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Nachrichten und Analysen für

28.08.2026 | 07:13:20 (dpa-AFX)
EQS-News: FamiCord verbessert operativen Cashflow in Q2 2026 bei anhaltend herausforderndem Geschäftsumfeld deutlich (deutsch)

FamiCord verbessert operativen Cashflow in Q2 2026 bei anhaltend herausforderndem Geschäftsumfeld deutlich

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EQS-News: FamiCord AG / Schlagwort(e): Halbjahresbericht/Halbjahresergebnis

FamiCord verbessert operativen Cashflow in Q2 2026 bei anhaltend

herausforderndem Geschäftsumfeld deutlich

28.08.2026 / 07:13 CET/CEST

Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.

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FamiCord verbessert operativen Cashflow in Q2 2026 bei anhaltend

herausforderndem Geschäftsumfeld deutlich

* Konzernumsatzerlöse bleiben im H1 2026 mit EUR 43,2 Mio. weitgehend

stabil

* Operativer Cashflow steigt infolge von Verbesserungen im Net Working

Capital deutlich auf EUR 3,4 Mio.

* EBITDA sinkt aufgrund des herausfordernden Geschäftsumfelds und der

höheren Kostenbasis um 13,8 Prozent auf EUR 4,3 Mio.; Prognose für

Geschäftsjahr 2026 bestätigt

Leipzig, 28. August 2026 - FamiCord AG, Europas führende Zellbank und

weltweit die drittgrößte, sah sich angesichts eines herausfordernden

wirtschaftlichen Umfelds in Europa, historisch niedriger Geburtenraten und

zunehmenden Kostendrucks in mehreren europäischen Märkten weiterhin mit

einer gedämpften Konsumentenstimmung und einem schwächeren Neukundengeschäft

konfrontiert. Die Gesellschaft hielt an ihrer strikten Kostenkontrolle fest

und erhöhte den Anteil abonnementbasierter Umsatzerlöse, wodurch sie die

Widerstandsfähigkeit ihres Geschäftsmodells stärkte.

Im ersten Halbjahr 2026 blieben die Konzernumsatzerlöse mit EUR 43,2 Mio.

weitgehend stabil und lagen 0,9 Prozent unter dem Vorjahreswert (H1 2025:

EUR 43,6 Mio.). Auch der Nettobetrag der in Rechnung gestellten Leistungen

(B2C) blieb mit EUR 37,1 Mio. weitgehend stabil (H1 2025: EUR 37,4 Mio.).

Der darin enthaltene Nettobetrag der jährlich wiederkehrenden

Vorauszahlungen erhöhte sich erneut und stieg um 8,5 Prozent auf EUR 12,5

Mio. (H1 2025: EUR 11,6 Mio.), was die stabile zugrunde liegende Nachfrage

nach den Dienstleistungen der Gesellschaft widerspiegelt. Insgesamt ist die

anhaltende Verlagerung von Vorauszahlungs- hin zu Abonnementmodellen

Ausdruck des herausfordernden Marktumfelds. Gleichzeitig halten die Kunden

von FamiCord trotz der allgemeinen wirtschaftlichen Unsicherheit an

langfristigen Dienstleistungen zur Einlagerung von Stammzellen fest.

Der Vertragsmix verschob sich daher wie bereits in den Vorquartalen weiter

in Richtung wiederkehrender Vertragsmodelle. Während dies die Stabilität und

Planbarkeit der langfristigen Umsatzbasis des Konzerns unterstützt, gingen

die Umsatzerlöse aus Verlängerungen und Erweiterungen von Prepaid-Verträgen

weiter zurück und sanken um 11,5 Prozent auf EUR 3,3 Mio. (H1 2025: EUR 3,8

Mio.). Zusammen mit dem schwächeren Neukundengeschäft bedeutete dies, dass

positive Preiseffekte und der höhere Anteil abonnementbasierter Verträge

erneut nicht ausreichten, um den geringeren Beitrag aus Prepaid-Verträgen

vollständig auszugleichen.

Im Neukundengeschäft hielt die Marktschwäche im zweiten Quartal in den

meisten Märkten von FamiCord an. Lediglich der Mittlere Osten und Hongkong

setzten ihren Wachstumskurs fort, während Rumänien, die Türkei, das

Vereinigte Königreich, Österreich, Litauen und Zypern weitgehend auf dem

Niveau von 2025 lagen. Als Reaktion darauf hat die Gesellschaft mit der

Umsetzung gezielter Maßnahmen begonnen, um die Effizienz und die

Lead-Management-Prozesse zu verbessern und ausgewählte Vertriebskanäle zu

stärken.

