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News

10.04.2026 | 16:52:24 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien New York: Richtungslos vor Nahost-Friedensgesprächen

NEW YORK (dpa-AFX) - Nach der starken Erholung in der Woche nach Ostern haben es die Anleger an den US-Aktienmärkten am Freitag etwas ruhiger angehen lassen. Die Waffenruhe im Iran bleibt zunächst fragil. Aktuelle US-Konjunktur- und Inflationsdaten hatten nur wenig Einfluss auf die Notierungen. Vage Hoffnungen im Ukraine-Krieg könnten vor dem Wochenende etwas stützen.

Von den Ölpreisen, die momentan im Zuge des Iran-Kriegs der wichtigste Taktgeber für die globalen Börsen sind, kommen keine neuen Impulse. Sie notieren etwa auf Vortagesniveau, womit sich an den Inflations- und Konjunkturerwartungen nichts ändert. Die Ölpreise spiegeln die Zurückhaltung vor den Friedensgesprächen zum Iran-Krieg in Pakistan wider, die am Freitag mit Unterhändlern beginnen und am Samstag mit den Verhandlungsführern wohl ihren Höhepunkt erreichen.

Der Dow Jones Industrial <US2605661048> sank zuletzt um 0,2 Prozent auf 48.080 Punkte. Damit deutet sich für den US-Leitindex ein Wochengewinn von rund dreieinhalb Prozent an. Der marktbreite S&P 500 <US78378X1072> stieg am Freitag um 0,1 Prozent auf 6.834 Zähler. Für den Nasdaq 100 <US6311011026> ging es um 0,3 Prozent auf 25.161 Punkte nach oben. Dies signalisiert für den technologielastigen Index auf Wochensicht ein Plus von rund viereinhalb Prozent.

Die Stimmung der Verbraucher in den USA - gemessen am Konsumklimaindex der Universität Michigan - trübte sich im April stärker als erwartet ein und fiel auf ein Rekordtief. Unterdessen trieb der Iran-Krieg die US-Inflationsrate im März deutlich nach oben. Im Jahresvergleich stiegen die Verbraucherpreise um 3,3 Prozent, verglichen mit 2,4 Prozent im Februar. Volkswirte hatten im Schnitt allerdings mit einem noch etwas stärkeren Anstieg auf 3,4 Prozent gerechnet. Experten gehen nun überwiegend davon aus, dass die US-Notenbank vorerst nicht an der Zinsschraube dreht und zunächst die weitere Entwicklung abwarten wird.

Branchenseitig im Fokus stehen weiter Softwarewerte, die tags zuvor wieder einen schwarzen Tag hinnehmen mussten. Der Sektor leidet bereits seit einiger Zeit stark unter KI-Verdrängungssorgen. Mit dem Nahostkrieg wurde die Situation für die Anleger nicht besser. Citigroup strich nun ihre Empfehlungen für einige Werte, was unter anderem die Aktien von Docusign <US2561631068> und Autodesk <US0527691069> um 4,6 beziehungsweise 4,2 Prozent nach unten zog.

Eine skeptische Analystenstudie sorgte bei den Papieren von Nike <US6541061031> für einen Verlust von 2,0 Prozent. Die Experten von Piper Sandler stuften sie ab, vor allem aus Sorge um das gesättigte Athleisure-Geschäft mit modischer Sportbekleidung.

Die Aktien von CoreWeave <US21873S1087> stiegen um weitere 12,7 Prozent. Zuvor hatte der Anbieter von Cloud-Kapazität im Bereich Künstlicher Intelligenz mitgeteilt, dass der KI-Spezialist Anthropic Rechenzentrumskapazitäten anmieten wird. Bereits tags zuvor hatte CoreWeave eine deutlich langfristige Vereinbarung mit dem Betreiber sozialer Netzwerke Meta <US30303M1027> im Volumen von rund 21 Milliarden US-Dollar bekanntgegeben./edh/he

10.04.2026 | 16:50:23 (dpa-AFX)
USA: Auftragseingang in der Industrie stagniert im Februar
10.04.2026 | 16:50:01 (dpa-AFX)
ANALYSE-FLASH: JPMorgan hebt Ziel für Unicredit auf 90 Euro - 'Overweight'
10.04.2026 | 16:49:10 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Eurowings-Flugzeug nach Triebwerksproblem in Hamburg gelandet
10.04.2026 | 16:47:37 (dpa-AFX)
EQS-Stimmrechte: Heidelberg Materials AG (deutsch)
10.04.2026 | 16:44:59 (dpa-AFX)
USA: Michigan-Konsumklima fällt auf Rekordtief - Iran-Krieg belastet
10.04.2026 | 16:42:22 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Schwesig fordert Bund-Länder-Konferenz zu Kraftstoffpreisen
10.04.2026 | 15:44:00 (dpa-AFX)
WOCHENAUSBLICK: Weitere Dax-Erholung hängt von Iran-Entwicklung und Ölpreis ab

