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News

21.02.2026 | 14:35:03 (dpa-AFX)
ROUNDUP: CDU will Social-Media-Altersgrenze ab 14 Jahren

STUTTGART (dpa-AFX) - Die CDU will ein Mindestalter von 14 für soziale Medien wie Tiktok und Instagram zum Schutz von Kindern und Jugendlichen. Der Parteitag in Stuttgart nahm nach Angaben einer CDU-Sprecherin einen Antrag an, der die Bundesregierung auffordert, "eine gesetzliche Altersgrenze von 14 Jahren für die Nutzung sozialer Netzwerke einzuführen". Sie wird außerdem aufgefordert, das "besondere Schutzbedürfnis bis zum 16. Lebensjahr im digitalen Raum" auszugestalten. Aus der mitregierenden SPD kamen schon ähnliche Vorschläge.

Der Landesverband Schleswig-Holstein hatte das Thema auf dem Parteitag angestoßen. Ein ursprünglicher Antrag der Nord-CDU sah eine Altersgrenze von 16 Jahren und mehrere weitere Forderungen vor. Die vom Vorstand bestellte Kommission, die vor Parteitagen über alle Anträge berät, empfahl zunächst, diesen Antrag an Fachausschüsse der CDU und die Unionsfraktion zu leiten. Dann wurde aber ein neuer Text formuliert und zur Annahme empfohlen.

Antrag fordert Regelungen zu Altersverifikation

Die CDU setze sich demnach für ein "altersgerechtes und verantwortungsvolles digitales Erwachsenwerden" ein. "Dabei leitet uns die Überzeugung, dass Kinder und Jugendliche im digitalen Raum besonders schutzbedürftig sind", heißt es in dem beschlossenen Antrag. "Wo wirtschaftliche Geschäftsmodelle gezielt auf Aufmerksamkeitsbindung, emotionale Aktivierung und Verhaltenssteuerung ausgerichtet sind, darf der Staat nicht neutral bleiben."

Konkret fordert die CDU auf nationaler und europäischer Ebene gesetzliche Regelungen, die Plattformbetreiber zum Einrichten einer datenschutzkonformen Altersverifikation verpflichten. Eine bloße Selbstauskunft als "Klick-Abfrage" soll nicht ausreichen. Bei Verstößen sollen "empfindliche Bußgelder" drohen. Die CDU setzt sich für eine EU-weite Harmonisierung von Altersstandards ein, um Umgehungen der Regeln über andere Mitgliedstaaten zu verhindern.

Stärkere Medienbildung in Schulen

Die Regeln müssten auf wissenschaftlicher Expertise begründet sein, heißt es im Antrag. Grundlage sollten die Empfehlungen einer von der Bundesregierung eingesetzten Expertenkommission sein - sie soll im Sommer Empfehlungen vorlegen. Die Bundesregierung werde aufgefordert, die zu erwartenden Vorschläge gemeinsam mit den Ländern umzusetzen, fordert die CDU.

Flankiert werden solle dies durch stärkere Medienbildung in Schulen. Vermittelt werden sollten etwa Wissen über Wirkmechanismen von Algorithmen und zum Schutz vor Cybermobbing und digitaler Manipulation. Dabei müssten Angebote auch Eltern und das Lebensumfeld einbeziehen. Medienkompetenz stärke auch die "demokratische Resilienz gegen Desinformation und Radikalisierung".

Die CDU fordert mit dem Parteitagsvotum auch mehr Transparenzpflichten. Es brauche gesetzliche Regelungen, um die Entscheidungen von Algorithmen nachvollziehbar machen. Zudem müssten Verfahren zum schnelleren Löschen rechtswidriger Inhalte geschaffen werden. Wenn man rechtswidrige Inhalte einstelle oder auf seinen Plattformen dulde, müssten Bußgelder drohen.

Auch SPD-Vorschlag zu Altersgrenze

Kanzler und CDU-Chef Friedrich Merz hatte kurz vor dem Parteitag bereits Sympathie für den Vorstoß für eine Social-Media-Altersgrenze erkennen lassen - ebenso wie für einen konkreten Vorschlag aus der mitregierenden SPD.

Konkret schlagen führende Sozialdemokraten vor, Altersbeschränkungen für den Zugang zu Social-Media-Plattformen technisch mit der digitalen Brieftasche ("Wallet") auf dem Smartphone zu verknüpfen. Sie soll Anfang 2027 in Deutschland starten. Wer ein Instagram- oder Tiktok-Konto einrichtet, soll dann über die Wallet sein Alter nachweisen müssen. Bis 14 soll ein Zugang ausgeschlossen sein, zwischen 14 und 16 soll es ihn nur mit bestimmten Voreinstellungen geben. Für alle ab 16 sollen Algorithmen, die Videos oder andere Inhalte vorschlagen, ausgeschaltet sein und müssten aktiviert werden./sam/bk/mfi/poi/DP/zb

21.02.2026 | 14:14:13 (dpa-AFX)
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21.02.2026 | 14:13:10 (dpa-AFX)
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21.02.2026 | 13:35:02 (dpa-AFX)
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21.02.2026 | 13:27:43 (dpa-AFX)
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20.02.2026 | 17:59:16 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Gewinne - US-Urteil gegen Trumps Zölle stützt

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt hat nach einer durchwachsenen Woche einen versöhnlichen Abschluss verzeichnet. Auftrieb erhielten die Kurse am Freitagnachmittag von der Entscheidung des Obersten US-Gerichtshofs gegen die globalen Zölle der US-Regierung. Zuvor hatten bereits solide Wirtschaftsdaten für einen leichten Kursaufschwung gesorgt.

