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News

15.06.2026 | 19:24:30 (dpa-AFX)
Unionspolitiker fordern Klarheit über Inhalt des Iran-Abkommens

BERLIN (dpa-AFX) - Eine deutsche Beteiligung an einer Mission in der Straße von Hormus hängt für einige Verteidigungspolitiker der Union vom Inhalt des Iran-Abkommens ab. Neben dem internationalen Mandat brauche es für einen Bundeswehr-Einsatz noch einen Bundestagsbeschluss mit einfacher Mehrheit, sagte Thomas Röwekamp (CDU), Vorsitzender des Verteidigungsausschusses, dem "Spiegel". "Diese Entscheidungen hängen sehr von dem endgültigen Text der Vereinbarungen ab."

Er erwarte, dass das Abkommen zwischen den USA und Iran die freie Durchfahrt für Handelsschiffe gewährleistet. "Die Zahlung einer Gebühr für das Passieren dieser Meerenge ist völkerrechtlich unzulässig", sagte Röwekamp.

Deutsche Marine hat viele Fähigkeiten

Auch der verteidigungspolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, Thomas Erndl (CSU), sagte dem "Spiegel": "Um die notwendigen Beschlüsse herbeiführen zu können, muss die Bundesregierung jetzt schnell Klarheit schaffen über die Inhalte einer möglichen Vereinbarung zwischen den USA und Iran und die notwendigen rechtlichen Anknüpfungspunkte für ein Mandat des Bundestages."

Die Deutsche Marine habe viele Fähigkeiten, die in den Dienst einer internationalen Mission gestellt werden könnten, etwa im Bereich Minenjagd und -räumung, Luftraum- und Seeraumüberwachung, fügte Röwekamp hinzu.

Internationale Marinemission zur Minenräumung

Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Italien hatten sich zuvor bereit erklärt, die Wiederaufnahme der Schifffahrt in der Straße von Hormus zu unterstützen. Das umfasse "eine rein defensiv ausgerichtete, unabhängige Mission, um die Handelsschifffahrt zu ermutigen und Minenräumung durchzuführen", erklärten Kanzler Friedrich Merz, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, der britische Premierminister Keir Starmer und Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni in einer gemeinsamen Stellungnahme./mxx/DP/stw

15.06.2026 | 19:09:28 (dpa-AFX)
Trump: JD Vance kommt zur Unterzeichnung von Rahmenabkommen
15.06.2026 | 19:00:35 (dpa-AFX)
ROUNDUP/EU-Einigung: neue Rechte für Fluggäste vereinbart
15.06.2026 | 18:56:54 (dpa-AFX)
Aktien Wien Schluss: AT&S und Iran-Einigung treiben ATX auf Spitzenwert
15.06.2026 | 18:56:36 (dpa-AFX)
IRW-News: Banyan Gold Corp.: Banyan Gold beginnt mit Diamantbohrungen auf der Greenfield-Lagerstätte im Nitra-Projekt im Yukon
15.06.2026 | 18:52:18 (dpa-AFX)
Ungarn: Verfassungsänderung hält Orban von der Macht fern
15.06.2026 | 18:47:59 (dpa-AFX)
EQS-Stimmrechte: DEUTZ AG (deutsch)
15.06.2026 | 18:19:58 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Iran-Abkommen bringt Anleger in Kauflaune

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Anleger am deutschen Aktienmarkt haben am Montag das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran für ein Ende des Krieges honoriert und für deutliche Kursaufschläge gesorgt. Gut für die Stimmung war auch der erfolgreiche Rekord-Börsengang des Weltraum- und KI-Konzerns SpaceX <US84615Q1031>.

Allerdings konnte der Schwung dem Dax <DE0008469008> nicht dauerhaft über die Marke von 25.000 Punkten verhelfen, das Börsenbarometer schloss nahe seines Tagestiefs. Letztlich gewann der Leitindex 1,05 Prozent auf 24.894,01 Punkte. Zu seinem Rekordhoch von 25.507 Punkten blieb er damit noch auf Abstand. Für den MDax <DE0008467416> der mittelgroßen Werte ging es zum Wochenstart um 1,56 Prozent auf 32.582,63 Zähler aufwärts.

Auf europäischer Ebene stieg der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 <EU0009658145> um 0,7 Prozent. Der Londoner FTSE 100 <GB0001383545> verlor 0,4 Prozent und der Züricher SMI <CH0009980894> stieg um 0,1 Prozent. In New York legte der Dow Jones Industrial <US2605661048> zum europäischen Börsenschluss um 0,7 Prozent zu.

