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News

10.07.2026 | 11:51:52 (dpa-AFX)
Neue Regeln: Reparieren statt Wegwerfen wird bald Pflicht

BERLIN (dpa-AFX) - Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland haben künftig das Recht auf Reparatur von Geräten. Nachdem der Bundestag das Gesetz zur Förderung der Reparatur von Waren bereits Ende Juni beschlossen hatte, gaben nun auch die Länder im Bundesrat grünes Licht.

Hersteller bestimmter Produkte wie etwa Waschmaschinen, Mobiltelefone, Tablets oder E-Bikes werden damit gesetzlich verpflichtet, ihre Produkte während der üblichen Lebensdauer zu einem angemessenen Preis zu reparieren. Außerdem müssen die Geräte künftig so konstruiert sein, dass man sie reparieren kann. Wer also etwa den Akku so verbaut, dass ein Tausch nicht möglich ist, verstößt gegen das Gesetz.

Ausnahmen von diesem Grundsatz gelten nur für Verträge zwischen Unternehmen. Zwischen ihnen soll der Anspruch auf Reparierbarkeit vertraglich ausgeschlossen werden können. Die Neuregelung sieht auch Anreize für die Verbraucher vor: Entscheiden sie sich für eine Reparatur statt für den Tausch eines defekten Geräts, verlängert sich eine laufende Gewährleistungsfrist um zwölf Monate.

Inkrafttreten des neuen Gesetzes

Das Gesetz tritt stufenweise in Kraft. Das Recht, vom Hersteller eine Reparatur zu fordern, wird ab Ende Juli gelten - und zwar auch für Geräte, die schon vorher gekauft wurden. Die Verpflichtung, reparierbare Geräte herzustellen, und die Verlängerung der Gewährleistungsfrist sollen dagegen für Geräte gelten, die ab dem 31. Juli gekauft werden. Die neue Regelung für Kaufverträge zwischen Unternehmen soll erst gelten, wenn diese nach dem 31. Dezember 2027 geschlossen wurden.

Umsetzung von EU-Richtlinie

Mit dem geplanten Gesetz wird die sogenannte "Recht-auf-Reparatur-Richtlinie" der Europäischen Union in deutsches Recht umgesetzt. Die EU-Richtlinie gehört zu einer ganzen Reihe von Vorhaben der Europäischen Union, mit denen Elektroschrott reduziert und Verbraucherrechte gestärkt werden sollen. Belastbare Schätzung dazu wie viel Müll mit der Richtlinie vermieden wird, gibt es nicht./laf/DP/mis

10.07.2026 | 11:48:19 (dpa-AFX)
EQS-Stimmrechte: HENSOLDT AG (deutsch)
10.07.2026 | 11:46:31 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Bundestag beschließt Gesundheits-Sparpaket
10.07.2026 | 11:42:35 (dpa-AFX)
Hitzeglocke kommt nach Deutschland - bis zu 35 Grad am Wochenende
10.07.2026 | 11:40:13 (dpa-AFX)
Druck und Debatten in der Partei: Berlins Bürgermeister fehlt im Bundesrat
10.07.2026 | 11:39:17 (dpa-AFX)
Bahn zu Köln-Wuppertal-Hagen: Generalsanierung wird günstiger als geplant
10.07.2026 | 11:38:36 (dpa-AFX)
Kiew: Russische Verluste hoch und Eroberungstempo halbiert
10.07.2026 | 10:04:46 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Dax behauptet sich nach Erholung

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach der Vortageserholung hat der deutsche Aktienmarkt zum Wochenschluss einen verhaltenen Handelsauftakt verzeichnet. Die Vorgaben sind angesichts erholter Aktienmärkte in Asien bei wieder etwas höheren Ölpreisen durchwachsen. Im Anlegerfokus steht der weiterhin ungelöste militärische Konflikt zwischen den USA und dem Iran.

Der Dax <DE0008469008> notierte am Freitagvormittag kaum verändert bei 25.113 Punkten, nachdem er tags zuvor um knapp ein Prozent zugelegt hatte. Damit deutet sich für den Leitindex ein Wochenverlust von rund zweieinhalb Prozent an. Der MDax <DE0008467416>, der Index der mittelgroßen Werte, stieg am Freitag um 0,4 Prozent auf 31.964 Zähler.

