•  

     FAQ

    In unseren FAQ finden Sie die häufigsten Fragen und Antworten.

    Für Begriffserklärungen können Sie unser Glossar nutzen.

    FAQ
  •  

     E-MAIL

    Kontaktieren Sie uns per E-Mail.

    wertpapiere@dzbank.de

    Mail schreiben
  •  

     Live-Chat

    Kontaktieren Sie uns über den Live-Chat.

    Servicezeiten: Montag bis Freitag von 08:30 Uhr bis 17:30 Uhr

    Chat
  •  

     Anruf

    Montags bis Freitags von 08:30 Uhr bis 17:30 Uhr sind wir unter der Nummer (069)-7447-7035 für Sie da.

    Anruf
  •  

     Whatsapp

    ..... Hier Whatsapp Inhalte einfügen ....

Nachrichten und Analysen für

23.04.2026 | 11:03:17 (dpa-AFX)
OTS: SThree / 586 Mrd. Euro auf dem Spiel: Deutscher MINT-Fachkräftemangel ...

586 Mrd. Euro auf dem Spiel: Deutscher MINT-Fachkräftemangel als

wirtschaftliche Belastungsprobe

Frankfurt (ots) - Die deutsche Industriewirtschaft steht im kommenden Jahrzehnt

vor einer möglichen Schwankung der Wirtschaftsleistung von 586 Mrd. Euro,

abhängig davon, ob es gelingt, den Zustrom an MINT-Fachkräften

aufrechtzuerhalten, die fast ein Fünftel der gesamten Bruttowertschöpfung

tragen.

Der STEM Skills Outlook 2026 von SThree zeigt das wirtschaftliche Gewicht des

MINT-Fachkräftemangels für Deutschland: Mit einem MINT-Anteil von 17,5 Prozent

an der gesamten Bruttowertschöpfung (BWS) zählt Deutschland zu den

MINT-stärksten Volkswirtschaften Europas und weltweit zu den fünf Ländern mit

der höchsten gefährdeten Wertschöpfung. Sollte sich die Qualifikationspipeline

bis 2035 verschlechtern, sind kumuliert rund 288 Mrd. Euro an MINT-Wertschöpfung

gefährdet. Umgekehrt könnten 298 Mrd. Euro zusätzlicher Wertschöpfung entstehen,

wenn sich die Pipeline verbessert. Insgesamt stehen damit rund 586 Mrd. Euro auf

dem Spiel.

Die vom Centre for Economics and Business Research (Cebr) durchgeführte Studie

untersucht 42 Volkswirtschaften und bewertet ihre Abhängigkeit von der lokalen

MINT-Wertschöpfung sowie die Risiken, die sich aus einer nachlassenden

Versorgung mit qualifizierten Fachkräften ergeben können. Im internationalen

Durchschnitt macht der MINT-Sektor 14,7 Prozent der gesamten BWS aus.

"Deutschland ist eine der am stärksten MINT-abhängigen Volkswirtschaften Europas

- und genau das macht den Fachkräftemangel hier zu einer wirtschaftspolitischen

Grundsatzfrage. 586 Mrd. Euro trennen das beste vom schlechtesten Szenario für

das kommende Jahrzehnt. Das ist kein abstrakter Wert, sondern der messbare Preis

dafür, die MINT-Pipeline zu vernachlässigen, statt zu stärken" , sagt Cliff

Sidhu, Managing Director DACH von SThree. "Für ein Land, dessen industrielle

Identität auf Ingenieurswesen und Technologie beruht, gibt es keinen wichtigeren

Hebel als die Qualifikationsbasis der nächsten Generation."

MINT-Wertschöpfung in Deutschland

Für Deutschland hebt der Report zwei zentrale Erkenntnisse hervor: Einerseits

eine hohe Abhängigkeit von MINT-Branchen, andererseits eine

Qualifikationspipeline, die sich zwar in die richtige Richtung entwickelt, aber

von einer dünnen Basis aus startet.

Auf Grundlage der bisherigen Absolvent*innenentwicklung prognostiziert die

Studie für Deutschland bis 2035 ein jährliches Wachstum der MINT-BWS von 2,4

Prozent. Entwickelt sich die Zahl der Absolvent*innen weniger günstig, beträgt

der kumulierte gefährdete Output im Zeitraum 2025 bis 2035 rund 288 Mrd. Euro

(408 Mrd. USD, PPP). Im Falle einer positiven Entwicklung könnten hingegen

zusätzliche 298 Mrd. Euro (422 Mrd. USD, PPP) realisiert werden.

Die Anzahl der Absolvent*innen wächst mit 2,8 Prozent jährlich - ein positiver

Trend. Gleichzeitig liegt Deutschland mit 7,6 Abschlüssen pro 1.000 Personen im

erwerbsfähigen Alter unter dem internationalen Paneldurchschnitt. Die Pipeline

bewegt sich also in die richtige Richtung, aber von einem Ausgangspunkt, der

wenig Spielraum für demografischen Druck, veränderte Studienentscheidungen oder

Einschränkungen bei der internationalen Talentmobilität lässt.

Ingenieurwesen und Technologie: Stärke und Verwundbarkeit zugleich

Innerhalb des MINT-Sektors dominieren Ingenieurwesen und Technologie, getragen

von Deutschlands starker industrieller Basis in Maschinenbau, Ausrüstung,

Metallverarbeitung und einem rasant wachsenden IT- und Softwaresektor. Diese

Sektoren sind tief in globale Lieferketten eingebettet und hochsensibel

gegenüber dem Angebot qualifizierter Fachkräfte.

