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News

09.07.2026 | 22:22:36 (dpa-AFX)
ROUNDUP: VW-Aufsichtsrat endet ohne Klarheit zu Sparplänen

WOLFSBURG (dpa-AFX) - VW <DE0007664039> macht nach der Sitzung seines Aufsichtsrates zu möglichen Einsparungen weiter keine Angaben zu möglichen Werksschließungen und Stellenabbau. Der Konzernvorstand habe dem Aufsichtsrat in seiner heutigen Sitzung ein umfangreiches Maßnahmenpaket mit 12 Initiativen und das Zielbild 2030 vorgestellt, teilte der Konzern nach der Sitzung mit. Das Gremium war um 16 Uhr zusammengekommen, um über mögliche Sparpläne des Konzernvorstandes zu beraten.

"Mit unserem Zukunftsplan gehen wir aus eigener Kraft in die nächste Phase der Transformation", wird Konzernvorstand Oliver Blume in der Mitteilung zitiert. So solle die Modellpalette schrittweise um bis zu 50 Prozent gestrafft werden und die Anzahl möglicher Ausstattungsoptionen um bis zu 75 Prozent sinken. Angaben zu einem möglichen Stellenabbau und Werksschließungen, über die Medien zuvor berichtet hatten, machte er nicht.

"Wie zu erwarten, wurden keine Beschlüsse beim VW-Aufsichtsrat getroffen, sondern nur allgemeine Ziele - die eigentlich zum großen Teil schon bekannt waren - kommuniziert", kommentierte der Branchenexperte Ferdinand Dudenhöffer. "Kein Wort zu Werken, kein Wort zur Beschäftigung."

Betriebsratschefin: "Es reicht!"

Betriebsratschefin Daniela Cavallo zeigte sich nach der Sitzung erbost. Sie forderte Blume auf, im Laufen des morgigen Freitags der Belegschaft gegenüber Stellung zu beziehen und sich unmissverständlich zu den Gerüchten über die angeblichen Vorstandspläne zu äußern.

"Es reicht! Das Fass ist zum Überlaufen gekommen", sagte Cavallo laut Betriebsratszeitung. "Der Umgang des Vorstands mit der Belegschaft ist an Respektlosigkeit nicht mehr zu überbieten. Oliver Blume steht jetzt in der Pflicht, diesen massiven Schaden wenigstens noch zu begrenzen."

Ministerpräsident Lies gegen Werksschließungen

Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies, der dem VW-Aufsichtsrat angehört, sprach von einer "sehr intensiven" Sitzung. Der Vorstand habe "ein wirklich breites Paket vorgelegt", sagte der SPD-Politiker. Daran müsse nun weiter gearbeitet werden. "Da liegt noch eine harte und intensive Zeit vor uns."

Allerdings räumt er ein: "Tatsächlich ist die Frage, wann Entscheidungen getroffen werden, noch unklar." Zugleich bekräfigte Lies: "Das Schließen von Werken ist kein Zukunftskonzept." Und: "Wir brauchen eine Zukunftsperspektive für unsere Standorte."

"Werden auch Überkapazitäten abbauen müssen"

Konzernchef Oliver Blume hatte bereits im Frühjahr angekündigt, an einem neuen "Zielbild 2030" für den Konzern zu arbeiten und dabei auch den Sparkurs deutlich verschärfen zu wollen. Laut "Manager Magazin" könnten bis zu 100.000 Stellen weltweit wegfallen, doppelt so viele wie bisher geplant. Vier Werken des VW-Konzerns in Deutschland droht demnach sogar die Schließung: Hannover, Emden, Zwickau und Neckarsulm.

Der Konzern selbst hat sich bisher nicht zu den Details geäußert. "Die genauen Inhalte des Zukunftsplans und die damit verbundenen notwendigen Maßnahmen werden heute zwischen Aufsichtsrat und Vorstand der Volkswagen <DE0007664039> AG erörtert", hatte ein Sprecher vor der Sitzung gesagt. Dabei gehe es unter anderem darum, Komplexität zu reduzieren, Beteiligung zu straffen, Entwicklung und Produktion regionaler auszurichten: "Und ja, wir werden auch Überkapazitäten abbauen müssen."

Proteste der IG Metall

Die Beratung wurde begleitet von lautem Protest der Gewerkschaft. An mehr als einem Dutzend Standorten gab es Proteste gegen die Sparpläne. In Wolfsburg kamen rund 500 Personen zu einer Kundgebung direkt am Vorstandshochhaus, in dem sich der Aufsichtsrat traf.

In Emden zählte die IG Metall sogar 1.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Weitere Aktionen gab es in Neckarsulm, Braunschweig, Stuttgart, Hannover, Kassel, Chemnitz, Dresden, Zwickau, Leipzig, München, Nürnberg, Salzgitter und Osnabrück./fjo/DP/he

09.07.2026 | 22:16:18 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Chip-Aktien treiben Nasdaq hoch
09.07.2026 | 22:12:57 (dpa-AFX)
Aktien New York Schluss: Chip-Aktien treiben Nasdaq hoch
09.07.2026 | 22:09:22 (dpa-AFX)
WDH: VW-Aufsichtsratssitzung endet ohne Klarheit zu Sparplänen
09.07.2026 | 22:08:36 (dpa-AFX)
Vier Milliarden Euro für Länder und Kommunen
09.07.2026 | 21:43:21 (dpa-AFX)
VW-Aufsichtsratssitzung endet ohne Klarheit zu Sparplänen
09.07.2026 | 21:18:16 (dpa-AFX)
UN-Sicherheitsrat plant erste Probeabstimmung zu Guterres-Nachfolge
09.07.2026 | 18:15:37 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax nach Talfahrt stabil über 25.000 Punkten

