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04.09.2026 | 07:01:54 (dpa-AFX)
GNW-News: CGTN:Von der Wüste zum Wachstumsstandort: China und Ägypten bauen ihre Zusammenarbeit weiter aus

^PEKING, Sept. 04, 2026 (GLOBE NEWSWIRE) -- CGTN beleuchtet in einem aktuellen

Artikel, wie sich die Zusammenarbeit zwischen China und Ägypten von einzelnen

Industrieprojekten zu einer breit angelegten wirtschaftlichen und strategischen

Partnerschaft entwickelt. Im Fokus stehen dabei die Suez Economic and Trade

Cooperation Zone, die wachsenden Agrarexporte Ägyptens nach China sowie die

Bedeutung der mittlerweile 70 Jahre währenden diplomatischen Beziehungen

zwischen beiden Ländern.

Vor zehn Jahren leiteten China und Ägypten die zweite Phase ihrer gemeinsamen

Wirtschafts- und Handelskooperationszone in der Wüstenregion am Suezkanal ein.

Inzwischen hat sich das Gebiet zu einem Industriecluster mit fast 200

Unternehmen entwickelt. Rund 10.000 Arbeitsplätze sind dort entstanden. Die Zone

gilt damit als anschauliches Beispiel dafür, wie bilaterale Zusammenarbeit

konkrete Entwicklungsimpulse vor Ort setzen kann.

In der China-Egypt TEDA Suez Economic and Trade Cooperation Zone haben sich

Unternehmen aus Branchen für Baustoffe, Maschinenbau sowie Erdöl- und

Elektrotechnik angesiedelt. Wie Berichte der People's Daily zeigen, belaufen

sich die kumulierten Investitionen inzwischen auf mehr als 4,7 Milliarden US-

Dollar. Aus unerschlossenem Wüstenland ist so ein bedeutender Industriestandort

geworden, der Chinas Initiative ?Neue Seidenstraße" mit Ägyptens

Entwicklungsstrategie für den Suezkanalkorridor verknüpft.

Diese Entwicklung steht beispielhaft für den Wandel der chinesisch-ägyptischen

Beziehung: Im Mittelpunkt finden sich längst nicht mehr nur einzelne

Infrastrukturvorhaben. Vielmehr geht es zunehmend darum, Investitionen,

Arbeitsplätze und Märkte miteinander zu verbinden. Bei einem Treffen mit dem

ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah El-Sisi am Mittwoch erklärte der

chinesische Präsident Xi Jinping, China und Ägypten sollten ihre Zusammenarbeit

vertiefen und den Aufbau einer chinesisch-ägyptischen Gemeinschaft mit geteilter

Zukunft weiter vorantreiben.

Neue Impulse für die regionale Entwicklung

Auch die Suez-Zone selbst entwickelt sich weiter: Neben der klassischen

Industrie gewinnen Solarprojekte und eine aufkommende Kreislaufwirtschaft an

Bedeutung und weisen den Weg zu einer umweltfreundlicheren und CO?-ärmeren

Entwicklung. Die Erschließung neuer Geschäftsfelder kommt zugleich der

ägyptischen Wirtschaft und dem Arbeitsmarkt unmittelbar zugute.

Projekte mit chinesischer Beteiligung tragen dazu bei, die Stromversorgung

Ägyptens auszubauen. So hat das Umspannwerk eines Solarparks seit seiner

Fertigstellung rund 16.000 Gigawattstunden Strom bereitgestellt. Chinesische

Unternehmen bilden zudem lokale Ingenieure und Fachkräfte aus. Einige ägyptische

Beschäftigte haben inzwischen technische oder leitende Funktionen übernommen.

Bei einem Joint Venture von China XD Electric und dem ägyptischen Unternehmen

EGEMAC stellen einheimische Beschäftigte 97 Prozent der Belegschaft.

Die Kooperation steht damit für ein breiteres Entwicklungsmodell, das auf

gegenseitigen Nutzen ausgerichtet ist. In einem Gastbeitrag, der anlässlich

seines Besuchs vorab in ägyptischen Medien veröffentlicht wurde, betonte Xi,

China und Ägypten sollten ?gegenseitigen Nutzen sowie eine Win-win-

Zusammenarbeit anstreben und ein Vorbild für gemeinsame Entwicklung schaffen".

