im Tagesverlauf einmal mehr an der Hürde von 26.000 Punkten. Er stand am Ende 0,45 Prozent tiefer bei 25.864,62 Punkten. Kursverluste beim Schwergewicht SAP <DE0007164600> waren in einem schwachen Software-Sektorumfeld ein bedeutender Einflussfaktor für den Leitindex. Der MDax <DE0008467416> sank um 0,36 Prozent auf 30.743,36 Zähler.

Anleger hielten sich auch zurück in Anbetracht der Zwischenwahlen, die am Dienstag in den USA begannen. In vielen Bundesstaaten an der Ostküste öffneten zuerst die Wahllokale, doch Ergebnisse dürften nach mitteleuropäischer Zeit erst in der Nacht zum Mittwoch bekannt werden. "Amerika wählt, und die Börse schaut genau hin, wie viel politischen Spielraum Donald Trump nach den Kongresswahlen noch hat", sagte dazu der Experte Jürgen Molnar vom Broker Robomarkets.

Apple <US0378331005> hatte im vergangenen Quartal mit seinem iPhone-Geschäft die Markterwartungen übertroffen, doch teure Speicherchips werden den iPhone-Hersteller wohl im Weihnachtsgeschäft treffen. Während dies die Apple-Aktien in New York mit 2,5 Prozent belastete, konnten unter den deutschen KI-Werten zumindest Infineon <DE0006231004> und Hochtief <DE0006070006> etwas zulegen.

SAP-Aktien verloren hingegen 1,8 Prozent an Wert. Ein Kurseinbruch um 27 Prozent bei Teamviewer <DE000A2YN900> belastete den Sektor, was auch bei Nemetschek <DE0006452907> im MDax spürbar wurde. Der Anbieter von Fernwartungssoftware rechnet wegen verzögerter Vertragsabschlüsse und wirtschaftlicher Unsicherheiten in diesem Jahr nicht mehr mit einem Umsatzwachstum. MWB Research gab prompt die bisherige Kaufempfehlung für Teamviewer auf.

Im Dax veröffentlichten am Dienstag Bayer <DE000BAY0017>, Zalando <DE000ZAL1111> und Fresenius Medical Care (FMC) <DE0005785802> ihre Quartalszahlen - mit sehr unterschiedlichem Ergebnis. Den Anteilen von Bayer verhalfen diese mit einem Anstieg um 3,6 Prozent auf die Dax-Spitze. Ein starkes Pharmageschäft stimmte den Pharma- und Agrarchemiekonzern optimistischer.

Das Schlusslicht im Dax war Zalando mit minus 6,3 Prozent. Analysten bemängelten die Bruttomarge im abgelaufenen Quartal. Nach einer starken Erholung im Oktober setzten bei dem Online-Händler Gewinnmitnahmen ein. Titel von FMC waren zuletzt auch gut gelaufen, wurden nun aber unter Schwankungen auch mit 3,6 Prozent zu einem Verlierer. Der neue Konzernchef Shervin Korangy schraubte die Ergebnisziele seiner Vorgängerin Helen Giza für das Gesamtjahr zurück.

Im Luftfahrtsektor verzeichneten die Aktien des Triebwerkherstellers MTU <DE000A0D9PT0> Kurseinbußen von 3,1 Prozent, nachdem die Bank of America wegen gesehener Gewinnrisiken die Kaufempfehlung gestrichen hatte. Lichtblick sei die gute Barmittelentwicklung, schrieb der Experte Benjamin Heelan. Diese sei allerdings am Markt inzwischen bereits ziemlich gut verstanden worden.

Aktien der Lufthansa <DE0008232125> gewannen nach Quartalszahlen fast vier Prozent. In dem angespannten Ölpreisumfeld punktete die Fluggesellschaft trotz einer nach unten eingeengten Gewinnprognose mit der Aussage, dass die Ticketpreise im nächsten Jahr deutlich steigen werden. Analyst Harry Gowers von JPMorgan erwähnte positiv, dass die von einigen befürchtete Senkung der Zielspanne für das operative Ergebnis ausblieb.

Auf europäischer Bühne schloss der EuroStoxx 50 <EU0009658145> 0,51 Prozent niedriger bei 6.144,56 Punkten. Außerhalb der Eurozone lag der Schweizer SMI <CH0009980894> am Ende mit 0,4 Prozent im Minus, während der Londoner FTSE 100 <GB0001383545> belastet von Rohstoffwerten um 1,1 Prozent abrutschte. In New York gab der Dow Jones Industrial <US2605661048> zwar um zuletzt 0,4 Prozent nach, der Nasdaq 100 <US6311011026> erholte sich dort aber um 0,7 Prozent./tih/zb

03.11.2026 | 18:05:09 (dpa-AFX)
ROUNDUP 2: Moskau bombardiert Ukraine massiv - Treffer auf Krankenhaus
03.11.2026 | 18:03:58 (dpa-AFX)
US-Anleihen: Kursverluste - Wahltag im Blick
03.11.2026 | 18:03:22 (dpa-AFX)
Aktien Europa Schluss: Verluste - London leidet unter Rohstoffschwäche
03.11.2026 | 18:02:21 (dpa-AFX)
EQS-Stimmrechte: NORMA Group SE (deutsch)
03.11.2026 | 18:01:20 (dpa-AFX)
EQS-Stimmrechte: NORMA Group SE (deutsch)
03.11.2026 | 18:00:26 (dpa-AFX)
EQS-Stimmrechte: NORMA Group SE (deutsch)
03.11.2026 | 18:05:09 (dpa-AFX)
ROUNDUP 2: Moskau bombardiert Ukraine massiv - Treffer auf Krankenhaus

KIEW/MOSKAU (dpa-AFX) - Bei einem Großangriff hat Russland die Ukraine massiv mit Raketen, Marschflugkörpern und Kampfdrohnen beschossen. Allein bei einem Treffer auf ein Krankenhaus in der ostukrainischen Großstadt Charkiw wurden nach Angaben der regionalen Staatsanwaltschaft mindestens 73 Menschen verletzt. 226 Patienten mussten in andere Kliniken verlegt werden.