Das EBITDA belief sich im ersten Halbjahr 2026 auf EUR 4,3 Mio. (H1 2025:

EUR 5,0 Mio.), entsprechend einer EBITDA-Marge von 9,9 Prozent (H1 2025:

11,4 Prozent). Bei isolierter Betrachtung des zweiten Quartals steigerte die

Gesellschaft das EBITDA jedoch um 11,8 Prozent auf EUR 2,1 Mio., wobei sich

das EBITDA im Quartalsverlauf stabilisierte. Diese ersten Anzeichen einer

Margenstabilisierung spiegeln die positiven Effekte der anhaltend strikten

Kostendisziplin der Gesellschaft wider, darunter geringere

Marketingaufwendungen und die Anpassung der Marketingaktivitäten an das

schwächere Marktumfeld. Gleichzeitig war die Gesellschaft im

Vorjahresvergleich mit höheren Umsatzkosten konfrontiert, die teilweise auf

den weiteren Ausbau ihrer CDMO-Aktivitäten zurückzuführen waren. Diese

Aktivitäten entwickelten sich weiterhin positiv, und die Gesellschaft baute

im zweiten Quartal weitere Kundenbeziehungen auf.

Die wesentlichen Kennzahlen zur Geschäftsentwicklung stellen sich wie folgt

dar:

IFRS, in TEUR Q2 Q2 H1 H1 H1

2026 2025 2026 2025

Konzernumsatzerlöse 21.692 21.490 43.188 43.577 -0,9%

Bruttoergebnis vom Umsatz 12.144 13.497 24.956 26.997 -7,6%

EBITDA 2.063 1.845 4.291 4.977 -13,8%

EBITDA-Marge [%] 9,5% 8,6% 9,9% 11,4% -1,5 PP

EBIT -117 -244 82 776 -89,4%

Periodenergebnis -1.094 577 -1.313 -83 >100%

Ergebnis je Aktie [in EUR] -0,06 0,04 -0,08 -0,01 >100%

Operativer Cashflow 3.422 250 >100%

Liquide Mittel 12.445 11.878 4,8%

(vs. 31. Dez. 2025)

Vorjahreszahlen im Rahmen der konzernweiten Harmonisierung der

Berichtsstrukturen angepasst (siehe Anhang zum Konzernabschluss).

Der operative Cashflow setzte seine bereits im ersten Quartal verzeichnete

deutliche Verbesserung fort und belief sich auf EUR 3,4 Mio. (H1 2025: EUR

0,3 Mio.). Die Verbesserung gegenüber dem Vorjahr war vor allem auf eine

Verbesserung des Net Working Capitals um EUR 2,3 Mio. zurückzuführen. Trotz

einer geringeren Anzahl von Neuverträgen lagen die für Neuverträge

erhaltenen Vorauszahlungen aufgrund höherer Durchschnittspreise und eines

günstigeren Ländermix über dem Vorjahresniveau. Das Wachstum im

höherpreisigen Markt der Vereinigten Arabischen Emirate führte in Verbindung

mit dem insbesondere in Portugal geringeren Vertragsvolumen zu höheren

Zahlungseingängen und einem stärkeren Aufbau der Vertragsverbindlichkeiten,

was dem operativen Cashflow einen zusätzlichen Impuls verlieh. Weitere

Bewegungen im Working Capital leisteten ebenfalls einen positiven Beitrag,

während höhere Forderungen, ein niedrigeres Ergebnis und höhere

Zinszahlungen gegenläufig wirkten. Der operative Cashflow deckte die

Nettozahlungsmittelabflüsse aus Investitionstätigkeit von EUR 1,4 Mio. und

aus Finanzierungstätigkeit von EUR 1,5 Mio. mehr als vollständig ab.

Infolgedessen erhöhten sich die liquiden Mittel zum 30. Juni 2026 um EUR 0,6

Mio. auf EUR 12,4 Mio. (31. Dezember 2025: EUR 11,9 Mio.).

Die Eigenkapitalposition schwächte sich angesichts der insgesamt verhaltenen

Geschäftsentwicklung weiter ab. Das Eigenkapital ging auf EUR 3,4 Mio.

zurück (31. Dezember 2025: EUR 5,4 Mio.). Der Rückgang des Eigenkapitals

spiegelte das Periodenergebnis wider, während sich die Bilanzsumme im

gewöhnlichen Geschäftsverlauf erhöhte. Infolgedessen sank die

Eigenkapitalquote zum 30. Juni 2026 auf 2,1 Prozent (31. Dezember 2025: 3,3

Prozent). Der Vorstand überwacht die Kapitalstruktur, Liquidität und den

finanziellen Handlungsspielraum des Konzerns weiterhin eng.

