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News

15.08.2026 | 19:57:53 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Ätna-Warnstufe gesenkt - Flugbetrieb soll wieder anlaufen

CATANIA (dpa-AFX) - Nach der Herabstufung der Warnstufe für die vulkanische Aktivität am Ätna soll der Flugbetrieb am Flughafen von Catania wieder anlaufen. Wie der Betreiber des Airports (SAC) mitteilte, sollen Ankünfte und Abflüge ab 14.00 Uhr wieder möglich sein. Passagiere werden dennoch aufgefordert, vor der Fahrt zum Flughafen den Status ihrer Flüge bei den Fluggesellschaften zu prüfen.

Wie schnell der Flugbetrieb am Airport tatsächlich hochgefahren werden kann und in welchem Umfang zunächst wieder geflogen wird, ist allerdings unklar. Auf der Internetseite des Flughafens werden auch für die Zeit nach 14.00 Uhr weiterhin zahlreiche Flüge als gestrichen oder umgeleitet angezeigt. Der Betreiber informierte lediglich über die Öffnung von zwei Sektoren.

Nur noch schwacher Ascheausstoß

Noch am Vortag hatte der Betreiber eine Aussetzung des Flugbetriebs bis 15.00 Uhr angekündigt. Am Vormittag wurde die Warnstufe von Rot auf Orange herabgestuft. In dem jüngsten Bericht zur vulkanischen Aktivität des Ätna vom Nationalen Institut für Geophysik und Vulkanologie (INGV) halte ein schwacher Ascheausstoß an, der auf den Gipfelbereich beschränkt sei.

Seit Beginn des Ausbruchs vor mehr als einer Woche wurden Hunderte Flüge gestrichen, verspätet oder umgeleitet. Nach Angaben des Flughafenbetreibers wurden zwischen dem 6. und 12. August rund 36 Prozent der für Catania geplanten Flüge gestrichen. Die Betreibergesellschaft SAC bezeichnete die Auswirkungen auf die Flughafeninfrastruktur als die schwersten der vergangenen 20 Jahre.

Mehrere Faktoren erschwerten Auswirkungen

Nach den Worten des Vulkanologen Mario Mattia vom INGV war der Ausbruch wegen der lange anhaltenden Ascheemission so ungünstig für den Flugverkehr. Erschwerend hinzugekommen seien konstante Winde von Norden nach Süden, die die Asche direkt über Catania und den Flughafen trieben./rme/DP/mis

15.08.2026 | 19:57:07 (dpa-AFX)
/ROUNDUP: Blaualgen an Ostsee und Seen - Warnung für Badende
15.08.2026 | 19:55:06 (dpa-AFX)
ROUNDUP 2/Frist verstreicht: Iran-Krieg vor ungewisser Zukunft
15.08.2026 | 19:53:55 (dpa-AFX)
Moskau kritisiert amerikanisch-türkisches Waffengeschäft für Kiew
15.08.2026 | 19:53:39 (dpa-AFX)
Umfrage: Union bei Insa so schwach wie seit Herbst 2021 nicht mehr
15.08.2026 | 19:53:28 (dpa-AFX)
Trotz Online-Aufrufen: Zunächst kein neuer Ansturm auf Ceuta
15.08.2026 | 19:52:21 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Nach Aufrufen im Netz: Grenze zu Ceuta massiv gesichert
15.08.2026 | 19:55:06 (dpa-AFX)
ROUNDUP 2/Frist verstreicht: Iran-Krieg vor ungewisser Zukunft

(Neu: Ölteppich)

WASHINGTON/TEHERAN (dpa-AFX) - Auch rund zwei Monate nach Unterzeichnung des Rahmenabkommens zwischen Teheran und Washington scheint ein Ende des Iran-Krieges in weiter Ferne. Statt wie geplant Fortschritte in der Frage des iranischen Atomprogramms zu erzielen, provozierte US-Präsident Donald Trump am Abend mit der Ankündigung einer Übernahme der Straße von Hormus. Der Iran weist die Pläne zurück und stellt die Wiederaufnahme von Verhandlungen mit den USA offen infrage.

Derweil läuft an diesem Wochenende die Frist aus, binnen derer die USA und Teheran Verhandlungen etwa über das iranische Atomprogramm abschließen wollten. Gegen die Waffenruhe und weitere Punkte des Abkommens war in den vergangenen Wochen allerdings mehrfach verstoßen worden.

Aus pakistanischen Sicherheitskreisen hieß es zuletzt, die Waffenruhe solle verlängert werden - um weitere 60 oder gar 90 Tage. Bisher ist demnach aber nicht entschieden, ob diese neuerliche Waffenruhe öffentlich kommuniziert werde. Pakistan ist Vermittler in dem Konflikt.

Trump will Meerenge zu US-Territorium erklären

Trump hatte zuvor Öl ins Feuer gegossen und angekündigt, die Straße von Hormus als US-Territorium auszuweisen. "Sobald wir den Iran besiegt haben - der gerade eine vernichtende Niederlage erleidet -, werde ich die Hormus-Straße zum Territorium der Vereinigten Staaten erklären", sagte er bei einem Wahlkampfauftritt.

Nähere Angaben dazu machte Trump zunächst nicht. Die Meerenge ist eine der wichtigsten Handelsrouten für Öl und Gas und zudem zentraler Streitpunkt zwischen Washington und Teheran.