Nach wochenlangem Hin und Her konnten sich die Kriegsparteien auf eine Absichtserklärung einigen, die eine Verlängerung der Waffenruhe und eine Wiedereröffnung der für den weltweiten Öl- und Gashandel wichtigen Straße von Hormus für vorerst 60 Tage vorsieht. Die Einigung soll den Grundstein für weitere Verhandlungen legen, die etwa Teherans Atomprogramm zum Thema haben.

Dies sorgte für nachgebende Ölpreise und dämpfte Konjunktur- und Inflationssorgen. Vor den Zinsentscheidungen wichtiger Notenbanken, darunter jener der US-Fed am Mittwoch, könnte dies perspektivisch den Handlungsdruck etwas mildern, hieß es. "Trotz dieser zweifelsohne guten Nachrichten bleiben einige Unwägbarkeiten und offene Fragen", kommentierte Finanzanalyst Yannik Mosbach vom Bankhaus Metzler die Lage.

Im Frankfurter Aktienhandel gaben Anleger zyklischen Werten wieder den Vorzug vor solchen mit defensivem Charakter. Gefragt waren etwa Aktien aus den Branchen Tourismus und Luftfahrt: Titel von Tui <DE000TUAG505>, Lufthansa <DE0008232125> oder Airbus <NL0000235190> schnellten im Größenbereich von 2,5 bis 4,5 Prozent hoch.

Dagegen sorgte der mögliche Frieden im Iran bei Öl- und Energiewerten für einen Dämpfer, wie das Minus von 2,2 Prozent beim Dax-Mitglied RWE <DE0007037129> zeigte. Als Hersteller von Ölalternativen waren die Titel des Biosprit-Herstellers Verbio <DE000A0JL9W6> in den vergangenen Monaten ein Profiteur des Iran-Kriegs gewesen. Sie setzten nun ihren jüngsten Abwärtstrend mit einem Rückgang von 4,0 Prozent fort.

Auch das Interesse an Rüstungswerten wurde von der Aussicht auf Frieden im Iran gebremst. Die Papiere von Rheinmetall <DE0007030009> fielen als Dax-Schlusslicht um 4,6 Prozent. Nach einem Medienbericht sorgt sich der Konzern nach dem Aus für ein deutsch-französisches Kampfflugzeug nun auch um das gemeinsame Panzerprojekt MGCS. Im MDax waren mit Renk <DE000RENK730> und Hensoldt <DE000HAG0005> ebenfalls zwei Rüstungswerte unter den schwächsten Aktien.

Im Bankensektor scherten die Titel der Commerzbank <DE000CBK1001> mit einem Abschlag von 1,7 Prozent nach unten aus. Im Abwehrkampf gegen eine Übernahme durch den Konkurrenten Unicredit <IT0005239360> gehen die gegenseitigen Attacken weiter. Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp konterte auf einer Finanztagung in Frankfurt vorherige Drohungen der Italiener, die eine Absetzung des Vorstands ins Spiel gebracht hatten.

Die Aktien von Redcare Pharmacy <NL0012044747> reagierten mit einem Kurssprung von mehr als 17 Prozent auf angehobene Jahresziele der Online-Apotheke. Sie stiegen auf den höchsten Stand seit Anfang März und waren Spitzenreiter im MDax. Das Unternehmen erhöhte aufgrund einer bisher guten Geschäftsentwicklung im zweiten Quartal den Jahresausblick für Umsatzwachstum und Profitabilität./edh/men

--- Von Eduard Holetic, dpa-AFX ---

15.06.2026 | 17:48:34 (dpa-AFX)
Aktien Frankfurt Schluss: Iran-Abkommen bringt Anleger in Kauflaune
15.06.2026 | 15:00:03 (dpa-AFX)
Aktien Frankfurt: Iran-Abkommen stützt Dax - 25.000 Punkte bleiben aber Hürde
15.06.2026 | 12:08:16 (dpa-AFX)
Aktien Frankfurt: Iran-Abkommen stützt Dax - 25.000 Punkte bleiben aber Hürde
15.06.2026 | 10:13:19 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Iran-Abkommen treibt Dax über 25.000 Punkte
15.06.2026 | 09:26:47 (dpa-AFX)
Aktien Frankfurt Eröffnung: Dax steigt nach Iran-Abkommen über 25.000 Punkte
15.06.2026 | 08:20:48 (dpa-AFX)
Aktien Frankfurt Ausblick: Dax nach Iran-Abkommen bei 25.000 Punkten erwartet

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Berichte & Analysen

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