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News

01.07.2026 | 16:54:59 (dpa-AFX)
ROUNDUP 3: Nike sieht Verbraucher weltweit unter Druck - Aktie legt deutlich zu

(neu: Börsenkurs)

BEAVERTON (dpa-AFX) - Der Adidas <DE000A1EWWW0>-Rivale Nike <US6541061031> sieht trotz eines Schubs durch die Fußball-WM insgesamt eine trübe Stimmung am Sportartikel-Markt. "Unsere Kunden sind rund um die Welt unter Druck" - und das bekomme man im Sportartikel-Geschäft zu spüren, sagte Finanzchef Matthew Friend in einer Telefonkonferenz mit Analysten am Dienstagabend. Schon vor drei Monaten hatte Nike unter anderem Risiken durch den Iran-Krieg gesehen, der zu "ungeplanten Schwankungen" im Verbraucherverhalten etwa durch steigende Ölpreise führen könne. Jetzt hieß es, Nike rechne für die nächsten sechs Monate nicht mit einer Verbesserung der Stimmung.

Die Aktie legte im frühen US-Handel um gut drei Prozent zu. Im vorbörslichen Geschäft war es noch um mehr als vier Prozent nach unten gegangen. Auch die Papiere der Konkurrenten Adidas und Puma <DE0006969603> schüttelten ihre anfänglichen Verluste ab.

Laut dem Analysten Matthew Boss von JPMorgan rechnet Nike im laufenden ersten Geschäftsquartal 2026/27 per Ende August mit einem niedrigen bis mittleren einstelligen prozentualen Umsatzrückgang. In der Tendenz bleibe Nike damit hinter der Konsensschätzung zurück, die auf ein Umsatzminus von 1,9 Prozent laute. Das sei auch deshalb bemerkenswert, so der Experte, weil die Fußball-Weltmeisterschaft großteils in das erste Geschäftsquartal falle. Der Sportartikel- und Lifestyle-Konzern rechne also trotz dieser Großveranstaltung nicht mit einem Umsatzanstieg im Vergleich zum vierten Geschäftsquartal.

Auch Analystin Brooke Roach von Goldman Sachs <US38141G1040> konstatierte, dass sich die Umsatzerholung erneut verzögere. Der vorsichtige Tenor mit Blick voraus überlagere positive Faktoren im abgelaufenen Quartal. Die Anleger müssten Geduld mitbringen.

Mit Blick auf Adidas und Puma erkannte Analystin Monique Pollard von der Citigroup <US1729674242> aber auch Positives. So habe Nike in China die Lagerbestände abgebaut, womit der Druck nachlasse, Preisrabatte gewähren zu müssen. Das sei positiv auch für Adidas und Puma.

Zahlen besser als erwartet

Mit den Ergebnissen für das vergangene Quartal übertraf Nike größtenteils die durchschnittlichen Analysten-Erwartungen - auch wenn es wieder einen Rückgang im wichtigen chinesischen Markt gab.

Nike-Chef Elliott Hill hob zugleich einen positiven Effekt der Fußball-WM hervor, die gerade unter anderem im Nike-Heimatmarkt USA ausgetragen wird. Schon zum Start des Turniers habe man zweieinhalbmal mehr Artikel von Nationalmannschaften verkauft als zum gleichen Zeitpunkt bei der vorherigen Weltmeisterschaft 2022, sagte er. Nike ist unter anderem Ausrüster der US-Nationalmannschaft - und löst im kommenden Jahr auch Adidas bei der DFB-Auswahl ab.

Umsatzrückgänge erwartet

Für die nächsten Monate stellte sich Nike auf Umsatzrückgänge ein. Im vergangenen Quartal sanken die Erlöse im Jahresvergleich um ein Prozent auf 10,97 Milliarden Dollar (9,6 Mrd Euro) - Analysten hatten im Schnitt mit 10,86 Milliarden Dollar gerechnet. Unterm Strich sprang der Quartalsgewinn von 211 Millionen Dollar im Vorjahresquartal auf 1,07 Milliarden Dollar hoch. Ein zentraler Grund dafür war allerdings der Anspruch auf die Rückzahlung von US-Importzöllen, nachdem Anordnungen von Präsident Donald Trump vom Obersten Gericht des Landes gekippt worden waren.

Mit 4,83 Milliarden Dollar Umsatz in den USA lag Nike leicht unter den Markterwartungen, die Erlöse von rund 1,3 Milliarden Dollar in China waren dagegen höher als von Experten im Schnitt vorhergesagt.

Hausgemachtes Tief

Nike sucht den Weg aus einem Tief, in das sich das Unternehmen selbst manövriert hatte. Der Konzern setzte in den vergangenen Jahren auf Kosten des Einzelhandels sehr stark auf den Direktvertrieb. Vor allem im US-Markt konnten daher konkurrierende Marken Nike den Regalplatz in den Geschäften abnehmen - die Verkäufe litten darunter. Das Unternehmen bemüht sich nun um ein besseres Verhältnis zu seinen Einzelhandelspartnern.

