^SAN FRANCISCO, Oct. 07, 2026 (GLOBE NEWSWIRE) -- Minerva Humanoids
(https://www.minervahumanoids.com/), ein Robotikunternehmen, das humanoide
Roboter für die gefährlichsten Einsätze in der Onshore- und Offshore-Öl- und
Gasindustrie sowie im Bereich der öffentlichen Sicherheit entwickelt, hat heute
den Abschluss einer Pre-Seed-Finanzierungsrunde in Höhe von rund 10 Millionen
US-Dollar bekannt gegeben. Die Runde wurde von General Catalyst angeführt, mit
Long Journey Ventures und Credo Ventures als Co-Lead-Investoren. Zudem
beteiligten sich MVP Ventures, Kaya, RunwayVC, Compound, Founders Embassy,
Hugging Face, Codecademy, YG, Walter Ventures, Tiny Ventures, Chaotica und
Babylon. Mit dieser Finanzierungsrunde beendet Minerva seine Stealth-Phase und
startet im Herbst mit seinen ersten kommerziellen Pilotprojekten.
Minerva wurde von CEO Sandor Felber und CTO Maurice Rahme gegründet und hat
?Roger", seinen speziell entwickelten, halbautonomen humanoiden Roboter, nach
dem Vorbild des Urteilsvermögens, der Fähigkeiten und der Geschicklichkeit
hochqualifizierter Spezialisten konzipiert, die diese Arbeiten bereits
ausführen. Roger ermöglicht es diesen Spezialisten, ihre Expertise einzubringen
und gleichzeitig ihren Körper aus der Gefahrenzone fernzuhalten - sei es bei der
Entschärfung eines mutmaßlichen Sprengkörpers an einem Flughafen oder bei
hochgefährlichen Wartungsarbeiten in einer Energieanlage.
?Täglich sterben Menschen bei Aufgaben, die der Rest der Welt für
selbstverständlich hält", erklärt Felber. ?Unser Ziel war es nie, die Menschen
zu ersetzen, die diese Arbeit leisten. Wir wollten einen Roboter entwickeln, der
es ihnen ermöglicht, ihre Aufgaben effizient und sicher vom Büro oder Homeoffice
aus zu erledigen, ohne dass sie für unsere Sicherheit oder unsere
Energieversorgung ihr Leben riskieren müssen."
Die Arbeit auf Offshore-Bohrinseln, Einsätze zur Kampfmittelbeseitigung (EOD)
und Einsätze bei Gefahrgutunfällen setzen Menschen nach wie vor unmittelbaren
Gefahren aus. Etwa alle 75 Minuten wird irgendwo auf der Welt ein Arbeiter im
Energiesektor auf tragische Weise Opfer seines Berufs - das sind rund 7.000
Todesfälle pro Jahr.¹ Die Industrie arbeitet seit Jahrzehnten daran, dieses
Risiko zu minimieren, dennoch erfordern viele Aufgaben letztlich nach wie vor
das persönliche Betreten der Gefahrenzone. Einsatzkräfte der öffentlichen
Sicherheit sind derselben Gefahr ausgesetzt. Die NATO
(https://www.eodcoe.org/en/) stuft EOD- und Gefahrgut-Einsatzteams durchgängig
als die am stärksten gefährdeten Einheiten ein. Die Techniker sind dabei oft auf
jahrzehntealte, radgestützte Einarm-Roboter angewiesen, denen die für komplexe
Aufgaben erforderliche Feinmotorik fehlt.
?Jeder EOD-Einsatzkraft ist dieser lange Weg bekannt. Wenn der Roboter die
Aufgabe nicht bewältigen kann und die Einsatzkraft den EOD-Anzug anlegen und
sich dem Sprengkörper allein nähern muss", so Dominic Asquith, Veteran der
britischen Spezialeinheiten und Head of Hazardous Operations bei Minerva
Humanoids. ?Auf die kettenbetriebenen Einarm-Systeme verlassen wir uns seit
Jahrzehnten - doch sie zwingen nach wie vor viele Einsatzkräfte zu diesem
Schritt, weil die Arbeit vor Ort zwei Hände und echtes Geschick erfordert."
Roger ist ein Quantensprung für unsere Gemeinschaft: Das Urteilsvermögen und die
Hände des Bedieners werden am Gerät eingesetzt, während der Bediener selbst
körperlich sicher vom Kommandoposten aus agiert. Das hätte ich mir bei jedem
meiner Einsätze gewünscht."
Minerva Intelligence, das proprietäre KI-Steuerungssystem des Unternehmens,
regelt Gleichgewicht, Sturzausgleich und Navigation des Humanoiden, während es
die Eingaben des erfahrenen Teleoperators präzise in Bewegungen umsetzt. Der
Spezialist steuert Roger über ein VR-Headset, sieht durch die Augen des
humanoiden Roboters und kann feinstmotorische Manipulationen durchführen, behält
dabei aber stets die volle Kontrolle über jede kritische Aktion. Latenzarme
Steuerregelkreise sorgen für eine verzögerungsfreie Rückmeldung, sodass Bediener
die Ganzkörpersteuerung innerhalb weniger Minuten erlernen.
Das Ergebnis: Die Fähigkeiten der Fachkraft kommen direkt in der Gefahrenzone
zum Einsatz - jedoch mit einem entscheidenden Unterschied: Der Roboter übernimmt
das physische Risiko anstelle des Menschen.
