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News

13.08.2026 | 12:05:33 (dpa-AFX)
AKTIE IM FOKUS: Endgültige Halbjahresbilanz von Evotec vergrault erneut Anleger

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Börse hat die Evotec <DE0005664809>-Papiere am Donnerstag nach einer schwachen Halbjahresbilanz noch einmal abgestraft. Die vorgelegten endgültigen Zahlen entsprachen zwar den bereits seit Mitte Juli bekannten Eckdaten, dennoch rutschten die Anteilsscheine des Hamburger Wirkstoffentwicklers und Pharmaforschers um bis zu sieben Prozent ab.

Zuletzt betrug das Minus noch rund 5,5 Prozent bei 3,64 Euro. Die leichte Aufwärtsbewegung der vergangenen Handelstage ist damit zu einem großen Teil wieder zunichte.

Evotec hatte im vergangenen Monat die Börse bereits mit einer Gewinnwarnung verärgert. Der Aktienkurs war binnen eines Handelstages in der Spitze um mehr als ein Drittel eingebrochen und auf den tiefsten Stand seit zehn Jahren gesackt. Von diesem Verfall hatte sich das Papier bisher kaum erholt. Im laufenden Jahr steht ebenfalls ein Verlust von rund einem Drittel zu Buche. Binnen fünf Jahren hat die Aktie sogar fast die Hälfte an Wert eingebüßt.

RBC-Analyst Charles Weston zeigte sich unterdessen von Evotecs Halbjahresbilanz wenig überrascht. Die endgültigen Zahlen hätten den vorläufigen Kennziffern entsprochen, auch die bereits gesenkte Prognose sei bestätigt worden. Er hob zudem die stark schwankende Entwicklung der Evotec-Tochter Just-Evotec Biologics im zweiten Quartal hervor.

Nicht nur Just-Evotec, auch das Geschäft mit der Forschung und der vorklinischen Wirkstoffentwicklung sei für die Hanseaten deutlicher schlechter gelaufen, als ursprünglich vor der Gewinnwarnung noch am Markt erwartet worden sei, so der Experte. Der Konzern selbst begründete die Abweichung im Forschungsbereich mit einer verhaltenen Kundennachfrage sowie mit einer "schwächeren Umwandlung von Verkäufen in Umsätze".

Wegen der Umsatzeinbußen und höherer Kosten unter anderem für den Konzernumbau war Evotec sowohl im zweiten Quartal als auch im ersten Halbjahr noch weitaus tiefer in die roten Zahlen gerutscht.

Nach einer profitablen Corona-Zeit schreibt das einstige Biotech-Vorzeigeunternehmen aber schon seit mehreren Jahren Verluste. Der 2024 angetretene Evotec-Chef Christian Wojczewski hat deshalb eine Restrukturierung in der Forschung eingeläutet, samt massivem Stellenabbau und einer Verkleinerung des Standortnetzwerks.

Der Manager sieht den Konzern indes auf einem guten Weg und sprach laut Mitteilung vom Donnerstag von ersten positiven Effekten des aktuellen Umbauprogramms. Dabei zeigte er sich erneut zuversichtlich, die Einsparziele für das laufende Jahr zu erreichen. Bis Ende 2027 will der Konzern seine Kostenbasis um rund 75 Millionen Euro senken - 2026 sollen davon 20 bis 30 Prozent erreicht sein./tav/nas/mis

13.08.2026 | 12:04:07 (dpa-AFX)
Drohnensichtung beeinträchtigt Flugbetrieb
13.08.2026 | 12:03:11 (dpa-AFX)
Aktien Frankfurt: Dax bleibt mit Gewinnen am Rekordhoch dran
13.08.2026 | 11:55:01 (dpa-AFX)
EQS-News: 25 Jahre Redcare Pharmacy: Vom digitalen Pionier zur führenden Online-Apotheke Europas. (deutsch)
13.08.2026 | 11:52:33 (dpa-AFX)
AKTIEN IM FOKUS: Auftragsboom bei Vincorion treibt Aktie und Rüstungsbranche an
13.08.2026 | 11:48:17 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Grenke macht weniger Neugeschäft - Aktie fällt
13.08.2026 | 11:47:01 (dpa-AFX)
EQS-DD: CANCOM SE (deutsch)
13.08.2026 | 12:03:11 (dpa-AFX)
Aktien Frankfurt: Dax bleibt mit Gewinnen am Rekordhoch dran

FRANKFURT (dpa-AFX) - Beim Dax <DE0008469008> dürfen die Anleger am Donnerstag mit einer Fortsetzung der Rekordserie liebäugeln. Mit guten Vorgaben aus Asien und gemilderten Zinssorgen im Rücken legte der Leitindex zu, blieb aber noch unter der Bestmarke von 26.573 Zählern. Stützend wirkt auch, dass der Anstieg der Ölpreise eine Pause machte. Tatsächlich bleibt die Lage im Iran-Krieg aber weiter unklar.