"Während das Neukundengeschäft in unseren europäischen Kernmärkten weiter

unter Druck steht, hat das zweite Quartal gezeigt, dass unsere Maßnahmen

Wirkung entfalten. Der operative Cashflow hat sich im ersten Halbjahr

deutlich erhöht. Unsere wachsende Basis wiederkehrender Abonnements stärkt

die Planbarkeit und Widerstandsfähigkeit unseres Geschäfts, während ein

diszipliniertes Kosten- und Cash-Management unseren Handlungsspielraum

sichert", sagt Jakub Baran, CEO der FamiCord AG. "Gleichzeitig gewinnen

unsere CDMO-Aktivitäten an Dynamik. Die Pipeline entwickelt sich

vielversprechend, und wir gehen derzeit davon aus, in den kommenden Monaten

weitere wichtige Vereinbarungen mit neuen Kunden abzuschließen. Darüber

hinaus prüfen wir Wachstumsmöglichkeiten in angrenzenden Bereichen jenseits

unseres Kerngeschäfts der Stammzelleneinlagerung für Familien und unserer

CDMO-Aktivitäten und nutzen dabei unser Labornetzwerk in Europa und im

Mittleren Osten."

Die Gesamtbeurteilung des wirtschaftlichen Umfelds in Europa durch den

Vorstand bleibt unverändert. Neben historisch niedrigen Geburtenraten in den

Hauptmärkten des Konzerns wird die Konsumentenstimmung weiterhin durch eine

erhöhte Inflation, höhere Energiekosten sowie eine breitere makroökonomische

und politische Unsicherheit belastet. Da diese Entwicklungen im

Prognosebericht des Geschäftsberichts 2025 berücksichtigt wurden, bestätigt

der Vorstand seine Prognose für das Geschäftsjahr 2026 und erwartet

Umsatzerlöse in einer Bandbreite von EUR 80 Mio. bis EUR 90 Mio. sowie ein

EBITDA in einer Bandbreite von EUR 9,0 Mio. bis EUR 11,0 Mio.

Der Vorstand der FamiCord AG wird institutionellen Investoren, Analysten und

Pressevertretern heute um 13:00 Uhr MESZ im Rahmen einer Videokonferenz zur

Verfügung stehen, um zusätzliche Informationen zur Geschäftsentwicklung zu

geben. Für die Anmeldung zur Videokonferenz senden Sie bitte eine E-Mail an

den Bereich Investor Relations ( ir@famicord.com).

Der vollständige Halbjahresbericht 2026 der FamiCord AG wird im Laufe des

heutigen Tages auf der Website der Gesellschaft unter

https://ir.famicord.com/financial-report/2026/ zum Download zur Verfügung

stehen. Weitere Informationen zu FamiCord und ihren Tochtergesellschaften

finden Sie unter www.famicord.com.

Kontakt:

FamiCord AG

Ingo Middelmenne

Head of Investor Relations

Telefon: +49 (0174) 9091190

E-Mail: ingo.middelmenne@famicord.com

Unternehmensprofil

FamiCord (vormals Vita 34) wurde 1997 in Leipzig gegründet und ist heute mit

Abstand die führende Zellbank in Europa sowie die drittgrößte weltweit. Als

erste private Nabelschnurblutbank Europas und Pionier im Cell Banking bietet

die Gesellschaft seitdem als Full-Service-Anbieter für die Kryokonservierung

die Entnahme, Logistik, Verarbeitung und Lagerung von Stammzellen aus

Nabelschnurblut, Nabelschnurgewebe und anderen postnatalen Geweben an. Die

spendereigenen Zellen können entweder direkt als Arzneimittel eingesetzt

werden oder als wertvolles Ausgangsmaterial für medizinische Zelltherapien

dienen; sie werden im Dampf von Flüssigstickstoff vital erhalten. Kunden aus

rund 50 Ländern haben bei FamiCord bereits mit rund 1,5 Millionen

eingelagerten Einheiten biologischen Materials Vorsorge für die Gesundheit

ihrer Familien getroffen. Darüber hinaus ist die Gesellschaft im Bereich

Cell and Gene CDMO tätig.

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28.08.2026 CET/CEST Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht,

übermittelt durch EQS News - ein Service der EQS Group.

Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.

Die EQS Distributionsservices umfassen gesetzliche Meldepflichten, Corporate

News/Finanznachrichten und Pressemitteilungen.

Originalinhalt anzeigen:

https://eqs-news.com/?origin_id=b966346e-a128-11f1-8534-027f3c38b923&lang=de

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Sprache: Deutsch

Unternehmen: FamiCord AG

Perlickstr. 5

04103 Leipzig

Deutschland

Telefon: +49(0341)48792-40

Fax: +49(0341)48792-39

E-Mail: ir@famicord.com

Internet: www.famicord.com

ISIN: DE000A0BL849

WKN: A0BL84

Börsen: Freiverkehr in Düsseldorf, Frankfurt (Scale), Hamburg,

Hannover, München, Stuttgart, Tradegate BSX

LEI Code: 529900OEWA4GSZEZ4P40

EQS News ID: 2388950

Ende der Mitteilung EQS News-Service

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2388950 28.08.2026 CET/CEST

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