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News

01.11.2026 | 15:05:28 (dpa-AFX)
GESAMT-ROUNDUP: Krawalle bei Protesten in Europa - neue Blockaden geplant

PARIS/ZÜRICH/WIEN/TIRANA/LISSABON (dpa-AFX) - Erneut sind in mehreren europäischen Ländern Menschen gegen steigende Lebenshaltungskosten und für bessere Bildung auf die Straße gegangen. Die Proteste etwa in Frankreich, der Schweiz, Österreich, Albanien und Portugal wurden von Ausschreitungen begleitet.

In Frankreich demonstrierten laut dem Innenministerium 320.000 Menschen, davon allein 70.000 in der Hauptstadt Paris. Am vergangenen Samstag hatte die Zahl demnach noch bei 410.000 gelegen. Organisatoren sprachen von rund einer halben Million Teilnehmenden. Die Demonstrationszüge in den Städten verliefen zunächst friedlich. Zum Ende des Tages kam es jedoch zu Zusammenstößen mit Sicherheitskräften.

Knapp 780 Festnahmen in Frankreich

In Städten wie Paris oder Marseille brannten Gegenstände auf den Straßen, Bilder aus Lyon oder Nantes zeigten dichte Tränengaswolken. 515 Brände seien bekämpft und 36 Geschäfte beschädigt worden, hieß es. Es habe drei Plünderungen gegeben. Die Behörden meldeten einschließlich der Halloween-Nacht 779 Festnahmen. In Paris wurde laut dem Innenminister ein Gendarm von Flammen erfasst, nachdem ein Molotowcocktail auf eine Absperrung geworfen worden war.

Für die nächste Woche kündigten französische Schüler- und Studierendenorganisationen, Gewerkschaften sowie die Gelbwesten-Bewegung an mehreren Tagen neue Aktionen an - etwa am Donnerstag, wo zum landesweiten Generalstreik aufgerufen ist.

Vermummte Demonstranten in der Schweiz

Auch in der Schweiz gab es gewalttätige Proteste. In Zürich versammelten sich nach Polizeiangaben mehrere Hundert zum Teil vermummte Demonstranten. Die Situation sei eskaliert, nachdem von den Demonstranten Container in Brand gesetzt und auch ein Auto angezündet worden sei, hieß es. "Die Einsatzkräfte wurden immer wieder massiv mit Pyrotechnik, Flaschen und Steinen angegriffen. Die Polizei setzte ihrerseits Wasserwerfer, Reizgas und Gummischrot gegen die Randalierer ein", teilten die Behörden mit. Später habe sich die Situation beruhigt.

Auch in Basel kam es zu Ausschreitungen. Dort waren laut Polizei rund 150 Menschen auf die Straße gegangen. Sie hätten Barrikaden angezündet.

Einzelne Festnahmen in Wien

In Wien waren vorsorglich mehrere Hundert Polizeibeamte aufgeboten worden, um Ausschreitungen bei Versammlungen zu verhindern. Nach den Demonstrationen kam es jedoch zu vereinzelten Zwischenfällen. Die Beamten seien meist wegen missbräuchlicher Verwendung von Pyrotechnik eingeschritten, teilten die Behörden mit. Fünf Personen seien wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt oder wegen des Verdachts der Sachbeschädigung vorläufig festgenommen worden. Einer der Tatverdächtigen soll versucht haben, ein abgestelltes Polizeifahrzeug mit einer brennbaren Flüssigkeit zu beschädigen.

Krawalle auch in Portugal und Albanien

Auch in Portugal kam es erneut zu Zusammenstößen. In Lissabon und Porto wurden insgesamt 13 Demonstranten festgenommen. Zahlreiche Menschen wurden verletzt, darunter 13 Polizisten. Die Polizei bestätigte Medienberichte, wonach ein Zivilbeamter während der Proteste in Porto seine Dienstwaffe gezogen habe. Staatspräsident António José Seguro forderte Aufklärung.

Zu Ausschreitungen kam es auch in der albanischen Hauptstadt Tirana. Teilnehmer einer Kundgebung von Studenten und Schülern zündeten laut albanischen Medien vor dem Bildungsministerium Müllcontainer an und bewarfen die Polizei mit Molotowcocktails und Steinen. Die Polizei setzte Wasserwerfer und Tränengas ein. Nach Angaben der Behörden wurden sechs Menschen festgenommen. Der Samstag war der 19. aufeinanderfolgende Tag von Jugendprotesten in Tirana mit Forderungen nach mehr staatlichen Ressourcen für Schulen und Universitäten, besseren Bildungs- und Berufschancen und dem Rücktritt von Ministerpräsident Edi Rama./vni/DP/zb

01.11.2026 | 15:05:22 (dpa-AFX)
ROUNDUP 3: Metaller-Warnstreiks nehmen Fahrt auf
01.11.2026 | 15:05:11 (dpa-AFX)
ROUNDUP 2: Über 100 verletzte Polizisten in Frankfurt - 54 Festnahmen
01.11.2026 | 14:48:58 (dpa-AFX)
Ministerin Prien: Stimmen der Jugendlichen werden gehört
01.11.2026 | 14:45:37 (dpa-AFX)
Knapp 780 Festnahmen am Rande von Protesten in Frankreich
01.11.2026 | 14:05:28 (dpa-AFX)
ROUNDUP 2: Zehntausende bei Jugend-Demos - dann teils schwere Krawalle
01.11.2026 | 14:05:22 (dpa-AFX)
ROUNDUP 2: Vorgaben bei Gasspeichern verfehlt - was bedeutet das?
30.10.2026 | 18:19:36 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Schwächeres Ende einer starken Börsenwoche

