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News

18.10.2026 | 22:35:04 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Selenskyj besorgt über US-Kurs Richtung Moskau

KIEW/WASHINGTON (dpa-AFX) - Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat sich tief besorgt über eine mögliche Annäherung der USA an Russland geäußert. "Sollten sich die USA an die Seite Russlands stellen, können wir nicht überdauern", sagte Selenskyj in einem Interview des Senders NBC zu den jüngsten Schritten von US-Präsident Donald Trump, wie etwa der Aussetzung von neuen Sanktionen oder dem Diesel-Deal mit dem Kreml. Ein Entzug der bisherigen US-Unterstützung für Kiew wäre "ein historischer Fehler, eine große Tragödie".

"Ich glaube, es wurden Schritte unternommen, um die Ukraine zur Kapitulation zu überreden", fügte er später in einem Bloomberg-Interview hinzu. "Ich sage nicht, dass dies das erklärte Ziel unserer Partner ist", erklärte er. "Ich möchte nicht glauben, dass unsere amerikanischen Partner glauben, dass der Krieg schneller beendet werden könnte - auf Kosten der Ukraine. Aber danach sieht es aus."

Selenskyj klagte in beiden Interviews über die jüngsten Behinderungen der ukrainischen Kriegsführung gegen Russland durch die USA. In erster Linie sei die bisherige Nutzung des Starlink-Satellitennetzes eingeschränkt worden. "Das gibt den russischen Aggressoren weitere Unterstützung", sagte Selenskyj bei NBC. Die dadurch erfolgte Drosselung der Reichweite ukrainischer Gegenangriffe sehe er als beabsichtigt, als "Nachricht der US-Regierung".

Die US-Regierung teile inzwischen aber wieder Aufklärungsergebnisse mit der Ukraine, sagte Selenskyj. "Das war eine Zeit lang geblockt." Allerdings seien in diesem Fall nur die Frühwarndaten für den Start ballistischer Raketen ausgefallen. Diese Überwachungsmöglichkeiten besitze nur das US-Militär. Der Informationsstopp aus Washington habe aber lediglich drei Tage in der vergangenen Woche betragen. "Inzwischen klappt das wieder."

Zu Kritik Trumps an seiner Person wollte sich Selenskyj nicht äußern. "Wir sind strategische Partner", sagte er. "Aber wir können nicht applaudieren, wenn sich jemand gegen die Ukraine wendet." Zu Trumps Äußerung, dass er besser mit Kremlchef Wladimir Putin als mit Selenskyj verhandeln könne, meinte der ukrainische Staatschef nur, dass Putin "ein Killer" sei. In seinen Augen sei es besser, "einen offenen und ehrlichen Partner zu haben, als einen Killer mit einem Lächeln im Gesicht". Er hoffe sehr, dass Trump seine Haltung gegenüber Putin bald ändere.

"Politik ist aber sehr aggressiv zu Zeiten von Wahlen", sagte er zu Bloomberg mit Blick auf die Midterm-Wahlen in den USA. Aber er rechne mit verbesserten Beziehungen zu Washington nach der Abstimmung. "Jetzt herrscht Agonie, aber nach den Wahlen geht das Leben weiter und ich glaube, es wird dann ruhiger."/cha/DP/zb

18.10.2026 | 21:47:57 (dpa-AFX)
Medien: 20 SPD-Abgeordnete gegen Verhandlungen mit Linke
18.10.2026 | 21:47:01 (dpa-AFX)
Nach Protesten: Frankreichs Regierung lädt zu Gesprächen ein
18.10.2026 | 21:05:04 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Trump spricht Wahlempfehlung für Netanjahu aus
18.10.2026 | 21:00:43 (dpa-AFX)
Macron: Demonstrationen können notfalls verboten werden
18.10.2026 | 20:49:41 (dpa-AFX)
Obama wirft Trump-Regierung Einschüchterungsversuch vor
18.10.2026 | 20:40:32 (dpa-AFX)
GNW-News: CGTN: Vom "Kartoffelzentrum" zur "Token-Stadt" - wie eine Stadt im Norden Chinas den Wandel vorantreibt
16.10.2026 | 18:28:15 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Stabilisierung vor dem Wochenende

PARIS/LONDON/ZÜRICH (dpa-AFX) - In einem wieder etwas aufgehellteren Umfeld haben die wichtigsten europäischen Aktienmärkte zum Wochenschluss zugelegt. Positive Vorgaben aus Asien und weitere Gewinne bei den US-Standardwerten stützen die Kurse. Allerdings litten in New York die Technologieaktien nach ihrem Stabilisierungsversuch am Donnerstag wieder unter den Sorgen über ausufernde Finanzierungskosten für KI-Konzerne. Dies trübte am Freitag etwas die Stimmung.

