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News

05.10.2026 | 19:04:52 (dpa-AFX)
Merz: Kein EU-Haushalt wäre am günstigsten für Deutschland

BERLIN (dpa-AFX) - Bundeskanzler Friedrich Merz erhöht den Druck, um zu einer deutlichen Kürzung des billionenschweren EU-Haushaltsentwurfs für die Jahre 2028 bis 2034 zu kommen. Nach einem Treffen mit dem litauischen Ministerpräsidenten Mindaugas Sinkevicius in Berlin brachte er das Szenario ins Spiel, dass es zunächst zu gar keiner Einigung kommt. "Keinen neuen Finanzrahmen zu haben, ist für Deutschland die finanziell mit Abstand günstigste Lösung", sagte Merz.

Er fügte aber hinzu, dass er eines solches Szenario nicht wolle, weil das die Handlungsfähigkeit der EU stark einschränken würde. Es sei deswegen sein fester Wille, "die Verhandlungen bis zum Ende des laufendes Jahres abzuschließen".

Die Europäische Kommission schlägt inflationsbereinigt (zu Preisen von 2025) rund 1,76 Billionen Euro vor, die für verschiedene EU-Vorhaben genutzt werden sollen - von der Verteidigung über die Agrarpolitik bis zur Strukturförderung. Das ist deutlich mehr Geld, als für die Jahre von 2021 bis Ende 2027 eingeplant war.

Merz tritt für eine Kürzung des Haushaltsansatzes um mehrere hundert Milliarden Euro ein und hat mit Österreich, Schweden, Dänemark, Finnland und den Niederlanden eine Allianz gegen die Kommissionspläne geschmiedet.

Sollte man sich bis Jahresanfang 2028 nicht auf einen neuen Mehrjahreshaushalt verständigt haben, gilt nach den EU-Verträgen, dass die Ausgabenobergrenzen und Bestimmungen von 2027 so lange verlängert werden, bis es eine Einigung gibt./mfi/rdz/DP/nas

05.10.2026 | 18:47:34 (dpa-AFX)
ROUNDUP 2: BND-Chef sieht Deutschland im 'Schattenkrieg' mit Russland
05.10.2026 | 18:43:43 (dpa-AFX)
Flugbetrieb an Stuttgarter Flughafen kurzzeitig ausgesetzt
05.10.2026 | 18:43:12 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Leichte Gewinne - Eurozone-Sorgen bremsen
05.10.2026 | 18:30:14 (dpa-AFX)
Aktien Wien Schluss: ATX mit moderaten Gewinnen
05.10.2026 | 18:30:10 (dpa-AFX)
EQS-News: init steigt durch eine Beteiligung an einem erfolgreichen norwegischen Start-Up in den Markt zur Steuerung autonomer Flotten ein (deutsch)
05.10.2026 | 18:25:01 (dpa-AFX)
US-Anleihen: Kursverluste
05.10.2026 | 18:06:00 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Stagnation - Anleger sind auf der Hut

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach seinen deutlichen Gewinnen zum Wochenschluss ist der deutsche Aktienmarkt am Montag kaum von der Stelle gekommen. Der Leitindex Dax <DE0008469008> schaffte nach einem durchwachsenen Handelsverlauf noch ein Plus von 0,09 Prozent auf 25.254,21 Punkte. Der MDax <DE0008467416> mit den mittelgroßen deutschen Werten gab um 0,08 Prozent auf 30.426,98 Zähler nach.

Auf der Hut sind Marktteilnehmer aktuell wegen der hohen Ölpreise und wegen der gestiegenen Anleiherenditen in einigen Ländern Europas, etwa Frankreich. Die politische Unsicherheit in Deutschland, Frankreich und Spanien sorgt für Zurückhaltung. So hat Spaniens linker Regierungschef Pedro Sánchez nach dem Scheitern seiner Dekrete zur Bekämpfung der Wohnungsnot die Flucht nach vorn angetreten und Neuwahlen angekündigt.

"Die Stimmung der Anleger bleibt wankelmütig wie eine Wetterfahne", schrieb Timo Emden, Chefmarktanalyst vom Handelshaus CapTrader und fuhr fort: "Die Investoren hangeln sich von Signal zu Signal und suchen nach einem verlässlichen Navigationspunkt zwischen Inflationssorgen, geldpolitischen Unwägbarkeiten und politischen Fragezeichen in der Eurozone." Die Börse suche aktuell weniger nach Rückenwind, sondern in erster Linie Orientierung und damit einen neuen Fixpunkt.