FRANKFURT (dpa-AFX) - Höhere Ölpreise sowie schwache Vorgaben von den Börsen in den USA und Asien haben dem deutschen Aktienmarkt am Freitag einen Dämpfer verpasst. Belastet wurde der Markt vor allem von einer allgemeinen Schwäche des Technologiesektors, nachdem US-Schwergewichte wie Amazon <US0231351067> und Intel <US4581401001> mit ihren Quartalszahlen und Ausblicken enttäuscht hatten. Aktuelle Inflationsdaten aus Deutschland hatten kaum Einfluss auf die Kurse.

Der Dax <DE0008469008> schloss 0,85 Prozent im Minus bei 25.818,21 Punkten, nachdem er tags zuvor das höchste Niveau seit Anfang September erreicht und am Ende ein Plus von 1,3 Prozent verzeichnet hatte. Damit ergibt sich für den deutschen Leitindex ein Wochengewinn von 2,5 Prozent. Für den Monat Oktober steht ein Aufschlag von gleichfalls 2,5 Prozent zu Buche. Der MDax <DE0008467416> der mittelgroßen Unternehmen fiel am Freitag um 1,06 Prozent auf 30.472,32 Zähler.

Die Ölpreise stiegen angesichts wachsender Sorgen über einen möglichen erneuten Militärschlag der USA im Iran auf den höchsten Stand seit April. Seit Längerem wird über mögliche neue Angriffe der Vereinigten Staaten und Israels gegen den Iran nach den US-Parlamentswahlen spekuliert, die am kommenden Dienstag stattfinden.

Die Verbraucherpreise hierzulande lagen im Oktober um 2,8 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats - nach 3,3 Prozent im September. Volkswirte hatten mit einer Inflationsrate von 3,0 Prozent gerechnet. "Dass die Inflation unter die Marke von 3 Prozent fällt, liegt vor allem am Tankrabatt", sagte Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer. Für eine Entwarnung sei es noch zu früh.

Die aktuelle Tech-Schwäche nach der jüngsten Stabilisierung erfasste Papiere von Unternehmen aus der Halbleiterbranche und deren Umfeld: Jenoptik <DE000A2NB601>, Elmos <DE0005677108>, Suss Microtec <DE000A1K0235> und Siltronic <DE000WAF3001> verloren im MDax bis zu 7,5 Prozent. Im Dax büßten die Anteilsscheine von Infineon <DE0006231004> 6,4 Prozent und die von Siemens Energy <DE000ENER6Y0> als Profiteur des Baus von KI-Rechenzentren am Index-Ende 6,9 Prozent ein.

Ein positives Urteil in einem Glyphosat-Prozess trieb die Aktien von Bayer <DE000BAY0017> an der Dax-Spitze um weitere 5,5 Prozent nach oben. Eine Geschworenen-Jury im US-Bundesstaat Missouri hatte zugunsten des Pharma- und Agrarchemie-Konzerns geurteilt. Jefferies-Analyst Michael Leuchten sprach von einem ermutigenden Gerichtserfolg.

Der Chemiekonzern Evonik <DE000EVNK013> stellt sich gegen das Übernahmebegehren des größeren Wettbewerbers BASF <DE000BASF111>. Nach Prüfung sei entschieden worden, nicht in Verhandlungen einzutreten, teilte Evonik mit. Der Vorstand sei aber bereit zu einem rein informativen und vertraulichen Austausch mit BASF, in dem beide Seiten ihre Positionen erläutern könnten. Die Evonik-Papiere und die BASF-Titel legten jeweils etwas zu,

Puma <DE0006969603> verbuchte im dritten Quartal einen geringeren Verlust als im Vorjahr. Die Anteilsscheine des Sportartikelherstellers standen mit einem Kursplus von 5,6 Prozent an der MDax-Spitze.

Die Papiere von Alzchem <DE000A41YHG1> brachen um 7,7 Prozent ein. Analyst Gerhard Orgonas von der Berenberg Bank rechnet damit, dass die durchschnittlichen Marktschätzungen für das operative Ergebnis des Spezialchemiekonzerns nach unten korrigiert werden.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 <EU0009658145> verlor 1,22 Prozent auf 6.131,31 Punkte. Der Züricher SMI <CH0009980894> hingegen legte moderat zu und profitierte von den Gewinnen der defensiven Schwergewichte. Der Londoner FTSE 100 <GB0001383545> bewegte sich kaum vom Fleck. In New York fiel der US-Leitindex Dow Jones Industrial <US2605661048> zum europäischen Handelsschluss um 0,9 Prozent./la/zb

--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---

30.10.2026 | 17:49:47 (dpa-AFX)
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30.10.2026 | 15:36:26 (dpa-AFX)
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ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Leichte Verluste - Positive Wochenbilanz
30.10.2026 | 09:13:33 (dpa-AFX)
Aktien Frankfurt Eröffnung: Moderate Verluste - Positive Wochenbilanz winkt

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