Minerva setzt auf eine westliche, souveräne Wertschöpfungskette: Software und KI
werden überwiegend in den USA entwickelt, während die ersten Roger-Prototypen in
Deutschland gefertigt und montiert werden. Dies ermöglicht dem Unternehmen eine
extrem schnelle Hardware-Iteration. Innerhalb von nur fünf Monaten entwickelte
Minerva die Idee zu einem voll funktionsfähigen, gehenden Humanoiden -
einschließlich des maßgeschneiderten Designs, der Fertigung und der Montage von
Roger, der speziell für diese kritischen Einsätze konstruiert wurde. Das
Unternehmen plant, seine humanoiden Roboter sowohl in Deutschland als auch in
den USA auf Basis einer westlichen Industrie-Lieferkette zu produzieren, ohne
auf Komponenten aus China als einziger Bezugsquelle angewiesen zu sein.
Felber spielte zuvor eine zentrale Rolle beim Aufbau der Forschungssparte für
KI-gestützte humanoide Roboter am MIT CSAIL und arbeitete am Optimus-Programm
von Tesla. Rahme war sechs Jahre lang bei Boston Dynamics tätig und leitete dort
als einer der technischen Verantwortlichen das Projekt für den Roboter
?Stretch", den er vom frühen Prototyp bis zum kommerziellen Marktstart
begleitete.
?Einen humanoiden Roboter von Grund auf neu zu entwickeln, dauert gewöhnlich
Jahre. Sandor und Maurice haben das in weniger als sechs Monaten geschafft", so
Robin Dechant, Partner bei General Catalyst. ?Hardware in dieser Geschwindigkeit
zur Marktreife zu bringen, führt physische KI aus dem Labor direkt in die Praxis
- dorthin, wo sie gebraucht wird. So schaffen wir Widerstandsfähigkeit in
kritischen Sektoren, indem wir Menschen aus den gefährlichsten Arbeitsumgebungen
herausholen."
?Roboter können dorthin gehen, wohin kein Mensch gehen sollte", erklärt Lee
Jacobs, Partner bei Long Journey Ventures. ?Minerva bringt Roboter auf den
Markt, die die kritische Infrastruktur der westlichen Welt schützen werden. Wir
könnten nicht stolzer sein, zu den Investoren der ersten Stunde zu gehören."
Bereits vor der offiziellen Vorstellung präsentierte Minerva den Roboter im
Rahmen einer Vorführung und Keynote am NATO Explosive Ordnance Disposal Centre
of Excellence im slowakischen Shamorín. Zudem ging das Unternehmen
Forschungspartnerschaften ein: mit der Mohamed bin Zayed University of
Artificial Intelligence (MBZUAI) zur Weiterentwicklung der Fähigkeiten von
Humanoiden im Energiesektor sowie mit der University of Waterloo zur Optimierung
der Wahrnehmung unter extremen Bedingungen wie Rauch, Dunkelheit, Sensorfehlern
und eingeschränkter Sicht. Darüber hinaus prüft Minerva Einsätze an zwei der
zehn weltweit verkehrsreichsten Flughäfen. Entsprechende Vor-Ort-Tests für
hochriskante Sicherheitsanwendungen wurden bereits erfolgreich durchgeführt. Mit
dem frischen Kapital entwickelt Minerva seine spezialisierte Hardware sowie
seine KI-Funktionen für den Einsatz in der Energiebranche und bei der
Kampfmittelbeseitigung weiter, um erste kommerzielle Einsätze noch in diesem
Jahr zu unterstützen.
¹ Schätzung von Minerva Humanoids auf Basis der weltweiten Rate tödlicher
Arbeitsunfälle der ILO (https://www.ilo.org/publications/call-safer-and-
healthier-working-environments) (ILO, A Call for Safer and Healthier Working
Environments, 2023: 330.000 Todesfälle bei 3,46 Milliarden Erwerbstätigen) und
der weltweiten Beschäftigtenzahl im Energiesektor der IEA
(https://www.iea.org/reports/world-energy-employment-2025) von 76 Millionen
(IEA, World Energy Employment 2025).
Über Minerva Humanoids
Minerva Humanoids entwickelte seinen ersten Prototyp von Roger, einem speziell
entwickelten, teilautonomen humanoiden Roboter, nur fünf Monate nach
Entwicklungsbeginn. Roger wurde für gefährliche Einsätze im Energiesektor, wie
beispielsweise auf Offshore-Ölplattformen und in Hochspannungskraftwerken, sowie
für Anwendungen im Bereich der öffentlichen Sicherheit, darunter die
Kampfmittelbeseitigung und den Umgang mit Gefahrstoffen, konzipiert. Dabei
behält ein ausgebildeter Spezialist die Kontrolle über die Entscheidungen des
Roboters, sodass dieser kritische Aufgaben schnell und intuitiv ausführen kann,
während der Spezialist selbst außerhalb der Gefahrenzone bleibt. Das
Steuerungssystem nutzt Minerva Intelligence, die unternehmenseigene KI-Ebene des
Unternehmens für Gleichgewicht, Sturzausgleich und Navigation. Minerva wurde
Ende 2025 gegründet und hat seinen Hauptsitz in San Francisco sowie
Niederlassungen in Cambridge, Massachusetts, und Sindelfingen, Deutschland. Das
Unternehmen wird von General Catalyst, Long Journey Ventures, Credo Ventures und
weiteren Investoren unterstützt. Weitere Informationen finden Sie
unter https://www.minervahumanoids.com/.
Medienkontakt
Mollie Gonzalez
minerva-humanoids@bulleitgroup.com (mailto:minerva-humanoids@bulleitgroup.com)
Ein Foto zu dieser Mitteilung ist verfügbar
unter https://www.globenewswire.com/NewsRoom/AttachmentNg/e241da4b-
194c-44f4-96d7-250493781b14
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