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News

04.04.2026 | 15:35:29 (dpa-AFX)
ROUNDUP 3: 'Kritische' Rettungsmission im Iran - Trump in Erklärungsnot

(Neu: weitere Details)

LONDON (dpa-AFX) - Nach dem Abschuss eines US-Kampfjets läuft im Iran die dramatische Suche nach dem vermissten Besatzungsmitglied. Das US-Militär hat Medienberichten zufolge Spezialkräfte in den Süden des Landes geschickt - auch um eine Gefangennahme des Waffenoffiziers der abgeschossenen F-15E durch den Iran zu verhindern. Iranische Medien berichten von hohen Geldsummen, die für die Ergreifung versprochen worden sein sollen.

Derweil gab es neue Luftangriffe. Der Iran meldete unter anderem den Einschlag eines Geschosses in der Nähe des Atomkraftwerks Buschehr. In Israel wurden Einschläge nach iranischen Raketenangriffen gemeldet.

US-Präsident Donald Trump äußerte sich zu der Rettungsmission im Iran bislang nur zurückhaltend. Auf die Frage der britischen Zeitung "The Independent", was er tun würde, falls das vermisste Crew-Mitglied von Iranern gefangengenommen oder verletzt werden sollte, antwortete Trump: "Nun, das kann ich nicht kommentieren, weil - wir hoffen, dass das nicht passieren wird."

Der Pilot des Kampfflugzeugs konnte übereinstimmenden Medienberichten zufolge gerettet werden. Zwei an den Rettungsmaßnahmen beteiligte Black-Hawk-Hubschrauber wurden demnach ebenfalls vom Iran getroffen. Teheran reklamierte zudem den Abschuss eines weiteren Kampfflugzeugs in der Region des Persischen Golfs nahe der Straße von Hormus für sich.

"Kritische" Rettungsmission der USA

Sollte der Iran das Besatzungsmitglied zuerst finden, wäre das "ein großer Gewinn" für Teheran, sagte Laurel Rapp, Direktorin des Nordamerika-Programms der Denkfabrik Chatham House, der BBC. Der Iran hätte dann "ein sehr starkes Druckmittel". Rapp sprach deshalb von einer "kritischen Mission" für die US-Streitkräfte.

Sollte das Crew-Mitglied in Gefangenschaft geraten und sollten Bilder davon veröffentlicht werden, könnte das die ohnehin schon kritische Haltung der amerikanischen Öffentlichkeit zum Krieg weiter negativ beeinflussen, sagte Rapp, die in der Vergangenheit für das US-Außenministerium tätig war. "Wenn solche Bilder auftauchen würden, hätte das aus amerikanischer Sicht eine enorm verändernde Wirkung", sagte sie.

Im Iran wurde von Kopfgeldern in Höhe von bis zu 100.000 US-Dollar berichtet (umgerechnet rund 87.000 Euro) - in den jeweiligen Provinzen ist das im Extremfall das Tausendfache des monatlichen Durchschnittseinkommens. Hamidreza Azizi, Experte für iranische Sicherheitsfragen am German Institute for International and Security Affairs, sagte der "New York Times", er sehe zwei mögliche Vorgehensweisen, sollte dem Iran die Ergreifung des Besatzungsmitglieds gelingen.

Falls die Gefangennahme geheim bleibe, könnte der Iran hinter verschlossenen Türen mit den USA verhandeln und Zugeständnisse einfordern. Oder der Gefangene könnte öffentlich vor Kameras präsentiert werden - das hält der Experte für wahrscheinlicher: "Sie wollen unbedingt dieses Bild eines Sieges vermitteln und zugleich Trump demütigen."

Die US-Regierung und insbesondere Trump hatten in den vergangenen Wochen des Krieges immer wieder suggeriert, dass US-Flugzeuge im iranischen Luftraum keine Angriffe mehr fürchten müssten. Die USA hätten die Lufthoheit erlangt, hieß es. Die militärischen Fähigkeiten Teherans seien bereits nahezu vernichtet. "Trump sagte, der Iran sei "vernichtet" worden. Dann wurde ein amerikanischer Kampfjet vom Typ F-15E abgeschossen", schrieb der Sender NBC.

Angriffe dauern an

Dass der Iran auch fünf Wochen nach Beginn des Krieges immer noch angreifen und in der Region Schäden anrichten kann, zeigte sich auch im Verlauf des Samstags. Wegen neuerlichen Raketenangriffen musste sich in Israels Küstenmetropole Tel Aviv zur Mittagszeit sowie am Nachmittag etliche Menschen in Schutzräume begeben. Die Polizei meldete mehrere Einschläge. Dem israelischen Rettungsdienst Magen David Adom zufolge wurden insgesamt fünf Menschen verletzt. Israelischen Medien zufolge setzte der Iran bei den Raketenangriffen erneut international weitgehend geächtete Streumunition ein.

Wieder Einschlag in der Nähe von iranischem AKW

Die Internationale Energieagentur (IAEA) teilte unterdessen auf der Plattform X mit, sie sei vom Iran über den Angriff auf das Atomkraftwerk Buschehr informiert worden. Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna schlug ein Geschoss nahe dem Grenzzaun des Kraftwerks ein. Als Folge der Explosion und herumfliegender Splitter sei ein Mitarbeiter des Sicherheitspersonals getötet und ein Nebengebäude beschädigt worden. Schäden an den Hauptbereichen des Kraftwerks habe es nicht gegeben, der Betrieb sei nicht beeinträchtigt.

Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtete zudem unter Berufung auf das Gouverneursamt von Luftangriffen auf die Sonderwirtschaftszone der Petrochemie in Mahschahr. Getroffen wurden demnach die Petrochemieunternehmen Fadschr 1 und 2, Ridschal und Amirkabir. Es sei sehr wahrscheinlich, dass es Tote und Verletzte gegeben habe. Auch ein für Waren und Reisende wichtiger Grenzübergang zum Irak sei Ziel eines amerikanisch-israelischen Luftangriffs gewesen, berichtete Tasnim. Die staatliche irakische Nachrichtenagentur INA berichtete, bei dem Angriff seien eine Person getötet und fünf Menschen verletzt werden. Der Grenzübergang sei gesperrt worden./mj/DP/zb

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04.04.2026 | 14:45:29 (dpa-AFX)
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02.04.2026 | 18:15:47 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax verringert Tagesverlust deutlich

FRANKFURT (dpa-AFX) - Hoffnungen auf ein Ende der Blockade der Straße von Hormus haben am Donnerstag die zunächst deutlichen Verluste am deutschen Aktienmarkt spürbar eingedämmt. Der Dax <DE0008469008>, der am frühen Nachmittag noch fast 3 Prozent eingebüßt hatte, verringerte sein Minus vor den Osterfeiertagen letztlich auf 0,56 Prozent und ging bei 23.168,08 Punkte aus dem Handel. In der verkürzten Karwoche hat sich der deutsche Leitindex damit um knapp 4 Prozent erholt. Der MDax <DE0008467416> mit den mittelgroßen Werten schloss am Donnerstag 0,99 Prozent tiefer auf 28.916,26 Zählern.

Für spürbare Entspannung sorgte eine Meldung der staatlichen iranischen Nachrichtenagentur IRNA. Demnach arbeitet der Iran derzeit mit dem Land Oman an einem Protokoll zur Überwachung des Schiffsverkehrs durch diese strategisch wichtige Meerenge. Es gehe unter anderem um eine sichere Durchfahrt, hieß es unter Berufung auf den stellvertretenden iranischen Außenminister.

Zuvor hatte Trumps Rede an die Nation für wieder deutlich steigende Ölpreise gesorgt. Der US-Präsident hatte zwar ein baldiges Kriegsende in Nahost versprochen, den Iran zugleich aber vor weiter heftigen Angriffen auf iranische Kraftwerke in den nächsten Wochen gewarnt, falls es nicht zu einer Einigung komme. Am 6. April läuft die von Donald Trump verlängerte Frist zur Zerstörung von Energieanlagen aus, mit der er die Öffnung der Straße von Hormus erzwingen will.

Für den EuroStoxx <EU0009658145> ging es vor Ostern um 0,70 Prozent auf 5.692,86 Punkte abwärts. Auch der Leitindex der Eurozone konnte damit seine Verluste spürbar reduzieren. In Zürich erholte sich der SMI <CH0009980894> fast vollständig von seinen Tagesverlusten und in London wurden leichte Gewinne verzeichnet. In den USA verringerte der bekannteste Wall-Street-Index Dow Jones Industrial <US2605661048> seine Verluste vom Handelsstart auf zuletzt 0,2 Prozent.

Branchenweit blieben wegen der hohen Ölpreise Energie-Aktien gefragt, wobei Eon <DE000ENAG999> im Dax mit plus 2,2 Prozent die Index-Spitze einnahmen. RWE <DE0007037129> legten um 0,5 Prozent zu. Im SDax <DE0009653386> glich die Aktie des Biosprit-Herstellers Verbio <DE000A0JL9W6> einen Teil ihrer kräftigen Gewinnmitnahmen vom Vortag mit plus 7,4 Prozent aus.

Der Anteilsschein der Deutschen Börse <DE0005810055> stieg mit plus 1,9 Prozent auf den höchsten Stand seit Ende August. Der Marktbetreiber profitiert von den derzeit starken Schwankungen an den Finanzmärkten, was auch die Handelsaktivität antreibt.

Für Kion <DE000KGX8881> ging es nach einer Analysten-Veranstaltung zu den Ende April erwarteten Zahlen zum ersten Quartal um 9,0 Prozent nach unten. Kritisch gesehen wurden Aussagen zur Gabelstapler-Sparte ITS, in der sich rückläufige Auftragseingänge abzeichnen. Laut JPMorgan erwartet Kion zwar keine direkten Auswirkungen des Iran-Kriegs auf die Lieferketten, berücksichtigt aber eine schwächere Nachfrage - und dies hauptsächlich im Geschäftsbereich ITS. Von diesen Erwartungen wurde auch die Aktie des Konkurrenten Jungheinrich <DE0006219934> in Mitleidenschaft gezogen. Sie büßte 4,7 Prozent ein.

Das Lufthansa <DE0008232125>-Papier <DE0008232125> reagierte mit minus 3,4 Prozent auf eine Analysten-Abstufung und die Ölpreise. Die US-Investmentbank Morgan Stanley senkte ihr Anlageurteil auf "Equal-Weight" und begründete dies mit den Risiken hoher Treibstoffkosten aufgrund des Nahostkonflikts.

Mit minus 2,8 Prozent beendeten Mutares <DE000A0SMSH2> den Tag recht versöhnlich, nachdem es zwischenzeitlich auf den tiefsten Stand seit November gegangen war. Die Beteiligungsgesellschaft hatte am Vorabend mit der Bekanntgabe einer Kapitalerhöhung überrascht./ck/he

--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---

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