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News

23.03.2026 | 22:16:53 (dpa-AFX)
Klingbeil will Preisgrenzen für Sprit wie in Luxemburg

BERLIN (dpa-AFX) - SPD-Chef Lars Klingbeil will sich angesichts stark gestiegener Spritpreise infolge des Iran-Kriegs an Maßnahmen in Luxemburg orientieren. "Wir sollten gerade mal genau gucken, was Luxemburg dort macht, die Preisgrenzen festlegen", sagte Klingbeil in der ntv-Sendung "Pinar Atalay".

In Luxemburg legt das Wirtschaftsministerium Höchstpreise für Benzin, Diesel und Heizöl fest. Normalerweise werden die Preise etwa zweimal monatlich verändert - allerdings sind bei besonderen Marktschwankungen häufigere Neufestsetzungen üblich.

Mit Blick auf die besonders starken Preissprünge an deutschen Tankstellen im Vergleich zum europäischen Ausland sprach Klingbeil von einer "wahnsinnigen Abzocke". Es werde immer offensichtlicher, dass die Mineralölkonzerne versuchten, jetzt mit dieser Kriegssituation Profit zu machen. "Und deswegen sind wir schon in der Pflicht, da politisch mit umzugehen."

Beim Kartellrecht sei etwas auf den Weg gebracht worden. Zugleich erneuerte Klingbeil seine Forderung nach einer "Übergewinnsteuer". Er erwarte von der Europäischen Kommission, "dass sie das wieder scharfschalten", sagte der Bundesfinanzminister und Vizekanzler. Am Freitag werde unter den europäischen Finanzministern auch über diese Fragen geredet. Das Geld, das dadurch reinkomme, sollte den Bürgerinnen und Bürgern zurückgeben werden - etwa über die Pendlerpauschale oder auch Energiesteuern./sl/DP/jha

23.03.2026 | 22:16:22 (dpa-AFX)
Selenskyj: Russland hilft Iran mit Geheimdienstinformationen
23.03.2026 | 21:17:47 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Kurse erholt - Trump setzt Iran-Drohung aus
23.03.2026 | 21:15:32 (dpa-AFX)
EQS-News: ISX Financial EU Plc gibt die Änderung des Firmennamens in Xryma Plc bekannt (deutsch)
23.03.2026 | 21:12:56 (dpa-AFX)
Aktien New York Schluss: Kurse erholt - Trump setzt Drohung gegen Iran aus
23.03.2026 | 21:05:18 (dpa-AFX)
Klingbeil: SPD will Fokus auf arbeitende Mitte legen
23.03.2026 | 21:04:07 (dpa-AFX)
Chaos an US-Flughäfen: Trump erwägt Einsatz der Nationalgarde
23.03.2026 | 18:17:02 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Trumps Iran-Wende verhilft Dax ins Plus

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt hat am Montag nach Aussagen von US-Präsident Donald Trump zum Iran-Krieg eine spektakuläre Kehrtwende hingelegt und deutlich fester geschlossen. Trump ordnete an, in den nächsten fünf Tagen auf die zuvor angedrohten Angriffe auf iranische Kraftwerke und die Energieinfrastruktur zu verzichten. Dies sei das Ergebnis "sehr guter und produktiver Gespräche über eine vollständige und endgültige Beilegung unserer Feindseligkeiten" in den vergangenen beiden Tagen, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social.

Dass der Iran Verhandlungen mit den USA dementierte, bremste die Euphorie am Markt allerdings etwas: Nach einem Kursplus von zunächst mehr als 3,5 Prozent bröckelte der Dax <DE0008469008> am Nachmittag ab und schloss 1,22 Prozent im Plus bei 22.653,86 Punkten. Bis zum Mittag hatte der deutsche Leitindex noch eine steile Talfahrt hingelegt. Die Schwankungsbreite von fast sechs Prozent im Handelsverlauf ist die größte seit dem Zwischentief vom 7. April 2025 im Zuge von Trumps Zoll-Schock. Für den MDax <DE0008467416> der mittelgroßen Unternehmen ging es am Montag letztlich um 1,56 Prozent auf 28.229,36 Punkte bergauf.

Auch an Europas anderen wichtigen Aktienbörsen kam es überwiegend zu einer merklichen Erholung. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 <EU0009658145> legte um rund 1,3 Prozent zu. Außerhalb des Euroraums zeigte sich hingegen eine uneinheitlich Tendenz: Während die Börse in London <GB0001383545> leicht nachgab, drehte jene in Zürich <CH0009980894> moderat ins Plus. In New York legte der Dow Jones Industrial <US2605661048> zum europäischen Börsenschluss um rund 1,0 Prozent zu.