Eine nachlassende Pipeline gefährdet nicht nur die inländische Wertschöpfung,

sondern Deutschlands Stellung als Herzstück der europäischen

Industrieproduktion. Die Konsequenzen würden über Grenzen hinausgehen:

Zulieferer, Partner und Branchen, die auf deutsche Ingenieurs- und

Technologieleistung angewiesen sind, wären gleichermaßen betroffen - und das

Risikopotenzial steigt entsprechend.

DACH-Vergleich: Wirtschaftsleistung und Exponierung

Im DACH-Vergleich ist der gefährdete Output in Deutschland am höchsten. Der

kumulierte gefährdete Output liegt bei rund 80 Mrd. Euro (67 Mrd. USD, PPP) für

die Schweiz und 30 Mrd. Euro (42 Mrd. USD, PPP) für Österreich. Während der

Anteil der MINT-Wertschöpfung an der gesamten Wirtschaftsleistung Österreich mit

15,1 Prozent etwas geringer als in Deutschland (17,5 Prozent) ist, gehört die

Schweiz mit 21,3 Prozent zu den Ländern mit der höchsten MINT-Abhängigkeit.

Der Index des STEM Skills Outlook 2026 wird anhand von drei Faktoren berechnet:

der Abhängigkeit einer Volkswirtschaft von ihrer MINT-Wertschöpfung, der

Entwicklung der BSc- oder gleichwertigen Absolvent*innenzahlen sowie dem Output,

der bei einer Verschlechterung der MINT-Pipeline gefährdet wäre. Im finalen

Indexranking erreicht Deutschland 46,1 Punkte (Rang 24 von 42), Österreich und

die Schweiz liegen gleichauf bei jeweils 45,1 Punkten - alle drei im mittleren

Risikobereich der 42 untersuchten Volkswirtschaften.

Zum vollständigen Report

(https://www.sthree.com/en-gb/insights-and-research/stem-skills-outlook/)

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Sabine Klopffleisch

mailto:s.klopffleisch@sthree.com

Ciara Steurer

mailto:sthreegermany@grayling.com

+43 (0) 664 60508838

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/182427/6261157

OTS: SThree

23.04.2026 | 11:01:51 (dpa-AFX)
Bundestag beschließt Reform für schnellere Auftragsvergabe
23.04.2026 | 10:54:09 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Renault steigert Umsatz trotz Problemen bei Dacia - Aktie legt zu
23.04.2026 | 10:52:48 (dpa-AFX)
Warentest haftet für Folgen eines fehlerhaften Tests
23.04.2026 | 10:50:57 (dpa-AFX)
ROUNDUP: Tote und Verletzte nach russischem Angriff auf Dnipro
23.04.2026 | 10:48:24 (dpa-AFX)
Bundesgerichtshof prüft Urheberschutz für USM-Designmöbel
23.04.2026 | 10:46:36 (dpa-AFX)
Libyen: Gastanker 'komplett außer Kontrolle'

Neue Produkte

Hier stellen wir Ihnen unsere aktuellen Neuemissionen sortiert nach Produktkategorie vor. Durch das Einstellen eines Basiswerts in der Basiswertauswahl können Sie sich die angezeigten Produkte auf ihren Basiswert betreffende einschränken. Das Sortierkriterium der Produkte entnehmen Sie dem grauen Balken über den Produkten. Durch einen Klick auf den orangen Balken unter den hervorgehobenen Produkten gelangen Sie zu weiteren neuen Produkten der betreffenden Kategorie und ggf. zum entsprechenden Basiswert.

Analysen und Termine

Der DPA-AFX Analyser ist ein Newsfeed zu Aktien mit Bewertungen der verschiedenen Bankhäuser. Diese werden zentral bei AFX-DPA gesammelt und dann weitergegeben, sodass die Daten hier in einem Modul dargestellt werden können. Falls ein oder mehrere Basiswert(e) ausgewählt werde(n) sehen Sie die Analysen zu diesen Basiswert(en).  Bei Indizes werden die Analysen zu den enthaltenen Basiswerten angezeigt.

Mit einem Klick auf einen Basiswert gelangen Sie zum Factsheet dieses Basiswerts, durch einen Klick auf die Anzahl der Analysen zum Analysenticker. Wenn Sie im Analysenticker auf einen Basiswert klicken sehen Sie die passende Analyse.

Unter dem Reiter „Meiste Analysen“ werden die analysierten Basiswerte absteigend nach Anzahl der Analysen und unter dem Reiter Analysenticker nach Aktualität geordnet.

Copyright dpa-AFX. Alle Rechte vorbehalten. Weiterverbreitung, Wiederveröffentlichung oder dauerhafte Speicherung ohne ausdrückliche vorherige Zustimmung von dpa-AFX ist nicht gestattet. Alle Meldungen und Videos der Wirtschaftsnachrichtenagentur dpa-AFX werden mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet. Meldungen bzw. Videos zu Finanzanalysen von Dritten fassen diese Analysen lediglich zusammen bzw. geben sie in Auszügen wieder. Die Meldungen stellen aber weder eine Anlageberatung oder Anlageempfehlung noch ein Angebot oder eine Aufforderung zum Abschluss bestimmter Finanzgeschäfte dar. Darüber hinaus ersetzen sie nicht eine individuelle anleger- und anlagegerechte Beratung. Daher ist jegliche Haftung für Schäden aller Art (insbesondere Vermögensschäden), die bei Verwendung der Meldungen für die eigene Anlageentscheidung unter Umständen auftreten, ausgeschlossen. Auf den Inhalt der Finanzanalyse selbst hat die Nachrichtenagentur keinen Einfluss, verantwortlich dafür ist ausschließlich das jeweils für die Erstellung verantwortliche Unternehmen. Die Offenlegung der möglichen Interessenkonflikte der jeweils für die Erstellung der Finanzanalysen verantwortlichen Unternehmen ist auf deren Internetseite abrufbar.

Aus den Resorts