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News

30.08.2026 | 23:20:02 (dpa-AFX)
ROUNDUP/US-Medien: US-Militär greift iranische Raketenwerfer an

WASHINGTON (dpa-AFX) - Das US-Militär hat Medienberichten zufolge erstmals seit Ende Juli wieder Ziele im Iran angegriffen. Es nahm dabei zwei Raketenwerfer auf der Insel Larak ins Visier, wie das Nachrichtenportal "Axios" sowie die Sender Fox News und CBS News unter Berufung auf einen US-Beamten berichteten. Sie sollten daran gehindert werden, neue Seeminen in der Straße von Hormus zu legen, hieß es.

Davor hatte die iranische Nachrichtenagentur Fars unter Berufung auf lokale Anwohner berichtet, dass im Bereich der Insel Larak eine Explosion zu hören gewesen sei.

Erst diese Woche hatte US-Präsident Donald Trump dem Iran erneut mit der Zerstörung jeglicher Schiffe und Boote gedroht, die in der Straße von Hormus Seeminen verlegen. Er verwies auf eine "Null-Toleranz-Politik" bei der Verminung der Meerenge, nachdem er bereits Mitte April ähnliche Drohungen ausgesprochen hatte.

Trump verwies zudem darauf, dass sein Militär ihn darüber informiert habe, dass alle Minen aus der Straße von Hormus entfernt oder gesprengt worden seien. Der US-Präsident hatte bereits Mitte August behauptet, dass in der Meerenge sämtliche Sprengkörper entfernt oder gesprengt worden seien. Damals knüpfte er seine Aussagen daran, dass die Straße von Hormus angeblich vollständig geöffnet sei. Doch auch fast anderthalb Monate danach liegt der Schiffsverkehr weiter deutlich unter dem Vorkriegsniveau.

Seit Wochen keine Angriffe - und keine Fortschritte

Trump hatte die US-Angriffe auf den Iran Ende Juli vorerst ausgesetzt - mit der Begründung, laufenden Verhandlungen über die Straße von Hormus und das iranische Atomprogramm eine weitere Chance zu geben. Zwei Tage später wurden neue Angriffe des US-Militärs im Iran gemeldet. Anfang August sagte er dann weitere geplante Angriffe auf den Iran ab und begründete seine Entscheidung damit, dass der Iran und andere Länder in der Region darum gebeten hätten, davon abzusehen, da es nun "Umrisse einer Einigung" gebe.

Zuletzt war es in Trumps Krieg gegen den Iran ruhig geworden. Sowohl militärisch, aber auch auf diplomatischer Ebene waren keine Fortschritte zu verzeichnen. Zwar behauptete der Republikaner seither bei vielen seiner öffentlichen Auftritte, dass Teheran bezwungen worden sei und die für den weltweiten Ölhandel wichtige Meerenge geöffnet sei. Dem widerspricht die Tatsache, dass seit Monaten weiterhin kaum Schiffe durch die Straße von Hormus verkehren können.

Trump erklärte "Wirtschaftskrieg"

Nachdem Trump seit Wochen keine Fortschritte vorweisen konnte, rief er zuletzt einen "Wirtschaftskrieg" gegen den Iran aus. Zwar verkündete das Finanzministerium vereinzelte Sanktionen gegen bestimmte Personen und Unternehmen, wie sie bereits seit Wochen immer wieder veröffentlicht werden. Konkrete, tiefgreifende Maßnahmen, die tatsächlich nachhaltig die Einnahmequellen Teherans abschneiden würden, fehlen allerdings nach wie vor./ngu/DP/zb

30.08.2026 | 22:40:46 (dpa-AFX)
US-Medien: US-Militär greift iranische Raketenwerfer an
30.08.2026 | 22:05:13 (dpa-AFX)
ROUNDUP 2: Kam Sprengstoff-Drohne aus Moskau? Warten auf Konsequenzen
30.08.2026 | 21:46:51 (dpa-AFX)
Warken: Kein großer Dissens zu Ost-Regierungschefs bei Rente
30.08.2026 | 21:44:05 (dpa-AFX)
Erneut Tanker in Straße von Hormus angegriffen
30.08.2026 | 21:41:18 (dpa-AFX)
Keine Akkreditierung für Bloomberg beim G20-Finanzministertreffen
30.08.2026 | 20:35:03 (dpa-AFX)
dpa-AFX-Überblick: UNTERNEHMEN - Die wichtigsten Meldungen vom Wochenende
28.08.2026 | 18:01:21 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Fed-Chef Warsh hievt Dax auf weitere Bestmarke

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Rede von US-Notenbankchef Kevin Warsh hat den Dax <DE0008469008> am Freitag auf ein Rekordhoch getrieben. In der Spitze stieg der deutsche Leitindex bis auf 26.618,74 Punkte und überbot so seine vor zwei Wochen erreichte ehemalige Bestmarke bei 26.573,50 Zählern. Letztlich ging der Dax 0,77 Prozent höher mit 26.569,99 Punkten aus dem Handel. Damit erzielte er ein Wochenplus von mehr als anderthalb Prozent. Der MDax <DE0008467416> mit den mittelgroßen Unternehmen gewann vor dem Wochenende 0,25 Prozent auf 33.029,91 Punkte.

