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News

09.09.2026 | 20:55:00 (dpa-AFX)
RWE-Chef fordert besseren Schutz des Stromnetzes

BERLIN (dpa-AFX) - RWE <DE0007037129>-Chef Markus Krebber fordert nach einer Serie von Sabotage-Angriffen auf das Stromnetz in mehreren Bundesländern einen besseren Schutz kritischer Infrastruktur. "Wir müssen aus den Erfahrungen auch die Lehren ziehen, und zwar schnell", sagte Krebber beim Sommerfest des Energiekonzerns in Berlin. Die akute Bedrohungslage der Gesellschaft und der lebensnotwendigen kritischen Infrastruktur durch hybride Angriffe könne nicht mehr mit Regeln und bürokratischen Prozessen aus "Friedenszeiten" bewältigt werden.

"Mehr Geheimhaltung"

Krebber kritisierte Transparenzgesetze, die die kritische Infrastruktur öffentlich machten. "Eigentlich muss die Devise sein: Geheimhaltung statt Transparenz." Zudem dürften Unternehmen wie RWE zwar mit technischen Möglichkeiten wie Videosensorik ihr eigenes Betriebsgelände überwachen. "Die Angreifer bereiten sich aber außerhalb der Betriebsgelände auf mögliche Angriffe vor." Man müsse die Möglichkeiten haben, Bedrohungslagen früher zu erkennen, sagte Krebber: "Wir müssen die kritische Infrastruktur auch im öffentlichen Raum mit allen technischen Möglichkeiten, die verfügbar sind, überwachen dürfen."

Der RWE-Chef sprach auch den heiklen Punkt einer "physischen Notwehr" an. Wenn eine Drohne im Anflug sei und man wisse, der Schaden werde groß sein, dann könne nicht die Lösung sein, 110 anzurufen. "Wir brauchen eine Debatte, wie wir in engerer Zusammenarbeit zwischen Sicherheitsbehörden, Öffentlichkeit und auch den Unternehmen den Schutz der kritischen Infrastruktur verbessern."

Stromleitungen im Visier

Nach der Serie von Sabotage-Angriffen auf das Stromnetz hatte die Polizei einen verdächtigen 48-Jährigen festgenommen. Die Ermittler glauben, dass er an mehreren Orten in Nordrhein-Westfalen, Brandenburg und Sachsen versucht hat, Stromleitungen in der Nähe von Kohlekraftwerken zu sabotieren - in einigen Fällen soll ihm das gelungen sein.

Unter kritischer Infrastruktur versteht man all jene Bereiche, deren Beeinträchtigung oder Ausfall zu Versorgungsengpässen, Störungen der öffentlichen Sicherheit und weiteren dramatischen Folgen führen kann. Dazu gehören beispielsweise Energie, Informationstechnik, Transport und Verkehr./hoe/DP/nas

09.09.2026 | 20:42:33 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Tote und Verletzte bei russischen Angriffen in der Ukraine
09.09.2026 | 20:36:46 (dpa-AFX)
IRW-News: GR Silver Mining Ltd.: GR Silver Mining gibt die Gewährung von Incentive-Zuteilungen bekannt
09.09.2026 | 20:34:44 (dpa-AFX)
Zoff um Milliarden: Merz pocht auf kleineres EU-Budget
09.09.2026 | 20:34:13 (dpa-AFX)
Apple bringt erstes auffaltbares iPhone heraus
09.09.2026 | 20:33:57 (dpa-AFX)
GNW-News: Ensurge Micropower zieht in neuen Standort in San Jose um, um die Entwicklung von Festkörper-Mikrobatterien voranzutreiben
09.09.2026 | 20:27:53 (dpa-AFX)
Merz: Wenig Anzeichen für russische Verhandlungsbereitschaft
09.09.2026 | 18:05:17 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Deutliche Verluste - Ölpreis über 100 Dollar

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der weiter steigende Ölpreis hat zur Wochenmitte die Kurse im deutschen Aktienhandel stark belastet. Der Leitindex Dax <DE0008469008> fiel am Mittwoch bei hohen Umsätzen um 1,66 Prozent auf 25.576,45 Punkte und rutschte damit auf das Niveau von Ende Juli. Für den MDax <DE0008467416> der mittelgroßen Börsentitel ging es um 1,43 Prozent auf 32.078,48 Zähler nach unten.