Positiv sei festzuhalten, dass die USA weiter an einem "Deal" interessiert zu sein scheinen, kommentierte Analyst Sören Hettler von der DZ Bank. Und die starke Marktreaktion verdeutliche, dass die Kapitalmärkte bereit seien, "wieder positiver in die Zukunft zu schauen, sofern greifbare Signale der Entspannung auftauchen". Dennoch blieben die Marktteilnehmer vorsichtig, da eine Lösung des Konflikts - vor allem nach dem iranischen Dementi - "bislang alles andere als in trockenen Tüchern" sei, so Hettler.

"Trumps Ankündigung wirkt wie Balsam für die Märkte und damit als klassische Beruhigungspille auf Zeit", schrieb Marktanalyst Timo Emden. Damit dominiere klar das Prinzip Hoffnung. Die Anleger setzten auf eine diplomatische Lösung im Nahostkonflikt. Doch sie "sollten sich vor Augen halten, dass aufgeschoben nicht aufgehoben bedeutet", warnte der Experte. "Die geopolitischen Risiken bleiben bestehen und damit auch die Gefahr, dass die Märkte ihre aktuelle Erholung schnell wieder abgeben."

Die jähe Wende schlug sich auch in den Ölpreisen sowie der Kursentwicklung einiger der vorherigen Branchenverlierer nieder. Der Preis für ein Fass (159 Liter) Rohöl der für Europa maßgeblichen Nordsee-Sorte Brent gab deutlich nach.

Die vor den Trump-Aussagen gebeutelten europäischen Rohstofftitel <EU0009658624> drehten deutlich ins Plus, während der Immobilienindex <CH0043274395> am Ende klar in der Verlustzone blieb.

Die Aktien des Stahlkonzerns Salzgitter <DE0006202005> - zuvor MDax-Schlusslicht mit minus 10 Prozent - gewannen letztlich 1,4 Prozent. Der Index-Aufsteiger legte vollständige Jahreszahlen vor und blieb mit seinem Vorschlag einer unveränderten Dividende von 20 Cent je Aktie hinter den Erwartungen zurück. Die Titel des Industrie- und Stahlkonzerns Thyssenkrupp <DE0007500001> gewannen rund 3,1 Prozent.

Im Dax gehörte das Papier des Wohnimmobilienkonzerns Vonovia <DE000A1ML7J1> trotz eines auf 2,1 Prozent eingedämmten Minus zu den schwächsten Werten. Im MDax verloren LEG <DE000LEG1110> 1,4 Prozent, während TAG Immobilien <DE0008303504> um 0,6 Prozent zulegten.

Im Nebenwerte-Index SDax <DE0009653386> blieben Gerresheimer <DE000A0LD6E6> mit minus 12,7 Prozent größter Verlierer. Am Freitag hatten die Aktien des Verpackungsherstellers dank Übernahmefantasie noch einen Kurssprung gemacht.

Der Verkauf seines Essensliefergeschäfts Foodpanda in Taiwan bescherte Delivery Hero <DE000A2E4K43> im MDax ein Plus von 7,9 Prozent. JPMorgan-Analyst Marcus Diebel sieht den Preis von 600 Millionen US-Dollar in bar, den Konkurrent Grab zahlen will, deutlich über den Markterwartungen. Vergangene Woche waren die Aktien von Delivery Hero auf ein Rekordtief abgesackt./edh/jha/

--- Von Eduard Holetic, dpa-AFX ---

23.03.2026 | 17:49:59 (dpa-AFX)
Aktien Frankfurt Schluss: Trumps Iran-Wende verhilft Dax ins Plus
23.03.2026 | 14:52:34 (dpa-AFX)
Aktien Frankfurt: Trump-Wende verhilft Dax ins Plus - Iran-Drohungen ausgesetzt
23.03.2026 | 13:18:10 (dpa-AFX)
WDH/Aktien Frankfurt: Trumps Kehrtwende katapultiert Dax ins Plus
23.03.2026 | 12:57:54 (dpa-AFX)
Aktien Frankfurt: Trumps Kehrtwende katapultiert Dax ins Plus
23.03.2026 | 10:14:36 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Weitere Talfahrt - Dax unter 22.000 Punkten
23.03.2026 | 09:14:59 (dpa-AFX)
Aktien Frankfurt Eröffnung: Weitere Talfahrt - Dax unter 22.000 Punkten

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