Fed-Chef Warsh habe auf dem Notenbanktreffen in Jackson Hole im US-Bundesstaat Wyoming an Glaubwürdigkeit gewonnen, wenn es um die Bekämpfung der hohen Inflation geht, kommentierten die Experten des Analysehauses Capital Economics. Warsh signalisierte die Bereitschaft zu einer Zinserhöhung der Fed. Die Mehrheit der Anleger erwartet nun steigende Zinsen bereits im September.

"Die Anleger spielen nach wie vor nach ihren eigenen Spielregeln und rechnen derzeit Chancen gegen Risiken auf", stellte CapTrader-Marktanalyst Timo Emden fest. Warshs Fingerzeig auf die Inflationsrisiken hätten die Marktteilnehmer zwar nicht ignoriert, aber offenbar als beherrschbar eingestuft. "Das Glas auf dem Frankfurter Börsenparkett ist nach wie vor halb voll und nicht halb leer", ergänzte Emden.

Bereits zuvor hatten die Quartalszahlen großer US-Technologieunternehmen wie Nvidia <US67066G1040> und Salesforce <US79466L3024> die Märkte angetrieben. Weiter sinkende Ölpreise besserten die Stimmung am deutschen Aktienmarkt zusätzlich. "Die Gespräche zwischen Iran und Oman machen Hoffnung auf eine Wiedereröffnung der Straße von Hormus", schrieb Kapitalmarktexperte Jürgen Molnar vom Broker RoboMarkets. "Die Börsenampel bleibt auf Grün."

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 <EU0009658145> kletterte um 0,95 Prozent auf 6.485,67 Punkte nach oben. Außerhalb der Eurozone schlossen die Leitindizes in London <GB0001383545> und Zürich <CH0009980894> leicht höher. In New York bewegten sich der Dow Jones Industrial <US2605661048> und der technologielastige Nasdaq 100 <US6311011026> zum europäischen Handelsschluss kaum.

Autowerte waren vor dem Wochenende am deutschen Aktienmarkt besonders gefragt. An der Dax-Spitze gewannen die Anteile von BMW <DE0005190003> 4,5 Prozent und profitierten von einer positiveren Haltung der Citigroup. Volkswagen <DE0007664039> und Mercedes-Benz <DE0007100000> gewannen jeweils rund drei Prozent.

Auch andere Zykliker konnten bei den Anlegern punkten. Im Dax gehörten der Chemiekonzern BASF <DE000BASF111> und der Chemikalienhändler Brenntag <DE000A1DAHH0> zu den größten Gewinnern. Im MDax spiegelte sich die Sektorenpräferenz mit kräftigen Kursgewinnen für Lanxess <DE0005470405> und Wacker Chemie <DE000WCH8881> wider.

Die Aktien von Siemens <DE0007236101> erreichten sogar ein Rekordhoch und stiegen schlussendlich um ein Prozent. Damit erholte sich der Technologiekonzern endgültig von den zwischenzeitlichen Gewinnmitnahmen nach den Quartalszahlen Anfang des Monats.

Weiter auf Rallykurs befanden sich die Aktien von Deutz <DE0006305006>, die am Freitag auf den höchsten Stand seit 1998 kletterten und letztlich um vier Prozent anzogen. Die Übernahme der Flensburger Fahrzeugbau Gesellschaft (FFG) ist für den Kölner Motorenbauer, der sich damit stärker im Rüstungsgeschäft engagiert, derzeit der stärkste Treiber.

Die Papiere von Traton <DE000TRAT0N7> verloren dagegen 1,4 Prozent, nachdem die Schweizer Bank UBS sie nach starkem Lauf von "Buy" auf "Neutral" abgestuft hatte. Das Margenziel des Nutzfahrzeugherstellers sei zwar konservativ gesetzt und könnte noch etwas steigen, der Marktkonsens habe sich aber wohl bereits darauf eingestellt, hieß es von den Analysten.

Die Titel des Software-Unternehmens Nemetschek <DE0006452907> gaben nach dem Vortagsplus von fast 10 Prozent um 0,9 Prozent nach. Händler verwiesen auf einen schwächeren Cashflow-Ausblick des US-Wettbewerbers Autodesk <US0527691069> als kleine Belastung.

Der jüngsten Erholung des Aktienkurses von Redcare Pharmacy <NL0012044747> versetzte eine Personalie einen Dämpfer. Olaf Heinrich entschied sich nach drei Jahren an der Unternehmensspitze zum Rückzug. Als Nachfolger ist Peter Schmid von Linstow vorgesehen, der seit April 2026 bereits Mitglied im Aufsichtsrat ist. Die Redcare-Anteile büßten als Schlusslicht im Kleinwerte-Index SDax <DE0009653386> 5,9 Prozent ein./niw/he

--- Von Nicklas Wolf, dpa-AFX ---

28.08.2026 | 17:45:40 (dpa-AFX)
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28.08.2026 | 16:50:34 (dpa-AFX)
INDEX-FLASH: Dax nach Warsh-Rede mit erneutem Rekordhoch
28.08.2026 | 14:24:28 (dpa-AFX)
Aktien Frankfurt: Dax-Anleger vor Warsh-Rede mit Respekt vor Rekordhoch
28.08.2026 | 11:51:32 (dpa-AFX)
Aktien Frankfurt: Dax läuft Rekordhoch an vor Warsh-Rede
28.08.2026 | 09:53:43 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Dax läuft Rekordhoch an vor Warsh-Rede

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