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach der vereinbarten Waffenruhe im Iran-Krieg richten sich die Hoffnungen der Anleger nun auf positiv verlaufende Verhandlungen zwischen den USA und Teheran. Insofern könnte der deutsche Leitindex Dax <DE0008469008> in der neuen Woche auf Erholungskurs bleiben. Das globale Umfeld für Aktien ist aber weiter äußerst fragil und bleibt stark nachrichtengetrieben.

Im Mittelpunkt des Interesses stünden nun die geplanten Gespräche zwischen Delegationen aus den USA und dem Iran in Pakistans Hauptstadt Islamabad, schrieb Marktanalyst Timo Emden von Emden Research und fuhr fort: "Investoren hoffen auf den großen Wurf und damit auf einen dauerhaften Burgfrieden zwischen den Kriegsparteien." Die Märkte klammerten sich nach wie vor an jedes Signal der Entspannung.

Allerdings dürfte die Unsicherheit hoch bleiben, glaubt Emden. Sollten die Verhandlungen platzen oder kein belastbarer Waffenstillstand zustande kommen, dürfte dies viele Anleger auf dem falschen Fuß erwischen. "Die Märkte sind derzeit nicht auf eine erneute Eskalation eingestellt", mahnte der Experte.

Vermögensverwalter Ortay Gelen von Axia Asset Management riet zur Nüchternheit: "Was wir hier haben, ist kein Frieden - es ist eine Atempause. Und die hält — Stand heute - schon nicht vollständig."

Was den Dax in der neuen Woche bewegen dürfte, hängt Gelen zufolge an drei Fragen: Kommen die Verhandlungen in Islamabad voran? Hält Iran die Meerenge von Hormus offen? Wo pendelt sich der Ölpreis ein?

Letzteres sei für den Dax keine Nebensache, fuhr der Experte fort: "Ein Rohölpreis unter 90 US-Dollar wäre ein klares Signal, dass die Inflationsängste nachlassen - das würde Spielraum für Zinssenkungen eröffnen und Aktien strukturell stützen." Klettere der Preis hingegen wieder über 100 Dollar, weil die Lage eskaliere, werde es eng.

In den USA hat die Teuerung bereits im März angesichts des Iran-Krieges deutlich zugelegt. Die am Dienstag anstehenden Produzentenpreise dürften diesen Trend bestätigen, vermutete Robert Greil, Chefstratege der Privatbank Merck Finck. Ein weiterer Fokus liege aus Anlegersicht auf der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft China, wo am Donnerstag Zahlen zum Wirtschaftswachstum im ersten Quartal veröffentlicht werden, zusammen mit den März-Daten zu Industrieproduktion und Einzelhandel.

Ferner richtet sich die Aufmerksamkeit in der neuen Woche auf den Unternehmenssektor in den USA, wo die Berichtssaison anläuft. "Angesichts der noch immer hohen Bewertungen sind positive Überraschungen Pflicht", schrieb Analyst Samuel Will von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba).

Dabei stehen vor allem die Zahlenwerke von Banken und Finanzdienstleistern wie Goldman Sachs <US38141G1040>, JPMorgan <US46625H1005> und Citigroup <US1729674242> im Fokus. Das könnte zwar für Kursbewegungen bei den deutschen Branchenvertretern Deutsche Bank <DE0005140008> und Commerzbank <DE000CBK1001> sorgen. Nennenswerte Erkenntnisse darüber, wie sich die gestiegenen Ölpreise auf die Unternehmen auswirken, seien damit aber noch nicht zu erwarten, bemerkte Will.

Hierzulande blicken die Anleger zudem auf Analystenveranstaltungen der Autobauer Mercedes-Benz <DE0007100000> am Montag und BMW <DE0005190003> am Dienstag. Dabei geht es darum, die aktuellen Markterwartungen bezüglich der anstehenden Quartalszahlen mit der Realität abzugleichen./la/edh/he

--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---

10.04.2026 | 14:43:24 (dpa-AFX)
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10.04.2026 | 08:15:36 (dpa-AFX)
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10.04.2026 | 07:32:22 (dpa-AFX)
dpa-AFX Börsentag auf einen Blick: Leichte Gewinne erwartet

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