Der Preis für ein Fass der Referenzsorte Brent aus der Nordsee ließ am Mittwoch die Marke von 100 US-Dollar hinter sich. Raffinierte Produkte wie Diesel legten noch stärker zu, da sich der Konflikt im Nahen Osten bis ins Rote Meer nahe Saudi-Arabien ausgeweitet hat. Die europäischen Erdgaspreise stiegen den vierten Handelstag in Folge.

Die Investoren fürchteten weitere Störungen der Ölproduktion und -transporte und preisten folglich höhere Energiepreise für längere Zeit ein, schrieb Stratege Jim Reid von der Deutschen Bank. "Die Skepsis nimmt zu, dass die Ölpreise in den kommenden Monaten deutlich zurückgehen".

Die Marktteilnehmer dürften sich aber auch mit Blick auf die Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank am Donnerstag mit Aktienkäufen zurückgehalten haben. Erwartet wird die zweite Zinserhöhung in diesem Jahr. Höhere Zinsen lassen Aktien gegenüber festverzinslichen Anleihen weniger attraktiv erscheinen.

Mit Blick auf Einzelwerte hatte die Deutsche Börse <DE0005810055> eine Wandelanleihe platziert. Damit sollen allgemeine Unternehmenszwecke und Verbindlichkeiten finanziert werden. Die Aktien des Börsenbetreibers verloren 2,3 Prozent.

Die Deutsche Bank hatte die Papiere von Beiersdorf <DE0005200000> zum Verkauf empfohlen. Die europäischen Konsumgüterkonzerne notierten relativ zum Gesamtmarkt auf dem tiefsten Niveau seit 18 Jahren, schrieb Experte Tom Sykes. Daher stelle er zwar wieder und wieder seine Underperformance-These auf den Prüfstand. Unglücklicherweise aber dürften die Geldbeutel der Konsumenten dem Wirtschaftswachstum auch künftig nicht folgen können, was die Gewinne und Bewertungen der Branche weiter unter Druck setze. Die Anteilsscheine von Beiersdorf fielen ebenfalls um 2,3 Prozent.

Unter den wenigen Gewinnern im Dax legten die Papiere von RWE <DE0007037129> um 1,7 Prozent zu. Am Markt wurde auf einen Stromabnahmevertrag zwischen dem Suchmaschinenbetreiber Google <US02079K1079> und dem finnischen Energieversorger Fortum <FI0009007132> verwiesen. Die Vereinbarung untermauere für die Versorgungsunternehmen in der Europäischen Union das Thema "Energie für Künstliche Intelligenz", schrieb Experte Ahmed Farman vom Analysehaus Jefferies. Er sprach von einem positiven Signal nicht zuletzt für RWE. Die Essener hätten bereits auf die potenziellen Chancen durch die Nachfrage von Rechenzentren hingewiesen.

Als Schlusslicht im MDax sackten die Aktien des Online-Gebrauchtwagenhändlers Auto1 <DE000A2LQ884> um 6,5 Prozent ab. Für Verunsicherung hatte offenbar gesorgt, dass der Finanzchef Christian Wallentin sein Amt aus familiären Gründen niederlegt. Mitgründer und Vorstandschef Christian Bertermann übernimmt bis zur Nachbesetzung die Verantwortung für das Ressort.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 <EU0009658145> büßte 1,58 Prozent auf 6.311,56 Punkte ein. Außerhalb der Eurozone gingen der FTSE 100 <GB0001383545> in London und der SMI <CH0009980894> in Zürich ebenfalls schwach aus dem Handel. In New York gab der Dow Jones Industrial <US2605661048> zum europäischen Handelsschluss um knapp ein Prozent nach./la/nas

--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---

09.09.2026 | 17:48:31 (dpa-AFX)
Aktien Frankfurt Schluss: Deutliche Verluste - Ölpreis über 100 Dollar belastet
09.09.2026 | 14:29:09 (dpa-AFX)
Aktien Frankfurt: Ölpreis über 100 Dollar belastet - Warten auf Zinsentscheid
09.09.2026 | 11:45:28 (dpa-AFX)
Aktien Frankfurt: Ölpreis über 100 Dollar belastet - Abwarten vor EZB-Sitzung
09.09.2026 | 09:35:30 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Ölpreis belastet - Zinserhöhung erwartet
09.09.2026 | 09:12:39 (dpa-AFX)
Aktien Frankfurt Eröffnung: Ölpreis belastet - Zinserhöhung durch EZB erwartet
09.09.2026 | 08:11:25 (dpa-AFX)
Aktien Frankfurt Ausblick: Ölpreis belastet - Zinserhöhung durch EZB erwartet

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