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Nachrichten und Analysen für

10.04.2026 | 10:02:10 (dpa-AFX)
OTS: Bundesgeschäftsstelle Landesbausparkassen (LBS) / Landesbausparkassen ...

Landesbausparkassen und empirica legen gemeinsamen

Erschwinglichkeitsindikator auf (FOTO)

Berlin (ots) - Vor acht Jahren entwickelt, künftig regelmäßig veröffentlicht:

Das LBS|empirica-Erschwinglichkeitsbarometer ermittelt regionale

Ersterwerber-Potenziale auf Basis von Einkommen und Eigenkapital.

Ein eigenes Zuhause zu kaufen oder zu bauen scheitert zumeist daran, dass es den

angehenden Wohneigentümern an Eigenkapital fehlt. Wie groß das Problem ist und

ob es sich verändert hat, zeigt das LBS|empirica-Erschwinglichkeitsbarometer

2026: Zuletzt verfügten nur knapp 6 Prozent der jüngeren Mieterhaushalte über

genug Eigenkapital, um Wohneigentum zu erwerben. Vor 15 Jahren waren es noch

fast 10 Prozent. Dagegen hätten immerhin 39 Prozent der Haushalte ein

ausreichend hohes Nettoeinkommen gehabt, um die Kreditrate stemmen zu können.

Entwickelt wurde das Konzept für den Erschwinglichkeitsindikator bereits im Jahr

2018 vom Berliner Forschungsinstitut empirica gemeinsam mit den

Landesbausparkassen. Seither wurden die Berechnungen in loser Folge neu

aufgelegt. Künftig wird die Veröffentlichung jährlich erfolgen. "Wir haben uns

entschieden, das LBS|empirica-Erschwinglichkeitsbarometer regelmäßig

herauszubringen, um besser nachhalten zu können, wie die Wohneigentumspolitik

wirkt", begründet Axel Guthmann, Verbandsdirektor der Landesbausparkassen, die

Entscheidung.

"Das LBS|empirica-Erschwinglichkeitsbarometer weist einige Besonderheiten auf",

erläutert Studienautor Reiner Braun, Vorstandsvorsitzender von empirica. "Anders

als die meisten anderen Erschwinglichkeitsindikatoren untersuchen wir nicht nur

die Einkommenshürde, sondern auch die Eigenkapitalsituation der potenziellen

Erwerberhaushalte. Zudem basiert unser Erschwinglichkeitsbarometer auf

regionalen Daten, nicht auf bundesweiten Durchschnitten und zeichnet deshalb ein

realistisches Bild der Lage."

"Die Ersparnisse waren schon immer der Engpassfaktor bei der

Wohneigentumsbildung, aber im Laufe der vergangenen zehn Jahre hat sich die

Situation spürbar verschlechtert. Es braucht nun die richtigen politischen

Weichenstellungen, um dagegen anzusteuern", mahnt Guthmann.

Wo anzusetzen sei, liege auf der Hand. "Mit mehr Neubau wäre zumindest die

Preisentwicklung in den Griff zu bekommen. Das hat die Politik zwar erkannt,

aber die ergriffenen Maßnahmen zur Verbesserung der Angebotsbedingungen wirken

nicht kurzfristig, sie genügen auch noch nicht und die aktuelle weltpolitische

Lage ist nun ein weiterer Schlag ins Kontor." Deshalb seien nun dringend alle

Register zu ziehen: "Die Erwerbsnebenkosten müssen endlich sinken, darunter vor

allem die Grunderwerbsteuer, und die Ersparnisbildung für Wohneigentum sollte

stärker angereizt werden. Dafür steht als bewährtes Instrument die

Wohnungsbauprämie zur Verfügung."

Nicht zu vergessen sei, dass mit der sogenannten Eigenheimrente auch die ab 2027

verbesserte staatliche Förderung der privaten Altersvorsorge für den Erwerb von

Wohneigentum genutzt werden könne. Zu beachten sei allerdings, dass die Anbieter

von Altersvorsorgedepots oder Versicherungsprodukten künftig nicht mehr

verpflichtet sind, eine spätere Kapitalentnahme für den Erwerb von Wohneigentum

zu ermöglichen. Bei den Bausparkassen bleibt es dagegen wie gehabt: Sie

kombinieren das sichere Ansparen für Wohneigentum mit dem Anspruch auf ein

niedrig verzinsliches Darlehen. "Mit einer vollständigen Ausschöpfung der neuen

Förderung lässt sich durchaus ein solider Grundstock an Eigenkapital aufbauen.

Im Anschluss helfen die staatlichen Zulagen bei der Tilgung", betont Guthmann.

Weitere Infos im wissenschaftlichen Papier zum

LBS|empirica-Erschwinglichkeitsbarometer:

Reiner Braun, Linn Segschneider: LBS|empirica-Erschwinglichkeitsbarometer:

Regionale Ersterwerber-Potenziale 2026, Berlin, März 2026

Auf LBS.de: https://presse.lbs.de/infodienste/lbs-research

Pressekontakt:

Dr. Ivonn Kappel

Referat Presse

Bundesgeschäftsstelle Landesbausparkassen

Tel.: 030 20225-5398

Fax: 030 20225-5395

E-Mail: mailto:ivonn.kappel@dsgv.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/35604/6252730

OTS: Bundesgeschäftsstelle Landesbausparkassen (LBS)

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