Der Iran wies die Pläne entschieden zurück. "Die Straße von Hormus lässt sich weder per Tweet noch mit einem Flugzeugträger, noch durch einen Befehl oder eine Wahlkampfrede einnehmen", schrieb Irans Vizeaußenminister Kasem Gharibabadi auf der Plattform X. Der Iran fürchte weder Drohungen noch lasse er sich von Machtdemonstrationen einschüchtern.

Gharibabadi schrieb weiter, die USA müssten akzeptieren, eine strategische und schwere Niederlage erlitten zu haben. "Die Straße von Hormus gehörte dem Iran, gehört dem Iran und wird dem Iran gehören."

Weiterhin keine Regelung zur Straße von Hormus

Zudem endet die Frist, in der der Iran sich zu einer gebührenfreien Durchfahrt der Straße von Hormus verpflichtet. Wie die Schifffahrt in der strategisch wichtigen Meerenge danach geregelt sein soll, ist Gegenstand von Verhandlungen zwischen Iran und Oman. Der Oman berichtete zwar von konstruktiven Gesprächen, eine Einigung wurde allerdings bisher nicht verkündet. Nach Angaben aus pakistanischen Sicherheitskreisen steht diese allerdings bevor.

Der Iran betonte, dass es sich bei diesen Verhandlungen um technische Gespräche handele, bei denen die Schifffahrtsrouten durch die Meerenge festgelegt werden sollten. Sie seien abgetrennt von möglichen Waffenruhe-Verhandlungen mit den USA zu sehen.

Der seit Ende Februar andauernde Iran-Krieg hat den Schiffsverkehr in der für den Welthandel wichtigen Straße von Hormus nahezu zum Erliegen gebracht. Die Kriegsparteien ringen schon länger um eine vollständige Wiedereröffnung der faktisch blockierten Meerenge - bislang ohne Erfolg.

Auch in der Nacht Angriff auf Handelsschiff

Auch in der Nacht zu Samstag wurde derweil ein Angriff auf ein Handelsschiff in der Meerenge gemeldet: Die staatliche emiratische Nachrichtenagentur WAM berichtete auf der Plattform X, ein Schiff des staatlichen emiratischen Ölkonzerns Adnoc sei attackiert worden. Bei dem Vorfall sei niemand verletzt worden.

Über mögliche Schäden am Schiff gab es zunächst keine Angaben. Die Emirate hatten bereits in der Nacht zu Freitag mitgeteilt, zwei Schiffe von Adnoc seien vom Iran angegriffen worden und verurteilten den Vorfall scharf.

Iran meldet Ölteppich in Straße von Hormus

Nach Monaten der Gefechte um die Schifffahrt in der Meerenge kämpft der Iran nach eigenen Angaben nun gegen eine gravierende Ölverschmutzung im Meer nahe der Insel Gheschm. Erste Maßnahmen zur Eindämmung eines Ölteppichs seien eingeleitet, berichtete die iranische Zeitung "Etemad".

Bereits am Freitag hatte die staatliche Nachrichtenagentur Irna berichtet, dass 3,2 Hektar eigene Küste sowie neun Hektar der Küstengewässer betroffen seien, darunter auch Mangrovenwäldern. Vorher hatte es von offiziellen Stellen noch geheißen, die Ölverschmutzung sei eingedämmt. Auch an der Küste Omans hatte sich ein Ölteppich ausgebreitet.

Iran fordert Entschädigungen

Der Iran hatte zuletzt für eine Öffnung der Meerenge neben einem Ende sämtlicher US-Drohungen gegen das Land, eine Aufhebung der Seeblockade iranischer Häfen sowie einen Abzug der US-Streitkräfte aus der Region und eine vollständige Entschädigung für die Kriegsschäden verlangt.

Ungeachtet des Auslaufens der 60-tägigen Waffenruhe mit den USA hat der Iran eigenen Angaben zufolge noch nicht entschieden, ob neue Verhandlungen mit Washington aufgenommen werden sollen. Außenminister Abbas Araghtschi sagte der regierungsnahen Nachrichtenagentur Isna zufolge, die USA hätten die Vereinbarung verletzt, die Kämpfe seien wieder aufgenommen worden. Damit habe es anders als abgesprochen keine Waffenruhe gegeben, die nun verlängert werden müsse.

Die Spannungen zwischen den USA und dem Iran machen sich derweil weiter an den Energiemärkten bemerkbar: Die wichtige Nordseesorte Brent ging am Freitag mit weiteren Aufschlägen aus den Handel und kostete zuletzt knapp 89 Dollar - rund 20 Dollar mehr als vor einem halben Jahr./jcf/DP/mis

15.08.2026 | 16:38:34 (dpa-AFX)
Berichte: Iran kämpft gegen Ölverschmutzung im Küstengebiet
15.08.2026 | 08:50:04 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Frist verstreicht: Iran-Krieg vor ungewisser Zukunft
15.08.2026 | 08:43:53 (dpa-AFX)
Iran: Keine Entscheidung über neue Verhandlungen mit den USA
15.08.2026 | 08:41:29 (dpa-AFX)
Iran nach Trump-Vorstoß: Straße von Hormus gehört uns
15.08.2026 | 08:40:15 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Iran nach Trump-Vorstoß: Straße von Hormus gehört uns
15.08.2026 | 08:38:50 (dpa-AFX)
WDH/Trump: Werde Straße von Hormus zu US-Territorium machen

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