Schwer getroffen wurde auch die südukrainische Großstadt Dnipro, in der bis zum Vormittag ein Toter und 17 Verletzte gezählt wurden. Dort wurde ebenfalls eine medizinische Einrichtung beschädigt, in der gerade 100 Menschen behandelt wurden, wie Gouverneur Olexander Hanscha berichtete.

Selenskyj: Angriff am Tag der US-Wahl

"Es sagt viel aus, dass dies am Tag der Kongresswahl in den USA passiert", schrieb der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj auf der Plattform X. "Die Russen glauben, dass die Amerikaner dieses Signal übersehen werden. Aber solcher Terror muss wahrgenommen und beendet werden." Am Montagabend hatte Selenskyj vor einem kommenden Großangriff gewarnt.

Hauptziel der Angriffe waren indes nach übereinstimmenden Angaben aus Kiew und Moskau die Energieanlagen der Ukraine. Das russische Verteidigungsministerium teilte mit, es seien gezielt Wärmekraftwerke in den Gebieten Winnyzja, Dnipropetrowsk und Charkiw sowie mehrere Umspannwerke attackiert worden. Der private ukrainische Versorger DTEK teilte mit, drei seiner Kraftwerke könnten keinen Strom mehr produzieren. In mehreren Regionen, darunter der Hauptstadt Kiew, kam es zu Stromsperren, die auch die Wasserversorgung betrafen.

Abwehrkampf gegen Raketen und Marschflugkörper

Nach Zählung der ukrainischen Luftwaffe setzte die russische Armee mehrere ballistische Raketen vom Typ Iskander-M und Zirkon, 59 Marschflugkörper verschiedener Typen und 289 Kampfdrohnen ein. Es seien 3 Raketen, 49 Marschflugkörper und 257 Drohnen abgefangen worden. Diese Militärangaben sind im Detail nicht überprüfbar, geben aber einen Eindruck vom Ausmaß der Angriffe.

Nach dem verheerenden russischen Luftangriff auf den Ort Komyschuwacha bei Saporischschja vom Montag wurden zunächst immer noch 48 Menschen vermisst, wie Gouverneur Mychajlo Semikin mitteilte. Die Zahl der entdeckten Leichen stieg nach Angaben von Selenskyj von 26 auf 33. In der frontnahen Ortschaft hatten sich Menschen an einer Schule versammelt, um humanitäre Hilfe zu empfangen, als Bomben einschlugen.

Ukrainische Drohnen treffen Raffinerie

Ihrerseits griff die Ukraine in der Nacht das russische Hinterland mit großen Drohnenschwärmen an. Das russische Militär teilte mit, es seien 856 feindliche Drohnen abgefangen worden. Auch diese Angabe ist nicht überprüfbar, es ist aber eine der höchsten jemals gemeldeten Zahlen.

Ein Schwerpunkt der Angriffe war die Stadt Jaroslawl etwa 250 Kilometer nordöstlich von Moskau. Dort gab es nach Angaben von Gouverneur Michail Jewrajew Schäden an der örtlichen Raffinerie, die zu den größten in Russland zählt. Die Ukraine hat sie schon mehrmals angegriffen. Zwei Mitarbeiter der Raffinerie seien verletzt worden. Für die Hauptstadt Moskau bedeutete der ukrainische Großangriff, dass an allen vier Flughäfen der Betrieb eingestellt oder eingeschränkt werden musste.

In dem seit mehr als viereinhalb Jahren dauernden russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine zeichnet sich keine Lösung ab, auch wenn beide Seiten kommende Woche ab Dienstag unter US-Vermittlung in Abu Dhabi weiter verhandeln werden. Die Gespräche sollen sich laut dem US-Sondergesandten Steve Witkoff um Sicherheitsvereinbarungen für die Zeit nach dem Krieg, Deeskalation, humanitäre Hilfsmaßnahmen und die nächsten Schritte auf dem Weg zum Frieden drehen, hieß es./fko/DP/zb

03.11.2026 | 16:14:39 (dpa-AFX)
Selenskyj: Telefonat mit Putin ist aussichtslos
03.11.2026 | 16:03:27 (dpa-AFX)
SPD: So kann Spritpreisdeckel-Entwurf nicht bleiben
03.11.2026 | 15:29:05 (dpa-AFX)
Ölpreise fallen deutlich - Bericht über mögliche Annäherung der USA und Irans
03.11.2026 | 12:33:08 (dpa-AFX)
Iran meldet Explosionen an Tankern in Straße von Hormus
03.11.2026 | 10:51:20 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Moskau bombardiert Ukraine massiv - Treffer auf Krankenhaus
03.11.2026 | 07:57:55 (dpa-AFX)
Ölpreise steigen nach US-Angriffen auf Ziele im Iran

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