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News

22.09.2026 | 22:49:29 (dpa-AFX)
Selenskyj: Ukraine bereit zu begrenzter Waffenruhe

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Ukraine ist im Krieg mit Russland weiter zu einer Teilwaffenruhe für Angriffe auf Energieanlagen bereit. "Das heißt, wir werden keine Angriffe auf Energieanlagen durchführen - auf den gesamten Energiesektor, auf alles", sagte Präsident Wolodymyr Selenskyj nach einem Treffen mit US-Präsident Donald Trump am Rande der UN-Generaldebatte in New York. Der Vorschlag werde von den USA an die russische Seite übermittelt. Zuvor hatte Kremlsprecher Dmitri Peskow den Vorschlag unter Verweis auf eine angestrebte umfassende Friedensregelung bereits abgelehnt.

Zugleich betonte Selenskyj, dass Trump ihn nicht darum gebeten habe, auf Angriffe unter anderem auf die Ölindustrie in Russland zu verzichten. Vor einigen Tagen hatte der US-Präsident steigende Dieselpreise in den USA auf ukrainische Attacken gegen russische Raffinerien zurückgeführt.

Keine Zusagen für neue Patriot-Lieferungen

Bei dem knapp einstündigen Gespräch seien auch zusätzliche US-Lieferungen von Patriot-Flugabwehrraketen von Selenskyj angesprochen worden. "Eigentlich gibt es keine Antwort, wissen Sie, wenn man mit Spitzenpolitikern über heikle Themen spricht. Sie können entweder "Ja" oder "Nein" sagen. Das Gute daran ist, dass niemand "Nein" gesagt hat", gab der ukrainische Präsident den Gesprächsinhalt wieder. Zwar sei Washington bereit zu helfen, aber habe dennoch keine konkrete Antwort gegeben.

Die ukrainische Flugabwehr kann seit Wochen mangels Fluglenkkörpern für Patriotsysteme russische ballistische Raketen nur noch selten abfangen. Russische Luftschläge gegen Lagerhallen, Energieanlagen und zuletzt auch große Stahlproduzenten und Industriebetriebe schädigen die ukrainische Wirtschaft zusehends.

Die Ukraine wehrt sich seit Februar 2022 gegen eine großangelegte russische Invasion./ast/DP/nas

22.09.2026 | 22:45:18 (dpa-AFX)
ROUNDUP 3/Trump: Vertreter der USA und des Irans haben sich getroffen
22.09.2026 | 22:44:32 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Dow schwächelt - Nasdaq mit Rekord
22.09.2026 | 22:24:40 (dpa-AFX)
Aktien New York Schluss: Dow schwächelt trotz Nahost-Hoffnung - Nasdaq-Rekord
22.09.2026 | 22:01:32 (dpa-AFX)
SPD-Spitze an Linke: Antisemitismus nicht mit uns
22.09.2026 | 21:56:31 (dpa-AFX)
Trump: Würde Richterspruch zu CNN 'wahrscheinlich' befolgen
22.09.2026 | 21:53:52 (dpa-AFX)
ROUNDUP 2/Trump: Vertreter der USA und des Irans haben sich getroffen
22.09.2026 | 22:45:18 (dpa-AFX)
ROUNDUP 3/Trump: Vertreter der USA und des Irans haben sich getroffen

(neu: weitere Aussagen Trump)

NEW YORK (dpa-AFX) - Vertreter der USA und des Irans haben sich nach Angaben von Präsident Donald Trump am Rande der UN-Generaldebatte in New York getroffen. Das Gespräch am Dienstag sei "sehr gut" gelaufen und habe drei Stunden gedauert, sagte Trump dort vor Reportern, ohne konkrete Angaben zu allen Teilnehmern des Treffens zu machen. Direkte Gespräche zwischen US-amerikanischen und iranischen Vertretern fanden zuletzt im Juni in der Schweiz statt.

Trump zufolge nahmen sein Unterhändler Steve Witkoff und sein Schwiegersohn Jared Kushner an dem Treffen in New York teil. Witkoff selbst sagte dort, dass er sich nach dem Treffen sehr gut fühle. Angaben zu den iranischen Teilnehmern machte Trump nicht. Offen blieb zudem zunächst, ob es konkrete Ergebnisse gab.

US-Medien: Irans Außenminister nahm teil

Die "New York Times" berichtete unter Berufung auf zwei iranische Beamte, dass der iranische Außenminister Abbas Araghtschi sich mit Witkoff und Kushner getroffen habe. Das Treffen wurde demnach von Pakistan und Katar vermittelt, die sich intensiv für eine Rückkehr zur Diplomatie und für Deeskalation eingesetzt hätten.

