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News

31.05.2026 | 07:35:29 (dpa-AFX)
ROUNDUP 2: Kubicki gewinnt Kampfabstimmung um FDP-Vorsitz

BERLIN (dpa-AFX) - Wolfgang Kubicki ist neuer Bundesvorsitzender der FDP. Der bisherige Vizechef der Liberalen setzte sich beim Parteitag in Berlin in einer Kampfabstimmung gegen die überraschend gegen ihn antretende Europapolitikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann mit 59,27 Prozent durch. Auf Kubicki entfielen 390 der 658 gültigen Delegiertenstimmen, auf Strack-Zimmermann 259 Stimmen.

Zum Generalsekretär wählten die Delegierten den früheren bayerischen FDP-Chef Martin Hagen. Er war von Kubicki nominiert worden. Mit 58,75 Prozent erzielte er - ohne Gegenkandidaten - ein noch leicht schlechteres Ergebnis als Kubicki.

Die aus Nordrhein-Westfalen kommende Strack-Zimmermann war erst unmittelbar vor den Wahlen zum Präsidium und Bundesvorstand von 33 Delegierten nominiert worden. Sie begründete ihre Kandidatur mit der Enttäuschung vieler Mitglieder darüber, dass der NRW-Landesvorsitzende Henning Höne seine Bewerbung für den Posten des Bundesvorsitzenden zurückgezogen hatte. Damit gab es keine Alternative zu dem auch in der Partei polarisierenden Kubicki mehr.

Langjährige Mitglieder hätten die Partei deswegen bereits verlassen, sagte Strack-Zimmermann, die von manchen Delegierten anfangs ausgebuht wurde. Sie kritisierte auch den teilweise hämischen und "stillosen" Umgang von FDP-Mitgliedern mit Höne in sozialen Medien im Vorfeld des Parteitags.

Höne wurde vom Parteitag zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt - zusammen mit Svenja Hahn und Linda Teuteberg.

Kubicki sieht Chancen für FDP - Debatte über Brandmauer

In der Rede nach seiner Wahl machte Kubicki der gebeutelten FDP Mut. "Ich bin sicher, das Fenster für eine starke und mutige freiheitliche Kraft ist offen", sagte er. "Wir können es schaffen, wir werden es wagen müssen." Kubicki sagte den Liberalen in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin die Unterstützung in den bevorstehenden Wahlkämpfen zu.

In den Vorstellungsreden von Kubicki und Strack-Zimmermann ging es auch um das Verhältnis zur AfD. Strack-Zimmermann ging scharf mit Kubicki und Hagen wegen der von ihnen geführten "unsäglichen Brandmauerdebatte" ins Gericht. Dafür erhalte man nur "Schulterklopfen von reaktionären Stammtischen, die uns nie und nimmer wählen werden". Es gebe in Bund und Ländern überhaupt keine Konstellation, in der diese Frage relevant wäre.

Allerdings hatte auch Kubicki zuvor eine Kooperation mit der AfD klar abgelehnt. "Es wird mit Liberalen nie eine Zusammenarbeit mit der AfD geben, niemals."

Zweiter personeller Neuanfang innerhalb eines Jahres

Die FDP vollzieht mit der Wahl Kubickis nach einer Serie von Wahlpleiten einen personellen Neuanfang - den zweiten innerhalb von zwölf Monaten.

Nach ihrem Scheitern der Liberalen an der Fünf-Prozent-Hürde bei der Bundestagswahl im Februar 2025 war der frühere Fraktionschef Christian Dürr an die Spitze der Partei getreten. Ihm gelang es aber nicht, das Ruder herumzureißen. In diesem Jahr kassierte die FDP bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz bittere Niederlagen. In beiden Ländern kam sie nicht mehr in den Landtag. Daraufhin traten Präsidium und Bundesvorstand zurück.

Dürr attackiert zum Abschied die Regierung Merz

Dürr verabschiedete sich mit scharfer Kritik an der schwarz-roten Bundesregierung von der Spitze seiner Partei. Er warf Union und SPD eine maßlose Schuldenpolitik und fehlenden Reformwillen vor. Nach einem Jahr Amtszeit von Kanzler Friedrich Merz (CDU) stecke Deutschland mehr denn je in einer wirtschaftlichen Krise und habe die unbeliebteste Regierung in seiner Geschichte.

Lange Abgeordnetenjahre im Kieler Landtag und im Bundestag

Mit Kubicki wählten die Delegierten zwar jemanden zum Vorsitzenden, der nicht gerade ein Signal für einen Generationenwechsel ist - der aber über jahrzehntelange politische Erfahrung verfügt. Er war von 1989 bis 1993 Landesvorsitzender in Schleswig-Holstein, seit 2013 war er stellvertretender Bundesvorsitzender.

Kubicki saß von 1992 bis 2017 im Kieler Landtag. Dem Bundestag gehörte er von 1990 bis 1992, kurz von Oktober bis Dezember 2002 und dann von 2017 bis 2025 an. In diesen acht Jahren war er auch Vizepräsident des Bundestags.

Mit seiner politischen Erfahrung und seinem hohen Bekanntheitsgrad warb Kubicki auch bei seiner Kandidatur für sich. Der Golfspieler, Grauburgunder-Freund und Motorbootbesitzer versteht sich darauf, provokant zu formulieren. So nannte er jüngst Kanzler Merz einen "Eierarsch", nachdem der CDU-Chef die FDP für politisch tot erklärt hatte.

Strack-Zimmermann kritisiert auch Stil von Kubicki

Strack-Zimmermann machte deutlich, dass ihr auch dieser lautstarke Stil Kubickis missfällt. "Die Frage dieses Parteitags ist nicht, wer hat die schärfste Pointe. Die Frage ist, wer hat den klarsten, vertrauenswürdigsten Kompass für den Wiederaufstieg nach dem freien Fall."

