Aktuell
Amazon: AWS-Segment überzeugt mit 37 % Wachstum und der Anthropic-Deal bindet Cloud-Kunden
Das Cloud-Segment AWS von Amazon wuchs im 2. Quartal 2026 um beinahe 37 % auf 42,2 Mrd. USD und sichert die Ertragskraft des Unternehmens. Die Investitionen in Anthropic wirken sich signifikant auf das Bilanzergebnis aus und verzahnen die KI-Modelle eng mit der AWS-Plattform. Der Konzern forciert die Entwicklung eigener Halbleiter, wodurch das KI- und Chipgeschäft laut aktuellen Unternehmensangaben mittlerweile eine annualisierte Umsatzrate von über 25 Mrd. USD erreicht.
Schneider Electric: Der 22,6-Milliarden-Dollar-Schachzug im Kampf um die Industrie-Software
Schneider Electric will den US-Softwareanbieter PTC für 22,6 Mrd. USD übernehmen. Der Zukauf soll das Portfolio für Industrie-Software als strategische Antwort auf vergleichbare Zukäufe von Siemens erweitern. Bis 2027 erwartet das Management deutliche finanzielle Synergien durch Cross-Selling und Kosteneinsparungen.
BASF: Evonik-Sondierungen könnten die Abhängigkeit vom Basisgeschäft reduzieren
BASF verlagert die Ausrichtung des Geschäftsmodells auf emissionsarme Technologien und margenstabile Spezialprodukte. Am 25. September gab es in diesem Zusammenhang bestätigte Sondierungsgespräche zur potenziellen Integration von Evonik. Das Management legt dabei und mit Blick auf die künftigen Entwicklungen den Fokus auf Skaleneffekte bei gleichzeitiger Zusicherung eines disziplinierten Prüfprozesses durch das Management.
TotalEnergies: Strategischer Wandel im Spannungsfeld von Ölpreisentwicklung und Technologie
Die strategische Transformation zum Multi-Energie-Anbieter wird durch solide Cashflows aus dem traditionellen Ölgeschäft finanziert. Aktuelle Investitionen fließen gezielt in KI-Technologien, Recycling-Infrastruktur und afrikanische Energienetze. Ein Ölpreisniveau von über 100 US-Dollar pro Barrel stützt die Konzernfinanzen, während das Management geopolitische Risiken aktiv moderiert.
JOST Werke SE: Integration von Hyva treibt Margen- und Umsatzentwicklung
Die JOST Werke SE verzeichnete im zweiten Quartal 2026 ein Umsatzplus von 12,7 % auf 440,2 Millionen Euro. Die bereinigte EBIT-Marge erreichte 10,0 %, gestützt durch Synergieeffekte und das organische Wachstum. Das Management bestätigt die Jahresprognose und den strategischen Fokus auf die Schuldenreduktion.
Nordex: Neue Megawatt-Deals festigen die globale Marktposition
Das operative Geschäft fokussiert sich auf die weltweit wachsende Onshore-Windenergie und erzielt durch modulare Turbinen wettbewerbsfähige Margen. Zahlreiche Großaufträge im August und September, darunter ein 525-Megawatt-Projekt in der Türkei und Aufträge über 480 Megawatt in den USA, untermauern eine stabile Auftragslage. Die Konzernführung priorisiert die Profitabilität und profitiert von einer robusten Netto-Liquidität in Höhe von rund 1,67 Mrd. Euro.
Bayer AG: Strategische Expansion in Asien durch jüngste Zulassungserfolge
Der Fokus von Bayer auf zielgerichtete Therapien treibt das Wachstum im asiatischen Raum an. Im August erfolgten in Japan die Zulassung für das Lungenkrebsmedikament Hyrnuo sowie der Zulassungsantrag für Kerendia bei Nierenerkrankungen. Die Fortschritte der Pharma-Sparte bilden eine wesentliche Basis, um strukturelle Altlasten finanziell abzufedern.
Aurubis: Recycling und Schwefelsäure treiben die Margen an und rücken oberes Prognoseende in den Fokus
Aurubis hat das operative EBT in den ersten neun Monaten 2025/26 um 31 % auf 374 Mio. Euro gesteigert. Infolgedessen wurde die Jahresprognose an das obere Ende der Spanne von 425 bis 525 Mio. Euro angepasst. Hohe Metallpreise und gesteigerte Erlöse aus dem Recycling- sowie Schwefelsäuregeschäft treiben das operative Wachstum. Die strategische Ausrichtung auf Multimetall-Recycling adressiert gezielt den Wachstumstrend der Kreislaufwirtschaft.