Gegen Mittag legte der Dax um ein halbes Prozent auf 26.465 Punkte zu. Ihm fehlten dabei noch gut hundert Punkte zum Rekord, in dessen Folge es am Mittwochnachmittag vorübergehend zu Gewinnmitnahmen gekommen war. In der zweiten deutschen Börsenreihe gab der MDax <DE0008467416> am Donnerstag allerdings um 0,1 Prozent auf 32.311 Zähler nach.

Am Markt hieß es, gepaart mit den schwachen Arbeitsmarktdaten der Vorwoche gebe eine gesunkene Inflationsrate der US-Notenbank mehr Spielraum, ihre Geldpolitik beizubehalten. "Das Glas ist damit heute Morgen halb voll und nicht halb leer", schrieb Marktbeobachter Jürgen Molnar vom Broker Robomarkets. "Solange von der Zinsseite kein neuer Gegenwind kommt, spricht wenig dafür, dass die Käufer plötzlich die Segel streichen."

In Deutschland lag der Fokus auf dem weiteren Verlauf der Berichtssaison, nun allerdings mit starker Konzentration auf Nebenwerte. Aus dem Dax konnte nur der Versorger RWE <DE0007037129> mit finalen Zahlen aufwarten, die ohne große Neuigkeiten blieben. Mit 0,3 Prozent Plus lagen die Aktien zuletzt im Dax-Mittelfeld. Laut dem Goldman-Sachs-Experten bringt der Bericht "aber die Saat für weitere Wachstumsbeschleunigung" aus.

Eine Dax-Stütze waren die Papiere von Rheinmetall <DE0007030009> in einem guten Rüstungsumfeld, das von zwei Nebenwerten geprägt wurde. Um 12 Prozent schnellten die im SDax enthaltenen Titel von Vincorion <DE000VNC0014> nach oben. Sie folgten damit der Tatsache, dass der Rüstungszulieferer jetzt etwas optimistischer auf den Jahresumsatz blickt. David Perry von JPMorgan lobte, das zweite Quartal sei stark gewesen.

Im MDax knüpften die TKMS<DE000TKMS001>-Aktien mit zehn Prozent Plus an ihre vom Ausblick getriebene Vortagsrally an, nachdem sie vom US-Analysehaus Bernstein auf "Outperform" hochgestuft wurden. Der Experte Adrien Rabier glaubt an kräftig steigende Analystenschätzungen. Der TKMS-Rally ein Stück nach oben folgen konnten die Papiere des Mutterkonzerns Thyssenkrupp <DE0007500001>, der mit seinen eigenen Ergebnissen auf eher skeptische Stimmen stieß.

Mit mehr als sieben Prozent kräftig unter Druck gerieten im MDax aber die Papiere von Lanxess <DE0005470405>, nachdem sie von der Berenberg Bank zum Verkauf empfohlen wurden. "Nicht viel Wachstum, aber zu hohe Schulden", titelte Sebastian Bray in seinem Urteil über den Spezialchemiekonzern. Die Markterwartungen bezüglich einer Gewinnerholung hält er für zu optimistisch.

Die Berichtssaison konzentrierte sich am Donnerstag stark auf den Kleinwerte-Index SDax <DE0009653386> - mit Licht und Schatten. Neben Vincorion konnten noch die Anleger des Autovermieters Sixt <DE0007231334> und des IT-Sicherheitsunternehmens Secunet Security <DE0007276503> deutlichere Kursgewinne von 2,6 respektive fünf Prozent einstecken.

Die Liste der SDax-Verlierer war nach vorgelegten Resultaten aber auch lang. Zwischen 1,9 und 6,5 Prozent ging es bei Grenke <DE000A161N30>, Eckert & Ziegler <DE0005659700>, Energiekontor <DE0005313506> sowie Evotec <DE0005664809> bergab. Hellofresh <DE000A161408> reduzierte den Kursverlust auf 0,4 Prozent, nachdem der Kochboxenversender sein Umsatzziel am unteren Endes der Spanne präzisierte.

Im Nachgang der Zahlen vom Vortag waren im SDax die Titel von Indus Holding <DE0006200108> noch sehr begehrt. Nach einer Kaufempfehlung der Privatbank Metzler und einem hohen Kursziel, das von Warburg Research genannt wurde, zogen sie um bis zu zehn Prozent an. Der Metzler-Experte Victor Beyer attestierte der Beteiligungsgesellschaft Verbesserungen im gesamten Portfolio./tih/stk

13.08.2026 | 10:47:22 (dpa-AFX)
Dax-Vorstände verdienen 42 Mal so viel wie die Beschäftigten
13.08.2026 | 10:06:00 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien Frankfurt: Dax legt zu - Fortsetzung der Rekordserie denkbar
13.08.2026 | 09:22:51 (dpa-AFX)
Aktien Frankfurt: Dax legt zu - Fortsetzung der Rekordserie denkbar
13.08.2026 | 08:20:52 (dpa-AFX)
Aktien Frankfurt Ausblick: Mit leichten Gewinnen bleibt erneuter Rekord greifbar
13.08.2026 | 07:34:08 (dpa-AFX)
dpa-AFX Börsentag auf einen Blick: Rekordlauf könnte weiter gehen
13.08.2026 | 06:42:14 (dpa-AFX)
DAX-FLASH: Leichte Gewinne in Sichtweite des Rekords vom Vortag

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