Der EuroStoxx 50 <EU0009658145> stieg letztlich um 0,58 Prozent auf 6.204,23 Punkte. Auf Wochensicht ergibt sich ein Plus von 0,5 Prozent.

Außerhalb der Euroregion legte der Schweizer Leitindex SMI <CH0009980894> am Freitag um 0,29 Prozent auf 14.391,31 Punkte zu. Der britische FTSE 100 <GB0001383545> gewann 0,38 Prozent auf 10.881,90 Punkte.

Im Wochenverlauf hatte eine überraschend hohe Inflation in den USA Bedenken genährt, dass die US-Notenbank Fed den Leitzins bereits im Oktober ein weiteres Mal anheben und somit Finanzierungen für Konsumenten, Unternehmen und den Staat verteuern könnte. Dass sich der Fed-Chef Kevin Warsh nun aber in einer Rede nicht spezifisch zur Geldpolitik geäußert hatte, ließ die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung noch im Oktober aus Marktsicht wieder deutlich sinken.

Aus Branchensicht waren europaweit Titel aus klassischen Branchen gefragt. Dabei zogen Autowerte <EU0009658681> mit einem Plus von 1,6 Prozent besonders deutlich an. Börsianer verwiesen auf eine Einigung zwischen Deutschland und Frankreich auf ein gemeinsames Auto-Paket. "Wir streben eine deutliche Senkung der CO2-Emissionen an und stärken zugleich Europas Kapazitäten für die Entwicklung und Fertigung der nächsten Generation von Elektrofahrzeugen", teilten beide Seiten mit. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sieht in der Einigung ein Investitionssignal an die Industrie. Auch das EU-weite Verbot von Verbrennungsmotoren soll wohl noch stärker gelockert werden als bisher geplant.

"Mehr Flexibilität bei CO2-Flottengrenzwerten für Pkw ist ein wichtiges Signal zur finanziellen Unterstützung der europäischen Automobilindustrie bei ihrem Umstieg auf Elektromobilität", kommentierte das Centrum für Europäische Politik.

Rüstungsaktien setzten ihre Erholung fort. Bereits zum Wochenstart hatte sich die Stimmung der Anleger für Rüstungswerte nach positiven Kommentaren der Experten von Morgan Stanley aufgehellt. Die Analysten der US-Bank rechnen im Verteidigungssektor zum Jahresende mit einem Anstieg der Aufträge aus dem Bundeshaushalt. Dies könnte zu einer saisonalen Rally im Sektor führen und das Vertrauen in die Umsetzung der Ziele im Jahr 2027 stärken, hatte es geheißen. Unter anderem gewannen die Aktien von Thales <FR0000121329> 2,8 Prozent und die von Rheinmetall <DE0007030009> 6,3 Prozent. Letztere hatten damit im EuroStoxx die Nase vorn.

Der französische Elektrotechnik-Konzern Schneider Electric <FR0000121972> hatte nach einem starken dritten Quartal erneut seine Jahresziele erhöht. Die Anteilsscheine büßten gleichwohl anfängliche Gewinne ein und fielen am Ende um fast zwei Prozent. Das Quartal sei stark ausgefallen, die erhöhten Ziele lägen aber im Rahmen dessen, was sich der Markt zuletzt ohnehin schon erhofft habe, schrieb Analyst Phil Buller von der US-Großbank JPMorgan. Laut dem Experten droht zudem für die Übernahme des US-Softwarespezialisten PTC eine Kapitalerhöhung.

Unter den kleineren Werten aus der Schweiz setzten Aktien von DocMorris <CH0042615283> ihre Aufwärtsbewegung mit einem Plus von gut sieben Prozent fort. Sie reagierte damit auf positive Analystenstimmen nach der Präsentation der Geschäftszahlen am Vortag. Die Online-Apotheke hatte im dritten Quartal das Wachstum deutlich beschleunigt./la/nas

16.10.2026 | 18:04:30 (dpa-AFX)
Aktien Europa Schluss: Stabilisierung vor dem Wochenende
16.10.2026 | 12:05:11 (dpa-AFX)
Aktien Europa: Stabilisierung vor dem Wochenende
15.10.2026 | 18:56:09 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: EuroStoxx gibt nach - Zürich und London stark
15.10.2026 | 18:30:03 (dpa-AFX)
Aktien Europa Schluss: EuroStoxx gibt nach - Zürich und London klar im Plus
15.10.2026 | 12:05:29 (dpa-AFX)
Aktien Europa: Abgaben - Technologiewerte schwach, defensive Aktien gefragt
14.10.2026 | 18:21:55 (dpa-AFX)
ROUNDUP/Aktien Europa Schluss: Teils deutliche Gewinne - Daten aus China stützen

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