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Nachrichten und Analysen für

03.06.2026 | 20:00:11 (dpa-AFX)
EQS-News: Commerzbank empfiehlt kritische Prüfung der potenziell irreführenden Informationen der UniCredit zur Unterstützung ihres Übernahmeangebots (deutsch)

Commerzbank empfiehlt kritische Prüfung der potenziell irreführenden Informationen der UniCredit zur Unterstützung ihres Übernahmeangebots

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EQS-News: Commerzbank Aktiengesellschaft / Schlagwort(e): Stellungnahme

Commerzbank empfiehlt kritische Prüfung der potenziell irreführenden

Informationen der UniCredit zur Unterstützung ihres Übernahmeangebots

03.06.2026 / 20:00 CET/CEST

Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.

---------------------------------------------------------------------------

* Regulatorische Meldung der UniCredit reflektiert keine gleichwertige

Eigentümerschaft, Stimmrechte oder Kontrolle, da direkt gehaltene

Aktien, Derivate und angediente Aktien nicht als aggregierte

Gesamtposition interpretiert werden sollten

* Nach den der Commerzbank vorliegenden Informationen sind die gemeldeten

7,58 % an angedienten Aktien überwiegend direkt oder indirekt mit

Derivate-Gegenparteien der UniCredit verbunden und stammen nicht von

unabhängigen Investoren

* Da der aktuell implizierte Angebotswert unterhalb des aktuellen

Börsenkurses der Commerzbank liegt, folgt eine Angebotsannahme durch

Aktionäre keiner wirtschaftlichen Logik

* Commerzbank hat Antrag auf Untersuchung des Sachverhalts durch die BaFin

gestellt

* Vor der Aufklärung des Sachverhalts sollten keine abschließenden

Schlussfolgerungen über die Aktionärsstruktur oder die Unterstützung der

Aktionärinnen und Aktionäre für das Angebot erfolgen

Die Commerzbank AG hat die jüngste, am 2. Juni 2026 vorgenommene

Veröffentlichung der UniCredit über die Annahmequoten ihres

Übernahmeangebots zur Kenntnis genommen. Nach Auffassung der Commerzbank

sind die zuletzt von der UniCredit kommunizierten Daten ohne ergänzende

Erläuterungen irreführend und begründen den Verdacht eines Handelns mit dem

Ziel, ihre Position in der Wahrnehmung des Marktes künstlich aufzublähen.

Dies erfordert aus Sicht der Commerzbank Aufklärung. Infolge der Meldungen

der UniCredit werden in der öffentlichen Diskussion zunehmend direkt

gehaltene Aktien, angediente Aktien, Derivatepositionen und andere Formen

wirtschaftlichen Exposures zusammengefasst, wobei in Teilen der

Berichterstattung aggregierte Positionen von über 50 % genannt werden. Diese

Kategorien unterscheiden sich jedoch grundlegend voneinander und sollten

nicht gleichgesetzt werden.

Gemäß eigenen Angaben der UniCredit hält sie derzeit rund 27 % der

Commerzbank-Aktien direkt. Die übrigen gemeldeten Positionen betreffen

überwiegend angediente Aktien und Derivate und sollten nicht als

gleichwertige physische Aktienbestände, Stimmrechte oder

Kontrollmöglichkeiten interpretiert werden. Drei Aspekte bedürfen der

Klarstellung:

Keine Anhaltspunkte für marktübliche Absicherung der Derivate

Basierend auf Informationen zur Aktionärsstruktur, die der Commerzbank von

Verwahrstellen bereitgestellt wurden, halten Investmentbanken und

Kapitalmarktintermediäre, die als Gegenparteien der gemeldeten

Derivatepositionen der UniCredit identifiziert wurden, in ihrer Gesamtheit

nur einen begrenzten Anteil physischer Commerzbank-Aktien als Absicherung

der Derivate. Es wäre daher noch eine beträchtliche Anzahl zusätzlicher

Aktien von bestehenden Aktionären am Markt zu erwerben, bevor

Beteiligungsquoten erreicht werden könnten, die dem aktuell öffentlich

diskutierten Niveau entsprächen.

Angediente Aktien stammen überwiegend von Derivate-Gegenparteien der

UniCredit

Die zuletzt gemeldeten angedienten Aktien im Gesamtvolumen von 7,58 % werfen

erhebliche Fragen hinsichtlich ihrer wirtschaftlichen Herkunft und

Interpretation auf. Nach den der Commerzbank aktuell vorliegenden

Informationen konnte bislang keine einzige Angebotsannahme eines

institutionellen Investors identifiziert werden, und die Summe sämtlicher

Annahmen durch Privatanleger entspricht einem Aktienanteil von lediglich

rund 0,05 %. Das insgesamt angediente Volumen stammt überwiegend von Banken

und mit ihnen verbundenen Parteien, von denen einige bekannte

Derivate-Gegenparteien der UniCredit sind - wie etwa Nomura mit 2,06 %. Vor

diesem Hintergrund deuten die vorliegenden Daten darauf hin, dass die

gemeldeten angedienten Aktien - entgegen den Aussagen der UniCredit - nicht

als Beleg für eine unabhängige Unterstützung der Aktionärinnen und Aktionäre

für das Angebots gewertet werden können.