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach kräftigen Verlusten in den vergangenen zwei Handelstagen hat sich der Dax <DE0008469008> am Donnerstag stabilisiert. Am Ende stand für den deutschen Leitindex ein Aufschlag von 0,89 Prozent auf 25.118,27 Punkte zu Buche. Am Montag noch hatte er mit 25.900 Punkten einen weiteren Rekord erreicht, bis zur Wochenmitte aber bereits wieder mehr als 1.000 Punkte eingebüßt. Der MDax <DE0008467416>, der Index der mittelgroßen Werte, erholte sich am Donnerstag mit plus 1,02 Prozent auf 31.837,35 Zähler.

Der deutsche Aktienmarkt könne die jüngsten Sorgen aus dem Nahen Osten damit zunächst abschütteln, schrieb Marktanalyst Timo Emden von Emden Research. Anleger zeigten sich trotz anhaltender geopolitischer Unsicherheiten optimistisch und gingen offenbar davon aus, dass deren Auswirkungen auf die Finanzmärkte begrenzt blieben.

Die Märkte unterstellen Emden zufolge derzeit, dass geopolitische Risiken zwar kurzfristig für Schwankungen sorgen, ihre wirtschaftlichen Folgen aber überschaubar bleiben und die Belastungen für die Kurse nur kurze Beine haben. Die jüngsten Entwicklungen aber seien ein mahnendes Beispiel und zugleich ein Denkzettel für all jene Anleger, die geglaubt hätten, die Nahostrisiken seien vom Tisch.

In Asien stabilisierten sich die Aktienmärkte ebenfalls erst einmal. Dem südkoreanische Kospi <KRD020020008>, der besonders unter dem vorläufigen Ende der KI-Rally gelitten hatte und zurück auf Mai-Niveau ist, war am Ende des Handelstages der Dreh ins Plus gelungen. Hierzulande half dies Infineon <DE0006231004> mit plus 4,3 Prozent im Dax. Im MDax erholten sich Elmos <DE0005677108>, Jenoptik <DE000A2NB601>, Aixtron <DE000A0WMPJ6> und Suss Microtec <DE000A1K0235> etwas mit Gewinnen zwischen 5,5 und 7,3 Prozent.

Übernahmespekulationen trieben die Aktien von Qiagen <NL0015002SN0> an der Dax-Spitze um 10,6 Prozent an. Der Diagnostikspezialist und Laborzulieferer wecke das Interesse von Finanzinvestoren, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen.

Die Vorzugsaktien von Volkswagen (VW) <DE0007664039> weiteren ihre jüngsten Verluste aus und büßten letztlich mehr als ein Prozent ein. Der Aufsichtsrat berät über neue Sparpläne des Konzernvorstands, während IG Metall und Betriebsrat mit einem bundesweiten Aktionstag dagegen halten. Die Pläne des Autobauers mit Stellenstreichungen und möglichen Werksschließungen könnten laut UBS zu Umbaukosten in Milliardenhöhe führen. Angesichts des zunehmenden Wettbewerbs aus China sieht die schweizerische Bank zudem das Risiko einer Gewinnwarnung.

Die Siltronic-Aktien <DE000WAF3001> profitierten im MDax ebenfalls von der guten Branchenstimmung. Ihr Kursplus an der Index-Spitze von 13,4 Prozent auf 90,85 Euro verdankten sie aber auch einem positiven Analystenurteil. Martin Jungfleisch von Exane BNP hatte das Kursziel kräftig auf 108 Euro angehoben und die Papiere hochgestuft. Er sieht die KI-Nachfrage als Katalysator für den Absatz von Wafern mit Durchmessern bis 300 Millimeter und hält daher massive Preissteigerungen für möglich.

Die Anteilscheine von Nordex <DE000A0D6554> machten mit einem Aufschlag von fast fünf Prozent einen kleinen Teil der Verluste der vergangenen Handelstage wett. Der Windkraftanlagenbauer hatte für das zweite Quartal deutlich mehr Bestellungen als im Vorjahr und auch im ersten Quartal gemeldet. Die Papiere des Motorenherstellers Deutz <DE0006305006> profitierten mit plus sechs Prozent von einem angekündigten Kauf im Bereich Rüstung.

Der Pharmazulieferer Schott <DE000A3ENQ51> hatte nach einem starken Quartal seine Jahresprognosen angehoben. Die Anteilscheine gewannen an der Spitze des Nebenwerteindex SDax <DE0009653386> 13,5 Prozent.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 <EU0009658145> zog um 1,28 Prozent auf 6.284,27 Punkte an. Außerhalb der Eurozone gab der britische Leitindex <GB0001383545> leicht nach, während der Züricher <CH0009980894> etwas zulegte. In New York stieg der Dow Jones Industrial <US2605661048> zum europäischen Handelsschluss ebenfalls moderat./la/he

--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---

09.07.2026 | 17:53:30 (dpa-AFX)
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09.07.2026 | 11:59:14 (dpa-AFX)
Aktien Frankfurt: Dax stabilisiert sich nach zweitägiger Talfahrt
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Chefs der Dax-Aufsichtsräte verdienen im Schnitt 465.000 Euro
09.07.2026 | 09:39:16 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Dax leicht erholt - Sorgen bleiben bestehen

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