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News

05.11.2026 | 18:59:22 (dpa-AFX)
ROUNDUP 2: Signa-Gründer Benko wegen Millionenbetrugs verurteilt

INNSBRUCK (dpa-AFX) - Der österreichische Immobilienunternehmer René Benko ist in einem neuen Verfahren wegen schweren Betrugs verurteilt worden. Das Landesgericht Innsbruck sah es als erwiesen an, dass der Gründer der Signa-Gruppe einen Investor um fünf Millionen Euro geschädigt hatte, wie eine Sprecherin des Gerichts der Deutschen Presse-Agentur sagte. Zuvor hatten österreichische Medien berichtet. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Der Ex-Milliardär erhielt demnach eine Zusatzstrafe von zwei Jahren. Damit wird eine bisherige Strafe von zweieinhalb Jahren Haft ausgeweitet, die in einem vorangegangenen Prozess wegen Schädigung von Gläubigern verhängt worden war.

Das Gericht folgte der Darstellung der Anklage, wonach Benko die Privatstiftung des Industriellen Hans Peter Haselsteiner betrogen hat, indem er dem Investor eine "wahrheitswidrige Garantie" zur Begleichung der Millionensumme gegeben habe. Der Gründer der Immobilien- und Handelsgruppe Signa und der Ex-Chef des Baukonzerns Strabag <AT000000STR1> waren jahrelang geschäftlich eng verbunden.

Anklägerin: Benko täuschte Investor

Aus Sicht der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) brauchte Benko das Geld Anfang November 2023 dringend für die Sporthandelstochter Sportscheck. Nur die Garantieerklärung Benkos habe die Privatstiftung Haselsteiners veranlasst, eine Millionensumme zuzuschießen. Die Garantieerklärung wurde kurz vor der Signa-Insolvenz abgegeben. Sie habe rein zur Täuschung gedient, und Benko habe nie ernsthaft vorgehabt, Haselsteiner das Geld zurückzuzahlen, argumentierte die Oberstaatsanwältin laut der österreichischen Nachrichtenagentur APA.

Der 49-jährige Angeklagte wies die Vorwürfe zurück. Haselsteiner betonte hingegen als Zeuge die Bedeutung der Garantie. Er sei um fünf Millionen Euro gebeten worden - und er hätte sie nicht ohne die Zusage Benkos zur Verfügung gestellt, erklärte er.

Freispruch zu Luxus-Gewehr

In einem zweiten Anklagepunkt wurde der Signa-Gründer freigesprochen. Das Gericht sah es nicht als erwiesen an, dass er ein Luxus-Jagdgewehr im Wert von 80.000 Euro vor Gläubigern verborgen habe.

Zuvor war Benko im September wegen Gläubiger-Schädigung zu 30 Monaten Haft verurteilt worden. Er habe einen Mietkostenvorschuss von 360.000 Euro für ein Anwesen in Innsbruck geleistet, obwohl es um sein Signa-Firmen-Imperium bereits sehr kritisch stand, urteilte das Landesgericht Innsbruck.

Benko bleibe nach dem jüngsten Urteil weiter in Untersuchungshaft, sagte die Gerichtssprecherin. Er darf diese Haft seit Mitte Oktober mit einer Fußfessel in einer Privatwohnung verbringen. Weitere Ermittlungen gegen Benko rund um den Zusammenbruch der Signa-Gruppe laufen noch in Österreich und anderen Ländern, darunter auch in Deutschland.

