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News

04.09.2026 | 13:50:16 (dpa-AFX)
ROUNDUP 2: Wieder Angriff auf Stromnetz - Bekennerbrief gibt Hinweise

(neu: mehr Details und Hintergrund)

DORMAGEN/ESCHWEILER (dpa-AFX) - Nach einem weiteren versuchten Sabotageangriff auf die Energieversorgung in Nordrhein-Westfalen gehen die Ermittlungsbehörden Hinweisen aus zwei Bekennerschreiben nach. Die Polizei fahndet europaweit nach einem Mann aus Gevelsberg bei Hagen, der die Briefe verfasst haben soll. Die Briefe waren bei mehreren deutschen Medienhäusern eingegangen. Sie enthalten Medienberichten zufolge Informationen zu Taten, die zu diesem Zeitpunkt öffentlich noch nicht bekannt waren.

Am Donnerstagabend fanden Einsatzkräfte eine verdächtige Abschussvorrichtung an einem Umspannwerk in Dormagen zwischen Düsseldorf und Köln. Ein Spaziergänger hatte die Konstruktion bemerkt und die Polizei alarmiert.

Die gefundenen Konstruktionen ähneln laut Polizei stark den Abschussvorrichtungen, mit denen Unbekannte in Bergheim Kabel über die Oberleitungen geschossen und so mehrere Kraftwerksblöcke lahmgelegt hatten. Auch in Jänschwalde in Brandenburg hatte es zuvor schon einen erfolgreichen Angriff auf das Stromnetz gegeben.

Abschussvorrichtung mit Zeitschaltuhren

In Dormagen waren nach Informationen der "Bild" Zeitschaltuhren und Kupferdrähte an den Abschussvorrichtungen befestigt. Schäden an der Infrastruktur hat es an dem Umspannwerk dort laut Polizei aber nicht gegeben.

In Jänschwalde und in Bergheim war es zu Kurzschlüssen im Stromnetz gekommen, weil mit vergleichbaren Abschussvorrichtungen ein Draht über die Stromleitungen geschossen worden war. In Bergheim waren dadurch mehrere Kraftwerksblöcke lahmgelegt worden.

48-Jähriger reklamiert Taten für sich

All diese Angriffe reklamiert ein 48-Jähriger in Gevelsberg in zwei Bekennerbriefen für sich. "Ob es sich bei ihm tatsächlich um einen Tatverdächtigen handelt oder um einen Trittbrettfahrer, muss erstmal geprüft werden", betonte ein Polizeisprecher. Doch die Ermittler haben stichhaltige Hinweise.

Die handschriftlich verfassten Schreiben, die unter anderem an die "taz" und die "F.A.Z." gingen, enthalten nach Berichten der beiden Medien jeweils Informationen zu den Taten, die noch überhaupt nicht öffentlich bekannt waren, als die Briefe abgeschickt wurden.

Die Ermittler nehmen diese Spur deshalb ernst - zumal der Verfasser einen weiteren Angriff auf die kritische Infrastruktur an einem Kraftwerk bei Aachen erwähnt, von dem zu diesem Zeitpunkt nicht einmal die Behörden wussten.

Ermittler finden Draht an Kraftwerk bei Aachen

Mit starken Kräften suchte die Polizei daraufhin am Freitag das Umfeld des Kraftwerks Weisweiler ab. Mitarbeiter der Spurensicherung waren in Schutzanzügen und mit Atemschutz im Einsatz. Dabei stellten sie zahlreiche dünne Drähte sicher, wie ein dpa-Reporter beobachtete.

Sie fokussierten sich auf mehrere Stellen auf einem Feld und in einem Gebüsch in unmittelbarer Nähe zu dem Kraftwerk und zu einem Umspannwerk in der Stadt Eschweiler, wie ein dpa-Reporter berichtete. Die Bereiche wurden von Beamten mit Fotos dokumentiert. Offiziell machte die Polizei zunächst keine weiteren Angaben zu dem Einsatz.

Polizei fahndet europaweit nach 48-Jährigem

Gleichzeitig läuft die Suche nach dem 48-jährigen mutmaßlichen Verfasser der Bekennerschreiben. Die Polizei fahndet europaweit nach dem Mann. In Gevelsberg stürmte die Polizei ein Wohnhaus der Familie, fand den Gesuchten dort aber nicht. Nach dpa-Informationen könnte er mit einem auffälligen Truck mit einem hohen, kastenförmigen Aufbau unterwegs sein.

In den Briefen, die auch der Deutschen Presse-Agentur vorliegen, reklamiert er alle bekannt gewordenen Angriffe auf das Stromnetz der vergangenen Tage für sich und betont, dass er allein gehandelt habe. "Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen ist ein Verbrechen", schrieb er zur Begründung seiner Taten./mhe/ola/DP/jha

04.09.2026 | 13:49:36 (dpa-AFX)
EQS-DD: TAKKT AG (deutsch)
04.09.2026 | 13:49:20 (dpa-AFX)
München verliert Fluggäste - Nürnberg und Memmingen gewinnen
04.09.2026 | 13:48:38 (dpa-AFX)
EQS-DD: TAKKT AG (deutsch)
04.09.2026 | 13:46:38 (dpa-AFX)
EQS-DD: TAKKT AG (deutsch)
04.09.2026 | 13:44:50 (dpa-AFX)
Paris stützt Landwirte nach Dürresommer mit Milliardenhilfe
04.09.2026 | 13:44:38 (dpa-AFX)
EQS-DD: TAKKT AG (deutsch)
04.09.2026 | 12:00:31 (dpa-AFX)
Aktien Frankfurt: Dax-Stabilisierung steht vor US-Jobbericht auf wackligen Füßen

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax <DE0008469008> hat am Freitag seine holprige Stabilisierung fortgesetzt. Vor dem mit Spannung erwarteten US-Arbeitsmarktbericht am frühen Nachmittag pendelte der deutsche Leitindex um die Marke von 26.000 Punkten, die er am Donnerstag zurückerobert hatte. Zuletzt notierte er 0,08 Prozent fester bei 26.024 Punkten. Auf Wochensicht zeichnet sich angesichts der vorangegangenen Korrektur seit seinem Rekordhoch ein Minus von rund 2 Prozent ab.