Erste Bewährungsproben schon bei Wahlen im Herbst

Seine erste Bewährungsprobe hat das Team Kubicki bereits im September vor sich. Dann werden in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin neue Landesparlamente gewählt. Noch wichtiger werden die Landtagswahlen im April kommenden Jahres in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen sein. Schleswig-Holstein ist die Heimat von Kubicki, NRW die von Höne. Misserfolge in beiden Ländern würden die neue FDP-Spitze stark beschädigen./sk/DP/zb

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Ministerin Bär stellt sich auf Aus für Bafög-Reform ein
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ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax stabil - Neue Hoffnung im Iran-Krieg

FRANKFURT (dpa-AFX) - Ein erneuter Hoffnungsschimmer im Iran-Krieg sowie Rückenwind von den US-Börsen und aus Asien haben am Freitag vor allem deutsche Aktien aus der zweiten und dritten Reihe gestützt. Der Dax <DE0008469008> schloss lediglich 0,05 Prozent im Plus bei 25.104,70 Punkten. Damit ergibt sich für den Leitindex gleichwohl ein Wochengewinn von 0,87 Prozent. Für den als Crash-Monat verrufenen Mai beträgt das Plus sogar 3,3 Prozent. Bis zum Rekordhoch bei knapp 25.508 Punkten von Mitte Januar hat es das Börsenbarometer nicht mehr weit.

Der MDax <DE0008467416> mit den mittelgroßen Börsenunternehmen stieg am Freitag um 0,34 Prozent auf 33.352,83 Punkte. Der Nebenwerte-Index SDax <DE0009653386> setzte seinen Rekordkurs fort und legte um 0,54 Prozent zu.

Die Vereinigten Staaten und der Iran nähern sich nach US-Angaben einer Einigung auf eine Verlängerung der Waffenruhe und weitere Verhandlungen. Die Hängepartie ist damit aber noch nicht beendet. Hinsichtlich einer Absichtserklärung seien viele Fortschritte gemacht worden, es werde aber noch an einigen Punkten gearbeitet, sagte US-Vizepräsident JD Vance. Eine Zustimmung von Präsident Donald Trump sei noch offen. Aus Teheran hieß es, eine vorläufige Einigung sei bisher nicht ausformuliert und dementsprechend auch nicht bestätigt. Die Ölpreise fielen weiter.

"Am Ende der Handelswoche sind Investoren beinahe genauso schlau wie noch vor wenigen Tagen. Der Dax bleibt gefangen in einem fragilen Dreiklang aus Hoffnung, Skepsis und geopolitischen Rückschlägen", kommentierte Marktanalyst Timo Emden von Emden Research. Die Anleger erlebten derzeit ein Déjà-vu nach dem anderen. "Auf Friedenshoffnungen folgen militärische Rückschläge, nur damit kurz darauf wieder neue diplomatische Signale für vorsichtigen Optimismus sorgen. Dieses ständige Wechselspiel aus Hoffnung und neuen Fragezeichen hält die Märkte in Atem. Marktteilnehmer sehen Licht am Ende des Tunnels, wissen aber noch nicht, ob dort wirklich der Ausgang wartet", ergänzte Emden.

Nach den Entspannungssignalen aus Nahost waren Aktien aus dem Reisesektor überdurchschnittlich gefragt. So verzeichneten die Papiere des Autovermieters Sixt <DE0007231326>, des Touristikkonzerns Tui <DE000TUAG505> und der Fluggesellschaft Lufthansa <DE0008232125> Kursgewinne von jeweils knapp drei Prozent.

Der Ticketvermarkter und Veranstalter CTS Eventim <DE0005470306> war mit Schwung ins Jahr gestartet und hatte Umsatz sowie Gewinn im ersten Quartal deutlich gesteigert. Das Geschäft mit Live-Events habe positiv überrascht, kommentierte Analyst Andreas Riemann von der Investmentbank Oddo BHF. Für die Aktien ging es an der MDax-Spitze um 10,7 Prozent aufwärts. Seit Jahresbeginn steht allerdings immer noch ein Verlust von mehr als einem Fünftel zu Buche.

Die Titel des Waferherstellers Siltronic <DE000WAF3001> knüpften an ihren jüngsten Höhenflug an und stiegen mit einem Plus von gut neun Prozent auf das höchste Niveau seit mehr als vier Jahren. Seit Anfang April, als noch zeitweise 50 Euro gezahlt wurden, hat sich der Kurs damit verdoppelt. Die Anteilscheine profitieren von der anhaltenden Rally der US-Technologiewerte, vor allem aus dem Halbleitersektor im Zuge der massiven Investitionen in Künstliche Intelligenz und des damit verbundenen Wafer-Bedarfs.

Dagegen setzten sich die Gewinnmitnahmen bei Siemens Energy <DE000ENER6Y0> fort. Mit einem Minus von 2,1 Prozent gehörten die Aktien des Energietechnikkonzerns zu den schwächsten Dax-Werten.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 <EU0009658145> gab geringfügig auf 6.050,54 Punkt nach. In London gab der FTSE 100 <GB0001383545> leicht nach, wohingegen der Züricher SMI <CH0009980894> etwas zulegte. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial <US2605661048> gewann zum europäischen Börsenschluss 0,7 Prozent./la/he

--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---

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Aktien Frankfurt: Anleger setzen wieder auf verlängerte Waffenruhe im Iran-Krieg
29.05.2026 | 09:58:35 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Dax im Plus - Positive Signale zu Iran-Krieg
29.05.2026 | 09:18:34 (dpa-AFX)
Aktien Frankfurt Eröffnung: Dax legt etwas zu - Positive Signale zu Iran-Krieg

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