Ägyptische Produkte erobern zunehmend den chinesischen Markt

Der Austausch entwickelt sich dabei stetig in beide Richtungen: Immer mehr

ägyptische Produkte finden Zugang zum großen chinesischen Verbrauchermarkt.

Der bilaterale Handel erreichte in den ersten sieben Monaten des Jahres 2026 ein

Volumen von 95,19 Milliarden Yuan (14,16 Milliarden US-Dollar). Das entspricht

einem Plus von 18,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, wie aus offiziellen

chinesischen Daten hervorgeht. Die chinesischen Exporte nach Ägypten legten um

17,5 Prozent zu, während die Einfuhren aus Ägypten sogar um 49,4 Prozent

stiegen.

Besonders dynamisch entwickelt sich der Handel mit Agrarprodukten. Allein in den

ersten sieben Monaten des Jahres erhöhten sich Chinas Importe ägyptischer

Agrarprodukte um 82,6 Prozent. Sie machten damit 41,7 Prozent der gesamten

chinesischen Einfuhren aus Ägypten aus. In diesem Zeitraum war Ägypten Chinas

wichtigster Lieferant von Tiefkühlerdbeeren und der drittgrößte Lieferant von

Flachs. Die beiden Produkte machten 96,7 Prozent beziehungsweise 7,7 Prozent der

jeweiligen chinesischen Importe aus.

Ägypten zählt weltweit zu den führenden Orangenexporteuren. 2025 lieferte das

Land frische Orangen im Wert von rund 26 Millionen US-Dollar nach China. Ein

Agrarexporteur, der mehrmals im Jahr nach China reist, berichtet von einer

starken Nachfrage chinesischer Verbraucher nach ägyptischen Orangen. Diese

Nachfrage habe die Produzenten dazu bewegt, die Qualität ihrer Erzeugnisse

weiter zu verbessern.

Die ägyptische Zeitung Al-Ahram verwies in einem Artikel darauf, dass Chinas

Maßnahmen zur Abschaffung von Zöllen auf afrikanische Produkte den Zugang zu

einem Markt mit mehr als 1,4 Milliarden Menschen erleichtert hätten. Zugleich

machte die Zeitung deutlich, dass niedrigere Zölle allein noch keinen

Markterfolg garantierten. Für ägyptische Unternehmen, die ihr Geschäft in China

ausbauen wollen, blieben demnach vor allem eine hohe Produktqualität, eine

verlässliche Versorgung und eine auf den chinesischen Markt zugeschnittene

Vermarktung entscheidend.

Über die bilateralen Beziehungen hinaus

Die Tragweite der chinesisch-ägyptischen Partnerschaft reicht weit über Handel

und Investitionen hinaus. In diesem Jahr blicken beide Staaten auf 70 Jahre

diplomatischer Beziehungen zurück. Ägypten war das erste arabische und

afrikanische Land, das diplomatische Beziehungen zur Volksrepublik China

aufnahm. Seitdem haben beide Seiten ihre Zusammenarbeit kontinuierlich

ausgeweitet - unter anderem in den Bereichen Kultur, Bildung, Wissenschaft und

Technologie sowie Gesundheit.

Xi bezeichnete China und Ägypten als Beispiel für Freundschaft, Solidarität und

Koordination zwischen Entwicklungsländern. Beide Länder seien wichtige

Mitglieder des Globalen Südens.

Ägyptens geopolitische Lage verleiht der Partnerschaft zugleich eine größere

regionale Bedeutung. Als bedeutendes arabisches und afrikanisches Land verbindet

Ägypten die arabische Welt mit Afrika. China und Ägypten arbeiten zudem in

multilateralen Formaten wie den Vereinten Nationen und den BRICS eng zusammen.

Vor dem Hintergrund der anhaltenden Instabilität im Nahen Osten warb Xi zugleich

für mehr Eigenständigkeit der Region in Sicherheitsfragen, einen umfassenden

Umgang mit Konfliktherden, Entwicklung als Grundlage für Sicherheit und eine

stärkere internationale Koordinierung.

https://news.cgtn.com/news/2026-09-02/From-desert-to-opportunity-China-Egypt-

ties-deepen-across-sectors-1Q7mph80npS/p.html

Kontakt: CGTN Digital jiang.simin@cgtn.com°

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