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News

03.04.2026 | 17:21:11 (dpa-AFX)
Der Bund als Wohnungsbauer: Klingbeil präzisiert seine Idee

BERLIN (dpa-AFX) - Gegen die Wohnungsnot will Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) eine Bundesbaugesellschaft gründen - und legt nun eine erste Ideenskizze dafür vor. Demnach wäre die neue "Bundesgesellschaft für bezahlbaren Wohnungsbau" keine Baufirma und auch keine Behörde, sondern eine Art Entwickler und Kreditgeber für Wohnungsprojekte. Die "Süddeutsche Zeitung" berichtete über ein dreiseitiges Papier, das auch der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Klingbeil hatte die Idee einer bundeseigenen Wohnungsbaugesellschaft in seiner Reformrede vergangene Woche erwähnt, aber nicht weiter ausgeführt. Rückendeckung bekam er von Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD). Gemeinsam mit ihr möchte Klingbeil in den nächsten Monaten ein Konzept ausarbeiten.

"Der privatwirtschaftliche Wohnungsbaumarkt allein kann den nötigen Neubau zu bezahlbaren Preisen nicht realisieren", heißt es in Klingbeils Papier. Die Bundesgesellschaft mit "schlanker Organisationsstruktur" könnte demnach Wohnungsbauprojekte entwickeln, öffentlich ausschreiben und mit preiswerten Krediten helfen. "Die beauftragten Baufirmen liefern die Wohnungen", heißt es in dem Papier.

Grundgesetz müsste geändert werden

Die reinen Baukosten sollen nach Klingbeils Vorstellungen auf unter 3.000 Euro je Quadratmeter gedrückt werden. Erreicht werden soll dies über einen "industriellen Hochlauf" seriellen Bauens mit Abnahmegarantien. Gemeint ist der standardisierte Bau mit vorgefertigten Teilen. Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben solle öffentliche Grundstücke bereitstellen, heißt es weiter. Bei der Umsetzung könnte die Bundesgesellschaft auf öffentlich-private Partnerschaften setzen.

Allerdings sei für die Errichtung einer solchen Gesellschaft eine Grundgesetzänderung nötig, da das Wohnungswesen Ländersache sei. "Die Bundesregierung strebt dazu - im Zusammenspiel mit den Ländern - eine entsprechende Änderung des Grundgesetzes an", heißt es in dem Papier.

Linkenchef Jan van Aken hatte vergangene Woche signalisiert, dass er sich im Bundestag eine Zustimmung zur Grundgesetzänderung vorstellen könnte. Die Wohnungs- und Baubranche sieht die ganze Idee der Bundesgesellschaft allerdings skeptisch./vsr/DP/he

03.04.2026 | 17:18:20 (dpa-AFX)
S&P: US-Dienstleistungswirtschaft schrumpft zum ersten Mal in drei Jahren
03.04.2026 | 17:09:49 (dpa-AFX)
Wieder Blauhelmsoldaten im Libanon verletzt
03.04.2026 | 17:01:56 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Medien: USA bestätigen Abschuss von Kampfjet im Iran
03.04.2026 | 16:57:15 (dpa-AFX)
ROUNDUP/USA: Arbeitsmarkt im März überraschend robust
03.04.2026 | 16:50:01 (dpa-AFX)
Medien: USA bestätigen Abschuss von Kampfjet im Iran
03.04.2026 | 16:33:50 (dpa-AFX)
Rolltreppen-Chaos am Berliner Hauptbahnhof behoben
02.04.2026 | 18:15:47 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax verringert Tagesverlust deutlich

FRANKFURT (dpa-AFX) - Hoffnungen auf ein Ende der Blockade der Straße von Hormus haben am Donnerstag die zunächst deutlichen Verluste am deutschen Aktienmarkt spürbar eingedämmt. Der Dax <DE0008469008>, der am frühen Nachmittag noch fast 3 Prozent eingebüßt hatte, verringerte sein Minus vor den Osterfeiertagen letztlich auf 0,56 Prozent und ging bei 23.168,08 Punkte aus dem Handel. In der verkürzten Karwoche hat sich der deutsche Leitindex damit um knapp 4 Prozent erholt. Der MDax <DE0008467416> mit den mittelgroßen Werten schloss am Donnerstag 0,99 Prozent tiefer auf 28.916,26 Zählern.