Konzernchef Hill verordnete dem Adidas-Konkurrenten einen stärkeren Fokus auf Sportler, nachdem der Lifestyle-Anteil am Sortiment in den vergangenen Jahren gestiegen war./so/DP/bek/nas/jha/

01.07.2026 | 16:50:05 (dpa-AFX)
ANALYSE-FLASH: Deutsche Bank Research hebt Ziel für Nordex auf 61 Euro - 'Buy'
01.07.2026 | 16:48:39 (dpa-AFX)
Verkauf von Lacke-Sparte bringt BASF Milliarden
01.07.2026 | 16:43:43 (dpa-AFX)
Aktien New York: Vorsicht kehrt zurück - Zinspolitik zunehmend im Blick
01.07.2026 | 16:36:48 (dpa-AFX)
EQS-Stimmrechte: InnoTec TSS AG (deutsch)
01.07.2026 | 16:36:47 (dpa-AFX)
EQS-Stimmrechte: InnoTec TSS AG (deutsch)
01.07.2026 | 16:33:47 (dpa-AFX)
Brand in russischer Raffinerie nach drei Tagen gelöscht
01.07.2026 | 14:23:24 (dpa-AFX)
Aktien Frankfurt: Dax tritt auf der Stelle

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach dem starken Vortag hat sich am Mittwoch der Aufwärtsdrang des Dax <DE0008469008> in Grenzen gehalten. Zwischenzeitliche Gewinne gab der deutsche Leitindex am frühen Nachmittag wieder ab. Zuletzt trat der Dax mit 25.000 Zählern quasi auf der Stelle. Der die mittelgroßen Börsentitel umfassende MDax <DE0008467416> zeigte sich mit 31.794 Punkten ebenfalls kaum bewegt.

Die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran um ein Rahmenabkommen stocken, das bremst auch die Aktienmärkte. Zudem mangelt es vor der anstehenden Saison der Quartalsbilanzen der Unternehmen an kursbewegenden Impulsen.

Seit Mitte Juni pendelt der Dax in einer Spanne von etwa 24.600 bis 25.200 Punkten auf und ab, ohne klaren Trend. "Der Markt bleibt in einer Phase, in der positive Impulse zwar kurzfristig stützen, aber noch nicht ausreichen, um eine neue Trendbewegung einzuleiten", schrieb Analyst Martin Utschneider vom Broker Robomarkets. Der Dax zeige sich weiterhin "lethargisch".

An den europäischen Börsen überwogen am Mittwoch die Kursverluste. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 <EU0009658145> verlor 0,6 Prozent.

Aktien von Rheinmetall <DE0007030009> lagen an der Spitze des Dax mit einem Kursplus von gut vier Prozent. Hier nutzten Schnäppchenjäger die niedrigeren Kurse zum Einstieg. In der vergangenen Woche waren die Papiere des Rüstungskonzerns auf den tiefsten Stand seit Februar 2025 gefallen.

Adidas <DE000A1EWWW0> gaben um 1,7 Prozent nach und Puma <DE0006969603> um 1,4 Prozent. Sie litten unter vorsichtigen Aussagen des US-Kontrahenten Nike <US6541061031> zur künftigen Umsatzentwicklung.

In der zweiten Reihe setzten die Papiere von Siltronic <DE000WAF3001> mit einem Plus von gut sechs Prozent die am Vortag begonnene Stabilisierung fort. Die Aktien des Wafer-Herstellers für die Chip-Industrie hatten zuvor stark nachgegeben.

Aktien von Redcare Pharmacy <NL0012044747> verteuerten sich um fast fünf Prozent auf 69,15 Euro. Seit vergangener Woche versuchen die Papiere immer wieder aufs Neue, einen hartnäckigen Widerstand bei etwa 70 Euro zu überwinden.

LEG Immobilien <DE000LEG1110> verloren fast vier Prozent, belastet von einer negativen Einschätzung des französischen Investmenthauses Exane BNP./bek/jha

--- Von Benjamin Krieger, dpa-AFX ---

01.07.2026 | 11:56:00 (dpa-AFX)
Aktien Frankfurt: Dax müht sich ins Plus
01.07.2026 | 09:37:59 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Dax kommt nicht vom Fleck
01.07.2026 | 09:17:50 (dpa-AFX)
Aktien Frankfurt Eröffnung: Dax kommt nicht recht vom Fleck
01.07.2026 | 09:16:49 (dpa-AFX)
Aktien Frankfurt Eröffnung: Dax kommt nicht recht vom Fleck
01.07.2026 | 08:13:13 (dpa-AFX)
Aktien Frankfurt Ausblick: Leitindex tritt bei 25.000 Punkten auf der Stelle
01.07.2026 | 07:32:36 (dpa-AFX)
dpa-AFX Börsentag auf einen Blick: Stabil zum Start erwartet

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