Das Gespräch habe sich auf einen Weg für ein Abkommen fokussiert, schrieb die Zeitung. Das Nachrichtenportal "Axios" zitierte einen US-Beamten und eine regionale Quelle mit denselben Informationen zu den Teilnehmern des Treffens. Trump stellte vor Reportern ein weiteres baldiges Treffen in Aussicht, nannte aber keine Details.

Vor der UN-Generalversammlung hatte es Spekulationen gegeben, ob Trump selbst womöglich Irans Präsident Massud Peseschkian, der auch in New York sprechen soll, treffen würde. Die US-Regierung hatte sich dazu aber nicht konkret geäußert.

Zuletzt wenig Bewegung im Iran-Krieg

Die Fronten im Iran-Krieg gelten als verhärtet. Teheran signalisierte zuletzt aber Bereitschaft zur Beendigung des Krieges mit den USA auf Grundlage des im Juni abgeschlossenen Rahmenabkommens. Das hatte allerdings nicht zu einer Lösung des Konflikts geführt - und zerfiel angesichts fortdauernder Spannungen schnell in sich zusammen. Zentraler Streitpunkt zwischen Washington und Teheran ist aktuell die Kontrolle um die für den internationalen Ölhandel wichtige Straße von Hormus.

Trump drohte Iran bei UN auf offener Bühne mit "Hölle"

Bei seiner Rede vor den Vereinten Nationen hatte Trump eine weitreichende Entscheidung in Aussicht gestellt: Option eins sei ein Abkommen, das es dem Iran erlaube, zu großer wirtschaftlicher Stärke zurückzufinden. Der andere Weg sei die Vernichtung der Islamischen Republik, um ihnen "niemals wieder die Chance zu geben, Menschen zu töten und Länder zu zerstören".

Wähle der Iran den Krieg, lande die Republik in der "Hölle, ohne Überlebenschance und ohne Hoffnung auf zukünftige Größe oder nachfolgende Generationen", sagte Trump.

Als er vor Reportern Stunden später über das Treffen seiner Unterhändler mit dem Iran informierte, erneuerte Trump zudem eine im Verlauf des Krieges häufiger vorgebrachte Drohung: Möglicherweise müssten die USA eine weitere mutmaßliche Atomeinrichtung im Iran angreifen, die als "Pickaxe Mountain" bekannt sei. Man sehe an dem Standort im Zentrum des Landes nicht viele Aktivitäten, aber falls sich das ändere, würden die USA sofort handeln.

Gleichzeitig war der US-Präsident erneut bemüht zu versichern, dass ein Ende des Krieges absehbar sei. Man gehe davon aus, dass der Konflikt direkt nach den wichtigen Zwischenwahlen zum US-Parlament Anfang November ende - vielleicht auch davor, sagte er. Der in den USA unpopuläre Iran-Krieg und seine Folgen belasten Trump und seine Republikaner aktuell im Wahlkampf.

Fast sieben Monate Iran-Krieg

Der Iran-Krieg dauert inzwischen seit fast sieben Monaten an und hat auch die Golfstaaten erfasst. Mehrere beherbergen US-Militärstützpunkte und waren selbst von iranischen Angriffen und den Folgen des Krieges betroffen. Die USA begründeten ihre Angriffe seit dem 28. Februar damit, dass der Iran niemals in den Besitz einer Atomwaffe gelangen dürfe. Trump wollte den Krieg eigentlich auf wenige Wochen begrenzen, doch der Konflikt zieht sich seither. Zeitweise hatte es eine Waffenruhe gegeben, die aber immer wieder gebrochen worden war.

Zusätzlichen Druck erzeugt die Eskalation im Jemen. Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz hat vor gut einer Woche in einer Blitzoffensive die Westküste des Jemen eingenommen und sich damit Zugriff auf die wichtige Meerenge Bab al-Mandab am Eingang zum Roten Meer verschafft. Saudi-Arabien sucht derzeit nach Unterstützern im Kampf gegen die Miliz. Unter anderem die "New York Times" berichtete, Trump habe Saudi-Arabien im Kampf gegen die Miliz unterstützen wollen, das Vorhaben dann aber kurzfristig wieder abgesagt./apo/DP/nas

22.09.2026 | 19:06:45 (dpa-AFX)
ROUNDUP 2: Grönland, Dänemark und USA unterzeichnen Abkommen
22.09.2026 | 18:39:54 (dpa-AFX)
Frankreich weitet Tankhilfen für Berufstätige und Firmen aus
22.09.2026 | 18:13:38 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Trump verteidigt Iran-Krieg und droht Teheran mit 'Hölle'
22.09.2026 | 18:06:18 (dpa-AFX)
Trump droht: Werden Interessen auf amerikanischem Doppelkontinent durchsetzen
22.09.2026 | 18:05:02 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Grönland, Dänemark und USA unterzeichnen Abkommen
22.09.2026 | 17:28:52 (dpa-AFX)
Trump spricht erneut von baldiger Lösung im Ukraine-Krieg

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