Angesichts des wieder im Fokus stehenden Iran-Kriegs und den damit deutlich gestiegenen Ölpreisen verwundert die klar negative Wochenbilanz nicht, obwohl der Dax am Montag zunächst noch ein weiteres Rekordhoch von 25.900 Punkten erreicht hatte. Nach einem zwischenzeitlichen Rückschlag bis auf 24.830 Punkte konnte er sich aber immerhin etwas fangen und sich wieder über die 21-Tage-Linie retten, die als Indikator für den kurzfristigen Trend gilt.

Trotz aller Angriffe arbeiten Washington und Teheran laut der US-Regierung weiter an einer diplomatischen Lösung des Konflikts. "Die Vereinigten Staaten setzen sich weiterhin für eine Lösung ein, und die technischen Gespräche laufen weiter", sagte ein Regierungsbeamter der Deutschen Presse-Agentur. "Der Markt scheint die jüngsten Spannungen zwischen den USA und dem Iran eher als Belastung für den Waffenstillstandsprozess denn als vollständigen Zusammenbruch zu sehen", sagte ING-Rohstoffstratege Warren Patterson der Nachrichtenagentur Bloomberg.

Der durch US-Glyphosatklagen von hohen Schulden belastete Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer <DE000BAY0017> verschafft sich durch einen Milliardendeal mit der Beteiligungsgesellschaft Apollo mehr finanziellen Spielraum. Apollo erhält eine Minderheitsbeteiligung an einer neuen

Gesellschaft, in die Bayer sein Geschäft mit Verhütungsmitteln. Dadurch sichern sich die Leverkusener 3,0 Milliarden Euro Eigenkapital. Die Bayer-Anteilsscheine legten um 1,1 Prozent zu.

Der VW<DE0007664039>-Konzern streicht seine Modellpalette deutlich zusammen. Die Zahl der Modelle im Konzern solle schrittweise um bis zu 50 Prozent schrumpfen, die Anzahl möglicher Ausstattungsoptionen um bis zu 75 Prozent sinken, kündigte der Konzern nach einer Aufsichtsratssitzung in Wolfsburg an. Dem aktuellen Plan mangele es an Details, Investoren wünschten sich weiterreichende Nachrichten zur Umstrukturierung, doch Betriebsrat und Politik lehnten dies ab, kommentierte ein Händler am Morgen. Die VW-Vorzugsaktie stieg um 0,6 Prozent.

Für die Papiere von Salzgitter <DE0006202005> ging es um 8,8 Prozent aufwärts, nachdem die US-Bank JPMorgan die Einstufung der Papiere von "Underweight" auf "Overweight" gedreht und das Kursziel von 31,40 auf 65,00 Euro mehr als verdoppelt hatte. Analyst Dominic O'Kane wird optimistisch für die europäische Stahlbranche. Die Protektionsmaßnahmen der Politik zeigten Wirkung und die Gewinnentwicklung der Unternehmen werde Fahrt aufnehmen, schrieb er. Für das zweite Halbjahr geht der Experte von steigenden Stahlpreisen in Europa aus.

Die Aktien von Dürr <DE0005565204> sackten auf das tiefste Niveau seit mehr als sechs Jahren ab und verloren zuletzt 2,7 Prozent. Berenberg-Analystin Yasmin Steilen hatte die bisherige Kaufempfehlung für die Titel des Anlagenbauers einkassiert und das Kursziel von 40 auf 21 Euro nahezu halbiert. Dürr benötige "frischen Lack", schrieb sie in Anspielung auf das Geschäft mit Lackieranlagen. Die Abhängigkeit des Unternehmens von den Ausgaben der Autobranche, die ihrerseits schwierige Zeiten durchlebt, sieht sie kritisch./edh/mis

10.07.2026 | 09:16:43 (dpa-AFX)
Aktien Frankfurt Eröffnung: Dax tritt auf der Stelle
10.07.2026 | 08:15:05 (dpa-AFX)
Aktien Frankfurt Ausblick: Verhaltener Handelsauftakt erwartet
10.07.2026 | 07:33:59 (dpa-AFX)
dpa-AFX Börsentag auf einen Blick: Dax behauptet Erholungsgewinne
10.07.2026 | 06:44:41 (dpa-AFX)
DAX-FLASH: Wenig verändert erwartet
09.07.2026 | 18:15:37 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax nach Talfahrt stabil über 25.000 Punkten
09.07.2026 | 17:53:30 (dpa-AFX)
Aktien Frankfurt Schluss: Dax nach Talfahrt stabil über 25.000 Punkten

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