Börse Stuttgart - Euwax Trends 28.09.2026, 12:00 Uhr | Verfasser: Steffen Heizereder
Optionsschein - NVIDIA: 279 Milliarden Dollar für KI-Speicherchips
An der Börse Stuttgart wird heute vermehrt ein Discount-Call-Optionsschein (WKN MM2311) auf NVIDIA gekauft. Im Hintergrund steht die massive Speicher-Offensive des Konzerns: Ende August hat NVIDIA seine Lieferverpflichtungen innerhalb eines Quartals von 119 auf 279 Milliarden Dollar mehr als verdoppelt. Der Großteil entfällt auf Speicherchips, die der Konzern für seine aktuelle Blackwell-Ultra- und die neue Vera-Rubin-Plattform benötigt. Rund 267 Milliarden Dollar werden bis zum Ende des Geschäftsjahres 2029 fällig. NVIDIA sichert sich damit den Zugang zu einem der knappsten Bauteile in der KI-Lieferkette.
Vorstandschef Jensen Huang sagte bei einem KI-Gipfel in Schottland, er rechne damit, dass NVIDIA im kommenden Jahr doppelt so viele Chips verkaufen werde wie in diesem. Finanzchefin Colette Kress warnte allerdings, die steigenden Speicherkosten würden die Bruttomarge vorübergehend auf 71 bis 72 Prozent drücken, bevor Preiserhöhungen sie im Geschäftsjahr 2028 wieder auf 72 bis 73 Prozent anheben sollen. Die Aktie notiert bei 195,92 Euro (Börse Stuttgart, 28.09., 10:24 Uhr).
Der Optionsschein hat einen Basispreis von 220 Dollar und einen Cap bei 245 Dollar. Das Bezugsverhältnis beträgt 0,10, bewertet wird am 18.12.2026. Liegt der Kurs der NVIDIA-Aktie am Bewertungstag auf oder unter dem Basispreis von 220 Dollar, verfällt das Produkt wertlos. Ob ein Anleger einen Gewinn erzielt, hängt vom jeweiligen Einstandspreis ab.
Optionsschein - AMD liefert KI-Racks an Anthropic und Microsoft
Auch bei AMD greifen Anleger an der Börse Stuttgart heute zu: Ein Discount-Call-Optionsschein (WKN: WA55U7) wird vermehrt gekauft. Hintergrund ist ein Strategiewechsel des Chipkonzerns: Advanced Micro Devices hat den großen KI-Laboren im August erstmals fertige Rechenzentrums-Racks statt einzelner Chips angeboten. Unter dem Namen Helios hat AMD ein System vorgestellt, das Prozessoren, Grafikchips und Netzwerktechnik in einem Gehäuse bündelt. Nach Einschätzung von Reuters hat dieser Strategiewechsel dazu beigetragen, dass AMD am vergangenen Montag erstmals eine Billion Dollar Marktkapitalisierung überschritten hat.
Zu den ersten Kunden gehören Anthropic, der Entwickler des KI-Assistenten Claude, und Microsoft. Anthropic will bis zu zwei Gigawatt Rechenleistung mit AMDs neuen Instinct-MI450-Chips in Helios-Racks aufbauen. Microsoft setzt die Racks auf seiner Cloud-Plattform Azure ein, um große Sprachmodelle auszuführen. Im zweiten Quartal 2026 steuerte das Rechenzentrumsgeschäft bereits 6,7 Milliarden Dollar zum Gesamtumsatz von 11,5 Milliarden Dollar bei. Die Aktie steht bei 541,50 Euro (Börse Stuttgart, 28.09., 10:00 Uhr).
Der Optionsschein hat einen Basispreis von 590 Dollar und einen Cap bei 630 Dollar. Der Kurs der AMD-Aktie liegt über dem Cap, sodass der maximale Auszahlungsbetrag am Bewertungstag 18.12.2026 bereits erreicht ist. Ob daraus ein Gewinn entsteht, hängt vom Einstandspreis ab. Liegt der Kurs der AMD-Aktie am Bewertungstag auf oder unter dem Basispreis von 590 Dollar, verfällt das Produkt wertlos.
Knock-Out-Call - Silber: Anleiherenditen drücken das Edelmetall
Nach der Leitzinserhöhung vom 16. September verschärft sich der Druck auf Silber. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen erreichte heute 5,22 Prozent, den höchsten Stand seit 2007. An den Terminmärkten wird eine weitere Erhöhung im Oktober mit rund 67 Prozent Wahrscheinlichkeit eingepreist. Die US-Notenbank hatte am 16. September den Leitzins um 25 Basispunkte angehoben. Die neue Zielspanne liegt bei 3,75 bis 4,00 Prozent. Sechzehn von achtzehn Mitgliedern des Zinsausschusses signalisierten in den aktualisierten Zinsprojektionen weiteren Straffungsbedarf.
Für Silber steigen damit die Opportunitätskosten. Das Edelmetall wirft keine Zinsen ab und verliert im Vergleich zu Anleihen an Attraktivität. Der Preis gab in der vergangenen Woche rund 4 Prozent nach. Gleichzeitig prognostiziert das Silver Institute für 2026 das sechste Angebotsdefizit in Folge, geschätzt auf 46,3 Millionen Unzen. Der Silberpreis notiert bei 61,34 Dollar je Feinunze (28.09., 13:40 Uhr).
An der Börse Stuttgart wird heute ein Knock-Out-Call auf Silber (WKN: CMC14X) mit Basispreis und Knock-Out-Barriere bei 55,6372 Dollar vermehrt gehandelt. Die Anleger sind dabei sowohl auf der Kauf- als auch auf der Verkaufsseite positioniert. Der Abstand zur Barriere beträgt derzeit 10,3 Prozent. Das Produkt hat kein Laufzeitende. Berührt oder unterschreitet der Silberpreis die Knock-Out-Schwelle, wird das Produkt wertlos ausgebucht. Ob ein Anleger damit einen Gewinn erzielt, hängt vom Einstandspreis ab.
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