Der MDax <DE0008467416> der mittelgroßen Unternehmen berappelte sich am Freitag um weitere 0,44 Prozent auf 32.399 Punkte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 <EU0009658145> ging es minimal bergab.

Als Kursstütze - mehr als hierzulande noch für die technologielastigen asiatischen Aktienindizes - erwiesen sich die Ölpreise, deren Anstieg den Dax in den vergangenen Tagen zurückgeworfen hatte. Sie hätten sich auf einem hohen Niveau stabilisiert, konstatierte Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners. Die Anleger hofften weiter, dass die Eskalation des Konflikts im Nahen Osten zeitlich begrenzt bleibe.

Zudem seien die Erwartungen an eine baldige Leitzinsanhebung der US-Notenbank Fed zuletzt deutlich zurückgegangen, so der Experte weiter. Die Wahrscheinlichkeit einer Erhöhung um 0,25 Prozentpunkte und einer Beibehaltung des aktuellen Niveaus halten sich aktuell die Waage. "Eine weitere Abschwächung am US-Arbeitsmarkt wäre ein starkes Argument gegen eine Zinserhöhung", betonte Altmann.

Noch etwas mehr Bedeutung für den US-Zinsentscheid am 16. September hätten indes die kommende Woche anstehenden Inflationsdaten, schrieb Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank. Denn die zwei Fed-Gouverneure John Williams und Michael Barr hätten "dezidiert darauf verwiesen, diese abwarten zu wollen, um zu entscheiden, ob sie sich für einen Zinsschritt im September aussprechen werden oder nicht".

Williams hatte bereits am Mittwoch gesagt, er sehe Anzeichen für eine nachlassende Inflation. Am Donnerstag äußerte sich Christopher Waller, Mitglied des Fed-Gouverneursrats, optimistisch bezüglich eines nachlassenden Preisdrucks. Er zeigte sich bereit, eine Beibehaltung der aktuellen Leitzinsen zu unterstützen.

Am deutschen Aktienmarkt stach Dax-Spitzenreiter Volkswagen <DE0007664039> (VW) vor dem Wochenende mit einer weiteren Kurserholung um 6,1 Prozent heraus. Der Aufsichtsrat des krisengeplagten Autobauers billigte am Donnerstagabend nach wochenlangen Auseinandersetzungen überraschend einstimmig weite Teile eines Sanierungskonzepts des Vorstands. Das bis 2030 angestrebte operative Ergebnis liege deutlich über den Analystenschätzungen, lobte ein Händler. Neben den VW-Titeln waren auch die Aktien des Großaktionärs Porsche SE <DE000PAH0038> mit plus 3,1 Prozent gefragt.

Ebenfalls auf Kaufinteresse stießen Halbleitertitel: Im Dax legten Infineon-Aktien <DE0006231004> um 2 Prozent zu und im MDax Suss Microtec <DE000A1K0235>, Wacker Chemie <DE000WCH8881> und Aixtron <DE000A0WMPJ6> um bis zu 7,1 Prozent. Sie folgten damit der positiven Entwicklung der Tech-Branche in Asien. Bei Suss sieht Warburg-Analyst Malte Schaumann angesichts der günstigen Bewertung sowie dicker Auftragsbücher zudem eine gute Kaufgelegenheit.

Als Kurstreiber erwiesen sich einmal mehr Analysteneinschätzungen. So ließ eine Hochstufung der Investmentbank Oddo BHF die Titel von Continental <DE0005439004> um 1,3 Prozent steigen. Continental sei nun keine Umbaustory mehr, sondern ein purer Reifenkonzern mit einer Profitabilität, die zu den besten der Branche zähle, begründete Experte Michael Foundoukidis seine Neubewertung.

Dagegen ging es für Aktien von Daimler Truck <DE000DTR0CK8> um 1 Prozent bergab, nachdem die US-Bank Morgan Stanley ihre positive Anlageempfehlung für den Nutzfahrzeughersteller gestrichen hat./gl/jha/

--- Von Gerold Löhle, dpa-AFX ---

04.09.2026 | 10:08:08 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Weitere Dax-Stabilisierung vor US-Jobbericht
04.09.2026 | 09:18:38 (dpa-AFX)
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04.09.2026 | 08:18:32 (dpa-AFX)
Aktien Frankfurt Ausblick: Weitere Stabilisierung vor US-Arbeitsmarktbericht
04.09.2026 | 07:32:14 (dpa-AFX)
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04.09.2026 | 06:35:10 (dpa-AFX)
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03.09.2026 | 22:20:04 (dpa-AFX)
INDEX-MONITOR: Ströer ersetzt Hugo Boss im MDax - Dax unverändert

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