Logik der andienenden Banken höchst unklar

Festzuhalten ist, dass es ein signifikantes Andienen von Aktien gab, obwohl

der Börsenkurs der Commerzbank-Aktie durchgehend über dem implizierten Wert

der Angebotsgegenleistung liegt. Zudem ist es höchst ungewöhnlich, dass

Aktien in der Mitte der Angebotsperiode angedient werden. Es bedarf daher

hinreichender Transparenz durch die betreffenden Marktteilnehmer über die

wirtschaftlichen Anreize, Vereinbarungen und Geschäftsbeziehungen, die den

zuvor genannten Annahmen des Übernahmeangebots zugrunde liegen.

Commerzbank beantragt Prüfung bei Aufsichtsbehörde

Angesichts der erheblichen kapitalmarktbezogenen und regulatorischen

Implikationen dieser Sachverhalte sowie gewichtiger Bedenken ihrer

Aktionärinnen und Aktionäre stellt die Commerzbank der Bundesanstalt für

Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) die relevanten öffentlich verfügbaren

Informationen sowie ihre eigene Analyse und Erkenntnisse zur Verfügung. Die

Commerzbank spricht sich für eine umfassende Prüfung des Sachverhalts aus,

um dem Markt ein vollständiges Bild zu geben. Transparenz und eine

sorgfältige aufsichtsrechtliche Prüfung sind im Interesse aller

Marktteilnehmer, Investoren und Stakeholder. Dies gilt in besonderem Maße im

Rahmen eines laufenden Übernahmeangebots, in dem Aktionärinnen und Aktionäre

ihre Entscheidungen auf der Grundlage vollständiger, korrekter und

angemessen kontextualisierter Informationen treffen können müssen. Die

Commerzbank empfiehlt Marktteilnehmern und Investoren, keine abschließenden

Schlussfolgerungen hinsichtlich Aktienverteilung, Einfluss, Kontrolle oder

die tatsächliche Unterstützung des Angebots durch die Aktionäre zu ziehen,

bis die zugrundeliegenden Sachverhalte vollständig aufgeklärt und angemessen

offengelegt worden sind. Die Commerzbank empfiehlt institutionellen

Investoren zudem, die Wertpapierleihaktivitäten ihrer Verwahrstellen vor dem

Hintergrund einer möglichen Nutzung für Andienungen zu prüfen und

gegebenenfalls zu überdenken.

Pressekontakt

Max Hohenberg +49 69 9353-34249

Erik Nebel +49 69 9353-45712

Kontakt für Investoren

Ansgar Herkert +49 69 9353-47706

Über die Commerzbank

Mit ihren beiden Geschäftssegmenten - Firmenkunden sowie Privat- und

Unternehmerkunden - bietet die Commerzbank als Universalbank ein umfassendes

Portfolio an Finanzdienstleistungen. Sie ist die führende Bank im

Firmenkundengeschäft in Deutschland und für den deutschen Mittelstand sowie

starke Partnerin von rund 24.000 Firmenkundenverbünden und begleitet mit

einem Anteil von rund 30 % den deutschen Außenhandel. Mit einer Präsenz in

mehr als 40 Ländern ist die Commerzbank überall dort vertreten, wo ihre

Mittelstandskunden, Großunternehmen sowie institutionelle Kunden sie

benötigen. Zudem begleitet die Commerzbank internationale Kunden mit einem

Geschäftsbezug zu Deutschland, Österreich oder der Schweiz sowie Unternehmen

aus ausgewählten Zukunftsbranchen. Mit einem angelegten Vermögen von mehr

als 400 Mrd. Euro ist die Commerzbank zugleich eine der führenden Banken für

Privat- und Unternehmerkunden in Deutschland. Unter der Marke Commerzbank

bietet sie mit ihrem Omnikanalansatz ein umfangreiches Leistungs- und

Serviceangebot: online und mobil, telefonisch und per Video im

Beratungscenter sowie persönlich an ihren rund 400 Standorten bundesweit.