Benko hatte den Signa-Konzern im Lauf von rund 20 Jahren zu einer bekannten Marke für Immobilien in exklusiven Innenstadt-Lagen ausgebaut. Der Einstieg in den stationären Handel bei den deutschen Kaufhausketten Kaufhof und Karstadt, steigende Zinsen, verlorenes Vertrauen der Banken und Managementfehler trieben Signa schließlich in die Insolvenz./al/DP/zb

05.11.2026 | 18:58:06 (dpa-AFX)
Staatliches Tierhaltungslogo erneut verschoben
05.11.2026 | 18:57:45 (dpa-AFX)
Bitcoin fällt auf den tiefsten Stand seit Mitte September
05.11.2026 | 18:57:09 (dpa-AFX)
Bundestag beschließt Videoüberwachung für Schlachthöfe
05.11.2026 | 18:55:28 (dpa-AFX)
Aktien Europa Schluss: Ins Minus gerutscht - Ausverkauf im US-Tech-Sektor
05.11.2026 | 18:53:23 (dpa-AFX)
Aktien Wien Schluss: ATX gibt nach Stimmungsumschwung etwas nach
05.11.2026 | 18:48:24 (dpa-AFX)
AKTIEN IM FOKUS: Tesla und SpaceX noch tiefer im Sog der Regulierungssorgen
05.11.2026 | 18:05:14 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax-Rally endet am Rekordhoch - US-Turbulenzen

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach einem zwischenzeitlich erreichten Rekordhoch des Dax <DE0008469008> sind die Anleger am Donnerstag doch wieder etwas skeptischer geworden. Der deutsche Leitindex schraubte seine Bestmarke erst bis auf knapp 26.693 Punkte nach oben, doch wegen aufkommender Turbulenzen an den US-Börsen gingen die Anleger nach dem Wahlerfolg der Demokraten auch in Frankfurt lieber in die Defensive.

Gebremst von weiter abrutschenden KI-Werten und den Rheinmetall-Aktien <DE0007030009>, die ihren Anlegern nach Zahlenvorlage einen rabenschwarzen Tag bescherten, ging der Dax 0,43 Prozent tiefer bei 26.325,01 Zählern aus dem Handel. Der MDax <DE0008467416> schloss 0,92 Prozent niedriger bei 30.891,56 Zählern.

Nachdem die Zwischenwahlen dem US-Präsidenten Donald Trump eine herbe Schlappe einbrachten, hatte sich die Verkaufswelle bei KI-Werten am Donnerstag in New York massiv beschleunigt. Anders als am Vortag erfasste sie nun die ganze Nasdaq-Börse und auch den US-Leitindex Dow Jones Industrial <US2605661048>.

"Auf die Wahleuphorie folgt die Ernüchterung", sagte dazu der Experte Salah-Eddine Bouhmidi vom Broker IG. Im Mittelpunkt stünden die Sorgen um die Zukunft des KI-Booms, da Anleger befürchteten, dass nach dem Wahlsieg der Demokraten strengere Auflagen den Ausbau von Rechenzentren bremsen und Projekte verzögern könnten.

Laut den Experten von Index-Radar hatte der Dax zuletzt seine relative Stärke im Vergleich zu den US-Indizes weiter ausgebaut, weshalb der Dow als US-Konterpart zu einer Bestmarke auf Abstand geblieben sei. Die Experten halten die Situation in New York aber zunehmend für eine "Übertreibung auf der Unterseite" und betonten daher am Donnerstag den Bedarf, ein konsequentes Risikomanagement zu betreiben.

"Besonders KI-Aktien stehen unter Druck, während Kapital verstärkt in defensivere Marktsegmente fließt", sagten die Index-Radar-Experten weiter. Dies führte im Dax dazu, dass die Aktien von Infineon <DE0006231004> ihren jüngsten Kursrutsch mit einem 8,5 Prozent großen Abschlag fortsetzten. Dem schlossen sich viele Chip-Zulieferfirmen aus MDax und SDax an, aber mit Siemens Energy <DE000ENER6Y0> und Hochtief <DE0006070006> litten auch andere deutsche Dax-Werte mit ehemals eingepreister KI-Fantasie.