Insofern ist der Dax von seinem Ende August erreichten Rekordhoch von 26.618 Punkten derzeit ein ordentliches Stück entfernt. Jedoch konnte er sich von seinem am vergangenen Donnerstag erreichten niedrigsten Stand seit Ende Juli bereits wieder etwas erholen, auch dank eines am Freitag schwächer als gedacht ausgefallenen US-Arbeitsmarktberichtes, der Inflations- und Zinssorgen etwas milderte.

Am Montag setzten Anleger nach einem milliardenschweren Übernahmeangebot von Schneider Electric <FR0000121972> für den US-Softwarekonzern PTC <US69370C1009> auf Software-Papiere. Im Dax gewannen SAP <DE0007164600> 0,6 Prozent, im MDax lagen Nemetschek <DE0006452907> mit plus 4,3 Prozent auf dem ersten Platz. Im Nebenwerteindex SDax <DE0009653386> zogen die Aktien von Teamviewer <DE000A2YN900> um 4,2 Prozent an. Die Papiere von Schneider Electric hingegen rutschten an der Börse in Paris um 10 Prozent ab. Händler führten dies auf den hohen Kaufpreis zurück.

Die US-Bank Morgan Stanley wird für den Reifenhersteller Continental <DE0005439004> optimistischer, was den Papieren ein Plus von 1,3 Prozent bescherte. Die Anteilscheine böten attraktive kurzfristige Kursimpulse sowie ein oft übersehenes Potenzial für eine langfristige Gewinnsteigerung, schrieb Analyst Javier Martinez de Olcoz.

Unter den schwächsten Werten im MDax weiteten die Aktien von Auto1 <DE000A2LQ884> ihre jüngsten Verluste aus und fielen um 4,7 Prozent. Analysten reagierten zu Wochenbeginn mit Zielsenkungen auf eine Telefonrunde zu den anstehenden Quartalszahlen. Auto1 müsse zeigen, dass die vorhergesagte Beschleunigung der Geschäfte auch eintreffe, damit das Vertrauen in den Wachstumspfad wiederhergestellt werden könne, schrieb etwa Experte Jo Barnet-Lamb von der Bank UBS.

Im SDax waren die Aktien des Medizintechnikherstellers Carl Zeiss Meditec <DE0005313704> sehr schwach mit minus 2,8 Prozent. Hier belastete eine Verkaufsempfehlung von Goldman Sachs. Analyst Richard Felton begründete seinen Schritt in erster Linie mit dem Auseinanderklaffen der aktuellen Bewertung der Papiere im Vergleich zu seiner Prognose für die Umsatzentwicklung.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 <EU0009658145> schloss 0,06 Prozent höher bei 6.242,14 Punkten. In London <GB0001383545> und Zürich <CH0009980894> ging es etwas deutlicher nach oben. Der New Yorker Leitindex Dow Jones Industrial <US2605661048> trat zum europäischen Handelsende nahezu auf der Stelle./la/he

--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---

05.10.2026 | 17:48:25 (dpa-AFX)
Aktien Frankfurt Schluss: Stagnation - Anleger sind auf der Hut
05.10.2026 | 14:21:37 (dpa-AFX)
Aktien Frankfurt: Dax etwas höher - Sorgen in Europa bleiben
05.10.2026 | 11:37:16 (dpa-AFX)
Aktien Frankfurt: Keine klare Tendenz - Sorgen in Europa bleiben
05.10.2026 | 09:55:55 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Leicht im Minus - Sorgen in Europa bleiben
05.10.2026 | 09:25:39 (dpa-AFX)
Aktien Frankfurt Eröffnung: Leicht im Plus - Sorgen in Europa bleiben
05.10.2026 | 08:19:53 (dpa-AFX)
Aktien Frankfurt Ausblick: Ruhiger Wochenauftakt erwartet - Dax stabil

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Berichte & Analysen

  • Börsenbericht
    05.10.2026

    Sorgen in Europa belasten - Dax und Dow leicht im Minus

    Zum Auftakt der neuen Börsenwoche hat sich der Dax schwergetan, auch für den Dow geht es abwärts. Die politische Unsicherheit in Deutschland, Spanien und Frankreich sorgt für Zurückhaltung. Die Anleiherenditen steigen genau wie die Ölpreise weiter.

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