Unter der Marke comdirect bietet sie als digitale Hauptbank rund um die Uhr

alle Kernleistungen und als Leistungsbroker Lösungen für das Sparen, Anlegen

und Handeln mit Wertpapieren. Die polnische Tochtergesellschaft mBank S.A.

ist eine innovative Digitalbank und betreut rund 6 Millionen Privat- und

Firmenkunden überwiegend in Polen sowie in der Tschechischen Republik und

der Slowakei.

Disclaimer

Diese Mitteilung enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen. Dabei handelt

es sich um Aussagen, die keine Tatsachen der Vergangenheit beschreiben.

Solche Aussagen in dieser Mitteilung betreffen unter anderem die erwartete

zukünftige Geschäftsentwicklung der Commerzbank, erwartete Effizienzgewinne

und Synergien, erwartete Wachstumsperspektiven und sonstige Chancen für eine

Wertsteigerung der Commerzbank sowie die erwarteten zukünftigen finanziellen

Ergebnisse, Restrukturierungsaufwendungen und sonstige Finanzentwicklungen

und -angaben. Diese in die Zukunft gerichteten Aussagen basieren auf

aktuellen Planungen, Erwartungen, Schätzungen und Prognosen des Vorstands.

Sie sind von einer Reihe von Annahmen abhängig und unterliegen bekannten und

unbekannten Risiken, Unsicherheiten und anderen Faktoren, die dazu führen

können, dass die tatsächlichen Ergebnisse oder Entwicklungen wesentlich von

jenen abweichen, die durch diese in die Zukunft gerichteten Aussagen

ausgedrückt oder impliziert werden. Solche Faktoren sind unter anderem die

Verfassung der Finanzmärkte in Deutschland, Europa, den USA und in anderen

Regionen, in denen die Commerzbank einen erheblichen Teil ihrer Erträge

erzielt und einen erheblichen Teil ihrer Vermögenswerte hält, die

Preisentwicklung von Vermögenswerten und Entwicklung von Marktvolatilitäten,

insbesondere aufgrund der andauernden europäischen Schuldenkrise, der

mögliche Ausfall von Kreditnehmern oder Kontrahenten von Handelsgeschäften,

die Umsetzung ihrer strategischen Initiativen zur Verbesserung des

Geschäftsmodells, die Verlässlichkeit ihrer Grundsätze, Verfahren und

Methoden zum Risikomanagement, Risiken aufgrund regulatorischer Änderungen

sowie andere Risiken. In die Zukunft gerichtete Aussagen gelten deshalb nur

an dem Tag, an dem sie gemacht werden. Die Commerzbank ist nicht

verpflichtet, die in dieser Mitteilung enthaltenen, in die Zukunft

gerichteten Aussagen auf den neuesten Stand zu bringen oder abzuändern, um

Ereignisse oder Umstände zu reflektieren, die nach dem Datum dieser

Mitteilung eintreten.

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03.06.2026 CET/CEST Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht,

übermittelt durch EQS News - ein Service der EQS Group.

Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.

Die EQS Distributionsservices umfassen gesetzliche Meldepflichten, Corporate

News/Finanznachrichten und Pressemitteilungen.

Originalinhalt anzeigen:

https://eqs-news.com/?origin_id=28527e39-5f74-11f1-8534-027f3c38b923&lang=de

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Sprache: Deutsch

Unternehmen: Commerzbank Aktiengesellschaft

Kaiserstraße 16

60311 Frankfurt am Main

Deutschland

Telefon: +49 (069) 136 20

E-Mail: newsroom@commerzbank.com

Internet: www.commerzbank.de

ISIN: DE000CBK1001

WKN: CBK100

Indizes: DAX, CDAX, HDAX, PRIMEALL

Börsen: Regulierter Markt in Frankfurt (Prime Standard);

Freiverkehr in Düsseldorf, Hamburg, Hannover, München,

Stuttgart, Tradegate BSX

EQS News ID: 2339286

Ende der Mitteilung EQS News-Service

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2339286 03.06.2026 CET/CEST

°

03.06.2026 | 19:38:34 (dpa-AFX)
ROUNDUP 2: Eli Lilly und Boehringer streichen Investitionen
03.06.2026 | 19:37:18 (dpa-AFX)
Anti-Schleuser-Aktion der Bundespolizei in Afrika
03.06.2026 | 19:34:07 (dpa-AFX)
Wadephul: Habe über Konsequenzen aus UN-Wahl nachgedacht
03.06.2026 | 19:33:21 (dpa-AFX)
Krawalle bei Studentenprotest in Chile
03.06.2026 | 19:32:35 (dpa-AFX)
Trump stellt sich hinter rechten Kandidaten in Kolumbien
03.06.2026 | 19:31:01 (dpa-AFX)
Linken-Chefin zu UN-Scheitern: Schlappe für 'Außenkanzler Merz'

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