Für spürbare Entspannung sorgte eine Meldung der staatlichen iranischen Nachrichtenagentur IRNA. Demnach arbeitet der Iran derzeit mit dem Land Oman an einem Protokoll zur Überwachung des Schiffsverkehrs durch diese strategisch wichtige Meerenge. Es gehe unter anderem um eine sichere Durchfahrt, hieß es unter Berufung auf den stellvertretenden iranischen Außenminister.

Zuvor hatte Trumps Rede an die Nation für wieder deutlich steigende Ölpreise gesorgt. Der US-Präsident hatte zwar ein baldiges Kriegsende in Nahost versprochen, den Iran zugleich aber vor weiter heftigen Angriffen auf iranische Kraftwerke in den nächsten Wochen gewarnt, falls es nicht zu einer Einigung komme. Am 6. April läuft die von Donald Trump verlängerte Frist zur Zerstörung von Energieanlagen aus, mit der er die Öffnung der Straße von Hormus erzwingen will.

Für den EuroStoxx <EU0009658145> ging es vor Ostern um 0,70 Prozent auf 5.692,86 Punkte abwärts. Auch der Leitindex der Eurozone konnte damit seine Verluste spürbar reduzieren. In Zürich erholte sich der SMI <CH0009980894> fast vollständig von seinen Tagesverlusten und in London wurden leichte Gewinne verzeichnet. In den USA verringerte der bekannteste Wall-Street-Index Dow Jones Industrial <US2605661048> seine Verluste vom Handelsstart auf zuletzt 0,2 Prozent.

Branchenweit blieben wegen der hohen Ölpreise Energie-Aktien gefragt, wobei Eon <DE000ENAG999> im Dax mit plus 2,2 Prozent die Index-Spitze einnahmen. RWE <DE0007037129> legten um 0,5 Prozent zu. Im SDax <DE0009653386> glich die Aktie des Biosprit-Herstellers Verbio <DE000A0JL9W6> einen Teil ihrer kräftigen Gewinnmitnahmen vom Vortag mit plus 7,4 Prozent aus.

Der Anteilsschein der Deutschen Börse <DE0005810055> stieg mit plus 1,9 Prozent auf den höchsten Stand seit Ende August. Der Marktbetreiber profitiert von den derzeit starken Schwankungen an den Finanzmärkten, was auch die Handelsaktivität antreibt.

Für Kion <DE000KGX8881> ging es nach einer Analysten-Veranstaltung zu den Ende April erwarteten Zahlen zum ersten Quartal um 9,0 Prozent nach unten. Kritisch gesehen wurden Aussagen zur Gabelstapler-Sparte ITS, in der sich rückläufige Auftragseingänge abzeichnen. Laut JPMorgan erwartet Kion zwar keine direkten Auswirkungen des Iran-Kriegs auf die Lieferketten, berücksichtigt aber eine schwächere Nachfrage - und dies hauptsächlich im Geschäftsbereich ITS. Von diesen Erwartungen wurde auch die Aktie des Konkurrenten Jungheinrich <DE0006219934> in Mitleidenschaft gezogen. Sie büßte 4,7 Prozent ein.

Das Lufthansa <DE0008232125>-Papier <DE0008232125> reagierte mit minus 3,4 Prozent auf eine Analysten-Abstufung und die Ölpreise. Die US-Investmentbank Morgan Stanley senkte ihr Anlageurteil auf "Equal-Weight" und begründete dies mit den Risiken hoher Treibstoffkosten aufgrund des Nahostkonflikts.

Mit minus 2,8 Prozent beendeten Mutares <DE000A0SMSH2> den Tag recht versöhnlich, nachdem es zwischenzeitlich auf den tiefsten Stand seit November gegangen war. Die Beteiligungsgesellschaft hatte am Vorabend mit der Bekanntgabe einer Kapitalerhöhung überrascht./ck/he

--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---

02.04.2026 | 17:56:29 (dpa-AFX)
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02.04.2026 | 14:37:38 (dpa-AFX)
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