Für die größte Belastung im Dax sorgte aber Rheinmetall. Nachdem der Rüstungskonzern am Vorabend nach Börsenschluss erneut die Prognose senken musste, brach der Aktienkurs um 16 Prozent auf den niedrigsten Stand seit Februar 2025 ein. Die Strategie der Düsseldorfer sei nicht falsch, die bisherigen Ziele seien aber wohl unrealistisch, schrieb JPMorgan-Experte David Perry. Im Rüstungssektor gerieten nach Quartalszahlen auch die Aktien von Renk <DE000RENK730> unter Druck.

Aus dem Dax berichteten viele weitere Unternehmen von ihren vergangenen Quartalen. Größere Verluste von 2,8 Prozent erlitten die Titel der Commerzbank <DE000CBK1001>. Das Bankhaus habe zwar starke Zahlen für das dritte Quartal vorgelegt, schrieb der DZ-Bank-Analyst Philipp Häßler. Negativ überrascht zeigte er sich aber von Aussagen zur Entwicklung des Zinsüberschusses. Er stufte die Aktien auf "Halten" mit der Begründung fehlender kurzfristiger Kurstreiber ab.

Die Aktionäre der Deutschen Telekom <DE0005557508> mussten einen Abschlag von 2,1 Prozent einstecken. Die Zahlen seien eigentlich stark gewesen, sagte ein Händler. Er verwies allerdings auch auf wieder aufkommende Sorgen bezüglich einer kompletten Fusion mit T-Mobile US <US8725901040>, da die Dividende nur um zehn Prozent steigen solle. Am Markt werde mit einer stärkeren Anhebung gerechnet.

Die Anteile des Chemiekonzerns Lanxess <DE0005470405> sprangen im MDax zeitweise um 20 Prozent hoch, reduzierten ihr Plus aber zu Handelsschluss auf sechs Prozent. Die Resultate und der präzisierte Ausblick galten unter Börsianern eigentlich als wenig aufregendes Ereignis. Am Markt war die Rede von Eindeckungen durch Leerverkäufer, die auf fallende Kurse gesetzt hätten.

Unter den weiteren Nebenwerten im MDax und SDax <DE0009653386> konnte Bechtle <DE0005158703> mit erneut angehobenen Jahreszielen punkten. Beim Kochboxenversender Hellofresh <DE000A161408> stand ein Kurssprung um 11,5 Prozent zu Buche, obwohl die Geschäfte auch im dritten Quartal schlecht liefen. Weil Hellofresh seine Marketingkosten weiter reduziert, fiel der operative Gewinn aber höher aus als gedacht.

Der Eurozonen-Index EuroStoxx 50 <EU0009658145> schloss 0,55 Prozent tiefer bei 6.231,54 Punkten. Außerhalb der Eurozone rutschten der Züricher SMI <CH0009980894> und der Londoner FTSE 100 <GB0001383545> ebenfalls ins Minus. In New York fiel der Dow Jones Industrial <US2605661048> zuletzt um 2,4 Prozent, während der Nasdaq 100 <US6311011026> 4,5 Prozent verlor./tih/he

05.11.2026 | 17:49:46 (dpa-AFX)
Aktien Frankfurt Schluss: Dax-Rally endet am Rekordhoch wegen US-Turbulenzen
05.11.2026 | 14:39:45 (dpa-AFX)
Aktien Frankfurt: Dax mit Rekordhoch - Schwarzer Tag für Rheinmetall-Anleger
05.11.2026 | 12:17:26 (dpa-AFX)
Aktien Frankfurt: Dax mit Rekordhoch - Rheinmetall-Aktien stürzen ab
05.11.2026 | 11:50:37 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Deutsche Telekom legt kräftig zu - Höhe des Aktienrückkaufs enttäuscht
05.11.2026 | 10:02:21 (dpa-AFX)
DAX-FLASH: Neuer Rekord dank frischer Risikofreude nach US-Zwischenwahlen
05.11.2026 | 09:47:42 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Dax-Rekord greifbar - Rheinmetall schwach

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