Insgesamt wagten sich Anleger vor dem Wochenende aber nur verhalten aus der Deckung. Sie blieben angesichts eines möglichen US-Angriffs auf den Iran und der unklaren Folgen für die Weltwirtschaft zögerlich. Die Verhandlungen über ein umstrittenes Atomprogramm gehen weiter. In dem Konflikt hat US-Präsident Donald Trump für eine Vereinbarung eine Frist von bis zu 15 Tagen genannt.

Der Dax <DE0008469008> stieg nach dem Zollurteil auf den höchsten Stand seit Mitte Januar und schloss mit einem Plus von 0,87 Prozent bei 25.260,69 Punkten. Daraus resultierte ein Wochengewinn von knapp anderthalb Prozent. Nach dem Rücksetzer vom Vortag machte der Leitindex damit wieder einen kleinen Schritt hin zum Rekordhoch von Mitte Januar, das bei gut 25.507 Punkten liegt. In der zweiten deutschen Börsenreihe stieg der MDax <DE0008467416> letztlich um 1,09 Prozent auf 31.823,39 Zähler.

US-Präsident Donald Trump hat im Streit um seine aggressive Zollpolitik eine Niederlage vor dem Supreme Court kassiert. Das Oberste Gericht der Vereinigten Staaten entschied, dass er seine Befugnisse überschritten habe, als er sich auf ein Notstandsgesetz berief, um umfangreiche Zölle gegen Dutzende Handelspartner zu verhängen - darunter auch die Europäische Union. Die Entscheidung fiel mit einer deutlichen Mehrheit von sechs zu drei der insgesamt neun Richter.

Marktexperten reagierten zurückhaltend auf das Urteil. Die Obersten Richter hätten nicht über die grundsätzliche Rechtmäßigkeit von Zöllen befunden, "sondern ob der Präsident auf Basis des International Emergency Economic Powers Act korrekt gehandelt hat", betonte Volkswirt Thomas Gitzel von der VP Bank. Bereits abgeschlossene Handelsabkommen dürften von dem Urteil nicht betroffen sein. Donald Trump werde versuchen, andere Möglichkeiten für Zölle zu nutzen, glaubt der Ökonom.

Europäische Einkaufsmanagerindizes zeichneten ein gutes Bild für die heimische Wirtschaft. "Der konjunkturelle Frühling ist bereits angebrochen", kommentierte Volkswirt Gitzel. Der Einkaufsmanagerindex für die deutsche Industrie liege erstmalig seit mehr als dreieinhalb Jahren wieder über der Expansionsschwelle von 50 Punkten.

Einige Kursbewegungen waren geprägt von Erholungen wie bei Airbus <NL0000235190>, die um 1,4 Prozent stiegen. Tags zuvor waren sie aus Enttäuschung über einen zurückhaltenden Ausblick auf das niedrigste Niveau seit Anfang Dezember abgerutscht.

Das Gegenteil war bei Bayer <DE000BAY0017> der Fall, hier blieben die Aktien weiter unter Druck nach ihrem jüngsten Hoch seit September 2023. Die Freude über einen Milliardenvergleich zur Bewältigung der Klagewelle in den USA, der am Dienstag bekannt geworden war, bleibt damit verflogen. Mit einem Abschlag von 4,2 Prozent sank der Kurs unter die 21-Tage-Linie, die als Indikator für den kurzfristigen Trend angesehen wird.

Unter den Nebenwerten steuerten mit Knorr-Bremse <DE000KBX1006> und Jost Werke <DE000JST4000> zwei Aktien ihre Rekordmarken an und gewannen am Ende 4,0 beziehungsweise 3,6 Prozent. Zum Bremsenhersteller Knorr äußerte sich UBS nach dem Geschäftsbericht zuversichtlich - unter anderem für das Lkw-Geschäft, in dem auch das andere Unternehmen beheimatet ist. Nach den Resultaten vom Vortag erhöhten mehrere Analysten ihre Kursziele für Jost.

Einen weiteren Rekord erklommen die Hochtief-Aktien <DE0006070006>. Im MDax vorne lag aber Thyssenkrupp <DE0007500001>, die mit einem Plus von 5,2 Prozent von einer Kaufempfehlung des Investmenthauses Jefferies profitierten. Analyst Tommaso Castello begründete dies mit dem Kursrückgang der Aktien seit Anfang Februar. Dank des Rückenwinds seitens der Politik und laufender Umstrukturierungen sieht er Ergebnispotenzial im EU-Stahlgeschäft./edh/he

--- Von Eduard Holetic, dpa-AFX ---

20.02.2026 | 17:45:39 (dpa-AFX)
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