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News

08.04.2026 | 11:37:06 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Exporteure rechnen trotz Nahostkonflikt mit Wachstum

HAMBURG (dpa-AFX) - Trotz des Konflikts im Nahen Osten rechnet eine deutliche Mehrheit der deutschen Exporteure mit weiterem Wachstum. Laut einer Umfrage des Kreditversicherers Allianz <DE0008404005> Trade erwarten 85 Prozent der in Deutschland befragten Unternehmen für das laufende Jahr steigende Exportumsätze. Weltweit stimmen dem nur 75 Prozent zu.

Auf den in der Nacht vereinbarten Waffenstillstand mit Iran hätten die Märkte sehr euphorisch reagiert, stellte Allianz-Experte Björn Griesbach fest. "Wenn der Waffenstillstand hält, würden Verkehr und Handel durch die Straße von Hormus deutlich anziehen." Gleichzeitig warnte er: "Das Risiko ist keineswegs vom Tisch." Mit den aktuellen Kursgewinnen sei erst rund ein Drittel des Risikos wieder ausgepreist, zwei Drittel blieben aber noch.

Weiterhin Sorgen um US-Geschäft

Gleichzeitig haben die deutschen Exporteure größere Sorgen im US-Geschäft. 49 Prozent erwarten weitere negative Auswirkungen der US-Zollpolitik auch im laufenden Jahr, wie Allianz Trade berichtet. Noch pessimistischer seien weltweit nur die Unternehmen aus China, die zu 50 Prozent negative Erwartungen äußern.

"Der Widerstandsfähigkeit der deutschen Exporteure stehen große Risiken gegenüber", sagt Allianz-Trade-Experte Griesbach. Geopolitische Unsicherheiten und Lieferkettenrisiken seien aktuell die am häufigsten genannten Sorgen. Fast die Hälfte der deutschen Exportunternehmen geht zudem von einer schlechteren Zahlungsmoral und steigenden Zahlungsausfällen aus.

Neue Chancen durch EU-Abkommen

Zusätzlicher Absatz könne durch die vor dem Abschluss stehenden Freihandelsabkommen der EU entstehen, sagte Griesbach. Das größte Volumen sei im Handel mit den Mercosur-Staaten, aber auch mit Indien zu erwarten. Australien sei strategisch interessant zur Sicherung von Rohstoffen wie beispielsweise Lithium. Das Münchener Ifo-Institut rechnet damit, dass die europäische Wirtschaftsleistung durch die Abkommen dauerhaft um 0,43 Prozent steigen könnte.

Für die Allianz-Umfrage wurden global rund 6.000 Unternehmen in zwei Wellen im Februar und März befragt./ceb/DP/stw

08.04.2026 | 11:34:45 (dpa-AFX)
AKTIEN IM FOKUS 2: Kriegsverlierer gefragt mit Waffenruhe - Ölsektor unter Druck
08.04.2026 | 11:33:49 (dpa-AFX)
ROUNDUP 2/Pistorius: Längere Auslandsreise muss nicht angezeigt werden
08.04.2026 | 11:30:47 (dpa-AFX)
Eurozone: Umsätze im Einzelhandel sinken im Februar wie erwartet
08.04.2026 | 11:26:25 (dpa-AFX)
EQS-DD: Adtran Holdings, Inc. (deutsch)
08.04.2026 | 11:25:08 (dpa-AFX)
Klingbeil lädt trotz Waffenruhe zu Energiepreis-Krisengipfel
08.04.2026 | 11:23:06 (dpa-AFX)
EQS-DD: Adtran Holdings, Inc. (deutsch)
07.04.2026 | 18:24:47 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Verluste - Mediensektor stark nach Kaufgebot

PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - Belastet von weiteren Drohungen von US-Präsident Donald Trump gegen den Iran haben Europas wichtigste Aktienmärkte am Dienstag nach dem verlängerten Osterwochenende deutlich nachgegeben. Der EuroStoxx 50 <EU0009658145> schloss 1,05 Prozent tiefer bei 5.633,22 Punkten. Außerhalb des Euroraums fiel der schweizerische SMI <CH0009980894> um 1,48 Prozent auf 12.790,35 Zähler. Der britische FTSE 100 <GB0001383545> verlor 0,84 Prozent auf 10.348,79 Punkte.

Im Fokus stand das US-Ultimatum an den Iran, die für den Rohöl- und Flüssiggas-Transport wichtige Straße von Hormus wieder zu öffnen. Die Frist läuft nach deutscher Zeit um 2.00 Uhr in der Nacht zum Mittwoch ab. Stunden vor Ablauf des Ultimatums richtete Trump noch einmal eine harsche Drohung an den Iran. "Eine ganze Zivilisation wird heute Nacht untergehen, um nie wieder zurückzukehren", schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. Laut US-Medienberichten kappte der Iran mittlerweile die diplomatischen Kontakte zu den USA.

Die mit Abstand stärkste Branche waren Medientitel. Die Aktien von Universal Music Group (UMG) <NL0015000IY2> trieben mit einem Kursgewinn von 11,4 Prozent den Sektor nach oben. Der US-Investor Bill Ackman will mit seiner Firma Pershing Square Capital den Musikkonzern für rund 56 Milliarden Euro übernehmen. Pershing bietet insgesamt 30,40 Euro je UMG-Aktie. Dies entspricht einem Aufschlag von rund 78 Prozent auf den letzten Schlusskurs. Die Papiere des UMG-Großaktionärs Vivendi <FR0000127771> kletterten um gut 9 Prozent nach oben.

Deutlich schwächer präsentierte sich hingegen der Technologiesektor. Hier belasteten die Verluste des Schwergewichts ASML <NL0010273215>, das um 4,1 Prozent nachgab. Analysten verwiesen auf einen Gesetzentwurf aus Washington. Der sogenannte "Match Act" (Multilateral Alignment of Technology Controls on Hardware) ziele auf das US-Exportgeschäft von DUV-Anlagen des niederländischen Herstellers von Lithografie-Systemen nach China, hieß es. Wie JPMorgan-Analyst Sandeep Deshpande schrieb, dürfte sich der Gesetzesentwurf negativ auf Umsatz und Gewinn von ASML auswirken.

Im Chemiesektor gaben Aktien von Ems-Chemie <CH0016440353> um 1,3 Prozent nach. Die veröffentlichten Umsatzzahlen zum ersten Quartal lagen unter den durchschnittlichen Schätzungen. Positiv wurden hingegen Angaben zur Gewinnentwicklung und die bestätigte Prognose vermerkt./edh/he

07.04.2026 | 18:08:01 (dpa-AFX)
Aktien Europa Schluss: Klare Verluste - Furcht vor Eskalation im Iran-Krieg
07.04.2026 | 11:52:08 (dpa-AFX)
Aktien Europa: Gewinne - Mediensektor stark nach Übernahmeangebot
02.04.2026 | 18:47:53 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Neue Hoffnungen reduzieren Minus des EuroStoxx
02.04.2026 | 18:18:13 (dpa-AFX)
Aktien Europa Schluss: EuroStoxx unter Druck - Neue Hoffnungen dämmen Minus ein
02.04.2026 | 17:27:43 (dpa-AFX)
INDEX-FLASH: Verluste reduziert - Bericht zu Irans Plänen für Straße von Hormus
02.04.2026 | 12:06:35 (dpa-AFX)
Aktien Europa: Schwach - Trump-Aussagen verunsichern

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